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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/13/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Internet-Informationen machen &#xC4;rzten das Leben schwer</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arzt-informierter-patient/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_07/arzt-und-patientin.jpg.04fb68827ba4deb198ef8dcec9bfbb10.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Viele befragen vor einem Besuch beim Arzt erst einmal das Internet. Mit einem Ausdruck bewaffnet, sitzen dann manche in der Sprechstunde. Wie finden Ärzte das?</strong>
</p>

<p>
	Patienten profitieren unbestritten von Gesundheitsinformationen im Netz - wenn sie denn gute und vertrauenwürdige Seiten finden. Von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in Österreich wurden nun gemeinsam mitdem Konsumforschungsunternehmen GfK aus Nürnberg diejenigen befragt, die auf der anderen Seite der Sprechstunde sitzen. Knapp 300 deutsche Ärzte sollten beurteilen, wie ihnen die Informiertheit der Patienten behagt.
</p>

<ul>
	<li>
		Die Mehrheit steht dem Informieren im Internet grundsätzlich positiv gegenüber - 57,7 Prozent ist aber auch keine überdeutliche Mehrheit.
	</li>
	<li>
		Aber: 82,5 Prozent der Ärzte meinen, dass die Patienten falsch informiert sind.
	</li>
	<li>
		70,3 Prozent der Ärzte schätzt, dass sie dadurch mehr Zeit aufwenden müssen.
	</li>
	<li>
		17,5 Prozent der Ärzte haben das Gefühl, in der Arzt-Patienten-Beziehung an Macht und Kontrolle zu verlieren.
	</li>
	<li>
		22 Prozent der Ärzte verscheiben einem informierten Patienten eher ein von ihm gewünschtes Medikament als einem uninformierten Patienten.
	</li>
</ul>

<p>
	Bei Arzt-Bewertungs-Portalen sind die Mediziner nach wie vor skeptisch: Nur 14 Prozent finden sie nützlich. Immerhin sehen 44 Prozent darin aber ein Potenzial für die Zukunft. Die Hälte der Ärzte wünscht sich ein Feedback übers Internet.
</p>

<p>
	<em>Quelle: "<a href="http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=121901&amp;CultureCode=en" rel="external nofollow">Web-informed patients</a>: 22% of doctors are more likely to prescribe the requested medicine than in the case of uninformed patients", AlphaGalileo Foundation, 26.6.2012</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">514</guid><pubDate>Sun, 15 Jul 2012 14:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis kann das Risiko f&#xFC;r Diabetes Typ 2 erh&#xF6;hen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-diabetes-typ-2/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_06/diabetesmessgeraet150.jpg.f714affe509952fad9c9d74dcc65a5ad.jpg" /></p>

<p>
	Psoriasis kann ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Diabetes Typ 2 sein. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität von Pennsylvania (USA). Dabei tragen die Psoriatiker das größte Risiko, die eine <em>schwere</em> Form ihrer Erkrankung haben.   Als schwer bezeichnen die Forscher eine Psoriasis dann, wenn jemand deshalb schon einmal eine innerliche oder eine UV-Therapie angewandt hat, unabhängig von <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>.  
</p>

<p>
	"Unsere Daten besagen, dass auch die Psoriatiker ein Risiko haben, die ansonsten keinen anderen Risikofaktor wie Adipositas mit sich herumtragen", sagt Joel M. Galfand, Professor an der Uni. Sein Fazit: "Patienten mit Psoriasis sollten sich gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben und genauso regelmäßig Vorsorge-Untersuchungen wahrnehmen - beispielsweise mit einem Blutdruck-, Cholesterin und Blutzucker-Check."  
</p>

<p>
	Psoriasis und Diabetes sind beides Krankheiten mit einer ständigen Entzündung. TH-1-Cytokine können dabei dafür sorgen, dass der Körper gegen Insulin resistent wird und sich ein metabolisches Syndrom entwickelt.  
</p>

<p>
	In der Studie hatten die Forscher 108.132 Menschen mit Psoriasis verglichen mit 430.716 Menschen ohne diese Hauterkrankung. Die Daten stammen aus Großbritannien.   Das Risiko, einen Diabetes zu entwickeln, steigt
</p>

<ul>
	<li>
		bei Patienten mit milder Psoriasis um 11 Prozent
	</li>
	<li>
		bei Patienten mit schwerer Psoriasis um 46 Prozent
	</li>
</ul>

<p>
	Zahlen aus Deutschland belegen, dass Psoriatiker doppelt so häufig an Diabetes mellitus erkrankt sind wie Nicht-Psoriatiker. (<a href="#2" rel="">2</a>)   Die US-Studie suchte auch nach Behandlungen derjenigen, die mit Diabetes diagnostiziert wurden. Sie fand heraus, dass Patienten mit beiden Erkrankungen - <em>schwerer</em> Psoriasis und Diabetes - öfter Mediakmente gegen den Diabetes nehmen mussten, verglichen mit Diabetikern ohne Psoriasis.  
</p>

<p>
	Die Forscher empfehlen, dass sich weitere Studien damit beschäftigen sollten, wie eine Behandlung der Psoriasis in der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und dessen Komplikationen eine Rolle spielt - sprich: ob eine (stärkere) Behandlung der Psoriasis den Diabetes Typ 2 vielleicht aufhalten kann.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<strong>Wie sich Schuppenflechte und Diabetes einschleichen können</strong><br>
	(<a href="https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/hautkrankheiten/haut-ohne-qual-psoriasis-und-diabetes-848127.html" rel="external">Apotheken-Umschau</a>, 08.02.2022)<br>
	 Wie es zum ungeliebten Doppel aus Psoriasis und Diabetes kommt, wird in diesem Artikel erklärt.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ol>
	<li>
		Rahat S. Azfar, et al.: "<a href="http://archderm.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1184494" rel="external nofollow">Increased Risk of Diabetes Mellitus and Likelihood of Receiving Diabetes Mellitus Treatment in Patients With Psoriasis</a>" in: Archives of Dermatology Juni 2012
	</li>
	<li>
		Matthias Augustin et al.: "Co-morbidity and age-related prevalence of psoriasis: Analysis of health insurance data in Germany" in Acta Dermato Venerologica 90 (2010)
	</li>
</ol>

]]></description><guid isPermaLink="false">511</guid><pubDate>Sun, 24 Jun 2012 09:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>Programm f&#xFC;r Psoriasis arthritis in Westfalen-Lippe</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-rheumanetz-westfalen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_01/rheumatologe2501.jpg.ef737cfb1f8015c04d89144bc0e74dfe.jpg" /></p>
<p>
	Versicherte der Barmer GEK bekommen in Westfalen-Lippe besondere Aufmerksamkeit – zumindest, wenn es um ihre Psoriasis arthritis oder eine andere entzündlich-rheumatische Erkrankung geht, die akut ist. Wer an der Integrierten Versorgung teilnimmt, soll innerhalb von zehn Tagen einen Termin beim Rheumatologen bekommen.
</p>

<p>
	In dieser Integrierten Versorgung haben sich die Krankenkasse, das RheumaNetz Westfalen-Lippe und das Rheumazentrum Ruhrgebiet zusammengeschlossen. Fachärzte, Fachkrankenhaus und Krankenhaus wollen die Untersuchungsergebnisse besser untereinander austauschen und die Therapie und Abläufe besser aufeinander abstimmen. Damit soll die Qualität der Behandlung verbessert werden. Wird ein stationärer Aufenthalt nötig, betreut der Rheumatolge den Patienten danach weiter.
</p>

<p>
	Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Früherkennung der Erkrankung. Es ist wichtig, rheumatische Krankheiten so früh wie möglich zu diagnostizieren und zu behandeln, damit die Gelenke erst gar nicht zerstört werden.
</p>

<p>
	Wer an dem Programm teilnehmen möchte, kann bei der Krankenkasse oder <a href="http://www.rheumanetz-wl.de/praxen" rel="external nofollow">bei einem der Rheumatologen des Netzes</a> vorstellig werden.
</p>

<p>
	Ein ähnlicher Vertrag existiert in Westfalen-Lippe bereits für Versicherte der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Dort sind das RheumaNetz, fünf Rheuma-Kliniken oder –abteilungen und eben die Krankenkasse im Boot. Versicherte, die an diesem Projekt teilnehmen, sind von Praxisgebühr und der Hälfte der Zuzahlungen im Krankenhaus befreit.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">499</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 14:48:00 +0000</pubDate></item><item><title>Rezeptfreie Medikamente f&#xFC;r Bed&#xFC;rftige in M&#xFC;nchen g&#xFC;nstiger</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rezeptfreie-medikamente-fuer-beduerftige-muenchen-guenstiger/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_01/muenchen.jpg.08c5ab02d7f49421408fc01d9ac8be97.jpg" /></p>

<p>
	Bayerns Landeshauptstadt will verhindern, dass Menschen aus Kostengründen auf den Gang in die Apotheke verzichten. Deshalb gibt es in München eine Aktion, in der rezeptfreie Medikamente für Bedürftige günstiger sind. Damit sich jeder auch Medikamente leisten kann, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, wurde das Projekt "<a href="https://stadt.muenchen.de/service/info/medikamentenhilfe/10313859/n0/" rel="external nofollow">Medikamentenhilfe München</a>“ ins Leben gerufen.
</p>

<p>
	Münchner Apotheken haben sich bereit erklärt, verschreibungsfreie Medikamente günstiger abzugeben. Voraussetzungen sind der München-Pass“ und ein „Grünes Rezept“ vom Arzt.
</p>

<ul>
	<li>
		Hier gibt es eine <a href="https://stadt.muenchen.de/service/info/medikamentenhilfe/10313859/n0/" rel="external nofollow">Liste der teilnehmenden Apotheken</a>.
	</li>
	<li>
		Hier wird über den „<a href="https://stadt.muenchen.de/service/info/muenchen-pass/1073956/" rel="external nofollow">München-Pass</a>“ informiert.
	</li>
</ul>

<p>
	Das Projekt ist eine Kooperation des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, der ökumenischen Krisen- und Lebensberatungsstelle „Münchner Insel unter dem Marienplatz“, der Münchner Ärzte und Apotheker.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<strong>Was chronisch Kranke tun können, damit sie nicht in die Armut rutschen</strong><br>
	(<a href="https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/armutsrisiko-krankheit-chronisch-krank-und-arm-911133.html" rel="external">Apotheken-Umschau, 14.12.2022</a>)<br>
	Am Beispiel zweier Frauen, die chronisch krank geworden sind, erklärt die Apotheken-Umschau, worauf man achten sollte, wenn einem das auch passieren könnte. "Es gibt Hilfen – aber nur, wenn man sich kümmert."
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Wie die Schuppenflechte einen um Job und Wohnung bringen kann</strong><br>
	(<a href="https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/dachau-schicksal-biss-verkaeufers-hans-puetz-10013321.html" rel="external nofollow">Münchner Merkur</a>, 9.7.2018)<br>
	Hans Pütz konnte wegen der Psoriasis nicht mehr in der Gastronomie arbeiten. Nach dem Job verlor er seine Wohnung. Heute verkauft er in München eine Straßenzeitung.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">604</guid><pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:35:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Gr&#xFC;nes Rezept" kann beim Finanzamt helfen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/qgruenes-rezeptq-kann-beim-finanzamt-helfen/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Hautkranke müssen ihre Haut gut pflegen, damit ihre Krankheit nicht schlimmer wird und der Alltag zu bewältigen ist. Oft müssen Hautkranke die Pflegeprodukte selbst bezahlen. Wer ist der Apotheke rezeptfreie Produkte kauft, kann die Quittungen fürs das das Finanzamt sammeln, um Steuern zu sparen. Doch immer öfter wollen die Finanzämter mehr sehen – nämlich den Nachweis, dass die Mittel medizinisch notwendig sind. Erst dann kann man „Außergewöhnliche Belastungen“ geltend machen.</p><p></p><p>Für diesen Nachweis ist das „Grüne Rezept“ da. Der Arzt stellt es aus, der Apotheker bedruckt es als Quittung. </p><p></p><p>Ob und in welcher Höhe derartige Ausgaben für die Selbstmedikation anerkannt werden, prüft das Finanzamt von Fall zu Fall. Steuermindernd wirken krankheitsbedingte Kosten nur dann, wenn sie eine „zumutbare Belastung“ übersteigen. Sie in der eigenen Steuererklärung anzugeben, kann sich also je nach Einkommen und Familienstand lohnen.</p><p></p><p>Wer in seiner Stammapotheke eine Kundenkarte besitzt, kann dort um eine Bescheinigung über alle Ausgaben für Medikamente im vergangenen Jahr bitten, die seine Krankenkasse nicht erstattet hat und die er deshalb privat zahlen musste.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">498</guid><pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:07:28 +0000</pubDate></item><item><title>Links und Artikel zum Thema Krankenkasse</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/links-zum-thema-krankenkasse/</link><description><![CDATA[
<ul>
	<li>
		<a href="http://www.bmg.bund.de/uploads/publications/210x297_BMG_GP_InfoZuzlg_150dpi_v2_PDF.pdf" rel="external nofollow">Was Sie über Zuzahlungen und Erstattung bei Arzneimitteln wissen sollten</a> - Informationsblatt des Bundesministeriums für Gesundheit
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.bmg.bund.de/uploads/publications/210x297_BMG_GP_InfoSozialAG_150dpi_v2_PDF.pdf" rel="external nofollow">Was Sie über Zusatzbeiträge und Sozialausgleich wissen sollten</a> - Informationsblatt des Bundesministeriums für Gesundheit
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/K/Krankenkassenwechsel/Informationsblatt_zu_Krankenkassenwahlrechten_-_Stand_Juli_2013.pdf" rel="external nofollow">Wahltarife der Krankenkassen</a> - Informationsblatt des Bundesministeriums für Gesundheit
	</li>
</ul>

<h3>
	Interessante Artikel zum Thema
</h3>

<p>
	<strong>Viele nutzen das Bonus-Programm ihrer Krankenkassen nicht</strong><br>
	(<a href="https://www.pnp.de/nachrichten/heimatwirtschaft/bonusprogramme-viele-krankenkassen-zahlen-geld-zurueck-aber-kaum-einer-will-es-10648726" rel="external nofollow">Passauer Neue Presse, 03.03.2023</a>)<br>
	Viele Krankenkassen bieten neben den üblichen Leistungen auch Bonus-Programme. Mal gibt's was zum Sportkurs dazu, mal einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung.
</p>

<p>
	Für diesen Artikel hat der Redakteur der Passauer Neuen Presse bei einigen Krankenkassen herumgefragt. Das Ergebnis: Viele Versicherte nutzen die Bonusprogramme gar nicht. Hier werden zwar speziell bayerische Krankenkassen genannt, aber gelten dürfte der Befund für alle Kassen bundesweit.
</p>

