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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/</link><description/><language>de</language><item><title>Haut und Psyche gemeinsam behandeln</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/haut-und-psyche-gemeinsam-behandeln-r1420/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_07/gedanken-entwirren.jpg.e14898746f19e6b605372d598e3de757.jpg" /></p>
<p><strong>Was Patienten ansprechen sollten, wenn Ärzte nicht fragen</strong></p><p>In Hamburg trafen sich im Juni 2026 die Mitglieder des <a rel="external nofollow" href="https://derma.de/ddg/arbeitsgruppen-kooperationen/arbeitsgruppe/psychosomatische-dermatologie-akpsychderm">Arbeitskreises Psychosomatische Dermatologie</a> zu ihrer 32. Jahrestagung. Wie wichtig ihre Arbeit ist, zeigt sich daran, dass bei jedem dritten Hauterkrankten psychosomatische Symptome festgestellt wurden. <em>Symptome</em> sind aber noch keine behandlungsbedürftigen psychischen <em>Erkrankungen</em>. Das sollte möglichst schon in der Hautarztpraxis geklärt werden. Dazu aber müssen Arzt und Patient die Zeit und den Mut haben, solche Themen anzusprechen.</p><p>Statt wie sonst einen umfangreichen Tagungs-Überblick zu verfassen, haben wir diesmal aus den Referaten Tipps für Eure nächsten Arztgespräche herausgefiltert. Außerdem geht es um Placebos, Medikamentendosierungen und einige interessante Aussagen der Vortragenden. Wer sich für hintergründige Zusammenhänge interessiert, findet das gut erklärt im SPIEGEL 27/2026.</p><h2>Körper und Psyche bilden eine Einheit</h2><p>„Psychosomatik“ basiert auf der Erkenntnis, dass sich Erkrankung und Psyche wechselseitig beeinflussen und zusammen behandelt werden müssen:</p><ul><li><p>Psychische Belastungen können eine körperliche Krankheit verursachen <br>(Trigger).</p></li><li><p>Eine Erkrankung kann psychisch belastend sein, oft ein Leben lang <br>(kumulative Beeinträchtigung im Lebensverlauf).</p></li><li><p>Ein Erkrankung kann aber auch aus sich heraus eine psychische Erkrankung entwickeln <br>(Komorbidität).</p></li><li><p>Psychische Erkrankungen können körperliche Störungen nach sich ziehen.</p></li></ul><p>Die Referate drehten sich zum Beispiel um typische Haut-Themen wie „Sorgen um Körper und Aussehen“, „Stigmatisierung“ oder „Leben mit einem sichtbaren Unterschied“. Auch wenn die Psoriasis inzwischen nicht mehr als reine Hauterkrankung verstanden wird, sondern als umfassende chronische Entzündungskrankheit (psoriatic disease), wird sie vorrangig von Dermatologen behandelt. Dazu passte das Thema „Wie Entzündung, Psyche und Erwartungen bei Psoriasis zusammenwirken“.</p><h2>Nicht nur über die Haut reden</h2><p>Die folgenden Tipps sind abgeleitet aus dem, was Professor Matthias Augustin seinen Kolleginnen und Kollegen für eine „psychosomatische Grundversorgung“ geraten hat. Zusätzlich zur Haut sollten sie bei ihren Patienten Daten zu Wohlbefinden, Belastungen und psychischer Gesundheit erheben.</p><p>Daraus folgt: Patientinnen und Patienten sollten mit dem Arzt nicht nur über die Haut reden, sondern auch</p><ul><li><p>erwähnen,  wenn sie unter Juckreiz leiden und wie stark sie ihn einschätzen (auf einer Skala von 0 bis 10) und, wenn sie deshalb nicht durchschlafen können, an wie viel Tagen das der Fall ist.</p><p></p></li><li><p>erfragen, welche praktischen Hilfen es dagegen gibt, zum Beispiel Apps, Online-Übungen, Alternativen zum Kratzen wie Nägel kurzschneiden oder Haut kühlen, Reizkontrolle, Abendroutine, Schlafhygiene, Trigger-Tagebuch, Rückfallplan und ähnliches<br><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> <strong>Tipp</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/juckreiz/juckreiz-sammlung/">Hier findest du eine <strong>Checkliste, wie du den Juckreiz besser lindern kannst</strong></a><strong>.</strong></p><p></p></li><li><p>berichten, was sie an ihrer Psoriasis am meisten belastet und wovon sie dadurch abgehalten werden. Erwähnt werden sollten vor allem  Belastungen, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind.</p></li></ul><p>Patienten könnten...</p><ul><li><p>bitten, dazu Fragebogen beantworten zu dürfen. Das sind zum Beispiel der Fragebogen zum  <a rel="external nofollow" href="https://www.psoriasisnetz.info/fileadmin/Media/PDF/Downloads_Patienten/DLQI-Fragebogen_mit_Auswertung.pdf">Dermatologischer Lebensqualitäts Index </a>oder zum <a rel="external nofollow" href="https://psychotherapie-mainz.de/wp-content/uploads/2020/01/WHO.pdf">WHO-5 Wohlbefinden</a>. So können sie erfahren, wie stark diese Belastungen bewertet werden.</p><p></p></li><li><p>sich trauen, auch unangenehme Dinge im Zusammenhang mit der Erkrankung anzusprechen, wenn sie wegen der Psoriasis</p><ul><li><p>bestimmte Situationen mit anderen Menschen vermeiden (Sport, Sexualität, Treffen) oder Freunde, Partner und Kollegen vernachlässigen oder</p></li><li><p>sich von anderen deshalb beobachtet, abgewertet oder ausgeschlossen fühlen.</p></li><li><p>an sich verzweifeln, z.B. glauben, sie seien sei selbst schuld an ihrer Schuppenflechte, sich für weniger wert halten oder unter ihrem  Aussehen leiden.</p><p><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> <strong>Tipp</strong>: Mit dem kostenlosen <a rel="external nofollow" href="https://www.hautkompass.com/de/"><strong>HautKompass</strong></a><strong> </strong>kann in acht Übungseinheiten trainiert werden, solche <strong>Selbststigmatisierung abzubauen</strong>.<br></p></li></ul></li><li><p>sich eingestehen, wenn sie bei sich psychische Auffälligkeiten bemerkt oder andere sie darauf aufmerksam gemacht haben. Zum Beispiel, wenn sie sich ständig unter Druck gesetzt fühlen, Ängste verspüren, depressiv sind, nicht mehr richtig schlafen können, sexuelle Probleme haben oder im schlimmsten Fall nicht mehr weiterleben wollen.<br><span class="ipsEmoji" title="">📌</span> <strong>Wichtig zu wissen</strong>: Bei der Psoriasis hat jeder Dritte Angst- oder Depressions-Symptome. Die können sich, werden sie nicht oder zu spät behandelt, zu ernsthaften psychischen Erkrankungen entwickeln.</p></li></ul><p>Es ist auch möglich...</p><ul><li><p>den Arzt darum zu bitten, spezielle Fragebogen beantworten zu dürfen, zum Beispiel zu <a rel="external nofollow" href="https://www.uke.de/dateien/institute/institut-und-poliklinik-f%C3%BCr-psychosomatische-medizin-und-psychotherapie/downloads/gesundheitsfragebogen-phq-d.pdf">Angststörung</a> oder <a rel="external nofollow" href="https://www.deutsche-depressionshilfe.de/hilfe/selbsttest">Depressionen</a>. So erfahren sie, ob diese Symptome eher vorübergehend sind oder auf eine dauerhafte Erkrankung hinweisen.<br></p></li><li><p>gemeinsam mit der Ärztin klären, wie damit umgegangen werden sollte, also ob es notwendig erscheint, deshalb zu Experten überwiesen zu werden (z.B. Psychotherapie) oder sich anderweitig helfen zu lassen (z.B. Sozialberatung, Selbsthilfe).  </p><p></p></li><li><p>zugeben, wenn sie die Therapie nicht wie abgesprochen durchführen. Mit dem Arzt wäre dann zu klären, was sie davon abhält (Angst, Überforderung, Ekel, Zeitaufwand, Frustration oder unerfüllte Erwartungen) und wie das überwunden werden könnte.</p><p></p></li><li><p>geduldig sein, d.h. sich aufklären lassen, dann aber akzeptieren, dass manches seine Zeit braucht bzw. nur Schritt für Schritt gelöst werden kann. </p></li></ul><h2>Placebo oder verringerte Dosis?</h2><p>Eigentlich gehört der Placebo-Effekt zum Fachgebiet der Psycho-Neuro-Immunologie. Aber er ist für die Psychosomatik ebenso interessant. Denn er zeigt auf andere Weise, wie Psyche und Körper direkt zusammenspielen. So kann eine medizinisch wirksame Reaktion auftreten, nur weil Patienten sie erwarten. Das funktioniert selbst dann, wenn die Betroffenen wissen, dass sie mit einem Placebo behandelt werden. <a rel="external" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/stellungnahme-des-wissenschaftlichen-beirats-der-bundesaerztekammer-placebo-in-der-medizin-0fb83d00-a437-413b-921d-78fe1a72ea26">Umstritten</a> ist, ob und wie Mediziner den Placebo-Effekt gezielt einsetzen dürfen.</p><p>Gibt es diesen Effekt auch bei Psoriasis-Medikamenten? Darf man als Patient darum bitten, mit einem Placebo behandelt zu werden? </p><p>Prof. Wiebke Sondermann hat sich damit befasst. So hätten in der Schmerzforschung Beeinflussungen starke Effekte gezeigt. Für die Psoriasis dagegen gebe es wenige Studien. <a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12468450/">In einer</a> wurde z.B. Cyclosporin zusammen mit grün gefärbter Erdbeermilch und  Lavendelöl gegeben. Nach einer Weile bekamen alle ein Placebo mitsamt dem vertrauten Getränk. Beides zusammen bewirkte annähernd ähnlich hohe anti-entzündliche Werte wie bei Cyclosporin. Das Immunsystem war darauf konditioniert, dass mit dem Getränk ein Wirkstoff verabreicht wird.