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Interleukin Entzündungsprozesse künstlich drosseln (viele Krankheiten vorbeugen / verbessern)!


Luna81
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Liebe Community,

Ich suche eure Erfahrung/Beobachtungen! Ich habe vor kurzem die Diagnose "genetisch bedingte Schuppenflechte" erhalten.

Der Hautarzt sagte mir, dass in so einem Fall ein Interleukin-Wert im Blut konstant erhöht sei, weil das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Kurz gesagt: Es werden vom Körper nicht mehr nur Bakterien und Viren bekämpft sondern auch Körpereigene Zellen. 

Die Entzündungsprozesse im Körper befinden sich nicht nur an der Haut sondern sondern können überall sein zB.: auch im Gehirn. Darum können zB.: auch Psoriasis-Medikamente bei Demenz helfen! (Link zum Artikel findet ihr unten)

Das bedeutet, dass jemand er an Psoriasis leidet ein höheres Risiko für Demenz, Herzsinsuffizenz und weiteren Krankenheiten hat. Meine Eltern hatten in der Mitte ihres Lebens Ekzeme die auf Schuppenflechte zurückgeführt werden können und haben heute beide Demenz!

 

Frage: Ich frage mich wie viel die Interleukin-Spritzen kosten (diese sollten das Interleukin künstlich drosseln) und können demnach Entzündungskrankheiten wie auch Demenz vorbeugen und verbessern! Der Hautarzt meinte nur, dass sie sehr teuer sind und man es alle 3 Monate wiederholen muss. Kann man das verlangen und selbst zahlen? Was kostet das?

Frage: Wer hat bereits Erfahrung mit Psoriasis Medikamenten (Entzündungshemmern) und Demenz? (zB.: Ustekinumab)

Frage: Wer hat Beobachtungen gemacht, dass die geistige Leistungsfähigkeit nachlässt in den letzten 10 Jahren seit Psoriasis-Diagnose?

 

Ein paar Links zum Thema:

https://www.thieme.de/de/neurologie/demenz-entzuendungsmarker-vorboten-68159.htm

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52523/Psoriasis-Antikoerper-koennte-Demenz-verlangsamen

https://www.spektrum.de/news/entzuendungshemmer-allrounder-gegen-krebs-alzheimer-und-herzprobleme/1875913

 

Auszug aus Artikel 2: "Anbieten würde sich der monoklonale Antikörper Ustekinumab, der seit 2009 in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen ist. Ustekinumab bindet mit hoher Affinität genau an die Untereinheit p40, die Heppner und Becher mit der Pathogenese des Morbus Alzheimer in Verbindung gebracht haben."

 

Edited by Luna81
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vor 5 Stunden schrieb Luna81:

Frage: Wer hat Beobachtungen gemacht, dass die geistige Leistungsfähigkeit nachlässt in den letzten 10 Jahren seit Psoriasis-Diagnose?

Ich lese/höre hier zum ersten Mal die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Demenz geben soll.
Ich habe meine Diagnose Psoriasis vor 45 Jahren bekommen und habe weder in den ersten 10 Jahren danach noch heute den Eindruck, dass meine geistige Leistungsfähigkeit abgenommen hätte.

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In 
https://www.spektrum.de/news/entzuendungshemmer-allrounder-gegen-krebs-alzheimer-und-herzprobleme/1875913

heißt es doch aber:
"Der Markt für Inflammasom-Hemmer ist potenziell riesig, meint auch Olaf Groß, der Freiburger Biologe. Bei welchen Erkrankungen NLRP3-Hemmer wirklich helfen werden, sei derzeit allerdings schwer abzuschätzen. »Bei Parkinson und Alzheimer bin ich im Moment noch zögerlich. Denn es ist bei Patienten sehr schwer nachzuweisen, dass inflammasomgetriebene Entzündungen tatsächlich eine Rolle spielen.« Die bisherigen Tiermodelle seien dafür zu wenig aussagekräftig."

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Hallo GrBaer185

Danke für deinen Beitrag.

Der eine Mann den du zitierst sagt, dass er noch zu wenig Erfahrungswerte hat.

Wenn der Zusammenhang jetzt schon ausreichend erforscht wäre müsste ich hier nicht im Forum nach Menschen suchen die so etwas bei sich beobachtet haben.

Es gibt mehrere Artikel darüber und verschiedene Wissenschaftler die sich damit beschäftigen. Wenn man anfängt zu recherchieren merkt man das.

