<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/15/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Neurodermitis bessert sich mit Salbe und feuchtem Verband</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-bessert-sich-mit-salbe-und-feuchtem-verband/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Im akuten Schub ist ein atopisches Ekzem manchmal kaum zu bändigen. Vielleicht hilft ja ein sogenannter Fett-Feucht-Verband. Der kann auch mit einer Kortisonsalbe kombiniert werden.</p><p></p><p>In einer Studie wurden 24 Erwachsene und Kinder, die im akuten Schub ihres Ekzems steckten, an beiden Armen oder Beinen mit einer Kortison-Salbe mit dem Wirkstoff Prednicarbat behandelt. An einem Arm (oder Bein) wurde über die Salbe ein sogenannter Fett-Feucht-Verband gelegt. Dafür kam auf die Kortisonsalbe eine Hautpflegecreme und obendrauf ein angefeuchteter Coverflex-Schlauchverband. Darüber kam noch eine trockene Lage des Schlauchverbands.</p><p></p><p>Das Ergebnis: Nach zwei bis drei Tagen war das Ekzem unter dem Fett-Feucht-Verband deutlich besser als dort, wo die Kortisonsalbe allein zum Einsatz kam.</p><p></p><p>Die Patienten wurden noch 14 Tage nach der Studie beobachtet. Die Ärzte sagen, es seien weder Nebenwirkungen noch Rebound-Effekte eingetreten. Beim Rebound-Effekt tritt die Neurodermitis (oder in anderen Fällen auch die Schuppenflechte) mit recht großer Wucht wieder zutage.</p><p></p><p>Mit einer fett-feuchten Behandlung kann die Neurodermitis-Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden. Sie kann auch kühlen sowie den Juckreiz lindern. Das alles führt auch zu einem verbesserten Schlaf.</p><p></p><p>Den <a href="https://amzn.to/2QnmhKv" rel="external nofollow">Schlauchverband Coverflex fast</a> und die <a href="https://amzn.to/2PbGUo3" rel="external nofollow">Alfason Basis CreSa</a> kann man rezeptfrei in der Apotheke kaufen. So ist diese Therapie auch zu Hause gut anwendbar.</p><p></p><p>Die Studie wurde in der Zeitschrift "<a rel="external nofollow" href="https://www.karger.com/Article/FullText/89025">Dermatology</a>" Ausgabe 212 (2006) veröffentlicht.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">632</guid><pubDate>Sat, 02 Jun 2007 14:38:27 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis-Schub nach der Impfung?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pso-und-impfung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2007_05/impfbuch-spritze.jpg.f99dba8a66cc38a3334d800b735c9488.jpg" /></p>
<p>
	Das Paul-Ehrlich-Institut hat eine Datenbank mit Verdachtsfällen von Impf-Komplikationen ins Internet gestellt. In der Datenbank kann gezielt nach bestimmten Reaktionen auf Impfstoffe recherchiert werden. So einige Male taucht auch die Psoriasis bei den Komplikationen nach einer Impfung auf.
</p>

<div style="clear:both;">
	<p>
		Das Institut ist unter anderem für die Zulassung und Prüfung von Impfstoffen zuständig. Es stellt damit als erste Arzneimittelzulassungsbehörde in Europa Daten zu Verdachtsfällen auf Impfnebenwirkungen in dieser Form frei zur Verfügung. Hintergrund ist die Sorge vieler Bürger über reale und vermeintliche Risiken bei Impfungen.
	</p>

	<p>
		Die Schattenseite dieser Furcht nämlich: Eine nachlassende Akzeptanz von Impfungen führt zu sinkenden Impfraten und birgt die Gefahr eines erneuten Anstiegs dieser Krankheiten.
	</p>

	<p>
		Die Klickaarbeit ist leider beträchtlich, wenn man über die Startseite <a href="https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/pharmakovigilanz/uaw-datenbank/uaw-datenbank-node.html" rel="external nofollow">www.pei.de/db-uaw</a> geht. Wenn Sie nach der mehrseitigen Erläuterung angelangt sind, geht es so weiter:
	</p>

	<p>
		1) Markieren von "Gastkonto"
	</p>

	<p>
		2) Klick auf "Anmelden"
	</p>

	<p>
		3) Klick auf "Suchen" (oben)
	</p>

	<p>
		4) Eingeben von Text bei "gemeldete Reaktion(en)" oder - wenn bekannt - beim "Arzneimittel/ Impfstoff". Beispielsweise Eingeben von "Psoriasis" bei "gemeldete Reaktion(en)"
	</p>

	<p>
		5) Nochmal klicken auf "Suchen" (oben)
	</p>

	<p>
		<strong>Impfungen sind für Psoriatiker nicht grundsätzlich tabu. Fragen Sie Ihren Haus- oder Hautarzt!</strong>
	</p>

	<p>
		Quelle: dpa, 07.05.2007
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">73</guid><pubDate>Mon, 07 May 2007 04:06:00 +0000</pubDate></item><item><title>Weitere Alternative zu Betablockern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ivabradin/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2007_02/tabletten-kapseln.jpg.c4d178eae243d1544e2d8b32540e78e3.jpg" /></p>

<p>
	20 Prozent der Menschen mit Schuppenflechte sind auf Betablocker gegen Herzprobleme eingestellt. Diese Beobachtung hat Professor Ulrich Mrowietz von der Uniklinik in Kiel gemacht. Dabei gelten gerade die Betablocker als einer der Auslöser oder Verschlimmerer einer Psoriasis. Weil Haus- und Hautarzt oft nichts voneinander wissen und ein Patient nicht auf einen Zusammenhang kommt, bleibt der Betablocker im Einsatz.
</p>

<p>
	Alternativen gibt es. Eine davon ist der Wirkstoff Ivabradin. Er ist seit Anfang 2006 zugelassen für die Behandlung einer stabilen Angina pectoris. Derzeit gibt es ein einziges Medikament mit diesem Wirkstoff - Procoralan.
</p>

<p>
	Nur mit großer Vorsicht angewendet werden darf das Medikament bei Patienten mit Vorhofflimmern oder anderen Herzrhythmusstörungen sowie mit einer Tachyarrhythmie (Vorhof-Rhythmusstörungen.
</p>

<p>
	Wer eine Alternative zu Betablockern sucht, muss ohnehin zu seinem Arzt, denn alle diese Medikamente sind rezeptpflichtig. <i>cl</i>
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		journalMED, 03.12.2006
	</li>
	<li>
		Ärzte Zeitung, 08.11.2006
	</li>
</ul>

<p>
	Weiterlesen: <a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Neue-Alternative-die-Herzfrequenz-zu-senken-394335.html" rel="external">Neue Alternative, die Herzfrequenz zu senken</a>" (Ärzte Zeitung, 27.04.2007)
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">71</guid><pubDate>Sun, 25 Feb 2007 01:34:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte und andere Krankheiten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/begleiterkrankungen/</link><description><![CDATA[<p>Bei Patienten mit Psoriasis besteht ein erhöhtes Risiko, dass Herz und Gefäße erkranken. Außerdem ist das Risiko eines metabolischen Syndroms deutlich erhöht. Dies ergab eine retrospektive Auswertung von mehr als 131.000 Patientendaten aus Großbritannien. Damit wurde für die Wissenschaftler erneut bestätigt, dass Psoriasis eine sehr ernst zu nehmende, behandlungsbedürftige Erkrankung ist, die mit hohem Leidensdruck und großer Einschränkung der Lebensqualität verbunden ist.</p><p>Das Metabolische Syndrom ist eine ganze Sammlung von Stoffwechsel-Störungen. Die Triglyzeride und der Blutdruck sind erhöht. Der Patient ist übergewichtig. Zusätzlich funktioniert der Zuckerstoffwechsel nicht mehr einwandfrei.</p><p>Die Forscher um Andrea L. Neimann von der University of Pennsylvania School of Medicine haben die "General Practice Research Database" (GPRD) - die weltweit größte Datenbank mit anonymisierten Langzeitdaten von Hausärzten - betrachtet. Das Ergebnis belegt die Hypothese, dass die wichtigsten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren gehäuft bei Patienten mit Psoriasis auftreten(1). Darunter sind Patienten mit schwerer Schuppenflechte häufiger betroffen als solche mit leichter.</p><p>So litten 7,1 Prozent der Patienten mit schwerer Psoriasis an Diabetes. In der Kontrollgruppe waren es 3,3 Prozent.</p><p><i>Weitere Daten entnehmen Sie der Grafik:</i></p><p>"Diese Ergebnisse zeigen ein weiteres Mal, dass Psoriasis eine ernst zu nehmende, schwerwiegende Erkrankung mit einer Reihe assoziierter Komorbiditäten ist," so Dr. Sigbert Jahn, Medizinischer Direktor bei der Pharmafirma Serono. "Der Leidensdruck ist nicht zu unterschätzen. Eine konsequente Behandlung gerade der mittelschweren und schweren Formen der Schuppenflechte kann den Patienten ein immenses Plus an Lebensqualität zurückgeben."</p><p>Die retrospektive Auswertung von Neimann et. al. betrachtete die Diagnose- und Behandlungscodes der GPRD. In die Kategorie "schwere Psoriasis" fielen Patienten, die neben dem Code für Psoriasis auch den für eine innerliche Behandlung erhielten. Patienten mit der Diagnose Psoriasis, aber ohne innerliche Behandlung, wurden mit "leichter Psoriasis" klassifiziert. Außerdem wurden Codes für Diabetes, Hypertonie, Hyperlipidämie, Übergewicht und Rauchen erfasst.</p><p>Andersherum übrigens geht es auch:</p><ul>	<li>Sieben Prozent der Menschen mit Morbus Bechterew erkranken zusätzlich an Schuppenflechte.</li>	<li>Patienten mit Morbus Crohn haben siebenmal mehr als andere außerdem eine Schuppenflechte.</li></ul>Quellen:<ul>	<li>idw, 20.02.2007</li>	<li>medical tribune, Ausgabe 05/2007</li>	<li>Journal der eruopäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (J Eur Acad Dermatol), 20/2006</li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">9</guid><pubDate>Tue, 20 Feb 2007 06:52:10 +0000</pubDate></item><item><title>"Im Herbst geht es immer richtig los"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/im-herbst-geht-es-immer-richtig-los/</link><description><![CDATA[<p>
	"Im Herbst geht es immer richtig los", weiß Simone (35). Neben der Psoriasis diagnostizierten die Ärzte bei ihr auch eine Gelenkerkrankung. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Bei mir traten die ersten Herde vor zehn Jahren auf der Kopfhaut auf, zusammen mit unerträglichen Rückenschmerzen. Seit ca. zwei Jahren habe ich auch Herde am ganzen Körper verteilt. Bei mir wurde die rheumatische Erkrankung Morbus Bechterw diagnistiziert.
</p>

<p>
	Im Herbst geht es immer richtig los. Alle Medikamente, Salben, UV-Bestrahlungen helfen nicht. Ich möchte jetzt gerne die Schüssler-Salze-Therapie probieren. Vorsicht bei Kortisoneinnahme: Wenn das Medikament abgesetzt wird, fängt die Psoriasis erst richtig an und verbreitet sich sehr schnell.
</p>

<p>
	Bis vor kurzem konnte ich die Ausschläge noch gut verstecken und im Job hat es keiner bemerkt. Doch seit einigen Wochen sieht das anders aus, die Arme und Beine sind jetz voll mit Ausschlag, abgesehen von dem unerträglichen Juckreiz.
</p>

<p>
	Simone (35)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">738</guid><pubDate>Thu, 08 Feb 2007 10:34:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis erschwert eine neue Lungenuntersuchung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pso-lunge/</link><description><![CDATA[<p><b>Bei einem neuen Messverfahren kann die Lunge einfacher und besser untersucht werden. Nur, wenn der Patient eine schwere Schuppenflechte oder zu stark behaart ist, wird's mit der Methode schwierig.</b></p><p>Eine neue Technik ermöglicht dem Arzt eine fixe Erkennung von Lungenkrankheiten. Das Verfahren heißt <i>Vibration Response Imaging</i>. Dabei wird dem Patienten eine Art Matte mit lauter kleinen Mikrofonen über den Rücken gelegt. Die sieht Autositzen mit kleinen Kugeln ähnlich. Dank der Mikrofone kann der Arzt auf einem Monitor die Atembewegungen verfolgen. Dann kommt ein Stethoskop zum Einsatz, das etwa so groß (und so teuer) wie ein Ultraschallgerät.</p><p>An der Lungenklinik Heidelberg wurde das Gerät an 50 Patienten in einer Studie angewandt. Sie hatten sehr unterschiedliche Lungenkrankheiten. Der Vorteil des Gerätes: Es machte vor und nach der intensiven Behandlung Bilder von der Lunge. So konnte der Erfolg der Behandlung gut kontrolliert werden - ohne Röntgenstrahlen oder Eingriffe.</p><p>Die Erfahrungen in Heidelberg zeigten aber auch: Patienten mit starker Körperbehaarung, schweren Hauterkrankungen oder großen anatomischen "Auffälligkeiten" des Brustkorbs profitieren nicht vom <i>Vibration Response Imaging</i>.</p><p><i>Quellen: Jahrestagung der European Resiratory Society, September 2006; Ärzte Zeitung, 01. September 2006</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">223</guid><pubDate>Sun, 05 Nov 2006 06:30:47 +0000</pubDate></item><item><title>Chat zum Thema Psoriasis arthritis &#x2013; das Protokoll</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/themenchat-protokoll/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Der 29. Oktober ist <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag/" rel="">Welt-Psoriasis-Tag</a>. Im Jahr 2006 war dies Anlass für einen Chat mit einem Experten zum Thema <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span>. Hier das Protokoll des abendlichen Tastatur-Gespräches mit Dr. Wolfgang Miehle. </strong>Er ist Leiter der Klinik Wendelstein in Bad Aibling und hat zahlreiche Bücher zur Psoriasis Arthritis veröffentlicht.
</p>

