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Hallo,

 

ich leide seit meiner Jugend an Schuppen auf dem Kopf. Mal schlimmer, mal weniger schlimm.

Zur Zeit (seit Januar) ist es wieder sehr schlimm.

Habe es zuerst mit Terzolin selbst versucht, hat gut geholfen, aber meine Haare haben grauenhaft ausgesehen - total fettig und ungewaschen. Ich habe sehr lange Haare, daher kann und will ich auch nicht jeden Tag waschen..

Der Hautarzt riet mir dann zu Stieprox Shampoo, wodurch es schlimmer geworden ist.

Jetzt hat er mir Clobex (cortisonhaltig) verschrieben. Es hilft nicht und mir fallen auffällig viele Haare aus..

 

Was kann ich noch machen??? Bin echt verzweifelt... die ganze Kopfhaut ist schon wund und aufgekratzt und schuppt wie blöd :(

 

LG und danke für's lesen - 

Connie

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Hallo Connie!

Mir hat immer sehr Nizoral Shampoo (aus der Apotheke) oder auch 2 mal die Woche ein Teer Shampoo (aus dem Amazon) geholfen.

LG Alex

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Daniel Jackson

Hallo Connie,

Kommt mir bekannt vor. Ich fand meine Lösung in 'weniger ist mehr'

Versuch mal folgendes:

- Haare eine Woche lang nur mit Wasser waschen, lauwarm eher kühl. gründlich aber ohne schrubben.

- trocknen ohne rubbeln auf Kopfhaut, nur tupfen

Danach

- weiter täglich nur mit Wasser waschen

- jede dritte Haarwäsche mit 'salthouse totes Meer' Shampoo (in Drogerien erhältlich)waschen - wenig Shampoo nehmen!!

- nach waschen mit Shampoo mit Balsam 'ihleVital haar Balsam' (in Apotheke bestellen lassen) nachwaschen und immer eher kühl als warm.

Ich würde mich freuen, wenn das auch bei Dir hilft.

Liebe Grüße

Edited by Daniel Jackson
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Hallo

 

Hatte mehrere Flecken auf der Kopfhaut, und dagegen hat mir Xamiol ganz gut geholfen. Als die Flecken wiederkamen, hab ich auf einen Tip hin mal Sebamed AntischuppenShampoo ausprobiert - und das hat auch geholfen! Also so stark und lange ausgeprägt wie du hatte ich es nicht, aber vielleicht hilft es ja auch dir.

 

Wünsch dir alles Gute!

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Nagelpsoriasis ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Fuß- oder Fingernägel sind dann brüchig, bröselig, verformt, verfärbt – auf jeden Fall nicht so, dass man sie gern länger zeigt und schon gar nicht groß verwendet. Nur ist das im Alltag schwierig.
      Wichtig ist: Die Schuppenflechte der Nägel ist nicht ansteckend. Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt die Diagnose stellen. Er kann mit einer Laboruntersuchung am besten herausfinden, ob es sich um einen Nagelpilz handelt oder eben die Schuppenflechte der Nägel.
      Mit einer Behandlung sollte lieber früher als später begonnen werden, denn Nägel brauchen sehr lange, um ordentlich nachzuwachsen. Bis die Erkrankung verschwunden ist, vergehen meist mehrere (um nicht zu sagen viele) Monate. Am Anfang wird man es sicherlich mit einem Nagellack versuchen – dazu weiter unten mehr.
      Aufbau eines Nagels

