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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/7/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Zehn Yoga-&#xDC;bungen f&#xFC;r alle, die zu viel sitzen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/zehn-yoga-uebungen-fuer-alle-die-zu-viel-sitzen-r1141/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_06/yoga-passiver-fisch-gross.jpg.44cbab393aa7a36671720f41b23d001e.jpg" /></p>
<p>
	Viele von uns sitzen von früh bis spät vor dem Bildschirm. „Yoga und Meditation am Arbeitsplatz können uns dabei helfen, unser körperliches und psychisches Gleichgewicht zu erhalten und zu stärken“, ist Karin Matko überzeugt. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Forschungsmethodik und Evaluation der Psychologie an der Technischen Universität Chemnitz – und ausgebildete Yogalehrerin. Seit einigen Jahren erforscht sie die Wirkungen von Yoga und Meditation. "In einer unserer eigenen Studien haben wir gezeigt, dass die Kombination von Meditation und Yogaübungen besonders effektiv Stress abbauen und vorbeugen kann.“
</p>

<p>
	Auf Basis von Forschungsergebnissen am Institut für Psychologie hat Karin Matko zehn Übungen zusammengetragen, aus ihrer Sicht besonders effektiv sind. Sie lassen sich ihrer Erfahrung nach problemlos in ihren Homeoffice- oder Studienalltag einbauen.
</p>

<h2>
	Tiefe Atmung
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Tiefe Atmung" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19876" data-unique="mrdojz8if" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-tiefe-atmung.thumb.jpg.df21c5f30fe3026ac43f54f9a0ee42ea.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Viele Menschen unterschätzen, wie wichtig eine tiefe und vollständige Bauchatmung ist. Mit ein paar tiefen Atemzügen kannst du deine Energiereserven sofort auffüllen und dich wieder frisch und munter fühlen. Das funktioniert im Sitzen, aber besser im Stehen – am offenen Fenster oder gleich im Freien. Wer seinem Körper einen zusätzlichen Impuls geben will, kann die Arme kreisförmig im Rhythmus der Atmung nach oben und unten bewegen.
</p>

<h2>
	Die Kriegerin (oder der Krieger)
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Kriegerin" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19877" data-unique="qs7g2xv0n" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-kriegerin.thumb.jpg.5003d8695da06897c22c22bbb29a181b.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Mach einen weiten Ausfallschritt und beuge das vordere Bein. Lass das Becken weit nach unten sinken. Deine Arme hältst du dabei ausgestreckt und parallel zum Boden. Atme tief in den Bauch und schau gerade nach vorn. Diese Übung soll Kraft und Zuversicht geben. Außerdem dehnt und stärkt sie die Beine. Wiederhole die Übung auf der anderen Seite.
</p>

<h2>
	Die Tänzerin (oder der Tänzer)
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Tänzerin" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19878" data-unique="i4k4ce4vx" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-taenzerin.thumb.jpg.8ed98f92204276995bf7d7bd52e1d208.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Diese Übung schult das Gleichgewicht und soll auch das Immunsystem stärken. Stell dich gerade hin und verlagere das Gewicht auf das rechte Bein. Winkele das linke Bein an und fass mit der linken Hand deinen linken Fuß. Strecke nun den rechten Arm gerade nach oben und beuge deinen Körper ein klein wenig nach vorn. Zieh den Fuß etwas nach hinten und dehne so Deinen Oberkörper auf. Blicke nach vorn und fokussiere dich. Halte die Übung für ein paar tiefe Atemzüge und wechsele dann die Seite.
</p>

<h2>
	Adlerarme
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Adlerarme" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19879" data-unique="5xoc7wwcq" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-adlerarme.thumb.jpg.eea74f056c79fc058084cc2a2dd7a625.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Diese Übung kann im Sitzen oder im Stehen ausgeführt werden. Überkreuze dafür Deine Arme vor Deiner Brust und versuche Deine Arme, so gut es geht, zu verknoten. Ziehe nun die Schultern bewusst nach unten und die Ellenbogen ein Stück nach vorn. Schließe die Augen und atme in den Bereich zwischen den Schulterblättern. Der sollte sich nun wunderbar gedehnt anfühlen. Verweile kurz in dieser Haltung. Wiederhole dann  die Übung auf der anderen Seite.
</p>

<h2>
	Meridiandehnung
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Meridiandehnung" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19880" data-unique="ylt4rvjaq" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-meridiandehnung.thumb.jpg.051afc23c6f169fdb0ac5f8829cde643.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Diese Übung ist perfekt für den Ausgleich von Schreibtischarbeit. Stell dich hin. Deine Füße sind parallel und weit auseinander. Verschränke nun Deine Hände hinter Deinem Rücken. Die Arme bleiben möglichst gestreckt oder können sogar etwas vom Körper weggezogen werden. Achte darauf, nicht im Hohlkreuz zu stehen. Kipp Deine Becken nun sanft nach vorn. Atme jetzt ein paar Mal tief in die Brust. Wenn Du jetzt noch willst, kannst Du Dich nun gerade nach vorn beugen und die Arme über den Kopf fallen lassen. Halten und dann langsam wieder auflösen.
</p>

<h2>
	Seitbeuge
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Seitbeuge" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19881" data-unique="nn1bwxicc" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-seitbeuge.thumb.jpg.d16b8693d7d5ed355795e6282c495734.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Stell Dich breitbeinig hin, bring Deine Hände vor der Brust zusammen und strecke dann beide Arme gerade nach oben. Bleib so stehen und atme tief ein. Beim Ausatmen beuge Dich sanft nach links, ohne den Oberkörper einzudrehen. Mit der Einatmung kommst Du wieder in die Mitte. Mit der nächsten Ausatmung dehne Dich zur rechten Seite. Diese Übung erfolgt immer im Wechsel und im Atemrhythmus.
</p>

<p>
	Ab hier kann im Sitzen geübt werden.
</p>

<h2>
	Passiver Fisch
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Passiver Fisch" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19882" data-unique="g0ybkuadr" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-passiver-fisch.thumb.jpg.28c2ebd5968f07e27d934c80c8525ce4.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Diese Übung lässt sich am besten auf einem festen Stuhl mit relativ niedriger Lehne ausführen. Setz Dich aufrecht hin und beuge Dich nach hinten über die Stuhllehne. Du solltest Dich bequem ablegen können. Lass Deine Arme und, solange es für Dich angenehm ist, auch Deinen Kopf locker nach unten hängen. Du kannst nun auch Deine Beine ausstrecken und einfach entspannen. Atme tief in die Brust und schaffe so Platz in Deinem Brustkorb.
</p>

<h2>
	Drehsitz
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Drehsitz" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19883" data-unique="s8so8rbil" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-drehsitz.thumb.jpg.fbfe91670c93e14b6faece7995386395.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Setz Dich aufrecht hin. Rutsche eventuell an die vordere Stuhlkante und verankere Deine Füße fest auf dem Boden. Atme ein und hebe dabei Deinen linken Arm. Beim Ausatmen drehst du Dich nach hinten und platzierst Deinen Arm entweder auf dem Stuhl oder der Stuhllehne. Die rechte Hand kannst Du auf Deinen linken Oberschenkel legen. Dein Oberkörper ist nun nach hinten gedreht, aber immer noch aufrecht. Diese Drehung entlastet Deine Bandscheiben und macht Deinen Rücken geschmeidig. Das Ganze wird gealten und dann auf der anderen Seite wiederholt.
</p>

<h2>
	Gesäßdehnung
</h2>

<p>
	<img alt="Yoga Gesäßdehnung.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19884" data-unique="rcnu2fh04" style="height: auto; width: 921px;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/yoga-gesaessdehnung.thumb.jpg.cf8a379fbb4de37886d9f889f3bfa93e.jpg" loading="lazy" height="750">
</p>

<p>
	Bleib aufrecht sitzen und lege nun Deinen linken Fuß auf Deinen rechten Oberschenkel. Das linke Knie fällt dabei locker nach außen. Vielleicht verspürst Du jetzt schon eine Dehnung in Deiner linken Gesäßhälfte. Um diese Dehnung zu verstärken, beuge Dich nun mit geradem Rücken nach vorn über Deine Beine. Aber Achtung: Gehe nur so weit, wie es Deine Flexibilität zulässt. Nimm einige tiefe Atemzüge in Deinen Bauch und löse dann die Übung wieder auf. Wiederhole das Ganze dann auf der anderen Seite.
</p>

<h2>
	Meditation
</h2>

<p>
	Zum Abschluss gibt es noch zwei Meditationstechniken zur Auswahl. Sie sollen sich positiv auf Wohlbefinden, Konzentration und andere Variablen auswirken.
</p>

<h3>
	Summ-Meditation
</h3>

<p>
	Für die Summ-Meditation setzt Du Dich aufrecht hin. Schließe die Augen und beobachte erst einmal Deinen Atem, wie er kommt und geht. Danach beginnst Du beim Ausatmen leise zu summen wie eine Biene, ganz ruhig und gleichmäßig im Rhythmus Ihrer Atmung. Summe so für einige Minuten. Danach lässt Du das Summen ausklingen. Bleib ruhig noch eine Weile sitzen. Lausche in die Stille hinein, die auf das Summen folgt.
</p>

<h3>
	Geh-Meditation
</h3>

<p>
	Die Geh-Meditation beginnt im Stehen. Richte Dich auf und spüren, wie Du stehst. Nimm ganz bewusst Deine Füße und den Kontakt zum Boden wahr. Hebe nun ganz langsam und behutsam Deinen linken Fuß und schiebe ihn langsam nach vorn. Roll ihn dann wieder auf dem Boden ab und verlagere Dein Gewicht auf die linke Seite. Hebe und bewege nun den rechten Fuß in derselben achtsamen Art und Weise. Lauf so in Zeitlupe durch den Raum und nimm jede kleine Bewegung bewusst wahr. Zum Abschluss ist es sinnvoll, noch einen Moment achtsam stehen zu bleiben.
</p>

<p>
	„Jeder, der beispielsweise im Homeoffice den Ausgleich sucht, sollte versuchen, einige dieser Übungen regelmäßig in den Arbeits- oder Studienalltag einzubauen“, sagt Matko. „Wiederkehrende bewegten Pausen von nur fünf bis zehn Minuten können bereits wahre Wunder wirken und sich positiv auf das persönliche Wohlbefinden und die Produktivität im Alltag auswirken“, so die Expertin für die Kombination von Yoga und Meditation.
</p>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1141</guid><pubDate>Mon, 07 Jun 2021 16:15:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum Biologika so teuer sind</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-biologika-so-teuer-sind-r1139/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_05/katie-porter-abbvie-medikamentenpreise.jpg.a32337e652d3d2e783207a9916590da0.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Biologika sind zurzeit die teuersten Medikamente, mit denen eine Schuppenflechte behandelt werden kann. Aber weshalb sind sie so teuer? Ist die Produktion so kostenintensiv? Werden enorme Summe ausgegeben, um nach noch effektiveren Wirkstoffen zu forschen? Oder wollen die Pharmafirmen nur möglichst viel Geld für ihre Manager und Aktionäre herausholen?</strong>
</p>

<p>
	Wer wenig Zeit hat, bekommt die Antwort in 2 Minuten und 13 Sekunden: Katie Porter, US-Abgeordnete der Demokraten, befragte in einer eindrucksvollen Anhörung den Vorstandsvorsitzenden (CEO) von AbbVie:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo">
	<div>
		<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_9913_7" src="https://www.youtube.com/embed/vOftaNdqIUk?feature=oembed" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Anlass der Anhörung im US-Kongress war, dass die großen Pharmafirmen auch 2021 ihre Preise spürbar angehoben haben. In dem Video-Dialog geht es um das Leukämie-Medikament Imbruvica von AbbVie. Dessen Preis ist seit der Einführung 2013 in den USA um 82 Prozent auf <a href="https://www.reuters.com/article/us-usa-healthcare-drugpricing/drugmakers-kick-off-2021-with-500-u-s-price-hikes-idUKKBN2992IY" rel="external nofollow">jährlich 182.529 Dollar</a> gestiegen. Das weltweit am meisten verkaufte AbbVie-Präparat ist aber Humira. Die Jahrespackung kostete <a href="https://www.chicagotribune.com/news/ct-xpm-2003-01-07-0301070320-story.html" rel="external nofollow">2003 in den USA 13.500 Dollar</a>; aktuell sind es <a href="https://www.reuters.com/article/us-usa-healthcare-drugpricing/drugmakers-kick-off-2021-with-500-u-s-price-hikes-idUKKBN2992IY" rel="external nofollow">77.000 Dollar</a> (63.000 Euro) (1). Damit ist Humira in den USA seit der Markteinführung um 470 Prozent teurer geworden.
</p>

<p>
	Porter wollte wissen, ob stimmt, was die Pharmaindustrie behauptet: der hohe Preis sei nötig wegen der enormen Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Das könne doch auf Humira nicht zutreffen, weil es seit 2003 nicht mehr verändert wurde. Die Politikerin zeigte, dass AbbVie zwischen 2013 und 2018 zwar 2,45 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben hat – aber mehr als 20-mal soviel für Dividenden und Aktienrückkäufe, nämlich 50 Milliarden Dollar. Katie Porter warf deshalb dem AbbVie-Chef vor, dass „<a href="https://www.rollingstone.com/politics/politics-news/katie-porter-abbvie-gonzalez-big-pharma-knockout-punch-1171735/" rel="external nofollow">Sie uns Lügen auftischen</a>“. Es sei falsch, „dass wir astronomische Preise zahlen müssen, um innovative Behandlungen zu bekommen. […] Die Pharma-Realität ist, dass Sie die meisten Einnahmen Ihrer Firma dafür verwenden, um Geld für sich selbst und Ihre Aktionäre zu verdienen.“
</p>

<p>
	Ist der Hersteller der Psoriasis-Medikamente Humira und Skyrizi ein Einzelfall? Wenn du das wissen willst, musst Du Dir etwas Zeit zum Lesen nehmen.
</p>

<h2>
	Sechs Monate lang wird jeder Preis gezahlt
</h2>

<p>
	In Deutschland zahlt die gesetzliche Krankenkasse jedes verschriebene Medikament, sofern es für die Behandlung der Krankheit zugelassen ist – unabhängig davon, wie teuer es ist. Seit 2016 ist im sogenannten <a href="https://www.iqwig.de/presse/mediathek/grafiken/das-amnog-verfahren/" rel="external nofollow">AMNOG</a>-Verfahren geregelt, dass der Preis für ein neu zugelassenes, patentiertes Arzneimittel vom Hersteller völlig frei festgesetzt werden darf. Seitdem steigen die Preise für neue Originalpräparate stetig und massiv an. Das bestätigen und kritisieren die jährlichen Berichte wie <a href="https://www.barmer.de/blob/254084/b1fa6438da1c611b757a7b74b982f62a/data/dl-barmer-arzneimittelreport.pdf" rel="external nofollow">Arzneimittelreport</a> der BARMER, <a href="https://www.springer.com/de/book/9783662621677" rel="external">Arzneiverordnungs-Report</a> (AOK-nah) oder <a href="https://www.tk.de/resource/blob/2091674/5ac8576caa08700487e8116b4e08d1fc/innovationsreport-2020-kurzfassung-data.pdf" rel="external nofollow">Innovationsreport</a> der Techniker sowie die Bundesregierung <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/daz-9-2018/linke-beklagt-zu-hohe-arzneimittelpreise" rel="external nofollow">auf entsprechende Fragen</a>. Der Pharmakritiker Peter C. Gøtzsche bezeichnet diese Arzneimittelpreise als „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/bedrueckende-fakten-ueber-die-pharmaindustrie/" rel="">Mondpreise</a>“; "Ärzte ohne Grenzen" sprechen von einem „<a href="https://www.morgenpost.de/web-wissen/article216691011/Hepatitis-C-Der-Preis-der-Heilung-ist-enorm-hoch.html" rel="external nofollow">Missbrauch des Patentrechts</a>“.
</p>

<p>
	Der von den Firmen selbst bestimmte Preis wird ein halbes Jahr lang gezahlt. In dieser Zeit wird geprüft, ob das Präparat einen Zusatznutzen gegenüber vergleichbaren Therapien hat. Ist es „nützlicher“, wird ein endgültiger Preis mit den gesetzlichen Krankenkassen ausgehandelt. Ansonsten erstattet die Kasse nur noch den Betrag, der für vergleichbare Präparate angesetzt ist. Das sind dann <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/az-39-2018/avr-beklagt-hochpreistrend" rel="external nofollow">durchschnittlich 20 Prozent weniger als ursprünglich verlangt</a> wurde; bei einem Viertel sogar bis zu 70 Prozent.
</p>

<p>
	Die Krankenkassen fordern bisher vergeblich, dass die Pharmafirmen das Geld zurückzahlen, das sie ein Jahr wegen des ungerechtfertigt hohen Preises zusätzlich eingenommen haben. Aber selbst der abgesenkte Preis ist weiterhin hoch, weil auch vergleichbare Präparate hochpreisig eingestiegen sind.
</p>

<h2>
	So kommt der Preis eines Medikamentes zustande
</h2>

<p>
	In der Vergangenheit war der Preis für ein Medikament davon bestimmt, wie viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert werden musste und wie aufwendig die Produktion war. Verwaltung, Vertrieb und ein angemessener Gewinn wurden für alle Medikamente gleichermaßen kalkuliert. „Medikamente wurden damals zu einem vernünftigen Preis verkauft.“ (2) Heute dagegen spielen die tatsächlichen Kosten eines Medikaments keine Rolle mehr.
</p>

<p>
	Ganz offiziell erklärte zum Beispiel der Pharmakonzern Novartis: „Der Preis unserer neuen Medikamente basiert auf dem Wert, den sie für den Patienten, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft haben. Dabei beziehen wir das Einkommensniveau, lokale Gegebenheiten und die wirtschaftliche Situation unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit mit ein“ (3) . Nur: „Wert“ oder „Nutzen“ sind sehr subjektive Größen. Je besser die Akteure im Gesundheitswesen davon überzeugt werden, dass ein neues Medikament einen hohen persönlichen Wert für die Patienten hat, desto höher kann der Preis angesetzt werden. Das erklärt, weshalb die US-Pharmafirmen bereits <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/marketing-pharmafirmen-geben-doppelt-so-viel-fuer-werbung-aus-wie-fuer-forschung-1511866.html" rel="external nofollow">2008 für Werbung mehr als doppelt so viel ausgegeben</a> haben, als für die Erforschung neuer hilfreicher Wirkstoffe. In den Jahren danach <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/12/ausgaben-fur-arneimittelwerbung-steigen" rel="external nofollow">stiegen sie weiter rasant an</a>.
</p>

<p>
	Der Preis eines Arzneimittels wird in den Pharmakonzernen danach bestimmt, was der von ihnen beeinflusste Markt maximal hergibt. Selten spricht das jemand so ehrlich aus wie <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/pharma-industrie-der-preis-der-medizin-13896954.html" rel="external nofollow">der ehemalige Chef einer US-Pharmafirma</a>. „Meine Investoren verlangen von mir ein Maximum an Gewinn. Es ist ein Geschäft. Wir müssen soviel Geld wie möglich machen“ (4). Seine Firma hatte den Preis <em>für eine Pille</em> von 13,50 Dollar auf 750 Dollar erhöht – das sind 5000 Prozent.
</p>

<h2>
	Öffentliche Forschung wird aufgekauft
</h2>

<p>
	Obwohl immer wieder neue, „innovative“ Medikamente auf den Markt kommen, sind die Forschungsausgaben der Pharmakonzerne relativ gering. Viele „Unternehmen betreiben heute im Grunde keine eigene Forschung mehr. Das machen öffentlich Einrichtungen“ (5) und Uni-Ausgründungen. Deren Ergebnisse werden systematisch beobachtet. Verspricht eine Innovation hohe Gewinne, kaufen die Pharmafirmen das Patent oder gleich die ganze Firma auf. Ein Großteil der Forschungsergebnisse ist bis dahin aus Steuermitteln finanziert worden. Das, was Pharmafirmen dafür bezahlen, ist ein Bruchteil dessen, was sie später damit gewinnen können. So zeigte eine <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2720075" rel="external">Untersuchung bei neu eingeführten Krebsmedikamenten</a>, dass die Investition von einem Dollar in Forschung und Entwicklung zwischen 3,30 $ und 55,10 $ (durchschnittlich 14,50 $) einbringen (Return on investment). Die Gewinne vor Steuern der zehn größten Pharmakonzerne bewegen sich seit Jahren <a href="https://assets.ey.com/content/dam/ey-sites/ey-com/de_de/news/2020/06/ey-studie-pharmabilanzen-top21-2020.pdf" rel="external nofollow">um 25 Prozent pro Jahr</a>. Zum Vergleich: Die <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/az-39-2018/avr-beklagt-hochpreistrend" rel="external nofollow">Autoindustrie verdient 7 Prozent</a>.
</p>

