Dortmunder können Erleichterungen bei Rheuma selbst bauen

Rheuma-Hilfe
Schicht für Schicht entstehen in 3D-Druckern viele nützliche Dinge. Warum nicht auch Rheumahilfen?

Wer an Psoriasis arthritis oder einen anderen Form des Rheuma erkrankt ist, kennt das: Bewegungseinschränkungen oder Gelenkschmerzen machen den Alltag schwierig, vor allem, wenn die Hände betroffen sind. Viele Hilfsmitteln sollen helfen – doch meist passen sie eben doch nicht genau in Form, Fassung oder Größe. Selbst, wer genug Phantasie und Talent zum Selberbauen hat, stößt an Material- oder Zeitgrenzen.

3D-Drucker sind ein „Trendthema“ und vielleicht bezahlbar geworden – aber stellt man sich so ein Gerät zuhause hin, wenn man doch nur alle paar Monate mal nur ein kleines Teil braucht, und auch das nur vielleicht?  So, und jetzt kommt eine mögliche Lösung: Das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, kurz: UMSICHT, bietet Dortmundern an, in einem Workshop solche Rheuma-Hilfen herzustellen. Jeder Betroffene oder auch Angehörige kann hinkommen. Das Projekt heißt SLS-Assist.

In den Workshops wird ein bisschen etwas über CAD-Software erzählt, über 3D-Scanner – und dann geht es ans Lasersintern. Am Ende kommen reale Objekte aus den Geräten, angepasst an die eigenen Körpermaße. Wer schon erste Ideen für eigene Rheumahilfen im Kopf hat, kann auch gleich mit der Gestaltung beginnen.

Die Datensätze der Hilfsmittel, die während der Kurse entstehen, können in einer offenen Internetplattform der ganzen Internetgemeinde zur Verfügung gestellt werden. Die gewonnene Erfahrung fließt in weitere Projekte mit Bürgerbeteiligung ein.

Die nächsten kostenlosen Workshops starten im Oktober. Es gibt regelmäßige Termine in der DEZENTRALE Dortmund.

Auf einen Blick

Worum geht’s?
Es werden eigene Rheumahilfen hergestellt.

Was genau wird da gelernt?
Konstruktion mit CAD-Programm, Arbeiten mit 3D-Scannern und 3D-Druckern, Schneiden mit Lasercuttern

Wo?
DEZENTRALE Dortmund, Richardstr. 18 (im Hof)

Wann?
12. und 26. Oktober 2017, 9. und 23. November 2017, 7. Dezember 2017,
immer ab 17 Uhr

Kann ich auch später dazustoßen?
Ein Einstieg in das Projekt ist während der gesamten Laufzeit jederzeit möglich.

Kostet das was?
Nein.

Wo kann ich mich anmelden?
Bei Jan Blömer vom Fraunhofer-Institut (E-Mail-Adresse: jan.bloemer@umsicht.fraunhofer.de)

Wer kann mitmachen?
Jeder, egal ob Rheumapatient oder Angehöriger. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind willkommen. Der Verlauf der Treffen wird nach Bedarf der Teilnehmenden festgelegt.

Bildquellen

  • 3D-Drucker: Fraunhofer UMSICHT/Jan Blömer

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