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Hallo miteinander

Meine PSO Vulgaris ist am 07.01.12 ausgebrochen, nach massivem Rotweingenuss gepaart mit psychischem Stress und Halsschmerzen. Nach Cortisoncremen (Dermovate) ging es weg und nach 1 Monat wars wieder da. Ich habe eine kleinfleckige Form wo ca.1-2 % vom Körper befallen ist aber leider sehr verteilt. ca 20 -30 Flecken die grössten 10 Cent gross. Ich schmiere Dermovate abwechselnd mit Curatoderm einmal am Tag und nach ca.3-5 Tagen bin ich zu 95 % Erscheinungsfrei aber immer nur für ca 2Wochen, dann wieder das gleiche Spiel. Ich rauche ca 1 Packung am Tag aber trinke fast keinen ALkohol mehr, villeicht 2 Bier pro Woche, Ich habe Asthma und brauche ab und an Ventolin Spray. Ich bekam schonmal MTX,bestrahlung etc. aber es half wenig. Mit Cremen bin ich eigentlich von der Wirkung überzeugt. Im Gesicht (Diagnose unklar)habe ich gegen Rötungen Elidel zur Hand was gut wirkt und ich intermittierend anwende. Ich pflege meine Haut wenig, das werde ich nun ändern um evtl. die Schübe hinauszuzögern. Im Sommer war ich fast 2-3 Monate zu 95%erscheinungsfrei, weis auch nicht wieso:( Ich leide halt wie die meisten sehr und schäme mich während eines schubes sehr obwohl es max. 10 Tage anhält bei sofortiger Behandlung. Ich war übrigens bei ungefähr 5 Hautärzten bis ich wirkliche Hilfe bekam....Ich denke ich werde villeicht 1 mal pro Woche ins Solarium gehen aber natürlich Elidel vorher absetzen um Schübe vorzubeugen. Von meiner Erfahrung her die beste Creme die bei mir wirkt aber ob das PSO im Gesicht ist, ist nicht sicher.....

Meine Fragen:

habt ihr eine Idee wieso die Schübe immer so schnell wiederkommen?

Ist die Behandlung in ordnung oder gibt es gute Alternativen? (Ich weis Dermovate Stärke 4)

Mir kommt es vor als ob die PSO sehr mit der Psyche zusammenhängt, da ich lange Zeit "Liebeskummer hatte" und es da stark ausgeprägt war.

Mein Ziel ist es wenn möglich alle 2 Monate einen Schub zu haben, mit dem könnte ich gut leben aber nicht alle 2 Wochen zu schmieren, denn die Salben sind recht fettig und ich gehe dann immer im Trainer schlafen, da es leider so lange geht bis es eingezogen ist. Ich brauche auch meist nur max. 3-5 Tage zu cremen, dann verschwindet die PSO ohne weiteres Cremen von selbst..

Danke fürs lesen und für eure Antworten

Lg Gold

Edited by Gold
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Kringelblümchen

Hallo Gold und herzlich willkommen!

Dass die Schuppen so schnell wiederkommen ist leider relativ normal bei Cortison - jedenfalls ist es bei mir auch so. Wenn die Stellen wirklich weg waren, dauert es bei mir ca. 2 Wochen bis sie langsam (manchmal auch schneller.. :wacko: ) wiederkommen, wenn sie gar nicht richtig weg waren, 2 Tage... Schleichst Du die Cortisoncreme auch aus? Eine Alternative könnte ein Vitamin D-Derivat sein, Daivonex zum Beispiel, oder Psorcutan. Die gibt es auch in unterschiedlich fettigen Rezepturen (Fettsalbe oder Salbe z.B.).

Ich hoffe, Du findest hier noch viele Informationen, die Dir helfen.

Viele Grüße vom

Kringelblümchen

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Schlumpfbanane

Hallo!

Ich bin ja noch neu hier und die Diagnose ist auch noch recht neu für mich, aber meine roten , großflächeigen Stellen (3/4 Gesicht, komplette Hals/Nacken bis unterhalb des Schlüsselbeines) ghen nie weg und hoch rot entzündet sind sie alle paar Tage für 3-4 Tage. Ist das nicht normal? Ich sag ja bin neu hier. Warte jetzt auf die Wirkung von MTX.

Da die Cortisonsalben, Elider ect. nichts hilft schmiere ich meine Basiscreme drauf und bete für die Wirkung von MTX.

Die Psyche als Auslöser ? Warum? Ich bin nicht gestresst, habe 3tolle Kinder und einen tollen Mann. Viel Arbeit heißt ja nicht gleich Streß- es gibt ja auch den Eustreß.