</p><p>Eine <a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20028830/">andere Studie</a> wurde mit einer mittelstark wirksamen Kortison-Creme durchgeführt. Anfangs erhielten alle Probanden die 0,1 Prozent-Dosis. Dann erhielt eine Gruppe wirkstofffreie, die andere wirkstoffreduzierte Cremes. Trotzdem wirkte die Creme bei allen weiterhin gleich gut. Das Immunsystem war darauf konditioniert, dass mit genau dieser Creme ein Wirkstoff verabreicht wird. </p><p>Funktioniert das auch bei Biologika? Das hat<a rel="external" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39810930/"> ein Team um Professorin Sondermann bei Secukinumab (Cosentyx) untersucht</a>. Von drei Gruppen wurde einer die Standarddosis gegeben (300 mg) und zweien eine verringerte Menge (75 mg). Eine der Gruppen mit geringerer Dosis wurde zusätzlich intensiv beeinflusst, wie positiv das Medikament wirke. Sie erhielt außerdem ein geschmacksintensives Getränk. Nach 16 Wochen zeigten sich erwartungsgemäß die besten Behandlungsergebnisse bei der 300 mg-Gruppe. Aber bei denjenigen, die nur 75 mg bekommen hatten, verbesserten sich Symptome (Haut, Juckreiz, Angstzustände) und Entzündungswerte ebenfalls deutlich. Die  Beeinflussung plus das Getränk hatten dagegen nur einen geringen Einfluss. Das habe vermutlich an der hohen Erwartungshaltung gelegen, so die Autoren. Alle Patienten gingen schon von Beginn an von einer sehr hohen Wirkung des Medikaments aus. In diesem Fall konnte kein deutlicher Placebo-Effekt nachgewiesen werden.</p><p>Stattdessen war ein anderes Ergebnis eindeutig: Schon 25 Prozent der vorgeschriebenen Dosis wirkten pharmakologisch und erhöhten die IL-17A-Konzentration. Diesen Effekt hatten die Autoren s<a rel="external nofollow" href="https://pdfs.semanticscholar.org/684a/cdd0c3c77ff60d7697afeb025910820f4d9e.pdf">chon einmal vorher</a> für Secukinumab beschrieben; er wurde aktuell <a rel="external nofollow" href="https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(26)00133-X/fulltext">für weitere Psoriasis-Biologika bestätigt</a>.</p><p>Darf man als Patient darum bitten, mit einem niedriger dosierten Biologikum behandelt zu werden? Nein, denn zum einen gibt es für wenige Biologika unterschiedliche Größen. Zum anderen aber ist es der Ärztin verboten, die Standard-Dosierung eines Medikaments zu verringern oder die Intervalle zu verlängern. Das wäre eine Verordnung außerhalb der Zulassung (off-label-use). Dermatologen, die das praktiziert hatten, mussten Strafzahlungen leisten (Regress), so Prof. Augustin auf der Münchener Fobi 2018.</p><h2>Aufgeschnappt</h2><ul><li><p>Als aktualisierte Entscheidungshilfe ist die <a rel="external nofollow" href="https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/mendaskin.579">S3-Leitlinie "Psychosomatische Dermatologie"</a> fertiggestellt und wird im Oktober 2026 eingereicht. (Prof. Dr. Eva Peters)<br></p></li><li><p>„Wir werden nicht erreichen, dass sichtbare Hautkrankheiten völlig neutral wahrgenommen werden.“ (Prof. Matthias Augustin)</p><p></p></li><li><p>„Aufklärung allein reicht nicht aus: Mit dem <a rel="external nofollow" href="https://www.hautkompass.com/de/">HautKompass</a> wird hautkrankbezogene Selbststigmatisierung verringert und es wird eingeübt, damit auf Kurs zu bleiben“. (Juliane Traxler)<br></p></li><li><p>„Gedanken um das eigene Aussehen sind normal. Gefährdet ist, wer sich einen Großteil des Tages damit beschäftigt, makellos auszusehen, um nicht abgelehnt oder negativ beurteilt zu werden.“ (Prof. Christian Stierle)<br></p></li><li><p>„Depressionen können nicht allein durch eine erfolgreiche (anti-entzündliche) Psoriasis-Therapie behandelt werden – auch wenn manche Dermatologen das anders sehen.“ (Prof. Regine Gläser)<br></p></li><li><p> „Angehörige neigen dazu, eine Hauterkrankung schlimmer zu beurteilen als die Betroffenen.“ (Prof. Karin Oechsele).<br></p></li><li><p>„Durch Telemedizin erleben schlecht versorgte Gruppen das erste Mal eine geregelte medizinische Betreuung, z.B. Schiffsbesatzungen, Gefängnisinsassen, Polarforscher, Landbewohner oder Pflegeheimbewohner.“(Dr. Brigitte Stephan)<br></p></li><li><p>„Patienten mit mehr Ängsten erwarten häufiger schwere Nebenwirkungen.“ (Prof. Wiebke Sondermann)</p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1420</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 05:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Online-Events im Juli 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-juli-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1419/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_06/videocall.jpg.bab7ca9226c7192e319d3e0230e6a331.jpg" /></p>
<p>Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie in unserem Event-Kalender.</p><p>Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Internetportals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im Juli 2026:</p><hr><p><strong><span class="ipsEmoji">📅</span> </strong>1. Juli<strong><br>Alles rund um den Grad der Behinderung</strong></p><p>Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. lädt zum Online-Seminar "Alles rund um den Grad der Behinderung" ein. Referent ist Rechtsanwalt Holger Borner. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1657-online-seminar-alles-rund-um-den-grad-der-behinderung/">mehr darüber</a>]</p><p><strong><span class="ipsEmoji" title="">📅</span> </strong>1. Juli<br><strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong></p><p>Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 7. Juli<br><strong>Haut und Sonnenschutz</strong></p><p>Wie schütze ich meine Haut vor Sonneneinstrahlung? Wann und wie oft muss ich mich eincremen? Die Dermatologin Dr. Lea-Sophie Stahl erklärt das. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1520-online-vortrag-der-sommer-steht-vor-der-t%C3%BCr-haut-und-sonnenschutz/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 8. Juli<br><strong>Nahrungsergänzungsmittel</strong></p><p>Fitter, schöner und mehr Wohlbefinden durch zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und Co. – das suggerieren viele Nahrungsergänzungsmittel. Gibt es welche, die tatsächlich sinnvoll sind? Oder sind die Supplemente doch Geldverschwendung? Und welche Risiken sind zu beachten?</p><p>Die Rheuma-Liga Baden-Württemberg lädt zu einem Online-Vortrag zum Thema Nahrungsergänzungsmittel ein. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/975-online-seminar-nahrungserg%C3%A4nzungsmittel/">mehr darüber</a>]</p><p><strong>Hast du unsere aktuelle Umfrage schon gesehen? </strong>Wir wollen ergründen, welche Nahrungsergänzungsmittel Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis so nutzen. Angefangen haben wir mit der Frage: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/54250-umfrage-vitamin-pr%C3%A4parate-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis/">Welche Vitamine nimmst du wegen der Psoriasis oder Psoriasis arthritis als Nahrungsergänzungsmittel ein?</a></p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 15. Juni<br><strong>Nahrungsergänzungsmittel – sinnvoll oder überflüssig?</strong></p><p>Nahrungsergänzungsmittel versprechen mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Wohlbefinden. Doch was braucht der Körper wirklich – und worauf kann man getrost verzichten? Experten de Verbraucherzentrale Sachsen werfen einen kritischen Blick auf den boomenden Supplement-Markt. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1612-online-nahrungserg%C3%A4nzungsmittel-sinnvoll-oder-%C3%BCberfl%C3%BCssig/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 15. Juli<br><strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong></p><p>Du willst mal andere Leute fragen, wie sie das mit ihrer Schuppenflechte machen? Wie sie ihre Psoriasis arthritis bewältigen? Dann schalte immer am 15. eines Monats um 19:30 Uhr deine Webcam an oder setz das Headset auf. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 15. Juli<br><strong>Sprechstunde für junge Menschen und Eltern rund um den Schwerbehindertenausweis</strong></p><p>Eine Online-Sprechstunde für junge Menschen und Eltern rund um den Schwerbehindertenausweis. Eine langjährige Schwerbehindertenbeauftragte eines Sozialverbandes und selbstbetroffene Rheumatikerin hat viel Erfahrung in der Schwerbehindertenvertretung und gibt Tipps weiter. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1166-online-sprechstunde-f%C3%BCr-junge-menschen-und-eltern-rund-um-den-schwerbehindertenausweis/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 23. Juli<br><strong>Fibromyalgie – die oft unerkannte Krankheit</strong></p><p>In diesem Webinar werden die Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung der Fibromyalgie aufgezeit - sowohl schulmedizinisch als auch naturheilkundlich. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1269-webinar-fibromyalgie-die-oft-unerkannte-krankheit/">mehr darüber</a>]</p><hr><p>Fördermitglieder bekommen die Termine der wichtigsten Online-Events eine Woche früher per Mail in ihr Postfach. Du willst das auch? <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about"><strong>Werde Fördermitglied!</strong></a><br><br>Ihr kennt weitere interessante Veranstalter, deren Events wir ankündigen sollten? Schreibt es in die Kommentare <span class="ipsEmoji" title="">⤵️</span></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1419</guid><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 00:54:26 +0000</pubDate></item><item><title>Krankenkasse muss Therapie am Toten Meer nicht zahlen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/totesmeer/krankenkasse-muss-therapie-am-toten-meer-nicht-zahlen-r1418/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_06/totes-meer-krankenkasse.jpg.53adc468dbf3438740dfb041a09b6bf5.jpg" /></p>
