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    Was passiert, wenn die Hautkrankheit eine Berufskrankheit ist?

    Mehr als jeder dritte Verdacht auf eine Berufskrankheit hat mit der Haut zu tun. Millionen Bundesbürger haben im Job einen hellen Hautkrebs oder ein Handekzem bekommen. Doch das heißt nicht zwangsläufig, dass der Beruf aufgegeben werden muss. Darauf weisen Hautärzte der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft auf einer eigenen Internetseite hin.

    Bei uns geht es für gewöhnlich um die Schuppenflechte. Die wird noch nicht oft als Berufskrankheit anerkannt oder behandelt. Ein chronisches Handekzem aber zum Beispiel ist sehr häufig unter den Berufserkrankungen.

    In den letzten Jahren sind die Verdachtsfälle eines berufsbedingten Handekzeme ein wenig zurückgegangen. Jedoch wurden mehr Fälle von hellem Hautkrebs bei Leuten, die im Freien arbeiten, gemeldet.

    Wie das chronische Handekzem belastet

    Professor Christoph Skudlik berichtet aus seiner Erfahrung an der Universität Osnabrück:

    „Ich möchte meine roten, rissigen Hände am liebsten immer verstecken", sagt Claudia K., Altenpflegerin in der stationären Altenpflege. "Alle Kollegen und viele Patienten gucken darauf. Neulich haben mich sogar Angehörige einer Patientin angesprochen, ob ‚das’ ansteckend wäre. Außerdem schmerzen jedes Händewaschen, Händedesinfektion und Zugreifen“.

    Chronische Handekzeme kommen besonders in sogenannten Feuchtberufen vor. Sie belasten die Betroffenen erheblich. Die Lebensqualität leidet. Und: Wie sehr eine Hautkrankheit einen belasten kann, wird im Vergleich zu anderen schweren Erkrankungen unterschätzt. Das zeigen auch Studien. Speziell bei Handekzemen, die vom Beruf kommen, ist die Dunkelziffer hoch.

    Bislang meinen selbst Fachleute, dass die Prognose eines chronischen Handekzems schlecht ist. Viele denken auch, dass die Erkrankung oft unaufhaltsam ist. Die Folge: Viele Betroffene geben ihren Beruf auf. Dabei geht das anders. Es gab eine bundesweite Studie in mehreren Hautarztpraxen und in Kliniken. Daran nahmen mehr als 1000 Menschen mit einem schweren beruflichen Handekzem teil. Sie bekamen alles, was heute für sie getan werden kann: die Behandlung beim Hautarzt, Beratung von Gesundheitspädagogen, ambulante Seminare zum Hautschutz und stationäre Reha-Maßnahmen – also eine Hautkur.

    Fünf Jahre lang fragten die Forscher immer wieder nach, wie es den Betroffenen inzwischen geht. Das Ergebnis:

    • Mehr als drei Viertel konnten weiterhin arbeiten.
    • Zwei Drittel arbeiteten sogar weiterhin im ursprünglichen Beruf.
    • Nur neun Prozent hatten den ursprünglichen Beruf wegen der Hauterkrankung aufgegeben.
    • Die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen der Hauterkrankung sanken. Vor der Studie waren es durchschnittlich 34,5 Tage pro Jahr, danach nur noch 7,3 Tage.

    Und weil das überzeugende Zahlen waren, gibt es die intensivierte Betreuung bei chronischen beruflichen Handekzemen inzwischen für alle Betroffenen in der Bundesrepublik. Wer ein chronisches Handekzem hat und in einem Beruf arbeitet, der die Haut belastet, sollte zu einem Hautarzt gehen. Solche Berufe sind zum Beispiel in der Krankenpflege, in der Gastronomie, im Küchengewerbe, im Friseur- oder Bauhandwerk, in der Metallbearbeitung usw.

