Hautärzte sollen auch auf die Seele des Patienten schauen

Bei der Behandlung von Patienten mit Hautkrankheiten sollten Ärzte immer auch psychosoziale Aspekte miteinbeziehen. Das empfahl Dr. Jochen Wehrmann von der Abteilung für psychosomatische Dermatologie der Rothaarklinik Bad Berleburg beim 7. Krefelder Hautschutztag.

Die Beachtung der Psyche des Patienten sei für die Therapie wichtig, da viele Betroffene sich durch die Sichtbarkeit ihrer Krankheit gebrandmarkt fühlen. Die Folgen können Schlafstörungen oder andere depressive Symptome sein.

Die Beachtung der Psyche sei aber ein schwieriges Unterfangen, gab Wehrmann zu: Zum einen fehle den Dermatologen häufig das psychotherapeutische Know-how, zum anderen erfordere der finanzielle Druck unter dem viele Ärzte stehen, eine effiziente Zeiteinteilung.

Beim Hautschutztag geht es vorrangig um Berufskrankheiten der Haut.

Quelle: ots, 22.06.2004

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