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Psototyp

Hallo Leute es geht um folgendes, ich nehme zurzeit das brodalumab , seit knapp 5 Monaten, das Ergebnis ist nicht gerade besonders und zufriedenstellend. Mein Arzt meinte er will mich auf Cosentyx umstellen. Ich meine mal hier  gelesen zu haben , das sowas Gar kein Sinn Ergeben würde, da die Medikamente beide auf das interleukin 17 gerichtet sind. Ich weiß  hier gibt es eine Menge Leute die Ahnung haben. Bitte um Eure Hilfe. 

Mfg Psototyp.

Edited by Psototyp
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vor 45 Minuten schrieb Psototyp:

da die Medikamente beide auf das interleukin 17 gerichtet sind

Das stimmt zum Teil. Aber:

Immunglobulin G ist in Subklassen (4) eingeteilt, IgG1 - IgG4. Dabei ist IgG1 die größte Subklasse. Sie spielt bei der Immunantwort auf Protein- und Polypeptidantigene eine Rolle (ebenso wie IgG3).

IgG2 dagegen richtet sich auf Polysacharidantigene.

Die genauen Ansatzstellen von Brodalumab (Kyntheum) und Secukinumab (Cosentyx) sind also unterschiedlich. Daher kann man wahrscheinlich nicht sagen ob bei einer Person ein Wirkunterschied bestehen wird. Wobei ich jetzt in der Fachliteratur nicht gesucht hab ob es dazu was gibt.

vor 59 Minuten schrieb Psototyp:

Mein Arzt meinte er will mich auf Cosentyx umstellen.

Hast du deinen Arzt mal darauf angesprochen? Ich würde mal fragen, ob er vielleicht Infos hat.

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GrBaer185
Am 6.4.2021 um 14:14 schrieb Psototyp:

...das sowas Gar kein Sinn Ergeben würde, da die Medikamente beide auf das interleukin 17 gerichtet sind.

Zwischen den beiden Biologicals gibt es einen prinzipiellen Unterschied.
Brodalumab ist ein IL-17A-Rezeptor-Hemmer (blockiert die Andockstellen für IL-17A), 
Secukinumab und Ixekizumab sind IL-17A-Hemmer ("fangen"/verbinden sich mit IL-17A).
Siehe auch
Übersicht zu Biologicals und weiteren Systemica bei Psoriasis - Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz | Community (psoriasis-netz.de)

und

Kyntheum – was ist das und wie wird es bei Schuppenflechte angewendet? (psoriasis-netz.de)

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Ich habe eben noch einen etwas älteren Beitrag entdeckt, der den Unterschied ganz anschaulich erklärt:

schaedel

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Der wichtigste Unterschied besteht doch darin, dass der Körper IL17ausschüttet und die IL17A Blocker wie cosentyx und taltz diese Proteine abfangen bevor sie an den Rezeptor docken. Das IL17A ist wie ein Brief mit einen Befehl zu verstehen der vom Körper abgesendet wird, fängt man den Brief vorher ab kommt er gar nicht erst an und der Enpfänger weiss nicht, dass er den Befehl ausführen muss (in unserem Falle die Entzündung der Haut zu starten).

 

Bei dem IL17RA Blocker ist es so, dass nicht der Brief abgefangen wird, sondern der Schlitz am Briefkasten verschlossen wird, denn das IL17A dockt am entsprechenden Rezeptor an, deswegen IL17RA.

 

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, sind allerdings nach bisherigem Stand der Forschung der richtige Weg. jedenfalls ist man immerhin soweit und konnte bei den meisten Menschen genau diese beiden Faktoren ausmachen, man muss ja bedenken, dass man nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich eingreifen will, bei den TNF Blockern und IL12+23 Blockern ist der Eingriff viel massiver. 

 

Das Problem sind nur die Resistenzen, es gibt ja Menschen wo cosentyx/taltz gar nicht wirkt weil der Körper es bereits abfängt, der Ansatz ist trotzdem (nach bisheriger Forschung) der richtige nur braucht man dann einen anders gebauten Wirkstoff. Taltz ist wohl so gebaut, dass weniger Menschen Resistenzen entwickeln/bereits haben, bei Cosentyx scheint es mehr "Probleme" zu geben, wobei der Anteil dort immer noch gering ist.