    Das Verfahren beim Hautarzt

    Dr. Ralph von Kiedrowski berichtet aus seiner Erfahrung als Hautarzt in Selters:

    1. Der Hautarzt schaltet die gesetzliche Unfallversicherung ein, denn die übernimmt spezielle Behandlungs- und Präventionsprogramme. Es muss jedoch nicht unbedingt der Hautarzt sein: Auch Werks- und Betriebsärzte können das sogenannte Hautarztverfahren einleiten. Sie müssen dann die zusätzlichen Bezeichnungen Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin haben.
    2. Der Arzt stellt fest, ob die Hauterkrankung durch die berufliche Tätigkeit entstanden ist, wiederaufleben oder sich verschlimmern kann. Danach erstellt er einen Hautarztbericht. Den muss der Arbeitgeber übrigens nicht zwingend bekommen. Der Hautarzt darf zur Diagnosestellung auch einen Allergietest vornehmen. Er macht dann Vorschläge zur Therapie und zu speziellen Präventionsangeboten. Die können ambulant oder stationär passieren.
    3. Meist beantragt der Hautarzt auch einen Behandlungsauftrag. Der Unfallversicherungsträger muss darüber unverzüglich entscheiden.  Wird der Behandlungsauftrag erteilt, kann die Therapie durchgeführt werden – bezahlt vom Unfallversicherungsträger und nach dessen Vorgabe. Alle zwei Monate wird ein Verlaufsbericht erstellt.

    Ein Vorteil dieses ganzen Verfahrens: Die Berufsgenossenschaft übernimmt auch die Kosten für die Behandlungspflege oder Basistherapie – im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Und: Es gibt spezielle gesundheitspädagogische Hautschutz-Schulungsprogramme von den Unfallversicherungsträgern, zum Beispiel für das Friseurgewerbe oder Pflegeberufe.

    Im Beruf bleiben, trotz Psoriasis?

    Seit 1. Januar 2021 gilt: Die Unfallversicherung darf nicht mehr fordern, vor der Anerkennung einer „berufsbedingten Hauterkrankung“ den bisherigen Beruf völlig aufzugeben (Unterlassungszwang“. Das trifft zu, wenn es möglich ist, durch Vorsorgemaßnahmen im Betrieb und Schulungen den Hautzustand zu verbessern. Dann dürfen Betroffene in dem Beruf weiterarbeiten. Die deutlich bessere Versorgung durch die Unfallversicherung ist dann trotzdem gewährleistet.

    Wenig bekannt ist, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ihren „Außenbeschäftigten“ regelmäßig anzubieten, sich auf berufsbedingten Hautkrebs untersuchen und dazu beraten zu lassen.

    Mehr Informationen

    • Es gibt eine Broschüre "Aktiv im Job" speziell für Menschen mit Psoriasis.
    • "Wann wird die Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt?" vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [lesen]

