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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Therapien gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/page/2/?d=33</link><description>Artikel: Therapien gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Mit Tiefenw&#xE4;rme gegen die Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/mit-tiefenwaerme-gegen-die-schuppenflechte/</link><description><![CDATA[<p>
	Matthias hat mit einer Tiefenwärmekabine Schuppen, Juckreiz und Kratzen besiegt. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.
</p>

<p>
	Ich bin Matthias (36 Jahre). Ich lebe bereits seit 14 Jahren mit PSO und habe die komplette Palette an Medikamenten durch, z.b. Fumaderm , <abbr title="Methotrexat"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></abbr> und vieles mehr.
</p>

<p>
	Vor sechs Monaten haben meine Frau und ich uns eine Tiefenwärmekabine auf Infrarotbasis angeschafft. Nach drei Wochen täglicher Benutzung (ca. 30 Min. pro Sitzung) hörte das Schuppen auf und - sehr wichtig - kein Juckreiz mehr, also auch kein Kratzen.
</p>

<p>
	Heute bin ich bis auf einige bräunliche Stellen erscheinungsfrei. Bei mir waren 70 bis 80 Prozent der Haut befallen, und nun ist es weg.
</p>

<p>
	Ich hoffe, dass es auch nachhaltig wirkt.
</p>

<p>
	Alles Gute
</p>

<p>
	Matthias
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">789</guid><pubDate>Wed, 18 May 2005 09:57:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Lasst euch nicht unterkriegen wegen eurer Haut"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/lasst-euch-nicht-unterkriegen-wegen-eurer-haut/</link><description><![CDATA[<p>
	Andrea ist mit Homöopathie ihre Psoriasis fast losgeworden. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Ich heisse Andrea und bin 19 Jahre alt. Ich leide seit dem 12. Lebensjahr an Psoriasis. Als die "Krankheit" diagnostiziert wurde, war mir das mehr oder weniger egal, denn es war nur die Kopfhaut leicht befallen. Doch es blieb nicht nur bei der Kopfhaut, es begann sich langsam auf den Bauch, Rücken und Arme auszubreiten.
</p>

<p>
	Letztes Jahr musste ich mich noch einer Operation unterziehen. Da fing es erst richtig an. Etwa zur gleichen Zeit versuchte ich es mit Homöopathie, da ich schon alles ausprobiert hatte und nichts eine eindeutige Besserung zeigte. Die ersten drei Monate wurde es immer schlimmer. Mein ganzer Bauch und Rücken war voll. Es juckte und die Haut riss überall ein. Nach diesen Monaten bekam ich das selbe Mittel nochmals (5 Homöopathische Kügeli) und es begann zu bessern. Seither ist ein Jahr vergangen und es ist fast nichts mehr zu sehen.
</p>

<p>
	An alle: Versucht es mal mit Homöopathie. Und noch etwas: Lasst euch nicht unterkriegen wegen eurer Haut. Ich bin (fast schon war) eine Betroffene. Ich ging trotzdem immer in das Schwimmbad. Ich habe alles angezogen, was mir gefiel. Lasst euer Leben nicht versauen. Ich kann nur sagen: Zuerst schauen viele, und die Blicke können weh tun, aber nach kurzer Zeit ist das so normal.
</p>

<p>
	Versteckt euch nicht, es bringt nichts, ihr macht nur euer Leben kapput!
</p>

<p>
	PS: es kann auch "Vorteile" haben, ich wurde immer viel mehr angesprochen als meine Kollegin <span class="ipsEmoji">🙂</span> !
</p>

<p>
	Ich hoffe, bei euch gibt es auch mal so positive Neuigkeiten wie bei mir.
</p>

<p>
	Viele Grüsse aus der Schweiz
</p>

<p>
	Andrea
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">784</guid><pubDate>Wed, 27 Oct 2004 10:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Fleckenfrei" &#x2013; und gl&#xFC;cklich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/fleckenfrei-und-gluecklich/</link><description><![CDATA[<p>
	In der Homöopathie hat Tereza S. die Linderung ihrer Psoriasis gefunden: Acidum Nitricum lautet ihr Tipp. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Guten Tag!
</p>

<p>
	Nachdem ich so viele Leidensgeschichte gelesen habe, muss ich meine Erfahrungen unbedingt auch noch kundtun.
</p>

<p>
	Nach ergebnislosem Salben, UVB-Bestrahlung, Kortison (äusserlich und innerlich), Schwefel, Vitamin-D12 und und und habe ich meine Hautarzt «zum Teufel geschickt» und mich der guten alten Homöopathie zugewandt. Nach sage und schreibe nur einer Wochen hatte ich praktisch keinen einzigen Fleck mehr auf meiner Haut.
</p>

<p>
	Geholfen hat bei mir eine 2-wöchige Behandlung mit Acidum Nitricum (Ameisensäure), einfach unter die Haut gespritzt, zweimal die Woche.
</p>

<p>
	Vorher empfiehlt sich eine ebenfalls zweiwöche Weissdorn-Kur (Crataegus-Globuli), um den Körper von all den Medikamenten zu reinigen und damit die Ameisensäure so richtig ihre Wirkung tun kann.
</p>

<p>
	Nun bin ich seit einem halben Jahr "fleckenfrei" und glücklich. Mir ist klar, dass dieses Mittel nicht bei allen Patienten wirkt, eine Konsultation bei einem Homöopathen oder einem Kinesiologen ist aber auf jeden Fall zu empfehlen.
</p>

<p>
	Herzliche Grüsse
</p>

<p>
	Tereza S.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">783</guid><pubDate>Tue, 22 Jun 2004 10:47:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Ich nahm mein Schicksal selbst in die Hand"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/ich-nahm-mein-schicksal-selbst-in-die-hand/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_12/kealtekammer-erfahrungsbericht.jpg.e6dbfd89bc39fb20cdbb29dcf650a633.jpg" /></p>

<p>
	<strong>"Mein Hausarzt sagte zu mir: "Herr K., damit müssen Sie leben!" Nur: Ich lebe damit einfach nicht, sondern die Psoriasis muss sich nach mir richten!" Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</strong>
</p>

<h2>
	Meine Psoriasis
</h2>

<p>
	Mein Name ist Helmut. Ich leide seit meinem 17. Lebensjahr an <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span>! Betroffene Stellen am Körper waren damals nur die Kopfhaut und der linke Fuß am Knöchel. Die Psoriasis trat nur im Winter auf. Im Sommer ging die Psoriasis zu 90 Prozent weg.
</p>

<p>
	Vom 17. bis zum 25. Lebensjahr traten keine Symptome einer Psoriasis auf. Mit 25 Jahren kam wieder ein kleiner Schub an der Kopfhaut, am linken Knöchel, am Fuß und ganz leicht bei den Ohren. Ich ging nach Bad Goisern (Salzburg) auf Kur- drei Wochen Jod-Schwefel-Bäder. Die Symptome verschwanden wieder. Bis 2003 war ich beschwerdefrei.
</p>

<p>
	Im Dezember 2003 nach einer Grippe bekam ich wieder einen Schub. Zu 70 Prozent meiner Haut war nun befallen – Kopfhaut, Gesicht, Ohren, Hals und Ellenbogen, linke und rechte Hand, Brustbereich und Oberschenkel, linkes und rechtes Bein, linke Wade, linker Fußknöchel und vereinzelt am Rücken. Ich ging zum Hautarzt. Dieser verschrieb mir Zinksalben und Bestrahlung - ohne Besserung. Bis Februar 2004 verschlechterte sich mein Zustand.
</p>

<p>
	Ich probierte auch die <span ipsnoautolink="true">Homöopathie</span>. Erfolge traten fast keine auf.
</p>

<h2>
	Erfahrungen mit Cryotherapie
</h2>

<p>
	Ich verzweifelte fast und nahm mein Schicksal nun selbst in die Hand. Mitte Februar 2004 ging ich für zwei Wochen auf Kur nach Bad Eisenkappel (Kärnten) . Mittlerweile waren manche betroffene Stellen sogar fast wund. An einem Montag trat ich meine Kur an. Dort wurde ich zuerst ärztlich untersucht (Blutbild, Haut usw.)
</p>

<p>
	Die Therapie wurde festgelegt: 24 mal Cryotherapie-Kältekammer bei minus 110 Grad (Carpovasaltherapie). Ich ging nur mit einer Badehose, Turnschuhen Mundschutz und Handschuhen bis zu dreimal täglich in die Kältekammer. In der ersten Woche trat fast keine Besserung auf.
</p>

<p>
	In diesen zwei Wochen machte ich von mir aus nun ein Vollprogramm das wie folgt aussah:
</p>

<ul>
	<li>
		Bis zu 3 mal Kältekammer
	</li>
	<li>
		In der Frühe nahm ich eine Eisen-Follsäure-Tablette, eine Kieselerdetablette und trank reichlich Leitungswasser.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Frühstück</strong>: Vollkornweckerl, Diätbutter, Diätmarmelade und Tee
</p>

<p>
	<strong>Mittags</strong> aß ich hauptsächlich Gemüse Rindfleisch und Fisch (keine Süßigkeiten).
</p>

<p>
	Erst ca.2 Stunden nach der Kältetherapie ging ich Duschen (Meeresalgen Duschgel).
</p>

<p>
	Am Anfang cremte ich die betroffenen Stellen bis zu zwei mal am Tag mit einer Bioenergetikkreme ein (Dermaforin)
</p>

<p>
	<strong>Am Abend</strong> ein leichtes Essen, viel Leitungswasser, betroffene Stellen nach dem Duschen wieder eincremen
</p>

<p>
	Eisen-Follsäure-Tablette, Kieselerde, Lachskapsel mit Omega-3-Fett.
</p>

<p>
	Unterstützend zur Kältetherapie machte ich auch eine Spritzenkur (10 Spritzen-Aslankur). Ich ging jeden Tag bis zu drei Stunden spazieren, eine Stunde schwimmen. Dieses Programm ging zwei Wochen so. Nach Ende der Kur gingen die Symptome zu etwa 30 Prozent zurück. Ich war nicht zufrieden. Teilweise wollte ich schon aufgeben.
</p>