<p><strong>Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden: Eine gesetzliche Krankenkasse muss die Kosten für eine therapeutische Reise ans Tote Meer nicht erstatten – auch dann nicht, wenn die Patientin seit Jahrzehnten an schwerer Psoriasis leidet und viele andere Behandlungen für sie nicht in Frage kommen.</strong></p><p>Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine heute fast 70-jährige Frau aus Berlin, die seit ihrem neunten Lebensjahr an Psoriasis vulgaris leidet. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich bei ihr zusätzlich eine Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>). Hinzu kommt eine Neurodermitis, die 2007 diagnostiziert wurde. Ihr Grad der Behinderung liegt heute bei 80, lag früher bei 70.</p><p>Die Frau ist ein schwieriger Fall, medizinisch gesehen. Viele der Standardmedikamente, die für Psoriasis und Psoriasis arthritis eingesetzt werden, hat sie bereits versucht – und wieder abbrechen müssen. Das Mittel Methotrexat (MTX) führte bei ihr zu starken Magenschmerzen und Übelkeit. Gegen Sulfasalazin besteht eine Allergie. Fumaderm und Ciclosporin mussten ebenfalls wegen Unverträglichkeiten abgesetzt werden.</p><p>Ende 2015 kam erschwerend hinzu, dass die Frau an Gebärmutterkrebs erkrankte und zweimal operiert wurde – was die Therapiemöglichkeiten weiter einschränkte.</p><h2>Was die Frau beantragt hat</h2><p>Die Frau fährt seit den 1990er-Jahren regelmäßig ans Tote Meer, immer wieder mit deutlichem Erfolg: Nach den Aufenthalten war sie jeweils über Monate nahezu beschwerdefrei. In den Jahren 2013 und 2014 hatte ihre Krankenkasse die Aufenthalte noch bewilligt.</p><p>2015 und 2016 beantragte sie erneut eine jeweils vierwöchige stationäre Klimaheilbehandlung am Toten Meer. Die Aufenthalte fanden statt – und kosteten sie insgesamt rund 10.500 Euro. Sie wollte dieses Geld von ihrer Krankenkasse zurück. Da die Kasse die Anträge ablehnte, klagte sie zunächst vor dem Sozialgericht Potsdam und dann in zweiter Instanz vor dem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg.</p><h2>Die Argumente der Klägerin</h2><p>Die Frau und ihre Anwältin hatten einige starke Argumente auf ihrer Seite.</p><ul><li><p><strong>Behandlungserfolg</strong>: Die Aufenthalte am Toten Meer haben bei ihr nachweislich funktioniert – die Klimabehandlung im Inland dagegen nicht. Ein Klinikaufenthalt in Berlin im Jahr 2011 brachte keinerlei Verbesserung und endete mit der Empfehlung, ans Tote Meer zu fahren.</p></li><li><p><strong>Eingeschränkte Alternativen</strong>: Wegen der zahlreichen Unverträglichkeiten und der Krebserkrankung seien viele Standardtherapien für sie keine echte Option.</p></li><li><p><strong>Besondere Bedingungen</strong>: Das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel, hat einen einzigartigen Salzgehalt und ein besonderes UV-Spektrum. Diese Bedingungen ließen sich in deutschen Kliniken nicht wirklich nachbilden.</p></li><li><p><strong>Mehrere günstige Urteile in der Vergangenheit</strong>: Das Landessozialgericht hatte in einem früheren Verfahren (2013) noch zu ihren Gunsten entschieden und festgestellt, dass es damals keine gleichwertigen Alternativen in Deutschland gab.</p></li><li><p><strong>Sachverständigenaussagen</strong>: Der von ihr benannte Gutachter bestätigte, dass die Klimatherapie am Toten Meer für sie in den Jahren 2015 und 2016 eine sinnvolle und erfolgversprechende Behandlung gewesen sei – gerade wegen ihrer besonderen Komorbiditäten wie Krebs und Neurodermitis.</p></li></ul><h2>Die Argumente der Krankenkasse</h2><p>Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme ab und bekam am Ende Recht. Das Kernargument: Es habe kein sogenanntes Versorgungsdefizit bestanden – die Frau hätte auch in Deutschland behandelt werden können.</p><p>Hinzu kamen weitere Punkte:</p><ul><li><p>Der Medizinische Dienst (MD) sah <strong>keine ausreichende Begründung für eine erneute Kurmaßnahme in so kurzer Zeit</strong>.</p></li><li><p>Ab 2015 war das Biologikum <strong>Cosentyx </strong>(Wirkstoff: Secukinumab) in der EU zugelassen – zunächst zur Behandlung der Psoriasis, ab November 2015 auch für die Psoriasis arthritis. Das Gericht sah darin eine <strong>reale Behandlungsalternative</strong>.</p></li><li><p>Die <strong>Klägerin lehnte Biologika grundsätzlich ab</strong>. Nach Auffassung des Gerichts können Versicherte aber nicht allein durch die Ablehnung von zugelassenen Medikamenten einen Anspruch auf Auslandsbehandlung erzwingen.</p></li></ul><h2>Was der Sachverständige sagte</h2><p>Das Gericht hatte einen unabhängigen Gutachter beauftragt: einen erfahrenen Dermatologen und Klinikdirektor vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Seine Einschätzung war durchaus differenziert.</p><p>Einerseits bestätigte er: Ja, die <strong>Klimatherapie am Toten Meer ist medizinisch anerkannt</strong>. Und ja, die Klägerin habe in ihrer Situation – mit Krebs und Neurodermitis im Hintergrund – <strong>aus ihrer subjektiven Sicht „alles richtig gemacht"</strong>, indem sie auf Empfehlung ihrer Ärzte ans Tote Meer gefahren sei.</p><p>Andererseits vertrat er klar die Auffassung, dass die <strong>Behandlung am Toten Meer deutschen Kliniken an Nord- und Ostsee nicht überlegen</strong> sei. Diese Kliniken würden die Bedingungen des Toten Meeres imitieren – mit Sole-Bädern, UV-Licht und Balneophototherapie – und kämen in der Regel zu identischen Ergebnissen.</p><p>Er erläuterte auch, dass die <strong>genaue Wirkungsweise der Bäder wissenschaftlich weitgehend unbekannt</strong> ist. Deshalb lasse sich nicht sagen, dass genau der Salzgehalt des Toten Meeres oder seine Mineralienzusammensetzung für den Therapieerfolg ausschlaggebend sei.</p><p>Die Klägerin versuchte, den zuvor von ihr selbst benannten Sachverständigen als befangen darzustellen, weil er gesagt hatte, er käme als Klinikleiter „in die Bredouille", wenn er behaupten würde, seine Klinik sei schlechter als eine am Toten Meer. Das Gericht wies diesen Einwand zurück: Der Sachverständige habe damit nur eine hypothetische Situation beschrieben, keine inhaltliche Aussage über seine eigene Einrichtung getroffen.</p><h2>Was das Gericht entschieden hat</h2><p>Das Landessozialgericht wies die Berufung der Klägerin zurück. Sie bekommt ihr Geld nicht erstattet. Die Begründung in Kurzform:</p><ul><li><p><strong>Kein Versorgungsdefizit</strong>: Die Behandlung, die sie am Toten Meer erhalten hat, hätte gleichwertig auch in deutschen Reha-Hautkliniken stattfinden können.</p></li><li><p><strong>Biologika als Option</strong>: Das Medikament Cosentyx stand für den Aufenthalt 2016 zur Verfügung und war laut der offiziellen Zulassung weder durch die Krebserkrankung noch durch die erhöhte Infektneigung grundsätzlich ausgeschlossen.</p></li><li><p><strong>Subjektive Ablehnung zählt nicht</strong>: Dass die Klägerin Biologika aus persönlichen Gründen ablehnte, ist für den Leistungsanspruch irrelevant.</p></li><li><p><strong>Was das Gericht trotzdem feststellte</strong>: Für den Aufenthalt im Mai 2015 wäre Cosentyx noch keine relevante Alternative gewesen, da es erst ab 1. Juni 2015 auf dem deutschen Markt verfügbar war. Doch auch ohne dieses Argument kam das Gericht zum selben Ergebnis: Deutsche Kliniken hätten eine gleichwertige Behandlung anbieten können.</p></li></ul><div class="ipsRichTextBox ipsRichTextBox--alwaysopen"><div class="ipsRichTextBox__title"><p>Versorgungsdefizit (im Sinne von § 18 SGB V)</p></div><p>Damit die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung außerhalb der EU übernimmt, muss ein „Versorgungsdefizit" bestehen. Das bedeutet: Es darf in Deutschland oder einem anderen EU-Land keine gleichwertige Behandlungsmöglichkeit geben.</p><p>Ist eine solche Möglichkeit vorhanden – auch wenn sie vielleicht etwas weniger komfortabel ist oder persönlich nicht bevorzugt wird – besteht in der Regel kein Anspruch auf Kostenerstattung. Das Gericht prüft das sehr genau, oft mit Hilfe medizinischer Sachverständiger.