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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/7/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Hier stellen Haut&#xE4;rzte die Diagnose online</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hier-stellen-hautaerzte-die-diagnose-online-r1129/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/arzt-computer-diagnose.jpg.f084bd0564576985e5fa583705963774.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Mehrere Anbieter wollen zumindest die Diagnose von Hautkrankheiten und erste Behandlungstipps einfacher machen. Hier ist eine Übersicht.</strong>
</p>

<p>
	Wer nicht lange auf einen Termin beim Hautarzt warten will, kann sein Hautproblem auch digital von einem Arzt angucken lassen. Die Kameras von Smartphones sind inzwischen technisch soweit, und immer mehr Hautärzte bieten den Service an, weil sie zeitlich flexibel eine Diagnose stellen und Hinweise geben können.
</p>

<p>
	Bei der Online-Diagnostik wird zwischen zwei Wegen unterschieden: Entweder sendet man Fotos und eine Beschreibung seines Hautproblems ein und der Arzt antwortet spätestens innerhalb von bis zu 48 Stunden – oder es wird ein Termin vereinbart, bei dem Arzt und Ratsuchender gleichzeitig per Webcam miteinander reden. 
</p>

<h2>
	Anbieter der zeitversetzten Diagnose
</h2>

<p>
	(alphabetisch sortiert)
</p>

<p>
	<a href="https://online-hautarzt.net" rel="external nofollow">AppDoc</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Heidelberg und Essen<br>
	keine Angabe zum Zeitrahmen (<em>beim Start wird die durchschnittliche Antwortzeit angegeben, die bei unserem Aufruf bei 27 Minuten lag</em>)<br>
	Kosten: 24,95 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.derma2go.com/de/derma2go_de" rel="external nofollow">Derma2go</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus dem Team von Professor Kristian Reich<br>
	Antwort innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: 35 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.dermafy.de/" rel="external nofollow">Dermafy</a><br>
	Beratung von den Hautärzten Dr. Frederic Pfeifer und Dr. Sebastian Pfeifer aus Schorndorf<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 24,90 Euro pro Diagnose
</p>

<p>
	<a href="https://dermanostic.com" rel="external nofollow">Dermanostic</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Düsseldorf<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 25 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://doctorderma.de/" rel="external nofollow">doctorderma</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus Norddeutschland<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 25 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.easyderma.de/" rel="external nofollow">EasyDerma</a><br>
	Beratung von Hautärzten und einem Pharmazeuten<br>
	Diagnosestellung innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: ab 21 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.formelskin.de/hautarzt-app" rel="external nofollow">FormelSkin</a><br>
	Diagnose und Beratung von Hautärzten<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 19 Euro
</p>

<p>
	<a href="https://www.little-skindoctor.de/" rel="external nofollow">Little Skindoctor</a><br>
	Beratung von Dr. Tatjana Braun speziell bei Hautproblemen von Kindern<br>
	Antwort innerhalb von 24 Stunden<br>
	Kosten: 29,90 Euro pro Behandlungsfall
</p>

<p>
	<a href="https://www.onlinedoctor.de/de/" rel="external nofollow">OnlineDoctor</a><br>
	Beratung von Hautärzten aus dem ganzen Bundesgebiet<br>
	Antwort innerhalb von 48 Stunden<br>
	Kosten: 39 Euro (für Versicherte von 50 Krankenversicherungen kostenfrei, u.a. für Versicherte der AOKs in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland, der HEK, KKH, TK und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/erster-online-hautcheck-fuer-viele-bkk-versicherte-kostenlos-r1166/" rel="">vieler BKK</a>)
</p>

<p>
	Wer bei der Barmer versichert ist, kann Bilder seiner Hautprobleme <a href="https://www.barmer.de/unsere-leistungen/apps-skills/teledoktor-app" rel="external nofollow">mit der App "Teledoktor"</a> hochladen und erhält innerhalb von 48 Stunden eine Antwort. Für Barmer-Versicherte ist das kostenlos. Alternativ kann im "Teledoktor" auch ein Termin für eine Videosprechstunde bei einem Hautarzt, dann live, vereinbart werden.
</p>

<h2>
	Anbieter von Videosprechstunden
</h2>

<p>
	Wer mit einem Hautarzt per Video sprechen will, sollte auf den Internetseiten von Ärzten nachgucken. Viele schreiben dort, wie man auf diesem Weg zu ihnen kommt. Versicherte der Barmer können ihr Hautproblem <a href="https://www.barmer.de/unsere-leistungen/apps-skills/teledoktor-app" rel="external nofollow">in der Teledoktor-App</a> von einem Hautarzt in einr Videosprechstunde beurteilen lassen.
</p>

<p>
	Es gibt außerdem Anbieter wie <a href="https://clickdoc.de/cd-de/search?q=hautarzt&amp;l=" rel="external nofollow">clickdoc</a>, <a href="https://doktor.de/" rel="external nofollow">doktor.de</a>, <a href="https://www.kry.de" rel="external nofollow">Kry</a> oder <a href="https://www.teleclinic.com" rel="external nofollow">teleclinic</a>, die unabhängig davon zu einer Videosprechstunde mit einem Hautarzt verhelfen. Deren Beratung ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Wer danach ein Medikament verschrieben bekommt, muss das selbst bezahlen.
</p>

<p>
	<strong>Unsere Meinung</strong>: Natürlich gibt es Hautprobleme, die für eine digitale Diagnose zu knifflig sind, aber viele sind doch so verbreitet, dass ein Hautarzt sie auch auf Digitalfotos und mit einer ordentlichen Beschreibung gut unterscheiden kann.
</p>

<p>
	Wer nach der Diagnose ohnehin erst einmal mit rezeptfreien Mitteln wie Salicylsäure auskommt oder nur darauf setzen will, kann mit der Online-Sprechstunde durchaus gut bedient sein. Ab einem gewissen Schweregrad werden aber ohnehin rezeptpflichtige Medikamente benötigt, und dafür ist zumindest in der Einstell-Phase ein Gang zum Hautarzt vor Ort nötig. Der kann dann auch die Diagnose sichern.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1129</guid><pubDate>Sat, 10 Apr 2021 18:36:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum &#xA0;man trotz Pandemie zum Hautarzt gehen sollte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-%C2%A0man-trotz-pandemie-zum-hautarzt-gehen-sollte-r1126/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/wartebereich.jpg.7ca6455d5f21310f95feffa9d9c440f6.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Viele Patienten verschieben aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus den Gang zum Hautarzt – selbst dann, wenn sie wegen einer Hautveränderung große Sorgen haben oder eine Früherkennung ansteht. Die Folgen können fatal sein: Wenn hinter der Hautveränderung zum Beispiel eine Hautkrebs-Erkrankung steckt, ist eine frühe Behandlung wichtig.</strong>
</p>

<p>
	„Patienten mit Hautveränderungen haben in der Zeit des ersten Lockdowns die Praxen und Kliniken gemieden und dadurch die Zahl der Hautkrebsdiagnosen gedrückt“, sagt Professor Alexander Enk von der Hautklinik der Uni Heidelberg. 
</p>

<p>
	Mehrere Studien widmeten sich bereits dem Thema: 
</p>

<p>
	<a href="https://www.mdpi.com/2072-6694/13/3/408" rel="external">Eine Studie</a> verglich, wie viele Krebserkrankungen in Deutschland in der Zeit Januar bis Mai 2019 und Januar bis Mai 2020 diagnostiziert wurden. Ausgewertet wurden die Daten von mehr als 100.000 Patienten aus 1660 Praxen. Ein Ergebnis: Von allen Krebs-Arten waren die Hautkrebsdiagnosen von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffen. Die Diagnose von Hauttumoren sank im März 2020 um 25,6 Prozent und im April 2020 sogar um 42,9 Prozent in Hautarzt-Praxen und um 19,6 Prozent im März 2020 und um 29,3 Prozent im April 2020 in Allgemeinarztpraxen.
</p>

<p>
	Ähnlich deutlich sind die <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.16874" rel="external nofollow">Ergebnisse von italienischen Forschern</a>. Die vom pathologischen Referenzzentrum in Rom erfassten Zahlen zeigen, dass die Melanom-Inzidenzzahlen in den zwei Monaten vor dem Lockdown von 158 Melanomen auf 34 Melanome in der Zeit des ersten Lockdowns abfielen. Auch danach erholten sich die Inzidenzzahlen nur leicht, nämlich auf 45 in den folgenden zwei Monaten.
</p>

<p>
	Etwas anderes fiel dabei noch auf: Während vor dem Lockdown die durchschnittliche Tumordicke 0,88 mm betrug, sank sie unter dem Lockdown auf 0,66 mm ab und stieg nach dem Lockdown auf 1,96 mm an. „Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass Patienten unter dem Lockdown nur seltener den Hautarzt mit der Verdachtsdiagnose Hautkrebs aufsuchten", erklärt Enk. "Zugleich wird deutlich, dass dieses ‚Warteverhalten‘ zu einem Anstieg der Tumordicken direkt nach dem Lockdown führte“. Die Konsequenz sei, dass sich die Prognose der Erkrankten erheblich verschlechtere. 
</p>

<p>
	In einer <a href="https://www.dpcj.org/index.php/dpc/article/view/dermatol-pract-concept-articleid-dp1101a153" rel="external nofollow">Umfrage der International Dermoscopy Society (IDS) unter Hautärzten</a> zeigte sich, dass sie deutlich weniger Patienten mit einem sogenannten Non-Melanoma-Skin-Cancer vor sich hatten – also mit Plattenepithelkarzinomen oder Basalzellkarzinomen. Ein malignes Melanom wurde praktisch in der gesamten Zeit überhaupt nicht diagnostiziert.
</p>

<p>
	Die Gründe für das Absagen oder Aufschieben von Arztterminen liegen für die Hautärzte auf der Hand: Besonders zu Beginn der Pandemie waren viele Menschen verunsichert und hatten große Angst, sich bei einem Besuch in der Praxis anzustecken. Jetzt ist die Situation anders: Hygienekonzepte, medizinische Masken, Abstandsregeln und die steigende Zahl der gegen SARS-CoV-2-Geimpften machen den Arzttermin mit geringem Ansteckungsrisiko möglich, so Alexander Enk.
</p>

<p>
	„Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, bei Hautveränderungen nicht zu warten, sondern sich umgehend untersuchen zu lassen", sagt Professor Peter Elsner von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. "Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung und Nachsorge sollten unbedingt wahrgenommen werden“.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>idw/cl</em>
</p>

<p>
	<em>Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1126</guid><pubDate>Tue, 06 Apr 2021 10:36:00 +0000</pubDate></item><item><title>Weltpsoriasistag 2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/wpd-29-oktober.jpeg.b7d2766253065d54708adddf48d2c078.jpeg" /></p>
<p>
	<strong>Jedes Jahr am 29. Oktober ist der Weltpsoriasistag. Das internationale Motto für 2026 lautet "Youth" ("Jugendliche") – so auch in Deutschland.</strong>
</p>

<p>
	Den Schwerpunkt gewählt hat die International federation of psoriasis associations, kurz IFPA. Das ist eine weltweite Dachorganisation von Patientenorganisationen.
</p>

<h2>
	Veranstaltungen in Deutschland
</h2>

<p>
	Rund um den <strong>Weltpsoriasistag am 29. Oktober</strong> werden immer einige Veranstaltungen organisiert, bei denen man viel über die Schuppenflechte erfahren kann. Im Netz wird dann ebenfalls verstärkt informiert.
</p>

<p>
	Seit einigen Jahren gibt es aus diesem Anlass Ende Oktober einen zentralen <strong><span ipsnoautolink="true">Deutschen Psoriasis-Tag</span></strong> mit Vorträgen über Schuppenflechte. Außerdem gibt es viele <strong>Online-Vorträge.</strong>
</p>

<p>
	<span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>Andere </span><span ipsnoautolink="true" style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>Termine vor Ort und im Netz</span><span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'> </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/" rel="" style='background-color: rgb(255, 255, 255); font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>findest du in unserem Terminkalender</a><span style='font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, "Apple Color Emoji", "Segoe UI Emoji", "Segoe UI Symbol";'>.</span>
</p>

<h2>
	Mottos der vergangenen Jahre
</h2>

<p>
	Der Weltpsoriasistag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Das waren in den vergangenen Jahren:
</p>

<ul>
	<li>
		"Psoriatic Disease and Comorbidities" ("Schuppenflechte und Begleiterkrankungen") (2025); viele Fakten und Empfehlungen hat die IFPA in einen <a href="https://www.ifpa-pso.com/content/uploads/PSDComorbidities_Digital_Final_2025-03-26-085733_szhd.pdf" rel="external nofollow">Report zum Thema Psoriasis und Begleiterkrankungen</a> (engl.) gepackt.
	</li>
	<li>
		"Psoriasis &amp; Family" ("Psoriasis und Familie") (2024)
	</li>
	<li>
		"Access for all" ("Zugang für alle"). In Deutschland  "Psoriasis: Gute Versorgung für alle" begangen. (2023)
	</li>
	<li>
		"Schuppenflechte und mentale Gesundheit" (2022)
	</li>
	<li>
		"Being united – grenzenlos vereint" (2021)
	</li>
	<li>
		„Be informed!“ – auf Deutsch etwa „Sei informiert“. (2020)
	</li>
	<li>
		„Let’s get connected“ (2019)
	</li>
	<li>
		#weltpsoriasistag
	</li>
	<li>
		#wpd2025
	</li>
	<li>
		#StopTheDominoEffect
	</li>
</ul>

<h2>
	Weltpsoriasistag bei Instagram &amp; Co
</h2>

<p>
	Was wurde im deutschsprachigen Teil des Netzes rund um diesen Tag diskutiert? Das kannst du am besten nachvollziehen, indem du im Netzwerk deiner Wahl nach dem Hashtag #weltpsoriasistag suchst.
</p>

<p>
	Wer Beiträge vom <strong>Weltpsoriasistag</strong> finden will, kann mit folgenden Hashtags im Netzwerk seiner Wahl suchen:
</p>

<p>
	Mit dem Hashtag #ImPsOReady war in den Vorjahren außerdem eine Aktion der US-Patientenorganisation National Psoriasis Foundation zu verfolgen: Sie organisierte damals einen so genannten Tweetchat mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/prominente-mit-psoriasis" rel="">Cindy Lauper</a>, finanziert von der Pharmafirma Novartis. Im Chat antwortete die Pop-Sängerin.
</p>

<h2>
	Gedanken zum Weltpsoriasistag
</h2>

<p>
	Zum Welt-Psoriasis-Tag haben wir so <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wpd" rel="">unsere eigene Meinung</a>. Doch was immer man von solchen Tagen hält – mehr Aufmerksamkeit schadet Menschen mit Psoriasis nicht, dann aber gern auch das ganze Jahr über.
</p>

<ul>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1123</guid><pubDate>Sun, 28 Mar 2021 10:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>Pso-Magazin und mehr jetzt im "Pso-Kiosk"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pso-kiosk/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/pso-kiosk.jpg.a7d1a248c8656234908a5c6b5462b950.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Der Deutsche Psoriasis-Bund hat seine Mitgliederzeitschrift "Pso Magazin" und weiteren Lesestoff in die App-Stores und ins Netz gebracht. Wir haben uns das Angebot angesehen.</strong></p><p></p><p>Im "Psoriasis-Kiosk" sind alle Hefte des "Pso-Magazins" der letzten fünf Jahre, Info-Blätter sowie Broschüren zu finden. Mitglieder des Vereins haben kostenlosen Zugriff. Alle anderen müssen die einzelnen Ausgaben kaufen. Ältere Hefte kosten 4,99 Euro, für neuere werden 9,99 Euro aufgerufen. Info-Blätter und einzelne Artikel werden für 2,99 Euro, Broschüren für 4,99 Euro angeboten. Einige Artikel sind kostenlos zu haben. Abgerechnet wird über PayPal oder AppStore-Guthaben.</p><p></p><p>Grundsätzlich lässt sich der "Pso-Kiosk" in jedem Internetbrowser sowie in Form einer App auf Tablets und Smartphones nutzen.</p><p></p><p>Beim Start fragt die App, ob sie Mitteilungen schicken darf und ob  Nutzungsdaten analysiert werden dürfen. Bei Letzteren gehen Nutzungsdaten an Google. Auch wer zu beidem "Nein" sagt, kann klaglos weiterstöbern.</p><p></p><p>Wer <em>im Browser</em> im "Pso-Kiosk" einkaufen will, muss sich registrieren. Das ist technisch nötig, damit die Käufe später weiterhin verfügbar sind. Die <em>Apps auf Geräten</em> dagegen ordnen die Käufe bzw. Downloads automatisch ihrem Nutzer zu. Ähnlich wie bei Netflix bislang dürfen insgesamt bis zu vier Geräte verwendet werden – solange sie immer den gleichen Google-Account bzw. die gleiche Apple-ID nutzen. Aber hej, es geht noch verwirrender: Wer seine heruntergeladenen Inhalte nach dem Kauf auf einer anderen Plattform oder einem anderen Betriebssystem nutzen will, muss dann doch ein Nutzerkonto einrichten und dafür E-Mail-Adresse und Passwort hinterlassen. Dafür gibt es im "Pso-Kiosk" eine Anleitung. Man muss dazu sagen: Was so kompliziert erscheint, ist keine Schwäche der App, sondern technisch bedingt.</p><p></p><div><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/pso-kiosk-inhalte.jpg.4ce417058d585bd0717cac7f81eb4a95.jpg" data-fileid="19675" data-fileext="jpg" rel=""><img data-fileid="19675" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" alt="Angebot im Pso-Kiosk" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/pso-kiosk-inhalte.jpg.4ce417058d585bd0717cac7f81eb4a95.jpg" loading="lazy"></a></div><p></p><p>Interessanter sind aber ohnehin die Inhalte. Und die sind unspektakulär, aber solide aufbereitet: Jeder Artikel lässt sich einzeln aufrufen und wird wahlweise im Original-Layout oder in Textform angezeigt. Der Text lässt sich vergrößern oder verkleinern. Eine weibliche Automaten-Stimme liest die Artikel bei Bedarf vor – wenn auch sehr leidenschaftslos (<em>wie Roboter eben so sind</em>). Bei manchen Artikeln gibt es zusätzliche Fotos in "Bildergalerien". Was immer man sich für später merken will, kann man mit einem Lesezeichen markieren.</p><p></p><p>Auf Berlinerisch lautet unser Fazit: "Kann man nicht meckern". </p><p></p><p>Was uns dann aber doch auffiel:</p><p></p><ul><li>Nutzt man von der Startseite des "Pso-Kiosks" aus die Suchfunktion, wird in allen Inhalten gesucht. Hat man dagegen gerade ein Heft aufgerufen, wird nur darin gesucht. Das ist schade, denn ein Hinweis auf Treffer in anderen Heften oder Inhalten wären sicher meist ganz hilfreich. </li><li>Unter "Weiterführende Links" da wären uns dann doch ein paar mehr eingefallen als nur der zur eigenen Website ?</li><li>Nebenbei und im Vergleich der alten und neuen Hefte gut zu sehen: Das "Pso-Magazin" hat ein neues Layout bekommen. Für unseren Geschmack sieht die Titelseite jetzt etwas <em>zu</em> "schön" aus und erinnert uns eher an eine Broschüre der Pharmafirmen. </li><li>Auf der Titelseite wird das wichtigste Thema des Hefts angekündigt: "Fumarsäureester: Der Langstreckenläufer unter den konventionellen Psoriasis-Therapien". Das klingt  in unseren Ohren wie ein Spruch aus der Marketingabteilung einer Pharmafirma.</li></ul><p></p><p><em>"Pso-Kiosk" <a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/" rel="external nofollow">im Browser</a> | in Apples <a href="https://apps.apple.com/de/app/pso-kiosk/id1548465330" rel="external nofollow">AppStore</a> | <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pressmatrix.psokiosk" rel="external nofollow">im Google PlayStore</a></em></p><p></p><p>Übrigens: Mitglieder des Deutschen Psoriasis-Bundes können ihren Freischaltcode selbst ermitteln. Er setzt sich aus der Mitgliedsnummer und der Postleitzahl zusammen. Die Mitgliedsnummer steht auf der Beitrittsbestätigung oder auf dem Versandaufkleber des "Pso-Magazins". Angenommen, sie lautet 0123456 und die Postleitzahl 78901, so ergäbe das den Freischaltcode 0123456-78901.</p><p></p><p>Hast du den "Pso-Kiosk" schon ausprobiert? Was findest du daran gut, was nicht? Schreib es in die Kommentare ? oder <a href="https://www.psoriasis-netz.de/community" rel="">in unserer Community</a> auf.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1109</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2021 15:02:29 +0000</pubDate></item><item><title>Aktuelle Zahlen zur Psoriasis in Deutschland</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/psoriasis-fakten-2021.jpg.498571f0fa0c59b5052dec0ce1188f73.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Einmal jährlich treffen sich unterschiedliche Psoriasis-Akteure, um Bilanz zu ziehen. Es geht darum, wie die Patienten in weitestem Sinne versorgt werden. Dabei erfährt man vor allem neue Zahlen und Zusammenhänge.</strong>
</p>