Viele Grüße

Schlumpfbanane

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Danke für die raschen Antworten;)

Übrigens bei mir wurde eine Hautbiopsie entnommen wo die Diagnose einfach chronische Dermatitis war aber meine Ärztin meinte es wird schon PSO sein, da Alkohol eine verschlechterung bewirkte. Ich verwende Curatoderm und Dermovate abwechselnd-->wirkt zurzeit noch super. Wird auch so bleiben, da ich Cortison immer wieder absetze und es scheinbar nach ca. 10 Tagen wieder die volle Wirkung haben soll. Ausschleichen nicht wirklich, da es mir schwerfällt da alles weg ist einfach die Haut mit einem solchen Hammer nochmals einzucremen, aber werde es versuchen. Ich denke irgend etwas muss es auslösen, villeicht ein Infekt irgendo verborgen...Im Gesicht wirkt das Elidel nicht mehr so supertoll wie am Anfang aber immernoch gut, so das ich normal auf die Strasse gehen kann einfach mit leicht geröteten Stellen, welche nicht weiter auffallen. hoffe auf den Sommer durch die Bräune sieht man dan gar nichts mehr. Wenn es gut ist versuche ich das Elidel sparsamer und seltener zu verwenden. Im Sommer brauchte ich es villeicht alle 10 Tage hauchdünn einmal...hoffe das kommt wieder so gut. Momentan brauche ich es ca. alle 2 Tage 1mall und habe unreine Haut mit kleinen Poren und mitessern. Ich habe auch Daivobet aber die wirkt nicht so gut wie die anderen beiden Cremen obwohl fast das gleiche enthalten ist Ich verwnde noch Avene Thermalwasserspray wirkt Reizlindernd, da Mäusedorn enthalten, bei mir vorallem im Sommer schützt es mich sehr gut vor Rötungen;)

@ Schlumpbanane: Bei mir half MTX leider nicht, da es bei mir villeicht zu kleinfleckig ist. Neotigason auch gar nicht. Es gibt noch eine stärkere Creme als Elidel, Protopic. Villeicht kannst du das mal versuchen aber nicht in die Sonne wenn nur mit LSF 50, immernoch besser als Cortison ins Gesicht. Elidel gibt bei mir auch keinen Rebound nach dem absetzen. Bei mir verschlechtert sich die Gesichtshaut durch die trockene Heizungsluft und schwitzen und teilweise Alkohol aber viel davon;) Wenn alles nichts hilft auch bestrahlung dann würde ich dir villeicht Fumaderm und dann ein Biological empfehlen, wenn du dich durch die Flechte eingeschränkt fühlst. Ich denke die Psyche spielt den grössten Part aller Trigger, achte mal ob du glücklich bist und wie du mit deiner Flechte umgehst....Bei mir wars so, das ich im Sommer nichts hatte, da ich mich einfach gut fühlte, da mein Gesicht wieder super aussah und es 3 Monate so blieb und vorher blieb ich leider 1 Monat zuhause, da ich mich so schämte und viele negative Kommentare im Geschäft hörte wie: igitt wie siehst du denn aus ist das ansteckend und das in einer Firma wo 8000Leute arbeiten....viele Blicke:( übrigens meine Ärztin sagte zu mir trotz bestrahlung Cortison cremen auch unter MTX, da sie sagt die Flechte muss weg, je länger sie da ist desto schwieriger ist sie zu behandeln. Welche Stärkeklasse von Cortison verwendest du?

Edited by Gold
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Schlumpfbanane

Cortison von 0.1-2,4% hatte ich versucht, ohne Erfolg. Jetzt unter MTX soll ich Advantan benutzen. Seit 2 Tagen sehe ich wieder etwas besser aus aber wahrscheinlich sieht das in 2 Tagen wieder anders aus.

Ich habe mir nochmal viel Gedanken über die Psyche als Trigger gemacht und muss bei mir einfach sagen, mein Trigger ist es nicht. Läuft alles rund, außer meine Haut.

Rauchen tue ich nicht, Alkohol trinke ich nur selten und wenn in Maßen. Keine Ahnung was es bei mir triggert. Ich hatte auch schon eine sehr strenge Diät gemacht, um zu schauen ob Nahrungsmittel etwas auslösen, auch ohne Ergebnis. Shit happens!

LG Schlumpfbanane

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  • 4 weeks later...

Eiejej

Habe zurzeit Magendarmgrippe und den heftigsten Schub seit einem Jahr, ca 50-60 Flecken, der grösste ca mit 3 cm Durchmesser. Schmiere jetzt seit 4 Tagen zuerst 1Tag Dermovate, dann Tag Curatoderm, 1 Tag Dermovate u.s.w Jetzt wird es besser aber ich kann kaum mehr in den Spiegel schauen. Ich denke in 3,4 Tagen ist so ziemlich alles weg aber dann kommt es leider sicher in 10-14 Tagen wieder. Hoffe nicht so schlimm aber ich muss mir jetzt echt Gedanken machen, doch eine innerliche Therapie zu machen, da ich es leid bin alle 10 Tage so auszusehen. Habe mir noch APS Bad bestellt...Ich meine wenn ich alle Flecken zusammen nehme ergibt sich daraus villeicht eine Handfläche von der Grösse, bekomme ich da evtl. Biologicals? oder ist es zu klein, es ist eben überall verteilt:( Ich weis echt gerade nicht mehr weiter......