</p></div><h2>Was bedeutet das für andere Betroffene?</h2><p>Dieses Urteil zeigt, wie hoch die Hürde für eine Kostenerstattung einer Behandlung außerhalb von EU und EWR ist. Der Rechtsrahmen ist § 18 Abs. 1 SGB V. Danach trägt die Krankenkasse Kosten nur dann, wenn eine angemessene Behandlung im Inland oder im EU-Ausland schlicht nicht möglich ist.</p><p>Das ist eine strenge Anforderung. Das Gericht machte klar: Es reicht nicht, dass man am Toten Meer bessere persönliche Ergebnisse erzielt hat. Es reicht nicht, dass man Biologika aus eigenem Antrieb ablehnt. Und es reicht auch nicht, dass ein Sachverständiger sagt, man habe „alles richtig gemacht". Entscheidend ist, ob es im deutschen oder europäischen Gesundheitssystem keine gleichwertige Option gibt – und das ließ sich in diesem Fall nicht belegen.</p><p>Die Kostenentscheidung des Gerichts zeigt aber auch: Das Verfahren war nicht eindeutig. Die Krankenkasse muss die Hälfte der Anwaltskosten der Klägerin im ersten Verfahren tragen, weil sie die Anträge anfangs falsch eingestuft und nicht alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft hatte.</p><h2>Mehr zum Thema</h2><ul><li><p><strong>Urteil</strong>: <a rel="external nofollow" href="https://gesetze.berlin.de/jportal/recherche3doc/Landessozialgericht_Berlin-Brandenburg_L_4_KR_159-19_NJRE001639452.pdf?json=%7B%22format%22%3A%22pdf%22%2C%22docPart%22%3A%22L%22%2C%22params%22%3A%7B%22fixedPart%22%3A%22true%22%7D%2C%22docId%22%3A%22NJRE001639452%22%2C%22portalId%22%3A%22bsbe%22%7D&amp;_=%2FLandessozialgericht_Berlin-Brandenburg_L_4_KR_159-19_NJRE001639452.pdf">Heilbehandlung außerhalb von EU/EWR</a> (hier: am Toten Meer; PDF); Aktenzeichen L 4 KR 159/19, veröffentlicht am 29. Januar 2026 </p></li><li><p><strong>Forum</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/39-totes-meer/">Erfahrungen und Gruppenreisen ans Tote Meer</a></p></li><li><p><strong>Artikel</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/totesmeer/">Mehr Interessantes über die Behandlung am Toten Meer</a></p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1418</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:46:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lesen, H&#xF6;ren, Sehen: Unsere Tipps &#x2013; 6/2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lesen-h%C3%B6ren-sehen-unsere-tipps-62026-r1417/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_06/rundschau-mann.jpg.4ca79918dfe164fa00adafdbfb486914.jpg" /></p>
<p>Nimm dir Zeit, dich um die Gesundheit zu kümmern – zum Beispiel mit unseren Tipps für interessante Artikel, Videos oder Audios für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und manchmal auch Unterhaltung!</p><hr><h2>Deutschlands bekanntester YouTube-Arzt auf der Couch</h2><p>Wer bei YouTube nach Gesundheitsinfos sucht, wird irgendwann auf Tobias Weigl stoßen. Seit Jahr und Tag ist der Arzt dort unterwegs und aus unserer Sicht einer der Guten. Jetzt hat er beim OMR-Festival nichts Medizinisches erzählt, sondern über seine Arbeit als Arzt-Influencer. Denn: Das OMR-Festival ist eine riesige Marketing-Konferenz. Wer ihm in Social Media folgt und seine Sicht auf Social Media, Influencer und Trends wissen will, kann einen Mitschnitt des Talks ansehen.</p><p>Seine sympathische, ehrliche Art nimmt sofort den Druck vom Krankheiten googeln – es lohnt sich, hier reinzuschauen und sich dieses Rüstzeug für die eigene Gesundheits-Recherche abzuholen.</p><p style="text-align:center;"><mark data-i-background-color="yellow">Hier ansehen: </mark><a rel="external nofollow" href="https://www.youtube.com/watch?v=2EMtNsSHjjs"><u><mark data-i-background-color="yellow"><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">https://www.youtube.com/watch?v=2EMtNsSHjjs</span></mark></u></a></p><h2>Solide Wissensvermittlung – wenn nur der Titel nicht wäre...</h2><p>Auch Professor Sven Quist aus Mainz hat YouTube für sich entdeckt. In einem Video erklärt er vieles rund um die Psoriasis. Er beleuchtet darin die grundlegenden Merkmale der Schuppenflechte und praktische Ansätze und Behandlungsstrategien. So viel Zeit nehmen sich Hautärzte oft nicht, vor allem, wenn die Diagnose neu ist. Diese Ergänzung liefert Sven Quist in diesem Video. Nur der Titel des Videos – der ist dann doch klassisches Clickbaiting, denn “DAS hilft SOFORT!” kommt im Video gar nicht vor.</p><p style="text-align:center;"><mark data-i-background-color="yellow">Hier ansehen: </mark><a rel="external nofollow" href="https://www.youtube.com/watch?v=YgyMHEhuY7o"><u><mark data-i-background-color="yellow"><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">https://www.youtube.com/watch?v=YgyMHEhuY7o</span></mark></u></a></p><h2>Diese Recherche macht wütend</h2><p>Anfang Mai war Professor Eckart von Hirschhausen in den Medien noch stärker präsent als ohnehin schon. Warum? Alles fing damit an, dass Hirschhausen von Leuten angesprochen wurde, dass er ihnen doch ein Nahrungsergänzungsmittel empfohlen hätte – persönlich am Telefon oder in einem Video. Nur: Das hatte er nie getan, das würde er auch nicht tun.</p><p>Da waren Menschen auf Deepfakes hereingefallen – auf professionell gemachte Anrufe, in denen die Stimme von Hirschhausen verwendet wurde oder auf Videos, die heutzutage mit viel Rechenkraft relativ einfach zu erstellen sind.</p><p>Hirschhausen hat sich auf den Weg gemacht, die Hintermänner solcher Deepfakes zu finden. Er ist da zwar weit gekommen, aber richtig dingfest machen konnte er keine Fälscher-Firma. Aber: Ein Aussteiger hat ihm erzählt, wie das Geschäft läuft.</p><p>Also: Selbst, wenn Ihr von Hirschhausen schon viel gehört, gesehen und gelesen habt – schaut Euch diese Sendung an. Danach werdet Ihr vielleicht wütend, auf jeden Fall aber aufmerksamer sein, wenn es um Empfehlungen aus dem Bereich Gesundheit geht. Und zeigt die Sendung allen Verwandten und Bekannten, die auf solche Tricks reinfallen könnten.</p><p style="text-align:center;"><mark data-i-background-color="yellow">Hier ansehen: </mark><a rel="external nofollow" href="https://www.ardmediathek.de/video/hirschhausen/hirschhausen-und-die-deepfake-mafia/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNWQzZjlhZjYtNTViOS00ODIyLThlNTUtM2ZjOGQyYzRmNWNk"><u><mark data-i-background-color="yellow"><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">https://www.ardmediathek.de/video/hirschhausen/hirschhausen-und-die-deepfake-mafia/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNWQzZjlhZjYtNTViOS00ODIyLThlNTUtM2ZjOGQyYzRmNWNk</span></mark></u></a></p><h2>Hinter den Kulissen von Deutschland ältester Apotheke</h2><p>Zugegeben, dieser Beitrag hat mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis nur indirekt zu tun. Aber in die Apotheke müssen wir ja öfter als andere – und darum geht es in der Folge vom “WDR Zeitzeichen”. Es entführt in die über 800-jährige Historie der Löwen-Apotheke in Trier, die als Deutschlands älteste Apotheke gilt. Der Beitrag beleuchtet, wie sich das Apothekenwesen vom Mittelalter bis heute entwickelte – von einfachen Verkaufsstellen hin zu spezialisierten Zentren der Arzneimittelherstellung, angetrieben durch wissenschaftlichen Fortschritt und den Transfer von Wissen. Diese Reise durch die Zeit, über Brände, Kriege und den Wandel zur modernen Gesundheitsversorgung hinweg, wird durch die Perspektiven von Pharmaziehistorikern und der aktuellen Betreiberfamilie lebendig.</p><p style="text-align:center;"><mark data-i-background-color="yellow">Hier anhören: </mark><a rel="external nofollow" href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9ca3c67eaf898791/"><mark data-i-background-color="yellow">https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9ca3c67eaf898791/</mark></a></p><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> Willst du unsere Lese-, Hör- und Gucktipps <strong>eine Woche früher als alle anderen</strong> bekommen – und das <strong>in dein E-Mail-Postfach</strong>? <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about">Dann werde <strong>Fördermitglied</strong></a>.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1417</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 05:16:44 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Online-Events im Juni 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-juni-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1415/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_05/videoseminar.jpg.fbd6af687814becb9343aa75dac94a21.jpg" /></p>