<p>
	Nutzt Ihr so ein Bonusprogramm? Oder wusstet Ihr gar nichts davon? Schreibt's in die Kommentare. <span class="ipsEmoji">👇</span>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Apps von Krankenkassen tracken ihre Nutzer</strong><br>
	(<a href="https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Sicherheit-33369323.html" rel="external nofollow">Computer-Bild, 23.08.2022</a>)<br>
	Smartphone-Apps der Krankenkassen machen mit einigen Fingertipps möglich, was früher nur per Brief klappte. Doch einige Apps auch von großen Krankenkassen gehen sehr lax mit sensiblen Nutzerdaten um – darunter die der Barmer und der IKK classic. Computer-Bild selbst geht auch nicht zimperlich mit dem Einbau von Tracking-Pixeln um, aber das ist ein anderes Thema.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Warum Kranke die Krankenkassen nur nerven</strong><br>
	(<a href="https://perspective-daily.de/article/2152-wie-der-markt-krankenkassen-gelehrt-hat-gesunde-zu-bevorzugen/Pec65VDc" rel="external nofollow">Perspective Daily, 01.06.2022</a>)<br>
	Krankenkassen waren lange leicht angestaubte Unternehmen. Die großen hatten Filialen, in die man mit seinem Problem auch mal reingehen konnte und sein Anliegen von Mensch zu Mensch vortragen konnte. Heute versuchen Krankenkassen, cool 'rüberzukommen. Ab und an schicken sie einem mal einen Brief zum Beispiel mit dem Organspende-Ausweis, ansonsten beschränkt sich der Kontakt für viele auf den Abzug der Krankenkassenbeiträge vom Konto oder der Gehaltsabrechnung.
</p>

<p>
	Jetzt kämpfen Krankenkassen um Kunden. Aber allzu krank sollen die am besten auch wieder nicht sein, denn dann kosten sie mehr Geld. Und wir sind Kunden, nicht mehr Patienten.
</p>

<p>
	Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie unser Gesundheitswesen wurde, wie es ist. Er beginnt nicht beim Urschleim, sondern in den 1990-ern. Es geht um Einflussname von Parteien und wirtschaftliche Interessen, die einen riesigen, nur noch kaum steuerbaren Tanker geschaffen haben.
</p>

<p>
	Wer mag, kann sich den Artikel vorlesen lassen.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<a href="http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article129856477/Was-wenn-die-Krankenkasse-nicht-zahlen-will.html" rel="external nofollow">Wenn die Krankenkasse einen Antrag ablehnt</a><br>
	(Die Welt, 06.07.2014)<br>
	Wer bei der Krankenkasse etwas beantragt, tut das allermeist nicht, weil ihm langweilig ist. Doch oft genug kommt alsbald die Ablehnung ins Haus. Das ist aber nicht das Ende der Fahnenstange. Wer welche Möglichkeiten zum Einspruch hat, wird in diesem Artikel erklärt.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	 
	</p><p>
		<a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/krankenversicherung-wenn-kassen-ihre-patienten-allein-lassen/7804582.html" rel="external nofollow">Wenn Kassen ihre Patienten allein lassen</a>(Handelsblatt, 23.02.2013)
	</p>


<p>
	 
	</p><blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
		<div class="ipsQuote_citation">
			Zitat
		</div>

		<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
			<p>
				Die Krankenkassen zahlen ihren Kunden nicht immer so viel wie gedacht. Manchmal tricksen sie sogar. Wie sich gesetzlich Versicherte dagegen wehren können.
			</p>
		</div>
	</blockquote>


<p>
	Interessant sind die Erklärungen am Ende des Artikels.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">497</guid><pubDate>Sun, 25 Dec 2011 18:19:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fl&#xFC;gge auch mit kranken Fl&#xFC;geln</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fluegge-auch-mit-kranken-fluegeln/</link><description><![CDATA[
<p>Eltern mit (fast) erwachsenen behinderten oder chronisch kranken Kindern konnten sich darüber informieren, wie man damit umgeht, wenn das Kind von zu Hause ausziehen will. Unter dem Motto "Loslassen und Festhalten" wurden im Juni 2006 an der Leipziger Universitäts-Kinderklinik Probleme und Erfahrungen ausgetauscht.</p><p>Es ging dabei darum, wie Jugendliche ins Erwachsenenleben und die Selbständigkeit geführt werden, wenn sie behindert oder chronisch krank sind. Professor Andreas Merkenschlager leitet die Abteilung für Neuropädiatrie und klinische Neurophysiologie leitet. Er versteht, dass scheinbar "überbesorgte" Eltern Bedenken haben, ihre Kinder "ins eigene Leben" gehen zu lassen. "Wer eine Kindheit lang eine an verzichtreiche Diät einhalten musste, wen regelmäßige Physiotherapiebehandlungen und Arztbesuche langweilten oder wer nach der Uhr Medikamente einzunehmen hatte, der sehnt sich danach, alle diese Fesseln zu durchbrechen. Die jungen Leute wollen, wie alle ihre Altersgefährten, mal die Nacht durchfeiern, Motorrad fahren, Ummengen Süßes essen oder endlich nach Alkohol greifen".</p><p>Mütter und Väter und befürchten, dass die Kinder ihre Therapie gefährlich vernachlässigen, wenn ihre fürsorgliche Kontrolle wegfällt. Deshalb, so Merkenschlager, sollten sie möglichst früh damit beginnen ihre Kinder zu trainieren, sich selbstverantwortlich um die Krankheit zu kümmern. Einerseits wollen Jugendlichen absolut selbständig leben. Ihre Krankheit wird sie aber andererseits immer wieder dazu bringen, dass sie Schutz und Rat benötigen. Da bietet sich an, sie in einem Modell des "Betreuten Wohnens" unterzubringen und sie mit Selbsthilfegruppen beziehungsweise Beratungsstellen vertraut zu machen.</p><p>Wenn behinderte Jugendliche eine Ausbildung beginnen, sind sie meist relativ gut darauf vorbereitet. Im Beruf sind sie als anerkannte Behinderte besser geschützt, als andere Arbeitnehmer. "Was aber, wenn sich der Gesundheitszustand durch eigenes Verschulden deutlich verschlechtert und die Ausbildung oder das Arbeitsverhältnis dadurch gefährdet sind?" fragt Merkenschlager.</p><p>Auch die Eltern selbst müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Es war über viele Jahre ihre Lebensaufgabe, das kranke Kind zu betreuen. Oft haben Eltern ihre beruflichen Pläne dem untergeordnet oder Hobbys oder Freundschaften aufgegeben. Es ist notwendig, das zu erkennen und so früh möglich, das Leben mit anderen Dingen zu auszufüllen ?trotz der Krankheit des Kindes. Je selbständiger das Kind schon im Elternhaus ist, desto unabhängiger können Eltern ihr eigenes Leben nach dessen Auszug gestalten.</p><p> </p><p><em>Quelle: <a href="https://idw-online.de/de/news164310" rel="external nofollow">Informationsdienst Wissenschaft</a> (idw) - Pressemitteilung; Universität Leipzig, Dr. Bärbel Adams, (16.06.2006)</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">891</guid><pubDate>Wed, 16 Nov 2011 14:55:24 +0000</pubDate></item><item><title>Lobbyismus im Gesundheitswesen - ein Kommentar aus Pharma-Sicht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lobbyismus-vfa/</link><description><![CDATA[
<h4>
	Eine Stellungnahme des <a href="https://www.vfa.de/" rel="external nofollow">Verbandes forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa)</a>
</h4>

<p>
	Das Thema Lobbyismus im Gesundheitswesen, das in schöner Regelmäßigkeit von den Medien aufgegriffen wird, wird in den allermeisten Fällen mit der Arbeit der Verbände und der Pharmazeutischen Unternehmen verknüpft. So auch bei der Tagung Ende September 2011 in Berlin, die von<em> Transparency International </em>und der <em>Evangelischen Akademie</em> veranstaltet wurde. In zahlreichen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen wurde dabei der Pharmaindustrie sehr pauschal vorgeworfen, ihren Einfluss in allen Bereichen des Gesundheitswesens auf unlautere Weise geltend zu machen. Dabei wurde aber zum Teil mit veralteten Diagrammen und Zahlen (z.B. aus dem Jahr 2004) argumentiert und wurden längst bekannte, alte Vorwürfe unreflektiert wiederholt. Gerade in den letzten Jahren haben die Pharmaunternehmen und der <em>vfa</em> zahlreiche Anstrengungen in diesem Bereich unternommen. Dabei wurden in vielen Fällen die Forderungen von <em>Transparency International</em> erfüllt. Diese Entwicklungen blieben während der Veranstaltung aber leider völlig unerwähnt und wurden somit auch nicht gewürdigt.
</p>

<p>
	Für Deutschland gibt es zum Beispiel die „<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/lobbyliste" rel="external nofollow" target="_blank">Verbändeliste</a>“, in der viele – aber nicht alle Verbände aufgelistet sind, die bei Anhörungen des Bundestages zu Wort kommen können. In der aktuellen Liste  erscheinen z.B. der <em>vfa</em> unter der Nummer 1910, <a href="https://www.transparency.de/" rel="external nofollow">Transparency international </a>unter Nummer 1679 und <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Lobby Control </em></a>unter Nummer 1531. Dies ist allerdings kein „Lobbyregister“, in dem sich <span style="text-decoration:underline;">alle</span> eintragen müssen, die als Interessengruppe Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen. Seit mindestens 2008 fordert der <em>vfa</em> ein verpflichtendes Lobbyregister, in dem sich auch Kanzleien, Think-Tanks und Public Affairs-Agenturen eintragen. Auf EU-Ebene gibt es seit 2008 ein „<a href="https://ec.europa.eu/news/justice/080623_1_de.htm" rel="external nofollow">Freiwilliges Lobbyregister</a>“, in dem sich noch nicht sehr viele Verbände mit konkreten Angaben eingetragen haben. Der <em>vfa</em> war einer der ersten Verbände überhaupt, der aufgelistet hat, mit wie viel Personen und finanziellem Aufwand zu welchen Themen er im EU-Umfeld lobbyiert.
</p>

<p>
	Sogar noch früher, nämlich im Februar 2004, haben die Mitglieder des <em>Verbands Forschender Arzneimittelhersteller vfa</em> die <em><a href="https://www.fsa-pharma.de/" rel="external nofollow">Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA)</a></em><a href="https://www.fsa-pharma.de/" rel="external nofollow" target="_blank"> </a> gegründet. Dieser Verein mit Sitz in Berlin überwacht die korrekte Zusammenarbeit von pharmazeutischen Unternehmen mit Ärzten, Apothekern und weiteren Angehörigen der medizinischen Fachkreise sowie den Organisationen der Patientenselbsthilfe. Der <em>FSA</em> sanktioniert gegebenenfalls Regelverstöße. Hierdurch wird den Verhaltenskodizes Nachdruck verliehen. Weitere Unternehmen und Verbände haben sich inzwischen dem <em>FSA</em> angeschlossen und sich seinen Verhaltenskodizes unterworfen.
</p>

<p>
	Anwendungsbeobachtungen (AWB) werden ebenfalls klar durch Kodizes geregelt. Die festgeschriebenen FSA-Leitlinien zu AWBs gehen deutlich über gesetzliche Vorgaben hinaus. Sie tragen dazu bei, die medizinisch-methodische Qualität der Studien zu sichern. Andere Aspekte sind ohnehin bereits eindeutig durch die "<a href="https://www.pei.de/DE/infos/pu/genehmigung-klinische-pruefung/anwendungsbeobachtungen/awb-planung-durchfuehrung-auswertung/awb-durchfuehrung-node.html" rel="external nofollow" target="_blank">Empfehlungen zur Planung, Durchführung und Auswertung von Anwendungsbeobachtungen</a>" des <em>Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)</em> bzw. des <em>Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel "Paul-Ehrlich-Institut" (PEI) </em>geregelt. So sehen die Leitlinien von <em>BfArM / PEI</em> wie auch die von der <em>FSA</em> vor, die Vergütung an der Gebührenordnung für Ärzte zu orientieren, um auszuschließen, dass von AWBs Verordnungsanreize für bestimmte Medikamente ausgehen. Alle Anwendungsbeobachtungen einschließlich der Liste der beteiligten Ärzte müssen zudem der <a href="http://www.kbv.de/ais/13708.html" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)</em></a>, dem <a href="http://www.gkv-spitzenverband.de/Anwendungsbeobachtungen.gkvnet" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) </em></a>und dem <em>BfArM</em> oder alternativ dem <em>PEI</em> gemeldet werden. Der <em>KBV</em> und dem GKV Spitzenverband sind dabei auch die Art und die Höhe der geleisteten Vergütung anzugeben sowie die geschlossenen Verträge zu übermitteln.
</p>

<p>
	Besonders zu erwähnen ist hierbei, dass seit dem 01. Juli 2008 sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene Kodizes zur Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen gültig sind, die klare Regelungen für die partnerschaftliche Kooperation vorgeben und die notwendige Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit schaffen. Die Richtlinien des nationalen „<a href="http://www.vfa.de/de/patienten/zusammenarbeit-mit-patientenselbsthilfegruppen/fsa-kodex-patientenorganisationen.html" rel="external nofollow" target="_blank"><em>FSA</em>-Kodex Patientenorganisationen</a>“ regeln die Kooperation zwischen Patientenorganisationen und Pharmaunternehmen. Ziel ist es vor allem, die Neutralität und Unabhängigkeit der Patientenorganisationen zu wahren und die lautere und sachliche Zusammenarbeit im Interesse der Patienten zu gewährleisten. Dieser „<em>FSA</em>-Kodex Patientenorganisationen“ greift bereits vorhandenen Verhaltensrichtlinien auf bzw. ergänzt sie, wie z.B. die <a href="http://www.bag-selbsthilfe.de/neutralitaet-und-unabhaengigkeit-der-selbsthilfe.html" rel="external nofollow" target="_blank">Leitsätze der <em>Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe </em>zur Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen</a>.
</p>

<p>
	Der „<em>FSA</em>-Kodex Patientenorganisationen“ greift eine Vielzahl von ethischen Standards auf, denen sich die <em>vfa</em>-Mitgliedsunternehmen bereits in der Vergangenheit bei der Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen freiwillig unterworfen haben. Dazu gehört unter anderem, dass Unternehmen ihre finanzielle Unterstützung für Patientenverbände veröffentlichen müssen, dass sie keinen unlauteren Einfluss auf die Arbeit der Selbsthilfeorganisationen nehmen dürfen und dass sie keine Exklusivität in der Zusammenarbeit verlangen dürfen. Damit sind klare Maßstäbe gesetzt. Es ist sichergestellt, dass in der Zusammenarbeit von Patientenorganisationen und Industrie Verhaltensregeln eingehalten werden, die eine unlautere Beeinflussung ausschließen. Damit gehört der deutsche Patienten-Kodex europaweit zu den strengsten. Für die Pharma-Unternehmen, die für die Patientenarbeit die Summen ihrer Zuwendungen veröffentlichen, ist Transparenz keine Einbahnstraße. Auch von den anderen Playern im Gesundheitswesen wäre solch "gelebte Transparenz" wünschenswert.
</p>

<p>
	Selbst „die tageszeitung“ gibt in ihrem Artikel „<a href="http://www.taz.de/!77296/" rel="external nofollow" target="_blank">Mehr Transparenz gefordert</a>“ vom 01.09.2011 zu, dass ohne Großspenden der Pharmafirmen einige Selbsthilfevereine wohl dichtmachen müssten. Die Herkunft des Geldes aber würde von den Vereinen oft nicht kenntlich gemacht werden. Wörtlich fasst der Autor zusammen: "<em>Dass sich in punkto Sponsoring-Transparenz zumindest bei den großen Pharmafirmen etwas bewegt hat, ist sicherlich zu begrüßen, und womöglich werden sich im Wettbewerb ums beste Image bald weitere Firmen an der relativen Offenheit von GlaxoSmithKline orientieren. [...| Der Kodex des Vereins 'Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie' (FSA) verlangt indes noch mehr: Die FSA-Mitgliedsfirmen müssen auch 'darauf hinwirken', dass Patientenorganisationen die finanzielle Unterstützung 'von Beginn an gegenüber der Öffentlichkeit kenntlich' machen.</em>
</p>