<p>
	<strong>Guten Abend Herr Dr. Miehle, wir freuen uns, Sie heute im Rahmen des dritten Welt-Psoriasis-Tages als Experten zum Thema Psoriasis-Arthritis begrüßen zu dürfen. Mögen Sie sich zu Beginn kurz vorstellen?</strong>
</p>

<p>
	Guten Abend. Wolfgang Miehle, internistischer Rheumatologe, Klinik Wendelstein, Bad Aibling.
</p>

<p>
	Vielen Dank. Dann reiche ich jetzt die erste Frage durch.
</p>

<p>
	<strong>Neulich wurde gesagt, dass das Einspritzen von Kortison in Gelenke eine Psoriasis-Arthritis aufhalten kann. Stimmt das? Macht man das noch?</strong>
</p>

<p>
	Aufhalten: nein - aber... Oft ist bei der Arthritis psoriatica nur ein Gelenk betroffen... dann ist Kortison ins Gelenk sehr oft sehr gut (für das Gelenk).
</p>

<p>
	<strong>Stimmt es, dass es einer langfristigen Behandlung mit <span ipsnoautolink="true"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></span> &amp; Co. vorzuziehen ist?</strong>
</p>

<p>
	Nein, es wird - wenn nötig - im Rahmen von <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> usw. mit eingesetzt.
</p>

<p>
	<strong>Wie wird die Psoriasis-Arthritis präveniert? Wie werden die Risikopersonen identifiziert?</strong>
</p>

<p>
	Eine Prävention gibt es nicht. Risikopersonen finden sich z.B. in Familien mit Psoriasisverwandten, die dann nach bestimmten HLA-Antigenen untersucht werden können.
</p>

<p>
	<strong>Haben Sie in Ihrer Klinik oder generell Erfahrung mit einer bestimmten Kost gemacht, die bei Psoriasis-Arthritis vielleicht anzuraten ist?</strong>
</p>

<p>
	Nein, aber... so wie es keine einheitliche Rheumadiät gibt, jedoch eine individuelle.. wissen viele Psoriatiker, was ihnen gut/schlecht tut..
</p>

<p>
	<strong>Was halten sie von Fumarsäure und deren Nebenwirkungen ?</strong>
</p>

<p>
	Die Frage betrifft die Psoriasis oder die Arthritis psoriatica?
</p>

<p>
	<strong>Ich habe beides in Schüben.</strong>
</p>

<p>
	Fumarsäure ist bei der Arthritis psoriatica gut untersucht und hilft gegen die Arthritis schon, gegen die Psoriasis vulgaris sind meine Erfahrungen begrenzt, aber ich habe doch viele gesehen, denen sie half.
</p>

<p>
	<strong>Ich (41) war heute beim Hautarzt, weil ich seit Wochen unter anderem sehr starken Haarausfall habe (jeden Tag eine Haarbürste voll). Während er meinte, dass das im Gesicht und am Hals eher wie Neurodermitis aussieht, ist das auf dem Kopf eher eine Schuppenflechte. Am Montag soll ich zur Blutentnahme kommen. Welche Werte wären denn da wichtig?</strong>
</p>

<p>
	Außer den schon erwähnten Risikoantigenen gibt es keine spezifischen Blutuntersuchungen bei der Psoriasis.
</p>

<p>
	<strong>Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei Personen zu erkranken, deren Verwandten schon unter Psoriasis leiden?</strong>
</p>

<p>
	Deutlich höher.
</p>

<p>
	<strong>Welche Alternativen gibt es noch bei Unverträglichkeit von <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> und Arava?</strong>
</p>

<p>
	Ciclosporin - das ist z.B. Immunosporin, vor allem aber die Biologica Humira, Enbrel, Remicade.
</p>

<p>
	<strong>Gibt es ein ähnliches Medikament wie Alphosyl, das ja vor einiger Zeit vom Markt genommen wurde?</strong>
</p>

<p>
	Nein.
</p>

<p>
	<strong>Ich habe Beschwerden in der linken Hand. Nun wissen die Ärzte nicht genau, ob es von meiner Psoriasis kommt oder von meiner Multiplen Sklerose. Die Hand wurde in einer Klinik ganz normal geröntgt und es wurde nichts festgestellt. Gibt es noch andere Verfahren festzustellen, ob es vielleicht von der Psoriasis kommt?</strong>
</p>

<p>
	Ein wichtiger Punkt. Die Psoriasis geht erheblich häufiger mit Gelenkschmerzen einher -  besser: ist begleitet von Gelenkschmerzen, bei denen im/am Gelenk nichts zerstört wird als von Gelenkentzündungen, die zerstören können.
</p>

<p>
	<strong>Können Sie kurz den Unterschied zwischen Rheuma und Psoriasis-Arthritis erklären?</strong>
</p>

<p>
	Rheuma ist eine "Pichelsteiner Eintopfdiagnose". Es gibt eine Rheumadecke, einen Rheumafaktor, Rheumawölkchen im Auge, kurzum: "Rheuma" ist (fast) alles. Weit über 250 Erkrankungen zählen zum rheumatischen Formenkreis. Eine davon ist die Arthritis psoriatica.
</p>

<p>
	<strong>Wie diagnostizieren Sie eine Psoriasis-Arthritis *genau*?</strong>
</p>

<p>
	Im Anfangsstadium ist fast jede Diagnose schwer, dennoch hat die Arthritis psoriatica eine Reihe von charakteristischen Symptomen, die sie unverwechselbar machen:
</p>

<p>
	- Die Schwellung eines ganzen Fingers oder Zehs, ungalanterweise "Wurstfinger" oder "-zeh" genannt oder Daktylitis oder "sausage like digit" genannt
</p>

<p>
	- Fersenschmerzen, die von einer Achillessehnenentzündung kommen.
</p>

<p>
	- die Entzündung eines Fingerendgelenks, die bei anderen Gelenkentzündungen sehr selten ist.
</p>

<p>
	<strong>Ist es für eine Therapie überhaupt nötig, eine hundertprozentige Diagnose zu haben ?</strong>
</p>

<p>
	Für eine eingreifende Therapie schon, aber: geht beispielsweise ein Gelenk durch eine Entzündung kaputt, fällt die Risikoabwägung (Nebenwirkungen) natürlich anders aus, auch wenn man sich der Diagnose nicht 100 Prozent sicher ist. Dann muss man therapieren.
</p>

<p>
	<strong>Was versteht man hier unter der eingreifenden Therapie?</strong>
</p>

<p>
	Jede Therapie, die eine Krankheit stoppen oder bremsen will. Nicht dazu gehört z.B. ein großer Teil der Schmerztherapien. Eingreifen heißt, den Krankheitsverlauf ändern und kann mit größeren Risiken verbunden sein.
</p>

<p>
	<strong>Sind das Medikamente oder Physiotherapien an den entsprechenden Gelenken?</strong>
</p>

<p>
	Physiotherapie (vor allem Krankengymnastik, gezielte, kenntnisreiche) muss immer (!) sein. Aber sie beeinflusst die Krankheit an sich nicht.
</p>

<p>
	<strong>Also kein Voltaren täglich, mit dem man dann funktionieren kann? </strong>
</p>

<p>
	So habe ich das nicht gemeint. Voltaren wie andere kortisonfreie Entzündungshemmer nehmen Schmerzen und machen Krankengymnastik oft erst möglich.
</p>

<p>
	<strong>Hat diese Therapie auch Erfolg in der gleichzeitigen Nagelpsoriasis ?</strong>
</p>

<p>
	Nein.
</p>

<p>
	<strong>Ich leide seit längerer Zeit an "Steißbeinbeschwerden", zusätzlich Knie- und gelegentlich Fußwurzelknochenbeschwerden. Jetzt wurde eine Nagelpsoriasis diagnostiziert. Ist somit der Beweis für eine asymmetrische Arthritis erbracht ?</strong>
</p>

<p>
	Das Steißbein ist kein Gelenk. Fußwurzelknochen müsste man genau lokalisieren (Gelenk?) Kniegelenke sind bei der Arthritis psoriatica häufig und vor allem anfangs betroffen. So wie Sie es schildern, ist das keine asymmetrische Arthritis (Vorsicht: Ferndiagnose).
</p>

<p>
	<strong>Ich müsste am Montag an den Fußwurzelknochen eine Szintigraphie und ein CT machen. Bringt das auch eine Möglichkeit zur Diagnostizierung meiner Arthritis ?</strong>
</p>

<p>
	Die Szintigraphie zeigt im positiven Befundfall nur, "dass etwas nicht in Ordnung ist", aber nicht, worum es sich handelt. Sie kann auch bei einer aktivierten Arthrose einen "Befund" zeigen. Das CT gibt - am Knochen - genauere Auskünfte, aber ermöglicht auch nicht immer die Festlegung auf ein bestimmtes Krankheitsbild.
</p>

<p>
	<strong>Wie entsteht die genaue Diagnose oder von mir aus die Differentialdiagnose zu anderen Gelenkerkrankungen? Welche Möglichkeiten, welche Beobachtungen hat man als Patient, um die Diagnose endlich zu erhärten?</strong>
</p>

<p>
	Signalgelenke der Arthritis psoriatica + Psoriasis (in 10 Prozent ohne) und im Röntgen unverwechselbare Zeichen = Sicherheit der Diagnose.
</p>

<p>
	<strong>Ich möchte wissen, warum sich die Diagnose für so viele "Rheumadocs" so schwierig gestaltet. Betroffene wissen oft mehr als der Arzt. </strong>
</p>

<p>
	Manchmal ja. Oft nicht. Wenn Sie 30 Jahre mit einer Krankheit konfrontiert werden, wissen sie auch als "Doc" einiges.
</p>

<p>
	<strong>Trotz eindeutiger Hinweise auf Psoriasis-Arthritis, dafür fast nie Entzündungszeichen im Blut, wurde mir bei einer Reha gesagt: Pseudo-radikuläres Syndrom und ein anderes Mal Fibromyalgie. Es kann nicht angehen, dass meine Entzündungen und Schübe in Rehas derart ignoriert werden. Meine Fersenentzündung, Hände geschwollen, HWS, BWS und LWS, sowie ISG ständig schmerzhaft und im Röntgenbefund bereits Zeichen eines Forestier. Und die Reha meint: Das ist nur falsche Körperhaltung. Ich werde weitere Rehas ablehnen. Können Sie trotzdem etwas dazu sagen?</strong>
</p>

<p>
	Einen Forestier gibt es erst ab dem mittleren Lebensalter. Bei unklaren Schmerzen ist die Fibromyalgie "in". Für eine Spondarthritis psoriatica gibt es internationale Kriterien. Zur Reha: Wenn Sie über drei bis vier Wochen auf ein Team treffen, das Sie informiert, sich mit der Psoriasis auskennt und auch den Bewegungsapparat kennt, kann das nur gut sein. Die USA (nicht alles, was dort gemeint wird, ist gut) beneiden uns um die Rehabilitation.
</p>

<p>
	<strong>Gibt es eine Primärprävention gegen die Psoriasis-Arthritis, also kann man z.B. mit dem Lebensstil prophylaktisch etwas gegen den Ausbruch tun?</strong>
</p>

<p>
	Leider nein.
</p>

<p>
	<strong>Bei wie vielen Patienten tritt die psoriatische Arthritis zusammen mit der Psoriasis vulgaris auf? Und wo wird der Schwerpunkt bei der Behandlung gelegt?</strong>
</p>

<p>
	Zahlen über die Häufigkeit der Arthritis psoriatica. zeigen ein weites Spektrum. Etwa 0,5-1,0 Prozent aller Psoriasis-Patienten können eine Arthritis entwickeln. Die Therapie muss immer beide Komponenten - die Psoriasis und die Arthritis - berücksichtigen. Den Schwerpunkt wird man - dominiert die Arthritis - auf die Arthritis legen. Bei deutlichem Überwiegen der Psoriasis vulgaris auf diese. Es gibt Medikamente, die beides gut beeinflussen.
</p>

<p>
	<strong>Auf einem Hautärzte-Kongress wurde von bis zu 30 Prozent gesprochen.</strong>
</p>

<p>
	Ich kenne diese Zahl. Auch bei einer Befragung der amerikanischen Psoriasis- Selbsthilfegruppen wurde eine ähnliche Zahl genannt, die aber deutlich zu hoch ist. Nochmals: Gelenkschmerz tut weh, ist aber nicht immer eine Arthritis, die zerstört.
</p>

<p>
	(Nachfrage zu Medikamenten, die sowohl bei Psoriasis-Arthritis als auch bei Psoriasis vulgaris eingesetzt werden können:) <strong>Was sind das konkret für Medikamente?</strong>
</p>

