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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/16/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Kasse will ein offenes H&#xF6;rger&#xE4;t nicht zahlen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pso-hoergeraet/</link><description><![CDATA[
<p>
	Im Postkasten des Psoriasis-Netzes landete die Frage eines Lesers. Weil diese gar nicht so selten auftreten dürfte, beantworten wir sie öffentlich:
</p>

<p>
	<b>Frage:</b> <i>Ich soll demnächst ein Hörgerät bekommen. Weil ich aber Schuppenflechte in den Ohren habe, will ich nur ein offenes Hörgerät haben und keines, das man in den Ohrmuscheln selbst tragen muss. Dieses Hörgerät-Modell ist aber teurer, als die Standardausführung. Zahlt die Krankenkasse mir mehr zu, wenn ich das teuere Gerät nehmen muss?</i>
</p>

<p>
	<b>Antwort</b>: Grundsätzlich gilt: Wenn Sie aus medizinischen Gründen ein teueres, außen anliegendes Hörgerät benötigen, als normalerweise üblich und Sie deshalb von der Krankenkasse fordern, Ihnen diese Mehrkosten zu erstatten, müssten Sie ein entsprechendes ärztlichen Attest vorlegen.
</p>

<p>
	Ihr Arzt müsste Ihnen attestieren, dass Sie eine ausgeprägte Psoriasis in der Ohrmuschel haben. Ein handelsübliches Hörgerät würde die Psoriasis-Stellen reizen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich die Plaques in Ihrem Ohr deutlich verschlimmern ("Köbner-Effekt"). Außerdem ist davon auszugehen, dass sie wegen des starken Juckreizes im Ohr ständig ihr Hörgerät in der Ohrmuschel berühren und dessen Lage verändern. Dadurch wird der Effekt des Gerätes, nämlich die Hörfähigkeit zu verbessern, vermindert oder sogar völlig ausgeschaltet.
</p>

<p>
	Auf jeden Fall sollten Sie mit dem Hörgeräte-Akustiker, bei dem Sie das Gerät kaufen wollen, darüber sprechen. Der weiß eigentlich am allerbesten, was die Kassen in welchem Fall erstatten und wie Sie gegenüber der Krankenkasse argumentieren müssen, damit diese die Mehrkosten übernimmt.
</p>

<p>
	Wenn das nicht ausreicht, sollten sich eine Beratungsstelle suchen, die Ihnen sagt, welche Kosten die Krankenkasse übernehmen muss. Das macht entweder die Verbraucherzentrale in Ihrer Region oder aber einer der Sozialverbände. Bei den Sozialverbänden ist die Erstberatung stets kostenlos.
</p>

<p>
	<b>Deine Erfahrung?</b> Hast du ein Hörgerät und Schuppenflechte im Ohr? Wie kommst du mit der Kombination zurecht? Teile deine Erfahrungen doch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">in unserem Forum</a> mit.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">125</guid><pubDate>Sat, 03 Sep 2005 12:08:00 +0000</pubDate></item><item><title>Frauen mit Psoriasis haben oft Fibromyalgie, ohne es zu wissen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fibromyalgie/</link><description><![CDATA[
<p>Fibromyalgie ist ein Rheuma, bei dem nicht die Gelenke, sondern Bindegewebe, Sehnen und Bänder betroffen sind ("Weichteil-Rheumatismus"). Die Betroffenen haben starke Schmerzen im Bereich von Sehnen und Muskeln. Anfangs nur an wenigen Punkten, breiten sich die Schmerzen im Laufe der Jahre aus und werden chronisch. Von der Krankheit sind mehr Frauen als Männer betroffen.</p><p>Fibromyalgie tritt meist um das 35. Lebensjahr auf, in Einzelfällen aber auch bei Jugendlichen. Viele Betroffene wurden teilweise jahrelang falsch oder gar nicht behandelt, weil Fibromyalgie bei vielen Ärzten immer noch ein wenig bekanntes Krankheitsbild ist – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie" rel="external">Einzelheiten hier</a>.</p><p>Fibromyalgie und ihr ähnliche Symptome sind vor allem bei weiblichen Psoriasis-Patienten relativ häufig. Das wurde in einer Studie am Dermatology OMNIA Medical Center in Strommen (Norwegen) festgestellt. Zwischen 1997 und 2000 wurden 1269 Psoriatiker nach Symptomen im Bewegungsapparat befragt. Insgesamt bestätigten 335 der 1269 Patienten solche Anzeichen.Bei den Frauen waren es 33 Prozent, bei den Männern 18,5 Prozent.</p><h4>Fibromyalgie und Psoriasis – manchmal ein Paar</h4>Von den befragten Frauen hatten 13 Prozent ganz eindeutig typische Anzeichen für eine Fibromyalgie. Weitere 14,1 Prozent hatten ausgedehnte Schmerzen, die aber nicht eindeutig als Fibromyalgie erkannt werden konnten.<p>Bezieht man die Männer mit ein, so litten 8,3 Prozent aller Befragten an Fibromyalgie und weitere 9 Prozent an ausgedehnten, chronischen Schmerzen des Bewegungsapparats. 105 der Befragten waren eindeutig an Fibromyalgie erkrankt. Für fast die Hälfte (51) war diese Diagnose neu. Über ein Drittel (35) dieser an Fibromyalgie Erkrankten wussten nicht, dass sie außerdem Psoriasis haben.</p><p><i>Quelle: Taylor and Francis Online-Journals</i></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">154</guid><pubDate>Thu, 28 Jul 2005 05:05:48 +0000</pubDate></item><item><title>Woran erkenne ich einen guten Arzt?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/guten-arzt-finden/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Ein guter Arzt ist gerade für Patienten mit chronischen Erkrankungen wichtig.</p><p></p><p>Aber: Woran erkenne ich eine gute Arztpraxis?</p><p></p><p>Das Patientenforum - ein Zusammenschluss großer Selbsthilfedachverbände sowie der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung - hat eine Broschüre zu Qualitätskriterien zusammengestellt. Sie soll Patienten dabei helfen, einen guten Arzt auszuwählen.</p><p></p><p>Jeder Patient setzt andere Schwerpunkte. Die zusammengestellten Qualitätskriterien zeigen, welche Standards für Ärzte und Praxen üblich sind und auch eingefordert werden können.</p><p></p><p><b>Die Checkliste im Überblick</b></p><p></p><ul><li>Nimmt der Arzt mich und mein spezielles gesundheitliches Problem ernst?</li><li>Erhalte ich eine umfassende und verständliche Aufklärung?</li><li>Erhalte ich von meinem Arzt weiterführendes Informationsmaterial und Informationen über Hilfsangebote?</li><li>Kann ich gemeinsam mit meinem Arzt über die Art meiner Behandlung entscheiden, bzw. unterstützt mein Arzt mich darin eine Entscheidung zur Behandlung treffen zu können?</li><li>Werde ich von Arzt und Praxispersonal freundlich und respektvoll behandelt?</li><li>Erhalte ich ohne Probleme Zugang zu meinen Patientenunterlagen?</li><li>Akzeptiert mein Arzt, dass ich im Zweifelsfall eine zweite Meinung einholen möchte?</li><li>Wird in der Praxis meine Intimsphäre gewahrt?</li><li>Wird in der Praxis der Schutz meiner persönlichen Daten gewahrt?</li><li>Bietet mein Arzt eine Praxisorganisation, die mir den Arztbesuch erleichtert?</li><li>Sind Qualitätsmaßnahmen in der Praxis meines Arztes für mich als Patient erkennbar?</li></ul><p></p><p><b>Weiterlesen</b></p><p></p><ul><li><a href="https://www.patienten-information.de/checklisten/arztcheckliste" rel="external nofollow">Ausführliche und erläuterte Checkliste</a></li></ul><p></p><p><i>cws</i></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">74</guid><pubDate>Thu, 07 Jul 2005 11:03:17 +0000</pubDate></item><item><title>R&#xF6;ntgen&#xE4;rzte k&#xF6;nnen Arthritis k&#xFC;nftig fr&#xFC;her erkennen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritis-erkennen/</link><description><![CDATA[<p> 		Wer wissen will, ob seine Gelenkprobleme mit Rheuma oder einer Psoriasis arthritis zusammenhängen, muss zwangsläufig zum Radiologen. Doch auch der kann nicht immer auf einem Röntgenbild erkennen, was den Patienten schmerzt. Nun legen die Ärzte deshalb nicht die Hände in den Schoß und sagen "geht nicht", nein, sie suchen nach neuen Möglichkeiten - wie die Wissenschaftler der Uni in Jena.</p> 	<p> 		Sie haben sich Kollegen eingeladen, denen sie am 17. und 18. Juni 2005 ihr Wissen zeigen. Mit einer Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) und winzigen magnetischen Nanopartikeln wollen sie künftig besser und vor allem früher erkennen, ob es Rheuma ist. Auch in Sachen Krebs werden diese Verfahren angewendet.</p> 	<p> 		Die Magnetresonanz-Methoden benötigen für ihre Arbeit lediglich die Unterstützung durch Kontrastmittel - Flüssigkeiten, die sich in erkrankten Zellen anreichern und diese so hervorheben, also "markieren". Für den Körper ist das Kontrastmittel dabei unschädlich. Doch durch die Diagnostik anhand von "Krankheits-Markern" kann beispielsweise Arthritis schon in einem Frühstadium identifiziert werden. Die Jenaer Radiologen haben dafür ein spezielles Kontrastmittel entwickelt, mit dessen Hilfe so genannte Makrophagen (Fresszellen) markiert werden, die die an Arthritis erkrankten Knochen und Knorpel besiedeln.</p> 	<p> 		Durch Messung der markierten Makrophagen können nun Krankheitsprozesse erheblich früher als mit bisherigen Verfahren mit hoher Sicherheit dargestellt werden. Auch Krebszellen lassen sich mithilfe der molekularen Bildgebung früher erkennen und besser behandeln. So haben die Jenaer auch einen bei Brustkrebs aktiven Antikörper gefunden, aus dessen Vorhandensein sich bereits in einem frühen Stadium auf eine besonders aggressive Brust-Tumor-Art schließen lässt, die auch eine frühzeitig verstärkte Therapie erfordert.</p> 	<p> 		<i>Quelle: Uni Jena, 13. Juni 2005</i></p> ]]></description><guid isPermaLink="false">153</guid><pubDate>Mon, 13 Jun 2005 06:51:26 +0000</pubDate></item><item><title>Private Krankenkasse muss Akupunktur nicht zahlen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/private-akupunktur/</link><description><![CDATA[<p>
	Private Krankenversicherungen müssen nicht jede Behandlungsmethode bezahlen. Das musste ein Versicherter vor dem Amtsgericht Dortmund erkennen. Das Gericht berief sich auf die Ausführungen eines Sachverständigen, wonach die Körperakupunktur für die Behandlung der Neurodermitis in der wissenschaftlichen Literatur nicht als Therapieoption genannt werde. Auch die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung von Asthma durch Akupunktur verneinte das Gericht. (Aktenzeichen 130 C 9312/03 )
</p>