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Hallo Gold,

herzlich Willkommen im Forum!

Die PSO hat oftmals einen Auslöser oder Trigger welcher einen Schub oder eine Verschlimmerung auslösen kann.

Du solltest Dich auf jeden Fall mit Deinem behandelnden Arzt in Verbindung setzten. Vielleicht zieht sich die PSO auch nach Beendigung des Infekts wieder zurück.

Warum sträubst Du Dich gegen "innerliche Therapien", möchtest aber Biologicas? Die Biologicas sind keineswegs "Zuckerbonbons" und haben wie jedes andere Medikament auch Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten, und garantieren keineswegs einen Erfolg wie Du hier im Forum in einigen Beiträgen lesen kannst.

Zudem ist es in der Regel notwendig erst einige sog. Basismedikamente einzunehmen bevor, wenn diese nicht wirken bzw. nicht vertragen werden, der Arzt ein Biologica verordnet.

Das solltest Du alles mit Deinem Arzt besprechen, denn nur er kann mit Dir zusammen die passende Medikation zusammenstellen.

Gute Besserung!

Saltkrokan

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Danke für deine Antwort

Ich sträube mich nicht gegen innere Therapien aber ich bekam schonmal Neotigason und dann MTX und es hat gar keinen Effekt gehabt. MTX nur 1 Monat, da meine Ärztin meinte wenn es bis da nicht eine erste Besserung bringt absetzen. Gleichzeitig zu MTX Bestrahlung brachte auch nichts, erst als ich Vitamin D3 + Kortison Cremte gings nach 3 Tagen weg, wahrscheinlich wegen der Bestrahlung denke ich gings so schnell. Dann hatte ichs im Sommer sicher 3,4 Monate super im Griff bis es wieder Anfing. Ich weis nicht aber wenn ich die Studien anschaue sind die Biologicals einfach das effektivste, was ich noch versuchen möchte wäre Fumaderm. Ich bin einer der von Nebenwirkungen keine Angst hat und sie in Kauf nimmt. Ich möchte es einfach in den Griff bekommen, auch wenn ich jeden Tag Tabletten oder eine Spritze nehmen muss. Vom Dauercremen habe ich echt die Schnauze voll und das kann nicht mein Leben lang so weitergehen. Meine Ärztin ist super, ihr erster Satz war," keine Sorge das bekommen wir in den Griff:)" Sie beratete mich ausführlich, zuerst eben Bestrahlung und MTX, Neotigason hatte ich schon von meinem vorigen Hautarzt. Sie hätte mir sogar Biologicals gegeben, wenns dazumals nichtweggegangen wäre obwohl der Befall nur 2 % war aber sehr verteilt und mühsam zu cremen.

Jetzt mache ich es so, sobald ich Erscheinungsfrei bin, schleiche ich das Kortison sorgfältig aus und creme mich zweimal Täglich mit Pflegecreme ein und gehe noch 1 mal die Woche ins Solarium und schaue wie lange es hält. Wenn es wieder nur 10 Tage hält gehe ich wieder zu meiner Ärztin und dann möchte ich eine innerliche Therapie...

Edited by Gold
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Also, ich lebe seit 28 Jahren mit PSO und PSA und Du wirst immer Schübe haben trotz Biologics, Fumaderm, Salben & Co mal mehr mal weniger und klar spielt die Psyche eine große Rolle. Also Nebenwirkungen können bei manchen Präparaten schon sehr heftig sein. Bei Fumaderm habe ich nach den Initial noch 16 Tage mit den blauen geschafft, dann ging nichts mehr. Egal was ich gegessen oder getrunken habe, alles kam sofort wieder raus.

Ich war nicht fähig arbeiten zu gehen. Unterschätz das nicht mit den Nebenwirkungen , muss zwar nicht sein aber kann. Und es wird nicht länger als 10 Tage halten mit Cortison bekommst Du das zwar schnell in den Griff aber es gibt keine Heilung, das solltest Du Dir bewusst machen, sondern nur Linderung.

Ich nehme seit 2 Jahren Enbrel und habe trotzdem mal mehr oder weniger schwere Schübe und mein Körper ist zu 20-30% befallen. Bei 2% finde ich ist das mit Hammer auf Spatzen schießen. Auch MTX ist schon heftig und das sind ja keine Karamellbonbons diese Biologics und Fumarsäuren.

Wenn Du das mit den Salben im Griff hast würde ich das auch so erst mal lassen. Wie ist es denn wenn Du noch Frischhaltefolie drumwickelst, das verstärkt die Aufnahme um einiges.

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Danke

Klar eine Heilung gibt es noch nicht aber wenn ich es irgendwie schaffen kann, das ich nur alle 1-2 Monate wieder Flecken habe, wäre ich zufrieden und das sollte meiner Meinung nach mit den heutigen Möglichkeiten zu schaffen sein. Im Sommer hatte ich es ja 3,4 Monate bis auf 3,4 Flecken im Griff und das möchte ich wieder. Ich denke wenn ich das Cortison gut ausschleiche und mich gut Pflege kann ich die Erscheinungsfreie Zeit villeicht schon verlängern. Villeicht war es auch die Bestrahlung kombiniert mit cremen die die Erscheinungsfreie Zeit verlängert hat, wer weis. Ich werde mich auch mal auf chronische Infekte durchchecken lassen, denn bei der kleinfleckigen Form, wie ich entnommen habe sind diese meist der Auslöser.