<p>
	Die großen Pharmakonzerne sind reich und mächtig. Sie haben weltweit und systematisch Netzwerke aufgebaut und finanziert, mit denen sie unter Wissenschaftlern, Ärzten, Patienten und Politikern und anderen Meinungsführern immer mehr an Einfluss gewinnen. Trotz teilweise intensiver finanzieller und beruflicher Kontakte behaupten die meisten Akteure von sich selbst, sie seien immun gegen die professionellen Strategien der Pharmaindustrie. Diese „gefühlte Unabhängigkeit“ hat aber bisher nicht dazu geführt, dass sie Medikamentenpreise als „überhöht“ oder „inakzeptabel“ kritisiert haben – obwohl gerade Ärzte wegen der hohen Preise<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/biologika-neue-regelungen-2020/" rel=""> immer wieder eingeschränkt werden</a>, diese Medikamente zu verschreiben.
</p>

<p>
	So hängt es innerhalb Deutschlands zum Beispiel <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/" rel="">vom Wohnort</a> ab, ob und wie gut jemand mit einem hochpreisigen Biologika versorgt wird. In Ländern ohne allgemeine Krankenversicherung sind für die meisten Erkrankten solche Behandlungen unerschwinglich.
</p>

<h2>
	Weniger lukrative Krankheiten werden vernachlässigt
</h2>

<p>
	Es sind vor allem die Krankenkassen und linke Politiker, die dazu aufrufen, sich dieser renditeorientierten Gesundheitsversorgung entgegenzustellen. Sehr bald würde sonst die gesetzliche Krankenversicherung an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Sabine Richard, Versorgungsexpertin beim AOK-Bundesverband, <a href="https://aok-bv.de/imperia/md/aokbv/presse/pressemitteilungen/archiv/pk_avreport_2019_statement_richard.pdf" rel="external nofollow">fordert</a> „eine gesamtgesellschaftliche Diskussion, wie die Solidargemeinschaft dauerhaft vor einer Überforderung geschützt werden kann.“ Die Linke im Bundestag <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/daz-9-2018/linke-beklagt-zu-hohe-arzneimittelpreise" rel="external nofollow">schlägt vor</a>: „Der Preis für Arzneimittel, deren Zusatznutzen belegt ist, sollte sich hauptsächlich an Produktions- und Entwicklungskosten orientieren“. Denn nur angemessene Arzneimittel-Preise würden sicherstellen, dass möglichst viele Patienten gut versorgt werden können.
</p>

<p>
	Pharmafirmen bringen vor allem Neuigkeiten gegen Krankheiten auf den Markt, mit denen sehr viel Geld zu verdienen ist. Kritiker wie "Ärzte ohne Grenzen" halten das für ein „Marktversagen“. Dadurch würden <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/19489/Aerzte-ohne-Grenzen-Wir-sind-Augenzeugen" rel="external">weniger lukrative Krankheiten vernachlässigt</a> wie z.B. Tuberkulose, Malaria und reine Tropenkrankheiten.
</p>

<p>
	Die Corona-Pandemie hat es noch einmal besonders deutlich gemacht: Die Welt braucht Medikamente, die überall bezahlbar und erhältlich sind. Deshalb müssen für die Gesundheitsversorgung internationale und nationale Regeln durchgesetzt werden, die genau das langfristig erreichen.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://mezis.de/download/arzneimittelpreise/#" rel="external nofollow">Arzneimittelpreise – Wie Patente und eine falsche Arzneimittelpolitik bezahlbare Medikamente und bedarfsgerechte Arzneimittelforschung behindern</a>, MEZIS 2016
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.bukopharma.de/images/pharmabriefspezial/2016/2016_02_spezial_Mythen.pdf" rel="external nofollow">10 Mythen der Pharmaindustrie</a> – Von zauberhaften Gewinnen und fehlenden Medikamenten, BUKO-Pharma-Kampagne, 2016
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2018/februar/gewinn-vor-gesundheit" rel="external nofollow">Gewinn vor Gesundheit – Das fatale Geschäft der Pharmaindustrie</a>, Blätter für deutsche und internationale Politik, 2018
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/arzneimittelpreise.html" rel="external nofollow">Wie Arzneimittelpreise entstehen und wie man sie senken kann</a>, Bundesministerium für Gesundheit
	</li>
	<li>
		Biologika und Biosimilars – Merkblatt der Deutschen Rheuma-Liga e.V. [<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.4_Biologika.pdf" rel="external">PDF-Download</a>]
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Fußnoten</strong>
</p>

<p>
	(1) In Deutschland lagen die Jahres-Therapiekosten für Humira bei Einführung bei knapp 26.000 €. Seit der Patentschutz ausgelaufen ist und konkurrierende Biosimilars auf dem Markt sind, sind es nur noch 21.000 €. In den USA läuft das Patent bis 2023.
</p>

<p>
	(2-5) Big Pharma – Die Allmacht der Konzerne, Dokumentation Arte-France 2020, Luc Hermann, Claire Lasko, Insaf Maadad Zitate sind mitgeschrieben, werden aber nicht den unterschiedlichen Interviewpartner zugeordnet. Ein öffentlich zugängliches Manuskript konnte nicht ermittelt werden.
</p>

<p>
	<em><strong>In eigener Sache: </strong>Der Autor ist seit März 2021 Leiter der Arbeitsgruppe Medizin und Gesundheit bei Transparency Deutschland.</em>
</p>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1139</guid><pubDate>Fri, 28 May 2021 08:24:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte im und am Ohr &#x2013; Symptome, Behandlung und Erfahrungen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ohr/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_05/ohr-schuppenflechte-psoriasis.jpg.ae8ed339e50931bbcee2adeca7cb1ab0.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Schuppenflechte kann im Gehörgang oder in der Ohrmuschel auftreten. Gern setzt sie sich auch hinter dem Ohr fest. Hier findest du mehr darüber, wie die Psoriasis an diesen Stellen behandelt werden kann.</strong>
</p>

<h2>
	Ursache für Psoriasis am und im Ohr
</h2>

<p>
	Die Ursache ist in beiden Fällen die gleiche: Die Hautzellen teilen sich deutlichschneller als bei gesunden Menschen. Der ständige Nachschub muss irgendwohin und drängt an die Hautoberfläche. Die Hautzellen folgen mit der Teilung dem falschen Befehl, dass da etwas abgewehrt werden müsse, zum Beispiel eine Infektion oder eine andere Schädigung. Warum sie diesen Befehl bekommen, das ist nicht geklärt.
</p>

<p>
	Eine Vorbeugung gegen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="">Schuppenflechte</a> in dem Sinne gibt es nicht. Gesund leben ist die beste Prävention – aber das gilt ja immer.
</p>

<h2>
	Psoriasis im Ohr
</h2>

<p style="text-align: center;">
	<img alt="Aufbau vom Ohr" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19828" data-unique="2qzuwvmod" style="width: 300px; height: auto; float: left;" width="837" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_05/ohr_aufbau.jpg.15c7b7088c3f9c99d9ad8e57afc7b948.jpg" loading="lazy" height="652.86">
</p>

<h3>
	Symptome der Schuppenflechte im Ohr
</h3>

<p>
	In der Ohrmuschel zeigt sich die Schuppenflechte mit kleinen weißen Schuppen. Im Gehörgang sieht es im Prinzip genauso aus – oder es ist nur einer gerötete Stelle zu sehen, wenn sich Schuppen und Feuchtigkeit so vermengt haben, dass die Schuppen permanent abgetragen werden. Juckreiz ist bei vielen Betroffenen ein weiteres Kennzeichen.
</p>

<h3>
	Diagnose der Schuppenflechte im Ohr
</h3>

<p>
	Empfehlenswert ist der Gang zu zwei Ärzten – zum Haut- und zum HNO-Arzt.
</p>

<p>
	Der Hautarzt stellt die genaue Diagnose und kann Cremes, Salben oder Lösungen verschreiben, die im Ohr aufgetragen werden. Außerdem hat er in schweren Fällen auch innerliche Medikamente in seinem Arsenal. Der HNO-Arzt guckt, ob hinter den Problemen oder Schmerzen keine andere Erkrankungen stecken. Wenn du stark betroffen bist, wirst du ihn fortan öfter sehen: Viele berichten, dass sie häufiger zur Reinigung des Gehörgangs gehen müssen als gewöhnlich.
</p>

<h3>
	Behandlung der Schuppenflechte im Ohr
</h3>

<h4>
	Hausmittel
</h4>

<p>
	Olivenöl ist für viele Betroffene erst einmal das Mittel der Wahl, um die Schuppen im Ohr zu lösen. Es ist auch die bessere Methode, als es mit den Fingernägeln zu versuchen. Die Ohrmuschel kann damit sanft eingerieben werden. In den Gehörgang kommt das Öl am besten mit einer Pipette – und nicht mit einem Wattestäbchen. Andere pflanzliche Öle eignen sich natürlich auch, aber Olivenöl dürften die meisten ohnehin im Hause haben.
</p>

<h4>
	Cremes, Salben, Tinkturen, Tropfen
</h4>

<p>
	Im Ohr – also in der Ohrmuschel und im Gehörgang – ist die Haut sehr dünn. Cremes, Salben und Co müssen hier besonders dünn aufgetragen werden, weil sie intensiver wirken.
</p>

<p>
	Frei verkäufliche Produkte, die auch für die Psoriasis an anderen Körperregionen angewendet werden können, sind auch in den Ohren okay. Nur sollten sie wie gesagt sehr dünn aufgetragen werden – auch, weil sich schnell ein Pfropfen bilden kann.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em>Tipp: Wir haben eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/rezeptfreie-mittel-gegen-schuppenflechte/" rel="">Liste von aus unserer Sicht sinnvollen frei verkäuflichen Produkten</a>.</em>
</p>

<p>
	Vom Hautarzt können Cremes, Salben und Lösungen mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">den üblichen Psoriasis-Wirkstoffen</a> Vitamin D3 oder / und Kortison aufgeschrieben werden. Lösungen oder Tinkturen sind interessant, weil sie wie Ohrentropfen sehr flüssig sind und sich leichter und wie von selbst verteilen. Besser ist ein Produkt ohne Alkohol, weil der die Haut austrocknen kann. Außerdem gibt es steroidhaltige Ohrentropfen.
</p>

<h4>
	Innerliche Therapie
</h4>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">Tabletten oder Spritzen</a> kommen dann zum Einsatz, wenn die Psoriasis besonders stark ist. Schuppenflechte tritt selten ausschließlich in den Ohren auf. Deshalb wird ein Hautarzt sehr genau überlegen, ob er zu diesen Mitteln greift, wenn sich der Befall auf diesen Bereich beschränkt.
</p>

<h3>
	Was noch zu sagen ist
</h3>

<p>
	<img alt="Schuppenflechte im Ohr und an der Ohrmuschel" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19830" data-unique="q2khctrf1" style="width: 250px; height: auto; float: left;" width="600" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_05/schuppenflechte-gesicht-ohr.jpg.f6be93f4c5f0c92949c8bf27a2bc5004.jpg" loading="lazy" height="678">Auch wenn es beim Juckreiz schwerfällt: Im Ohr solltest du nicht knibbeln und schon gar nicht kratzen. Schnell wird es sonst blutig. Die Folge: Bakterien können eindringen und Infektionen hervorrufen. Die Haut kann sich außerdem stärker entzünden. Und: Im schlimmen Fall wird das Trommelfell beschädigt.
</p>

<h3>
	Tipps von Betroffenen bei Psoriasis im Ohr
</h3>

<p>
	In unserem Forum gibt es viele Berichte und Tipps. Oft werden <strong>Olivenöl oder Babyöl</strong> zum Lösen der Schuppen und als Mittel gegen den Juckreiz genannt. Aber Achtung: Bei manchen trocknet Öl die Haut erst recht aus.
</p>

<ul>
	<li>
		Es gibt <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/6710-schuppenflechte-im-ohr/?do=findComment&amp;comment=104782" rel="">"Kortisonstreifen", eingelegt vom HNO-Arzt</a>.
	</li>
	<li>
		In der Fachklinik Schloss Friedensburg in Leutenberg wird eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/16286-psoriasis-in-den-ohren/?do=findComment&amp;comment=267290" rel="">Tamponage, getränkt in Borwasser-Lösung</a>, angewendet.
	</li>
	<li>
		Wer einen Hörverlust mit einem Hörgerät ausgleichen muss: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/10332-psoriasis-in-den-ohren/?do=findComment&amp;comment=167097" rel="">Ein Hörgeräte-Akustiker rät zu offenen Hörgeräten</a> statt zu geschlossenen Systemen.
	</li>
</ul>

<p>
	Wer mehr Tipps und Tricks lesen will – es gibt wirklich <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?&amp;type=forums_topic&amp;tags=Schuppenflechte%20im%20Ohr&amp;search_and_or=or&amp;sortby=relevancy" rel="">viel davon in unserem Forum</a>.
</p>

<h2>
	Psoriasis hinter dem Ohr
</h2>

<h3>
	Symptome der Schuppenflechte hinter dem Ohr
</h3>

<p>
	Hinter dem Ohr zeigt sich die Schuppenflechte wie anderswo am Körper – mit trockener Haut, geröteten Stellen, Schuppen und Rissen.
</p>

<h3>
	Diagnose
</h3>

<p>
	Eine Diagnose der Schuppenflechte hinter dem Ohr wird dem Hautarzt nicht schwerfallen. Oft sind auch andere Stellen betroffen, besonders aber die Kopfhaut. Ist der Arzt unsicher, kann er eine Biopsie machen, also ein Stück Haut herausstanzen und im Labor untersuchen lassen. Das hört sich schlimmer an als es ist.
</p>

<h3>
	Behandlung der Schuppenflechte hinter dem Ohr
</h3>

<h4>
	Hausmittel
</h4>

<p>
	Pflanzliches Öl kann auch hinter den Ohren gut zum Schuppenlösen verwendet werden. Und es ist allemal besser als ein mechanisches Lösen mit den Fingern. Wer lieber etwas aus der Apotheke nutzen möchte, kann dort nach extrem fließenden Mitteln fragen, die quasi zwischen die Schuppen kriechen und sie so lösen. Loyon wäre da ein Beispiel.
</p>

<p>
	Apropos Apotheke: Als Hausmittel können hinter dem Ohr auch Umschläge mit entzündungshemmenden Bädern angewendet werden. Dazu gibt es in der Apotheke Badezusätze, die in entsprechend geringer Menge aufgelöst und mit einem Lappen hinters Ohr gebracht werden können. das immer mal abends auf der Couch zu machen – das klingt schaffbar, oder?
</p>

<h4>
	Cremes, Salben, Gele
</h4>

<p>
	Hinter den Ohren wirken natürlich die rezeptfreien Mittel, die auch bei Psoriasis in anderen Körperpartien verwendet werden (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/rezeptfreie-mittel-gegen-schuppenflechte/" rel="">hier eine von uns zusammengestellte Liste</a>). Ein Hautarzt kann <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">rezeptpflichtige äußerliche Medikamente</a> mit Vitamin D3 oder / und Kortison aufschreiben.
</p>

<p>
	Auf jeden Fall sollte alles sparsam aufgetragen werden, denn die Haut hinter den Ohren ist dünn und lässt Wirkstoffe schneller durch als anderswo.
</p>

<p>
	Ein weiteres äußerliches Mittel ist die Burowsche Lösung, auch essigsaure Tonerde genannt. Das ist kein typisches Psoriasis-Medikament, wird aber eben auch genutzt. Wer damit liebäugelt, sollte allerdings keine aufgekratzten, offenen Schuppenflechte-Stellen haben, denn die Lösung kann dann dort brennen.
</p>

<h4>
	Innerliche Therapie
</h4>

<p>
	Als <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">innerliche Therapie</a> kommen Tabletten und Spritzen infrage, die auch sonst gegen Psoriasis angewendet werden. In starken Fällen wird der Arzt irgendwann ohnehin im Gespräch darauf kommen. Dann sollte man sich schon eine Meinung gebildet haben, ob man ein innerliches Medikament möchte.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte am oder im Ohr: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?&amp;type=forums_topic&amp;tags=Schuppenflechte%20im%20Ohr" rel="">Schau Dich in unserem Forum um</a>.
		</p>
	</div>
</div>

<h3>
	Sonst noch gut zu wissen
</h3>

<p>
	Oft schubbert eine Brille hinter den Ohren zusätzlich. Dann kann der Koebner-Effekt zuschlagen. Der besagt, dass an Stellen, wo häufiger gerubbelt wird, schneller mal eine Psoriasis auftreten kann. Auf jeden Fall könnte das ein Grund für Kontaktlinsen sein.
</p>

<h3>
	Tipps von Betroffenen bei Psoriasis hinter dem Ohr
</h3>

<ul>
	<li>
		In usnerem Forum gibt es so einige Diskussionen mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?&amp;type=forums_topic&amp;tags=Schuppenflechte%20am%20Ohr&amp;search_and_or=or&amp;sortby=relevancy" rel="">allerlei Tipps und Tricks bei Schuppenflechte hinter den Ohren</a>.
	</li>
	<li>
		Neben Olivenöl, Babyöl und vielen Cremes und Salben vom Hautarzt werden zum Beispiel <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/10332-psoriasis-in-den-ohren/?do=findComment&amp;comment=170622" rel="">Nasentropfen mit Sesamöl</a> als einfaches Mittel genannt.
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/7927-psoriasis-hinter-dem-ohr-besonders-schlimm-bei-brillentr%c3%a4gern/" rel="">Tipps für Brillenträger</a> gibt es auch.
	</li>
</ul>

<h2>
	Häufige Fragen zur Schuppenflechte im und am Ohr (FAQ)
</h2>

<p>
	<strong>Kann man Schuppenflechte im Ohr haben?</strong>
</p>

<p>
	Ja, definitiv.
</p>

<p>
	<strong>Woher kann Juckreiz im Ohr noch kommen?</strong>
</p>

<p>
	<img alt="Ekzem am Ohr" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19829" data-unique="eaxehmz7o" style="width: 250px; height: auto; float: left;" width="312" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_05/ohr_ekzem.jpg.18b0a198ba4a8aea2d771dd7712279e9.jpg" loading="lazy" height="396.24">Häufige Ursachen für das Jucken abseits der Schuppenflechte sind:
</p>

<ul>
	<li>
		eine äußere Entzündung des Gehörgangs (Otitis externa)
	</li>
	<li>
		eine Neurodermitis
	</li>
	<li>
		zu wenig Ohrenschmalz (Cerumen)
	</li>
	<li>
		Pilze und Bakterien
	</li>
	<li>
		Diabetes mellitus
	</li>
	<li>
		Allergien auf Inhaltsstoffe von Shampoo oder Material z.B. in Ohrringen
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Was tun gegen das Kitzeln im Ohr?</strong>
</p>

<p>
	Ein Tropfen Öl oder eine Kälte-Kompresse (von außen ans Ohr gedrückt) sind eine Art Erste Hilfe. Hält der Juckreiz länger an, ist ein Arztbesuch angesagt. Vermeiden sollte man das Kratzen oder Reiben mit Fingernägeln, Brillenbügeln, Autoschlüsseln und anderem "Werkzeug".
</p>

<p>
	<strong>Schuppenflechte und Schwerhörigkeit – gibt es da einen Zusammenhang?</strong>
</p>

<p>
	Ja, den kann es geben. Das haben mehrere Studie gezeigt (zum Beispiel <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7764529/" rel="external nofollow">diese</a>, <a href="https://www.medicaljournals.se/acta/content_files/files/pdf/98/7/5209.pdf" rel="external nofollow">diese</a> und <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ced.13805" rel="external nofollow">diese</a>). Auch für einen <a href="https://www.jrheum.org/content/46/6/587.long" rel="external nofollow">Zusammenhang von Psoriasis arthritis und Hörverlust</a> gibt es Hinweise.
</p>

<p>
	<strong>Womit darf man ins Ohr?</strong>
</p>

<p>
	Mit kaum etwas. Die Flimmerhärchen im Gehörgang sorgen von Natur aus dafür, dass Ohrenschmalz und Co Richtung Ausgang befördert werden. An der Ohrmuschel kann dann mit einem Lappen mit lauwarmem Wasser gewischt werden.
</p>

<p>
	<strong>Welcher Arzt ist bei Schuppenflechte im Ohr der richtige?</strong>
</p>

<p>
	Der Hautarzt kann die Diagnose Schuppenflechte stellen. Der HNO-Arzt kennt andere mögliche Ursachen und säubert bei Bedarf den Gehörgang.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1138</guid><pubDate>Tue, 18 May 2021 15:20:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bei Psoriasis kann eine dritte Corona-Impfung n&#xF6;tig werden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/bei-psoriasis-kann-eine-dritte-corona-impfung-noetig-werden-r1137/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_05/mrna-impfstoff-psoriasis-schuppenflechte.jpg.65481569982cc7474e49f59cec4ee0a7.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Die meisten Menschen mit Psoriasis sprechen auf die Corona-Impfung gut an. Das haben Erlanger Forscher in einer Studie herausgefunden. Bei manchen aber reicht die Immunantwort nicht ganz aus. Was ist dann zu tun?</strong>
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="">Schuppenflechte</a>, Rheuma oder Darmentzündungen haben eins gemeinsam: Bei den Erkrankungen reagiert das Immunsystem falsch und überschießend. Dann kommen oft entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Forscher des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) an der Uniklinik Erlangen untersuchten, wie gut Betroffene auf eine Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer ansprachen.
</p>