<p>
	<em>Angesichts dieser Vorgabe drängt sich die Frage auf: Wie mitteilsam sind eigentlich die Gesponserten selbst? Bisher gibt es weder eine einschlägige Datenbank in Eigenregie der Selbsthilfe noch eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung. Bei einer ersten Stichprobe auf den Websites diverser Patientenvereine sind jedenfalls kaum Angaben zu Sponsoren und Geldbeträgen zu finden. Klar ist allerdings auch: Die Offenlegung von Geldflüssen allein macht inhaltlich nur bedingt schlauer. Wie richtig gute Transparenz ausgestaltet sein könnte, hatte die Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer bereits im Jahr 2008 skizziert: Notwendig sei ein öffentliches Register, in dem sämtliche Kooperationsverträge zwischen Pharmafirmen und Patientenorganisationen zentral dokumentiert sind. Am besten für jedermann und -frau anklickbar im Internet</em>.“
</p>

<p>
	Ob so ein "Kooperations-Register" tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist, wird gegenwärtig heiß diskutiert. Der <em>vfa</em> hat das Ende solcher, erfahrungsgemäß langen Diskussionen nicht abwarten wollen, und mit seiner Selbstverpflichtung für Klarheit gesorgt. Würden sich jetzt alle Beteiligten, also Unternehmen wie Patientenorganisationen, daran halten, hätten wir ein hohes Niveau erreicht, ohne den Gesetzgeber bemühen zu müssen.
</p>

<p>
	<em>Barbara Haake, Patientenzusammenarbeit</em>
</p>

<p>
	<em>vfa</em>
</p>

<p>
	<em><a href="mailto:info@vfa.de" rel="">info@vfa.de</a></em>
</p>
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<div>
	 
</div>

]]></description><guid isPermaLink="false">492</guid><pubDate>Sat, 12 Nov 2011 13:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lobbyismus im Gesundheitswesen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lobbyismus/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_09/lobbyismus250.jpg.616b93eedc2f7efeec8047fa4778e777.jpg" /></p>

<h2>
	Auszüge einer politischen Diskussion
</h2>

<p>
	Am 26. und 27. September 2011 fand eine Tagung in Berlin statt, in der es um Interessenpolitik, Einflussnahme und Korruption im Gesundheitswesen ging. Veranstalter waren <a href="http://www.transparency.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Transparancy International Deutschland</em> <em>(TI)</em></a> und die <a href="http://www.eaberlin.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Evangelische Akademie zu Berlin</em></a>. Im Mittelpunkt vieler Referate standen die Methoden der Pharmaindustrie. An Beispielen aus den unterschiedlichsten Bereichen wurde gezeigt, wie diese Branche systematisch, zielgerichtet und ausgestattet mit sehr viel Geld und bestens geschultem Personal ihre Interessen verfolgt. Aber auch andere Akteure im Gesundheitswesen betätigen sich als Lobbyisten und versuchen, Öffentlichkeit und Politiker in ihrem Sinne zu beeinflussen: Ärzte, Krankenkassen, Kliniken, Hilfsmittelhersteller und –vertreiber, Physiotherapie-Praxen und nicht zuletzt auch Selbsthilfevereinigungen. Immer wieder wurde kritisiert, dass viele Beteiligten es zugelassen haben, wie selbstverständlich Geld aus der Wirtschaft anzunehmen und deren Denkweise unkritisch zu übernehmen. Als roter Faden zog sich durch die Diskussion die Frage, was getan werden könnte, um die Interessen der Patienten gegen diese starke Lobby zu verteidigen.
</p>

<h2>
	Transparenz bei Pharma-Aktivitäten
</h2>

<p>
	Professsor Edda Müller von <em>Transparency International (TI)</em> fasste die <a href="http://www.transparency.de/2011-09-21-Stellen-zur-Bekaemp.1964.0.html" rel="external nofollow" target="_blank">wesentlichen Forderungen ihrer Organisation</a> zusammen. Der Ruf der Pharmaindustrie sei vor allem dadurch beschädigt, dass sie die Preise von Arzneimitteln hochhalte und Schein-Innovationen auf den Markt bringe, die das Gesundheitswesen viel Geld kosten würden. Vertreter der Pharmaindustrie sollten nicht mehr an solchen Gesetzes-Entwürfen mitarbeiten dürfen, von denen sie selbst betroffen sind. Anwendungsbeobachtungen bei niedergelassenen Ärzten müssten verboten werden. Die würden nur dazu dienen, dem Arzt ein Gefälligkeitshonorar zu zahlen und sein Verschreibungs-Verhalten zu beeinflussen. <span style="text-decoration:underline;">Alle</span> Forschungsvorhaben an Hochschulen, die von der Pharmaindustrie bezahlt werden, müssten in einem Register verzeichnet werden. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass Studien im Nachhinein nicht veröffentlicht werden,  wenn der Pharmafirma die Ergebnisse nicht passten. Aus dem Publikum wurde vorgeschlagen, die Pharmaindustrie in einen gemeinsamen Topf einzahlen zu lassen. Daraus könnten dann die Forschungsgelder von einem unabhängigen Gremium verteilt werden. Anwesende Ärzte bestritten Professsor Müllers Aussage, dass die Pharmafirmen immer seltener Kongresse und andere ärztliche Fortbildung finanzieren würden.
</p>

<h2>
	Unabhängige Kundenberatung
</h2>

<p>
	Stefan Etgeton von der <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Bertelsmann-Stiftung</em></a> ("<a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-2F70232C-22E58842/bst/hs.xsl/36964_36967.htm" rel="external nofollow">Weiße Liste</a>") stellte die Forderung auf, den Patienten im Gesundheitswesen als „Kunden“ zu akzeptieren. Das wurde im Publikum empört zurückgewiesen. Patienten seien keine „Kunden“, die freiwillig ein Geschäft abschließen. Sie seien kranke Menschen, die notgedrungen medizinischer Hilfe bedürften. Etgeton gelang es nicht aufzuzeigen, dass in vielen Situationen der Patient schon längst „Kunde“ ist und entsprechend beeinflusst wird. Der Patient muss Gesundheitsangebote einschätzen, z.B. wenn er „IgEL“- oder andere Selbstzahler-Leistungen angeboten bekommt. Es fällt den meisten schwer zu entscheiden, in welcher Klinik oder Facharztpraxis man sich behandeln soll. Dafür braucht man einen möglichst unabhängigen Lotsen – ob nun Krankenkasse, <em>Unabhängige Patientenberatung</em>, <em>Verbraucherzentrale</em>, „Weiße Liste“, Selbsthilfe-Angebote oder ähnliches.
</p>

<h2>
	Persönliche Interessen beeinflussen Urteilsvermögen
</h2>

<p>
	Professsor Bruno Müller-Oerlinghausen (früher: <a href="http://www.akdae.de/" rel="external" target="_blank"><em>Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft</em></a>) verwies darauf, dass ein Teil der Ärzteschaft durch zu enge Verbindungen zur Gesundheitswirtschaft seine innere und äußere Unabhängigkeit verloren habe. Ärzte riskierten, dass ihr rein professionelles Urteilsvermögen beeinflusst werde durch „sekundäre Interessen“ (Geld, Karriere, Status, Vorteile). Darauf angesprochen würden die meisten das zwar bei Kollegen vermuten, fast nie aber bei sich selbst. Er wies auf die Ärztegruppe <a href="http://www.mezis.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>MEZIS</em></a> hin, die generell keinerlei Vorteile von Pharmafirmen in Anspruch nimmt.
</p>

<p>
	Professsor Müller-Oerlinghausen beschrieb Desinformations-Kampagnen, mit denen die Pharmafirmen erfolgreich ihre Denkweise durchsetzen und Marktanteile für die eigenen Produkte erweitern konnten: Übertreiben von Infektionsgefahren, behaupteter Zusatznutzen neuer Medikamente, Erfinden von Krankheiten, Beeinflussen von Behandlungsleitlinien, Verändern von Grenzwerten, ab wann jemand als behandlungsbedürftig gilt.
</p>

<p>
	Ähnlich argumentierte <a href="http://kurse.fh-regensburg.de/kurs_20/kursdateien/P/2011-09-26pdf.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Professor David Klemperer</a> vom <a href="https://www.ebm-netzwerk.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Netzwerk Evidenzbasierte Medizin</a>. Es dürfe nicht erlaubt sein, dass Ärzte mit Interessenkonflikten die „Leitlinien“ (Behandlungsempfehlungen) für einzelne Krankheiten mitentscheiden. So seien z.B. die Cholesterin-Grenzwerte in US-Leitlinien so verändert worden, dass von vorher 13 Mio. Betroffenen, danach 36 Mio. Menschen hätten medikamentös behandelt werden müssen. Es sei erwiesen, dass gerade diejenigen Ärzte, die sich selbst für nicht beeinflussbar halten, besonders anfällig dafür seien („verzerrte Eigenwahrnehmung“). Das Argument, wer <span style="text-decoration:underline;">von allen</span> Geld nähme, sei nicht beeinflussbar, sei eine nicht bewiesene Behauptung, so Professor Klemperer.
</p>

<h2>
	Patientenvereinigungen
</h2>

<p>
	In den vergangenen Jahren wurde heftig darüber diskutiert, inwieweit Selbsthilfeorganisationen durch Gelder aus der Gesundheitswirtschaft beeinflusst werden. Dr. Martin Danner (<a href="http://www.bag-selbsthilfe.de/" rel="external nofollow" target="_blank">BAG Selbsthilfe</a>) verwies darauf, dass es inzwischen <a href="http://www.ondamaris.de/?p=20014" rel="external nofollow" target="_blank">Regeln über die Zusammenarbeit mit solchen Firmen</a> gäbe, um die Unabhängigkeit des jeweiligen Mitgliedsverbandes zu gewährleisten. Alle Zahlungen seien zu veröffentlichen. Verstöße würden in einem „Monitoring-Verfahren“, d.h. einer internen Selbstkontrolle, besprochen. Darüber hinaus aber nannte er keine Probleme oder Beeinflussungs-Mechanismen, die durch die Zusammenarbeit der Patienten-Selbsthilfe mit zum Teil global agierenden Pharmakonzernen entstehen könnten.
</p>

<h2>
	Lobbyismus als latente Gefahr für den Rechtsstaat
</h2>

<p>
	Der schärfste Kritiker eines unregulierten Lobbyismus auf dieser Tagung war Professsor Thomas Leif (<a href="http://www.netzwerkrecherche.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>netzwerk recherche</em></a>). Anhand drastischer Beispiele machte er deutlich, dass Politiker, Journalisten, Medien und sogar Internet-Communities von Lobbyisten beherrscht werden. Sie würden selbst vor „Under-Cover“-Methoden nicht zurückschrecken, um die Schwächen ihres Gegenübers auszunutzen. „Gegen die Pharmaindustrie kann in Deutschland niemand regieren“, zitierte er einen SPD-Minister.  In nahezu allen Gremien habe man „seine“ Leute platziert – von ärztlichen Fachgesellschaften und wissenschaftlichen Beiräten der Patientenorganisationen, über den Bundestag, Ministerien und Bundesinstitute bis hin zur <em>Weltgesundheits-Organisation WHO</em>. „Leihbeamte“, bezahlt von der Pharmaindustrie, formulieren in Behörden Gesetzes- und Verordnungsvorschläge – vorgeblich als „fachkundige Helfer“ der Politik. Die Schwächen der Politiker und ihr fehlendes Expertenwissen, seien das „Scheunentor“ der Lobbyisten. Dr. Leif bezeichnete den heutigen Zustand als eine „symbiotische Komplizenschaft“. Jeder, der mit Lobbyisten zusammen arbeite, begebe sich in eine „freiwillige Interessenabhängigkeit“.
</p>

<p>
	Das sei aber keine Kooperation unter Gleichen: Der Lobbyismus im Gesundheitswesen sei perfektioniert. Pharmafirmen arbeiten mit gewaltigen Finanzmitteln und absolutem „Top-Personal“. Den vermeintlichen Interessenkonflikt zwischen Pharmaindustrie, Ärzten und Kassen gäbe es nicht, so Professsor Leif. Ganz im Gegenteil seien da vielfältige Kooperationsformen und gemeinsame, aggressive Forderungen nach Sonderrechten und immer mehr Geld.
</p>

<p>
	Der eigentliche Skandal sei, dass das alles so durchgehe. Er halte diese „Überlobbyisierung“ der Politik für eine zunehmende Gefahr für den Rechtsstaat und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Demokratie.
</p>

<h2>
	Kein Interesse an Strafverfolgung
</h2>

<p>
	Mit Vergehen gegen das Strafrecht beschäftigt sich Dina Michels (<a href="http://www.kkh-allianz.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>KKH-Allianz</em></a>) seit langer Zeit. Sie hätte viele Fälle aufgedeckt, in den Ärzte finanziell von Sanitätshäusern, Physiotherapie-Praxen oder Kliniken Vermittlungsprovisionen bezogen. Es seien unzulässige Beraterverträge oder vorgetäuschte Anwendungsbeobachtungen entdeckt worden. Aber nur in den ganz offensichtlichen Fällen wären Mediziner dann auch verurteilt worden. Ihr sei es immer wieder passiert, dass Staatsanwälte vom Justizministerium „zurückgepfiffen“ worden seien. Andere Ankläger, die sich ausschließlich mit Arztverfahren beschäftigen würden, hätten „nicht Bescheid gewusst“, angeordnete Hausdurchsuchungen abgeblasen und letztendlich das Verfahren eingestellt.
</p>

<p>
	Trotzdem ermuntere sie weiterhin jeden, Anzeige zu erstatten, der von Abrechnungsbetrug erfahre. Schließlich gehe es um das Geld der Versicherten. Das könne man auch anonym machen, z.B. auf der Seite der KKH-Allianz oder beim Landeskriminalamt des jeweiligen Bundeslandes.
</p>

<h2>
	Lobbyismus ist für Politiker unerlässlich
</h2>

<p>
	Dr. Eva Högl (<em>MdB, SPD</em>) vertrat die Position der „aufgeklärten“ Bundestagsabgeordneten: Natürlich lasse sie sich nicht durch luxuriöse Einladungen beeinflussen. Politiker würden aber Experten benötigen, um sich fachlich beraten zu lassen. Selbstverständlich dürfe man sich nicht zum Sprachrohr von Einzelinteressen machen lassen. Sondern man müsse sich alle Seiten anhören, um dann souverän selbst zu entscheiden. Dr. Högl sprach sich dafür aus, dass sich der Bundestag selbst Regeln geben sollten: Wie sollte mit Bestechung von Abgeordneten umgegangen werden? Nach welcher Karenzzeit dürften Politiker in die Privatwirtschaft wechseln?
</p>

<p>
	Aus dem Publikum wurde sie gefragt, weshalb sie nicht mit unabhängigen Experten zusammenarbeiten würde. Darauf erwiderte sie, dass es keine wirklich unabhängigen Experten gäbe. Das Publikum dagegen protestierte und war anderer Meinung.
</p>

<h2>
	Mobilisierung über das Internet
</h2>

<p>
	Dr. Günter Metzges (<a href="http://www.campact.de/campact/home" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Campact</em></a>) stellte einige Kampagnen vor, die zeigen sollen, wie einfach es mit heutigen Kommunikationsmitteln ist, seine Interessen zu vertreten. Über das Internet kann man ohne großen Aufwand Menschen mobilisieren: So hätte <em>Campact</em> Aktionen gegen Gen-Food auf Wahlveranstaltungen von nur zehn Bundestagsabgeordneten durchgeführt, die sie als einflussreich ausgesucht hatten. Die mussten sich dann bei jedem ihrer Auftritte dazu äußern. Ohne diese Aktionen hätten sich die Abgeordneten nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt und unreflektiert abgestimmt.
</p>

