Schwitzen und Sport nutzen mehr als sie der Haut schaden

Radfahren und Laufen sind eine sinnvolle Ergänzung zur üblichen Hauttherapie. 

Dr. Theodor Karamfilov von der Sanitas-Alpenklinik in Inzell und Professor Peter Elsner von der Universitätsklinik Jena wenden sich gegen die landläufige Meinung, dass das Schwitzen bei chronischen Hautkrankheiten vermieden werden sollte. Tests hätten ergeben, dass sich „Leidensdruck und Depressivität, allgemeine emotionale Belastung sowie Einschränkung der Lebensqualität mit Sport deutlich verringerten“.

Gruppensportarten werden ebenso empfohlen wie Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf sowie Wanderungen, jeweils im Wechsel zwei- bis dreimal wöchentlich. Wichtig: Eine anschließende „Nachsorge“ mit Hautpflegemitteln darf nicht fehlen.

Sport hat nützliche Effekte auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeitsstruktur., Körperwahrnehmung und Körperakzeptanz werden ebenso verbessert wie das Selbstwertgefühl. Nicht zuletzt baut Sport Aggressionen ab.

cl

Quelle: Ärzte-Zeitung, 13.03.2002

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8 Kommentare

  1. Mit Sport weniger Pso?
    Ich kann das aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Ich habe jahrelang praktisch täglich irgendeinen Sport betrieben (hauptsächlich Joggen, aber auch Kraftraining, Radfahren, Schwimmen, Wandern) und in der Zeit nicht mehr und auch nicht weniger Hautprobleme gehabt, wie heute, wo sich meine sportliche Aktivität auf ca. 3 x die Woche beschränkt.

  2. Ich habe die Erfahrung gemacht; Sport und die verbundenen Ablenkungen und psychischen Umlenkungen der Gedankenwelt unterstützen die Heilung. Für mich gehörte es zum Alltag und das war wichtig, so fand ich meinen Ausgleich und konnte alles verzögern, aber nun nach dem Umbruch, schaffe ich es, der Sport und beides Zusammen nciht mehr

  3. voll blöd
    Ich mache eigentlich sehr viel Sport, ich bin 15 und habe richtig zu kämpfen damit. Ich sitze abends und heule, weil ich Angst habe, es zu zeigen. Keiner kann sich in meine Lage versetzten. Ich möchte nur ein normales Mädel sein, das Shorts und Kleider trägt. Doch das geht nicht, weil es nicht besser wird – trotz Sport.

  4. Es tut weh
    Nun bin ich in einer Hautklinik. Bin 18 Jahre alt :'( Habe es auf dem Kopf, Rücken, Bauch und im Gesicht etwas :'( man kann dieses Gefühl nicht beschreiben 🙁 Ich denke, ich bin allein. Jeden Abend muss ich einfach nur heulend zu Haus anrufen. Ich will wieder ein normales leben.

  5. Psoriasis
    Ich habe Psoriasis seit meinem 11´ten Lebensjahr. Bei mir war das so das es in der Familie niemanden gab bei dem man wusste das es eine Veranlagung gegeben hätte. Bei mir kam das einfach so. Nun bin ich 24. Ich bin wegen der Krankheit durch die Hölle gegangen vorallem auch weil ich aus einem Dorf komme und dort ich der einzige mit der Krankheit war.
    @Justine: Angst habe darf jder es ist eine Krankheit mit der man Lernen muss zu Leben. Bei mir hat das sehr lange gedauert und wenn es richtig schlimm ist dann Schäme ich micht auch, aber eig. müsste ich micht nicht Schämen weil ich kann nichts dafür das ich Psoriasis habe. Kopf hoch Sport allein ist nur ein Teil.
    @Janina: Ich kenne das Gefühl. Alleine bist du sicher nicht nur ist das Netzwerk der Patienten nicht so groß bzw. exsetiert nicht wirklich eines. Ich versuche ein Normales Leben zu führen es ist schwer und ich danke Gott das er mich stark gemacht hat und ich damit zu einem gewissen Teil gelernt habe mit der Krankheit umzugehen

  6. Creme
    Hi an alle,

    ich hatte vor 6 Jahren auch Psoriasis im Gesicht und mir hat ganz gut Dermatop geholfen, diese gibt es auch auf rein Pflanzlicherbasis heißt dann ähnlich. Nun habe ich nur noch Psoriasis an der Kopfhaut und das richtig schlimm, so dass mir auch schon seit 1 Jahr die Haare ausgehen.

