Brauchen wir wirklich Vitamin-D-Tabletten?

Vitamin D

Viele gehen davon aus, dass sie zu wenig Vitamin D aufnehmen. Ein Mangel soll schwere Krankheiten bis hin zu Krebs verursachen. Werbewirksam wird geraten, zusätzlich Vitamin-D-Tabletten einzunehmen; besonders im Winter. Auch bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis wird immer wieder gesagt, Vitamin D könne die Krankheit positiv beeinflussen. Kann da etwas dran sein?

Vitamin-D-Mangel testen lassen

Neue Studien belegen, dass eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe keine Krankheitsrisiken vermindern kann. Einzige Ausnahme bei Mangel sind die Knochenerkrankungen. Nur, wer einen echten Mangel attestiert bekommen hat, sollte zu den Vitamin-D-Tabletten greifen. Das heißt, bevor man die Pillen kauft, sollte ein Vitamin-D-Test gemacht werden.

Das gilt auch für Psoriatiker: Studien bestätigen, dass Menschen mit Schuppenflechte öfters einen Vitamin-D-Mangel haben als Gesunde. Aber das trifft nicht auf alle zu! Es gibt eine Studie, bei der Patienten mit sehr hohen Vitamin-D-Dosierungen ihre Psoriasis verbessern konnten. So etwas darf aber nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.

Wissenschaftlich umstritten ist es, ob Gesunde im Winter mit Vitamin D „unterversorgt“ sind. Umstritten ist das, weil es keinen eindeutigen Wert gibt, ab welcher Konzentration im Blut die Gesundheit gefährdet sein könnte. Eine Selbstbehandlung mit frei verkäuflichen Vitamin-D Präparaten ist eigentlich ungefährlich. Aber viele sind überdosiert. Zusätzlich nehmen manche noch weitere Präparate, in denen Vitamin D enthalten ist (z.B. Multi-Vitamine). Das kann schnell zu einer Überdosierung führen. Die aber erhöht das Risiko zu stürzen und sich Knochenbrüche zuziehen oder an den Nieren zu erkranken. In Kombination mit Kalzium können Überdosierungen sogar zu Herzerkrankungen führen.

Wer Vitamin-D-Präparate einnimmt und in (irgendeiner) Behandlung ist, sollte das immer mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Mit Vitamin D Krankheiten vorbeugen?

Seit Jahren wird öffentlichkeitswirksam behauptet, bei uns herrsche ein Vitamin-D-Mangel. Wir werden aufgefordert, unseren individuellen Status messen zu lassen. Vor allem sollten wir unbedingt Vitamin-D-Präparate einnehmen, um Gesundheitsgefahren vorzubeugen: Knochenkrankheiten (Osteoporose, Osteomalazie), Tumoren, Asthma, Multipler Sklerose, Diabetes, rheumatoider Arthritis, Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck), Depressionen und verschiedenen Autoimmunerkrankungen. Die meisten Mediziner haben solche Aussagen stets als „Vitamin-D-Hype“ zurückgewiesen. Jetzt ist endgültig klar, dass sie damit überwiegend Recht hatten.

Bislang ist nur eindeutig belegt, dass Vitamin D [ursächlich] eine Auswirkung auf die Knochengesundheit hat“. Der Grund für eine Rachitis ist eindeutig ein Vitamin-D-Mangel. Dagegen konnte für keine andere Krankheit wissenschaftlich[1] nachgewiesen werden, dass sie durch einen Vitamin-D-Mangel ursächlich hervorgerufen ist. Vor allem ist für wesentliche Krankheiten bewiesen, dass sie durch eine zusätzliche Gabe von Vitamin D weder verhindert, noch effektiv behandelt werden können. Erfolgsmeldungen, die das Gegenteil behaupteten, beruhten auf Beobachtungsstudien. Die zugrundeliegenden Daten waren wissenschaftlich zu schwach belegt.

Im März 2018 sprach die Zeitschrift test vom „Entzauberten Vitamin D“. Alle bekannten Studien würden zeigen, „dass Vitamin D weder Krebs, Diabetes, Depressionen noch Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen könne“.