<h2>
	Patienten sollen über Therapie mitentscheiden ("shared decision making")
</h2>

<p>
	Professsor Ingrid Mühlhauser (<a href="http://www.gesundheit.uni-hamburg.de/cgi-bin/newsite/index.php" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Uni Hamburg, MIN Fakultät, Gesundheitswissenschaft</em></a>) hat sich zum Ziel gesetzt, dass Patienten wissenschaftliche Aussagen zu Therapien verstehen können. Nur so können sie unabhängig darüber mitentscheiden, ob sie sich mit einem Medikament behandeln lassen oder aber ob es ihnen zu riskant ist.
</p>

<p>
	Patienten müssen glauben, was ihnen der Arzt, eine Pharmabroschüre oder ein Medienbericht über Nutzen und Risiko eines Medikaments sagen. Aber die genannten Zahlen sind meist untauglich, wenn ein Patient sein persönliches Risiko abschätzen will: Sie verschweigen starke Nebenwirkungen oder altersmäßige Unterschiede, sie machen Panik und unterschlagen weit aus gefährlichere Lebensrisiken. Professsor Mühlhauser hat deshalb Kurse für Krebs-Patienten entwickelt, in denen diese lernen, die Aussagen von Medikamenten-Studien einschätzen zu können. Eine Petition an den Bundestag, Behandlungsleitlinien und wissenschaftliche Studien allen Bürgern in verständlicher Sprache zugänglich zu machen, wurde abgelehnt. Dafür gäbe es die <em>Unabhängige Patientenberatung</em>, das <em>Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen</em> und das <em>Qualitätssiegel Afgis</em>.
</p>

<p>
	Professsor Mühlhauser hielt unter den vielen Patientenportalen eigentlich nur den <a href="http://www.gesundheitsinformation.de/index.de.html" rel="external" style="text-decoration:underline;" target="_blank">Gesundheitsfuchs des IQWiG</a> für unabhängig. Das <a href="http://www.patienten-information.de/ueber-unser-patientenportal" rel="external nofollow" style="text-decoration:none;" target="_blank">Patienten-Informationsportal der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung</a> hielt sie für "problematisch", weil es stark leitlinienorientiert sei und nicht die notwendigen Informationen für persönliche Entscheidungen biete. Die Patientenportale der Krankenkassen seien nicht wissenschaftlich und nicht frei von Marketing-Interessen. Auch die <a href="http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/test/Medizinische-Beratung-im-Internet-Von-richtig-gut-bis-voll-daneben-1091512-1094148/" rel="external" target="_blank">Sieger der <em>Stiftung Warentest </em></a>müsse man kritisieren: Die <a href="http://www.apotheken-umschau.de/" rel="external" target="_blank">Apotheken-Umschau</a> sei eine reine Ratgeberseite, <a href="http://www.netdoktor.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Netdoktor</a> und <a href="http://www.vitanet.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Vitanet </a>seien wissenschaftlich veraltet.
</p>

<p>
	Hinter <a href="http://www.vitanet.de/" rel="external nofollow" style="text-decoration:none;" target="_blank">Vitanet</a> stehe die <a href="http://www.felix-burda-stiftung.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Felix-Burda-Stiftung</a>.
</p>

<h2>
	Fazit
</h2>

<p>
	Auch nach zwei Tagen gab es nicht „den“ Vorschlag, wie Patienten sich in diesem Interessen-Geflecht behaupten können. Der Einfluss der Pharmaindustrie wurde in allen Berichten als mächtig und übermächtig dargestellt – oft genug von den Beteiligten schon als selbstverständlich verinnerlicht.
</p>

<p>
	In den vergangenen Jahren sind Stück für Stück immer mehr Institutionen entstanden, die Patienten <span style="text-decoration:underline;">unabhängig</span> informieren und sich für deren Rechte einsetzen. Die gilt es zu stärken und zu einzelnen Kampagnen zusammen zu bringen. Ein erster Fortschritt ist, dass nicht mehr alles im Geheimen stattfindet. Politisch muss noch mehr Transparenz gefordert werden, um zu erkennen wo und wie genau die Gesundheitswirtschaft Einfluss ausübt. Bei Entscheidungen muss darauf bestanden werden, dass interessengeleitete Experten durch unabhängige ersetzt werden.
</p>

<p>
	Offiziell wurde bedauert, dass der <a href="http://www.patientenbeauftragter.de/" rel="external nofollow" target="_blank" title="">Patientenbeauftragte der Bundesregierung</a> auf dieser Tagung nicht vertreten war. Im Publikum wies man darauf hin, dass Herr Zöller sich zu diesem Problembereich bisher auch noch nicht politisch verhalten habe.
</p>

<p>
	Einzelne Beiträge der Tagung finden sich auf der Seite der <a href="http://www.eaberlin.de/nachlese/chronologisch-nach-jahren/2011/09-2011-lobbyismus-im-gesundheitswesen/" rel="external nofollow" target="_blank">Evangelischen Akademie zu Berlin</a>.
</p>

<div>
	<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed4267433806" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lobbyismus-vfa?do=embed" style="overflow: hidden; height: 230px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>
</div>

<p>
	<strong>Bücher</strong> zum Weiterlesen:
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="http://www.springer.com/medicine/book/978-3-642-19841-0" rel="external" target="_blank">Interessenkonflikte in der Medizin</a>, Klaus Lieb, David Klemperer, Wolf-Dieter Ludwig
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/22218.html" rel="external nofollow" target="_blank">Der Pharma Bluff</a>, Marcia Angell
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/patient_im_visier-caroline_walter_46305.html" rel="external nofollow" target="_blank">Patient im Visier</a>, Caroline Walter, Alexander Kobylinski
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.rowohlt.de/buch/Dina_Michels_Weisse_Kittel_dunkle_Geschaefte.2848744.html" rel="external nofollow" target="_blank">Weiße Kittel, dunkle Geschäfte</a>, Dina Michels
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Kostenlose Veröffentlichungen</strong> zum Weiterlesen:
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="http://www.schattenblick.de/infopool/politik/fakten/pfmed381.html" rel="external nofollow" target="_blank">Bestellte Wahrheiten</a>, Thomas Leif
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.wdr.de/tv/monitor//dossiers/pdf/lobby_text_leif.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Die Politikflüsterer</a>, Thomas Leif
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-werkstatt-12-lobbyismus-als-schatten-management-in-politik-und-medien.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">In der Lobby brennt noch Licht</a>, nr-Werkstatt Nr. 12
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">487</guid><pubDate>Thu, 29 Sep 2011 17:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Junge Frau mit Psoriasis arthritis gewinnt Rheuma-Preis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rheumapreis-2011/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_09/rheumapreis2011_th.jpg.74f0ba6c1265e8802453eaa1f8120f92.jpg" /></p>

<p><em>Die Preisträger Elke Kasper, Daniel Bubel und Franziska Kleinmagd erhielten die Auszeichnung für ihre Beharrlichkeit, mit der sie ihren beruflichen Werdegang auch mit einer Erkrankung  aus dem rheumatischen Formenkreis fortgesetzt haben.</em></p><p>Franziska Kleinmagd ist 21 und hat Psoriasis arthritis. Trotz der Schmerzen, Arzttermine und anderer Probleme kann sie arbeiten gehen. Ihr Arbeitgeber steht hinter ihr. Jetzt sind beide mit dem RheumaPreis ausgezeichnet worden.</p><p>Die Initiative RheumaPreis zeichnet Lösungen aus, die dafür sorgen, dass Menschen mit einer rheumatoiden Erkrankung – also auch mit Psoriasis arthritis - im Berufsleben bleiben können. In diesem Jahr ging er an Franziska Kleinmagd, Elke Kasper und Daniel Bubel. Gemeinsam mit ihnen wurden ihre Arbeitgeber - die BASF, die Firma Orgelbau Eisenbarth und die Goethe-Universität - für ihr Engagement für Arbeitnehmer geehrt. Die Gewinner wurden unter 70 Bewerbungen ausgewählt.</p><p>"Vielfach ist noch immer nicht bekannt, dass Rheuma auch jüngere Menschen betrifft, die noch am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn stehen", sagt Ludwig Hammel, Geschäftsführer Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. und Partner beim RheumaPreis. „Die medizinischen Möglichkeiten, dies zu gewährleisten, sind heute gegeben“.</p><p>In der Initiative arbeiten Berufsverbände, Patientenorganisationen und -vertreter, ein behördlicher Verband und eine Pharmafirma mit.</p><h4>Die Preisträger</h4><div>"Trotz Rheuma ist fast alles möglich", beschreibt <strong>Franziska Kleinmagd</strong> ihre Lebenseinstellung. Die 21-Jährige leidet seit ihrer Kindheit an Psoriasis-Arthritis, einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die häufig mit einer Schuppenflechte einher geht. Nach dem Abitur entschied sie sich für ein duales Studium, das eine Ausbildung zur Mechatronikerin mit einem praxisorientierten Maschinenbau-Studium verbindet.</div><div></div><div>Bei der BASF in Ludwigshafen fand sie gute Arbeitsbedingungen und Unterstützung durch ihre Vorgesetzten. "Sollte ich Gelenkprobleme haben oder eine Pause brauchen, kann ich in unseren Arbeitsraum gehen und theoretische Arbeit im Sitzen ausführen", sagt Franziska Kleinmagd. "Diese flexible Arbeitszeitregelung und die Möglichkeit, Arzttermine flexibel wahrnehmen zu können, sind für mich sehr wertvoll und ein gutes Beispiel, dass man mit wenig Aufwand viel erreichen kann", so die RheumaPreis-Trägerin, die sich ehrenamtlich in der Rheuma-Liga engagiert.</div><div></div><div><strong>Elke Kasper</strong> musste ihren Traumjob im Orgelbau schon kurz nach ihrer Ausbildung wegen ihrer Erkrankung an Morbus Bechterew wieder aufgeben. Nach dem Fachabitur und einer Umschulung zur Hörgeräteakustikerin brachte eine Umstellung der Therapie jedoch eine deutliche Besserung der Beschwerden.</div><div></div><div>Als die 33-Jährige erfuhr, dass ihr alter Arbeitgeber einen Orgelbauer sucht, überlegte sie nicht lange: "Mich hat dieser fantastische Beruf nie losgelassen und so suchte ich das Gespräch mit meinem ehemaligen Chef." Gemeinsam entwickelten sie eine Strategie, die es ihr möglich machte, wieder als Orgelbauerin tätig zu sein.</div><div></div><div>Für sie wurde die Stelle neu konzipiert: Sie übernahm aus allen Bereichen jene 'Kleinarbeiten', die handwerkliches Geschick erfordern. "Schwere körperliche Arbeit und Außendienst in kalten, feuchten Kirchen sind nun passé", berichtet Elke Kasper. Ihre Beharrlichkeit, mit der sie an ihrem Traumberuf festgehalten hat, begeisterte die RheumaPreis-Jury, die der Passauerin den RheumaPreis 2011 verlieh.</div><div>Preisträger:</div><div></div><div>"Man sollte das Leben nicht von der Krankheit bestimmen lassen, sondern selbst darüber bestimmen", findet <strong>Daniel Bubel</strong>, der ebenfalls an Morbus Bechterew erkrankt ist. Der 29-jährige Jurist ging offen mit seiner Erkrankung um und sprach mit seinen Vorgesetzten und Kollegen in seiner ersten beruflichen Station, einer großen Anwaltskanzlei, darüber.</div><div></div><div>Diese Offenheit zahlte sich aus. Er erhielt spezielles Büro-Equipment wie einen modernen ergonomischen Bürostuhl, ein Stehpult, Spezialbeleuchtung und einen Luftbefeuchter ebenso wie ein Einzelbüro und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.</div><div></div><div>"Je besser das Umfeld aufgeklärt ist, je offener man darüber redet, umso größer ist das Verständnis für eine chronische Erkrankung", so Bubels Erfahrung. Diese Einstellung überzeugte auch die Jury, die Daniel Bubel mit dem RheumaPreis 2011 auszeichnete.</div><div></div><div>Wer sich im kommenden Jahr um den Preis bewerben möchte, kann sich <a href="http://www.RheumaPreis.de" rel="external nofollow">auf der Internetseite der Initiative</a> informieren. <em>ots/cl</em></div>
]]></description><guid isPermaLink="false">485</guid><pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:02:36 +0000</pubDate></item><item><title>"Technik verdr&#xE4;ngt das Arzt-Patienten-Gespr&#xE4;ch"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/technik-verdraengt-das-arzt-patienten-gespraech/</link><description><![CDATA[
<p>
	<img alt="MRT" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19462" style="height: auto; width: 200px; float: left;" width="200" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_11/lauter_technik.jpg.e40e3baefb4a6c1e8a25cc0244f96c82.jpg" loading="lazy" height="300">Wer beim nächsten Arztbesuch alles ansprechen will, was ihn plagt, sollte zuhause üben und eine Uhr laufen lassen. Nach 18 Sekunden nämlich unterbricht der durchschnittliche Arzt erstmals einen Patienten. Die Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie diskutiert das Problem.
</p>

<p>
	„Ich habe morgens immer so Kreuzschmerzen. Nach einer Weile geht das weg. Aber meine Hände, die machen mir Sorgen. Ich kann kaum noch was festhalten. Vor allem die Daumen sind da empfindlich. Ich nehm schon jeden Morgen ne Schmerztablette. Davon bekomme ich aber…“
</p>

<p>
	Danach ist Schluss.
</p>

<p>
	Dann nämlich sind ungefähr 18 Sekunden vergangen. Danach unterbricht der Durchschnitts-Arzt zum ersten Mal seinen Patienten. Die Ärzte selbst finden das auch nicht klasse – deshalb beklagen sie jetzt öffentlich, dass sie zu wenig Zeit für den Patienten haben.
</p>

<p>
	“Das Arzt-Patienten-Gespräch nimmt immer weniger Raum im medizinischen Alltag ein”, erklärt die <a href="http://www.dgrh.de/" rel="external nofollow">Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie</a> (DGRh). Dafür zieht immer mehr Technik ein. Aufwändige Untersuchungen verdrängen das Gespräch. “Dabei ist das gerade in der Rheumatologie von großer Bedeutung und besonders zeitintensiv”, so Professor Stefan Schewe. Er ist Rheumatologe am Klinikum der Uni München.
</p>

<p>
	Der Knackpunkt: Gespräche werden – im Gegensatz zu all den technischen Verfahren- von den Kostenträgern nicht angemessen vergütet. So könnten Ärzte nicht wirtschaftlich arbeiten. Zurück bleiben frustrierte Ärzte und ebensolche Patienten.
</p>

