Patienten glauben Bewertung von Ärzten nicht blind

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Seitdem Ärzte im Netz bewertet werden, gibt es immer wieder Diskussionen darum. “Patienten können sowieso nicht einschätzen, ob ein Arzt gut ist”, sagen die einen. “Kann ich wohl, ich bin doch nicht blöd”, entgegnen die anderen. Die Betreiber der Portale, auf denen die Mediziner benotet werden können, müssen sich immer wieder rechtfertigen. Das tun sie immer wieder mit Befragungen und Studien.

Eine solche legte jetzt Jameda vor. Das Portal ließ 1002 Menschen befragen, was sie aus Arztbewertungen für Schlüsse gezogen haben. Ein Ergebnis: Patienten glauben Bewertungen von anderen nicht blind. Für die Mehrheit ist nicht entscheidend, was für eine Durchschnittsnote bei einem Arzt herauskommt.

  • 65 Prozent achten darauf, wie viele Bewertungen für diese Gesamtnote zusammengekommen sind.
  • 58 Prozent lesen den Text einer Bewertung daraufhin, ob der Schreiber in einer ähnlichen Situation ist wie sie selbst.
  • 64 Prozent achten darauf, ob ein anderer beim Schreiben seiner Bewertung sachlich geblieben ist.

Die Teilnehmer wurden auch befragt, als wie realistisch sich das Urteil der anderen herausgestellt hat, wenn sie einmal einen Arzt nach so einer Bewertung ausgewählt haben. 77 Prozent fanden das, was sie zuvor gelesen hatten, bestätigt. 19 Prozent hatten sich dann aber doch mehr vom Mediziner erwartet – immerhin jeder Fünfte. Vier Prozent waren dagegen positiv überrascht: Sie hatten sogar weniger erwartet.

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  • Arztsuche: kebox / Fotolia
Über Claudia Liebram 283 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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