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    Schuppenflechte – häufige Fragen und Antworten

    Fragen zu Beginn

    Wie sieht so eine Schuppenflechte aus?

    Schön ist anders, aber wirf selbst einen Blick auf die Beispiele in unserer Bildergalerie.

    Wo am Körper kann man Schuppenflechte bekommen?

    Prinzipiell überall. Es gibt aber "beliebte Stellen" und weniger beliebte. Gern zeigt sich die Schuppenflechte an den Knien und den Ellenbogen oder auf dem Kopf. Aber wie gesagt: Psoriasis kann sich am ganzen Körper entwickeln, auch an den Nägeln, den Händen, Sohlen, im Genitalbereich oder im Gesicht - wobei Letzteres aber selten ist.

    Wodurch kann eine Schuppenflechte ausgelöst werden?

    Oh, da gibt es viele Auslöser - und eine Liste der möglichen Auslöser einer Psoriasis von uns.

    Man muss nur immer unterscheiden zwischen dem Auslöser, der die Krankheit erstmals ans Tageslicht befördert, und dem sogenannten Trigger – also einem Faktor, der die schon vorhandene Krankheit immer wieder am Leben erhält oder schlimmer werden lässt.

    Ist Schuppenflechte ansteckend?

    Nein. Unter keinen Umständen. Keinen!

    Woher kommen diese vielen Schuppen?

    Die weißlichen oder silbrigen Schuppen sind nicht fertig zu Ende ausgebildete Zellen - ganz bildlich gesprochen. Wer eine Psoriasis hat, bei dem teilen sich die Zellen viel zu schnell - nämlich alle anderthalb Tage. Sie wandern (oder besser: rasen) Richtung Hautoberfläche und sind in drei bis acht Tagen oben angekommen. Nur: In gesunder Haut dauert dieser Vorgang etwa 28 Tage. Die Hautzellen hatten also gar nicht die Zeit, sich zu Ende auszubilden, zu verhornen. Sie erscheinen uns als silbrige oder weißliche Schuppen.

    Wie kann der Arzt die Diagnose Psoriasis genau stellen?

    Zunächst haben Hautärzte meist Erfahrung mit der Schuppenflechte. Da genügen ihnen oft ein paar Blicke. Ist ein Arzt unsicher, kann er eine Biopsie machen. Dabei wird ein klitzekleines Stück aus der befallenen Haut entnommen und in ein Labor eingeschickt.

    Ist Schuppenflechte heilbar?

    Die Psoriasis ist nicht heilbar, aber behandelbar. Der genetische Defekt bleibt bestehen. Durch Medikamente und/oder therapeutische Massnahmen kann in fast allen Fällen Linderung der Erkrankung bewirkt werden. Die Psoriasis in Form der roten Flecken kann jederzeit kommen und jederzeit wieder gehen. Dazwischen können auch viele Jahre ohne sichtbare Zeichen sein.

    Bekommen Frauen häufiger Schuppenflechte als Männer?

    Nein. Das ist ungefähr ausgeglichen.

    Kann man einer Schuppenflechte vorbeugen?

    Nicht wirklich. Am ehesten kann man das mit einem gesunden Leben erreichen – ausgewogener Ernährung, wenig bis kein Alkohol... – so etwas in der Art. Und: Eine gute Hautpflege ist auch noch so ein Weg.

    Fragen zum Leben mit Schuppenflechte

    Kann ich mir ein Tattoo stechen lassen?

    Es kann passieren, dass an den Stichstellen eine Schuppenflechte auftritt – Stichwort Köbner-Effekt. Das geschieht jedoch nicht bei jedem. Man kann also keine allgemeingültige Aussage treffen.

    Hatten oder haben auch berühmte Leute Schuppenflechte?

    Ja natürlich. Zarah Leander, Romy Schneider und Stalin waren unter den Berühmtheiten, die auch Psoriasis hatten. Auch noch lebende Promis sind davon betroffen. Der Sänger Art Garfunkel (Simon & Garfunkel) hat ebenso Pso wie der amerikanische Ermittler Kenneth Starr (der gegen Bill Clinton in der Lewinsky-Affäre ermittelt hat). Auch der Schauspieler Sky du Mont hat Psoriasis - aber offenbar eine leichtere Form. Bei der Markteinführung von Raptiva jedenfalls stellte er sich mit dieser Aussage vor die Presse. Von den mehr oder minder bekannten Stars und Sternchen wäre noch der Sänger Mark Medlock zu nennen.

