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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Langwierige Behandlung – wie motivierst du dich?

    Die "Pharmezeutische Zeitung" hat sich mit Krankheiten der Nägel beschäftigt. In einem Absatz geht es um die Nagelpsoriasis. Darin wird empfohlen, täglich Kortison- und Vitamin-D3-Cremes oder andere "Externa" einzumassieren. Das eigentliche Problem aber ist ja, dass jegliche Behandlungsmethode sehr lange dauert, dass ein Erfolg sehr lange auf sich warten lässt. Da verlieren viele Patienten unterwegs den Mut.  

    Der Autor, Wolfgang Kemper von der Uni-Hautklinik in Dresden, drückt das so aus:  

    Diese Therapie stößt aufgrund der notwendigen Kontinuität seitens der Patientencompliance an ihre Grenzen.

    Zwei Fragen sind also wichtig:

    • Wie kann sich ein Betroffener motivieren, Tag für Tag etwas auf die Nägel aufzutragen, wenn er das sechs Monate und länger tun muss, um auch nur den Ansatz eines Erfolges zu sehen?
    • Wie kann sich ein Betroffener an das tägliche Eincremen / Behandeln erinnern?

    Obstbäume beispielsweise pflanzt man auch, obwohl man weiß, dass die erst im Jahr darauf tragen werden. Und doch gießt man sie.  

    Ein Foto von schönen, gesunden Nägeln, daneben ein handgeschriebener Spruch "So sollen meine im Sommer auch aussehen" – ist das vielleicht eine Möglichkeit?  

    Oder ich suche mir einen Coach – der Partner, ein guter Freund oder ein netter Kollege erinnert mich täglich, dass da etwas zu erledigen ist. Das kann er ja auf vielen Wegen machen und sich etwas einfallen lassen. Einen Tag per E-Mail, den anderen am Telefon, dann mit einer Nachricht bei Facebook und andermal mit einer netten E-Card.

    Bei so viel Mühe muss das aber schon ein sehr gut meinender Freund oder Kollege sein – und das Problem, dass die Nachricht zu ungünstigem Zeitpunkt kommt, bleibt.  

    Eine tägliche Erinnerungs-Nachricht am Smartphone ist ein sehr technokratischer Ansatz – und die Nachricht kommt vermutlich oft genau dann, wenn der Anwender unterwegs oder anders beschäftigt ist.  

    Das Fläschchen Nagellack oder die Creme im Zahnputzbecher deponieren – auch das ist denkbar. Da geht man (hoffentlich) jeden Tag ran.

    So also die Frage an alle Betroffenen:

    1. Wie motivieren Sie sich, wenn der Erfolg einer Creme, eines Medikamentes auf sich warten lässt?
    2. Was nutzen Sie als tägliche Erinnerung - oder brauchen Sie die gar nicht?

    Schreib deine Erfahrungen oder Ihre Ideen ins Kommentarfeld.


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    • Fingernägel eincremen: Bildrechte beim Autor

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    Recommended Comments

    Sorry etwas wundert mich

    Offenbar sind viele doch daran Erkrankt. Ich habe nur Psoriasis Hauirritationen. Warum meldet sich hier niemand? Erfahrungen fuer andere waeren doch wichtig. Man selbst koennte ja fuer sich selbst was neues entdecken. Es tut mir leid das verstehe ich nicht.

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    Einfach mal abschalten!

    Ich habe auch durch Psoriasis an den Händen 5 Nägel verloren.Jeden Tag cremen ,betupfen und massieren habe ich auch einige Monate gemacht und mich richtig dabei gestresst!Ja nichr vergessen°!Irgendwann habe ich es dann gelassen und siehe da:alle Nägel sind nachgewachsen,einfach so,ohne alles.Sie sind nicht perfekt,aber wen interesiert das schon,Hauptsache ich habe wieder welche!!!!Also einfach mal an was anderes denken und sich etwas entspannen.Liebe Grüße an alle und never give up!!!

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    In der Ruhe liegt die Kraft

