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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/19/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Psoriasis spricht gegen Nikotinpr&#xE4;parate</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nikotinpflaster/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Rauchen schadet. Und so ist jede Raucherentwöhnung sinnvoll. Die von der WHO empfohlene Behandlung mit Nikotin-Präparaten steht im Vordergrund. Andere Arzneimittel haben sich kaum bewährt oder bedürfen weiterer Untersuchungen.</p><p></p><p>Von der Behandlung mit Nikotin-Präparaten profitierten in den vergangenen zehn Jahren nahezu 30 Millionen Raucher. Die therapeutische Effektivität wurde an mehr als 34800 Rauchern in mehr als 188 Studien erprobt und in mehreren Metaanalysen fixiert. Damit kann die Behandlung des abhängigen Rauchers mit Nikotin-Präparaten (Pflaster, Kaugummi, Nasalspray, Sublingual-Tabletten, in einigen Ländern auch Inhaler) bedenkenlos durchgeführt werden. Raucher mit einer starken physischen Abhängigkeit haben die größten Vorteile von einer Therapie mit Nikotinpräparaten.</p><p></p><p>Die Behandlung mit Nikotinpräparaten läuft über zwei bis drei Monate: Pflaster geben bis zu 1,5 mg Nikotin pro Stunde über die Haut ab. Optional ist die Behandlung mit Pflastern geringerer Stärke (1 oder 0,5 mg/ Stunde).</p><p></p><p>Von Kaugummis mit einer Stärke von 4mg können bis zu 16 Stück pro Tag eingesetzt werden. Die erfolgreiche und für den Patienten weitgehend symptomlose Anwendung von Nikotin-Kaugummis hängt vom langsamen Gebrauch über 30 Minuten ab: Der Anwender kaut ein- bis zweimal im Backenzahnbereich darauf, wartet dann 30 Sekunden und wiederholt das Gleiche anschließend auf der anderen Wangenseite.</p><p></p><p>Das schnelle Kauen setzt so viel Nikotin binnen weniger Minuten frei, dass Übelkeit, Speichelfluss, Würgreiz und Sodbrennen auftreten können. Anstelle des Kaugummis kommt auch eine Sublingualtablette in Frage, was für Zahnprothesenträger von Vorteil ist. Ein Nasalspray setzt pro Hub 0,5 mg Nikotin frei. Es werden je ein Hub pro Nasenloch empfohlen (entspricht 1 mg Nikotin) und zwei bis maximal drei Dosen pro Stunde empfohlen.</p><p></p><p>Der Arzt muss bei der Führung des Ex-Rauchers abschätzen, wie schnell sich das Verlangen nach einer Zigarette verliert, um die Behandlung nicht zu zeitig abzusetzen oder die Nikotinzufuhr zu schnell zu reduzieren.</p><p></p><p>Kein Nikotinpräparat erreicht die mit dem Zigarettenrauchen erzielten Plasmaspiegel, weil die Freisetzung des Alkaloids aus den entsprechenden Präparaten verzögerter als aus der Zigarette erfolgt. Am schnellsten erfolgt sie noch aus dem Nasalspray.</p><p></p><p>Damit wird verständlich, warum sich zu Behandlungsbeginn die zu verabreichenden Nikotindosen nach dem Grad der Abhängigkeit (Fagerström-Test), der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und dem CO-Wert richten sollten. Insgesamt ist die Nikotin-Ersatztherapie in Verbindung mit der ärztlichen Beratung des Rauchers das geeignete Instrument für die Raucherentwöhnung. Die Effektivität der Entwöhnung steigt auf das Zwei- bis Dreifache, wenn die Raucher zur Entwöhnung bereit sind. Pflaster sind zwar leichter zu handhaben als Kaugummi oder Nasalspray, jedoch können sie in geringerem Maße als insbesondere das Nasalspray ein plötzliches Verlangen (Craving-Effekt) unterdrücken.</p><p></p><p>Zwar liegen nur wenige Studien zur kombinierten Anwendung von zwei verschiedenen Nikotin-Formen (Pflaster plus Kaugummi oder Nasalspray beziehungsweise Kaugummi plus Nasalspray) vor. Doch ist die Unterdrückung des plötzlich aufkommenden Rauchwunsches bei zahlreichen entwöhnungswilligen (dissonanten) Ex-Rauchern der entscheidende Punkt, wenn die einmal begonnene Entwöhnungsbehandlung versagt.</p><p></p><p>Die ärztliche Führung ist während einer Entwöhnung wichtig. Während der Einnahme von Nikotinpräparaten sollten die Patienten nicht rauchen, ausgenommen zur Linderung von Schmerzen (harm reduction).</p><p></p><p>Auf Grund der teilweise falschen Vorstellungen von den Nikotinwirkungen auf das Herzkreislauf-System geben die Fachinformationen Kontraindikationen an und sprechen Warnhinweise aus, die einer Revision bedürfen. Die vasokonstriktorischen Wirkungen beim Rauchen und die begleitende Gewebehypoxämie sind mehr den inhalierten Stoffen und dem Kohlenmonoxid (CO) als dem Nikotin zuzuschreiben.</p><p></p><p>Aus diesem Grunde ist auch die Nikotin-Anwendung während der Schwangerschaft neu zu diskutieren. Frischer Myokardinfarkt, Herzrhythmusstörungen, kürzlich erfolgter apoplektischer Insult, instabile Angina pectoris und chronisch-generalisierte Hauterkrankungen (<strong>Psoriasis</strong>, chronische Dermatitiden, Urtikaria) werden als Kontraindikationen genannt.</p><p></p><p>Als relative Kontraindikationen gelten bisher die stabile Angina pectoris, hochgradige Hypertonie, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Vasospasmen, schwere Herzinsuffizienz, Hyperthyreoidismus, insulinabhängiger Diabetes mellitus, akute Magen-Darmulzerationen sowie schwere Hautirritationen.</p><p></p><p>Für den Kaugummi kommen hinzu: Entzündungen im Mund-Rachen-Ösophagusbereich, Nieren- und Leberschäden und Fruktose-Intoleranz. Gegen das Nasalspray sprechen Nasenbluten und chronische Nasenerkrankungen. Vorerst sollten Schwangere und Stillende Nikotin-Ersatzprodukte nicht anwenden, obwohl das Nasalspray bei der Gefahr des Weiterrauchens während der Schwangerschaft erwogen wird.</p><p></p><p>Zahlreiche Raucher verlieren während des jahrelangen Rauchens aus verschiedenen Ursachen an Körpergewicht, wobei Zigarettenrauchen nicht als Anorektikum anzusehen ist. Unter Nikotin ist ein erhöhter Leptinspiegel nachzuweisen, der das Körpergewicht möglicherweise reduziert.</p><p></p><p>Raucher sorgen sich häufig um die Veränderungen des Körpergewichts nach dem Rauchstopp, jedoch gleichen sich die vorübergehenden Gewichtsveränderungen durch diätetische Maßnahmen oder von selbst innerhalb von wenigen Jahren aus. Besonders Frauen, die unter Stress-Situationen vermehrt essen oder die sich in der Perimenopause befinden, sind für eine Gewichtszunahme prädestiniert. Mit Beginn der Entwöhnungsbehandlung sollten die Patienten diätetische Hinweise mit auf den Weg bekommen und eine erhöhte physische Aktivität anstreben.</p><p></p><p>Bei dem seit zehn Jahren in den USA therapeutisch genutzten Antidepressivum Bupropion handelt es sich um einen relativ schwachen Aufnahmehemmer für Noradrenalin und Dopamin, welcher nicht die Monoaminoxidase hemmt. Der für den Rauchstopp verantwortliche Mechanismus ist noch unklar. Der Abbau von Bupropion zu Hydroxybupropion läuft über das Cytochrom P450-Isoenzym 2B6.</p><p></p><p>Die bisher veröffentlichten placebo-kontrollierten Bupropion-Studien führten ebenso wie Nikotin zu einem erfolgreichen Rauchstopp, der bei Kombination Bupropion plus Nikotinpflaster eine Effektivität von nahezu 50 Prozent erreichte. Offensichtlich senkt Bupropion die Entzugssymptome und die nach dem Rauchstopp auftretende Gewichtszunahme.</p><p></p><p>Während bei der Raucherentwöhnung mit Nikotinpräparaten ein Rauchstopp unmittelbar mit dem Beginn der Nikotinverabreichung vereinbart wird, kann der mit Bupropion zu behandelnde Raucher unter der täglichen Einnahme von 150 mg vorerst weiterrauchen. In der zweiten Behandlungswoche sucht er sich einen Tag für den Rauchstopp aus. Zu diesem Zeitpunkt wird dann die Tagesdosis auf 300 mg erhöht. Die Behandlung dauert sieben bis neun Wochen.</p><p></p><p>Unter Bupropion treten allerdings häufiger unerwünschte Wirkungen als unter Nikotinpräparaten auf: Etwa zwölf Prozent der Patienten klagten über Schlaflosigkeit und etwa acht Prozent über einen trockenen Mund. Unter anderem wurden auch unerwünschte Wirkungen am kardiovaskulären System beobachtet. Die bisher ausschließlich im Ausland gesammelten Erfahrungen mit Bupropion bedürfen weiterer Studien, wenn die Überlegenheit gegenüber der Nikotinbehandlung nachgewiesen werden soll.</p><p></p><p><em>Quelle: "Zeitschrift für Umweltmedizin"</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">179</guid><pubDate>Mon, 23 Feb 2004 01:34:35 +0000</pubDate></item><item><title>Rauchen verboten, trinken auch nicht erlaubt...</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/alltag-rauchen-trink/</link><description><![CDATA[
<p></p><p><strong>In einer italienischen Studie wurde untersucht, welcher Zusammenhang zwischen Rauchen bzw. Alkoholkonsum einerseits und der Erkrankung an Psoriasis vulgaris andererseits besteht.</strong></p><p></p><p>404 Psoriasis-Patienten – die Erkrankungsdauer lag bei maximal zwei Jahren, das Durchschnittsalter betrug 35 Jahre – wurden zu ihrem Nikotin- und Alkoholkonsum befragt. 616 Patienten mit anderen Hauterkrankungen dienten als Kontrollgruppe.</p><p></p><p>Raucher und Ex-Raucher hatten <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/478130" rel="external">in dieser Studie</a> ein höheres Psoriasis-Risiko als Patienten, die nie geraucht hatten. Das Risiko (Odds ratio) betrug: 1,9 (Ex-Raucher), 1,5 (bis 15 Zigaretten täglich), 1,8 (16 bis 24 Zigaretten täglich) und 2,4 (mehr als 24 Zigaretten täglich). Patienten, die mehr als 15 Zigaretten täglich rauchten, hatten ein sehr hohes Risiko für eine pustulöse Psoriasis (OR 10,5). Die Assoziation zwischen Rauchen und Psoriasis war für Frauen stärker als für Männer.</p><p></p><p>Zwischen Auftreten einer Psoriasis und Alkoholkonsum fand sich bei Frauen keine Verknüpfung, bei Männern eine mäßige, dosisabhängige Assoziation. </p><p></p><p>In diesem Zusammenhang erscheinen auch die Ergebnisse <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/478129" rel="external">einer finnischen Studie</a> interessant: Danach war das erhöhte Mortalitätsrisiko von Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis hauptsächlich eine Folge schweren Alkoholmissbrauchs.</p><p></p><p><strong>Fazit</strong>: Je höher der Zigarettenkonsum liegt, um so höher ist offenbar das Psoriasis-Risiko. Alkohol scheint als Psoriasis-Auslöser keine so sichere Rolle zu spielen. </p><p></p><p><em>Quelle: Praxis-Depesche 6/2000</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">180</guid><pubDate>Mon, 23 Feb 2004 01:27:58 +0000</pubDate></item><item><title>Wetter und Gesundheit</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/alltag-wetter/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/wetterfuehligkeit.jpg.4f1e7787188405a1a3f0888d82ffdb4c.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Für viele Befindlichkeitsstörungen und Beschwerden, ja sogar Krankheiten, wird das Wetter verantwortlich gemacht; in den meisten Fällen aber völlig zu Unrecht. Denn im Prinzip macht das Wetter nicht krank.</strong>
</p>