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
      Alle zwei Jahre, um den 1. Mai herum, lädt die Fachgesellschaft der Hautärzte, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), zur Tagung ein. Viele Jahre fand das in Dresden statt, dieses Jahr aber im neuen CityCube Berlin. Wir dürfen dankenswerter Weise daran teilnehmen, um Informationen weiterzugeben, die Patienten interessieren könnten.
      Keine Behandlungspausen mehr?
      Für die Psoriasis galt bisher, dass nur bei Bedarf behandelt wird. Ist der Patient mehr oder weniger erscheinungsfrei, wird der Wirkstoff abgesetzt – bis zum nächsten Schub (Intervall-Therapie). So sind die meisten Hautärzte auch bei innerlich wirkenden Stoffe vorgegangen. Nur bei Fumarsäureester und Methotrexat gab es schon immer viele Patienten, die ohne Unterbrechung behandelt wurden. Bei den Biologika hieß es von Anfang an, dass sie dauerhaft gegeben werden sollten. Skeptiker verdächtigen die Pharmafirmen, sie würden dieses Vorgehen unterstützen, um noch mehr Präparate zu verkaufen. Der Sinneswandel beruht aber auf der relativ neuen Erkenntnis, dass die Entzündung der Psoriasis weitere schwere Krankheiten fördert.
      Deshalb haben viele Referenten gefordert, Psoriasis-Patienten „lebenslang“ zu behandeln – unabhängig davon, wie schwer sie betroffen sind. Um schwere Begleiterkrankungen zu verhindern oder abzumildern, so Professor Peter Altmeyer, solle die „risikoreiche Entzündungslast im Körper gering“ gehalten werden. Professor Matthias Augustin sprach sich bei einer schweren Psoriasis gegen jede Therapie-Pause aus. Professor Kristian Reich dagegen würde prüfen, ob der Wirkstoff niedriger dosiert oder in größeren Zeitabständen gegeben werden kann, wenn ein Patient ein Jahr erscheinungsfrei ist.
      Schon 2014 wurde in München für das äußerlich wirkende Daivobet Gel eine Erhaltungs-Therapie empfohlen. Auch wenn keine Plaques mehr vorhanden sind, sollten die bekannten Stellen 2x wöchentlich weiter behandelt werden. In einer Übersichtsarbeit wird dieses Vorgehen für die Kombination Calcipotriol und dem starken Kortison Betamethason als wirkungsvoll und kostengünstig herausgestellt. „Vermutlich“, so die Autoren, wirke das Calcipotriol der Hautverdünnung durch Kortison entgegen. Da sei bisher aber noch nicht nachgewiesen.
      Professor Reich bestätigte auf Nachfrage, dass man bei äußerlich angewendetem Kortison nicht mehr völlig ausschleichen sollte, wenn der Patient erscheinungsfrei geworden ist. Inzwischen gelte auch dafür, die Dosis zu reduzieren und den Zeittakt zu verlängern, aber nicht auf Null Kortison zu setzen. Sonst komme die Psoriasis schneller wieder. Aus der Behandlung des Atopischen Ekzems (Neurodermitis) wisse man, dass  bleibender Kortison-Schäden nicht zu erwarten sind.
      Professor Altmeyer machte darauf aufmerksam, dass Biologika zwar dauerhaft eingesetzt werden, aber im Laufe der Zeit schwächer wirken würden. Niemand wisse bisher, was danach komme.
      Psoriasis fördert weitere Entzündungen
      Mandeln entfernen?
      Bisher wurde nur vermutet, dass eine Psoriasis sich verbessert, wenn die Mandeln entfernt werden. Jetzt weiß man mehr über die Zusammenhänge zwischen Mandeln und Haut. Wenn Streptokokken eine Mandelentzündung (Angina) verursachen, so wandern Linolsäuren (CLA) in die Haut, anstatt in die Leber oder die Nieren. Bei einem Drittel der Psoriatiker verschlechtert sich daraufhin der Hautzustand.
      Professor Ulrich Mrowietz wies auf eine aufwendige Untersuchung aus Island hin. Bei 70 Prozent der Psoriasis-Patienten verbesserte sich der PASI nach zwei Monaten deutlich, nach dem die Mandeln herausgenommen wurden. Bei niemanden wurde sie durch die Operation schlimmer. Das entspricht auch den Erfahrungsberichten in der Psoriasis-Community. In Südost-Asien sei das die erste Maßnahme bei der pustulösen Form an Händen und Füßen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Professor Mrowietz meinte, HNO-Ärzte würden bei Erwachsenen nicht gerne die Mandeln entfernen. Vermutlich seien ihnen die Zusammenhänge zur Psoriasis noch nicht so bekannt. Vielleicht hilft ein Hinweis auf die Doktorarbeit einer HNO-Ärztin aus Aschersleben?
      Zahnfleisch-Entzündung behandeln?