    Weitere Beispiele findest du in unserer Bildergalerie "Prominente mit Schuppenflechte".

    Schadet Rauchen der Psoriasis?

    Davon gehen die meisten Experten aus – und das nicht, weil sie Spaßbremsen sein wollen, sondern weil es untersucht wurde. Zu dem Thema gibt es im Psoriasis-Netz eine eigene Rubrik. Besonders bei Psoriasis pustulosa scheint das Rauchen ein starker "Bösewicht" zu sein.

    Hat das Wetter einen Einfluss auf die Schuppenflechte?

    Viele Psoriatiker haben im Winter mehr Probleme mit ihrer Haut als im Sommer. Das könnte an dem Mangel an Sonnenlicht liegen. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern.

    Gibt es eine Diät gegen die Psoriasis?

    Die schlechte Nachricht zuerst: Eine spezielle Psoriasis-Diät gibt es nicht. Die gute: Einige Menschen mit Schuppenflechte haben gute Erfahrungen, wenn sie bestimmte Lebensmittel meiden oder reduzieren. Das sind scharfe Speisen, Schnäpse, Essig oder Nüsse.

    Eine fleischarme Ernährung ist im Hinblick auf Entzündungen zu empfehlen. Dabei wird immer wieder die Vermeidung oder Reduktion von Schweinefleisch, von Schmalz, Talg oder fetten Geflügelarten empfohlen. Damit soll die Ernährung arm an Arachidonsäure sein. Eine gute Einführung ins Thema ist aus unserer Sicht das Buch "Abwechslungsreiche Diät bei Schuppenflechte".

    Bevor du jetzt aber meinst "Prima, dann muss ich erst gar keine Diät anfangen", sei gesagt: Jede Gewichtsreduktion kann bei Schuppenflechte und besonders bei Psoriasis arthritis positiv wirken.

    Kann eine Schuppenflechte für immer verschwinden?

    In zehn Prozent der Fälle geht die Schuppenflechte nach ein paar Schüben wieder.

    Kann meine Psoriasis im Alter von alleine besser werden?

    Ja, sie kann – aber darauf kann man sich nicht verlassen. Leider ist es eher selten so. Und: Mancher bekommt die Schuppenflechte erst, wenn er älter ist.

    Hat die Schuppenflechte Einfluss auf meine Lebenserwartung?

    Bei einer leichten bis mittelschweren Psoriasis sind bislang keine Einschränkungen bekannt geworden. Anders sieht es bei einer schweren Psoriasis aus. Eine schwere Schuppenflechte kann allerlei Folge- oder Begleiterkrankungen mit sich bringen. Deshalb ist ihre Behandlung so wichtig.

    Hat man bei Schuppenflechte hohe Entzündungswerte im Blut?

    Nein, nicht unbedingt.

    Weitere Fragen

    Welche Psoriasis-Formen gibt es?

    • Psoriasis vulgaris - die "gewöhnliche" und am meisten verbreitete Form der Schuppenflechte mit roten Flecken, oft bedeckt oder versehen mit weißen, silbrigen Schuppen
    • Psoriasis guttata bzw. Psoriasis punctata - die Schuppenflechte mit kleinen roten Stellen, nur so groß wie ein Punkt
    • Psoriasis arthritis - Gelenk-Psoriasis
    • Psoriasis pustulosa - mit kleinen Bläschen, die mit einer Flüssigkeit, aber nicht mit Eiter gefüllt sind
    • Psoriasis palmaris et plantaris, manchmal auch Psoriasis palmoplantaris genannt - die Schuppenflechte, die sich auf die Hände und Füße beschränkt
    • Psoriasis inversa - die Schuppenflechte in Hautfalten und dort, wo Haut auf Haut liegt, z.B. unter der (weiblichen) Brust
    • Erythrodermie - eine stark entzündete Haut bzw. Schuppenflechte "von Hacken bis Nacken", von Kopf bis Fuß. Wenn die gesamte Haut gerötet und verdickt ist, ist es vielleicht eine psoriatische Erythrodermie. Gerade, wenn in der Nähe ein Gelenk ist, reißt die Haut ein – und dann tut’s weh. Dazu gesellen sich heftiger Juckreiz , Fieber und ausgeprägte Kälteempfindlichkeit. Diese Form ist allermeist ein Fall für einen alsbaldigen Besuch im Krankenhaus, denn die Entzündung und der Temperaturverlust schwächen den Körper enorm.