<p>
	Bei der Enduntersuchung sagte mein Arzt, die richtige Wirkung würde erst bis zu zwei Wochen später bemerkbar werden. Nach einer Woche wieder bei der Arbeit die Bilanz: Die Psoriasis ging nun zu nahezu 75 Prozent weg!
</p>

<p>
	Ich stellte ab meiner Kur meine Ernährung komplett um. Da ich ein hektischer Mensch war, immer unter Stress, änderte ich auch dies.
</p>

<p>
	Ich bin mir 100-prozentig sicher, dass auch die Ernährung und das Gelassenerwerden zur Besserung beigetragen haben.
</p>

<p>
	Man muss aber auch extrem ehrgeizig sein, um dieses Ziel zu erreichen. Ich bin mir sicher, dass ich in drei bis vier Wochen beschwerdefrei sein werde.
</p>

<p>
	Mein Hausarzt sagte zu mir: "Herr K., damit müssen Sie leben!" Nur: Ich lebe damit einfach nicht, sondern die Psoriasis muss sich nach mir richten! (Alles ist möglich, aber nix ist fix!)
</p>

<p>
	<em>Helmut</em>
</p>

<h2>
	Weitere Erfahrungen mit der Kältetherapie aus unserer Community
</h2>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/21584-eiskalt-gegen-psoriasis-psoriasis-arthritis-und-co/" rel="">Test der Kältekammer in der Spessart-Therme</a></strong> in Bad Soden /Saalmünster in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/9895-kaeltekammer-bei-schuppenflechte-%E2%80%93-eure-erfahrungen/" rel="">Erfahrungen mit der Behandlung der Schuppenflechte in der Kältekammer</a></strong> in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/15774-kaeltekammer-bei-psoriasis-arthritis-%E2%80%93-eure-erfahrungen/" rel="">Erfahrungen mit der Behandlung der Psoriasis arthritis in der Kältekammer</a></strong> in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/831-kann-eine-k%C3%A4ltekammer-helfen/" rel="">Erfahrungen mit der Kältekammer-Therapie</a></strong> ohne Angabe der Diagnose in unserem Forum
</p>

<p>
	<span id="cke_bm_414S"> </span><span class="ipsEmoji">❄️</span> <em>Hast du schon einmal eine Therapie in der Kältekammer gemacht? Betroffene freuen sich, wenn du deine Erfahrungen teilst. Oder hast du Fragen dazu? Dann <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/?do=add" rel="">stell sie in unserer Community</a>.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">758</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2004 10:02:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Im Gesicht helfen lange &#xC4;rmel auch nichts"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/im-gesicht-helfen-lange-aermel-auch-nichts/</link><description><![CDATA[<p>
	<strong>Marianne Paulus plagt die Schuppenflechte fast am ganzen Körper, am meisten jedoch im Gesicht. Harte Reaktionen von Mitmenschen haben sie nicht verzweifeln lassen. Sie schwört auf alternative Therapien. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.</strong>
</p>

<p>
	Mein Leben mit Pso begann im Frühjahr 1987. Zuerst hatte ich am linken Ohr so rauhe Haut, nach einigen Wochen auch am rechten Ohr. Im Herbst 87 ging ich dann zu einem Hautarzt. Sein Kommentar: "Am besten kriegen Sie das mit einer Salbe wieder weg. Regelmäßig eincremen und in zwei bis drei Wochen sind Sie das Problem los". Von Pso war hier noch keine Rede. Und wirklich, diese rauhen Stellen auf der Haut verschwanden nach drei Wochen. Wunderbar - Problem erledigt.
</p>

<p>
	Leider nur für kurze Zeit. Schon kurze Zeit, nachdem ich mit dem cremen aufgehört hatte, kamen diese rauhen Stellen wieder, größer und intensiver. Ich wieder zum Hautarzt, Salbe verschrieben, eingecremt, abgeheilt, cremen aufgehört, wieder gekommen. Nun bekam ich diese Stellen auch an den Armen und am Rücken.
</p>

<p>
	Nach langem Überredungskampf durch meinen Mann ging ich dann im Frühjahr 1988 in die Ambulanz einer Münchner Hautklinik. Ich kam mir dort vor wie das absolute medizinische Wunder. Der erste Arzt meinte "So was habe ich noch nie gesehen" und holte einen weiteren Arzt dazu. Dieser schaute sehr erstaunt und war der Meinung, das müsse unbedingt der Oberarzt sehen. Dieser kam, staunte und fragte mich nach den bisher angewandten Therapien. Ich erzählte ihm von den Eincremeaktionen und dem immer-wieder-kommen und davon, dass ich sonst keine Therapie gemacht hätte und eigentlich gerne wissen wollte, was ich eigentlich habe. Nach dem Verhalten der Ärzte zu urteilen, befürchtete ich schon was Schlimmes. Der Oberarzt hüllte sich aber genauso ins Schweigen wie seine Kollegen vorher. Er sagte, das muss sich der Chef ansehen. So langsam wurde mir mulmig. Ich war jetzt einen halben Tag in der Ambulanz und hatte noch immer keine Ahnung, was mit fehlt.
</p>

<p>
	Vom Chef des Hauses erfuhr ich dann endlich, dass ich Pso habe. Als ich meinem Vater erzählte, ich habe Pso, berichtete er mir, dass auch sein Bruder Pso hat und auch sein Großvater darunter litt. Eine erbliche Vorbelastung lag also vor. Auslöser waren dann vermutlich ein geschwächtes Immunsystem sowie berufliche und private Probleme. Man riet mir zu einer Kur am Toten Meer, da würde ich das Problem ganz schnell in den Griff bekommen. Die Kur wurde im Oktober 1988 genehmigt.
</p>

<p>
	Ich also Koffer gepackt und voller Hoffnung nach Israel geflogen. Die Enttäuschung war riesengroß. Anstatt besser wurde meine Pso erst so richtig schlimm. Innerhalb weniger Tage verschlimmerte sich der Zustand meiner Haut dramatisch. Nach zwölf Tagen brach ich meinen Aufenthalt am Toten Meer auf Anraten der Ärzte ab. Auch mein zweiter Versuch Totes Meer ein Jahr später scheiterte kläglich.
</p>

<p>
	Nach meinem zweiten gescheiterten Aufenthalt am Toten Meer ging ich nochmals in die Hautklinik in München. Er riet mir dann zu einem stationären Aufenthalt in der Klinik. Ich lehnte ab, da ich immer mehr das Gefühl hatte, dass nur die Symptome behandelt werden, aber nicht die Ursachen.
</p>

<p>
	Am schwierigsten war und ist für mich nicht das Leben mit Pso sondern die, meiner Umwelt klar zu machen, dass man mit mir ganz normal umgehen kann und ich nicht ansteckend bin. Was weh tut, sind so Sachen wie ein öffentliches Schwimmbad verlassen zu müssen (in München mit Pso in eine Schwimmbad zu gehen ist nicht möglich), dumme Sprüche am Arbeitsplatz ("Wenn Sie den Kuchen gebacken haben, esse ich den nicht") oder wenn in der U-Bahn eine Mutter ihr Kind wegreißt, das sich mir gegenüber hinsetzen wollte mit dem Kommentar "Setz dich da nicht hin, wer weiß, was du dir da holst."). Ich habe das Pech, Teile meiner Pso nicht mit Kleidung verstecken zu können. Im Gesicht helfen lange Ärmel auch nichts.
</p>

<p>
	Je mehr ich mich mit der Problematik von Pso beschäftigt habe, um so klarer wurde mir, dass es auch andere Wege als Totes Meer und Bestrahlungen geben müsse. Ich habe mir dann so meine eigene Therapie zurechtgezimmert. Das waren Ernährungsumstellungen (keinen industriell gepressten Orangensaft mehr, keine scharfen Gewürze, noch weniger Alkohol, erlernen von Entspannungstechniken u. a.). und das Experimentieren mir verschiedenen kosmetischen Cremes. Für mich war und ist Pso keine Krankheit, sondern immer eine Funktionsstörung der Haut. Damit habe ich zwar keine Erscheinungsfreiheit erzielt, aber einen Zustand meiner Haut, mit dem ich gut leben konnte.
</p>

<p>
	In verschiedenen Publikationen hatte ich dann etwas von einer neuen Therapie gelesen. Die Hautklinik am Biederstein in München ging in der Behandlung von Pso neue Wege. Im Frühjahr ging in die Ambulanz der Hautklinik am Biederstein. Dort war man absolut entsetzt über meine großflächige Pso. Man riet mir zu einem Klinikaufenthalt, da diese Großflächigkeit sehr gefährlich sei. Ich begab mich also gegen meine innere Überzeugung zur Behandlung in die Klinik. Ich habe dann dort Cortison in sehr hoher Dosierung verabreicht bekommen (ohne natürlich die Nebenwirkungen zu erwähnen - trotz mehrfacher Nachfrage meinerseits). Zusätzlich zu den Cortisonspritzen wurde ich bestrahlt. Mit einem Psychologen in Einzeltherapie und mit Gruppentherapie sollte meine angeblich total unter der Pso leidende Psyche wieder aufgebaut werden.
</p>

<p>
	Meine Probleme waren jedoch nicht die Pso, sondern ganz andere. Doch dies wollte oder konnte der Psychologe nicht verstehen. Dass die Pso bei mir praktisch das Ventil für unbewältigte Konflikte war und noch immer ist, habe ich erkannt, aber nicht der Psychologe - dieser wollte mir einreden meine Probleme hätte ich weil ich Pso habe. Nach vier Wochen Klinikaufenthalt und vollgepumpt mit Cortison war meine Haut bis auf kleine einzelne Stellen erscheinungsfrei. Ich wurde dann auf Cortisontabletten umgestellt und entlassen.
</p>

<p>
	Der Klinikerfolg hielt aber nicht lange an. Die Cortisondosierung mit Tabletten war wesentlich geringer als die Spritzen und meine Pso kam schlimmer als jemals zuvor wieder. Jo-Jo-Effekt gibt es nicht nur bei Diäten.
</p>