<p>
	Im Februar 2021 fand die „12. Nationale Konferenz zur Versorgung der Psoriasis“ statt. Die Teilnehmer erfuhren unter anderem:
</p>

<ul>
	<li>
		Menschen im Norden Deutschlands sind stärker von Schuppenflechte betroffen als im Süden.
	</li>
	<li>
		Wer nicht nur an der Haut, sondern gleichzeitig an den Gelenken betroffen ist, hat ein höheres Risiko, typische Begleiterkrankungen zu entwickeln.
	</li>
	<li>
		Für die <em>innerliche</em> Therapie gegen Schuppenflechte werden nach wie vor Medikamente mit Kortison am häufigsten verschrieben – obwohl Dermatologen ausdrücklich davor abraten.
	</li>
</ul>

<h2>
	Nord-Süd-Gefälle bei Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Professor Mathias Augustin stellte eine Auswertung von 13,1 Mio. Versichertendaten (Stand 2019) der Techniker Krankenkasse vor. Die Aussagen werden als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angenommen.
</p>

<p>
	Danach waren 2,5 Prozent der Versicherten an Psoriasis erkrankt; eine Zahl, die sich über die Jahre bestätigt hat. Neu war, dass regionale Unterschiede festzustellen sind: Die meisten Erwachsenen mit Schuppenflechte gab es im Nordosten, die wenigsten im Süden.
</p>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt
			</td>
			<td>
				≥ 2,83 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bremen, Thüringen, Westfalen-Lippe
			</td>
			<td>
				2,63 % - &lt; 2,83 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen
			</td>
			<td>
				2,49 % - &gt; 2,63 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hessen, Nordrhein
			</td>
			<td>
				2,19 % - &gt; 2,49 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz
			</td>
			<td>
				2,05 % - &gt; 2,19 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Baden-Württemberg, Bayern, Saarland
			</td>
			<td>
				&lt; 2,05 %
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Deutschland insgesamt
			</td>
			<td>
				2,5 %
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<em>Versichertenanteil mit Diagnose Psoriasis, Techniker-Daten 2019</em>
</p>

<p>
	Hagenström K, Petersen J, Augustin M. GKV-Analyse 2021, 12.NVK Psoriasis (Folie)
</p>

<h2>
	Gelenkbeteiligung erhöht Risiko für Begleiterkrankungen
</h2>

<p>
	Die Patientendaten zeigten außerdem, dass Betroffene öfters eine der <a href="https://www.psoriasis-forum-berlin.de/begleiterkrankungen/" rel="external nofollow">typischen Begleiterkrankungen</a> haben, wenn sie <em>gleichzeitig </em>an Psoriasis Arthritis erkrankt sind. <em>Alle</em> diese zusätzlichen Krankheiten traten häufiger auf, wenn neben der Haut auch die Gelenke betroffen sind. Besonders achten muss diese Gruppe auf
</p>

<ul>
	<li>
		Augenhaut-Entzündung (Uveitis)
	</li>
	<li>
		Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
	</li>
	<li>
		Metabolisches Syndrom: Herz- / Kreislauf- und Gefäß- Erkrankungen, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen zusammen mit Fettleibigkeit (Adipositas)
	</li>
	<li>
		 Schlaf-Apnoe
	</li>
	<li>
		Nicht-alkoholische Fettleber (Steatohepatitis)
	</li>
	<li>
		chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
	</li>
</ul>

<h2>
	Anzahl schwer Betroffener stabil
</h2>

<p>
	Die Aussagen, wie viel Prozent der Menschen mit Schuppenflechte lediglich leicht und wie viel mittelschwer oder sogar sehr schwer betroffen sind, wichen bisher stets stark voneinander ab. Die Angaben für <em>Schwer</em>betroffene schwankten zwischen 20 und 50 Prozent. Die Auswertung der Patientendaten zeigen nun, dass stabil von 2017 bis 2019 bei Männern und Frauen 20 Prozent <em>schwer</em> an Schuppenflechte erkrankt sind.
</p>

<p>
	Dabei wird nur<strong> </strong>zwischen „leichter“ und „schwerer“ Schuppenflechte unterschieden. Da die Versichertendaten keine <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Werte enthalten, kann das nur anhand der verschriebenen Medikamente bestimmt werden. Betroffene gelten danach als „schwer“ an Psoriasis erkrankt, wenn sie ein <em>innerliches</em> Medikament verschrieben bekommen haben.
</p>

<h2>
	Innerliche Medikamente
</h2>

<h3>
	Verschreibungen: Kortison und <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> am häufigsten
</h3>

<p>
	Die Liste der innerlichen Präparate, die den TK-Versicherten mit Psoriasis 2019 verschrieben wurden, führen die Kortikosteroide an – also Medikamente mit Kortison. Grundlage der Zahlen ist eine angenommene mittlere Tagesdosis für Erwachsene (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Definierte_Tagesdosis" rel="external">DDD</a>). Diese rein theoretische Größe wird ermittelt, um Arzneimittel miteinander vergleichen zu können.
</p>

<div>
	<a href="https://datawrapper.dwcdn.net/hy7Rv/1/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/hy7Rv/1/</a>
</div>

<p>
	Zahlreiche Initiativen der Dermatologen scheinen wenig gewirkt zu haben: Allgemeinmediziner (Hausärzte) wurden darüber aufgeklärt, dass eine Haut-Psoriasis nicht mit innerlichem Kortison behandelt wird. Trotzdem stammen 40 Prozent der Verschreibungen von diesen Ärzten. Offen bleibt, welche Rolle die Patienten dabei spielen: Gehen sie eher zu Hausärzten, weil es schwer ist, Termine bei Dermatologen zu bekommen? Drängen <em>sie</em> darauf, diese schnell wirkenden Mittel verschrieben zu bekommen? Oder sind es tatsächlich die Ärzte, die das aktuelle medizinische Wissen missachten – Juristen könnten das als „Behandlungsfehler“ werten. Nicht nur im gesundheitlichen Interesse der Patienten muss diese Verschreibungspraxis öffentlich kritisiert werden.
</p>

<h3>
	Secukinumab ist Umsatz-und Behandlungssieger bei den Biologika
</h3>

<p>
	Traditionell stehen auf dieser Konferenz die Biologika im Mittelpunkt. So auch bei der Analyse, welche für wie viel Patienten verschrieben wurden. Während 2015 der Umsatz für <em>alle</em> Psoriasis-Medikamente in Deutschland noch 10 Millionen Euro betrug, waren das 2020 schon 40 Millionen Euro.
</p>

<p>
	Bei den <em>Haut</em>-Biologika konnten die Präparate mit dem höchsten Umsatz in gleicher Reihenfolge auch die meisten Patientenzahlen aufweisen. Das stimmt nur nicht für dem TNF-α-Blocker Eternacept (Enbrel und Biosimilars).
</p>

<div>
	<a href="https://datawrapper.dwcdn.net/H2zxz/3/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/H2zxz/3/</a>
</div>

<h3>
	Biologika-Verschreibungen wohnortabhängig
</h3>

<p>
	Die Chance für Patienten, ein Biologikum bzw. Biosimilar verschrieben zu bekommen, hängt vor allem vom Wohnort ab. Die Möglichkeit, für Hautärzte, diese Wirkstoffe verschreiben zu können, hängt hauptsächlich davon ab, welcher regionalen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sie angehören.
</p>

<p>
	Die folgende gerundete Aufstellung zeigt, dass die Dermatologen in jedem KV-Bezirk pro Jahr unterschiedlich viel Biologika verschreiben, bezogen auf die Einwohnerzahl, Stand November 2020:
</p>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>KV-Bezirk</strong> <strong> </strong>
			</td>
			<td>
				<strong>Biologika pro Kopf</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Mecklenburg-Vorpommern
			</td>
			<td>
				16,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bremen
			</td>
			<td>
				14,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hamburg
			</td>
			<td>
				11,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Brandenburg
			</td>
			<td>
				10,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Thüringen
			</td>
			<td>
				9,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sachsen-Anhalt
			</td>
			<td>
				8,50 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sachsen
			</td>
			<td>
				8,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Nord-Rhein
			</td>
			<td>
				7,50 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Berlin
			</td>
			<td>
				7,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Niedersachsen
			</td>
			<td>
				7,25 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Westfalen-Lippe
			</td>
			<td>
				6,10 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Saarland
			</td>
			<td>
				6,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<em>Deutschland durchschnittl.</em>
			</td>
			<td>
				<em>6,00 €</em>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schleswig-Holstein
			</td>
			<td>
				5,95 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rheinland-Pfalz
			</td>
			<td>
				5,00 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bayern
			</td>
			<td>
				4,25 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hessen
			</td>
			<td>
				3,85 €
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Baden-Württemberg
			</td>
			<td>
				1,90 €
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p style="font-size:12px;">
	Nach: CVderm Hamburg und IQVIA Pharmascope DocSplit MAT Nov 2020 (12/2019-11/2020), <em>12.NVK Psoriasis (Folie)</em>
</p>

<p>
	Diese Unterschiede sind vor allem damit zu erklären, dass die Verschreibungs-Regeln in jedem KV-Bezirk unterschiedlich sind. Es gibt keine bundesweiten Richtgrößen. Jede KV bestimmt selbst, wie die Ausgaben für diese sehr teuren „<a href="http://wido.de/news-events/aktuelles/2020/patentarzneimittel/" rel="external nofollow">Patent-Arzneimittel</a>“ in ihrer Region eingegrenzt werden könnten. Den schlechtesten Ruf dabei haben die Funktionäre der KV Baden-Württemberg. Mit rigiden Vorschriften, fachlicher Bevormundung und Verordnungsvergleichen setzen sie die Dermatologen erheblich unter Druck. Nirgendwo haben es Patienten seit Jahren so schwer, mit dieser Wirkstoffgruppe behandelt zu werden, wie im „Muster-Ländle“.
</p>

<h3>
	Sicherheit durchs Psoriasis-Register PsoBest
</h3>

<p>
	Seitdem innerliche Medikamente auch bei Schuppenflechte verstärkt eingesetzt werden, wird bei Patienten beobachtet, wie diese Therapien langfristig verlaufen. Vor allem sollen Nebenwirkungen entdeckt werden, die erst nach längerer Zeit auftreten. Siehe auch: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2017" rel="">Psoriasis-Register – Sicherheit im Griff</a>.
</p>

<p>
	Aktuell sind dort über 15.000 Psoriasis-Patienten registriert. Bei den Biologika sind am häufigsten Patienten dabei, die mit Adalimumab (Humira bzw. Biosimilars) oder Cosentyx behandelt werden. Bei den anderen innerlichen Präparaten sind es Methotrexat, Fumaderm oder Siklarence.
</p>

<p>
	Patienten, die sich daran beteiligen, helfen nicht nur mit, frühzeitig Risiken zu erkennen. Sie liefern auch Daten, um alle diejenigen mit Fakten zu überzeugen, die gegenüber innerlichen Psoriasis-Medikamenten unsicher oder sogar misstrauisch sind.
</p>

<h3>
	Warum die Dosis nicht verändert werden darf
</h3>

<p>
	Inzwischen gibt es viele Patienten, die mit einem Psoriasis-Wirkstoff erfolgreich behandelt werden und deren Zustand stabil ist. Das Medikament kann zwar nicht völlig abgesetzt werden. Aber es würde sich anbieten, die Dosis zu verringern oder die Zeitabstände zu verlängern. Damit würden sie langfristig mit weniger Wirkstoff belastet und es könnte viel Geld eingespart werden.
</p>

<p>
	Trotzdem rät der Medizinrechtler Michael Wüstefeld davon ab. Die Ärzte würden damit von den Zulassungsbedingungen für das Medikament abweichen („<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__2.html" rel="external nofollow">off-label-use</a>“.) Das ist zwar nicht verboten, sie würden aber in diesem Fall die volle Haftung für mögliche Folgen tragen. Selbst, wenn sie sich das von den Patienten unterschreiben lassen oder deren Krankenkasse das genehmigt. Ärzte, die auf der sicheren Seite bleiben wollten, sollten besser nur "on-label“ verordnen.
</p>

<p>
	Die paradoxe Situation, dass Ärzte kostengünstiger verordnen könnten, es aber juristisch eher sein lassen sollten, kann nur über eine Änderung des Gesetzes gelöst werden.
</p>

<h2>
	Diskriminierungen wegen Hauterkrankung vorbeugen
</h2>

<p>
	Von 2018 bis 2020 hat sich eine Expertengruppe aus Dermatologen, Wissenschaftlern und Patientenvertretern im <a href="https://www.inmeinerhaut.de/fileadmin/In-meiner-Haut/Rachel_Sommer_DDGAGED_20210414.pdf" rel="external nofollow">Projekt ECHT</a> zusammengefunden. Sie haben Vorstellungen erarbeitet, wie Vorurteilen und Ablehnung von Hautkranken entgegengetreten werden könnte. Die Idee ist, Berufsgruppen anzusprechen, die mit Hauterkrankten zu tun haben. Sie sollen geschult werden, damit Abwertungen und Ausgrenzungen erst gar nicht entstehen. Dazu wurde je ein Seminar mit Medizinstudenten und eines mit Erzieherschülern durchgeführt. In Seminaren wurde über die Erkrankung informiert, Patienten berichteten über ihre Erfahrungen und fantasievoll erlebten die Teilnehmer eigene Stigmatisierung. Es hat sich gezeigt, dass in beiden Gruppen auch nach einigen Monaten ursprüngliche Einstellungen korrigiert blieben.
</p>

<p>
	Der Idealfall wäre, dass Ent-Stigmatisierungs-Seminare in die Ausbildung der entsprechenden Berufe aufgenommen werden könnten, z.B. auch für Lehrer, Trainer, Friseure, Verkäufer. Das Nachfolgeprojekt „In meiner Haut“ soll das Problem der Stigmatisierung von Hauterkrankten ins öffentliche Bewusstsein bringen.
</p>

<p>
	Siehe dazu auch: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/schuppenflechte-stigmatisierung-umfrage" rel="">Ablehnung wegen Schuppenflechte ist immer noch weit verbreitet</a>
</p>

<h2>
	Und die Zukunft?
</h2>

<p>
	Die Konferenz hatte sich <a href="https://www.versorgungsziele.de/versorgungsziele/" rel="external nofollow">Ziele für die Versorgung deutscher Psoriasis-Patienten für den Zeitraum von 2016 bis 2020</a> gesetzt:
</p>

<ul>
	<li>
		Die Lebensqualität für Betroffenen mit Schuppenflechte sollte erhöht werden.
	</li>
	<li>
		Frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten
		<p>
			- Psoriasis-Arthritis,
		</p>

		<p>
			- Begleiterkrankungen und
		</p>

		<p>
			- Psoriasis bei Kindern.
		</p>
	</li>
</ul>

<p>
	Prof. Augustin berichtete, dass diese Ziele zum großen Teil erreicht worden seien. Regelmäßige Befragungen zeigen, dass der Wert der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019" rel="">Lebensqualität</a> der Betroffene in diesem Zeitraum von knapp 10 auf 5,5 gesunken sei. 10 Punkte auf dem <a href="https://www.psoriasisbund.de/fileadmin/images/download/formulare/DLQI-Fragebogen_und_Auswertung.pdf" rel="external nofollow">Fragebogen</a> bedeuten, dass die Lebensqualität durch die Schuppenflechte „mäßig“ beeinträchtigt wird. Ab 5 Punkte ist der negative Einfluss durch die Psoriasis nur noch „klein“.
</p>

<p>
	Heute sei es selbstverständlich, dass Hautärzte auf Symptome der Gelenk-Psoriasis achten und sie mitbehandeln würden. Die Dermatologie verstehe Schuppenflechte inzwischen als umfassende Auto-Immunerkrankung und schaue nicht nur auf die Haut. Trotzdem sei es für die Hautärzte sehr aufwendig, weitere Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) zu erkennen.
</p>

<p>
	In den vergangenen Jahren sind nicht nur mehr Medikamente für Kinder zugelassen worden, sondern es konnten auch wichtige Erkenntnisse zur „juvenilen Psoriasis“ erlangt werden. Vor allem, dass Kinder möglichst früh effektiv behandelt werden müssen, um zu vermeiden, dass sich ein <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019" rel="">Entzündungs-Gedächtnis</a></span> entwickelt und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/ddg-tagung-2013" rel="">später schwere Begleiterkrankungen auftreten</a>.
</p>