    Das ist natürlich die kürzestmögliche und keineswegs erschöpfende Antwort. Wir haben da auch noch ausführliche Erklärungen.

    Wie oft sind die Nägel von Psoriasis befallen?

    Bei 15 bis 50 Prozent der Menschen mit Psoriasis der Haut sind auch Nägel befallen. Bei Menschen mit Psoriasis arthritis sind es sogar 80 Prozent. (1) Es kommt nur recht selten vor, dass jemand eine Psoriasis ausschließlich an den Nägeln hat - nämlich nur bei 1 bis 5 Prozent der Patienten. (2) Bei einer Schuppenflechte an den Nägeln werden diese bröckelig oder bekommen kleine Tüpfel oder Flecken, die aussehen, als sei Öl unter dem Nagel.

    Quellen:

    Was ist das Köbner-Phänomen?

    Diese Erklärung wurde uns irgendwann zu lang – deshalb haben wir ihr einen eigenen Lexikon-Eintrag gewidmet. Den findest du hier.

    Ist Schuppenflechte eine Autoimmunerkrankung?

    Ja.

    Ist Schuppenflechte ein Pilz?

    Nein.

    Fragen zur Psoriasis auf dem Kopf

    Psoriasis nur auf dem Kopf – gibt es das?

    Ja klar. Das kommt sogar recht häufig vor.

    Leiden die Haare auch unter der Schuppenflechte?

    In den meisten Fällen nicht. Hat jemand aber lange eine dicke Schuppen-Schicht auf dem Kopf, werden die Haare schon mal brüchig oder dünner. Manchmal (!) gehen sie auch aus. Aber: Wenn die Schuppenflechte auf dem Kopf besser wird, wächst auch das Haar meist wieder nach.


    Bildquellen

    User Feedback

    Recommended Comments

    Ich habe schon seit 20 Jahren Psoriasis. Ich wollte mit allen die auch an Psoriasis leiden meine Erfahrungen teilen. Ich habe herausgefunden das Clarelux Schaum kombiniert mit Balea Oil repair Haaröl sehr gut zusammen wirkt. Nach ein paar Tagen kann man schon sehr gute Ergebnisse spüren. Balea Haaröl gibt es im DM markt. Versucht es mal, es wirkt .Für den Intimbereich ist Babypuder mit Zink sehr zu empfehlen!!! Alles gute euch allen.

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    psoriasis-netz-icon.pngDo you feel alone with your psoriasis? Does psoriasis arthritis still bother you? Get support and tips from people like you.