<p>
	Es stützte sich dabei ebenfalls auf die Ausführungen des Sachverständigen, wonach in der Literatur eine Heilung von Asthma durch Akupunktur nicht bekannt sei. Jedenfalls dann, wenn die schulmedizinische Behandlung noch nicht erfolglos angewendet wurde, kann die Akupunktur zur Behandlung von Asthma nicht als medizinisch notwendig im Sinne der Versicherungsbedingungen angesehen werden, so das Gericht. Damit musste die Versicherung beide Behandlungen nicht zahlen.
</p>

<p>
	Auf eine solche Argumentation können sich Krankenkassen aller Coleur immer wieder stützen: Was nicht in Studien wissenschaftlich bewiesen wurde, müssen sie nicht zahlen. Oder: Bevor eine alternative Methode zur Anwendung kommt, müssen erst die schulmedizinischen Wege erfolglos ausgeschöpft sein.
</p>

<p>
	<i>Quelle: ddp, April 2005</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">123</guid><pubDate>Sun, 29 May 2005 07:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Rheuma und Arbeit &#x2013; wo ist das Problem? Und wo die L&#xF6;sung?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rheuma-arbeit-beruf/</link><description><![CDATA[<p>
	Entzündliche Rheuma-Formen wie die Schuppenflechte der Gelenke (<span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span>) zählen zu den besonders belastenden chronischen Erkrankungen. Die Patienten sind zum Teil noch jung, und sie haben nicht mir mit den Schmerzen und der fehlenden Beweglichkeit zu kämpfen - ihnen droht auch der Verlust des Arbeitsplatzes. Das hat weit reichende Konsequenzen. Unter der Leitung von Professor Wilfried Mau von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurden Rheumatiker zum Thema Beschäftigung befragt.
</p>

<p>
	Professor Mau ist Chef des Instituts für Rehabilitationsmedizin. Die Analyse unter Rheumatikern entstand in einer Kooperation mit dem Deutschen Rheumaforschungszentrum in Berlin.
</p>

<p>
	In einer der weltweit größten fachrheumatologischen Dokumentationen wurden die anonymen Angaben von 7.600 Patienten aus den neuen Bundesländern und zirka 36.000 Patienten aus den alten Ländern ausgewertet.
</p>

<ul>
	<li>
		Besonders dramatisch: In den neuen Bundesländern sind es zehn Prozent weniger als in den alten Bundesländern, die arbeiten können (oder Arbeit haben) – und das schon in den ersten fünf Jahren der Krankheit. Nach zehn Jahren sind es sogar 32 Prozent.
	</li>
	<li>
		Bei Frauen mit einer mindestens 10 Jahre bestehenden rheumatoiden Arthritis ist die Erwerbstätigkeit in den alten Bundesländern um 43 % und in den neuen Ländern um 47 Prozent gegenüber den gesunden Mitbürgerinnen vermindert.
	</li>
	<li>
		Bei Patienten mit einer Bechterewschen Erkrankung nach mehr als 10 Jahren Krankheitsdauer kam es in den alten Ländern zu einer gegenüber der Bevölkerung um 11 % verminderten Erwerbstätigkeit bzw. zu einer 18-prozentigen Reduktion in den neuen Ländern.
	</li>
</ul>

<p>
	Viele Rheuma-Patienten wollen trotz ihrer Beschwerden weiter im Berufsleben stehen. Um die gleichen Arbeitsleistungen wie ihre gesunden Kollegen erbringen zu können, können sie mit Reha-Maßnahmen unterstützt werden. Oft aber wissen dies anscheinend weder Patienten noch Arbeitgeber.
</p>

<p>
	Es käme zu weit weniger Arbeitsausfällen, wenn die viel zu wenig genutzte Erleichterung des Arbeitsweges oder eine Anpassung des Arbeitsplatzes bzw. der Arbeitsbedingungen realisiert würden.
</p>

<p>
	Ein Beispiel: Wenn der Arbeitnehmer mit Rheuma sich die Arbeit selbst einteilen könnte, wäre er erheblich leistungsfähiger. Morgens, wenn die Gelenke oder die Wirbelsäule noch steif sind und er erst einmal "in die Gänge kommen" muss, könnte er kürzer treten, dafür aber später am Tag seine Arbeit erledigen.
</p>

<p>
	Günstig sind auch wechselnde, wenig belastende Bewegungsabläufe und das Vermeiden von körperlichen Zwangshaltungen. Auch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes – beispielsweise mit Hebehilfen oder speziellen Arbeitsstühlen – ist mit Finanzierung der Rentenversicherung oder anderer Stellen oft eine wesentliche Hilfe.
</p>

<p>
	Der Arbeitgeber hat davon auch etwas: Fehlzeiten werden reduziert oder vermieden. Erfahrene Arbeitnehmer können auf diese Weise im Betrieb gehalten werden. Auch für die Betroffenen ist der bleibende Kontakt zu den Arbeitskollegen meist eine bedeutende Einbindung in das soziale Leben, das im Freizeitbereich von der Erkrankung häufig schon eingeschränkt ist - bis hin zur weitgehenden Isolation.
</p>

<p>
	Viele Patienten scheuen sich gerade wegen der Arbeitsmarktlage, einen solchen Antrag zu stellen. Das zeigte eine Untersuchung der Arbeitsgruppe aus Halle, die im Jahr 2004 veröffentlicht wurde.
</p>

<p>
	Wenn weder die medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen noch die Arbeitsplatzanpassungen ausreichen, ist oft eine Umschulung sinnvoll. Weniger als zehn Prozent der Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis machen aber von so genannten <i>Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben</i> Gebrauch. Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger hat für das Jahr 2003 eine Rechnung aufgemacht. Das Ergebnis: Die Hälfte der Menschen, die wegen entzündlicher Gelenkerkrankungen in die Frühverrentung gingen, hatte in den fünf Jahren zuvor keine Reha-Maßnahme bekommen.
</p>

<p>
	Dabei hat nach Sozialgesetzbuch 9 die Rehabilitation Vorrang vor Rente. Betroffene oder Angehörige können einen Reha-Fachberater der Renten- oder der Krankenversicherung zu Rate ziehen, um auszuloten, wie die Möglichkeiten zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Erwerbstätigkeit sind. Wer ganz hoch stapeln will: Das Recht auf Arbeit (Artikel 23 der UN-Menschenrechtserklärung) ist insbesondere für Rheuma-Patienten als eine große Gruppe unter den chronisch Kranken noch schwerer durchzusetzen als für gesunde Mitbürger.
</p>

<p>
	<i>Quellen:</i>
</p>

<ul>
	<li>
		Journal of Rheumatology, April 2005
	</li>
	<li>
		<i>Pressemitteilung der Martin-Luther-Universität, Mai 2005</i>
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">213</guid><pubDate>Sun, 29 May 2005 06:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Arzt muss &#xFC;ber Alternativen aufkl&#xE4;ren</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arzt-alternativen-mu/</link><description><![CDATA[<p>Ärzte müssen ihre Patienten über Alternativen der Behandlung aufklären und ihnen die Wahl einer Therapiemethode ermöglichen. Das entschied der Bundesgerichtshof.</p><p>Kommt der Arzt dieser zusätzlichen Aufklärungspflicht nicht nach, haftet er für die Folgen der Behandlung, entschieden die Richter. Im entschiedenen Fall war das gebrochene und eingegipste Handgelenk einer Patienten nicht wie erhofft zusammengewachsen, sondern mit einer Fehlstellung verheilt. Die Frau hatte den Arzt daraufhin verklagt, weil er ihr nicht mitgeteilt hatte, dass der Bruch auch durch erneutes Richten oder durch eine Operation hätte behandelt werden können, um die drohende Fehlstellung zu vermeiden. (Aktenzeichen VI ZR 313/03)</p>]]></description><guid isPermaLink="false">61</guid><pubDate>Sun, 15 May 2005 02:29:49 +0000</pubDate></item><item><title>"Ich bin eigentlich ein Optimist..."</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ich-bin-eigentlich-ein-optimist/</link><description><![CDATA[<p>
	Sisa ist eigentlich immer gut drauf - eigentlich. Aber: Sie hat Schmerzen. Sie sucht Gleichgesinnte zum Reden. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr Schuppenflechte. Vor Jahren (nach der Geburt meines 2. Kindes) hat man bei mir Psoriasis-Arthritis in den Kreuzdarmbeingelenken festgestellt. Seitdem habe ich schon alles mögliche ausprobiert. Rheumamittel, die überhaupt nicht angeschlagen haben. Dann zum Schluss <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr>. Einmal die Woche bekam ich 15 mg gespritzt. Ging fast 1 Jahr gut. Dann bekam ich aufgrund des <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr> eine CMV-Infektion mit Begleit-Hepatitis. Meine Blutwerte waren im Keller und ich war sehr stark immunsuppremiert. Lag lange Zeit im Krankenhaus. Dann bekam ich eine Harnwegsinfektion nach der nächsten, Fieberschübe, sehr stark vergrößerte Milz, hohe Leberwerte, etc. Das <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr> musste abgesetzt werden.
</p>

<p>
	Dann gingen die Schübe der Arthritis wieder los. Schmerzen ohne Ende. Habe mich irgendwie mit Schmerzmittel über Wasser gehalten. Tramadol habe ich jetzt zum Schluss genommen, musste ich aber immer erbrechen, was auch ganz toll war.
</p>

<p>
	Ja, ich bin im Moment sehr frustriert. War heute beim Rheumatologen. Er hat mir gesagt, dass meine Knochen schon sehr stark zerstört wären. Er gab mir eine Cortison-Spritze, wir wollen es mit <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr> auch wieder versuchen.
</p>

<p>
	Die Cortison-Spritze hat bei mir komischerweise gerade das Gegenteil bewirkt. Ich habe Schmerzen ohne Ende und kann kaum laufen, geschweige denn sitzen oder liegen.
</p>

<p>
	Ich habe das Gefühl, dass im Moment alles schief läuft in meinem Leben, und ich wäre sehr dankbar, mit jemandem Gleichgesinnten reden zu können.
</p>