<p>Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie in unserem Event-Kalender.</p><p>Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Internetportals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im Juni 2026:</p><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 2. Juni<br><strong>Psyche und Haut</strong><br><br>Der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. lädt zum Online-Seminar "Psyche und Haut" mit Dr. Rachel Sommer ein. Mitglieder des <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr> nehmen kostenlos teil, alle anderen zahlen 10 Euro. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1651-online-seminar-psyche-und-haut/">mehr darüber</a>]<br><br><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 3. Juni<br><strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong></p><p>Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 4. Juni<br><strong>Webinar zum Thema Acne Inversa</strong><br><br>Ja, du bist hier im Psoriasis-Netz. Aber Menschen mit Acne inversa brauchen genauso viele Informationen wie wir. Bei diesem Webinar soll es aktuelle und praxisnahe Einblicke rund um die Erkrankung geben. Das Motto lautet „Mehr Wissen, besser leben: Neue Wege im Umgang mit Acne inversa". [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1548-webinar-zum-thema-acne-inversa/">mehr darüber</a>]<br><br><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 9. Juni<br><strong>Wasser und Juckreiz – wenn die Haut nach Wasserkontakt juckt</strong></p><p>Wieso kann Pruritus durch Wasserkontakt auftreten? Was kann bei aquagenem Pruritus Linderung schaffen? Das wird in diesem Vortrag erklärt. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1601-online-seminar-wasser-und-juckreiz-wenn-die-haut-nach-wasserkontakt-juckt/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 15. Juni<br><strong>Online-Sprechstunde: Jung und Rheuma</strong></p><p>Junge Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung sind in ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis meist allein mit der Erkrankung. Dagegen kann ein Austausch zu den vielen Hürden im Alltag hilfreich sein. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1546-online-sprechstunde-jung-und-rheuma/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 15. Juni<br><strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong></p><p>Du willst mal andere Leute fragen, wie sie das mit ihrer Schuppenflechte machen? Wie sie ihre Psoriasis arthritis bewältigen? Dann schalte immer am 15. eines Monats um 19:30 Uhr deine Webcam an oder setz das Headset auf. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 17. Juni<br><strong>High Protein – Hype oder tatsächlicher Proteinbedarf?</strong></p><p>Wie viel Eiweiß benötigt mein Körper im Alltag, wenn ich viel trainiere oder gezielt Muskelaufbau betreibe? Kann ich meinen Eiweißbedarf über eine normale Ernährung decken oder brauche ich zusätzliche Proteinprodukte? Was steckt neben Protein eigentlich noch in den Pulvern und Shakes? Im kostenlosen Vortrag der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wird diesen Fragen nachgegangen. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1572-online-seminar-high-protein-hype-oder-tats%C3%A4chlicher-proteinbedarf/">mehr darüber</a>]</p><p><span class="ipsEmoji" title="">📆</span> 17. Juni<br><strong>Fettleber - Die stille Volkskrankheit</strong></p><p>Sehr redselig ist die Patientenuniversität der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Ankündigung dieser Veranstaltung nicht, aber der Titel sagt es ja auch eigentlich. Und weil das Ganze im YouTube-Livestream laufen wird, sind da auch keine großen technischen Hürden zu überwinden. [<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1146-online-vortrag-fettleber-die-stille-volkskrankheit/">mehr darüber</a>]</p><hr><p><strong>Fördermitglieder</strong> bekommen die Termine der wichtigsten Online-Events eine Woche früher per Mail in ihr Postfach. Du willst das auch? <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about"><strong>Werde Fördermitglied!</strong></a><br><br>Ihr kennt weitere interessante Veranstalter, deren Events wir ankündigen sollten? Schreibt es in die Kommentare <span class="ipsEmoji" title="">⤵️</span></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1415</guid><pubDate>Fri, 29 May 2026 05:01:43 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Leitlinie: UV-Therapie bleibt unverzichtbar bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/neue-leitlinie-uv-therapie-bleibt-unverzichtbar-bei-schuppenflechte-r1416/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_05/lichttherapie-mann.jpg.281431039e4f62baad445c2f92e1b90f.jpg" /></p>
<p>Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) hat im Januar 2026 eine <a rel="external nofollow" href="https://derma.de/fileadmin/user_upload/Leitlinien_Handouts_und_LL/013-029l_S1_Empfehlungen-UV-Therapie-Photochemotherapie_2026-04-komp.pdf">aktualisierte Leitlinie zur Lichttherapie und Photochemotherapie</a> veröffentlicht. Sie rückt die Lichttherapie wieder stärker ins Bewusstsein von Patientinnen, Patienten und Ärzten. Für Menschen mit Schuppenflechte enthält die Leitlinie konkrete und teils neue Empfehlungen. Je nach Psoriasis-Form unterscheiden sich die empfohlenen Verfahren deutlich.</p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Eine Lichttherapie sollte bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eine wichtige Behandlungsform bleiben. Das haben Experten in einer neuen Leitlinie bestätigt. Sie empfehlen UVB 311 nm sowie PUVA. Je nach Form der Erkrankung, Alter und Schwangerschaft unterscheiden sich die Empfehlungen.</p><p>Neu ist unter anderem, dass UVA1 bei Psoriasis ausdrücklich nicht empfohlen wird und die Kombination mit Biologika wie IL-17- oder IL-23-Inhibitoren ausdrücklich als sinnvolle Option genannt wird.</p><h2>Warum das wichtig ist</h2><p>Die Zahl der Lichttherapien bei Psoriasis nimmt seit Jahren ab. Die neue Leitlinie zeigt, warum das ein Fehler sein könnte, und gibt Betroffenen eine solide Grundlage für das Gespräch mit dem Hautarzt.</p><h2>Was ist UV-Therapie?</h2><p>Wer zum ersten Mal von UV-Therapie hört, denkt vielleicht ans Solarium. Das wäre ein Missverständnis. Bei der medizinischen UV-Therapie kommen spezielle Geräte zum Einsatz, die ganz bestimmte Wellenlängen des ultravioletten Lichts gezielt auf die erkrankte Haut richten. Das natürliche UV-Spektrum wird dabei in UV-A, UV-B und UV-C unterteilt. Für die Behandlung von Hauterkrankungen nutzt man ausschließlich UV-A- und UV-B-Strahlung – UV-C wird nicht eingesetzt.</p><p>Für die Psoriasis-Behandlung wichtig sind vor allem zwei Verfahren:</p><ul><li><p><strong>UVB 311 nm (Schmalband-UVB):</strong> Das heute am häufigsten eingesetzte Verfahren. Es wirkt gezielter und nebenwirkungsärmer als älteres Breitband-UVB.</p></li><li><p><strong>PUVA-Therapie (Psoralen + UVA):</strong> Dabei nimmt man vor der Bestrahlung einen lichtempfindlich machenden Wirkstoff (Psoralen) ein oder badet darin. PUVA ist etwas wirksamer als UVB 311 nm, aber aufwändiger und mit mehr Nebenwirkungen verbunden.</p></li></ul><p>Die Breitband-UVB-Therapie (280–320 nm) spielt bei der Psoriasis heute nur noch eine Nebenrolle, da UVB 311 nm ihr in der Wirksamkeit überlegen ist.</p><h2>Lichttherapie bleibt First-Line bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis</h2><p>Die neue Leitlinie bestätigt ausdrücklich, was die <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/leitlinie-fuer-die-behandlung-der-psoriasis-aktualisiert-r1372/">Leitlinie zur Behandlung der Psoriasis vulgaris</a> schon festlegt: Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis gehören die UV-Therapie mit UVB und die PUVA-Therapie weiterhin zu den Erstlinienbehandlungen. Das ist eine wichtige Botschaft, denn in der Praxis ist die Zahl der UV-Therapie-Verordnungen bei Psoriasis in den letzten Jahren zurückgegangen.</p><p>Die Leitlinie gibt dabei klare Zahlen: Bei der UVB-Therapie erreichen etwa <strong>50 bis 75 Prozent</strong> der Behandelten innerhalb von vier bis sechs Wochen mindestens einen <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> 75 – also eine 75-prozentige Verbesserung des Hautbefunds. Bei der PUVA-Therapie sind es sogar <strong>75 bis 100 Prozent</strong> der Behandelten im gleichen Zeitraum. Der erste Wirkungseintritt ist bereits nach ein bis zwei Wochen zu erwarten.</p><p>Und es kommt noch ein Aspekt hinzu, der oft übersehen wird: UV-Therapie kann nicht nur die Haut verbessern. Sie dämpft laut den Leitlinien-Experten nachweislich auch die systemische Entzündung im Körper – gemessen an einem Rückgang von CRP und IL-6 im Blut. Außerdem könnte sie den HDL-Cholesterin-Spiegel erhöhen und damit wahrscheinlich auch das Herz-Kreislauf-Risiko senken.</p><p>Verglichen mit dem TNF-alpha-Blocker Adalimumab verbesserte die UV-Therapie sogar die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten stärker.</p><h2>Die neue Kernempfehlung – und was sich verändert hat</h2><p>Die wichtigste neue Empfehlung in der Leitlinie lautet:</p><p>Bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis wird eine Behandlung mit <strong>UVB 311 nm oder mit PUVA</strong> (systemisch oder topisch) empfohlen. Bezüglich der Wirksamkeit, insbesondere bei der chronischen Plaque-Psoriasis, ist die PUVA-Therapie etwas überlegen. <strong>UVA1 wird nicht empfohlen.