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Viele Patienten verschieben aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus den Gang zum Hautarzt – selbst dann, wenn sie wegen einer Hautveränderung große Sorgen haben oder eine Früherkennung ansteht. Die Folgen können fatal sein: Wenn hinter der Hautveränderung zum Beispiel eine Hautkrebs-Erkrankung steckt, ist eine frühe Behandlung wichtig.
      „Patienten mit Hautveränderungen haben in der Zeit des ersten Lockdowns die Praxen und Kliniken gemieden und dadurch die Zahl der Hautkrebsdiagnosen gedrückt“, sagt Professor Alexander Enk von der Hautklinik der Uni Heidelberg. 
      Mehrere Studien widmeten sich bereits dem Thema: 
      Eine Studie verglich, wie viele Krebserkrankungen in Deutschland in der Zeit Januar bis Mai 2019 und Januar bis Mai 2020 diagnostiziert wurden. Ausgewertet wurden die Daten von mehr als 100.000 Patienten aus 1660 Praxen. Ein Ergebnis: Von allen Krebs-Arten waren die Hautkrebsdiagnosen von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffen. Die Diagnose von Hauttumoren sank im März 2020 um 25,6 Prozent und im April 2020 sogar um 42,9 Prozent in Hautarzt-Praxen und um 19,6 Prozent im März 2020 und um 29,3 Prozent im April 2020 in Allgemeinarztpraxen.
      Ähnlich deutlich sind die Ergebnisse von italienischen Forschern. Die vom pathologischen Referenzzentrum in Rom erfassten Zahlen zeigen, dass die Melanom-Inzidenzzahlen in den zwei Monaten vor dem Lockdown von 158 Melanomen auf 34 Melanome in der Zeit des ersten Lockdowns abfielen. Auch danach erholten sich die Inzidenzzahlen nur leicht, nämlich auf 45 in den folgenden zwei Monaten.
      Etwas anderes fiel dabei noch auf: Während vor dem Lockdown die durchschnittliche Tumordicke 0,88 mm betrug, sank sie unter dem Lockdown auf 0,66 mm ab und stieg nach dem Lockdown auf 1,96 mm an. „Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass Patienten unter dem Lockdown nur seltener den Hautarzt mit der Verdachtsdiagnose Hautkrebs aufsuchten", erklärt Enk. "Zugleich wird deutlich, dass dieses ‚Warteverhalten‘ zu einem Anstieg der Tumordicken direkt nach dem Lockdown führte“. Die Konsequenz sei, dass sich die Prognose der Erkrankten erheblich verschlechtere. 
      In einer Umfrage der International Dermoscopy Society (IDS) unter Hautärzten zeigte sich, dass sie deutlich weniger Patienten mit einem sogenannten Non-Melanoma-Skin-Cancer vor sich hatten – also mit Plattenepithelkarzinomen oder Basalzellkarzinomen. Ein malignes Melanom wurde praktisch in der gesamten Zeit überhaupt nicht diagnostiziert.
      Die Gründe für das Absagen oder Aufschieben von Arztterminen liegen für die Hautärzte auf der Hand: Besonders zu Beginn der Pandemie waren viele Menschen verunsichert und hatten große Angst, sich bei einem Besuch in der Praxis anzustecken. Jetzt ist die Situation anders: Hygienekonzepte, medizinische Masken, Abstandsregeln und die steigende Zahl der gegen SARS-CoV-2-Geimpften machen den Arzttermin mit geringem Ansteckungsrisiko möglich, so Alexander Enk.
      „Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, bei Hautveränderungen nicht zu warten, sondern sich umgehend untersuchen zu lassen", sagt Professor Peter Elsner von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. "Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung und Nachsorge sollten unbedingt wahrgenommen werden“.
      idw/cl
      Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Claudia möchte sich mit der Schuppenflechte abfinden und einfache Methoden ausprobieren. Sie sagt aber selbst: Sie hofft auf etwas, das dauerhaft hilft. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
      Mein Name ist Claudia, bin 25 Jahre alt und leide seit 1 1/2 Jahren unter PSO.
      Ausgelöst wurde es mit der Schwangerschaft mit meinem zweiten Sohn im Sommer 2003. Anfangs dachte ich, das wäre eine Sonnenallergie. Ich bekam kleine weiße Pusteln auf den Handinnenflächen und auf den Fußsohlen ganz schwach.