    Tja mich hats an den Nägeln erwischt, alles fing harmlos an. Der große Zeh nach dem Fußball und nem Kontakt mit einem gegnerischen Fuss. Der Nagel verfärbte sich, ich dachte naja, wenn der Stollen direkt das Nagelbett trifft, wird eben der Nagel weg sein. So wars dann auch, leider wuchs er in der Folge nicht mehr richtig nach, sondern immer in den typischen Verfärbungen und Verformungen. Nach langen hin und her bin ich zur Fusspflege, sie sagte, so auf den ersten Blick ists, wenn sie Glück haben Nagelpilz, aber gehen sie lieber nochmal zum Arzt. Dann kam mein Zeige Finger in diesem zeitlichen ABlauf ins Spiel. Ich arbeite fiel mit den Händen, daher auch das Verletzungsrisiko recht hoch. Nachdem ich mir meinen Zeigefinger stark gequetscht hatte und etwas später mir einen nicht unbedingt geringen Teil des Nagels, unfreiwillig, entfernt hatte. Ging es auch hier los. Er wurde gelblich, diese kleinen Krater bildeten sich. Eine Zeitlang konnte ichs mit normaler Maniküre noch vertuschen. Dan fasste ich mir ein Herz, nach dem andere Finger und Zehen betroffen waren und ging zum Arzt. Erst die Behandlung auf Pilz. Liegt auch nahe und da war ich auch völlig konform mit dem Arzt. Leider brachte dies nicht den ersehnten und erhofften Erfolg. Dann gings los, Salben funktioniert ganz gut, zwischen zeitlich hab ichs auch aufm Kopf, deswegen schon mehrmals Haare ab und mit eingesalbt. Die Salbe ist auf Kortisonbasis, auf der Haut wirkts in ein paar Tagen bis einer Woche, aber bei den Nägeln. Da wirds dann schwierig. Sie wirkt, nur langsam und mit viel viel Geduld. Daher strebe ich eine systemische Ausrottung an. Mir fällt es leichter jeden Tag eine Tablette zu nehmen, als mich jeden Tag daran zu erinnern wie schlecht meine Finger aussehen, wenn ich sie dann eincreme. Dabei fiel mir aber auch auf, dass viel durch Stress und innere Unruhe gefördert und verursacht wird, so kann ich mittlerweile an der "kraterbildung" sehen, wann welches Ereignis mich gestresst hat, also nicht mich, sondern meinen Körper und die Psyche auf einer verdrängten Ebene. Daher weiss ich, ich muss auch mich ändern um meine Haut zu ändern. Aber wie?

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    Ich habe soeben den letzen Eintrag von Thomas gelesen und blieb beim letzten Satz hängen. Für Psorias Patienten ist doch die Psyche das Wichtigste. Eine Kortison-Créme für den Notfall ist ja o.k., aber nicht die Lösung. Ich schliesse mich ganz der Meinung von Thomas an...sich selber ändern und die innere Ruhe finden. Wohl das schwierigste Unterfangen überhaupt....viel Glück!!

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    Erinnerung bei Nagelpsoriasis

    Hallo, bin eine Neue im Forum, Ich habe seit meiner dritten Schwangerschaft mit dreißig Jahren meine Psoriasis und muß seitdem meine Haut und meine Psyche pflegen. Ich stelle bei mir fest, daß es mir leichter fällt, mir jeden Abend die Nägel mit Sililevo Lack zu lackieren, weil das Fläschchen auf dem Nachtisch steht, als mich morgens und abends von Kopf bis Fuß mit meiner Hautlotion und den verschiedenen Salben einzureiben.wünsche allen viele HautverbesserungenARichter

    hauterfolge

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    Gewohnheit ist bei mir das Wichtigste.

    Sobald ich es in die täliche Routine eingebaut habe, geht es von ganz alleine.

    Ich habe mein Lackfläschchen neben den Dingen stehen, die ich abends zur Kosmetik benutze. Zahnputzbecher und Zahnbürste, daneben eine Creme und der Lack und Abschminktücher. Ich gehe dann einfach alles durch und habe mittlerweile eine gewisse Routine entwickelt.

    Grüße,

    Lisa von

     

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    Hallo, ich lese hier als viel von Motivation und Lackfläschchen.

    Die Frage ist doch was hilft überhaupt ?? würde ja gerne motoviert Lack auftragen aber welchen ?

    Habe hier auf der Seite die 2 Berichte über die Lacke gelesen.

    Hat wer erfahrung damit oder kann wer einen Lack empfehlen ? lieben gruß

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Nagelpsoriasis ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Fuß- oder Fingernägel sind dann brüchig, bröselig, verformt, verfärbt – auf jeden Fall nicht so, dass man sie gern länger zeigt und schon gar nicht groß verwendet. Nur ist das im Alltag schwierig.
      Wichtig ist: Die Schuppenflechte der Nägel ist nicht ansteckend. Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt die Diagnose stellen. Er kann mit einer Laboruntersuchung am besten herausfinden, ob es sich um einen Nagelpilz handelt oder eben die Schuppenflechte der Nägel.
      Mit einer Behandlung sollte lieber früher als später begonnen werden, denn Nägel brauchen sehr lange, um ordentlich nachzuwachsen. Bis die Erkrankung verschwunden ist, vergehen meist mehrere (um nicht zu sagen viele) Monate. Am Anfang wird man es sicherlich mit einem Nagellack versuchen – dazu weiter unten mehr.
      Aufbau eines Nagels