<p>
	Ein Jahr später (1991) hatte ich Pso wieder großflächig am Rücken, kleinere Stellen an den Armen und im Gesicht. Ich bastelte weiter an meiner eigenen Therapie und habe es geschafft, einen Hautzustand zu erreichen, mit dem ich persönlich klargekommen bin. Die Meinung meines Mannes, der im übrigen große Probleme mit meiner Pso hatte, und die anderer Leute zählten für mich nicht. Ich musste damit zurechtkommen und sonst niemand. Der Typ, der sich den ganzen Tag mit seiner Krankheit beschäftigt, bin ich nicht.
</p>

<p>
	In den nächsten Jahren habe ich mich immer wieder zu Ausflügen in die Schulmedizin überreden lassen. Ich probierte Psorcutan, machte eine Cygnolin-Behandlung und einiges mehr. Die Erfolge waren immer nur von kurzer Dauer.
</p>

<p>
	Kleine Erfolg aber dafür dauerhafte erzielte ich mit alternativen Methoden. Durch Alpha-Training lernte ich mich besser zu entspannen, mit Bachblüten bekomme ich kurze Schübe schnell in den Griff und mit Ayurveda bin ich mehr im Gleichgewicht und das tut auch meiner Haut gut.
</p>

<p>
	Zu meinem großen Glück habe ich nach meiner Scheidung in den Jahren 1990/91 neue Freunde gefunden. Menschen, die mit der Pso keine Probleme hatten und haben. Menschen, die mich in meinem Bemühen möglichst ohne Medikamente auszukommen unterstützt haben, die es akzeptiert haben, dass meine Pso im Gesicht nun mal nicht besonders schön aussieht, und mit denen ich ins Theater gehe, Restaurants besuche und ein "normales" Leben führen kann. Menschen, die nicht nach einem Gummihandschuh verlangen, wenn ich sie bitte, mir den Rücken einzucremen, Menschen, die sich über kleine Fortschritte mit mir freuen, Menschen die zu Freunden wurden. Sie haben mir mein Leben mit Pso einfacher gemacht.
</p>

<p>
	Mancher wird beim Lesen sicherlich denken, "Pso im Gesicht, das muss man doch mit einem Make up überdecken können. können". Schon, jedoch ist dies nur mit Camoflage (Bühnen-Make-up) möglich und dieses doch ziemlich aufwendiges Unterfangen ist mir für alle Tage zu aufwendig. Ich verwende die Camouflage deshalb nur zu besonderen Anlässen oder wenn ich ganz einfach mal Lust darauf habe. Hierzu möchte ich Ihnen eine kleine Begebenheit erzählen.
</p>

<p>
	Mein Geburtstag 1996. Ich wusste nur, dass ich um 9.30 Uhr abgeholt werde und mir für diesen Tag nichts vornehmen darf. Jeder erzählte mir natürlich eine andere Geschichte, was an diesem Tag so passieren wird. Keiner natürlich die Wahrheit. Stress, negativer als auch positiver, ist bei mir im Gesicht sehr schnell sichtbar. Meine Freunde hatten in einem großen Münchner Hotel einen Tisch zum Brunch reserviert. Ich war überglücklich über all die Überraschungen, die für mich arrangiert worden waren. Ich spürte, wie meine Pso im Gesicht das glühen und blühen anfing. In einer etwas ruhigeren Minute fragte ich einen meiner Freunde: "Warum habt Ihr mir nicht gesagt, dass ich mein Make-up benutzen soll?". Die Antwort ist mir heute noch wörtlich im Gedächtnis: "Warum, Du bist wichtig und nicht Deine Pso. Ob das andere Leute stört, interessiert uns nicht."
</p>

<p>
	Marianne Paulus (München)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">750</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2004 19:50:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Wenn man fast alles versucht hat, dann handelt man"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/wenn-man-fast-alles-versucht-hat-dann-handelt-man/</link><description><![CDATA[<p>
	<strong>Sonja schwört auf einen Pendler und will inzwischen nichts mehr von anderen Methoden wissen. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.</strong>
</p>

<p>
	Bei mir fing es im Alter von +/-18 Jahren an. Ich bemerkte kleine Pünktchen,vor allem an Armen und Beinen. Mein Hautarzt wusste nicht genau worum es sich handelte, also warteten wir ab. Nun ja natürlich wurde es schlimmer, und erst da erkannte er dass es sich um Schuppenflechte handelte. Da bei mir in der Familie keine Fälle von SF bekannt sind, nehme ich an, dass sie durch eine schlimme Angina ausgelöst worden ist, die ich knapp ein Jahr vorher hatte.
</p>

<p>
	Es folgten Cremes uns Salben mit Cortison, die meine Haut fast durchsichtig machten, ebenso diese Minutentherapie, bei der die Salbe nur auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden soll, die gesunde Haut wird braun! Als sich keine Besserung einstellte, und der Arzt auch nicht mehr weiterwusste, wechselte ich. Dieser Arzt schlug mir die PUVA-Therapie vor, Behandlung in Form von Bestrahlung mit vorheriger Einahme von Tablette. Nach wenigen Wochen (wurde zwar schön braun !) vertrug ich diese Tabletten nicht mehr und kippte in diesem Bestrahlungsapparat um, es folgten weitere Cremes und Salben, wieder Cortison, kleine Resultate aber das wars. Ich wechselte zu einem Arzt der eine Salzwasser-Therapie anbot in Zusammenhang mit Bestrahlung, also Meer und Sonne. Die Therapie wr sehr zeitaufwendig, und half nur teilweise. Ich rannte von einem Arzt zum anderen und mir wurden immer nur die gleichen Salben verschrieben. Jedes neue Produkt auf dem Markt wollte ich haben, doch da diese hier in Luxemburg, schwer erhältlich sind, bin ich öfters nach D gefahren, um mir solche Produkte zu besorgen, die natürlich ohne Rezept teuer sind.
</p>

<p>
	Nach jahrelangem Hin und Her beschloss ich, zum Homöopathen zu gehen. Das heißt, der Mann ist Pendler und verschreibt NUR pflanzliche Mittel. Er pendelt, bis das Pendel ausschlägt, und auf Basis dieser Informationen verschreibt er.
</p>

<p>
	Alles in allem hatte ich sechs verschiedene Sorten Tröpfchen und drei bis vier verschiedene Tabletten. Natürlich war ich skeptisch, aber wenn man fast alles versucht hat, dann denkt man nicht mehr, dann handelt man.
</p>

<p>
	Im September 98 war ich zum 1. Mal bei diesem Pendler, und im Dezember 98/ Januar 99 hatte sich meine Schuppenflechte um 80% verbessert. Für mich war dieser Mann mein Gott, denn vorher waren meine Beine eine einzige Wunde. Von den Knien bis zu den Fussknöcheln knallrot und roh. Hände wie ein Zombie (so sah es für mich aus) und Arme zum Verstecken, was ich ja auch tat. Auf jeden Fall gehe ich nun regelmässig zu diesem Pendler, denn manchmal kommt was von Mitteln dazu, manchmal was weg. Aber ich denke, wenn man wie ich, und wie bestimmt viele andere schon fast ALLES versucht hat, dann kann ein letzter Versuch mit pflanzlichen Mitteln auf keinen Fall zuviel sein.
</p>

<p>
	Gruss aus Luxemburg
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">721</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2004 17:55:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Sich mit der Krankheit arrangieren"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/sich-mit-der-krankheit-arrangieren/</link><description><![CDATA[<p>Hans Jörg will sich von seine Psoriasis nicht zu sehr gefangen nehmen lassen und rät anderen, nicht die Freuden des Lebens zu vergessen. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</p><p>An Psoriasis leide ich, seit ich 18 Jahre alt bin. Anfänglich trat die Krankheit nur auf der Kopfhaut und an einer fingernagelgrossen Stelle am Schienbein und auf dem Rücken auf. Mittlerweile bin ich von Kopf bis Fuss mit Psoriasis richtiggehend übersät. Zum Glück sind Gesicht und Hände noch ziemlich unbefallen.</p><p>Warum die Krankheit bei mir aufgetreten ist, kann ich bis heute nur vermuten. Ev. bin ich erblich belastet oder die Nerven spielen mir einen Streich. Ich fühle mich jedoch nicht als besonders nerviger Typ. Sicher bin ich hin und wieder in irgend einer Weise "im Stress" oder "nervös", denke aber, dass es bei mir im üblichen Rahmen wie bei anderen Menschen auch ist.</p><p>Ich muss zugeben, das ich bei der Ernährung nicht sonderlich darauf achte. Ich bin etwas übergewichtig und esse eben ziemlich gern! Ich habe das Glück, das meine Frau mich und die Krankheit akzeptiert. Meine Kinder (1,5 und 3,5 Jahre) kennen den Papa eben nicht anders. Auch im Verwandten- und Kollegenkreis fühle ich mich nicht ausgegrenzt. Ich bin also im Gegensatz zu vielen anderen Psoriasispatienten in einem "normalen", zufriedenstellendem und harmonischen Umfeld mit Familie, Hobbys, Kollegen etc.</p><p>Und trotzdem ist die Krankheit da! An Behandlungen habe ich schon folgendes gemacht:</p><p>Alle erdenklichen Salben: Cortisonpräparate, Daivonex, Mischungen aus der Apotheke etc. Ergebnis: dei Schuppung kann zwar gestoppt werden, die Rötung bleibt aber vorhanden und die Schuppung setzt sofort nach absetzen der Salben wieder ein. Kürzlich habe ich Bioresonanz-Therapie (auch MORA-Therapie) versucht. Die Therapie geht davon aus, dass dem Leiden eine Allergie zu Grunde liegt. Tatsächlich wurden bei mir Milchprodukte und Emulgator-Allergie gefunden. Die Allergien konnten bekämpft und ausgeschlossen werden. Ebenfalls die Nervenwerte waren absolut in Ordnung. Nach der siebten Behandlung der Haut ohne Linderung hat mir der Therapeut ehrlicherweise gesagt, dass er für mich wohl nichts tun könne.</p><p>Ich möchte aber trotzdem alle ermuntern, auch Bioresonanz zu versuchen. Im Einzelfall kann es sicher helfen. Mein Therapeut hat schon Psoriatiker geheilt.</p><p>Ich denke, das beste ist, mit der Psoriasis zu leben und versuchen sich mit der Krankheit zu arrangieren. Ja nicht zuviel auf die Ernährung achten, sonst verpasst man ein Großteil der Freuden des Lebens und die Psori heilt trotzdem nicht!</p><p>Ein positiver Nebeneffekt meiner Psori ist, das ich nicht mehr Militärdienst leisten muss. Ich wünsche allen viel Glück und die Kraft, immer wieder Neues auszuprobieren. Lasst euch nicht ausgrenzen, geniesst das Leben trotzdem!!</p><p><em>Hans Jörg aus der Schweiz (29)</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">764</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit Musik gegen die Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/musiktherapie-allg/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/musiktherapie.jpg.8138754eccd8f767bc8a1a886b778453.jpg" /></p>