<p>
	Man weiß zwar schon sehr lange, dass der menschliche Organismus vom Wetter und den äußeren klimatischen Bedingungen beeinflußt wird, aber als direkter Krankheitsverursacher taugt unser Wetter nicht. Es gibt sehr wohl wetterbedingte Reaktionen des Körpers, die sich dadurch erklären lassen; dass der Organismus bemüht ist, sich den jeweiligen Veränderungen anzupassen. So wie die körperlichen Funktionen sich auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen, so reagieren sie auch auf jahreszeitliche und wetterabhängige Veränderungen So fehlen zum Beispiel in den Wintermonaten die ultravioletten Strahlungen des Sonnenlichtes weitgehend, was zur Folge hat, dass die Abwehrkräfte des Körpers nachlassen und daher vermehrt Infektionskrankheiten auftreten. Ebenso können starke Regenfälle und hohe Luftfeuchtigkeit eine größere Zahl von Erkältungskrankheiten auslösen, was aber nur eine indirekte Folge des Wetters ist.
</p>

<h2>
	Ein geschwächter Körper ist empfänglicher für Wettereinflüsse
</h2>

<p>
	Im Ganzen gesehen, kann man sagen, dass ein gesunder Organismus mit dem Wetterwechsel im Laufe eines Jahres recht gut fertig wird. Ein geschwächter Körper dagegen kann durch Wettereinflüsse für Krankheiten empfänglicher werden, was daran zu sehen ist, dass es bestimmte Krankheiten gibt, die zu bestimmten Jahreszeiten häufiger auftreten (siehe Tabelle). In erster Linie sind dies Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsinfektionen, aber auch neurologische Erkrankungen, wie Migräne und Kopfschmerzen und entzündliche Erkrankungen, wie etwa rheumatische Beschwerden können wetterabhängig auftreten.
</p>

<p>
	Ebenso verhält es sich mit den anderen genannten Beschwerden und Krankheiten. Kopfschmerzen, wie sie zum Beispiel an den berüchtigten "Föhntagen" am Alpenrand vermehrt auftreten, werden zwar von diesem warmen Fallwind, der vom Gebirge kommt, ausgelöst, aber die Ursache liegt beim betroffenen Menschen selbst. Auch Beschwerden wie Magen- , Nieren- oder Gallenkoliken treten bei wetterfühligen Menschen relativ häufig auf, wenn sie dazu neigen oder eine Schwachstelle in diesem Bereich haben.
</p>

<h2>
	Feuchte und kalte Witterung begünstigt Rheuma-Schübe
</h2>

<p>
	Auch rheumatische Beschwerden – wie die <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> – können sich wetterabhängig verschlimmern, besonders bei feuchter und kalter Witterung. Dies beruht auf Störungen im vegetativen Nervensystem, durch welche sich die Entzündungsvorgänge verstärken und dadurch auch zu stärkeren Schmerzen führen. So spüren viele Rheumatiker einen Wetterumschlag schon Tage vorher in ihren Knochen und Gelenken.
</p>

<h2>
	Wetterfühligkeit vorbeugen
</h2>

<p>
	Wer sich und seine Reaktionen auf Wetterveränderungen und Wetterlagen kennt, der kann dementsprechend vorbeugen. So können Kopfschmerzgeplagte rechtzeitig ein leichtes und verträgliches Schmerzmittel einnehmen und Rheumapatienten entsprechende entzündungshemmende Medikamente. Auch für die Kreislaufschwachen kann eine leicht herzstärkende und kreislaufstabilisierende Arznei vor oder bei einer Wetterveränderung schlimmere Beschwerden vermeiden helfen. Dies ist besonders im Frühjahr anzuraten, da die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit ja auch eine wetterbedingte Erscheinung ist und mit der Umstellung des Organismus zusammenhängt. Hier kann man unterstützend eingreifen, zum Beispiel mit Vitaminen und pflanzlichen Immunstärkern. Wer anfällig für Koliken ist, der kann Magen und Darm kräftigen mit Hilfe einer guten Naturarznei, zum Beispiel aus Artischocken oder anderen pflanzlichen Bestandteilen.
</p>

<p>
	Auch Schlaflosigkeit und Nervosität lassen sich mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln, die es in der Apotheke in großer Auswahl gibt, gut beheben. So muss eigentlich niemand unter dem Wetter leiden, wenn er die verschiedenen Jahreszeiten in seinen Tagesablauf mit einplant und dementsprechend sein Gesundheitsvorsorge-Programm am jeweiligen Wetter orientiert.
</p>

<h2>
	Wetterbedingte Krankheiten nach Jahreszeiten
</h2>

<p>
	nach Prof. Dr. Volker Faust
</p>

<h3>
	Frühling
</h3>

<ul>
	<li>
		Mandelentzündung
	</li>
	<li>
		Masern
	</li>
	<li>
		Röteln
	</li>
	<li>
		Keuchhusten
	</li>
	<li>
		Ischias
	</li>
	<li>
		Lungenentzündung
	</li>
	<li>
		Ekzeme
	</li>
	<li>
		<span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>
	</li>
	<li>
		Allergien
	</li>
</ul>

<h3>
	Sommer
</h3>

<ul>
	<li>
		Durchfälle
	</li>
	<li>
		Heuschnupfen
	</li>
	<li>
		Asthma
	</li>
	<li>
		Niedriger Blutdruck
	</li>
	<li>
		Koliken
	</li>
	<li>
		Thrombosen
	</li>
	<li>
		Kinderlähmung
	</li>
	<li>
		Infarkte
	</li>
	<li>
		Unfallbereitschaft
	</li>
</ul>

<h3>
	Herbst
</h3>

<ul>
	<li>
		Gelbsucht
	</li>
	<li>
		Scharlach
	</li>
	<li>
		Asthma
	</li>
	<li>
		Leberentzündungen
	</li>
	<li>
		Pocken
	</li>
	<li>
		Rheuma
	</li>
	<li>
		Keuchhusten
	</li>
	<li>
		Ischias
	</li>
</ul>