<p>
	Die neuen Ziele für die kommenden Jahre müssen noch festgelegt werden. Auf der Konferenz wurde vor allem gefordert, die Patientenversorgung für die Hautärzte zu vereinfachen. Die Behandlungen sollten möglichst ohne bürokratische Einschränkungen oder Regressdrohungen möglich sein – orientiert nur an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Leitlinien). Ziel solle es außerdem sein, möglichst viel Allgemeinmediziner von einer leitliniengerechten Behandlung zu überzeugen.
</p>

<p>
	Die Ärzte wünschen sich einfache Verfahren, um „Risikopatienten“ frühzeitig zu erkennen.
</p>

<p>
	Darüber hinaus sei es wichtig, sich zukünftig mehr um die 40 bis 50 Prozent der Patienten zu kümmern, die schlecht versorgt sind und darunter leiden. Die würden nicht zum Arzt gehen oder nicht zum Hautarzt. Selbstkritisch wurde erwähnt, dass manche Patienten es erst gar nicht mehr versuchen, einen zeitnahen Termin beim Facharzt zu bekommen.
</p>

<h2>
	Über die Nationale Versorgungskonferenz Psoriasis
</h2>

<p>
	Das Treffen wird organisiert von den Ärzteverbänden <a href="https://www.bvdd.de/der-verband/ueber-uns/" rel="external">BVDD</a>, <a href="https://derma.de/ddg/ueber-die-ddg/" rel="external nofollow">DDG</a>, <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/" rel="external"><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr></a>, von <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/hintergrund/psoriasis-projekte/psobest/" rel="external">PsoBest</a> und <a href="https://www.psonet.de/ueber-psonet/hintergrund/psoriasis-projekte/psobest/" rel="external">CVderm</a> sowie der Patientenorganisation <a href="https://www.psoriasis-bund.de/psoriasis-bund/" rel="external"><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr></a>. Teilnehmer sind Hautärzte, Fachleute aus der Pharmaindustrie und Patientenvertreter. Dieses Jahr fand die Konferenz erstmals nicht in Hamburg, sondern als Videokonferenz statt.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1110</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2021 14:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wer in der Jugend fit ist, bekommt sp&#xE4;ter seltener Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wer-in-der-jugend-fit-ist-bekommt-spaeter-seltener-schuppenflechte-r1133/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_04/fitnessstudio-junger-mann.jpg.004fd8754119f3a9f3adc7d4bcf3445b.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Schwedische Forscher haben nachverfolgt, was aus jungen Männern Jahre nach der Einberufung zur Armee geworden ist – zumindest gesundheitlich. Ihr Ergebnis: Die fitteren bekamen später nicht so oft eine Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis wie die "unfitten". Dass die mangelnde Fitness aber der Grund ist – darauf wollen sich die Wissenschaftler nicht festlegen.</strong>
</p>

<p>
	In einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Göteborg in Schweden einen Zusammenhang zwischen geringerer körperlicher Fitness bei jungen Erwachsenen und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Psoriasis nachgewiesen. Bei den männlichen Rekruten der Wehrpflicht, die als am wenigsten fit eingestuft wurden, war das Risiko, später an Psoriasis zu erkranken, um 35 Prozent höher als bei den fittesten.
</p>

<p>
	Die Studie stützt sich auf Daten von mehr als 1,2 Millionen Männern. Die waren zwischen den Jahren 1968 und 2005 mit 18 Jahren in die schwedischen Streitkräfte eingezogen wurden. Davor unterzogen sich all diese jungen Männer dem gleichen Fitnesstest auf einem Heimtrainer.
</p>

<p>
	Die Forscher teilten die Männer bzw. ihre Daten in drei Gruppen ein – je nachdem wie fit die Männer waren. Danach führten sie die Daten mit anderen Registern zusammen. Sie nutzten dafür das schwedische Nationale Patientenregister, in dem im Laufe des Lebens die Diagnosecodes eingetragen werden, also auch die für Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Männer, die schon vor der Einberufung eine dieser Erkrankungen hatten, waren von der Studie ausgeschlossen. In die Berechnung der Forscher flossen auch andere Risikofaktoren wie der Body-Mass-Index (BMI) ein.
</p>

<p>
	Später im Leben, zwischen dem 37. und 51. Lebensjahr, entwickelten etwas mehr als 23.000 der Wehrpflichtigen eine Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Beim genauen Hinsehen trat zutage: Von den ehemaligen Rekruten mit niedriger Fitness entwickelten 2,5 Prozent eine oder beide dieser Krankheiten. In der Gruppe mit hoher Fitness war das nur bei 1,7 Prozent der Fall.
</p>

<h2>
	Zusammenhang beweist keine Ursache
</h2>

<p>
	"Wir zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen geringer Fitness und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Psoriasis und Psoriasis-Arthritis gibt", erklärt die Erstautorin der Studie, Marta Laskowski, Doktorandin am Sahlgrenska University Hospital. "Aber wir zeigen keinen kausalen Zusammenhang. Wir können also nicht sagen, dass diese Erkrankungen durch Sport hätten verhindert werden können"
</p>

<p>
	"Unsere Studie bestätigt, dass es sinnvoll ist, die Fitness der Menschen schon früh zu überprüfen, um diejenigen mit einem höheren Risiko für negative gesundheitliche Folgen im späteren Leben zu identifizieren", so Laskowski.
</p>

<p>
	Allerdings: Was die Männer in der Zeit zwischen ihrer Einberufung und dem Ausbruch der Krankheit so in Sachen Fitness unternommen haben, konnten die Forscher nicht verfolgen. "Außerdem fehlen uns Daten zum Rauchen", bedauert Laskowski. "Das ist ein bekannter Risikofaktor für Psoriasis."
</p>

<p>
	Wer die Ergebnisse nachlesen will: Die Studie erschien <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0243348" rel="external nofollow">im Fachjournal "PLOS ONE"</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1133</guid><pubDate>Fri, 15 Jan 2021 23:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wer das Rauchen aufgibt, tut seiner Schuppenflechte etwas Gutes</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wer-das-rauchen-aufgibt-tut-seiner-schuppenflechte-etwas-gutes/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_01/rauchen-psoriasis-schuppenflechte-neurodermitis-lupus.jpg.1e04ae65bae617b94370658a8c368f69.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Es ist immer eine gute Idee, mit dem Rauchen aufzuhören. Warum sich das aber gerade für Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis lohnt, erklärt Professor Alexander Kreuter vom Helios-Klinikum Oberhausen.</strong></p><p></p><p>„Rauchen verstärkt nicht nur die vorzeitige Hautalterung und führt zu unreiner Haut", so der Chefarzt der Abteilung <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/helios-st-elisabeth-klinik-oberhausen/" rel="">Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen</a>. "Bei jedem Zug an einer Zigarette werden neben unzähligen Chemikalien auch hautschädigende freie Radikale inhaliert.“</p><p></p><p>Raucher mit Neurodermitis oder Psoriasis würden dazu neigen, einen schweren Befall an den Handflächen und Fußsohlen zu bekommen, erklärt der Dermatologe. „Der genaue Grund dafür wird noch erforscht. Es könnte aber neben einer Engstellung der Gefäße mit einer vermehrten Ausscheidung des Nikotins über Schweißdrüsen zu tun haben.“ Und genau das könnte den entzündlichen Prozess bei beiden Hauterkrankungen verstärken.</p><p></p><p>Raucher versperren sich außerdem möglicherweise den Weg zu Arzneimitteln. Bestimmte Medikamente zur Behandlung der Psoriasis können laut Kreuter nicht eingesetzt werden. „Die sogenannten IL-17-Inhibitoren sind relativ neu und sehr wirkungsvoll, können als Nebenwirkung jedoch zu Infekten der oberen Atemwege führen“, sagt er. „Für starke Raucher kann das gefährlich werden.“</p><p></p><h2>Psoriasis kann besser werden – doch Falten bleiben</h2><p></p><p>„Ich lege jedem Patienten ans Herz, mit dem Rauchen aufzuhören“, so Kreuter. Die Rauchfreiheit würde seiner Erfahrung nach oft auch eine deutliche Verbesserung der Haut bringen. Wenn Patienten das Rauchen einstellen, wirkten beispielsweise Medikamente zur Behandlung einer Lupus-Erkrankung plötzlich sehr gut und schwer betroffene Psoriatiker hätten einen deutlich geringeren Befall der Hände und Füße. </p><p></p><p>Ein Wermutstropfen bleibt: Die vom Rauchen verursachten Falten bilden sich nicht wieder zurück und bleiben ein ständiger Begleiter.</p><p></p><p><em>Tipp: In unserer Community haben Betroffene ihre <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/22983-mit-dem-rauchen-aufgehoert/" rel="">Erfolge und Meinungen zum Rauchstopp</a> aufgeschrieben.</em></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1100</guid><pubDate>Tue, 05 Jan 2021 14:04:50 +0000</pubDate></item><item><title>IgY &#x2013; was die Antik&#xF6;rper aus H&#xFC;hnereiern k&#xF6;nnen und was nicht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/igy-immunglobulin-y/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_12/igy-immunglobulin-y-huehnerei-eigelb.jpg.74865ac27adf4d9d34e095b62e1ae265.jpg" /></p>

<p></p><p><strong>Immunglobulin Y (IgY) taucht in letzter Zeit als neue, angebliche Wunderwaffe in der Behandlung für viele chronische Erkrankungen auf. Hier erfährst du, worum es sich bei Immunglobulin Y handelt, für welche Zwecke und Erkrankungen es tatsächlich hilfreich ist bzw. sein kann und wo die Forschung steht.</strong></p><p></p><p>Immunglobulin Y soll angeblich bei Diabetes mellitus, Demenz, Multipler Sklerose oder auch rheumatischen Erkrankungen wirken. Einige Ärzte bieten entsprechende „Diagnostik“ mit anschließender „Behandlung“ an. Die besteht dann meist aus von ihnen selbst vertriebenen Präparaten. Da in solchen Fällen weder Diagnostik noch Behandlung von den Krankenkassen getragen wird, müssen Patienten die oft fachfremde „Diagnostik“ und „Behandlung“ selbst bezahlen.</p><p></p><p>Immunglobuline, auch „Antikörper“ genannt, werden vom Körper in bestimmten Zellen (B-Zellen) des Immunsystems auf einen Reiz („Antigen“) hin gebildet. Der Reiz kann von einem Fremd-Organismus wie einem Parasiten, von Bakterien oder einem Virus kommen, aber auch bei einer Störung des Immunsystems von körpereigenen Stoffen ausgehen.</p><p></p><p>Immunglobuline sind hochkomplexe Proteine, die sich als eine Art „Schlüssel" an die Antigene (Schloss) heften und sie als Fremdkörper markieren.</p><p></p><h2>Wo kommt Immunglobulin Y vor?</h2><p></p><p>Im Laufe der Evolution haben sich die Immunglobuline weiterentwickelt und sich in verschiedene Formen für unterschiedliche Aufgaben entwickelt. Zur Übersichtlichkeit wurden sie von Forschern in Gruppen und Untergruppen eingeteilt und mit Buchstaben bezeichnet. Am Buchstaben ist so zum Beispiel ersichtlich, wo das Immunglobulin gebildet wird und welche Aufgaben es hat.</p><p></p><p>Das vor allem in Hühnereiern in hoher Konzentration vorkommende „Immunglobulin Y“ (<em>kurz: IgY. Das  Y stammt von „Yolk“, englisch für Eigelb</em>) ist von seinem Aufbau her ähnlich dem menschlichen Immunglobulin G (IgG), das vor allem gegen Viren und Bakterien wirkt. Die Ähnlichkeit zeigt sich auch bei den Alternativ-Namen des IgY: "Hühner-IgG", "Eigelb-IgG" oder "7S-IgG".</p><p></p><p>Die Ähnlichkeit zum menschlichen IgG und die einfache und preiswerte Herstellung führen seit längerem zur Verwendung im Labor und bei der Nutztierhaltung.</p><p></p><h2>So wird IgY produziert</h2><p></p><p>Zur Produktion von IgY werden Hennen mit einem Antigen in Kontakt gebracht. Sie werden „immunisiert“. Das heißt: Die Hennen bilden gegen dieses Antigen Antikörper. Die kommen dann auch in den gelegten Eiern vor. Aus den Eiern werden diese speziellen Antikörper zusammen mit den natürlich vorkommenden Antikörpern extrahiert. Nach Reinigung und Trennung der Antikörper sind diese dann zum Beispiel im Labor verwendbar.</p><p></p><p>Seit einiger Zeit wird IgY gegen einige Infektionserkrankungen eingesetzt – beispielsweise, wenn das Bakterium Helicobacter Pylori krank macht.</p><p></p><p>Der menschliche Darm, seine (Fehl-)Besiedlung mit Mikroorganismen und sein Anteil am Immunsystem sind seit einiger Zeit zu einem wichtigen Forschungsgebiet geworden. Das hat seinen Grund: Es ist wichtig, die genauen Mechanismen und Zusammenhänge zu kennen, bevor das Mikrobiom gezielt korrigiert werden kann  – und falls ja, womit.</p><p></p><p>Die Antikörper-Produktion mit Hühner-Eiern aber ist nicht für alle Erkrankungen so einfach anwendbar. Und jetzt wird's nochmal etwas komplexer: Zum Verständnis muss kurz auf den Unterschied zwischen „polyklonalen“ und „monoklonalen“ Antikörpern eingegangen werden.</p><p></p><h2>Polyklonal und monoklonal – was heißt das?</h2><p></p><p>Der Begriff „polyklonal“ setzt sich aus „poly“ (<em>griechisch für viele</em>) und „klonal“ (<em>griechisch für Zweig oder Schoß</em>) zusammen. Stammt eine Gruppe von Zellen von vielen verschiedenen Zellen ab, so spricht man von „polyklonal“. Werden Antikörper von unterschiedlichen Zellen gebildet, entstehen „polyklonale Antikörper“.</p><p></p><p>Gehen alle Zellen einer Gruppe auf eine einzelne Mutterzelle zurück spricht man von „monoklonal“ (<em>griechisch für allein, einzig, ein</em>) – von einer Mutter abstammend. Die Zellen sind identisch.</p><p></p><p>Für die Immunantwort auf beispielsweise einen Erreger ist ein polyklonaler Wirkstoff eher ein Vorteil, weil unterschiedliche Antikörper gerade so unterschiedlich sein können, dass sie an unterschiedlichen Orten, den sogenannten Epitopen (<em>epi = griechisch für bei, auf; topos = griechisch für Ort</em>) des Erregers angreifen können.</p><p></p><h2>Was IgY von Medikamenten unterscheidet</h2><p></p><p>Immunglobulin Y stammt aus den Eiern immunisierter Hennen, die gegen ein bestimmtes Antigen immunisiert wurden. Es sind also „polyklonale Antikörper“, die an verschiedenen Epitopen (Orten) eines Antigens ansetzten.</p><p></p><p>Die Herstellung eines „monoklonalen Antikörpers“ ist wesentlich aufwändiger. Eine einzelne Zelle wird vermehrt (geklont), womit alle entstehenden Tochterzellen identisch sind. Sie können daher auch nur an einem einzelnen Epitop eines Antigens ansetzen.</p><p></p><p>„Humane monoklonale Antikörper“, die zum Beispiel gegen Psoriasis eingesetzt werden, sind noch zielgerichteter. Sie bestehen nur noch aus menschlichen Aminosäuresequenzen und haben durch das schmale Wirkspektrum weniger unerwünschte Wirkungen.</p><p></p><h2>Wen du vor der Behandlung mit IgY fragen solltest</h2><p></p><p>Allgemein gilt bei Autoimmunerkrankungen, dass das Immunsystem stark und überschießend agiert. Daher sollten Mittel vermieden werden, die das Immunsystem „stärken“. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Bewegung, auch im Freien, ist oft ausreichend.</p><p></p><p>Wer also allgemein eventuell auf das Immunsystem wirkende Nahrungsergänzungsmittel wie eben IgY einnehmen will, sollte das dringend mit seinem behandelnden Arzt absprechen – und nicht mit dem, der sie auch verkauft.</p><p></p><p><em>sia</em></p><p></p><p>? In unserer Community wurde über die Anwendung von IgY bei Schuppenflechte diskutiert. Wenn du wissen willst, wie andere darüber denken: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/32199-erfolgreiche-behandlung-von-psoriasis-mit-igy/?tab=comments#comment-418174" rel="">Behandlung von Psoriasis mit IgY</a></p><p></p><p>Quellen:</p><p></p><ul><li>Wikipedia</li><li><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4617726/" rel="external nofollow">IgY antibodies in human nutrition for disease prevention</a></li><li><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30044696/" rel="external">Use of chicken immunoglobulin Y in general virology</a></li><li><a href="https://www.genosphere-biotech.com/de/produkt/antikoerperproduktion/igy-antikoerper-aus-huehnereiern/" rel="external nofollow">Antikörperproduktion</a></li><li><a href="http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Dermatologie-und-Allergologie/de/AbteilungenSprechstunden/Autoimmunerkrankungen/FAQ/index.html" rel="external nofollow">Klinikum München - Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie</a></li></ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1094</guid><pubDate>Mon, 14 Dec 2020 19:01:53 +0000</pubDate></item><item><title>Trotz Berufskrankheit im Job bleiben &#x2013; ab Januar 2021 ist das m&#xF6;glich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/trotz-berufskrankheit-im-job-bleiben-ab-januar-2021-ist-das-moeglich/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_12/berufskrankheit-neuerung.jpg.ea03911ce2793cda3d58e37c5344d4af.jpg" /></p>

<p>
	Ab Januar 2021 ist es möglich, trotz einer anerkannten Berufskrankheit weiterhin in dem Beruf zu arbeiten – auch wenn der diese Erkrankung verursacht hat oder sie verschlimmern könnte. Das war bisher nicht möglich. Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern außerdem Vorsorgemaßnahmen anbieten, wenn die im Freien arbeiten. Darauf machte der Hautärzteverband <em>BVDD</em> aufmerksam.
</p>

<p>
	Erkrankungen der Haut stehen mit <a href="https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/bk-geschehen/bk-verdachtsanzeigen/index.jsp" rel="external nofollow">an der Spitze der Berufskranheiten</a>. Das sind Handekzeme und Kontaktallergien, vor allem aber Lichtschädigungen wie aktinische Keratose, weißer und schwarzer Hautkrebs. Schuppenflechte wurde bisher bei sehr wenig Betroffenen als Berufskrankheit anerkannt. Bedingung ist, dass die Psoriasis durch die berufliche Tätigkeit erstmals ausgebrochen ist oder sich durch sie verschlechtert.
</p>