<p>
	Biologica (Enbrel, Humira, Remicade) sind Medikamente, die Psoriasis und Arthritis positiv beeinflussen. Sie werden biotechnologisch hergestellt. Der Name Biologica bedeutet also nicht, dass sie z.B. auf biologisch gedüngtem Boden entstehen.
</p>

<p>
	Enbrel, Humira und Remicade sind TNF alpha-Hemmer. TNF alpha ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen und auch der Psoriasis im Überschuss im Körper ist und Entzündungs- sowie Gelenkschäden fördert. TNF alpha-Hemmer binden überschüssiges TNF und reduzieren so die Entzündung.
</p>

<p>
	<strong>Werden Biologica nur bei absolut sicherer Diagnose verabreicht? Daivonex und <span ipsnoautolink="true">Daivobet</span> werden ja auch relativ schnell verabreicht.</strong>
</p>

<p>
	Da Biologica teuer sind, werden sie nur bei sicherer Diagnose verabreicht und erstattet.
</p>

<p>
	<strong>Abgesehen vom Preis - was ist besser: die neuen Biologica oder <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr>?</strong>
</p>

<p>
	Der Schritt von den alten "Basistherapeutika" zu <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> war ein kleiner Quantensprung, der Schritt vom <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> zu den Biologica ein großer. Biologica werden oft mit <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> zusammen gegeben.
</p>

<p>
	<strong>Muss denn immer die Psoriasis vulgaris vorausgehen? Bei mir sind jetzt seit drei Jahren die Gelenke im Vordergrund und die Diagnose Psoriasis-Arthritis kommt jetzt aufgrund der Nagelpsoriasis zur Diskussion.</strong>
</p>

<p>
	Die zeitliche Kopplung Psoriasis vulgaris zu Arthritis verteilt sich so: In 60 bis 75 Prozent entsteht die Arthritis nach der Psoriasis, in 15 bis 20 Prozent treten Psoriasis und Arthritis gleichzeitig auf. Und in 10 bis 15 Prozent entwickelt sich die Psoriasis nach der Arthritis.
</p>

<p>
	Die Nagelpsoriasis ist bei der Arthritis häufiger als bei der reinen Psoriasis.
</p>

<p>
	<strong>Ich soll die Humira-Therapie bekommen. Was ist der unterschied zu Enbrel?</strong>
</p>

<p>
	Humira ist ein Antikörper, Enbrel ein Fusionsprotein. Beide neutralisieren TNF unterschiedlich. Humira spritzt man alle 2 Wochen. Enbrel zwei- oder einmal wöchentlich unter die Haut.
</p>

<p>
	<strong>Mein Arzt hat mich seit drei Jahren auf Kniearthrose und diffuse Gelenkbeschwerden behandelt: Therapie 2 mal 75 mg Voltaren retard täglich. Er will von Psoriasis arthritis nichts wissen. Wie gehe ich weiter vor?</strong>
</p>

<p>
	Vertrauen Sie ihrem Arzt? Arthrosen und andere. Gelenkschmerzen sind häufig, die Psoriasis auch. Ein zusammentreffen beider Krankheiten bei einem Patienten ist nicht selten.
</p>

<p>
	<strong>Mögen Sie zum Abschluss ein kleines Resümee ziehen bzw. gibt es etwas, dass Sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmer/inne/n noch mit auf den Weg geben möchten?</strong>
</p>

<p>
	Wichtig beim Vorliegen einer Psoriasis und dem Auftreten von Gelenkschmerzen ist die Unterscheidung von Gelenkschmerzen, die nicht zerstören und Gelenkentzündungen, die zerstören. In letzterem Fall muss man therapeutisch handeln, da die Lebensqualität - schon durch die Psoriasis reduziert - durch die Arthritis noch mehr gedrückt wird und durch Gelenkschäden für den Alltag, Beruf, die Freizeit bedrohliche Funktionsdefizite entstehen können.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">157</guid><pubDate>Tue, 31 Oct 2006 02:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ist's Arthritis oder nicht?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ist-das-arthritis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_10/minilab.jpg.cc80cd97c4745cd7d2ef3df4219011c4.jpg" /></p>
<p></p><h4>Ist's Arthritis oder nicht? - Antwort innerhalb von zwei Stunden</h4>Klagt ein Patient über schmerzende, geschwollene und steife Gelenke, dann ist der Befund klar: Arthritis. Die Ursache der Gelenksentzündung kennt der Arzt damit jedoch noch lange nicht. Ein neues Diagnosegerät findet innerhalb von zwei Stunden die Antwort.<p>Die Ursache von Arthritis liegt oft viele Jahre zurück. War ein Bakterium der Auslöser der entzündlichen Gelenkerkrankung? Wenn ja, welcher der mindestens acht bekannten Erreger? Oder sind Viren im Spiel, zum Beispiel das Parvovirus B19? Oder ist Gelenkverschleiß die Krankheitsursache? Bisher sind wochenlange Laboruntersuchungen nötig, um den genauen Auslöser herauszufinden - und in dieser Zeit wird der Patient häufig falsch behandelt.</p><p>Ein mobiles Laborsystem des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in München und der Mikrogen GmbH soll Abhilfe schaffen. Es steckt in einem Kästchen, das nicht viel größer ist als ein Schuhkarton und in jeder Arztpraxis Platz hat. Sein Herzstück ist ein Biochip, ein daumennagelgroßes schwarzes Plastikplättchen, auf das hundert verschiedene Antigen-Dots gedruckt werden. In jedem dieser 500 Mikrometer großen Dots sind Antigene eines möglichen Arthritis-Erregers immobilisiert.</p><p>Für die Durchführung des gesamten Arthritis-Tests wird nur etwa ein halber Milliliter Blutserum benötigt. "Unser Testsystem zeigt schnell, ob der Patient schon mit einem dieser Antigene Bekanntschaft gemacht hat", erklärt Karl Neumeier vom IZM. Denn das Blutserum enthält alle Antikörper, die sein Immunsystem jemals hergestellt hat. Findet ein Antikörper aus dem Blut "sein" Antigen auf dem Chip, reagiert es darauf. Eine Fluoreszenzmarkierung macht diese Reaktion sichtbar. Ein Lesegerät erfasst die leuchtenden Punkte und erkennt das jeweilige Antigen. Spricht der Test nicht an, so ist die Ursache keine Infektion, sondern Gelenkverschleiß.</p><p>Hinter dem einfachen Diagnoseprinzip verbirgt sich jede Menge Mikrotechnik: Der Biochip steckt in einer scheckkartengroßen Kartusche, in der alle Reaktionsschritte nacheinander ablaufen. Mikrokanäle und Fluidverteiler leiten die Chemikalien genau dorthin, wo sie benötigt werden. Das Laborsystem ist schnell und effizient: In nur zwei Stunden bearbeitet es bis zu fünf Kartuschen von verschiedenen Patienten gleichzeitig. "Das System findet reges Interesse, und wir haben bereits konkrete Anfragen von Anwendern", berichtet Karl Neumeier. In zwei Jahren sollen alle Studien abgeschlossen sein, die das Medizinproduktegesetz vorschreibt. Dann will die Firma Mikrogen die ersten Geräte an Arztpraxen ausliefern.</p><p>Ein weiteres Testsystem zur raschen Erkennung von Infektionen während der Schwangerschaft ist geplant. <i>cl</i></p><p><i>Quelle: Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, München, 5. September 2006</i></p><div style="clear:both;"> Foto: Fraunhofer IZM</div>]]></description><guid isPermaLink="false">156</guid><pubDate>Sun, 22 Oct 2006 12:26:26 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis arthritis ist nicht "wie Rheuma"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psa-ist-kein-rheuma/</link><description><![CDATA[
<p>
	<b><span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> und Rheuma werden oft in einem Atemzug genannt - auch bei uns im Psoriasis-Netz. Aber: Es sind zwei unterschiedliche Krankheiten, die "nur" ihre Ursache in ähnlichen Mechanismen haben. Wo liegt der Unterschied?</b>
</p>

<h2>
	Unterschiedliche Symptome
</h2>

<ul>
	<li>
		Psoriasis arthritis tritt selten an beiden Gliedmaßen gleichzeitig auf.
	</li>
	<li>
		Psoriasis arthritis befällt häufiger die Wirbelsäule.
	</li>
	<li>
		Psoriasis arthritis zeigt sich oft an Endgliedern der Finger.
	</li>
	<li>
		Psoriasis arthritis zeigt sich oft an Fingernägeln.
	</li>
	<li>
		Bei Psoriasis arthritis bilden sich keine Rheumaknoten - Verdickungen in und unter der Haut, die bei Druck schmerzen, vor allem an Gelenken und Ansätzen der Sehnen
	</li>
	<li>
		Bei Psoriasis arthritis können sich einzelne Finger- oder Zehenknochen oder Beugesehnen entzünden. Das ist beim Rheuma selten.
	</li>
</ul>

<h2>
	Unterschiedliche Behandlung
</h2>

<ul>
	<li>
		Nichtsteroidale Antirheumatika helfen bei Psoriasis arthritis wenig. Sie sind für deren Behandlung ohnehin nicht zugelassen. Die nichtsteroidalen Antirheumatika werden dagegen bei Rheuma gleich am Anfang eingesetzt.
	</li>
	<li>
		Die meisten Rheuma-Mittel wie Kortison, Ciclosporin oder Sulfasalazin sind nicht zur Behandlung der Psoriasis arthritis zugelassen. Ciclosporin kann bei einer schweren Schuppenflechte (der Haut!) angewendet werden. Es reduziert wiederum durchaus auch Schmerzen der Gelenke - wie Methotrexat.
	</li>
</ul>

<p>
	Dr. Wolf-Henning Boehncke von der Hautklinik der Uni Frankfurt/Main hat gemeinsam mit mehreren Kollegen die Unterschiede in einem Artikel im Deutschen Ärzteblatt zusammengetragen.
</p>

<h2>
	Unterschiede zwischen Psoriasis arthritis und Rheuma
</h2>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				 
			</td>
			<td>
				<b>bei Psoriasis arthritis</b>
			</td>
			<td>
				<b>bei rheumatoider Arthritis</b>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Beteiligung DIP
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Symmetrisches Auftreten
			</td>
			<td>
				weniger häufig
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Wirbelsäulenbeteiligung
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hautläsionen
			</td>
			<td>
				immer
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Nagelveränderungen
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Daktylitis
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Enthesitis
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rheumaknoten
			</td>
			<td>
				keine
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rheumafaktor
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				HLA-B27
			</td>
			<td>
				40-50%
			</td>
			<td>
				4-8%
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<b>Erläuterung</b>
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>DIP</strong> = Finger- und Zehen-Endgelenke
	</li>
	<li>
		<strong>Daktylitis</strong> = Entzündung eines Fingers oder einer Zehe
	</li>
	<li>
		<strong>Enthesitis</strong> = Entzündung am Übergang von Sehnen auf den Knochen; oft ist der Ansatz der Achillessehne an der Ferse und der Sehnenplatte unter dem Fuß betroffen
	</li>
	<li>
		<strong>HLA-B27</strong> = ein Molekül der HLA-Klasse I. Diese Oberflächenmoleküle kommen auf fast allen Körperzellen vor. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Infektionsabwehr und der Unterscheidung des Immunsystems zwischen "gut" und "böse".
	</li>
</ul>

<p>
	Quellen: <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/51551" rel="external">Deutsches Ärzteblatt</a>, Band 103; Frankfurter Allgemeine, 19. Juni 2006
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">160</guid><pubDate>Tue, 17 Oct 2006 11:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Woran erkennt der Arzt eine Psoriasis arthritis?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psa-diagnose/</link><description><![CDATA[<p>
	Soll eine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> eindeutig festgestellt werden, ist der CASPAR gefragt. Der "Caspar" kommt aus dem Englischen und setzt sich aus den Worten und Buchstaben <b>C</b>l<b>AS</b>sification criteria for the diagnosis of <b>P</b>soriatic <b>AR</b>thritis zusammen. Diese Kriterien wurden beim Rheumatologie-Kongress EULAR 2005 in Wien vorstellt und machen dem Rheumatologen oder Hautarzt die Diagnose einfacher.
</p>

<h4>
	Die Kriterien im Einzelnen
</h4>

<p>
	Zum einen muss der Arzt feststellen, ob eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, der Wirbelsäule oder der Sehnen oder Sehnenansätze vorliegt.
</p>

<p>
	Zum anderen müssen mindestens drei der acht folgenden weiteren Kriterien erfüllt sein:
</p>

<ol>
	<li>
		eine bestehende Schuppenflechte der Haut
	</li>
	<li>
		eine bereits einmal aufgetretene, derzeit aber nicht aktive Schuppenflechte der Haut.
	</li>
	<li>
		eine Schuppenflechte bei einem Verwandten ersten oder zweiten Grades
	</li>
	<li>
		eine Schuppenflechte der Nägel
	</li>
	<li>
		Der Rheumafaktor im Blut ist negativ.
	</li>
	<li>
		eine bstehende Daktylitis - die Schwellung eines vollständigen Fingers oder Zehs. Symptome dafür sind Rötungen, "Wurstfinger", "Wurstzehen" und ein heftiger Druckschmerz.
	</li>
	<li>
		eine bereits einmal aufgetretene, derzeit aber nicht aktive Daktylitis - die Schwellung eines vollständigen Fingers oder Zehs. Hier ist eine Diagnose vom Rheumatologen wichtig.
	</li>
	<li>
		Anzeichen einer gelenknahen Neubildung von Knochen im Röntgenbild der Hände oder Füße
	</li>
</ol>