<h3>
	Winter
</h3>

<ul>
	<li>
		Bluthochdruck
	</li>
	<li>
		Angina pectoris
	</li>
	<li>
		Bronchitis
	</li>
	<li>
		Diphterie
	</li>
	<li>
		Schlaganfall
	</li>
	<li>
		Rachitis
	</li>
	<li>
		Herzkrankheiten
	</li>
	<li>
		Schilddrüsenerkrankungen
	</li>
</ul>

<p>
	<i>Quelle: Apotheken-Kurier 4/99</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">37</guid><pubDate>Mon, 23 Feb 2004 01:20:00 +0000</pubDate></item><item><title>Arztbesuch w&#xE4;hrend der Arbeitszeit?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arztbesuch-arbeitszeit/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/warten.jpg.9b111e6c7ced2a6f49eac96125c7bcc9.jpg" /></p>
<p>
	<b>Den Arzttermin gibt es nur selten zur gewünschten Zeit. Für Werktätige kann das ein Problem sein. </b>
</p>

<p>
	Generell ist das Fernbleiben von der Arbeit wegen eines Arztbesuchs nur erlaubt, wenn die Beschäftigung für den Arbeitnehmer unzumutbar ist. Das betont Jobst-Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins.
</p>

<p>
	Ein Arbeitnehmer kann sich zum Beispiel bei akuten Beschwerden freistellen lassen oder wenn bei längerem Warten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes droht. Ansonsten muss er dem Experten zufolge versuchen, einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten zu bekommen. Ist das nicht möglich, sollte er seine Abwesenheit so kurz wie möglich halten. "Für Arbeitnehmer ist es ratsam, sich vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Termin während der Arbeitszeit wahrgenommen werden musste", rät Bauer.
</p>

<p>
	Eine Freistellung könne der Beschäftigte auch dann verlangen, wenn sein Arzt nur wenige freie Termine hat und nicht bereit ist, eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vorzunehmen. Der Arbeitgeber dürfe in einem solchen Fall nicht auf einem Arztwechsel bestehen.
</p>

<p>
	"Die Wahl des Arztes ist Vertrauenssache und hat Vorrang vor den Interessen des Arbeitgebers. Wichtig ist jedoch, dass der Arbeitnehmer sich vor dem Termin vom Arbeitgeber eine entsprechende Erlaubnis holt", sagt der Rechtsanwalt.
</p>

<p>
	Auch für Vorsorge- und Routineuntersuchungen gibt es demnach eine Befreiungsmöglichkeit, obwohl hier keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hat allerdings eine solche Untersuchung Zeit, bis zum Beispiel ein wichtiges Firmenprojekt fertiggestellt ist, ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, solange zu warten, wie Bauer betont. Hier gilt es zudem ebenfalls, möglichst einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten auszumachen.
</p>

<p>
	Solange für den Arbeitnehmer der Arztbesuch während der Arbeitszeit unumgänglich ist, verhält er sich vertragsgerecht. Der Arbeitgeber kann ihn daher nicht abmahnen. Die Möglichkeit, ohne Lohnverluste zum Arzt zu gehen, ist allerdings nicht unbegrenzt. "In manchen Tarifverträgen ist die bezahlte Abwesenheit ausdrücklich auf einige Stunden pro Monat beschränkt", sagt der Experte. Ist der Arbeitnehmer hingegen so krank, dass er arbeitsunfähig ist, erhält er ohnehin Lohnfortzahlung.
</p>

<p>
	<i>Quelle: ddp, 20.02.2004</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">65</guid><pubDate>Fri, 20 Feb 2004 09:42:23 +0000</pubDate></item><item><title>Vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung rechnen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/alltag-privatwechsel/</link><description><![CDATA[<p>
	Wer viel verdient, möchte oft in die private Krankenkasse wechseln. Dabei locken vor allem die vielen Leistungen, die inklusive sind, und der niedrige Beitrag, der den Wechsel vor allen jungen Menschen schmackhaft macht. Allerdings ist der Wechsel in die private Versicherung auch ein Wechsel fürs Leben. Die Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist nur in Ausnahmefällen möglich.
</p>

<p>
	Das entscheidende Kriterium für den Wechsel ist bei den meisten immer noch der Beitrag. Aber nicht jede private Kasse ist gleich günstig. Während einzelne Kassen mit Beiträgen von 200 Euro für 30-jährige Arbeitnehmer werben, verlangen andere auch schon einmal über 400 Euro. Vergleichen kann also bares Geld wert sein. Die wichtigste Regel dabei: Die im Vergleich zur Kasse gesparten Beiträge sollten nicht ausgegeben, sondern getrennt angelegt werden, um damit die hohen Beiträge im Alter finanzieren zu können.
</p>

<p>
	Denn ab Mitte 50 liegen die Prämien der Privaten weit über denen der gesetzlichen Versicherung. Die einzige Sparmöglichkeit ist dann der Verzicht auf viele Leistungen - aber wer will das im Alter riskieren, wenn eher schwerere Krankheiten drohen?
</p>

<p>
	Ebenfalls wichtig: In der privaten Kasse wird der Beitrag immer unabhängig von der Höhe des Einkommens fällig. So gibt es beispielsweise keine kostenlose Familienversicherung. Vor allem der Kinderwunsch kann dann für Privatversicherte teuer werden, denn jedes Kind und eventuell auch der Partner kostet eine zusätzliche Prämie. Auch das muss vor dem Wechsel berücksichtigt werden.
</p>

<p>
	Eine Möglichkeit, günstige Prämien zu erhalten, ist die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung - ähnlich, wie es in der Autoversicherung gang und gäbe ist. So werden die monatlichen Prämien gesenkt und der Versicherte kann einige hundert Euro im Jahr sparen, wenn er gesund bleibt und keine Arztrechnungen aus eigener Tasche zahlen muss.
</p>

<p>
	Interessant kann auch das Angebot der privaten Krankenversicherer sein, nachträglich Prämien zu erstatten. Viele Gesellschaften bieten eine Prämienrückerstattung von ein bis drei Monatsbeiträgen an, wenn ein oder mehrere Jahre lang keine Rechnungen eingereicht wurden. Der Vorteil dieses Modells: Anders als bei der Selbstbeteiligung entscheidet der Versicherte selbst, ob er die private Kasse in Anspruch nimmt oder nicht. Und das besondere Bonbon dabei: Der Versicherte bekommt die vollen Monatsbeiträge ersetzt - also seinen Anteil und den vom Chef.
</p>

<p>
	Auch bei diesen Leistungen gilt: Der Vergleich und die genaue Information sind wichtig. Denn die privaten Krankenversicherer unterscheiden die Leistungen nach verschiedenen Bausteinen, zu denen die ambulanten, stationären, Zahn- und Krankentagegeld-Tarife zählen. Aus diesen Einzelleistungen muss der Versicherte den kompletten Krankenversicherungsschutz zusammen setzen.
</p>

<p>
	Entscheidend sind beim Wechsel neben dem Beitrag und den angebotenen Leistungen auch die Rahmendaten der Versicherung: Wie hoch sind die Verwaltungskosten? Wie gut ist der Service? Wie schnell werden die Kosten erstattet? Antworten auf solche Fragen gibt es im Internet. Bei einigen Angeboten werden Versicherungen auf Herz und Nieren geprüft. Jeder Wechselwillige kann nachschauen, wie seine Gesellschaft abschneidet.
</p>

<p>
	<i>Quelle: ddp, 19.02.2004</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">122</guid><pubDate>Thu, 19 Feb 2004 08:32:00 +0000</pubDate></item><item><title>&#xD6;l-Schmierer wegen schwerer Psoriasis vom Prozess verschont</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/loik-le-floch-prigent-prozess/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/Loik_Le_Floch-Prigent.jpg.4563ae97f998d1d19dd80ee021fa27d9.jpg" /></p>
<p></p><p><strong>Nein: Benzin oder Erdöl helfen nicht wundersamerweise gegen Schuppenflechte. Dies ist eine Geschichte eher am Rand des Themas dieser Seite.</strong></p><p></p><p>Vielmehr stand im Jahr 2004 in Paris ein Psoriatiker vor Gericht. Der Mann heißt Loik Le Floch-Prigent und war einmal Chef des Ölkonzerns Elf. Angeklagt war er gemeinsam mit anderen Managern wegen Schmiergeld an Politiker, damit sein Konzern ungehindert gute Geschäfte machen konnte. Le Floch-Prigent und sein Kollege Alfred Sirven nannten  vor Gericht auch "Ross und Reiter" - also die Namen derer, die sich von ihnen schmieren ließen. Nur über die Höhe der Zahlungen waren sie sich nicht einig: Der eine sagte, etwa fünf Millionen Dollar seien jährlich an Parteien geflossen. Der andere hielt diese Zahl für "deutlich zu niedrig".</p><p></p><p>Mit Schmieren kam Le Floch-Prigent in eigener Sache offenbar nicht sehr weit: Den Anfang des Prozesses musste er versäumen. Der 59-Jährige blieb am ersten Verhandlungstag in seiner Zelle. Er entschuldigte sich mit "Gesundheitsproblemen" - konkret leidet er an einer Schuppenflechte und psychischen Problemen. Zu den wichtigsten Teilen des Prozesses wollte er jedoch erscheinen.</p><p></p><p>Später wurde Le Floch von der Haft verschont - wegen seiner schweren Schuppenflechte.</p><p></p><p style="text-align:right;"><em>cl</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">624</guid><pubDate>Wed, 18 Feb 2004 13:41:04 +0000</pubDate></item><item><title>Erh&#xF6;htes Hautkrebsrisiko bei schwerer Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schuppenflechte-hautkrebs/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Eine <em>ausgeprägte</em> Schuppenflechte erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Hautkrebs-Erkrankung. Das haben Forscher an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia in den USA herausgefunden, berichtet die in München erscheinende Zeitung "Ärztliche Praxis".</p><p></p><p>Die Wissenschaftler verglichen die Daten von rund 1100 Patienten mit schwerer Schuppenflechte (Psoriasis) mit denen von rund 16.500 Patienten, die unter einer Schuppenflechte mit mäßiger Ausprägung und anderen Krankheiten litten. </p><p></p><p>Gemessen am durchschnittlichen Krebsrisiko, wurde für die Patienten mit schwerer Schuppenflechte dabei ein 1,78-fach höheres Risiko festgestellt, an einem bösartigem Hauttumor zu erkranken. </p><p></p><p>Welche Ursachen dem Phänomen zu Grunde liegen, ist der Zeitung zufolge noch unklar.</p><p></p><p><i>Quelle: dpa, 12.07.2001</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">139</guid><pubDate>Tue, 17 Feb 2004 01:04:28 +0000</pubDate></item><item><title>Wehrdienst: Trotz Psoriasis "tauglich"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/alltag-heer/</link><description><![CDATA[<p>
	<strong>Die Stellungskommission des Heeres hat laut Verwaltungsgerichtshof eine Begründung vermissen lassen, warum sie einen Psoriasis-Kranken (Schuppenflechte) für tauglich hielt.</strong>
</p>

