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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Interferenzstrom &#x2013; Therapie bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/?d=33</link><description>Artikel: Interferenzstrom &#x2013; Therapie bei Schuppenflechte</description><language>de</language><item><title>Weiteres Interferenzstrom-Ger&#xE4;t auf dem Markt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/neues-geraet/</link><description><![CDATA[<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19513" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2015_12/cellvas-psoriasis.jpg.f741f09f80d22c6fe967c9925aae5892.jpg" rel="" style="float:left;"><img alt="Cellvas Psoriasis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19513" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2015_12/cellvas-psoriasis.jpg.f741f09f80d22c6fe967c9925aae5892.jpg" loading="lazy"></a>Im Frühjahr 2000 wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass Schuppenflechte an Händen und Füßen mit Interferenzstrom erfolgreich behandelt werden kann. Dr. Armin Philipp (damals Hautklinik Uni Mannheim), hatte dazu eine streng wissenschaftlich abgesicherte Studie mit Professor Hermann Dertinger (damals Forschungszentrum Karlsruhe) durchgeführt. Heute ist diese Therapie schon fast wieder vergessen. Eine Erfurter Firma versucht seit Ende 2005, ein Interferenzstrom-Gerät für Psoriatiker am Markt zu etablieren.
</p>

<p>
	Die Interferenzstrom-Therapie ist relativ schnell wieder aus dem Bewusstsein der Fach-Öffentlichkeit verschwunden. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen fand sich kein Geldgeber für eine Studie mit einer größeren Patientenzahl. Zwölf Behandlungen reichen nicht aus, um wissenschaftlich seriös zu behaupten, dass eine Therapie erfolgreich sei.
</p>

<p>
	Interessierte Patienten konnten das Originalgerät von "Nemectron" nicht auf eigene Kosten erwerben: Es war zu teuer und der Hersteller gab es nur an Ärzte ab. Für den niedergelassenen Arzt war diese Therapie nicht interessant: Die Kosten wurden von den Krankenkassen nicht übernommen. Die Betroffenen hätten zwei Mal täglich in die Praxis kommen müssen. Es blieben also nur Kliniken, die diese Therapie sinnvoll hätten anbieten können.
</p>

<p>
	Erschwerend kam hinzu, dass ein ehemaliger Kollege von Professor Dertinger, Prof. Meyer-Waarden, mit einem technisch veränderten Konkurrenzgerät auf den Markt drängte. Mit viel Werbung in Patientenzeitschriften, aber ohne wissenschaftliche Studie, wurde das Gerät den Psoriasis-Patienten direkt angeboten.
</p>

<p>
	Es folgte ein heftiger Streit zwischen den Experten, ob technische Abweichungen zum gleichen Erfolg führen könnten oder ob die Patienten damit irregeführt werden würden.
</p>

<p>
	Keiner der damals an der Studie Beteiligten hat heute noch etwas mit Interferenzstrom-Therapie zu tun.
</p>

<p>
	Dr. Philipp, inzwischen praktizierende Hautarzt in Baden-Württemberg, hat vermutlich die längste praktische Erfahrung mit dieser Therapie. Er bedauert, dass diese "einfache und nebenwirkungsarme Therapieform in Vergessenheit" geraten ist. Auch in 2005 ist er immer noch davon überzeugt, dass Interferenzstrom bei Psoriasis an Händen und Füßen gut wirke (siehe PSOaktuell 3/2005, Seite 13).
</p>

<p>
	Später gab es einen neuen Versuch, mit einem deutlich preiswerteren Gerät die Interferenzstrom-Therapie wiederzubeleben: CellVAS psoriasis" entspricht nach Angaben der Vertriebsfirma technisch genau dem Gerättyp, mit dem die Studie in Karlsruhe und Mannheim erfolgreich durchgeführt wurde. Es kostet 660,00 € + Mehrwertsteuer. Das Gerät kann auch erst einmal für monatlich 80 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) gemietet werden. Innerhalb von 4 Wochen kann man sich für den Kauf entscheiden oder es jederzeit zurückschicken. Dann wird die Miete taggenau abgerechnet:
</p>

<p>
	Software + Systeme Erfurt GmbH<br>
	Telefon 03 62 03 96 0<br>
	E-Mail: <a href="mailto:info@sse-erfurt.de" rel="">info@sse-erfurt.de</a>
</p>