<p>
	"Die Corona-Impfung ist für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sogar verträglicher als für Gesunde", schreiben die Wissenschaftler. Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Gelenkschmerzen kamen bei Patienten mit Immuntherapien deutlich seltener vor als bei Gesunden. 
</p>

<p>
	Aber: Nicht alle Patienten mit entzündlichen Erkrankungen sprechen auch ausreichend auf die Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff an. Sie entwickeln dann keinen ausreichenden Immunschutz gegen das Virus SARS-CoV-2. Zum Vergleich: Bei 100 gesunden Probanden entwickelte <em>einer</em> keine neutralisierenden Antikörper. Von 100 Patienten mit einer  entzündlichen Erkrankung entwickelten dagegen <em>zehn</em> Menschen keine Antikörper.
</p>

<p>
	Positiver formuliert, kann man aber auch sagen: 9 von 10 Erkrankten sprechen gut auf die Impfung an.
</p>

<h2>
	Test zwei Wochen nach letzter Impfung
</h2>

<p>
	Dabei waren laut den Forschern nicht die entzündungshemmenden Medikamente die Ursache für das verminderte Ansprechen, sondern die Erkrankung an sich. "Somit gibt es auch keinen Grund dafür, mit der Einnahme dieser Medikamente zum Impftermin zu pausieren", sagen die Leiter der Erlanger Studie.
</p>

<p>
	Was folgt nun daraus? „Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen ist es ratsam, die Impfantwort zwei Wochen nach der zweiten Impfung zu bestimmen", meint Dr. David Simon, Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik 3 für Rheumatologie und Immunologie des Uni-Klinikums Erlangen.
</p>

<p>
	"Der wohl beste Weg ist eine neuerliche Impfung idealerweise dann mit einem anderen Impfpräparat", so Simon. Derzeit gäbe es zwar ein starres Impfregime, doch in Zukunft werde es "in gewissen Fällen sicherlich notwendig sein, die Impfstrategie individuell anzupassen, eine neuerliche (dritte) Impfung durchzuführen bzw. auch das Impfpräparat zu wechseln".
</p>

<p>
	Die Studie wurde <a href="https://ard.bmj.com/content/early/2021/05/05/annrheumdis-2021-220461" rel="external nofollow">in der Fachzeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“</a> veröffentlicht.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1137</guid><pubDate>Sat, 15 May 2021 17:39:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ein Film, ein Ratgeber und viele, viele Zahlen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ein-film-ein-ratgeber-und-viele-viele-zahlen-r1134/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/ddg2021-texture.jpg.f9ea3656dfdd117ca015431c2449a078.jpg" /></p>

<p>
	<em>Deutschlands Hautärzte trafen sich virtuell zu ihrer zweijährlichen Tagung. Wir haben uns dort umgehört, was es Neues und Interessantes für Menschen mit Schuppenflechte gibt – zum Beispiel einen Erklärfilm gegen Ausgrenzung, eine etwas andere Patientenbroschüre und eine Datensammlung.</em>
</p>

<p style="text-align: center;">
	*****
</p>

<h2>
	Animationsfilm für ein Miteinander ohne Stigmatisierung
</h2>

<p>
	Während der Hautärzte-Tagung hatte ein 2-minütiger Animationsfilm Premiere. In dem geht es um Ausgrenzung derjenigen, die eine sichtbare Hauterkrankung haben. Der Film wendet sich an Betroffene und sollen ihnen Mut machen, sich selbst zu akzeptieren. Gleichzeitig spricht er Nicht-Betroffene an, die unbedacht andere stigmatisieren – bis sie vielleicht selbst betroffen sind. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich an die Initiative „In meiner Haut“ wenden. Auf <a href="https://www.inmeinerhaut.de/" rel="external nofollow">deren Internetseite</a> gibt es mehr Informationen.
</p>

<p>
	Der Film ist eines mehrerer Ergebnisse des <span ipsnoautolink="true">Projektes ECHT</span>, an dem wir vom Psoriasis-Netz mitgearbeitet haben. Darin ging es darum, was getan werden müsste, dass Menschen mit einer sichtbaren Hautkrankheit weniger oder gar nicht ausgegrenzt werden („Entstigmatisierung“).
</p>

<p>
	In den kommenden Monaten wird diese Animation hoffentlich an verschiedenen Ecken des Internets zu sehen sein. Das Gute: Jeder kann dabei helfen, ihn in den Netzwerken seiner Wahl verbreiten und so die Botschaft weitertragen: "Du bist nicht ansteckend. Du kannst nur einfach nicht aus deiner Haut." Und hier ist er:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_87_5" src="https://www.youtube.com/embed/HapkH72IQK0?feature=oembed" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Psoriasis-Ratgeber 2021
</h2>

<p>
	Für Betroffene gedacht ist die Broschüre „Psoriasis – Schuppenflechte – Informationen für Betroffene und Interessierte“. Sie unterscheidet sich von den weit verbreiteten Pharmabroschüren. Mediziner des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Uni Bremen trugen Fragen zusammen, die ihnen in ihrer Arbeit immer wieder gestellt werden. Zum Beispiel: Woran erkenne ich Psoriasis? Kann meine Wohnung ein Auslöser der Psoriasis sein? Wie schaffe ich es, dass die Haut nach der Behandlung gut bleibt?
</p>

<p>
	Der Ratgeber kann <a href="https://www.uke.de/dateien/institute/versorgungsforschung-in-der-dermatologie-und-bei-pflegeberufen-(ivdp)/dokumente/psoriasisratgeber_2021.pdf" rel="external nofollow">als PDF-Datei</a> heruntergeladen werden und ist beispielsweise auf einem Tablet gut lesbar. Übertrieben aufwändig gestaltet ist er jedenfalls nicht<span class="ipsEmoji">😉</span>
</p>

<h2>
	Psoriasis-Report 2021
</h2>

<p>
	Vor allem Zahlen, Daten, Fakten enthält die Broschüre „Psoriasisreport – Prävention, Versorgung und Innovation“. Gedacht für Fachleute im Gesundheitswesen, aber auch für "gut informierte“ Patienten enthält sie Analysen und Kommentierungen zu vielen Aspekten des Lebens mit Schuppenflechte. Einige dieser Daten haben wir schon vorab unter „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/" rel="">Aktuelle Zahlen zur Psoriasis in Deutschland</a>“ veröffentlicht.
</p>

<p>
	Die Information kann <a href="https://www.uke.de/dateien/institute/versorgungsforschung-in-der-dermatologie-und-bei-pflegeberufen-(ivdp)/dokumente/psoriasisreport_2021.pdf" rel="external nofollow">als PDF-Datei</a> heruntergeladen werden.
</p>

<p>
	Die Erstellung beider Hefte wurden von der Techniker Krankenkasse unterstützt.
</p>

<h2>
	Schuppenflechte <em>und</em> Neurodermitis – wie oft?
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="png" data-fileid="19784" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_04/PeDyF-schuppenflechte-neurodermitis-und-allergien.png.6295c86c97fbba80e654c58c925dae01.png" rel="" style="float: left;"><img alt="Schuppenflechte und Neurodermitis im Doppelpack" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19784" data-unique="xiiqgv7os" style="height: auto; width: 300px;" width="894" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_04/PeDyF-schuppenflechte-neurodermitis-und-allergien.thumb.png.4fffd6afcb8a8903b0a713752b51c0e2.png" loading="lazy" height="750.96"></a>In einem Vortrag bei der DDG-Tagung ging es darum, wie viele Menschen eigentlich gleichzeitig an Psoriasis <em>und</em> Neurodermitis erkrankt sind. Die Hautärzte erklärten uns immer, dass seien ihre Patienten, die an „Läusen und Flöhen“ erkrankt wären. Wir hörten und fanden bisher selten Zahlen, öfter aber ein "das kommt wirklich nicht oft vor".
</p>

<p>
	Dr. Natalia Kirsten vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf lieferte nun Fakten. Nach Auswertung der Zahlen von 90.265 Berufstätigen haben 5,9 Prozent der Menschen mit Schuppenflechte „irgendwann in ihrem Leben auch mal“ ein atopisches Ekzem (Neurodermitis). Genau gleichzeitig traten Psoriasis und Neurodermitis aber nur bei 0,8 der Menschen mit Schuppenflechte auf.
</p>

<p>
	Ähnlich wie bisher nur bei der Psoriasis wendet sich inzwischen das Interesse der Dermatologie auch der Neurodermitis zu; die wird medizinisch als „atopische Dermatitis“ oder „atopisches Ekzem“ bezeichnet. In gleicher Konstellation, wie die oben beschriebenen Psoriasis-Broschüren, erschienen vor einigen Monaten ein <a href="https://www.tk.de/resource/blob/2099728/f11f6963ffd92ac371d3e1bf717251c8/neurodermitisreport-2021-kurzfassung-data.pdf" rel="external nofollow">Neurodermitis-Ratgeber</a> und ein <a href="https://www.tk.de/resource/blob/2099726/179615dc18521208dce8c3c1992e776a/neurodermitisreport-2021-langfassung-data.pdf" rel="external nofollow">Neurodermitis-Report</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1134</guid><pubDate>Mon, 26 Apr 2021 15:09:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenforum: Du fragst, Dr. Clarissa Allmacher antwortet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/expertenforum-du-fragst-dr-clarissa-allmacher-antwortet-r1130/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/expertenforum-psoriasis-ernaehrung.jpg.ce1ee5c3a8295d280965cb0876441150.jpg" /></p>

<p>
	<img alt="Dr. Clarissa Allmacher" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19769" data-unique="o3izk9yv7" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="556" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_04/dr-clarissa-allmacher.jpg.c1625092d764f45e5043e59329c2977e.jpg" loading="lazy" height="617.16">Wer Schuppenflechte hat, hat oft auch viele Fragen. Nur ist im Sprechzimmer beim Arzt manchmal nicht die Gelegenheit für lange Gespräche – oder eine Frage ist einem dann doch unangenehm. Doch dafür gibt es bei uns die Expertenforen.
</p>

<p>
	Vom 20. bis 22. April 2021 antwortet Dr. Clarissa Allmacher auf alle Fragen rund um die Schuppenflechte. Sie leitet die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-akut-kliniken/psorisol-hautklinik/" rel="">PsoriSol-Klinik</a> in Hersbruck. Und so kannst du auch Fragen rund um die Klinik oder um Klinikaufenthalte allgemein stellen.
</p>

<p>
	Und: Frau Dr. Allmacher ist seit einigen Monaten auch Ernährungsmedizinerin. Deshalb sind Fragen zur Ernährung bei Psoriasis bei ihr genau richtig.
</p>

<p>
	Trau dich, denn die Gelegenheit ist günstig!
</p>

<p>
	Du kannst <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/130-fragen-rund-um-die-schuppenflechte-psoriasis-arthritis-therapie-klinik/?do=add" rel="">gleich losfragen</a></strong> oder erstmal nachlesen, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/130-fragen-rund-um-die-schuppenflechte-psoriasis-arthritis-therapie-klinik/" rel="">was in früheren Runden gefragt wurde</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1130</guid><pubDate>Fri, 16 Apr 2021 17:21:00 +0000</pubDate></item><item><title>Hier stellen Haut&#xE4;rzte die Diagnose online</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hier-stellen-hautaerzte-die-diagnose-online-r1129/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/arzt-computer-diagnose.jpg.f084bd0564576985e5fa583705963774.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Mehrere Anbieter wollen zumindest die Diagnose von Hautkrankheiten und erste Behandlungstipps einfacher machen. Hier ist eine Übersicht.</strong>
</p>

<p>
	Wer nicht lange auf einen Termin beim Hautarzt warten will, kann sein Hautproblem auch digital von einem Arzt angucken lassen. Die Kameras von Smartphones sind inzwischen technisch soweit, und immer mehr Hautärzte bieten den Service an, weil sie zeitlich flexibel eine Diagnose stellen und Hinweise geben können.
</p>

<p>
	Bei der Online-Diagnostik wird zwischen zwei Wegen unterschieden: Entweder sendet man Fotos und eine Beschreibung seines Hautproblems ein und der Arzt antwortet spätestens innerhalb von bis zu 48 Stunden – oder es wird ein Termin vereinbart, bei dem Arzt und Ratsuchender gleichzeitig per Webcam miteinander reden. 
</p>

<h2>
	Anbieter der zeitversetzten Diagnose
</h2>

<p>
	(alphabetisch sortiert)
</p>

<p>
	<a href="https://online-hautarzt.net" rel="external nofollow">AppDoc</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Heidelberg und Essen<br>
	keine Angabe zum Zeitrahmen (<em>beim Start wird die durchschnittliche Antwortzeit angegeben, die bei unserem Aufruf bei 27 Minuten lag</em>)<br>
	Kosten: 24,95 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.derma2go.com/de/derma2go_de" rel="external nofollow">Derma2go</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus dem Team von Professor Kristian Reich<br>
	Antwort innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: 35 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.dermafy.de/" rel="external nofollow">Dermafy</a><br>
	Beratung von den Hautärzten Dr. Frederic Pfeifer und Dr. Sebastian Pfeifer aus Schorndorf<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 24,90 Euro pro Diagnose
</p>

<p>
	<a href="https://dermanostic.com" rel="external nofollow">Dermanostic</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Düsseldorf<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 25 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://doctorderma.de/" rel="external nofollow">doctorderma</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Norddeutschland<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 25 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.easyderma.de/" rel="external nofollow">EasyDerma</a><br>
	Beratung von Hautärzten und einem Pharmazeuten<br>
	Diagnosestellung innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: ab 21 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.formelskin.de/hautarzt-app" rel="external nofollow">FormelSkin</a><br>
	Diagnose und Beratung von Hautärzten<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 19 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.little-skindoctor.de/" rel="external nofollow">Little Skindoctor</a><br>
	Beratung von Dr. Tatjana Braun speziell bei Hautproblemen von Kindern<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 29,90 Euro pro Behandlungsfall
</p>

<p>
	<a href="https://www.onlinedoctor.de/de/" rel="external nofollow">OnlineDoctor</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus dem ganzen Bundesgebiet<br>
	Antwort innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: 39 Euro (für Versicherte von 50 Krankenversicherungen kostenfrei, u.a. für Versicherte der AOKs in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland, der HEK, KKH, TK und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/erster-online-hautcheck-fuer-viele-bkk-versicherte-kostenlos-r1166/" rel="">vieler BKK</a>)
</p>

<p>
	Wer bei der Barmer versichert ist, kann Bilder seiner Hautprobleme <a href="https://www.barmer.de/unsere-leistungen/apps-skills/teledoktor-app" rel="external nofollow">mit der App "Teledoktor"</a> hochladen und erhält innerhalb von 48 Stunden eine Antwort. Für Barmer-Versicherte ist das kostenlos. Alternativ kann im "Teledoktor" auch ein Termin für eine Videosprechstunde bei einem Hautarzt, dann live, vereinbart werden.
</p>

<h2>
	Anbieter von Videosprechstunden
</h2>

<p>
	Wer mit einem Hautarzt per Video sprechen will, sollte auf den Internetseiten von Ärzten nachgucken. Viele schreiben dort, wie man auf diesem Weg zu ihnen kommt. Versicherte der Barmer können ihr Hautproblem <a href="https://www.barmer.de/unsere-leistungen/apps-skills/teledoktor-app" rel="external nofollow">in der Teledoktor-App</a> von einem Hautarzt in einr Videosprechstunde beurteilen lassen.
</p>

<p>
	Es gibt außerdem Anbieter wie <a href="https://clickdoc.de/cd-de/search?q=hautarzt&amp;l=" rel="external nofollow">clickdoc</a>, <a href="https://doktor.de/" rel="external nofollow">doktor.de</a>, <a href="https://www.kry.de" rel="external nofollow">Kry</a> oder <a href="https://www.teleclinic.com" rel="external nofollow">teleclinic</a>, die unabhängig davon zu einer Videosprechstunde mit einem Hautarzt verhelfen. Deren Beratung ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Wer danach ein Medikament verschrieben bekommt, muss das selbst bezahlen.
</p>

<p>
	<strong>Unsere Meinung</strong>: Natürlich gibt es Hautprobleme, die für eine digitale Diagnose zu knifflig sind, aber viele sind doch so verbreitet, dass ein Hautarzt sie auch auf Digitalfotos und mit einer ordentlichen Beschreibung gut unterscheiden kann.
</p>

<p>
	Wer nach der Diagnose ohnehin erst einmal mit rezeptfreien Mitteln wie Salicylsäure auskommt oder nur darauf setzen will, kann mit der Online-Sprechstunde durchaus gut bedient sein. Ab einem gewissen Schweregrad werden aber ohnehin rezeptpflichtige Medikamente benötigt, und dafür ist zumindest in der Einstell-Phase ein Gang zum Hautarzt vor Ort nötig. Der kann dann auch die Diagnose sichern.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1129</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2021 18:36:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum &#xA0;man trotz Pandemie zum Hautarzt gehen sollte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-%C2%A0man-trotz-pandemie-zum-hautarzt-gehen-sollte-r1126/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/wartebereich.jpg.7ca6455d5f21310f95feffa9d9c440f6.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Viele Patienten verschieben aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus den Gang zum Hautarzt – selbst dann, wenn sie wegen einer Hautveränderung große Sorgen haben oder eine Früherkennung ansteht. Die Folgen können fatal sein: Wenn hinter der Hautveränderung zum Beispiel eine Hautkrebs-Erkrankung steckt, ist eine frühe Behandlung wichtig.</strong>
</p>

<p>
	„Patienten mit Hautveränderungen haben in der Zeit des ersten Lockdowns die Praxen und Kliniken gemieden und dadurch die Zahl der Hautkrebsdiagnosen gedrückt“, sagt Professor Alexander Enk von der Hautklinik der Uni Heidelberg. 
</p>

<p>
	Mehrere Studien widmeten sich bereits dem Thema: 
</p>

<p>
	<a href="https://www.mdpi.com/2072-6694/13/3/408" rel="external">Eine Studie</a> verglich, wie viele Krebserkrankungen in Deutschland in der Zeit Januar bis Mai 2019 und Januar bis Mai 2020 diagnostiziert wurden. Ausgewertet wurden die Daten von mehr als 100.000 Patienten aus 1660 Praxen. Ein Ergebnis: Von allen Krebs-Arten waren die Hautkrebsdiagnosen von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffen. Die Diagnose von Hauttumoren sank im März 2020 um 25,6 Prozent und im April 2020 sogar um 42,9 Prozent in Hautarzt-Praxen und um 19,6 Prozent im März 2020 und um 29,3 Prozent im April 2020 in Allgemeinarztpraxen.
</p>

<p>
	Ähnlich deutlich sind die <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.16874" rel="external nofollow">Ergebnisse von italienischen Forschern</a>. Die vom pathologischen Referenzzentrum in Rom erfassten Zahlen zeigen, dass die Melanom-Inzidenzzahlen in den zwei Monaten vor dem Lockdown von 158 Melanomen auf 34 Melanome in der Zeit des ersten Lockdowns abfielen. Auch danach erholten sich die Inzidenzzahlen nur leicht, nämlich auf 45 in den folgenden zwei Monaten.
</p>

<p>
	Etwas anderes fiel dabei noch auf: Während vor dem Lockdown die durchschnittliche Tumordicke 0,88 mm betrug, sank sie unter dem Lockdown auf 0,66 mm ab und stieg nach dem Lockdown auf 1,96 mm an. „Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass Patienten unter dem Lockdown nur seltener den Hautarzt mit der Verdachtsdiagnose Hautkrebs aufsuchten", erklärt Enk. "Zugleich wird deutlich, dass dieses ‚Warteverhalten‘ zu einem Anstieg der Tumordicken direkt nach dem Lockdown führte“. Die Konsequenz sei, dass sich die Prognose der Erkrankten erheblich verschlechtere. 
</p>

<p>
	In einer <a href="https://www.dpcj.org/index.php/dpc/article/view/dermatol-pract-concept-articleid-dp1101a153" rel="external nofollow">Umfrage der International Dermoscopy Society (IDS) unter Hautärzten</a> zeigte sich, dass sie deutlich weniger Patienten mit einem sogenannten Non-Melanoma-Skin-Cancer vor sich hatten – also mit Plattenepithelkarzinomen oder Basalzellkarzinomen. Ein malignes Melanom wurde praktisch in der gesamten Zeit überhaupt nicht diagnostiziert.
</p>

<p>
	Die Gründe für das Absagen oder Aufschieben von Arztterminen liegen für die Hautärzte auf der Hand: Besonders zu Beginn der Pandemie waren viele Menschen verunsichert und hatten große Angst, sich bei einem Besuch in der Praxis anzustecken. Jetzt ist die Situation anders: Hygienekonzepte, medizinische Masken, Abstandsregeln und die steigende Zahl der gegen SARS-CoV-2-Geimpften machen den Arzttermin mit geringem Ansteckungsrisiko möglich, so Alexander Enk.
</p>