      Aufbau eines gesunden Nagels
      Auf dem Nagelbett befindet sich das Hyponchium, das für die Verbindung zur Nagelplatte sorgt. Die ist 0,5 bis 0,7 Millimeter dick. Sie wird an drei Seiten vom Nagelfalz begrenzt. Der Nagel wächst von der Nagelmatrix aus. Der weiße Halbmond ist der vordere, sichtbare Teil der Matrix. Unter der Haut ist der hintere Teil, geschützt vom Nagelhäutchen.
      Symptome der Nagelpsoriasis
      Tüpfelnägel: Der Fingernagel ist nicht mehr schön eben, sondern wird wellig. Er sinkt punktförmig ein, wie Tüpfel. Die Tüpfel bleiben sichtbar und wachsen mit dem Nagel aus. Aber Vorsicht: Tüpfel können auch durch andere Ekzeme, Infektionen oder Pilzbefall entstehen.
      Ölfleck: Ein anderes Zeichen für eine Nagelpsoriasis ist ein Ölfleck. Der findet sich meist am Rand des Nagels, dort, wo sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt. Dieser Ölfleck ist meist gelbbraun oder rot, wobei das Rot zum Nagelrand hin oft abnimmt. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass zu viele nicht ausgewachsene Zellen an die Oberfläche der Haut unter dem Nagel schießen. Diese Zellen drücken von unten gegen den Nagel, so dass der sich abhebt. Aber noch mal Achtung: Auch hier kann wieder eine Pilzinfektion im Spiel sein. Verschiedene Pilzinfektionen nämlich sehen ähnlich aus. Was noch komplizierter ist: Pilz und Psoriasis können auch nebeneinander vorhanden sein.
      Krümelnägel: Unter dem Nagel stapeln sich Schuppen. Im Laufe der Zeit heben sie das Nagelbett an. Die Nagelplatte wird krümelig. Gerade dieses Symptom ist es, das Betroffene vor anderen Menschen am liebsten verstecken würden.
      Begleiterscheinungen sind gelegentlich Schmerzen oder Druckempfindlichkeit.
      Fakten
      Grundsätzlich gibt es mehr Schuppenflechte an den Finger- als an den Fußnägeln.
      Eine schwere Psoriasis der Nägel gilt als „Vorbote“ der Psoriasis arthritis (Gelenk-Psoriasis). Ausgeprägte Formen der Nagelpsoriasis sind nicht mit rein äußerlichen Behandlungen abzuheilen. Wer schnell mit einer innerlich wirkenden Therapie beginnt, kann verhindern, dass sich die Nägel erheblich verschlimmern.
      Das gilt besonders bei der Psoriasis pustulosa: Bei ihr heilt die Nageldeformation am schwersten ab. Eine frühzeitige innerliche Therapie bremst vermutlich eine aufziehende Psoriasis arthritis ab. Trotz langer Behandlungszeiten schaffen es nur einige Biologika, dass lediglich bei der Hälfte der Betroffenen die Nägel völlig verheilt sind. Das größte Problem: Bei der Behandlung einer Schuppenflechte der Nägel müssen alle Beteiligten geduldig sein und dürfen nicht zu schnell aufgeben.
      Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis eine Nagel-Beteiligung haben und 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker. Eine Nagelpsoriasis ohne Hautbeteiligung ist möglich, aber eher selten. Am häufigsten kommen Tüpfelnägel und abgelöste Nagelplatten vor.
      Eine Nagelpsoriasis ist gut im Rheumascan (Xiralite) zu erkennen. Manchmal ist eine Biopsie des Nagelbettes zur eindeutigen Klärung der Diagnose notwendig.
      Welche Therapie angebracht ist, hängt davon ab, wie schwer der Nagel betroffen ist. Dafür sind inzwischen verschiedene Messmethoden entwickelt worden. International wird der NAPPA-Score (Nail Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis) verwendet. Man zählt die jeweiligen krankhaften Veränderungen auf den Nägeln und erfragt die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen der Erkrankung. Die Gewichtung aller Faktoren bestimmt den Schweregrad einer Nagelpsoriasis. Der Wert kann auch dann hoch sein, wenn die Schädigungen am Nagel zwar nicht extrem stark, die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtig ist.
      Probleme im Alltag
      Gelbliche, bröckelnde und verformte, abgehobene Nägel sehen für andere Menschen unästhetisch aus, ganz gleich, ob die Hände oder die Füße gemeint sind. Betroffene versuchen, vor allem ihre Fingernägel vor scheelen Blicken zu verbergen und meiden deshalb soziale Kontakte bis hin zur Partnersuche. Greifen (Fingernägel) und Laufen (Zehennägel) werden zur Qual. Ganz gewöhnliche Verrichtungen in Alltag, Beruf und Sport fallen schwer und verursachen Schmerzen. Patienten mit schweren Nagelschädigungen sind länger krankgeschrieben, leiden erheblich an ihrer Situation und neigen zu Angst-Erkrankungen oder Depressionen.