Aber mir persönlich leuchtet ein, dass der Ansatz interessant ist. Warum also nicht nach Menschen suchen die 

A) Psoriasis sowie Demenz oder Herzinsuffizienz haben (bei wie vielen tritt das alles ein?) zB.: meine Eltern

B)   Wer von den Menschen konnte unter Psoriasis Medikamenten eine Verbesserung der Demenz oder Herzinsuffizienz beobachten?

Ich habe kommende Woche Donnerstag einen Termin bei einem befreundeten Internisten und werde ihn fragen ob ich ein Psoriasis-Medikament für meine Mutter verschreiben lassen kann. Bei ihr ist erst das Kurzzeitgedächtnis betroffen (für meinen Vater kommt evtl. die Hilfe zu spät).

Zudem lasse ich dann auch einen Bluttest machen um meinen Interleukin-Spiegel prüfen zu lassen. Ich schreibe meine Erkenntnisse gern hier nieder.

Ich möchte eben nicht wegen der Interleukin-Entzündungen im Körper irgendwann Demenz bekommen. Alle anderen hier sollte das eigentlich auch interessieren.

Edited by Luna81
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vor 56 Minuten schrieb GrBaer185:

Ich lese/höre hier zum ersten Mal die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Demenz geben soll.
Ich habe meine Diagnose Psoriasis vor 45 Jahren bekommen und habe weder in den ersten 10 Jahren danach noch heute den Eindruck, dass meine geistige Leistungsfähigkeit abgenommen hätte.

ich will Dir keine Angst machen, aber bei meiner Mutter zeigten sich die ganz deutlichen Gedächtnislücken auch erst ab 73. 

Klar ist auch, dass es noch keine klare Ursache für die Demenz / Alzheimer gibt. Es heißt halt "verkalken im Alter" und "da kann man nichts machen". Aber das ist so nicht richtig. Es gibt genug Menschen die bis ins ganz hohe Alter klar denken können.

 

Zitat von einem 2020 Artikel:

"In letzter Zeit zeigen Studien nun, dass Entzündungen nicht nur eine Begleiterscheinung der Alzheimer-Krankheit sind, sondern auch zum Fortschreiten der Neurodegeneration beitragen.

Diesen Prozess haben Forscher des Universitätsklinikums Bonn jetzt genauer untersucht. Wie sie erklären, übernehmen bei der Immunreaktion im Gehirn Mikroglia-Zellen eine wichtige Funktion, um vermeintliche Fremdkörper abzuwehren. Damit stoßen sie aber einen fatalen Prozess an, der für die Entwicklung von Alzheimer mitverantwortlich sein könnte."

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/alzheimer-erkrankung-entzuendungen-spielen-fatale-rolle-14131/#:~:text=Forscher fanden heraus%2C dass dabei,sich immer weiter selbst anfachen.&text=Wissenschaftler gehen davon aus%2C dass,auf diese Eiweißstoffe zu reagieren.

Edited by Luna81
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Und hier hoch interessant:

"Sie fanden heraus, dass die Regeneration dieser Zellen nicht nur von dem bereits bekannten Botenstoff M-CSF (Macrophage Colony Stimulating Factor) abhängt, sondern auch der Botenstoff IL-1 (Interleukin-1) eine wichtige Rolle spielt. Interleukin-1 steuert eine Vielzahl entzündlicher Prozesse im Körper, ist darüber hinaus aber auch an der Teilung und Differenzierung von diversen Zelltypen beteiligt. Dass es auch in der Regenation der Mikroglia involviert ist, war unerwartet, deutet aber darauf hin, dass Mikroglia diesen Botenstoff brauchen, um ihre typische Identität während der Regeneration aufrechtzuerhalten."

https://www.uni-mainz.de/presse/72062.php

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vor 1 Stunde schrieb Luna81:

Zudem lasse ich dann auch einen Bluttest machen um meinen Interleukin-Spiegel prüfen zu lassen. Ich schreibe meine Erkenntnisse gern hier nieder.

Es gibt eine ganze Reihe an Interleukinen, Wikipedia
Interleukine – Wikipedia
listet alleine schon 22 verschiedene, dabei ist noch nicht einmal das Interleukin 17 weiter differenziert (in  IL-17-A  bis -F).
Interleukin-Messung ist keine Standardlaboruntersuchung. 
Biologika wirken sehr spezifisch gegen nur ein oder zwei spezielle Interleukine.

Mehr z.B. auch in meinen Blogs:

 

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Ja, da hast du absolut recht!

Es gibt verschiedene Interleukine mit verschiedenen Wirkmechanismen. Ich wollte nur oben nicht noch mehr ins Detail gehen.

"Interleukin-17A (IL-17A) ist ein Botenstoff des Immunsystems, der bei entzündlichen Haut- erkrankungen wesentlich an der Entstehung der Entzündung beteiligt ist."