<p>
	Bisher galt, dass jemand ohne Wenn und Aber alle Tätigkeiten zu unterlassen hat, durch die die Krankheit ursächlich entstanden ist oder sich verschlimmern könnte bzw. wiederauflebt (<a href="https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvii/9.html" rel="external nofollow">§9 Abs.4 SGB VII</a>). Ab Janaur 2021 ist es möglich, dann im Beruf zu bleiben, wenn diese Gefahr „<a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Gesetze/siebtes-gesetz-zur-aenderung-des-vierten-buches-sozialgesetzbuch-und-anderer-gesetze.pdf;jsessionid=714EAEE9D8E606C78D3BF6B58A665275.delivery1-master?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="external nofollow">durch andere geeignete Mittel</a>“ beseitigt werden kann.
</p>

<p>
	Die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung müssen aktiv werden und den Betroffenen Schulungen anbieten. Individuell, bezogen auf die eigene Berufskrankheit, ist über Gefahren und Schutzmaßnahmen der Tätigkeit aufzuklären. Die Betroffenen sind verpflichtet, an diesen Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen und sie in der Praxis zu beachten. Sie können rückwirkend bis 1997 überprüfen lassen, ob sie unter diesen Umständen wieder in ihrem Beruf arbeiten dürfen. Entsprechend ändert sich <a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Gesetze/siebtes-gesetz-zur-aenderung-des-vierten-buches-sozialgesetzbuch-und-anderer-gesetze.pdf;jsessionid=714EAEE9D8E606C78D3BF6B58A665275.delivery1-master?__blob=publicationFile&amp;v=1" rel="external nofollow">§12 der Beitragsverfahrensordnung</a>. 
</p>

<p>
	Nur wenn sich durch geeignete Schutzmaßnahmen die Berufskrankheit nicht verbessern lässt, ist ein Tätigkeitsverbot vorgesehen.
</p>

<p>
	Der <a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/pressemitteilungen/details/durchbruch-im-arbeitsschutz-aussenarbeiter-haben-recht-auf-hautkrebsberatung/" rel="external">BVVD weist außerdem auf eine Reglung hin</a>, die für Arbeitnehmer gilt, die im Freien arbeiten und der UV-Strahlung ausgesetzt sind: Arbeitgeber müssen ihnen eine medizinische Vorsorge anbieten, wenn die Betroffenen <a href="https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AMR/pdf/AMR-13-3.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" rel="external nofollow">längere Zeit</a> draußen arbeiten – bei Beginn der Arbeitstätigkeit und danach regelmäßig. Das besagt seit Juli 2019 die <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/arbmedvv/BJNR276810008.html" rel="external nofollow">Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge</a>. 
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/berufskrankheit-haut-job" rel="">Was passiert, wenn die Hautkrankheit eine Berufskrankheit ist?</a> -ausführlicher Artikel im <em>Psoriasis-Netz</em>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2015" rel="">Psoriasis als Berufskrankheit</a>, Bericht von der 48. Tagung der <em>Deutschen Dermatologischen Gesellschaft</em>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1095</guid><pubDate>Sun, 13 Dec 2020 11:54:00 +0000</pubDate></item><item><title>App Sorea will Menschen mit Schuppenflechte begleiten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sorea-helferin-test/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_11/sorea-helferin-test.jpg.b3e4e3cacd7faf8b15592b4ba22767d5.jpg" /></p>
<p>
	<strong>"Sorea Helferin" ist eine neue App für Menschen mit Schuppenflechte. Wir haben sie getestet.</strong>
</p>

<h2>
	Der Test
</h2>

<p>
	<strong>Was verbirgt sich  hinter Sorea?</strong>
</p>

<p>
	Neugierig, wie ich bin, habe ich mir Sorea also auf mein Handy geladen. Wer möchte nicht seinen Hautzustand kontrollieren, seine Schubauslöser verstehen und direkte Hilfe bekommen, wenn einen die Psoriasis mal wieder voll im Griff hat? Ich schon!
</p>

<p>
	Man kann die vielversprechende "Helferin" wie angekündigt, kostenlos installieren, muss sich dann registrieren, da sie personalisiert ist.
</p>

<p>
	Zunächst erfährt man im Intro, dass die App einem dabei helfen möchte, seine Krankheit besser zu verstehen. Sie  soll umsetzbare Tipps und Tricks bieten. Die konnte ich aber bisher nicht finden.<strong> </strong>Ich vermute sie im Premiumbereich. Wie ich dahin komme, und ob und welche Kosten auf mich zukommen, wird aber nicht erklärt.
</p>

<p>
	Dann gebe ich also erst mal meine Daten ein: Wo sind die Pso-Stellen? Wie ausgeprägt sind die Symptome? Wenn man diese Daten regelmäßig einträgt, kann man sich nach einiger Zeit eine Statistik ausdrucken und zum Arzt mitnehmen.
</p>

<div>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19671" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin-symptome.jpg.6a5a785cceefc91a389f3c1aca99cf47.jpg" rel="" style="float:left;"><img alt="Sorea Helferin App – Symptom-Angabe" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19671" style="height:auto;width:250px;" width="250" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin-symptome.jpg.6a5a785cceefc91a389f3c1aca99cf47.jpg" loading="lazy" height="425"></a>
</div>

<p>
	Mit einem Doppel-Tippen auf die eingezeichneten Stellen kann man gleich ein Foto von den Psoriasis-Stellen machen. Finde ich gut! Dann hat man den Vergleich und eine fortlaufende Dokumentation. Nur - wo sind meine Fotos geblieben? Ich finde sie nirgends. Vielleicht im Premiumbereich?
</p>

<p>
	Ich klicke also auf das ausgegraute Schloss am oberen Ende der Seite und komme auf eine Seite <strong>„</strong>Gutscheincode". Hier steht ein Hinweis auf die Freischaltung des vollen App-Umfangs. Dazu benötigt man besagten Gutscheincode. Woher man diesen bekommt? Keine Ahnung! Ich bekomme nur den Hinweis, auf der Homepage nachzusehen. Doch dort finde ich keinen einzigen Hinweis dazu.
</p>

<p>
	So langsam habe ich keine Lust mehr auf diese App. Ich vermute, sie steht noch gar nicht vollumfänglich zur Verfügung. Die Tipps und Tricks kann ich nämlich auch nicht finden. Da werde ich wohl mal Kontakt aufnehmen und klären, ab wann mir diese App tatsächlich von Nutzen sein soll.
</p>

<p>
	Doch vorher schaue ich aber doch noch mal gewissenhaft, ob ich nur etwas übersehen habe und klicke das Menü an.
</p>

<table>
	<thead>
		<tr>
			<th>
				<strong>Der Menüpunkt...</strong>
			</th>
			<th>
				<strong>...und was sich dahinter verbirgt</strong>
			</th>
		</tr>
	</thead>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Sorea Home
			</td>
			<td>
				Ich lande auf der Übersichtsseite mit meinen Daten.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Benutzereinstellungen
			</td>
			<td>
				Hier kann ich meine Daten ändern.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Gutscheincode
			</td>
			<td>
				Juhu!!! - Äh nein, keine Infos, ich lande wieder auf der Seite
				<p>
					"Gutscheincode“ ohne nennenswerte Infos.
				</p>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Einführung
			</td>
			<td>
				Das bereits bekannte Intro.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Über Sorea
			</td>
			<td>
				Hier steht nichts, aber auch gar nichts über Sorea, lediglich der
				<p>
					Haftungsauschluss, Datenschutz, AGB und das Impressum.
				</p>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Feedback
			</td>
			<td>
				Ich lande in meinem Mail-Programm – und das wird mein nächster Klick sein.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Empfehle Sorea
			</td>
			<td>
				Das werde ich momentan ganz sicher noch nicht tun.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Abmelden
			</td>
			<td>
				Ja, das ist eine gute Idee! Ich komme vielleicht wieder, wenn die App fertig ist.
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Fazit
</h2>

<p>
	Generell finde ich die Idee hinter dieser App gut. Vor allem weil ich damit Verläufe dokumentieren kann.
</p>

<p>
	Aber…
</p>

<ul>
	<li>
		…ich finde sie ist noch nicht ausgereift.
	</li>
	<li>
		…mir fehlen noch die versprochenen Informationen, um sie vollumfänglich einsetzen zu können.
	</li>
</ul>

<p>
	Ich persönlich werde diese App so nicht nutzen, da ich keinen Mehrwert erkenne. Vielleicht im Premiumbereich? Was meine Krankenversicherung damit zu tun hat, würde mich auch interessieren. Ich sollte sie bei meinen Daten nennen. Ich finde aber auch auf der Homepage keine Informationen dazu.
</p>

<p>
	<strong>Meine Wünsche</strong>
</p>

<p>
	Ich werde auf alle Fälle den Betreibern mein Feedback zu dieser App und meine Wünsche zukommen lassen.
</p>

<p>
	Ich hätte gerne mehr Informationen zu den Inhalten direkt in der App. Versprechen sollten eingehalten und nicht „hinter Schlössern“ versteckt werden. Ansonsten verliere ich als Nutzer das Vertrauen.
</p>

<p>
	Ich hätte gerne zusätzlich eine Rubrik "Therapien", in der ich meine ganzen Salben und Bäder, Tabletten, Spritzen und alternativen Therapieversuche eintragen könnte. Ein Überblick hierzu wäre nicht nur für mich sinnvoll, sondern auch beim Gang zum Arzt und/oder eine Klinik.
</p>

<p>
	<em>Kirsten Socher</em>
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="19672" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin.jpg.da42d64ce3702566ed1e8b43b4732a0d.jpg" rel=""><img alt='App "Sorea Helferin"' class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19672" style="height:auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/sorea-helferin.jpg.da42d64ce3702566ed1e8b43b4732a0d.jpg" loading="lazy"></a>
</p>

<h2>
	Die Fakten
</h2>

<p>
	"Mit Sorea wird Patienten mit Psoriasis eine digitale Begleitung angeboten", schrieb der Anbieter in einer Pressemitteilung anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages 2020.
</p>

<p>
	Innerhalb der Sorea-App wird angekündigt, dass Anwender "bald" damit auch in einer Videosprechstunde jederzeit eine Expertenmeinung einholen können.
</p>

<p>
	Die Hautärztin Dr. Reem Alneebari ist eine der Gründerinnen des Startups. Sie weiß, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie wirksam sie sind: "Der schnellste Weg dorthin ist Betroffenen jedoch oft unklar", meint sie. "Um effizienter die hoch-individuellen Auslöser für Schübe sowie die optimale Therapie zu erkennen, ist die Dokumentation extrem wichtig." Und da soll die Sorea-App die Psoriasis-Patienten und ihre Ärzte unterstützen.
</p>

<p>
	"Sorea Helferin" kann in den üblichen App-Stores heruntergeladen werden. [<a href="https://apps.apple.com/us/app/psoriasis-helferin-sorea/id1534166965?l=de&amp;ls=1" rel="external nofollow">für iPhone &amp; iPad</a>] [<a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.soreahealth.soreaapp" rel="external nofollow">für die meisten anderen</a>] Weitere Informationen gibt es auf der <a href="https://www.sorea-health.de" rel="external nofollow">Internetseite zur App</a>.
</p>

<h2>
	Das Vorbild: Nia Helferin
</h2>

<p>
	Die "Sorea"-App ist das zweite Produkt der Berliner Startups Nia Health. Das erste war die App Nia für Menschen mit Neurodermitis. Mehr als 6000 Patienten verfolgen damit laut Anbieter ihre Symptome und Auslöser.
</p>

<p>
	Nia gibt es <a href="https://www.nia-health.de/premium/" rel="external nofollow">in drei Versionen</a>:
</p>

<ul>
	<li>
		einer kostenlosen Basis-Version
	</li>
	<li>
		einer "Tagebuch plus" mit Dokumentation und Auswertung für 9,95 Euro pro Monat
	</li>
	<li>
		einer "Digitalen Begleitung". Sie enthält zusätzlich Schulungsmaterial, einen "Schubalarm" und einen PDF-Report. Versicherte der Krankenkassen KKH, DAK, IKK Südwest und BKK Pfalz können die App inklusive digitaler Begleitung für einige Monate kostenlos nutzen. Alle anderen Nutzer sollen 49,95 Euro im Monat bezahlen.
	</li>
	<li>
		einer weiteren Version mit Experten-Coaching dazukommen. Dort sind zwei Beratungstermine pro Monat enthalten – inklusive Therapieplan und Rezept.
	</li>
</ul>

<p>
	Seit April 2021 wird Nia mit einem Sponsoring der Pharmafirma Sanofi Genzyme unterstützt.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<strong>“Es ist wichtig, frühzeitig an die Kommerzialisierung zu denken”</strong><br>
	(<a href="https://www.deutsche-startups.de/2023/10/31/nia-health-hauterkrankungen/" rel="external nofollow">deutsche-startups, 31.10.2023</a>)<br>
	Auf die Frage nach dem Geschäftsmodell antwortet Gründer Tobias Seidl<span>:</span>
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Diese Daten aus dem Therapiealltag werden sorgfältig pseudonymisiert, um die Privatsphäre der Patient:innen und Patienten zu schützen. Die Insights daraus werden kooperierenden Pharmaunternehmen zur Verfügung gestellt, damit sie daraus gezielte personalisierte Therapien entwickeln können, um anderen Betroffenen zu helfen.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	<strong>Nia Health erhält 3,5 Mio. Euro-Finanzierung</strong><br>
	(<a href="https://medtech-zwo.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten/nia-health-erhaelt-35-mio-euro-finanzierung.html" rel="external nofollow">medtech zwo, 16.05.2023</a>)<br>
	Das Berliner Health-Tech Start-up Nia Health, ein Spin-off der Berliner Universitätsmedizin Charité, erhält in einer Seed-Finanzierungsrunde 3,5 Mio. Lead-Investor ist der High-Tech Gründerfonds.
</p>

<p>
	<strong>Neue Kooperation: <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr> und Nia Health</strong><br>
	(<a href="https://www.psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/pressemitteilung-dpb-und-nia-health-kooperieren/" rel="external">Deutscher Psoriasis-Bund e.V., 22.10.2022</a>)<br>
	"Das Berliner Digital Health-Unternehmen Nia Health GmbH und der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (<abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr>) kooperieren nun offiziell. Gemeinsames Ziel der Kooperation ist es, Psoriasis zu entstigmatisieren und die Lebensqualität der Psoriasis-Betroffenen zu verbessern."
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1089</guid><pubDate>Wed, 11 Nov 2020 18:11:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenforum Neurodermitis &#x2013; Ihr fragt, Professor Kleine-Tebbe antwortet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-expertenforum/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_11/neurodermitis_knie.jpg.d173813ca36b2850bdd2819685b49b6d.jpg" /></p>

<p>
	Neurodermitis gilt in hoch entwickelten Ländern als die am häufigsten verbreitete Hautkrankheit bei Kindern und Jugendlichen. Die leiden oft erheblich darunter: nicht nur unter der stark entzündeten Haut, sondern vor allem unter Juckreiz. Die Krankheit führt zu Allergien, Asthma und Heuschnupfen. Bei den meisten geht sie spätestens mit der Pubertät zurück oder mildert sich stark ab.
</p>

<p>
	Wer als Erwachsener daran weiterhin oder neu erkrankt ist, hatte bisher wenig Chancen auf grundlegende Besserung. In schweren Fällen mussten innerliche Mittel gegeben werden, die erhebliche Nebenwirkungen verursachen können.
</p>

<p>
	Erst in den letzten Jahren ist die Erforschung der Neurodermitis deutlich vorangekommen: Seit 2017 gibt es das erste Biologikum für schwer betroffene Erwachsene. Das ist seit 2019 auch für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Weitere innerliche und äußerliche Medikamente werden in den kommenden Jahren folgen. 
</p>

<div>
	<div>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forum/182-neurodermitis/" rel="">Hin zum Expertenforum</a>
	</div>
</div>

<p>
	Es wird immer deutlicher, dass es Krankheiten gibt, die bei Neurodermitikern häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung (Begleiterkrankungen). Dazu gehörten die Augenkrankheit Keratokonus, die Reibeisenhaut (Keratosis pilaris) und vor allem Depressionen, Angststörungen und Selbsttötungen. Das „metabolische Syndrom“ mit Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Fettsucht hat man bisher nur in den USA und in Asien verstärkt bei Neurodermitikern festgestellt.
</p>

<div>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="png" data-fileid="19670" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/joerg-kleine-tebbe.png.860985455ae10bda9008b2d059eec820.png" rel="" style="float: left;"><img alt="Professor Jörg Kleine-Tebbe" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19670" style="height: auto; width: 91px;" width="91" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_11/joerg-kleine-tebbe.png.860985455ae10bda9008b2d059eec820.png" loading="lazy" height="137.41"></a><strong>Vom 23. bis 25. November 2020 antwortete <a href="http://allergie-experten.de/allergie-zentrum-aazw/mitarbeiter/professor-dr-med-jorg-kleine-tebbe/" rel="external nofollow">Professor Jörg Kleine-Tebbe</a> in unserem Forum auf alle Fragen zur Neurodermitis.</strong> Er praktizierte im Allergie- und Asthma Zentrum Berlin-Westend.
</div>

<div>
	<div>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/182-neurodermitis/" rel="">Hin zum Expertenforum</a>
	</div>
</div>

<h2>
	So kann Neurodermitis aussehen
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed6076577114" id="ips_uid_8881_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1519-neurodermitis/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	<em>Das Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziert.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1088</guid><pubDate>Wed, 04 Nov 2020 17:46:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neurodermitis gibt's bei Kleinkindern und Frauen besonders h&#xE4;ufig</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neurodermitis-zahlen-maenner-frauen-kinder/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_09/neurodermitis-stellen.jpg.24a311907b5904db7193dc3c1ed24f7b.jpg" /></p>