<p>Über die Wirkung von Musiktherapie bei Psoriasis ist noch nicht viel geforscht oder zumindest niedergeschrieben worden. Die wohl umfassendste Arbeit zu diesem Thema erschien im Jahr 2010 in Buchform: "Evaluation musik­therapeutischer Inter­ventionen bei chronisch Hautkranken". Eine Rezension <a href="https://www.socialnet.de/rezensionen/13342.php" rel="external nofollow">erschien im "socialnet</a>".</p><p>Außerdem gibt es eine CD namens "<a href="https://amzn.to/36N9Qys" rel="external nofollow">Neurodermitis / Schuppenflechte - Medizinische Resonanz Therapie Musik</a>" (inzwischen nur noch gebraucht). Sie will – äußerlich wenig attraktiv – eine Therapie gegen die Schuppenflechte sein. Der Komponist Peter Hübner hat "Klang-Teppiche" gegen einige Krankheiten und Beschwerden gewoben.</p><p>Untersuchungen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11286371/" rel="external">in einer Pilotstudie</a> in der Haut-Fachklinik in Leutenberg zeigten gute Ergebnisse: Bei denjenigen, die neben der üblichen Klinik-Behandlung noch 3-mal täglich je 30 Minuten lang die Musik-Therapie genossen, verbesserten sich Blutdruck, Herzfrequenz und der Drang zu Kratzen. Dabei profitierten Psoriatiker mehr als Neurodermitiker von der Musik.</p><h4>Besserung der Psoriasis-Symptome versprochen</h4>Ähnliches verspricht der Komponist Peter Hübner denn auch dem, der die CD hört:<ul>	<li>weniger Juckreiz</li>	<li>besserer Schlaf</li>	<li>schnellerer Rückgang des Krankheitsausmaßes in Kombination mit den üblichen Behandlungen</li></ul>Womit er auch deutlich macht: Die Resonanz-Therapie will und soll nicht allein gegen die Schuppenflechte eingesetzt werden. Als zusätzliches Mittel neben den üblichen Therapien will sie jedoch helfen.<p>Aber: Peter Hübner ist umstritten. Das kann man unter anderem <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Peter_H%C3%BCbner" rel="external nofollow">hier</a> und <a href="https://blogs.nmz.de/badblog/2011/02/01/peter-huebner-eine-deutsche-komponistenkarriere/" rel="external nofollow">hier</a> nachlesen. Sein musikalischer Eifer fiel im Jahr 1997 auch dem "<a href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8806128.html" rel="external nofollow">Spiegel</a>" auf.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">258</guid><pubDate>Tue, 03 Feb 2004 02:27:25 +0000</pubDate></item><item><title>Meditationsmusik gegen Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/pyche-meditationsmus/</link><description><![CDATA[<p>Schuppenflechte (Psoriasis) tritt häufig in Stresssituationen auf. Ob sich die Schübe durch gezielte Entspannung verkürzen lassen, interessierte Forscher der Universität von Massachusetts (USA). Sie verteilten 37 Patienten mit aktuellen Hautbeschwerden auf vier Gruppen: Alle Gruppen wurden mit UV-Licht bestrahlt, zwei von ihnen hörten zusätzlich während der Behandlung Meditationskassetten. Die Kassetten zeigten Wirkung: Die Haut der meditierenden Gruppen war fast viermal schneller als die der übrigen.</p><p><i>Quelle: Berliner Morgenpost, 31. März 1999</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">257</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 2004 04:50:19 +0000</pubDate></item><item><title>Grander: Was kann Wasser wissen?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/granderwasser/</link><description><![CDATA[<p></p><p><i>VON ASTRID MÜLLNER</i></p><p></p><p><b>Über 200.000 Menschen weltweit setzen auf Granderwasser. Beweise für seine Wirkung fehlen noch.</b></p><p></p><p>Brot und Wurst werden damit hergestellt, Haare gewaschen, Blumen gegossen, Schwimmbäder gespeist. Und getrunken wird das Granderwasser sowieso, in privaten Haushalten, in Hotels und Gastwirtschaften, Kindergärten und Krankenhäusern. Anwender des "belebten" Wassers, wie es sein Entdecker Johann Grander nennt, berichten von zahlreichen positiven Auswirkungen: Das Wasser sei länger haltbar, klarer und weicher, schmecke besser, steigere das Wohlbefinden, lasse Pflanzen sprießen und spare Wasch- und Reinigungsmittel. Manche sind sogar überzeugt, ihre Schuppenflechte, Neurodermitis oder Gicht damit losgeworden zu sein.</p><p></p><p>Wie wird nun aus ganz normalem belebtes Wasser? Laut Grander muss ihm verloren gegangene Energie, Widerstandskraft und Kraft zur Selbstreinigung zurückgegeben werden. Dies funktioniert mittels eines Wasserbelebers, der - mit sogenanntem Informationswasser befüllt - in die Leitung eingebaut oder direkt in das Wasser getaucht wird. Nichts wird zugesetzt, nichts entnommen. "Diese Technik basiert auf dem Prinzip der Informationsübertragung und -speicherung", erklärt Johannes Larch, Forschungsleiter im Hause Grander. "Die Belebungstechnik verändert die innere Struktur des Wassers und nimmt so Einfluss auf seine mikrobiologischen und physikalischen Eigenschaften."</p><p></p><p>Bereits über 200.000 Anwender weltweit zählt die U.V.O. Vertriebs GmbH, die die Wasserbelebungsgeräte von Tirol aus unter die Leute bringt. Ein Preisbeispiel: An die 1000 Euro kostet es, wird ein Einfamilienhaus auf Granderwasser umgerüstet.</p><p></p><p>Ob und wie das belebte Wasser wirkt, ist umstritten. Das Unternehmen stützt sich im Wesentlichen auf zwei Arbeiten, die die Oberflächenspannung der Flüssigkeit sowie ihre Verderblichkeit untersuchten. Wissenschaftler aber klagen über fehlende Beweise. "Es ist grundsätzlich richtig, dass man den physikalischen Zustand des Wassers verändern kann", bemerkt Wolfgang Marktl, Professor am Institut für Physiologie der Universität Wien und Vizepräsident der Akademie für Ganzheitsmedizin. Die Prinzipien seien beispielsweise aus der Homöopathie bekannt. "Ich will nicht behaupten, dass die Technik nicht wirken kann", erklärt Marktl. "Es sind nur keine wissenschaftlichen Studien vorhanden, die dies beweisen. So wichtige Fragen wie: Welche Auswirkungen hat das nun konkret und welche Mechanismen könnten dahinter stehen, sind nicht beantwortet."</p><p></p><p>Einig sind sich Wissenschaftler und das Unternehmen bezüglich des Einsatzgebietes: "Die Wasserbelebung kann nicht dazu eingesetzt werden", so Larch, "um aus genussuntauglichem trinkbares Wasser zu machen." Regina Sommer, Professorin am Klinischen Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, warnt ebenfalls: "Die Geräte haben keinesfalls desinfizierende Wirkung, sie machen verseuchtes Wasser nicht wieder sauber!"</p><p></p><p>Auch bezüglich eventueller heilender Wirkung rät Sommer zu großer Vorsicht. "Wenn man hofft, von Krankheiten geheilt zu werden, sollte man sehr aufpassen. Man muss sich ganz bewusst die Frage stellen: Was will ich damit bewirken."</p><p></p><p>Larch ist optimistisch, dass es schon bald Ergebnisse geben könnte: "Es wird viele weitere Forschungen geben. Reges Interesse signalisiert etwa der medizinische Bereich."</p><p></p><p>Es heißt also weiter warten auf wissenschaftliche Beweise. Sommers Fazit: "Werden die Leute durch das Granderwasser dazu angeregt, mehr Leitungswasser zu trinken, ist das nur zu begrüßen", meint die Expertin pragmatisch. Und: "Zwischen Himmel und Erde gibt es vieles, das wir (noch?) nicht verstehen."</p><p></p><p><i>Quelle: Die Presse (Österreich), 22.03.2003</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">299</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 2004 02:47:56 +0000</pubDate></item><item><title>Behandlung in der K&#xE4;ltekammer: Frieren gegen Schmerzen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/kaelte-index/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2003_12/kaeltekammer.jpg.feb3c5a6b5ffafad3525eef4f0c9506b.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Die Behandlung in einer Kältekammer ist eine Therapiemöglichkeit vor allem bei Psoriasis arthritis, aber manchmal auch bei der Schuppenflechte der Haut. Zittern und Bibbern bei minus 110 Grad soll den chronischen Beschwerden entgegenwirken. Das klingt unglaublich, doch die Mutigen, die es bereits gewagt haben, wurden mit positiven Ergebnissen belohnt.</strong>
</p>

<h2>
	Ablauf in der Kätekammer
</h2>

<p>
	Im <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/rheuma-kliniken-akut-kliniken/immanuel-krankenhaus-berlin-wannsee/" rel="">Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Zehlendorf</a> stand vor fast zehn Jahren die erste Kältekammer Deutschlands. Frank Ruppenthal, Leiter der Abteilung Physiotherapie, weiß: "Die Kryotherapie wird seit dem Altertum angewendet." In der Antike hätten sich die Ärzte Eis vom Olymp mitbringen lassen, um Kranke zu behandeln.
</p>