<p>
	<i>Quelle: mündlicher Vortrag beim EULAR-Kongress, Juni 2005, Wien</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">161</guid><pubDate>Sun, 24 Sep 2006 01:32:00 +0000</pubDate></item><item><title>Partnerschaft und Sexualit&#xE4;t bei Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sex-partner-pso/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_05/partnerschaft.jpg.b337d665d82d52f12e93131f72796353.jpg" /></p>
<p></p><p><strong>Eva Rothermund und Doreen Sharav vom Institut für Sexualwissenschaften (Charité Berlin) wollten es ganz genau wissen. Ihre Fragen waren sehr intim: Die beiden haben untersucht, wie sich die Schuppenflechte auf Partnerschaft und Sexualität auswirken kann.</strong></p><p></p><p>Ihre Erkenntnisse: Die meisten der befragten Psoriatiker fühlten sich durch ihre Krankheit nicht oder nur kaum in ihrem Sexualleben beeinträchtigt. Je zufriedener sie in ihrer Partnerschaft waren, desto weniger hat die Krankheit ihre Sexualität beeinflusst. Vor allem die Ängste von Psoriatikern, dass ihr Partner sie wegen der Krankheit ablehnen könne, stellten sich als unberechtigt heraus: Fast 70 % der Partner störten sich überhaupt nicht an der Psoriasis des anderen. Den Juckreiz jedoch empfanden alle als "Lustkiller". Das Thema wurde bei den Befragten in der Partnerschaft selten offen angesprochen. Fast die Hälfte wünschte sich, besser beraten zu werden. Sexual-medizinisch weitergebildete Hautärzte sind aber bisher noch selten.</p><p></p><p>Die Aktion fand im Sommer 2003 statt. Es wurden nicht nur betroffene Psoriatiker befragt, sondern auch ihre Partner. Jeder beantwortete für sich einen 24 Seiten dicken Fragebogen - anonym und freiwillig. Die Antworten des anderen sollten aber nicht gelesen werden. Insgesamt beteiligten sich 1.076 Betroffene und 758 Partner daran. Es antworteten mehr Männer als Frauen. 50 Prozent der Betroffen hatten gleichzeitig Haut und Gelenk-Psoriasis. Das Durchschnittsalter lag mit 51 Jahren recht hoch. Ebenso die Krankheitsdauer mit durchschnittlich 30 Jahren.</p><p></p><p>Angeschrieben wurden alle Mitglieder des Deutschen Psoriasis-Bundes (<abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr>). Von ihnen antworteten 1.076 Betroffene und 758 Partner. Den geringen Rücklauf erklären sich die (ehemaligen) Studentinnen damit, dass der Fragebogen umfangreich zu intimen Themen Auskunft verlangte und die Befragung in der Sommerzeit durchgeführt wurde.</p><p></p><p>Gründe könnten aber auch sein: In der Generation derjenigen, die geantwortet hatten, wurde nicht so offen über Sexualität gesprochen wie heutzutage. Bei der Befragung waren sie in einem Alter, in dem Sex für sie vermutlich nicht mehr so wichtig ist wie in jungen Jahren. Außerdem geht man als "reifer Mensch" normalerweise gelassener mit diesem Thema um. Nach so vielen Jahren verdrängen viele gerne ihre peinlichen Gefühle, die sie mit 20 oder 25 Jahren hatten. "Altersweisheit" äußert sich auch darin, dass man Probleme der Jugend herunterspielt oder relativiert. Nach 30 Jahren Krankheitsdauer haben viele es entweder aufgegeben, sich darüber aufzuregen oder sich mit ihrer Psoriasis arrangiert.</p><p></p><p>Es antworteten mehr Männer als Frauen. 50 Prozent von ihnen haben neben der Hautkrankheit auch Beschwerden an den Gelenken.</p><p></p><ul><li>80 Prozent der Antwortenden waren in einer Partnerschaft.</li><li>70 Prozent von ihnen haben Kinder.</li><li>60 Prozent sind berufstätig.</li><li>Der durchschnittliche Schweregrad der Psoriasis (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>) lag bei 18,9 Prozent. "Es beteiligten sich offenbar eher diejenigen mit einer schweren Psoriasis", erklärt Doreen Sharav.</li><li>20 Prozent der Antwortenden waren Singles.</li><li>Fünfzehn Prozent der Paare waren homosexuell - zehn Prozent männliche und zehn Prozent weibliche Paare. Ihre Erfahrungen und die Dauer der Partnerschaft unterschieden sich nicht von den anderer Paare.</li></ul><p></p><p>Gefragt wurde unter anderem, wie viel Prozent der Haut von der Schuppenflechte betroffen sind und an welchen Stellen sie "sitzt". Außerdem ging es um Partnerschaft und um sexuelles Verhalten - beispielsweise, wie oft der Geschlechtsverkehr "geschieht" oder ob sexuelle Funktionsstörungen bemerkbar sind.</p><p></p><div align="center"><p></p><table border="0"><tbody><tr><td><strong>Problem</strong></td><td><strong>Frauen</strong></td><td><strong>Männer</strong></td></tr><tr><td>kein sexuelles Verlangen (Appetenzstörung)</td><td>10,0</td><td>18,6</td></tr><tr><td>Orgasmusstörung</td><td>14,8</td><td>5,9</td></tr><tr><td>Erregungsstörung</td><td>21,0</td><td>16,7</td></tr><tr><td>vorzeitige Ejakulation oder Vaginismus</td><td>7,7</td><td>15,1</td></tr><tr><td>Schmerzen beim Geschlechtsverkehr</td><td>14,4</td><td>10,4</td></tr><tr><td>sexuelle Aversion</td><td>22,5</td><td>19,7</td></tr></tbody></table></div><p></p><p>Sexuelle Aversion äußert sich zum Beispiel darin, dass der Mann solange Fußball guckt, bis die Frau entnervt ins Bett gegangen ist – damit er nicht mit ihr "schlafen" muss. </p><p></p><p><strong>Wichtig ist:</strong> All diese Störungen sind auch bei Menschen ohne Schuppenflechte vorhanden.</p><p></p><h4>Ergebnisse der Befragung</h4><p></p><ul><li>Die sexuellen Funktionsstörungen sind unabhängig vom Alter - außer die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.</li><li>Auffällig häufiger als bei gesunden Menschen haben diejenigen mit Schuppenflechte kein Verlangen nach Sexualität. Besonders häufig ist dies bei Psoriasis arthritis. Die Studienleiterinnen vermuten die mangelnde Beweglichkeit als Hauptgrund.</li><li>Je stärker die Schuppenflechte ist, desto größer ist die sexuelle Dysfunktion.</li><li>Betroffene mit Schuppenflechte in der Leisten- oder Genitalregion<ul><li>haben seltener eine ungestörte Sexualität</li><li>haben häufiger Schmerzen beim Geschlechtsverkehr</li></ul></li></ul><p></p><ul><li>Die Partner beurteilen die Partnerschaft optimistischer als die Betroffenen mit Schuppenflechte.</li><li>Nach Seitensprüngen befragt, erwies sich: Die Menschen mit Psoriasis und ihre Partner sind sehr treu.</li><li>Für 3,6 Prozent der Betroffenen ist eine Schwangerschaft nicht vorstellbar. Bei den Partnern sehen nur 5,7 Prozent dies genauso.</li><li>Acht Prozent der Betroffenen haben Angst vor einer Schädigung des Kindes durch Medikamente. Bei den Partnern sahen 4,5 Prozent genauso.</li><li>44,9 Prozent der Antwortenden wünschten sich eine bessere Beratung.</li></ul><p></p><p>Erfahrungen zeigen, dass sich junge Psoriatiker oft schwer mit ihrer Sexualität tun: Sie klagen über Schmerzen beim Sex, fühlen sich eingeschränkt und hilflos. Wütend gegen ihr Schicksal befürchten sie, dass die Psoriasis sie als Sexualpartner uninteressant macht. Der herrschende "Schönheitskult" stempelt jeden ab, der nicht genau diesem Ideal entspricht! Die Ergebnisse der Befragung widersprechen außerdem mehreren Studien, bei denen die Lebensqualität von Psoriatikern untersucht wurde. Dabei wurden alle Bereiche abgefragt und nicht nur das Sexualverhalten. Danach steht die Psoriasis gegenüber anderen Krankheiten bei den körperlichen Belastungen an zweiter, beim psychischen Leidensdruck an dritter Stelle. Zehn Prozent der Psoriatiker haben wegen ihrer Krankheit schon einmal an Selbstmord gedacht.</p><p></p><p>"Oft wird eine Schuppenflechte in der Leisten- oder Genitalregion beim Hautarzt diskret verschwiegen", so Doreen Sharav. "Dabei: Wenn man beispielsweise die Leisten mit Vitamin-D3-Salben wie Psorcutan oder Silkus behandelt, hilft das oft sehr schnell."</p><p></p><p><em>Hinweis für Ärzte:</em> Hautärzte, die sich zum Thema Sexualität und Partnerschaft weiterbilden möchten, könnten sich an das Institut für Sexualmedizin in Berlin wenden (Telefon 030/6238988)</p><p></p><p><strong>Wie stark stört Sie die Psoriasis in der Sexualität?</strong></p><p></p><table><tbody><tr><td> </td><td><strong>Betroffener</strong></td><td><strong>Partner</strong></td></tr><tr><td>gar nicht</td><td>33 Prozent</td><td>68 Prozent</td></tr><tr><td>gering</td><td>37 Prozent</td><td>22 Prozent</td></tr><tr><td>stark</td><td>21,8 Prozent</td><td>8,5 Prozent</td></tr><tr><td>sehr stark</td><td>6,6 Prozent</td><td>(sehr wenige)</td></tr></tbody></table><p></p><p><strong>Fazit der Studienleiter</strong>: Die Partner stört die Psoriasis gar nicht so oft wie die Betroffenen.</p><p></p><p>Quellen:</p><p></p><ul><li>Vortrag von Doreen Sharav im Psoriasis Forum Berlin</li><li>Zeitschrift "Sexuologie", Ausgabe 3-4/2004</li><li>Information des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité</li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">138</guid><pubDate>Thu, 25 May 2006 01:57:15 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte und Rauchen &#x2013; die Fakten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schuppenflechte-und-rauchen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_05/raucherecke.jpg.642c065e3472359715bf8e81d18f317b.jpg" /></p>

<h2>
	Erhöhtes Psoriasis-Risiko bei Rauchern
</h2>

<p>
	Rauchen erhöht das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken. Um das wissenschaftlich zu untermauern, haben Forscher aus den USA und Kanada 78.532 weibliche Raucher und Nichtraucher untersucht. Alle waren anfangs zwischen 25 und 42 Jahre alt. Die ersten Befragungen liefen im Jahr 1989. Bei 887 Teilnehmerinnen trat die Psoriasis in den folgenden 14 Jahren auf.
</p>

<p>
	Verglichen mit Frauen, die niemals geraucht hatten, war das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken, bei den Ex-Raucherinnen um 37 Prozent höher. Bei den "aktiven" Raucherinnen lag das Risio sogar um 78 Prozent höher.
</p>

<p>
	Wer jetzt spontan das Rauchen sein lässt, handelt immer richtig, ist aber aus dem Risiko nicht entlassen. Auf das Risiko-Level der Nichtraucher kommt ein Ex-Raucher erst nach 20 Jahren.
</p>

<p>
	Aber auch das Passivrauchen während der Schwangerschaft oder Kindheit erhöht das Risiko, an einer Schuppenflechte zu erkranken.
</p>

<p>
	Die Wissenschaftler glauben, dass die Gifte in Zigaretten auf die Stellen des Immunsystems wirken, die mit der Schuppenflechte in Verbindung gebracht werden.
</p>

<p>
	<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0002934307006730" rel="external nofollow">Link zur Studie</a>
</p>

<h2>
	Menschen mit Schuppenflechte rauchen mehr als andere
</h2>

<p>
	Wissenschaftler in den USA wollten wissen, wie Rauchen und Fettleibigkeit (Adipositas) mit der <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> zusammenhängen. Dazu untersuchten sie 557 Psoriatiker. Sie verglichen ihre Daten mit denen aus Datenbanken mit Menschen ohne Schuppenflechte.
</p>

<p>
	37 Prozent der Psoriatiker rauchten. Unter den Menschen ohne Schuppenflechte taten das nur 13 bis 25 Prozent.
</p>

<p>
	Eine Fettleibigkeit wurde bei 34 Prozent der Psoriatiker festgestellt. Dagegen waren es bei den Menschen ohne Schuppenflechte nur 18 Prozent.
</p>

<p>
	Als die Wissenschaftler weiter forschten, fanden sie heraus: Die Fettleibigkeit ist eher eine <em>Folge </em>als eine <em>Ursache </em>der Psoriasis. Beim Rauchen ist das anders.
</p>

<p>
	"Wir dachten, dass Fettleibigkeit den TNF-Spiegel verändern würde", erklärt der Chef der Forscherrunde, Dr. Gerald G. Krueger von der Universität in Utah. "Aber es scheint eher so, als wirke die Psoriasis auf das eigene Körperbild, das ein Psoriatiker von sich hat, und das verleitet den Patienten dazu, sich ungesunde Lebensstile zu eigen zu machen" - eben übermäßiges Essen oder wenig Bewegung.
</p>