<p>
	Die Diagnose stand fest: Ein heute 30jähriger, der vor der Stellungskommission auf seine Tauglichkeit für das Bundesheer in Österreich überprüft wurde, litt an immer wiederkehrenden Psoriasis-Schüben. Trotz der juckenden Hautkrankheit, die auch unter dem Namen <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> bekannt ist, wurde er für tauglich erklärt.
</p>

<p>
	Sein Arzt hatte eine Befreiung vom Wehrdienst empfohlen, weil zu befürchten war, daß das Ausbrechen der Krankheit durch das Tragen von Uniform, Helm und Stiefeln gefördert werde. Der Arzt der Stellungskommission stellte zudem akute Herde an den Ellenbogen, Unterschenkeln und am Gesäß fest.
</p>

<p>
	Wie der Verwaltungsgerichtshof nun entschied, hätte der für die Stellungskommission tätige Arzt begründen müssen, warum er den Mann dennoch für tauglich hielt. Weil eine nachvollziehbare ärztliche Argumentation fehlte, hob er den Bescheid der Stellungskommission auf.
</p>

<p>
	<em>Quelle: Die Presse (Österreich), 9.5.2001</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">36</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 2004 12:51:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der Sex bleibt, die Z&#xE4;rtlichkeit verschwindet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psyche-sex/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Vor allem Psoriasis-Patienten haben weniger Körperkontakt</strong>
</p>

<p>
	Abgrenzung und Austausch sind die Hauptaufgaben der menschlichen Haut. Das gilt physiologisch, aber auch sozio-psychologisch: Die Haut ist ein wichtiges Organ zur Kommunikation des Menschen mit seiner Umwelt. Im erotischen Vorspiel initiiert sie den sexuellen Kontakt und trägt durch Berührung und Betrachtung dazu bei, das sexuelle Verlangen anzuregen und aufrechtzuerhalten. Dass bei Hautkranken auch diese sexuelle Funktion der Haut gestört sein kann, wird aber bisher kaum berücksichtigt. Dr. Volker Niemeier und Professor Uwe Gieler beschäftigen sich in der psychosomatischen Hautsprechstunde der Uniklinik Gießen immer wieder mit diesem Phänomen.
</p>

<p>
	In unserer psychosomatischen Sprechstunde stellen wir fest, dass nur ein kleiner Bruchteil der chronisch Hautkranken von ihren behandelnden Ärzten auf ihre Sexualität angesprochen wird, so dass Störungen in diesem Bereich und sekundäre Krankheitsfolgen nicht erkannt werden können. Dies liegt sicher auch daran, dass zeitintensive Gespräche, wie sie für dieses Thema nötig sind, in einer kassenärztlichen Praxis kaum angemessen honoriert werden.
</p>

<p>
	Trotz der auch zwischenmenschlichen Problematik, diesen intimen Bereich anzusprechen, sollte der Dermatologe jedoch ein kompetenter Ansprechpartner sein, wenn die Hautkrankheit sich auf das Sexualleben des Patienten auswirkt. Oft lässt sich nach vielen Einzelkontakten ein Vertrauensverhältnis herstellen, und der Betroffene kann bei entsprechender Indikation zu einer weiterrührenden psychosomatischen Therapie motiviert werden.
</p>

<p>
	Allerdings gibt es auch kaum Studien über die Auswirkung von chronischen Hauterkrankungen auf die Sexualität, an denen sich der Arzt orientieren könnte. Gewöhnlich wird nur bei Geschlechtskrankheiten oder direktem Befall der Geschlechtsorgane dem sexuellen Aspekt der Haut Beachtung geschenkt. Und auch dann konzentriert sich das Interesse vornehmlich auf die Hautläsion oder den Infektionsweg und weniger auf das Sexualleben.
</p>

<p>
	In einer Studie haben wir unser Augenmerk auf diese oft vernachlässigten Aspekte gerichtet. Dabei haben wir Patienten mit Psoriasis vulgaris und Neurodermitis ausgewählt, da beide Erkrankungen sehr häufig und durch eine oft generalisierte und entstellende Symptomatik charakterisiert sind.
</p>

<h2>
	Streicheln entfällt bei Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Wir haben 53 Patienten mit Psoriasis, 24 Neurodermitiker und 52 hautgesunde Personen zu ihrem Sexualleben befragt: Es zeigte sich, dass die Hautkranken in ihrer Sexualität deutlich beeinträchtigt sind. Der Austausch von Zärtlichkeiten ist bei beiden Geschlechtern gleich, die Orgasmusfähigkeit bei Frauen hochsignifikant reduziert. Psoriatiker fühlen sich im Vergleich zu Patienten mit Neurodermitis stärker beeinträchtigt. Die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs ist aber bei Hautkranken offenbar nicht reduziert.
</p>

<p>
	Nur fünf der befragten Psoriasis-Patienten und ein einziger Neurodermitiker waren zuvor von ihrem behandelnden Arzt auf ihr Sexualleben angesprochen worden.
</p>

<h2>
	Wer meidet eigentlich den Hautkontakt?
</h2>

<p>
	Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, wie wichtig das Gefühl, körperlich attraktiv zu sein, für den Austausch von Körperkontakten ist: Wer sich als körperlich attraktiv einschätzt, empfängt mehr körperliche Zuwendung als jemand, der sich für normal oder weniger attraktiv hält.
</p>

<p>
	Unsere Untersuchungsmethode erlaubt jedoch keine Aussage darüber, ob die Betroffenen Körperkontakt unbewusst mit der Hauterkrankung abwehren oder ob der Partner die zärtliche Berührung der erkrankten Haut meidet. Die Ursache dafür, dass die untersuchten Psoriatiker im Vergleich zu Neurodermitis-Patienten ein größeres Zärtlichkeitsdefizit zeigen, ist sicherlich in der entstellenderen Symptomatik der Schuppenflechte zu suchen. Patienten mit Neurodermitis haben gegenüber Psoriatikern zwar einen höheren Leidensdruck und eine stärkere emotionale Belastung, aber letztere fühlen sich wesentlich stärker stigmatisiert.
</p>

<h2>
	Sex womöglich als reine Pflichterfüllung?
</h2>

<p>
	Auffallend ist, dass sich bezüglich der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs Hautkranke nicht von Hautgesunden unterscheiden. Offensichtlich kommt es auf der Ebene der reinen Triebbefriedigung nur zu geringen Einschränkungen, denn auch hinsichtlich des Alters beim ersten Geschlechtsverkehr zeigten die drei Gruppen keinen Unterschied. Und drei von vier Hautkranken verneinen, dass sie seit dem Ausbruch der Krankheit seltener Geschlechtsverkehr hätten.
</p>

<p>
	Womöglich versuchen Hautkranke ihr Defizit an Zärtlichkeiten genitalsexuell zu befriedigen. Wünsche nach Berührung und Zärtlichkeit können zugleich als bedrohlich, die eigenen Grenzen gefährdend erlebt werden und werden daher möglicherweise sexualisiert. Wie der Geschlechtsverkehr erlebt wird, ob er gewollt ist oder als „Pflichterfüllung" empfunden wird, können die Fragebögen nicht beantworten.
</p>

<h2>
	Hautkrank aus Angst vor zu viel Nähe?
</h2>

<p>
	In analytisch orientierten Psychotherapien ergeben sich häufig Hinweise, daß Hauterkrankungen unbewußt zur Regelung von Nähe und Distanz eingesetzt werden - gewissermaßen in der Umkehrung der oben beschriebenen Kausalität. Ein Fall aus unserer Sprechstunde mag dies verdeutlichen:
</p>