      Es war lange nicht bekannt, dass Nägel, Sehnenansatz am Knochen (Enthese) und Knochenhaut anatomisch miteinander verbunden sind. Darüber wurde erst geforscht, als auffiel, dass Nagelveränderungen bei Patienten mit Psoriasis Arthritis deutlich häufiger vorkommen als bei denen ohne. Der Nagel ist funktional gleichzeitig mit Haut und Knochen verbunden. Vereinfacht dargestellt, kommt erst die Sehnenentzündung, dann die Nagelpsoriasis und schließlich die Psoriasis arthritis. Die Gelenk-Schuppenflechte ist um so ausgeprägter, je schlimmer die Nägel betroffen sind. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Begleiterkrankungen geht man davon aus, dass sich eine Psoriasis Arthritis weniger heftig entwickelt, wenn die Nagelpsoriasis frühzeitig behandelt wird.
      Bisher war es selten möglich, eine Nagelpsoriasis völlig abzuheilen. Meist dauerte es monatelang, bis deutliche Verbesserungen sichtbar wurden. Mit Cremes, Salben, Tinkturen oder Lotionen dringt ein Wirkstoff nur schwer oder überhaupt nicht in den Nagel ein. Auch durch intensives Einmassieren wird der Nagel nicht durchlässiger. Mit einem harnstoffhaltigen Nagellack kann man den Nagel meist nur weicher machen, damit hinterher ein Wirkstoff besser eindringen kann. Die Wirkung wird deutlich verstärkt, wenn ein Mittel unter luftdicht verschlossener Folie (Okklusiv-Verband) z.B. über Nacht einziehen kann.
      Andere Erkrankungen der Nägel
      Nicht jeder dicke, verhornte, bröselige Fingernägel ist einer, der eine Nagelpsoriasis birgt. Manchmal fällt es dem Arzt schwer, die Diagnose Nagelpsoriasis zu stellen. Das Problem ist, dass Nagelveränderungen bei Pilzinfektionen, Ekzemen, inneren Krankheiten bis hin zu Tumoren gleich aussehen können. Eine Pilzinfektion ist die häufigste Nagelerkrankung, die allein oder aber mit der Schuppenflechte zusammen auftreten kann. Schwierig wird es für den Arzt, wenn jemand keine Haut-Erscheinungen hat, sondern nur Veränderungen an Hand- und Fußnägeln.
      Nagelveränderungen gibt es auch wegen Ekzemen, Mangelernährung, Pilzen, Allergien zum Beispiel gegen Nagellack oder gegen Medikamente. Sprich: Wer den Verdacht hat, er hätte eine Nagelpsoriasis, sollte den Doktor erst mal nach einem Pilztest fragen. Erst wenn der negativ ist, sollte man sich tiefergehend mit der Nagelbehandlung beschäftigen.
      Um die Verwirrung zu steigern: Nagelpilz und Nagelpsoriasis können auch gleichzeitig auftreten.
      Nagelpsoriasis behandeln
      In schweren Fällen mussten die Dermatologen schon immer innere Medikamente geben. Nicht jedes davon wirkt direkt auf die Nägel bzw. nicht auf alle Formen der Nagelpsoriasis. Am besten helfen starke Präparate, die aber auch schwere Neben- und Wechselwirkungen haben können.
      Heute ist es der Medizin möglich, selbst eine schwere Nagelpsoriasis erfolgreich zu behandeln. Es liegen Studien vor, die genau beschreiben, wie und bei welcher Form ein Medikament hilft. Der Arzt kann also gezielter therapieren. Es sind vor allem neue, hochwirksame Biologika, auf die eine Nagelpsoriasis reagiert. Die Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen ist überwiegend unbegründet: In Deutschland liegen bei allen innerlich wirkenden Schuppenflechte-Medikamenten die schwerwiegenden Nebenwirkungen unter 1 Prozent. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die übrigen Medikamente. Das ergab eine aktuelle Sicherheitsanalyse aus dem Patienten-Registers „PsoBest“. Wer seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lässt, kann diese Medikamente beruhigt nehmen.
      Äußerliche Behandlungen
      Bei schwach ausgeprägten Veränderungen der Nägel kann eine äußerliche Behandlung sinnvoll sein. Studien dazu sind häufig mit nur wenigen Patienten und nicht nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden.
      Harnstoff (Urea) ist zu 15 Prozent im speziell für die Nagelpsoriasis entwickelten Nagellack Onypso enthalten. Nach sechs Monaten waren bei fast allen Patienten 43 Prozent der Nageldefekte zurückgegangen. Außerdem gibt es die Salbe Onyster mit 40 Prozent Urea. Sie löst den Nagel ab. Dadurch kann dann das Nagelbett direkt behandelt werden. Schwefel-/Schachtelhalm ist im Sililevo-Nagellack enthalten, der erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet wurde. Seine Grundlage ist Hydroxypropylchitosan, kurz HPCH. Die Wirkung kann durch Clobetasol 0,05 Prozent, einem stark wirksamen Kortison, verstärkt werden. Als Rezeptur bezahlt das die Krankenkasse, den Lack pur nicht. Kortison gilt auch bei mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis als äußerliches „Mittel erster Wahl“. Verwendet werden stark bis sehr stark wirksame Kortisone, oft in Kombination mit 3 Prozent Salicylsäure oder mit Calcipotriol (z.B. Daivobet). Dazu wird zum Beispiel täglich ein Tropfen einer Kortison-Tinktur auf die Nagelwurzel und/oder das Nagelbett aufgetragen. Die Behandlung kann bis zu acht Monate dauern. Der Nagelzustand verbessert sich deutlich, verschlechtert sich aber meist wieder, wenn die Therapie abgesetzt wird. Bei schweren Fällen wird Kortison in das Nagelbett eingespritzt – mit einer normalen Spritze oder Impfpistole bei lokaler Betäubung. Und ja, das ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Calcipotriol (Vitamin D 3 Analogika) wird empfohlen als Kombination mit einem Kortison (siehe oben), entweder abwechselnd („Tandem-Therapie“) oder als Mixtur. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn erst Salbe aufgetragen und dann über Nacht ein abschließender Verband z.B. aus Folie aufgezogen wird Tacrolimus (Protopic) hat in einer Studie nach nur zwölf Wochen Nägel vollständig abgeheilt. Es darf nur „off-label“ verschrieben werden, weil es nicht für die Behandlung der Schuppenflechte zugelassen ist. Alte oder nicht praktikable äußerliche Therapien
      5-Fluorouracil (Efudix) ist ein Zellwachstums-Hemmer, der nicht mehr zur Behandlung der Nagelpsoriasis empfohlen wird. Dithranol (Cignolin) ist bei der Nagelpsoriasis unwirksam. UV-Bestrahlungen werden bei der Nagelpsoriasis immer seltener eingesetzt, weil sie sehr zeitaufwendig sind. Den UV-Punktstrahler („Blue Point“) muss man vier bis sechs Wochen lang, möglichst täglich, auf die Nagelplatte einwirken lassen. Man bestrahlt mit UVB + UVA. PUVA arbeitet nur mit UVA. Der Nagel wird vorher mit Psoralen lichtempfindlich gemacht. Nur für PUVA liegen mehrere Studien vor, in denen sich die Nägel um 50 Prozent verbesserten. In einer Studie wurden psoriatische Nägel erfolgreich mit dem Excimer-Laser behandelt. Interferenzstrom hat sich als Therapie für die Nagelpsoriasis nicht durchgesetzt, obgleich es erste erfolgversprechende Ergebnisse gab. Therapie mit Röntgenstrahlen "Verstümmelungsbehandlung" mit Entfernung der psoriatischen Nagelveränderungen und anschließender Weiterbehandlung. Es gab einen grausigen Bericht im Pso-Magazin von einem Patienten, der sich von beiden großen Zehen die Nägel entfernen ließ. Zweimal pfuschten die Ärzte, der dritte operierte schließlich richtig, entfernte auch alle Nagelzellen, kürzte einen Endknochen, zog Hornhaut von unten hoch und vernähte alles. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, keine Gelenkschmerzen und keine Schuppen. Der Arzt gibt zu Bedenken: An den Fingern braucht man die Nägel zum Greifen. Sein Rat: abends, nach Duschen oder Baden, wenn die Haut unter den Nägeln ohnehin aufgeweicht ist, Schuppen mit einem selbst zurechtgefeilten Haken entfernen; mit Spritze mit abgesägter Kanüle Eucerin dazwischen auftragen. Nagelpsoriasis würde diese schönen Finger- und Fußnägel nicht so schön aussehen lassen Innerliche Behandlung
      Bei schweren Nagelveränderungen ist häufig eine innerliche Therapie nötig – egal, wie stark die Haut von einer Schuppenflechte befallen ist. So werden auch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität vermieden. Eine Psoriasis arthritis kann auf diese Weise ebenfalls "mitbehandelt" werden.
      Methotrexat (MTX) gilt als innerliches „Mittel der ersten Wahl“. Solide Studien zeigen, dass sich die Nägel nach 6 bis 12 Monaten um etwa 40 Prozent verbessern können. Kortison, in den Nagel gespritzt, galt lange als wirksamstes Mittel, v.a. bei Tüpfel und Nagelwurzel-Befall. In verschiedenen Studien wurde Triamcinolon-Acetonid injiziert, aber unterschiedlich häufig und lange. Nach 9 bis 12 Monaten besserten sich die Nägel. Die Injektion ist unangenehm, es muss örtlich betäubt werden und es besteht die Gefahr von Gewebsschwund bis hin zum Einriss der Sehne. Mit Kortison wird kaum noch behandelt, seitdem es wirksamere Medikamente gibt. Ciclosporin verbessert die Nagelpsoriasis erfahrungsgemäß, ohne dass es bisher Studienergebnisse gibt. Meistens wird es zusätzlich zu einer äußerlichen Behandlung verschrieben. Es können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Fumarsäureester (Fumaderm und Skilarence) ist bisher nur in einer sehr kleinen Studie darauf untersucht worden, wie es auf eine starke Nagelpsoriasis wirkt. Nach 12 Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Viele Ärzte setzen es zusätzlich zu einer äußerlichen Therapie ein. Acitretin (Neotigason, Acicutan) ist wissenschaftlich kaum inbezug auf Nagelpsoriasis untersucht worden. In einer Studie ergab sich nach 6 Monaten bei 41 Prozent der Patienten eine mittlere Besserung. Bei 