Im Januar 2019 formuliert die ZEIT, der „Vitamin-D-Mythos“ sei (endgültig) erschüttert: Eine 5-Jahres-Studie mit fast 26.000 Teilnehmern hatte gezeigt, dass Vitamin-D-Präparate „weder die Häufigkeit von Krebs-Neuerkrankungen noch von Herzinfarkten oder Schlaganfällen“ senken können. Gleichzeitig wird seit längerem vor gesundheitlichen Risiken einer Überdosierung gewarnt (u.a. NierenversagenStürze oder Nierensteine/-verkalkung). In Kombination mit Kalzium können Überdosierungen sogar zu Herzerkrankungen führen. 

Verbraucherschützer weisen regelmäßig darauf hin, dass rezeptfreie Vitamin-D-Präparate häufig deutlich überdosiert sind. In Großbritannien traten schon viele Fälle „extremer Überdosierung“ auf; in Deutschland bisher nicht.

Vitamin-D-Mangel als Hinweis auf Krankheiten

Die meisten Experten gehen davon aus, dass ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel nicht die Ursache, sondern die Folge einer Krankheit ist. Entzündungen, typische Begleiterscheinung für viele Krankheiten, verringern den 25 Hydroxy-Vitamin-D-Wert (25 OH-D). Wenn also ein niedriger 25 OH-D-Wert gemessen wird, ist das zwar ein Hinweis darauf, dass man erkrankt ist. Fehlendes Vitamin-D ist aber nicht der Grund für die Erkrankung. Das würde erklären, warum mit zusätzlicher Vitamin-D-Einnahme eine Krankheit grundsätzlich nicht verhindert werden kann.

Vitamin-D-Mangel als Geschäft

Schätzungsweise zwei Millionen Menschen nehmen bei uns täglich Vitamin-D-Präparate ein – aus Angst, wegen eines Mangels zu erkranken. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland Vitamin-D-Präparate für 179 Millionen Euro verkauft. Davon gingen 2/rezeptfrei über den Ladentisch. Waren es 2010 noch eine Million Bluttests, waren es sechs Jahre später schon 4,5 Millionen. Die Kosten dafür betrugen in einem Jahr mehr als 87 Millionen Euro[2]

Verursacht hat das eine Kampagne[3]in den USA, die der Arzt und Biochemiker Michael F. Holick angestoßen hatte. Er bezeichnete es schon als gefährlichen Mangel, wenn der Vitamin-D-Spiegel bei einem Menschen unter 30 mg/l fällt. Er behauptete, das könne langfristig zu gefährlichen Krankheiten führen. Mit diesem Grenzwert hätten in den westlichen Ländern wie USA oder Deutschland 80 Prozent der Bevölkerung einen Mangel. Damit löste er eine heftige Diskussion über Vitamin-D-Grenzwerte aus[4]. Kompliziert wird es auch, wenn genauer nachgefragt wird: Mit welcher Messmethode wurde welches Vitamin-D-Merkmal mit welcher Messeinheit wie oft ermittelt? „In Deutschland zeigen die regelmäßig bundesweit durchgeführten Ringversuche, dass die Methodenunterschiede bei der Vitamin-D- Bestimmung erheblich sind.“ Das führt zu völlig unterschiedlichen Werten. Abgeraten wird von wenig zuverlässigen Schnell-Tests aus der Apotheke. Eine einmalige Messung bringt unter diesen Umständen kein verlässliches Ergebnis.

Unterversorgung mit Vitamin D ja, gefährlicher Mangel nein

Unbestritten ist, dass die Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Mehr wäre besser für die Knochengesundheit. Experten halten diese „Unterversorgung“ aber trotzdem nicht für gesundheitsgefährdend. Bei den meisten könne sie mit einfachen Mitteln ausgeglichen werden: „Es sollten 15 bis 20 Minuten Mittagssonne zwischen April und Oktober mit hochgekrempelten Armen genügen, um die Vitaminspeicher zu füllen“[5]Kontrovers ist, ob Gesunde während der dunklen Jahreszeit Vitamin-D-Präparate einnehmen sollen. Einige Experten gehen davon aus, dass sich der Vitamin-D-Speicher bis zu einem riskanten Grenzwert leeren könnte. Andere halten das für übertrieben. Über die Ernährung kann man ebenfalls Vitamin-D aufnehmen, wenn auch nur in begrenzter Menge von zehn bis 20 Prozent.