<p>
	Herr S. ist 23 und leidet seit drei Jahren unter einer Psoriasis vulgaris. Er wird wegen eines akuten Krankheitsschubes stationär aufgenommen. In der Anamnese zeigt sich folgende Situation: Der vor mehr als zehn Jahren verstorbene Vater litt ebenfalls an einer Psoriasis. Dessen frühen Tod kann Herr S. noch immer nicht begreifen. Er berichtet, dass er seinem Vater sehr ählich sei, dessen aurbrausendes Temperament geerbt. Bei Streitigkeiten zwischen den Eltern habe er immer auf der Seite des Vaters gestanden.
</p>

<h2>
	Herr S. bleibt immer auf Distanz
</h2>

<p>
	Seine Mutter charakterisiert er als ruhig und zurückhaltend. Er hat ein distanziertes und ablehnendes Verhältnis zu ihr. Persönliche Gespräche seien nicht möglich, da sie auf seine Probleme nicht eingehe. Bis zu ihrem Tod hat die Großmutter mit in der Familie gewohnt. Sie hat ihn als Kind tagsüber betreut. Trotzdem habe sich auch ihr gegenüber nie ein Vertrauensverhältnis entwickelt.
</p>

<p>
	Mit 17 Jahren lernt Herr S. seine Freundin kennen und verlobt sich kurz darauf. Nach zwei Jahren ziehen die beiden zusammen. Zu diesem Zeitpunkt bricht auch erstmals die Psoriasis aus. Daraufhin beginnt Herr S., sich zurückzuziehen, meidet öffentliche Schwimmbäder und Kneipen. Auf die Beziehung zur Verlobten und sein Sexualleben habe die Psoriasis keine Auswirkungen gehabt, erklärt er im Gespräch.
</p>

<p>
	Doch im Laufe der Zeit kommt es immer häufiger zu Streitigkeiten, auch, weil sie sich oft Dinge kauft, die er für überflüssig befindet. In solchen Momenten hätte er „vor Wut platzen können", sagt er.
</p>

<p>
	Nachdem sie früher fast täglich miteinander geschlafen hätten, sei es allmählich immer seltener dazu gekommen. Irgendwann habe man sich nichts mehr zu sagen gehabt. Vor sechs Monaten trennte sich seine Verlobte von ihm, zur gleichen Zeit kam es zu einem schweren Psoriasisschub, der zum jetzigen stationären Aufenthalt führte. Die Trennung mache ihn immer noch so maßlos traurig, daß er häufig weine. Mittlerweile wohne er wieder bei der Mutter.
</p>

<p>
	Eine psychische Komponente, die für den Interviewer evident ist, lehnt der Patient hinsichtlich der Psoriasis ab.
</p>

<p>
	Auch im Gespräch bleibt Herr S. distanziert. Das Interview beschränkt sich auf ein Frage-Antwort-Spiel, ohne dass es gelingt, dass Vertrauen des Patienten zu gewinnen. Offensichtlich war der Vater der einzige Mensch, dem er je vertrauen konnte. Die Beziehung zu seiner Verlobten wird in dem Moment konflikthaft, als beide in eine gemeinsame Wohnung ziehen. In dieser Zeit erkrankt er das erste Mal an einer Psoriasis.
</p>

<p>
	Es drängt sich der Eindruck auf, daß die Hautkrankheit die Funktion eines Schutzschildes hat, zur Abwehr einer gleichzeitig ersehnten und doch gefurchteren Nähe zur Verlobten. Der Patient zieht sich zurück, meidet soziale Kontakte, möglicherweise in der Hoffnung, die Frau an die Wohnung binden und in Symbiose mit ihr leben zu können. Statt dessen geht die Verlobte immer häufiger ohne ihn aus, kauft sich "überflüssige" Dinge. Der Patient scheint dies als Untreue zu erleben, erneut fühlt er sich von einer Frau enttäuscht, allein gelassen, es kommt zur Trennung.
</p>

<h2>
	Psoriasis als Folge der psychischen Störung
</h2>

<p>
	Herr S. beschreibt seine Sexualität als von der Hauterkrankung nicht beeinflußt. Auch nach dem Auftreten der Psoriasis habe er ein lustvolles Sexualleben gehabt. Erst als Folge der Beziehungsstörung sei auch das Sexualleben verarmt.
</p>

<p>
	Die Hauterkrankung hat in diesem Fall offensichtlich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Sexualität, sondern die genetisch disponierte Erkrankung ist Ausdruck einer Beziehungsstörung, die in der Folge auch zur Störung der Sexualität führt.
</p>

<p>
	Bei dem Patienten handelt es sich um eine depressiv-phobische Charakterstruktur. Die mißtrauisch-hoffnungslose Grundstimmung weist auf fehlendes Urvertrauen hin. Wünsche nach Verschmelzung werden abgewehrt und über das Symptom Hautkrankheit ausgetragen.
</p>

<p>
	Dr. Volker Niemeier, Zentrum für Dermatologie und Andrologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Gaffkystr. 14, 35385 Giessen; Co-Autor: Prof. Dr. U. Gieler, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Justus-Liebig-Universität Gießen
</p>

<p>
	<i>Aus: "Ärztliche Praxis Dermatologie", Heft 1-2/1999</i>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Erektile-Dysfunktion-ist-haeufiges-Problem-bei-Psoriasis-257979.html" rel="external">Erektile Dysfunktion häufig bei Psoriasis</a><br>
	(Ärzte Zeitung, 17.02.2011)<br>
	Männer, die an Psoriasis leiden, haben häufiger Erektionsstörungen als jene mit anderen Hauterkrankungen. Das hat eine prospektive Beobachtungsstudie verdeutlicht.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">137</guid><pubDate>Wed, 17 Dec 2003 10:30:00 +0000</pubDate></item><item><title>Umzug wegen Krankheit nur teilweise absetzbar</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/umzug-absetzen/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Wer aus Krankheitsgründen – zum Beispiel wegen einer Psoriasis arthritis – in eine andere, zum Beispiel behindertengerechte, Wohnung zieht, kann die Umzugskosten nur teilweise von der Steuer absetzen. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz hervor.</p><p></p><p>So können Kosten für den Spediteur und für Elektroinstallationen abgesetzt werden. Bei Ausgaben, die eng mit der persönlichen Lebensführung des Betroffenen zusammenhängen, gibt es keine Abzugsmöglichkeit. Das gilt zum Beispiel für Gardinen (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Rheinland-Pfalz&amp;Datum=2003-11-10&amp;Aktenzeichen=5%20K%201429%2F02" rel="external nofollow">Aktenzeichen 5 K 1429/02</a>).</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">34</guid><pubDate>Tue, 02 Dec 2003 11:34:11 +0000</pubDate></item><item><title>Behandlung von Depressionen lindert Arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritis-depression/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Die Behandlung von Depressionen lindert bei älteren Menschen chronische Schmerzen. Dies ergab eine Studie an 1.000 Patienten, die sowohl an Depressionen als auch an Arthritis litten. Sie erhielten entweder eine herkömmliche Therapie oder wurden zusätzlich gegen Depressionen behandelt. Alle gegen Depressionen behandelten Patienten berichteten nach drei, sechs und zwölf Monaten von weniger körperlicher Behinderung, besserer Gesundheit und höherer Lebensqualität.</p><p></p><p>"Die Behandlung der Depressionen war doppelt wirksam", so Studienleiterin Elizabeth Lin aus Seattle im "British Medical Journal". Besserer Umgang mit den Depressionen habe nicht nur die psychische Erkrankung gelindert, sondern auch Schmerzen reduziert und die Lebensqualität verbessert.</p><p></p><p><i>Quelle: British Medical Journal, Ausgabe 327</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">143</guid><pubDate>Mon, 01 Dec 2003 10:51:33 +0000</pubDate></item><item><title>Vorsicht beim Bad mit Rosmarin</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arthritis-vollbad/</link><description><![CDATA[<p></p><p>Damit ein Vollbad anregend und entspannend wirkt, darf es nicht zu heiß sein. 36 bis 38 Grad reichen nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vollkommen aus. </p><p></p><p>Außerdem sollte das Bad nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern, um den Kreislauf nicht zu belasten. </p><p></p><p>Während Lavendelbäder anregend wirken und den Blutdruck steigern, wirkt Rosmarin gegen rheumatische Erkrankungen. Es reizt aber auch die Haut. Gegen leichte Muskelverspannungen helfen Fichtannadelspitzen. <i>dpa</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">142</guid><pubDate>Thu, 13 Nov 2003 05:25:41 +0000</pubDate></item><item><title>Vergessliche Patienten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/vergessliche-patient/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Patienten vergessen bis zu achtzig Prozent von dem, was ihnen die Ärzte im Krankenhaus erklärt haben. Und fast die Hälfte von dem ist falsch, was im Gedächtnis hängen geblieben ist.</p><p></p><p>Das berichtet ein niederländischer Wissenschaftler <a rel="external nofollow" href="https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/014107680309600504">in der Fachzeitschrift "Journal of the Royal Society of Medicine"</a> nach einer Untersuchung von Patienten in mehreren Ländern.</p><p></p><p>Je kürzer der Aufenthalt im Krankenhaus, desto wichtiger sei eine umfassende und gründliche Information der Patienten, meint Roy Kessels von der Universität in Utrecht . Dennoch vergessen viele Patienten wichtige medizinische Informationen leicht. Hohes Alter und Stressgefühle der Patienten sowie die häufig unanschaulichen Erklärungen der Ärzte sind wichtige Gründe für diese Vergesslichkeit, meint Kessels. Zudem übernehmen viele Patienten aus den Aussagen des Arztes häufig nur das, was mit ihren eigenen Ansichten übereinstimmt.</p><p></p><p>Kessels empfiehlt Ärzten, eine möglichst einfache und eindeutige Sprache zu wählen und das Wichtigste immer zuerst zu sagen. Auch Röntgenbilder beispielsweise könnten dem Gedächtnis der Patienten stark nachhelfen.</p><p></p><p><i>Quelle: ddp/bdw - 02.05.2003</i></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">70</guid><pubDate>Wed, 22 Oct 2003 09:49:48 +0000</pubDate></item><item><title>Arzttermine rechtzeitig absagen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/arzttermine/</link><description><![CDATA[
<p></p><p>Wenn Arzttermine für zeitaufwendige Behandlungen vereinbart waren, der Arzt eine Bestellpraxis hat und zu diesem Zeitpunkt keine anderen Patienten behandeln konnte, kann er eine Entschädigung geltend machen, wenn der Patient zum vereinbarten Zeitpunkt nicht erscheint oder den Termin zu kurzfristig absagt.</p><p></p><p>Gerichte bewerten die Frage des Ausfallshonorars unterschiedlich: So begründete ein Amtsgericht sein abschlägiges Urteil damit, dass Termine nicht rechtsverbindlich seien und ein Honorar deshalb weder vom Arzt noch von Patienten, die häufig stundenlang im Wartezimmer verbringen müssen, gefordert werden könne. Ein Zahnarzt, der dreieinhalb Stunden vergebens auf eine Patientin wartete, bekam jedoch von einem anderen Gericht 700 Mark Ausfallhonorar zugesprochen.</p><p></p><p>Entscheidend ist allerdings auch, warum der Patient den Termin nicht wahrnimmt. Hat er den Termin vergessen oder erscheint er mit mehr als einer halben Stunde Verspätung beim Arzt, könnte ihn ein Verschulden treffen. Sagt der Patient einen Termin aber rechtzeitig – also mindestens 24 Stunden vorher – ab, hat der Arzt keinen Vergütungsanspruch. Dasselbe gilt auch, wenn der Patient einen Termin ohne eigenes Verschulden nicht wahrnehmen kann, weil er beispielsweise einen Unfall hatte. Um finanzielle und menschliche Unannehmlichkeiten und möglicherweise gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, Arzttermine, die man nicht einhalten kann, rechtzeitig abzusagen.</p><p></p><p><em>Quelle: </em><a rel="external nofollow" href="https://www.verbraucherzentrale-bawue.de/"><em>Verbraucherzentrale Baden-Württemberg</em></a><em>, 15.07.2001</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">66</guid><pubDate>Wed, 22 Oct 2003 09:18:08 +0000</pubDate></item><item><title>So findest du den richtigen Arzt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/der-richtige-arzt/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Wer einen Arzt sucht, hat die Qual der Wahl. Noch nie gab es so viele niedergelassene Mediziner wie heute, noch nie so viele unterschiedliche Fachbezeichnungen. Tipps, was du bei deiner Wahl bedenken solltest und wo du seriöse Informationen über Ärzte bekommen.</strong>
</p>