<p>
	Am 2. September 2011 diskutierten Fachleute beim Kongress der DGRh über das Problem. Weil die Veranstaltung aufgezeichnet wurde, hatte jeder etwas davon. Das Gespräch wurde am 4. September 2011 von 9.35 bis 10 Uhr in der Sendung “B5 Gesundheit” gesendet. Später gab es die Sendung dann auch <a href="http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/b5aktuell/mp3-download-podcast-gesundheitsmagazin.shtml" rel="external nofollow">als Podcast zum Herunterladen</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">595</guid><pubDate>Sat, 27 Aug 2011 18:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum ein Arzt keinen anderen empfehlen darf - eigentlich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arzt-empfiehlt-arzt/</link><description><![CDATA[
<p>Zu welchem Arzt gehe ich mit der Überweisung, in welche Apotheke mit einem Rezept? Der Arzt, der beides ausstellt, darf in der Regel konkrete Ratschläge nicht geben.</p><p>Ihm ist es nicht erlaubt, "ohne hinreichenden Grund an bestimmte Apotheken, Geschäfte oder Anbieter von gesundheitlichen Leistungen zu verweisen", zitiert die "Apotheken Umschau" die <a href="http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.100.1143" rel="external nofollow">Berufsordnung</a>. Das soll die Unabhängigkeit des Arztes bewahren und dem Patienten eine freie, unbeeinflusste Wahl ermöglichen.</p><p>Ein Urteil des Bundesgerichtshofs lässt nur zwei Ausnahmen gelten: Wenn ein Patient direkt um einen Namen bittet und wenn ein Arzt "aufgrund spezieller Bedürfnisse des einzelnen Patienten besondere Vorteile in der Versorgungsqualität bietet". <em>ots</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">481</guid><pubDate>Thu, 21 Jul 2011 07:15:38 +0000</pubDate></item><item><title>Was die Fu&#xDF;ball-WM der Frauen mit Psoriasis zu tun hat</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ariane-hingst-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_06/Ariane_Hingst.jpg.1996985349c93cdc521c1ff0cf7c50c3.jpg" /></p>

<p></p><p>Als am 26. Juni 2011 die Fußball-WM der Frauen begann, lief mindestens eine Spielerin mit Psoriasis auf: Ariane Hingst hat seit ihrer Kindheit Psoriasis und lässt sich von der Krankheit wenig beeindrucken. In einem Video berichtet sie über ihren Umgang mit der Schuppenflechte. Zum Beispiel so:</p><p></p><blockquote><p>Ich bin von Anfang an so erzogen worden, dass es nichts Schlimmes ist, was ich habe. Ich habe ein gesundes Selbstvertrauen von meinen Eltern mitgegeben bekommen, und von daher habe ich da noch nie Probleme damit gehabt, das auch öffentlich zu zeigen.</p></blockquote><p></p><p>Psychologin <a href="https://www.wlodarek.de/" rel="external nofollow">Dr. Eva Wlodarek</a> rät später ebenfalls zur Arbeit am Selbstwertgefühl. Für sie ist wichtig, dass man nicht "wie das Kaninchen auf die Schlange" auf die Krankheit schaut und sich auf eigene Stärken besinnt.</p><p>Später kommt noch der Hautarzt Dr. Dario Uhlig zu Wort.</p><p></p><div>
<div class="ipsEmbeddedVideo"><div><iframe width="200" height="113" frameborder="0" allowfullscreen="" src="https://www.youtube.com/embed/k5bnMdUqrAs?feature=oembed" loading="lazy"></iframe></div></div></div><p></p><h4>Unsere Meinung</h4><p></p><p>Das Gesagte im Video ist alles richtig - Gelassenheit und ein Akzeptieren der Krankheit sind probate Mittel, sich von der Psoriasis nicht verrückt machen zu lassen. Ganz zufällig kommt das Video allerdings nicht. Ariane Hingst schraubt im Film eine kleine weiße Flasche mit rotem Verschluss auf. Der Arzt empfiehlt eine Kombination aus Kortison und Vitamin-D3-Abkömmling. "Das Ganze gibt es zum Beispiel als Gel-Formulierung." Beides sind mehr als dezente Hinweise auf <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/daivobet" rel="">ein Produkt der Firma Leo Pharma</a> – und die steckt auch dahinter, denn das Video ist Teil der Kampagne "Gut leben mit Psoriasis" von genau dieser Firma – und die stellt das angesprochene Gel her.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">474</guid><pubDate>Sat, 18 Jun 2011 12:46:34 +0000</pubDate></item><item><title>Medizin-Studenten erkl&#xE4;ren kostenlos Befunde</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/was-hab-ich/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_04/erklaerbaer150.jpg.a0ac57a158ff8e204e2328006c3713a5.jpg" /></p>

<p><strong>Da kommt man vom Arzt, hat den Befund in der Tasche – und ist so schlau wie zuvor, denn er ist in bestem Ärzte-"Deutsch" verfasst. Medizin-Studenten haben genau diesen Mangel erkannt und übersetzen ehrenamtlich jeden Befund in verständliche Informationen.</strong></p><p>Egal ob Laborbefund, Ergebnisse einer Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung: Dresdner Medizinstudenten übersetzen auf der Internetseite <a href="http://www.washabich.de/" rel="external nofollow">www.washabich.de</a> medizinische Befunde in eine verständliche Sprache. Dadurch können die Patienten die Befunde besser einschätzen.</p><p>Von der Übersetzung und Erläuterung haben neben den Patienten auch die Studenten etwas: Sie werden auf den Arbeitsalltag vorbereitet und eignen sich zwangsläufig Fachwissen an.</p><p>Bei umfangreichen Befunden können die Studenten bei ausgebildeten Ärzten um Rat fragen. Die Studenten und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Der Patient bleibt anonym - sieht man mal von der E-Mail-Adresse oder der Absender-Faxnummer ab.</p><p>Der Service ist kostenlos. Die Studenten arbeiten ehrenamtlich. Finanziert wird das Projekt mit der Einblendung von Werbung. Außerdem kann es durch Spenden unterstützt werden.</p><p>Und wie funktioniert das?</p><ol> 	<li>Der Befund muss digital vorliegen - als Scan, Bild oder Word-Datei.</li> 	<li>Der Befund wird auf <a href="http://www.washabich.de/" rel="external nofollow">www.washabich.de</a> eingegeben oder als Datei hochgeladen.</li> 	<li>Die Kontaktdaten (Geburtsjahr und E-Mail-Adresse) werden angegeben.</li> 	<li>Der Befund und die Kontaktdaten werden abgesendet. Nach der Bearbeitung erhält man per E-Mail einen Link, über den man den Befund abrufen kann. Meist erhält man innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.</li></ol>
]]></description><guid isPermaLink="false">467</guid><pubDate>Thu, 07 Apr 2011 17:09:54 +0000</pubDate></item><item><title>Sedef Hastal&#x131;&#x11F;&#x131; - Brosch&#xFC;re auf T&#xFC;rkisch erschienen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tuerkische-broschuere/</link><description><![CDATA[
<p>
	<img alt="trkisch.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19386" style="height: auto; width: 100px; float: left;" width="100" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2011_03/trkisch.jpg.04be78c2d90f3689f9943a3d51cbb7d9.jpg" loading="lazy" height="164">Die Idee dazu entstand auf einer Veranstaltung des Psoriasis Forum Berlin, gemeinsam mit der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), Beratungsstelle Berlin und dem Kreuzberger Stadtteilzentrum Kotti e.V.. Unter dem Motto „ Cilt sorununuz mu var? Her halukarda doktorunuza müracaat ediniz!“ („Hautprobleme? Fragen Sie lieber einen Arzt“) hatten im November 2010 türkische Hautpatienten die Chance, sich zu informieren und Fragen zu stellen. Hautkrankheiten sind in diesem Kulturkreis ein eher heikles Thema und werden oft peinlich verschwiegen oder heruntergespielt. Die Veranstaltung war die erste ihrer Art in Berlin und sollte die Anwesenden nicht nur informieren, sondern vor allem ermutigen, zum Arzt zu gehen. Es konnte aber nur deutschsprachiges Informationsmaterial verteilt werden.
</p>

<p>
	Bei den Gesprächen wurde schnell klar, dass sich die Besucher zwar auf Deutsch verständigen können, aber bei komplexen Themen in ihrer Muttersprache sicherer fühlen. Durch diese Psoriasis-Broschüre ist es jetzt für türkischsprechende Patientengruppe leichter, sich über ihre Krankheit zu informieren. Damit wird zusätzlich die Aufklärungsarbeit der Dermatologen unterstützt, die mit türkisch sprechenden Psoriatikern zu tun haben. Obgleich z.B. Berlin die größte türkische Stadt außerhalb der Türkei ist ;-), gibt es dort keinen einzigen niedergelassenen Dermatologen türkischer Herkunft.
</p>

<p>
	Der Ratgeber für Menschen mit Psoriasis (Schuppenflechte) der Firma Pierre Fabre Dermo-Kosmetik wurde zuvor mit der Patientenorganisation PSOAG inhaltlich abgestimmt.
</p>

<p>
	Die Broschüre kann bei der Hotline der Firma unter Telefon 0800 44 33 33 45 gebührenfrei angefordert oder auf ihrer Internetseite <a href="http://pierrefabre-dermatologie.de/fileadmin/downloads/patientenbroschuere-psoriasis-tuerkisch.pdf" rel="external nofollow">heruntergeladen</a> werden.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">463</guid><pubDate>Sat, 19 Mar 2011 18:41:00 +0000</pubDate></item><item><title>Von einer Neurodermitis bleiben seelische Wunden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/von-einer-neurodermitis-bleiben-seelische-wunden/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Neurodermitis in den Kinderjahren führt im späteren Leben oft zu psychischen Problemen. Das ergab eine Studie mehrerer deutscher Universitätskliniken mit fast 6000 Kindern. Die Hälfte davon wurde bis zum zehnten Lebensjahr untersucht.</p><p></p><p>„Die Ergebnisse zeigen, dass Ekzemkrankheiten im Säuglings- und Kleinkindalter Auswirkungen auf deren späteres Leben haben“, sagt Dr. Jochen Schmitt von der Universitätshautklinik Dresden und Erstautor der Studie.</p><p></p><p>Blieb das Ekzem über das zweite Lebensjahr hinaus bestehen, waren psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten im Alter von zehn Jahren besonders häufig. Überraschenderweise ergab sich auch, dass sogar Kleinkinder, deren Ekzeme im ersten Lebensjahr spontan abgeheilt waren, vermehrt mit psychischen Problemen rechnen müssen.</p><p></p><p>Professor Thomas Werfel vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) rät deshalb zu psychologischen Angeboten für Eltern betroffener Kinder - zum Beispiel mit einer 12-stündigen ambulanten Schulung nach AGNES, um sie frühzeitig auf diese Gefährdung vorzubereiten.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">596</guid><pubDate>Thu, 30 Dec 2010 18:18:30 +0000</pubDate></item><item><title>"Heilung unerw&#xFC;nscht": Wie der WDR-Rundfunkrat entschied</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/qheilung-unerwuenschtq-wdr-rundfunkrat-hat-getagt/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Der Rundfunkrat des WDR hat in seiner Sitzung am 19. Mai.2010 über die  Programmbeschwerden gegen die Sendungen „Heilung unerwünscht“ und „Hart aber fair“ entschieden. Mit großer Mehrheit wurde einer Programmbeschwerde stattgegeben, dass die  Sendung „Heilung unerwünscht“ gegen das Gebot der journalistischen  Fairness verstoßen hat - in §5, Absatz 4, Satz 3 des <a href="http://www.wdr.de/unternehmen/senderprofil/rechtsgrundlagen/pdf/WDR_20100317_WDR-Gesetz.pdf" rel="external nofollow">WDR-Gesetz</a>es. Für den Vorwurf der  Schleichwerbung sah der Rat keine ausreichenden Belege.</p><p></p><p>Der Programmbeschwerde gegen die Sendung „Hart aber fair“ wurde nicht stattgegeben. Dennoch bleibt für den Rundfunkrat die  Kritik an der unzureichenden journalistischen Sorgfaltspflicht auch in dieser Sendung bestehen, auch wenn diese nicht mit dem Ausmaß der  Verstöße gegen Programmgrundsätze in der Sendung „Heilung  unerwünscht“ gleichzusetzen ist.</p><p></p><p>Der WDR-Rundfunkrat und der Programmausschuss hatten sich seit sechs Monaten mit  den Programmbeschwerden gegen die beiden Sendungen befasst und dabei vor allem auf die Überprüfung der Einhaltung der journalistischen  Sorgfaltspflicht und des Gebots der journalistischen Fairness  gedrängt.</p><p></p><p>Die Patientenorganisation Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft (PSOAG) <a href="http://psoriasis-selbsthilfe.org/offener-brief-wdr-rundfunkrat" rel="external nofollow">kritisiert</a>, dass der WDR Klaus Martens von seinen Aufgaben freigestellt hat. Der Autor solle allein für die heftige Kritik an der Sendung "Heilung unerwünscht" verantwortlich gemacht werden, obgleich der Beitrag von der WDR-Redaktion "die story" und deren Chefredakteur "abgesegnet" gewesen sei.</p><p></p><p><em>Der Hinweis auf §5, Absatz 4, Satz 3 des WDR-Gesetzes in der <a href="http://www.wdr.de/unternehmen/senderprofil/gremien/rundfunkrat/pressemitteilungen/pressemeldung_2010_05_20.jsp" rel="external nofollow">Pressemitteilung des Rundfunkrates</a> ist allerdings etwas rätselhaft – der Absatz hat nur einen einzigen Satz, in dem es sich um Dinge wie internationale Verständigung, die europäische Integration, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Diskriminierungen dreht. Gemeint sein könnten der letzte Satz von §5, Absatz 5 ("Wertende und analysierende Einzelbeiträge haben dem Gebot journalistischer Fairness zu entsprechen. Ziel der Berichterstattung ist es, umfassend zu informieren.") oder §6 ("</em><em>Die Nachrichtengebung muss allgemein, unabhängig und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu prüfen. Kommentare sind deutlich von Nachrichten zu trennen und unter Nennung der Verfasserin oder des Verfassers als solche zu kennzeichnen.")</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">434</guid><pubDate>Thu, 20 May 2010 13:22:25 +0000</pubDate></item><item><title>"Heilung unerw&#xFC;nscht": Autor vom WDR freigestellt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/qheilung-unerwuenschtq-autor-vom-wdr-freigestellt/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Der WDR hat den Autoren der Sendung "Heilung unerwünscht" freigestellt. Außerdem leitet der Sender arbeitsrechtliche Schritte gegen ihn ein. Dabei geht es seinen Vorgesetzten offenbar darum, dass der Autor "wiederholt über den Zusammenhang von Sendedatum und Buchveröffentlichung getäuscht" und in einer dienstlichen Erklärung  falsche Angaben gemacht hat.</strong>  
</p>

<p>
	Mit sofortiger Wirkung hat der WDR den Redakteur  und Autor Klaus Martens vom Dienst freigestellt und arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet.  Der WDR sieht es als erwiesen an, dass Martens als Autor des ARD-Features „Heilung unerwünscht: Wie  Pharmakonzerne ein Medikament verhindern“ gegen Programmgrundsätze  verstoßen und falsche Angaben gegenüber dem WDR gemacht hat.  
</p>

<p>
	Das Feature „Heilung unerwünscht“ befasste sich mit der Geschichte der Mavena-B12-Creme (damals Regividerm), die bei Beschwerden wie Neurodermitis und Schuppenflechte ohne schwere Nebenwirkungen zu helfen verspricht. Neben inhaltlicher Kritik an dem Film wurden auch Zweifel an der Unabhängigkeit des Autors laut, weil er kurz nach der  Ausstrahlung des Films <a href="https://amzn.to/3ba64jZ" rel="external nofollow">ein Buch zu demselben Thema</a> veröffentlichte.  
</p>

<p>
	Gegen das Feature wurde formelle Programmbeschwerde erhoben.  Darauf hin wurde im Rundfunkrat des WDR in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert. Intendantin Monika Piel bezog zur Aufklärung von Vorwürfen die interne Revision ein.
</p>

