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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/8/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Haut&#xE4;rzte geben eine erste Einsch&#xE4;tzung online &#x2013; f&#xFC;r 39 Euro</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/onlinedoctor-hautarzt-diagnose/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_12/onlinedoctor-de-screenshot.jpg.0cb85d19d0fed58e8c99da0d21625ca9.jpg" /></p>

<p>
	Über das Internetportal OnlineDoctor kann sich jeder eine Expertenmeinung holen, worum es sich bei einem Hautproblem handeln könnte. Die Ärzte, die diese Beratung anbieten, sind allesamt in Deutschland zugelassene Hautärzte.
</p>

<h2>
	So funktioniert der OnlineDoctor
</h2>

<p>
	Beim Start der Beratung wählt der Nutzer aus, welcher Hautarzt sich seiner annehmen soll. Das kann einer in der Nähe sein, aber im Prinzip kann jeder Arzt ausgewählt werden. Bislang sind 110 Hautärzte dabei. In Sachsen, Thüringen oder im Saarland ist die Auswahl mit jeweils einem Mediziner nicht so groß, in Nordrhein-Westfalen dagegen deutlich besser. Von jedem Arzt gibt es ein Foto, eine Angabe zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten und die Anschrift der Arztpraxis.
</p>

<p>
	Um ihre Einschätzung abgeben zu können, brauchen die Mediziner vom Ratsuchenden drei Fotos des Hautproblems und eine Beschreibung der Symptome und der Körperstelle, an der das Hautproblem "sitzt".
</p>

<p>
	Nach dem Hochladen soll spätestens nach zwei Tagen eine Antwort da sein. Die enthält die besagte erste Einschätzung und eine Empfehlung, wie weiter vorgegangen werden soll.
</p>

<p>
	Der Service kostet 39 Euro.
</p>

<p>
	Hinter dem Angebot steckt ein Startup aus der Schweiz. Für den Betrieb in Deutschland gibt es eine Partnerschaft mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Der Server steht in Deutschland, der Transfer der Daten wird laut BVDD moderner Verschlüsselung gesichert.
</p>

<h2>
	Unsere Meinung zum "OnlineDoctor"
</h2>

<p>
	Das Angebot ist aus unserer Sicht praktikabel für alle, denen es 39 Euro wert ist, das tage- oder wochenlange Warten auf einen Termin und dann noch Zeit im Wartezimmer zu vermeiden. Auf die Weise lässt sich auch aus dem Urlaub sonstwo auf der Welt schnell ein Hautproblem klären. Und mehr als ein "Ersthelfer" will OnlineDoctor auch gar nicht sein.
</p>

<p>
	Eine "normale" Schuppenflechte lässt sich von einem Facharzt auch auf Fotos erkennen, und jedes Smartphone macht heute ausreichend gute Fotos. Sobald es kniffliger wird, ist ohnehin ein Besuch in der echten Arztpraxis nötig – und für die langwierige Behandlung einer chronischen Erkrankung wie der Psoriasis sowieso.
</p>

<p>
	Wer sich das Angebot einmal ansehen will – hier entlang: <a href="https://www.onlinedoctor.de/de/" rel="external nofollow">OnlineDoctor</a>.
</p>

<p>
	Und wer eine Alternative sucht – es gibt noch andere Angebote zur schnellen Auskunft bei Haut-Sorgen: zum Beispiel den <a href="https://online-hautarzt.net" rel="external nofollow">Online-Hautarzt AppDoc</a> von Heidelberger Ärzten (der auch günstiger ist) oder <a href="http://help.doccheck.com/patienten" rel="external nofollow">DocCheck Help</a>, das für 9 Euro pro Anfrage Chats oder Telefongespräche mit Ärzten bietet.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1055</guid><pubDate>Fri, 20 Dec 2019 18:47:40 +0000</pubDate></item><item><title>Grenzstrahlen &#x2013; was sind das f&#xFC;r Strahlen?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/grenzstrahlen-%E2%80%93-was-sind-das-fuer-strahlen-r1156/</link><description><![CDATA[
<div>
	<div>
		<p>
			Grenzstrahlen sind langwellige Röntgenstrahlen. Sie werden nach ihrem Erfinder auch Bucky-Strahlen genannt. Manchmal, aber wirklich nur manchmal, werden Hauterkrankungen damit behandelt.
		</p>