 

Hatte übrigens freie Auswahl, habe mich für ein komplett "Human" Biologica entschieden und gegen das humanized, obwohl ich glaube, dass Taltz das "bessere" Medikament ist. Brodalumab hätte ich vermutlich auch haben können, aber ich wollte es erstmal mit nen IL17A Blocker probieren. Seit 5 Tagen schwirren die ersten 300 mg Cosentyx durch meinen Körper, die Wirkung trat bereits nach 2 Tagen ein. Taltz ist die nächste Option sollte ich resistent werden, dann würde ich mich auch für ein paar Mäusezellen in den Brückenverbindungen begeistern lassen ;)  

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Hallo GrBaer185,

Danke für Deine Info. Bei mir hatte Cosentyx weder Wirkung noch Nebenwirkungen. Danach habe ich wirklich 3 mal mit Abständen Taltz versucht, weil es  super und schnell wirkte. Aber die Nebenwirkungen waren immer zu heftig.

Ich wünsche Dir mit Cosentyx toi, toi, toi. LG Waldfee

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Am 6.4.2021 um 15:19 schrieb sia:

Das stimmt zum Teil. Aber:

Immunglobulin G ist in Subklassen (4) eingeteilt, IgG1 - IgG4. Dabei ist IgG1 die größte Subklasse. Sie spielt bei der Immunantwort auf Protein- und Polypeptidantigene eine Rolle (ebenso wie IgG3).

IgG2 dagegen richtet sich auf Polysacharidantigene.

Die genauen Ansatzstellen von Brodalumab (Kyntheum) und Secukinumab (Cosentyx) sind also unterschiedlich. Daher kann man wahrscheinlich nicht sagen ob bei einer Person ein Wirkunterschied bestehen wird. Wobei ich jetzt in der Fachliteratur nicht gesucht hab ob es dazu was gibt.

Hast du deinen Arzt mal darauf angesprochen? Ich würde mal fragen, ob er vielleicht Infos hat.

Danke dir für deine Antwort... ich werde ihn drauf ansprechen, mal schauen was er sagen wird...

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vor 2 Stunden schrieb GrBaer185:

Ich habe eben noch einen etwas älteren Beitrag entdeckt, der den Unterschied ganz anschaulich erklärt:

schaedel

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Der wichtigste Unterschied besteht doch darin, dass der Körper IL17ausschüttet und die IL17A Blocker wie cosentyx und taltz diese Proteine abfangen bevor sie an den Rezeptor docken. Das IL17A ist wie ein Brief mit einen Befehl zu verstehen der vom Körper abgesendet wird, fängt man den Brief vorher ab kommt er gar nicht erst an und der Enpfänger weiss nicht, dass er den Befehl ausführen muss (in unserem Falle die Entzündung der Haut zu starten).

 

Bei dem IL17RA Blocker ist es so, dass nicht der Brief abgefangen wird, sondern der Schlitz am Briefkasten verschlossen wird, denn das IL17A dockt am entsprechenden Rezeptor an, deswegen IL17RA.

 

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, sind allerdings nach bisherigem Stand der Forschung der richtige Weg. jedenfalls ist man immerhin soweit und konnte bei den meisten Menschen genau diese beiden Faktoren ausmachen, man muss ja bedenken, dass man nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich eingreifen will, bei den TNF Blockern und IL12+23 Blockern ist der Eingriff viel massiver. 

 

Das Problem sind nur die Resistenzen, es gibt ja Menschen wo cosentyx/taltz gar nicht wirkt weil der Körper es bereits abfängt, der Ansatz ist trotzdem (nach bisheriger Forschung) der richtige nur braucht man dann einen anders gebauten Wirkstoff. Taltz ist wohl so gebaut, dass weniger Menschen Resistenzen entwickeln/bereits haben, bei Cosentyx scheint es mehr "Probleme" zu geben, wobei der Anteil dort immer noch gering ist.

 

Hatte übrigens freie Auswahl, habe mich für ein komplett "Human" Biologica entschieden und gegen das humanized, obwohl ich glaube, dass Taltz das "bessere" Medikament ist. Brodalumab hätte ich vermutlich auch haben können, aber ich wollte es erstmal mit nen IL17A Blocker probieren. Seit 5 Tagen schwirren die ersten 300 mg Cosentyx durch meinen Körper, die Wirkung trat bereits nach 2 Tagen ein. Taltz ist die nächste Option sollte ich resistent werden, dann würde ich mich auch für ein paar Mäusezellen in den Brückenverbindungen begeistern lassen ;)  

Dir auch danke für deine Antwort.  Sehr informativ.  Dann hoffen wir mal das Cosentyx besser wirkt. 