      Dann kam der Herbst und Winter und es war plötzlich verschwunden. Als mein Sohn im Frühjahr geboren wurde, bekam ich schlagartig neue Schübe, die im Sommer noch schlimmer wurden und es sich auch mittlerweile auf der ganzen Hand ausbreitete. Aber es waren nur die Pusteln, die beim Aufplatzen bluteten. Im Spätsommer fing die Haut an einzureißen und ich bin vor zwei Monaten dann zum Arzt gegangen. Die Diagnose traf mich sehr hart. Ich wusste auch bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es unheilbar ist und niemand weiß, woher sie kommt und was man dagegen tun kann.
      Meine Ärztin hat mir Psorcutan Beta verschrieben, was auch für ein paar Wochen Heilung schaffte. Es kamen aber wieder neue heftige Schübe, da ich die Salbe absetzte. Sie hat mir dann für drei Tage Dermatop verschrieben. Aber bis heute habe ich keine Besserung. Vor einer Woche sah es richtig gut aus. Dann bekam ich aber meine Periode, und zeitgleich noch einen entzündenden Zahnhals.
      Bis jetzt habe ich noch keine Erfahrung mit meiner Krankenkasse gemacht. Aber bei mir ist es auch nicht so schlimm wie bei anderen. Ich habe ja noch Glück gehabt. Obwohl es sehr schmerzhaft ist, es mir beim Bezahlen im Supermarkt oder ein einfaches Händeschutteln unangenehm ist, und ich auch keine Lust mehr habe mit Handschuhen ins Bett zu gehen. Ich vermute mal, es liegt an den Hormonen und dass ich sehr viel Stress habe.
      Auch was die Ernährung betrifft, kann ich nichts zu beitragen. Habe kein Übergewicht, esse nicht viel, keine Süßigkeiten, keinen Kaffee, kaum Fett (Fleisch). Mein einziges Laster ist das Rauchen, was ich aber jetzt auch einstellen werde. Habe ich ja in den Schwangerschaften und Stillzeiten auch geschafft.
      Ich werde versuchen, mich damit abzufinden und einfache Methoden ausprobieren, wie zum Beispiel zum Besprechen gehen.
      Ich wünschen allen, dass sie mit ihrer Krankheit leben lernen und dass es für uns alle bald etwas wirklich erfolgversprechendes gibt, das uns heilt. Auf Dauer.
      Einen lieben Gruß
      Claudia aus Lübeck
    • Redaktion
      By Redaktion
      Hier beantworten wir Fragen, die zum Medikament Humira gestellt werden. Sie sind bewusst kurz und knapp.
      Wie schnell wirkt Humira bei Psoriasis? Im Durchschnitt zeigt sich nach vier bis acht Wochen, ob Humira bei einem gut wirkt. Die maximale Besserung ist übrigens nach 16 Wochen zu sehen – wie gesagt im Durchschnitt.
      Quelle: Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, Update 2017
      Wie oft wird Humira gespritzt? Bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis wird Humira alle zwei Wochen gespritzt. Wenn nach 16 Wochen die Wirkung zwar da, aber nicht so doll ist, kann in einigen Fällen auf eine wöchentliche Humira-Spritze umgestellt werden. Das muss aber immer mit dem Arzt besprochen werden.
      Quelle: Fachinformation Humira, abgerufen am 20. März 2017
      Wer hat Erfahrung mit Humira? Viele. Bei uns geht es vor allem um Erfahrungen in der Anwendung bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Nachzulesen sind diese Erfahrungen in unserem Humira-Forum.
      Ist Humira das gleiche wie Remicade? Ja, diese Frage stellen Nutzer wirklich!
      Nein. Humira enthält den Wirkstoff Adalimumab. Remicade enthält dagegen den Wirkstoff Infliximab.
      Beide sind sogenannte Biologics, gehören also zur gleichen Medikamenten-Gruppe.
      Gehört Humira zu den Immunsuppressiva? Ja.
      Was bewirkt Humira? Adalimumab – der Wirkstoff in Humira und seinen Biosimilars – ist ein sogenannter humaner monoklonaler Antikörper, also ein Eiweiß. Das heftet sich im Körper an den Signalstoff des Immunsystems mit dem Namen Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα) an. Dieses TNFα ist an Abwehrreaktionen des Körpers beteiligt. Bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist die Menge an TNFα erhöht. Adalimumab schnappt sich also das TNFα. Dadurch werden die Entzüdungen im Körper verringert.
      Wie viel kostet Humira? Eine Packung Humira 40 mg mit 6 Spritzen oder Pens kostet 5324,55 Euro (Stand März 2020). Die Biosimilars wie Amgevita, Hulio oder Imraldi kosten in gleicher Dosis und gleicher Packungsgröße um die 2800 Euro.