		<p>
			Im Oktober 2016 <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27747909" rel="external nofollow">berichteten britische Forscher</a> von ihren Erfahrungen aus 6 Jahren Anwendung der Grenzstrahlen. Sie hatten die Wirkung unter anderem bei 36 Patienten mit Kopfschuppenflechte und bei 22 Patienten mit Ekzem oder Psoriasis an Händen und Füßen untersucht.
		</p>

		<h2>
			Ergebnis bei Kopfpsoriasis
		</h2>

		<p>
			13 der 36 Patienten mit Kopfpsoriasis waren nach der Behandlung erscheinungsfrei.Bei 19 Patienten war eine deutliche Verbesserung zu sehen. 3 bemerkten eine minimale Besserung, bei einem Patienten geschah nichts. Doch nur bei 8 Patienten blieb es später auch bei einer Erscheinungsfreiheit oder deutlichen Verbesserung.
		</p>

		<h2>
			Ergebnis bei Schuppenflechte (und Ekzem) an Händen und Füßen
		</h2>

		<p>
			Untersucht wurde die Wirkung der Grenzstrahlen auch bei 22 Patienten mit einer Schuppenflechte oder einem Ekzem an Händen und Füßen. Sieben davon kamen zu einer Erscheinungsfreiheit, neun zu einer deutlichen Verbesserung. Zwei bemerkten nur leichte Veränderungen, vier konnten keine Änderung sehen.
		</p>

		<h2>
			Ergebnis bei Nagelerkrankungen (inklusive Nagelschuppenflechte)
		</h2>

		<p>
			Unter den Untersuchten waren 27 Menschen mit krankhaften Nagelveränderungen (Nageldystrophie), die meisten davon hatten eine Nagelpsoriasis. Hier erreichte nur ein Teilnehmer eine Erscheinungsfreiheit. Sieben Patienten berichteten eine deutliche Verbesserung. Acht Patienten bemerkten nur minimale Veränderungen und elf keine Verbesserung.
		</p>

		<h2>
			Fazit der Studie
		</h2>

		<p>
			Die Autoren der Studie schreiben als Fazit ihrer Studie: „Die Behandlung mit Grenzstrahlen ist eine wirksame Therapie für einige chronisch-entzündliche Hauterkrankungen, die auf übliche Therapien nicht reagieren. Die Zeit der Erscheinungsfreiheit bei Kopfschuppenflechte war bei manchen Patienten gut, aber enttäuschend kurz für andere.“ Künftige Studien sollten untersuchen, ob unterschiedliche Dosen („Dosierungen“) helfen könnten.
		</p>
	</div>
</div>

]]></description><guid isPermaLink="false">1156</guid><pubDate>Fri, 11 Oct 2019 16:40:00 +0000</pubDate></item><item><title>Es ist wieder Zeit f&#xFC;r die Grippe-Impfung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/grippeimpfung-influenza/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_09/spritzen-zubehoer-schale.jpg.a64a7df89b081a1df7cb3350d1b468a1.jpg" /></p>
<p>
	Influenza – die echte Grippe – haut einen um: Sie kommt mit Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und Erkältungssymptomen und setzt einen für mindestens ein, eher zwei Wochen außer Gefecht. Der Herbst ist die beste Zeit für eine Grippeimpfung, auch und gerade für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	Die DKV Deutsche Krankenversicherung hat ihren Gesundheitsexperten Dr. Wolfgang Reuter dazu befragt und die wichtigsten Antworten zusammengestellt:
</p>

<div>
	<div>
		<strong>Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeimpfung?</strong>