Was meinst du mit "ist keine Standard Laboruntersuchung"? Wenn ich dafür 50 Euro zahlen muss ist es mir das wert.

DANKE für den Link zum Thema Secukinumab! Werde mich da durchforsten! 💪

Edited by Luna81
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vor 2 Stunden schrieb Luna81:

Ich habe kommende Woche Donnerstag einen Termin bei einem befreundeten Internisten und werde ihn fragen ob ich ein Psoriasis-Medikament für meine Mutter verschreiben lassen kann. Bei ihr ist erst das Kurzzeitgedächtnis betroffen (für meinen Vater kommt evtl. die Hilfe zu spät).

Das wäre ein sogenannter "off label use" eines verschreibungspflichtigen Medikamentes mit durchaus zu bedenkenden Nebenwirkungen. 
Ich denke, ein seriöser Arzt wird dies nicht tun. Die Kosten wären wohl selbst zu tragen, rund 15 000 bis 20 000 Euro pro Jahr im Falle von Secukinumab (Antikörper gegen Interleukin 17A):

Der Preis für Secukinumab beträgt 15 000 bis 20000 Euro im Jahr und ist bei "Off label use" selber zu zahlen.

vor 36 Minuten schrieb Luna81:

Was meinst du mit "ist keine Standard Laboruntersuchung"?

Ich habe vor einiger Zeit meinen IL-17A-Wert bestimmen lassen wollen und fand kein Labor, das dies anbietet.
Gebe mir bitte bescheid, wenn Du fündig wirst...

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vor 2 Stunden schrieb Luna81:

Interleukin-1 steuert eine Vielzahl entzündlicher Prozesse im Körper, ist darüber hinaus aber auch an der Teilung und Differenzierung von diversen Zelltypen beteiligt.

Mir ist kein Biologikum bei Psoriasis bekannt, dass an IL-1 ansetzt. "Gegen" IL-1 hilft kein Secukinumab, da dies nur  spezifisch gegen IL-17A gerichtet ist.
siehe
Übersicht zu Biologicals und weiteren Systemica bei Psoriasis - Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz

 

 

Edited by GrBaer185
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Ich danke Dir vielmals für deine Beiträge und die Kosten der Spritzen.

Wenn sich das als das wirksamste Mittel herausstellt wäre es schon verdammt krass es selbst zu zahlen. Ich habe kommende Woche ein Treffen mit meinem Internist. Da wir befreundet sind wird er mir sicher ehrlich sagen was Sache ist und welche Möglichkeiten es gibt.

Was hältst du davon:

"Damit schafft die Studie die Voraussetzung für klinische Studien zur Behandlung von Demenzkranken mit einem Antikörper gegen IL-13/21. Anbieten würde sich der monoklonale Antikörper Ustekinumab, der seit 2009 in Deutschland zur Behandlung der PSORIASIS  zugelassen ist. "

Der zweite Link von vorher:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52523/Psoriasis-Antikoerper-koennte-Demenz-verlangsamen

 

Hast du Erfahrung mit Ustekinumab?

Edited by Luna81
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vor 17 Minuten schrieb Luna81:

"Damit schafft die Studie die Voraussetzung für klinische Studien zur Behandlung von Demenzkranken mit einem Antikörper gegen IL-13/21. Anbieten würde sich der monoklonale Antikörper Ustekinumab, der seit 2009 in Deutschland zur Behandlung der PSORIASIS  zugelassen ist. "

Nach meinen Infos ist Ustekinumab ein Antikörper gegen IL-12 und IL-23
https://www.psoriasis-netz.de/blogs/blog/819-biologika-biologicals-biologics-und-biosimilars/Ich persönlich habe keine Erfahrungen damit. Im Internet findet man sicher die Fachinformation und hier im Psoriasis-Netz auch Einträge dazu.

Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz

 

Pharmafirmen sind natürlich an einer Indikationserweiterung für ihre Präparate interessiert. Wie die Wirksamkeit und vor allem, wie die Nebenwirkungen sind, muss sich erweisen.

Edited by GrBaer185
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vor 13 Minuten schrieb GrBaer185:

Nach meinen Infos ist Ustekinumab ein Antikörper gegen IL-12 und IL-23
Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz

Ich persönlich habe keine Erfahrungen damit. Im Internet findet man sicher die Fachinformation und hier im Psoriasis-Netz auch Einträge dazu.

Pharmafirmen sind natürlich an einer Indikationserweiterung für ihre Präparate interessiert. Wie die Wirksamkeit und vor allem, wie die Nebenwirkungen sind, muss sich erweisen.