<p>
	Die Prüfung ergab laut WDR, dass der Mitarbeiter seine unmittelbaren Vorgesetzten, die Fernsehdirektorin und die Intendantin und damit mittelbar auch die Gremien wiederholt über den Zusammenhang von Sendedatum und  Buchveröffentlichung getäuscht und in einer dienstlichen Erklärung  falsche Angaben gemacht hat.  
</p>

<p>
	Die Patientenorganisation Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft (PSOAG) <a href="http://psoriasis-selbsthilfe.org/stellungnahme-regividerm" rel="external nofollow">kritisiert</a>, dass der WDR Klaus Martens von seinen Aufgaben freigestellt hat. Der Autor solle allein für die heftige Kritik an der Sendung "Heilung unerwünscht" verantwortlich gemacht werden, obgleich der Beitrag von der WDR-Redaktion "die story" und deren Chefredakteur "abgesegnet" gewesen sei.  
</p>

<p>
	Der Name des Filmautoren wird in der <a href="http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/pressemitteilungen/2010/05/20100514_wdr.phtml" rel="external nofollow">Pressemitteilung des WDR</a> nicht genannt. Klaus Martens stand gegenüber dem Psoraisis-Netz aber auch Monate nach der Veröffentlichung zu seinen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/regividerm" rel="">damaligen Aussagen</a>. Zur Wirksamkeit der Salbe gibt es inzwischen <a href="http://www.psoriasis-netz.net/forum/forumdisplay.php?f=259" rel="external nofollow">zahlreiche Erfahrungsberichte</a>. Den Film gibt es in mehreren Teilen <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=heilung%20unerw%C3%BCnscht" rel="external nofollow">auf YouTube</a>. <em>cl</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">432</guid><pubDate>Fri, 14 May 2010 09:37:00 +0000</pubDate></item><item><title>Stiftung Warentest bem&#xE4;ngelt mangelnde Rezeptur-Herstellung in einigen Apotheken</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/stiftung-warentest-war-wieder-in-apotheken/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2010_04/apothekenmix150.jpg.9ffa8d1539420de7aae6a55eb0bac0be.jpg" /></p>

<p></p><p>Von 50 getesteten Apotheken sind elf „mangelhaft“ - darunter acht Versandapotheken. Nur sieben bekommen das Test-Urteil „gut“ - und dabei ist kein einziger Versender. Insgesamt haben die Versandapotheken deutlich schlechter abgeschnitten als beim letzten Test im Herbst 2007. Die Vor-Ort-Apotheken, zuletzt im Juli 2008 getestet, schnitten da besser ab.</p><p></p><p>Die Tester interessierten sich für die Beratung, den Service und die Preise von 23 Versandapotheken und 27 Vor-Ort-Apotheken in Berlin, Essen, Nürnberg und Augsburg. Alle Vor-Ort-Apotheken gehörten zu bundesweit agierenden Apothekenkooperationen wie "meine apotheke". Dabei werden immer wieder die besonderen Qualitätsansprüche betont.</p><p></p><p>Jeder Tester ging sieben mal in eine Apotheke, schrieb dort hin oder rief an.</p><p></p><p>Jede Apotheke wurde von geschulten Testern insgesamt siebenmal persönlich aufgesucht bzw. per Brief oder Telefon kontaktiert. Dabei informierten Fachkräfte häufig falsch über Arzneimittel. Oft erkannten sie die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nicht – trotz einfacher Problemstellung und gezielter Nachfrage der "Kunden".</p><p></p><p>Ein Beispiel: Beim Kauf eines fiebersenkenden Mittels für ein dreijähriges Mädchen interessierte oft nicht einmal die Höhe des Fiebers. Oft fehlte der Rat, unter bestimmten Umständen den Arzt aufzusuchen.</p><p></p><p>Außerdem - und das ist für Hautkranke besonders interessant - halten sich einige Apotheken nicht an die Pflicht, Rezepturen herzustellen.</p><p></p><p>Neben Beratung erbaten die Test-Kunden nämlich bei allen Apotheken die Herstellung einer Rezeptur. Dafür gaben sie ein entsprechendes Privatrezept ab. Apotheken - auch Versandapotheken - sind gesetzlich zur Herstellung von Rezeptrezepturen verpflichtet. Sie dürfen den Auftrag nicht ablehnen. Aber: Eine Vor-Ort-Apotheke und acht Versender taten genau das. Bei denen, die dem Kunden das Rezept abnahmen, gelang die Herstellung. Aber: In elf Fällen wurde die Mixtur nicht ordentlich in Gefäßen abgepackt. Da lief schon mal eine Mixtur aus, so dass die Kennzeichnung verwischte.</p><p></p><p>Insgesamt enttäuschten besonders die Versandapotheken. Es gab keinen einzigen „guten“ Versender. Nur viermal konnten die Tester die Note „Befriedigend“ vergeben - dafür elfmal ein „Ausreichend“ und achtmal sogar das Urteil „mangelhaft“. Das Fazit von Stiftung Warentest: "Der Medikamentenkauf per Mausklick ist eher etwas für Patienten, die über das Präparat bereits gut informiert sind".</p><p></p><p>Testsieger ist die Apotheke am Westbahnhof in Essen. Sechs weitere Vor-Ort-Apotheken schnitten „gut“ ab, darunter zwei in Nürnberg und vier in Berlin. Die Vor-Ort-Apotheken bieten zunehmend auch Preisvorteile beim Medikamentenkauf. Das gilt besonders für easy- und farma-plus-Apotheken.</p><p></p><p>Der ausführliche Test Apotheken ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter <a href="https://www.test.de/Apotheken-Selten-gut-beraten-1859514-0/" rel="external">www.test.de/apotheken</a> veröffentlicht.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">429</guid><pubDate>Thu, 22 Apr 2010 08:49:48 +0000</pubDate></item><item><title>Dermagotchi soll hautkranke Kinder motivieren</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/dermagotchi-hubert-haut/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2010_03/hubert_haut_150.jpg.1172a4914b2f8a8f9e04105150eae0a5.jpg" /></p>

<p></p><p>Ans Tamagotchi erinnern sich noch die, die in den 90-ern unterwegs waren - ein kleines Plastik-Spielzeug, das virtuell gefüttert und gestreichelt werden sollte, damit es weiterhin lieb guckte, plapperte oder blinkte. Das Dermagochi ist die konsequente Weiterentwicklung, wenn man das Prinzip mal für hautkranke Kinder weiterdenkt.</p><p></p><p>Die <a href="http://anette-stroeh.com/" rel="external nofollow">Designerin Anette Ströh</a> hat dazu "Hubert Haut" erfunden. Der leidet ganz schön, wenn er nicht gepflegt wird. Und das wird er nur, wenn von einer Salbentube der Verschluss abgenommen und in die Rückseite von Hubert Haut gesteckt wird. Er tanz und musiziert dann. Derweil soll sich der junge Patient aus der ja nun notgedrungen offenen Cremetube bedienen und seine Haut pflegen.</p><p></p><p>Außerdem wird auf dem Display von Hubert Haut ein imaginärer Rekord hochgezählt. Der Wert fällt, wenn nicht gecremt wird. Wird Hubert über lange Zeit gut und regelmäßig gepflegt, überrascht er seinen Besitzer zur Belohnung mit zusätzlichen, virtuellen Verkleidungen – etwa mit Sonnenbrillen, Hüten oder Blumen.</p><p></p><p>Das langweilige Eincremen soll so zum spielerischen Prinzip werden.</p><p></p><p>An der <a rel="external nofollow" href="http://www.dermatology.uni-kiel.de/">Uni-Hautklinik in Kiel</a> ist das Prinzip gut angekommen: Professor Regina Fölster-Holst hatte im vergangenen Jahr einen Vortrag über Neurodermitis gehalten und die Designerin damit zu ihrer Erfindung angeregt. „Mit dem Dermagotchi wächst die Chance, dass Kinder sich konsequent eincremen – gerade, wenn sie gerade keinen Juckreiz verspüren", so Professorin Fölster-Holst. "Mit einer solch kreativen Basispflege können neue Schübe gemildert oder gar verhindert werden. Das Konzept fördert die Compliance – also die Mitarbeit der kleinen Patienten, sie lernen spielerisch Verantwortung für ihre Haut zu übernehmen."</p><p></p><p style="text-align:right;">Foto: Anette Ströh</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">427</guid><pubDate>Sun, 21 Mar 2010 17:53:26 +0000</pubDate></item><item><title>Hartz-IV-Urteil auch f&#xFC;r Psoriatiker interessant</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hartz-iv-urteil-fuer-psoriatiker/</link><description><![CDATA[
<p>
	Das Bundesverfassungsgericht befand am 9. Februar 2010 über die Berechnung des Arbeitslosengeldes II. Unter anderem forderte es, dass Härtefälle berücksichtigt werden müssten – darunter ausdrücklich, wenn ein Betroffener nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Hautpflege bei Neurodermitis selbst bezahlen muss.
</p>

<p>
	Nach dem Urteil hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Liste der Fälle erstellt, in denen Hartz-IV-Betroffene künftig bei den Jobcentern Sonderleistungen geltend machen können. Darin aufgeführt sind "nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, zum Beispiel <span ipsnoautolink="true">Hautpflegeprodukte</span> bei Neurodermitis".
</p>

<p>
	Nun ist eine Neurodermitis keine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span>, und für gewöhnlich halten sich Gerichte gern ganz genau an Formulierungen fest. Deshalb ist die Nachbemerkung der BA zur Liste ein wichtiger Punkt: "In Umfang und Ausmaß vergleichbare Fälle können ebenfalls unter die Härtefallklausel fallen.“
</p>

<p>
	Dr. Michael Reusch, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Dermatologen, hat das Dilemma bei Hautkranken erkannt und fordert, "chronische Hautkrankheiten und insbesondere chronisch entzündliche Hauterkrankungen als Härtefall anzuerkennen und den Betroffenen einen Zuschlag zum Regelsatz zu gewähren".
</p>

<p>
	„Patienten mit geringem Einkommen haben oft resigniert", so Reusch. "Sie bekommen ihre Hautprobleme nicht in den Griff, weil das Geld für Salben fehlt.“ Dabei sei es volkswirtschaftlich betrachtet billiger, frühzeitig unterstützend einzugreifen als die deutlich teureren Folgen zu bezahlen.
</p>

<p>
	Professor Matthias Augustin, Leiter der Fachgruppe Gesundheitsökonomie und Lebensqualitätsforschung und des Centrums für Versorgungsforschung in der Dermatologie am Hamburger Universitätsklinikum, rechnet vor: „Die durchschnittlichen jährlichen Kosten bei einer mittelschweren bis schweren Psoriasis liegen bei 794,30 Euro". Das sind 19 Prozent der Bezüge im derzeitigen Regelleistungssatz von 359 Euro im Monat. Die Kosten entstünden u.a. durch Fahrten zum Arzt oder die nicht erstattungsfähigen Harnstoff-Produkte, so Augustin. „Entsprechendes gilt im Grunde bei allen chronischen Entzündungen der Haut, also vor allem für die drei Gruppen Schuppenflechte, Neurodermitis und chronische Wunden“, sagte Augustin.
</p>

<p>
	Das Arbeitsministerium betont, dass der veröffentlichte Katalog nicht abschließend sei und Leistungen nur gewährt würden, wenn eine erhebliche Unterversorgung drohen würde. „Bedarfsspitzen sind durch Wirtschaften mit der Regelleistung auszugleichen.“, so das Arbeitsministerium. Dazu wird beispielsweise die Praxisgebühr gezählt.
</p>

<p>
	Für den Psoriatiker in Hartz IV heißt das: Er muss sich durch die übliche Bürokratie bis zu Grundsicherungsstellen oder Sozialgerichten durchschlagen.
</p>

<p>
	<strong>Weiterlesen zum Thema</strong>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-005.html" rel="external nofollow">Urteil vom 9. Februar 2010</a>
	</li>
	<li>
		"<a href="http://mitglieder.bvdd.de/servlet/cms2/Uptoderm?action=getPDF&amp;did=3547&amp;link=HautInform_Februar%202010_fin_Massmedia.pdf" rel="external nofollow">BVDD fordert Härtefallregelung für chronisch Hautkranke</a>" vom 18.02.2011
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">425</guid><pubDate>Tue, 23 Feb 2010 20:01:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neurodermitis in fr&#xFC;her Kindheit kann sp&#xE4;ter zu psychischen Auff&#xE4;lligkeiten f&#xFC;hren</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-frueher-kindheit-kann-spaeter-zu-psychischen-auffaelligkeiten-fuehren/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Neurodermitis in der frühen Kindheit kann die psychische Verfassung im späteren Leben beeinflussen. Das zeigt eine umfassende Studie, an der Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München beteiligt sind. Zusammen mit Kollegen von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und dem Marienhospital in Wesel (Nordrhein-Westfalen) untersuchten sie 5991 Kinder, die zwischen 1995 und 1998 geboren wurden.</p><p></p><p>Forscher unter Federführung von Dr. Jochen Schmitt des Universitätsklinikums Dresden, Dr. Christian Apfelbacher (Universitätsklinikum Heidelberg) und Dr. Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München fanden heraus, dass Kinder, die während ihrer ersten beiden Lebensjahre an einer Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren häufiger psychische Auffälligkeiten, vor allem emotionale Probleme, zeigen als Gleichaltrige. “Dies deutet darauf hin, dass die Neurodermitis einer</p><p>unausgeglichenen psychischen Konstitution von Kindern vorausgehen und sie fördern kann”, erklärt Dr. Joachim Heinrich.</p><p></p><p>Kinder, deren Neurodermitis über das Säuglingsalter hinaus bestand, seien zudem von psychischen Auffälligkeiten noch häufiger betroffen als Kinder,die ausschließlich eine Neurodermitis im Säuglingsalter hatten.</p><p></p><p>Im Rahmen der GINIplus-Studie sammelten die Wissenschaftler Daten zur physischen Gesundheit und emotionalen Befindlichkeit der Kinder im Alter von zehn Jahren, zur Familienhistorie und zum täglichen Leben. Der Krankheitsverlauf – auch in der frühen Kindheit – wurde mit besonderem Fokus auf die Diagnosen Neurodermitis, Asthma, allergischer Schnupfen, psychische Belastbarkeit und Verhaltensauffälligkeiten abgefragt.</p><p></p><p>Neurodermitis ist die häufigste chronische Hauterkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Es ist bekannt, dass Kinder, die unter einer Neurodermitis leiden, eine erhöhte Veranlagung für Heuschnupfen und allergisches Asthma haben. Ekzematöse Symptome ziehen ein breites Spektrum an Folgebeschwerden nach sich, wie beispielsweise Schlafstörungen.</p><p></p><p>“Wir vermuten, dass sich vor allem die Folgebeschwerden langfristig auf das Gefühlsleben der betroffenen Kinder auswirken”, sagt Heinrich. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, das Auftreten einer Neurodermitis in der Krankheitshistorie von Kindern als Hinweis auf mögliche spätere psychische Probleme zu werten, selbst wenn die eigentliche Erkrankung im Verlauf der Kindheit abklingt.</p><p></p><p>Die Untersuchung ist in der aktuellen Ausgabe des Journals of Allergy and Clinical Immunology 125/2010 veröffentlicht.</p><p></p><p><em>idw</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">600</guid><pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:48:21 +0000</pubDate></item><item><title>Apotheken spezialisieren sich auf das Thema Haut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/apotheken-spezialisieren-sich-auf-hautkranke/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2009_12/apothekenneratung150.jpg.a3990a42eace4a4f0eb202297da86314.jpg" /></p>