      Es ist schon seit 1820 bekannt, dass Zahnfleisch-Entzündungen (Parodontitis) und Rheumatoide Arthritis miteinander zusammenhängen. Für die Psoriasis wird das erst seit einigen Jahren vermutet. Professor Mrowietz erklärte, dass sich bei der Parodontitis die gleichen Entzündungsparameter zeigen, wie bei der Psoriasis. Beide würden sich gegenseitig verstärken („triggern“). Die Entzündung finde in einer „hoch aktiven Zone mit kompetenten Immunsystem“ statt. Ihre schwere Form führe zu Knochenabbau und Zahnverlust.
      Psoriasis komme bei Patienten mit Parodontitis häufiger vor, als in der Normalbevölkerung. Auch umgekehrt konnte gezeigt werden, dass Psoriatiker eher gefährdet sind, daran zu erkranken. Raucher und Übergewichtige hätten ein zusätzliches Risiko.
      Viele merken nicht, dass sie eine Zahnfleisch-Entzündung haben. Typische Symptome fallen erst auf, wenn sie dauerhaft auftreten. Die Diagnose erfordert meist eine aufwendige Untersuchung mit einer Sonde. Wie bei anderen Begleiterkrankungen kann vermutet werden, dass eine Behandlung der Parodontitis auch die Psoriasis verbessert – und umgekehrt.
      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Den Arzttermin gibt es nur selten zur gewünschten Zeit. Für Werktätige kann das ein Problem sein.
      Generell ist das Fernbleiben von der Arbeit wegen eines Arztbesuchs nur erlaubt, wenn die Beschäftigung für den Arbeitnehmer unzumutbar ist. Das betont Jobst-Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins.
      Ein Arbeitnehmer kann sich zum Beispiel bei akuten Beschwerden freistellen lassen oder wenn bei längerem Warten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes droht. Ansonsten muss er dem Experten zufolge versuchen, einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten zu bekommen. Ist das nicht möglich, sollte er seine Abwesenheit so kurz wie möglich halten. "Für Arbeitnehmer ist es ratsam, sich vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Termin während der Arbeitszeit wahrgenommen werden musste", rät Bauer.
      Eine Freistellung könne der Beschäftigte auch dann verlangen, wenn sein Arzt nur wenige freie Termine hat und nicht bereit ist, eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vorzunehmen. Der Arbeitgeber dürfe in einem solchen Fall nicht auf einem Arztwechsel bestehen.
      "Die Wahl des Arztes ist Vertrauenssache und hat Vorrang vor den Interessen des Arbeitgebers. Wichtig ist jedoch, dass der Arbeitnehmer sich vor dem Termin vom Arbeitgeber eine entsprechende Erlaubnis holt", sagt der Rechtsanwalt.
      Auch für Vorsorge- und Routineuntersuchungen gibt es demnach eine Befreiungsmöglichkeit, obwohl hier keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hat allerdings eine solche Untersuchung Zeit, bis zum Beispiel ein wichtiges Firmenprojekt fertiggestellt ist, ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, solange zu warten, wie Bauer betont. Hier gilt es zudem ebenfalls, möglichst einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten auszumachen.
      Solange für den Arbeitnehmer der Arztbesuch während der Arbeitszeit unumgänglich ist, verhält er sich vertragsgerecht. Der Arbeitgeber kann ihn daher nicht abmahnen. Die Möglichkeit, ohne Lohnverluste zum Arzt zu gehen, ist allerdings nicht unbegrenzt. "In manchen Tarifverträgen ist die bezahlte Abwesenheit ausdrücklich auf einige Stunden pro Monat beschränkt", sagt der Experte. Ist der Arbeitnehmer hingegen so krank, dass er arbeitsunfähig ist, erhält er ohnehin Lohnfortzahlung.
      Quelle: ddp, 20.02.2004
    • Jeny
      By Jeny
      Guten Abend alle zusammen 🙂
      Ich wollt mal fragen wie ihr das so handhabt mit dem Arbeiten und den Arztterminen?
      Bei uns im Geschäft ist es so das ich die Termine nur auf die Freizeit legen kann; dass heisst mir wird die Zeit abgezogen in der ich zb. beim Blut abnehmen bin, oder ich muss mir halt nen Tag Urlaub nehmen wenn´s länger dauert!
      Ich hatte auch schonmal ein Attest vom Hautarzt mitgebracht; da ich mir keinen Urlaub für den Tag nehmen konnte und blöderweise auch noch Frühschicht hatte!
      Das Attest für die Stunde die ich weg war wurde leider nicht akzeptiert... da ich die Termine ja nicht auf die Arbeitszeiten legen soll... Toll, wenn man dringend nochmal ein Blutbild machen soll... was hätt ich den tun sollen!?!