Wer Vitamin-D-Tabletten nehmen sollte

Es gibt Risikogruppen die tatsächlich zusätzlich Vitamin-D-Präparate nehmen sollten: 

  • Personen, die sich sehr selten im Freien aufhalten wie Gebrechliche, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder Pflegeheimbewohner. Nicht genannt werden Büroangestellte, Computer-Nerds und andere Stubenhocker.
  • Personen, bei denen wenig Sonnenlicht auf die Haut kommt, wie bei Vollverschleierten.
  • Menschen mit dunkler Hautfarbe, die in sonnenarmen Gegenden leben.
  • Kinder in den ersten 12 bis 18 Lebensmonaten bis zum zweiten erlebten Sommer.
  • Bei folgenden Krankheiten: Hautkrebs, Magersucht (Anorexie), Zöliakie, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Kurzdarmsyndrom, chronischen Leber- und Nierenerkrankungen. 
  • Wer Medikamente wie Glucocorticoide (Kortison innerlich!), Antikonvulsiva oder Zytostatika nimmt, muss den Vitamin-D-Spiegel beobachten.
  • Personengruppen, die häufig von einem Vitamin-D-Mangel betroffen sind, sollten ihren Vitamin-D-Status überprüfen lassen: Senioren ab 65 Jahren, Veganer, Vegetarier und möglicherweise auch an Schuppenflechte Erkrankte.

Dosierung und Hochdosierung von Vitamin D

Es gibt unterschiedliche Empfehlungen, wie viel Vitamin D man täglich aufnehmen sollte: Als ausreichend gelten 400 I.E. (Internationale Einheiten). Das entspricht einer täglichen Menge von 10 Mikrogramm. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt seit 2018 maximal 800 I.E., das sind 20 Mikrogramm (µg) pro Tag[6]. Aber Vorsicht: Die Präparate sollten auf Überdosierung kontrolliert sein[5]Wer als Patient in ärztlicher Behandlung ist, sollte den Arzt darüber informieren, wenn zusätzlich Vitamin-D-Präparate eingenommen werden.

Das Coimbra-Protokoll

Aktuell wird heftig über eine Therapie diskutiert, bei der Patienten mit Multipler Sklerose mit sehr hoch-dosierten Vitamin-D-Präparaten behandelt werden. Das Konzept („Coimbra-Protokoll“) stammt von dem brasilianischen Arzt Dr. Cicero Coimbra. Der vertritt die These, dass bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen eine genetisch vererbte, teilweise Resistenz gegen die Wirkung von Vitamin D vorliegt (Rezeptor-Störung). Deshalb sei zu wenig Vitamin D im Körper, das auf das Immunsystem wirken kann. Nach eigenen Angaben habe er tausende von MS-Patienten behandelt. Bei 95 Prozent seien die Krankheitssymptome zurückgegangen, solange sie hochdosiertes Vitamin D bekamen.

Es gibt viele Fragen, Zweifel und Bedenken zu diesem Ansatz. Vor allem hinsichtlich der langfristigen Risiken und Nebenwirkungen. Dr. Coimbra will „aus ethischen Gründen“ keine Studie nach wissenschaftlichen Standards durchführen lassen. Eine wissenschaftliche Zeitschrift hat es abgelehnt, seine Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Ethik-Kommission des Verlages hatte sich dagegen ausgesprochen. „Warum er einige Daten nicht aufarbeitet und selbst veröffentlicht, ist unbekannt.“ Auf den ersten Blick gibt es Parallelen zu Dr. Matthias Rath. Der behauptete, mit hoch-dosierten Vitaminpräparaten Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und die Immunschwäche Aids bekämpfen und heilen zu können – mit tödlichen Folgen, wie man inzwischen weiß. 