</strong></p><p>Das ist ein wichtiger Klarstellungspunkt: UVA1-Strahlung, die bei manchen anderen Hauterkrankungen gut wirkt, ist bei Psoriasis <em>keine</em> sinnvolle Option. Die Leitlinie bezeichnet die Ergebnisse mit mittelhohen UVA1-Dosen bei Psoriasis vulgaris ausdrücklich als „enttäuschend" und als der PUVA- oder UVB 311 nm-Therapie „deutlich unterlegen".</p><h2>Pustulöse Psoriasis: PUVA besonders geeignet</h2><p>Menschen mit <strong>pustulöser Psoriasis</strong> – also der Psoriasis-Form, bei der sich statt typischer Schuppen mit Flüssigkeit gefüllte Pusteln bilden – profitieren besonders stark von PUVA. Die Leitlinie beschreibt die PUVA- oder Bade-PUVA-Therapie bei dieser Form als „sehr effektiv".</p><p>Auch bei der <strong>palmoplantaren Psoriasis</strong> (Befall von Handflächen und Fußsohlen) empfiehlt die Leitlinie als bevorzugtes Verfahren die Hand/Fuß-Bade-PUVA-Therapie. Wenn diese nicht verfügbar oder kontraindiziert ist, kann alternativ UVB 311 nm eingesetzt werden. Die Leitlinie stellt außerdem klar, dass bei palmoplantarer Pustulose die Kombination einer oralen PUVA-Therapie mit Acitretin oder Fumarsäureestern sehr gute Ergebnisse zeigt.</p><h2>Psoriasis bei Kindern und Schwangeren</h2><p>Für diese besonderen Patientengruppen gibt es klare und wichtige Regelungen.</p><p><strong>Kinder und Jugendliche:</strong> Bei ihnen kann UVB 311 nm erwogen werden. Kinder und Jugendliche sollten grundsätzlich <strong>keine</strong> PUVA-Therapie bekommen. Der Grund: Das Krebsrisiko durch die UV-Belastung muss in frühem Alter besonders niedrig gehalten werden – und es gibt alternative Therapien.</p><p><strong>Schwangere und stillende Patientinnen:</strong> Auch hier gilt: UVB 311 nm kann eingesetzt werden – allerdings sollte dabei auf eine <strong>Folsäure-Supplementation</strong> (800 µg/Tag) geachtet werden, weil UVB 311 nm den Folsäurespiegel im Blut senken kann. PUVA hingegen ist in Schwangerschaft und Stillzeit klar kontraindiziert, da die verwendeten Psoralene (8-MOP) laut <abbr title="eine Art erweiterter Beipackzettel für Ärzte und Apotheker">Fachinformation</abbr> in diesen Situationen nicht eingesetzt werden dürfen.</p><h2>Kombination mit anderen Therapien – auch mit Biologika</h2><p>Die Leitlinie geht ausführlich auf Kombinationstherapien ein, was für viele Psoriasis-Patienten relevant ist, die bereits andere Medikamente nehmen.</p><p>Als <strong>topische Kombination</strong> ist die gleichzeitige Anwendung von Vitamin-D-Analoga, topischen Kortikoiden oder Dithranol (Cignolin) sinnvoll – wegen ihrer sich gegenseitig verstärkenden Wirkung.</p><p>Als <strong>systemische Kombinationspartner</strong> werden Retinoide (zum Beispiel Acitretin) und Fumarsäureester empfohlen. Die Kombination aus Retinoiden und UVB 311 nm ist ähnlich wirksam wie die Kombination aus Retinoiden und PUVA. Die Kombination mit Methotrexat ist ebenfalls wirksam – hier sollte aber auf seltene Reaktivierungen von UV-Erythemen nach Sonnenexposition geachtet werden. Zudem gibt es Hinweise, dass Methotrexat das Risiko erhöht, langfristig Hautkrebs zu entwickeln.</p><p>Ganz neu und wichtig: Die Leitlinie adressiert auch die Kombination mit <strong>Biologika</strong>. UVB 311 nm kann zusammen mit den Biologika Etanercept, Adalimumab oder Ustekinumab eingesetzt werden – und wirkt dann besser als jedes Medikament allein.</p><p>Auch in Kombination mit neueren Biologika – die sogenannten IL-17- und IL-23-Hemmer – kann UVB 311 nm die Wirkung zusätzlich verstärken. Das ist besonders praktisch, wenn trotz verschiedener Biologika keine vollständige Hautabheilung erreicht wird. Die UV-Therapie kann dann entweder in der Frühphase zur Beschleunigung des Wirkungseintritts oder bei Wirkungsverlust des Biologikums als Zusatztherapie eingesetzt werden.</p><p><strong>Aber Achtung:</strong> Die Kombination mit Ciclosporin sollte wegen des Hautkrebsrisikos nach vielen UV-Sitzungen im Laufe des Lebens in jedem Fall vermieden werden.</p><h2>Was darf die Therapie kosten – und geht das auch zuhause?</h2><p>Die Leitlinie hebt ausdrücklich hervor, dass die Lichttherapie im Vergleich zu modernen Systemtherapeutika wie Biologika <strong>vergleichsweise kostengünstig</strong> ist.</p><p>Eine Heimbehandlung halten die Experten für grundsätzlich möglich, sie sehen aber strenge Bedingungen: Sie kommt für sie nur in Betracht, wenn der Besuch eines Therapiezentrums unmöglich ist und keine geeigneten Alternativen bestehen.</p><p>Neuere Studien zeigen jedoch, dass digitale Phototherapie-Systeme für die Heimbehandlung mit UVB 311 nm die Therapietreue deutlich verbessern können – weil der Aufwand für die Betroffenen sinkt. Die Photochemotherapie (PUVA) soll laut Leitlinie grundsätzlich nur in der Praxis oder Klinik erfolgen.</p><h2>Hautkrebsvorsorge nicht vergessen</h2><p>Wer in seinem Leben schon viele UV-Behandlungen erhalten hat – mehr als 500 UVB-Sitzungen oder mehr als 250 PUVA-Sitzungen – sollte regelmäßige Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, insbesondere wenn weitere Risikofaktoren vorliegen.</p><p><strong>Fachbegriffe erklärt</strong></p><ul><li><p><strong>PUVA-Therapie: </strong>PUVA steht für „Psoralen + UVA". Psoralene sind natürliche oder synthetische Wirkstoffe, die die Haut lichtempfindlicher machen. Man nimmt sie entweder als Tablette ein, badet darin oder trägt sie als Creme auf. Danach bestrahlt der Arzt die Haut mit UV-A-Licht. Die Kombination dringt tiefer in die Haut ein und ist besonders wirksam – aber auch aufwändiger als eine reine UVB-Therapie.</p></li><li><p><strong><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> 75: </strong>Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> ist ein Messwert, der den Schweregrad der Psoriasis bewertet – er berücksichtigt, wie viel Körperoberfläche befallen ist und wie stark die Haut gerötet, verdickt oder beschuppt ist. „<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> 75" bedeutet, dass sich der Befund im Vergleich zum Ausgangswert um mindestens 75 Prozent verbessert hat. Das gilt in der Dermatologie als Standardziel und Zeichen eines guten Therapieansprechens.</p></li><li><p><strong>Schmalband-UVB (UVB 311 nm): </strong>„Schmalband" bedeutet, dass nur ein sehr enger Bereich des UV-Spektrums genutzt wird – nämlich die Wellenlänge um 311 Nanometer. Diese Wellenlänge ist besonders wirksam bei Psoriasis, weil sie genau den Bereich trifft, der die krankhaften Immunreaktionen in der Haut dämpft. Gleichzeitig verursacht sie weniger Sonnenbrand und weniger Hautrötungen als das ältere Breitband-UVB – deshalb hat sie die Breitband-Therapie in der modernen Dermatologie weitgehend abgelöst.</p></li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">1416</guid><pubDate>Thu, 21 May 2026 10:27:00 +0000</pubDate></item><item><title>Sotyktu jetzt auch in der EU f&#xFC;r Psoriasis arthritis zugelassen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/sotyktu-jetzt-auch-in-der-eu-f%C3%BCr-psoriasis-arthritis-zugelassen-r1414/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_05/tabletten-symbolbild.jpg.53e679025a8c6cf3ea1af8a94ee912c3.jpg" /></p>
<p><strong>Die Europäische Kommission hat den Wirkstoff Deucravacitinib – bekannt unter dem Handelsnamen Sotyktu – offiziell für die Behandlung der aktiven Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>) zugelassen. Sotyktu ist damit der erste TYK2-Inhibitor, der in der Europäischen Union für diese Erkrankung zugelassen ist.</strong></p><h2>Was ist Sotyktu?</h2><p>Sotyktu ist eine Tablette, die man einmal täglich einnimmt. Das klingt erstmal unspektakulär, ist aber durchaus bemerkenswert. Denn viele Biologika, die bisher bei Psoriasis arthritis eingesetzt werden, werden gespritzt oder als Infusion verabreicht.</p><p>Der Wirkstoff greift gezielt in die Signalkette ein, die Entzündungen im Körper antreibt. Konkret blockiert er ein Enzym namens Tyrosinkinase 2 (TYK2).</p><div class="ipsRichTextBox ipsRichTextBox--alwaysopen"><div class="ipsRichTextBox__title"><p>Tyrosinkinase 2 (TYK2)...</p></div><p>...ist ein Enzym. Es spielt eine zentrale Rolle dabei, wie bestimmte Botenstoffe des Immunsystems ihre entzündungsfördernden Signale weiterleiten. Deucravacitinib bremst diesen Prozess, ohne dabei andere verwandte Enzyme wie JAK1, JAK2 oder JAK3 zu beeinflussen. Das ist wichtig, weil eine gezieltere Wirkung in der Regel weniger Nebenwirkungen bedeutet.</p></div><h2>Für wen ist die Zulassung gedacht?</h2><p>Die EU-Zulassung gilt für Erwachsene mit aktiver Psoriasis arthritis, bei denen eine vorherige Behandlung mit sogenannten krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (<abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr>) nicht ausreichend gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Sotyktu kann dabei allein eingenommen werden oder in Kombination mit Methotrexat – einem klassischen Mittel gegen Rheuma und Psoriasis arthritis.