<p>
	Halbgötter in Weiß – das Klischee stimmt schon lange nicht mehr. Patienten sind heute kritischer und besser informiert denn je, und das ist eine Entwicklung, die auch die Ärzte begrüßen: "Selbstständige und gut informierte Patienten werden schneller wieder gesund", sagt Ulrich Weigeldt. Er ist Allgemeinmediziner und stellvertretender Vorsitzender des Hausärzteverbands BDA.
</p>

<p>
	Kritischer sind Patienten auch, wenn es darum geht, einen neuen Arzt zu suchen.
</p>

<p>
	Eine Situation, in die du schnell geraten kannst: Eine berufliche Veränderung zwingt dich, den Wohnort und damit auch den vertrauten Hausarzt aufzugeben. Oder: Dein bisheriger Arzt gibt seine Praxis aus Altersgründen auf.
</p>

<p>
	Erster Schritt: "Machen Sie sich klar, was Sie persönlich vom Arzt erwarten", empfiehlt Katrin Nink, Apothekerin und Patientenberaterin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Den richtigen Arzt schlechthin gibt es nicht."
</p>

<h2>
	Stichpunkte für deine private Checkliste
</h2>

<ul>
	<li>
		Soll dich eine Frau oder ein Mann behandeln?
	</li>
	<li>
		Vertraust du eher einer(m) jüngeren oder älteren Ärztin/Arzt?
	</li>
	<li>
		Ist die Praxis in der Nähe deiner Wohnung? Ist sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen?
	</li>
	<li>
		Sind die Sprechstunden für dich günstig?
	</li>
</ul>

<p>
	Bei deinem ersten Besuch in der Praxis kannst du folgende Prüfsteine ergänzen, rät Katrin Nink:
</p>

<ul>
	<li>
		Ist das Personal freundlich?
	</li>
	<li>
		Nimmt sich der Arzt genügend Zeit für mich?
	</li>
	<li>
		Werden meine Daten diskret behandelt?
	</li>
</ul>

<h2>
	Ärztekammern helfen, Spezialisten zu finden
</h2>

<p>
	Wo bekommst du nun Informationen zu Ärzten in deiner Nähe?
</p>

<ul>
	<li>
		Wenn du wegen deiner <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> einen Hautarzt aufsuchen möchtest, hilft oft eine Suche beim <a href="https://www.psonet.de/regionale-netze/" rel="external"><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></a> – einem Verbund von Ärzten, die sich mehr mit der Erkrankung beschäftigen.
	</li>
	<li>
		Eine grobe Orientierung bieten <strong>Branchen-Telefonbücher</strong> (z.B. die "Gelben Seiten"), wenn du so etwas noch hast <img alt=";)" data-loading="true" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/emoticons/default_wink.png" loading="lazy"> Dort werden die Ärzte in der Regel nach Fachbereichen aufgelistet, aber meist nicht ihre Spezialgebiete genannt.
	</li>
	<li>
		Für detaillierte Auskünfte kannst du dich an deine <strong>Landesärztekammer</strong> wenden. Diese Einrichtungen kennen nicht nur die offiziell anerkannten Qualifikationen aller Ärzte in ihrem Einzugsbereich, sondern helfen den Patienten häufig auch mit fundierter telefonischer Beratung bei der Arztwahl. Eine wichtige Orientierungshilfe, denn das ärztliche Berufsrecht verzeichnet inzwischen mehrere hundert Spezialqualifikationen. Dieses Info-Angebot ist von Kammer zu Kammer unterschiedlich. Ein guter Start ist die Suche nach den Begriffen "Ärztekammer" und deinem Bundesland.
	</li>
	<li>
		Viele Krankenkassen bieten auf ihren Internetseite eine Arztsuche an. Außerdem beraten sie ihr Kunden auch telefonisch oder im Netz. Nummern der <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kategorie/beratung/krankenkassen-beratung-2/" rel="">Beratungstelefone von Krankenkassen</a></strong> haben wir in unser Adressbuch aufgenommen.
	</li>
	<li>
		Infos zu fachlichen Schwerpunkten der Ärzte und Zahnärzte bekommst du auch bei der Arztauskunft der Stiftung Gesundheit in Kiel. Das Angebot kannst du im Internet oder telefonisch (kostenlos unter 0800/73 9099) nutzen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Hier gibt es Hilfe zur Selbsthilfe
</h2>

