Bimekizumab

Bimekizumab ist ein Wirkstoff, der derzeit in Studien getestet wird. Dabei wird untersucht, ob er sich zur Behandlung der Schuppenflechte und der Psoriasis arthritis eignet. Untersucht wird auch, ob er in der Therapie von Hidradenitis suppurativa, Rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew (Ankylosing spondylitis) zum Einsatz kommen kann. Bevor der Wirkstoff seinen Namen erhielt, hatte er die Bezeichnung UCB4940. Eine Zulassung gibt es noch nicht.

Hersteller ist die Firma UCB Biopharma.

Bimekizumab wird alle vier Wochen als Spritze verabreicht.

Er setzt am Interleukin 17-A und 17-F an.

Nachrichten zu Bimekizumab

Im August 2018 wurde eine Studie zur Anwendung von Bimekizumab bei Schuppenflechte veröffentlicht. An der Studie „Be able 1“ hatten 250 Patienten teilgenommen. Herausgefunden werden sollte, bei wie vielen Teilnehmern die Psoriasis um 90 Prozent (und mehr) zurückgegangen war – ein ziemlich hohes Ziel. Das Ergebnis: Je nach Dosis gingen zwischen 46 und 79 Prozent der Patienten mit um 90 Prozent gebesserter Schuppenflechte nach Hause. In der Placebo-Gruppe war das bei keinem der Fall.

61 Prozent der Bimekizumab-Patienten meldeten Nebenwirkungen. In der Placebo-Gruppe taten das 36 Prozent. Starke Nebenwirkungen gab es dabei aber wenige: einmal in der Gruppe mit der höchsten Dosis Bimekizumab und einmal in der Placebo-Gruppe.

Die häufigsten Nebenwirkungen bei den Patienten mit Bimekizumab waren

  • Entzündung des Nasen- und Rachenraums (Nasopharyngitis) bei 10 Prozent der Teilnehmer
  • Infektion der oberen Atemwege bei 5,8 Prozent der Teilnehmer
  • Gliederschmerzen bei 3,4 Prozent der Teilnehmer
  • Erhöhung vom Gamma-GT bei 2,9 Prozent der Teilnehmer
  • Infektion der unteren Atemwege bei 2,4 Prozent der Teilnehmer

Ende Oktober 2018 veröffentlichte der Hersteller Ergebnisse aus einer Studie namens „Be active“. Das war eine Studie in Phase IIb. 46 Prozent der PsA-Patienten mit Bimekizumab hatten nach 12 Wochen eine Besserung ihrer Symptome um mindestens 50 Prozent. In der Placebo-Gruppe lag der Anteil bei 7 Prozent. Dabei war es egal, ob die Teilnehmer vorher schon einmal einen TNF-alpha-Blocker bekommen hatten. Und: Die Besserung war auch nach 48 Wochen noch so.

Ernsthafte Nebenwirkungen waren bis dahin bei 4,4 Prozent der Studienteilnehmer aufgetreten. Am meisten dabei: Nasopharyngitis (eine Entzündung des Nasen- und Rachenraums) bei 12 Prozent und Candida-Pilzbefall im Mund (bei 5 Prozent).

Studien in Deutschland

Bei Schuppenflechte

Phase II

  • Studie zur Langzeit-Sicherheit, Verträglichkeit, Wirksamkeit bei Erwachsenen mit chronischer mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis; 48 Wochen (vorzeitig beendet)
  • Studie zur Pharmakodynamik, Sicherheit und Pharmakokinetik von Bimekizumab bei Erwachsenen mit chronischer mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (vorzeitig beendet)

Phase III

  • Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Bimekizumab bei Psoriasis im Vergleich zum Placebo und im Vergleich zu Stelara
  • Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Bimekizumab, wenn der Wirkstoff anfangs unter kontrollierten Bedingungen angewendet und danach in verschiedenen Dosierungen weitergegeben wird

Bei Psoriasis arthritis

Phase II

  • Studie zum Herausfinden der besten Dosis, basierend auf Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Bimekizumab bei Patienten mit einer entzündlichen aktiven Psoriasis arthritis.

Phase III

  • Studie zum Beobachten der Langzeit-Sicherheit und -Wirksamkeit von Bimekizumab bei Erwachsenen mit Psoriasis arthritis

 

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