    Mit Sport habe ich es auch schon versucht jedoch sobald ich länger Sport treibe und meine Kopfhaut anfängt zu schwitzen, ist es unerträglich.

  7. Das Bewegung allgemein gut ist solange man fit ist dafür und sich nicht überlastet, ist eine ganz klare Sache. Aber Sport allein reicht nicht aus. Hat man eine Schuppenflächte auf dem Kopf kann vordergründig Stress die Ursache sein. Sind besonders Stellen um den Bauchnabel und unter den Brustbereich befallen kann es mit einer gestörten Kohlenhydratverarbeitung und Fetthaushalt zu tun haben. Sind besonders die Gelenke wie Knie und Ellenbogen betroffen, können es Ablagerungen von verschiedenen Schadstoffen die Ursache sein. Vielleicht könnte man sich herausfiltern welcher individuelle Auslöser hinter der Schuppenflächte stehen könnte, an welcher Stelle des Körpers hat sie mal begonnen und ist wie vorgeschritten? Was gab es an Ereignissen in meinen persönlichen Bereich? Wie habe ich mich ernährt? Was habe ich nicht vertragen? Wo habe ich mich vorwiegend Aufgehalten und gab es dort Besonderheiten wie Schadstoffe, Lösungsmittel usw. in Wohnung und Arbeitsbereich? Wie war meine Körperliche Verfassung? Gab es Krankheiten oder auch undefinierbare Syndrome? Habe ich Medikamente eingenommen? Usw…
    Kaum ein Arzt ist zeitlich in der Lage das alles zu hinterfragen um die Wurzel der Ursache zu bekämpfen, dass muss jeder für sich machen. Medikamente helfen meist nur über einen gewissen Zeitraum über die Symptome hinweg aber die Ursache wird damit nicht behoben. Sport kann sehr hilfreich sein wenn die Schuppenflächte durch z.B. Stoffwechselstörungen ausgelöst wird, auch bei Stress hat stressfreier Sport bestimmte positive Eigenschaften durch die Ausschüttung von positiven Hormonen. Zu Sport, ist eine entzündungshemmende Ernährung wohl auch wichtig. Es gibt Stoffe die fördern die Entzündung und Stoffe die hemmen sie, ein Ausgleich 2:1 wäre optimal. Z.B. Fettsäuren, Omega 6 Fettsäure ist entzündungsfördert und Omega 3 Fettsäure ist entzündungshemmend, ein Verhältnis von 2:1 wie schon gesagt wäre optimal aber die Ernährung in unseren Gefilden liegt schon in ein Verhältnis das nicht mehr Gesund ist bei ca. 25: 1. Viele nehmen deswegen zusätzlich Omega 3 Fettsäure zu sich um einen Ausgleich zu schaffen oder essen bestimmten fetthaltigen Fisch. Omega 6 Fettsäure haben wir meist zur Genüge auf unseren Tellern in Form von Brot, Brötchen und allen Getreideerzeugnissen usw. dieses ist auch lebenswichtig aber in einen gesunden Verhältnis natürlich. So ist es mit der ganzen Lebensmittelpalette. Sieht man sich mal auf der Karte an in welchen Regionen diese Hauterkrankungen selten sind, kann man Rückschlüsse auf Ernährung, Bewegung, Sonne, und die allgemeinen Lebensumstände ziehen. Regionen die wenig Sonne abbekommen wie in sehr nördlichen Gefilden holen ihren Vitamin D bedarf aus dem Meer durch fetten Fisch. Ich will damit sagen dass die Natur uns alles gegeben hat, wir müssen sie in einem gesunden Verhältnis nutzen.
    Lg

  8. Kann ich bestätigen dass pso auf der Kopfhaut durch stress schlimmer wird. Ich zb. Stresse mich auf der Arbeit immer sehr rein (den meisten stress mach ich mir selber) und dann dauert es nicht lange und mein Kopf fängt an zu jucken. Zudem habe ich das Gefühl das mir langsam die haare ausgehen.
    Lg

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