APS Bad habe ich noch bestellt und werde es ausprobieren. Ich denke das ich diesen Mist schon irgendwie auf ein erträgliches Mass lindern kann und ich werde alles dafür tun. Finde dieses Forum ganz super, hier kann ich viele Informationen bekommen und der Austausch mit Betroffenen kann finde ich durch nichts ersetzt werden:)

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Hallo Gold,

ich kann gut verstehen dass man sich ein Medikament erhofft welches die Beschwerden gut in den Griff bekommt.

Was ich bei Deiner Ärztin nicht verstehe dass sie das MTX nach 4 Wochen wieder abgesetzt hat. Eigentlich sollten Ärzte ihre Patienten darauf hinweisen dass es schon mitunter 6-8 Wochen dauern kann bis sich unter Anwendung von MTX eine Veränderung bemerkbar macht. Bei mir hat es 6 Wochen gedauert bis sich eine leichte Verbesserung zeigte. Oftman heisst es warten.....

Mittlerweile spritze ich ein Biologica, aber auch da war ich nicht nach den ersten Spritzen beschwerdefrei. Dazu hat es etwas länger gebraucht, Seit einigen Wochen kann ich es aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht spritzen und schon sind die alten Beschwerden (bei mir sinds überwiegend Schmerzen und Gelenkbeschwerden durch eine PSA) alle wieder vorhanden.

Eine Möglichkeit wäre für Dich eventuell zu versuchen an einer Studie zu einem Biologica teilzunehmen, aber auch, selbst wenn Du von Anfang an das Medikament und kein Placebo erhälst, ist es keine Garantie für einen Erfolg.

Leider heist auch ein passendes Medikament zu finden, sich manchmal auf eine lange Suche begeben.

Viel Glück und Gute Besserung

Saltkrokan

Edited by Saltkrokan
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Sie sagte aus ihrer langjährigen Erfahrung muss es dann schon Anschlagen. An einer Studie würde ich nicht genommen werden, da der befall zu klein wäre, da bin ich mir sicher. Jetzt warte ich mal ab und gehe dann wenn es nicht besser wird, wieder zu ihr. Ich war das letzte mal vor 8 Monaten da.

Ich bin echt froh meine Ärztin gefunden zu haben. Ich war bei 5 anderen Hautärzten und ich bekam teilweise echt Agressionen. Damit müssen sie leben waren die ersten Aussagen und sie haben es ja nicht schlimm. Bei meiner Ärztin ist einfach auch toll wie sie einen motiviert und das es besser wird. Auch das sie mir unkompliziert ein Dauerrezept für die cremen in die Apotheke faxt, obwohl es von einem anderen Arzt ausgestellt wurde und dann abgelaufen ist, finde ich toll. Ich und mein letzter Arzt haben uns so in die Haare bekommen, weil er für einen Bericht für meinen Arbeitgeber noch 80.- wollte und er für das letzte Dauerrezept auch noch 60.- verlangte obwohl er es beim ersten mal falsch geschrieben hatte.Er sagte noch heutzutage ist nichts mehr gratis Da sagte ich ihm er soll mir nie mehr unter die Augen kommen,ich kann im geschäft auch nicht immer Scheisse bauen ohne Konsequenzen,

denn er hat mir gar nicht geholfen, hatte aber für seine 3,4 5 Minuten Beratungen ca 800-900.- verlangt...und was ich dazumals im Gesicht hatte, sagte er beim 4 Besuch: was ist denn das? Ich war kurz davor im eine reinzuhauen....Auch in der Polyklinik was für eine Katastrophe, so ein Arzt der schon bei chemischen Cremen Angst hat die zu verschreiben und Aussagen, das ist Natur. Ab und an fragte ich mich wofür diese Leute bezahlt werden. Ich arbeite selbst in der chemischen Industrie, sogar in der biotechnologischen wo wir monoklonale Antikörper herstellen und kenne mich somit halt auch ein wenig mit Medikamenten aus.

Ich denke das wichtigste ist einen guten Arzt zu haben, dem man Vertraut, der sich zeit nimmt und auf einen eingeht. Das kann schon eine grosse Hilfe sein.

Edited by Gold
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Was ich bei Deiner Ärztin nicht verstehe dass sie das MTX nach 4 Wochen wieder abgesetzt hat. Eigentlich sollten Ärzte ihre Patienten darauf hinweisen dass es schon mitunter 6-8 Wochen dauern kann bis sich unter Anwendung von MTX eine Veränderung bemerkbar macht.

