Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte

"Träume – In einer anderen Haut"

Im Mädchenroman „Träume – In einer anderen Haut“  schreibt die junge Autorin Laura Fritsch über die Schwierigkeiten, mit denen die 15-jährige Lucy aufgrund ihrer Psoriasis (Schuppenflechte) leben muss. Statt wie andere Jugendliche ihr Leben und die erste Liebe unbeschwert genießen zu können, muss sie sich mit der starken, sichtbaren und belastenden Schuppenflechte und den Therapien auseinandersetzen. Sie wird von Gleichaltrigen verspottet und sogar von Erwachsenen ausgegrenzt.

Aus Angst und Unsicherheit verstrickt sie sich in Lügen und zieht sich immer mehr in „ihre Welt mit ihrem Pferd la Kaya“ zurück. Erst ein Aufenthalt im Psoriasis-Camp* für Jugendliche führt sie zu einem neuen Selbstbewusstsein, zu neuen Freunden, zu einem „normalen“ Leben und zu Julien, genannt Juli…

Die Autorin wurde 1997 in Darmstadt geboren. Sie leidet seit ihrer Kindheit an Psoriasis. In diesem Jugendroman verarbeitet sie ihre Geschichte.

Der Roman beginnt fast wie ein normaler Mädchenroman mit der Liebe zu Pferden und erwähnt eher am Rande und ohne Erklärungen die Krankheit Psoriasis. Aus meiner Sicht ist zunächst nicht klar, ob die Geschichte erfunden oder erlebt ist.

Im Laufe der Geschichte geht Laura Fritsch mehr auf die Krankheit ein. Das macht das Buch glaubwürdiger. Der Leser (bzw. die Leserin) bekommt ein besseres Bild der Hautkrankheit und man merkt ganz klar: Die Autorin weiß, wie Lucy leidet.

Für einen Mädchenroman spielt dies, denke ich, allerdings auch keine große Rolle. Hier steht eher die Handlung im Vordergrund. Ein Erwachsener mit Psoriasis-Erfahrungen wundert sich allerdings über den entspannten Umgang mit den nebenwirkungsreichen Medikamenten zur innerlichen Therapie und über die superschnellen Termine („…schon am nächsten Tag…“) in der Hautklinik.

In ihrem frischen, jugendlichen Schreibstil nimmt Laura Fritsch die Leserin (besonders junge Mädchen mit Vorliebe für Pferde) mit in die Welt der Lucy. Sie schildert sehr eindrucksvoll die Schwierigkeiten, mit denen sie und ihre Romanfigur zu kämpfen haben. Einerseits mit der sichtbaren Autoimmunerkrankung Psoriasis klar zu kommen, andererseits am normalen Leben der Jugendlichen teilzunehmen.

Unser Fazit: Das Buch ist durchaus geeignet, jungen Mädchen mit Schuppenflechte Mut zu machen, Hoffnung zu geben und zu zeigen, dass auch ein Leben mit Psoriasis sehr lebenswert sein kann.

Laura Fritsch drückt das in ihrer Danksagung so aus:

So doof es klingen mag; Kopf hoch und nach vorne schauen. Das Leben geht auch an dem Punkt weiter, an dem man denkt, dass es das Ende ist.

Kirsten Socher

„Träume – In einer anderen Haut“ gibt es als Taschenbuch und eBook zum Beispiel bei Amazon. Dort gibt es auch eine Leseprobe.

*Das Psoriasis-Camp ist ein Wochenende für Jugendliche und junge Erwachsene mit Schuppenflechte. Es wird jedes Jahr vom Deutschen Psoriasis-Bund organisiert.

Bildquellen

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