25 Prozent heilten sie vollständig oder nahezu vollständig ab. Wird gerne mit PUVA kombiniert. Es können schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Biologika sind am besten darauf untersucht worden, wie erfolgreich sie auf die Nagelpsoriasis wirken. Sie werden grundsätzlich erst dann verschrieben, wenn andere Therapien nicht anschlagen. Infliximab (Remicade) spricht am schnellsten und wirkungsvollsten auf die Nagelpsoriasis an. Schon nach sechs Wochen sind deutliche Nagelverbesserungen sichtbar, nach 22 Wochen fast 90-prozentige. Innerhalb eines Jahres waren bei 50 Prozent der Patienten die Nägel vollständig oder nahezu vollständig abgeheilt. Bei Etanercept (Enbrel) waren das 30 Prozent. Die anderen Biologika sind ebenfalls etwas wirkungsvoller als konventionelle innerliche Medikamente. Neue Biologika werden oft in eigenen Studien speziell bei Nagelpsoriasis getestet. Darüber hier bald mehr. Tipps für Betroffene
      Pflegen: Nägel kurz halten, vorsichtig schneiden und möglichst feilen; in schweren Fällen medizinische Fußpflege beim Podologen. Ausgiebig und täglich in lauwarmen Salzwasser (z.B. Stassfurter Badesalz, Totes Meer Salz) einweichen. Danach vor allem die Haut an der Nagelwurzel und den Seitenrändern ausreichend rückfetten – praktischerweise mit einer Lotion. Waschen: Unter den Nägeln mit einem Papiertaschentuch abtrocknen, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Dann rückfetten (s.o). Schützen: Beim Umgang mit Nässe und aggressiven Materialien in Beruf und Haushalt (Abwasch, Putzen) Handschuhe tragen. Vermeiden: Nägel vor Reibung, Druck oder Quetschung bewahren, Nagelhäutchen nicht abreißen, keinen acetonhaltigen Nagellackentferner benutzen, Nägel nicht als Werkzeug einsetzen. Erleichtern: Unter Arbeitshandschuhen dünne baumwollene tragen. Schuhe, die nicht auf befallene Zehen-Nägel drücken. Leichtes, weites Schuhwerk, das nicht drückt, tragen. Verschönern: Verdickungen und von Querrillen von erfahrenen Kosmetikerinnen (Podologen) abfeilen oder abfräsen lassen. Geglättete Oberfläche mit medizinischem Lack (z.B. Sililevo oder Onypso) stabilisieren. Entstellte oder zerfallende Nägel mit künstlichen Fingernägeln überdecken. Welche Erfahrungen hast du mit der Behandlung der Psoriasis an den Nägeln? Oder möchtest du erfahren, wie es anderen Betroffenen damit geht? Unsere Community ist dafür der richtige Ort.
      Gekürzte Fassung eines Artikels, der erstmals in der Zeitschrift PSOaktuell, Ausgabe 2/2013, erschienen ist.
      Tipps zum Weiterlesen
      Bei Nagel-Psoriasis häufig auch Pilz dabei – Behandlungserfolg fraglich
      (gesundheit.com, 1. Dezember 2014)
      In einem Tagungsbericht geht es um Nagelpilz und Nagelpsoriasis – angeblich wäre in 20 Prozent der Fälle beides gleichzeitig zu finden. Die sonst bei Nagelpilz gern eingesetzte innerliche Therapie mit einem Anti-Pilz-Mittel sei aber nicht so oft von Erfolg gekrönt – nämlich nur in 30 Prozent der Fälle. Und die Nagelpsoriasis würde davon auch nicht unbedingt besser. [lesen]
      Unter künstlichen Nägeln können Probleme heranwachsen
      (20 Minuten Online, 20.03.2013)
      Künstliche Fingernägel sind nicht ungefährlich. Dermatologen beobachten immer mehr Komplikationen - beispielsweise Infektionen unter dem Nagel oder Kontaktallergien. [lesen]
      Starke Nagel-Psoriasis macht anfälliger für Pilzinfektion
      (hautstadt.de, 19.04.2012; nicht mehr im Netz verfügbar)
      Bei einer Studie mit Menschen mit Nagel-Psoriasis zeigte sich bei 62 Prozent der Teilnehmer eine Pilzbesiedlung der Nägel. Allerdings ist es wie fast immer: Es gibt auch eine Studie, die etwas anderes sagt, zumindest, wenn man sich die Arten der Pilze ansieht. Das steht am Ende des Artikels.
      Welche Krankheiten Fingernägel verraten
      (Apotheken-Umschau, 14.04.2010)
      Veränderungen an den Fingernägeln können alles bedeuten – manchmal auch eine Psoriasis. Die Apotheken Umschau erklärt die Möglichkeiten in Wort und Bild. [lesen]
      Nagelpsoriasis – was wann wie helfen kann
      (Psoriasis Forum Berlin e.V., 2013)
      PDF-Datei eines Artikels mit ausführlichen Informationen [lesen]
      Nagelprothetik bei Psoriasis
      ("Flotte Feile")
      Jessica Dlling vom Nagelstudio "Flotte Feile" zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit bei einem Fall von Nagel-Psoriasis. [ansehen]
      Bilder
      Hier siehst du, wie eine Schuppenflechte am Nagel oder an mehreren Nägeln aussehen kann. Es sind keine schönen Bilder, deshalb zeigen wir sie so klein – du kannst sie aber großklicken.
       