<p>
	Ich bin eigentlich ein Optimist, habe sehr viel Humor und bin immer gut drauf. Die Menschen in meiner Umgebung wissen gar net, wie schlecht mirs manchmal geht. Ich versuche einfach, das Beste daraus zu machen und mit dieser Krankheit zu leben.
</p>

<p>
	Gruß Sisa
</p>

<p>
	(Mai 2003)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">760</guid><pubDate>Mon, 18 Apr 2005 08:47:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit dem Laser l&#xE4;ngs durch die Arthritis-Finger</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritislaser/</link><description><![CDATA[<p>Rheumatische Entzündungen der Gelenke (rheumatoide Arthritis) zerstören Knorpel und Knochen der Gelenke, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und mit modernen Medikamenten behandelt wird. Meistens sind zuerst die Fingergelenke betroffen. Standarduntersuchungen übersehen häufig gerade die frühen Stadien der Entzündungen.</p><p>Ein schnelles und präzises Laser-Untersuchungsverfahren ohne Strahlenbelastung mit dem Namen SLOT ("Sagittal Laser Optical Tomography", engl. für "optischer Laser-Längsschnitt") bietet Rheumatologen künftig die Chance, Arthritis früher zu erkennen und Behandlungen genauer zu beurteilen. Ein internationales Wissenschaftler-Team, zusammengewürfelt aus dem von der Universität Göttingen, der Charité Berlin und der Columbia University in New York (USA), hat einen Prototyp des SLOT-Systems entwickelt. Dieses soll nun zu einem Gerät weiter entwickelt werden, das in jeder rheumatologischen Praxis einsetzbar ist.</p><p>Die Forscher haben dafür ein Forschungsstipendium des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) erhalten. Es ist mit zwei Millionen Dollar dotiert und international hoch angesehen. Die Uni Göttingen erhält innerhalb von vier Jahren 324.000 US-Dollar für die medizinischen Untersuchungen an 100 Patienten. Sie werden von Dr. Alexander Scheel aus der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie und Direktor Prof. Dr. Gerhard Anton Müller untersucht.</p><p>Physiker um Prof. Dr. Jürgen Beuthan entwickeln in Berlin das Gerät weiter. Medizin-Ingenieur Professor Andreas H. Hielscher optimiert in den USA die Datenverarbeitung.</p><p>Grundlage für das Stipendium des NIH war eine klinische Studie, bei der die Wissenschaftler wiederholt kleine Fingergelenke von 13 Patienten untersuchten, die an rheumatoider Arthritis unterschiedlichen Schweregrades litten. Die Wissenschaftler verglichen die Ergebnisse der SLOT-Methode mit der Ultraschall- und der klinischen Untersuchung der Fingergelenke. Die Ergebnisse erschienen in der Februar-Ausgabe 2005 der Fachzeitschrift "Annals of the Rheumatic Diseases".</p><p>Das SLOT-System erfasste Entzündungen in frühen Stadien mit einer Genauigkeit, die bereits jetzt mit der Ultraschalluntersuchung vergleichbar ist. Gegenüber der Ultraschalluntersuchung ist das SLOT-System schneller und erfordert weniger Erfahrung des Arztes bei der Untersuchung. Die neue Studie wird das SLOT-System auch mit der Magnetresonanztomografie (MRT) vergleichen - einer präzisen, aber aufwändigen Methode, die meist nur in größeren Kliniken zur Verfügung steht.</p><p>Das "Sagittal Laser Optical Tomography" (SLOT)-Gerät ist aus einem Diodenlaser und einem Detektor aufgebaut. Ein Laser durchleuchtet von oben punktförmig das Fingergelenk des Patienten, während unten eine Fotodiode die Strahlen auffängt. Beide Komponenten sind unabhängig von einander bewegbar. Die Daten werden von einem Computer zu einem Schnittbild verrechnet, das die Wissenschaftler in ihrer Studie nach sieben Kriterien auswerteten.</p><p>"Der derzeit verwendete Prototyp des SLOT-Gerätes in Göttingen braucht etwa drei Minuten für die Untersuchung eines Fingergelenkes. Die Verrechnung der Daten zu einem Schnittbild des Fingers durch einen Großrechner in den USA dauert weitere drei Stunden. Wir wollen das Verfahren mit weiteren Lasern und Detektoren ergänzen und mit einer schnelleren Datenverarbeitung die Untersuchungszeit auf unter eine Minute senken. Damit könnten wir ein handliches Gerät für die rheumatologische Praxis schaffen, das die Ultraschalluntersuchung wertvoll ergänzen kann", sagt Dr. Alexander Scheel. <em>idw/cl</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">152</guid><pubDate>Wed, 06 Apr 2005 06:01:25 +0000</pubDate></item><item><title>Die Schuppenflechte kam &#xFC;ber Nacht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-schuppenflechte-kam-ueber-nacht/</link><description><![CDATA[<p>
	Kathi war Tanzen. Über Nacht kamen die roten Punkte. "Seit dieser Nacht bin ich ein Schuppi." Eine Kortisoncreme, Salz vom Toten Meer und eine sehr fettige Creme helfen ihr. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Liebe Schuppenfreunde/feinde!
</p>

<p>
	Ich bin 22 Jahre alt und heiße Kathi. Ich bin seit ungefähr 4 Jahren geplagt von Psoriasis. Das erste Mal, als es ausbrach, hab ich bei einer Freundin übernachtet. Wir sind am Abend fortgegangen und haben ordentlich auf den Putz gehauen. Wir haben etliches getrunken und viel getanzt.
</p>

<p>
	Als wir dann im Morgengrauen aufgestanden sind, hatte ich an den Beinen und an den Ellenbogen fürchterliche rote juckende Punkte. Und seit dieser Nacht bin ich ein Schuppi.
</p>

<p>
	Ich habe schon etliche Cremen ausprobiert und bin nun bei einer kortisonhaltigen Creme gelandet, die "Pevione Salbe" heißt. Ich weiß, dass Kortison nicht gerade so toll ist, aber ich halte meine Schuppen damit auf, größer zu werden.
</p>

<p>
	Ich bade außerdem zwei- bis dreimal die Woche mit Toten Meer Badesalz und Kamillenextrakten. Und ich creme mich jeden Tag morgens und abends mit einer sehr fettigen Creme von DM (eine Drogeriekette) ein.
</p>

<p>
	Ich vermeide nun alles, was mit Alkohol zu tun hat, und versuche einmal die Woche ins Solarium zu gehen, was jedoch sehr teuer wird.
</p>

<p>
	Jetzt im Sommer sind die Schuppen ein wenig besser, aber weg gehen sie nicht. Leider - schön wäre es!
</p>

<p>
	Ich habe bemerkt: Wenn ich Urlaub habe, werden die Schuppen auch besser. Vielleicht kommen sie auch stressbedingt bei mir.
</p>

<p>
	Ich hoffe, dass sie vielleicht doch irgendwann mal fast weg sind. Das wäre ein Traum von mir! *smile* Träumen darf man doch oder?
</p>

<p>
	Ich würde mich freuen wenn jemand schreibt, dem vielleicht die gleichen Dinge helfen.
</p>