		<p>
			Am besten ist eine Impfung im Oktober oder November. Bis der Körper einen ausreichenden Grippeschutz aufgebaut hat, dauert es in der Regel 10 bis 14 Tage. Natürlich ist auch eine Impfung nach November möglich. Sogar noch während der Grippewelle selbst – solange der Betroffene nicht bereits erkrankt ist. Über den Verlauf der aktuellen Grippesaison hält die <a href="https://influenza.rki.de/" rel="external nofollow" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft Influenza</a> am Robert Koch-Institut (RKI) auf dem Laufenden.
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Für wen ist die Grippeimpfung empfehlenswert?</strong>

		<p>
			Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte sich derjenige impfen lassen, der ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe hat. Dazu zählen über 60-Jährige, <strong>Personen mit chronischen Krankheiten</strong> oder einer Immunschwäche, medizinisches sowie Pflegepersonal und Personen, die häufig mit anderen Menschen in Kontakt kommen, etwa Lehrer oder Verkäufer. Zu einer Impfung wird auch Personen geraten, die direkten Kontakt zu Geflügel oder Wildvögeln haben. Das soll verhindern, dass sich Vogelgrippe-Erreger unter die gewöhnlichen Grippeviren mischen.
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Wird die Grippeimpfung auch Schwangeren empfohlen?</strong>

		<p>
			Für Schwangere ist die Grippeimpfung ebenfalls ratsam. Sie sollte allerdings erst ab dem vierten Monat erfolgen, nur bei chronischen Grunderkrankungen schon früher. Von der Impfung profitieren auch Neugeborene in ihren ersten Lebensmonaten, da die Antikörper der Mutter über die Plazenta auf das Kind übergehen.
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Kan man sich impfen lassen, wenn man erkältet ist?</strong>

		<p>
			Prinzipiell kann sich jeder impfen lassen, selbst mit einem leichten Infekt. Das menschliche Immunsystem kann mehrere Abwehraufgaben gleichzeitig bewältigen. „Eine schwere Infektion mit über 38,5°C Körpertemperatur sollten Betroffene aber erst auskurieren, bevor sie sich impfen lassen
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Wer sollte bei der Impfung sonst noch etwas beachten?</strong>

		<p>
			Sportler sollten beachten, dass die körpereigene Abwehr nach einer Impfung mehr leisten muss, um Antikörper aufzubauen. Daher ist es ratsam, in den ersten drei Tagen nach einer Impfung auf Sport zu verzichten. Allergiker sollten auf jeden Fall vor der Impfung mit ihrem Arzt Rücksprache halten. So ist beispielsweise Hühnereiweiß Bestandteil des Impfstoffes. Eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ist nicht bekannt.
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Kann man trotz Impfung eine Grippe bekommen?</strong>

		<p>
			Trotz Grippeimpfung gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Das hängt von der Zusammensetzung des Impfstoffs ab. Stimmt er mit den tatsächlich kursierenden Viren überein, schützt die Impfung aber meist sehr gut. Wer sich trotz Impfung ansteckt, bei dem verläuft die Krankheit meist milder.
		</p>
	</div>

	<div>
		<strong>Warum soll man sich jedes Jahr impfen lassen?</strong>

		<p>
			Grippeviren sind sehr wandlungsfähig und können sich von Jahr zu Jahr verändern. Aus diesem Grund wird der Impfstoff jährlich an die voraussichtlich zirkulierenden Influenzaviren angepasst. Auch wenn sich im Vergleich zum Vorjahr die Zusammensetzung des Impfstoffes nicht verändert hat, wird empfohlen, die Impfung jährlich aufzufrischen. Die Schutzwirkung lässt mit der Zeit nach. In der Regel wirkt die Impfung zwischen sechs und zwölf Monate. Studien haben zudem ergeben, dass wiederholt Geimpfte besser vor schweren Influenza-Verläufen geschützt sind.
		</p>
		<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="34525" data-embedcontent="" data-embedid="embed5963205421" id="ips_uid_5747_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/bei-schwerer-oder-moderater-schuppenflechte-unbedingt-impfen-lassen?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