Vitamin D und Schuppenflechte

Über den Zusammenhang von Vitamin D und Psoriasis gibt es verschiedene wissenschaftliche Veröffentlichungen. Vitamin D wird auf der Haut durch UV-Licht gebildet. So ist zum Beispiel der Effekt der Foto-Therapie zu erklären. Dort reguliert es die Entwicklung der Hautzellen, d.h. Teilung, Wachstum, Qualität, aber auch Absterben der Keratonizyten. Vitamin D beeinflusst die Barriere- und Immunfunktion der Haut. Einige Studien gehen davon aus, dass es sogar entzündliche Zytokine unterdrückt.

Eine italienische Studie aus 2017 untersuchte 141 Patienten mit mittelschwerer und schwerer Psoriasis und 62 gesunde Kontrollpersonen. Der Vitamin-D-Spiegel bei den Patienten mit Haut-Psoriasis war deutlich niedriger, als bei gesunden Personen. Je stärker sie betroffen waren, desto geringer waren die Werte. Für Patienten mit Gelenkbeteiligung konnte das aber nicht nachgewiesen werden.

Eine andere italienische Studie aus 2012 hat 145 Patienten mit chronischer Plaque-Psoriasis, 112 mit rheumatoider Arthritis (RA) und 141 Gesunde auf Vitamin D und Kalzium ein Jahr lang untersucht. Es wurde festgestellt, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Patienten mit chronischer Plaque-Psoriasis und bei Patienten mit PsA sehr häufig auftritt. Im Winter betraf das 80% der Patienten, im Sommer etwa 50%. Die Autoren schlossen ausdrücklich aus, dass die Studiengruppen unterschiedlicher Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Danach erhielten die Patienten Vitamin-D-Präparate in den handelsüblichen Dosierungen zwischen 400 und 1000 I.E. Dadurch konnte zwar der Vitamin-D-Status korrigiert werden. Das wäre aber „noch kein Beweis“, dass eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe Entzündungen verringert. Außerdem, so die Autoren, könnten sie daraus nicht ableiten, dass ein Vitamin-D-Mangel die Psoriasis hervorgerufen oder beeinflusst hat.

In einer Arbeit aus 2018 haben Wissenschaftler aus Katar Datenbanken durchsucht: Die meisten gefundenen Veröffentlichungen würden davon ausgehen, dass ein Vitamin D-Mangel die Psoriasis fördert. Mehrere klinische und beobachtende Studien berichteten von „vorteilhaften Effekten einer zusätzlichen Vitamin-D-Aufnahme bei der Behandlung dieser Hauterkrankung.“ In einem Fall erhielten Patienten sechs Monate lang einmal täglich 35.000 I.E. Vitamin D3. Daraufhin verbesserte sich ihr Vitamin-D-Status und die Schuppenflechte heilte deutlich ab. „Dazu muss jedoch angemerkt werden, dass eine hochdosierte Einnahme von Vitamin D nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen darf.“ Leider waren die gefundenen Veröffentlichungen von sehr unterschiedlicher (statistischer) Qualität. Die Aussagen sind deshalb vorsichtig zu bewerten.

Das Vitamin wird unterschiedlich aufgenommen

Interessant ist, dass die Autoren aus Katar zur Vorsicht mahnen, Vitamin-D-Studien aus unterschiedlichen Ländern zu vergleichen. Denn nicht jede ethnische Gruppe besitze die gleichen Vitamin-D-Rezeptoren. So fand man sie zwar bei einer italienischen und einer chinesischen Bevölkerungsgruppe, nicht aber in der kroatischen und ägyptischen Bevölkerung. Wer schlechter Vitamin D aufnimmt, bekomme eher eine Psoriasis und spreche nicht so gut auf entsprechende Therapien (wie zum Beispiel UV-Bestrahlung) an.