<p>
	Heute geht die Behandlung moderner zu. Die Kältekammer ist ein Raum mit einer Größe von zwei bis vier Quadratmetern. In diesem Raum herrscht eine Temperatur von zwischen minus 70 und minus 80 Grad Celsius. Zudem ist die Luftzirkulation regulierbar. Dies gewährleistet einen individuell gestaltbaren Wärmeentzug der Haut.
</p>

<p>
	Der angenehm beleuchtete Raum ist praktisch ohne Luftfeuchtigkeit und somit extrem trocken. Er ist durch eine große beheizbare Scheibe mit dem Vorraum verbunden, in dem sich das Personal aufhält und in stetem Kontakt mit den Patienten steht. Den Raum betritt jeder Patient einzeln und lediglich in Badebekleidung, mit festem Schuhwerk und einem Mundschutz. Wer schnell zum Frieren neigt, sollte sich zusätzlich mit Handschuhen, Ohrenschützern und Strümpfen einkleiden.
</p>

<p>
	"Je weniger Kleidung man trägt, um so angenehmer wird die Behandlung", so Frank Ruppenthal. Grund: Was nicht am Körper ist, kann auch nicht von der Kälte, von der Verdampfung der Körperwärme feucht werden.
</p>

<p>
	Zunächst wird der Erste von drei Räumen betreten. Um sich an die arktischen Temperaturen zu gewöhnen, sinkt das Quecksilber in den beiden Vorräumen, welche als Schleuse zur dritten und eigentlichen Sektion dient, zunächst auf nur minus 10 und minus 60 Grad Celsius.
</p>

<p>
	In der eigentlichen Kältekammer angekommen, in der jetzt sportliche minus 110 Grad Celsius herrschen, gilt es körperlich aktiv zu bleiben. Damit die Stimmung nicht unter den Nullpunkt sinkt, wird oft mit aufmunternder und schneller Musik gegen die Kälte angegangen. Es wird getanzt, in die Hände geklatscht, sich im Kreis gedreht oder sogar gehüpft. Alles ist erlaubt - Hauptsache, es bleibt niemand wie angewurzelt stehen.
</p>

<p>
	Dies geschieht alles ausschließlich unter professioneller Anleitung und Aufsicht des geschulten Personals, mit denen die Patienten auch in akustischer Kommunikation stehen.
</p>

<p>
	Die Aufenthaltsdauer beträgt von einer bis zu vier Minuten. Danach ist die "Schocktherapie" überstanden und die Patienten kommen meistens überglücklich und strahlend aus dem Tiefkühler wieder in die Wärme zurück.
</p>

<p>
	In der Kältekammer werden Bewegungsübungen absolviert, auch unter Anleitung. Ohne geht's auch nicht. Deshalb ist eine der Voraussetzungen, dass der Patient gehfähig ist.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
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	</div>
</div>

<h2>
	Wirkung der Kältetherapie
</h2>

<p>
	Was diese Glücksgefühle und die Euphorie beim Verlassen der Kältekammer auslöst, ist den medizinischen Fachkräften teilweise weiterhin ein Rätsel. Die einen sind der Meinung, dass die Patienten schlicht glücklich darüber sind, dass sie diese Tortur überstanden haben, andere denken eher an Hormone, welche durch diese Extremsituation freigesetzt werden.
</p>

<p>
	Denn durch diese Extremsituation, dem der Körper ausgesetzt war, werden Energiereserven und Kraftreserven mobilisiert. Diese können vom Körper unter normalen Umständen nicht direkt zur Verfügung gestellt werden, denn das Energiepotenzial mit der Kraft des Unmöglichen liegt größtenteils brach und im Verborgenen und bedarf einer Aktivierung.
</p>

<p>
	Sie geschieht durch die Freisetzung und Ausschüttung von Hormonen wie Kortison, Endorphine und Peptide. Diese Stoffe gelangen direkt in den Blutkreislauf und steigern die Leistungsfähigkeit erheblich. Durch eine intensivere Atmung kommt es gleichzeitig zu einem höheren Sauerstoffgehalt im Blut und fördert die Durchblutung.
</p>

<p>
	Durch die Ausschüttung von körpereigenem Kortison aus der Nebennierenrinde und der verbesserten Durchblutung kommt es zur Schmerzlinderung in den Gelenken.
</p>

<p>
	Akute und chronische Schmerzzustände können somit in kürzester Zeit gelindert oder sogar auch über einen längeren Zeitraum vollständig beseitigt werden.
</p>

<p>
	Hauterkrankungen, die mit einem starken Juckreiz einhergehen – wie die Psoriasis – können durch diesen Mechanismus auch positiv beeinflusst werden. Zudem wirkt die Kälte im Speziellen auf die Haut. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied prasselt ein ständiger und extremer Reiz auf die Haut und bringt sie in eine Art Schockzustand. Sie zieht sich blitzschnell zusammen und die Gefäße verengen sich. Dadurch kann es zu einer Linderung des Juckreizes kommen.
</p>

<p>
	"Die Kältetherapie ist besonders für Menschen mit entzündlichen Krankheiten geeignet", so Frank Ruppenthal.
</p>

<p>
	Schmerzen am ganzen Körper werden von der Vereisung in der Kältekammer gelindert. Alles wird extrem stärker durchblutet, auch die Nebennierenrinde, aus der Kortison kommt. Dadurch wird körpereigenes Kortison ausgeschüttet - womit eine niedrigere Dosierung des gefährlichen Medikamentes möglich ist. Außerdem schüttet der Körper mehr Endorphine aus - einfach gesagt: Glückshormone. "Die meisten, die aus der Kältekammer kommen, strahlen über alle vier Backen", lächelt Frank Ruppenthal. Grund sei sicherlich auch, dass jeder stolz ist, sich selbst überwunden und die Tortur überstanden zu haben. Insgesamt wird das Immunsystem gestärkt.
</p>

<p>
	"Wir haben eine einzige Patientin, die überhaupt keine Wirkung der Therapie spürte", berichtet Frank Ruppenthal. "Es gibt aber auch den Fall, dass jemand zwei Jahre lang ohne Beschwerden war."
</p>

<h2>
	Wie oft, wie lange?
</h2>

<p>
	Die Frequenz und die Dauer einer Therapieserie richten sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel handelt es sich bei einer Psoriasis arthritis um <strong>zehn bis zwölf Sitzungen</strong> bei minus 110 Grad Celsius. Am besten ist, wenn die Patienten zweimal am Tag zur Kältetherapie kommen.
</p>

<h2>
	Wirkung und Gegenanzeigen
</h2>

<p>
	<img alt="Kältekammer in Bleiberg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="21679" data-ratio="56.44" data-unique="9zrj5844j" style="width: 450px; height: auto; float: left;" width="620" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_12/kaeltekammer-bleiberg.jpg.f6d944a167b994d5ca4b0907b1d9986f.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Frank Ruppenthal warnt auch: "Zu Beginn der Behandlung können alte Zipperlein auftauchen." Er selbst spürte ein altes Schulter-Leiden wieder. "Das gibt sich aber bald wieder."
</p>

<p>
	<strong>Nicht hinein</strong> darf, wer zu hohen Blutdruck, extreme Platzangst oder ein fortgeschrittenes Stadium des Diabetes mellitus hat.
</p>

<h2>
	Kältekammer: Mögliche Nebenwirkungen
</h2>

<p>
	Neben den positiven Wirkungen kann es jedoch auch zu weniger angenehmen <strong>Nebenwirkungen der Kältetherapie</strong> kommen. Patienten berichten von Hautveränderungen, die sich in einer Rötung, in Form von Bläschen oder einem Juckreiz äußern. Zudem kann es zu plötzlicher Platzangst, Schwindelattacken, Atemnot oder einem Anstieg des Blutdrucks kommen.
</p>

<p>
	Auf diese Gegenstände sollte in der Kältekammer verzichtet werden:
</p>

<ul>
	<li>
		jeglicher Schmuck
	</li>
	<li>
		Brillen
	</li>
	<li>
		Kontaktlinsen
	</li>
	<li>
		Uhren
	</li>
	<li>
		Piercings
	</li>
	<li>
		Ohrringe.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Vor der Therapie</strong> sollten keinerlei Salben oder Kosmetika benutzt werden. Zudem sollte darauf verzichtet werden, kurz vorher zu Duschen oder die Haare zu waschen.
</p>

<p>
	Es sollte nicht die beste Kleidung und die schönsten Schuhe in der Kältekammer angezogen werden, denn durch die extreme Temperatur können manche Stoffe und Materialien brüchig werden, da sie an Elastizität verlieren.
</p>

<p>
	Gut ist, wenn die Patienten zwei Stunden vor und nach der Therapie nicht baden, keine Wärmeflasche oder ähnliche Dinge anwenden, damit der Körper nicht noch feucht ist.
</p>

<h2>
	Kosten: Selbstzahler und stationärer Aufenthalt
</h2>

<p>
	Die Behandlung in der "klassischen" Kältekammer geschieht meist <strong>stationär</strong>, geht aber auch <strong>ambulant</strong> vonstatten. Die ambulante Behandlung hat einen entscheidenden Nachteil: Die Krankenkassen bezahlen sie meist nicht. Jeder muss jeden Einzelfall mit dem Betreuer bei seiner Krankenkasse ausfechten. Dabei stellen sich die Kassen auf den Standpunkt, dass die Wirkung der Kältetherapie nicht wissenschaftlich ausreichend nachgewiesen ist. Wer sich dagegen als stationärer Patient einweisen lässt, kann problemlos die Kälte genießen.
</p>

<p>
	Wer <strong>auf Rezept</strong> in die Kältekammer will, muss schon sehr gut nach einem seriösen Anbieter suchen. Meist sind es große physiotherapeutische Zentren, die die Kältekammer auch mit einer Verordnung vom Arzt anbieten. Dort lässt man sich am besten beraten, damit klar ist, was auf dem Rezept vom Rheumatologen oder anderen Arzt stehen muss, damit die Kältetherapie auch wirklich von der Krankenkasse übernommen wird.
</p>