<p>
	Es bleibt vor allem ungeklärt, ob es inzwischen keine medizinischen Bedenken mehr gibt, den Patienten die Therapie alleine zu überlassen. Wenn das angebotene Gerät genau die gleichen technischen Werte hat wie die damals getesteten, müsste weiterhin gelten, was im März 2002 auf einer Veranstaltung in Berlin gesagt wurde: Dr. Kruglikov vom Hersteller Nemectron verwies darauf, dass man die Geräte nicht so einfach den Patienten mit nach Hause geben dürfe. Kleinste Abweichungen bei der Therapie könnten den Erfolg schon gefährden. So komme es z.B. bei einer <span ipsnoautolink="true">Nagelpsoriasis</span> darauf an, w i e man die Hände in das Wasser lege. Im Prinzip müssten die Ärzte erst intensiv geschult werden.
</p>

<p>
	Auch bleibt unklar, warum das Originalgerät 3-mal so teuer ist wie das "CellVAS psoriasis", wenn technisch die gleichen Bedingungen vorliegen.
</p>

<p>
	Aber: Probieren geht über Studieren. Wenn man das Gerät nicht sofort kaufen muss, kann man es mieten und in Ruhe ausprobieren. Man muss auch nicht die teuren, für den Profigebrauch gedachten Wasserschalen mitkaufen. Für private Zwecke reichen erfahrungsgemäß billige Kunststoff-Schalen aus dem Kaufhaus.
</p>

<h2 style="clear:both;">
	Bilder der Interferenzstrom-Therapie und ihrer Wirkung
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed1121021710" id="ips_uid_8444_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1525-behandlung-mit-interferenzstrom/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">235</guid><pubDate>Mon, 12 Dec 2005 01:47:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit Interferenzstrom gegen Psoriasis an H&#xE4;nden und F&#xFC;&#xDF;en</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/interferenz-mannheim/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2003_12/interferenzstrom-vorher-nachher.jpg.a8275e0e10837d97deeb7ac4f256331b.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Eine Forschergruppe des Instituts für Medizintechnik und Biophysik im Forschungszentrum Karlsruhe hat eine Therapie gegen Schuppenflechte entwickelt. Sie beruht auf einer speziellen Form der Elektrotherapie. Klinische Tests in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Hautklinik des Klinikums Mannheim haben die Wirksamkeit des Verfahrens bestätigt.</strong>
</p>

<p>
	Mehr als zwei Millionen Bundesbürger leiden unter <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> (Psoriasis). Diese meist chronisch verlaufende Hauterkrankung ist nicht lebensbedrohend, schränkt aber die Lebensqualität der Patienten stark ein. Bisherige Behandlungen sind sehr aufwendig, teuer und oft mit Nebenwirkungen verbunden. Krankenhausaufenthalte sind häufig unumgänglich. Einige Formen der Psoriasis sprechen auf gängige Therapien kaum oder gar nicht an. Das Forschungszentrum Karlsruhe hat nun eine neuartige, praktisch nebenwirkungsfreie Therapie gegen Schuppenflechte entwickelt, die auf der Behandlung mit Interferenzstrom basiert, einem niederfrequenten pulsierenden Wechselstrom, der bisher vor allem in der Physiotherapie angewendet wird.
</p>

<p>
	Nachdem Pilotstudien die grundsätzliche Wirksamkeit der Interferenzstromtherapie gegen die Psoriasis belegt hatten, wurde nun eine aussagekräftige klinische Studie für eine spezielle Lokalisation der Erkrankung, die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">Psoriasis palmaris</a>, abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um einen Befall der Hände, der die Patienten psychisch stark belastet und häufig zu einer Einschränkung der Berufsausübung führt. Diese Form der Schuppenflechte spricht auf übliche Therapeutika kaum an.
</p>

<p>
	Die Studie belegt die Wirksamkeit der Interferenzstromtherapie: Bei elf von zwölf Patienten war der Befall abgeheilt oder deutlich reduziert. Lediglich bei einem Patienten schlug die Therapie nicht an, weshalb er die Behandlung vorzeitig abbrach.
</p>