      Zudem ist es jetzt halt so das ich immer in die Dermatologie nach Ulm gehe zum Blut nehmen und wegen meinen Rezepten für´s Enbrel (meinem Hautarzt wars zu teuer...), ja, und nach Ulm sinds gute 50km... das heisst das ich mit "nur" Blut nehmen ca. 2 Stunden unterwegs bin!
      Meistens will sich der Arzt dann ja aber noch die Haut angucken und die Wartezeiten sind dort manchmal echt übel lang...
      Ich leg die Termine schon immer nach möglichkeit auf meine Spätschicht, d. h. das ich erst um 11Uhr anfangen muss zu arbeiten... komme trotzdem immer zu spät und mir wird dann die Zeit abgezogen!
      Diese Woche war ich wieder mal (gute 3 Stunden warten müssen...erst um dreiviertel 12 ins Geschäft gekommen) ja, und heute hat die Ärztin angerufen das mein Blut nicht stimmt und im Urin Eiweiss ist, was auch immer das heissen mag! Naja, ich muss jetzt nächste Woche nochmal hin zum Blut nehmen, da hab ich aber frühschicht! D.h. ich muss mir nen Tag Urlaub nehmen um nicht an den Minusstunden zu ersticken!
      Gibts da nicht ne Sonderregelung oder ne Art Krankmeldung die ich mir von der Uni Klinik austellen lassen kann?
      Immerhin ist es ja doch ne heikle Angelegenheit mit dene Biologics, und die überprüfung und untersuchung ist ja schon wichtig!!!
      Wie regelt ihr das?
      Nehmt ihr euch immer Urlaub?
      Will meinen ganzen Urlaub eigentlich nicht für Blutabnehmen und Arztbesuche verplempern....
      LG
      JEnny
    • PseudoTom
      By PseudoTom
      Hallo zusammen,
      ich war hier Jahre nicht aktiv und hatte eigentlich auch keine Beschwerden oder Probleme (zum Glück), doch nun würde ich mich sehr über eure Hilfe, Tipps und Unterstützung freuen.
      Ich fasse kurz zusammen: Ich bin 53 Jahre jung und habe seit 2013 Psoriasis Arthritis, nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich gut damit leben und arbeiten. Habe auch einen GdB 50 seit 2015.
      Ich bin dann 2015 umgezogen und habe somit auch meinen Rheumatologen wechseln müssen. Schleichend wurden dann Kortison Tabletten und ähnliches abgesetzt. Alles gut.......bis auf die letzten, sagen wir 2 Jahre. Beruflich muss ich sagen, habe ich als Klempner einen wirklich schweren Beruf, überwiegend kniend und körperlich sehr anstrengend. Es häufen sich also die Krankmeldungen und richtig schlimm ist es nun dieses Jahr und die letzten 6 Monate. Brennen in den Gelenken (Handgelenk, Schulter und Ellenbogen ), beide Knie wurden bzw. werden operiert wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung), ich komme mir eben vor wie ein alter Mann. Übrigens habe ich seit Februar ständig Tinitus, was mich wahnsinnig macht und bisher niemand erklären konnte. Und das Ganze hat sich eigentlich erst seit meinem Umzug so entwickelt, was auch mit dem neuen Job zu tun hat, der mir einfach immer schwerer fällt. 
      Naja, derzeit bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und mein Chef sagte mir, ich solle mir langsam etwas anderes suchen oder Ausschau halten, weil die Belastung einfach zu groß ist, da sind wir einig. 
      Meine Rheuma Tante hat nun  mit mir einen Reha Antrag gestellt, hoffe das wird genehmigt und hilft mir. Meine erste und letzte Reha ist 7 Jahre her. Mich beschäftigt, mehr als meine Gesundheit, wie geht weiter, beruflich und finanziell. Was kann ich tun, mit stehen nun noch die Reha und meine 2. Knie OP bevor, die kommen Anfang 2021 auf mich zu. Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss? 
      Danke für eure Zeit und eventuelle Antworten 
    • Xeminio
      By Xeminio
      Hallo zusammen,
      Ich bin noch ganz neu hier wollte aber mal nach Erfahrungen fragen.
      Und zwar geht es im speziellen um Probleme mit Cosentyx und der Arbeit in medizinischen/pflegerischen Einrichtungen (z.b. Krankenhaus oder Pflegeheim).
      Ich bin momentan am überlegen in den Bereich der Medizintechnik zu wechseln, müsste dafür aber öfter in o.g. Einrichtungen.
      Meine Frau hat jetzt etwas Angst, da ich durch Cosentyx ja anfälliger für Infekte bin (gerade in Zeiten von Corona ist das ja nicht so lustig....).
       
      Danke schonmal für jede Info/Anregung die ihr für mich habt.

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