<p>
	Kathi
</p>

<p>
	(Juni 2003)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">790</guid><pubDate>Tue, 05 Apr 2005 09:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis an seltenen Stellen &#x2013; und wie man sie erkennt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/seltene-pso/</link><description><![CDATA[<p></p><h4>Bei Gesichtspsoriasis an HIV denken</h4><p></p><p>Eine Psoriasis erkennen Sie normalerweise auf den ersten Blick. In atypischen Lokalisationen jedoch kann das Krankheitsbild entscheidend verändert sein. So kann im Gesicht oder in intertriginösen Bezirken die Schuppung der Erytheme ausbleiben. Und plötzlich sieht eine Schuppenflechte dem seborrhoischen Ekzem zum Verwechseln ähnlich. Wie Sie die Klippe umschiffen, zeigt Ihnen Professor Niels Sönnichsen, der seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Direktor dermatologischer Fachkliniken auf Borkum nun in seiner Berliner Praxis weiter nutzt.</p><p></p><p>Um eine Psoriasis in atypischen Lokalisationen von anderen Dermatosen abzugrenzen, sollten Sie generell zuerst nach weiteren Manifestationen der Krankheit am Körper suchen. Differentialdiagnostische Probleme ergeben sich vor allem dann, wenn solche Herde im Gesicht, intertriginös oder an Handinnenflächen und Fußsohlen isoliert auftreten.</p><p></p><h2><strong>Seborrhoisches Ekzem oder Psoriasis im Gesicht</strong></h2><p></p><p>Im Gegensatz zum behaarten Kopf ist das Gesicht nur selten von psoriatischen Läsionen betroffen. Die wichtigste Differentialdiagnose ist zweifellos das seborrhoische Ekzem. Während bei der Psoriasis der erythematosquamöse Charakter im Vordergrund steht, die Schuppung eher weißlich ist und die Herde scharf begrenzt erscheinen, sind die seborrhoischen Herde unscharf, die Schuppung fettig und gelblich und die Herde meist medial, besonders nasolabial lokalisiert. Hilfreich ist in solchen Fällen die Untersuchung der gesamten Haut, um nach anderen seborrhoischen oder psoriatischen Herden zu suchen. Sind diese nicht vorhanden, hilft mitunter selbst die Histologie nicht gleich weiter.</p><p></p><p>Bei seborrhoischen Herden im Gesicht, besonders bei jungen Menschen, sollten Sie immer auch an eine HIV-Infektion denken, ebenso wie eine Psoriasis durch eine HIV-Infektion provoziert werden und dann in Morphologie und Lokalisation von der Norm abweichen kann.</p><p></p><p>Bei anderen gesichtslokalisierten Dermatosen treten kaum differentialdiagnostische Schwierigkeiten auf. Allenfalls kann dies noch einmal beim Lupus erythematodes der Fall sein, dessen zunächst nicht schuppende, persistierende Erytheme später einen charakteristischen Drei-Zonen-Aufbau annehmen mit einer peripheren erythematösen Zone, einer medialen hyperkeratotisch infiltrierten Zone und einem zentralen atrophischen Bezirk.</p><p></p><p>Für die Dermatomyositis ergibt sich die typische trialistische Symptomatik aus den ziegelrotfarbenen Erythemen, die im Wangenbereich symmetrisch lokalisiert sind, sowie dem Muskelschmerz und der Muskelinsuffizienz, und die auf das Gesicht beschränkten bräunlichroten Papeln des Lupus miliaris facieidisseminatus geben auf Glasspateldruck ein lupoides Infiltrat ab.</p><p></p><h2><strong>Wo Sekret und Pilz die Psoriasis provozieren</strong></h2><p></p><p>Die intertriginöse Psoriasis, vor allem der <b>Achselhöhlen</b>, der <b>submammären Region</b> und der <b>Perianalregion</b> ist gar nicht so selten: Vor allem die hier vermehrt einwirkenden Sekrete üben isomorphe Reizeffekte aus. Die in diesen Regionen nicht seltene Candida-Besiedlung stellt einerseits einen Provokationsfaktor für psoriatische Herde dar, andererseits sind Candida-Mykosen aber auch differentialdiagnostisch abzugrenzen. Daneben sind vor allem das seborrhoische Ekzem und Ekzeme verschiedener anderer Genese auszuschließen.</p><p></p><p>Im intertriginösen Bereich ist das seborrhoische Ekzem meist weniger infiltriert und dadurch weniger erhaben als eine Psoriasis, vor allem aber unscharf begrenzt mit sogenannten Streuherden in der Umgebung.</p><p></p><p>Für die Intertrigo candimycetica sind besonders entzündliche Rötung und Nässen der Herde charakteristisch, zudem zeigt sich häufig eine dem Zentrum zugewandte Schuppenkrause (sogenannte Collerette). Gelegentlich sieht man randständig kleine Pusteln. Die Diagnose wird durch den Pilznachweis aus dem Schuppenmaterial bestätigt.</p><p></p><p>Die Abgrenzung anderer Ekzemformen, insbesondere Kontaktekzeme, erfolgt durch die Anamnese und die unterschiedliche Morphologie (Papulovesikeln).</p><p></p><h2><strong>Atopische Ekzeme an Händen und Füßen</strong></h2><p></p><p>Im Bereich der Handinnenflächen und Fußsohlen ist die Psoriasis vulgaris durch scharf begrenzte, gerötete Herde mit besonders festhaftender Schuppung charakterisiert. Die wichtigsten Differentialdiagnosen sind die hyperkeratotische Tinea, die durch den Erregernachweis gesichert wird, sowie hyperkeratotischrhagadiforme Ekzeme. Bei Ekzemverdacht muss nach toxischen oder Kontaktallergenen gesucht werden.</p><p></p><p>Ganz überwiegend sind hyperkeratotische Palmar- bzw. Plantarekzeme jedoch atopischer Genese. Für die Diagnose sucht man deshalb nach anderen, auch minimalen Manifestationen (zum Beispiel Pulpitis oder Ohrmuschelrhagaden) der Neurodermitis beziehungsweise der Atopie (Pollinaris, Asthma) oder auch nach funktionellen Hautanomalien (zum Beispiel weißer Dermographismus), um eine Psoriasis auszuschließen oder zu sichern.</p><p></p><p>Die pustulöse Variante der Psoriasis der Handinnenflächen und Fußsohlen (Psoriasis pustulosa vom Typ Barber-Königsbeck) ist charakterisiert durch scharf begrenzte erythematosquamöse psoriasiforme Herde mit sterilen seenartigen Pusteln. Die Abgrenzung vom pustulösen Bakterid (Andrews) ist sehr schwierig (histologische Untersuchung) und nosologisch vielleicht nicht immer gerechtfertigt.</p><p></p><p>Selten sind Lichen ruber planus, Morbus Reiter, Lupus erythematodes oder eine Sekundärsyphilis abzugrenzen. <i>Prof. Dr. N. Sönnichsen, Kurfürstendamm 45, 10719 Berlin</i></p><p></p><p><i>Quelle: Ärztliche Praxis Dermatologie, 1-2/1999</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6</guid><pubDate>Tue, 05 Apr 2005 09:48:39 +0000</pubDate></item><item><title>Wenn der Arzt zu wenig sagt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-der-arzt-zu-wenig-sagt/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2005_04/beim-arzt.jpg.c0221bf70bec92753a24012055b329c2.jpg" /></p>
<p>
	Kathleen verzweifelt an ihrem wortkargen Arzt. Was sie über die Schuppenflechte wissen wollte, hat sie sich selbst anlesen müssen. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Hallo, ich habe drei Kinder im Alter von 7, 1+1 (Zwillinge).
</p>

<p>
	Die Schuppenflechte trat im Alter von 25 Jahren, von mir völlig unbeachtet, während einer strssigen Umzugsphase in Erscheinung. An der Außenseite meines Unterarmes nahe des Ellenbogens entstanden rote Pickelchen, die zu einer Fläche zusammenwuchsen, juckten,dann auch schuppten. Ich ging erst einige Zeit nach Auftreten meines Lieblings zum Hausarzt. Der wußte auch nicht so recht, was er davon halten sollte und verschrieb mir eine Salbe, deren Namen ich vergessen habe. Ist auch egal,denn sie half nicht.
</p>

<p>
	Während meiner Schwagerschaft mit meinen beiden Schokopuddings ließ die Flechte ab dem fünften oder sechsten Monat fast ganz nach. Nur an den Augen trat sie zeitweise auf. Bis dahin wußte ich überhaupt noch nicht, mit welcher lästigen Krankheit ich es zu tun habe. Bis zum Ende meiner Stillphase war ich erscheinungsfrei. Ich dachte, ich hätte es abgeschüttelt.
</p>

<p>
	Wie sollt es auch anders sein, war sie nach der ganzen Hormonumstellerei wieder an meiner Seite. An den Armen hat sie es sich wieder gemütlich gemacht. Dieses Mal begnügte sie sich nicht mit den bevorzugten Stellen. Auch innen am Arm und Handgelenk breiteten sich kleine Pickelchen aus - und so weiter. Es wurde von starker Schuppung und Juckreiz begleitet. Es war so schlimm, dass ich das Problem bei einer Vorsorgeuntersuchung meiner Kinder nebenbei ansprach. Die Kinderärztinn gab mir ein Muster von Daivonex mit.
</p>

<p>
	Die Salbe wirkte ganz gut,doch nach Absetzen war alles wie vorher.Sogar noch heftiger. An beiden Schienbeinen entwickelten sich prächtige Stellen (Handteller groß),oben auf den Füßen, an den Knien. Jetzt entschloss ich mich, doch einen Facharzt aufzusuchen, denn ich konnte keinen Rock oder kurze Hosen anziehen, und das im Sommer.
</p>

<p>
	Dem Arzt verkündete ich meine selbstgestellte Diagnose. Ich hatte mich schon vorher im Psoriasis-Netz erkundigt über die Krankheit und war eigentlich einigermaßen aufgeklärt. Mein Glück! Denn er schaute sich die Stellen an, sagte nichts, vermerkte etwas auf einem Zettel, verschrieb mir Betadermic, sagte nichts über Wirkstoff oder ähnliches. Das wars.
</p>

<p>
	Ich ging voller Hoffnung zu ihm , damit er mir etwas über Behandlungsmethoden erzählt, aber es kam nichts. Er tat so geschäftig, dass ich nicht auf die Idee kam, doch mal nachzufragen und lästig zu werden. Ist auch sonst nicht meine Art. Nun: Die Salbe half dank Cortison. An den Beinen blieben nur dunkle Flächen, aber an Fuß und Knie ist sie noch vorhanden. Das blöde ist: Seitdem die großen Schuppileinies verschwanden, treten sie derzeit in starker Streuung wieder an Armen, Handgelenk, auf der Hand, an einer kleinen Stelle am Rücken, relativ großflächig am Hals nähe Schulter und unter den Armen auf. Wenn die Stellen zu sichtbar werden, trage ich verzweifelterweise wieder Betadermic auf.
</p>

<p>
	An den Augen macht sie sich auch wieder zu schaffen. Da ich keine Salbe für diesen Bereich habe, trage ich Prednisolon-Augensalbe auf. Ich habe keine Ahnung, ob diese angezeigt ist, doch ich habe das Gefühl sie hilft ein wenig.
</p>

<p>
	Das ist der jetzige Zustand, mit dem ich keineswegs zufrieden bin, denn ich fühle mich in meiner Haut nicht wohl!
</p>

<p>
	Wenn nur dieses Jucken nicht wäre...
</p>

<p>
	Beim Genuss von Eiern und Süßigkeiten, von denen ich kiloweise verschlingen könnte, bricht nach meinem Empfinden wieder der Frühling aus - alles beginnt zu blühen. Ihr wisst schon.
</p>

<p>
	Alles Liebe Kathleen
</p>

<p>
	(Juli 2003)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">745</guid><pubDate>Tue, 05 Apr 2005 09:42:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Nicht den Kopf in den Sand stecken"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nicht-den-kopf-in-den-sand-stecken/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2005_04/ostsee.jpg.758f7fe94619bd2ae6a12002c95cd766.jpg" /></p>
<p>
	"Ich kann nur raten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und einfach zu leben und die Krankheit nicht das Leben gestalten zu lassen." Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.
</p>

<p>
	Hallo Liebe Leser <span class="ipsEmoji">🙂</span>
</p>

<p>
	*lach* okay - vielleicht nicht ganz so gestelzt. Meine Name ist Klaus, ich bin 26 Jahre alt und habe seit 16 Jahren Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte.
</p>

<p>
	Bei mir fing es ganz klassisch mit einer 5 Mark (damals noch Ostmark *lächel*) großen Stelle am behaarten Hinterkopf an. Dies hielt dann noch eine Zeit an. Nach etwa drei Jahren war irgendwann der gesamte Kopf betroffen. Da ich allerdings damals noch Haare auf dem Kopf hatte, konnte ich das gut verdecken. Mit dem Heranwachsen gingen leider die Haare aus und die Schuppenflechte nahm Ihren Lauf. Mit etwa 18 Jahren hatte ich die typische Sternenpsoriasis, also viele kreisrunde oder ovale Herde an den verschiedensten Stellen des Körpers, vor allem am Hinterkopf, den Ellenbogen, Rücken, Bauch und an den Waden. Bemerkenswert fand ich die Entwicklung am Kopf, denn mit dem Ausgehen der Haare ging an diesen Stellen auch die Schuppenflechte zurück. Auch heute ist nur noch der behaarte Hinterkopf betroffen.
</p>

<p>
	Da ich als gehbehinderter Junge als Kind ohnehin schon als "krank" galt, hatte ich mich an diese Krankheit eigentlich auch ganz gut gewöhnt. Sicherlich habe ich im Sommer auch öfter eine gewisse Hemmschwelle, ins Freibad oder gar an den FKK-Strand zu gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Sonne und Wasser, vor allem das Meer, einen überaus positiven Einfluss auf die Schuppenflechte haben. Was ich nicht bestätigen kann, ist die Aussage, dass die Schuppenflechte zu bestimmten Jahreszeiten besser oder schlechter sei. Beobachtet habe ich allerdings eine negative Wirkung, wenn ich zu viele Orangen esse oder "hochprozentigen" Orangensaft oder Apfelsaft trinke. Ich trinke daher am liebsten Mineralwasser, was ich auch für am bekömmlichsten halte.
</p>