      Ist Humira gefährlich? Kommt darauf an, wie man "gefährlich" definiert. Ja, während einer Behandlung mit Humira können vermehrt Infektionen auftreten. Und: Es können Symptome einer Lupus-Erkrankung auftreten. Viele weitere Nebenwirkungen treten selten oder noch seltener auf. Dazu findest du mehr in unserem Haupt-Artikel über Humira und seine Biosimilars.
      Zahlt die Krankenkasse Humira? Wenn der Arzt den Einsatz von Humira für nötig hält, bezahlen gesetzliche Krankenkassen das Medikament.
      Welche Blutwerte sollten während einer Humira-Therapie erhoben werden? In der Fachinformation zu Humira gibt es dazu keine Angaben. In der Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris (Stand 2017) empfehlen Experten:
      Vor der Behandlung: Differenzialblutbild, ASAT, ALAT, γGT, Hepatitis B Serologie, evtl. HIV/Hepatitis C Serologie (und einen Schwangerschaftstest im Urin)
      Während der Behandlung (also 4 Wochen nach Beginn, 12 Wochen nach Beginn und dann alle 3 Monate): Differenzialblutbild, ASAT, ALAT, γGT
      https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/adalimumab/humira.html
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Über das Internetportal OnlineDoctor kann sich jeder eine Expertenmeinung holen, worum es sich bei einem Hautproblem handeln könnte. Die Ärzte, die diese Beratung anbieten, sind allesamt in Deutschland zugelassene Hautärzte.
      So funktioniert der OnlineDoctor
      Beim Start der Beratung wählt der Nutzer aus, welcher Hautarzt sich seiner annehmen soll. Das kann einer in der Nähe sein, aber im Prinzip kann jeder Arzt ausgewählt werden. Bislang sind 110 Hautärzte dabei. In Sachsen, Thüringen oder im Saarland ist die Auswahl mit jeweils einem Mediziner nicht so groß, in Nordrhein-Westfalen dagegen deutlich besser. Von jedem Arzt gibt es ein Foto, eine Angabe zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten und die Anschrift der Arztpraxis.
      Um ihre Einschätzung abgeben zu können, brauchen die Mediziner vom Ratsuchenden drei Fotos des Hautproblems und eine Beschreibung der Symptome und der Körperstelle, an der das Hautproblem "sitzt".
      Nach dem Hochladen soll spätestens nach zwei Tagen eine Antwort da sein. Die enthält die besagte erste Einschätzung und eine Empfehlung, wie weiter vorgegangen werden soll.
      Der Service kostet 39 Euro.
      Hinter dem Angebot steckt ein Startup aus der Schweiz. Für den Betrieb in Deutschland gibt es eine Partnerschaft mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Der Server steht in Deutschland, der Transfer der Daten wird laut BVDD moderner Verschlüsselung gesichert.
      Unsere Meinung zum "OnlineDoctor"
      Das Angebot ist aus unserer Sicht praktikabel für alle, denen es 39 Euro wert ist, das tage- oder wochenlange Warten auf einen Termin und dann noch Zeit im Wartezimmer zu vermeiden. Auf die Weise lässt sich auch aus dem Urlaub sonstwo auf der Welt schnell ein Hautproblem klären. Und mehr als ein "Ersthelfer" will OnlineDoctor auch gar nicht sein.
      Eine "normale" Schuppenflechte lässt sich von einem Facharzt auch auf Fotos erkennen, und jedes Smartphone macht heute ausreichend gute Fotos. Sobald es kniffliger wird, ist ohnehin ein Besuch in der echten Arztpraxis nötig – und für die langwierige Behandlung einer chronischen Erkrankung wie der Psoriasis sowieso.
      Wer sich das Angebot einmal ansehen will – hier entlang: OnlineDoctor.
      Und wer eine Alternative sucht – es gibt noch andere Angebote zur schnellen Auskunft bei Haut-Sorgen: zum Beispiel den Online-Hautarzt AppDoc von Heidelberger Ärzten (der auch günstiger ist) oder DocCheck Help, das für 9 Euro pro Anfrage Chats oder Telefongespräche mit Ärzten bietet.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Für viele Befindlichkeitsstörungen und Beschwerden, ja sogar Krankheiten, wird das Wetter verantwortlich gemacht; in den meisten Fällen aber völlig zu Unrecht. Denn im Prinzip macht das Wetter nicht krank.