      Aufbau eines gesunden Nagels
      Auf dem Nagelbett befindet sich das Hyponchium, das für die Verbindung zur Nagelplatte sorgt. Die ist 0,5 bis 0,7 Millimeter dick. Sie wird an drei Seiten vom Nagelfalz begrenzt. Der Nagel wächst von der Nagelmatrix aus. Der weiße Halbmond ist der vordere, sichtbare Teil der Matrix. Unter der Haut ist der hintere Teil, geschützt vom Nagelhäutchen.
      Symptome der Nagelpsoriasis
      Tüpfelnägel: Der Fingernagel ist nicht mehr schön eben, sondern wird wellig. Er sinkt punktförmig ein, wie Tüpfel. Die Tüpfel bleiben sichtbar und wachsen mit dem Nagel aus. Aber Vorsicht: Tüpfel können auch durch andere Ekzeme, Infektionen oder Pilzbefall entstehen.
      Ölfleck: Ein anderes Zeichen für eine Nagelpsoriasis ist ein Ölfleck. Der findet sich meist am Rand des Nagels, dort, wo sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt. Dieser Ölfleck ist meist gelbbraun oder rot, wobei das Rot zum Nagelrand hin oft abnimmt. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass zu viele nicht ausgewachsene Zellen an die Oberfläche der Haut unter dem Nagel schießen. Diese Zellen drücken von unten gegen den Nagel, so dass der sich abhebt. Aber noch mal Achtung: Auch hier kann wieder eine Pilzinfektion im Spiel sein. Verschiedene Pilzinfektionen nämlich sehen ähnlich aus. Was noch komplizierter ist: Pilz und Psoriasis können auch nebeneinander vorhanden sein.
      Krümelnägel: Unter dem Nagel stapeln sich Schuppen. Im Laufe der Zeit heben sie das Nagelbett an. Die Nagelplatte wird krümelig. Gerade dieses Symptom ist es, das Betroffene vor anderen Menschen am liebsten verstecken würden.
      Begleiterscheinungen sind gelegentlich Schmerzen oder Druckempfindlichkeit.
      Fakten
      Grundsätzlich gibt es mehr Schuppenflechte an den Finger- als an den Fußnägeln.
      Eine schwere Psoriasis der Nägel gilt als „Vorbote“ der Psoriasis arthritis (Gelenk-Psoriasis). Ausgeprägte Formen der Nagelpsoriasis sind nicht mit rein äußerlichen Behandlungen abzuheilen. Wer schnell mit einer innerlich wirkenden Therapie beginnt, kann verhindern, dass sich die Nägel erheblich verschlimmern.
      Das gilt besonders bei der Psoriasis pustulosa: Bei ihr heilt die Nageldeformation am schwersten ab. Eine frühzeitige innerliche Therapie bremst vermutlich eine aufziehende Psoriasis arthritis ab. Trotz langer Behandlungszeiten schaffen es nur einige Biologika, dass lediglich bei der Hälfte der Betroffenen die Nägel völlig verheilt sind. Das größte Problem: Bei der Behandlung einer Schuppenflechte der Nägel müssen alle Beteiligten geduldig sein und dürfen nicht zu schnell aufgeben.
      Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis eine Nagel-Beteiligung haben und 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker. Eine Nagelpsoriasis ohne Hautbeteiligung ist möglich, aber eher selten. Am häufigsten kommen Tüpfelnägel und abgelöste Nagelplatten vor.
      Eine Nagelpsoriasis ist gut im Rheumascan (Xiralite) zu erkennen. Manchmal ist eine Biopsie des Nagelbettes zur eindeutigen Klärung der Diagnose notwendig.
      Welche Therapie angebracht ist, hängt davon ab, wie schwer der Nagel betroffen ist. Dafür sind inzwischen verschiedene Messmethoden entwickelt worden. International wird der NAPPA-Score (Nail Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis) verwendet. Man zählt die jeweiligen krankhaften Veränderungen auf den Nägeln und erfragt die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen der Erkrankung. Die Gewichtung aller Faktoren bestimmt den Schweregrad einer Nagelpsoriasis. Der Wert kann auch dann hoch sein, wenn die Schädigungen am Nagel zwar nicht extrem stark, die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtig ist.