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    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Sind Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis anfälliger für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus? Müssen sie sich besonders schützen, um nicht die COVID-19-Erkrankung zu bekommen? Und was, wenn das Immunsystem schon von einem Immunsuppressivum unterdrückt wird?
      Bislang kann man sagen: Wer Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis hat, ist nicht grundsätzlich anfälliger für eine Infektion mit dem Coronavirus. Wenn jemand dann an Covid-19 erkrankt, kann das schwer verlaufen. Deshalb ist der eigene Schutz und der aller Leute ringsherum so wichtig. Das oberste Gebot in aufgeregten Zeiten lautet nach wie vor:

      Dieser Meinung sind auch die Experten vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. "Fakt ist: Grundsätzlich ist das Risiko einer Infektion mit dem Virus nicht höher als das Ansteckungsrisiko für andere Keime, erklärte Dr. Ralph von Kiedrowski. "Insofern gelten für Psoriasis-Patienten, die ansonsten gesund sind, die gleichen Vorsichtsmaßregeln wie für alle: Händehygiene, Abstand halten von Erkrankten sowie die Beachtung der Husten- und Nies-Etikette." Letztere besagen: Es wird in den Ellbogen geniest, und Einmaltaschentücher haben ihren Namen nicht umsonst – sie sind nach dem Gebrauch zu entsorgen.
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      Therapie-Pause bei Coronavirus-Symptomen
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      Symptome von Covid-19
      Die Erkrankung Covid-19 zeigt sich mit
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      Ob eine innerliche Therapie der Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis prophylaktisch abgesetzt werden sollte, kann niemand pauschal beantworten. Da hilft nur ein Gespräch mit dem Arzt, der das Medikament verordnet hat. "Bei den jährlichen Grippewellen der letzten Jahre haben wir bislang nicht dazu geraten", so Dr. von Kiedrowski. Aber: Wer auch bisher schon während der Therapie öfter Infekte bekommen hat oder zu alledem noch eine Lungenerkrankung hat, sollte laut dem Hautärzte-Verband mit seinem Arzt eher über eine vorsorgliche Pause nachdenken als andere.
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      Cimzia Enbrel (und seinen Biosimilars Benepali und Erelzi) Humira (und seinen Biosimilars Amgevita, Cyltezo, Imraldi und Solymbic) MTX Remicade (und seinen Biosimilars Flixabi, Inflectra und Remsima) Simponi Bei folgenden Medikamenten ist das Infektionsrisiko nicht so hoch:
      Cosentyx Ilumetri Kyntheum Otezla Skyrizi Taltz Tremfya Bei IL-12/-23-Blockern wie Stelara und bei MTX kann es nach Erfahrung der Mediziner passieren, dass Infektionen verzögert bemerkt werden. Und: MTX kann in seltenen Fällen (seltenen!) die Lunge schädigen – genau das Organ, auf das es auch das Coronavirus abgesehen hat.
      In einem Schreiben vom 18. März 2020 an alle Arztpraxen und Kliniken sortierten Deutschlands führende Psoriasis-Experten diese Liste etwas anders: Nach den Erkenntnissen des Gremiums gibt es auch bei MTX und zusätzlich bei Fumaderm und Skilarence kein erhöhtes Risiko für oder bei für oder bei Viruserkrankungen.
      In dem Schreiben wird auch auf Ciclosporin eingegangen. Dort sei die Datenlage uneinheitlich. Bei anderen Virus-Endemien hatten demnach selbst Transplantations-Patienten, die für gewöhnlich eine höhere Dosis Ciclosporin nehmen, keine deutlich erhöhten Risiken für Komplikationen. Nur: Solche Patienten sind vermutlich besonders vor allen schädlichen Einflüssen geschützt. Die Haut-Experten raten jedenfalls zur Vorsicht bei Patienten über 60 sowie die mit zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes oder COPD. Auch diejenigen, die auch vorher schon während der Therapie mit Ciclosporin zu Infekten neigen, sollen besonders aufpassen.
      "Wir raten grundsätzlich zur Beibehaltung der vorgenannten Medikamente bei allen Patienten mit Psoriasis, die eine entsprechende Indikation aufweisen" schreiben die Experten. Auch Neueinstellungen auf innerliche Medikamente seien möglich. Aber: "Bei den TNF-alpha-Blockern und bei Ciclosporin sind individuelle Risikofaktoren für Infektionen besonders zu beachten und die klinischen Verläufe sorgfältig zu verfolgen". Hingewiesen wird explizit darauf, dass bei der Behandlung mit TNF-alpha-Blockern eine Fieberreaktion ausbleiben könnte, die sonst unter anderem eine Infektion mit dem Coronavirus anzeigt.
      Wenn eine innerliche Therapie neu begonnen werden soll
      Experten auf europäischer Ebene raten dazu, eine neue Therapie mit einem immunsuppressiven Mittel und Biologika erst einmal aufzuschieben. Dabei handelt es sich zwar um einen Rat von Gastroenterologen für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, doch die dort eingesetzten Medikamente sind denen bei Psoriasis ähnlich. Konkret lautet ihr Tipp:
      Andere Gastroenterologen schließen sich dem an, sie denken aber an die Fälle, in denen die Erkrankung so aktiv ist, dass mit einem Beginn der Therapie nicht gewartet werden kann. Dann, schreiben sie im Journal "The Lancet", sollte zu den üblichen Tests vor einer Biologika-Therapie auch eine Prüfung auf SARS-CoV-2 dazugehören.
      Das sagt ein niedergelassener Hautarzt
      "Ich denke, dass es nicht notwendig ist, die Medikation ganz abzusetzen", meint Dr. Armin Philipp, Hautarzt in Stuttgart. "Aber natürlich sind Patienten, die eine immunsuppressive Therapie anwenden, gefährdeter. Um so wichtiger ist es, die allgemein empfohlenen Hygieneregeln einzuhalten."
      Einen weiteren Rat gibt der Hautärzte-Verband: Wer sich noch keine Grippe- oder Pneumokokken-Impfung geben lassen hat, kann das auch jetzt noch tun.
      Das sagen Rheumatologen
       „Wir wissen, dass Patienten mit aktivem entzündlichen Rheuma generell infektanfälliger sind“, gibt Professor Hendrik Schulze-Koops von der Ludwig-Maximilians-Universität München zu bedenken. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Gründe für die Infektanfälligkeit seien die Erkrankung selbst und die Medikamente, die die Immunabwehr unterdrücken.
      Neben den üblichen Hygiene-Regeln rät er dazu, den Impfschutz zu überprüfen und, abgestimmt mit dem Rheumatologen, zu vervollständigen. „Besonders Impfungen gegen Atemwegserkrankungen wie Influenza, Pneumokokken und Keuchhusten sind derzeit wichtig“, so Schulze-Koops. Auch Angehörige und enge Kontaktpersonen sollten über die Schutzimpfungen verfügen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt.
      Schulze-Koops erklärt:
      Eine rheumatologische Basistherapie sollte auf keinen Fall ohne ärztlichen Rat abgesetzt werden. Arzttermine zur Routineuntersuchung sollten nach telefonischer Absprache verschoben werden. Wer an Covid-19 erkrankt, sollte auch seinen behandelnden Rheumatologen (telefonisch) um Rat fragen. Gerade ersterer Punkt ist ihm wichtig. Ganz deutlich rät er davon ab, aus Angst vor Covid-19 eigenmächtig die Rheumamedikation abzusetzen „Hierfür gibt es bislang keinerlei Grundlage“, meint er. Im Gegenteil: Wenn die Unterdrückung des Immunsystems plötzlich wegfällt, könnten die Symptome der rheumatischen Erkrankung wieder aufflammen. Schon das könne das Infektionsrisiko wieder erhöhen. Wird dann noch Kortison eingesetzt, um den Schub einzufangen, tut das für das Infektionsrisiko das Übrige.
      In einem Expertenchat des Fernsehsenders MDR fragte eine Zuschauerin:
      Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker, antwortete:
      Das empfiehlt das Robert-Koch-Institut
      Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Risikogruppen – also auch Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis, die ein innerliches Medikament nehmen
      eine größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) sich über das Krankheitsbild schon mal zu informieren, damit man die Symptome frühzeitig erkennt beim Verdacht schnell Kontakt aufnehmen zur Hausarzt-Praxis oder telefonisch zu anderen Stellen, die Beratung anbieten das nähere Umfeld – privat wie beruflich – bitten, einem Fälle von COVID-19 mitzuteilen, damit man Vorkehrungen treffen kann und unter Umständen eine Diagnose schneller vonstatten geht Empfehlungen in den USA
      Der Beirat der National Psoriasis Foundation in den USA empfiehlt, den Kontakt zum Hautarzt jetzt über Telemedizin-Angebote zu suchen. Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sei für alle, die kein immunsupressives Medikament nehmen und keine Co-Morbidität haben, minimal höher als bei gesunden Menschen. Und: Obgleich es keine wissenschaftlich gesicherten Richtlinien oder Risiko-Einschätzungen gebe, hätten Patienten bei oral eingenommenen Immunsuppresiva (also Tabletten, Kapseln etc.) eventuell (!) ein höheres Risiko. Alles in allem werde ein Abbruch der Biologika-Therapie erst empfohlen, wenn ein Infektion mit dem Coronavirus gesichert sei.
      Forscher sehen bei einigen Biologika sogar positive Wirkungen
      „Sollten Patienten ihre Biologika-Therapie während der Covid-19-Pandemie abbrechen?“ fragen sich auch Arjun M. Bashyam und Steven R. Feldman von der Wake Forest School of Medicine in North Carolina (USA). Vielmehr haben sie im „Journal of Dermatological Treatment“ einen Artikel für ihre Kollegen verfasst.
      In den Packungsbeilagen stünde zwar, dass Biologika bei klinisch bedeutsamen aktiven Infektionen nicht angebracht seien, doch dort werde nicht empfohlen, die Behandlung wegen potenzieller Infektionsrisiken abzubrechen.
      Später im Text wird es interessant: „Die COVID-19-Lungenentzündung ist durch eine übersteigerte Immunantwort mit hohen TNF-alpha-Spiegeln gekennzeichnet“, erklären Bashyam und Feldman [Quelle]. "Es ist möglich, dass die Hemmung von TNF alpha bei Patienten, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, tatsächlich die Ergebnisse verbessert.“ Das sei während des SARS-Ausbruchs 2003 vermutet worden (Quellen: 1 | 2). Theoretisch sei es also möglich, dass die Modulation dieser Entzündung (also das Eingreifen mit TNF-alpha-Blockern, d. Red.) sogar schützend sein könnte. [Quelle]