      Man weiß zwar schon sehr lange, dass der menschliche Organismus vom Wetter und den äußeren klimatischen Bedingungen beeinflußt wird, aber als direkter Krankheitsverursacher taugt unser Wetter nicht. Es gibt sehr wohl wetterbedingte Reaktionen des Körpers, die sich dadurch erklären lassen; dass der Organismus bemüht ist, sich den jeweiligen Veränderungen anzupassen. So wie die körperlichen Funktionen sich auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen, so reagieren sie auch auf jahreszeitliche und wetterabhängige Veränderungen So fehlen zum Beispiel in den Wintermonaten die ultravioletten Strahlungen des Sonnenlichtes weitgehend, was zur Folge hat, dass die Abwehrkräfte des Körpers nachlassen und daher vermehrt Infektionskrankheiten auftreten. Ebenso können starke Regenfälle und hohe Luftfeuchtigkeit eine größere Zahl von Erkältungskrankheiten auslösen, was aber nur eine indirekte Folge des Wetters ist.
      Ein geschwächter Körper ist empfänglicher für Wettereinflüsse
      Im Ganzen gesehen, kann man sagen, dass ein gesunder Organismus mit dem Wetterwechsel im Laufe eines Jahres recht gut fertig wird. Ein geschwächter Körper dagegen kann durch Wettereinflüsse für Krankheiten empfänglicher werden, was daran zu sehen ist, dass es bestimmte Krankheiten gibt, die zu bestimmten Jahreszeiten häufiger auftreten (siehe Tabelle). In erster Linie sind dies Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsinfektionen, aber auch neurologische Erkrankungen, wie Migräne und Kopfschmerzen und entzündliche Erkrankungen, wie etwa rheumatische Beschwerden können wetterabhängig auftreten.
      Ebenso verhält es sich mit den anderen genannten Beschwerden und Krankheiten. Kopfschmerzen, wie sie zum Beispiel an den berüchtigten "Föhntagen" am Alpenrand vermehrt auftreten, werden zwar von diesem warmen Fallwind, der vom Gebirge kommt, ausgelöst, aber die Ursache liegt beim betroffenen Menschen selbst. Auch Beschwerden wie Magen- , Nieren- oder Gallenkoliken treten bei wetterfühligen Menschen relativ häufig auf, wenn sie dazu neigen oder eine Schwachstelle in diesem Bereich haben.
      Feuchte und kalte Witterung begünstigt Rheuma-Schübe
      Auch rheumatische Beschwerden – wie die Psoriasis arthritis – können sich wetterabhängig verschlimmern, besonders bei feuchter und kalter Witterung. Dies beruht auf Störungen im vegetativen Nervensystem, durch welche sich die Entzündungsvorgänge verstärken und dadurch auch zu stärkeren Schmerzen führen. So spüren viele Rheumatiker einen Wetterumschlag schon Tage vorher in ihren Knochen und Gelenken.
      Wetterfühligkeit vorbeugen
      Wer sich und seine Reaktionen auf Wetterveränderungen und Wetterlagen kennt, der kann dementsprechend vorbeugen. So können Kopfschmerzgeplagte rechtzeitig ein leichtes und verträgliches Schmerzmittel einnehmen und Rheumapatienten entsprechende entzündungshemmende Medikamente. Auch für die Kreislaufschwachen kann eine leicht herzstärkende und kreislaufstabilisierende Arznei vor oder bei einer Wetterveränderung schlimmere Beschwerden vermeiden helfen. Dies ist besonders im Frühjahr anzuraten, da die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit ja auch eine wetterbedingte Erscheinung ist und mit der Umstellung des Organismus zusammenhängt. Hier kann man unterstützend eingreifen, zum Beispiel mit Vitaminen und pflanzlichen Immunstärkern. Wer anfällig für Koliken ist, der kann Magen und Darm kräftigen mit Hilfe einer guten Naturarznei, zum Beispiel aus Artischocken oder anderen pflanzlichen Bestandteilen.
      Auch Schlaflosigkeit und Nervosität lassen sich mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln, die es in der Apotheke in großer Auswahl gibt, gut beheben. So muss eigentlich niemand unter dem Wetter leiden, wenn er die verschiedenen Jahreszeiten in seinen Tagesablauf mit einplant und dementsprechend sein Gesundheitsvorsorge-Programm am jeweiligen Wetter orientiert.
      Wetterbedingte Krankheiten nach Jahreszeiten
      nach Prof. Dr. Volker Faust
      Frühling
      Mandelentzündung Masern Röteln Keuchhusten Ischias Lungenentzündung Ekzeme Schuppenflechte Allergien Sommer
      Durchfälle Heuschnupfen Asthma Niedriger Blutdruck Koliken Thrombosen Kinderlähmung Infarkte Unfallbereitschaft Herbst
      Gelbsucht Scharlach Asthma Leberentzündungen Pocken Rheuma Keuchhusten Ischias Winter
      Bluthochdruck Angina pectoris Bronchitis Diphterie Schlaganfall Rachitis Herzkrankheiten Schilddrüsenerkrankungen Quelle: Apotheken-Kurier 4/99

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