    • Hotaru
      By Hotaru
      Hallo alle miteinander!

      Dies ist mein erster Beitrag hier in dem Forum.

      Kurz zu meiner Person:
      Ich bin 26 Jahre und leide seit ich 18 bin an Morbus Crohn. Habe lange Zeit Cortison genommen bis zum Jahr 2009. Nach Beendigung der Cortison-Einnahme fing das Problem mit der Schuppenflechte am Kopf an. Vom Nacken wanderte es über die Kopfseite, vom hinteren Kopfteil immer weiter nach vorne.
      Ich war auch schon bei 3 Hautärzten, folgende Salben und Tinkturen habe ich bereits benutzt aber nichts hat geholfen:
      Cortision-Salben aus der Apotheke angerührt Daivobet Terzolin Ciclucutan Psorimed Nun habe ich vom Arzt Daivonex und und Clarelux Schaum verschrieben bekommen, gehe ich morgen in die Apotheke abholen.

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Das Ganze belastet mich wirklich sehr.
      Das Jucken auf dem Kopf macht mich Wahnsinn, dann kratze ich und alles fällt auf die Schulter.

      Nachdem ich die o.g. Salben und Tinkturen auf meinem Kopf einwirken gelassen habe fange ich an die Schuppen vom Kopf zu kratzen und wenn ich dann Wasser zum Haare waschen über den Kopf laufen lasse brennt es wie Feuer.

      Was gibt es noch für Alternativen die das Ganze vll. etwas lindern? Olivenöl habe ich mir ebenfalls schon auf den Kopf geschmiert.
      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe das Gefühl die Ärzte wissen selber nicht was sie da eigentlich machen.

      Ich habe keine Lust weiter Cortison Präparate zu nehmen, damit wird es nur vorrübergehend gut aber nicht auf die Dauer.

      Vielleicht hat der ein oder andre von euch einen guten Rat.