<p>
	Ein bestimmtes Medikament kann ich nicht empfehlen. Ich habe wie die meisten Patienten auch die Erfahrung gemacht, dass man viel ausprobieren muss. Ich benutze im Winter oft einfache Vaseline, um die Haut geschmeidig zu halten. Wenn die Haut sehr spannt oder leicht entzündlich ist, benutze ich wenige Tage ein Kortisonpräparat.
</p>

<p>
	Empfehlen kann ich sommerliche Kuraufenthalte an der Ostsee. Im Jahr 2001 war ich 6 Wochen in der Median-Klinik in Heiligendamm, dass einigen vielleicht jetzt auch wegen das neu gestalteten Hotels bekannt ist. Nach diesem Kuraufenthalt hatte ich etwa ein Jahr lang keinerlei Symptome, was schon mal nicht schlecht ist.
</p>

<p>
	Also kann ich nur raten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und einfach zu leben und die Krankheit nicht das Leben gestalten zu lassen.
</p>

<p>
	Viele Grüße
</p>

<p>
	Klaus
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">767</guid><pubDate>Tue, 05 Apr 2005 09:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Ich werde versuchen, mich damit abzufinden"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ich-werde-versuchen-mich-damit-abzufinden/</link><description><![CDATA[<p>
	Claudia möchte sich mit der Schuppenflechte abfinden und einfache Methoden ausprobieren. Sie sagt aber selbst: Sie hofft auf etwas, das dauerhaft hilft. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Mein Name ist Claudia, bin 25 Jahre alt und leide seit 1 1/2 Jahren unter PSO.
</p>

<p>
	Ausgelöst wurde es mit der Schwangerschaft mit meinem zweiten Sohn im Sommer 2003. Anfangs dachte ich, das wäre eine Sonnenallergie. Ich bekam kleine weiße Pusteln auf den Handinnenflächen und auf den Fußsohlen ganz schwach.
</p>

<p>
	Dann kam der Herbst und Winter und es war plötzlich verschwunden. Als mein Sohn im Frühjahr geboren wurde, bekam ich schlagartig neue Schübe, die im Sommer noch schlimmer wurden und es sich auch mittlerweile auf der ganzen Hand ausbreitete. Aber es waren nur die Pusteln, die beim Aufplatzen bluteten. Im Spätsommer fing die Haut an einzureißen und ich bin vor zwei Monaten dann zum Arzt gegangen. Die Diagnose traf mich sehr hart. Ich wusste auch bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es unheilbar ist und niemand weiß, woher sie kommt und was man dagegen tun kann.
</p>

<p>
	Meine Ärztin hat mir Psorcutan Beta verschrieben, was auch für ein paar Wochen Heilung schaffte. Es kamen aber wieder neue heftige Schübe, da ich die Salbe absetzte. Sie hat mir dann für drei Tage Dermatop verschrieben. Aber bis heute habe ich keine Besserung. Vor einer Woche sah es richtig gut aus. Dann bekam ich aber meine Periode, und zeitgleich noch einen entzündenden Zahnhals.
</p>

<p>
	Bis jetzt habe ich noch keine Erfahrung mit meiner Krankenkasse gemacht. Aber bei mir ist es auch nicht so schlimm wie bei anderen. Ich habe ja noch Glück gehabt. Obwohl es sehr schmerzhaft ist, es mir beim Bezahlen im Supermarkt oder ein einfaches Händeschutteln unangenehm ist, und ich auch keine Lust mehr habe mit Handschuhen ins Bett zu gehen. Ich vermute mal, es liegt an den Hormonen und dass ich sehr viel Stress habe.
</p>

<p>
	Auch was die Ernährung betrifft, kann ich nichts zu beitragen. Habe kein Übergewicht, esse nicht viel, keine Süßigkeiten, keinen Kaffee, kaum Fett (Fleisch). Mein einziges Laster ist das Rauchen, was ich aber jetzt auch einstellen werde. Habe ich ja in den Schwangerschaften und Stillzeiten auch geschafft.
</p>

<p>
	Ich werde versuchen, mich damit abzufinden und einfache Methoden ausprobieren, wie zum Beispiel zum Besprechen gehen.
</p>

<p>
	Ich wünschen allen, dass sie mit ihrer Krankheit leben lernen und dass es für uns alle bald etwas wirklich erfolgversprechendes gibt, das uns heilt. Auf Dauer.
</p>

<p>
	Einen lieben Gruß
</p>

<p>
	<em>Claudia aus Lübeck</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">768</guid><pubDate>Sat, 05 Mar 2005 20:07:00 +0000</pubDate></item><item><title>Meer, Erholung &#x2013; und eine Salbe</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/meer-erholung-und-eine-salbe/</link><description><![CDATA[<p>
	Andreas hat eine Salbe, die eigentlich gegen Sonnenbrand helfen soll, für seine Schuppenflechte "missbraucht" - mit Erfolg. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.
</p>

<p>
	Hallo Leidensgenossen!
</p>

<p>
	Ich komme aus Klagenfurt (Österreich). Ich leide seit meinem 12. Lebenjahr an PSO. Ich habe sie am Kopf, in der Kniekehle, am Popo und in den Ohren. In den Schienbeinen beginnt sie gerade zu entstehen. Auch ich habe wie wir alle schon so ziemlich jedes Medikament bzw. jede Salbe ausprobiert und nichts so wirklich geholfen.
</p>

<p>
	Allerdings hatte ich einmal das Glück, mit Freunden in Urlaub zu fliegen (Karibik). Vor der Reise holte ich mir in der Apotheke einige Sachen, die man für einen solchen Urlaub benötigen könnte. Da ich ein sehr heller Hauttyp bin, gab mir die Apothekerin auch noch "Diprogenta-Salbe" mit. Diese sollte ich anwenden, wenn ich durch zu starke Sonneneinstrahlung Verbrennungen bzw. starke Reizungen der Haut bekomme.
</p>

<p>
	Meine Freundin hat dann damals gemeint, ich sollte sie mir auch gleich auf die PSO-Stellen schmieren, weil wenn es nicht hilft, ist es ja eh egal.
</p>

<p>
	Als ich nach 14 Tagen Meer, Tauchen, Sonne und Diprogenta zurückkam, war ich für sicherlich ein halbes Jahr PSO-frei. Mein Arzt hat zwar gesagt, dass Diprogenta für diese Zwecke eigentlich nicht geeignet sei, aber was soll ich sagen. Nach diesem Urlaub ist es mir sehr lange sehr viel besser gegangen.
</p>

<p>
	Ich glaube, dass das Umfeld von Meer, Erholung und Gesundem Essen, und möglicherweise auch Diprogenta, mir einfach gut getan haben.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">736</guid><pubDate>Sat, 05 Mar 2005 09:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Harnstoff-Mittel bleiben f&#xFC;r den Patienten teuer</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/harnstoff-weiter/</link><description><![CDATA[
<p>
	Menschen mit schweren und chronischen Hautkrankheiten müssen Harnstoffpräparate weiterhin aus der eigenen Tasche bezahlen. Ein Antrag von Patientenvertretern, den Wirkstoff in die Liste der erstattungsfähigen Präparate aufzunehmen, wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen abgelehnt.
</p>

<p>
	Der damalige Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, blieb stets bei seiner harten Linie: Harnstoff ist für ihn und für Mitglieder des Ausschusses zu "gewöhnlich". "Die Nähe zur Pflege ist zu stark, das ist der entscheidende Punkt", erklärte Hess bei einer Pressekonferenz. Harnstoffpräparate seien nicht für die Behandlung von schweren Hautkrankheiten zugelassen. Außerdem sei es kein "wissenschaftlich abgesicherter Therapiestandard". Die Studienlage sei zudem nicht ausreichend.
</p>

<p>
	Für Hess und seine Kollegen sind Harnstoff-Mittel nicht besser als Pflegemittel aus der Drogerie.
</p>

<p>
	Nur Menschen mit Ichthyose konnten noch auf eine Revidierung des Urteils hoffen, was dann im Jahr 2005 auch geschah. Im Unterausschuss wurde von 80.000 bis 100.000 Ichthyose-Betroffenen ausgegangen. Zur Erinnerung: Von einer Schuppenflechte sind zwei Millionen Menschen in Deutschland betroffen.
</p>

<p>
	Patientenvertreter dringen beim <a href="https://www.g-ba.de/" rel="external nofollow">Gemeinsamen Bundesausschuss</a> immer wieder darauf, dass die Experten auch die Lebensqualität der Betroffenen berücksichtigen. Dazu gehört nach Auffassung der Patienten auch, dass Nebenwirkungen abgemildert oder neue Krankheitsschübe hinausgezezögert werden.
</p>