      Probleme im Alltag
      Gelbliche, bröckelnde und verformte, abgehobene Nägel sehen für andere Menschen unästhetisch aus, ganz gleich, ob die Hände oder die Füße gemeint sind. Betroffene versuchen, vor allem ihre Fingernägel vor scheelen Blicken zu verbergen und meiden deshalb soziale Kontakte bis hin zur Partnersuche. Greifen (Fingernägel) und Laufen (Zehennägel) werden zur Qual. Ganz gewöhnliche Verrichtungen in Alltag, Beruf und Sport fallen schwer und verursachen Schmerzen. Patienten mit schweren Nagelschädigungen sind länger krankgeschrieben, leiden erheblich an ihrer Situation und neigen zu Angst-Erkrankungen oder Depressionen.
      Es war lange nicht bekannt, dass Nägel, Sehnenansatz am Knochen (Enthese) und Knochenhaut anatomisch miteinander verbunden sind. Darüber wurde erst geforscht, als auffiel, dass Nagelveränderungen bei Patienten mit Psoriasis Arthritis deutlich häufiger vorkommen als bei denen ohne. Der Nagel ist funktional gleichzeitig mit Haut und Knochen verbunden. Vereinfacht dargestellt, kommt erst die Sehnenentzündung, dann die Nagelpsoriasis und schließlich die Psoriasis arthritis. Die Gelenk-Schuppenflechte ist um so ausgeprägter, je schlimmer die Nägel betroffen sind. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Begleiterkrankungen geht man davon aus, dass sich eine Psoriasis Arthritis weniger heftig entwickelt, wenn die Nagelpsoriasis frühzeitig behandelt wird.
      Bisher war es selten möglich, eine Nagelpsoriasis völlig abzuheilen. Meist dauerte es monatelang, bis deutliche Verbesserungen sichtbar wurden. Mit Cremes, Salben, Tinkturen oder Lotionen dringt ein Wirkstoff nur schwer oder überhaupt nicht in den Nagel ein. Auch durch intensives Einmassieren wird der Nagel nicht durchlässiger. Mit einem harnstoffhaltigen Nagellack kann man den Nagel meist nur weicher machen, damit hinterher ein Wirkstoff besser eindringen kann. Die Wirkung wird deutlich verstärkt, wenn ein Mittel unter luftdicht verschlossener Folie (Okklusiv-Verband) z.B. über Nacht einziehen kann.
      Andere Erkrankungen der Nägel
      Nicht jeder dicke, verhornte, bröselige Fingernägel ist einer, der eine Nagelpsoriasis birgt. Manchmal fällt es dem Arzt schwer, die Diagnose Nagelpsoriasis zu stellen. Das Problem ist, dass Nagelveränderungen bei Pilzinfektionen, Ekzemen, inneren Krankheiten bis hin zu Tumoren gleich aussehen können. Eine Pilzinfektion ist die häufigste Nagelerkrankung, die allein oder aber mit der Schuppenflechte zusammen auftreten kann. Schwierig wird es für den Arzt, wenn jemand keine Haut-Erscheinungen hat, sondern nur Veränderungen an Hand- und Fußnägeln.
      Nagelveränderungen gibt es auch wegen Ekzemen, Mangelernährung, Pilzen, Allergien zum Beispiel gegen Nagellack oder gegen Medikamente. Sprich: Wer den Verdacht hat, er hätte eine Nagelpsoriasis, sollte den Doktor erst mal nach einem Pilztest fragen. Erst wenn der negativ ist, sollte man sich tiefergehend mit der Nagelbehandlung beschäftigen.
      Um die Verwirrung zu steigern: Nagelpilz und Nagelpsoriasis können auch gleichzeitig auftreten.
      Nagelpsoriasis behandeln
      In schweren Fällen mussten die Dermatologen schon immer innere Medikamente geben. Nicht jedes davon wirkt direkt auf die Nägel bzw. nicht auf alle Formen der Nagelpsoriasis. Am besten helfen starke Präparate, die aber auch schwere Neben- und Wechselwirkungen haben können.
