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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/</link><description/><language>de</language><item><title>Die wichtigsten Online-Events im Oktober 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-oktober-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1431/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_09/videocall-symbolbild.jpg.6875061489ef6576c8ad447e8fec94eb.jpg" /></p>
<p>Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie in unserem Event-Kalender.</p><p>Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Portals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im Oktober 2026. Da gibt es diesmal einige, weil am 29. Oktober der <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag/">Welt-Psoriasis-Tag</a> ist.</p><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 1. Oktober<br><strong>Urtikaria – von der Diagnose zur erfolgreichen Therapie</strong><br><br>Ein Ausflug ins Themengebiet einer anderen Hauterkrankung [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1344-livestream-und-vor-ort-in-l%C3%BCbeck-urtikaria-von-der-diagnose-zur-erfolgreichen-therapie/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 6. Oktober<br><strong>Patientenrechte verstehen – was darf ich erwarten, was darf ich einfordern?</strong><br><br>Professor Matthias Augustin unternimmt auch einen Ausflug. Sonst spricht er (<em>vielleicht sogar im Schlaf</em>) zum Thema Psoriasis und hat unendlich viele Zahlen parat. Diesmal geht's bei ihm und dem Verein SkinHealthCampus aber um das Thema Patientenrechte. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1030-online-vortrag-patientenrechte-verstehen-was-darf-ich-erwarten-was-darf-ich-einfordern/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 7. Oktober<br><strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong><br><br>Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 8. Oktober<br><strong>Hülsenfrüchte – kleine Kraftpakete ganz groß</strong><br><br>Die Experten der Verbraucherzentrale Hamburg geben einen Überblick über die gesundheitlichen Vorteile von Hülsenfrüchten und ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung. Daneben erfahren Sie Wissenswertes zu Einkauf, Lagerung und Produkten aus dem Supermarkt. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1678-online-seminar-h%C3%BClsenfr%C3%BCchte-kleine-kraftpakete-ganz-gro%C3%9F/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 8. Oktober<br><strong>Online-Gruppe Psoriasis an Händen und Füßen</strong><br><br>Der Deutsche Psoriasis-Bund lädt zum Erfahrungsauastausch in der Online-Gruppe Psoriasis an Händen und Füßen (PPP) ein. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1566-online-gruppe-psoriasis-an-h%C3%A4nden-und-f%C3%BC%C3%9Fen/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 12. Oktober<br><strong>Naturheilkundliche Präventionsmaßnahmen für den Alltag</strong><br><br>Robert Schmidt, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses für Naturheilweisen München, gibt einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Naturheilkunde und präventiven Ansätzen mit Fokus auf klassischer Naturheilkunde nach Kneipp. Außerdem werden naturheilkundliche Selbsthilfestrategien für daheim vermittelt. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1670-webinar-naturheilkundliche-pr%C3%A4ventionsma%C3%9Fnahmen-f%C3%BCr-den-alltag/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 12. Oktober<br><strong>Schuppenflechte – was gibt es Neues?</strong><br><br>Professor Sascha Gerdes von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Kiel, erklärt die neuesten Erkenntnisse zumThema Psoriasis. Er ist einer der bekanntesten Psoriasis-Forscher in Deutschland. Ihm kann man immer gut zuzuhören. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1671-livestream-und-vor-ort-in-kiel-schuppenflechte-was-gibt-es-neues/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 12. Oktober<br><strong>Gesund durch den Herbst – Tipps zum Jahresende</strong><br><br>Der Deutsche Psoriasis-Bund lädt zur Online-Veranstaltung „Gesund durch den Herbst – Tipps zum Jahresende“. Dabei soll es praktische Anregungen geben, wie man Veränderungen Schritt für Schritt planen und umsetzen kann. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1676-online-seminar-gesund-durch-den-herbst-tipps-zum-jahresende/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. Oktober<br><strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong><br><br>Wir treffen uns im Videocall. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 27. Oktober<br><strong>Rheumatische Erkrankungen &amp; Lebensstil: Was wissen wir wirklich?</strong><br><br>Rheumatisch-entzündliche Erkrankungen wie die Psoriasis arthritis sind vielfältig – und viele Betroffene fragen sich: Kann ich mit Ernährung, Bewegung, Schlaf oder Stress tatsächlich etwas für meine Gesundheit tun? Was ist wissenschaftlich belegt und was gehört eher ins Reich der Mythen? In der Veranstaltung der UKSH Gesundheitsforum Kiel wird es erklärt. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1672-livestream-und-vor-ort-in-kiel-rheumatische-erkrankungen-lebensstil-was-wissen-wir-wirklich/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 28. Oktober<br><strong>Online-Gruppe Psoriasis an Händen und Füßen</strong><br><br>Der Deutsche Psoriasis-Bund lädt zum Erfahrungsauastausch in der Online-Gruppe Psoriasis an Händen und Füßen (PPP) ein. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1675-online-gruppe-psoriasis-an-h%C3%A4nden-und-f%C3%BC%C3%9Fen/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 29. Oktober<br><strong>Informationsveranstaltung zum Welt-Psoriasis-Tag</strong><br><br>Bei dieser Informationsveranstaltung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf soll über Therapiemöglichkeiten und Eigeninitiative aufgeklärt werden, um die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Psoriasis nachhaltig zu verbessern. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1585-livestream-informationsveranstaltung-zum-welt-psoriasis-tag/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 29. Oktober<br><strong>Haut, Gelenke &amp; Darm im Blick</strong><br><br>Anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages 2026 möchte das UKSH den Blick auf das Zusammenspiel von Haut, Gelenken und Darm richten. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1673-online-vortrag-und-in-l%C3%BCbeck-haut-gelenke-darm-im-blick/">mehr darüber</a>]</p><hr><p><strong>Fördermitglieder</strong> bekommen die Termine der wichtigsten Online-Events <strong>eine Woche früher per Mail in ihr Postfach</strong>. Du willst das auch? <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about">Werde Fördermitglied!</a><br><br>Ihr kennt weitere interessante Veranstalter, deren Events wir ankündigen sollten? Schreibt es in die Kommentare <span class="ipsEmoji" title="">⤵️</span></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1431</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 05:00:53 +0000</pubDate></item><item><title>Deutscher Psoriasis-Tag 2026 in Erlangen: Wissen und Erfahrungsaustausch f&#xFC;r Betroffene</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/deutscher-psoriasis-tag/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/vortrag-symbolbild.jpg.27c3dcf0caf0b4bc8d46d1ac9ddb0899.jpg" /></p>
<p><strong>Am 24. Oktober 2026 wird es wieder einen Deutschen Psoriasis-Tag geben. Das ist ein Info-Tag mit Vorträgen über Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Er steht immer unter einem Motto.</strong></p><p>In diesem Jahr macht der Deutsche Psoriasis-Tag in Erlangen Station. Der Info-Tag ist kostenlos.</p><h2>Die Themen</h2><p>In Vorträgen geht es um Themen wie:</p><ul><li><p>Leitliniengerechte <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/"><strong>Therapie</strong> der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen</a></p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/"><strong>Ernährung</strong></a><strong>, </strong><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/sport-bewegung"><strong>Sport</strong></a><strong> und Co.</strong> bei Psoriasis: Wie kann ich meine Therapie unterstützen?</p></li><li><p>ein Tool als Entscheidungshilfe zur individualisierten, patientenzentrierten <strong>Auswahl systemischer Therapien</strong> bei Psoriasis vulgaris</p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/kinderwunsch-schwangerschaft/"><strong>Familienplanung</strong> mit Psoriasis</a>: Vererbung, Schwangerschaft und Stillzeit</p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/apps"><strong>Apps</strong></a><strong>, KI und Co. bei Psoriasis</strong>: Digitale Unterstützungsmöglichkeiten</p></li></ul><p>Veranstalter des Deutschen Psoriasis-Tages ist stets der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. Die gesammelten Infos gibt es denn auch <a rel="external" href="https://www.psoriasis-bund.de/psoriasis-tag-2026/">auf der Internetseite des Vereins</a>.</p><p>Der Verein bittet um eine <strong>Anmeldung</strong>. Das geht per Mail an <a rel="" href="mailto:info@psoriasis-bund.de">info@psoriasis-bund.de</a> oder unter Telefon 040 223399-0.</p><p>In den vergangenen Jahren gab es vom Deutschen Psoriasis-Tag immer auch einen Livestream. In der bisherigen Ankündigung deutet nichts darauf hin, dass es in diesem Jahr wieder so ist.</p><h2>Am Abend davor: Komm zu uns</h2><p>Am Freitagabend sind wir schon Erlangen – und nehmen das zum Anlass, uns dort zum <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1679-erlangen-analoger-psoriasis-stammtisch/">Analogen Psoriasis-Stammtisch zu treffen</a>. <strong>Du hast Lust, dabeizusein?