<p>
	Die Verbände der Hautärzte sind auf Seiten ihrer Patienten: "Ein Jahr nach dem Ausschluss rezeptfreier Arzneimittel sehen wir eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei schwer erkrankten Psoriatikern" erklärten damals der Bundesverband der Deutschen Dermatologen und die <a href="https://derma.de/" rel="external nofollow">Deutsche Dermatologische Gesellschaft</a> (DDG). Eine Begleitbehandlung mit Harnstoff bei schweren und lebenslangen Hauterkrankungen wird nach einer Erhebung der DDG in sämtlichen EU-Ländern außer Portugal anstandslos von der Solidargemeinschaft getragen. "Dies ist auch ökonomisch sinnvoll, weil sie eine Verschlimmerung der Erkrankung und damit höhere Folgekosten für die Versichertengemeinschaft vermieden werden", betonen die beiden Hautarztverbände.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">124</guid><pubDate>Thu, 17 Feb 2005 10:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wer ist "chronisch krank"?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/chroniker-definition/</link><description><![CDATA[<p>Miittlerweile - nach einem Jahr Wirksamkeit der Regelungen - ist gut definiert: Chronisch krank ist, wer</p><ul> 	<li>"wenigstens ein Jahr lang wegen derselben Krankheit mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wird" (Michael Pausder, Pressesprecher des Sozialverbandes VDK) <b>oder</b> 	</li><li>in Stufe zwei oder drei pflegebedürftig oder zu mindestens 60 Prozent schwerbeschädigt oder erwerbsgemindert ist, <b>oder</b></li> 	<li>eine ständige medizinische Versorgung benötigt, ohne die die Lebenserwartung und -qualität gemindert würde.</li></ul>Wichtig: Es muss nur eines dieser drei Kriterien zutreffen.<p>Den Grad der Behinderung bescheinigt das Versorgungsamt.</p><p>Die Pflegestufe wird von der Pflegekasse bescheinigt.</p><p>Die dauerhafte Behandlung attestiert ein Arzt.</p><p>Der Vorteil der Prozedur: Chronisch Kranke müssen nur ein statt zwei Prozent ihres Familieneinkommens an Zuzahlungen für Gesundheitsleistungen zahlen.</p><p><i>Quelle: ots/Diabetiker Ratgeber, 11. Januar 2005</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">45</guid><pubDate>Sun, 16 Jan 2005 08:24:37 +0000</pubDate></item><item><title>Vitamin E kann helfen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritis-vitamin-e/</link><description><![CDATA[<p></p><h4>Wer Vitamin E nimmt, kann eventuell bei Schmerzmitteln sparen</h4>Der Begriff Rheuma leitet sich aus dem Griechischen (rheo = ich fließe) ab. So soll der "fließende" Schmerz beschrieben werden, der für viele Erkrankungen aus dem sogenannten Rheumatischen Formenkreis typisch ist. Für das bohrende Leiden mit den vielen Gesichtern gibt es keine Universal-Therapie. Allerdings kann die Einnahme von Vitamin E offensichtlich den Bedarf an starken Schmerzmitteln und damit auch deren Nebenwirkungen reduzieren helfen.<p>Die Schmerzen können an Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe auftreten. Schmerzende Stellen, (Tenderpoints) können sich über den ganzen Körper verteilen. Je nachdem, ob z. B. eine entzündliche Reaktion oder eine Überlastung/Abnutzung von Muskel- oder Sehnengruppen die Ursache der Beschwerden sind, werden die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eingeteilt. Im ständigen Bemühen, den Bedarf an Schmerzmitteln und deren Nebenwirkungen zu senken, hat sich zum Beispiel die Einnahme von Vitamin E bewährt.</p><p><b>Immunsystem fehlgesteuert?</b></p><p>Die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) - in deren Formenkreis die Psoriasis arthritis gehört - geht mit Schmerzen, Schwellungen, Überwärmung, Rötung und anderen typischen Entzündungsreaktionen einher. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Vermutet wird eine Fehlsteuerung des Immunsystems, als deren Folge körpereigene Zellen von Zellen des Immunsystems angegriffen werden, der Körper sich also gegen sich selbst richtet. Zu Beginn der Krankheit könnten auch Infektionserreger wie Viren oder Bakterien eine Rolle spielen. Auch eine erbliche Veranlagung wird diskutiert. Im Gegensatz zur Arthrose tritt die rheumatoide Arthritis meist bei Ruhe auf und bessert sich bei Bewegung.</p><p>Der Entzündungsprozess führt oft zur Zerstörung von Knorpelgewebe, Gelenken, Bändern und Sehnen, wodurch sich die Gelenke schlechter bewegen und letztendlich verformen können. Sowohl bei Arthritis als auch bei Arthrose werden auf Grund der zum Teil heftigen Schmerzen nicht-steroidale Antirheumatika und Analgetika eingesetzt, die aber oft Nebenwirkungen vor allem im Magendarmtrakt und in den Nieren haben können.</p><p><b>Radikale können schädlich sein</b></p><p>Freie Radikale können in der Umwelt - z.B. durch Luftverunreinigung, UV-Strahlung, Ernährung - und im Organismus selbst entstehen. Bei bestimmten entzündlichen Erkrankungen werden in großer Menge Sauerstoffradikale produziert, die das vorhandene gesunde Gewebe angreifen und schädigen können. Diese Oxidantien zerstören die gelenknahen Zellen und den Gelenkknorpel. Die zerstörten Zellen wiederum verstärken die Entzündungsreaktion, so dass noch mehr Radikale freigesetzt werden.</p><p>Diese Kettenreaktion wird durch Vitamin E unterbunden, indem es die "Freien Radikale" abfängt. Vitamin E vermindert außerdem die Arachidonsäuresynthese aus Phospholipiden der Zellmembran und verhindert die Aktivität der Lipoxygenase. Dadurch werden weniger entzündungsfördernde Prostaglandine gebildet.</p><p><b>Vitamin E lindert Rheumaschmerz</b></p><p>Vitamin E wird bei Rheumapatienten nicht in seiner Wirkung als Vitamin eingesetzt, sondern vielmehr als Radikalenfänger bzw. Antioxidans. Patienten, die an Entzündungen oder Rheuma leiden, haben einen wesentlich höheren Bedarf an Vitamin E. Vitamin E kann den Gelenkverschleiß verlangsamen und die Rheuma-Schmerzen deutlich lindern. Dadurch kann die Dosis der Antirheumatika und damit auch deren Nebenwirkungsrate reduziert werden. Somit trägt Vitamin E bei Rheumapatienten wesentlich zu einer Steigerung der Lebensqualität bei.</p><p><b>Ernährungstipps bei rheumatischen Erkrankungen</b></p><ul> 	<li>Zwei Fisch- und Sojamahlzeiten pro Woche liefern Entzündungen hemmende Omega-3-Fettsäuren.</li> 	<li>Tierische Fette, so gut es geht, durch Sojaöl ersetzen.</li> 	<li>Reichlich Vitamin E- und Vitamin C-haltige Nahrungsmittel verzehren. Sie fördern durch ihr antioxidatives Potential Knorpelwachstum und Reparationsmechanismen.</li> 	<li>Vitamin E blockiert die Arachidonsäuresynthese.</li> 	<li>Vitamin C stabilisiert zusätzlich Kollagenfasern.</li> 	<li>Vitamin C findet sich reichlich in Beeren, Zitrusfrüchten, Paprika, Kohl.</li> 	<li>Vitamin E in Weizenkeimen, Haselnüssen, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Raps- und Sojaöl oder als Vitaminpräparat aus der Apotheke.</li></ul><div>Quelle: Dr. Kaske Redaktionsbüro</div>]]></description><guid isPermaLink="false">151</guid><pubDate>Sun, 16 Jan 2005 07:35:54 +0000</pubDate></item><item><title>Hautkrankheiten f&#xFC;hren bei den Berufskrankheiten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/berufskrankheiten/</link><description><![CDATA[<p>Mehr als 8.400 Fälle von Hauterkrankungen, bei denen sich der Zusammenhang zwischen Beruf und Hauterkrankung bestätigt hat, verzeichneten die Berufsgenossenschaften im Jahr 2003. Damit ist die Zahl der Hauterkrankungen zum ersten Mal seit Jahren leicht gesunken. Trotz eines Rückgangs um knapp vier Prozent machen Hauterkrankungen auch heute noch deutlich mehr als ein Drittel aller bestätigten Berufskrankheiten in der gewerblichen Wirtschaft aus.</p><p>Die hohe Zahl der Krankheitsfälle führte bei den Berufsgenossenschaften im Jahr 2003 zu Aufwendungen für Heilbehandlung und Rehabilitation von 86,4 Millionen Euro. Zu den am häufigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören seit Jahren der Gesundheitsdienst, die Nahrungs- und Genussmittel Industrie, das Baugewerbe und die Metallindustrie. Im Gesundheitswesen und im Friseurhandwerk wurden jedoch erhebliche Erfolge erzielt: Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege konnte berichten, dass in ihrem Bereich die Meldungen auf Verdacht einer Hauterkrankung in den letzten fünf Jahren um mehr als 25 Prozent zurückgegangen sind.</p><p>Richtiger Hautschutz kann die Beschäftigten vor Hauterkrankungen schützen und beugt den möglichen Schäden vor. Besonders die häufig auftretenden Handekzeme können durch</p><p>• Hautschutzmittel vor der Arbeit</p><p>• dem Einsatz richtiger Handschuhe und</p><p>• Hautpflegecremes nach der Arbeit</p><p>vermieden werden. Wichtig ist vor allem, dass der Hautschutz auf die jeweiligen Arbeitsstoffe abgestimmt wird.</p><p>Besonders gefährdete Berufsgruppen können bei ihrer Berufsgenossenschaft oder beim Arbeitsmedizinischen Dienst einen Hautschutzplan anfordern. Der Plan beschreibt die einzelnen Tätigkeiten und verwendeten Arbeitsstoffe und hilft bei der Auswahl geeigneter Hautschutzmittel und Pflegecremes.</p><p><i>Quelle: ots, 17.11.2004</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">42</guid><pubDate>Fri, 14 Jan 2005 11:33:17 +0000</pubDate></item><item><title>Raucher: Rheuma-Risiko h&#xF6;her, Behandlungen schlagen schlechter an</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rheuma-rauchen/</link><description><![CDATA[<p>
	<b>Wer raucht, hat ein höheres Risiko, an Rheumatoider Arthritis zu erkranken. Unter Umständen ist das Risiko sogar sechsmal höher als beim Nichtraucher. Hinzu kommt: Bei Rauchern schlagen die Behandlungen des Rheumatologen deutlich schwerer an.</b>
</p>

<ul>
	<li>
		Zigarettenkonsum für die Entstehung des entzündlichen Gelenkrheumas mit verantwortlich
	</li>
	<li>
		Nikotingenuss fördert die Entstehung der Rheumatoiden Arthritis. Besonders gefährdet sind Raucher, die erblich vorbelastet sind.
	</li>
</ul>

<p>
	Eine schwedische Studiengruppe um Professor Lars Klareskog hat nachgewiesen, dass Raucher mit so genannten Shared-Epitope-Genes (SE-Genen) ein wesentlich höheres Risiko tragen, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, als Nichtraucher mit derselben genetischen Veranlagung.
</p>

<p>
	Prof. Klareskog: "Uns ist es gelungen, zu zeigen, dass neben erblichen Risikofaktoren auch äußere Einflüsse an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Die beiden Faktoren korrespondieren miteinander."
</p>

<p>
	Raucher, die ein bestimmtes genetisches Merkmal besitzen, tragen demnach ein doppelt so hohes Rheumarisiko wie Raucher ohne diese Erbinformation. Hat man dieses Merkmal von beiden Eltern geerbt, erhöht sich das Risiko sogar um das sechsfache. Klareskog und sein Forscherteam haben zudem heraus gefunden, dass Raucher ein stark erhöhtes Risiko haben, eine rheumatoide Arthritis mit positivem Rheumafaktor (RF) auszubilden - die schwerere Form der rheumatoiden Arthritis.
</p>