      Heute ist es der Medizin möglich, selbst eine schwere Nagelpsoriasis erfolgreich zu behandeln. Es liegen Studien vor, die genau beschreiben, wie und bei welcher Form ein Medikament hilft. Der Arzt kann also gezielter therapieren. Es sind vor allem neue, hochwirksame Biologika, auf die eine Nagelpsoriasis reagiert. Die Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen ist überwiegend unbegründet: In Deutschland liegen bei allen innerlich wirkenden Schuppenflechte-Medikamenten die schwerwiegenden Nebenwirkungen unter 1 Prozent. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die übrigen Medikamente. Das ergab eine aktuelle Sicherheitsanalyse aus dem Patienten-Registers „PsoBest“. Wer seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lässt, kann diese Medikamente beruhigt nehmen.
      Äußerliche Behandlungen
      Bei schwach ausgeprägten Veränderungen der Nägel kann eine äußerliche Behandlung sinnvoll sein. Studien dazu sind häufig mit nur wenigen Patienten und nicht nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden.
      Harnstoff (Urea) ist zu 15 Prozent im speziell für die Nagelpsoriasis entwickelten Nagellack Onypso enthalten. Nach sechs Monaten waren bei fast allen Patienten 43 Prozent der Nageldefekte zurückgegangen. Außerdem gibt es die Salbe Onyster mit 40 Prozent Urea. Sie löst den Nagel ab. Dadurch kann dann das Nagelbett direkt behandelt werden. Schwefel-/Schachtelhalm ist im Sililevo-Nagellack enthalten, der erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet wurde. Seine Grundlage ist Hydroxypropylchitosan, kurz HPCH. Die Wirkung kann durch Clobetasol 0,05 Prozent, einem stark wirksamen Kortison, verstärkt werden. Als Rezeptur bezahlt das die Krankenkasse, den Lack pur nicht. Kortison gilt auch bei mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis als äußerliches „Mittel erster Wahl“. Verwendet werden stark bis sehr stark wirksame Kortisone, oft in Kombination mit 3 Prozent Salicylsäure oder mit Calcipotriol (z.B. Daivobet). Dazu wird zum Beispiel täglich ein Tropfen einer Kortison-Tinktur auf die Nagelwurzel und/oder das Nagelbett aufgetragen. Die Behandlung kann bis zu acht Monate dauern. Der Nagelzustand verbessert sich deutlich, verschlechtert sich aber meist wieder, wenn die Therapie abgesetzt wird. Bei schweren Fällen wird Kortison in das Nagelbett eingespritzt – mit einer normalen Spritze oder Impfpistole bei lokaler Betäubung. Und ja, das ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Calcipotriol (Vitamin D 3 Analogika) wird empfohlen als Kombination mit einem Kortison (siehe oben), entweder abwechselnd („Tandem-Therapie“) oder als Mixtur. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn erst Salbe aufgetragen und dann über Nacht ein abschließender Verband z.B. aus Folie aufgezogen wird Tacrolimus (Protopic) hat in einer Studie nach nur zwölf Wochen Nägel vollständig abgeheilt. Es darf nur „off-label“ verschrieben werden, weil es nicht für die Behandlung der Schuppenflechte zugelassen ist. Alte oder nicht praktikable äußerliche Therapien
      5-Fluorouracil (Efudix) ist ein Zellwachstums-Hemmer, der nicht mehr zur Behandlung der Nagelpsoriasis empfohlen wird. Dithranol (Cignolin) ist bei der Nagelpsoriasis unwirksam. UV-Bestrahlungen werden bei der Nagelpsoriasis immer seltener eingesetzt, weil sie sehr zeitaufwendig sind. Den UV-Punktstrahler („Blue Point“) muss man vier bis sechs Wochen lang, möglichst täglich, auf die Nagelplatte einwirken lassen. Man bestrahlt mit UVB + UVA. PUVA arbeitet nur mit UVA. Der Nagel wird vorher mit Psoralen lichtempfindlich gemacht. Nur für PUVA liegen mehrere Studien vor, in denen sich die Nägel um 50 Prozent verbesserten. In einer Studie wurden psoriatische Nägel erfolgreich mit dem Excimer-Laser behandelt. Interferenzstrom hat sich als Therapie für die Nagelpsoriasis nicht durchgesetzt, obgleich es erste erfolgversprechende Ergebnisse gab. Therapie mit Röntgenstrahlen "Verstümmelungsbehandlung" mit Entfernung der psoriatischen Nagelveränderungen und anschließender Weiterbehandlung. Es gab einen grausigen Bericht im Pso-Magazin von einem Patienten, der sich von beiden großen Zehen die Nägel entfernen ließ. Zweimal pfuschten die Ärzte, der dritte operierte schließlich richtig, entfernte auch alle Nagelzellen, kürzte einen Endknochen, zog Hornhaut von unten hoch und vernähte alles. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, keine Gelenkschmerzen und keine Schuppen. Der Arzt gibt zu Bedenken: An den Fingern braucht man die Nägel zum Greifen. Sein Rat: abends, nach Duschen oder Baden, wenn die Haut unter den Nägeln ohnehin aufgeweicht ist, Schuppen mit einem selbst zurechtgefeilten Haken entfernen; mit Spritze mit abgesägter Kanüle Eucerin dazwischen auftragen. Nagelpsoriasis würde diese schönen Finger- und Fußnägel nicht so schön aussehen lassen Innerliche Behandlung
      Bei schweren Nagelveränderungen ist häufig eine innerliche Therapie nötig – egal, wie stark die Haut von einer Schuppenflechte befallen ist. So werden auch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität vermieden. Eine Psoriasis arthritis kann auf diese Weise ebenfalls "mitbehandelt" werden.
      Methotrexat (MTX) gilt als innerliches „Mittel der ersten Wahl“. Solide Studien zeigen, dass sich die Nägel nach 6 bis 12 Monaten um etwa 40 Prozent verbessern können. Kortison, in den Nagel gespritzt, galt lange als wirksamstes Mittel, v.a. bei Tüpfel und Nagelwurzel-Befall. In verschiedenen Studien wurde Triamcinolon-Acetonid injiziert, aber unterschiedlich häufig und lange. Nach 9 bis 12 Monaten besserten sich die Nägel. Die Injektion ist unangenehm, es muss örtlich betäubt werden und es besteht die Gefahr von Gewebsschwund bis hin zum Einriss der Sehne. Mit Kortison wird kaum noch behandelt, seitdem es wirksamere Medikamente gibt. Ciclosporin verbessert die Nagelpsoriasis erfahrungsgemäß, ohne dass es bisher Studienergebnisse gibt. Meistens wird es zusätzlich zu einer äußerlichen Behandlung verschrieben. Es können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Fumarsäureester (Fumaderm und Skilarence) ist bisher nur in einer sehr kleinen Studie darauf untersucht worden, wie es auf eine starke Nagelpsoriasis wirkt. Nach 12 Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Viele Ärzte setzen es zusätzlich zu einer äußerlichen Therapie ein. Acitretin (Neotigason, Acicutan) ist wissenschaftlich kaum inbezug auf Nagelpsoriasis untersucht worden. In einer Studie ergab sich nach 6 Monaten bei 41 Prozent der Patienten eine mittlere Besserung. Bei 25 Prozent heilten sie vollständig oder nahezu vollständig ab. Wird gerne mit PUVA kombiniert. Es können schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Biologika sind am besten darauf untersucht worden, wie erfolgreich sie auf die Nagelpsoriasis wirken. Sie werden grundsätzlich erst dann verschrieben, wenn andere Therapien nicht anschlagen. Infliximab (Remicade) spricht am schnellsten und wirkungsvollsten auf die Nagelpsoriasis an. Schon nach sechs Wochen sind deutliche Nagelverbesserungen sichtbar, nach 22 Wochen fast 90-prozentige. Innerhalb eines Jahres waren bei 50 Prozent der Patienten die Nägel vollständig oder nahezu vollständig abgeheilt. Bei Etanercept (Enbrel) waren das 30 Prozent. Die anderen Biologika sind ebenfalls etwas wirkungsvoller als konventionelle innerliche Medikamente. Neue Biologika werden oft in eigenen Studien speziell bei Nagelpsoriasis getestet. Darüber hier bald mehr. Tipps für Betroffene