<p></p><p>Mehr als 3,6 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Neurodermitis – so oft lautete jedenfalls die Diagnose im Jahr 2018 so. Die Krankenkasse Barmer hat die Zahlen analysiert und ein wenig "aufgedröselt". Betroffen sind vor allem Kleinkinder und Frauen.</p><p></p><ul><li>Jedes zehnte Baby wird laut der Analyse schon mit Neurodermitis geboren. </li><li>Jeder sechste Junge und jedes achte Mädchen zwischen 1 und 4 Jahren hat Neurodermitis.</li><li>Im Alter zwischen 5 und 9 haben ungefähr gleich viele Mädchen und Jungen die Erkrankung. Danach ziehen die Mädchen und Frauen vor.</li></ul><p></p><p>Besonders deutlich wird der Unterschied in der Altersklasse der 40- bis 45-Jährigen: Dann haben 2,47 Prozent der Männer und 4,43 Prozent der Frauen eine Neurodermitis. Eine Erklärung hat Dr. Utta Petzold, Hautärztin bei der BARMER: „Das Auftreten einer Neurodermitis wird möglicherweise auch durch den Hormonhaushalt beeinflusst. So ließe sich erklären, dass vor der Pubertät häufiger die Jungen und danach verstärkt die Frauen betroffenen sind.“</p><p></p><div><a href="https://datawrapper.dwcdn.net/kTtMw/1/" rel="external nofollow">https://datawrapper.dwcdn.net/kTtMw/1/</a></div><p></p><p>„Neurodermitis ist Ausdruck einer geschädigten Hautbarriere und macht die Haut anfällig für Keime", sagt Dr. Utta Petzold, Hautärztin bei der BARMER. Es könne zu Infektionen mit schlimmstenfalls lebensbedrohlichem Verlauf kommen. "Ziel einer Neurodermitis-Therapie ist die Symptomfreiheit. Auch wenn eine Neurodermitis nicht heilbar ist, sollte man frühzeitig den Arzt aufsuchen, um die Symptome zumindest zu lindern oder die symptomfreien Phasen zu verlängern.“</p><p></p><h2>Neurodermitis ist in Ostdeutschland häufiger</h2><p></p><p>Eine weitere Auffälligkeit ist die regionale Verteilung der Diagnose: Nach der BARMER-Analyse tritt Neurodermitis allem voran in den ostdeutschen Bundesländern auf. Im Jahr 2018 wurde die Krankheit bei 5,54 Prozent der Bevölkerung von Sachsen diagnostiziert, gefolgt von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die niedrigsten Raten gab es in Bayern mit 3,82 Prozent und Schleswig-Holstein mit 3,83 Prozent. </p><p></p><p>Aber auch dafür gibt es eine mögliche Erklärung von Dr. Petzold: „Die vergleichsweise häufigen Neurodermitis-Fälle in Ostdeutschland können auch mit einem verstärkten Flug vereinzelter Pollenarten vor Ort zusammenhängen, wie es im Jahr 2018 der Fall war." Bis zu 80 Prozent der Neurodermitis-Patienten würden empfindlich auf Umweltallergene wie Pollen reagieren, was dann einen Ekzem-Schub auslösen könne. "Da Menschen mit Neurodermitis ohnehin eine sehr durchlässige Hautbarriere hätten, könnten Pollen leichter eindringen und dort eine Entzündungsreaktion auslösen."</p><p></p><p>? Welche Erfahrungen hast du mit deiner Neurodermitis gemacht? Gehst du damit überhaupt zum Arzt? Was hilft dir? Was nicht? Teile in den Kommentaren deine Erfahrungen, deine Meinung!</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1086</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2020 13:35:27 +0000</pubDate></item><item><title>Triff andere Menschen mit Schuppenflechte am Video-Stammtisch</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/videochat/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_09/videokonferenz.jpg.8f2708109adf766fa19e1defe295ee81.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Einmal im Monat sind wir im Video-Chat anzutreffen – immer am letzten Sonntag im Monat um 19.30 Uhr.</strong> Das ist eine prima Gelegenheit, andere Menschen zu treffen, die das gleiche Problem haben wie du – nämlich Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	Angefangen hat der Video-Treff, als Corona die meisten von uns ausbremste. Weil da fast noch Winter war, sahen wir uns schon sonntags um 15 Uhr. Im Sommer wurde daraus eine abendliche Video-Konferenz um 20 Uhr, und angesichts der Uhrzeit tauften wir sie "Knabberkram &amp; Schuppenflechte".
</p>

<p>
	Leg also einen leckeres Snack bereit, stell dir ein Getränk hin und komm in unseren Videochat. Wir sind größtenteils harmlos <img alt=";)" data-emoticon="true" height="20" loading="lazy" src="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/default_wink.png" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20"> Und wenn du dich nicht vor die Kamera traust – kein Problem. Du kannst die Webcam auslassen oder auch nur per Telefon teilnehmen. 
</p>

<p>
	Wir bieten kein pseudo-wissenschaftliches Seminar an, wir verkaufen nichts – wir wollen nur miteinander reden.
</p>

<p>
	Für die Videokonferenz nutzen wir die Software Zoom. Die kannst du <a href="https://zoom.us/download#client_4meeting" rel="external nofollow">hier</a> für den Rechner herunterladen. Es gibt sie aber auch für Smartphones (<a href="https://zoom.us/download#client_iphone" rel="external nofollow">iOS</a> | <a href="https://zoom.us/download#mobile_app" rel="external nofollow">Android</a>)
</p>

<p>
	Die Zugangsdaten findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/calendar/event/791-knabberkram-schuppenflechte-%E2%80%93-der-videostammtisch/" rel="">immer in unserer Community</a>. Du kannst uns aber auch deine E-Mail-Adresse dalassen und wir schicken dir rechtzeitig, wie wir zu finden sind (und damit auch eine Erinnerung).
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1081</guid><pubDate>Wed, 02 Sep 2020 15:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Regeln f&#xFC;r Biologika-Rezepte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/biologika-neue-regelungen-2020/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_08/arzt-computer-ueberlegt.jpg.20ab0de7c34e8f34795d531e95d2da27.jpg" /></p>
<ul>
	<li>
		Wer in nächster Zeit ein Biologikum verschrieben bekommen will, darf sich nicht wundern, wenn die Ärztin oder der Arzt dafür längere Zeit benötigt: Mehrere aktuelle Regelungen machen es mitunter nötig, sich erst einmal in diversen Hinweisschreiben oder auf dem Computer zu informieren.
	</li>
	<li>
		Am Ende kann auf dem Rezept ein völlig anderes Präparat stehen, als man es bisher bekommen hat. Lassen Sie sich genau erklären, ob es Unterschiede zum bisherigen gibt. Vor allem bestehen Sie darauf genau erklärt zu bekommen, wie bei diesem Präparat der Pen oder die Spritze angewendet wird.
	</li>
	<li>
		Wer erstmals auf ein Biologikum hofft, muss im schlimmsten Fall damit rechnen, einen weniger teuren Wirkstoff verschrieben zu bekommen. Als Patient sollte man sich das erklären lassen. Es macht Sinn, sich vorher darüber zu informieren, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019/" rel="">welche Biologika im individuellen Fall in Frage kämen</a>.
	</li>
</ul>

<p>
	„Die goldenen Zeiten, in denen Dermatologen fast grenzenlos teure Biologika verschreiben konnten, sind jetzt endgültig vorbei“, sagte Dr. Thomas Stavermann, der Berliner Vertreter des <em>Bundesverbandes der Deutschen Dermatologe</em>n, im Juni 2020 bei einem Webinar. Aus Patientensicht gab es diese Zeiten nie für alle. Bis 2018 war es den Ärzten zwar möglich, relativ frei verschreiben zu können (§ 106, Abs. 5e SGB V). Sie mussten nicht befürchten, Medikamente nachträglich aus eigener Tasche zu bezahlen, wenn sie das Budget überschritten hatten („Regress“). Trotzdem verschrieb nur jeder dritte Dermatologe in Deutschland Biologika. In manchen Bundesländern waren es mehr, in vielen weniger. Einige Kassenärztliche Vereinigungen (KV) haben Ärzte erheblich unter Druck gesetzt, keine Biologika zu verordnen, zum Beispiel die <em>KV Baden-Württemberg</em>.
</p>

<p>
	Seit 2007 versuchen die Krankenkassen ihre Ausgaben mit Hilfe von „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittel-Rabattvertrag" rel="external">Arzneimittel-Rabattverträgen</a>“ zu senken: Gibt es für einen Wirkstoff mehrere Präparate, erhalten Patienten grundsätzlich nur das, für das ihre Krankenkasse einen Rabatt ausgehandelt hat.
</p>

<p>
	2013 kam das erste <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/infliximab//inflectra-infliximab-biosimilar" rel="">Biosimilar für Psoriasis und Psoriasis Arthritis</a> auf den Markt. Inzwischen gibt es für <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/infliximab/inflectra-infliximab-biosimilar" rel="">mehrere TNF-Alpha-Hemmer</a> diese Nachahmerprodukte. Sie sind <a href="https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Biosimilar-Markt-im-Umbruch-225139.html" rel="external">20 bis 30% billiger als die Originalpräparate</a>. Es ist gesichert, dass sie <a href="https://www.gesundheitsinformation.de/biologika-und-biosimilars.html" rel="external">genauso gut wirken wie die Originale</a>. Trotzdem wurden sie bisher eher zögerlich verschrieben.
</p>

<p>
	Seit 2019 gibt es einen „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd/" rel="">Psoriasis-Versorgungsvertrag</a>“. Ärzte erhalten Prämien und einen Abschlag auf die der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd" rel="">KV</a> gemeldeten Verschreibungen. Die beteiligten Krankenkassen sparen Geld, weil überwiegend Rabatt-Präparate verschrieben werden müssen. Patienten konnten dadurch hoffen, leichter mit einem Biologikum behandelt zu werden. An diesem Versorgungsmodell können sich aber nur bestimmte Hautärzte beteiligen und nur mit Patienten, die Mitglied einer der beteiligten Krankenkassen sind.
</p>

<p>
	Ab 2020 gelten in Berlin neue <a href="https://www.kvberlin.de/fileadmin/user_upload/newsletter/verordnungsnews/verordnungsnews_01_2020.pdf" rel="external nofollow">Verordnungsrichtlinien für Kassenpatienten</a>. Früher oder später werden andere Kassenärztliche Vereinigungen ähnliche Regelungen übernehmen: Ärzte dürfen insgesamt nicht zu viel verschreiben. Der Wert aller verordneten Arzneimittel darf den Durchschnittswert ihrer Fachgruppe nicht überschreiten. Solange die Mehrheit der Dermatologen keine hochpreisigen Medikamente verschreibt, drückt sie damit diesen Durchschnittswert.
</p>

<p>
	Kompliziert wird es, weil den Ärzten Anreize gesetzt werden, bestimmte (preisgünstige) Medikamente zu verschreiben. Nicht in die „Obergrenze“ eingerechnet werden Biologika, die <a href="https://www.kvberlin.de/fuer-praxen/alles-fuer-den-praxisalltag/verordnung/wirtschaftlichkeitspruefung" rel="external nofollow">bundesweit als „Praxisbesonderheit“ anerkannt</a> werden. Bei Psoriasis sind das <span ipsnoautolink="true">Cosentyx</span> (Secukinumab), <span ipsnoautolink="true">Kyntheum</span> (Brodalumab) <span ipsnoautolink="true">Taltz</span> (Ixekizumab) und <span ipsnoautolink="true">Tremfya</span> (Guselkumab). Unberücksichtigt bleiben alle Verordnungen für TNF-Alpha-Blocker, wenn die „Zielquote“ erreicht wird, mindestens 32 Prozent Biosimilars zu verschreiben. Das gleiche gilt, wenn es der Arzt es schafft, von allen innerlichen Psoriasis-Medikamenten mindestens 36 Prozent auf Fumarsäure, <span ipsnoautolink="true">Methotrexat</span>, <span ipsnoautolink="true">Ciclosporin</span> oder <span ipsnoautolink="true">Acitretin</span> zu verteilen.
</p>

<p>
	Im August 2020 empfahl der <em>Gemeinsame Bundesausschuss</em> (<em>GBA</em>) die <a href="https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/886/" rel="external nofollow">Arzneimittel-Richtlinie zu ändern</a>. Ärzte <em>sollen</em> zukünftig billigere Nachahmerprodukte (Biosimilars) anstelle hochpreisiger Biologika verschreiben. Davon darf abgewichen werden, wenn genau dieses Präparat für einen Patienten nicht geeignet ist. Zum Beispiel wegen individueller Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen oder „instabiler Therapiesituation“.
</p>

<p>
	Eine Ausnahme gibt es: Der Arzt muss nicht nach einem preisgünstigen Biosimilar suchen, wenn die Krankenversicherung des Betroffenen für das Originalpräparat (als "Referenz-Arzneimittel") einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Im Gegensatz zu regionalen KV-Richtlinien gelten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittel-Richtlinie" rel="external">Arzneimittel-Richtlinien</a> überregional in ganz Deutschland.
</p>

<p>
	Die Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss, Dr. Cornelia Sander, befürchtet, dass Patienten allein aus Kostengründen mehrfach das Präparat wechseln müssen. Sie verweist darauf, dass es dazu „<a href="https://www.bag-selbsthilfe.de/aktuelles/nachrichten/detail/news/patientenvertretung-im-g-ba-unklares-risiko-fr-patientinnen-und-patienten-g-ba-ebnet-weg-fr-austausc/" rel="external nofollow">kritische Einschätzungen der Expertinnen und Experten der wissenschaftlichen Fachgesellschaften</a>" gäbe.
</p>

<p>
	Wechseln wäre nur dann akzeptabel wenn <em><span style="text-decoration:underline;">einmalig</span></em> von einem „Original-Biologikum“ auf ein Biosimilar umgestellt werde. Das sei in Studien untersucht und für unbedenklich erklärt worden. Man wisse aber nicht, welche Wirkungen und Nebenwirkungen auftreten können, wenn von einem Biosimilar zum anderen gewechselt werde. Denn die Präparate seien dem Original nur „ähnlich“.
</p>

<p>
	Dr. Sander sieht darüber hinaus weitere Gefahren: Patienten könnten denken, das neue Medikament wirke nicht so gut, z.B. weil es billiger ist. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt" rel="external">Nocebo-Effekt</a> könnte dann genau dazu führen, dass das Präparat schlechter anschlägt. Patienten könnten nachlässiger oder unsicherer werden, wenn sie sich "mehrfach" auf unterschiedliche Modelle der Spritzen und Pens einstellen müssen. Wenn Patienten sich mit dem Medikament nicht richtig behandeln, könnte es zu „Wirksamkeitsverlusten oder sogar Schäden“ kommen. Sie fordert, die Patienten beim Wechsel genau aufzuklären und zu schulen. 
</p>

<h2>
	Unsere Meinung
</h2>

<p>
	Grundsätzlich ist es richtig, bei derart teuren Medikamenten wie den Biologika Ärzte zu verantwortungsvollem Verschreiben anzuhalten. Jede Wirkstoffgruppe ist im Großen und Ganzen vertreten, wenn auch nicht jedes Präparat. Die Pharmafirmen sollen dazu gebracht werden, mit den Krankenkassen Rabattverträge abzuschließen. Vor allem neue Präparate werden dabei erst einmal das Nachsehen haben – selbst wenn sie effektiver sind und weniger Nebenwirkungen haben. Für Patienten ist zu hoffen, dass eine Zielquoten-Regelung für ihre Therapie nicht nachteilig ist. So sollen z.B. in Berlin mindestens 36 % der Psoriasis-Verschreibungen Klassiker-Medikamente sein, die schon seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Es gibt Patienten, bei denen diese gut anschlagen. Aber erst die neuen Wirkstoffe schaffen es, dass bei deutlich mehr Betroffenen die Schuppenflechte nahezu oder völlig verschwindet. Was verschreibt der Arzt, wenn die Zielquote noch nicht erreicht ist, aber aus medizinischen Gründen teurere Wirkstoffe nötig wären? Da gilt es, als Patient genau nachzufragen.
</p>

<p>
	Auf Dermatologen-Kongressen wird zurzeit genau aufgelistet, welches der fast 20 Biologika in welchen Fällen besonders geeignet ist. In der Praxis muss auf ganz andere Dinge geachtet werden: Preise, Rabattverträge, bundesweite Praxisbesonderheiten, Mindestanteil bestimmter Arzneimittelgruppen, Einhaltung von Verschreibungsgrenzen usw. Das komplizierte Verfahren könnte in manchen Fällen dazu führen, dass Patienten nicht mit dem für sie persönlich geeignetsten Medikament behandelt werden. Im Zweifel sollten Sie als Patient nachfragen.
</p>

<p>
	Die Einwände Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss können wir so nicht teilen. Der Hinweis, die Biosimilars seien den Biologika nur ähnlich, unterstellt, dass die Original-Biologika immer gleich seien. Sind sie aber nicht: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/mirikizumab/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2018/" rel="">Nach unserer Information </a>unterscheiden sich die Chargen <em>aller</em> Präparate, die bio-technisch hergestellt werden. Weil mit lebenden Zellen gearbeitet wird, gibt es immer minimale Abweichungen – bei den Original-Biologika wie bei den Biosimilars.
</p>

<p>
	Dr. Sander befürchtet, die Patienten wären überfordert, sich "immer wieder" auf andere Spritzen und Pens einzustellen. Das kann, muss aber nicht sein. Vermutlich ist das individuelle verschieden. Nach unserer Erfahrung gibt es Unterschiede, meist in den Sicherungseinstellungen, machmal in der Form. Aber das mechanische Prinzip ist bei allen das gleiche. Wie oft dann tatsächlich das Präparat gewechselt wird und ob die Patienten wirklich mit der Handhabung ernste Probleme haben, wird die Praxis zeigen. Als Patient sollten Sie den Arzt oder die Mitarbeiter solange fragen, bis Sie mit der Spritze oder dem Pen umgehen können.
</p>

<p>
	Alle diesen Sparmaßnahmen zielen auf "hochpreisige" Medikamente. Damit wird das dahinter stehende Grundproblem letztendlich auf Ärzte und Patienten abgewälzt: In Deutschland dürfen die Pharmafirmen für neue Medikamente umstritten hohe Preise verlangen. Experten haben nachgewiesen, dass diese <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/pharmaindustrie-lukrative-krebsmedikamente/20324156.html" rel="external nofollow">Preise unberechtigt hoch angesetzt </a>sind. Seit Jahren zählen die <a href="https://www.gg-digital.de/2019/09/pharmagewinne-auf-kassenkosten/index.html" rel="external nofollow">Gewinne der weltweit agierenden Pharmakonzerne zu den höchsten</a>. Finanziert werden sie aus den Mitgliedsbeiträgen der Krankenkassen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1083</guid><pubDate>Thu, 27 Aug 2020 18:47:00 +0000</pubDate></item><item><title>In "Animal Crossing" k&#xF6;nnen sich Spieler jetzt mit Psoriasis zeigen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/animal-crossing-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_08/animal-crossing-new-horizons-psoriasis.jpg.e94303161e67050e166ea7996435033f.jpg" /></p>