</strong> Komm ran an den Tisch (aber lass uns das vorher wissen, damit wir den Tisch groß genug bestellen.)</p><h2>Rückblicke</h2><h3>Der Deutsche Psoriasis-Tag 2025</h3><p>Am 25. Oktober 2025 gab es in Freiburg im Breisgau einen Info-Tag mit Vorträgen über Schuppenflechte. Das Motto war "Psoriasis und Begleiterkrankungen". Vom Info-Tag gab es einen Livestream.</p><p>Themen waren:</p><ul><li><p>Psoriasis heute – kein Problem?</p></li><li><p>Wozu brauchen wir eine <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-oder-ekzem-das-ist-hier-die-frage-r1229/"><strong>molekulare Diagnostik der Psoriasis</strong></a>?</p></li><li><p>Psoriasis – mehr als eine Hauterkrankung: Entstigmatisierung und Therapieaufklärung durch <strong>Social Media</strong></p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/">Basiswissen zur <strong>Psoriasis arthritis</strong></a> für Betroffene</p></li><li><p>Besonderheiten der <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kinder-index/"><strong>Psoriasis im Kindes- und Jugendalter</strong></a></p></li></ul><p>Die Informationen vom Veranstalter, dem Deutschen Psoriasis-Bund, <a rel="external" href="https://psoriasis-bund.de/psoriasis-tag-2025/">findet Ihr hier</a>.</p><h3>Der Deutsche Psoriasis-Tag 2024</h3><p>Im Oktober 2024 gab es in Osnabrück einen Info-Tag mit Vorträgen über Schuppenflechte. Das Motto lautete "<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag-2024-was-psoriasis-fuer-die-ganze-familie-bedeutet-r1312/">Psoriasis in der Familie</a>". Vom Info-Tag gab es einen Livestream. Den hat der Deutsche Psoriasis-Bund <a rel="external nofollow" href="https://youtu.be/nI7Uz818wDs">bei YouTube ins Netz gestellt</a>.</p><p>Themen waren:</p><ul><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/"><strong>Psoriasis und Psyche</strong></a> – wenn Haut und Seele interagieren (Dr. Wiebke Sondermann, Essen)</p></li><li><p><strong>Fatigue</strong> – ein Symptom mit heterogener Genese bei Psoriasis-Arthritis und Vorstellung der <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr>-Forschungsförderung 2024 (Dr. Hanna Graßhoff, Lübeck)</p></li><li><p><strong>Psoriasis und Partnerschaft</strong> (Dr. Kurt Seikowski, Leipzig)</p></li><li><p>Überblick über die <strong>Therapieoptionen bei Psoriasis und Psoriasis arthritis</strong> (Dr. Thomas Rosenbach, Osnabrück)</p></li></ul><p>Die Veranstaltung wurde von neun Pharmafirmen und einer Online-Apotheke unterstützt.</p><h3>Der Deutsche Psoriasis-Tag 2022</h3><p>Ende Oktober 2022 fand der 17. Deutsche Psoriasis-Tag in Leipzig statt. Für Betroffene und Interessierte wurden Vorträge angeboten. <a rel="external" href="https://psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/deutscher-psoriasis-tag-2022-1/">Die Vorträge könnt Ihr beim Psoriasis-Bund noch ansehen</a>.</p><p>Aufzeichnungen vom Deutschen Psoriasis-Tag 2023 in München haben wir nicht gefunden.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1185</guid><pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Tablette gegen Psoriasis: Medikament Icotyde in der EU zugelassen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/neue-tablette-gegen-psoriasis-medikament-icotyde-in-der-eu-zugelassen-r1432/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_09/icotyde-icotrokinra-zulassung.jpg.d17c3f0b1a87fa05840b56157575b5c6.jpg" /></p>
<p><strong>Die Europäische Kommission hat ein neues Medikament gegen mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis zugelassen. Es heißt Icotrokinra und wird unter dem Namen Icotyde verkauft. Das Besondere daran: Es ist die erste Tablette, die an der Stelle wirkt, an der bisher nur Spritzen ansetzten. Für viele Menschen mit Psoriasis ist das eine zusätzliche Behandlungsoption.</strong></p><p>Icotrokinra ist ein sogenannter IL-23-Rezeptor-Antagonist. Bei Psoriasis spielt der Botenstoff Interleukin-23, kurz IL-23, eine zentrale Rolle. Er sorgt dafür, dass sich Hautzellen viel zu schnell vermehren und die typischen roten, schuppigen Plaques entstehen. Bisherige Medikamente, die IL-23 blockieren, muss man spritzen. Icotrokinra ist ein kleines Peptid, das man einfach schluckt.</p><p>Das Peptid setzt sich direkt an den Rezeptor für IL-23. Dadurch kann der Botenstoff gar nicht erst andocken und die Entzündungskette wird unterbrochen.</p><h2>Wie gut wirkt die neue Tablette?</h2><p>Die Zulassung stützt sich auf das Studienprogramm mit dem Namen Iconic. Darin wurden mehr als 2500 Patientinnen und Patienten in vier großen Phase-3-Studien untersucht, darunter auch Jugendliche ab 12 Jahren mit mindestens 40 Kilogramm Körpergewicht. Das Programm ist deshalb so aussagekräftig, weil es nicht nur die klassischen Psoriasis-Herde untersucht hat, sondern auch besonders belastende Stellen wie Kopfhaut und Genitalbereich.</p><p>In zwei direkten Vergleichsstudien gegen ein bereits zugelassenes Medikament erreichten rund 70 Prozent der Behandelten eine klare oder fast klare Haut, gemessen mit der sogenannten IGA-Skala. 55 Prozent erzielten nach 16 Wochen eine <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-90-Antwort, das heißt eine Verbesserung von mindestens 90 Prozent gegenüber dem Ausgangswert. Unter Placebo lag die Rate für klare oder fast klare Haut nur bei 8 bis 11 Prozent.</p><p>Bei der Sicherheit zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei der Placebogruppe. Die Rate an Nebenwirkungen lag bei den mit Icotrokinra behandelten Personen nur 1,1 Prozentpunkte über der Placebogruppe. Bis Woche 52 zeigten sich keine neuen Sicherheitssignale.</p><div class="ipsRichTextBox ipsRichTextBox--alwaysopen"><div class="ipsRichTextBox__title"><p>Icotyde vs. Sotyktu</p></div><p>2022 kam mit <strong>Sotyktu </strong>(Wirkstoff: <strong>Deucravacitinib</strong>) eine orale Alternative auf den Markt, die zumindest ähnlich gut wirkte wie manche Antikörper. Sie wirkt allerdings über einen anderen Mechanismus, nämlich die <strong>Hemmung des Enzyms TYK2</strong>.</p><p><strong>Icotyde </strong>(Wirkstoff: <strong>Icotrokinra</strong>) ist die erste Substanz, die beides verbindet: eine Wirksamkeit, die in Studien<strong> mit manchen Spritzen-Biologika vergleichbar</strong> war, und die <strong>einfache Einnahme als Tablette</strong>. </p></div><h3>Studienergebnisse im Detail</h3><p>In der <a rel="external nofollow" href="https://clinicaltrials.eu/trial/study-on-the-effectiveness-and-safety-of-jnj-77242113-for-treating-moderate-to-severe-plaque-psoriasis-in-adults/"><u>Studie ICONIC-LEAD</u></a> erreichten 65 Prozent der Patienten eine erscheinungsfreie oder fast erscheinungsfreie Haut. Bei der Placebo-Gruppe waren es nur acht Prozent. Außerdem erreichten 50 Prozent der mit Icotrokinra behandelten Patienten eine 90-prozentige Verbesserung ihrer Hauterscheinungen. Bei Placebo lag dieser Wert nur bei 4 Prozent.</p><p>Die <a rel="external nofollow" href="https://www.hra.nhs.uk/planning-and-improving-research/application-summaries/research-summaries/77242113pso3003-study-of-treatment-for-plaque-psoriasis-involving-special-areas-iconic-total/"><u>Studie ICONIC-TOTAL</u></a> zeigte, dass Icotrokinra auch bei Psoriasis an Kopfhaut, Genitalbereich sowie an Händen und Füßen gut wirkt. Diese Körperstellen sind für Patienten besonders belastend, da sie oft sichtbar sind oder das tägliche Leben stark beeinträchtigen.</p><p>In direkten Vergleichsstudien schnitt Icotrokinra laut den Studien <a rel="external nofollow" href="https://www.hra.nhs.uk/planning-and-improving-research/application-summaries/research-summaries/77242113pso3002-study-comparing-different-treatments-in-moderate-to-severe-plaque-psoriasis/"><u>ICONIC-ADVANCE 1</u></a> und ICONIC-ADVANCE 2 besser ab als Deucravacitinib (Handelsname: Sotyktu), ebenfalls eine Tablette. Die vollständigen Ergebnisse sind <a rel="external nofollow" href="https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(25)01576-4/abstract">im September 2025 im Fachjournal "The Lancet" erschienen</a>. Nach 24 Wochen erreichten unter Icotrokinra rund 70 bis 75 Prozent der Behandelten eine klare oder fast klare Haut, unter Deucravacitinib war dieser Anteil deutlich geringer. Auch bei den Nebenwirkungen lag Icotrokinra über ein Jahr hinweg etwas günstiger.</p><h2>Für wen kommt Icotyde in Frage?</h2><p>Zugelassen ist Icotrokinra für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 Kilogramm. Voraussetzung ist eine mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis und die Eignung für eine systemische Therapie. Das bedeutet: Cremes und Salben allein reichen nicht mehr aus.</p><p>Man nimmt eine Tablette pro Tag mit Wasser, direkt nach dem Aufwachen, und wartet mindestens 30 Minuten mit dem Frühstück. Diese einfache Handhabung könnte gerade für Menschen wichtig sein, die Spritzen scheuen oder mit dem Kühlschranklagern von Biologika kein Problem haben wollen.</p><h2>Warum diese Zulassung so wichtig ist</h2><p>Icotrokinra ist die erste Tablette, die gezielt den IL-23-Signalweg blockiert. Bisher gab es diese Wirkung nur als Spritze, etwa mit den Wirkstoffen Guselkumab, Risankizumab oder Tildrakizumab. Wer bislang eine so wirksame Therapie wollte, musste sich also regelmäßig selbst spritzen oder in die Praxis gehen.</p><p>Die Studiendaten zeigen eine Wirksamkeit, die bislang eher Spritzen vorbehalten war. Die Tablettenform könnte die Hürde senken, überhaupt eine systemische Therapie zu beginnen. Gerade Menschen, die Angst vor Nadeln haben oder die eine Spritze im Alltag als belastend empfinden, könnten von dieser Option profitieren.