Guselkumab (Tremfya)

Guselkumab ist eine Substanz, die für die Behandlung der Psoriasis getestet wird. Es handelt sich dabei um einen HuCAL-Antikörper, der als Injektion gegen eine mittelschwere bis schwere Psoriasis eingesetzt werden soll. Er zielt auf das Molekül IL23-p19 – verkürzt gesagt auf das Interleukin-23. Zu Beginn trug Guselkumab noch die Abkürzung CNTO 1959.

Das gleiche Interleukin (23) ist auch Ziel des Medikamentes Stelara, das aber neben IL-23 auch auf IL-12 abzielt.

Entwickelt wird die Substanz von den Formen MorphoSys AG und Janssen-Cilag.

Im europäischen Verzeichnis klinischer Studien findet sich ein Eintrag zur Studie in Phase II und einer zur Phase-III-Studie. Ergebnisse der Phase-II-Studie wurden im Sommer 2015 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Zulassung von Guselkumab

Die Zulassung dürfte auch nicht mehr allzu weit entfernt sein, denn eine Analystin sagte im Juli 2016 über die Aktien des Unternehmens Morphosys:

Wichtig sei es für die weitere Entwicklung von Morphosys, dass es in diesem Jahr mit der Zulassung von Guselkumab klappe, einem Mittel gegen Schuppenflechte.

Im November 2016 wurde die Euphorie noch einmal bestärkt:

Finanzanalysten halten Guselkumab allein in der Indikation Schuppenflechte für ein Produkt mit Blockbuster-Potenzial, sprich von einer Milliarde Dollar und mehr.

Ebenfalls im November 2016 reichte Janssen den Zulassungsantrag für Guselkumab bei der US-Behörde FDA ein. Darin geht es erst einmal „nur“ um die Zulassung für die Behandlung einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte. Studien zur Therapie bei Psoriasis arthritis laufen noch.

In einer Phase-III-Studie namens VOYAGE 2 waren die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen in den ersten 7 Monaten:

  • Entzündung des Nasen- und Rachenraums (medizinisch: Nasopharyngitis) bei 51 der 494 Teilnehmer, die den Wirkstoff bekamen (=10,3 Prozent)
  • Kopfschmerzen bei 29 der 494 Teilnehmer, die den Wirkstoff bekamen (=5,9 Prozent)
  • Infektionen der oberen Atemwege bei 25 der 494 Teilnehmer, die den Wirkstoff bekamen (=5,1 Prozent)

Im Juli 2017 wurde der Wirkstoff unter dem Medikamentennamen Tremfya in den USA zugelassen.

 

5 Kommentare

  1. Bisher sind die bekannten Nebenwirkung, neben den Oben genannten.

    Sehr häufig: Keine
    Häufig: Rötung an der Injektionsstelle, Gastroenteritis (Magen-Darm-Infekt)
    Gelegentlich: Schmerzen an der Injektionsstelle
    Selten: Keine

    Ich selbst machte nur die Erfahrung, bei mir, mit Schmerzen an der Injektionsstelle. Habe im Forum auch eine Probanten Tagebuch zur Phase 3B.

  2. hallo Psoriatiker, ich bin begeistert und voller Hoffnung, dass mir mit dem neuen Medikament auch geholfen werden kann. weiß jemand ob ich die Spritzen schon vom Hautarzt verordnet bekomme oder wie ist das? ich würde sie auch bezahlen, wenn es hilft mache ich alles. meine Füße und Hände sind am schlimmsten und jetzt ist auch noch der Körper betroffen, es ist zum ‚aus der Haut fahren‘.

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