Fazit

Die Veröffentlichungen lassen vermuten, dass bei Patienten mit Psoriasis häufiger ein Vitamin D-Mangel auftritt als in der gesunden Bevölkerung; insbesondere im Winter. Alle Autoren empfehlen deshalb, dass Menschen mit Schuppenflechte auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht werden sollten. Bei einem festgestellten tatsächlichen Mangel sollten dann Vitamin-D-Präparate eingenommen werden. Von einem Vitamin D-Mangel spricht man, wenn der Marker 25-OH- D unterhalb von 30 nmol/l (12 ng/ml) liegt.

Andere Experten raten von „vorsorglichen“ Vitamin-D-Messungen ab. Einmalig erhobene Werte seien wenig aussagekräftig, meinen sie. Es gebe unterschiedliche Messmethoden, so dass verschiedene Labore zu abweichenden Ergebnissen kommen. Ein Bluttest „für zu Hause“ sei völlig abzulehnen[2]. Stattdessen sollte erst gemessen werden, wenn typische Mangelsymptome auftreten – die aber selten sind.

Auf Ratgeber-Seiten wird als Vitamin-D-Mangelsymptome sehr schwammig ein Bündel typischer Alltagsprobleme aufgezählt. Mediziner verstehen darunter unerklärte Knochenschmerzen, ungewöhnliche Knochenbrüche, unerklärter Anstieg der alkalischen Phosphatase oder niedrige Kalzium- oder Phosphatspiegel. Im ZEIT-Bericht vom Januar 2019 ist der Laborarzt Matthias Orth am radikalsten: „Es gibt für die Vitamin-D-Bestimmung eigentlich nur eine klare medizinische Indikation: eine Nierenschwäche. Patienten mit dieser Krankheit hätten eine Vielzahl von Stoffwechselproblemen, etwa entkalkte Knochen.“

Die Frage, ob und wie sich mit einer Vitamin-D-Einnahme die Schuppenflechte verbessert, ist damit nicht geklärt. Zwar gibt es die eine Studie, bei der täglich 35.000 I.E.Vitamin D die Psoriasis verbessert haben. Aber Hochdosierungen sind riskant und dürfen, wenn überhaupt, nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Wer sich mit den handelsüblichen Dosierungen selbst versorgt, kann bedenkenlos bis zu 800 I.E. pro Tag nehmen. Wer das Geld nur dann ausgeben will, wenn die Wirkung tatsächlich erwiesen ist, sollte noch einmal mit der Hautärztin oder dem Hautarzt darüber sprechen.


[1]D.h. durch evidenzbasierte, randomisierte Doppelblind- Studien: Zufallsauswahl, genaue Erfassung der Ausgangsdaten und parallel weitergeführten Therapien, Plazebo-Gruppe zur Kontrolle, weder Arzt noch Patient weiß, wer den Wirkstoff bekommt, statistisch aussagekräftige Teilnehmeranzahl.

[2]Der Hype um Vitamin D – Allheilmittel oder Geldmache?, SWR-Fernsehsendung Marktcheck, 17.10.2017

[3]Die New York Times konnte in 2018 Geldgeber hinter dieser Kampagne aufdecken: Pharmafirmen, Hersteller von Labortests + Lobbyverband der Sonnenstudios. Die Schattenseiten des Vitamin-D-Papstes – Über die Erfindung eines Gesundheitsproblems, PHARMA-BRIEF 10/2018

[4]Das Märchen vom Mangel, Birgit Schumacher, ÖKO-TEST Magazin 12/2018

[5]Vitamin D: Unter- oder überschätzt?, Inga Richter, PSO aktuell 1/2017 und
Test Vitamin-D-Präparate – Lieber in die Sonne, ÖKO-TEST Magazin, 12/2018

[6] test Nr. 5/2018

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Über Rolf Blaga 155 Artikel
Rolf Blaga hat bis 2012 als Studienrat in Berlin am Oberstufenzentrum Gesundheit unterrichtet. Seit 1993 ist er aktiv in der Psoriasis-Selbsthilfe tätig, sowohl regional im Psoriasis Forum Berlin als auch überregional in der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft.

1 Kommentar

  1. Der Artikel gefällt mir sehr gut. Umfangreich, differenziert, aktuell und ausgewogen. Recht optimal angesichts des gegenwärtigen Hypes um Vitamin D.

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