Den Daivobet-Applikator gibt’s nicht mehr

Seit 1. Juli 2020 gibt es das Daivobet Gel nicht mehr im großen Applikator. Aber: Ganz klassisch in der Plastikflasche ist Daivobet Gel weiterhin zu haben, als Xamiol Gel sowieso. Auch die Daivobet Salbe bleibt auf dem Markt.

Daivobet Gel enthält eine Mischung aus den Wirkstoffen Calcipotriol (Vitamin D3) und Betamethason (Kortison).

Der Applikator war vor viereinhalb Jahren auf den Markt gebracht worden, damit das Gel genauer dort aufgetragen werden kann, wo es gebraucht wird. Außerdem wurde so auf die Kritik reagiert, dass die recht starre Plastikflasche schwer zu handhaben ist – auch und gerade von Menschen mit Psoriasis arthritis. Zudem war die Öffnung nach dem Abschneiden je nach Geschick und Werkzeug manchmal scharfkantig. Einmal abgeschnitten, konnte die Öffnung auch leicht zu groß oder zu klein ausfallen.

Der Applikator war deutlich höher als die Plastikflasche, enthielt aber ebenfalls 60 Gramm des Medikamentes Daivobet als Gel.

In zwei Videos hatte der Hersteller die Anwendung erklärt:

LEO PHARMA - Daivobet Gel Applikator - Anwendung - kurz
LEO PHARMA - Daivobet Gel Applikator - Zusammenbau - kurz

Bildquellen

  • Daivobet Gel Applikator: Bildrechte beim Autor

4 Kommentare

Ich habe auch seid ein paar Jahren Psoriasis ; ganz extrem ist sogar mein Hinterkopf ; mit dem Aplikator konnte ich meinen Kopf selber damit einreiben ohne das ich fremde Hilfe dafür bräuchte .Ich finde es auch sehr Schade das es dieses Daivobet mit Aplikator nicht mehr gibt denn ich hatte auch nie Lieferschwierigkeiten gehabt mit der Firma ; habe mir sogar immer zwei Flaschen auf Rezept aufschreiben lassen .Man wurde auch nicht Informiert vorher das es nicht mehr hergestellt wird .
Ich finde es für alle Patienten schade das es nicht mehr auf dem Markt erhältlich ist.

Sorry, ich finde es nicht schade, sondern eher inakzeptabel. Der Aplikator wird je kostenteilig umgelegt, also warum wird seine Herstellung eingestellt, obwohl des Nutzwert um ein so Vielfaches höher ist als die spröde Kunststoffflasche!??? Vermutlich steckt wieder eine Profitgier dahinter, denn mit Hilfe des Aplikators war die Anwendung gezielter, schonender und sparsamer. Beim Auftragen mit der spröden Kunststoffflasche wird schon mal schnell aufgetragen als notwendig, also schnellerer Verbrauch und schnellerer Nachkauf – so wird der Umsatz gesteigert. Für mich eine Sauerei und enttäuschend.

Es ist sehr betrüblich wenn man Medikamente, wie den Daivobet Applikator, die leicht und unkompliziert zu bedienen sind, vom Markt nimmt. Doch der Hersteller wird bestimmt Gründe, die in ihrem Interesse und sehr wahrscheinlich finanzielle Art sind haben. Die Frage ist für wen man produziert man für den Patienten oder für den Profit. Die Frage kann sich jeder selbst beantworten.

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