      Pflegen: Nägel kurz halten, vorsichtig schneiden und möglichst feilen; in schweren Fällen medizinische Fußpflege beim Podologen. Ausgiebig und täglich in lauwarmen Salzwasser (z.B. Stassfurter Badesalz, Totes Meer Salz) einweichen. Danach vor allem die Haut an der Nagelwurzel und den Seitenrändern ausreichend rückfetten – praktischerweise mit einer Lotion. Waschen: Unter den Nägeln mit einem Papiertaschentuch abtrocknen, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Dann rückfetten (s.o). Schützen: Beim Umgang mit Nässe und aggressiven Materialien in Beruf und Haushalt (Abwasch, Putzen) Handschuhe tragen. Vermeiden: Nägel vor Reibung, Druck oder Quetschung bewahren, Nagelhäutchen nicht abreißen, keinen acetonhaltigen Nagellackentferner benutzen, Nägel nicht als Werkzeug einsetzen. Erleichtern: Unter Arbeitshandschuhen dünne baumwollene tragen. Schuhe, die nicht auf befallene Zehen-Nägel drücken. Leichtes, weites Schuhwerk, das nicht drückt, tragen. Verschönern: Verdickungen und von Querrillen von erfahrenen Kosmetikerinnen (Podologen) abfeilen oder abfräsen lassen. Geglättete Oberfläche mit medizinischem Lack (z.B. Sililevo oder Onypso) stabilisieren. Entstellte oder zerfallende Nägel mit künstlichen Fingernägeln überdecken. Welche Erfahrungen hast du mit der Behandlung der Psoriasis an den Nägeln? Oder möchtest du erfahren, wie es anderen Betroffenen damit geht? Unsere Community ist dafür der richtige Ort.
      Gekürzte Fassung eines Artikels, der erstmals in der Zeitschrift PSOaktuell, Ausgabe 2/2013, erschienen ist.
      Tipps zum Weiterlesen
      Bei Nagel-Psoriasis häufig auch Pilz dabei – Behandlungserfolg fraglich
      (gesundheit.com, 1. Dezember 2014)
      In einem Tagungsbericht geht es um Nagelpilz und Nagelpsoriasis – angeblich wäre in 20 Prozent der Fälle beides gleichzeitig zu finden. Die sonst bei Nagelpilz gern eingesetzte innerliche Therapie mit einem Anti-Pilz-Mittel sei aber nicht so oft von Erfolg gekrönt – nämlich nur in 30 Prozent der Fälle. Und die Nagelpsoriasis würde davon auch nicht unbedingt besser. [lesen]
      Unter künstlichen Nägeln können Probleme heranwachsen
      (20 Minuten Online, 20.03.2013)
      Künstliche Fingernägel sind nicht ungefährlich. Dermatologen beobachten immer mehr Komplikationen - beispielsweise Infektionen unter dem Nagel oder Kontaktallergien. [lesen]
      Starke Nagel-Psoriasis macht anfälliger für Pilzinfektion
      (hautstadt.de, 19.04.2012; nicht mehr im Netz verfügbar)
      Bei einer Studie mit Menschen mit Nagel-Psoriasis zeigte sich bei 62 Prozent der Teilnehmer eine Pilzbesiedlung der Nägel. Allerdings ist es wie fast immer: Es gibt auch eine Studie, die etwas anderes sagt, zumindest, wenn man sich die Arten der Pilze ansieht. Das steht am Ende des Artikels.
      Welche Krankheiten Fingernägel verraten
      (Apotheken-Umschau, 14.04.2010)
      Veränderungen an den Fingernägeln können alles bedeuten – manchmal auch eine Psoriasis. Die Apotheken Umschau erklärt die Möglichkeiten in Wort und Bild. [lesen]
      Nagelpsoriasis – was wann wie helfen kann
      (Psoriasis Forum Berlin e.V., 2013)
      PDF-Datei eines Artikels mit ausführlichen Informationen [lesen]
      Nagelprothetik bei Psoriasis
      ("Flotte Feile")
      Jessica Dlling vom Nagelstudio "Flotte Feile" zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit bei einem Fall von Nagel-Psoriasis. [ansehen]
      Bilder
      Hier siehst du, wie eine Schuppenflechte am Nagel oder an mehreren Nägeln aussehen kann. Es sind keine schönen Bilder, deshalb zeigen wir sie so klein – du kannst sie aber großklicken.
       