<p>
	Das Rauchen dagegen scheint doch einen direkten Einfluss auf die Psoriasis zu haben, so Krueger. "Der Mechanismus scheint auf die Zytokine zu wirken, was wiederum das Immunsystem nachteilig beeinflusst."
</p>

<p>
	<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/401808" rel="external">Link zur Studie</a>
</p>

<h2>
	Wer viel raucht, hat schwerere Psoriasis
</h2>

<p>
	Die andere Studie stammt von Wissenschaftlern aus Italien. Sie verglichen Daten von 818 Psoriasis-Patienten, um die Verbindung zwischen Rauchen und Schwere der Krankheit festzustellen.
</p>

<p>
	Ihr Ergebnis: Wer mehr als 20 Zigaretten pro Tag raucht, erhöht sein Risiko für eine schwere Psoriasis um mehr als da Doppelte als der, der "nur" zehn oder weniger Zigareten raucht. Und: Vor allem bei Frauen hängen Dauer und Intensität des Rauchen direkt mit der Schwere der Psoriasis zusammen.
</p>

<p>
	<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/401096" rel="external">Link zur Studie</a>
</p>

<p>
	Die beiden letztgenannten Studien-Teams kommen in der Fachzeitschrift "Archives of Dermatology, Dezember 2005" zur gleichen Empfehlung: Sie empfehlen Psoriasis-Patienten, mit dem Rauchen aufzuhören.
</p>

<h2>
	Rauchen + Rheuma = mehr Schmerzen
</h2>

<p>
	Patienten mit rheumatoider-Arthritis, die rauchen, haben deutlich mehr schmerzhafte und geschwollene Gelenke als Patienten, die nicht rauchen.
</p>

<p>
	Eine Datenbank mit Angaben von 8.228 Patienten mit rheumatoider Arthritis in den USA wurde in Bezug auf Raucher und Nichtraucher analysiert. Alle fünf Monate waren die Patienten mit einem Fragebogen zu ihren Rauchgewohnheiten und klinischen Befunden befragt worden.
</p>

<p>
	Wer es genau wissen will: Es waren 4.862 Nichtraucher, 1.279 Raucher und 2.087 ehemalige Raucher. Unter den rauchenden Patienten waren weniger Frauen als Männer.
</p>

<p>
	Die eigentliche Nachricht aber: Raucher hatten deutlich mehr schmerzhafte und geschwollene Gelenke als ehemalige oder Nichtraucher. Auch Knoten unter der Haut waren bei ihnen deutlich häufiger. Der Rheumafaktor war häufiger positiv.
</p>

<p>
	Im Vergleich zu Nichtrauchern war auch bei ehemaligen Rauchern die Zahl der Knoten unter der Haut erhöht. Allerdings wurde die Dauer der Abstinenz nicht abgefragt.
</p>

<p>
	<em>Quelle: Ärzte Zeitung, 15. Juni 2005; dpa-Meldung, 17. Juni 2005</em>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<strong>Passivrauchen der Eltern kann dem Kind Schuppenflechte bescheren </strong><br>
	(<a href="https://www.springermedizin.de/paediatrische-dermatologie/psoriasis-vulgaris/psoriasis--weil-papa-raucht-/20047018" rel="external nofollow">Pädiatrische Dermatologie, 01.02.2022</a>)<br>
	Forscher haben untersucht, ob Psoriasis im Kindesalter häufiger auftritt, wenn Mama oder Papa rauchen. Die Antwort: Wenn Mama in der Schwangerschaft geraucht hat, scheint das nicht eher zu Psoriasis (beim Kind) zu führen. Wenn das Kind aber in der Wohnung zum Passivraucher wird, tritt eher schon mal Schuppenflechte auf. Aber: Es waren nur wenige Kinder, an denen das untersucht wurde. Es muss also an einer größeren Gruppe geforscht werden.
</p>

<p>
	<strong>Rauchen kann Schweregrad der Psoriasis erhöhen</strong><br>
	(hautstadt, 18.07.2013)
</p>

<blockquote>
	<p>
		Rauchen stellt einen erheblichen Risikofaktor für Patienten mit Psoriasis dar, den Schweregrad der Erkrankung zu erhöhen. Ursächlich dafür ist vermutlich oxidativer Stress. Dieser ist bei Psoriasis-Patienten generell erhöht, unabhängig davon, ob sie Raucher sind oder nicht. Bei Patienten, die Psoriasis haben und rauchen, kommt aber noch ein weiterer Faktor hinzu, der den oxidativen Stress steigert: eine verminderte Aktivität eines Enzyms.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<a href="http://www.dr-walser.ch/rauchen/" rel="external nofollow">Rauchen und Psoriasis</a><br>
	Informationen von Dr. Thomas Walser (Schweiz)
</p>

<p>
	<a href="https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/psoriasis_aid_137412.html" rel="external nofollow">Rauchen fördert Schuppenflechte</a><br>
	Meldung in "Focus online", 29.10.2007
</p>

<h3>
	Tipps zum Aufhören
</h3>

<p>
	<a href="http://www.tabakfrei.de" rel="external nofollow">www.tabakfrei.de</a>
</p>

<p>
	<a href="http://www.rauchfrei.de" rel="external nofollow">www.rauchfrei.de</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">181</guid><pubDate>Fri, 05 May 2006 05:54:00 +0000</pubDate></item><item><title>Regelm&#xE4;&#xDF;iger Gang in die Sauna trainiert die Haut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/regelmaessiger-gang-die-sauna-trainiert-die-haut/</link><description><![CDATA[<p>Regelmäßige Saunagänge sind nicht nur gesund für Herz und Kreislauf, sondern stärken auch die Haut und ihre Schutzfunktion. Das haben Wissenschaftler der Hautklinik der Universität Jena in einer Studie nachgewiesen.</p><p>Die Mitarbeiter des hautphysiologischen Labors interessierten sich vor allem dafür, wie gesunde Haut unter dem Einfluss von Saunagängen funktioniert und ob es dabei einen "Trainingseffekt" der Haut gibt. Dazu wurden Messungen an der Hautoberfläche der Testpersonen durchgeführt. Ergebnis: Die Hautbarriere wird trainiert und die Haut besser durchblutet. Und: Der Säureschutzmantel der Haut wird nach regelmäßigem Saunieren gestärkt. Das zeigten Untersuchungen des pH-Wertes.</p><p>Die Forscher kommen also zu dem Schluss: Der Hitzereiz der Sauna fördert die Schutzfunktion der Haut und damit das Gesundbleiben.</p><p>Die Analyse des Salzgehalts des Schweißes nach dem Saunieren ergab einen verminderten Salzverlust. Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßigen Heißluftkuren und verliert bei jeder Schwitzkur weniger Mineralien. Das ist auch bei sonstigen Belastungen förderlich. Dieses Ergebnis ist nicht neu. Vielmehr entspricht es den bisher bekannten Resultaten aus anderen Studien.</p><p>Ein weiteres Ergebnis der Studie ist für Menschen mit Schuppenflechte interessant: Eine austrocknende Wirkung des Saunabesuches auf die Haut konnte ausgeschlossen werden. Fazit von Studienleiter PD Dr. Joachim Fluhr: "Auch Menschen mit trockener Haut können ohne Bedenken regelmäßig eine Sauna besuchen".</p><p>Die Studie wurde vom Freizeitbad GalaxSea gefördert.</p><p style="text-align:right;"><em>idw</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">597</guid><pubDate>Mon, 24 Apr 2006 18:23:37 +0000</pubDate></item><item><title>Arnsberg findet Sole statt W&#xE4;rme</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sole-in-arnsberg/</link><description><![CDATA[<p></p><h4>Überraschung in 600 Metern Tiefe: Heilwasser statt Wärme</h4>Eher zufällig ist die Stadt Arnsberg bei einer Erdwärme-Bohrung auf ein Heilwasser gestoßen. Bei der Bohrung sollte in drei Kilometern Tiefe Wärmeenergie für ein Freizeitbad im Stadtteil Hüsten gewonnen werden. Als die Bohrung bis auf 600 Meter Tiefe vorangetrieben war, spritzte salzhaltiges Wasser aus dem Bohrloch. Dieses Wasser ist nach Mitteilung der Stadt Arnsberg ein Heilwasser von hoher Qualität. Dies hätten Analysen ergeben.<p>Den Traum vom Heilbad Hüsten träumt aber offenbar niemand, obwohl laut Bürgermeister Hans-Josef Vogel eine Vielzahl therapeutischer Anwendungen möglich würden. Für einen klassischen Kurort gebe es weder Geld noch realistische Marktchancen. Die Quelle, die eine dauerhafte Ergiebigkeit habe, soll jetzt mit Rohren versehen werden. Die Stadt will eine Abfüllstation errichten und eine Rohrleitung in das Freizeitbad legen. Dort soll das Heilwasser mit einem Salzgehalt von vier Prozent die bisher zugekaufte Sole ablösen und auch den Gesundheits- und Wellness-Bereich aufwerten.</p><p><i>Quelle: dpa, 24.03.06</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">222</guid><pubDate>Mon, 03 Apr 2006 04:35:18 +0000</pubDate></item><item><title>Gro&#xDF;e und kleine Hilfen f&#xFC;r den Alltag &#x2013; eine Ergotherapeutin r&#xE4;t</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hilfsmittel-tipps/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>"Sie haben mehr Hilfsmittel zuhause als Sie glauben", sagt Susanne Bitzer-Munoz, Ergotherapeutin im Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Zehlendorf. Ohnehin ist ihr der Begriff Alltagsmittel lieber als die spröde Bezeichnung "Hilfsmittel".</strong>
</p>

<p>
	Das erste, was sie ihren Patienten als Trainingsaufgabe mit auf den Weg gibt: "Automatisieren Sie Ihr Verhalten". Das soll heißen: Hilfen sollten <i>immer</i> benutzt werden - und nicht nur an den Tagen, an denen die Gelenke wehtun. Dazu gehört, dass die Hilfsmittel griffbereit liegen - und nicht irgendwo verkramt. Manchmal muss vielleicht eher der Partner trainiert werden, damit er nicht meckert, weil nun öfter mal "was herumliegt".
</p>

<p>
	"Alltagshilfen schonen die kleinen Gelenke", erklärt Susanne Bitzer-Munoz. Die großen Gelenke werden dann mehr benutzt und gleichzeitig trainiert. Ein Fehler sei es, Helferlein links liegen zu lassen, weil es ja "gerade noch so geht". Wer sich sagt, "ist ja noch nicht so schlimm", der geht selbst davon aus, dass seine Situation noch schlimmer wird - und resigniert. "Jeder sollte seine eigenen körperliche Belastbarkeit akzeptieren lernen", so die Ergotherapeutin. "Es ist normal, dass es einem einen Tag besser geht und am anderen Tag schlechter."
</p>

<p>
	Eines ihrer wichtigsten Hilfsmittel ist eine Bandage für das Handgelenk. Was innen nicht mehr von selbst hält, muss eben gestützt werden. "So eine Bandage sollte nur während der Zeit der Belastung getragen werden und nicht zwölf Stunden lang", so Susanne Bitzer-Munoz. Gut sei eine Bandage mit Schienenverstärkung. Es gibt sie für kleine, mittlere und große Hände. Die Schiene diszipliniert den Träger gleichzeitig, so dass er sein Handgelenk nicht überdehnt.
</p>

<p>
	Wichtig: Jeder Arzt - auch der Hausarzt - kann eine Handgelenksbandage (und andere Bandagen) verschreiben. Selbst für einzelne Finger gibt es solche Bandagen – Fingersleeves genannt.
</p>

<p>
	Das Handgelenk sollte generell möglichst immer gerade gehalten werden. Die Gefahr einer Überbeanspruchung lauert schon beim Brotschneiden mit dem großen Messer. Für diesen Zweck gibt es von Ikea, Solingen oder Zwilling auch ergonomische Messer mit abgewinkelten Griffen.
</p>

<p>
	Berliner, die sich für eine Beratung oder Ergotherapie bei Susanne Bitzer-Munoz interessieren, benötigen von ihrem Arzt ein Rezept über "motorisch-funktionielle Behandlung" (Rezept Nummer 18) für vier oder sechs Sitzungen. Ihre Telefonnummer: (030) 80 50 56 05.
</p>

<p>
	Die Deutsche Rheuma-Liga bietet eine kostenlose Beratung für den Gelenkschutz an. Von Susanne Bitzer-Munoz stammt auch eine Broschüre "Gelenkschutz im Alltag", die bei der Rheuma-Liga zu haben ist - oder <a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A23_gelenkschutz_kurz.pdf" rel="external" target="_blank">als PDF-Datei zum Selberausdrucken</a>.
</p>

<p>
	<b>Buchtipps:</b>
</p>

<p>
	• "Fußgymnastik mit Kindern" von Martha Scharll (<a href="https://amzn.to/3iPJi4v" rel="external nofollow" target="_blank">bei Amazon ansehen</a>)
</p>

<p>
	• "Kinder machen Fußgymnastik" von Barbara Köhler, Heidi Reber (<a href="https://amzn.to/3sVPkFf" rel="external nofollow" target="_blank">bei Amazon ansehen)</a>
</p>