Auch bei mir wurde Mtx schon nach 4 Wochen abgesetzt. Allerdings aus 2 Gründen, die da waren, das noch kein "Erfolg" zu sehen war, und das die Leberwerte zu hoch geworden sind.

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Sie sagte aus ihrer langjährigen Erfahrung muss es dann schon Anschlagen. An einer Studie würde ich nicht genommen werden, da der befall zu klein wäre, da bin ich mir sicher. Jetzt warte ich mal ab und gehe dann wenn es nicht besser wird, wieder zu ihr. Ich war das letzte mal vor 8 Monaten da.

Ich bin echt froh meine Ärztin gefunden zu haben. Ich war bei 5 anderen Hautärzten und ich bekam teilweise echt Agressionen. Damit müssen sie leben waren die ersten Aussagen und sie haben es ja nicht schlimm. Bei meiner Ärztin ist einfach auch toll wie sie einen motiviert und das es besser wird. Auch das sie mir unkompliziert ein Dauerrezept für die cremen in die Apotheke faxt, obwohl es von einem anderen Arzt ausgestellt wurde und dann abgelaufen ist, finde ich toll. Ich und mein letzter Arzt haben uns so in die Haare bekommen, weil er für einen Bericht für meinen Arbeitgeber noch 80.- wollte und er für das letzte Dauerrezept auch noch 60.- verlangte obwohl er es beim ersten mal falsch geschrieben hatte.Er sagte noch heutzutage ist nichts mehr gratis Da sagte ich ihm er soll mir nie mehr unter die Augen kommen,ich kann im geschäft auch nicht immer Scheisse bauen ohne Konsequenzen,

denn er hat mir gar nicht geholfen, hatte aber für seine 3,4 5 Minuten Beratungen ca 800-900.- verlangt...und was ich dazumals im Gesicht hatte, sagte er beim 4 Besuch: was ist denn das? Ich war kurz davor im eine reinzuhauen....Auch in der Polyklinik was für eine Katastrophe, so ein Arzt der schon bei chemischen Cremen Angst hat die zu verschreiben und Aussagen, das ist Natur. Ab und an fragte ich mich wofür diese Leute bezahlt werden. Ich arbeite selbst in der chemischen Industrie, sogar in der biotechnologischen wo wir monoklonale Antikörper herstellen und kenne mich somit halt auch ein wenig mit Medikamenten aus.

Ich denke das wichtigste ist einen guten Arzt zu haben, dem man Vertraut, der sich zeit nimmt und auf einen eingeht. Das kann schon eine grosse Hilfe sein.

hallo gold

da kannich nur zustimmen, einen guten Hautarzt zufinden ist sehr schwierig.

Ich bin jetzt bei dem dritten und immer noch nicht zufrieden.

Alles Gute

clarus

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Auch bei mir wurde Mtx schon nach 4 Wochen abgesetzt. Allerdings aus 2 Gründen, die da waren, das noch kein "Erfolg" zu sehen war, und das die Leberwerte zu hoch geworden sind.

Bei Gold war der Grund wohl eher der noch nicht eingetretene Erfolg, aufgrund dessen das MTX abgesetzt wurde.

Im Beipackzettel von Lantarel 10mg (Methotrexat-Dinatrium) steht:

"Schwere Formen der Psoriasis vulgaris und Psoriasis arthropathica:

Bei der Psoriasis tritt im Allgemeinen ein Ansprechen auf die Therapie nach 2-6 Wochen ein. Danach wird die Therapie entsprechend der Krankheitsausprägung und den Laborwerten weitergeführt oder abgesetzt."

Da meine Laborwerte immer unter MTX im Normwert waren bin ich sehr froh, dass mein Arzt das Medikament nicht schon nach 4 Wochen abgesetzt hat, erste sichtbare und spürbare Erfolge gabs nach 6 Wochen, das MTX hat mir dann aber 2 Jahre lang sehr gut bezüglich meiner Beschwerden weitergeholfen.

Das ist aber von Erkranktem zu Erkranktem unterschiedlich.

Viele Grüsse

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Sie sagte aus ihrer langjährigen Erfahrung muss es dann schon Anschlagen. An einer Studie würde ich nicht genommen werden, da der befall zu klein wäre, da bin ich mir sicher. Jetzt warte ich mal ab und gehe dann wenn es nicht besser wird, wieder zu ihr. Ich war das letzte mal vor 8 Monaten da.