<p>
	Die Kosten für <strong>Selbstzahler</strong> sind in den letzten Jahren vor allem gefallen, weil immer mehr Firmen einen Aufenthalt in der Kältekammer anbieten. Dabei sollte man darauf achten, dass Anbieter sehr unterschiedliche Geräte mit verschiedenen Minusgraden dastehen haben. Die "original" Kältekammern haben -110°C.
</p>

<p>
	Einige Anbieter haben 10er-Karten im Programm. Dann kostet eine Sitzung in der Kältekammer im Durchschnitt etwa 20 bis 25 Euro. Einzeln gebuchte Sitzungen sind entsprechend teurer. Wir haben da Preise um die 40 Euro gesehen.
</p>

<h2>
	Kurzgefasst
</h2>

<p>
	<strong>Wie oft:</strong> 10 bis 12 Sitzungen bei minus 110 °C, möglichst 2x/Tag
</p>

<p>
	<strong>Gegenanzeigen</strong>: zu hoher Blutdruck, extreme Platzangst,  fortgeschrittenes Stadium des Diabetes mellitus,
</p>

<p>
	<strong>Indikationen</strong>: entzündlich-rheumatische Krankheiten, degenerativ-rheumatische Erkrankungen, Hauterkrankungen mit entzündlicher Komponente (also auch Schuppenflechte und Neurodermitis), Schmerzen, Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale und Autoimmunerkrankungen, Bandscheibenschaden, Endoprothesen, künstliche Gelenke
</p>

<p>
	<strong>Zahlung</strong>: Krankenkasse nur, wenn stationäre Behandlung, ansonsten Selbstzahler
</p>

<h2>
	Wo Kältekammern zu finden sind
</h2>

<p>
	Wer eine <strong>Rehaklinik mit Kältekammer an der Ostsee</strong> sucht: Die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kaeltekammern/inselklinik-heringsdorf/" rel="">Inselklinik in Heringsdorf</a> bietet die Kältekammertherapie innerhalb eines Reha-Aufenthalts an.
</p>

<p>
	In unserem Adressbuch findet Ihr eine <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kaeltekammern/" rel="">Liste von weiteren Kältekammern</a></strong>. Wer eine Kältekammer in der Nähe finden will, kann bei der Suche im Netz auch die Begriffe Kryotherapie, Eissauna oder Cryosauna benutzen.
</p>

<h2>
	Erfahrungen aus unserer Community
</h2>

<p>
	➞ "<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/ich-nahm-mein-schicksal-selbst-in-die-hand/" rel="">Ich nahm mein Schicksal selbst in die Hand</a></strong>" – Erfahrungsbericht eines Betroffenen von der Therapie seiner Schuppenflechte in der Kältekammer
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/21584-eiskalt-gegen-psoriasis-psoriasis-arthritis-und-co/" rel="">Test der Kältekammer in der Spessart-Therme</a></strong> in Bad Soden /Saalmünster in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/9895-kaeltekammer-bei-schuppenflechte-%E2%80%93-eure-erfahrungen/" rel="">Erfahrungen mit der Behandlung der Schuppenflechte in der Kältekammer</a></strong> in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/15774-kaeltekammer-bei-psoriasis-arthritis-%E2%80%93-eure-erfahrungen/" rel="">Erfahrungen mit der Behandlung der Psoriasis arthritis in der Kältekammer</a></strong> in unserem Forum
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/831-kann-eine-k%C3%A4ltekammer-helfen/" rel="">Erfahrungen mit der Kältekammer-Therapie</a></strong> ohne Angabe der Diagnose in unserem Forum
</p>

<p>
	<span id="cke_bm_414S"> </span><span class="ipsEmoji">❄️</span> <em>Hast du schon einmal eine Therapie in der Kältekammer gemacht? Betroffene freuen sich, wenn du deine Erfahrungen teilst. Oder hast du Fragen dazu? Dann <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/?do=add" rel="">stell sie in unserer Community</a>.</em>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	➞ <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kryotherapie" rel="external" target="_blank">Kryotherapie</a></strong> – Informationen bei Wikipedia
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.apotheken-umschau.de/therapie/kritisch-hinterfragt/was-bewirken-kaeltekammern-877809.html" rel="external" target="_blank">Wem eine Kältekammer helfen kann – und wem nicht</a></strong> – Was ist mit Lifestyle-Kältekammern oder Kryo-Saunen, von denen immer mehr eröffnet werden und die eher an eine Tonne erinnern? Die Apotheken-Umschau hat einen Rheumatologen gefragt, was er davon hält und wo sie wirklich helfen. (Apotheken-Umschau, Juli 2022)
</p>

<p>
	➞ <strong><a href="https://www.abendblatt.de/archiv/1998/article204462235/Die-Kraft-die-aus-der-Kaelte-kommt.html" rel="external nofollow" target="_blank">Die Kraft, die aus der Kälte kommt</a></strong> – Ein Bericht über die Anwendung der Kältekammer-Therapie in der Inselklinik in Heringsdorf. (Hamburger Abendblatt, 10.06.1998)
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">250</guid><pubDate>Sun, 07 Dec 2003 02:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ayurveda: Die traditionelle Medizin Indiens und das Thema Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/ayurveda-naturheilen/</link><description><![CDATA[<p>
	Die Psoriasis gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. In ihren leichteren Formen tritt sie weit öfter auf, als man bisher vermutete. Die ermittelten Zahlen weisen Werte zwischen 2% und 6% auf. Die hohe Unterschiedlichkeit der Zahlenangaben liegt daran, daß die Erscheinungsformen der Psoriasis von kleineren Merkmalen (psoriatische Stigma) bis hin zu den schwersten, den ganzen Körper betreffenden, KrankheitsbiIdern reichen, welche nur stationär behandelt werden können. Die Psoriasis kann als eine anlagebedingte, erbliche Fehlreaktion der Haut angesehen werden. Sie ist in ihrer Ursächlichkeit eine Stoffwechselstörung im Gesamtorganismus, ohne dabei ansteckend zu sein. Die klinische Literatur kennt und beschreibt eine beachtliche Vielzahl psoriatischer Erscheinungsformen und Krankheitsbilder. Statistiken belegen als gehäuftes Auftrittsalter bei den Frauen die Mitte der Teenagerzeit und die fünfziger Lebensjahre, während es bei den Männern das Ende der zwanziger und auch die Mitte der fünfziger Lebensjahre sind. Unbenommen ob die Erscheinungsform punktueller oder flächiger Natur ist, typisch sind immer die silbrig glänzenden Schuppen. Praktisch kann die Psoriasis von Kopf bis Fuß auftreten, ja selbst die Fingernägel (Grübchen) und Gelenke bleiben nicht verschont.
</p>

<p>
	Unter allen Varianten die richtige Diagnose zu stellen, ist schon schwierig genug und nur dem erfahrenen Facharzt möglich. Die Behandlung ist jedoch noch um einiges diffiziler. Sie ist eine regelrechte Kunst, bei der nicht nur der Patient vom Arzt, sondern auch der Arzt vom Patienten lernt. Heilbar ist die Psoriasis bisher, wie andere erbliche Erkrankungen, nicht. Die Therapie kann also im wesentlichen nur symptomatisch sein, um die Erscheinungsbilder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Die erste und wichtigste Regel hierbei ist: Die Haut durch regelmäßige Ölbäder geschmeidig zu holten.
</p>

<p>
	Auf die Behandlungsmethoden mit den üblichen Externa/Interna sei hier bewußt nicht eingegangen. Für die Ölbehandlung stehen für gewöhnlich Olivenölsuspensionen zur Verfügung. Nun wird aber kaum jemand die Tatsache ignorieren, wenn es dazu ein therapeutisch wirksameres Öl gibt. Die modernen ayurwedischen Pharmokologen Indiens besitzen eine Basisausbildung als exakte Mediziner. Die Kenntnis und Anwendung ayurwedischer Tradition und Erfahrung, geschöpft aus über drei Jahrtausenden, ist immer aufbauend über viele Jahre erworben im Streben nach dem Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele. Die für die Praxis im Leben und in ihrer Anwendung beste Lösung einer Aufgabe ist immer jene, die die Probleme in der Werkstatt löst und als Produkt ein simpel und unkompliziert anwendbares Erzeugnis liefert. Genauso verhält es sich mit ayurwedischen Produkten. Sie sind immer in ihrer spezifischen Ausgewogenheit derart ausgereift, daß sie die Bezeichnung " Nährmittel" oder "Lebensmittel " verdienen, ohne jegliche Nebenwirkungen. Es gibt keine Arznei, welche keine möglichen Nebenwirkungen hat, und deshalb sind ayurwedische Produkte keine Arznei, sie hoben keine. Auf der Basis rein pflanzlicher Trc'i er und Wirkstoffe aufgebaut, sind ihre Ingredenzien in Kenntnis feiner und feinster Zusammenhänge olles organischen Lebens aufgebaut.
</p>

<p>
	Das AYURWEDA-KAYA KALPON Hautöl ist speziell für ein rasches und völliges Durchdringen der Oberhautschichten entwickelt. Damit ist eineTransportortion der in ihm enthaltenen Nahrstoffe in die Mittelhautschichten gesichert. Auf die psoriotische Haut bezogen heißt das: Die unter den Schuppen liegende Epithelschicht wird ebenfalls durch- drungen bis zu der schmalen Epidermis und den Bindegewebspartien. Dabei kommen die Wirkstoff, bis an die Kapillarspitzen. Somit ist die "Türe" zur lokalen "Ernährung" durchschnitten und es kann jener, lokol begrenzte, Selbstheilungsprozeß beginnen. Damit sind die Voraussetzungen für ein rascheres Abheilen der akuten und störenden Herde geschaffen. Leider bleibt der Kummer mit den immer wiederkehrenden Schüben, aber dafür ist es e en das in seiner Gesamtheit unheilbare Bild einer ererbten genotypischen, geno-phänotypischen oder phänotypischen Psoriasis. Zusätzliche Informationen zum Thema Ayurweda und KAYA KALPON, sind erhätlich bei: KAYA KALPON, Ayurwedische Haar und Hautpflege GmbH, Neuhäuser Straße 30, 86154 Augsburg, Tel.: 08 21 /413033 oder 04122/5 5798.
</p>