<p>
	 
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed8700974469" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hilfsmittel-bei-psoriasis-arthritis-und-rheuma?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<h4>
	Welche Tipps hast du?
</h4>

]]></description><guid isPermaLink="false">50</guid><pubDate>Thu, 09 Mar 2006 07:37:00 +0000</pubDate></item><item><title>Hilfsmittel f&#xFC;r den Alltag</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hilfsmittel-bei-psoriasis-arthritis-und-rheuma/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_03/nussknacker.JPG.58d8b9c74231f655f3af4eccb5b56b54.JPG" /></p>

<div>
	<img alt="Hilfsmittel bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19436" style="height: auto; width: 200px; float: left;" width="800" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_11/hilfsmittel-nusszange.jpg.dcab11530c2725524144c2a8bc2e8845.jpg" loading="lazy" height="600">Ist dein Nussknacker auch verkramt in der Weihnachtskiste? Das solltest du ändern! Der Nussknacker eignet sich hervorragend als Flaschenöffner. Probier es aus! Danach sollte der Nussknacker wie alle Hilfsmittel nicht zu weit hinten in eine Schublade wandern, sondern so griffbereit wie möglich liegen. Zeig deinem Partner diesen Artikel, damit er nicht so oft wegen des "herumliegenden Zeugs" die Stirn runzelt.
</div>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<img alt="Hilfsmittel bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19434" style="height: auto; width: 200px;" width="800" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_11/hilfsmittel-loeffelaufsatz.jpg.0cec19ce0807a4d65883fd0ccc939b86.jpg" loading="lazy" height="264">Ein Schaumstoff-Griff, der auf Besteck und andere Dinge gesteckt werden kann.
</p>

<p>
	Diese Griffverlängerer gibt es im Sanitäts-Fachgeschäft. Dort werden Besteck, Stifte und alles, was du sonst nur noch schlecht greifen kannst, hineingesteckt. Ab sofort ist das Greifen leichter.
</p>

<div>
	<img alt="Fahrradgriff" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19371" style="height: auto; width: 200px;" width="200" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/fahrradgriff.JPG.a75df3913d8a36b9c2104ccf806a8610.JPG" loading="lazy" height="94">
</div>

<p>
	Wer nicht die Griffe aus dem Sanitäts-Fachhandel kaufen will, sollte mal im Keller oder Schuppen wühlen. Ein alter Fahrradgriff kann ebenso auf das Besteck gesteckt werden wie ein Stück vom Gartenschlauch. Für letzteren sollte man den Schraubstock bemühen, damit er richtig fest sitzt.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="JPG" data-fileid="19372" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/teigschaber.JPG.08ef8ba4c0027719acbcb46da212c625.JPG" rel=""><img alt="Teigschaber" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19372" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/teigschaber.JPG.08ef8ba4c0027719acbcb46da212c625.JPG" loading="lazy"></a>
</div>

<p>
	Sind deine Arme auch zu kurz? Ist keiner da, der dir den Rücken eincremt? Doch! In deiner Küchenschublade! Ein Teigschaber könnte helfen. Sein Vorteil gegenüber dem menschlichen Eincremer: Er nervt nicht so, weil er etwas anderes im Fernsehen sehen will als du.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Eine Greifzange gehört in den Haushalt von jedem, der sich nicht mehr bücken kann. Meist sind sie am Griffende außerdem mit einem Magneten versehen, mit dem man kleine Teile wie Nadeln oder Nägel aufheben kann. Der Greifarm hilft zum Beispiel, Kleidung vom Boden aufzuheben - beispielsweise den Schlüpfer, der ja irgendwie auch über die Beine muss (meist). Deshalb heißt das Teil eigentlich Greif- und Anziehhilfe.
</p>

<p>
	<b>Tipp</b>: Eine Greifzange kann vom Arzt verordnet werden.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<img alt="Sandball" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19369" style="height: auto; width: 200px;" width="200" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/sandball.JPG.d146fd9c0b52d275e3b2893f4ff8470b.JPG" loading="lazy" height="254">
</div>

<p>
	Solch einen mit Sand gefüllten Luftballon oder andere Teile gibt es manchmal bei Veranstaltungen von Selbsthilfegruppen oder Gesundheitsmessen als Werbegeschenk. Mit dem "Herumkneten" können die Finger gut trainiert werden.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Eine Seifenunterlage mit Saugnäpfchen unten dran - das ist deine Hilfe beim Flaschenöffnen - mit den Saugnäpfchen auf der Flasche natürlich.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<img alt="Hilfsmittel bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19435" style="height: auto; width: 200px; float: left;" width="200" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_11/hilfsmittel-rutschmatte.jpg.50a50fb6f4283056890d67dbd6612143.jpg" loading="lazy" height="266">Eine Anti-Rutsch-Matte, sonst unter Teppichen üblich, hilft prima, wenn die Hände sonst abrutschen.
</div>

<p>
	Eigentlich kennt man diese "Lochmatten" aus dem Baumarkt. Sie werden vorzugsweise unter Teppiche gelegt, damit die und wir nicht rutschen. Wer sagt aber, dass sie unter dem Teppich liegen <i>müssen</i>? Sie helfen genauso in der Küche. Um den Deckel einer Flasche gelegt, ist das Öffnen deutlich leichter. Auch unter dem Schneidebrett sorgt diese Matte für rutschfesten Halt. Übrigens: Je grober die "Maschen", desto größer der Halt.
</p>

<div>
	<img alt='"Küchenhai" von Tupperware' class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19370" style="height: auto; width: 200px;" width="200" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/tupperware_kuechenhai.jpg.c30ab4fa60e845c516fd39b3f6736dc2.jpg" loading="lazy" height="138">
</div>

<p>
	Hier geht es um die Hebelwirkung: Der "Küchenhai" von Tupperware hat so viele Funktionien, dass man sich den Kauf von mehreren kleinen anderen Helfern sparen kann. Also auf zur nächsten Tupperparty, in eines der wenigen Geschäfte oder ins Internet: <a href="https://www.tupperware.de/" rel="external nofollow" target="_blank">https://www.tupperware.de/</a>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Im Lebensmittelgeschäft lauern manchmal gute Helferlein: Die Firma Efko legte einmal einem Gurkenfass einen Vakuumöffner bei. Also Augen auf im Supermarkt!
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<img alt="Eincremband" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19366" style="height: auto; width: 160px;" width="160" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/eincremeband_01.jpg.ba591835a58a8c9ff86694b41b60fa02.jpg" loading="lazy" height="164.8">
</div>

<p>
	Die Extraportion Creme für den Rücken ist kein Luxus: Ein Eincremeband hilft dabei. Es kann gewaschen werden, so dass die Creme bedenkenlos auch in größeren Mengen draufgetan werden kann. Diese Bänder gibt es im Sanitätsgeschäft.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<img alt="Federbügel-Schere" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19367" style="height: auto; width: 786px;" width="786" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/Stirex_messer.gif.c950fd5e27c4532f363ed2fdf461f38c.gif" loading="lazy" height="432.3">
</p>

<p>
	Federbügelscheren (hier: von Stirex) machen das Schneiden leicht und sparen Kraft. Es gibt sie als Nagelscheren bis hin zu Scheren für grobe Dinge. Sie ersparen das Greifen in kleine "Löcher" und nutzen zum Schneiden die Kraft der ganzen Hand.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div style="text-align: center;">
	<img alt="Lackierrolle" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19368" style="height: auto; width: 300px;" width="300" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/lackierrolle.jpg.24a3fe26f60ecf363993d9fe8e6df5a1.jpg" loading="lazy" height="162">
</div>

<p>
	Wer nicht mehr an die Beine oder Füße herankommt, kann sich mit einer kleinen Lackierrolle aus dem Baumarkt behelfen. Die Rolle sollte eine mit Velours"überzieher" sein. Dort kommt statt Farbe eine Creme drauf. Den Nachschub für die "Überzieher" gibt es günstig im gleichen Baumarkt.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Ballkissen sind mit Luft gefüllt und schnell mal ins Büro mitgenommen. Sie entlasten die Wirbelsäule. Ein Stoff-Überzug sollte aber schon mit erworben werden - die Kissen sind sonst lange recht kalt.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<img alt="Kartenhalter" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19365" style="height: auto; width: 300px;" width="300" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2006_03/kartenhalter.jpg.bbe236ac8c76dc79cec22556a6321a5a.jpg" loading="lazy" height="249">
</div>

<p>
	Du spielst gern Karten, kannst das Blatt aber nur schwer halten? Kein Problem - es gibt Kartenhalter, oft im Spielwarenladen. Lange nicht mehr gespielt? Tipps gibt es im internet wie Sand am Meer - ein Beispiel ist <a href="https://kartenspiele.net/" rel="external nofollow" target="_blank">kartenspiele.net</a>. Schöner Tipp von dort: Wer die aktuellen Fußballergebnisse diskutieren möchte, ist beim Kartenspielen fehl am Platz.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Strumpfanzieher: Ein Strumpfanzieher kann vom Arzt verschrieben werden.
</p>

<p>
	<img alt="Hilfsmittel bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19437" style="height: auto; width: 800px;" width="800" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_11/hilfsmittel-flaschenoeffner.jpg.927b110d29e064fabb00f81a9f342eb7.jpg" loading="lazy" height="344">
</p>

<p>
	Damit bekommt man fast jeden Verschluss aufgedreht.
</p>

<p>
	Ein "Mehrfach-Flaschenöffner" hat mehrere Gewinde, die auf unterschiedlich große Flaschenhälse passen. So kommt man deutlich leichter an den Flascheninhalt.
</p>

<p>
	Von der Firma WMF stammt ein Flaschenöffner, der gleichzeitig als Deckel funktioniert und dank Ausformungen sehr griffig ist.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Nützliche Ideen hat der oft belächelte Katalog "<a href="https://www.moderne-hausfrau.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Die moderne Hausfrau</a>".
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed7455538987" id="ips_uid_7843_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hilfsmittel-tipps?do=embed" style="overflow: hidden; height: 230px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">49</guid><pubDate>Wed, 08 Mar 2006 12:14:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Ich dachte, meine Welt bricht zusammen"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ich-dachte-meine-welt-bricht-zusammen/</link><description><![CDATA[<p>
	"Mit 14 Jahren bekam ich Schuppenflechte. Damals, als Teenie, habe ich gedacht, meine Welt bricht zusammen. Von meinen Eltern war keine Unterstützung zu erwarten – im Gegenteil gab es nur Vorwürfe, wo ich mich denn rumgetrieben hätte." Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Mit 14 Jahren bekam ich Schuppenflechte. Damals, als Teenie, hab' ich gedacht, meine Welt bricht zusammen. Von meinen Eltern war keine Unterstützung zu erwarten - im Gegenteil gab es nur Vorwürfe, wo ich mich denn rumgetrieben hätte.
</p>

<p>
	Mit den Jahren wurde es immer schlimmer. Wenn andere schwimmen gingen, lief ich mit Rollkragen herum. Irgendwann wollte ich nicht mehr leben und dementsprechend schlimm wurde meine Haut. Wieder nur Vorwürfe, es wäre ja nichts.
</p>

<p>
	Im Alter von 19 Jahren habe ich geheiratet, und siehe da - innerhalb eines Jahres war ich fast beschwerdefrei. Na ja, dann wollte ich gerne ein Kind.
</p>

<p>
	Nach 10 Jahren Hormonbehandlungen und IVFs war ich seelisch und moralisch am Ende. Ich erlitt eine Fehlgeburt, bei der ich beinahe nicht überlebt hätte
</p>

<p>
	Innerhalb von zwei Monaten war ich so voller Psoriasis, dass ich ins Krankenhaus musste. Nach sechs Wochen wurde ich entlassen und es ging meiner Haut etwa besser.
</p>

<p>
	Ich war mittlerweile 32, kinderlos, Schuppenflechte, und meine Ehe ging den Bach 'runter: Mit 34 Jahren war ich nach zermürbendem Kampf mit der Scheidung alleine.
</p>

<p>
	Siehe da, auf einmal war auch meine Psoriasis weg. Ich fühlte mich total wohl in meiner Haut.
</p>

<p>
	Drei Jahre später ist mein Hund gestorben und ich bekam Zähne gezogen. Innerhalb von drei Tagen sah ich aus wie ein Streuselkuchen. Meine Knie bekam ich nicht mehr krumm, alles spannte und ich fühlte mich scheußlich.
</p>

<p>
	Im Jahre 2000 dann meine Kur in Bad Bentheim. Ich war sechs Wochen da und wurde seelisch und moralisch aufgebaut und lernte mit der Krankheit zu leben und umzugehen.
</p>

<p>
	Heute weiß ich, das ich keinen Stress ab kann und versuche auch, keine Probleme an mich ranzulassen. Ich habe etwas meine Ernährung umgestellt, treibe Sport und nehme Kümmelölkapseln. Seit fünf Jahren bin ich nun sehr stolz auf meine Haut. Ich kann anderen nur den Rat geben, auf sich zu hören und immer versuchen, alles gelassen zu sehen
</p>

