Zulassung von Kyntheum mit Brodalumab empfohlen

Spritze

Die Europäische Kommission soll das Medikament Kyntheum zulassen. Das hat das entsprechende Expertengremium der Europäischen Arzneimittelbehörde empfohlen. Kyntheum enthält den Wirkstoff Brodalumab. Damit würde das dritte Biologikum zugelassen, das am Interleukin 17-A ansetzt – also ähnlich Cosentyx oder Taltz – sowie an anderen IL-17-Varianten.

Über die Entwicklung des Wirkstoffs und seinen Weg bis zur Zulassung hatten wir bislang in unserem Lexikon berichtet.

Bis zur tatsächlichen Zulassung vergehen für gewöhnlich mehrere Monate. Wann das Medikament dann auf den Markt kommt, liegt in Händen des Herstellers. In Europa wird Kyntheum von Leo Pharma vertrieben.

Das Medikament ist in Japan und den USA bereits zugelassen. Dort heißt es Lumicef bzw. Siliq.

Kyntheum kommt als Injektion mit 210 Milligramm einer Lösung.

In der Veröffentlichung der Europäischen Arzneimittelbehörde werden als häufigste Nebenwirkungen genannt:

  • Arthralgie (Gelenkschmerzen)
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Durchfall
  • Rachenschmerzen

In dieser Veröffentlichung werden keine “Vorbedigungen” genannt, unter denen Kyntheum verschrieben werden kann. Es heißt dort nur “Kyntheum ist zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Psoriasis bei erwachsenen Patienten gedacht, die Kandidaten für eine innerliche Therapie sind”. Die Behandlung soll demnach ein Arzt vornehmen, der Erfahrung in der Therapie der Schuppenflechte hat.

Über Claudia Liebram 283 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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