<p></p><h2>Netzwerk hautapotheke.de</h2><p></p><p>Einige Apotheker haben sich mit dem Thema Haut intensiver beschäftigt und sind in einem Netzwerk "<a rel="external nofollow" href="http://hautapotheke.de/">hautapotheke.de</a>" versammelt.</p><p></p><p>Um in dieses Netzwerk aufgenommen zu werden, müssen die Apotheker oder ein Mitarbeiter eine ganztägige Qualifizierungsmaßnahme absolvieren. Dann werden sie von der Fachgesellschaft – der <a href="http://www.gd-online.de/" rel="external nofollow">Gesellschaft für Dermopharmazie</a> – als "Hautapotheke" zertifiziert.</p><p></p><p>Die Apotheken arbeiten mit Hautärzten zusammen. Außerdem beteiligen sie sich an Erhebungen für die Forschung des <a href="http://www.uke.de/kliniken-institute/institute/versorgungsforschung-in-der-dermatologie-und-bei-pflegeberufen/bereiche/cvderm/index.html" rel="external nofollow">CVderm</a> – wie andere Apotheker außerhalb des Netzwerkes aber auch. Diese CVderm-Forschung beschäftigt sich zum Beispiel damit, wie Hautkranke und Allergiker in Deutschland versorgt werden.</p><p></p><p>Wer eine solche hautkundige Apotheke in seiner Nähe suchen möchte, findet auf der Internetseite des Netzwerks <a href="http://www.hautapotheke.de/netzwerk/uebersicht.html" rel="external nofollow">eine Liste</a>.</p><p></p><h2>Haut-aktiv-Apotheken</h2><p></p><p>Das Label „Haut-aktiv-Apotheke" wird von der Marketing-Gesellschaft Deutscher Apotheker mbH vergeben. Um das Label tragen zu können, <a href="https://www.mgda.de/projekte/competence-center/cc-haut-aktiv/" rel="external nofollow">absolviert der Apotheker eine Online-Schulung</a>. </p><p></p><h2>Netzwerk Hautapotheken in der Schweiz</h2><p></p><p>Um die Verwirrung noch größer zu machen: Es gibt noch ein Netzwerk "Hautapotheken" – vornehmlich in der Schweiz. Es wird von der Weiterbildungs-Plattform medinform unterhalten. Welche Apotheken daran teilnehmen, steht <a href="http://www.haut-apotheke.ch/wo-finden-sie-uns/" rel="external nofollow">auf dieser Liste</a>.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">420</guid><pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:05:45 +0000</pubDate></item><item><title>Regividerm: Der Abspann vom Krimi kommt erst noch</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/regividerm-krimi-ohne-abspann/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2009_10/kino250.jpg.8c20dae6a17fca5485ebf1064a562464.jpg" /></p>

<p>
	Nur selten sorgte eine Hautcreme für soviel Aufsehen und Zündstoff wie Regividerm – ein Medizinprodukt zur Linderung der Symptome von Psoriasis und Neurodermitis. Die einen empörten sich über die in dem Film dargestellten Machenschaften der Pharmaindustrie, die die Vermarktung des Mittels über 20 Jahre hinweg ablehnte. Andere vermuteten eine geschickte Public-Relations-Kampagne der Hersteller- oder Vertreiberfirma, die scheinbar zufällig just zum Zeitpunkt des ARD-Beitrags von einer baldigen Markteinführung kündete.
</p>

<p>
	Kritiken an der dünnen Studienlage wurden laut. Widersprüche häufen sich.
</p>

<h2>
	Creme unter Krebsverdacht
</h2>

<p>
	In einem Kommentar zu unserem Beitrag „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/regividerm" rel="">Regividerm - Ein Krimi um eine Creme</a>“ berichtete ein Biochemiker über mögliche Krebsrisiken, wenn eine Substanz wie Vitamin B12 auf der Haut angewendet wird. Inzwischen gab der Kommentator Entwarnung. Der bittere Beigeschmack aber bleibt. Könnte das vermeintlich harmlose Medizinprodukt eventuell Spätfolgen nach sich ziehen?
</p>

<p>
	Liest man die Rezeptur der umstrittenen Creme, erinnert die Zutatenliste eher an Bioladen als an Chemielabor: Vitamin B12, Avocadoöl, Wasser, die organischen Komponenten Stearat und Sorbat sowie Zitronensäure. 
</p>

<p>
	<em>Zusammensetzung der Creme und Wirkweise der Bestandteile findest du am Ende dieses Beitrag. </em>
</p>

<p>
	Ausgerechnet das Vitamin wird jedoch mit der potenziellen Krebsgefahr in Verbindung gebracht. Der Kommentator mit dem Namen „Biochemiker48“ berichtete, dass er seit Jahrzehnten an so genannten Porphyrinen forsche, die in ihrer Struktur mit dem Wirkstoff Vitamin B12 vergleichbar seien. Seine Ausführungen machen deutlich: Auch Vitamine sind nur (chemische) Moleküle - und die  neigen unter bestimmten Bedingungen zu chemischen Reaktionen.
</p>

<p>
	Dass UV-Strahlung Krebs verursachen kann, ist bekannt. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn zusätzlich phototoxische Substanzen ins Spiel kommen – also Stoffe, deren chemische Struktur durch Sonnenlicht so verändert wird, dass dadurch giftige Produkte entstehen. Porphyrine und eben auch porphyrinähnliche Substanzen wie das Vitamin B12, so "Biochemiker48", gehören dazu. Trifft das Sonnenlicht auf phototoxische Substanzen, geraten deren Elektronen in Wallung. Das heißt, die Mini-Teilchen rotieren plötzlich nicht mehr in gewohnten Bahnen um den Atomkern herum, sondern ändern ihre Richtung („Spin“). Dadurch wird das Molekül energetisch aufgeladen. Ist Sauerstoff anwesend, dient das Gas als idealer Reaktionspartner. Es bildet sich hochreaktiver Singulett-Sauerstoff, der wiederum seine überschüssige Energie an den Hautzellen ablässt.
</p>

<p>
	Es kommt zu Schäden an Eiweißen, Zellorganellen und am Erbgut. Die Folgen könnten Zelltod und schlimmstenfalls Krebs sein.
</p>

<h2>
	Nebenwirkungen nicht gleich Krebsrisiko
</h2>

<p>
	Symptome, die auf eine potenzielle Phototoxizität einer Substanz hinweisen, gleichen zunächst einem Sonnenbrand: Rötungen, Brennen, Schwellungen oder Blasenbildung - Symptome, die auch bei Teilnehmern an den Anwendungsstudien zu Regividerm zu beobachten waren ("burning“ = brennen, „itching“ = jucken, „swelling" = Schwellung und "redness“ = Rötung). Deuten diese Nebenwirkungen aber tatsächlich darauf hin, dass die Creme Krebs verursachen kann?
</p>

<p>
	So vehement unzählige Stimmen im Netz das Geschehen um Regividerm kommentierten, was Studien, Wirksamkeit oder die Umstände der Markteinführung betrifft, so wenig Fakten scheint es hinsichtlich dieser neuen Wendung zu geben. Tatsächlich waren bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über phototoxische Eigenschaften von Vitamin B12 auffindbar, die Studienlage zum Thema tendiert augenscheinlich gegen Null. Auf diverse Anfragen konnten mehrere Dermatologen - auch solche mit dem Spezialgebiet Photosensibilität - darüber keine Aussagen treffen.
</p>

<p>
	Inzwischen zog auch "Biochemiker48" seine Bedenken bezüglich des Krebsverdachtes zurück („Vitamin B12 und Singulett-Sauerstoff: Entwarnung“): Er hatte erfahren, dass Vitamin B12 nur in geringem Maß zur Ausbildung von Singulett-Sauerstoff führe. Dennoch wies der Kommentator nochmals darauf hin, „dass in der zweiten klinischen Studie bei fünf von 45 Patienten die Behandlung mit Revigiderm wegen deutlicher Nebenwirkungen abgebrochen werden musste.“
</p>

<p>
	Allerdings sind solche Studienabbrüche keine Seltenheit. Selbst bei Placebo-Produkten treten in Vergleichsstudien stets „unerwünschte Ereignisse“ auf, die die jeweiligen Anwender zum Abbruch verleiten. Genauso wie Gehirn und Glaube den „Zuckerpillen“ oftmals heilsame Wirkung verleiht, können sie in der Erwartung von Nebenwirkungen zu solchen führen. Außerdem könnten sich die Hilfsstoffe einer jeden Creme für Nebenwirkungen verantwortlich zeigen, indem sie allergische Reaktionen auslösen. Avocado beispielsweise wirkt - wie viele pflanzliche Produkte – bei einigen Menschen allergen. Vor der Anwendung sollte demnach stets ein Test mit ein wenig Salbe oder Öl in der Armbeuge durchgeführt werden. Treten nach 24 bis 48 Stunden keine Hautveränderungen ein, liegt höchstwahrscheinlich keine Allergie vor.
</p>

<p>
	Auf Anfrage des Blog-Betreibers der <a href="https://gesundheit.blogger.de/topics/Regividerm" rel="external nofollow"><em>Stationären Aufnahme</em></a> sah auch Arzt und Apotheker Wolfgang Becker-Brüser vom <a href="https://www.arznei-telegramm.de/" rel="external nofollow">arznei-telegramm</a> keine zwingende Verbindung zwischen den beschriebenen Nebenwirkungen und Phototoxizität: „Solche Nebenwirkungen sind auffällig, können jedoch nicht als klinischer Beleg der Schädigungshypothese mit potenzieller Kanzerogenität gewertet werden.“, schrieb er.
</p>

<p>
	Auch die Anwendung von Calcipotriol kann Nebenwirkungen mit sich bringen: Hautreizungen, Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht (Photosensibilität) oder Juckreiz, Hauttrockenheit, Brennen, Stechen oder Entzündungen. Doch treten Nebenwirkungen nicht bei allen Patienten auf - ein jeder reagiert unterschiedlich. Ausmaß und Dauer der Beschwerden entscheiden darüber, ob die Therapie weiter geführt werden kann oder nicht. Daher sind Nebenwirkungen kein Ausschlusskriterium für die Zulassung eines Arzneimittels – sofern der Nutzen das Risiko übertrifft.
</p>

<h2>
	Arzneimittel versus Medizinprodukt
</h2>

<p>
	Während Calcipotriol, dessen Wirkstoff ebenfalls ein Vitamin-Derivat ist, als Arzneimittel zugelassen ist, galt Regividerm sehr lang als Medizinprodukt. Unter den Begriff Medizinprodukte fallen in erster Linie technische Produkte oder Stoffe, die unterstützend bei Linderung oder Heilung von Krankheiten wirken sollen: von Rollstühlen über Kontaktlinsen zu Kondomen bis hin zu Herzkathetern. Medizinprodukte werden je nach Dauer der Verwendung, Grad der Invasivität und Gefahrenpotenzial in vier verschiedene Klassen eingeteilt. Regividerm läuft unter Klasse IIa (mittlere Gefahr).
</p>

<p>
	Im Unterschied zu Arzneimitteln existieren für Medizinprodukte keine staatlichen Zulassungsvorschriften. Bestimmte Richtlinien geben Anforderungen an Sicherheit und Leistungen vor. Verantwortlich für deren Einhaltung ist der Hersteller. Die Prüfung fällt der jeweiligen Landesbehörde zu. Eine CE-Kennzeichnung von einer Prüf- und Zertifizierungsstelle dokumentiert schließlich die Übereinstimmungen mit den gesetzlichen Anforderungen. Insgesamt gelangt ein Medizinprodukt schneller auf den Markt als ein Arzneimittel - das Regelwerk gestaltet sich etwas flexibler.
</p>

<p>
	Dass eine Creme wie Regividerm als Medizinprodukt vermarktet wurde, war lange Zeit eher die Ausnahme als die Regel. Denn laut Definition wird „die bestimmungsgemäße Hauptwirkung eines Medizinproduktes im oder am menschlichen Körper weder durch pharmakologische oder immunologische Mittel noch metabolisch erreicht“. Diese Definition würde auf die Creme wohl nur zutreffen, wenn Vitamin B12 keine pharmakologische Wirksamkeit aufweisen würde.
</p>

<p>
	Bis zur Markteinführung wurde Regividerm an einer recht geringen Patientenzahl für relativ kurze Zeit getestet. In den viel kritisierten Studien ging es nicht darum, dass die Creme besser als die Vergleichssubstanz Calcipotriol wirken sollte, sondern darum, ob sie überhaupt eine vergleichbare Wirkung aufweist. Mehr Daten waren nicht notwendig - noch nicht: Inzwischen kündigte die Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf eine Neuprüfung an, ob Regividerm nicht doch als Arzneimittel einzustufen sei. Sollte dies geschehen, wären weitere Studien zur pharmazeutischen Qualität, therapeutischen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erforderlich. Bei einem möglichen Zulassungsverfahren würde sicherlich auch die phototoxische Potenz von Vitamin B12 genauer in Augenschein genommen, um sämtliche Zweifel aus der Welt zu schaffen.
</p>

<p>
	Der Abspann des Krimis lässt noch ein wenig auf sich warten.
</p>

<h2>
	Zusammensetzung der Regividerm-Creme
</h2>

<ul>
	<li>
		<strong>0,070 Gramm  Cyanocobalamin</strong> - Vitamin B12, Wirkstoff; Vitamin B12 gilt als <a href="https://www.symptome.ch/wiki/Vitamin_B12_als_Stickoxid-Gegenspieler/" rel="external nofollow">Gegenspieler von NO (Stickoxid) bei nitrosativem Stress</a>, der wiederum als eine der <a href="http://www.shv-umweltgeschaedigte.de/index.php/krankheitsbilder/12-nitrosativerstress" rel="external nofollow">Ursachen für die Symptomatik</a> von Schuppenflechte und Neurodermitis gehandelt wird
	</li>
	<li>
		<strong>46,000 Gramm Avocadoöl refined</strong> - Avocadoöl, pflegende Fettkomponente bei unzähligen Hautcremes der Naturkosmetik. Avocadoöl wird nicht ranzig und wirkt z.B. laut <a href="http://www-oc.chemie.uni-regensburg.de/reiser/index.html" rel="external nofollow">Professor Oliver Reiser</a> als natürlicher Lichtschutzfilter (das entsprechende Dokument ist leider nicht mehr im Internet verfügbar), da es die Strahlen – wenn auch nur in geringem Maße – absorbieren kann.
	</li>
	<li>
		<strong>45,420 Gramm Water purified</strong> - gereinigtes Wasser zur Herstellung einer Öl-Wasser Emulsion mit dem Avokadoöl.
	</li>
	<li>
		<strong>8,000 Gramm Methylglucose Stearat</strong> - (wahrscheinlich) Konsistenzgeber der Creme.
	</li>
	<li>
		<strong>0,260 Gramm Potassium Sorbate</strong> - Kaliumsorbat, Kaliumsalz der Sorbinsäure; als Konservierungsmittel für Lebensmittel zugelassen, entspricht den Kriterien des BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V.)
	</li>
	<li>
		<strong>0,250 Gramm Citric Acid Monohydrat</strong> - Zitronensäure; zur pH-Wert-Regulation.
	</li>
</ul>

<p>
	Quelle (vorwiegend): <a href="https://naturalbeauty.de/" rel="external nofollow">http://www.naturalbeauty.de</a>
</p>