<p>
	Liebe Grüße
</p>

<p>
	<em>Brigitte B.</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">730</guid><pubDate>Mon, 20 Feb 2006 17:52:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schilddr&#xFC;sentabletten brachten Psoriasis zur&#xFC;ck</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schilddruesentabletten-brachten-psoriasis-zurueck/</link><description><![CDATA[<p>
	Christa Kellner hatte jahrzehntelang Ruhe vor ihrer Schuppenflechte. Nach der Einnahme von Schilddrüsentabletten hat sie wieder viele rote Flecken. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Ich bekam die Schuppenflechte mit 10 Jahren erstmals und nun werde ich in einigen Monaten sechzig Jahre alt. Ich war mit 11 Jahren und mit 24 Jahren deswegen sehr lange im Krankenhaus. Danach wurde mir aber bewußt, daß das keine Lösung ist. Denn nach den Krankenhausaufenthalten bekam ich immer mehr Hautausschlag. Ich behandelte mich danach nur mehr mit natürlichen Salben, Bultreinigungstees und Käuterbädern. Ich war 1971 das letzte Mal beim Hautarzt. Noch im Juli dieses Jahres war ich fast beschwerdefrei.
</p>

<p>
	Im August nahm ich Schilddrüsentabletten und seit dieser Zeit habe ich wieder ziemlich viele rote Flecken - noch ohne Schuppen. Seit einigen Tagen stört es mich. Ich hab daher mit Totem-Meer-Salz-Bad - 2mal wöchentlich - begonnen. Ich glaube, dass der Ausbruch vielleicht durch einen Zahn verursacht wird oder durch die Hormonumstellung.
</p>

<p>
	Ich bin zuversichtlich, dass die Psoriasis nach einer bestimmten Zeit ohne chemische Keule wieder verschwindet.
</p>

<p>
	Als ich jung war, war ich sehr unglücklich über meine Krankheit. Rückblickend kann ich sagen, ich hatte trotzdem ein schönes Leben. Mit natürlichen Mitteln dauert es länger, dass die Psoriasis weggeht, aber dann ist man länger ohne Beschwerden.
</p>

<p>
	<em>Christa Kellner, Oktober 2005</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">765</guid><pubDate>Mon, 20 Feb 2006 09:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Rheuma ist keine Krankheit, sondern ein Symptom"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rheuma-symptome/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Bei einem Workshop zum Thema Rheumatologie an der Uni Leipzig ging es Anfang Februar 2006 vor allem um die Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Das Ergebnis verwundert nicht so richtig: Betroffene sollen noch intensiver und vor allem wesentlich früher als bisher mit allen Behandlungsverfahren behandelt werden, die für die Therapie von entzündlichen Prozessen bei Rheuma-Patienten zugelassen sind.</strong>
</p>

<p>
	Wenn die Gelenke mal mehr und mal weniger Schmerzen, scheint dem Laien schnell klar: Das ist Rheuma. Er quält sich damit oder geht zum Hausarzt und fordert schleunigst helfende Medikamente gegen diese Krankheit. "Rheuma ist aber keine Krankheit, sondern ein Symptom", korrigiert Professor Holm Häntzschel, Sprecher des <a href="http://www.rheumazentrumleipzig.de/" rel="external nofollow">Rheumazentrums Leipzig e.V.</a> am dortigen Universitätsklinikum und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV. "Das Wort Rheuma bedeutet soviel wie der fließende, der wandernde Schmerz. Wenn ein Patient zu uns kommt und meint, er habe Rheuma, können wir ihm nur entgegnen: 'Es gibt 1001 Ursache für rheumatische Schmerzen, und nur eine davon ist der chronische Gelenkrheumatismus.' Welche Ursache oder Erkrankung dieses Symptom beim konkreten Patienten auslöst, muss dann herausgefunden werden."
</p>

<h2>
	"Es wäre fatal, einen Tumor zu übersehen"
</h2>

<p>
	Wichtig zu wissen: Es gibt Krankheiten, die sich wie Rheuma "anfühlen", aber keines sind. Das sind beispielsweise
</p>

<ul>
	<li>
		Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht
	</li>
	<li>
		endokrinologische Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
	</li>
	<li>
		gastroenterologische Erkrankungen und
	</li>
	<li>
		onkologische Erkrankungen
	</li>
</ul>

<p>
	Diese Krankheiten rufen Beschwerden in der Muskulatur, Gelenken und des Knochens hervor und "imitieren" eben nicht selten rheumatische Erkrankungen.
</p>

<p>
	"Es wäre fatal, unter dem Symptom Rheuma mit Muskel- und Skelettschmerzen die Diagnose eines Tumors oder einer hämatologisch-onkologischen Erkrankung zu übersehen", erklären die Ärzte an der Uni-Klinik. "Damit würde auch die Chance für eine frühe Diagnose und eine frühe Therapie vergeben."
</p>

<p>
	Bakterielle und Viren-Erkrankungen gehen nicht selten mit Gelenk-, Schleimbeutel- oder Sehnenscheidenentzündungen einher. Die auf dem Boden einer Autoimmunität entstehenden rheumatischen Erkrankungen wie Lupus erythematodes beziehen schon zu Beginn oder im weiteren Verlauf verschiedenste Organe oder Organsysteme wie Herz, Lunge, Nieren, Nervensystem, Haut, Leber, Magen-Darm ein und erfordern deshalb eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.
</p>

<p>
	Letztlich beziehen die entzündlich rheumatischen Erkrankungen wie Gelenkrheumatismus und Morbus Bechterew Gelenke und die Wirbelsäule, besonders auch die Halswirbelsäule ein. "Glücklicherweise haben wir am Universitätsklinikum für diese Patienten im Gebiet Chirurgie die Schwerpunkte Neurochirurgie, Traumatologie und Orthopädie als Partner im Rheumazentrum", so die Wissenschaftler.
</p>

<h2>
	Von der Haut bis zur mikrobiologischen Diagnostik
</h2>

<p>
	"Seit 1986 ist durch Untersuchungen amerikanischer Rheumatologen bekannt, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis oder mit autoimmunologischen Erkrankungen wie Lupus erythematodes nach jahrelanger Krankheitsdauer eine erhöhte Sterblichkeit gezeigt haben", so Häntzschel. "Ursache ist nach den Ergebnissen der letzten Jahre eine Beteiligung des Herz-Kreislauf-Systems."
</p>

<h2>
	Herzinfarkt durch Rheuma?
</h2>

<p>
	Die ständig angekurbelte Entzündung führt zunächst zu einer Funktionsstörung der Gefäßinnenhaut, des Endothels - zu der so genannten Endothelzelldysfunktion. Als Folge kommt es zu einer Endothelzell-Schädigung mit dem Risiko einer beschleunigten Atherosklerose. Von diesen Vorgängen sind nicht nur die größeren Blutgefäße - die Arterien - sondern auch die kleineren Blutgefäße betroffen. In der Folge können bei Patienten mit diesen entzündlich-rheumatischen oder Autoimmunkrankheiten Durchblutungsstörungen zum Beispiel am Herzen letztlich bis zum Herzinfarkt auftreten. Auch die Gefahr von Durchblutungsstörungen anderer Organe oder Körperabschnitte besteht.
</p>

<p>
	Ursache dieser Schäden an der Gefäßwand sind immunologische und biochemische Risiko-Faktoren, die von der Entzündung kommen. Außerdem spielen die üblichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Erhöhung der Blutfette oder Nikotin eine Rolle.
</p>

<h2>
	Beteiligung des Herz-Kreislauf-Systems verhindern
</h2>

<p>
	Die Konsequenz aus diesen Forschungsergebnissen: Die betroffenen Patienten sollen noch intensiver und vor allem wesentlich früher als bisher mit all jenen Behandlungsverfahren behandelt werden, die für die Therapie von entzündlichen Prozessen bei Rheumapatienten zugelassen sind.
</p>

<p>
	Das Ziel besteht nicht nur in der Verhinderung von Gelenk- und Wirbelsäulenversteifung, sondern auch darin, die Beeinträchtigung der Lebenserwartung des Patienten durch Beteiligung des Herz-Kreislauf- Systems zu verhindern.
</p>

<p>
	Link:  <a href="http://www.rheumazentrumleipzig.de/" rel="external nofollow">Rheumazentrum am Universitätsklinikum Leipzig</a>
</p>

<p>
	<i>Quelle: idw/Uni Leipzig, 02.02.2006</i>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">155</guid><pubDate>Wed, 15 Feb 2006 05:16:39 +0000</pubDate></item><item><title>Warum die Psoriasis an H&#xE4;nden und F&#xFC;&#xDF;en besonders hartn&#xE4;ckig ist</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/palmoplantar-bewegen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_01/fussbild.jpg.9c6005d4a1f111c11394e1339f953d56.jpg" /></p>

<p>
	Vier Jahre lang hat Krista Kellogg aus Miami (Florida) ihren Tag um die schmerzenden Plaques an ihren Händen und den Sohlen geplant. Jeden Morgen fragt sie sich: Habe ich heute eine Sitzung? Muß ich einem Klienten die Hände schütteln? Finde ich einen Parkplatz nahe an meinem Büro, damit ich nicht zu weit gehen muss?
</p>

<p>
	Ihr Tag beginnt mit einer Dusche, die schmerzlich ist, anstatt zu beruhigen. Sie unterzieht ihre Füße einer zeitraubenden Behandlung mit UV-Licht. Dann entscheidet sie, welche Schuhe an ihre Füße passen – abhängig davon, wie geschwollen sie an diesem Morgen sind.
</p>

<p>
	"Mein Tagesablauf und die Art, wie ich mich jetzt selbst wahrnehme, hat sich für immer verändert, seit die Psoriasis ausgebrochen ist." sagt Kellogg.
</p>

<h2>
	Was der Experte sagt
</h2>

<p>
	Laut Abby Van Voorhees, Professor in der Dermatologie-Abteilung an der Universität von Pennsylvania, kann die Psoriasis an Händen und Füßen schwierig zu behandeln sein, weil die Haut in diesen Bereichen stark ist. Salben können nicht durch die stärkeren Hautschichten dringen. UV-Therapie braucht länger, um zu wirken. Weil die Hände und Füße außerdem im ständigen Gebrauch sind, ist eine Heilung schwierig, und es gibt Probleme mit der Beweglichkeit.
</p>

<p>
	Für Menschen mit Schuppenflechte an Händen und Füßen kann die Behandlung der Krankheit ein ständig steigender Kampf sein. Diese <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">Psoriasis palmoplantaris</a> ist nicht so verbreitet wie eine "gewöhnliche" Schuppenflechte. Sie kann aber sehr lähmend sein. Diese Art der Schuppenflechte verursacht schuppende und verdickte Psoriasis-Stellen an Händen oder Füßen. Manchmal treten zusätzlich Pusteln auf, die wie Blasen aussehen.
</p>

<p>
	Wegen der Schmerzen – verursacht durch aufbrechende oder rissige Stellen an den Sohlen – haben Menschen mit dieser Art der Schuppenflechte Probleme mit dem Laufen - mit diversen Auswirkungen auf ihr Leben und die Behandlung. "Durch physischen Druck auf die Haut an Händen und Füßen verschlechtert sich die Psoriasis, während Sie versuchen, sie zu heilen," erklärt Dr. Van Voorhees. Sogar einfache Aufgaben wie das Öffnen eines Glases können das <span ipsnoautolink="true">Köbner-Phänomen</span> auslösen - es bilden sich neue Stellen, wo die Haut beansprucht oder verletzt worden ist.
</p>

<h2>
	Möglichkeiten der Behandlung
</h2>

<p>
	Genügend Geduld vorausgesetzt, haben Betroffene verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung der Psoriasis. Gewöhnlich verwenden Ärzte Kombinationen von Salben wie
</p>

<ul>
	<li>
		Dovonex (Wirkstoff: Calcipotriol; Salbenname in Deutschland: Daivonex)
	</li>
	<li>
		Kortison und
	</li>
	<li>
		Retinoide wie Tazarotene
	</li>
</ul>

<p>
	Starke (dicke) Psoriasis-Stellen an Händen und Füßen werden mit salicylsäurehaltigen Präparaten "verdünnt". Salicylsäurehaltige Produkte lösen Schuppen für gewöhnlich gut. Wenn die Psoriasis darauf nicht reagiert, kann der Arzt eine Behandlung mit UV-Licht – beispielsweise mit PUVA – hinzufügen. Bei schwerer Psoriasis an Händen und Füßen können auch systemische Therapien wie Tabletten oder Spritzen helfen.
</p>

<p>
	Mehr Informationen sind in so genannten "Faktenblättern" zu finden, herunterzuladen <a href="https://www.psoriasis.org/navigationcenter/" rel="external nofollow">bei der NPF</a>.
</p>

<p>
	<em>Quelle: Psoriasis Advance 1/2006 (Mitgliederzeitschrift der <a href="https://www.psoriasis.org" rel="external nofollow">National Psoriasis Foundation</a>)</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">48</guid><pubDate>Thu, 19 Jan 2006 10:29:00 +0000</pubDate></item><item><title>Erfahrungen von Menschen mit Psoriasis palmoplantaris</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/palmoplantaris-erfah/</link><description><![CDATA[
<p>
	Viele Leute mit <span ipsnoautolink="true">Psoriasis palmoplantaris</span> arbeiten mit ihren Händen oder müssen für lange Zeitabschnitte auf ihren Füßen stehen. "Ich hatte einen Patienten mit Psoriasis palmoplantaris, der Koch war", berichtet der Arzt Abby Van Voorhees. "Ich empfahl ihm, während des Kochens Handschuhe zu tragen. Das konnte er aber nicht, weil ihm mit Plastikhandschuhen die Sicherheit fehlte."
</p>