<p>
	„Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, bei Hautveränderungen nicht zu warten, sondern sich umgehend untersuchen zu lassen", sagt Professor Peter Elsner von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. "Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung und Nachsorge sollten unbedingt wahrgenommen werden“.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>idw/cl</em>
</p>

<p>
	<em>Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1126</guid><pubDate>Tue, 06 Apr 2021 10:36:00 +0000</pubDate></item><item><title>Weltpsoriasistag 2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/wpd-29-oktober.jpeg.b7d2766253065d54708adddf48d2c078.jpeg" /></p>
<p>
	<strong>Jedes Jahr am 29. Oktober ist der Weltpsoriasistag. Das internationale Motto für 2026 lautet "Youth" ("Jugendliche") – so auch in Deutschland.</strong>
</p>

<p>
	Den Schwerpunkt gewählt hat die International federation of psoriasis associations, kurz IFPA. Das ist eine weltweite Dachorganisation von Patientenorganisationen.
</p>

<h2>
	Veranstaltungen in Deutschland
</h2>

<p>
	Rund um den <strong>Weltpsoriasistag am 29. Oktober</strong> werden immer einige Veranstaltungen organisiert, bei denen man viel über die Schuppenflechte erfahren kann. Im Netz wird dann ebenfalls verstärkt informiert.
</p>

<p>
	Seit einigen Jahren gibt es aus diesem Anlass Ende Oktober einen zentralen <strong><span ipsnoautolink="true">Deutschen Psoriasis-Tag</span></strong> mit Vorträgen über Schuppenflechte. Außerdem gibt es viele <strong>Online-Vorträge.</strong>
</p>

<p>
	<span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>Andere </span><span ipsnoautolink="true" style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>Termine vor Ort und im Netz</span><span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'> </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/" rel="" style='background-color: rgb(255, 255, 255); font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>findest du in unserem Terminkalender</a><span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>.</span>
</p>

<h2>
	Mottos der vergangenen Jahre
</h2>

<p>
	Der Weltpsoriasistag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Das waren in den vergangenen Jahren:
</p>

<ul>
	<li>
		"Psoriatic Disease and Comorbidities" ("Schuppenflechte und Begleiterkrankungen") (2025); viele Fakten und Empfehlungen hat die IFPA in einen <a href="https://www.ifpa-pso.com/content/uploads/PSDComorbidities_Digital_Final_2025-03-26-085733_szhd.pdf" rel="external nofollow">Report zum Thema Psoriasis und Begleiterkrankungen</a> (engl.) gepackt.
	</li>
	<li>
		"Psoriasis &amp; Family" ("Psoriasis und Familie") (2024)
	</li>
	<li>
		"Access for all" ("Zugang für alle"). In Deutschland  "Psoriasis: Gute Versorgung für alle" begangen. (2023)
	</li>
	<li>
		"Schuppenflechte und mentale Gesundheit" (2022)
	</li>
	<li>
		"Being united – grenzenlos vereint" (2021)
	</li>
	<li>
		„Be informed!“ – auf Deutsch etwa „Sei informiert“. (2020)
	</li>
	<li>
		„Let’s get connected“ (2019)
	</li>
	<li>
		#weltpsoriasistag
	</li>
	<li>
		#wpd2025
	</li>
	<li>
		#StopTheDominoEffect
	</li>
</ul>

<h2>
	Weltpsoriasistag bei Instagram &amp; Co
</h2>

<p>
	Was wurde im deutschsprachigen Teil des Netzes rund um diesen Tag diskutiert? Das kannst du am besten nachvollziehen, indem du im Netzwerk deiner Wahl nach dem Hashtag #weltpsoriasistag suchst.
</p>

<p>
	Wer Beiträge vom <strong>Weltpsoriasistag</strong> finden will, kann mit folgenden Hashtags im Netzwerk seiner Wahl suchen:
</p>

<p>
	Mit dem Hashtag #ImPsOReady war in den Vorjahren außerdem eine Aktion der US-Patientenorganisation National Psoriasis Foundation zu verfolgen: Sie organisierte damals einen so genannten Tweetchat mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/prominente-mit-psoriasis" rel="">Cindy Lauper</a>, finanziert von der Pharmafirma Novartis. Im Chat antwortete die Pop-Sängerin.
</p>

<h2>
	Gedanken zum Weltpsoriasistag
</h2>

<p>
	Zum Welt-Psoriasis-Tag haben wir so <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wpd" rel="">unsere eigene Meinung</a>. Doch was immer man von solchen Tagen hält – mehr Aufmerksamkeit schadet Menschen mit Psoriasis nicht, dann aber gern auch das ganze Jahr über.
</p>

<ul>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1123</guid><pubDate>Sun, 28 Mar 2021 10:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>Pso-Magazin und mehr jetzt im "Pso-Kiosk"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pso-kiosk/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/pso-kiosk.jpg.a7d1a248c8656234908a5c6b5462b950.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Der Deutsche Psoriasis-Bund hat seine Mitgliederzeitschrift "Pso Magazin" und weiteren Lesestoff in die App-Stores und ins Netz gebracht. Wir haben uns das Angebot angesehen.</strong></p><p></p><p>Im "Psoriasis-Kiosk" sind alle Hefte des "Pso-Magazins" der letzten fünf Jahre, Info-Blätter sowie Broschüren zu finden. Mitglieder des Vereins haben kostenlosen Zugriff. Alle anderen müssen die einzelnen Ausgaben kaufen. Ältere Hefte kosten 4,99 Euro, für neuere werden 9,99 Euro aufgerufen. Info-Blätter und einzelne Artikel werden für 2,99 Euro, Broschüren für 4,99 Euro angeboten. Einige Artikel sind kostenlos zu haben. Abgerechnet wird über PayPal oder AppStore-Guthaben.</p><p></p><p>Grundsätzlich lässt sich der "Pso-Kiosk" in jedem Internetbrowser sowie in Form einer App auf Tablets und Smartphones nutzen.</p><p></p><p>Beim Start fragt die App, ob sie Mitteilungen schicken darf und ob  Nutzungsdaten analysiert werden dürfen. Bei Letzteren gehen Nutzungsdaten an Google. Auch wer zu beidem "Nein" sagt, kann klaglos weiterstöbern.</p><p></p><p>Wer <em>im Browser</em> im "Pso-Kiosk" einkaufen will, muss sich registrieren. Das ist technisch nötig, damit die Käufe später weiterhin verfügbar sind. Die <em>Apps auf Geräten</em> dagegen ordnen die Käufe bzw. Downloads automatisch ihrem Nutzer zu. Ähnlich wie bei Netflix bislang dürfen insgesamt bis zu vier Geräte verwendet werden – solange sie immer den gleichen Google-Account bzw. die gleiche Apple-ID nutzen. Aber hej, es geht noch verwirrender: Wer seine heruntergeladenen Inhalte nach dem Kauf auf einer anderen Plattform oder einem anderen Betriebssystem nutzen will, muss dann doch ein Nutzerkonto einrichten und dafür E-Mail-Adresse und Passwort hinterlassen. Dafür gibt es im "Pso-Kiosk" eine Anleitung. Man muss dazu sagen: Was so kompliziert erscheint, ist keine Schwäche der App, sondern technisch bedingt.</p><p></p><div><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/pso-kiosk-inhalte.jpg.4ce417058d585bd0717cac7f81eb4a95.jpg" data-fileid="19675" data-fileext="jpg" rel=""><img data-fileid="19675" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" alt="Angebot im Pso-Kiosk" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/pso-kiosk-inhalte.jpg.4ce417058d585bd0717cac7f81eb4a95.jpg" loading="lazy"></a></div><p></p><p>Interessanter sind aber ohnehin die Inhalte. Und die sind unspektakulär, aber solide aufbereitet: Jeder Artikel lässt sich einzeln aufrufen und wird wahlweise im Original-Layout oder in Textform angezeigt. Der Text lässt sich vergrößern oder verkleinern. Eine weibliche Automaten-Stimme liest die Artikel bei Bedarf vor – wenn auch sehr leidenschaftslos (<em>wie Roboter eben so sind</em>). Bei manchen Artikeln gibt es zusätzliche Fotos in "Bildergalerien". Was immer man sich für später merken will, kann man mit einem Lesezeichen markieren.</p><p></p><p>Auf Berlinerisch lautet unser Fazit: "Kann man nicht meckern". </p><p></p><p>Was uns dann aber doch auffiel:</p><p></p><ul><li>Nutzt man von der Startseite des "Pso-Kiosks" aus die Suchfunktion, wird in allen Inhalten gesucht. Hat man dagegen gerade ein Heft aufgerufen, wird nur darin gesucht. Das ist schade, denn ein Hinweis auf Treffer in anderen Heften oder Inhalten wären sicher meist ganz hilfreich. </li><li>Unter "Weiterführende Links" da wären uns dann doch ein paar mehr eingefallen als nur der zur eigenen Website ?</li><li>Nebenbei und im Vergleich der alten und neuen Hefte gut zu sehen: Das "Pso-Magazin" hat ein neues Layout bekommen. Für unseren Geschmack sieht die Titelseite jetzt etwas <em>zu</em> "schön" aus und erinnert uns eher an eine Broschüre der Pharmafirmen. </li><li>Auf der Titelseite wird das wichtigste Thema des Hefts angekündigt: "Fumarsäureester: Der Langstreckenläufer unter den konventionellen Psoriasis-Therapien". Das klingt  in unseren Ohren wie ein Spruch aus der Marketingabteilung einer Pharmafirma.</li></ul><p></p><p><em>"Pso-Kiosk" <a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/" rel="external nofollow">im Browser</a> | in Apples <a href="https://apps.apple.com/de/app/pso-kiosk/id1548465330" rel="external nofollow">AppStore</a> | <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pressmatrix.psokiosk" rel="external nofollow">im Google PlayStore</a></em></p><p></p><p>Übrigens: Mitglieder des Deutschen Psoriasis-Bundes können ihren Freischaltcode selbst ermitteln. Er setzt sich aus der Mitgliedsnummer und der Postleitzahl zusammen. Die Mitgliedsnummer steht auf der Beitrittsbestätigung oder auf dem Versandaufkleber des "Pso-Magazins". Angenommen, sie lautet 0123456 und die Postleitzahl 78901, so ergäbe das den Freischaltcode 0123456-78901.</p><p></p><p>Hast du den "Pso-Kiosk" schon ausprobiert? Was findest du daran gut, was nicht? Schreib es in die Kommentare ? oder <a href="https://www.psoriasis-netz.de/community" rel="">in unserer Community</a> auf.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1109</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2021 15:02:29 +0000</pubDate></item><item><title>Aktuelle Zahlen zur Psoriasis in Deutschland</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/psoriasis-fakten-2021.jpg.498571f0fa0c59b5052dec0ce1188f73.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Einmal jährlich treffen sich unterschiedliche Psoriasis-Akteure, um Bilanz zu ziehen. Es geht darum, wie die Patienten in weitestem Sinne versorgt werden. Dabei erfährt man vor allem neue Zahlen und Zusammenhänge.</strong>
</p>

<p>
	Im Februar 2021 fand die „12. Nationale Konferenz zur Versorgung der Psoriasis“ statt. Die Teilnehmer erfuhren unter anderem:
</p>

<ul>
	<li>
		Menschen im Norden Deutschlands sind stärker von Schuppenflechte betroffen als im Süden.
	</li>
	<li>
		Wer nicht nur an der Haut, sondern gleichzeitig an den Gelenken betroffen ist, hat ein höheres Risiko, typische Begleiterkrankungen zu entwickeln.
	</li>
	<li>
		Für die <em>innerliche</em> Therapie gegen Schuppenflechte werden nach wie vor Medikamente mit Kortison am häufigsten verschrieben – obwohl Dermatologen ausdrücklich davor abraten.
	</li>
</ul>

<h2>
	Nord-Süd-Gefälle bei Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Professor Mathias Augustin stellte eine Auswertung von 13,1 Mio. Versichertendaten (Stand 2019) der Techniker Krankenkasse vor. Die Aussagen werden als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angenommen.
</p>

<p>
	Danach waren 2,5 Prozent der Versicherten an Psoriasis erkrankt; eine Zahl, die sich über die Jahre bestätigt hat. Neu war, dass regionale Unterschiede festzustellen sind: Die meisten Erwachsenen mit Schuppenflechte gab es im Nordosten, die wenigsten im Süden.
</p>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt
			</td>
			<td>
				≥ 2,83 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bremen, Thüringen, Westfalen-Lippe
			</td>
			<td>
				2,63 % - &lt; 2,83 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen
			</td>
			<td>
				2,49 % - &gt; 2,63 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hessen, Nordrhein
			</td>
			<td>
				2,19 % - &gt; 2,49 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz
			</td>
			<td>
				2,05 % - &gt; 2,19 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Baden-Württemberg, Bayern, Saarland
			</td>
			<td>
				&lt; 2,05 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Deutschland insgesamt
			</td>
			<td>
				2,5 %
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<em>Versichertenanteil mit Diagnose Psoriasis, Techniker-Daten 2019</em>
</p>

<p>
	Hagenström K, Petersen J, Augustin M. GKV-Analyse 2021, 12.NVK Psoriasis (Folie)
</p>

<h2>
	Gelenkbeteiligung erhöht Risiko für Begleiterkrankungen
</h2>

<p>
	Die Patientendaten zeigten außerdem, dass Betroffene öfters eine der <a href="https://www.psoriasis-forum-berlin.de/begleiterkrankungen/" rel="external nofollow">typischen Begleiterkrankungen</a> haben, wenn sie <em>gleichzeitig </em>an Psoriasis Arthritis erkrankt sind. <em>Alle</em> diese zusätzlichen Krankheiten traten häufiger auf, wenn neben der Haut auch die Gelenke betroffen sind. Besonders achten muss diese Gruppe auf
</p>

<ul>
	<li>
		Augenhaut-Entzündung (Uveitis)
	</li>
	<li>
		Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
	</li>
	<li>
		Metabolisches Syndrom: Herz- / Kreislauf- und Gefäß- Erkrankungen, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen zusammen mit Fettleibigkeit (Adipositas)
	</li>
	<li>
		 Schlaf-Apnoe
	</li>
	<li>
		Nicht-alkoholische Fettleber (Steatohepatitis)
	</li>
	<li>
		chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
	</li>
</ul>

<h2>
	Anzahl schwer Betroffener stabil
</h2>

<p>
	Die Aussagen, wie viel Prozent der Menschen mit Schuppenflechte lediglich leicht und wie viel mittelschwer oder sogar sehr schwer betroffen sind, wichen bisher stets stark voneinander ab. Die Angaben für <em>Schwer</em>betroffene schwankten zwischen 20 und 50 Prozent. Die Auswertung der Patientendaten zeigen nun, dass stabil von 2017 bis 2019 bei Männern und Frauen 20 Prozent <em>schwer</em> an Schuppenflechte erkrankt sind.
</p>

<p>
	Dabei wird nur<strong> </strong>zwischen „leichter“ und „schwerer“ Schuppenflechte unterschieden. Da die Versichertendaten keine <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Werte enthalten, kann das nur anhand der verschriebenen Medikamente bestimmt werden. Betroffene gelten danach als „schwer“ an Psoriasis erkrankt, wenn sie ein <em>innerliches</em> Medikament verschrieben bekommen haben.
</p>

<h2>
	Innerliche Medikamente
</h2>

<h3>
	Verschreibungen: Kortison und <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> am häufigsten
</h3>

<p>
	Die Liste der innerlichen Präparate, die den TK-Versicherten mit Psoriasis 2019 verschrieben wurden, führen die Kortikosteroide an – also Medikamente mit Kortison. Grundlage der Zahlen ist eine angenommene mittlere Tagesdosis für Erwachsene (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Definierte_Tagesdosis" rel="external">DDD</a>). Diese rein theoretische Größe wird ermittelt, um Arzneimittel miteinander vergleichen zu können.
</p>

<div>
	<a href="https://datawrapper.dwcdn.net/hy7Rv/1/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/hy7Rv/1/</a>
</div>

<p>
	Zahlreiche Initiativen der Dermatologen scheinen wenig gewirkt zu haben: Allgemeinmediziner (Hausärzte) wurden darüber aufgeklärt, dass eine Haut-Psoriasis nicht mit innerlichem Kortison behandelt wird. Trotzdem stammen 40 Prozent der Verschreibungen von diesen Ärzten. Offen bleibt, welche Rolle die Patienten dabei spielen: Gehen sie eher zu Hausärzten, weil es schwer ist, Termine bei Dermatologen zu bekommen? Drängen <em>sie</em> darauf, diese schnell wirkenden Mittel verschrieben zu bekommen? Oder sind es tatsächlich die Ärzte, die das aktuelle medizinische Wissen missachten – Juristen könnten das als „Behandlungsfehler“ werten. Nicht nur im gesundheitlichen Interesse der Patienten muss diese Verschreibungspraxis öffentlich kritisiert werden.
</p>

<h3>
	Secukinumab ist Umsatz-und Behandlungssieger bei den Biologika
</h3>

<p>
	Traditionell stehen auf dieser Konferenz die Biologika im Mittelpunkt. So auch bei der Analyse, welche für wie viel Patienten verschrieben wurden. Während 2015 der Umsatz für <em>alle</em> Psoriasis-Medikamente in Deutschland noch 10 Millionen Euro betrug, waren das 2020 schon 40 Millionen Euro.
</p>

<p>
	Bei den <em>Haut</em>-Biologika konnten die Präparate mit dem höchsten Umsatz in gleicher Reihenfolge auch die meisten Patientenzahlen aufweisen. Das stimmt nur nicht für dem TNF-α-Blocker Eternacept (Enbrel und Biosimilars).
</p>

<div>
	<a href="https://datawrapper.dwcdn.net/H2zxz/3/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/H2zxz/3/</a>
</div>

<h3>
	Biologika-Verschreibungen wohnortabhängig
</h3>

<p>
	Die Chance für Patienten, ein Biologikum bzw. Biosimilar verschrieben zu bekommen, hängt vor allem vom Wohnort ab. Die Möglichkeit, für Hautärzte, diese Wirkstoffe verschreiben zu können, hängt hauptsächlich davon ab, welcher regionalen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sie angehören.
</p>

<p>
	Die folgende gerundete Aufstellung zeigt, dass die Dermatologen in jedem KV-Bezirk pro Jahr unterschiedlich viel Biologika verschreiben, bezogen auf die Einwohnerzahl, Stand November 2020:
</p>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>KV-Bezirk</strong> <strong> </strong>
			</td>
			<td>
				<strong>Biologika pro Kopf</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Mecklenburg-Vorpommern
			</td>
			<td>
				16,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bremen
			</td>
			<td>
				14,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hamburg
			</td>
			<td>
				11,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Brandenburg
			</td>
			<td>
				10,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Thüringen
			</td>
			<td>
				9,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sachsen-Anhalt
			</td>
			<td>
				8,50 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sachsen
			</td>
			<td>
				8,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Nord-Rhein
			</td>
			<td>
				7,50 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Berlin
			</td>
			<td>
				7,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Niedersachsen
			</td>
			<td>
				7,25 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Westfalen-Lippe
			</td>
			<td>
				6,10 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Saarland
			</td>
			<td>
				6,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<em>Deutschland durchschnittl.</em>
			</td>
			<td>
				<em>6,00 €</em>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schleswig-Holstein
			</td>
			<td>
				5,95 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rheinland-Pfalz
			</td>
			<td>
				5,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bayern
			</td>
			<td>
				4,25 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hessen
			</td>
			<td>
				3,85 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Baden-Württemberg
			</td>
			<td>
				1,90 €
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p style="font-size:12px;">
	Nach: CVderm Hamburg und IQVIA Pharmascope DocSplit MAT Nov 2020 (12/2019-11/2020), <em>12.NVK Psoriasis (Folie)</em>
</p>

<p>
	Diese Unterschiede sind vor allem damit zu erklären, dass die Verschreibungs-Regeln in jedem KV-Bezirk unterschiedlich sind. Es gibt keine bundesweiten Richtgrößen. Jede KV bestimmt selbst, wie die Ausgaben für diese sehr teuren „<a href="http://wido.de/news-events/aktuelles/2020/patentarzneimittel/" rel="external nofollow">Patent-Arzneimittel</a>“ in ihrer Region eingegrenzt werden könnten. Den schlechtesten Ruf dabei haben die Funktionäre der KV Baden-Württemberg. Mit rigiden Vorschriften, fachlicher Bevormundung und Verordnungsvergleichen setzen sie die Dermatologen erheblich unter Druck. Nirgendwo haben es Patienten seit Jahren so schwer, mit dieser Wirkstoffgruppe behandelt zu werden, wie im „Muster-Ländle“.
</p>

<h3>
	Sicherheit durchs Psoriasis-Register PsoBest
</h3>

<p>
	Seitdem innerliche Medikamente auch bei Schuppenflechte verstärkt eingesetzt werden, wird bei Patienten beobachtet, wie diese Therapien langfristig verlaufen. Vor allem sollen Nebenwirkungen entdeckt werden, die erst nach längerer Zeit auftreten. Siehe auch: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2017" rel="">Psoriasis-Register – Sicherheit im Griff</a>.
</p>