<ul>
	<li>
		Hast du Fragen zu deinen Rechten als Patient, zu Wahlmöglichkeiten bei Krankenkassen und Ärzten oder auch zur Abrechnung ärztlicher Leistungen? Dann sind die <strong>Verbraucherzentralen</strong> seriöse Anlaufstellen.
	</li>
	<li>
		Alle Fragen zur Gesundheit kannst du auch bei der <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/unabhaengige-patientenberatung-deutschland/" rel="">Unabhängigen Patientenberatung</a></strong> stellen.
	</li>
	<li>
		In manchen Städten gibt es außerdem <strong>Patientenstellen oder Gesundheitsläden</strong>. Ihr Angebot ähnelt dem der Verbraucherzentralen. Dazu gehören Infos über Patientenrechte, Gesundheitsförderung und Selbsthilfegruppen.
	</li>
	<li>
		Wir haben eine <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/files/file/19-checkliste-f%C3%BCr-den-besuch-beim-hautarzt/" rel="">Checkliste für den Arztbesuch</a></strong> erstellt. Die kannst du dir herunterladen und beim nächsten Mal mitnehmen.
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Quelle: Apotheken Umschau 05/2002</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">68</guid><pubDate>Wed, 22 Oct 2003 09:09:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte und Amalgam</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/amalgam-und-schuppenflechte/</link><description><![CDATA[
<p></p><p><b>Gibt es einen Zusammhang zwischen Amalgam und Psoriasis? Im "SPVG-JOURNAL", der Mitgliederzeitung der Schweizerischen Psoriasis und Vitiligo Gesellschaft, erschien in der Ausgabe 5/2002 eine Diskussion darüber. Die Standpunkte (leicht für bessere Verständlichkeit bearbeitet):</b></p><p></p><h2><b>Pro </b></h2><p></p><p><b>Jack R. Metz, Präsident des Vereins Amalgam-Geschädigter, Winterthur (Schweiz)</b></p><p></p><p>Ich konnte feststellen, dass sich unter den Amalgam-Patienten eine erhebliche Zahl Psoriatiker befindet. Die Hypothese, wonach Psoriasis einen Zusammenhang mit einer Schwermetallbelastung haben könnte, wird in unseren Kreisen daher seit langem diskutiert. Für uns steht fest, dass Amalgam, bzw. Quecksilber, das wohl gefährlichste, jedoch bei weitem nicht das einzige Schwermetall ist, welches Gesundheitsprobleme verursachen kann."</p><p></p><p>Auffällig ist:</p><p></p><ul><li>dass Psoriasis häufig symmetrisch zur Körperachse auftritt. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass die Ursache nicht oberflächlicher Natur ist (Haut), sondern im Körperinnern liegt</li><li>dass Psoriasis häufig an Stellen auftritt, die an oder in der Nähe von Gelenken liegen. Ellbogen, Gesäß (nähe Hüftknochen); seitliche Kopfpartie bzw. Gelenk des Unterkiefers. (Diese Aussage beruht auf meinen punktuellen Beobachtungen und bedarf der Verifizierung.)</li><li>Es gibt die Psoriasis, welche einer Arthritis um einige Jahre vorausgeht.</li><li>Schwermetall-Patienten haben fast ausnahmslos eine stark trockene Haut. Erklärungsversuch: Schwermetalle können in begrenztem Umfang auch über die Haut ausgeschieden werden. Bei der Ausscheidung von Schwermetallen über den Schweißvorgang nehmen die (lipophilen) Schwermetalle Fette mit sich und entfetten dadurch die Haut. Sehr trockene Haut ist nach meinen Beobachtungen ein Indiz für eine mögliche Schwermetallbelastung!!</li></ul><p></p><p>Schwermetalle lagern sich unter anderem in den Gelenken an. Dort können sie in der Folge die entzündliche Arthritis auslösen. Der Körper findet keinen Weg, um die Schwermetalle aus den Gelenken zu entfernen. Er wird möglicherweise versuchen, diese Schwermetalle über das dritte Ausscheidungsorgan - die Haut - nach außen zu schaffen. An der Durchtritts-Stelle der Haut entsteht dann Psoriasis. Damit müsste Psoriasis dort auftreten, wo die kürzeste Distanz vom Gelenk zur Haut vorliegt.</p><p></p><p>Diese "Gelenkhypothese" der Psoriasis ist natürlich statistisch zu überprüfen und überhaupt kritisch zu hinterfragen. Sie dürfte sich mindestens für einen Teil der Fälle als plausibel erweisen. Nach meinen Beobachtungen trifft sie nicht zu bei den Gelenken des Oberarms, wofür ich keine Erklärung habe. Auch Hand- und Fußgelenke sind offenbar selten von Psoriasis betroffen (?).</p><p></p><p>Die These der Dermatologen, wonach Psoriasis genetisch bedingt sei, scheint mir fragwürdig. Vor allem deshalb, weil die Mechanismen der Übertragung von Schwermetallen von Mutter auf Kind nachgewiesen worden sind. Zum Beispiel durch den deutschen Toxikologen (= erforscht die Giftigkeit von Stoffen) Gustav Drasch von der Uni München.</p><p></p><p>Ich habe mich gefreut, dass ein engagierter Arzt wie Dr. Shimshoni sich nicht scheut, seinen eigenen Weg zu gehen. Das ist in der Medizin nicht immer einfach. Die Lösung des Rätsels Psoriasis haben wir damit noch nicht automatisch gefunden. Daraus ergibt sich auch kein durchschlagendes therapeutisches Rezept. Aber vielleicht kommen wir der Wahrheit ein Stückchen näher.</p><p></p><h2><b>Kontra</b></h2><p></p><p><b>Professor Peter Itin, Leiter der Abteilung Dermatologie, Kantonspital Aarau (Schweiz)</b></p><p></p><p>Bis heute gibt es keine wissenschaftlichen Daten, die einen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Amalgam belegen könnten. Es soll aber respektiert werden, dass anekdotische Erlebnisse einen gewissen Wert haben, jedoch eine wissenschaftliche Gewichtung nicht erlauben.</p><p></p><p>Zum Punkt 1: Die Psoriasis ist eine Erkrankung, bei der die T-Zellen eine übersteigerte Teilung hervorrufen. Das führt zu einer verminderten Qualität der neu produzierten Hautzellen. Das hat nichts mit einer Schwermetallbelastung des Körpers zu tun. Es sind typische Störungen des Immunsystems, die wir auch von anderen Krankheiten her kennen.</p><p></p><p>Punkt 2: Die Psoriasis tritt besonders in mechanisch stark belasteten Körperregionen auf, wie z.B. Gelenkstreckseiten. (Köbner Phänomen). Sind die Gelenke von der Psoriasis befallen, so sind nie alle gleichzeitig betroffen (periphere und axiale Psorias Arthritis) und es gibt lange Pausen zwischen den Gelenkerscheinungen. Ein Befall der Fuß- und Handgelenke ist recht häufig. Wenn Schwermetalle die Psoriasis verursachen würden, ist nicht zu erklären, weshalb sie sich nicht in alle Gelenke setzen und jahrelang keinerlei Wirkung zeigen.</p><p></p><p>Punkt 3: Die Psoriasis ist meiner Meinung nach eine Immunkrankheit, die auch die Gelenke betreffen kann. Deshalb ist es selbstverständlich möglich, dass Hautveränderungen einer Gelenkerkrankung (Arthropathie) vorausgehen können. Aber das muss nicht zwangsläufig so verlaufen, denn es gibt auch Gelenk-Psoriasis ohne Hautbeteiligung.</p><p></p><p>Punkt 4: Rund 30 Prozent der Bevölkerung leidet an trockener Haut. Die wichtigste Ursache ist eine ungewöhnliche (atopische), genetisch bedingte Veranlagung.</p><p></p><p>Die wissenschaftlichen Daten darüber, dass die Psoriasis vererbt wird, sind eindeutig. Seit Jahrzehnten weiß man, dass Schuppenflechte seit mehreren Generationen in den Familien der Psoriatiker vorkommt. Ob mit oder ohne Schwermetalle. Gerade in den vergangenen Jahren hat die Genforschung klar sogenannte "Psoriasis Gene" nachgewiesen. Es erscheint als nicht sinnvoll, diese Tatsachen in Frage zu stellen.</p><p></p><h2>Tipps zum Weiterlesen</h2><p></p><p>Ist Amalgam nun gefährlich oder nicht? Wir tragen hier Links zusammen, die dem normal gebildeten Menschen das Pro und Contra vermitteln sollen. Wenn du weitere Links kennst, schreib sie einen Kommentar unter diese Sammlung – wir schauen uns alles an.</p><p></p><p>In unserer Community haben Betroffene über ihre <a href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/Amalgam/" rel="">Erfahrungen mit Amalgam und Schuppenflechte</a> geschrieben.</p><p></p><h3>Amalgam und Psoriasis</h3><p></p><p><a href="http://www.dr-bertelsen.de/documents/ZEFQ_1540.pdf" rel="external nofollow">Sechs Ziele und sechs Wege zur Verringerung der Quecksilber-Belastung durch Amalgam</a> (PDF)</p><p>(Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen; Heft 109; 3/2015)</p><p>Der Zahnmediziner Dr. Hans-Werner Bertelsen plädiert für einen nationalen Plan zum Ausstieg aus der Verwendung von Amalgam</p><p></p><p><a href="http://www.dr-bertelsen.de/documents/ZM_19_2015_Amalgam-Scharlatanerie.pdf" rel="external nofollow">Kein Amalgam – weniger Scharlatanerie</a> (PDF)</p><p>(Zahnärztliche Mitteilungen, Heft 105; 19/2015)</p><p>Wie Scharlatanen, die vor allem bei Krebskranken eine Angst vor Amalgam schüren, das Handwerk gelegt werden kann. Ein Leserbrief von Dr. Hans-Werner Bertelsen.</p><p></p><p><a href="https://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2014/11/13/amalgam-ein-skeptischer-beta-fehler/" rel="external nofollow">Amalgam ist nicht gefährlich</a></p><p>(Blog "kritisch gedacht", 13.11.2014)</p><p>Erläuterung des Zahnmediziners Hans-Werner Bertelsen (ab dem vierten Absatz)</p><p></p><p><a href="https://edoc.rki.de/handle/176904/287" rel="external nofollow">Amalgam: Stellungnahme aus umweltmedizinischer Sicht</a></p><p>(Bundesgesundheitsblatt, 05.10.2007)</p><p>Empfehlung des Robert-Koch-Instituts</p><p></p><p><a href="https://www.scinexx.de/dossierartikel/glaubenskrieg-um-einen-zahnfuellstoff/" rel="external nofollow">Glaubenskrieg um einen Zahnfüllstoff</a><b><a href="https://www.scinexx.de/dossierartikel/glaubenskrieg-um-einen-zahnfuellstoff/" rel="external nofollow"></a></b></p><p>Dossier vom Wissenschaftsmagazin "scinexx"</p><p></p><p><a href="https://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scher/docs/scher_o_089.pdf" rel="external nofollow">Kieler Amalgamgutachten von 1997</a></p><p></p><p><a href="https://www.symptome.ch/forums/amalgam.3/" rel="external nofollow">symptome.ch</a><b></b></p><p>Forum zum Austausch von Betroffenen und Interessierten</p><p></p><h3>Selbsthilfeangebote bei Amalgam-Schäden</h3><p></p><ul><li><a href="http://www.amalgam-info.ch/" rel="external nofollow">Verein Amalgam-Geschädigter</a> (Schweiz)</li><li><a href="https://www.bbfu.de/" rel="external nofollow">Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte</a> e.V.</li></ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">220</guid><pubDate>Tue, 21 Oct 2003 11:28:36 +0000</pubDate></item><item><title>Mein Leben und Erleben mit Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/leben-und-erleben-mit-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p>
	<strong>Bernhard hat in der Öffentlichkeit nie etwas Problematisches über seine Schuppenflechte gehört. Trotzdem ist es für ihn alles andere als normal, sich damit zu zeigen. Hier ist sein Erfahrungsbericht.</strong>
</p>