<h2>
	Interferenzstrom-Therapie zuhause
</h2>

<p>
	Bei allen Probanden bestand die Erkrankung seit mindestens einem Jahr; übliche Therapien hatten keinen Erfolg gebracht. Im Laufe der Studie wurden die Hände der Patienten über einen Zeitraum von drei Monaten zweimal täglich für einige Minuten mit Interferenzstrom behandelt. Um eine regelmäßige Behandlung zu gewährleisten, führten die Patienten die Anwendungen nach Anleitung zu Hause durch.
</p>

<p>
	"Die Behandlung ist nicht nur einfach, sondern praktisch auch ohne Nebenwirkungen", fasst Professor Dr. Hermann Dertinger, Leiter des Bereichs Biophysik am Institut für Medizintechnik und Biophysik des Forschungszentrums Karlsruhe, zusammen. "Während der Anwendung spüren die Patienten nur ein schwaches Kribbeln auf der Haut. Die eingesetzten Stromstärken liegen weit unter dem Niveau einer Elektromassage."
</p>

<p>
	Die Studie wurde an der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-uni/klinik-fuer-dermatologie-venerologie-und-allergologie-mannheim/" rel="">Universitäts-Hautklinik des Klinikums Mannheim</a> durchgeführt und von der Manfred und Ursula Müller-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert. Die Ergebnisse sind in den Proceedings der Tagung "Biological Effects of Light 1998" veröffentlicht und werden in ausführlicher Form im "<a href="https://www.jle.com/en/revues/ejd/e-docs/interferential_current_is_effective_in_palmar_psoriaris_an_open_prospective_trial_100757/article.phtml" rel="external nofollow" target="_blank">European Journal of Dermatology</a>" erscheinen. Für die neuartige Psoriasis-Therapie liegt derzeit noch keine Zulassung durch die Kostenträger vor. Die Laborversuche lassen vermuten, dass die Interferenzstromtherapie auch zur Behandlung anderer entzündlicher, mit gestörter Zellfunktion verbundener Krankheiten weiterentwickelt werden kann.
</p>

<h2>
	Wissenschaftlicher Hintergrund
</h2>

<p>
	Das Krankheitsbild der Psoriasis beruht auf einer zehnfach erhöhten Teilungsaktivität der Zellen in der Basalschicht der Haut. Normalerweise wandern die Tochterzellen unter Veränderung ihrer Struktur (Verhornung) zur Hautoberfläche, wo sie abschilfern. Bei der Psoriasis kommt es durch den erhöhten Nachschub an Zellen zu der charakteristischen massiven Schuppung. Ein großflächig erkrankter Patient kann pro Tag bis zu einer Kehrschaufel voller Schuppen produzieren. Außerdem bildet sich in dem unter der Epidermis gelegenen Bindegewebe ein Êdem und ein entzündliches Infiltrat.
</p>

<p>
	Die therapeutische Wirksamkeit elektrischer Felder und Ströme ist seit längerem bekannt. Die Ursachen hierfür, insbesondere die biophysikalischen Zusammenhänge auf der Ebene der betroffenen Zellen, waren jedoch bislang unbekannt. Eine Forschergruppe am Institut für Medizintechnik und Biophysik des Forschungszentrums Karlsruhe hat mit ihren Experimenten erste Schritte zum grundlegenden Verständnis der verantwortlichen Zellmechanismen getan und darauf aufbauend eine spezielle Form der Elektrotherapie entwickelt, die auf der lokalen Anwendung eines niederfrequenten, amplitudenmodulierten Wechselstromes (Interferenzstrom) beruht.
</p>

<p>
	Lebende Zellen wechselwirken mit niederfrequenten Feldern über molekulare Oberflächenstrukturen in der Zellmembran, so genannten Rezeptoren. Dadurch werden in den Zellen Signale ausgelöst, die komplexe Zellfunktionen beeinflussen können. Beispielsweise kann die Menge des zellulären Botenstoffes cAMP (cyclisches Adenosinmonophosphat) durch die Felder verändert werden. Je nach Modulationsfrequenz der Felder tritt eine Erhöhung oder Verringerung auf.
</p>