<p></p><p>Wer sagt, dass Figuren in Spielen immer entweder sexy oder brutal oder infantil aussehen müssen? Niemand nämlich. Und so können Spieler in "Animal Crossing – New Horizons" jetzt ein neues Design für ihren Charakter auswählen. Das Besondere: Die Outfits haben alle mit Haut- und anderen Problemen zu tun.</p><p></p><p>Im Spiel für die Nintendo-Switch-Konsole kann also jeder mit Vitiligo, Akne, Cellulite, Narben, Falten oder Rosacea herumlaufen – oder eben mit Schuppenflechte. Andere Outfits lassen die Figuren mit einer Prothese oder nach einer Brustamputation erscheinen.</p><p></p><p>Geschaffen wurden die 19 Outfits der "Skinclusive Summer Line" von Nicole Cuffihy. Sie spielt selbst "Animal Crossing" und ist im echten Leben Kostüm- und Charakterdesignerin für Film, Animation und Videospiele. </p><p></p><p>Bei den Entwürfen für das Spiel hatte sie Verwandte und Bekannte vor Augen:</p><p></p><blockquote><p>Während ich entwarf, dachte ich an diejenigen in meinem eigenen Leben, die jeden Hauttyp repräsentieren und wollte Designs kreieren, die sie zu schätzen wüssten: Ein helles Kleid für meine selbstbewusste Freundin, die ihre Akne nicht versteckt, ein modischer Look für meinen künstlerischen Freund mit einer tiefen Narbe und ein feminines Spitzenoberteil für meine mutige Tante, die einer Brustamputation unterzogen wurde.</p><cite>Designerin Nicole Cuffihy</cite></blockquote><p></p><p>Schön auch: Jedes Outfit gibt es für acht verschiedene Hauttöne.</p><p></p><div><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_08/animal-crossing-schuppenflechte.jpg.90decfa5ded059d714d9d95492b6cc86.jpg" data-fileid="19667" data-fileext="jpg" rel=""><img data-fileid="19667" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" alt="Schuppenflechte-Stellen in Animal Crossing" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2020_08/animal-crossing-schuppenflechte.jpg.90decfa5ded059d714d9d95492b6cc86.jpg" loading="lazy"></a></div><p></p><p>Der Avatar mit Schuppenflechte kann im Spiel nun also eine Art Strampler mit Rüschen tragen, darüber einen durchsichtigen "Umhang". Die Psoriasis-Stellen an Armen und Beinen sind deutlich zu sehen – wie das im echten Leben eben so ist.</p><p></p><h2>Vielfalt auf der Spielekonsole</h2><p></p><p>Hinter der Aktion steckt die Firma Gilette, die damit Werbung für ihre Rasierer verbindet. Sie schreibt dazu:</p><p></p><blockquote><p>In einem Spiel, in dem Individualisierung alles ist, und als Marke, die für das Recht jeder Frau eintritt, sich in ihrer eigenen Haut wohl zu fühlen, wollten wir den Spielern die Möglichkeit bieten, ihre Haut in ihrem echten Leben mit ihrem Avatar zu zeigen.</p><cite>Gilette Venus</cite></blockquote><p></p><p>Wer sich alle Outfits ansehen will und keine Nintendo Switch hat, findet alles in einem "<a href="https://www.gillettevenus.com/content/The%20Venus%20Skinclusive%20Summer%20Line%20Lookbook.pdf" rel="external nofollow">Lookbook</a>" (PDF). Darin wird zu jedem Haut- und anderen Problem noch kurz etwas erklärt.</p><p></p><p>Und wer nun in "Animal Crossing – New Horizons" loslegen will: Voraussetzung ist eine Online-Mitgliedschaft bei Nintendo Switch. Im Spiel wird die  Schneiderei am Design-Terminal angesteuert. Dort gibt man den Code für das Outfit aus der Summer Line-Collection ein und speichert ihn ab. Dann wird er über die Design-App auf dem NookPhone auf die Figur angewendet – und schon geht's los mit dem neuen Stil.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1082</guid><pubDate>Sat, 15 Aug 2020 17:56:25 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Spezial-Sprechstunde f&#xFC;r Psoriasis arthritis in Mannheim</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neue-spezial-sprechstunde-fuer-psoriasis-arthritis-in-mannheim/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_07/schuppenflechte-psoriasis-arthritis-mannheim.jpg.1d5bd82f4f2bc4a252e39300b9c90857.jpg" /></p>

<p>
	Ärzte am Universitätsklinikum Mannheim bieten jetzt eine Spezial-Sprechstunde für Menschen mit <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> an. Experten aus den Abteilungen Rheumatologie und Dermatologie sorgen gemeinsam dafür, dass die Patienten eine gesicherte Diagnose und eine Therapie bekommen.
</p>

<p>
	Bei etwa einem Drittel der Menschen mit Schuppenflechte entzünden sich nach einiger Zeit zusätzlich die Gelenke. Es kommt zu besagter Psoriasis arthritis. Noch kniffliger wird es, wenn zuerst die Gelenkentzündung auftritt, bevor die Psoriasis an der Haut hinzukommt. Das Problem: Die Gelenkerkrankung sollte so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. So können Langzeitschäden vermieden werden.
</p>

<p>
	In der ersten interdisziplinären dermato-rheumatologischen Sprechstunde im süddeutschen Raum sichern zwei Experten die Diagnose. Dazu nutzen sie neben klinischen und Laboruntersuchungen auch bildgebende Verfahren wie die muskuloskelettale Sonographie und MRT. Daraus leiten sie dann eine individuell angepasste Therapie ab.
</p>

<p>
	Die Patienten der Sprechstunde können außerdem mit einer App die Krankheitsaktivität auch zwischen den Besuchen in der Sprechstunde erfassen.   
</p>

<p>
	Wer die Sprechstunde nutzen will, muss eine Überweisung vom Hautarzt oder Rheumatologen mitbringen. Termine können per E-Mail vereinbart werden. Die Adresse dafür lautet <a href="mailto:psoriasis-arthritis@umm.de" rel="">psoriasis-arthritis@umm.de</a>.   
</p>

<p>
	Versorgungswissenschaftler begleiten das Projekt. Sie wollen mehr über mögliche Vorteile des gemeinsamen Vorgehens erfahren.
</p>

<p>
	? In unserem Forum tauschen Betroffene ihre <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Erfahrungen mit Psoriasis arthritis</a> aus. Wir freuen über jeden, der dort mitschreibt. Und wenn Du Leute aus deiner Gegend suchst – Du findest sie in der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/160-bawue-forum/" rel="">Gruppe für Baden-Württemberg</a> oder <a href="https://www.psoriasis-netz.de/communitymap/" rel="">auf der Landkarte</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1080</guid><pubDate>Thu, 16 Jul 2020 18:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Kassen bezahlen k&#xFC;nftig Balneophototherapie auch bei Neurodermitis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/balneophototherapie-neurodermitis-kassenleistung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_05/solarium-von-innen.jpg.1d46406205bd07e1c666519faa387ea0.jpg" /></p>

<p>
	Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können ab Oktober 2020 bei ihrem Arzt auch eine <span ipsnoautolink="true">Balneophototherapie</span> bekommen, bezahlt von der gesetzlichen Krankenkasse. Dabei ist es egal, ob die synchrone oder asynchrone Methode gewählt wird. Bei der Balneophototherapie werden Wannenbäder mit Badezusätzen und eine Bestrahlung kombiniert – zeitgleich oder nach dem "Wassern".
</p>

<p>
	Empfohlen wird eine Behandlung drei- bis fünfmal pro Woche. Insgesamt kann ein Behandlungszyklus bis zu 35 Sitzungen haben.
</p>

<p>
	In Studien war nachgewiesen worden, dass die Balneophototherapie bei Erwachsenen mit Neurodermitis einen höheren Nutzen hat als die "trockene" UV-Bestrahlung. Bei allen, die jünger als 18 Jahre sind, sollte der Arzt vorher alle anderen Behandlungsmöglichkeiten prüfen, denn für Jüngere gibt es keine entsprechenden Studienergebnisse.
</p>

<p>
	Die Balneophototherapie kann ambulant absolviert werden. Der Bewertungsausschuss hat inzwischen entschieden, wieviel Geld die Ärzte dafür bekommen. Wichtig: Der Arzt muss auch eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung nach der <span ipsnoautolink="true">Qualitätssicherungsvereinbarung Balneophototherapie</span> haben.
</p>

<p>
	Der Gemeinsame Bundesausschuss beschäftigte sich mit der Balneophototherapie, weil die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der AOK-Bundesverband das beantragt hatten. Die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/iqwig-studie-balneophoto" rel="">Behandlung der mittelschweren bis schweren Schuppenflechte als Kassen-Leistung</a> war vor einigen Jahren wieder möglich geworden. Für das atopische Ekzem fehlten dem Gremium damals – im Jahr 2008 – ausreichende Belege zum möglichen Nutzen oder Schaden. Im Februar 2018 ging es dann in dieser Sache weiter, zumindest für die synchrone Form der Balneophototherapie bei Neurodermitis. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) legte neun Monate später einen <a href="https://www.iqwig.de/projekte/n18-01.html" rel="external nofollow">Rapid Report</a> vor. Der und überzeugte dann – neben dort angegebenen Fachartikeln und zwei Stellungnahmen – den G-BA.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1072</guid><pubDate>Tue, 19 May 2020 12:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Covid-19 kann Hautver&#xE4;nderungen hervorrufen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/covid-19-hautveraenderungen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_05/fuesse-zehen-bett.jpg.ffd95f1511eee216e7e0ba06b0cf3a9a.jpg" /></p>

<p></p><ul><li>Bei manchen Covid-19-Patienten zeigt sich die Erkrankung mit Anzeichen auf der Haut.</li><li>Auffällig oft sind Zehen und manchmal auch Finger von bläulich-lila Verfärbungen betroffen.</li><li>Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und (neue) Hautprobleme bekommt, sollte bei einem Hautarzt vorstellig werden.</li></ul><p></p><p>Eine Infektion mit dem Coronavirus kann an Husten, Schnupfen oder Fieber festgemacht werden. Andere Anzeichen sind fehlender Geschmack oder Geruch. Später kann eine Lungenentzündung hinzukommen. Ein Symptom rückt jetzt erst nach und nach in den Fokus der Aufmerksamkeit: Manche Menschen haben plötzlich blau-lila Verfärbungen an den Zehen, die wie Erfrierungserscheinungen oder Frostbeulen wirken – oder Zehen, die wie bei einer Arthritis geschwollen sind.</p><p></p><p>Einer der ersten Berichte kam aus Italien. Ein 13-Jähriger war Anfang März wegen Flecken an den Zehen bei seinem Kinderarzt. Erst zwei Tage später zeigte der Junge typische Symptome von Covid-19. Im Laufe der Zeit wurde aus einem Fleck am Fuß eine Blase, woraufhin ein plastischer Chirurg Spinnenbisse vermutete und Medikamente verordnete. Die Flecken aber wurden dunkler und verschorften, bis sie schließlich abheilten. Gänzlich klären lässt sich der Fall laut <a href="https://www.fip-ifp.org/wp-content/uploads/2020/04/acroischemia-ENG.pdf" rel="external nofollow">dem Fallbericht</a> allerdings nicht: Der Junge wurde wegen der "damals" in Italien herrschenden Notfallsituation nicht auf eine Coronainfektion getestet, obgleich Mutter und Schwester zuvor entsprechende Symptome hatten.</p><p></p><p>Doch derartige Berichte sollten sich fortan häufen. So hatte Dr. Lindy Fox von der University of California, San Francisco vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie vier oder fünf Patienten pro Jahr, die wegen Erfrierungserscheinungen in ihre Praxis kamen. In den letzten Wochen waren es Dutzende, berichtet sie <a rel="external nofollow" href="https://www.nytimes.com/2020/05/01/health/coronavirus-covid-toe.html">in der "New York Times"</a>. </p><p></p><p>Spanische Mediziner aus einem Krankenhaus haben die <a rel="external nofollow" href="https://www.jaad.org/article/S0190-9622(20)30709-X/pdf">Fälle von 132 ihrer Patienten</a> durchgesehen. Sie alle hatten eines Verdachts auf oder einer tatsächliche Coronavirus-Infektion und waren wegen Hautproblemen zu ihnen gekommen. Fast drei Viertel davon wiesen an den Händen oder Füßen besagte Erfrierungserscheinungen auf, mehr als ein Viertel hatte Rötungen. Doch auch bei dieser Untersuchung gibt es eine Einschränkung: Von den 132 Patienten wurden nur wenige überhaupt auf eine Coronainfektion getestet, und nur bei zwei von ihnen war der Test positiv. "Ob es sich um eine Gerinnungsstörung oder eine Überempfindlichkeitsreaktion handelt, ist noch nicht bekannt", schreiben die Ärzte.</p><p></p><p>Inzwischen <a rel="external nofollow" href="https://www.fip-ifp.org/footregistry/">bittet der Internationale Verband der Podologen</a> um Fotos und Fallberichte, um <a rel="external nofollow" href="https://covidfootregistry.com">ein Register</a> aufzubauen.</p><p></p><h2>Andere Hauterscheinungen im Zusammenhang mit Covid-19</h2><p></p><p>Dr. Sebastiano Recalcati, Hautarzt an einer Klinik in der schwer betroffenen Lombardei, berichtete <a href="https://doi.org/10.1111/JDV.16387" rel="external nofollow">im "Journal of The European Academy of Dermatology and Venereology"</a> über Erfahrungen bei 88 Patienten mit Covid-19. Von ihnen hatte jeder Fünfte auch Hautbeschwerden, die meisten am "Stamm", also an Bauch oder Rücken. Die Ärzte sahen Rötungen, Urtikaria oder Bläschen wie bei Windpocken.</p><p></p><p>In einem Mini-Symposium via Zoom trugen US-Dermatologen kürzlich ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie zusammen. Dr. Steven Chen vom Massachusetts General Hospital twitterte <a rel="external nofollow" href="https://threadreaderapp.com/thread/1255994734708838400.html">die wichtigsten Ergebnisse</a> daraus. Berichtet wurde dabei von den "Covid-Zehen", aber auch von Urtikaria, masernähnlichem Ausschlag, Exanthemen oder „Kältemarmorierung".</p><p></p><p>Lindy Fox, die Ärztin aus San Francisco, berichtete in diesem Symposium außerdem, dass der PCR-Test auf eine Infektion mit Coronaviren bei <em>allen</em> Patienten mit "Corona-Zehen" negativ ausgefallen war. Ihre Hypothese: Manche Patienten werden trotz einer durchgemachten Infektion nicht gegen den Erreger immun.</p><p></p><h2>Bestätigung aus Deutschland</h2><p></p><p>„Vielfach unbekannt ist, dass im Rahmen der Covid-19-Erkrankung auch Hauterkrankungen auftreten können“, <a href="https://www.uniklinikum-jena.de/Uniklinikum+Jena/Aktuelles/Pressemitteilungen/%E2%80%9EDie+Haut+kann+bei+der+COVID_19_Erkrankung+beteiligt+sein%E2%80%9C-pos-0-p-24548.html" rel="external nofollow">meint auch Professor Peter Elsner</a>, Direktor der Klinik für Hauterkrankungen am Universitätsklinikum Jena (UKJ). "Berichte aus den schwerbetroffenen Ländern wie China, Italien oder Spanien zeigten, dass bis zu 20 Prozent der wegen COVID-19 stationär behandelten Patienten Hauterscheinungen aufweisen." Symptome seien vor allem ein Ausschlag mit Rötungen und Knötchen, eine Nesselsucht am ganzen Körper und Bläschen wie bei Windpocken gewesen.</p><p></p><p>Laut Elsner ist unklar, ob das spezielle Anzeichen einer Coronavirus-Infektion oder vielleicht Medikamenten-Nebenwirkungen sind. „Einige Patienten mit schweren Verläufen können auch Hautblutungen, Gefäßverschlüsse an Fingern und Zehen oder eine marmorierte Hautverfärbung entwickeln", so Elsner. Das weise auf eine Beteiligung kleiner Gefäße und deren Verschluss hin.  Weil diese Gefäßveränderungen aber nicht nur an der Haut, sondern auch an der Lunge beschrieben wurden, könnten Hautveränderungen bei der COVID-19-Infektion wichtige Hinweise auf Komplikationen interner Organe geben.</p><p></p><p>Und so lautet das Fazit von Professor Elsner, dass ein Hautarzt hinzugezogen werden sollte, wenn ein Patient mit Covid-19 auch Symptome auf der Haut hat.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1069</guid><pubDate>Sat, 02 May 2020 17:04:50 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis-Informationen bei Facebook &#x2013; wichtig, aber oft auch unzuverl&#xE4;ssig&#xA0;</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-informationen-facebook-studie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_04/facebook-startseite.jpg.8dcf4bff3f424f78453a1ffadb861338.jpg" /></p>
<ul>
	<li>
		„Facebook ist eine wichtige Informationsquelle für Psoriasis-Patienten“, schreiben Forscher in einer neuen Studie. „Die Qualität der angebotenen Informationen scheint jedoch unzureichend zu sein und muss verbessert werden.“ Darum sollten sich ihrer Meinung nach auch Angehörige der Gesundheitsberufe kümmern.
	</li>
	<li>
		Fast drei von vier Facebook-Nutzern mit Schuppenflechte suchen dort auch nach Informationen zu ihrer Erkrankung.
	</li>
	<li>
		Wer in einer Facebook-Gruppe zum Thema Psoriasis ist, gibt an, dass er dank des Netzwerks mit seiner Erkrankung besser umgehen kann.
	</li>
	<li>
		Drei von fünf Facebook-Nutzern mit Schuppenflechte fanden dort schon „unzuverlässige“ Informationen. Fast genauso viele sahen innerhalb von Facebook Werbung in Sachen Psoriasis.
	</li>
</ul>

<p>
	Über Facebook hat fast jeder eine Meinung. Fakt ist: Viele Menschen suchen in dem sozialen Netzwerk auch nach Informationen zum Thema Gesundheit. Münchner Forscher wollten herausbekommen: Wie wichtig ist Facebook für Menschen mit Psoriasis in Deutschland? Und eignet sich Facebook überhaupt als Quelle für Informationen?
</p>

<p>
	Also setzten die Wissenschaftler um Barbara Schuster von der TU München eine Online-Umfrage auf. Wir riefen  im Psoriasis-Netz, in unserem Newsletter und in unserer Community zur Teilnahme auf. Die Ergebnisse erschienen jetzt <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.14070" rel="external nofollow">in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft“</a>.
</p>

<p>
	Die Forscher konnten die Daten von 101 Befragten in ihre Studie aufnehmen. Drei Viertel von ihnen nutzten damals, um die Jahreswende 2017/2018, Facebook mindestens einmal im Monat – die meisten allerdings öfter, nämlich zwischen 5 und 30 Minuten pro Tag.
</p>

<p>
	Unter den Facebook-Nutzern gaben 72 Prozent an, dass sie das soziale Netzwerk auch für die Suche nach Informationen über Hautkrankheiten nutzen – die Jüngeren weniger, die Über-60-Jährigen deutlich mehr.
</p>

<p>
	<iframe frameborder="0" height="400" scrolling="no" style="width:0;min-width:100%;border:none;" title="Psoriasis-Themen bei Facebook" loading="lazy"></iframe>
</p>

<p>
	Einer von drei Facebook-Nutzern aus der Studie hatte zuvor selbst schon einmal auf Facebook über seine Hautkrankheit etwas geschrieben, am häufigsten Texte und Links, seltener Fotos oder Videos.  Einer von drei Facebook-Nutzern war Mitglied einer Facebook-Gruppe zum Thema Schuppenflechte – die eine Hälfte aktiv, die andere Hälfte passiv.
</p>