<p>
	Aktuell sind dort über 15.000 Psoriasis-Patienten registriert. Bei den Biologika sind am häufigsten Patienten dabei, die mit Adalimumab (Humira bzw. Biosimilars) oder Cosentyx behandelt werden. Bei den anderen innerlichen Präparaten sind es Methotrexat, Fumaderm oder Siklarence.
</p>

<p>
	Patienten, die sich daran beteiligen, helfen nicht nur mit, frühzeitig Risiken zu erkennen. Sie liefern auch Daten, um alle diejenigen mit Fakten zu überzeugen, die gegenüber innerlichen Psoriasis-Medikamenten unsicher oder sogar misstrauisch sind.
</p>

<h3>
	Warum die Dosis nicht verändert werden darf
</h3>

<p>
	Inzwischen gibt es viele Patienten, die mit einem Psoriasis-Wirkstoff erfolgreich behandelt werden und deren Zustand stabil ist. Das Medikament kann zwar nicht völlig abgesetzt werden. Aber es würde sich anbieten, die Dosis zu verringern oder die Zeitabstände zu verlängern. Damit würden sie langfristig mit weniger Wirkstoff belastet und es könnte viel Geld eingespart werden.
</p>

<p>
	Trotzdem rät der Medizinrechtler Michael Wüstefeld davon ab. Die Ärzte würden damit von den Zulassungsbedingungen für das Medikament abweichen („<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__2.html" rel="external nofollow">off-label-use</a>“.) Das ist zwar nicht verboten, sie würden aber in diesem Fall die volle Haftung für mögliche Folgen tragen. Selbst, wenn sie sich das von den Patienten unterschreiben lassen oder deren Krankenkasse das genehmigt. Ärzte, die auf der sicheren Seite bleiben wollten, sollten besser nur "on-label“ verordnen.
</p>

<p>
	Die paradoxe Situation, dass Ärzte kostengünstiger verordnen könnten, es aber juristisch eher sein lassen sollten, kann nur über eine Änderung des Gesetzes gelöst werden.
</p>

<h2>
	Diskriminierungen wegen Hauterkrankung vorbeugen
</h2>

<p>
	Von 2018 bis 2020 hat sich eine Expertengruppe aus Dermatologen, Wissenschaftlern und Patientenvertretern im <a href="https://www.inmeinerhaut.de/fileadmin/In-meiner-Haut/Rachel_Sommer_DDGAGED_20210414.pdf" rel="external nofollow">Projekt ECHT</a> zusammengefunden. Sie haben Vorstellungen erarbeitet, wie Vorurteilen und Ablehnung von Hautkranken entgegengetreten werden könnte. Die Idee ist, Berufsgruppen anzusprechen, die mit Hauterkrankten zu tun haben. Sie sollen geschult werden, damit Abwertungen und Ausgrenzungen erst gar nicht entstehen. Dazu wurde je ein Seminar mit Medizinstudenten und eines mit Erzieherschülern durchgeführt. In Seminaren wurde über die Erkrankung informiert, Patienten berichteten über ihre Erfahrungen und fantasievoll erlebten die Teilnehmer eigene Stigmatisierung. Es hat sich gezeigt, dass in beiden Gruppen auch nach einigen Monaten ursprüngliche Einstellungen korrigiert blieben.
</p>

<p>
	Der Idealfall wäre, dass Ent-Stigmatisierungs-Seminare in die Ausbildung der entsprechenden Berufe aufgenommen werden könnten, z.B. auch für Lehrer, Trainer, Friseure, Verkäufer. Das Nachfolgeprojekt „In meiner Haut“ soll das Problem der Stigmatisierung von Hauterkrankten ins öffentliche Bewusstsein bringen.
</p>

<p>
	Siehe dazu auch: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/schuppenflechte-stigmatisierung-umfrage" rel="">Ablehnung wegen Schuppenflechte ist immer noch weit verbreitet</a>
</p>

<h2>
	Und die Zukunft?
</h2>

<p>
	Die Konferenz hatte sich <a href="https://www.versorgungsziele.de/versorgungsziele/" rel="external nofollow">Ziele für die Versorgung deutscher Psoriasis-Patienten für den Zeitraum von 2016 bis 2020</a> gesetzt:
</p>

<ul>
	<li>
		Die Lebensqualität für Betroffenen mit Schuppenflechte sollte erhöht werden.
	</li>
	<li>
		Frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten
		<p>
			- Psoriasis-Arthritis,
		</p>

		<p>
			- Begleiterkrankungen und
		</p>

		<p>
			- Psoriasis bei Kindern.
		</p>
	</li>
</ul>

<p>
	Prof. Augustin berichtete, dass diese Ziele zum großen Teil erreicht worden seien. Regelmäßige Befragungen zeigen, dass der Wert der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019" rel="">Lebensqualität</a> der Betroffene in diesem Zeitraum von knapp 10 auf 5,5 gesunken sei. 10 Punkte auf dem <a href="https://www.psoriasisbund.de/fileadmin/images/download/formulare/DLQI-Fragebogen_und_Auswertung.pdf" rel="external nofollow">Fragebogen</a> bedeuten, dass die Lebensqualität durch die Schuppenflechte „mäßig“ beeinträchtigt wird. Ab 5 Punkte ist der negative Einfluss durch die Psoriasis nur noch „klein“.
</p>

<p>
	Heute sei es selbstverständlich, dass Hautärzte auf Symptome der Gelenk-Psoriasis achten und sie mitbehandeln würden. Die Dermatologie verstehe Schuppenflechte inzwischen als umfassende Auto-Immunerkrankung und schaue nicht nur auf die Haut. Trotzdem sei es für die Hautärzte sehr aufwendig, weitere Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) zu erkennen.
</p>

<p>
	In den vergangenen Jahren sind nicht nur mehr Medikamente für Kinder zugelassen worden, sondern es konnten auch wichtige Erkenntnisse zur „juvenilen Psoriasis“ erlangt werden. Vor allem, dass Kinder möglichst früh effektiv behandelt werden müssen, um zu vermeiden, dass sich ein <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019" rel="">Entzündungs-Gedächtnis</a></span> entwickelt und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/ddg-tagung-2013" rel="">später schwere Begleiterkrankungen auftreten</a>.
</p>

<p>
	Die neuen Ziele für die kommenden Jahre müssen noch festgelegt werden. Auf der Konferenz wurde vor allem gefordert, die Patientenversorgung für die Hautärzte zu vereinfachen. Die Behandlungen sollten möglichst ohne bürokratische Einschränkungen oder Regressdrohungen möglich sein – orientiert nur an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Leitlinien). Ziel solle es außerdem sein, möglichst viel Allgemeinmediziner von einer leitliniengerechten Behandlung zu überzeugen.
</p>

<p>
	Die Ärzte wünschen sich einfache Verfahren, um „Risikopatienten“ frühzeitig zu erkennen.
</p>

<p>
	Darüber hinaus sei es wichtig, sich zukünftig mehr um die 40 bis 50 Prozent der Patienten zu kümmern, die schlecht versorgt sind und darunter leiden. Die würden nicht zum Arzt gehen oder nicht zum Hautarzt. Selbstkritisch wurde erwähnt, dass manche Patienten es erst gar nicht mehr versuchen, einen zeitnahen Termin beim Facharzt zu bekommen.
</p>

<h2>
	Über die Nationale Versorgungskonferenz Psoriasis
</h2>

<p>
	Das Treffen wird organisiert von den Ärzteverbänden <a href="https://www.bvdd.de/der-verband/ueber-uns/" rel="external">BVDD</a>, <a href="https://derma.de/ddg/ueber-die-ddg/" rel="external nofollow">DDG</a>, <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/" rel="external"><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr></a>, von <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/hintergrund/psoriasis-projekte/psobest/" rel="external">PsoBest</a> und <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/hintergrund/psoriasis-projekte/psobest/" rel="external">CVderm</a> sowie der Patientenorganisation <a href="https://www.psoriasis-bund.de/psoriasis-bund/" rel="external"><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr></a>. Teilnehmer sind Hautärzte, Fachleute aus der Pharmaindustrie und Patientenvertreter. Dieses Jahr fand die Konferenz erstmals nicht in Hamburg, sondern als Videokonferenz statt.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1110</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2021 14:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wer in der Jugend fit ist, bekommt sp&#xE4;ter seltener Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wer-in-der-jugend-fit-ist-bekommt-spaeter-seltener-schuppenflechte-r1133/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/fitnessstudio-junger-mann.jpg.004fd8754119f3a9f3adc7d4bcf3445b.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Schwedische Forscher haben nachverfolgt, was aus jungen Männern Jahre nach der Einberufung zur Armee geworden ist – zumindest gesundheitlich. Ihr Ergebnis: Die fitteren bekamen später nicht so oft eine Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis wie die "unfitten". Dass die mangelnde Fitness aber der Grund ist – darauf wollen sich die Wissenschaftler nicht festlegen.</strong>
</p>

<p>
	In einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Göteborg in Schweden einen Zusammenhang zwischen geringerer körperlicher Fitness bei jungen Erwachsenen und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Psoriasis nachgewiesen. Bei den männlichen Rekruten der Wehrpflicht, die als am wenigsten fit eingestuft wurden, war das Risiko, später an Psoriasis zu erkranken, um 35 Prozent höher als bei den fittesten.
</p>

<p>
	Die Studie stützt sich auf Daten von mehr als 1,2 Millionen Männern. Die waren zwischen den Jahren 1968 und 2005 mit 18 Jahren in die schwedischen Streitkräfte eingezogen wurden. Davor unterzogen sich all diese jungen Männer dem gleichen Fitnesstest auf einem Heimtrainer.
</p>

<p>
	Die Forscher teilten die Männer bzw. ihre Daten in drei Gruppen ein – je nachdem wie fit die Männer waren. Danach führten sie die Daten mit anderen Registern zusammen. Sie nutzten dafür das schwedische Nationale Patientenregister, in dem im Laufe des Lebens die Diagnosecodes eingetragen werden, also auch die für Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Männer, die schon vor der Einberufung eine dieser Erkrankungen hatten, waren von der Studie ausgeschlossen. In die Berechnung der Forscher flossen auch andere Risikofaktoren wie der Body-Mass-Index (BMI) ein.
</p>

<p>
	Später im Leben, zwischen dem 37. und 51. Lebensjahr, entwickelten etwas mehr als 23.000 der Wehrpflichtigen eine Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Beim genauen Hinsehen trat zutage: Von den ehemaligen Rekruten mit niedriger Fitness entwickelten 2,5 Prozent eine oder beide dieser Krankheiten. In der Gruppe mit hoher Fitness war das nur bei 1,7 Prozent der Fall.
</p>

<h2>
	Zusammenhang beweist keine Ursache
</h2>

<p>
	"Wir zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen geringer Fitness und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Psoriasis und Psoriasis-Arthritis gibt", erklärt die Erstautorin der Studie, Marta Laskowski, Doktorandin am Sahlgrenska University Hospital. "Aber wir zeigen keinen kausalen Zusammenhang. Wir können also nicht sagen, dass diese Erkrankungen durch Sport hätten verhindert werden können"
</p>

<p>
	"Unsere Studie bestätigt, dass es sinnvoll ist, die Fitness der Menschen schon früh zu überprüfen, um diejenigen mit einem höheren Risiko für negative gesundheitliche Folgen im späteren Leben zu identifizieren", so Laskowski.
</p>

<p>
	Allerdings: Was die Männer in der Zeit zwischen ihrer Einberufung und dem Ausbruch der Krankheit so in Sachen Fitness unternommen haben, konnten die Forscher nicht verfolgen. "Außerdem fehlen uns Daten zum Rauchen", bedauert Laskowski. "Das ist ein bekannter Risikofaktor für Psoriasis."
</p>

<p>
	Wer die Ergebnisse nachlesen will: Die Studie erschien <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0243348" rel="external nofollow">im Fachjournal "PLOS ONE"</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1133</guid><pubDate>Fri, 15 Jan 2021 23:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wer das Rauchen aufgibt, tut seiner Schuppenflechte etwas Gutes</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wer-das-rauchen-aufgibt-tut-seiner-schuppenflechte-etwas-gutes/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_01/rauchen-psoriasis-schuppenflechte-neurodermitis-lupus.jpg.1e04ae65bae617b94370658a8c368f69.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Es ist immer eine gute Idee, mit dem Rauchen aufzuhören. Warum sich das aber gerade für Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis lohnt, erklärt Professor Alexander Kreuter vom Helios-Klinikum Oberhausen.</strong></p><p></p><p>„Rauchen verstärkt nicht nur die vorzeitige Hautalterung und führt zu unreiner Haut", so der Chefarzt der Abteilung <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/helios-st-elisabeth-klinik-oberhausen/" rel="">Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen</a>. "Bei jedem Zug an einer Zigarette werden neben unzähligen Chemikalien auch hautschädigende freie Radikale inhaliert.“</p><p></p><p>Raucher mit Neurodermitis oder Psoriasis würden dazu neigen, einen schweren Befall an den Handflächen und Fußsohlen zu bekommen, erklärt der Dermatologe. „Der genaue Grund dafür wird noch erforscht. Es könnte aber neben einer Engstellung der Gefäße mit einer vermehrten Ausscheidung des Nikotins über Schweißdrüsen zu tun haben.“ Und genau das könnte den entzündlichen Prozess bei beiden Hauterkrankungen verstärken.</p><p></p><p>Raucher versperren sich außerdem möglicherweise den Weg zu Arzneimitteln. Bestimmte Medikamente zur Behandlung der Psoriasis können laut Kreuter nicht eingesetzt werden. „Die sogenannten IL-17-Inhibitoren sind relativ neu und sehr wirkungsvoll, können als Nebenwirkung jedoch zu Infekten der oberen Atemwege führen“, sagt er. „Für starke Raucher kann das gefährlich werden.“</p><p></p><h2>Psoriasis kann besser werden – doch Falten bleiben</h2><p></p><p>„Ich lege jedem Patienten ans Herz, mit dem Rauchen aufzuhören“, so Kreuter. Die Rauchfreiheit würde seiner Erfahrung nach oft auch eine deutliche Verbesserung der Haut bringen. Wenn Patienten das Rauchen einstellen, wirkten beispielsweise Medikamente zur Behandlung einer Lupus-Erkrankung plötzlich sehr gut und schwer betroffene Psoriatiker hätten einen deutlich geringeren Befall der Hände und Füße. </p><p></p><p>Ein Wermutstropfen bleibt: Die vom Rauchen verursachten Falten bilden sich nicht wieder zurück und bleiben ein ständiger Begleiter.</p><p></p><p><em>Tipp: In unserer Community haben Betroffene ihre <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/22983-mit-dem-rauchen-aufgehoert/" rel="">Erfolge und Meinungen zum Rauchstopp</a> aufgeschrieben.</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1100</guid><pubDate>Tue, 05 Jan 2021 14:04:50 +0000</pubDate></item><item><title>IgY &#x2013; was die Antik&#xF6;rper aus H&#xFC;hnereiern k&#xF6;nnen und was nicht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/igy-immunglobulin-y/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_12/igy-immunglobulin-y-huehnerei-eigelb.jpg.74865ac27adf4d9d34e095b62e1ae265.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Immunglobulin Y (IgY) taucht in letzter Zeit als neue, angebliche Wunderwaffe in der Behandlung für viele chronische Erkrankungen auf. Hier erfährst du, worum es sich bei Immunglobulin Y handelt, für welche Zwecke und Erkrankungen es tatsächlich hilfreich ist bzw. sein kann und wo die Forschung steht.</strong></p><p></p><p>Immunglobulin Y soll angeblich bei Diabetes mellitus, Demenz, Multipler Sklerose oder auch rheumatischen Erkrankungen wirken. Einige Ärzte bieten entsprechende „Diagnostik“ mit anschließender „Behandlung“ an. Die besteht dann meist aus von ihnen selbst vertriebenen Präparaten. Da in solchen Fällen weder Diagnostik noch Behandlung von den Krankenkassen getragen wird, müssen Patienten die oft fachfremde „Diagnostik“ und „Behandlung“ selbst bezahlen.</p><p></p><p>Immunglobuline, auch „Antikörper“ genannt, werden vom Körper in bestimmten Zellen (B-Zellen) des Immunsystems auf einen Reiz („Antigen“) hin gebildet. Der Reiz kann von einem Fremd-Organismus wie einem Parasiten, von Bakterien oder einem Virus kommen, aber auch bei einer Störung des Immunsystems von körpereigenen Stoffen ausgehen.</p><p></p><p>Immunglobuline sind hochkomplexe Proteine, die sich als eine Art „Schlüssel" an die Antigene (Schloss) heften und sie als Fremdkörper markieren.</p><p></p><h2>Wo kommt Immunglobulin Y vor?</h2><p></p><p>Im Laufe der Evolution haben sich die Immunglobuline weiterentwickelt und sich in verschiedene Formen für unterschiedliche Aufgaben entwickelt. Zur Übersichtlichkeit wurden sie von Forschern in Gruppen und Untergruppen eingeteilt und mit Buchstaben bezeichnet. Am Buchstaben ist so zum Beispiel ersichtlich, wo das Immunglobulin gebildet wird und welche Aufgaben es hat.</p><p></p><p>Das vor allem in Hühnereiern in hoher Konzentration vorkommende „Immunglobulin Y“ (<em>kurz: IgY. Das  Y stammt von „Yolk“, englisch für Eigelb</em>) ist von seinem Aufbau her ähnlich dem menschlichen Immunglobulin G (IgG), das vor allem gegen Viren und Bakterien wirkt. Die Ähnlichkeit zeigt sich auch bei den Alternativ-Namen des IgY: "Hühner-IgG", "Eigelb-IgG" oder "7S-IgG".</p><p></p><p>Die Ähnlichkeit zum menschlichen IgG und die einfache und preiswerte Herstellung führen seit längerem zur Verwendung im Labor und bei der Nutztierhaltung.</p><p></p><h2>So wird IgY produziert</h2><p></p><p>Zur Produktion von IgY werden Hennen mit einem Antigen in Kontakt gebracht. Sie werden „immunisiert“. Das heißt: Die Hennen bilden gegen dieses Antigen Antikörper. Die kommen dann auch in den gelegten Eiern vor. Aus den Eiern werden diese speziellen Antikörper zusammen mit den natürlich vorkommenden Antikörpern extrahiert. Nach Reinigung und Trennung der Antikörper sind diese dann zum Beispiel im Labor verwendbar.</p><p></p><p>Seit einiger Zeit wird IgY gegen einige Infektionserkrankungen eingesetzt – beispielsweise, wenn das Bakterium Helicobacter Pylori krank macht.</p><p></p><p>Der menschliche Darm, seine (Fehl-)Besiedlung mit Mikroorganismen und sein Anteil am Immunsystem sind seit einiger Zeit zu einem wichtigen Forschungsgebiet geworden. Das hat seinen Grund: Es ist wichtig, die genauen Mechanismen und Zusammenhänge zu kennen, bevor das Mikrobiom gezielt korrigiert werden kann  – und falls ja, womit.</p><p></p><p>Die Antikörper-Produktion mit Hühner-Eiern aber ist nicht für alle Erkrankungen so einfach anwendbar. Und jetzt wird's nochmal etwas komplexer: Zum Verständnis muss kurz auf den Unterschied zwischen „polyklonalen“ und „monoklonalen“ Antikörpern eingegangen werden.</p><p></p><h2>Polyklonal und monoklonal – was heißt das?</h2><p></p><p>Der Begriff „polyklonal“ setzt sich aus „poly“ (<em>griechisch für viele</em>) und „klonal“ (<em>griechisch für Zweig oder Schoß</em>) zusammen. Stammt eine Gruppe von Zellen von vielen verschiedenen Zellen ab, so spricht man von „polyklonal“. Werden Antikörper von unterschiedlichen Zellen gebildet, entstehen „polyklonale Antikörper“.</p><p></p><p>Gehen alle Zellen einer Gruppe auf eine einzelne Mutterzelle zurück spricht man von „monoklonal“ (<em>griechisch für allein, einzig, ein</em>) – von einer Mutter abstammend. Die Zellen sind identisch.</p><p></p><p>Für die Immunantwort auf beispielsweise einen Erreger ist ein polyklonaler Wirkstoff eher ein Vorteil, weil unterschiedliche Antikörper gerade so unterschiedlich sein können, dass sie an unterschiedlichen Orten, den sogenannten Epitopen (<em>epi = griechisch für bei, auf; topos = griechisch für Ort</em>) des Erregers angreifen können.</p><p></p><h2>Was IgY von Medikamenten unterscheidet</h2><p></p><p>Immunglobulin Y stammt aus den Eiern immunisierter Hennen, die gegen ein bestimmtes Antigen immunisiert wurden. Es sind also „polyklonale Antikörper“, die an verschiedenen Epitopen (Orten) eines Antigens ansetzten.</p><p></p><p>Die Herstellung eines „monoklonalen Antikörpers“ ist wesentlich aufwändiger. Eine einzelne Zelle wird vermehrt (geklont), womit alle entstehenden Tochterzellen identisch sind. Sie können daher auch nur an einem einzelnen Epitop eines Antigens ansetzen.</p><p></p><p>„Humane monoklonale Antikörper“, die zum Beispiel gegen Psoriasis eingesetzt werden, sind noch zielgerichteter. Sie bestehen nur noch aus menschlichen Aminosäuresequenzen und haben durch das schmale Wirkspektrum weniger unerwünschte Wirkungen.</p><p></p><h2>Wen du vor der Behandlung mit IgY fragen solltest</h2><p></p><p>Allgemein gilt bei Autoimmunerkrankungen, dass das Immunsystem stark und überschießend agiert. Daher sollten Mittel vermieden werden, die das Immunsystem „stärken“. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Bewegung, auch im Freien, ist oft ausreichend.</p><p></p><p>Wer also allgemein eventuell auf das Immunsystem wirkende Nahrungsergänzungsmittel wie eben IgY einnehmen will, sollte das dringend mit seinem behandelnden Arzt absprechen – und nicht mit dem, der sie auch verkauft.</p><p></p><p><em>sia</em></p><p></p><p>? In unserer Community wurde über die Anwendung von IgY bei Schuppenflechte diskutiert. Wenn du wissen willst, wie andere darüber denken: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/32199-erfolgreiche-behandlung-von-psoriasis-mit-igy/?tab=comments#comment-418174" rel="">Behandlung von Psoriasis mit IgY</a></p><p></p><p>Quellen:</p><p></p><ul><li>Wikipedia</li><li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4617726/" rel="external nofollow">IgY antibodies in human nutrition for disease prevention</a></li><li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30044696/" rel="external">Use of chicken immunoglobulin Y in general virology</a></li><li><a href="https://www.genosphere-biotech.com/de/produkt/antikoerperproduktion/igy-antikoerper-aus-huehnereiern/" rel="external nofollow">Antikörperproduktion</a></li><li><a href="http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Dermatologie-und-Allergologie/de/AbteilungenSprechstunden/Autoimmunerkrankungen/FAQ/index.html" rel="external nofollow">Klinikum München - Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie</a></li></ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1094</guid><pubDate>Mon, 14 Dec 2020 19:01:53 +0000</pubDate></item><item><title>Trotz Berufskrankheit im Job bleiben &#x2013; ab Januar 2021 ist das m&#xF6;glich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/trotz-berufskrankheit-im-job-bleiben-ab-januar-2021-ist-das-moeglich/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_12/berufskrankheit-neuerung.jpg.ea03911ce2793cda3d58e37c5344d4af.jpg" /></p>

