Arava – was ist das und was sollte man darüber wissen?

Arava ist ein Medikament zur Behandlung der Psoriasis arthritis. Es gehört zu den antirheumatischen Basistherapeutika, den sogenannten DMARDs.

Der wichtigste Wirkstoff darin heißt Leflunomid. Hersteller ist der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis.

Die Zulassung speziell für die Psoriasis arthritis wurde im Sommer 2004 von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA erteilt. In den USA ist es seit 1998 in den USA zur Behandlung von rheumatischer Gelenkentzündung zugelassen.

In klinischen Studien hatte sich gezeigt, dass Arava entschiedene Vorteile bei der Behandlung schmerzhafter Gelenkentzündungen bei Psoriasis arthritis habe, teilte Aventis mit.

Dosis: Arava wird einmal täglich als Tablette eingenommen – anfangs in höherer Dosis und in der Dauertherapie mit 20 mg.

Preis: Eine Packung mit 100 Tabletten a 20 mg kostet etwa 310 Euro (Stand Mai 2019)

Hinweis: Damit die Leber nicht überlastet wird, sollte während einer Behandlung mit Arava kein Alkohol getrunken werden.

Negativ-Schlagzeilen wegen Todesfällen

In die Schlagzeilen war das Medikament im Jahr 2004 gekommen, als in Japan fünf Patienten nach Einnahme des Mittels gestorben waren. Bis dahin hatten nach Auskunft des Herstellers 3.412 Patienten in Japan das Mittel verwendet. 16 davon hätten eine Lungenentzündung bekommen und 5 seien gestorben. 

„Auf den europäischen Beipackzetteln steht auch, dass es bei Lungenentzündung nicht genommen werden darf“, betonte eine Sprecherin von Aventis Pharma Deutschland. 

Nach Angaben des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) waren während der Zulassungsverfahren als Risiken mögliche Leberschädigungen und ein negativer Einfluss auf das Immunsystem erörtert worden. Es sei aber bisher festgestellt worden, dass das „Nutzen-Schaden-Verhältnis“ positiv sei, sagte ein BfArM-Sprecher. Allerdings habe der Hersteller im Vorjahr seine Warnhinweise an Ärzte verschärft. Arava werde zwar für schwere rheumatische Erkrankungen verschrieben, sei aber keines der herkömmlichen Rheuma-Mittel. 

Tipps zum Weiterlesen

Quellen:

  • Reuters, 23.05.2004
  • dpa, 28.01.2004
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