</p><p>Die Studienlage deutet darauf hin, dass Icotrokinra auch bei besonders unangenehmen Stellen wirkt, etwa an der Kopfhaut oder im Genitalbereich. Diese Bereiche wurden früher in Studien oft vernachlässigt, obwohl sie für Betroffene enorm belastend sein können.</p><blockquote class="ipsQuote" cite="" data-ipsquote=""><div class="ipsQuote_contents" data-ipstruncate=""><p><strong>40 Prozent</strong> der behandelten Patientinnen und Patienten erreichten <strong>in Woche 20</strong> <strong>eine komplett erscheinungsfreie Haut</strong>. Das kommt an einige unserer besten Biologika heran.</p><p><em>US-Forscher Joel M. Gelfand </em><a rel="external nofollow" href="https://www.healio.com/news/dermatology/20250311/coming-to-the-clinic-soon-top-aad-takeaways-from-joel-m-gelfand-md-msce"><em>in einem Kommentar</em></a><em> zu Daten, die auf einem AAD-Kongress vorgestellt wurden. Gelfand ist als bezahlter Berater für mehrere Pharmafirmen tätig, darunter auch für Johnson &amp; Johnson.</em></p></div></blockquote><h2>Preis von Icotyde ist noch nicht öffentlich</h2><p>Bevor Icotrokinra einen festen Preis bekommt, muss es in Deutschland ein festgelegtes Verfahren durchlaufen. Das nennt sich frühe Nutzenbewertung und ist im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz geregelt, kurz AMNOG. Das läuft für jedes neue Medikament mit neuem Wirkstoff nach dem gleichen Muster ab [web:95].</p><ol><li><p>Der erste Schritt liegt beim Hersteller selbst. Sobald Icotrokinra in Deutschland auf den Markt kommt, muss Johnson &amp; Johnson dem Gemeinsamen Bundesausschuss, kurz G-BA, ein umfassendes Dossier vorlegen. Darin muss die Firma belegen, welchen zusätzlichen Nutzen das Medikament gegenüber einer bereits etablierten Vergleichstherapie hat, zum Beispiel gegenüber einem der bekannten IL-23-Hemmer zum Spritzen [web:95].</p></li><li><p>Der G-BA gibt dieses Dossier an das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen weiter, kurz IQWiG. Das IQWiG prüft die Daten wissenschaftlich und erstellt eine sogenannte Dossierbewertung. Dafür hat das Institut gesetzlich genau drei Monate Zeit.</p></li><li><p>Auf Basis dieser Bewertung entscheidet der G-BA, wie groß der Zusatznutzen tatsächlich ist. Möglich sind mehrere Abstufungen von einem erheblichen Zusatznutzen bis hin zu keinem belegten Zusatznutzen. Dieser Beschluss muss spätestens sechs Monate nach der Markteinführung in Deutschland stehen.</p></li><li><p>Erst danach beginnt die eigentliche Preisverhandlung. Der GKV-Spitzenverband, der die gesetzlichen Krankenkassen vertritt, verhandelt mit Johnson &amp; Johnson über den sogenannten Erstattungsbetrag. Das ist der Preis, den die Kassen künftig tatsächlich zahlen. Für diese Verhandlung sind in der Regel vier Gesprächstermine innerhalb von sechs Monaten vorgesehen.</p></li></ol><p>Bis dieser Erstattungsbetrag feststeht, gilt ein wichtiger Zwischenschritt: In den ersten sechs Monaten nach Markteinführung darf der Hersteller den Preis noch frei festlegen. Das heißt, der anfängliche Listenpreis kann durchaus höher liegen als der später verhandelte Betrag. Kommt es zwischen Kassen und Hersteller zu keiner Einigung, entscheidet eine unabhängige Schiedsstelle innerhalb von weiteren drei Monaten. Am Ende gilt der ausgehandelte oder von der Schiedsstelle festgesetzte Erstattungsbetrag rückwirkend ab dem 7. Monat nach Markteinführung.</p><h2>Wann kommt Icotrokinra in Deutschlands Apotheken?</h2><p>Einen festen Starttermin für Deutschland hat Johnson &amp; Johnson bisher nicht genannt. In der <a rel="external nofollow" href="https://www.globenewswire.com/news-release/2026/09/21/3365625/0/en/european-commission-approval-of-icotyde-icotrokinra-ushers-in-new-era-for-first-line-systemic-treatment-of-plaque-psoriasis-with-a-targeted-oral-peptide.html">offiziellen Mitteilung zur EU-Zulassung</a> heißt es nur allgemein, man arbeite "gemeinsam mit relevanten Akteuren in ganz Europa" daran, die Einführung zu unterstützen und den Zugang für Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Konkreter war der Konzern schon vor der Zulassung: <a rel="external" href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/neue-orale-therapieoption-bei-plaque-psoriasis-auf-dem-weg-159513/">Bei einem Presseworkshop im Herbst 2025</a> hatte J&amp;J als Ziel genannt, den Wirkstoff noch "bis Ende 2026" auf den europäischen Markt zu bringen.</p><h2>Fachbegriffe erklärt</h2><p><strong>IL-23 (Interleukin-23)</strong>: IL-23 ist ein Botenstoff des Immunsystems. Bei Psoriasis ist er quasi ein Feueranzünder für die Entzündung in der Haut. Er sorgt dafür, dass sich Hautzellen viel zu schnell teilen und dass sich die typischen roten, schuppigen Stellen bilden. Medikamente, die IL-23 blockieren, unterbrechen diesen Prozess an einer sehr frühen Stelle der Entzündungskette und können deshalb sehr wirksam sein.</p><p><strong>IGA- und <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-Wert</strong>: Beides sind Maßstäbe, mit denen Ärztinnen und Ärzte den Schweregrad der Psoriasis messen. Der IGA-Wert ist eine einfache Skala von 0 bis 4, wobei 0 für komplett klare Haut steht und 4 für sehr schwere Psoriasis. Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-Wert ist etwas genauer und berücksichtigt, wie viel Hautfläche betroffen ist und wie stark die Haut gerötet, verdickt oder schuppig ist. Ein <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-90-Wert bedeutet, dass sich die Haut um mindestens 90 Prozent gegenüber dem Ausgangswert verbessert hat.</p><p><strong>Systemische Therapie</strong>: Damit ist eine Behandlung gemeint, die im ganzen Körper wirkt, zum Beispiel über eine Tablette oder eine Spritze. Das unterscheidet sie von einer äußerlichen Behandlung mit Cremes oder Salben, die nur direkt auf der Haut wirkt. Eine systemische Therapie kommt meist dann zum Einsatz, wenn die Psoriasis mittelschwer bis schwer ist und äußerliche Mittel allein nicht mehr ausreichen.</p><h2>Mehr darüber im Psoriasis-Netz</h2><p><span data-i-color="orange">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/25-medikamente/">Austausch über das Leben mit Psoriasis</a></p><p><span data-i-color="orange">➜</span> <strong>Übersicht</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/">Innerliche Medikamente bei Psoriasis – Tabletten und Spritzen</a></p><p><span data-i-color="orange">➜</span> <strong>Wissen</strong>: Die wichtigsten <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/icotrokinra-r591/">Fakten zu Icotyde bzw. Icotrokinra</a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1432</guid><pubDate>Wed, 23 Sep 2026 16:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Online-Events im September 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-september-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1429/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_08/videocall-frau.jpg.55010649c3cf83913024da6d9cca6874.jpg" /></p>
<p>Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie in unserem Event-Kalender.</p><p>Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Internetportals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im September 2026:</p><hr><p></p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 2. September<br><strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong></p><p>Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/"><u>mehr darüber</u></a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 2. September<br><strong>Beginn eines Rauchen-Entwöhnungs-Kurses digital (und in Kiel)</strong></p><p>Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs vom UKSH Gesundheitsforum die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen. [<a rel="external nofollow" href="https://www.uksh.de/Service/Veranstaltungen+am+UKSH/Veranstaltungen+f%C3%BCr+Interessierte-event-gesundheitsforum.de.17204.html">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 2. September<br><strong>Sport und Co. bei Psoriasis</strong></p><p>Wie können Sport und Bewegung Betroffene im Umgang mit Ihrer Psoriasis unterstützen? Darüber informiert Professorin Christine Joisten in diesem Online-Seminar des Deutschen Psoriasis-Bundes. Sie gibt auch praktische Anregungen für den Alltag. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1666-online-seminar-sport-und-co-bei-psoriasis/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 2. September<br><strong>Krankengeld - Ihre Rechte, Ihre Pflichten</strong></p><p>Wer längere Zeit arbeitsunfähig ist, hat meist einen Anspruch auf Krankengeld von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Doch der Bezug von Krankengeld geht oft mit Fragen einher. Die sollen in diesem Seminar der Verbraucherzentrale Hamburg beantwortet werden. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1534-online-krankengeld-ihre-rechte-ihre-pflichten/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 8. September<br><strong>Die Pflegereform 2027 kommt: Was Sie jetzt noch tun sollten</strong></p><p>Die Verbraucherzentrale NRW möchte in diesem kostenlosen Lunch &amp; Talk an Tag der pflegenden Angehörigen Hinweise geben, welche Schritte man noch in diesem Jahr in die Wege leiten kann. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1665-webinar-die-pflegereform-2027-kommt-was-sie-jetzt-noch-tun-sollten/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 8. September<br><strong>Psoriasis und Zahngesundheit</strong></p><p>Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Psoriasis und der Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch? Und worauf sollten Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis bei der Mund- und Zahngesundheit achten? Das Online-Seminar vom Deutschen Psoriasis-Bund e.V. soll Betroffene darüber informieren. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1667-online-seminar-psoriasis-und-zahngesundheit/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. September<br><strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong></p><p>Du willst mal andere Leute fragen, wie sie das mit ihrer Schuppenflechte machen? Wie sie ihre Psoriasis arthritis bewältigen? Dann schalte immer am 15. eines Monats um 19:30 Uhr deine Webcam an oder setz das Headset auf. Wir treffen uns am Video-Stammtisch. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/"><u>mehr darüber</u></a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. September<br><strong>Instagram Live: Rheuma meets Physiotherapie</strong></p><p>Die Rheumatologin Rebecca Hasseli-Fräbel, der Physiotherapeut Philipp Spohr sowie die Fußballerin Denise Dörfler erklären die Zusammenhänge zwischen Rheumatologie und Physiotherapie. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1668-instagram-live-rheuma-meets-physiotherapie/"><u>mehr darüber</u></a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. September<br><strong>Kinderwunsch – auch mit Rheuma</strong></p><p>Zwei betroffene Frauen erklären bei diesem Online-Austausch, wie sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen konnten, obwohl sie eine rheumatische Erkrankung haben. Austausch und Meditation. Veranstalter sind die Landesverbände NRW und Bayern der Deutsche Rheuma-Liga e.V. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1273-online-austausch-kinderwunsch-auch-mit-rheuma/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 17. September<br><strong>Informationsveranstaltung zum Welt-Neurodermitis-Tag</strong></p><p>Die Informationsveranstaltung soll über Therapiemöglichkeiten und Eigeninitiative aufklären. Das Ziel: die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Neurodermitis nachhaltig zu verbessern. Veranstalter sind das IVDP am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Hautnetz Hamburg e.V. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1573-webinar-informationsveranstaltung-zum-welt-neurodermitis-tag/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 19. September<br><strong>Rheuma, Haut und CED – Chronische Erkrankungen bei Kindern früh erkennen</strong></p><p>Der Verein NiK e.V. lädt zu einem Webinar über Rheuma, Haut und CED bei Kindern ein. Als Anlass hat er den Weltkindertag genommen. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1213-webinar-rheuma-haut-und-ced-chronische-erkrankungen-bei-kindern-fr%C3%BCh-erkennen/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 21. September<br><strong>Sprechstunde: Jung und Rheuma</strong></p><p>Junge Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung sind in ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis meist allein mit der Erkrankung. Dagegen kann ein Austausch zu den vielen Hürden im Alltag hilfreich sein. Diesen offenen Online-Austausch bieten die Transition-Peers der Deutschen Rheuma-Liga immer am 3. Montag von 18 bis 19 Uhr an. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1546-online-sprechstunde-jung-und-rheuma/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 22. September<br><strong>Faktencheck: Abnehmen</strong></p><p>Zahlreiche Produkte versprechen Unterstützung beim Abnehmen. Bringen diese wirklich den gewünschten Erfolg? Der kostenlose Vortrag der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt soll einen Überblick über gängige Produkte zur Gewichtsreduktion geben, deren Wirkweise erklärt und „Abnehm-Apps“ in den Blick nehmen. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1431-online-faktencheck-abnehmen/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 24. September<br><strong>Der gesunde Darm – wie wir unser Mikrobiom natürlich stärken</strong></p><p>Was heißt eigentlich „Darmgesundheit“ und was hat es mit dem Mikrobiom auf sich? Welche Rolle spielen fermentierte Lebensmittel und traditionelle Zubereitungsmethoden? Die Veranstaltung der Verbraucherzentrale Hamburg richtet sich an alle, die ihren Darm natürlich stärken möchten. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1570-online-vortrag-der-gesunde-darm-wie-wir-unser-mikrobiom-nat%C3%BCrlich-st%C3%A4rken/">mehr darüber</a>]</p><p>Mehrere Online-Seminare drehen sich um Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Co. Wenn Ihr Euch darum kümmern wollt, sucht euch am besten <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/">in unserem Veranstaltungskalender</a> einen der Termine aus – und zwar den, der euch am besten passt.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1429</guid><pubDate>Sat, 29 Aug 2026 05:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>EsmeDerm: Projekt f&#xFC;r Menschen mit Psoriasis und Neurodermitis sucht Teilnehmer</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/esmederm-projekt-f%C3%BCr-menschen-mit-psoriasis-und-neurodermitis-sucht-teilnehmer-r1430/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_08/arzt-patientin-gespraech.jpg.2b614539665127866dc833ff489ef6c4.jpg" /></p>
<p><strong>Wer mit Psoriasis oder atopischer Dermatitis lebt, kennt das Problem: Die Behandlung ist oft ein langer Weg mit vielen Arztbesuchen und wenig Austausch zwischen den beteiligten Fachleuten. Das soll das Projekt EsmeDerm ändern.</strong></p><h2>Das Ziel: Spezialisierte Zentren für die Haut</h2><p>Kernstück von EsmeDerm sind 16 sogenannte „Zentren für inflammatorische Dermatosen", kurz ZiD. Diese Zentren gibt es bundesweit, leider mit einem deutlichen Schwerpunkt auf den alten Bundesländern. Die Ärztinnen und Ärzte dieser Zentren begleiten die Behandlung mit einer digitalen Plattform. Diese Plattform hilft dabei, die Therapie individuell zu planen, den Verlauf zu überwachen und den Erfolg der Behandlung besser abzusichern.</p><p>Um herauszufinden, ob dieses Konzept wirklich etwas bringt, läuft eine wissenschaftliche Studie mit randomisiertem Design. Insgesamt sollen bundesweit 700 Patientinnen und Patienten teilnehmen.</p><p>Die Teilnehmenden werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe startet sofort in einem der Spezialzentren, die andere bleibt erst sechs Monate in der gewohnten Praxis und wechselt danach ebenfalls ins Spezialzentrum. So lässt sich gut vergleichen, ob die neue Versorgungsform tatsächlich Vorteile bringt. Nebenbei wird untersucht, wie gut das Konzept in der Praxis funktioniert und ob es sich wirtschaftlich lohnt.</p><h2>Welche Vorteile haben Betroffene?</h2><p>Für Patientinnen und Patienten, die an EsmeDerm teilnehmen, ergeben sich mehrere konkrete Vorteile.</p><ul><li><p>eine <strong>individuelle Betreuung</strong> durch ein eingespieltes Team aus Fachärzten.</p></li><li><p>eine <strong>ausführliche Beratung</strong> zum Umgang mit der Erkrankung, zu möglichen Auslösern und Risikofaktoren, inklusive praktischer Tipps für den Alltag.</p></li><li><p>eine moderne, <strong>digital unterstützte Therapieplanung</strong>, die auf die eigene Situation abgestimmt ist.</p></li></ul><p>Das übergeordnete Ziel: <strong>weniger Beschwerden</strong> und eine spürbar <strong>geringere Krankheitsaktivität</strong> im Alltag.</p><p>Beim ersten Termin wird zudem eine kleine Probe der obersten Hautschicht entnommen. Das kann bei der <strong>genauen Diagnostik</strong> helfen.</p><p>Niemand bekommt ein noch nicht zugelassenes Medikament. Es ist also keine Medikamenten-Studie. Aber andersherum: Wenn der Studienarzt meint, dass eine zugelassene innerliche Therapie zur Behandlung nötig ist, dann können Studienteilnehmer darauf eingestellt werden. Das kann also auch eine Chance sein, eine für sie besser geeignete innerliche Therapie zu bekommen.</p><h2>Wie können Betroffene teilnehmen?</h2><p>Wer an EsmeDerm teilnehmen möchte, muss ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen. Man muss</p><ul><li><p>mindestens 18 Jahre alt sein</p></li><li><p>an Psoriasis oder atopischer Dermatitis leiden</p></li><li><p>sichtbare Stellen haben</p></li><li><p>gesetzlich krankenversichert sein</p></li><li><p>innerhalb von zwölf Monaten mindestens sechs Mal in eines der Studienzentren kommen können</p></li><li><p>die Smartphone-App bedienen können</p></li></ul><p>Die Registrierung läuft ausschließlich über die EsmeDerm-App. Dort laden Interessierte nach der Registrierung Fotos von ihren aktuellen Stellen der Hauterkrankung hoch. Ärzte beurteilen dann, ob eine Teilnahme möglich ist.</p><p>Auf der <a rel="external nofollow" href="https://esmederm.de/">Internetseite zum Projekt</a> und in der App finden Interessierte weitere Informationen zur Teilnahme.</p><h2>Wer steckt hinter dem Projekt?</h2><p>Die Idee hinter EsmeDerm ist nicht neu erfunden. Ein Vorläuferprojekt namens EsmAiL hat bereits erfolgreich ein ähnliches Versorgungskonzept für Menschen mit Hidradenitis suppurativa getestet. Jetzt wird geprüft, ob sich dieses Modell auch auf Psoriasis und atopische Dermatitis übertragen lässt.</p><p>Die Abkürzung EsmeDerm steht für „Evaluation eines strukturierten und leitlinienbasierten multimodalen Versorgungskonzepts für Menschen mit entzündlichen Dermatosen".</p><p>Das Projekt wird mit rund 3,2 Millionen Euro vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Stephan Grabbe von der Universitätsmedizin Mainz. Als Partner sind außerdem die DAK-Gesundheit, die Techniker Krankenkasse, die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dabei.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1430</guid><pubDate>Fri, 28 Aug 2026 15:40:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Online-Events im August 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-august-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1428/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/videocall-mann.jpg.1d717dd3573b07cdb5b0ce7d69544550.jpg" /></p>