<p>
	<i>upinder Singh Sidhu</i>
</p>

<p>
	<i>Quelle: Natur &amp; Heilen 10/93</i>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">304</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ayurveda bei Schuppenflechte &#x2013; was geht, was nicht?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/ayurveda-index/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_08/ayurveda-psoriasis-schuppenflechte.jpg.0cc5b5b7c2d2559651043ed54c4a60d9.jpg" /></p>

<p>
	<i>Von Marianne Paulus</i>
</p>

<p>
	Ich habe seit 13 Jahren Psoriasis und haben sehr viele Therapien sowohl aus dem schulmedizinischen Bereich als auch alternative Heilverfahren gemacht. Leider bisher alle ohne einen langfristigen Erfolg. Mit Ayurveda ist es mir eine ganze Zeit lang gelungen, meine Pso "in den Griff zu bekommen".
</p>

<p>
	Über Ayurveda gibt es eine Vielzahl von Publikationen und unterschiedliche Auffassungen. Ich habe hier versucht die wichtigsten Fakten zusammenzufassen. Eines habe ich auch gelernt, seitdem ich mich mit Ayurvede befasse: Jede Therapie bringt nur dann etwas, wenn man sie auch gerne macht. Wenn einem das eine oder andere zuwider ist und man sich dazu regelrecht zwingen muss, ist es besser es gleich bleiben zu lassen.
</p>

<h2>
	<strong>Ayurveda – die Wissenschaft vom gesunden Leben</strong>
</h2>

<p>
	So wird Ayurveda korrekt übersetzt. Sie ist keine rein naturwissenschaftlich orientierte Heilkunde, sondern wesentlich mehr, nämlich eine Lehre der Medizin. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass der Mensch als eine Einheit aus Körper, Seele und Geist gesehen und behandelt werden muss. Alles hängt vom Gleichgewicht des Individuums ab, eine Ausgewogenheit sowohl im Inneren als auch nach außen hin muss gegeben sein, eine Ausgewogenheit zur Umwelt und zum Kosmos.
</p>

<p>
	Die Ursprünge von Ayurveda sind in Indien zu suchen. Die westliche Schulmedizin kam erst im Zuge der Kolonialisierung dorthin. Hier gilt die Regel: die westliche Medizin hilft kurzfristig, Ayurveda langfristig. Besonders bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Rheuma, Migräne, Stoffwechselstörungen und alle daraus entstehenden Erkrankungen wie z.B. der Haut hat Ayurveda große Erfolge.
</p>

<p>
	Der klassische Ayurvedaarzt wird Vaidya genannt. Seine Aufgabe besteht darin, die Harmonie und das Gleichgewicht bei seinen Schutzbefohlenen (so werden Patienten in der Ayurveda-Heilkunde genannt) zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient sollte eher dem eines Lehrers zu seinem Schüler gleichen. Ein ayurvedisches Wunschziel lautet "Dem Leben mehr Jahre und den Jahren mehr Leben schenken."
</p>

<p>
	Dem Vaidya stehen als Hilfsmittel außergewöhnliche pflanzliche Arzneimittel, Wassertherapie, Massagelehren und Diätetik zur Verfügung. Die Ausbildung zum Vaidya dauert 12 Semester und darf nur mit staatlicher Genehmigung und offiziellem Zertifikat ausgeübt werden.
</p>

<p>
	Ayurveda ist vorwiegend eine Naturheilkunde. Rund 5.000 Pflanzen gehören zum ayurvedischen Arzneischatz. Ayurveda ist aber auch eine hochentwickelte Lebensphilosophie, ein ganzes medizinisches System, das den menschlichen Sinnen noch "vertraut".
</p>

<p>
	Obwohl Ayurveda rund 3.500 Jahre alt ist, passt sie auch in unser Industriezeitalter. Unser Kontakt zur Natur hat sich in den letzten 200 Jahren grundlegend geändert. Dieses "weg von der Natur" hat unser Gleichgewicht zerstört. Wir müssen nun wieder lernen, mit der Natur und uns in Harmonie zu leben.
</p>

<p>
	In der Lehre von Ayurveda ist nicht die Entstehung von Krankheiten beschrieben, sondern auch viele Maßnahmen zu deren Verhütung und vor allen zur Erhaltung der psychischen und physischen Gesundheit. Die Diagnose stellt der Vaidya nicht mit Hilfe von Laborwerten, Röntgenbildern und sonstigen uns vertrauten Diagnosehilfen. Die wichtigsten Methoden sind die Augen-, Zungen und die Pulsdiagnose.
</p>

<p>
	Mit Zeige-, Mittel und Ringfinger spürt der Vaidya den Strom in den Adern. Über den Puls lässt sich genau ermitteln, was gerade in unseren Organen vorgeht. Die ganze Symphonie der körperlichen Signale werden im Puls gebündelt. Dabei erfühlt der Vaidya den Allgemeinzustand des Patienten und seiner Energieflüsse.
</p>

<p>
	<b>Vata</b> steuert die Bewegungsabläufe, <b>Pitta</b> kurbelt den Stoffwechsel an, und <b>Kapha</b> gibt die Struktur. Gesundheit entspricht dem Gleichgewicht dieser drei sogenannten Doshas. Krankheiten können ausbrechen, wenn sich die Doshas im Ungleichgewicht befinden. Der Ayurveda-Typ eines jeden einzelnen ist auch entscheidend dafür, welche Nahrungsmittel und Gewürze er meiden soll und welche seiner Gesundheit förderlich sind. Ein ayurvedischer Grundsatz lautet "Lasst eure Nahrung eure Medizin sein". Die Nahrung ist ein wichtiger Weg zur Harmonisierung der Doshas.
</p>

<h2>
	<strong>Die drei Doshas</strong>
</h2>

<h3>
	Vata
</h3>

<p>
	Vata verbindet Luft mit dem Ätherelement, wobei die Luft vorherrscht. Vata steht für Bewegung und Fluss. Vata steuert das Wachstum, regelt die Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane und bewirkt Wachheit, Klarheit und Kreativität. Vata kontrolliert die beiden anderen Doshas und kann entsprechend auch als "Schrittmacher der biologischen Aktivität" bezeichnet werden.
</p>

<p>
	<i>Merkmale:</i> beweglich, schnell, leicht, kalt, subtil, rauh, trocken
</p>

<p>
	<i>Eigenschaften:</i> geringes Gewicht und leichter Körperbau, Begeisterungsfähigkeit, Neigung zu trockener Haut, Geht Dinge schnell an, Abneigung gegen kaltes und windiges Wetter, Unregelmäßiger Hunger und unregelmäßige Verdauung, Neigung zu Verstopfung, Schnelle Auffassungsgabe und gutes Kurzzeitgedächtnis, Neigung zu Sorgen und Kummer. Leichter unterbrochener SchlafIst das Dosha Vata nicht im Gleichgewicht, kann das die Ursache für folgende <i>Krankheiten</i> sein: Gewichtsverlust, Schwäche, Verstopfung, Lähmung, Arthrose, Bluthochdruck, rauhe Haut, Angst, Ruhe- und Schlaflosigkeit
</p>

<p>
	Ausgeglichenes Vata sorgt für Vitalität, Abwehrkraft, gesunden Schlaf, gute Bildung der Körpergewebe, geregelte Verdauung, Heiterkeit, klarer und wacher Geist
</p>

<h3>
	Pitta
</h3>

<p>
	In erster Linie ist Pitta das Feuerelement. Wasser ist ihm als zweites Element zugeordnet Pitta ist für den Stoffwechsel und die Verdauung zuständig. Pitta regelt den Wärmehaushalt des Körpers. Eine weitere Funktion ist der Intellekt und der emotionale Ausdruck.
</p>

<p>
	<i>Merkmale:</i> heiß, scharf, leicht sauer, durchdringend, leicht ölig
</p>

<p>
	<i>Eigenschaften:</i> mittelschwerer Körperbau, arbeitet sehr systematisch und organisiert, Abneigung gegen Hitze. starker Hunger und gute Verdauung. kann Mahlzeiten schlecht ausfallen lassen, mittlere Auffassungsgabe und Gedächtnis, guter Rechner, Erlerntes systematisch wiedergeben, unternehmungslustig, mutiger Charakter, Neigung zu Ungeduld, Ärger, leicht erregbar, bevorzugt kalte Speisen und kühle Getränke, Neigung zu Sommersprossen und Muttermalen
</p>

<p>
	Ist das Dosha Pitta nicht im Gleichgewicht, kann das die Ursache für folgende <i>Krankheiten</i> sein: Verdauungs- und Leberfunktionsstörungen, Entzündungen, Hautkrankheiten, ungenügender Schlaf, brennende Empfindungen, starkes Schwitzen, übersäuerter Magen, Reizbarkeit.
</p>

<p>
	Ausgeglichenes Pitta sorgt für gute Verdauung, Zufriedenheit, reine Haut, geschmeidiger Körper, ausgewogene Körperwärme, ausgeglichenes Seelenleben
</p>

<h3>
	Kapha
</h3>

<p>
	<b>Kapha</b> ist die Verknüpfung von Wasser mit dem Erdelement, wobei das Wasser vorherrscht.
</p>

<p>
	Die Körperstrukturen und der Flüssigkeitshaushalt sind wichtige Aufgaben von Kapha. Auch Zusammenhalt und Stabilität der Strukturen unseres Körpers sowie die Förderung unserer biologischen Stärke werden Kapha zugeordnet.
</p>