Ich bin echt froh meine Ärztin gefunden zu haben. Ich war bei 5 anderen Hautärzten und ich bekam teilweise echt Agressionen. Damit müssen sie leben waren die ersten Aussagen und sie haben es ja nicht schlimm. Bei meiner Ärztin ist einfach auch toll wie sie einen motiviert und das es besser wird. Auch das sie mir unkompliziert ein Dauerrezept für die cremen in die Apotheke faxt, obwohl es von einem anderen Arzt ausgestellt wurde und dann abgelaufen ist, finde ich toll. Ich und mein letzter Arzt haben uns so in die Haare bekommen, weil er für einen Bericht für meinen Arbeitgeber noch 80.- wollte und er für das letzte Dauerrezept auch noch 60.- verlangte obwohl er es beim ersten mal falsch geschrieben hatte.Er sagte noch heutzutage ist nichts mehr gratis Da sagte ich ihm er soll mir nie mehr unter die Augen kommen,ich kann im geschäft auch nicht immer Scheisse bauen ohne Konsequenzen,

denn er hat mir gar nicht geholfen, hatte aber für seine 3,4 5 Minuten Beratungen ca 800-900.- verlangt...und was ich dazumals im Gesicht hatte, sagte er beim 4 Besuch: was ist denn das? Ich war kurz davor im eine reinzuhauen....Auch in der Polyklinik was für eine Katastrophe, so ein Arzt der schon bei chemischen Cremen Angst hat die zu verschreiben und Aussagen, das ist Natur. Ab und an fragte ich mich wofür diese Leute bezahlt werden. Ich arbeite selbst in der chemischen Industrie, sogar in der biotechnologischen wo wir monoklonale Antikörper herstellen und kenne mich somit halt auch ein wenig mit Medikamenten aus.

Ich denke das wichtigste ist einen guten Arzt zu haben, dem man Vertraut, der sich zeit nimmt und auf einen eingeht. Das kann schon eine grosse Hilfe sein.

Hi Gold

ich hab gesehen du kommst aus der Schweiz, wenn du nicht zuweit von der Grenze weg wohnst dann kann ich dir Dr.Blum in Konstanz empfehlen

bei war ich früher auch der hilft dir weiter

Viel Glück Andreas

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Danke für den Tipp

Ich komme von Basel und es wären dann 1,5 Std. Aber wie gesagt mit meiner jetztigen Ärztin bin ich sehr zufrieden.