Aha interessant zu wissen mit "IL-12 und IL-23"

Ich bin ja noch nicht tief drin in der Materie. Aber ich will jetzt alles wissen.

Es ist JETZT ein sehr wirksames Medikament auf den Markt kommen:
Bimekizumab

"Mit Bimzelx (Bimekizumab) ist am 15. September 2021 ein neues Medikament zur Behandlung von Plaque-Psoriasis auf den deutschen Markt gekommen. Der monoklonale Antikörper wirkt über eine duale Hemmung der Interleukine IL-17A und IL-17F."

Edited by Luna81
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Ich vermute, kein seriöser Arzt wird "off label" ein Biologikum außerhalb einer Studie gegen Alzheimer verschreiben.
Aus Kosten- und Nebenwirkungs- und Haftungsgründen.
Ganz entscheidend ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis! Biologika sind keine Vitaminpillen oder Nahrungsergänzungsstoffe.
Für einen möglichen, ungewissen Schutz gegen Alzheimer in älteren Jahren, das Risiko in kauf nehmen vielleicht vorzeitig in jungen Jahren an Biologika-Nebenwirkungen zu versterben ???

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Ok, ich verstehe deine Bedenken.

Aber ich und meine Eltern haben ja Schuppenflechte.

Also wäre es auch kein "off label" use. Wenn es dabei noch gegen die Demenz hilft wäre es aber klasse!

Da nimmt man gern Nebenwirkungen in kauf. Ich sorge mittlerweile seit über 10 Jahren für meine Eltern und kann davon ein Lied singen wie es ist mit Demenz zu leben.

Du musst mir nicht sagen, dass es keine Vitamine sind.

Mein Vater ist wie eine lebendige Hülle.

Zudem habe ich noch eine andere Autoimmunerkrankung (diagnostiziert 2012). Ich recherchiere schon lange und bin sicher nicht grün hinter den Ohren. Deshalb weiß ich auch, dass man momentan noch bei der Demenz außer "off label use"  nichts wirksames bekommt.

Darüber habe ich auch 2015 mit einem Professor gesprochen der seit Jahren an Alzheimer forscht. Er emfpahl mir eben das zu tun für  meinen Vater. In dem Fall war es nur laif900 (hochdosiertes Johanniskrautextrakt). Dazu kannst du auch Beiträge im Netz finden.

Das ist ein altes Video aus der Zeit, Prof. Pahnke:

 

 

Edited by Luna81
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Ich habe Prof. Dr. Pahnke der mittlerweile in Oslo an der Universität forscht und unterrichtet folgende Frage gestellt (komprimiert):

Ist Ihnen bisher ein Zusammenhang zwischen Psoriasis-Antikörpern und Alzheimererkrankung-Demenz bekannt?

Er antwortete: Bisher sei ihm dies nicht bekannt, "aber wäre interessant, wenn bekannt ist welche Epitope diese abdecken."

Ein Epitop ist ein Bestandteil eines Antigen. Eben der Bestandteil an den der Antikörper andockt. Also Antigen (vermeintlich böse) wird entdeckt und es werden Antikörper (Abwehr) gebildet. Diese docken dann nach dem Schlüssel-Schloß Prinzip an das Antigen an. An ganz bestimmten Stellen (den Epitopen).

 

 

Edited by Luna81
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Mein Anliegen hier zielt vor allem auf die URSACHE von Autoimmunerkrankungen, den verantwortlichen Fehlfunktionen in der Immunabwehr und einen zu erforschenden Zusammenhang zwischen Psoriasis und Alzheimer-Demenz ab:

Ich fasse mal ein paar Gedanken zusammen:
Zu den häufigsten und bekanntesten Autoimmunerkrankungen zählen rheumatoide Arthritis, Psoriasis, multiple Sklerose, Typ-1- Diabetes, Morbus Basedow und die Hashimoto- Thyreoiditis.

"Wieso erkranken so viele Menschen an Autoimmunerkrankungen?
Forscher vermuten, dass eine genetische Veranlagung dazu beiträgt und auslösende Umweltfaktoren wie eine Viruserkrankung hinzukommen. Den groben Prozess kennen Wissenschaftler mittlerweile. Dabei kann es sowohl über die T-Zellen als auch die B-Zellen zu einer Autoimmunreaktion kommen, erläuterte Beerhues. In beiden Fällen müssen zwei fehlgeleitete Zelltypen zusammenkommen, die unterschiedliche Epitope fälschlich als fremd einstufen: Entweder T-Helferzellen und B-Zellen oder T-Helferzellen und zytotoxische T-Zellen. Beerhues gab dazu einen ausführlichen Einblick in die Reifung des erworbenen Immunsystems."