</p><h2>Was sagen die Studiendaten?</h2><p>Die EU-Zulassung basiert auf den Ergebnissen zweier großer klinischer Studien: POETYK <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>-1 und POETYK <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>-2. An diesen Phase-3-Studien nahmen insgesamt mehr als 1.200 Erwachsene mit aktiver Psoriasis arthritis teil.</p><p>In beiden Studien zeigte Sotyktu eine deutliche Verbesserung der Krankheitsaktivität. Das Hauptziel beider Studien war das Erreichen einer sogenannten <abbr title="Verbesserung der Psoriasis-arthritis-Symptome um 20 Prozent">ACR20</abbr>-Antwort nach 16 Wochen – das heißt: eine Verbesserung von mindestens 20 Prozent bei verschiedenen Messwerten der Gelenkbeschwerden. Dieses Ziel erreichte Sotyktu in beiden Studien.</p><p>Zusätzlich zeigte sich in einem weiteren wichtigen Messwert – der sogenannten Minimalen Krankheitsaktivität – ebenfalls eine positive Wirkung. Patienten, die Sotyktu einnahmen, berichteten außerdem von einer besseren Lebensqualität. Gemessen wurde das mit dem SF-36-Fragebogen, einem anerkannten Instrument zur Einschätzung der gesundheitlichen Lebensqualität. Diese Verbesserungen blieben bis Woche 52 stabil.</p><h2>Und die Nebenwirkungen?</h2><p>Kein Medikament ist ohne Nebenwirkungen – und das gilt auch für Sotyktu. Die häufigsten Nebenwirkungen, die in den Studien auftraten, waren</p><ul><li><p>Infektionen der oberen Atemwege</p></li><li><p>erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte im Blut</p></li><li><p>Herpes-simplex-Infektionen</p></li><li><p>Mundgeschwüre</p></li><li><p>akneähnliche Hautausschläge</p></li><li><p>Haarbalgentzündungen.</p></li></ul><p>Das Sicherheitsprofil bei Psoriasis arthritis war dabei ähnlich wie das, was man schon aus den Studien zur Schuppenflechte kannte. Das ist ein positives Zeichen, weil Sotyktu für die Behandlung von Plaque-Psoriasis bereits seit 2023 in der EU zugelassen ist und seitdem bei vielen Patienten eingesetzt wird.</p><p>Wie bei allen immunmodulierenden Medikamenten sollte man vor der Behandlung auf Tuberkulose getestet werden. Außerdem weist der Hersteller auf besondere Vorsicht bei Infektionen, bestimmten Herz-Kreislauf-Ereignissen sowie tiefen Venenthrombosen hin. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist außerdem wichtig: Das Medikament enthält Laktose.</p><h2>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</h2><p>➔ <strong>Deucravacitinib</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tabletten-therapie-sotyktu-zur-behandlung-der-schuppenflechte-zugelassen-r1212/">Was ist das und wie wird es angewendet?</a></p><p>➔ <strong>`Themenseite</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/deucravacitinib/">Artikel, Forumsbeiträge und mehr über Sotyktu</a></p><p>➔ <strong>Forum</strong>: <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/">Austausch über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">1414</guid><pubDate>Sun, 10 May 2026 09:21:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lesen, H&#xF6;ren, Sehen: Unsere Tipps &#x2013; 5/2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lesen-h%C3%B6ren-sehen-unsere-tipps-52026-r1413/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_05/rundschau-mai-2026.jpg.7d535ff1134fbd6efaa2de789713c605.jpg" /></p>
<p>Nimm dir Zeit, dich um die Gesundheit zu kümmern – zum Beispiel mit unseren Tipps für interessante Artikel, Videos oder Audios für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und manchmal auch Unterhaltung!</p><hr><h2>Faktencheck für medizinische Studien</h2><p>Gerade wenn man mit einer chronischen Erkrankung wie Psoriasis lebt, stößt man ständig auf neue Heilungsversprechen und „wissenschaftliche“ Durchbrüche. Aber welche Information ist wirklich seriös und was ist nur geschicktes Marketing? In diesem Video erfährst du, wie du medizinische Studien richtig liest und verstehst, um künftig die besten Entscheidungen für deine Gesundheit zu treffen.</p><div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false" data-og-user_text="https://www.youtube.com/watch?v=oBQN8WmlZ1Q" style="--i-media-width: 100%;"><iframe width="200" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oBQN8WmlZ1Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="encrypted-media; picture-in-picture; fullscreen" title="Wie checke ich Studien? Ralph Caspers erklärt, was Studien sind &amp; wie du checkst, ob sie taugen." loading="lazy"></iframe></div><h2>Infektionen bei Biologika</h2><p>Der Artikel behandelt die Sicherheit verschiedener Biologika bei der Therapie der Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Spoiler: Biologika zeigten in einer Studie insgesamt ein geringes Infektionsrisiko. Speziell Ustekinumab und IL-23-Inhibitoren schnitten dann aber noch etwas besser ab.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external" href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Psoriasis-unterschiedliches-Infektionsrisiko-unter-Biologika-461862.html"><strong><mark data-i-background-color="green">Artikel lesen (oder zum Arzt mitnehmen)</mark></strong></a></p><h2>Strategien gegen Juckreiz</h2><p>In dieser Podcast-Episode erläutert Professorin Sonja Ständer vom Kompetenzzentrum Chronischer Pruritus in Münster die Ursachen von Juckreiz und stellt aktuelle Behandlungsmöglichkeiten vor. Für Menschen mit Psoriasis ist dieser Inhalt besonders relevant, weil chronischer Juckreiz eines der belastendsten Symptome ist und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt – insbesondere durch Schlafstörungen und psychische Belastung.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external nofollow" href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/haut-und-herz-der-kinderhautpodcast/id1726222653?i=1000751683658"><strong><mark data-i-background-color="green">Podcast-Folge anhören</mark></strong></a></p><h2>So wird Kortison richtig angewendet</h2><p>Kortison ist ein wichtiges Medikament zur Behandlung von Psoriasis und Psoriasis arthritis, genießt aber oft einen schlechten Ruf. Diese Podcast-Folge räumt mit Mythen auf und zeigt, dass Nebenwirkungen bei korrekter Anwendung deutlich geringer ausfallen als befürchtet. Sie hilft auch zu verstehen, welche Fehler bei der Kortisonanwendung wirklich problematisch sind und wie man das Medikament sicher und wirksam einsetzt, ohne unnötige Risiken einzugehen.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external nofollow" href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/haut-und-herz-der-kinderhautpodcast/id1726222653?i=1000761769850"><strong><mark data-i-background-color="green">Podcast-Folge anhören</mark></strong></a></p><h2>Wenn die Haut nur die Spitze des Eisbergs ist</h2><p>Der Verein NiK e.V. hatte zusammen mit einem <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hier-stellen-hautaerzte-die-diagnose-online-r1129/">Online-Diagnose-Anbieter</a> zu einem Webinar zum Thema Psoriasis eingeladen. Das kann nun jeder noch einmal ansehen.</p><p>In dem Video sprechen Professor Ulrich Mrowietz und Dr. Katharina Lang vom Uniklinikum Kiel sowie die Patientin Anna-Lena darüber, warum Schuppenflechte weit mehr als ein kosmetisches Problem ist und wie ein guter Umgang damit im Alltag aussieht.</p><div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false" data-og-user_text="https://www.youtube.com/live/Yl0LGFG3VF0" style="--i-media-width: 100%;"><iframe width="200" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Yl0LGFG3VF0?feature=oembed" frameborder="0" allow="encrypted-media; picture-in-picture; fullscreen" title="„Psoriasis: Wenn die Haut nur die Spitze des Eisbergs ist“" loading="lazy"></iframe></div><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> Willst du unsere Lese-, Hör- und Gucktipps eine Woche früher als alle anderen bekommen? Dann <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about"><strong>werde Fördermitglied</strong></a>.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1413</guid><pubDate>Wed, 06 May 2026 06:42:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Online-Events im Mai 2026 bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/die-wichtigsten-online-events-im-mai-2026-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1412/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_04/webinar-vortrag-termine.jpg.d3e02ea5d20c1e7e1c800402b7fa5837.jpg" /></p>
<p>
	Jeden Monat klappern wir Dutzende Internetseiten ab, um die interessantesten Veranstaltungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis zu finden. Meist sind das Online-Seminare oder Livestreams von Vorträgen. Wir sammeln sie in unserem Event-Kalender.
