Rundschau: Interessante Artikel über Psoriasis und Psyche

Wenn Kinder nicht „normal“ aussehen
(dpa / Augsburger Allgemeine, 30.06.2014)
In diesem Artikel über die Stigmatisierung von Kindern, die „anders“ aussehen, wird auch eine heute 23-jährige Frau mit Psoriasis zitiert.

Wenn ich meine Krankheit versteckt habe, hatte ich immer auch das Gefühl, mich selber zu verstecken. Seit ich das nicht mehr mache, geht es mir besser.

Fast jeder zehnte Psoriasis-Patient nimmt Antidepressiva
(SpringerMedizin.at, 28.02.2014)
Bei Psoriasis-Patienten mit stärkeren Stellen sollte gezielt nach Symptomen einer Depression gefahndet werden.

Risiko für psychische Erkrankungen bei jungen Psoriasispatienten erhöht
(hautstadt.de, 04.03.2013)

Menschen mit Psoriasis leiden Studien zufolge häufiger unter psychischen Erkrankungen als Nichtbetroffene. Und das gilt nicht zuletzt auch für junge Menschen, wie eine umfangreiche Studie des Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School in Boston (USA) zeigt. Für junge Schuppenflechte-Patienten ist es danach um 47 Prozent wahrscheinlicher, eine Behandlung mit psychoaktiven Medikamenten zu erhalten als für Gleichaltrige ohne Hauterkrankung.

Psoriatiker entwickeln emotionalen Schutz vor Abscheu
(krone.at, 25.01.2013)
Die Haut als Spiegel der Seele – das liest der Psoriatiker dann doch öfter. Interessant ist der Artikel ein wenig wegen des letzten Absatzes: Der Psoriatiker nimmt angewidert dreinblickende Menschen anders wahr.

Schuppenflechte drückt aufs Gemüt
(Ärzte Zeitung, 27.10.2011)
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte haben oft Angst davor, was andere über die Erkrankung denken könnten. Jeder Zweite leidet darunter stärker als unter den körperlichen Belastungen der Krankheit selbst.

Erektile Dysfunktion häufig bei Psoriasis
(Ärzte Zeitung, 17.02.2011)
Männer, die an Psoriasis leiden, haben häufiger Erektionsstörungen als jene mit anderen Hauterkrankungen. Das hat eine prospektive Beobachtungsstudie verdeutlicht.

Weniger Schübe bei Schuppenflechte
(pta-Forum, 03/2010)
Viele Patienten mit Schuppenflechte fühlen sich nicht nur körperlich stigmatisiert, sondern auch psychisch erschöpft, hilflos und einsam. Erschreckend aber ist, dass trotz des hohen Leidensdrucks 40 Prozent der Patienten die dringend notwendige Therapie nicht durchhalten.

Psoriasis: die Haut als Spiegel der verwundeten Seele
(Universimed, 25.05.2010)

Der Wunsch nach Kontakt, Nähe, Liebe, Zuwendung und Geborgenheit steht im krassen Gegensatz zum Panzercharakter des Psoriatikers, der sich in jeder Richtung abgrenzt und verteidigt und damit die Angst vor dem Verletztwerden und der Verwundung der Seele bekämpft.

Kampf gegen Psoriasis erfordert viel Energie
(Ärzte Zeitung, 04.11.2009)
Psoriasis bedeutet für die Betroffenen lebenslange Einschränkung, aber die Erkrankung ist auch eine große Herausforderung für das Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Am Welt-Psoriasis-Tag machten beide Seiten das Spannungsfeld deutlich.

Psoriatiker sind immun gegen Ekel
(scienceticker.info, 28.08.2009)
Von einer Krankheit gezeichnete Menschen sind irritierten oder sogar angewiderten Blicken ausgesetzt. Als Folge können sie einen regelrechten emotionalen Panzer entwickeln.

Bessert sich die Psoriasis, legen sich auch Depressionen
(Ärzte Zeitung, 25.09.2008)
Die Therapie mit Etanercept (Enbrel) einmal pro Woche bessert bei Patienten mit Psoriasis außer dem Hautbefund auch psychische Begleitsymptome und Lebensqualität.

Psyche und Psoriasis
(Psoriasis Forum Berlin e.V., ohne Datum)
Mit der Krankheit leben, ohne zu verzweifeln

Bildquellen

  • Zeitungen: Stefan Balk / Fotolia

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