      Bashyam und Feldman werden noch konkreter. Sie schreiben:
      In einer Studie mit H1N1-Grippemäusen reduzierte Etanercept (Enbrel und seine Bisimilars) die ähnliche übermäßige Entzündungsreaktion, wodurch die Mortalität ("Sterblichkeit“) und die Virus-Vermehrung verringert wurden [Quelle].  Derzeit wird Adalimumab (Humira und seine Bismilars) in einer klinischen Studie für die Behandlung einer schweren COVID-19-Lungenentzündungen untersucht. „Ein vielversprechendes Signal, dass TNF-alpha-Inhibitoren für unsere Patienten zumindest nicht schädlich sein dürften, wenn sie infiziert sind“, schlussfolgern die Autoren. Für IL-17-Blocker wird vermutet, dass sie die Wirkstoffe die anormale Immunantwort bei Covid-19 und die Sterblichkeit an Atemnot verbessern könnten. [Quelle] Verwiesen wird auch auf Studien, wonach Patienten während einer Cosentyx-Therapie eine gute Reaktion auf Grippe-Impfstoffe zeigen. Das zeige, dass die Antwort des Immunsystems auf Viren auch bei IL-17-Blockern noch korrekt funktioniere. [Quellen 3 und 4] Im Deutschen Ärzteblatt vom September 2020 wird über zwei Studien berichtet. Beide kommen zu dem Ergebnis, dass eine Psoriasis-Therapie, die das Immunsystem moduliert, sogar nützlich sein kann. Der Grund: Sie mildert bei Covid-19 die Folgen der Infektion ab.
      Erfahrungen aus der Psoriasis-Community
      In unserer Community und auf unserer Facebook-Seite wird – wie überall im Netz – über den Umgang mit dem Coronavirus diskutiert. Wir wollten wissen, welche Antworten Betroffene von ihren Ärzte bekommen haben, wenn sie nach dem Umgang mit dem Coronavirus gefragt haben. Hier eine Auswahl:
      Gute Informationen zum Coronavirus
      Psoriasis (Arthritis) und Corona - eine aktualisierte Zusammenfassung der Informationen für Betroffene vom Psoriasis Forum Berlin. Entscheidungshilfe der Charité, ob man zur Untersuchung gehen sollte und ob ein Test sinnvoll ist (vor allem am Smartphone gut nutzbar) Übersichtsseite des Robert-Koch-Instituts mit Verweisen auf viele Quellen Fragen und Antworten des RKI Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf Tägliches Update des Virologen Christian Drosten im NDR-Podcast (und hier die Folgen als Manuskript zum Nachlesen) Wenn deine Psyche wegen Covid-19 leidet
      Der Berliner "Tagesspiegel" hat in diesem Artikel gut erklärt, warum Angst okay ist, Panik aber nicht. Und wie man damit umgeht.
      Die Helios Kliniken haben eine deutschlandweite Hotline für Fragen zum Corona-Virus gestartet. Seit einigen Tagen sitzen an den Telefonen nun mehr Psychologen. Erreichbar ist die Hotline unter (0800) 8 123 456.
      Ein Kurzprogramm zur Selbstanwendung von verhaltenstherapeutischen Interventionen haben die Psychotherapeutin Marie Bartholomäus und der Psychiater Professor Leonhard Schilbach zusammengestellt. Das kann jeder als PDF herunterladen und für sich durcharbeiten.
      Die Asklepios-Klinik bietet jetzt Online-Selbsthilfetrainings für alle kostenlos an. Es gibt fünf Module: "Achtsamkeit", "Dankbarkeit", "Mehr Entspannung", "Was ist Stress?" und "Weniger grübeln". Das Ganze gibt es als Angebot für den Computer und als App.
      Diverse Anbieter haben ihre oft kostenpflichtigen Online-Programme jetzt kostenlos freigegeben. Weil wir sie seit Jahren auf dem Schirm haben, können wir zum Beispiel Selfapy und HelloBetter als seriös empfehlen. Oft haben Krankenkassen solche Kurse auch im Angebot. Deshalb lohnt sich eine Suche auf der Internetseite Eurer Krankenkasse.
      Der Corona-mat spuckt Antworten auf oder Ideen für diverse Alltagsprobleme in Corona-Zeiten aus.
    • NilsKommaRanDa
      By NilsKommaRanDa
      Moin ihr lieben,
      ich lese nun schon seid längerem hier im Forum. Vielen dank für all die Erfahrungsberichte und aufmunternden Worte die man hier immer wieder liest.
      Ich selber bekomme seid ca. 3 Monaten Cosentyx und bin soweit ganz zu frieden mit dem Mittel. Meine Schuppenflechte ist fast verschwunden.
      Wichtig: Bitte keine Impfdiskussion anfangen. Jeder soll selbst entscheiden ob er sich impft oder nicht.
      Ich habe mich dazu entschieden mich Impfen zu lassen. Und plötzlich geht alles super schnell. Ich bin Erzieher und wie wohl alle wissen wurden wir jetzt in der Impfreihenfolge nach vorne geschoben. Hier in Bremen geht jetzt alles rasend schnell und ich kann mir nächste Woche schon einen Termin geben lassen.
      Was ich mich jetzt Frage ist, ob ich während der Therapie überhaupt geimpft werden kann. Kennt sich da jemand aus...? Welche Impfungen mit Cosentyx überhaupt möglich sind?
      Achse wir sollen AstraZeneca bekommen. Auch wegen der Nebenwirkungen mache ich mir ein paar Gedanken, da ich zur Risikogruppe gehöre.