    • Hanara
      By Hanara
      Hallo zusammen,
      Ich hoffe, ich bin richtig hier.
      Ich bin anfang 20 und seit fast 2 Jahren habe ich Probleme mit sehr stark juckender Kopfhaut. Die Kopfhaut iszt eher trocken und schuppt auch, die Schuppen sind klein, manchmal sogar eher eine Art Belag, und weißlich. Wenn ich meine Kopfhaut nicht gerade aufgekratzt habe, ist sie hell und hat wenig Rötungen, auch wenn es tierisch juckt!
      Am restlichen Körper habe ich auch recht trockene Haut, aber jucken tut es dort viel weniger. Ich war mal vor einiger Zeit beim Hautarzt, der sich das gar nicht richtig anschaute und nur meinte, wahrscheinlich Neurodermitis.
      Seitdem habe ich so gut wie alles ausprobiert: Kortison, Anti-Schuppenshampoo, Naturshampoo, Heilerde, Haarseife, gar kein Shampoo, Linolashampoo, Ureashampoo, Totes Meer Shampoo, Babyshampoo, Aloe Vera Gel, verschiedene Öle usw. ALle Shampoos waren natürlich ohne Silikone, die meisten auch ohne Duft und Konservierungsstoffe. Nichts hat mir so wirklich geholfen, auf Dauer schon gar nicht Seit ein paar Monaten wasche ich mit der Dermasence Wasch- und Duschlotion, es war ok, wurde zumindest nicht schlimmer. Aber seit ein paar Tagen wird es auch damit wieder schlimmer, ich kratze permanent und habe viele Schuppen. Es ist einfach unangenehm!
      Ich überlege, ob es vielleicht Schuppenflechte sein könnte, auch wenn man keine Krusten sieht? Meine Mutter hat ebenfalls Schuppenflechte...
      Über Hilfe, Tipps und Ideen wäre ich sehr dankbar!
      Liebe Grüße
      Hanara
    • Catriona
      By Catriona
      So wie jedes Jahr im Herbst beklagt sich meine Kopfhaut auch dieses Jahr wieder und es juckt und schuppt dank der trockenen Heizungsluft mehr als in den wärmeren Jahreszeiten. Ich bin ja bekennenderweise den alternativen Methoden gegenüber nicht ganz abgeneigt und habe mal eine etwas andere Haarkur ausprobiert. Eigentlich wollte ich vor allem meine Haare pflegen, aber da meine Kopfhaut seither deutlich weniger Probleme macht, war die Sache ein doppelter Erfolg und ich dachte mir, vielleicht hilft's ja auch dem einen oder anderen hier.
       
      Das Rezept:
       
      2 Eier
      2 EL Apfelessig
      1TL Honig
       
      Alles schön verquirlen, im feuchten Haar verteilen und 15-30 Minuten einwirken lassen (hatte es nur 5 Minuten drauf, aber je länger desto besser). Mit lauwarmem Wasser ausspülen, aber nicht zu warm, damit nix flockt. 
       
      Ob man das vor oder nach dem Haare waschen macht, muss jeder selbst entscheiden. Ich hatte die Haare vorher (mit Seife) gewaschen und die Pampe danach anstatt einer Haarspülung aufgetragen, weil ich mir davon eine nachhaltigere Wirkung versprochen habe. Die Schuppen lassen sich danach sehr gut ablösen und bei mir juckt bis zur nächsten Wäsche (alle 2 Tage) auch nichts mehr. Wenn man die Kur vor dem Waschen aufträgt, kann man noch einen Schuss Olivenöl dazugeben, um die Pflegewirkung zu verstärken.
       
      Viele Grüße und einen schönen Restsonntag,
       
      Katharina

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