<p>Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/">in unserem Event-Kalender</a>.<br><br>Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Internetportals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im August 2026:</p><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 5. August<br><strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong></p><p>Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 12. August<br><strong>Psoriasis arthritis – Austausch für Betroffene</strong></p><p>Die Deutsche Rheuma-Liga NRW bietet einen Online-Austausch für Menschen mit Psoriasis arthritis an.</p><p>An diesem Abend soll es um Wege der Krankheitsbewältigung und Erfahrungen im Umgang mit der Diagnose gehen. Moderiert wird das Treffen von Ehrenamtlichen der Rheuma-Liga. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1662-psoriasis-arthritis-austausch-f%C3%BCr-betroffene/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. August<br><strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong></p><p>Du willst mal andere Leute fragen, wie sie das mit ihrer Schuppenflechte machen? Wie sie ihre Psoriasis arthritis bewältigen? Dann schalte immer am 15. eines Monats um 19:30 Uhr deine Webcam an oder setz das Headset auf. Wir treffen uns am Video-Stammtisch. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. August<br><strong>Krankheitsbewältigung im Familienalltag</strong></p><p>Der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. lädt zum Online-Seminar "Krankheitsbewältigung im Familienalltag" ein.</p><p>Die Psychologinnen Professorin Christina Schut und Dr. Johanna Munz geben beim Seminar konkrete Tipps zum Umgang mit Stress und Stigmatisierung sowie Strategien zum Ressourcenaufbau. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1661-online-seminar-krankheitsbew%C3%A4ltigung-im-familienalltag/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> 15. August<br><strong>Pflanzenbetont essen mit Linsen, Bohnen und Co.</strong></p><p>Bohne, Linse, Kichererbse &amp; Co. liegen im Trend – aber wie gesund sind sie wirklich? Können sie Fleisch ersetzen, welche Produkte gibt es überhaupt und was steckt hinter den Diskussionen um unerwünschte Inhaltsstoffe? Antworten und praktische Küchentipps gibt es in diesem Vortrag. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1389-online-vortrag-pflanzenbetont-essen-mit-linsen-bohnen-und-co/">mehr darüber</a>]</p><hr><p>Fördermitglieder bekommen die Termine der wichtigsten Online-Events eine Woche früher per Mail in ihr Postfach. Du willst das auch? <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about"><strong>Werde Fördermitglied!</strong></a><br><br>Ihr kennt weitere interessante Veranstalter, deren Events wir ankündigen sollten? Schreibt es in die Kommentare <span class="ipsEmoji" title="">⤵️</span></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1428</guid><pubDate>Wed, 29 Jul 2026 15:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neues Psoriasis-Medikament Icotyde in Europa im Landeanflug</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/neues-psoriasis-medikament-icotyde-in-europa-im-landeanflug-r1426/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/tabletten-gelb.jpg.852c25f4d08042ec8fcac12da46daf0f.jpg" /></p>
<p>Der Wirkstoff Icotrokinra wird wohl das nächste neue Medikament für Menschen mit Schuppenflechte. Der entsprechende Ausschuss bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA <a rel="external" href="https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/icotyde">hat sich dafür ausgesprochen, dass dem Medikament eine Zulassung erteilt wird</a>.</p><p>Icotyde – so der Name des Medikamentes – wäre die erste Tablette gegen Plaque-Psoriasis, die gezielt den Interleukin-23-Rezeptor blockiert. Bisher können das "nur" die <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/biologika/">Biologika</a>, die gespritzt werden.</p><h2>Was ist Icotyde?</h2><p>Icotyde ist ein neues Medikament für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Es kommt als Tablette mit 200 mg Wirkstoff und wird einmal täglich geschluckt. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Interleukin-Hemmer.</p><p>Das Besondere daran: Icotyde ist die erste Tablette, die gezielt den Interleukin-23-Rezeptor blockiert. Bisher gab es Medikamente mit diesem Wirkmechanismus nur als Spritze, etwa Guselkumab (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/guselkumab-tremfya/tremfya/">Tremfya</a>), Risankizumab (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/skyrizi-risankizumab/">Skyrizi</a>) und Tildrakizumab (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/ilumetri-tildrakizumab/">Ilumetri oder Ilumya</a>).</p><p>Für viele Betroffene ist eine Tablette ein großer Vorteil, denn nicht jeder mag sich regelmäßig selbst spritzen. Und: Tabletten lassen sich bei Raumtemperatur lagern und sind zum Beispiel auf Reisen einfacher zu handhaben.</p><h2>Wie wirkt der neue Wirkstoff?</h2><p>Bei Psoriasis spielt das Protein Interleukin-23 eine wichtige Rolle. Es befeuert die Entzündung in der Haut und sorgt so für die typischen roten, schuppigen Flecken. Icotrokinra dockt an den Rezeptor für dieses Protein an und blockiert ihn. Dadurch kann Interleukin-23 seine entzündungsfördernde Wirkung nicht mehr entfalten. Die Entzündung geht zurück und die Symptome bessern sich.</p><h2>Für wen ist Icotyde geeignet?</h2><p>Das Medikament ist zugelassen für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, die mindestens 40 Kilogramm wiegen. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen für eine sogenannte systemische, also innerliche Therapie infrage kommen.</p><h2>Wie gut wirkt das Medikament?</h2><p>Für die Zulassung wurden vier große Studien mit insgesamt etwa 2.500 Patientinnen und Patienten durchgeführt. Die Ergebnisse sind vielversprechend:</p><p>In drei Studien erreichten nach 16 Wochen 50 bis 57 Prozent der Teilnehmenden mit Icotyde einen <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-90-Wert. Das heißt, ihre Symptome besserten sich um mindestens 90 Prozent. Bei der Placebo-Gruppe waren es nur 1 bis 4 Prozent.</p><p>Zusätzlich hatten 65 bis 71 Prozent der Behandelten eine nahezu oder komplett klare Haut, gemessen am sogenannten IGA-Score. In der Placebo-Gruppe traf das nur auf acht bis elf Prozent zu.</p><p>Eine vierte Studie beschäftigte sich speziell mit schwer behandelbaren Körperstellen wie der Kopfhaut, dem Genitalbereich sowie Händen und Füßen. Auch hier zeigte sich eine gute Wirkung.</p><h2>Welche Nebenwirkungen gibt es?</h2><p>Die häufigste Nebenwirkung sind Pilzinfektionen, die bei etwa 1,1 Prozent der Behandelten auftraten. Das ist eine bekannte Nebenwirkung von Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen.</p><h2>Wie geht es weiter?</h2><p>Die positive Empfehlung des CHMP ist ein wichtiger Schritt, aber noch nicht die endgültige Zulassung. Als Nächstes prüft die Europäische Kommission die Empfehlung und entscheidet über die EU-weite Zulassung. Normalerweise dauert dieser Schritt nur wenige Wochen. In der Regel vergehen zwischen der CHMP-Empfehlung und der offiziellen Zulassung durch die EU-Kommission etwa 67 Tage, also rund zwei Monate. Die Kommission folgt dabei fast immer der Einschätzung des CHMP.</p><p>Ist die Zulassung erteilt, entscheidet jedes EU-Land für sich, wie das Medikament vergütet wird und zu welchem Preis es erhältlich ist. Das kann noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor Icotyde tatsächlich in deutschen Apotheken verfügbar ist.</p><h2>Fachbegriffe erklärt</h2><p><strong>Interleukin-23 (IL-23)</strong>: Das ist ein körpereigenes Protein, das eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt. Bei Menschen mit Psoriasis ist dieses Protein oft überaktiv und sorgt dafür, dass die Haut sich entzündet und die typischen Flecken entstehen. Medikamente wie Icotyde setzen genau hier an und bremsen dieses Protein aus.</p><p><strong><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-90</strong>: <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> steht für Psoriasis Area and Severity Index und ist ein Messwert, mit dem Ärzte die Schwere der Schuppenflechte einschätzen. Ein <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-90-Wert bedeutet, dass sich die Symptome um mindestens 90 Prozent verbessert haben, verglichen mit dem Zustand vor der Behandlung. Das ist ein wichtiger Maßstab, um zu sehen, wie gut ein Medikament wirkt.</p><p><strong>CHMP</strong>: Das Committee for Medicinal Products for Human Use ist ein Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Er prüft neue Medikamente auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit und spricht dann eine Empfehlung aus. Diese Empfehlung ist die Grundlage dafür, dass die Europäische Kommission ein Medikament offiziell zulässt.</p><h2>Mehr über Icotyde im Psoriasis-Netz</h2><ul><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/icotrokinra-r591/">Icotrokinra – die wichtigsten Fakten</a></p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tabletten-spritzen/icotrokinra-gegen-psoriasis-zulassung-in-europa-beantragt-r1373/">Icotrokinra gegen Psoriasis: Zulassung in Europa beantragt</a> – mit mehr Informationen über Studienergebnisse, Nebenwirkungen...</p></li><li><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/">Forum: Austausch über alle Aspekte des Lebens mit Psoriasis</a></p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1426</guid><pubDate>Fri, 24 Jul 2026 17:25:00 +0000</pubDate></item><item><title>Seltene Hautkrankheit GPP erh&#xE4;lt besonderen Status &#x2013; Medikament r&#xFC;ckt n&#xE4;her</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/seltene-hautkrankheit-gpp-erh%C3%A4lt-besonderen-status-medikament-r%C3%BCckt-n%C3%A4her-r1425/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/many-dots.jpg.cc2af671794b622d5f51d34eae8ea1e4.jpg" /></p>