</p>

<p>
	Doch nicht jeder verirrt sich in die Untiefen unseres Internetportals. Deshalb hier ein Überblick über die unserer Meinung nach interessantesten Online-Seminare im Mai 2026:
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<span id="cke_bm_179S" style="display: none;"> </span><span id="cke_bm_173S" style="display: none;"> </span><span class="ipsEmoji">📆</span> 5. Mai<br>
	<strong>Klinische Studien - wie neue Therapien entstehen</strong>
</p>

<p>
	Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. lädt zum Online-Seminar "Klinische Studien - wie neue Therapien entstehen" ein. Mitglieder des <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr> nehmen kostenlos teil, alle anderen zahlen 10 Euro. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1646-klinische-studien-wie-neue-therapien-entstehen/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 5. Mai<br>
	<strong>Stress und Pruritus – wie seelische Belastung unsere Haut beeinflusst</strong>
</p>

<p>
	Wie hängen Pruritus und Stress zusammen? Welche Maßnahmen helfen dem Stress entgegen zu wirken? Der skinhealthcampus lädt zu einem Online-Seminar mit Dr. Angelika Weigel ein. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1217-online-seminar-stress-und-pruritus-%E2%80%93-wie-seelische-belastung-unsere-haut-beeinflusst/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<br>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 5. Mai<br>
	<strong>Rheumatoide Erkrankungen bei Kindern</strong>
</p>

<p>
	Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können. Der Referent ist Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1213-online-gespraech-rheuma-bei-kindern/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 6. Mai<br>
	<strong>Digitale Selbsthilfegruppe Rheuma &amp; Fatigue</strong>
</p>

<p>
	Die Rheuma-Liga Berlin e.V. bietet eine digitale Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit einer rheumatischen Erkrankung und Fatigue an – also auch für Betroffene mit Psoriasis arthritis. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1545-digitale-selbsthilfegruppe-rheuma-fatigue/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 6. Mai<br>
	<strong>Webinar-Reihe zur Rauchentwöhnung</strong> (Teil 1)
</p>

<p>
	Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in einem dreiteiligen Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1253-online-und-in-kiel-warum-ich-rauche-warum-ich-aufhoere-%E2%80%93-rauchentwoehnung-teil-1/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 12. Mai<br>
	<strong>Elektronische Patientenakte – Vorteile und Herausforderungen</strong>
</p>

<p>
	Wie funktioniert die ePA genau? Welche Daten sind da von mir gespeichert und wer kann darauf zugreifen?  Welche Funktionen bietet die ePA? Wie kann man der ePA widersprechen? Diese und weitere Fragen rund um die ePA sollen in diesem Seminar beantwortet werden. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1643-online-seminar-elektronische-patientenakte-%E2%80%93-vorteile-und-herausforderungen/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📆</span> 15. Mai<br>
	<strong>Digitaler Psoriasis-Stammtisch</strong>
</p>

<p>
	An unserem Stammtisch kann jeder von unseren Erfahrungen profitieren – einfach fragen, wie wie das Leben mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis leben. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1530-digitaler-psoriasis-stammtisch/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<p>
	<span id="cke_bm_142S" style="display: none;"> </span><span class="ipsEmoji">📆</span> 20. Mai<br>
	<strong>Online-Treffen für junge Menschen mit Psoriasis</strong>
</p>

<p>
	Der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. bietet eine Online-Runde für junge Betroffene an. Die können bei der Gelegenheit auch einen Hautarzt alles fragen. [<a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/event/1647-online-treffen-fuer-junge-menschen-mit-psoriasis/" rel="">mehr darüber</a>]
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Fördermitglieder</strong> bekommen die Termine der wichtigsten Online-Events <strong>eine Woche früher per Mail </strong>in ihr Postfach. Du willst das auch? <strong><a href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about" rel="external nofollow">Werde Fördermitglied!</a></strong>
</p>

<p>
	Ihr kennt weitere interessante Veranstalter, deren Events wir ankündigen sollten? Schreibt es in die Kommentare <span class="ipsEmoji">⤵️</span> 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1412</guid><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:27:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lesen, H&#xF6;ren, Sehen: Unsere Tipps &#x2013; 4/2026</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lesen-h%C3%B6ren-sehen-unsere-tipps-42026-r1410/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2026_03/rundschau-mann-liest.jpg.3ab97d73bd4ebcf1e9b97370e5c9a80b.jpg" /></p>
<p>Nimm dir Zeit, dich um die Gesundheit zu kümmern – zum Beispiel mit unseren Tipps für interessante Artikel, Videos oder Audios für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und manchmal auch Unterhaltung!</p><hr><h2><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> Lichttherapie von zuhause: Wie ein Bremer Start-up Psoriasis-Patienten entlastet</h2><p>Im Interview vom Hautnetz Deutschland e.V. wird Jan Elsner vorgestellt, der Gründer von <a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/studie-fuer-lichttherapie-skinuvita-abgeschlossen-r1255/">Skinuvita</a>. Er ist seit seiner Kindheit an Psoriasis erkrankt. Sein Start-up hat ein digitales Heimtherapiesystem entwickelt, das es ermöglicht, eine bewährte Lichttherapie von zuhause aus durchzuführen – mit ärztlicher Begleitung. Das Interview zeigt, wie aus einer persönlichen Frustration über zeitaufwendige Arzttermine eine Lösung entstand, die das alltägliche Leben mit chronischen Hauterkrankungen praktischer gestaltet.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external nofollow" href="https://www.linkedin.com/pulse/interview-mit-jan-elsner-founder-ceo-von-skinuvita-h2yqe/"><mark data-i-background-color="yellow">Interview lesen</mark></a><br> </p><h2><span class="ipsEmoji" title="">🧬</span>Was, wenn der TNF-Blocker bei Psoriasis arthritis nicht mehr hilft?</h2><p>Wenn eine TNF-Inhibitor-Therapie bei Psoriasis arthritis nicht mehr wirkt oder nicht vertragen wird, bieten neuere Biologika wie IL-17- und IL-12/23-Inhibitoren Alternativen mit teilweise besseren Ergebnissen. Ein Wechsel zu einem anderen TNF-Inhibitor ist weniger erfolgversprechend als der Umstieg auf andere Wirkstoffklassen. </p><p>Dieser Artikel in der "Gelben Liste" fasst die Ergebnisse der sogenannten AgAIN-Studie zusammen, die erstmals zwei Biologika direkt miteinander verglichen hat, um die beste Folgetherapie zu finden. Er belegt, dass in diesem Fall der Wirkstoff Secukinumab deutlich bessere Erfolge erzielt als ein TNF-Inhibitor: Die Beweglichkeit verbesserte sich bei doppelt so vielen Patienten, Schmerzen und Erschöpfung nahmen stärker ab und auch die Haut heilte häufiger vollständig ab.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external" href="https://www.gelbe-liste.de/rheumatologie/psoriasis-arthritis-secukinumab-wirksamkeit-nach-tnf-inhibitor-versagen">Artikel lesen (oder zum Arzt mitnehmen)</a></p><h2><span class="ipsEmoji" title="">🎬</span> Gesundheits-Coachings unter der Lupe: Wann wird es fragwürdig?</h2><p>Der Reportage „Das Geschäft mit dem Coaching – zwischen Motivation und Manipulation" von ProSieben-Reporter Thilo Mischke untersucht ein weltweit 51 Milliarden Dollar schweres Geschäftsfeld. Der Film zeigt, dass hinter dem Begriff Coaching alles verborgen sein kann – von seriösen Trainingsangeboten bis zu dubiosen Heilsversprechungen. Besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Psoriasis ist dieses Thema relevant: Gesundheit ist eines der profitabelsten Coachingfelder, und Menschen sind bereit, erhebliche Geldbeträge auszugeben Die Reportage deckt auf, wie einige Coaches Abhängigkeitsverhältnisse schaffen und ihre Kunden in kostspieliges Coaching-Verhältnisse locken. Für Patientinnen, die nach Lösungen für ihre Beschwerden suchen, ist es wichtig zu wissen, welche Warnsignale es bei unseriösen Angeboten gibt.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external nofollow" href="https://www.joyn.de/bts/serien/thilo-mischke/nur-eine-frage-bis-jemand-stirbt-thilo-mischke-deckt-fatale-missstaende-in-life-coach-szene-auf-98261">Folge ansehen</a></p><h2><span class="ipsEmoji" title="">⏰</span> Chronopharmakologie: Wann ist die beste Zeit für das Medikament?</h2><p>Ein Beitrag in der "Apotheken-Umschau" führt in die sogenannte Circadiane Medizin ein, die die Rolle unserer inneren 24-Stunden-Uhr bei der Steuerung grundlegender Körperprozesse wie dem Immunsystem und Entzündungsreaktionen untersucht. Der Text zeigt sachlich auf, wie eine exakt an den individuellen Tagesrhythmus angepasste Medikamenteneinnahme (Chronopharmakologie) die medizinische Behandlung künftig verbessern kann – insbesondere bei chronischen Entzündungserkrankungen wie Psoriasis, deren Symptome natürlichen Tagesschwankungen unterliegen.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external" href="https://www.apotheken-umschau.de/podcast/episode/ne-dosis-wissen-der-medizin-podcast-fuer-menschen-im-gesundheitswesen/heilen-im-takt-der-inneren-uhr-was-kann-circadiane-medizin-1493721.html">Artikel lesen</a></p><h2><span class="ipsEmoji" title="">📰</span> Familiäre Häufung: Wenn Psoriasis und <abbr title="Multiple Sklerose">MS</abbr> zusammenkommen</h2><p>Eine australische Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Multipler Sklerose: Bei <abbr title="Multiple Sklerose">MS</abbr>-Patienten tritt Schuppenflechte mit 13,7 Prozent deutlich häufiger auf als in der Normalbevölkerung. Bei Familienmitgliedern von <abbr title="Multiple Sklerose">MS</abbr>-Patienten ist Psoriasis sogar in 17 Prozent der Fälle vertreten. Forscher vermuten gemeinsame genetische Faktoren und immunologische Mechanismen als Ursache.</p><p style="text-align:center;"><a rel="external nofollow" href="https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/detail/dermokosmetik/psoriasis-erhoehtes-risiko-fuer-ms-patienten/">Artikel lesen</a></p><hr><p><span class="ipsEmoji" title="">💡</span> <strong>Willst du unsere Lese-, Hör- und Gucktipps eine Woche früher als alle anderen bekommen?</strong> Dann <a rel="external nofollow" href="https://steady.page/de/psoriasisnetz/about">werde Fördermitglied</a>.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">1410</guid><pubDate>Mon, 06 Apr 2026 05:24:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