<p>
	<i>Merkmale:</i> schwer, ölig, kalt, stabil, glatt, fest, träge
</p>

<p>
	<i>Eigenschaften: </i>stabiler, schwerer Körperbau, große Stärke und Ausdauer, geht Dinge methodisch und langsam an, Neigung zu glatter und fetter Haut, geringes Hungergefühl und langsame Verdauung, ruhige und beständige Persönlichkeit, langsame Auffassungsgabe, aber gutes Langzeitgedächtnis, tiefer und langer Schlaf, kräftiges, eher dunkles Haar, ist schwer aus der Ruhe zu bringen
</p>

<p>
	Ist das Dosha Kapha nicht im Gleichgewicht, kann das die Ursache für folgende <i>Krankheiten</i> sein: Gewichtszunahme, schwache Gelenke, großes Schlafbedürfnis, Trägheit, Blässe, Kälte, Depression
</p>

<p>
	Ausgeglichenes Kapha sorgt für Kraft, Würde, gesunde Gelenke, geistige Stabilität, Nachsicht, Mut, Vitalität, wohlproportionierter Körper
</p>

<h2>
	<strong>Die Fünf Elemente – Bausteine des Lebens</strong>
</h2>

<p>
	Die Natur wird im westlichen Denken als etwas zweidimensionales gesehen. Die Ebenen sind Materie und Energie. Ayurveda kennt ebenfalls zwei Ebenen, die unserer sinnlichen Wahrnehmung entsprechen. Eine Ebene ist die der drei Doshas, die andere beschreibt die materiellen und submateriellen Bausteine des Lebens.
</p>

<p>
	In vielen europäischen Publikationen wird vom Element Raum gesprochen. Die gebräuchlich ayurvedische Bezeichnung ist Äther.
</p>

<p>
	<b>Äther</b> ist so feinstofflich, dass wir kaum an ihn denken. Er ist gleichbedeutend mit Raum oder Ausmaß.
</p>

<p>
	<b>Luft</b> das Luftelement ist gasartig und hat luftige Eigenschaften. Es ist leicht, durchsichtig, trocken und verteilt sich.
</p>

<p>
	<b>Feuer</b> im Feuer liegt die Kraft der Veränderung und der Verwandlung. Seine Eigenschaften sind Hitze, Trockenheit und die aufwärts gerichtete Bewegung.
</p>

<p>
	Wasser ist flüssig, kalt und fließt abwärts. Es hat keine eigene Gestalt
</p>

<p>
	<b>Erde</b> die Erde ist fest. Ihre Eigenschaften sind Schwere, Härte und eine nur wenig abwärts gerichtete Bewegung.
</p>

<h2>
	Eigenschaften der fundamentalen Elemente
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Äther
			</td>
			<td>
				Luft
			</td>
			<td>
				Feuer
			</td>
			<td>
				Wasser
			</td>
			<td>
				Erde
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Feinheit
			</td>
			<td>
				Leichtigkeit, Beweglichkeit, Rauheit
			</td>
			<td>
				Hitze, Leichtigkeit, Schärfe, Formbarkeit
			</td>
			<td>
				Kälte, Formbarkeit, Weichheit, Glätte
			</td>
			<td>
				Schwere, Unbeweglichkeit, Festigkeit
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Verbindungen zwischen Elementen und Organen
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Fundamentale Elemente
			</td>
			<td>
				feinstoffliche Elemente
			</td>
			<td>
				Sinnesorgane
			</td>
			<td>
				Bewegliche Organe
			</td>
			<td>
				Funktion
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Äther
			</td>
			<td>
				Klang
			</td>
			<td>
				Ohren
			</td>
			<td>
				Stimmbänder
			</td>
			<td>
				Sprechen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Luft
			</td>
			<td>
				Berührung
			</td>
			<td>
				Haut
			</td>
			<td>
				Hände
			</td>
			<td>
				Greifen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Feuer
			</td>
			<td>
				Erscheinung
			</td>
			<td>
				Augen
			</td>
			<td>
				Füße
			</td>
			<td>
				Fortbewegen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Wasser
			</td>
			<td>
				Geschmack
			</td>
			<td>
				Zunge
			</td>
			<td>
				Geschlechtsorgane
			</td>
			<td>
				Zeugen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Erde
			</td>
			<td>
				Geruch
			</td>
			<td>
				Nase
			</td>
			<td>
				Anus
			</td>
			<td>
				Ausscheiden
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Krankheit oder Gesundheit in Abhängigkeit der Doshas
</h2>

<p>
	Wie bereits erwähnt beruht Ayurveda darauf, dass die Doshas im Gleichgewicht sein sollen. Das bedeutet aber nicht, dass alle drei Doshas zu gleichen Teilen im Körper vorhanden sein müssen. In erster Linie geht es um die individuelle Balance der Doshas. Befindet sich ein Dosha nicht im Gleichgewicht, kommt es zu Störungen im Organismus. Langfristig kann dies zu Krankheiten führen.
</p>

<p>
	Soweit zu den theoretischen Grundzügen von Ayurveda.
</p>

<h2>
	Was kann Ayurveda für Menschen mit Schuppenflechte tun?
</h2>

<p>
	Sehr viel, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Wie aus der Schulmedizin bekannt, hängen Stoffwechsel und Psoriasis eng zusammen. Gerade auf diesem Gebiet kann Ayurveda sehr viel bewirken. Was jeder für sich ohne großen Aufwand und ohne zusätzlich Kosten tun kann, ist sich ayurvedisch zu ernähren. Im Ayurveda ist Nahrung eine Art von Medizin. Ayurveda beurteilt den Wert der Ernährung nicht anhand von Kalorien, Fetten, Kohlehydraten, Vitaminen u.a. wie bei uns üblich.
</p>

<p>
	Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat vor einiger Zeit bekanntgegeben, dass die ayurvedische Ernährung den Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Dazu muss ergänzend gesagt werden, dass nur die vegetarische Ernährung während einer Panchakarma-Kur untersucht wurde. Die Ernährung während einer Kur unterscheidet sich aber sehr von der alltäglichen Ayurveda-Küche. Auf einen Nenner gebracht, darf beim Ayurveda alles gegessen werden, was es gibt. Für eine gesunde ayurvedische Ernährung ist es aber wichtig zu wissen, welche Einflüsse auf welches Dosha die verschiedenen Lebensmittel haben. Auch gibt es Lebensmittel, die dem einen Ayurveda-Typen bekommen und dem anderen eben nicht.
</p>

<p>
	So sollte ein Mensch mit den konstitutionellen Typ Kapha keine Bananen essen, ein Vata-Typ jedoch schon. Auch kann durch die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel direkt Einfluss auf die Doshas genommen werden. Soll das Dosha Pitta beruhigt werden, muss die Nahrungszusammenstellung anders aussehen, als wenn Vata beruhigt werden soll. Eine Umstellung der Ernährung sollte langsam erfolgen. Wie bei so vielen ist es ein langer Lernprozess und das schwierigste ist es, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern.
</p>

<p>
	Sicherlich ist nur eine Ernährungsumstellung nicht ausreichend, um bei einer Psoriasis erscheinungsfreie Zeiten zu erzielen, aber ein erster Schritt ist es auf alle Fälle. Das Ungleichgewicht der Doshas kann durch eine konsequente Ernährung nach ayurvedischen Richtlinien wieder ins Lot gebracht werden. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich die Ernährung in dieser Phase von der "Normalkost" unterscheidet. Die Zusammenstellung der Nahrung ist also sehr individuell. Es gibt inzwischen einige Kochbücher, und auch in Zeitschriften findet man immer wieder Rezepte für die Ayurveda-Küche.
</p>

<p>
	Wer die Gelegenheit, hat eine Ayurveda-Kur zu machen, sollte das unbedingt tun. Am Anfang steht die meist 10-tägige Panchakarma-Behandlung. Ziel ist es, den Körper zu entgiften. Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass Ayurveda-Medizin meist ziemlich unangenehm riecht und auch geschmacklich nicht gerade einen kulinarischen Höhepunkt darstellt. Manchmal braucht man schon eine große Portion Überwindung um z.B. ein Glas Ghee (zerlassene und gekochte Butter) zu trinken. Aber wenn man das schafft, spürt man auch, wie es einem täglich besser geht.
</p>

<p>
	Was auch zu jeder Kur gehört, sind unterschiedliche Massagen, Kräuterdampfbäder und vieles mehr. Ich persönlich habe die Synchronmassagen sehr genossen. Zwei Therapeuten massieren sanft und synchron mit warmen Öl. Bei den ersten beiden Massagen war ich noch ziemlich verkrampft und konnte nicht richtig abschalten. Aber dann - wenn man es einfach passieren lässt, sich fallen lassen kann, es schafft, den Geist fliegen lassen und nur dieses wunderbare entspannende Gefühl genießen kann - versteht man, warum Ayurveda immer beliebter wird. Diese Massagen sind nicht nur eine Wohltat für die Haut, sondern auch für die Seele.
</p>

<p>
	Mein vom Büroalltag total verkrampfter Rücken war nach vier "Streichelmassagen" total entspannt. Leider war meine Zeit in Sri Lanka zu kurz, um eine intensive Kur zu machen. Aber bereits mit den wenigen Anwendungen, die ich hatte, ging es meiner Haut täglich besser.
</p>

<p>
	Mein Vaidya hat mir noch einen wichtigen Rat mit auf den Weg gegeben "Sie müssen wieder lernen, die Signale ihres Körpers zu hören und zu deuten. Wir legen soviel Wert auf geistige Intelligenz. Für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ist aber die Körperintelligenz viel wichtiger." Oder wie der Lateiner sagt: "In einem gesunden Körper ist ein gesunder Geist zu Hause." Also machen wir uns auf den Weg.
</p>

<h2>
	Links zum Thema Ayurveda
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.ayurveda-portal.de/" rel="external nofollow">Ayurveda-Portal</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.ayurveda.de/" rel="external nofollow">Deutsche Gesellschaft für Ayurveda</a> e.V.
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.daegam.de/" rel="external nofollow">Deutsche Ärztegesellschaft für Ayurveda-Medizin</a> e. V.
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">305</guid><pubDate>Thu, 23 Oct 2003 09:20:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