<p>
	Die Behandlung von Schuppenflechte mit Interferenzstrom zielt darauf ab, die krankhaft erhöhte Teilungsaktivität der Basalzellen wieder zu normalisieren. Ansatzpunkt ist der schon seit längerem bekannte Befund, dass in den psoriatischen Hautzellen die Konzentration des Botenmoleküls cAMP erniedrigt ist. Dies ist häufig ein Auslöser für eine Erhöhung der Teilungsaktivität von Zellen. In den Zellen kann nun mit niederfrequentem Wechselstrom, der mit geeigneten Frequenzen moduliert wird, die cAMP-Konzentration erhöht werden, was bei wiederholter Strombehandlung zu einer Normalisierung der Teilungsaktivität führen sollte.
</p>

<p>
	In Laborversuchen an Zellkulturen wurden als geeignete Modulationsfrequenzen 10 und 100 Hertz bei einer Grundfrequenz des Wechselstromes von 4000 Hertz identifiziert. Mit diesen Frequenzen wurden die Hände von Psoriasis-palmaris-Patienten bei Stromdichten von ca. 100 Mikroampere/cm<sup>2</sup> behandelt. Dabei wurde über einen Zeitraum von 12 Wochen zweimal täglich eine Kurzzeitbehandlung (5 bis 10 Minuten Dauer) durchgeführt.
</p>

<p>
	Die Interimsanalyse der Studie zeigt ein sehr deutliches Ergebnis; die Studie wurde mit einem Behandlungsresultat von 90 Prozent Ansprechrate abgeschlossen.
</p>

<h2>
	Die Patienteninformation Interferenzstrom der Uni Mannheim
</h2>

<h3>
	Erklärung des Begriffes Interferenzstrom
</h3>

<p>
	Unter Interferenzstrom versteht man einen amplitudenmodulierten elektrischen Wechselstrom. Durch Überlagerung zweier elektrischer Wechselströme mit nahezu gleicher Frequenz von 4000 Hz ergibt sich ein hochfrequenter Wechselstrom mit niedriger Modulationsfrequenz, welche für die Wirkung des Interferenzstroms auf die Schuppenflechte verantwortlich ist. Interferenzstrom wird schon seit über 20 Jahren in der Orthopädie und der Schmerztherapie angewendet. Es handelt sich hierbei um eine, so weit bisher bekannt nebenwirkungfreie Therapie: Bei Behandlung tritt lediglich ein Kribbeln auf, das auch zur Therapiekontrolle dient. Eine Beeinflussung des Reizleitungssystems des Herzens oder der Hirnströme ist nicht zu befürchten. Nur bei Patienten mit Herzschrittmachern könnten Probleme auftreten, daher sind diese von einer Therapie mit Interferenzstrom ausgeschlossen.
</p>

<h3>
	Interferenzstrom und Schuppenflechte (Psoriasis)
</h3>

<p>
	Im Rahmen von Behandlungsversuchen an kleineren psoriatischen Plaques fiel auf, daß besonders Interferenzstrom mit einer Modulationsfrequenz von 100 Hz und 10 Hz in der Lage ist, Rötung, Schuppung und Erhabenheit der befallenen Haut zu bessern und sogar die Herde vollständig zur Abheilung zu bringen.
</p>

<p>
	In der Folge haben wir im Rahmen einer Studie am Klinikum Mannheim Patienten mit starkem Psoriasisbefall der Hände mit Interferenzstrom behandelt und konnten damit recht gute Erfolge erreichen. In 90 % der Fälle kam es zu einer deutlichen Besserung oder gar Abheilung der befallenen Stellen. Diese guten Erfolge ermutigten uns dazu, andere Körperstellen mit größeren Elektroden zu behandeln. Interferenzstrom ist eine neue Form der Behandlung von Schuppenflechte. Ob diese Behandlung sich durchsetzen kann und in Zukunft in der Behandlung der Schuppenflechte eine Rolle spielen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Anschaffungskosten der Interferenzstromgeräte werden von den Krankenkassen derzeit noch nicht übernommen.
</p>

<h3>
	Verwendetes Interferenzstromgerät
</h3>

<p>
	Das von uns verwendete Interferenzstromgerät wird von der Firma Nemectron GmbH in Karlsruhe hergestellt. Das Basicgerät kostet ca. 2500 DM. Da keineswegs alle Psoriatiker von einer solchen Therapie profitieren, raten wir wegen der großen Kosten eher von dem Kauf eines solchen Gerätes ab.
</p>