(...)

"»Klassisch werden Autoimmunerkrankungen mit Immunsuppressiva behandelt, mittlerweile gibt es aber immer mehr gezielte Antikörper«, erklärte Beerhues – und zwar dank eines immer besser werdenden Verständnisses der Pathogenese der einzelnen Erkrankungen, wie die Referenten der zwei anschließenden Vorträge anhand von MS und Psoriasis erläuterten."
https://www.pharmazeutische-zeitung....chlechte-gene/

UND HIER:
"Bei Patienten mit einer Psoriasis-Diagnose besteht eine mehr als 50% höhere Wahrscheinlichkeit als bei Patienten ohne Schuppenflechte, an mindestens einer weiteren Autoimmunerkrankung zu leiden, und mit etwa doppelter Wahrscheinlichkeit haben sie mindestens 2 weitere Autoimmunkrankheiten. (Dies berichteten Dr. Jashin J. Wu, Leiter der Dermatologieforschung und Associate Direktor des Residency Programms an der Dermatologieabteilung von Kaiser Permanente Los Angeles Medical Center, Kalifornien, USA) "

(...)

"Patienten mit Psoriasisarthritis zeigten ein höheres Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen als Patienten, die nur Psorias hatten."

>>>>>!!!!<<<<<<
Wu riet: „Kliniker sollten sich dieser erhöhten Risiken bewusst sein, da sich die Psoriasis-Behandlung in unterschiedlicher Weise auf die Autoimmunerkrankung auswirken kann. Wenn ein Patient sowohl an Schuppenflechte als auch an einer Autoimmunkrankheit leidet, könnte eine Therapie zur Behandlung beider Manifestationen gewählt werden.“

" Falls es sich jedoch herausstellt, dass der Schweregrad der Psoriasis mit der Manifestation weiterer Autoimmunerkrankungen assoziiert ist, sollten wir als Mediziner in der Lage sein, weitere Tests anzuordnen."

"Mindestens 10 nicht-HLA-verwandte Risikogene und Risikoloci sind laut Wu und seinem Team an RA beteiligt und 6 an Psoriasis. Das Forschungsteam folgerte aus der Studie, dass es eine übergreifende, allen Autoimmunerkrankungen gemeinsame genetische oder umweltbedingte Ursache geben müsse. „Die weitere Erforschung von Personen mit multiplen Autoimmunerkrankungen könnte wichtige Hinweise auf den Ursprung und die Pathogenese der Krankheit liefern."
https://deutsch.medscape.com/artikel/4900462

Je genauer wir Zusammenhänge und mögliche Ursachen verstehen desto eher kommt man zu Behandlungsmöglichkeiten.


"Auslöser des Morbus Alzheimer sind nach dem heute vorherrschenden Konzept Ablagerungen von Beta-Amyloiden im Gehirn, die zum allmählichen Absterben von Neuronen und zur Bildung von Plaques und Neurofibrillen führen. In den Läsionen findet man auch Mikrogliazellen, die im Gehirn Aufgaben der Immunabwehr übernehmen. Seit einiger Zeit wird deshalb eine Beteiligung des Immunsystems am Morbus Alzheimer diskutiert. (...) zwei Forscherteams (haben) gezeigt, dass genetische Varianten in Immun-Genen das Krankheitsrisiko deutlich erhöhen."

Zu den Signalsubstanzen des Immunsystems gehören die Zytokine Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23), deren gemeinsamer Nenner die Untereinheit p40 ist. Das Team um Frank Heppner vom Institut für Neuropathologie an der Berliner Charité und Burkhard Becher vom Institut für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich kann in einem Mäusemodell zeigen, dass die Gliazellen beim Morbus Alzheimer vermehrt IL-12 IL-23 bilden. Das Ausschalten dieser beiden Zytokine verringerte die Beta-Amyloid-Last um etwa 65 Prozent. Die stärksten Effekte traten laut Heppner und Becher auf, wenn das Immunmolekül p40 betroffen war.
https://www.aerzteblatt.de/nachricht...z-verlangsamen

Das ist ein kleiner Teil meiner Recherche. Ich werde natürlich weiterrecherchieren und meinen Post auch in ein Alzheimer- Forum stellen. In ein Hashimoto / Morbus Basedow Forum habe ich es schon gestellt.
Ich finde es sehr wichtig solche Informationen zu teilen, da man nur so auf andere
Erfahrungsberichte / Zusammenhänge stoßen kann. Wenn jeder nur die Krankenheiten als Silo betrachtet übersieht man evtl. wichtige Hinweise und Behandlungsmöglichkeiten.

 

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