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      By Claudia Liebram
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      Die Psoriasis setzt sich im Gesicht gern in den Augenbrauen, in den Nasenfalten oder an der Stirn fest.
      Behandlung
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      Abseits von Medikamenten
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      Gerade im Gesicht kann eine gute Hautpflege bei Psoriasis schon einiges ausmachen. Lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten. Und: Wählen Sie Hautpflegeprodukte, die so wenig verschiedene Inhaltsstoffe wie möglich haben, denn jeder kann zusätzlich reizen. Sie finden so auch einfacher heraus, welcher Inhaltsstoff Ihrer Haut am besten bekommt. Es muss dabei nicht unbedingt eine spezielle Gesichtscreme sein.
      Aloe vera
      Ob Aloe vera einer Schuppenflechte im Gesicht beikommen kann, ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Dabei kann man das reine Gel aus einer Aloe-vera-Pflanze ebenso nutzen wie eine der vielen Aloe-vera-Cremes. Bei Letzteren sollten Sie auf einen möglichst hohen Anteil der Aloe vera achten, aber auch darauf, dass mit Konservierungsmitteln nicht zu großzügig umgegangen wurde etc. Lassen Sie sich nicht von einem Glaubenskrieg beeindrucken, welche Aloe-vera-Creme von welchem Anbieter oder -Vertreiber die bessere ist. Im Reformhaus oder in der Apotheke zum Beispiel dürften Sie gut beraten werden.
      Urea (Harnstoff)
      Eine Gesichtscreme mit Urea (Harnstoff) ist auch eine Möglichkeit, gegen die Schuppenflechte im Gesicht anzugehen. Allerdings kann Urea im Gesicht stärker reizen als an anderen Körperstellen, deshalb sollten Sie hier nicht zur 10- oder mehrprozentigen Harnstoff-Creme greifen, sondern lieber eine 3- oder 5%-ige Urea-Creme ausprobieren.
      Arzneimittel
      Mahonia aquifolium
      Dieser Wirkstoff ist frei verkäuflich und in Deutschland vor allem in zwei Produkten enthalten: Rubisan® und Belixos®. Der Hersteller von Rubisan schreibt ausdrücklich "Der Einsatz ist auch am Hals und im Gesicht gut möglich.". Rubisan ist ein Arzneimittel und gibt es in der Apotheke, Belixos ist ein Kosmetikprodukt und gib es vor allem im Internet.
      Hydrokortison-Cremes
      Diese sehr leichte Kortison-Form kann nach Meinung von Pharmazeuten im Gesicht gut angewendet werden. In niedriger Dosierung ist sie frei verkäuflich. Dabei empfiehlt sich die Konzentration von 0,25% im Gesicht eher als die von 0,5%. (2) Alle stärkeren Kortisonsalben bergen größere Gefahren (siehe Abschnitt "Kortison").
      Tacrolimus oder Pimecrolimus
      Betroffene berichten u.a. in unserem Forum darüber, dass ihr Hautarzt ihnen für die Schuppenflechte im Gesicht die Wirkstoffe Tacrolimus oder Pimecrolimus empfohlen oder verschrieben hat. Die sind zum Beispiel in Elidel® oder Protopic enthalten und nicht zur Behandlung bei Psoriasis zugelassen, sondern bei Neurodermitis. Nach Erfahrung von Medizinern wirken sie im Schnitt nach zwei Wochen. Bis zu 50 Prozent der Patienten haben nach 6 bis 12 Wochen von einer deutlichen Verbesserung oder sogar völligen Abheilung der Symptome verspürt. (1)
      Medikamente mit Vitamin D3
      Die Wirkstoffe in Vitamin-D3-Präparaten heißen zum Beispiel Calcipotriol oder Tacalcitol.
      In der Packungsbeilage von Daivonex steht eine "Psoriasis im Gesicht" als Gegenanzeige – das heißt, dass das Medikament dort nicht angewendet werden soll.
      In der Fachinformation von Curatoderm gibt es lediglich einen Hinweis, dass bei einer Anwendung im Gesicht der Kontakt mit den Augen vermieden werden soll. Und: UV-Licht kann den Wirkstoff Tacalcitol abbauen, was ja das Gegenteil von dem wäre, was man erreichen will. Deshalb soll Curatoderm® besser abends aufgetragen werden.
      Die Angaben der Hersteller sind die eine Seite – die Erfahrungen von Ärzten eine andere. Bei Vitamin-D3-Präparaten wird von den Medizinern vor "lokalen unerwünschten Arzneimittelwirkungen" gewarnt. Aber: Sie sind "prinzipiell möglich". Die Reizungen gingen vorüber. Wenn sie zu arg sind, könne vorübergehend die Dosis reduziert werden. Generell würde der Wirkstoff Tacalcitol (in Curatoderm® enthalten) weniger reizen als der Wirkstoff Calcipotriol (z.B. in Daivonex enthalten). (1)
      Innerliche Medikamente
      Alle innerlichen Medikamente können die Schuppenflechte im Gesicht ebenso lindern wie am Rest des Körpers. Deshalb erwähnen wir sie hier nicht einzeln.
      Nicht geeignete Medikamente
      Psoriasis-Medikamente, die nicht im Gesicht angewendet werden sollen, sind Dithranol und Tazaroten.
      Kortisoncremes oder -salben sind für das Gesicht sehr wenig geeignet. Mediziner sehen dort die Gefahr, dass die Haut dünner wird ("Atrophie") oder andere Hauterkrankungen wie Rosazea oder Steroid-Akne ausgelöst werden.
      Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten
      Es gibt einige andere Hautkrankheiten, mit denen die Schuppenflechte im Gesicht verwechselt werden kann. Was der Laie für eine Psoriasis hält, kann auch etwas anderes sein – zum Beispiel
      ein seborrhoisches Ekzem – vor allem in den Nasenfalten, den Augenbrauen oder am Kinn Pityriasis rubra pilaris Lupus erythematodes eine Bartflechte (Tinea barbae) – eine Pilzerkrankung eine Grindflechte (Impetigo contagiosa) – vor allem bei Kindern Da hilft am Ende nur, wenn der Hautarzt gefragt wird. Er kann die Erkrankungen im besten Falle aufgrund seiner Erfahrung auseinanderhalten oder ein kleines Stückchen Haut entnehmen und im Labor untersuchen lassen.
      Fachleute diskutieren außerdem über eine Mischform aus Psoriasis und seborrhoischer Dermatitis. Das Ergebnis bezeichnen sie dann auch als Sebopsoriasis oder Seborrhiasis.
      Fotos von Schuppenflechte im Gesicht
      Austausch mit anderen Betroffenen
      In unserem Forum kannst du dich auch über gute (und schlechte) Erfahrungen bei Psoriasis im Gesicht austauschen.
      Tipps zum Weiterlesen
      Warum Sie bei Schuppenflechte im Gesicht keine Gesichtsbürste nutzen sollten
      (woman.at, 21.08.2014)
      Das Gesicht mit Wasser und Händen oder vielleicht noch einem Waschlappen reinigen – wie langweilig ist das denn? Gesichtsbürsten sind laut dem Frauenportal woman.at im Trend. Doch selbst deren Erfinder Dr. Robb Akridge rät von ihr ab, wenn man von Schuppenflechte oder Akne geplagt ist. Leider erst ganz, ganz am Ende des Artikels und Interviews. Trotzdem gut zu wissen: wieder ein Trend, den man getrost auslassen darf
      Gesichtsmasken aus eigener Herstellung
      (allergie-frei.info, 20.02.2013)
      Quellen
      Leitlinie "Therapie der Psoriasis vulgaris" "Hydrocortison – Vertrauen und Vorbehalte" in: Pharmazeutische Zeitung 29/2011
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Wir gehen in die Geschichte und haben die Medikamente gegen Schuppenflechte in einen Zeitstrahl getan. Welches Medikament wurde eigentlich wann zugelassen? Dabei tun sich deutliche Lücken auf. Jahrzehntelang tat sich wenig, doch in den letzten Jahrzehnten ging es Schlag auf Schlag.
      Wenn du dir diese Zeitreise größer ansehen willst – hier findest du sie in einer anderen Ansicht: Psoriasis-Medikamente seit 1916
      1916: Der künstlich nachgebaute Teer-Abkömmling Dithranol wird von E. Galewski und P. G. Unna beschrieben und eingeführt. Dithranol wird bis Anfang der 1980-er Jahre bei der Psoriasis-Therapie das Mittel der Wahl sein, wenn eine Schuppenflechte äußerlich behandelt werden soll.
      1925: William H. Goeckermann erwähnt erstmals die Anwendung von Steinkohlenteer gegen Psoriasis. Bis heute gibt es Patienten und Kliniken, die auf diesen Wirkstoff schwören. Gut, dass bis heute die Übertragung von Gerüchen über das Internet noch nicht erfunden ist.
      1956: Kortison-Präparate zum Auftragen auf die Haut kommen auf den Markt.
      1983: Mit Psoralon kommt eine Fertigarznei mit Dithranol in Deutschland auf den Markt.
      1991: Das erste Medikament mit dem Wirkstoff Methotrexat wird in Deutschland zugelassen – als Lantarel.
      1992: Die erste Creme mit einem Vitamin-D3-Wirkstoff wird in Deutschland zugelassen – mit Calcipotriol.
      1992: Der Wirkstoff Acitretin wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen – ein Vitamin-A-Abkömmling. Eingesetzt wird er allerdings schon seit den 1970-er Jahren.
      1992: Rubisan, die homöopathische Salbe mit dem Wirkstoff Mahonia aquifolium, erhält ihre Zulassung.
      1993: Der Wirkstoff Ciclosporin kommt offiziell in der Behandlung der Psoriasis zum Einsatz. Da hat er schon 10 Jahre in der Transplantationsmedizin hinter sich.
      1994: Psoradexan – das nächste Medikament mit dem Wirkstoff Dithranol – ist in Apotheken zu haben.
      1994: Der zweite Vitamin-D3-Wirkstoff kommt auf den Markt: Tacalcitol.
      1995: Eine Schweizer Entwicklung mit einem Fumarsäureester wird in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen: Fumaderm.