<p>
	Behandelt wird täglich zweimal für jeweils 6 Minuten. Da Inteferenzstrom - wie viele andere Therapieformen bei Psoriasis- relativ langsam wirkt, ist in vielen Fällen mit ersten Erfolgen erst nach 6 Wochen zu rechnen.
</p>

<p>
	Um sicher die Wirksamkeit von Interferenzstrom beurteilen zu können, sollten während der Behandlung keine anderen Therapien durchgeführt werden. Bestrahlung und Therapie mit Tabletten wie z.B. Fumarsäure oder Neotigason sollten 4 Wochen vor Behandlungsbeginn mit Interferenzstrom ausgesetzt werden, lokale Therapie mit Cortisonsalben, Vitamin-D-Präparaten, Vitamin-A-Abkömmlingen oder Teer sollte zwei Wochen vor Behandlungsbeginn beendet sein. Erlaubt sind Hautpflegemaßnahmen mit Fettcreme oder entschuppende Maßnahmen mit Harnstoffcreme oder Salizylvaseline.
</p>

<h2>
	Bilder der Interferenzstrom-Therapie und ihrer Wirkung
</h2>
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<p>
	<br>
	<strong><span ipsnoautolink="true">In unserem Forum</span> berichten Betroffene über <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?tags=Interferenzstrom&amp;type=forums_topic&amp;updated_after=any&amp;sortby=newest&amp;search_and_or=or" rel="">Erfahrungen und Erfolge mit der Interferenzstromtherapie</a>.</strong>
</p>

<p>
	<i><span id="cke_bm_256S" style="display: none;"> </span>Quelle: Informationsdienst Wissenschaft; Pressemitteilung Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Technik und Umwelt, 04.02.2000</i>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">233</guid><pubDate>Sat, 06 Dec 2003 08:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>Behandlung mit Interferenzstrom &#x2013;  eine Hoffnung f&#xFC;r Psoriatiker</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/interferenz-index/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2003_12/armelektrode.jpg.a49badf117738279d7205c5f7a4cd4a9.jpg" /></p>

<h2>
	Die Geschichte
</h2>

<p>
	Forscher an der Uni Mannheim tüftelten an einer Therapie mit <strong>Interferenzstrom</strong>. Die Uni gab <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/interferenz-mannheim/" rel="">eine Pressemitteilung</a> heraus. Das war's eigentlich auch schon an substanzieller Information. Doch wie immer, wenn irgendwo eine neue Therapie angekündigt wird, die die Menschheit von irgendeiner Krankheit befreien soll, steigen Zeitungen sofort mit Schlagzeilen ein.
</p>

<p>
	Der Fakt: An der Uni Mannheim waren 12 (in Worten: zwölf) Patienten mit Interferenzstrom behandelt worden. In diesem Test wurde ausschließlich ein Prototyp des Gerätes von der Firma Nemectron verwendet. Dessen Name: NePTUN SL, was eine Abkürzung für <em>Nemectron Psoriasis Therapy Unit</em> ist.
</p>

<p>
	Bei elf der Patienten wurde eine deutliche Besserung sichtbar. Diese Quote ist beachtlich, nur eben müssen viel mehr Patienten getestet werden, bevor ein Ergebnis verallgemeinert werden kann. Das wussten die Mannheimer sehr wohl, doch Schlagzeilen verliehen der ganzen Geschichte eine Eigendynamik, die die Forscher gar nicht wollten.
</p>

<p>
	Sofort meldeten sich die Kritiker. Professor Wolfgang Sterry Generalsekretär der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, dämpfte die Hoffnung erheblich:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Weitere ausgiebige Studien müssen die bislang beobachteten Erfolge erst noch bestätigen, bevor die Patienten darauf hoffen dürfen. Wenn die Reizstrombehandlung sich in der Zukunft als mögliche Therapie bei  Schuppenflechte  etabliert, hätte dies für die Patienten einen entscheidenden Vorteil: Die Behandlung ist nebenwirkungsfrei.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	<em>Quelle: Ratgeber Gesundheit, Sendung 25.3.2000, ARD</em>
</p>