<p>
	Schon Mitte der 90er Jahre hatten britische Forscher um Professor Alan Silman von der University of Manchester an eineiigen Zwillingen gezeigt, dass bei gleichem genetischen Risiko der rauchende Zwilling ein weit höheres Erkrankungsrisiko hatte als der der nicht rauchende. Klareskog hat diese Erkenntnisse durch Untersuchung von Blutspendern bestätigt und präzisiert: Neben dem Risikofaktor Rauchen und den SE-Genen sorgen zusätzlich auch so genannte CCP-Antikörper im Blut für ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Kommen alle drei Faktoren zusammen, ist das Krankheitsrisiko am größten.
</p>

<p>
	In einem Projekt des Kompetenznetzes Rheuma wird derzeit untersucht, welchen Einfluss Tabakkonsum auf den Verlauf der Krankheit im frühen Stadium hat. Rund 1.000 Patienten nehmen an der Studie des Deutschen Rheumaforschungszentrums teil. Rauchen ist nicht nur ein Risikofaktor bei der Entstehung der Rheumatoiden Arthritis, es wirkt sich auch auf den Fortgang der Krankheit negativ aus.
</p>

<p>
	Raucher benötigen nicht nur mehr Medikamente, ihre Beschwerden lassen sich auch wesentlich schlechter behandeln. Nach drei Jahren hatten sie außerdem deutlich mehr Schäden an den Gelenken. Rheumatologen schätzten die Krankheitsverläufe von 23 Prozent der Raucher, aber nur von 11 Prozent der Nichtraucher als hochaktiv ein.
</p>

<p>
	<i>Quelle: Kompetenznetz Rheuma am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum, 08.12.2004</i>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54138" rel="external">Schon wenige Zigaretten erhöhen Risiko für Rheuma</a>
</p>

<p>
	(<em>Deutsches Ärzteblatt, 22.04.2013</em>)
</p>

<p>
	Wer raucht, verdoppelt damit seine zweifelhafte Chance, später an rheumatoider Arthritis zu erkranken. Selbst 15 Jahre nach der letzten Zigarette ist das Risiko noch erhöht. Das spricht für: gar nicht erst anfangen <img alt=";)" data-loading="true" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/emoticons/default_wink.png" loading="lazy"> (oder eben alsbald sein lassen)
</p>

<p>
	<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Rauchen-schuetzt-nicht-vor-Psoriasis-Arthritis-285789.html" rel="external">Rauchen als Schutz vor Psoriasis arthritis widerlegt</a>
</p>

<p>
	(Ärzte Zeitung, 09.03.2012)
</p>

<p>
	Eine Psoriasis arthritis wird durch das Rauchen verschlimmert. Manche Therapie wirken dann auch schlechter.
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<p>
	<a href="https://www.abendblatt.de/ratgeber/gesundheit/article107853495/Mit-Rheuma-Finger-weg-von-Zigaretten.html" rel="external nofollow">Mit Rheuma Finger weg von Zigaretten</a><br>
	(Hamburger Abendblatt, 16.09.10)<br>
	Wer an Rheuma leidet, sollte nicht rauchen, um die Krankheit nicht zu verschlimmern. Warum, erklärt dieser Artikel.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">214</guid><pubDate>Mon, 20 Dec 2004 06:39:00 +0000</pubDate></item><item><title>Rotes Fleisch und Rauchen erh&#xF6;hen das Risiko f&#xFC;r Arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rotes-fleisch-rheuma/</link><description><![CDATA[
<h4> 		Rotes Fleisch und Rauchen erhöhen das Risiko für rheumatoide Arthritis</h4> 	<p> 		Häufiger Konsum von rotem Fleisch ist als unabhängiger Risikofaktor für entzündliche Arthritis einzustufen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der <a href="https://www.manchester.ac.uk/" rel="external nofollow">Universität Manchester</a>.</p> 	<p> 		Rheumatoide Arthritis ist eine chronische entzündliche Erkrankung des Immunsystems. Sie wird mit einer Mischung aus genetischen und Umweltfaktoren erklärt. Der Lebenswandel spielt zu 40 Prozent eine Rolle. So gilt Rauchen als enormes Risiko für die Entstehung der rheumatoiden Arthritis. Dagegen ist der Einfluss der Ernährung weniger sicher. Frühere Studien wiesen nach, dass</p> 	<ul> 		<li> 			Fisch schützt</li> 		<li> 			Kaffee gefährlich ist</li> 		<li> 			Alkohol in Maßen zumindest bei Frauen das Krankheitsrisiko senkt.</li> 	</ul> 	<p> 		Für die Manchester-Studie wurden Patienten mit rheumatoider Arthritis ebenso untersucht wie eine Kontrollgruppe, die nach Alter, Geschlecht und Body Mass Index mit den Testpersonen abgestimmt war. Nur 35 Prozent der Patienten hatten noch nie geraucht - im Vergleich zu 85 Prozent der Kontrollgruppe.</p> 	<p> 		Bei der Ernährungsgewohnheiten gab es kaum Unterschiede. Die Aufnahme von Kalorien, Fett und Vitamin D sowie der Konsum von Kaffee, Tee und Alkohol waren annähernd gleich. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Gruppen bestand im Konsum von rotem Fleisch. Patienten mit dem höchsten Konsum von rotem Fleisch hatten ein doppeltes Risiko für die Entwicklung von rheumatoider Arthritis. Auch Patienten, die viel rotes Fleisch in Kombination mit anderem Fleisch zu sich nahmen, hatten ein ähnlich hohes Risiko.</p> 	<p> 		Ein häufiger Verzehr von Burgern und Steaks könnte sich aber nur auf Menschen mit einer Veranlagung für rheumatoide Arthritis auswirken. "Es könnte sein, dass der hohe Kollagengehalt von Fleisch zu einer Kollagen-Sensibilisierung und einer fortschreitenden Produktion antikollagener Antikörper führt", erklärten die Forscher. Die Wissenschaftlerin Dorothy Pattison zog den Schluss, dass ein hoher Level an Fleischverzehr einen neuen Risikofaktor für entzündliche Arthritis darstelle. <i>cl</i></p> 	<p> 		<i>Quelle: pte, 02.12.2004</i></p> 
]]></description><guid isPermaLink="false">150</guid><pubDate>Mon, 20 Dec 2004 06:22:54 +0000</pubDate></item><item><title>Menschen mit Psoriasis werden zur&#xFC;ckgewiesen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoday-umfrage/</link><description><![CDATA[
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	Menschen mit Psoriasis werden immer noch sozial ausgegrenzt. Das ist das Resultat einer internationalen Umfrage, die anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages im Oktober 2004 in Prag vorgestellt wurde. Die Befragung wurde geleitet von Lars Ettarp, Präsident der Internationalen Vereinigung von Psoriasisorganisationen (IFPA). Ziel ist es, der Öffentlichkeit bewusst zu machen, in welcher Situation Psoriatiker sind und um Verständnis und Unterstützung zu werben.
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<p>
	Die Umfrage fand in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien statt. Erschreckend: Fast die Hälfte der Befragten würde nie jemanden mit Psoriasis küssen, umarmen oder mit ihm schwimmen. Sie würden nichts von dem Essen, was ein Mensch mit Psoriasis zubereitet hat. Obgleich die meisten wussten, dass diese Hautkrankheit nicht ansteckend ist.
</p>

<p>
	Für diese unabhängige Untersuchung wurden mehr als 5.000 repräsentativ ausgesuchte Personen telefonisch befragt. Weniger als ein Drittel (29%) wussten, das Psoriasis eine allgemein verbreitete Krankheit ist, d.h., dass eine von 50 Personen (2%) davon betroffen ist. Die meisten (46%) vermuteten, Psoriasis sei eine seltene Hautkrankheit, d.h. nur eine von 1.000 Personen (0,1%) haben Psoriasis. Es wurden noch niedrige Verhältnisse genannt, bis 1 : 1 Million.
</p>

<p>
	Knapp dreiviertel der Befragen (73%) wussten, dass Psoriasis eine Hautkrankheit ist und nur 14% dachten, sie sei ansteckend. Die Mehrheit (76%) wusste, dass Psoriasis vererbt und von Umgebungseinflüssen verursacht wird. Trotzdem haben fast 2 von 10 Befragten (20%) auch angegeben, dass Schuppenflechte durch schlechte Hygiene verursacht ist. Das würde erklären, warum so viele Leute weiterhin Psoriasiskranke meiden.
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<p>
	Es gab einige Unterschiede in den verschiedenen Ländern. So dachten 20% der französischen Befragten, die Psoriasis sei ansteckend, während es in Spanien 13% waren. Von den befragten Italienern würden nur 38% eine Person mit Psoriasis küssen oder umarmen, bei den Briten waren es 67%. Trotz einiger Abweichungen sind aber die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage in allen Ländern ähnlich.
</p>

<p>
	Die Umfrage wurde von Taylor Nelson Sofres durchgeführt.
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<p style="text-align: right;">
	<i>cl/rb</i>
</p>

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	<i>Was hältst du von den Ergebnissen der Umfrage? <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Diskutiere im Forum!</a></i>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">43</guid><pubDate>Thu, 28 Oct 2004 07:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Psoriasis? Es gibt Wichtigeres!"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-es-gibt-wichtigeres/</link><description><![CDATA[<p>
	<strong>"Nimm die Pso lieber als Partner als zum Gegner", sagt Rainer. Seine Erfahrungen mit der Psoriasis und der Psoriasis Arthritis sind lang anhaltend und reichhaltig – und ausgesprochen lesenswert. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</strong>
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<p>
	Nach 26 Jahren PSO hier mein persönlicher Tipp: PSO? Hau' ein Ei drüber! Verschenke keine Sekunde an Gram, Pein oder Hader mehr. Es gibt millionenmal mehr Dinge im Leben, die wichtiger sind und auf deine ungeteilte Aufmerksamkeit warten.
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<p>
	Meine PSO-Geschichte:
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<p>
	Die PSO begann im 15. Lebensjahr mit starkem Juckreiz der Kopfhaut, darüber war sonst nur der Bauchnabel (!) betroffen. Gut war, dass ich zuvor schon eine sehr romantische Jugendliebe erfahren hatte, die nächsten elf Jahre war nämlich Ebbe angesagt. Die fortschreitende Verschuppung und Rötung der Kopfhaut belastete mich auch nervlich sehr. Ein Mädel für mich zu haben, war mir zwar über alles wichtig, aber nicht zusammen mit der PSO. Ich wäre mir vorgekommen wie eine Mogelpackung! Dies ließ mein Selbstanspruch nicht zu. Na, ja.
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<p>
	In meiner Wehrzeit ordnete mir der Doc (Major im Bundeswehrkrankenhaus Kiel) an, den Kopf kräftig mit Salicyl-Salbe einzufetten, eine Badekappe überzustülpen und zur Stärkung der Psyche diese "Kurpackung" auch während der Dienstzeiten aufzubehalten. Er konnte ja nicht ahnen, dass das mit Befehlen solcherart bei mir nicht ganz so einfach ist... Dann drohte bald mein Knie zu platzen, so das es mehrmals punktiert wurde (ging auch ohne Badekappe). Da ich am "normalen" Dienst nicht teilnehmen konnte (die Uniformhose ging nicht übers Knie) sollte ich wenigstens den hungernden Kamaraden im Feld dienen und die Essenskübel hinschleppen (Befehl vom Spieß). Wieder einer, der erst lernen musste, wie das mit solchen Befehlen bei mir so ist.
</p>