      1997: Das Medikament Micanol vereinfachte die Therapie mit Dithranol. Bei richtiger Anwendung und vor allem beim richtigen Abwaschen färbte es Haut und vor allem das Umfeld nicht mehr so stark wie andere Dithranol-Mittel. Im Jahr 2017 wurde Micanol vom Markt genommen.
      1997: Tazaroten-Gel wird mit 0,05% und 0,1% in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen.
      1999: Der dritte Vitamin-D3-Wirkstoff ist da: Calcitriol.
      2002: Calcipotriol und Betamethason werden kombiniert.
      2004: Raptiva mit dem Wirkstoff Efalizumab wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen. Allerdings wird es fünf Jahre später schon wieder vom Markt genommen – wegen Nebenwirkungen, die andere Medikamente dieser Art später auch zeigen.
      2004: Enbrel heißt das nächste Biologic, mit dem die Psoriasis behandelt werden kann. Es enthält den Wirkstoff Etanercept. Auch dieses Biologic war zuvor schon zwei Jahre bei Psoriasis arthritis aktiv.
      2005: Remicade kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Infliximab.
      2007: Das nächste Biologic mit dem Einsatzziel Psoriasis kommt auf den Markt – Humira mit dem Wirkstoff Adalimumab. Zwei Jahre zuvor war es bereits zur Behandlung der Psoriasis arthritis zugelassen worden.
      2009: Stelara mit dem Wirkstoff Ustekinumab reiht sich in die noch übersichtliche Riege der Biologics ein.
      2011: Ein Nagellack speziell zur Behandlung der Psoriasis an den Nägeln kommt auf den Markt. Er heißt Onypso. Er enthält 15 Prozent Harnstoff (Urea). Nach sechs Monaten soll die Nageldicke verringert sein.
      2015: Das Medikament Otezla mit dem Wirkstoff Apremilast erhält die Zulassung zur Behandlung der Psoriasis und der Psoriasis arthritis.
      2015: Das Biologic Cosentyx mit dem Wirkstoff Secukinumab ist das erste Medikament auf dem Markt, das sich gegen Interleukin 17 richtet. Es erhält überraschend die Zulassung, als erstes innerliches Arzneimittel zum Einsatz kommen zu können ("First line").
      2016: Im April 2016 wird Taltz zugelassen. In den Apotheken ist es aber erst im Frühjahr 2017.
      2017: Skilarence ist sozusagen das bekannte Medikament Fumaderm in neuem Gewand. Vor allem enthält es aber nur den Wirkstoff Dimethylfumarat und kein Gemisch mehr.
      2017: Mit Kyntheum gibt es ein weiteres Biologikum, das bei Schuppenflechte angewendet werden kann. Es enthält den Wirkstoff Brodalumab.
      2017: Tremfya kommt auf den Markt. Es enthält den Wirkstoff Guselkumab.

      2018: Das Medikament Ilumetri mit dem Wirkstoff Tildrakizumab wird zugelassen.
      2019: Skyrizi kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Risankizumab.

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