<p>
	Ab Januar 2021 ist es möglich, trotz einer anerkannten Berufskrankheit weiterhin in dem Beruf zu arbeiten – auch wenn der diese Erkrankung verursacht hat oder sie verschlimmern könnte. Das war bisher nicht möglich. Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern außerdem Vorsorgemaßnahmen anbieten, wenn die im Freien arbeiten. Darauf machte der Hautärzteverband <em>BVDD</em> aufmerksam.
</p>

<p>
	Erkrankungen der Haut stehen mit <a href="https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/bk-geschehen/bk-verdachtsanzeigen/index.jsp" rel="external nofollow">an der Spitze der Berufskranheiten</a>. Das sind Handekzeme und Kontaktallergien, vor allem aber Lichtschädigungen wie aktinische Keratose, weißer und schwarzer Hautkrebs. Schuppenflechte wurde bisher bei sehr wenig Betroffenen als Berufskrankheit anerkannt. Bedingung ist, dass die Psoriasis durch die berufliche Tätigkeit erstmals ausgebrochen ist oder sich durch sie verschlechtert.
</p>

<p>
	Bisher galt, dass jemand ohne Wenn und Aber alle Tätigkeiten zu unterlassen hat, durch die die Krankheit ursächlich entstanden ist oder sich verschlimmern könnte bzw. wiederauflebt (<a href="https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvii/9.html" rel="external nofollow">§9 Abs.4 SGB VII</a>). Ab Janaur 2021 ist es möglich, dann im Beruf zu bleiben, wenn diese Gefahr „<a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Gesetze/siebtes-gesetz-zur-aenderung-des-vierten-buches-sozialgesetzbuch-und-anderer-gesetze.pdf;jsessionid=714EAEE9D8E606C78D3BF6B58A665275.delivery1-master?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="external nofollow">durch andere geeignete Mittel</a>“ beseitigt werden kann.
</p>

<p>
	Die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung müssen aktiv werden und den Betroffenen Schulungen anbieten. Individuell, bezogen auf die eigene Berufskrankheit, ist über Gefahren und Schutzmaßnahmen der Tätigkeit aufzuklären. Die Betroffenen sind verpflichtet, an diesen Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen und sie in der Praxis zu beachten. Sie können rückwirkend bis 1997 überprüfen lassen, ob sie unter diesen Umständen wieder in ihrem Beruf arbeiten dürfen. Entsprechend ändert sich <a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Gesetze/siebtes-gesetz-zur-aenderung-des-vierten-buches-sozialgesetzbuch-und-anderer-gesetze.pdf;jsessionid=714EAEE9D8E606C78D3BF6B58A665275.delivery1-master?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="external nofollow">§12 der Beitragsverfahrensordnung</a>. 
</p>

<p>
	Nur wenn sich durch geeignete Schutzmaßnahmen die Berufskrankheit nicht verbessern lässt, ist ein Tätigkeitsverbot vorgesehen.
</p>

<p>
	Der <a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/pressemitteilungen/details/durchbruch-im-arbeitsschutz-aussenarbeiter-haben-recht-auf-hautkrebsberatung/" rel="external">BVVD weist außerdem auf eine Reglung hin</a>, die für Arbeitnehmer gilt, die im Freien arbeiten und der UV-Strahlung ausgesetzt sind: Arbeitgeber müssen ihnen eine medizinische Vorsorge anbieten, wenn die Betroffenen <a href="https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AMR/pdf/AMR-13-3.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" rel="external nofollow">längere Zeit</a> draußen arbeiten – bei Beginn der Arbeitstätigkeit und danach regelmäßig. Das besagt seit Juli 2019 die <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/arbmedvv/BJNR276810008.html" rel="external nofollow">Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge</a>. 
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/berufskrankheit-haut-job" rel="">Was passiert, wenn die Hautkrankheit eine Berufskrankheit ist?</a> -ausführlicher Artikel im <em>Psoriasis-Netz</em>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2015" rel="">Psoriasis als Berufskrankheit</a>, Bericht von der 48. Tagung der <em>Deutschen Dermatologischen Gesellschaft</em>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1095</guid><pubDate>Sun, 13 Dec 2020 11:54:00 +0000</pubDate></item><item><title>App Sorea will Menschen mit Schuppenflechte begleiten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sorea-helferin-test/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_11/sorea-helferin-test.jpg.b3e4e3cacd7faf8b15592b4ba22767d5.jpg" /></p>
<p><strong>"Sorea Helferin" ist eine neue App für Menschen mit Schuppenflechte. Wir haben sie getestet.</strong></p><h2>Der Test</h2><p><strong>Was verbirgt sich  hinter Sorea?</strong></p><p>Neugierig, wie ich bin, habe ich mir Sorea also auf mein Handy geladen. Wer möchte nicht seinen Hautzustand kontrollieren, seine Schubauslöser verstehen und direkte Hilfe bekommen, wenn einen die Psoriasis mal wieder voll im Griff hat? Ich schon!</p><p>Man kann die vielversprechende "Helferin" wie angekündigt, kostenlos installieren, muss sich dann registrieren, da sie personalisiert ist.</p><p>Zunächst erfährt man im Intro, dass die App einem dabei helfen möchte, seine Krankheit besser zu verstehen. Sie  soll umsetzbare Tipps und Tricks bieten. Die konnte ich aber bisher nicht finden.<strong> </strong>Ich vermute sie im Premiumbereich. Wie ich dahin komme, und ob und welche Kosten auf mich zukommen, wird aber nicht erklärt.</p><p>Dann gebe ich also erst mal meine Daten ein: Wo sind die Pso-Stellen? Wie ausgeprägt sind die Symptome? Wenn man diese Daten regelmäßig einträgt, kann man sich nach einiger Zeit eine Statistik ausdrucken und zum Arzt mitnehmen.</p><p><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsRichText__align--left" data-fileid="19671" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin-symptome.jpg.6a5a785cceefc91a389f3c1aca99cf47.jpg" alt="Sorea Helferin App – Symptom-Angabe" title="Sorea Helferin App – Symptom-Angabe" width="250" height="425" data-full-image="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin-symptome.jpg.6a5a785cceefc91a389f3c1aca99cf47.jpg" loading="lazy"></p><p>Mit einem Doppel-Tippen auf die eingezeichneten Stellen kann man gleich ein Foto von den Psoriasis-Stellen machen. Finde ich gut! Dann hat man den Vergleich und eine fortlaufende Dokumentation. Nur - wo sind meine Fotos geblieben? Ich finde sie nirgends. Vielleicht im Premiumbereich?</p><p>Ich klicke also auf das ausgegraute Schloss am oberen Ende der Seite und komme auf eine Seite <strong>„</strong>Gutscheincode". Hier steht ein Hinweis auf die Freischaltung des vollen App-Umfangs. Dazu benötigt man besagten Gutscheincode. Woher man diesen bekommt? Keine Ahnung! Ich bekomme nur den Hinweis, auf der Homepage nachzusehen. Doch dort finde ich keinen einzigen Hinweis dazu.</p><p>So langsam habe ich keine Lust mehr auf diese App. Ich vermute, sie steht noch gar nicht vollumfänglich zur Verfügung. Die Tipps und Tricks kann ich nämlich auch nicht finden. Da werde ich wohl mal Kontakt aufnehmen und klären, ab wann mir diese App tatsächlich von Nutzen sein soll.</p><p>Doch vorher schaue ich aber doch noch mal gewissenhaft, ob ich nur etwas übersehen habe und klicke das Menü an.</p><div class="ipsRichText__table-wrapper"><table style="min-width: 40px;"><colgroup><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"></colgroup><tbody><tr><th colspan="1" rowspan="1"><p><strong>Der Menüpunkt...</strong></p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p><strong>...und was sich dahinter verbirgt</strong></p></th></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Sorea Home</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ich lande auf der Übersichtsseite mit meinen Daten.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Benutzereinstellungen</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Hier kann ich meine Daten ändern.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Gutscheincode</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Juhu!!! - Äh nein, keine Infos, ich lande wieder auf der Seite</p><p>"Gutscheincode“ ohne nennenswerte Infos.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Einführung</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Das bereits bekannte Intro.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Über Sorea</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Hier steht nichts, aber auch gar nichts über Sorea, lediglich der</p><p>Haftungsauschluss, Datenschutz, AGB und das Impressum.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Feedback</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ich lande in meinem Mail-Programm – und das wird mein nächster Klick sein.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Empfehle Sorea</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Das werde ich momentan ganz sicher noch nicht tun.</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Abmelden</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ja, das ist eine gute Idee! Ich komme vielleicht wieder, wenn die App fertig ist.</p></td></tr></tbody></table></div><h2>Fazit</h2><p>Generell finde ich die Idee hinter dieser App gut. Vor allem weil ich damit Verläufe dokumentieren kann.</p><p>Aber…</p><ul><li><p>…ich finde sie ist noch nicht ausgereift.</p></li><li><p>…mir fehlen noch die versprochenen Informationen, um sie vollumfänglich einsetzen zu können.</p></li></ul><p>Ich persönlich werde diese App so nicht nutzen, da ich keinen Mehrwert erkenne. Vielleicht im Premiumbereich? Was meine Krankenversicherung damit zu tun hat, würde mich auch interessieren. Ich sollte sie bei meinen Daten nennen. Ich finde aber auch auf der Homepage keine Informationen dazu.</p><p><strong>Meine Wünsche</strong></p><p>Ich werde auf alle Fälle den Betreibern mein Feedback zu dieser App und meine Wünsche zukommen lassen.</p><p>Ich hätte gerne mehr Informationen zu den Inhalten direkt in der App. Versprechen sollten eingehalten und nicht „hinter Schlössern“ versteckt werden. Ansonsten verliere ich als Nutzer das Vertrauen.</p><p>Ich hätte gerne zusätzlich eine Rubrik "Therapien", in der ich meine ganzen Salben und Bäder, Tabletten, Spritzen und alternativen Therapieversuche eintragen könnte. Ein Überblick hierzu wäre nicht nur für mich sinnvoll, sondern auch beim Gang zum Arzt und/oder eine Klinik.</p><p><em>Kirsten Socher</em></p><p><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsRichText__align--block" data-fileid="19672" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin.jpg.da42d64ce3702566ed1e8b43b4732a0d.jpg" alt='App "Sorea Helferin"' title='App "Sorea Helferin"' data-full-image="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin.jpg.da42d64ce3702566ed1e8b43b4732a0d.jpg" loading="lazy"></p><h2>Die Fakten</h2><p>"Mit Sorea wird Patienten mit Psoriasis eine digitale Begleitung angeboten", schrieb der Anbieter in einer Pressemitteilung anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages 2020.</p><p>Innerhalb der Sorea-App wird angekündigt, dass Anwender "bald" damit auch in einer Videosprechstunde jederzeit eine Expertenmeinung einholen können.</p><p>Die Hautärztin Dr. Reem Alneebari ist eine der Gründerinnen des Startups. Sie weiß, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie wirksam sie sind: "Der schnellste Weg dorthin ist Betroffenen jedoch oft unklar", meint sie. "Um effizienter die hoch-individuellen Auslöser für Schübe sowie die optimale Therapie zu erkennen, ist die Dokumentation extrem wichtig." Und da soll die Sorea-App die Psoriasis-Patienten und ihre Ärzte unterstützen.</p><p>"Sorea Helferin" kann in den üblichen App-Stores heruntergeladen werden. [<a rel="external nofollow" href="https://apps.apple.com/us/app/psoriasis-helferin-sorea/id1534166965?l=de&amp;ls=1">für iPhone &amp; iPad</a>] [<a rel="external nofollow" href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.soreahealth.soreaapp">für die meisten anderen</a>] Weitere Informationen gibt es auf der <a rel="external nofollow" href="https://www.sorea-health.de">Internetseite zur App</a>.</p><h2>Das Vorbild: Nia Helferin</h2><p>Die "Sorea"-App ist das zweite Produkt der Berliner Startups Nia Health. Das erste war die App Nia für Menschen mit Neurodermitis. Mehr als 6000 Patienten verfolgen damit laut Anbieter ihre Symptome und Auslöser.</p><p>Nia gibt es <a rel="external nofollow" href="https://www.nia-health.de/premium/">in drei Versionen</a>:</p><ul><li><p>einer kostenlosen Basis-Version</p></li><li><p>einer "Tagebuch plus" mit Dokumentation und Auswertung für 9,95 Euro pro Monat</p></li><li><p>einer "Digitalen Begleitung". Sie enthält zusätzlich Schulungsmaterial, einen "Schubalarm" und einen PDF-Report. Versicherte der Krankenkassen KKH, DAK, IKK Südwest und BKK Pfalz können die App inklusive digitaler Begleitung für einige Monate kostenlos nutzen. Alle anderen Nutzer sollen 49,95 Euro im Monat bezahlen.</p></li><li><p>einer weiteren Version mit Experten-Coaching dazukommen. Dort sind zwei Beratungstermine pro Monat enthalten – inklusive Therapieplan und Rezept.</p></li></ul><p>Seit April 2021 wird Nia mit einem Sponsoring der Pharmafirma Sanofi Genzyme unterstützt.</p><h2>Tipps zum Weiterlesen</h2><p><strong>“Es ist wichtig, frühzeitig an die Kommerzialisierung zu denken”</strong><br>(<a rel="external nofollow" href="https://www.deutsche-startups.de/2023/10/31/nia-health-hauterkrankungen/">deutsche-startups, 31.10.2023</a>)<br>Auf die Frage nach dem Geschäftsmodell antwortet Gründer Tobias Seidl:</p><blockquote class="ipsQuote" cite="" data-ipsquote=""><header class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</header><div class="ipsQuote_contents" data-ipstruncate=""><p>Diese Daten aus dem Therapiealltag werden sorgfältig pseudonymisiert, um die Privatsphäre der Patient:innen und Patienten zu schützen. Die Insights daraus werden kooperierenden Pharmaunternehmen zur Verfügung gestellt, damit sie daraus gezielte personalisierte Therapien entwickeln können, um anderen Betroffenen zu helfen.</p></div></blockquote><p><strong>Nia Health erhält 3,5 Mio. Euro-Finanzierung</strong><br>(<a rel="external nofollow" href="https://medtech-zwo.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten/nia-health-erhaelt-35-mio-euro-finanzierung.html">medtech zwo, 16.05.2023</a>)<br>Das Berliner Health-Tech Start-up Nia Health, ein Spin-off der Berliner Universitätsmedizin Charité, erhält in einer Seed-Finanzierungsrunde 3,5 Mio. Lead-Investor ist der High-Tech Gründerfonds.</p><p><strong>Neue Kooperation: <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr> und Nia Health</strong><br>(<a rel="external" href="https://www.psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/pressemitteilung-dpb-und-nia-health-kooperieren/">Deutscher Psoriasis-Bund e.V., 22.10.2022</a>)<br>"Das Berliner Digital Health-Unternehmen Nia Health GmbH und der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (<abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr>) kooperieren nun offiziell. Gemeinsames Ziel der Kooperation ist es, Psoriasis zu entstigmatisieren und die Lebensqualität der Psoriasis-Betroffenen zu verbessern."</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1089</guid><pubDate>Wed, 11 Nov 2020 18:11:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenforum Neurodermitis &#x2013; Ihr fragt, Professor Kleine-Tebbe antwortet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-expertenforum/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_11/neurodermitis_knie.jpg.d173813ca36b2850bdd2819685b49b6d.jpg" /></p>

<p>
	Neurodermitis gilt in hoch entwickelten Ländern als die am häufigsten verbreitete Hautkrankheit bei Kindern und Jugendlichen. Die leiden oft erheblich darunter: nicht nur unter der stark entzündeten Haut, sondern vor allem unter Juckreiz. Die Krankheit führt zu Allergien, Asthma und Heuschnupfen. Bei den meisten geht sie spätestens mit der Pubertät zurück oder mildert sich stark ab.
</p>

<p>
	Wer als Erwachsener daran weiterhin oder neu erkrankt ist, hatte bisher wenig Chancen auf grundlegende Besserung. In schweren Fällen mussten innerliche Mittel gegeben werden, die erhebliche Nebenwirkungen verursachen können.
</p>

<p>
	Erst in den letzten Jahren ist die Erforschung der Neurodermitis deutlich vorangekommen: Seit 2017 gibt es das erste Biologikum für schwer betroffene Erwachsene. Das ist seit 2019 auch für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Weitere innerliche und äußerliche Medikamente werden in den kommenden Jahren folgen. 
</p>

<div>
	<div>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forum/182-neurodermitis/" rel="">Hin zum Expertenforum</a>
	</div>
</div>

<p>
	Es wird immer deutlicher, dass es Krankheiten gibt, die bei Neurodermitikern häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung (Begleiterkrankungen). Dazu gehörten die Augenkrankheit Keratokonus, die Reibeisenhaut (Keratosis pilaris) und vor allem Depressionen, Angststörungen und Selbsttötungen. Das „metabolische Syndrom“ mit Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Fettsucht hat man bisher nur in den USA und in Asien verstärkt bei Neurodermitikern festgestellt.
</p>

<div>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="png" data-fileid="19670" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/joerg-kleine-tebbe.png.860985455ae10bda9008b2d059eec820.png" rel="" style="float: left;"><img alt="Professor Jörg Kleine-Tebbe" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19670" style="height: auto; width: 91px;" width="91" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/joerg-kleine-tebbe.png.860985455ae10bda9008b2d059eec820.png" loading="lazy" height="137.41"></a><strong>Vom 23. bis 25. November 2020 antwortete <a href="http://allergie-experten.de/allergie-zentrum-aazw/mitarbeiter/professor-dr-med-jorg-kleine-tebbe/" rel="external nofollow">Professor Jörg Kleine-Tebbe</a> in unserem Forum auf alle Fragen zur Neurodermitis.</strong> Er praktizierte im Allergie- und Asthma Zentrum Berlin-Westend.
</div>

<div>
	<div>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/182-neurodermitis/" rel="">Hin zum Expertenforum</a>
	</div>
</div>

<h2>
	So kann Neurodermitis aussehen
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed6076577114" id="ips_uid_8881_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1519-neurodermitis/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	<em>Das Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziert.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1088</guid><pubDate>Wed, 04 Nov 2020 17:46:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neurodermitis gibt's bei Kleinkindern und Frauen besonders h&#xE4;ufig</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-zahlen-maenner-frauen-kinder/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_09/neurodermitis-stellen.jpg.24a311907b5904db7193dc3c1ed24f7b.jpg" /></p>