<h2>
	Studienlage
</h2>

<p>
	2001 veröffentlichte Markus Stücker von der Ruhr Universität Bochum seine Ergebnisse an 13 Patienten mit Psoriasis. Es handelte sich um einen zwölfwöchigen Vergleich von Regividerm mit Calcipotriol. Jeder Teilnehmer cremte eine Seite des Körpers mit Regividerm, die andere mit Calcipotriol als Vergleichssubstanz ein. Das Ergebnis: Calcipotriol wirkte schneller und besser, Regividerm wurde eine bessere Verträglichkeit bescheinigt. Vier Patienten mussten die Calcipotriol-Dosis aufgrund von Hautirritationen reduzieren, im Vergleich dazu litt ein Patient unter Juckreiz auf der mit Regividerm behandelten Körperseite. Finanziert wurde die Studie vom Regividerm-Hersteller Regeneratio Pharma.
</p>

<p>
	2004 veröffentlichte Stücker die Ergebnisse von 49 Patienten mit Neurodermits (atopischem Ekzem). 27 Patienten bescheinigten der Creme eine gute, 17 eine mittlere Wirksamkeit gegenüber Plazebo. ( British Journal of Dermatology, Band 150, Seiten 977-983, 2004). Fünf Patienten brachen die Regividerm Behandlung wegen starker Nebenwirkungen ab.
</p>

<p>
	Dr. Ronald Januchowski aus South Carolina schrieb von einer doppelblinden Untersuchung mit 21 Neurodermits-erkrankten Kindern und Jugendlichen (Journal of Alternative and Complementary Medicine 15, 2009): Die Beschwerden sollen sich nach vier Wochen signifikant stärker gebessert haben als mit Placebo.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">411</guid><pubDate>Fri, 30 Oct 2009 18:42:00 +0000</pubDate></item><item><title>Regividerm &#x2013; ein Krimi um eine Creme?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/regividerm/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2009_10/rosa-creme.png.4ca977f2c2922f57d14a005b4f6b5e9c.png" /></p>

<p>
	<strong>In der ARD lief am 19. Oktober 2009 ein Film mit dem Titel "Heilung unerwünscht". Wie der Untertitel "Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern" klingt das kräftig nach Verschwörungstheorie. Dabei ist die Geschichte um die Creme </strong><strong>Regividerm</strong><strong> nicht wirklich eine Verschwörung – sondern eher ein Stück, wie Pharmaindustrie und Forscher schon mal mit aus ihrer Sicht "kleinen Fischen" umgehen, die eine neue Methode gefunden haben. </strong><strong>Doch der Wirbel kurbelt die Verkäufe natürlich extrem an – und das mit Hilfe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.</strong>
</p>

<p>
	Die Creme Regividerm war vor sehr langer Zeit bereits einmal angekündigt. Sie kam jedoch nie aus der Versenkung.
</p>

<p>
	Ihre Entwicklung begann vor mehr als 20 Jahren. Ein Student mixte Vitamin B<sub>12</sub> und Avocadoöl in eine Cremegrundlage, weil er gelesen hatte, dass das Vitamin Gehirnzellen erneuern könne. Er fragte sich, ob das auch bei Hautzellen funktionieren könnte. Seine Freundin wandte das Ergebnis bei ihrer Schuppenflechte an – und es half.
</p>

<p>
	"Nach Jahren der Entwicklung wollten wir die Creme an eine Pharmafirma verkaufen, und mehrere waren auch interessiert", sagt Rüdiger Weiss, Geschäftsführer der Firma Regeneratio Pharma. "Wir wollten aber die Zusage, dass die Creme wirklich auf den Markt kommt. Die hat uns niemand geben wollen." So erwarb und behielt Weiss die Patente eben.
</p>

<p>
	Filmemacher Klaus Martens erfuhr im Jahr 2008 von den Vorgängen um die nie erschienene Creme. Er recherchierte ein Jahr lang bei Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen sowie Betroffenen in Deutschland und in den USA.
</p>

<p>
	"Eine unglaublich spannende Geschichte", sagt Martens, der zuvor bereits für Filme über Wirtschaftskriminalität und -moral ausgezeichnet wurde. So erfuhr er, dass der Manager den Kauf der Creme für "seine" Pharmafirma ablehnte, sie aber sehr wohl bei seinem Sohn mit Neurodermitis anwandte.
</p>

<p>
	Martens bescheinigt der Pharmaindustrie "eine Wagenburg-Mentalität". "Da wird dichtgemacht, wenn es mal ans Eingemachte geht oder wenn man fragt, ob der Nutzen wirklich so viel besser als bei bisherigen Mitteln ist", meint er. Auch bei Auskünften zu Nebenwirkungen seien die Firmen zurückhaltend.
</p>

<p>
	"Die Creme wird seit über 20 Jahren nicht produziert, obwohl sie unbestritten für viele eine Lösung sein könnte", ärgert sich Martens. Während der gesamten Beschäftigung mit dem Thema sei ihm nicht einmal eine Nebenwirkung von Regividerm zu Ohren gekommen.
</p>

<p>
	Im Film war unter anderen die Firma Wyeth genannt worden, der die Salbe angeboten worden sei. Die erklärte nach dem Film, dass die Salbe nicht ihr selbst, sondern der Tochterfirma Whitehall-Much angeboten wurde – und deren Mitarbeitern fehlten "entscheidende Wirksamkeitsnachweise" mit den sonst üblichen randomisierten, placebokontrollierten, doppel-blinden Studien mit großen Patientenzahlen. Zum Zeitpunkt des Angebots hätte es lediglich Erfahrungen mit 60 Psoriasis- und 70 Neurodermitis-Patienten gegeben.
</p>

<h2>
	Über die Creme
</h2>

<p>
	Regividerm enthielt "damals" Vitamin B<sub>12</sub> und Avocadoöl. In einer <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11586013/" rel="external">Studie aus dem Jahr 2001</a> wurde eine ebensolche Creme mit einer Creme mit Calcipotriol (Vitamin D<sub>3</sub>) an 13 Patienten mit einer chronischen Plaque-Psoriasis verglichen. Zwölf Wochen lang wurde getestet. Die Forscher von der Ruhr-Uni Bochum und der Uni Dortmund schrieben ihre Beobachtungen ebenso auf wie die Patienten. Außerdem wurde eine Sonographie hinzugezogen.
</p>

<p>
	Das Ergebnis: Die Calcipotriol-Creme zeigte schnellere Effekte. Aber: Im Langzeit-Ergebnis, nach zwölf Wochen, gab es keinen Unterschied zwischen den beiden Substanzen. Die Wirkung der Calcipotriol-Creme erreichte ihren Höhepunkt in den ersten vier Wochen, während die Vitamin-B<sub>12</sub>-und-Avocado-Creme konstant wirkte.
</p>

<p>
	Die Patienten bescheinigten der Vitamin-B<sub>12</sub>-und-Avocado-Creme eine bessere Verträglichkeit. Die Studienschreiber folgerten aus ihren Beobachtungen, dass die Creme ein "deutliches Potenzial als eine gut verträgliche Langzeittherapie für die Psoriasis" hat.
</p>

<h2>
	Wie es weiterging
</h2>

<p>
	Die Vertriebsfirma Mavena brachte Regividerm schließlich Mitte November 2009 auf den Markt. Offensichtlich war es dann doch eilig: Die Creme wurde überraschend zehn Tage vor der angekündigten Markteinführung ausgeliefert. Sie wurde zunächst ausschließlich in Apotheken verkauft.
</p>

<p>
	Die Creme wurde als Medizinprodukt zur Behandlung der Neurodermitis und Schuppenflechte getestet und zugelassen – im Bereich der Neurodermitis auch zur Behandlung von Kindern ab 1 Jahr. Zwar konnte auch davon schon jeder Arzt die Creme anrühren lassen. Vor allem das empfindliche Vitamin B<sub>12</sub> machte solch eine Rezeptur aber recht teuer.
</p>

<p>
	"Wir verwenden für die Regividerm-Salbe neue moderne Tuben aus Polyfoil-Material", erklärt Ruediger Weiss vom Hersteller Regeneratio Pharma. "Dafür mussten wir den Behörden Daten zur Stabilität des Wirkstoffs Vitamin B<sub>12</sub> vorlegen. Diese Tests sind erst vor kurzem erfolgreich abgeschlossen worden."
</p>

<h2>
	Alles nur PR für Regividerm?
</h2>

<p>
	<a href="https://gesundheit.blogger.de/stories/1511299/" rel="external nofollow">Kritiker fragen</a>, warum Sendung und Markteinführung so nah beieinanderliegen. Apotheker warnen vor Euphorie: Bei diesem Präparat sind noch viele Fragen offen. Bislang sind nur wenige Daten veröffentlicht", sagte Professor Harmut Morck, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung vor der Markteinführung von Regividerm. "Es besteht weiterer Forschungsbedarf.“ Wer die Creme ausprobieren wolle, solle dies nicht ohne Rücksprache mit einem Experten tun. Patienten sollten ihre bestehende Arzneimitteltherapie nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ändern.
</p>

<p>
	Auch Trittbrettfahrer stellten sich alsbald ein: Eine Apotheke in München bot einen Tiegel mit 24 Millilitern für 29 Euro an. Nach erbosten Anrufen kosteten später 50 Milliliter "nur noch" 16,95 Euro.
</p>

<p>
	Richard H. hat sich die Salbe in einer Apotheke anrühren lassen und berichtete in seinem (inzwischen gelöschten) Blog von seinem Test. Den brach er nach kurzer Zeit ab, weil sich seine Neurodermitis verschlechterte.
</p>

<p>
	Das Medienmagazin "zapp" berichtete in seiner Sendung vom 28. Oktober 2009 über "Die unglaubliche Geschichte der Wundersalbe".
</p>

<h2>
	Was sagten Selbsthilfegruppen?
</h2>

<p>
	„Dieser ARD-Bericht ist barer Unsinn“, meinte Dr. Thomas Rosenbach, Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Psoriasis Bundes e.V. „Die Psoriasis ist wissenschaftlich unbestritten eine multigenetische chronische System-Erkrankung. Nach dem derzeitig weltweit verfügbaren medizinischen Wissen ist eine Psoriasis nicht heilbar." Der Verband schreibt in seiner Erklärung: "Es drängt sich der Verdacht auf, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu Marketingzwecken missbraucht wurde, da mit der Berichterstattung zeitnah ein Buch des Autors zum Thema erscheint und das Kosmetikum Anfang November in den deutschen Markt eingeführt wird."
</p>

<p>
	Thomas Schwennesen, 1. Vorsitzender des Deutschen Neurodermitis Bundes e.V., meinte: "Es ist eine Schande und blanker Zynismus, dass die PR-Einführung eines normalen Hautpflege-Produktes sich der Pharmaschelte als Aufhänger für eigene Geschäfte bedient."
</p>

<p>
	Die Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. "versteht die Kritik am ARD-Film „die story: Heilung unerwünscht“, teilt sie aber in wesentlichen Punkte nicht." Dem Autor des Films wäre es in erster Linie nicht um die Vitamin-B12-Creme, sondern um einen "typischen" Fall gegangen. Der Film wecke zwar falsche Hoffnungen, wenn immer wieder von Heilung gesprochen werde - dennoch sei dieser TV-Beitrag für viele Hautkranke wichtig gewesen. "Den Vorwurf, der Beitrag sei eine geschickte PR-Kampagne und unerlaubte Schleichwerbung, halten wir für falsch", schreibt der Verband. Vielmehr merke man, "dass der Autor mit viel Engagement und Herzblut einen Fall darstellt, den er selbst unerträglich findet".
</p>

<h2>
	Behörde kündigte Nachprüfung an
</h2>

<p>
	Laut einer Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf sollte kurz vor der geplanten Markteinführung untersucht werden, ob Regividerm nicht doch als Arzneimittel eingestuft werden muss. Dabei geht es um den Wirkstoff Vitamin B12. Für den sollte geklärt werden, ob er so wirksam ist, dass Regividerm ein Medikament ist. Dann muss der Hersteller aufwändige Langzeitstudien vorlegen und sein Produkt beim Bundesinstitut für Arzneimittel genehmigen lassen. Außerdem hätte die Salbe nachträglich vom Markt genommen werden müssen.
</p>

<p>
	Die Prüfung dauerte inklusive eingelegtem Widerspruch und dessen Abweisung bis zum Jahr 2017. Dann war klar: <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/04/12/warum-die-rosa-creme-so-schwer-zu-fassen-ist" rel="external nofollow">Die Creme ist als Arzneimittel zu behandeln</a>.
</p>

<p>
	Im Dezember 2019 gab es noch <a href="https://www.zentralplus.ch/rosa-creme-wird-fuer-zuger-firma-zum-stolperstein-1672687/" rel="external nofollow">ein indirektes Nachtreten</a> – in einem Prozess, in dem es eigentlich um etwas anderes ging: Ein Mitarbeiter der Firma Mavena in der Schweiz hatte dort gekündigt, weil er seiner Aussage nach deren falschen Angaben nicht länger mittragen konnte und wollte und vom Management aus der Ausübung seiner Arbeit gehindert worden wäre. Die Firma bestreitet das.
</p>

<h2>
	Die harten Fakten
</h2>

<p>
	Regividerm ist seit Mitte November 2009 in Apotheken erhältlich.
</p>

<p>
	<strong>Name</strong>: Regividerm B12 Salbe bzw. inzwischen als <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/mavena-b12-salbe" rel="">Mavena B12 Salbe</a>
</p>

<p>
	<strong>Handelsgröße</strong>: 100 g
</p>

<p>
	<strong>Offizieller Verbraucherendpreis</strong>: 28,85 €
</p>

<h2>
	Wichtige Links
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="http://www.youtube.com/results?search_query=heilung%20unerw%C3%BCnscht" rel="external nofollow">die Sendung in mehreren Teilen</a> bei YouTube
	</li>
	<li>
		das <a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/extra/martens_rezept.php5" rel="external nofollow">Rezept zur Salbe</a>
	</li>
	<li>
		Artikel in der <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2009/daz-44-2009/ein-neues-spiel-mit-der-hoffnung-rein-physikalisch" rel="external nofollow">Deutschen Apotheker Zeitung</a>
	</li>
	<li>
		Informationen im Blog "<a href="https://gesundheit.blogger.de/stories/1511299/" rel="external nofollow">Stationäre Aufnahme</a>"
	</li>
	<li>
		Informationen im Blog &amp; Wiki "<a href="http://esowatch.com/index.php?title=Regividerm" rel="external nofollow">Esowatch</a>"
	</li>
	<li>
		Informationen im Blog "<a href="https://principien.de/die-supersalbe-regividerm/" rel="external nofollow">Principien</a>"
	</li>
	<li>
		Verursacht Vitamin B12 Hautkrebs? Erklärung <a href="https://scienceblogs.de/weitergen/2009/10/regividerm-verursacht-vitamin-b12-hautkrebs/?utm_source=pocket_mylist" rel="external nofollow">bei den ScienceBlogs</a>
	</li>
</ul>

<p>
	<i><b>"Heilung unerwünscht", 19. Oktober 2009, 21 Uhr, ARD (45 Minuten)</b></i>
</p>

<p>
	Wiederholungen liefen<i><b> </b></i>in mehreren dritten Programmen, eine 15 Minuten längere Fassung einige Tage nach Erstausstrahlung in ARD extra.
</p>

<p>
	Im Herbst 2009 erschienen eine DVD und ein Buch mit Hintergründen zur Creme und zur Sendung.
</p>

<p>
	Quelle:
</p>

<ul>
	<li>
		"<a href="https://www.karger.com/Article/Abstract/51729" rel="external nofollow">Vitamin B12 Cream Containing Avocado Oil in the Therapy of Plaque Psoriasis</a>" in: "Dermatology", 2/2001
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">405</guid><pubDate>Fri, 09 Oct 2009 18:55:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