      Über Rat würde ich mich sehr freuen!
    • Guest simmi
      By Guest simmi
      Hallo zusammen,
      nach jahrelangem Arzt-Hopping nehme ich jetzt an einer Studie in Osnabrück im KliFOs teil. Erst habe ich lange überlegt, weil man bei einer Studie ja nie weiß, ob es da Nebenwirkungen gibt. Man bekommt in den ersten 4 Wochen einmal pro Woche zwei Spritzen in den Bauch oder Oberschenkel und dann nur noch alle 4 Wochen. Schon nach 2 Wochen hat die Schuppung aufgehört und nach ungefähr 8 Wochen war alles weg. Ich habe nur noch eine winzige Stelle am Ellenbogen! PEANUTS! Jetzt bin ich schon ein halbes Jahr bei den Hautärztinnen des Studienzentrums in Behandlung und es bleibt so gut und ohne irgendwelche Nebenwirkungen!
      Ich bin froh, das ich mich getraut habe. Man wird super aufgeklärt und ganz genau untersucht. Man fühlt sich gut aufgehoben und es werden einem alle Fragen beantwortet. Kann ich nur empfehlen!
      Gibt es denn hier jemanden, er ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Soweit ich weiß, ist das eine internationale Studie und da machen noch andere Universitätskliniken mit. Über Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
      Lg, simmi

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