<p></p><p>Mehr als 3,6 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Neurodermitis – so oft lautete jedenfalls die Diagnose im Jahr 2018 so. Die Krankenkasse Barmer hat die Zahlen analysiert und ein wenig "aufgedröselt". Betroffen sind vor allem Kleinkinder und Frauen.</p><p></p><ul><li>Jedes zehnte Baby wird laut der Analyse schon mit Neurodermitis geboren. </li><li>Jeder sechste Junge und jedes achte Mädchen zwischen 1 und 4 Jahren hat Neurodermitis.</li><li>Im Alter zwischen 5 und 9 haben ungefähr gleich viele Mädchen und Jungen die Erkrankung. Danach ziehen die Mädchen und Frauen vor.</li></ul><p></p><p>Besonders deutlich wird der Unterschied in der Altersklasse der 40- bis 45-Jährigen: Dann haben 2,47 Prozent der Männer und 4,43 Prozent der Frauen eine Neurodermitis. Eine Erklärung hat Dr. Utta Petzold, Hautärztin bei der BARMER: „Das Auftreten einer Neurodermitis wird möglicherweise auch durch den Hormonhaushalt beeinflusst. So ließe sich erklären, dass vor der Pubertät häufiger die Jungen und danach verstärkt die Frauen betroffenen sind.“</p><p></p><div><a href="https://datawrapper.dwcdn.net/kTtMw/1/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/kTtMw/1/</a></div><p></p><p>„Neurodermitis ist Ausdruck einer geschädigten Hautbarriere und macht die Haut anfällig für Keime", sagt Dr. Utta Petzold, Hautärztin bei der BARMER. Es könne zu Infektionen mit schlimmstenfalls lebensbedrohlichem Verlauf kommen. "Ziel einer Neurodermitis-Therapie ist die Symptomfreiheit. Auch wenn eine Neurodermitis nicht heilbar ist, sollte man frühzeitig den Arzt aufsuchen, um die Symptome zumindest zu lindern oder die symptomfreien Phasen zu verlängern.“</p><p></p><h2>Neurodermitis ist in Ostdeutschland häufiger</h2><p></p><p>Eine weitere Auffälligkeit ist die regionale Verteilung der Diagnose: Nach der BARMER-Analyse tritt Neurodermitis allem voran in den ostdeutschen Bundesländern auf. Im Jahr 2018 wurde die Krankheit bei 5,54 Prozent der Bevölkerung von Sachsen diagnostiziert, gefolgt von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die niedrigsten Raten gab es in Bayern mit 3,82 Prozent und Schleswig-Holstein mit 3,83 Prozent. </p><p></p><p>Aber auch dafür gibt es eine mögliche Erklärung von Dr. Petzold: „Die vergleichsweise häufigen Neurodermitis-Fälle in Ostdeutschland können auch mit einem verstärkten Flug vereinzelter Pollenarten vor Ort zusammenhängen, wie es im Jahr 2018 der Fall war." Bis zu 80 Prozent der Neurodermitis-Patienten würden empfindlich auf Umweltallergene wie Pollen reagieren, was dann einen Ekzem-Schub auslösen könne. "Da Menschen mit Neurodermitis ohnehin eine sehr durchlässige Hautbarriere hätten, könnten Pollen leichter eindringen und dort eine Entzündungsreaktion auslösen."</p><p></p><p>? Welche Erfahrungen hast du mit deiner Neurodermitis gemacht? Gehst du damit überhaupt zum Arzt? Was hilft dir? Was nicht? Teile in den Kommentaren deine Erfahrungen, deine Meinung!</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1086</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2020 13:35:27 +0000</pubDate></item><item><title>Triff andere Menschen mit Schuppenflechte am Video-Stammtisch</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/videochat/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_09/videokonferenz.jpg.8f2708109adf766fa19e1defe295ee81.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Einmal im Monat sind wir im Video-Chat anzutreffen – immer am letzten Sonntag im Monat um 19.30 Uhr.</strong> Das ist eine prima Gelegenheit, andere Menschen zu treffen, die das gleiche Problem haben wie du – nämlich Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	Angefangen hat der Video-Treff, als Corona die meisten von uns ausbremste. Weil da fast noch Winter war, sahen wir uns schon sonntags um 15 Uhr. Im Sommer wurde daraus eine abendliche Video-Konferenz um 20 Uhr, und angesichts der Uhrzeit tauften wir sie "Knabberkram &amp; Schuppenflechte".
</p>

<p>
	Leg also einen leckeres Snack bereit, stell dir ein Getränk hin und komm in unseren Videochat. Wir sind größtenteils harmlos <img alt=";)" data-emoticon="true" height="20" loading="lazy" src="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/default_wink.png" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20"> Und wenn du dich nicht vor die Kamera traust – kein Problem. Du kannst die Webcam auslassen oder auch nur per Telefon teilnehmen. 
</p>

<p>
	Wir bieten kein pseudo-wissenschaftliches Seminar an, wir verkaufen nichts – wir wollen nur miteinander reden.
</p>

<p>
	Für die Videokonferenz nutzen wir die Software Zoom. Die kannst du <a href="https://zoom.us/download#client_4meeting" rel="external nofollow">hier</a> für den Rechner herunterladen. Es gibt sie aber auch für Smartphones (<a href="https://zoom.us/download#client_iphone" rel="external nofollow">iOS</a> | <a href="https://zoom.us/download#mobile_app" rel="external nofollow">Android</a>)
</p>

<p>
	Die Zugangsdaten findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/calendar/event/791-knabberkram-schuppenflechte-%E2%80%93-der-videostammtisch/" rel="">immer in unserer Community</a>. Du kannst uns aber auch deine E-Mail-Adresse dalassen und wir schicken dir rechtzeitig, wie wir zu finden sind (und damit auch eine Erinnerung).
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1081</guid><pubDate>Wed, 02 Sep 2020 15:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Regeln f&#xFC;r Biologika-Rezepte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/biologika-neue-regelungen-2020/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_08/arzt-computer-ueberlegt.jpg.20ab0de7c34e8f34795d531e95d2da27.jpg" /></p>
<ul>
	<li>
		Wer in nächster Zeit ein Biologikum verschrieben bekommen will, darf sich nicht wundern, wenn die Ärztin oder der Arzt dafür längere Zeit benötigt: Mehrere aktuelle Regelungen machen es mitunter nötig, sich erst einmal in diversen Hinweisschreiben oder auf dem Computer zu informieren.
	</li>
	<li>
		Am Ende kann auf dem Rezept ein völlig anderes Präparat stehen, als man es bisher bekommen hat. Lassen Sie sich genau erklären, ob es Unterschiede zum bisherigen gibt. Vor allem bestehen Sie darauf genau erklärt zu bekommen, wie bei diesem Präparat der Pen oder die Spritze angewendet wird.
	</li>
	<li>
		Wer erstmals auf ein Biologikum hofft, muss im schlimmsten Fall damit rechnen, einen weniger teuren Wirkstoff verschrieben zu bekommen. Als Patient sollte man sich das erklären lassen. Es macht Sinn, sich vorher darüber zu informieren, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019/" rel="">welche Biologika im individuellen Fall in Frage kämen</a>.
	</li>
</ul>

<p>
	„Die goldenen Zeiten, in denen Dermatologen fast grenzenlos teure Biologika verschreiben konnten, sind jetzt endgültig vorbei“, sagte Dr. Thomas Stavermann, der Berliner Vertreter des <em>Bundesverbandes der Deutschen Dermatologe</em>n, im Juni 2020 bei einem Webinar. Aus Patientensicht gab es diese Zeiten nie für alle. Bis 2018 war es den Ärzten zwar möglich, relativ frei verschreiben zu können (§ 106, Abs. 5e SGB V). Sie mussten nicht befürchten, Medikamente nachträglich aus eigener Tasche zu bezahlen, wenn sie das Budget überschritten hatten („Regress“). Trotzdem verschrieb nur jeder dritte Dermatologe in Deutschland Biologika. In manchen Bundesländern waren es mehr, in vielen weniger. Einige Kassenärztliche Vereinigungen (KV) haben Ärzte erheblich unter Druck gesetzt, keine Biologika zu verordnen, zum Beispiel die <em>KV Baden-Württemberg</em>.
</p>

<p>
	Seit 2007 versuchen die Krankenkassen ihre Ausgaben mit Hilfe von „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittel-Rabattvertrag" rel="external">Arzneimittel-Rabattverträgen</a>“ zu senken: Gibt es für einen Wirkstoff mehrere Präparate, erhalten Patienten grundsätzlich nur das, für das ihre Krankenkasse einen Rabatt ausgehandelt hat.
</p>

<p>
	2013 kam das erste <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/infliximab//inflectra-infliximab-biosimilar" rel="">Biosimilar für Psoriasis und Psoriasis Arthritis</a> auf den Markt. Inzwischen gibt es für <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/infliximab/inflectra-infliximab-biosimilar" rel="">mehrere TNF-Alpha-Hemmer</a> diese Nachahmerprodukte. Sie sind <a href="https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Biosimilar-Markt-im-Umbruch-225139.html" rel="external">20 bis 30% billiger als die Originalpräparate</a>. Es ist gesichert, dass sie <a href="https://www.gesundheitsinformation.de/biologika-und-biosimilars.html" rel="external">genauso gut wirken wie die Originale</a>. Trotzdem wurden sie bisher eher zögerlich verschrieben.
</p>

<p>
	Seit 2019 gibt es einen „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd/" rel="">Psoriasis-Versorgungsvertrag</a>“. Ärzte erhalten Prämien und einen Abschlag auf die der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd" rel="">KV</a> gemeldeten Verschreibungen. Die beteiligten Krankenkassen sparen Geld, weil überwiegend Rabatt-Präparate verschrieben werden müssen. Patienten konnten dadurch hoffen, leichter mit einem Biologikum behandelt zu werden. An diesem Versorgungsmodell können sich aber nur bestimmte Hautärzte beteiligen und nur mit Patienten, die Mitglied einer der beteiligten Krankenkassen sind.
</p>

<p>
	Ab 2020 gelten in Berlin neue <a href="https://www.kvberlin.de/fileadmin/user_upload/newsletter/verordnungsnews/verordnungsnews_01_2020.pdf" rel="external nofollow">Verordnungsrichtlinien für Kassenpatienten</a>. Früher oder später werden andere Kassenärztliche Vereinigungen ähnliche Regelungen übernehmen: Ärzte dürfen insgesamt nicht zu viel verschreiben. Der Wert aller verordneten Arzneimittel darf den Durchschnittswert ihrer Fachgruppe nicht überschreiten. Solange die Mehrheit der Dermatologen keine hochpreisigen Medikamente verschreibt, drückt sie damit diesen Durchschnittswert.
</p>

<p>
	Kompliziert wird es, weil den Ärzten Anreize gesetzt werden, bestimmte (preisgünstige) Medikamente zu verschreiben. Nicht in die „Obergrenze“ eingerechnet werden Biologika, die <a href="https://www.kvberlin.de/fuer-praxen/alles-fuer-den-praxisalltag/verordnung/wirtschaftlichkeitspruefung" rel="external nofollow">bundesweit als „Praxisbesonderheit“ anerkannt</a> werden. Bei Psoriasis sind das <span ipsnoautolink="true">Cosentyx</span> (Secukinumab), <span ipsnoautolink="true">Kyntheum</span> (Brodalumab) <span ipsnoautolink="true">Taltz</span> (Ixekizumab) und <span ipsnoautolink="true">Tremfya</span> (Guselkumab). Unberücksichtigt bleiben alle Verordnungen für TNF-Alpha-Blocker, wenn die „Zielquote“ erreicht wird, mindestens 32 Prozent Biosimilars zu verschreiben. Das gleiche gilt, wenn es der Arzt es schafft, von allen innerlichen Psoriasis-Medikamenten mindestens 36 Prozent auf Fumarsäure, <span ipsnoautolink="true">Methotrexat</span>, <span ipsnoautolink="true">Ciclosporin</span> oder <span ipsnoautolink="true">Acitretin</span> zu verteilen.
</p>

<p>
	Im August 2020 empfahl der <em>Gemeinsame Bundesausschuss</em> (<em>GBA</em>) die <a href="https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/886/" rel="external nofollow">Arzneimittel-Richtlinie zu ändern</a>. Ärzte <em>sollen</em> zukünftig billigere Nachahmerprodukte (Biosimilars) anstelle hochpreisiger Biologika verschreiben. Davon darf abgewichen werden, wenn genau dieses Präparat für einen Patienten nicht geeignet ist. Zum Beispiel wegen individueller Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen oder „instabiler Therapiesituation“.
</p>

<p>
	Eine Ausnahme gibt es: Der Arzt muss nicht nach einem preisgünstigen Biosimilar suchen, wenn die Krankenversicherung des Betroffenen für das Originalpräparat (als "Referenz-Arzneimittel") einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Im Gegensatz zu regionalen KV-Richtlinien gelten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittel-Richtlinie" rel="external">Arzneimittel-Richtlinien</a> überregional in ganz Deutschland.
</p>

<p>
	Die Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss, Dr. Cornelia Sander, befürchtet, dass Patienten allein aus Kostengründen mehrfach das Präparat wechseln müssen. Sie verweist darauf, dass es dazu „<a href="https://www.bag-selbsthilfe.de/aktuelles/nachrichten/detail/news/patientenvertretung-im-g-ba-unklares-risiko-fr-patientinnen-und-patienten-g-ba-ebnet-weg-fr-austausc/" rel="external nofollow">kritische Einschätzungen der Expertinnen und Experten der wissenschaftlichen Fachgesellschaften</a>" gäbe.
</p>

<p>
	Wechseln wäre nur dann akzeptabel wenn <em><span style="text-decoration:underline;">einmalig</span></em> von einem „Original-Biologikum“ auf ein Biosimilar umgestellt werde. Das sei in Studien untersucht und für unbedenklich erklärt worden. Man wisse aber nicht, welche Wirkungen und Nebenwirkungen auftreten können, wenn von einem Biosimilar zum anderen gewechselt werde. Denn die Präparate seien dem Original nur „ähnlich“.
</p>

<p>
	Dr. Sander sieht darüber hinaus weitere Gefahren: Patienten könnten denken, das neue Medikament wirke nicht so gut, z.B. weil es billiger ist. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt" rel="external">Nocebo-Effekt</a> könnte dann genau dazu führen, dass das Präparat schlechter anschlägt. Patienten könnten nachlässiger oder unsicherer werden, wenn sie sich "mehrfach" auf unterschiedliche Modelle der Spritzen und Pens einstellen müssen. Wenn Patienten sich mit dem Medikament nicht richtig behandeln, könnte es zu „Wirksamkeitsverlusten oder sogar Schäden“ kommen. Sie fordert, die Patienten beim Wechsel genau aufzuklären und zu schulen. 
</p>

<h2>
	Unsere Meinung
</h2>

<p>
	Grundsätzlich ist es richtig, bei derart teuren Medikamenten wie den Biologika Ärzte zu verantwortungsvollem Verschreiben anzuhalten. Jede Wirkstoffgruppe ist im Großen und Ganzen vertreten, wenn auch nicht jedes Präparat. Die Pharmafirmen sollen dazu gebracht werden, mit den Krankenkassen Rabattverträge abzuschließen. Vor allem neue Präparate werden dabei erst einmal das Nachsehen haben – selbst wenn sie effektiver sind und weniger Nebenwirkungen haben. Für Patienten ist zu hoffen, dass eine Zielquoten-Regelung für ihre Therapie nicht nachteilig ist. So sollen z.B. in Berlin mindestens 36 % der Psoriasis-Verschreibungen Klassiker-Medikamente sein, die schon seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Es gibt Patienten, bei denen diese gut anschlagen. Aber erst die neuen Wirkstoffe schaffen es, dass bei deutlich mehr Betroffenen die Schuppenflechte nahezu oder völlig verschwindet. Was verschreibt der Arzt, wenn die Zielquote noch nicht erreicht ist, aber aus medizinischen Gründen teurere Wirkstoffe nötig wären? Da gilt es, als Patient genau nachzufragen.
</p>

<p>
	Auf Dermatologen-Kongressen wird zurzeit genau aufgelistet, welches der fast 20 Biologika in welchen Fällen besonders geeignet ist. In der Praxis muss auf ganz andere Dinge geachtet werden: Preise, Rabattverträge, bundesweite Praxisbesonderheiten, Mindestanteil bestimmter Arzneimittelgruppen, Einhaltung von Verschreibungsgrenzen usw. Das komplizierte Verfahren könnte in manchen Fällen dazu führen, dass Patienten nicht mit dem für sie persönlich geeignetsten Medikament behandelt werden. Im Zweifel sollten Sie als Patient nachfragen.
</p>

<p>
	Die Einwände Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss können wir so nicht teilen. Der Hinweis, die Biosimilars seien den Biologika nur ähnlich, unterstellt, dass die Original-Biologika immer gleich seien. Sind sie aber nicht: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/mirikizumab/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2018/" rel="">Nach unserer Information </a>unterscheiden sich die Chargen <em>aller</em> Präparate, die bio-technisch hergestellt werden. Weil mit lebenden Zellen gearbeitet wird, gibt es immer minimale Abweichungen – bei den Original-Biologika wie bei den Biosimilars.
</p>

<p>
	Dr. Sander befürchtet, die Patienten wären überfordert, sich "immer wieder" auf andere Spritzen und Pens einzustellen. Das kann, muss aber nicht sein. Vermutlich ist das individuelle verschieden. Nach unserer Erfahrung gibt es Unterschiede, meist in den Sicherungseinstellungen, machmal in der Form. Aber das mechanische Prinzip ist bei allen das gleiche. Wie oft dann tatsächlich das Präparat gewechselt wird und ob die Patienten wirklich mit der Handhabung ernste Probleme haben, wird die Praxis zeigen. Als Patient sollten Sie den Arzt oder die Mitarbeiter solange fragen, bis Sie mit der Spritze oder dem Pen umgehen können.
</p>

<p>
	Alle diesen Sparmaßnahmen zielen auf "hochpreisige" Medikamente. Damit wird das dahinter stehende Grundproblem letztendlich auf Ärzte und Patienten abgewälzt: In Deutschland dürfen die Pharmafirmen für neue Medikamente umstritten hohe Preise verlangen. Experten haben nachgewiesen, dass diese <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/pharmaindustrie-lukrative-krebsmedikamente/20324156.html" rel="external nofollow">Preise unberechtigt hoch angesetzt </a>sind. Seit Jahren zählen die <a href="https://www.gg-digital.de/2019/09/pharmagewinne-auf-kassenkosten/index.html" rel="external nofollow">Gewinne der weltweit agierenden Pharmakonzerne zu den höchsten</a>. Finanziert werden sie aus den Mitgliedsbeiträgen der Krankenkassen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1083</guid><pubDate>Thu, 27 Aug 2020 18:47:00 +0000</pubDate></item><item><title>In "Animal Crossing" k&#xF6;nnen sich Spieler jetzt mit Psoriasis zeigen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/animal-crossing-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_08/animal-crossing-new-horizons-psoriasis.jpg.e94303161e67050e166ea7996435033f.jpg" /></p>

<p></p><p>Wer sagt, dass Figuren in Spielen immer entweder sexy oder brutal oder infantil aussehen müssen? Niemand nämlich. Und so können Spieler in "Animal Crossing – New Horizons" jetzt ein neues Design für ihren Charakter auswählen. Das Besondere: Die Outfits haben alle mit Haut- und anderen Problemen zu tun.</p><p></p><p>Im Spiel für die Nintendo-Switch-Konsole kann also jeder mit Vitiligo, Akne, Cellulite, Narben, Falten oder Rosacea herumlaufen – oder eben mit Schuppenflechte. Andere Outfits lassen die Figuren mit einer Prothese oder nach einer Brustamputation erscheinen.</p><p></p><p>Geschaffen wurden die 19 Outfits der "Skinclusive Summer Line" von Nicole Cuffihy. Sie spielt selbst "Animal Crossing" und ist im echten Leben Kostüm- und Charakterdesignerin für Film, Animation und Videospiele. </p><p></p><p>Bei den Entwürfen für das Spiel hatte sie Verwandte und Bekannte vor Augen:</p><p></p><blockquote><p>Während ich entwarf, dachte ich an diejenigen in meinem eigenen Leben, die jeden Hauttyp repräsentieren und wollte Designs kreieren, die sie zu schätzen wüssten: Ein helles Kleid für meine selbstbewusste Freundin, die ihre Akne nicht versteckt, ein modischer Look für meinen künstlerischen Freund mit einer tiefen Narbe und ein feminines Spitzenoberteil für meine mutige Tante, die einer Brustamputation unterzogen wurde.</p><cite>Designerin Nicole Cuffihy</cite></blockquote><p></p><p>Schön auch: Jedes Outfit gibt es für acht verschiedene Hauttöne.</p><p></p><div><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_08/animal-crossing-schuppenflechte.jpg.90decfa5ded059d714d9d95492b6cc86.jpg" data-fileid="19667" data-fileext="jpg" rel=""><img data-fileid="19667" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" alt="Schuppenflechte-Stellen in Animal Crossing" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_08/animal-crossing-schuppenflechte.jpg.90decfa5ded059d714d9d95492b6cc86.jpg" loading="lazy"></a></div><p></p><p>Der Avatar mit Schuppenflechte kann im Spiel nun also eine Art Strampler mit Rüschen tragen, darüber einen durchsichtigen "Umhang". Die Psoriasis-Stellen an Armen und Beinen sind deutlich zu sehen – wie das im echten Leben eben so ist.</p><p></p><h2>Vielfalt auf der Spielekonsole</h2><p></p><p>Hinter der Aktion steckt die Firma Gilette, die damit Werbung für ihre Rasierer verbindet. Sie schreibt dazu:</p><p></p><blockquote><p>In einem Spiel, in dem Individualisierung alles ist, und als Marke, die für das Recht jeder Frau eintritt, sich in ihrer eigenen Haut wohl zu fühlen, wollten wir den Spielern die Möglichkeit bieten, ihre Haut in ihrem echten Leben mit ihrem Avatar zu zeigen.</p><cite>Gilette Venus</cite></blockquote><p></p><p>Wer sich alle Outfits ansehen will und keine Nintendo Switch hat, findet alles in einem "<a href="https://www.gillettevenus.com/content/The%20Venus%20Skinclusive%20Summer%20Line%20Lookbook.pdf" rel="external nofollow">Lookbook</a>" (PDF). Darin wird zu jedem Haut- und anderen Problem noch kurz etwas erklärt.</p><p></p><p>Und wer nun in "Animal Crossing – New Horizons" loslegen will: Voraussetzung ist eine Online-Mitgliedschaft bei Nintendo Switch. Im Spiel wird die  Schneiderei am Design-Terminal angesteuert. Dort gibt man den Code für das Outfit aus der Summer Line-Collection ein und speichert ihn ab. Dann wird er über die Design-App auf dem NookPhone auf die Figur angewendet – und schon geht's los mit dem neuen Stil.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1082</guid><pubDate>Sat, 15 Aug 2020 17:56:25 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Spezial-Sprechstunde f&#xFC;r Psoriasis arthritis in Mannheim</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neue-spezial-sprechstunde-fuer-psoriasis-arthritis-in-mannheim/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_07/schuppenflechte-psoriasis-arthritis-mannheim.jpg.1d5bd82f4f2bc4a252e39300b9c90857.jpg" /></p>