<h2>
	Wie alles begann
</h2>

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	Bei mir trat die <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> erstmalig 1977 auf dem Kopf auf. Ich besuchte die letzte Klasse des Gymnasiums und war auch bereits für die Bundeswehr gemustert. Diese störte meine <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut" rel="">Kopfpsoriasis</a></span> nicht und so leistete ich meine 15 Monate Grundwehrdienst. Meine Kopfhautpsoriasis war stark ausgeprägt und die Schuppen bildeten eine dicke Kruste. Wenn ich die Schuppenkruste mit dem Kamm oder den Fingernägeln von der Kopfhaut entfernte, so nässte oder blutete diese häufig, was meinem Kopfkissen anzusehen war.
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	Die Psoriasis am Körper breitete sich ganz allmählich aus. Ich machte mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/dithranol/dithranol-information" rel="">Cignolin</a> meine Erfahrungen: Verfärbte Wäsche und vermutlich wegen Überdosierung oder nicht vollständigem Abwaschen der Salbe hatte ich verbrennungsähnliche Hautveränderungen mit Blasenbildung, Ablösen und Nässen der behandelten Hautstellen.
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	Totes Meer
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	Die Zeit zwischen dem Abschluss meines Physikstudiums und dem Berufseinstieg nutzte ich 1985 zu einer ersten vierwöchigen Klimaheilbehandlung <a href="https://www.psoriasis-netz.de/category/therapien/totesmeer" rel="">am Toten Meer</a> in Israel. Obwohl es Ende Februar bis Ende März relativ kühl und teilweise bewölkt war, kam ich erscheinungsfrei und knackig braun wie noch nie nach Deutschland zurück. Doch leider schon sehr bald zeigte sich die Psoriasis wieder und breitete sich zum alten, großflächigen Erscheinungsbild aus. Bereits im Herbst des gleichen Jahres fuhr ich in meinem Urlaub erneut für vier Wochen ans Tote Meer, mit dem gleichen Ergebnis wie das erste mal.
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	Fumarsäure
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	Im September 1986 war dann allerdings ein Klinikaufenthalt in der Riefenbachklinik Bad Harzburg notwendig. Ein vierwöchiger Klinikaufenthalt zeigte keine Wirkung Die in der Klinik begonnene „<span ipsnoautolink="true">Fumarsäure-Therapie</span>“ setzte ich zuhause fort und erreichte auch erst da nach langsamer Dosissteigerung die Höchstdosis von 3 x 2 Kapseln täglich. Nach etwa drei Monaten konnte ich ohne andere Therapien ein fast völliges Verschwinden der Schuppenflechte beobachten. Bei den regelmäßigen Laborkontrollen zeigte sich aber eine starke Abnahme der Leukozyten, die mich zu einem Abbruch der Fumarsäure-Therapie veranlasste. Die Leukozytenzahl stieg wieder an, es zeigte sich bei mir allerdings auch ein bis dahin nicht gekannter starker Psoriasisschub der Haut. Ich begann also nach sechs Wochen wieder mit der Fumarsäure, wobei ich nun nicht mehr die Höchstdosis einnahm. Ich machte quasi eine „Schaukeltherapie“ zwischen vertretbaren Laborwerten und zufriedenstellendem Hautbefund. Im September 1991 fuhr ich das dritte mal für vier Wochen ans Tote Meer. Ich erhoffte mir vor allem eine positive Wirkung auf meine seit 1984 bestehenden und in letzter Zeit verschlimmerten Schmerzen in den Finger- und Zehengelenken. Die Besserung trat leider nicht im erhofften Maße ein.
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	Auslassversuch mit Folgen?
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	Einen weiteren Medikamenten-Auslassversuch unternahm ich im Dezember 1994. Ein bevorstehender Aufenthalt in der Fachklinik Sanaderm schien mir eine günstige Gelegenheit, um einen etwaigen Schub nach dem Absetzen der Fumarsäure zu verhindern. So setzte ich allmählich (ausschleichend) die Fumarsäure ab. Eine neunwöchige Sole-Fototherapie kombiniert mit Dithranol und gegen Ende des Aufenthaltes auch mit Bade-<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie" rel="">PUVA</a> brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Sommer 1995 traten erstmalig Gelenkbeschwerden in der linken Schulter und im rechten Oberarm auf. In der Sprechstunde einer Berliner Rheumaklinik empfahl man mir eine Therapie mit <span ipsnoautolink="true"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></span> oder aber wieder die Fumarsäure-Therapie zu beginnen, da ich in der Vergangenheit relativ gute Erfahrungen mit ihr gemacht habe. Ich entschied mich für die mir „vertraute Fumarsäure-Therapie“. Die Schulterschmerzen verschwanden wieder.
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	Tiefen und Höhen
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	Nach einem schweren Jahr 1997 mit bis dahin nicht gekannten Muskel- und Gelenkschmerzen, die mir zeitweise das Joggen unmöglich machten und zu einem Hinken auch beim Gehen führten, geht es mir zur Zeit recht gut. Eine starke Hautverschlechterung, die nach einer Grippeschutzimpfung im Herbst 98 auftrat, ist nach dreimonatiger ambulanter Sole-Fototherapie, Behandlung mit <span ipsnoautolink="true">Calcipotriol</span> und 14 Tagen Spanienurlaub fast verschwunden.
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	Vertretung der Psoriatiker-Interessen
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	Das Engagement in Sport- und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kategorie/selbsthilfegruppen/" rel="">Selbsthilfegruppierungen</a> nahm einen Gutteil meiner Freizeit in Anspruch. Neben einigen Enttäuschungen überwiegen die vielen positiven Erfahrungen, die mir nicht nur helfen mit meiner Schuppenflechte besser umzugehen, sondern die auch unter anderen allgemein mein Leben prägen.
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	Sport und Psoriasis?
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	Mit welchem Schuppenflechtenausmaß traue ich mich noch ins Schwimmbad oder an einen Badesee? Beim Badminton und Laufen konkurrierte der Wunsch nicht mit den Schuppenstellen aufzufallen mit dem unerträglichen Wärmestau einer langen Sportkleidung in der Halle oder im Sommer. Heute zwingt mich das Laufen immer wieder dazu meine Schuppenflechte nicht zu verleugnen und mich offen zu ihr zu bekennen. Darüber hinaus ist das Laufen für mich ein sehr guter Ausgleich für die tägliche geistige Beanspruchung und Ansatzpunkt für soziale Kontakte. Die Körpererfahrung beim Sport prägt mit meine Einstellung zum Körper, beweist mir meine physische Leistungsfähigkeit im Vergleich zu „gesunden“ Nichtpsoriatikern und stärkt so mein Selbstbewusstsein.
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	Rückblickend kann ich sagen, dass ich niemals mit meiner Psoriasis auf Ablehnung gestoßen bin oder verletzende Erfahrungen in der „Öffentlichkeit“ machen musste.
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	Trotz allem besteht bei mir keine Normalität bezüglich des Zeigens meiner Schuppenflechte. Jedes Frühjahr, wenn die Zeit der kurzen Sachen beginnt, kommt auch wieder verstärkt die Zeit des Abwägens, des zu meiner Haut Stehens. Dies nicht nur in der Freizeit, sondern auch am Arbeitsplatz gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und nun bei mir auch gegenüber Schülern. Trotz meiner langen „Psoriasiskarriere“ gibt es für mich immer wieder neue Situationen und Fragestellungen im Zusammenhang mit der Schuppenflechte.
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	Der Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit anderen Betroffenen hilft mir, diese zu bewältigen und Antworten für mich zu finden.
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]]></description><guid isPermaLink="false">1032</guid><pubDate>Mon, 22 Apr 2002 13:33:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