<p>
	Im bürgerlichen Leben zurückgekehrt (jetzt mit PSO auch an Rumpf und den Knien) wurde mir nach einer vom Vertrauensarzt der LVA wirklich gewissenhaft durchgeführten Untersuchung die Kur in Bad Bentheim gewährt. Innerhalb der 5 Wochen erhielt ich Solebäder und Ganzkörperbestrahlung und war anschließend erstmalig wirklich wieder clean &amp; pretty! Meine Erleichterung war so enorm, das ich fortan in Bentheim leben wollte. Zudem, da war so eine elfenhafte, weißblonde Pflegerin (ebenso reizvoll wie unnahbar) und ein Himmel voll lieblicher Glöckchen erinnerte an etwas, was ich für mich die nächsten 750 Jahre zurückgestellt hatte...
</p>

<p>
	Neben der hygienischen und praktischen Behandlungsform (endlich mal keine Fettschmiere!) der Photo-Sole-Therapie war die Vorstellung lebenslanger Verschuppung und Fettung nun auf das Bild einer nur regelmäßig zu wiederholenden Nachbehandlung geschrumpft! Ein normales Leben winkte mir.
</p>

<p>
	Ich brauchte mir nun nicht mehr wie eine Mogelpackung vorzukommen und beschloss nun (nach dem vergeblichen Antrag) meinen ästhetischen Ansprüchen (an mir selbst) zu ihrem vollen Recht zu verhelfen und das ging so:
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<ul>
	<li>
		4-mal wöchentlich Sauna
	</li>
	<li>
		6-mal wöchentlich Hanteltraining
	</li>
	<li>
		Magen/Darmreinigungskuren (Maier)
	</li>
	<li>
		Jogging
	</li>
	<li>
		gesunde Ernährung
	</li>
	<li>
		Fitnessbäder
	</li>
	<li>
		Heilkräutertess (Maria Treben)
	</li>
	<li>
		Aufmerksamkeit und Interesse für alles (Er)Lebenswerte.
	</li>
</ul>

<p>
	Ein Programm, das ich nie zu bereuen hatte und mir im Weiteren fast alles Gewünschte erschloss (Zufriedenheit, ein Bauch, ein Eheweib und 3 Kinder).
</p>

<p>
	Diese Photo-Sole-Therapie wiederholte ich noch 2mal in Bad Soden. Dies ging ambulant neben dem Beruf (früh morgens). Ich entdeckte dabei die Wichtigkeit der ph-neutralen Wäsche und der pflegenden Hautcreme. Mittels Daivonex-Creme konnte ich nicht nur die Wirkung der Photo-Sole-Therapie deutlich steigern, sondern auch in der Nachzeit das "Neuaufblühen" bis zur nächsten Kur in gut verträglichen Maßen halten. Heile Welt!
</p>

<p>
	Drei Monate nach meinem Umzug (Nähe Stuttgart) knallte die Psoriasis derart in meine Gelenke, Halswirbel und vor allem in das Körpergewebe, das ich fast bewegungsunfähig war (mit Frostanfällen und einem Körpergefühl, das einem übersteigertem Muskelkater ähnelte). Ich hielt mit Decortintabletten (15mg Cortision) und Dicloflenac-Kapseln meine Beweglichkeit tageszeitweise wieder über Wasser. Drehte ich den Kopf ein wenig, so war dies ein Gefühl, als ob sich zwei rostige, aufeinanderliegende Eisenplatten gegenläufig abschürfen. Es gäbe keine "Medikation" dagegen, meinte mein Rheumatologe, und ich sollte mir mit vergeblichem Suchen und Probieren nicht das Leben noch schwerer machen (wieso noch schwerer machen, fragte ich).
</p>

<p>
	Er weigerte sich, Artikel zur doppelblind-Studie Fumarsäure anzuerkennen. Ein damit behandelnden Arzt wurde erst über die Firma Fumaderm ausmachbar. Diese Therapie half mir jedoch nicht.
</p>

<p>
	Was ich aber über den Wirkstoff Ciclosporin hörte, lies mich ahnen, die richtige Spur gefunden zu haben. Anm.: Der vereinzelte Hautbefall mit PSO interessierte mich dabei nicht mehr die Bohne. Ich hatte das große Glück, in Dr. Berlin (Ludwigsburg) einen patientenorientierten, gut informierten und engagierten Rheumatologe und Arzt vorzufinden, der auch bereit war, mich entsprechend zu therapieren. Mit der Kombination Decortin, <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr> und natürlich Sandimmun erhielt ich mein früheres Leben zurück. Jetzt sind nur noch minimale Dosen (Erhaltungsdosis) erforderlich, ohne das es zu weiteren Gelenkverformung kommt. Dr. Bärlin meinte, das in sehr naher Zukunft mindestens ein, ganz hervorragendes Medikament verfügbar werden könnte (echt gut der Mann).
</p>

<p>
	Meine letzte Photo-Sole-Therapie liegt nun 5 Jahre zurück, und es wird mal wieder Zeit, den munter vor sich her eskalierenden Schuppies mal wieder eins aufs Dach zu hauen. Ich erhielt eine BfA-Reha genehmigt und sollte am 20. Dezember (!) in Borkum die Behandlung antreten. Ein Begleitzettel deutete an, das dort - zur begleitenden (!) Behandlung einer Hauterkrankung - jede Menge Dithranol-Salbe (!) auf mich warten. Ja, so kanns passieren. Ratzfatz droht einem wieder die Behandlungsform der ersten Stunde.
</p>

<p>
	Ein Einfluss der Ernährungsweise zeigt sich bei mir sehr deutlich und unmittelbar bei fett Gebratenem (insbesondere Schweinefleisch) und Alkohol (am stärksten Bier). Vermeide ich es, nach 19 Uhr noch irgendetwas zu essen, äußert sich dies positiv (zurückgehende Beschwerden).
</p>

<p>
	Die Schübe gibts bei mir zur Winter und Frühjahrszeit, jedoch deutlich abgemildert, wenn ich mich zuvor mit dem Essen und Trinken (Kräutertee z.B. Grüner Hafertee) wieder diszipliniere (klappt sogar manchmal). Ein grüner Salat als Vorspeise oder Rohgemüse (mit gutem Distelöl!) mildert einiges.
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<p>
	Unerwähnt bleiben sollte nicht, das, so mies die Pso auch ist, sie sich nicht dagegen wehren kann dieser auch Positives abluchsen. Sie eröffnete mir die Chance zum Wechsel eines sehr viel besseren Berufs, viele Einsichten in Ernährungs- und Lebenszusammenhänge, größere Gelassenheit und Vernunft, viel Humor, etc.
</p>

<p>
	Nimm die Pso lieber als Partner als zum Gegner. Wenn du Ihr Zugeständnisse machst, ist sie umgänglicher. Zeig ihr aber ggf. klar, wo die Grenze liegt.
</p>

<p>
	Viel Glück.
</p>

<p>
	<em>Rainer</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">720</guid><pubDate>Wed, 27 Oct 2004 17:53:00 +0000</pubDate></item><item><title>Dorschleber gegen Arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritis-dorschlebe/</link><description><![CDATA[
<p> 		Forscher der Universität von Cardiff haben weitere Beweise dafür gefunden, dass Dorschleberöl Arthritis verlangsamt. Das berichtet BBC-Online. Patienten, die Knieoperationen vor sich hatten, hatten bei Untersuchungen weniger schädigende Substanzen in ihrem Knie als solche, die kein Leberöl bekommen hatten.</p> 	<p> 		Nicht untersucht wurde der Unterschied der Schmerzen bei den beiden Patientengruppen. Die Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass die Omega-3-Öle die Knorpelzerstörung bei der Arthritis verlangsamen.</p> 	<p> 		Studienleiter Bruce Caterson hatte an mehreren Patienten mithilfe von "chemischen Markern" den Zustand der Arthritis untersucht. Die Krankheit und der Verlauf sind nicht ausreichend erforscht, meint Caterson. Deutlich sei in der Untersuchung allerdings geworden, dass das Dorschleber-Öl im Speiseplan der Patienten nachweislich positive Auswirkung hat.</p> 	<p> 		Positive Resonanz erhielt der Forscher auch seitens der britischen Arthritis Research Campaign. "Die Ergebnisse sind ein weiterer Beweis dafür, dass Dorschleberöl und der Genuss von fettigem Fisch der Zerstörung der Knorpel bei Osteoarthritis vorbeugen kann", so Fergus Logan, Chef der Campaign.</p> 	<p> 		<b>Weitersurfen</b></p> 	<p> 		- <a href="https://www.cardiff.ac.uk/" rel="external nofollow">Uni Cardiff</a></p> 	<p> 		- <a href="https://www.versusarthritis.org/" rel="external nofollow">Arthritis Research Campaign</a></p> 	<p> 		<i>Quelle: pte, 12. Februar 2004</i></p> 
]]></description><guid isPermaLink="false">149</guid><pubDate>Sat, 23 Oct 2004 03:57:00 +0000</pubDate></item><item><title>Termin vers&#xE4;umt: Patient haftet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arzt-termin-haftung/</link><description><![CDATA[<p>Erscheint ein Patient unentschuldigt nicht zu einem Behandlungstermin in der Praxis, kann er trotzdem zur Kasse gebeten werden. Das berichtet die Gesundheitszeitschrift "Apotheken Umschau". Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Amtsgerichtes Meldorf. Der Arzt kann für den versäumten Termin eine "angemessene Vergütung" in Rechnung stellen. (Aktenzeichen 83 C 1404/02)</p><p><i>Quelle: ots/Apotheker-Umschau, 12. Mai 2004</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">62</guid><pubDate>Sat, 23 Oct 2004 03:51:16 +0000</pubDate></item></channel></rss>
