DNA-Veränderungen bei Psoriatikern nachgewiesen

Menschen mit Psoriasis sind anders – auf jeden Fall schon mal in ihren Genen. Das haben Wissenschafter der University of Leicester nachgewiesen. Ihre Erkenntnisse sollen zu neuen, effektiver wirkenden Medikamenten führen.

Frühere Studien hatten ergeben, dass das menschliche Chromosom 6 zumindest ein Gen enthält, das für eine Erkrankung anfällig macht. Eine genauere Untersuchung dieses Bereichs identifizierte als entscheidendes Gen CDSN. Nun konnte eine DNA-Variante des CDSN nachgewiesen werden, die bei Psoriasis-Patienten deutlich häufiger vorkommt. Diese Variante könnte für die Anfälligkeit verantwortlich sein, da sie eine Anhäufung des Proteins CDSN verursacht. Die wiederum soll zur Entzündungsreaktion der Haut beitragen.

Laut dem leitenden Wissenschafter Richard Trembath kann Psoriasis bei Menschen, die über eine genetische Prädisposition verfügen, durch eine Reihe von Umweltfaktoren wie bakterielle Infektionen oder Stress ausgelöst werden. „Wir haben lange nach den entscheidenden Faktoren gesucht, die Menschen für diese Faktoren anfällig machen.“

Quelle: pte, 17.11.2004

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