<p>
	Dr. Armin Philipp, an der Studie in Mannheim beteiligt, berichtete dem Psoriasis-Netz damals: "Jetzt forschen wir, wie die Interferenzstrom-Behandlung bei Patienten wirken, die die Psoriasis an den Armen haben. Außerdem zeigt sich, dass eine Kombination von IFS mit Daivonex sehr wirksam sein kann."
</p>

<p>
	Der Trubel ging weiter: Schnell erkannten Firmen, dass sich mit der Therapie Geld machen lässt. Professor Dertinger, der "Vater" der Therapie, warnte vor kriminellen Trittbrettfahrern.
</p>

<p>
	Als einen Vorteil der Therapie sieht er:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Besonders hervorzuheben ist, dass der Juckreiz völlig schwand, was mit anderen Therapieverfahren nicht zu erreichen ist.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	<em>Quelle: Kölnische Rundschau, 18. Mai 2001</em>
</p>

<p>
	Geblieben ist von der Therapie nicht viel. Für eine weitere Untersuchung der Methode wären größere Studien nötig gewesen. Hersteller Nemectron hätte dafür viele weitere Geräte bauen müssen, konnte diese Aufgabe aber finanziell alleine nicht stemmen, schließlich ist es keine große Firma. Andere Geldgeber fanden sich nicht.Mehr über das Dilemma steht auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/neues-geraet/" rel="">in diesem Artikel</a>. Und so werden heute hin und wieder Interferenzstrom-Geräte von Nemectron bei eBay angeboten – allerdings eher selten.
</p>

<h2>
	Erfahrungen von Anwendern
</h2>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?tags=Interferenzstrom&amp;type=forums_topic&amp;updated_after=any&amp;sortby=newest&amp;search_and_or=or" rel="">In unserem Forum</a> berichten Betroffene über Erfolge mit der Interferenzstromtherapie.
</p>

<h2>
	Fotos von der Therapie
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed8384988330" id="ips_uid_7510_6" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1525-behandlung-mit-interferenzstrom/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>

<h2>
	Links zum Thema Interferenzstrom
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/hersteller/interferenzstromgeraete/" rel="">Hersteller von Interferenzstromgeräten</a>
	</li>
</ul>

<h2>
	Artikel in den Medien
</h2>

<p>
	<a href="https://www.morgenpost.de" rel="external nofollow">Mit Strom gegen Schuppenflechte</a><span style="display: none;"> </span><br>
	(Berliner Morgenpost, 26.07.2000)
</p>

<blockquote>
	<p>
		Bei dem neuen Verfahren (...) bremsen elektromagnetischen Wellen die krankhafte Überproduktion der Hautzellen und packen somit das Übel an der Wurzel. (...) Der Stromfluss ist schwach (0,1 Milliampere) und völlig ungefährlich und erzeugt lediglich eine leichtes Kribbeln auf der Haut.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<a href="https://www.welt.de/print-welt/article510218/Mit-Strom-gegen-Schuppenflechte.html" rel="external nofollow">Neue Therapie bremst übermäßige Hautproduktion</a> (Die Welt, 04.04.2000)
</p>

<p>
	<a href="https://www.saarbruecker-zeitung.de/" rel="external nofollow">Eine Schuppen-Therapie weckt Skepsis</a><span style="display: none;"> </span><br>
	(Saarbrücker Zeitung, 19./20.2.2000)
</p>

<blockquote>
	<p>
		Fachärzte für Hautkrankheiten im Saarland sehen die Ergebnisse dieses Pilotprojekts “Interferenzstrombehandlung” mit großer Skepsis. “Wenn überhaupt, dann ist ein solches Verfahren frühestens in zwei Jahren verfügbar”, meint der Facharzt für Hautkrankheiten Dr. Thomas Lechner aus Saarbrücken. Und nach den Ausführungen von Professor Wolfgang Tilgen, Direktor der Uni-Hautklinik in Homburg, “ist die Mannheimer Studie absolut nicht neu”. Schon 1996 sei ein solcher Versuch durchgeführt worden. “Es ist bis heute nicht erwiesen, ob diese Therapie wirksam ist.”
	</p>
</blockquote>

]]></description><guid isPermaLink="false">231</guid><pubDate>Sat, 06 Dec 2003 07:39:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