<p><strong>Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat die generalisierten pustulösen Psoriasis (GPP) jetzt als seltene Erkrankung anerkannt. Damit würde der neuen GPP-Wirkstoff Imsidolimab in der EU den „Orphan-Drug-Status erhalten. Imsidolimab kann dadurch einfacher zugelassen werden und muss keinen Zusatznutzen gegenüber bisherigen Therapien nachweisen. Das erlaubt dem Anbieter, einen entsprechend hohen Preis durchzusetzen. Daran scheiterte in der Vergangenheit, dass das erste GPP-Medikament Spevigo in Deutschland weiterhin angeboten wurde. </strong></p><p>Neben der klassischen <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-vulgaris-%E2%80%93-die-haeufigste-form-der-schuppenflechte-r1116/">Plaque-Psoriasis</a> gibt es eine viel seltenere und deutlich gefährlichere Form: die generalisierte pustulöse Psoriasis, kurz GPP. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat kürzlich eine für Betroffene interessante Entscheidung getroffen: Ihr Ausschuss für seltene Erkrankungen hat empfohlen, <a rel="external nofollow" href="https://www.biospace.com/press-releases/vanda-pharmaceuticals-announces-ema-positive-opinion-for-orphan-drug-designation-of-imsidolimab-for-generalized-pustular-psoriasis-a-milestone-recognition-of-gpp-as-a-distinct-rare-disease-in-europe">dem Wirkstoff Imsidolimab den Orphan-Drug-Status zu verleihen</a>. Dieser Status wird nur für Medikamente vergeben, die schwere oder lebensbedrohliche seltene Krankheiten behandeln. Als selten gilt eine Erkrankung, wenn weniger als 5 von 10.000 Menschen in der EU davon betroffen sind.</p><p>Für Menschen mit GPP ist das eine große Sache: Es ist das erste Mal, dass die EMA diesen Status für ein Medikament gegen GPP vergibt. Damit wird GPP nun offiziell als eigene seltene Erkrankung in Europa anerkannt. Das war bisher nicht selbstverständlich, denn GPP wurde oft nur als schwere Variante der normalen Psoriasis betrachtet.</p><h2>Was ist GPP?</h2><p>GPP unterscheidet sich deutlich von der Plaque-Psoriasis, die viele kennen. Bei GPP <a rel="external nofollow" href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.14764_g">entstehen plötzlich große Mengen an sterilen Pusteln auf der Haut</a>, teilweise am ganzen Körper. Gleichzeitig läuft im Körper eine starke, systemische Entzündung ab. Diese Entzündung kann zu Fieber, Erschöpfung und in schweren Fällen sogar zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.</p><p>Der Grund für diese heftige Entzündung liegt in einem bestimmten Signalweg im Körper. Er heißt Interleukin-36-Signalweg, kurz IL-36. Bei Menschen mit GPP fehlt oft ein natürlicher Bremsmechanismus für dieses Signal: Normalerweise verhindert der Interleukin-36-Rezeptorantagonist (IL-36Ra), dass IL-36 ungehindert Entzündungen auslöst. Bei vielen GPP-Patienten liegt jedoch eine Mutation im Gen IL36RN vor. Dadurch kann dieser Antagonist seine Bremsfunktion nicht mehr richtig ausüben kann. Dadurch bleibt das Entzündungssignal unkontrolliert aktiv und es kommt zur massiven Ausschüttung von proinflammatorischen Botenstoffen wie IL-8, was die typische neutrophile Entzündung in der Haut auslöst.</p><h2>Wie funktioniert das Medikament?</h2><p>Imsidolimab ist ein sogenannter monoklonaler Antikörper. Das Medikament setzt genau an diesem IL-36-Signalweg an, <a rel="external nofollow" href="https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2023.1292941/full">indem es den IL-36-Rezeptor blockiert</a>. Dadurch wird die überschießende Aktivität des Rezeptors reduziert und die Entzündungsreaktion gedämpft.</p><p>Das Medikament ist noch nicht in der EU zugelassen. Der Orphan-Drug-Status bringt dem Hersteller aber wichtige Vorteile. Dazu gehören zum Beispiel Unterstützung bei der Studienplanung, geringere Gebühren und ein Marktschutz nach einer möglichen Zulassung. Das soll die Entwicklung von Medikamenten für seltene Krankheiten attraktiver machen.</p><h2>Wie geht es weiter?</h2><p>In den USA und Japan wurde Imsidolimab bereits ähnlich anerkannt. In den USA prüft die Zulassungsbehörde FDA aktuell den Zulassungsantrag. Eine Entscheidung wird bis zum 12. Dezember 2026 erwartet.</p><p>Für Europa steht eine tatsächliche Zulassung aus. Der Orphan-Drug-Status ist ein wichtiger Zwischenschritt, aber noch keine Marktzulassung.</p><p>Für Betroffene bedeutet diese Entwicklung also vor allem Hoffnung. GPP ist eine Erkrankung, für die es bisher nur wenige gezielte Therapien gibt. Eine offizielle Anerkennung als eigene Krankheit kann außerdem helfen, dass Ärzte und Forscher sie besser verstehen und ernster nehmen.</p><h2>Da war doch schonmal was?</h2><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/spevigo-spesolimab-r559/">Spesolimab (Spevigo)</a> war das erste zielgerichtete GPP-Medikament überhaupt. Es blockierte ebenfalls den IL-36-Rezeptor. Die EU-Zulassung kam Ende 2022, in Deutschland war es ab Februar 2023 erhältlich. Boehringer Ingelheim <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/medikament-spevigo-in-deutschland-vom-markt-genommen-r1258/">zog es aber im August 2023 wieder vom deutschen Markt zurück</a>. </p><p>Nach dem AMNOG-Verfahren durfte Boehringer Ingelheim im ersten halben Jahr den Preis selbst festlegen; <a rel="external nofollow" href="https://www.g-ba.de/downloads/92-975-6372/2023_01_20_Modul3A_Spesolimab.pdf">der lag bei fast 24.000 Euro</a> für die Behandlung eines Schubes. Ab August 2023 bot die Firma das Präparat nicht mehr an. Seine Begründung: In Deutschland wäre das geforderte Preisniveau nicht durchzusetzen. Die Firma konnte nicht über einen hohen Erstattungspreis verhandeln, weil Spesolimab nicht besser als Vergleichstherapien bewertet wurde. Der Gemeinsame Bundesausschusses hatte dem Präparat keinen Zusatznutzen anerkannt – übrigens mit den Stimmen der Patientenvertreter.</p><p>Grund war die <a rel="external nofollow" href="https://www.g-ba.de/downloads/91-1385-920/2023-07-20_Geltende-Fassung_Spesolimab_D-902.pdf">Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses</a> (G-BA): Ein Zusatznutzen gegenüber der Vergleichstherapie wurde nicht anerkannt, was einen niedrigen Erstattungspreis bedeutet hätte. Statt zu diesem Preis weiterzuverkaufen, nahm der Hersteller das Medikament ganz vom Markt.</p><p>2022 war die GPP noch nicht als seltene Erkrankung (orphan desease) anerkannt. Deshalb wurde Spesolimab behandelt wie eines der vielen Psoriasis-Medikamente. Das ist bei Imsidolimab anders: Wird der Wirkstoff für die GPP zugelassen, gilt er als „Orphan Drug“. Für diese Medikamente gilt grundsätzlich, dass ein Zusatznutzen automatisch anerkannt wird. Bei Preisverhandlungen darf also nicht auf kostengünstigere Vergleichstherapien verwiesen werden. Damit soll gefördert werden, dass auch für seltene Erkrankungen Medikamente entwickelt werden.   Um den Umsatz zu erhöhen, versuchen die Anbieter den gleichen Wirkstoff für möglichst viele seltene Erkrankungen zuzulassen.</p><p>Aber: Wenn der Umsatz eines "Orphan Drug" 30 Mio. Euro pro Jahr übersteigt, verliert es seinen Sonderstatus. Dann wir überprüft, ob und welchen Zusatznutzen der Wirkstoﬀ hat.</p><p>Zwischen 2011 und 2022 wurden deshalb 23 Orphan Drugs regulär bewertet. Bei 18 (78 Prozent) wurde ein geringer bzw. kein Zusatznutzen festgestellt.</p><p>Die eigentliche Zulassung und spätere Preisverhandlungen stehen bei Imsidolimab in der EU also noch aus, sodass ein ähnliches Szenario wie bei Spesolimab theoretisch erst danach entstehen könnte, aber bisher reine Spekulation wäre.</p><h2>Fachbegriffe erklärt</h2><ul><li><p><strong>Orphan-Drug-Status</strong>: Dieser Status wird von Behörden wie der EMA vergeben, wenn ein Medikament eine seltene Krankheit behandelt. Er soll Firmen dazu ermutigen, auch für kleine Patientengruppen Medikamente zu entwickeln. Ohne diesen Anreiz würde sich die Forschung oft nicht lohnen, weil zu wenige Menschen betroffen sind.</p></li><li><p><strong>Monoklonaler Antikörper</strong>: Ein monoklonaler Antikörper ist ein künstlich hergestelltes Eiweiß. Es erkennt eine ganz bestimmte Struktur im Körper, zum Beispiel einen Entzündungsrezeptor. Dadurch kann das Medikament sehr gezielt wirken und andere Prozesse im Körper weitgehend unberührt lassen.</p></li><li><p><strong>Interleukin-36</strong> (IL-36): IL-36 ist ein Botenstoff des Immunsystems. Normalerweise sorgt er dafür, dass der Körper bei Bedarf eine Entzündungsreaktion startet. Bei Menschen mit GPP fehlt oft die natürliche Bremse für diesen Botenstoff, wodurch die Entzündung außer Kontrolle geraten kann.</p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1425</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 14:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Tool-Tester gesucht: Ist es Psoriasis arthritis, rheumatoide Arthritis oder doch was anderes?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tool-tester-gesucht-ist-es-psoriasis-arthritis-rheumatoide-arthritis-oder-doch-was-anderes-r1424/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/rheuma-tool-testen.jpg.0b09a25111adb0d87006c11e3f212748.jpg" /></p>