<p>
	Ärzte am Universitätsklinikum Mannheim bieten jetzt eine Spezial-Sprechstunde für Menschen mit <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> an. Experten aus den Abteilungen Rheumatologie und Dermatologie sorgen gemeinsam dafür, dass die Patienten eine gesicherte Diagnose und eine Therapie bekommen.
</p>

<p>
	Bei etwa einem Drittel der Menschen mit Schuppenflechte entzünden sich nach einiger Zeit zusätzlich die Gelenke. Es kommt zu besagter Psoriasis arthritis. Noch kniffliger wird es, wenn zuerst die Gelenkentzündung auftritt, bevor die Psoriasis an der Haut hinzukommt. Das Problem: Die Gelenkerkrankung sollte so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. So können Langzeitschäden vermieden werden.
</p>

<p>
	In der ersten interdisziplinären dermato-rheumatologischen Sprechstunde im süddeutschen Raum sichern zwei Experten die Diagnose. Dazu nutzen sie neben klinischen und Laboruntersuchungen auch bildgebende Verfahren wie die muskuloskelettale Sonographie und MRT. Daraus leiten sie dann eine individuell angepasste Therapie ab.
</p>

<p>
	Die Patienten der Sprechstunde können außerdem mit einer App die Krankheitsaktivität auch zwischen den Besuchen in der Sprechstunde erfassen.   
</p>

<p>
	Wer die Sprechstunde nutzen will, muss eine Überweisung vom Hautarzt oder Rheumatologen mitbringen. Termine können per E-Mail vereinbart werden. Die Adresse dafür lautet <a href="mailto:psoriasis-arthritis@umm.de" rel="">psoriasis-arthritis@umm.de</a>.   
</p>

<p>
	Versorgungswissenschaftler begleiten das Projekt. Sie wollen mehr über mögliche Vorteile des gemeinsamen Vorgehens erfahren.
</p>

<p>
	? In unserem Forum tauschen Betroffene ihre <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Erfahrungen mit Psoriasis arthritis</a> aus. Wir freuen über jeden, der dort mitschreibt. Und wenn Du Leute aus deiner Gegend suchst – Du findest sie in der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/160-bawue-forum/" rel="">Gruppe für Baden-Württemberg</a> oder <a href="https://www.psoriasis-netz.de/communitymap/" rel="">auf der Landkarte</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1080</guid><pubDate>Thu, 16 Jul 2020 18:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Kassen bezahlen k&#xFC;nftig Balneophototherapie auch bei Neurodermitis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/balneophototherapie-neurodermitis-kassenleistung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_05/solarium-von-innen.jpg.1d46406205bd07e1c666519faa387ea0.jpg" /></p>

<p>
	Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können ab Oktober 2020 bei ihrem Arzt auch eine <span ipsnoautolink="true">Balneophototherapie</span> bekommen, bezahlt von der gesetzlichen Krankenkasse. Dabei ist es egal, ob die synchrone oder asynchrone Methode gewählt wird. Bei der Balneophototherapie werden Wannenbäder mit Badezusätzen und eine Bestrahlung kombiniert – zeitgleich oder nach dem "Wassern".
</p>

<p>
	Empfohlen wird eine Behandlung drei- bis fünfmal pro Woche. Insgesamt kann ein Behandlungszyklus bis zu 35 Sitzungen haben.
</p>

<p>
	In Studien war nachgewiesen worden, dass die Balneophototherapie bei Erwachsenen mit Neurodermitis einen höheren Nutzen hat als die "trockene" UV-Bestrahlung. Bei allen, die jünger als 18 Jahre sind, sollte der Arzt vorher alle anderen Behandlungsmöglichkeiten prüfen, denn für Jüngere gibt es keine entsprechenden Studienergebnisse.
</p>

<p>
	Die Balneophototherapie kann ambulant absolviert werden. Der Bewertungsausschuss hat inzwischen entschieden, wieviel Geld die Ärzte dafür bekommen. Wichtig: Der Arzt muss auch eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung nach der <span ipsnoautolink="true">Qualitätssicherungsvereinbarung Balneophototherapie</span> haben.
</p>

<p>
	Der Gemeinsame Bundesausschuss beschäftigte sich mit der Balneophototherapie, weil die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der AOK-Bundesverband das beantragt hatten. Die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/iqwig-studie-balneophoto" rel="">Behandlung der mittelschweren bis schweren Schuppenflechte als Kassen-Leistung</a> war vor einigen Jahren wieder möglich geworden. Für das atopische Ekzem fehlten dem Gremium damals – im Jahr 2008 – ausreichende Belege zum möglichen Nutzen oder Schaden. Im Februar 2018 ging es dann in dieser Sache weiter, zumindest für die synchrone Form der Balneophototherapie bei Neurodermitis. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) legte neun Monate später einen <a href="https://www.iqwig.de/projekte/n18-01.html" rel="external nofollow">Rapid Report</a> vor. Der und überzeugte dann – neben dort angegebenen Fachartikeln und zwei Stellungnahmen – den G-BA.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1072</guid><pubDate>Tue, 19 May 2020 12:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Covid-19 kann Hautver&#xE4;nderungen hervorrufen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/covid-19-hautveraenderungen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_05/fuesse-zehen-bett.jpg.ffd95f1511eee216e7e0ba06b0cf3a9a.jpg" /></p>

<p></p><ul><li>Bei manchen Covid-19-Patienten zeigt sich die Erkrankung mit Anzeichen auf der Haut.</li><li>Auffällig oft sind Zehen und manchmal auch Finger von bläulich-lila Verfärbungen betroffen.</li><li>Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und (neue) Hautprobleme bekommt, sollte bei einem Hautarzt vorstellig werden.</li></ul><p></p><p>Eine Infektion mit dem Coronavirus kann an Husten, Schnupfen oder Fieber festgemacht werden. Andere Anzeichen sind fehlender Geschmack oder Geruch. Später kann eine Lungenentzündung hinzukommen. Ein Symptom rückt jetzt erst nach und nach in den Fokus der Aufmerksamkeit: Manche Menschen haben plötzlich blau-lila Verfärbungen an den Zehen, die wie Erfrierungserscheinungen oder Frostbeulen wirken – oder Zehen, die wie bei einer Arthritis geschwollen sind.</p><p></p><p>Einer der ersten Berichte kam aus Italien. Ein 13-Jähriger war Anfang März wegen Flecken an den Zehen bei seinem Kinderarzt. Erst zwei Tage später zeigte der Junge typische Symptome von Covid-19. Im Laufe der Zeit wurde aus einem Fleck am Fuß eine Blase, woraufhin ein plastischer Chirurg Spinnenbisse vermutete und Medikamente verordnete. Die Flecken aber wurden dunkler und verschorften, bis sie schließlich abheilten. Gänzlich klären lässt sich der Fall laut <a href="https://www.fip-ifp.org/wp-content/uploads/2020/04/acroischemia-ENG.pdf" rel="external nofollow">dem Fallbericht</a> allerdings nicht: Der Junge wurde wegen der "damals" in Italien herrschenden Notfallsituation nicht auf eine Coronainfektion getestet, obgleich Mutter und Schwester zuvor entsprechende Symptome hatten.</p><p></p><p>Doch derartige Berichte sollten sich fortan häufen. So hatte Dr. Lindy Fox von der University of California, San Francisco vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie vier oder fünf Patienten pro Jahr, die wegen Erfrierungserscheinungen in ihre Praxis kamen. In den letzten Wochen waren es Dutzende, berichtet sie <a rel="external nofollow" href="https://www.nytimes.com/2020/05/01/health/coronavirus-covid-toe.html">in der "New York Times"</a>. </p><p></p><p>Spanische Mediziner aus einem Krankenhaus haben die <a rel="external nofollow" href="https://www.jaad.org/article/S0190-9622(20)30709-X/pdf">Fälle von 132 ihrer Patienten</a> durchgesehen. Sie alle hatten eines Verdachts auf oder einer tatsächliche Coronavirus-Infektion und waren wegen Hautproblemen zu ihnen gekommen. Fast drei Viertel davon wiesen an den Händen oder Füßen besagte Erfrierungserscheinungen auf, mehr als ein Viertel hatte Rötungen. Doch auch bei dieser Untersuchung gibt es eine Einschränkung: Von den 132 Patienten wurden nur wenige überhaupt auf eine Coronainfektion getestet, und nur bei zwei von ihnen war der Test positiv. "Ob es sich um eine Gerinnungsstörung oder eine Überempfindlichkeitsreaktion handelt, ist noch nicht bekannt", schreiben die Ärzte.</p><p></p><p>Inzwischen <a rel="external nofollow" href="https://www.fip-ifp.org/footregistry/">bittet der Internationale Verband der Podologen</a> um Fotos und Fallberichte, um <a rel="external nofollow" href="https://covidfootregistry.com">ein Register</a> aufzubauen.</p><p></p><h2>Andere Hauterscheinungen im Zusammenhang mit Covid-19</h2><p></p><p>Dr. Sebastiano Recalcati, Hautarzt an einer Klinik in der schwer betroffenen Lombardei, berichtete <a href="https://doi.org/10.1111/JDV.16387" rel="external nofollow">im "Journal of The European Academy of Dermatology and Venereology"</a> über Erfahrungen bei 88 Patienten mit Covid-19. Von ihnen hatte jeder Fünfte auch Hautbeschwerden, die meisten am "Stamm", also an Bauch oder Rücken. Die Ärzte sahen Rötungen, Urtikaria oder Bläschen wie bei Windpocken.</p><p></p><p>In einem Mini-Symposium via Zoom trugen US-Dermatologen kürzlich ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie zusammen. Dr. Steven Chen vom Massachusetts General Hospital twitterte <a rel="external nofollow" href="https://threadreaderapp.com/thread/1255994734708838400.html">die wichtigsten Ergebnisse</a> daraus. Berichtet wurde dabei von den "Covid-Zehen", aber auch von Urtikaria, masernähnlichem Ausschlag, Exanthemen oder „Kältemarmorierung".</p><p></p><p>Lindy Fox, die Ärztin aus San Francisco, berichtete in diesem Symposium außerdem, dass der PCR-Test auf eine Infektion mit Coronaviren bei <em>allen</em> Patienten mit "Corona-Zehen" negativ ausgefallen war. Ihre Hypothese: Manche Patienten werden trotz einer durchgemachten Infektion nicht gegen den Erreger immun.</p><p></p><h2>Bestätigung aus Deutschland</h2><p></p><p>„Vielfach unbekannt ist, dass im Rahmen der Covid-19-Erkrankung auch Hauterkrankungen auftreten können“, <a href="https://www.uniklinikum-jena.de/Uniklinikum+Jena/Aktuelles/Pressemitteilungen/%E2%80%9EDie+Haut+kann+bei+der+COVID_19_Erkrankung+beteiligt+sein%E2%80%9C-pos-0-p-24548.html" rel="external nofollow">meint auch Professor Peter Elsner</a>, Direktor der Klinik für Hauterkrankungen am Universitätsklinikum Jena (UKJ). "Berichte aus den schwerbetroffenen Ländern wie China, Italien oder Spanien zeigten, dass bis zu 20 Prozent der wegen COVID-19 stationär behandelten Patienten Hauterscheinungen aufweisen." Symptome seien vor allem ein Ausschlag mit Rötungen und Knötchen, eine Nesselsucht am ganzen Körper und Bläschen wie bei Windpocken gewesen.</p><p></p><p>Laut Elsner ist unklar, ob das spezielle Anzeichen einer Coronavirus-Infektion oder vielleicht Medikamenten-Nebenwirkungen sind. „Einige Patienten mit schweren Verläufen können auch Hautblutungen, Gefäßverschlüsse an Fingern und Zehen oder eine marmorierte Hautverfärbung entwickeln", so Elsner. Das weise auf eine Beteiligung kleiner Gefäße und deren Verschluss hin.  Weil diese Gefäßveränderungen aber nicht nur an der Haut, sondern auch an der Lunge beschrieben wurden, könnten Hautveränderungen bei der COVID-19-Infektion wichtige Hinweise auf Komplikationen interner Organe geben.</p><p></p><p>Und so lautet das Fazit von Professor Elsner, dass ein Hautarzt hinzugezogen werden sollte, wenn ein Patient mit Covid-19 auch Symptome auf der Haut hat.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1069</guid><pubDate>Sat, 02 May 2020 17:04:50 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis-Informationen bei Facebook &#x2013; wichtig, aber oft auch unzuverl&#xE4;ssig&#xA0;</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-informationen-facebook-studie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_04/facebook-startseite.jpg.8dcf4bff3f424f78453a1ffadb861338.jpg" /></p>
<ul>
	<li>
		„Facebook ist eine wichtige Informationsquelle für Psoriasis-Patienten“, schreiben Forscher in einer neuen Studie. „Die Qualität der angebotenen Informationen scheint jedoch unzureichend zu sein und muss verbessert werden.“ Darum sollten sich ihrer Meinung nach auch Angehörige der Gesundheitsberufe kümmern.
	</li>
	<li>
		Fast drei von vier Facebook-Nutzern mit Schuppenflechte suchen dort auch nach Informationen zu ihrer Erkrankung.
	</li>
	<li>
		Wer in einer Facebook-Gruppe zum Thema Psoriasis ist, gibt an, dass er dank des Netzwerks mit seiner Erkrankung besser umgehen kann.
	</li>
	<li>
		Drei von fünf Facebook-Nutzern mit Schuppenflechte fanden dort schon „unzuverlässige“ Informationen. Fast genauso viele sahen innerhalb von Facebook Werbung in Sachen Psoriasis.
	</li>
</ul>

<p>
	Über Facebook hat fast jeder eine Meinung. Fakt ist: Viele Menschen suchen in dem sozialen Netzwerk auch nach Informationen zum Thema Gesundheit. Münchner Forscher wollten herausbekommen: Wie wichtig ist Facebook für Menschen mit Psoriasis in Deutschland? Und eignet sich Facebook überhaupt als Quelle für Informationen?
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	Also setzten die Wissenschaftler um Barbara Schuster von der TU München eine Online-Umfrage auf. Wir riefen  im Psoriasis-Netz, in unserem Newsletter und in unserer Community zur Teilnahme auf. Die Ergebnisse erschienen jetzt <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.14070" rel="external nofollow">in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft“</a>.
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	Die Forscher konnten die Daten von 101 Befragten in ihre Studie aufnehmen. Drei Viertel von ihnen nutzten damals, um die Jahreswende 2017/2018, Facebook mindestens einmal im Monat – die meisten allerdings öfter, nämlich zwischen 5 und 30 Minuten pro Tag.
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	Unter den Facebook-Nutzern gaben 72 Prozent an, dass sie das soziale Netzwerk auch für die Suche nach Informationen über Hautkrankheiten nutzen – die Jüngeren weniger, die Über-60-Jährigen deutlich mehr.
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	<iframe frameborder="0" height="400" scrolling="no" style="width:0;min-width:100%;border:none;" title="Psoriasis-Themen bei Facebook" loading="lazy"></iframe>
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	Einer von drei Facebook-Nutzern aus der Studie hatte zuvor selbst schon einmal auf Facebook über seine Hautkrankheit etwas geschrieben, am häufigsten Texte und Links, seltener Fotos oder Videos.  Einer von drei Facebook-Nutzern war Mitglied einer Facebook-Gruppe zum Thema Schuppenflechte – die eine Hälfte aktiv, die andere Hälfte passiv.
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	Positive und negative Folgen der Facebook-Nutzung
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	Jeder Achte meinte, dass ihm Facebook hilft, mit der Krankheit umzugehen. Jeder Sechste meinte, dass Facebook hilft, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu kommen. Der „Facebook-Neid“ – der Vergleich des eigenen Erfolgs oder Aussehens mit dem von anderen Nutzern – war unter den Menschen mit Schuppenflechte nicht höher als üblich.
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	Aber: 60 Prozent der Facebook-Nutzer meinten auch, dass sie bei Facebook auch auf unzuverlässige Informationen über Psoriasis stoßen.  57 Prozent hatten bei Facebook auch schon „manipulative Werbung“ für Produkte oder Dienstleistungen gesehen.
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	Fazit und Empfehlungen der Forscher
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	„Facebook ist eine häufig genutzte Informationsquelle für Psoriasis-Patienten“, schreiben die Forscher in ihrem Fazit. „Die Informationen zur Krankheit scheinen aber unzureichend zu sein, denn nicht einmal 25 Prozent der Facebook-Nutzer in unserer Stichprobe waren mit der Menge der Informationen zufrieden.“ Und so waren die meisten Nutzer in ihrer Studie skeptisch gegenüber den auf Facebook bereitgestellten Informationen – besonders die jüngere und gut ausgebildeten Benutzer.
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	Für Barbara Schuster und ihre Kollegen ein Zeichen, dass die Risiken der Facebook-Nutzung für Psoriasis-Informationen die Vorteile für die Bewältigung der Krankheit überwiegen. Die Forscher glauben, dass bei Facebook-Inhalten für Psoriasis-Patienten großer Handlungsbedarf besteht und die Qualität der Inhalte verbessert werden muss.
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	Der Erfahrungsaustausch unter Betroffenen gehört ihrer Meinung nach zu den Stärken von Facebook. Sie meinen: Ein vielversprechender Weg wäre eine Facebook-Gruppe für eben jenen Austausch, aber betreut von „Angehörigen der Gesundheitsberufe“, also von Ärzten, Apothekern, Pflegern, pharmazeutisch-technische Assistenten usw. Und: Wer auf Facebook  Gesundheitsinformationen anbietet, sollte auch die ältere Generation ansprechen, weil die das soziale Netzwerk stärker für diese Themen nutzt als Jüngere.
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	Einige Einschränkungen sehen die Forscher aber auch bei ihrer Arbeit: Zur Teilnahme an der Umfrage war auf auf einer Internetseite aufgerufen worden. Also könnten die Teilnehmer ohnehin mehr als andere dazu neigen, Gesundheitsinformationen auch im Netz zu suchen. Mehr Studien mit mehr Teilnehmern, für die dann auch auf anderen Wegen aufgerufen wird, sind ihrer Meinung nach nötig.
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	Außerdem basieren die Ergebnisse ausschließlich auf Auskünften der Teilnehmer, die vielleicht anders antworten als sie eigentlich im tiefsten Innern denken – zum Beispiel, weil sie glauben, dass bestimmte Antworten erwünscht sind.
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	Die Forscher sehen auch, dass sie einfach viele Fakten abgefragt haben und wiedergeben – was Henne und was Ei ist, können (und wollen) sie damit nicht sagen.
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	Was meinst du?
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	<em>Wir sind übrigens auch auf Facebook. Du kannst zum Beispiel <a href="https://de-de.facebook.com/PsoriasisNetz/" rel="external nofollow">unsere Seite abonnieren</a> oder dich dort in unserer kleinen, aber feinen <a href="https://de-de.facebook.com/groups/psoriasisnetz/" rel="external nofollow">Gruppe "Leute mit Schuppenflechte"</a> austauschen.</em> <em>Und natürlich ist in unserer eigenen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Community</a> abseits von Facebook noch viel mehr zu finden.</em>
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