      LG Hotaru
    • Jazz230589
      By Jazz230589
      Hallöchen,
      ich habe mir heute obiges Produkt gekauft. Überraschenderweise wurde der Juckreiz tatsächlich sofort gelindert, nicht langfristig, aber gerade für unterwegs ist das Fluid sehr praktisch und bei weitem nicht so klebrig wie Calcipotriol! Für ein SOS also gut zu besitzen
    • ThomasS
      By ThomasS
      Hallo,
      ich bin Thomas, 64 Jahre alt aus Hamburg und wollte meine Erfahrung kundtun, in der Hoffnung, dass es weiteren Menschen hilft.
      Seit mehr als 10 Jahren leide ich an trockenen, roten, juckenden Stellen an den Knien und habe die unterschiedlichsten Therapien hinter mich gebracht mit und ohne kortisonhaltigen Salben, Tinkturen, usw. Leider hat bis Dato nicht wirklich etwas geholfen, außer Kortison, jedoch auch nur über die Dauer der Behandlung. Sobald ich es abgesetzt hatte, fing es erneut an.
      Ich habe von einem Bekannten die Empfehlung bekommen Vivadal auszuprobieren. Ich bin kein großer Freund der Traditionellen Chinesischen Medizin, jedoch dachte ich mir, eine Creme mehr oder weniger ausprobieren macht den Kohl auch nicht fett, vor allem wenn kein Kortison in der Creme ist. 
      Als ich die Creme den ersten Tag 3x dünn auf die Haut aufgetragen habe, passierte zunächst gar nichts. Am zweite Tag hatte ich dann das Gefühl, dass das Jucken geringer wurde und die Rötung auch etwas zurückgegangen ist. Nach ca einer Woche, war die Rötung komplett verschwunden und auch der Juckreiz war weg. Ich habe danach ca. noch eine Woche 1x pro Tag weitergecremt und danach aufgehört mit der Creme. Wenn ich jetzt etwas bemerke, dass es wieder anfängt leicht zu jucken, creme ich die Stelle gleich ein und bis jetzt hat es gut funktioniert. 
      Gerne werde ich über den weiteren Verlauf berichten, wie gesagt, vielleicht hilft es ja jemandem.
      Grüße,
      Thomas
       
       
    • Wiechtel21
      By Wiechtel21
      Hallo zusammen!
      Ich bin ganz frisch hier im Forum und habe mich schon ein bisschen reingelesen. Wirklich schrecklich, was einige hier durchmachen, aber umso besser, dass es solche Foren gibt um sich mit Mitleidenden auszutauschen! Sowas ist wirklich wertvoll.
      Ich habe leichte Schuppenflechte an den Ellenbogen. Unangenehm, aber auszuhalten - vor allem im Gegensatz zu dem, was ich hier in der letzten Stunde gelesen habe... Ich habe einige Cremes ausprobiert, habe aber nach ein paar Hautärzten aufgehört, zu suchen. Das was es mir einfach nicht wert. Warum bin ich dann hier, wenn es mir gar nicht so schlecht geht? Ich möchte trotzdem etwas berichten und vielleicht ein bisschen hoffnung geben. Bei mir in der Nähe gibt es ein Studienzentrum, das aktuell eine Studie zu Psoriasis durchführt. Ich nehme gerade teil, und meine Schwester, deren Freundin stark unter Schuppenflechte leidet, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass so etwas vielleicht ein Thema für ein Betroffenenforum wäre. 
      Ich musste mich erstmal reinlesen was bei einer Studie eigentlich passiert. Konzerne erforschen neue oder verbessern bestehende Medikamente, die dann in Studien auf ihre Wirksamkeit getestet werden. Also in kurz: neue Creme, neuer Versuch.
      Ich habe einfach mal teilgenommen - vor allem, weil ich schon öfters in den Öffis Werbung zu solchen Studien gesehen habe und einfach neugierig war, wie so etwas abläuft. Auch, weil ich mir natürlich Besserung für meine Schuppenflechte gewünscht habe - sie schränkt mich kaum ein, aber ohne ist natürlich trotzdem besser! Und ein bisschen Geld gab es auch. Also hab ich mich gemeldet und wurde zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Was ich gut fand: man hat mir klar gemacht, dass bis dahin alles unverbindlich ist und man auch mitten in der Studie ohne Gründe aussteigen kann. Dazu hatte ich noch keinen Grund, aber ist trotzdem immer ein gutes Gefühl, finde ich. 
      Ich trage diese neue Creme jetzt 2x täglich auf. 10 Mal muss ich ins Zentrum zur Visite kommen. Ich habe das gefühl, dass es schon besser wird, aber das kann auch genauso gut Einbildung sein. Der Juckreiz ist aber auf jeden Fall besser. Über Langzeitwirkung kann ich leider noch nichts sagen, da ich die Creme erst seit Montag nehme.
      Was ich vieleicht noch erwähnen sollte: Ich war überrascht, keine Klinik vorzufinden, sondern eher eine heimisch eingerichtete Arztpraxis. Wirklich schön.
      Ich wohne in Berlin, aber es gibt bestimmt noch andere Studienzentren in Deutschland (keine Ahnung, ob die alle so gemütlich eingerichtet sind, ich will keine Versprechungen machen!) Hier findet ihr nähere Infos zu der Studie: https://www.studien-in-berlin.de/studienuebersicht/detail/schuppenflechte/
      Hat noch jemand Erfahrungen mit Studien gemacht? Fände ich interessant zu hören!
      Viele Grüße aus der Hauptstadt,
      Wiechtel21

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