<p>Viele Menschen mit Verdacht auf Rheuma warten monatelang oder sogar jahrelang auf eine klare Diagnose. Ein Online-Tool namens „Rheuma?“ soll genau in dieser Wartezeit helfen. Entwickelt hat es die Arbeitsgruppe „Digitale Medizin und Versorgungsforschung“ am Uniklinikum Erlangen, unter der Leitung von Dr. Harriet Morf. Sie ist Fachärztin für Rheumatologie und Immunologie. Das Tool ist Teil eines größeren europäischen Forschungsprojekts namens SPIDeRR, das die Universität Leiden koordiniert.</p><h2>Was das Tool kann</h2><p>„Rheuma?“ ist kein Diagnose-Tool. Das betont Dr. Morf ausdrücklich. Stattdessen füllt man einen wissenschaftlich entwickelten Fragebogen aus und bekommt danach eine persönliche Übersicht über seine Symptome. Diese Übersicht kann man speichern, ausdrucken und zum nächsten Arzttermin mitnehmen.</p><p>Der Gedanke dahinter ist einfach: Wer seine Beschwerden klar und strukturiert beschreiben kann, kommt mit der Ärztin oder dem Arzt oft besser ins Gespräch. Das spart Zeit und die Abklärung kann schneller starten.</p><p>Entwickelt wurde das Tool zusammen mit Rheumatologinnen und Rheumatologen sowie mit Patientinnen und Patienten. Es deckt verschiedene rheumatische Erkrankungen ab, nicht nur eine einzelne Form. Psoriasis arthritis und Schuppenflechte jedenfalls kommen ausdrücklich in Fragen und Antworten vor.</p><h2>Wer beim Testen mitmachen kann</h2><p>Für die begleitende Studie sucht das Forschungsteam Menschen, die das Tool ausprobieren und danach ein paar Fragen beantworten. Nach der Nutzung bekommen Studienteilnehmer viermal eine E-Mail mit Fragen zum Gesundheitszustand, zu möglichen Diagnosen und zur Behandlung.</p><p>Diese Rückmeldungen fließen in die Weiterentwicklung des Tools ein. So soll „Rheuma?“ mit der Zeit noch besser auf die Bedürfnisse von Betroffenen zugeschnitten werden.</p><p>Wichtig: Das Tool selbst kann jeder nutzen – auch wenn man am Ende nicht an der Studie teilnehmen will. Der Zugang ist für alle kostenlos, unabhängig von der Studienteilnahme.</p><p><strong>Das Tool startet auf </strong><a rel="external nofollow" href="https://rheumatic.elsa.science/de/"><strong>rheumatic.elsa.science/de</strong></a>. Mehr Informationen zum Forschungsprojekt gibt es unter <a rel="external nofollow" href="https://spiderr-project.eu">spiderr-project.eu</a>.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1424</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 05:20:20 +0000</pubDate></item><item><title>Neues und Bew&#xE4;hrtes zur Psoriasis im Jahr 2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/neues-und-bew%C3%A4hrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2026-r1422/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/fobi2026.jpg.284a1e8edc9c98944b276d3e633cfbcc.jpg" /></p>
<p><strong>Anfang Juli trafen sich Hautärzte wieder zu einer Woche voller Fortbildung. Wir konnten dabeisein und haben hier aufgeschrieben, was es Neues für Menschen mit Psoriasis gibt – oder was uns aufgefallen ist.</strong></p><p>Die Fortbildungswoche 2026 wurde anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums von Alphorn blasenden Dermatologen eröffnet. Seit 1976 findet in München diese Veranstaltung für Hautärzte statt – alle zwei Jahre im Juli. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein exzellenter Kongress entwickelt. </p><p>Für Betroffene mit mittelschwerer oder schwerer Psoriasis wird es in nächster Zeit weitere Präparate in Tablettenform geben, sogenannte "orale Medikamente". Die wirken inzwischen fast so gut wie Spritzen oder Pens. Aber: Sie müssen täglich eingenommen werden. Alle Hautpatienten werden künftig noch mehr mit digitalen Anwendungen und Telemedizin zu tun haben. Der Trend geht zur „<a rel="external" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/innovatives-versorgungsmodell-avatarpraxis-in-niedersachsen-eroeffnet-e598e643-209c-4df1-81bd-7aa7dc97404a">Avatar-Praxis</a>“. </p><p><em>Ja, der Artikel ist lang! Aber du kannst in der Übersicht die Themen anklicken, die dich interessieren.</em></p><h2>Für schnelle Leser</h2><ul><li><p>Mit <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/neue-psoriasis-tablette-icotrokinra-in-den-usa-zugelassen-r1407/">Icotrokinra</a> (Icotyde) und <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/zasocitinib-tak-279-r593/">Zasocitinib</a> werden in nächster Zeit wirkungsstarke <strong>Medikamente in Tablettenform</strong> zugelassen.</p></li><li><p>Kombiniert mit der <strong>Abnehmspritze</strong> Mounjaro wirkt <strong>Taltz</strong> bei denjenigen deutlich besser, die dadurch ihr Gewicht verringern konnten.</p></li><li><p>Ein völlig neuartiger IL-23 Blocker könnte eines Tages dazu führen, dass Betroffene ihn <strong>nur noch zwei- oder sogar einmal pro Jahr spritzen</strong> müssen. </p></li><li><p>Die Namen neu zugelassener Biologika haben zukünftig <strong>nicht mehr die Endung „mab“</strong>.    </p></li><li><p>Mit <strong>Digitalisierung, Apps und künstlicher Intelligenz</strong> werden Abläufe und Behandlung immer weiter perfektioniert. Patientinnen und Patienten sind gefordert.</p></li><li><p>Es kann <strong>im frühen Kindesalter</strong> manchmal etwas Zeit brauchen, bis eindeutig zwischen Psoriasis und Neurodermitis unterschieden werden kann.</p></li><li><p>Haut und Gehirn tauschen permanent Signale aus und reagieren aufeinander. Über die "Haut-Hirn-Achse" können Entzüngsbotenstoffe <strong>Psoriasis und Depressionen</strong> anstoßen.</p></li></ul><h2>Neue Tabletten</h2><p>Professor Sascha Gerdes berichtete von einer Umfrage unter Patienten der Kieler Universitäts-Hautklinik. Mehr als die Hälfte der Psoriasis-Patienten hat sich für eine Behandlung mit Spritze bzw. Pen ausgesprochen. Nur ein Achtel bevorzugt orale Präparate. In Zukunft werden die bei Psoriasis vermutlich trotzdem häufiger verordnet, weil sie immer besser wirken und weniger kosten als Biologika. Demnächst werden zwei neue zugelassen:</p><h3>Icotrokinra (Icotyde)</h3><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/neue-psoriasis-tablette-icotrokinra-in-den-usa-zugelassen-r1407/">Icotrokinra</a>  ist die erste IL-23-Blocker-„Pille“. Anbieter ist Johnson &amp; Johnson<em>. </em>Das Präparat wurde im März 2026 in den USA zugelassen. Für die EU ist die Zulassung beantragt. In der vorliegenden <a rel="external nofollow" href="https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/m-anage.com.storage.eadv/abstracts_congress_2025/54016.pdf">Studie</a> wurde <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/neue-psoriasis-tablette-icotrokinra-in-den-usa-zugelassen-r1407/">Icotrokinra</a> verglichen mit Deucravacitinib (Sotyktu), ebenfalls eine Tablette. Dabei erwies sich Icotrokinra als deutlich wirkungsvoller.</p><p>Selbst, nachdem der Wirkstoff ein halbes Jahr nicht mehr gegeben wurde, blieb bei einem Viertel der Probanden der Effekt erhalten. Es gab keine schwerwiegenden Nebenwirkungen, aber bei 22 Prozent der Probanden traten Infektionen auf – auch in der Placebo-Gruppe. </p><h3>Zasocitinib</h3><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/arzneimittel/zasocitinib-tak-279-r593/">Zasocitinib</a> ist ein weiterer TYK2-Hemmer. Anbieter ist die japanische Firma Takeda<em>.</em> Die Zulassung soll bis März 2027 „<a rel="external nofollow" href="https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2026/zasocitinib-outperforms-deucravacitinib-study/">bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA und anderen Behörden</a>“ beantragt werden. In <a rel="external nofollow" href="https://pharmashots.com/32444/takeda-presents-p-iii-latitude-studies-data-on-zasocitinib-in-plaque-psoriasis-at-aad-2026/">zwei Studien</a> wurde das Präparat mit Apremilast (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/apremilast-otezla/otezla-was-ist-das-und-wie-wird-es-angewendet/?&amp;tab=comments#comment-5067">Otezla</a>) und in <a rel="external nofollow" href="https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2026/zasocitinib-outperforms-deucravacitinib-study/">einer weiteren</a> mit Deucravacitinib (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/sotyktu-jetzt-auch-in-der-eu-f%C3%BCr-psoriasis-arthritis-zugelassen-r1414/">Sotyktu</a>) verglichen – beides Tabletten. Zasocitinib erwies sich gegenüber beiden als deutlich wirkungsstärker.</p><p>Die Abheilquoten blieben bei mehr als 90 Prozent der Probanden auch nach 60 Wochen gleich. Selbst, nachdem der Wirkstoff abgesetzt und stattdessen ein Placebo gegeben wurde, blieb bei mehr als die Hälfte der Effekt erhalten. Nebenwirkungen entsprechen dem der Vergleichspräparate.<br><br>Eine kleine, nur zwölfwöchigen <a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40615297/">Studie zur Psoriasis arthritis</a> zeigte bei vielen Probanden Gelenkverbessserungen von 50 Prozent (ACR 50) bzw. 70 Prozent (ACR 70). Das wäre im Vergleich zum IL-17-Blocker <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-arthritis-im-jahr-2025-r1376/#:~:text=Bimekizumab%20(Bimelx-,),-Eine%20dieser%20Studien">Bimekizumab (Bimzelx)</a> beachtlich. Aber realistisch ist, dass solche <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2024-r1325/#Was_neue_Medikamente_schaffen__446e3d:~:text=erreicht%20werden%20soll-,Was%20neue%20Medikamente%20schaffen,-Biologikum%20+%20Methotrexat%20ohne">Werte im Praxisalltag bisher selten erreicht</a> werden.</p><h2>Kombi-Therapie bei starkem Übergewicht</h2><p>Übergewicht (BMI ≥27) und Adipositas (BMI ≥30) erhöhen das Risiko für Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis. Sie verschlechtern außerdem die Wirkung der meisten anti-entzündlichen Medikamente. Eli Lilly<em> </em>hat deshalb testen lassen, ob ihr Psoriasis-Medikament Ixekizumab (Taltz) besser wirkt, wenn diese Patientengruppe während der Therapie abnimmt. So bekam die eine Gruppe nur das Psoriasis-Medikament, die andere zusätzlich die Abnehmspritze von Lilly,  Tirzepatid (Mounjaro).