<h2>
	Positive und negative Folgen der Facebook-Nutzung
</h2>

<p>
	Jeder Achte meinte, dass ihm Facebook hilft, mit der Krankheit umzugehen. Jeder Sechste meinte, dass Facebook hilft, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu kommen. Der „Facebook-Neid“ – der Vergleich des eigenen Erfolgs oder Aussehens mit dem von anderen Nutzern – war unter den Menschen mit Schuppenflechte nicht höher als üblich.
</p>

<p>
	Aber: 60 Prozent der Facebook-Nutzer meinten auch, dass sie bei Facebook auch auf unzuverlässige Informationen über Psoriasis stoßen.  57 Prozent hatten bei Facebook auch schon „manipulative Werbung“ für Produkte oder Dienstleistungen gesehen.
</p>

<h2>
	Fazit und Empfehlungen der Forscher
</h2>

<p>
	„Facebook ist eine häufig genutzte Informationsquelle für Psoriasis-Patienten“, schreiben die Forscher in ihrem Fazit. „Die Informationen zur Krankheit scheinen aber unzureichend zu sein, denn nicht einmal 25 Prozent der Facebook-Nutzer in unserer Stichprobe waren mit der Menge der Informationen zufrieden.“ Und so waren die meisten Nutzer in ihrer Studie skeptisch gegenüber den auf Facebook bereitgestellten Informationen – besonders die jüngere und gut ausgebildeten Benutzer.
</p>

<p>
	Für Barbara Schuster und ihre Kollegen ein Zeichen, dass die Risiken der Facebook-Nutzung für Psoriasis-Informationen die Vorteile für die Bewältigung der Krankheit überwiegen. Die Forscher glauben, dass bei Facebook-Inhalten für Psoriasis-Patienten großer Handlungsbedarf besteht und die Qualität der Inhalte verbessert werden muss.
</p>

<p>
	Der Erfahrungsaustausch unter Betroffenen gehört ihrer Meinung nach zu den Stärken von Facebook. Sie meinen: Ein vielversprechender Weg wäre eine Facebook-Gruppe für eben jenen Austausch, aber betreut von „Angehörigen der Gesundheitsberufe“, also von Ärzten, Apothekern, Pflegern, pharmazeutisch-technische Assistenten usw. Und: Wer auf Facebook  Gesundheitsinformationen anbietet, sollte auch die ältere Generation ansprechen, weil die das soziale Netzwerk stärker für diese Themen nutzt als Jüngere.
</p>

<p>
	Einige Einschränkungen sehen die Forscher aber auch bei ihrer Arbeit: Zur Teilnahme an der Umfrage war auf auf einer Internetseite aufgerufen worden. Also könnten die Teilnehmer ohnehin mehr als andere dazu neigen, Gesundheitsinformationen auch im Netz zu suchen. Mehr Studien mit mehr Teilnehmern, für die dann auch auf anderen Wegen aufgerufen wird, sind ihrer Meinung nach nötig.
</p>

<p>
	Außerdem basieren die Ergebnisse ausschließlich auf Auskünften der Teilnehmer, die vielleicht anders antworten als sie eigentlich im tiefsten Innern denken – zum Beispiel, weil sie glauben, dass bestimmte Antworten erwünscht sind.
</p>

<p>
	Die Forscher sehen auch, dass sie einfach viele Fakten abgefragt haben und wiedergeben – was Henne und was Ei ist, können (und wollen) sie damit nicht sagen.
</p>

<h2>
	Was meinst du?
</h2>

<p>
	<em>Wir sind übrigens auch auf Facebook. Du kannst zum Beispiel <a href="https://de-de.facebook.com/PsoriasisNetz/" rel="external nofollow">unsere Seite abonnieren</a> oder dich dort in unserer kleinen, aber feinen <a href="https://de-de.facebook.com/groups/psoriasisnetz/" rel="external nofollow">Gruppe "Leute mit Schuppenflechte"</a> austauschen.</em> <em>Und natürlich ist in unserer eigenen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Community</a> abseits von Facebook noch viel mehr zu finden.</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1067</guid><pubDate>Mon, 06 Apr 2020 19:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die meisten Brosch&#xFC;ren &#xFC;ber Psoriasis sind schwer verst&#xE4;ndlich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/broschuren-psoriasis-verstaendlichkeit/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_03/psoriasis-broschueren.jpg.0d492146ce4ed975c207f111278643b9.jpg" /></p>

<ul>
	<li>
		In zwei Drittel der untersuchten Broschüren wurde ein einfacher Wortschatz verwendet.
	</li>
	<li>
		Die Mehrheit der Broschüren ist trotzdem schwierig oder sogar sehr schwierig zu lesen.
	</li>
	<li>
		Die Broschüren, die im Test am besten abschnitten, sind <span ipsnoautolink="true">am Ende des Artikels</span> zu finden.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Wer über die Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis mehr wissen möchte, kann unter vielen Broschüren auswählen. Die meisten werden einem zugeschickt, manchmal liegen welche beim Arzt. Wie verständlich sind diese Hefte geschrieben? Genau das hat eine Arbeitsgruppe der Hochschule Heilbronn untersucht.</strong>
</p>

<p>
	Für ihren Test lasen die Forscher der <a href="https://www.hs-heilbronn.de/it" rel="external nofollow">Fakultät für Informatik der Hochschule Heilbronn</a> die Broschüren nicht alle selbst – das überließen sie einem Computer. Der bewertete für jedes Heft die Lesbarkeit und das darin verwendete Vokabular. Ins Rennen gingen 68 Broschüren, die die Wissenschaftler bei einer Internetsuche gefunden hatten. Als Suchmaschine wurde DuckDuckGo verwendet, als Suchworte vier Kombinationen.
</p>

<p>
	Um einschätzen zu können, wie gut ein Text lesbar ist, gibt es mehrere Wege. Für Texte auf Englisch ist die "Flesch Reading Ease Scale“ das Maß der Dinge. Sie bewertet die Lesbarkeit anhand der durchschnittlichen Länge eines Satzes und der durchschnittlichen Zahl der Silben aller Wörter. Ein anderer Maßstab ist die sogenannte Wiener Sachtextformel. Auch da zählt die durchschnittliche Satzlänge, kombiniert wird sie aber mit dem Anteil von Wörtern, die drei oder mehr Silben haben. 
</p>

<p>
	Im Deutschen können Worte dank Zusammensetzungen zwar verdammt lang sein – aber noch „laienfreundlich“, erklären die Forscher in ihrer Studie. Ihre Beispiele: Hautkrankheit oder Hautunverträglichkeit, Kontaktallergie. Wie verständlich eine Broschüre ist, bewerteten sie deshalb auch nach dem verwendeten Vokabular. So waren sie schon einmal bei einer Bewertung von Broschüren zum Thema Krebs vorgegangen.
</p>

<p>
	Die 68 Broschüren stammen aus unterschiedlichen Quellen: fast drei Viertel von Pharmafirmen oder -verbänden, fast ein Viertel von gemeinnützigen Organisationen und einige von öffentlichen Einrichtungen.
</p>

<h2>
	Die Ergebnisse in Kurzfassung
</h2>

<ul>
	<li>
		Ein Satz hatte durchschnittlich 16,4 Wörter.
	</li>
	<li>
		33,57 Prozent der Wörter waren komplex.
	</li>
	<li>
		Nach der "Flesch Reading Ease Scale“ waren zwei Drittel der Broschüren schwierig zu lesen, ein Drittel sogar sehr schwierig.
	</li>
	<li>
		Nach der Wiener Sachtextformel waren drei Viertel der Broschüren schwierig zu lesen, 13 Prozent sogar sehr schwierig.
	</li>
	<li>
		In zwei Drittel der Broschüren war das Vokabular so, dass die Hefte für Laienpublikum geeignet sind. 16 Prozent der Broschüren war eher für Akademiker geeignet, zehn Broschüren erforderten medizinische Kenntnisse oder einen „starken medizinischen Hintergrund“.
	</li>
</ul>

<p>
	„Das Großteil der Broschüren ist schwer oder sehr schwer zu lesen“, heißt es im Fazit der Forscher – aber auch: „Die Vokabularanalyse ergab, dass zwei Drittel der Materialen für Laien gut geeignet waren.“ Das sei darauf zurückzuführen, dass relativ wenige medizinische Fachbegriffe verwendet wurden.
</p>

<p>
	Oder, um es anders auszudrücken: Das Vokabular ist gut, aber die Sätze sind zu komplex.
</p>

<p>
	In Sachen Lesbarkeit schnitten aus Sicht der Forscher am schlechtesten diese Broschüren ab:
</p>

<ul>
	<li>
		Patienteninformation Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) vom Universitätsklinikum Heidelberg [<a href="https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/Haut/Dateien/090115HAU_Fl_RS_Schuppenflechte.pdf" rel="external nofollow">Download hier</a>]
	</li>
	<li>
		Entzündlich-rheumatische Erkrankungen (Gesundheitsbericht) vom Robert-Koch-Institut
	</li>
	<li>
		"Biologika" von der Deutschen Rheuma-Liga e.V. [<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.4_Biologika.pdf" rel="external">Download hier</a>]
	</li>
</ul>

<h2>
	Was bei der Studie zu bedenken ist
</h2>

<p>
	Die Wissenschaftler weisen in ihrer Studie auf einige Einschränkungen hin. So könnten sie bei ihrer Internetrecherche auch Broschüren übersehen haben – allein schon, weil Suchmaschinen nicht transparent machen, wie sie ihre Suchergebnisse gewichten. Außerdem könnten sich Inhalt und Wortwahl je nach  Herausgeber der Broschüren unterscheiden.
</p>

<p>
	Wissenschaftliche Organisationen zum Beispiel könnten komplexere Sätze verwenden als Pharmafirmen. In der Studie wurden zudem Illustrationen und Design nicht berücksichtigt, doch gerade Erstere können Dinge anschaulicher erklären als viele Worte.
</p>

<h2>
	Wie geht es weiter?
</h2>

<p>
	In dieser Studie nahmen sich die Autoren ausschließlich PDF-Dateien von gedruckten Broschüren vor. Künftig wollen sie auch „andere Arten von Online-Ressourcen“ analysieren – zum Beispiel vertrauenswürdige Internetseiten mit Gesundheitsinformationen auf Deutsch oder Artikel in Wikipedia.
</p>

<h2>
	Das sind die Besten
</h2>

<p>
	Wir haben eine Tabelle der Forscher <a href="https://derma.jmir.org/2020/1/e16095/#table2" rel="external nofollow">aus der Studie</a> (konkret: Table 2) genommen und aus den verschiedenen „Prädikaten“ Zahlen gemacht. Für jedes Prädikat „sehr schwer (verständlich)“ bekam die Broschüre einen Punkt, für jedes „sehr einfach“ fünf Punkte. Das ist sicherlich nicht höchst wissenschaftlich, aber eben praktikabel. Und so sind die Broschüren mit der höchsten Punktzahl je Kategorie:
</p>

<h3>
	Broschüren über Psoriasis
</h3>

<ul>
	<li>
		"<strong>Leben mit Psoriasis</strong>“ von Pfizer Pharma GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis wirksam behandeln</strong>“ von Interpharma Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz [<a href="https://gesundheit-heute.ch/wp-content/uploads/2016/12/psoriasis_1.pdf" rel="external nofollow">Download hier</a>]
	</li>
</ul>

<h3>
	Broschüren über Psoriasis arthritis
</h3>

<ul>
	<li>
		"<strong>Psoriasisarthritis – Gelenkentzündung bei Schuppenflechte</strong>“ von der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (2017)
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis Arthritis – Schuppenflechte mit Gelenkentzündung</strong>“ von der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (2014)
	</li>
	<li>
		"<strong>Praktisches. Spezielles. Allgemeines. Mehr Wissen zu PsA</strong>“ von Janssen Cilag GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis-Arthritis</strong>" von AbbVie Deutschland GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis Arthritis Informationen für Patienten</strong>" von UCB Pharma GmbH [<a href="https://www.ucb.de/service/broschuerenservice" rel="external nofollow">Bestellmöglichkeit hier</a>]
	</li>
	<li>
		"<strong>Informationen für Patienten mit Rheumatoider Arthritis,  Ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew) &amp; Psoriasis-Arthritis</strong>“ von Mundipharma Deutschland GmbH &amp; Co. KG
	</li>
	<li>
		"<strong>Leben mit Psoriasis-Arthritis (PsA)</strong>“ von Bristol-Myers Squibb GmbH &amp; Co. KGaA [<a href="https://www.aktiv-mit-psa.de/servlet/servlet.FileDownload?file=00P1o00001b2gjFEAQ" rel="external nofollow">Download hier</a>]
	</li>
</ul>

<h3>
	Broschüren über das Leben mit Schuppenflechte
</h3>

<ul>
	<li>
		"<strong>Psoriasis und Stress</strong>“ von Pfizer Deutschland GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Schuppenflechte in der Partnerschaft</strong>“ von Leo Pharma GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis und die Liebe</strong>“ von Pfizer Deutschland GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis und Rauchen</strong>“ von Pfizer Deutschland GmbH
	</li>
	<li>
		"<strong>Psoriasis und Reisen</strong>“ von Pfizer Deutschland GmbH
	</li>
</ul>

<h3>
	Broschüren über das Leben mit Psoriasis arthritis
</h3>

<ul>
	<li>
		"<strong>Jobs und mehr</strong>“ von der Deutschen Rheuma-Liga e.V.
	</li>
	<li>
		"<strong>Urlaub und Reisen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen</strong>“ von AbbVie Deutschland GmbH
	</li>
</ul>

<h3>
	Broschüren über Medikamente
</h3>

<ul>
	<li>
		"<strong>Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)</strong>“ von der Deutschen Rheuma-Liga e.V.
	</li>
</ul>

<hr>
<p>
	<strong>Quellen</strong>
</p>

<p>
	"<a href="https://derma.jmir.org/2020/1/e16095/#ref36" rel="external nofollow">The Difficulty of German Information Booklets on Psoriasis and Psoriatic Arthritis: Automated Readability and Vocabulary Analysis</a>" in: JMIR Dermatol 2020;3
</p>

<p>
	<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lesbarkeitsindex#Wiener_Sachtextformel" rel="external">Wikipedia über Lesbarkeitsindex(e)</a>
</p>

<hr>
<p>
	<strong>Mit diesen Suchworten suchten die Forscher:</strong>
</p>

<ol>
	<li>
		<a href="https://duckduckgo.com/?q=%2BBrosch%C3%BCre+%2BPsoriasis+%2Bfiletype%3Apdf" rel="external nofollow">+Broschüre +Psoriasis +filetype:pdf</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://duckduckgo.com/?q=%2BBrosch%C3%BCre+%2BSchuppenflechte+%2Bfiletype%3Apdf" rel="external nofollow">+Broschüre +Schuppenflechte +filetype:pdf</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://duckduckgo.com/?q=%2BSchuppenflechte+%2Bfiletype%3Apdf" rel="external nofollow">+Schuppenflechte +filetype:pdf</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://duckduckgo.com/?q=%2BPsroiasis+%2Bfiletype%3Apdf" rel="external nofollow">+Psoriasis +filetype:pdf</a>
	</li>
</ol>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1066</guid><pubDate>Tue, 24 Mar 2020 15:41:00 +0000</pubDate></item><item><title>Zu viel Positives macht Beitr&#xE4;ge in Gesundheitsforen unglaubw&#xFC;rdig</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/gesundheitsforen-vertrauen-sprache/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_03/sprechblase.jpg.3761fd657aebf0520f6c4ad60bbc9315.jpg" /></p>

<ul>
	<li>
		In Internetforen bewerten Nutzer eine Information eher nach dem Sprachstil. Sie vertrauen Beiträgen mehr, die neutral formuliert sind.
	</li>
	<li>
		Welchen Beruf ein Foren-Schreiber hat, ist zweitranging.
	</li>
</ul>

<p>
	Beiträge in Gesundheits-Foren ufern schnell aus. Nutzer kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen und debattieren schnell mal über Aspekte, um die es am Anfang gar nicht ging. Und: Sobald wissenschaftliche Dinge durchdiskutiert werden, werden die Informationen am Ende oft so komplex, dass Laien viele Ratschläge nur schwer beurteilen können. Worauf sie dann achten, das haben <a href="https://www.uni-muenster.de/GK-Vertrauen-Kommunikation/index.html" rel="external nofollow">Psychologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster</a> (WWU) untersucht. Ein Kriterium, nach dem die Informationen stattdessen bewerten, ist der Sprachstil.
</p>

<p>
	Ihr Experiment ging so: Die Wissenschaftler zeigten 242 Versuchsteilnehmern unterschiedlich formulierte Beiträge in einem Gesundheitsforum. Immer hatte eine Frau gefragt, wie wirksam ein Medikament gegen ADHS ist. Die Versuchsteilnehmer bekamen entweder einen Ratschlag zu lesen, der viele positive Adjektive wie „hervorragend“ und „exzellent“ enthielt – oder einen neutral formulierten Hinweis.
</p>

<p>
	Das Ergebnis: Die Probanden bewerteten den Autor des positiv eingefärbten Beitrags als weniger vertrauenswürdig. Vielmehr unterstellten sie ihm mehr manipulative Absichten. Auch den Ratschlag an sich fanden sie dann weniger glaubhaft als den neutral formulierten Beitrag.
</p>

<p>
	Der Beruf des Autors aber hatte keinen Einfluss auf die Bewertung der Nutzer. Im Experiment stellte er sich mal als Forscher einer Universität vor, mal als Interessensvertreter der Pharmaindustrie.
</p>

<p>
	Die Forscher lässt das allerdings aufhorchen, hatten sie doch in einer früheren Studie das gegenteilige Ergebnis herausgefunden: Da hatte sich der Beruf einer Person sehr wohl auf die Vertrauenswürdigkeit und die Glaubwürdigkeit ihrer Argumente ausgewirkt. „Es bräuchte weitere Forschung, um zu verstehen, unter welchen Bedingungen der Beruf des Autors eine Rolle für die Leser spielt“, so Dr. Lars König. Der hatte die Studie im Rahmen seiner Doktorarbeit durchgeführt.
</p>

<p>
	Die Forscher finden ihre Erkenntnisse aus dem Experiment besonders für Ärzte relevant. In den letzten Jahren haben immer mehr von ihnen begonnen, auf digitalen Wegen mit ihren Patienten in Kontakt treten. Auch Wissenschaftler versuchen zunehmend, ihre Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen verständlich aufzubereiten.
</p>