<p>
	Es kann schwierig sein, einerseits die Anweisungen des Arztes und andererseits die Aufgaben des Berufs zu erfüllen. Mitglieder der US-amerikanischen Selbsthilfevereinigung <a href="https://www.psoriasis.org" rel="external nofollow">National Psoriasis Foundation</a> haben diese Herausforderung in vielen unterschiedlichen Weisen erfahren.
</p>

<p>
	<b>Richard Hester, Produktionsarbeiter, Bangor (Pennsylvania)</b>
</p>

<p>
	In seinem Job muss Richard Hester den ganzen Tag auf den Füßen sein. Er "steht es einfach durch". Er zeigte einem Vorgesetzten seinen Fuß mit einer Psoriasis pustulosa. Sein Arbeitgeber erkannte an, dass Richard Hester immer Sandalen tragen muss, weil die Luft seine Stellen bessern läßt.
</p>

<p>
	<b>Marie Sweeney, Krankenschwester, Oceanside (New York)</b>
</p>

<p>
	Als Krankenschwester sorgte sich Sweeney darum, dass ihre Patienten Angst vor Berührung haben könnten. "Meine Hände schälten sich ständig, und sie bluteten. Ich wurde sehr gehemmt." Sie würde an den Händen Verbände tragen und die Patientenakten dort ausfüllen, wo die Leute sie nicht sehen könnten. Schließlich klärte sie ihren Chef auf, der ihr emotionale Unterstützung anbot. Sie bekam auch eine bessere Behandlung, die die Stellen an ihren Händen besserte.
</p>

<p>
	<b>Trudy Sperry, Näherin, Pictou, Neuschottlands, Kanada</b>
</p>

<p>
	Sperrys Hände sind ihr Lebensunterhalt. Lange Zeit hatte sie an den Händen eine <span ipsnoautolink="true">Plaque-Psoriasis</span>. Sie trugt Baumwollhandschuhe mit abgeschnittenen Fingern, die ihr erlaubten, ihre Arbeit zu erledigen, ohne daß sich die Hände schälen und bluten. Vor kurzem entwickelte sie eine pustulöse Psoriasis. Jetzt benutzt sie Verbände, um die Blasen zu bedecken.
</p>

<p>
	<b>P.J. Leary, Unternehmensleiter, Raleigh, N.C.</b>
</p>

<p>
	Nach einigen Jahren ohne Befall kehrte die schwere Psoriasis palmoplantaris vor kurzem zur Mutter und Unternehmensleiterin zurück. Alltäliche Dinge wie das Hochheben der Flasche Milch für ihren Sohn - bereiten ihr Schmerzen.
</p>

<p>
	"Es tut mir beim Laufen weh. Meine Füße schwellen an. Die Flecken breiten sich explosionsartig aus. Jeder Schritt schmerzt." P.J. Leary trägt Baumwollhandschuhe, um die Hände zu schützen. Doch sie fürchtet sich vor dem Händeschütteln im Job. Während sie darauf wartet, dass die Behandlung mit einem <span ipsnoautolink="true">Biologikum</span> anschlägt, fragte sie ihren Arzt nach einer Kortisonsalbe, um das Reisen durchzustehen.
</p>

<p>
	<em>Quelle: Psoriasis Advance 1/2006 (Mitgliederzeitschrift der <a href="https://www.psoriasis.org" rel="external nofollow">National Psoriasis Foundation</a>)</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">47</guid><pubDate>Thu, 19 Jan 2006 10:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fu&#xDF;pilz nicht selbst behandeln</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fusspilz-statt-pso/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_01/fuesse.jpg.5a1994d66a27bf989fe09f3a23eb1d83.jpg" /></p>
<p><strong>Was der Laie für eine Schuppenflechte hält, kann ein Fußpilz sein. So richtig kann das nur der Hautarzt erkennen.</strong></p><p></p><p>Hautärzte warnen vor einer Selbstbehandlung von Fußpilz. Der Griff zu rezeptfreien Medikamenten kanne zu ernsten Folgeschäden und einer Ausbreitung der Erkrankung auf andere Körperregionen führen. Darauf weist die Deutsche Dermatologische Gesellschaft hin. Nur durch einen eindeutigen Nachweis des Krankheitserregers ist eine sichere Diagnose möglich, betont der Direktor der Jenaer Universitäts-Hautklinik, Peter Elsner: "Erst der Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen erlaubt eine gezielte Therapie."</p><p>Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet laut Elsner unter Fußpilz: Zwischen den Zehen bildeten sich Pusteln. Die Haut ist gerötet, juckt und brennt.</p><h4>Wie der Fußpilz nachgewiesen wird</h4>Für den korrekten Pilznachweis schabt der Arzt Hautschuppen oder Bestandteile der Pusteln von der betroffenen Stelle. Die untersucht er unter dem Mikroskop. Lässt die mikroskopische Untersuchung keinen eindeutigen Befund zu, wird zusätzlich eine Pilzkultur auf einem Nährboden angelegt. Nach wenigen Tagen kann der Mediziner den Fußpilz eindeutig feststellen.<p>Dagegen liegen Laien mit ihrer Diagnose häufig falsch: "Es gibt eine ganze Reihe von Krankheitsbildern, die sich ganz ähnlich äußern wie Fußpilz", so Elsner. Dazu zählten Neurodermitis und Schuppenflechte, aber auch bakterielle Infektionen oder allergische Reaktionen, ausgelöst durch eine Unverträglichkeit gegenüber Textilien oder Schuhmaterialien. In diesen Fällen sei eine Behandlung auf Fußpilz nicht nur erfolglos. "Sie kann auch zur Verschlimmerung der eigentlichen Beschwerden führen", warnte Elsner.</p><h4>Folgen einer falschen Behandlung</h4>Wenn eine Fußpilzinfektion nicht fachgerecht behandelt wird, kann das für die Patienten ernste Komplikationen nach sich ziehen. So droht einerseits ein Übergreifen des Pilzbefalls auf Zehennägel und andere Hautpartien. Andererseits kann die von Pilzen besiedelte Haut auch als Eintrittspforte für gefährliche Bakterien wie Streptokokken dienen. In der Folge kann sich ein Erysipel - eine so genannte Wundrose - entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Breitet sich die Entzündung unkontrolliert aus, droht ein Absterben von Gewebe oder eine tiefe Venenthrombose.<p>Eine unzureichende Therapie birgt auch das Risiko von Rückfällen. "Deshalb müssen Schuhe und Strümpfe nach einer Fußpilzinfektion hinreichend desinfiziert werden", empfiehlt der Professor. Nach Sauna- und Schwimmbadbesuchen sollten die Füße konsequent desinfiziert und die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden.</p><p><i>Quelle: AP, 13.01.2005</i></p><div style="clear:both;"></div>]]></description><guid isPermaLink="false">221</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2006 08:34:31 +0000</pubDate></item><item><title>Stutenmilch kann bei Neurodermitis helfen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/stutenmilch-kann-bei-neurodermitis-helfen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_01/milch.png.b1479ca7f63e9bcee0d5aa9e70936a1e.png" /></p>
<p></p><p><strong>Wissenschaftler der Universität Jena testeten eine Trinkkur als neue Behandlungsoption bei Neurodermitis.</strong></p><p></p><p>Stutenmilch wird im asiatischen Raum seit Jahrhunderten bei entzündlichen Erkrankungen verwendet. Heute ist bekannt, dass die Milch antibakterielle, entzündungshemmende und das Immunsystem aktivierende Inhaltsstoffe enthält. Wegen dieser Eigenschaften haben Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena getestet, wie Stutenmilch als therapieunterstützendes diätetisches Lebensmittel bei Neurodermitis wirkt. Es ist die weltweit erste kontrollierte klinische Studie zum Einfluss der Stutenmilch bei dieser entzündlichen Hauterkrankung. Die Untersuchung, die vom Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen eines InnoRegio-Projektes gefördert wurde, ist am Institut für Ernährungswissenschaften in Zusammenarbeit mit der Hautklinik der Friedrich-Schiller-Universität durchgeführt worden.</p><p></p><p>23 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Neurodermitis tranken vier Monate lang täglich jeweils 250 Milliliter Stutenmilch und ebenso lang eine Vergleichsmilch. Monatlich wurde das Hautbild der Patienten an Hand eines anerkannten Bewertungsschemas untersucht. Außerdem beurteilten die Patienten ihre subjektive Empfindung hinsichtlich des Juckreizes und der Schlafstörungen, die durch die Neurodermitis verursacht wurden.</p><p></p><p>Bei Patienten, die die Stutenmilch tranken, nahm der Schweregrad der Neurodermitis ab – nach 12 Wochen statistisch gesichert, nach 16 Wochen tendenziell. In der Vergleichsmilchphase war hingegen keine Veränderung zu verzeichnen.</p><p></p><p>Bei einem Drittel der Patienten besserte sich der Schweregrad der Neurodermitis nach Stutenmilcheinnahme um 30 Prozent. "Da es sich bei der Stutenmilch um ein Lebensmittel handelt, kann dieses Ergebnis als sehr positiv bewertet werden", erklärt Projektleiter PD Dr. Rainer Schubert. </p><p></p><p>Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass nicht alle Patienten von der Stutenmilch-Trinkkur profitierten. "Dies ist vergleichbar mit der Wirkung von Medikamenten, auf die auch nicht alle Patienten gleichermaßen ansprechen", sagt der ärztliche Leiter der Studie Dr. Martin Kaatz.</p><p></p><p>Um diese ersten Anhaltspunkte für einen positiven Einfluss von Stutenmilch auf die Neurodermitis zu untermauern, die Wirkmechanismen zu identifizieren und die Gruppe der Patienten genauer zu definieren, die von einer Trinkkur profitiert, sind weitere Studien und eine intensive Auswertung der bereits gewonnenen Daten notwendig.</p><p></p><p><em>Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena, 15.11.2005</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">634</guid><pubDate>Mon, 02 Jan 2006 11:58:56 +0000</pubDate></item><item><title>Gute oder schlechte Pillen?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/gute-pillen/</link><description><![CDATA[
<p><strong>Neu auf dem Markt ist eine kleine Zeitschrift für Patienten - also für jeden, der sich um seine Gesundheit Gedanken macht.</strong></p><p>"Gute Pillen - schlechte Pillen" kommt ganz bewusst ohne Anzeigen aus, damit sie unabhängig bleibt. Das Blatt finanziert sich ausschließlich durch Verkauf und Abonnements. Herausgeber sind drei unabhängige Fachzeitschriften für Mediziner, Gesundheits-Personal und Apotheker.</p><p>Themen sind Medikamente, Therapien und Krankheiten. "Gute Pillen - schlechte Pillen" will allen auf die Finger schauen, die im im Gesundheitsmarkt irgendetwas anbieten. In der ersten Ausgabe wird der Preis von Tabletten mit Acetylsalicylsäure verglichen - das klassische Aspirin tritt also gegen preiswerte Produkte an. Was bei Erkältung hllft oder Märchen ist, wird ebenso erklärt. Hormonen in den Wechseljahren, das Verhütungsimplantat Implanon oder Dr. Raths dubiose Methoden - das Heft ist thematisch nah an aktuellen Diskussionen.</p><p>Ein Abonnement kostet 15 Euro im Jahr für sechs Ausgaben.</p><p>Mehr Informationen, "Schnupper-"Texte und mehr findet sich auf der Internetseite <a href="https://gutepillen-schlechtepillen.de/" rel="external nofollow">http://www.gutepillen-schlechtepillen.de</a>. <i>cl</i></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">20</guid><pubDate>Mon, 28 Nov 2005 12:39:11 +0000</pubDate></item><item><title>R&#xE4;uber mit Schuppenflechte auf frischer Tat gefasst</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/raeuber-mit-schuppenflechte-auf-frischer-tat-gefasst/</link><description><![CDATA[<p>Eine Raubserie im Bremer Westen beschäftigte seit Anfang November 2005 die Polizei. Ein auffällig beschriebener Mann mit Schuppenflechte auf der Stirn war hatte Drogeriemärkte und einen Kiosk überfallen. Er bedrohte seine Opfer mit einem langen Küchenmesser.</p><p></p><p>Die Polizei leitete aufgrund der Häufung der Delikte operative Maßnahmen ein, die zu dem erwünschten Erfolg führten. Erneut hatte der Täter einen Drogeriemarkt betreten. Er suchte die Gelegenheit, die allein anwesende Angestellte mit einem Messer zu bedrohen und einen geringen Bargeldbetrag zu rauben. Als er das Geschäft verlassen wollte, wurde er von Polizeibeamten in Empfang genommen.</p><p>In einer Vernehmung räumte er alle vier Taten ein und benannte auch einen Mittäter, der jedoch nur ‘Schmiere’ gestanden hatte. Nach diesem Mann wurde gefahndet. Der 23-Jährige bezeichnete sich selbst als drogenabhängig und gab an, mit der Beute seine Sucht zu finanzieren. Er wurde festgenommen.</p><p style="text-align:right;"><em>cl</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">639</guid><pubDate>Sun, 13 Nov 2005 11:05:21 +0000</pubDate></item></channel></rss>