</p><p>Nach 36 Wochen zeigte sich ein Effekt bei denjenigen, die ihr Gewicht verringern konnten: Sie hatten deutlich bessere Abheilwerte auf <a rel="external" href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/2849327">der Haut</a> und <a rel="external nofollow" href="https://acrjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/art.70134">den Gelenken</a>, als die Vergleichsgruppe, die nur mit Ixekizumab behandelt wurde.</p><p>Es wird sich zeigen, ob sich das als Behandlungsmöglichkeit für Übergewichtige mit Psoriasis durchsetzen wird. Abnehmspritzen gelten als "Lifestyle-"Präparat und werden von den Kassen nicht erstattet. Die Kombination würde die Therapiekosten deutlich erhöhen. Auch deshalb, weil Abnehmspritzen lebenslang verabreicht werden müssen, <a rel="external nofollow" href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/abnehmspritze-abgesetzt-nach-einem-jahr-sind-60-prozent-der-kilos-wieder-drauf-a-9694050b-eac9-439a-b9f2-8e6a7336b59d">wenn man das verringerte Gewicht halten will</a>. <a rel="external nofollow" href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/adipositas-tu-muenchen-unterstuetzung-gesundheit-patienten-politik-li.3499117?reduced=true">Experten empfehlen</a> stattdessen, die Ernährung umzustellen und körperlich aktiv zu sein.</p><h2>Nur noch einmal jährlich spritzen?</h2><p>Berichtet wurde über eine Studie mit dem neuen <a rel="external nofollow" href="https://orukatx.com/wp-content/uploads/2026/03/EADV-2025-Phase-1-Clinical-Data-of-ORKA-001-in-Healthy-Volunteers.pdf">Biologikum ORKA-001</a>. Das blockiert nahezu den gleichen Bereich (Interleukin23p19) wie Risankizumab (Skyrizi). Es hat aber eine deutlich längere Halbwertzeit. Das bedeutet, es wirkt stärker und bleibt länger verfügbar. Dadurch muss es nur nur zwei- oder sogar nur einmal pro Jahr gegeben werden – wenn sich die Werte der Phase-1-Studie bestätigen. Aber das wird noch seine Zeit dauern. Dann aber würde das Präparat seinem aktuellen Namen alle Ehre machen und wäre ein „dicker Fisch“ unter den Psoriasis-Medikamenten. Aber: für Impfungen, größere Operationen, Wechsel der Biologika-Therapie oder Kinderwunsch kann es hinderlich sein, wenn der Wirkstoff nur langsam abgebaut wird.</p><h2>Neue Namen für Biologika</h2><p>Um ein Biologikum von anderen Wirkstoffen zu unterscheiden werden, wird bisher seinem Namen am Ende ein „mab“ für "monoclonal antibody" angehängt. Antikörper sind Eiweiße, die bei der Immunabwehr aktiv sind (auch: Immunglobuline). Ein Wirkstoffname wie „Risankizumab“ wurde <a rel="external" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Freiname">von der WHO vergeben</a>; sein Handelsname „Skyrizi“ dagegen von der Werbeabteilung des Anbieters Abbvie. Inzwischen werden regelmäßig neuartige, verschieden wirkende Antikörper entwickelt. Um sie genauer zu unterscheiden, <a rel="external" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nomenklatur_der_monoklonalen_Antik%C3%B6rper">tragen zukünftige Biologika die Endungen „tug“, „mig“, „bart“ oder „ment“</a>.</p><h2>Digital erfasst alles</h2><p>Die gestiegenen Anforderungen in der Arztpraxis sind nur mit digitalen Lösungen zu bewältigen. Von den U-70-Patienten wird erwartet, dass sie damit umgehen können, so Dr. Max Tischler. Die Hautarztpraxis der Zukunft wird die „<a rel="external nofollow" href="https://www.praxis-gerlach.de/avatarpraxis-1-0/">Avatar-Praxis</a>“ sein. Sie arbeitet „hybrid“, d.h. so viele Patientenkontakte wie möglich werden digital abgewickelt. Nur, wenn es die Daten erforderlich machen, wird ein Arzttermin in der Praxis vereinbart. Die Telefonnummer wird nicht mehr veröffentlicht, weil das Kontaktangebot als zu personalintensiv gilt.</p><p>Digital werden unter anderem erledigt </p><ul><li><p>Terminvereinbarungen</p></li><li><p>Ausfüllen von Fragebögen</p></li><li><p>Einsenden von Fotos</p></li><li><p>mehrsprachige, personalisierte Aufklärung durch Avatar</p></li><li><p>Erst-Diagnose per Telemedizin</p></li><li><p>eRezept-Anforderung durch den Patienten</p></li><li><p>Arztkontakt über Video-Sprechstunde oder Chat</p></li><li><p>Erinnern an Medikamenten-Einnahme, Erfragen des Hautzustand, Auswertung von Fotos auf <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>-Veränderungen, Abfragen von Nebenwirkungssymptomen, Übernahme der Daten von Messgeräten oder Wearables, Warnmeldungen bei Auffälligkeiten und Benachrichtigung der behandelnden Ärztin mithilfe von Apps</p></li><li><p>Zusammenfassen und Strukturieren des aufgenommenen Patienten-/ Arztgesprächs und Therapievorschläge mithilfe „künstlicher Intelligenz“.  </p></li></ul><p>In einer <a rel="external nofollow" href="https://mhealth.jmir.org/2022/5/e34017">Studie aus 2022</a> wurden acht Psoriasis-Apps untersucht und überwiegend schlecht bewertet. Nach Ansicht der Autoren benutzen nur wenige der Apps wirksame Instrumente, um die Krankheitsaktivität der Nutzer zu messen. <br>Unter den 56 zugelassenen „<a rel="external nofollow" href="https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis">digitalen Gesundheitsanwendungen</a>“ (DiGA) gibt es bisher keine für die Haut. Es fehlt also z.B. <a rel="external nofollow" href="https://www.sorea-health.de/">Sorea, eine Psoriasis-App</a>. Denn die Premiumversion wird nur <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-app-sorea-gewinnt-krankenkassen-wettbewerb-r1364/">von <em>einigen</em> Krankenkassen erstattet</a>. Mitglieder des <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr> <a rel="external" href="https://www.psoriasis-bund.de/aktuelles/sorea-app-fuer-dpb-mitglieder/">bekommen sie ebenfalls</a>. <br>Auch interessant: Die gesetzlichen Krankenkassen wollen ein <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/rezepte-ohne-arztbesuch-krankenkassen-schlagen-digitale-hilfe-fuer-chronisch-kranke-vor-r1402/">digitales Navigationssystem einführen</a>, über das Patienten künftig Rezepte und Überweisungen zum Facharzt auch ohne vorherigen Arztkontakt erhalten sollen.</p><h2>Diagnose bei Kleinkindern oft schwierig</h2><p>Ärzte haben sich nicht geirrt, wenn sie bei einem Baby oder Kleinkind anfangs ein Ekzem, später eine Psoriasis diagnostizieren. Immunsystem und Hautbarriere entwickeln sich noch. So kann es zu einem Hautbild kommen, das Muster beider Erkrankungen aufweist (<a rel="external nofollow" href="https://www.springermedizin.de/emedpedia/detail/histopathologie-der-haut/psoriasiforme-entzuendliche-dermatosen?epediaDoi=10.1007/978-3-662-44367-5_10">psoriasisforme Dermatitis</a>). Bei den meisten klärt sich früher oder später, woran ihre Haut tatsächlich erkrankt ist. Das ist deshalb wichtig, weil viele der neuen Präparate zielgerichtet wirken, z.B. Auslöser der jeweiligen Erkrankung blockieren. Schwierig wird es in den seltenen Fällen, in denen Betroffene zugleich Neurodermitis und Psoriasis haben.</p><h2>Die „Haut-Hirn-Achse“</h2><p>Menschen mit Hautkrankheiten entwickeln häufig Depressionen. Umgekehrt gilt: Wer an einer Depression leidet ist, muss damit rechnen, auch an der Haut zu erkranken. Wie man jetzt weiß, wird das durch eine „Haut-Hirn-Achse“ möglich. Vereinfacht ausgedrückt werden zwischen den Nervenzellen der Haut und dem Zentralnervensystem ständig Botenstoffe ausgetauscht. Die signalisieren zum Beispiel, dass eine Berührung gute Gefühle erzeugt oder unangenehme Gedanken die Haut frösteln lässt. Das Prinzip kennt man schon von der „Darm-Hirn-Achse“.</p><p>Problematisch wird es, wenn einer der beteiligten Akteure „Stress“ hat: Trauma, Alltagsbelastung oder Stigmatisierung, die im Gehirn verarbeitet werden; Plaques, vermehrte Zellbildung, Schmerz oder Juckreiz, mit der die Haut fertig werden muss. Dann werden Botenstoffe wie Zytokine freigesetzt, die Entzündungen anstoßen.</p><p>Psoriasis und Depression werden von nahezu den gleichen Immunzellen hervorgerufen. Deshalb können sie sich wechselseitig beeinflussen.</p><h2>Aufgeschnappt</h2><ul><li><p>Dermatologen werden sich zukünftig als Fachärzte verstärkt auf die „Exzellenz-Medizin“ konzentrieren: Bagatell-Fälle sollen bei den Hausärzten bleiben. (Dr. Ralph von Kiedrowski, BVDD)</p></li><li><p>Menschen mit Psoriasis haben generell ein höheres Krebsrisiko, das aber mit IL-23 und IL-17-Blockern gesenkt werden kann. <a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37730962/">Das zeigt eine Studie</a>. (Prof. Wiebke Sondermann)</p></li><li><p>Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig mit wirksamen Medikamenten behandelt werden, um lebenslange Belastungen und Begleiterkrankungen zu vermeiden. Das Zeitfenster dafür zwischen Diagnose und Behandlungsbeginn der Psoriasis ist klein! (Prof. Dr. Annika Vogt)</p></li><li><p><a rel="external nofollow" href="https://www.klariva.de/">Klariva</a> ist eine wirksame App, mit der Psoriasis-Betroffene trainieren können, ihre psycho-sozialen Belastungen zu verringern – in zwölf Abschnitten innerhalb von vier Wochen. (Prof. Uwe Gieler)</p></li><li><p>Wer durch UVB die körpereigene Vitamin-D-Bildung anregen will, sollte sich trotzdem vor Sonnenbrand schützen. Dazu reichen Mittel mit LSF 15 und hohem UVA-Schutz (PPD 30 - 60). <a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31069787/">Das zeigt eine Studie</a>. Bei intensiver Bestrahlung sei aber nach wie vor zu LSF 30 - 50 zu raten. (Prof. Mark Berneburg)</p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1422</guid><pubDate>Wed, 15 Jul 2026 09:31:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