<p>
	Hängt die Bewertung vielleicht aber auch vom jeweiligen Thema sowie vom Geschlecht des Autors und des Lesers ab? Die Autoren dieser Studie sehen Hinweise darauf und empfehlen, künftig bei ähnlichen Forschungsarbeiten mal das Geschlecht des Autors unterschiedlich anzugeben und dann zu schauen, wie sich das auf die Wirkung des Sprachstils und die Bewertung des Informationsgebers auswirkt.
</p>

<p>
	Die Studie erschien <a href="https://www.jmir.org/2020/3/e16685/" rel="external">im „Journal of Medical Internet Research“</a>.
</p>

<h2>
	Wo die Forscher irren – oder zu sehr pauschalisieren
</h2>

<p>
	"Da Foren im Internet zudem keiner Kontrolle unterliegen, werden dort neben wissenschaftlichen Informationen häufig auch ungenaue oder falsche Ratschläge verbreitet", schreiben die Forscher in einer Mitteilung der Uni. Dem widersprechen wir. <em>Gute</em> Foren unterliegen einer Kontrolle. Wir verwenden auf eben jene Kontrolle der Inhalte <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">in unserem Forum</a> viel Zeit, die vier Moderatoren ehrenamtlich leisten.
</p>

<p>
	Bestätigen können wir: Wird über ein Produkt oder eine Behandlungsmethode allzu blumig geschrieben, steckt oft Werbung dahinter.
</p>

<p>
	<em>idw/cl</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1063</guid><pubDate>Tue, 24 Mar 2020 13:37:00 +0000</pubDate></item><item><title>Hautprobleme k&#xF6;nnen auch ein Hinweis auf Diabetes sein</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hautprobleme-koennen-auch-ein-hinweis-auf-diabetes-sein/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_03/frau-kratzt-sich.jpg.1d628acdbe8884dc62b8fc1e7014c223.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Mindestens jeder zweite Diabetes-Patient hat auch irgendwann einmal eine Hauterkrankung. Und andersherum: Manchmal ist ein Hautproblem überhaupt erst der Hinweis auf einen Diabetes.</strong>
</p>

<p>
	„Diabetes und Haut stehen in enger Wechselbeziehung“, erklärt Professor Monika Kellerer. Sie ist die Präsidentin der <a href="https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/" rel="external nofollow">Deutschen Diabetes Gesellschaft</a> (DDG). „Zwischen 30 und 70 Prozent aller Diabetes-Patienten weisen dermatologische Symptome und Erkrankungen auf.“ Als wäre die Zahl noch nicht erschreckend genug, gibt es laut Experten auch noch mehr als 50 verschiedene Hautkrankheiten, die zusammen mit der Stoffwechselerkrankung auftreten können. 
</p>

<p>
	Warum sich die Erkrankungen gegenseitig beeinflussen, ist nicht klar. „Vermutlich begünstigen Entzündungsprozesse, Ablagerungen von zuckerhaltigen Substanzen in der Haut und die geschwächte Immunabwehr Pilz- und bakterielle Infektionen“, sagt Professor Claudia Pföhler von der Hautklinik am Universitätsklinikum des Saarlandes.
</p>

<h2>
	Verräterische Flecken am Schienbein
</h2>

<p>
	Zu den häufigsten Hauterscheinungen bei Diabetikern gehören bräunliche, rundliche Flecken, die meist über dem vorderen Schienbein sitzen und wie Narben aussehen. Mediziner sagen zu diesen Pigmentveränderungen auch diabetische Dermopathie. Bis zu 70 Prozent aller Patienten haben sie – und viele, ohne vom Diabetes zu wissen. „Sie ist sehr oft das erste Anzeichen eines nicht erkannten Diabetes“, berichtet Claudia Pföhler, die Ärztin aus dem Saarland.
</p>

<p>
	Was also tun? Wer solche Flecken an Schienbeinen, Unterarmen oder Füßen bemerkt, sollte beim Hausarzt oder Diabetologen seinen Nüchtern-Blutzucker überprüfen lassen.
</p>

<p>
	Und dann? „Die Flecken verschwinden, sobald der Diabetes eingestellt ist“, versichert die Dermatologin.
</p>

<h2>
	<strong>Pilzinfektionen geben Hinweis auf Diabetes</strong>
</h2>

<p>
	Ein anderes Warnzeichen für Diabetes sind stark ausgeprägte, hartnäckige Pilzinfektionen an Füßen, in den Leisten oder der Achselhöhle, unter der Brust, in der Scheide oder im Analbereich. „Chronische Pilzinfektionen und ihr quälender Juckreiz gelten als Marker-Erkrankung für Diabetes mellitus“, sagt Claudia Pföhler. Erreger ist oft der Pilz namens Candida albicans.
</p>

<p>
	Auch hier gilt es, unbedingt nüchtern den Blutzucker-Wert messen zu lassen. „Sobald der Blutzuckerwert normalisiert ist, können die Pilzinfektionen oft mit örtlichen Cremes und Zäpfchen erfolgreich behandelt werden“, berichtet die Hautexpertin.
</p>

<h2>
	Am Fuß können gefährliche Erkrankungen beginnen
</h2>

<p>
	Vom Nagelpilz zeugen verdickte Nagelplatten, Flecken, Brüchigkeit und Risse. Das mag sich alles mit Socken verbergen lassen, doch die Nagelschäden können für Bakterien ein prima Weg sein, in den Körper des Menschen zu gelangen. Eine mögliche Folge wäre ein diabetisches Fußsyndrom.
</p>

<p>
	„Die Sanierung von Nagelpilz bei Diabetes-Patienten ist deshalb keine kosmetische Frage, sondern eine medizinische Notwendigkeit und gehört in die Hände von Fachkräften“, betont Dr. Cornelia Woitek. Sie leitet in Wurzen bei Leipzig eine diabetologische Schwerpunktpraxis. Ärzte können die professionelle Fußpflege beim Podologen auf Rezept verordnen.
</p>

<h2>
	Kleiner Riss – große Wundrose
</h2>

<p>
	Bakterien, die über kleine Fußwunden in den Körper eintreten, können aber auch eine schwerwiegende Wundinfektion auslösen – ein sogenanntes Erysipel, ebenfalls bekannt unter dem Namen Wundrose. „Ein Erysipel macht sich an der Haut als flammende Rötung bemerkbar, die sich rasch ausbreitet, bevorzugt an den Unterschenkeln oder im Gesicht“, erklärt Professor Baptist Gallwitz, Mediensprecher der DDG. 
</p>

<p>
	Anzeichen sind gleichzeitig hohes Fieber und Schüttelfrost – und das ist ein Notfall. „Es droht die Gefahr einer Blutvergiftung", betont der Diabetologe vom Universitätsklinikum Tübingen. „Deshalb sollte man sich sofort ins Krankenhaus begeben“. Denn mitunter handelt es sich bei den Erregern nicht nur um Streptokokken, sondern auch um Staphylokokken, die gegen verschiedene Antibiotika resistent sein können.
</p>

<p>
	„Ob Blasen, Druckstellen oder Hühneraugen – Diabetes-Patienten müssen auf jede Hautveränderung am Fuß achten“, fasst Gallwitz zusammen. 
</p>

<h2>
	Ewiger Juckreiz – ein Alarmzeichen für Nierenschäden
</h2>

<p>
	Viele Diabetes-Patienten leiden unter trockener Haut, was wiederum einen starken Juckreiz auslösen kann. Dazu gehören auch feine Einrisse, eine leichte Schuppung und Rötung. 
</p>

<p>
	Zunächst werden meist klassische Therapien wie Kortisonsalben oder Antihistaminika ausprobiert. Helfen die nicht, sollten Patient und Arzt hellhörig werden. „Unstillbarer Juckreiz, der auf keine Therapie anspricht, ist bei Diabetes-Patienten ein Hinweis auf eine Nierenfunktionsstörung“, betont Woitek. „Manchmal hilft eine Lichttherapie gegen die Hautprobleme“, ergänzt Pföhler.
</p>

<p>
	Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt hinzugezogen werden – und für die Nierenschädigung ist der Nephrologe zuständig.
</p>

<h2>
	Richtige Hautpflege als Vorbeugung
</h2>

<p>
	„Die tägliche Hautpflege ist essentiell“, so Woitek. Besonders eignen sich dafür <span ipsnoautolink="true">feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte</span> mit den Inhaltsstoffen Glyzerin, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/inhaltsstoffe/panthenol" rel="">Panthenol</a>, Hamamelis, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/inhaltsstoffe/aloe-vera" rel="">Aloe Vera</a>, Vitamin E und Harnstoff. „In der kalten Jahreszeit sollten Menschen mit Diabetes außerdem nicht zu heiß und zu lange baden und sich gut abzutrocknen, um nasse Hautstellen zu vermeiden“, rät die Diabetologin.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1056</guid><pubDate>Thu, 05 Mar 2020 21:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Barbie hat jetzt auch eine Hautkrankheit</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/barbie-vitiligo/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_02/barbie-hautkrankheit-vitiligo.jpg.c3225ee10b9e2f056ea25ff4e6a816c7.jpg" /></p>

<p>
	Barbie-Puppen sind stets Schönheiten mit illustren Freizeitbeschäftigungen und Berufen. Pferde bändigen, Krankenwagen fahren, Richterin sein – Barbie kann einfach alles. Ach ja, und Astrophysikerin, das ist auch drin. Was Barbie aber den echten Menschen bislang voraus hatte: Sie hatte nie eine Hautkrankheit. Rote, schuppige Stellen? Wund gescheuerte Kniekehlen? Nein, so weit ging es dann doch nicht mit der Annäherung ans reale Leben.
</p>

<p>
	Jetzt aber gibt es eine Barbie-Puppe mit einem Haut-Makel – nämlich mit Vitiligo. Spätestens seit dem offensiven Auftreten des Models <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Winnie_Harlow" rel="external">Winnie Harlow</a> mit Vitiligo ist die Erkrankung in der Öffentlichkeit angekommen, und so auch bei Spielzeughersteller Mattel.
</p>

<p>
	Der schreibt über seine gefleckte Barbie:
</p>

<blockquote>
	<p>
		Diese ermöglicht es, dass Kinder beim Spielen noch mehr Geschichten sehen, die in der Welt um sie herum passieren. Bei der Entwicklung dieser Puppe hat Mattel mit einem Dermatologen zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass Vitiligo genau dargestellt wird.
	</p>
</blockquote>

<div>
	<a href="https://www.instagram.com/p/B73vV3zBzQm/" rel="external nofollow">https://www.instagram.com/p/B73vV3zBzQm/</a>
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	Weitere neue Barbies haben dann auch andere Malaisen: Einer fehlen die Haare, eine andere hat eine Prothese (natürlich aus Gold). Ach ja, und Ken gibt's jetzt auch mit roten Haaren.
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	Auch wenn das alles jetzt spöttisch klingt: Warum soll nicht auch mit Puppen gezeigt werden, dass Menschen mit Hautkrankheiten zum Alltag dazugehören?
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]]></description><guid isPermaLink="false">1059</guid><pubDate>Tue, 25 Feb 2020 15:20:06 +0000</pubDate></item><item><title>Wann eine Haushaltshilfe von der Kasse gezahlt wird</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wann-eine-haushaltshilfe-von-der-kasse-gezahlt-wird/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_01/haushalt-decke-ausschuetteln.jpg.c08c9d4d667befba4f1924e662c0f536.jpg" /></p>

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	<strong>Wann bezahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe und was bringt das? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland erinnert an diese Form der Unterstützung.</strong>
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	Wer hilft im Haushalt, wenn man gesundheitlich momentan nicht selbst dazu in der Lage ist – weil zum Beispiel einen gerade die Psoriasis arthritis bewegungsunfähig macht oder weil man die Schuppenflechte stationär in einer Klinik behandeln lassen muss? „In bestimmten Fällen kümmert sich die Krankenkasse um die Bereitstellung einer Haushaltshilfe“, erklärt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).
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	Hilfe vor der Geburt und für Versicherte mit Kindern
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	Gesetzlich Versicherte, in deren Haushalt ein Kind von höchstens zwölf Jahren oder ein auf Hilfe angewiesenes Kind mit Behinderung lebt, können die Unterstützung zum Beispiel in Anspruch nehmen, wenn sie an einer Reha-Maßnahme teilnehmen oder vollstationär ins Krankenhaus müssen.
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	„WerdendeMütter können die Hilfe bei ihrer Krankenkasse beantragen, wenn sie aufgrundvon Schwangerschaftsbeschwerden den Haushalt nicht mehr erledigen können“, sagt Heike Morris. Gleiches gilt für Mütter, die gerade entbunden haben.
</p>

<h2>
	Hilfe für Versicherte ohne Kinder
</h2>

<p>
	Auch wer keine Kinder hat, kann Hilfe erhalten: „In diesem Fall besteht ein Anspruch für maximal vier Wochen, wenn der Versicherte den Haushalt zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung nach einem Krankenhausaufenthalt nicht weiterführen kann“, so Heike Morris. Voraussetzung: Der Betroffene hat keinen Pflegegrad zwischen zwei und fünf.
</p>

<div>
	<img alt="Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19662" style="height: auto; width: 250px; float: left;" width="250" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_12/heike-morris-upd.jpg.8c889dc901a21d40b536abeb3676722c.jpg" loading="lazy" height="240">Hat der Versicherte ein Kind von höchstens zwölf Jahren oder ein auf Hilfe angewiesenes Kind mit Behinderung, ist eine Verlängerung auf bis zu 26 Wochen möglich.
</div>

<p>
	Eine weitere Voraussetzung: Die oder Der Versicherte muss den Haushalt bislang selbst geführt haben. Außerdem darf bei ihm keine andere Person leben, die diese Aufgaben übernehmen kann.
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<p>
	Krankenkassen können auch eigene, weitere Voraussetzungen haben, unter denen sie eine Haushaltshilfe bewilligen.
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<p>
	Auf jeden Fall braucht die Krankenkasse einen Antrag inklusive einer Notwendigkeitsbescheinigung des Arztes.
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<h2>
	Kosten für die Haushaltshilfe
</h2>

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	Versicherte müssen zehn Prozent der täglichen Kosten für die Haushaltshilfe selbst übernehmen. „Der Betrag liegt zwischen fünf und zehn Euro pro Tag“, so Heike Morris. Schwangere und frischgebackene Mütter sind von den Zuzahlungen befreit.
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<p>
	Wer weitere Fragen zum Thema hat, erreicht die Unabhängige Patientenberatung kostenfrei unter Telefon <a href="tel:08002001120772022" rel="">0800 011 77 22</a> oder im Internet unter <a href="https://www.patientenberatung.de/de" rel="external nofollow">www.patientenberatung.de</a>.
</p>

<p>
	<em><strong>Hast du schon mal eine Haushaltshilfe beantragt? Oder andere Erfahrungen?</strong> Dann teile sie doch in unserer Community mit anderen. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Hier geht's zu unserem Forum</a>.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1054</guid><pubDate>Sun, 05 Jan 2020 17:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>Meine Selbstbehandlung der Psoriasis an den Fingern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/meine-selbstbehandlung-der-psoriasis-an-den-fingern-r1142/</link><description><![CDATA[
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	<strong>Raimo hat in zwei Foren Tipps gefunden, die seinen langen Leidensweg beendeten. Hier berichtet er von seinem Erfolg.</strong>
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	Über 13 Jahre hatte ich mehrere schuppige und oft aufreißende Finger. Zuerst hatte ich es selbst behandelt – mit mehr oder weniger „guten“ Tipps von Freunden und Bekannten. Zinksalbe, Ringelblumensalbe und und und. Meistens musste ich dann die Finger, weil sie bluteten, mit Bepanthen einschmieren und ein Pflaster drum machen, um arbeiten gehen zu können. Hunderte von Euro sind über die Jahre deswegen in Pflaster und Salben investiert worden.
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<p>
	Einige Finger haben sich erholt, als ich einfach nur eine ganz normale Handcreme mit Kamille genommen habe. Die Daumen aber blieben hartnäckig. Das besserte sich auch nicht wirklich, als ich in ärztlicher Behandlung war. Zu mehreren verschiedenen Salben, die auch erst in der Apotheke gemischt wurden, kam dann noch das Baden der Hände in Wasser mit dem Zusatz einiger Tropfen Meladinine 0,5% und anschließende kurze Bestrahlung mit intensivem Licht. Es zeigt sich aber kein sicht- und spürbarerer Erfolg. Daher brach ich die Behandlung ab, denn die Zeit, die ich dafür aufbrachte, war mir dann doch zu schade: In der Zeit konnte ich die Daumen eincremen und ein Pflaster drum machen…
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<p>
	Dann stöberte ich in mehreren Foren. Das war sehr aufwändig, weil die Psoriasis auch nicht einfach ist und bei verschiedenen Betroffenen auch unterschiedliche Methoden geholfen haben. Aber ich hatte Glück und die ersten Mittel die ich ausgesucht hatte waren:
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<ul>
	<li>
		Omega-3 Fischöl-Kapseln
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/nahrungsergaenzung/glandol-atop-60/" rel="">Glandol-ATOP Kapseln</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/sorion-creme/" rel="">Sorion</a> Creme und
	</li>
	<li>
		eine ganz normale Hautcreme mit Kamille
	</li>
</ul>

<p>
	Erst begann ich mit zwei Fischölkapseln und einer Glandol-Kapsel zweimal am Tag und den Salben mal einzeln, aber auch in Kombination. Natürlich muss man da dann etwas Zeit haben und sie mindestens eine Stunde drauf lassen und kann dann wenig machen. Mittlerweile kann ich aber schon viel ohne Daumen machen, obwohl man erst da merkt wie wichtig sie sind…  Die Sorion Salbe zieht nicht ein, aber in Verbindung mit der Kamille-Creme wohl doch etwas. Schon nach zwei Tagen war ein Erfolg zu sehen und seitdem brauche ich keine Pflaster mehr!
</p>

<p>
	Weil einige Stellen hartnäckiger waren, habe ich die Dosis erhöht auf dreimal am Tag und die Daumen mit einer Hornhautraspel einmal am Tag abgerieben, damit man nicht wieder daran herum pult und es wieder verschlimmert.
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<p>
	In dem Zusammenhang: Ja, es war auch schwer, mehr Disziplin an den Tag zu legen und die losen Hautstellen nicht immer wieder runter zu ziehen, denn dann kamen ja wieder die offenen und blutenden Stellen… Dann lieber mit Pflaster arbeiten, um nicht in Versuchung zu kommen. Dabei aber die Salbe und Creme dicker auftragen.
</p>

<p>
	Und nun ist seit einem Monat alles gut. Bleibe aber noch mit reduzierter Dosis dabei, damit es auch so bleibt.
</p>

<p>
	<em>Update eine Woche nach obigen Zeilen: Seit einer Woche nun nur noch einmal Sorion Salbe und die Handcreme, alles ok. Ich habe wieder normale Daumen.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1142</guid><pubDate>Sat, 28 Dec 2019 23:00:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