		<p>
			 
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1048</guid><pubDate>Tue, 24 Sep 2019 10:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenforum: Eine Apothekerin antwortete auf alle Fragen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/apotheke-expertenforum/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_08/apotheke-expertenforum.jpg.d32c8e67a91915ad41afed8a62dda1c9.jpg" /></p>

<p>
	Welche Creme pflegt meine trockene Haut besonders gut? Wie bewahre ich meine Salbe am besten auf? Warum wird heute so selten noch eine Creme in der Apotheke angerührt? Gibt es eine Rezeptur für eine Tinktur bei Schuppenflechte am Kopf? Welche Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel würde mir eine Apothekerin empfehlen? Was ist mit Vitamin-D6-Kapseln? Warum soll ich überhaupt in die Apotheke gehen?
</p>

<p>
	In unserem Expertenforum konnten Betroffene alles fragen, was sie von einer Apothekerin schon immer wissen wollten. Vom 16. bis 18. September 2019 antwortete die Apothekerin Katrine Martens aus der Oran-Apotheke in Berlin auf alles, was in der Apotheke ungefragt bleibt – sei es, weil es einem unangenehm ist, weil gerade keine Zeit ist oder warum auch immer.
</p>

<p>
	Die Fragen konnten <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/165-fragen-in-der-apotheke/" rel="">in unserem Forum</a> gestellt werden. Dort kannst du jetzt auch nachlesen, was gefragt wurde – und wie die Antworten lauteten.
</p>

<p>
	Das Projekt wurde im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziert durch die Barmer.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="png" data-fileid="19661" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_12/image-2.png.5f6cc0c3d0037972520b438f1984975c.png" rel=""><img alt="Logo Barmer" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19661" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_12/image-2.png.5f6cc0c3d0037972520b438f1984975c.png" loading="lazy"></a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1045</guid><pubDate>Sat, 31 Aug 2019 11:15:00 +0000</pubDate></item><item><title>Online-Sprechstunden sind beliebt &#x2013; theoretisch</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/onlinesprechstunde/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_08/videoarzt.jpg.e7d8b1856847b856f3db81034df86b46.jpg" /></p>
<p>
	Der Digitalverband Bitkom verkündete kürzlich die Ergebnisse einer Umfrage unter 1005 Personen. Die waren gefragt worden: "Stellen Sie sich vor, Sie könnten eine Online-Sprechstunde bei einem Arzt besuchen. Was wären für Sie persönlich die drei wichtigsten Vorteile der Online-Sprechstunde?“
</p>

<p>
	Die Ergebnisse wurden hochgerechnet auf alle Deutschen. Die größten Vorteilen der Online-Sprechstunde sahen die Befragten darin,
</p>

<ul>
	<li>
		dass sie Zugang zu weit entfernten Ärzten, besonders Fachärzten haben (64 Prozent der Befragten nannten diesen Punkt)
	</li>
	<li>
		dass die Wartezeit entfällt (53 Prozent)
	</li>
	<li>
		dass sie nicht mehr Gefahr laufen, sich im Wartezimmer anzustecken (43 Prozent)
	</li>
	<li>
		dass die Anfahrt zur Praxis entfällt (34 Prozent)
	</li>
	<li>
		dass sie bei einer Krankheit nicht mehr unbedingt das Haus verlassen müssen (33 Prozent)
	</li>
	<li>
		dass die Kosten für die Anfahrt zum Arzt entfallen (17 Prozent)
	</li>
</ul>

<p>
	Nur 13 Prozent können für sich keinen Vorteil einer Online-Sprechstunde erkennen.
</p>

<p>
	Außerdem ergab die Umfrage: Fast jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, das Angebot einer Online-Sprechstunde zu nutzen. Fünf Prozent haben das schon einmal getan.
</p>

<h2>
	Rechtslage und Technik zur Video-Sprechstunde
</h2>

<p>
	Die Krankenkassen übernehmen seit April 2017 die Kosten einer Online-Sprechstunde. Im Mai 2018 beschloss der Deutsche Ärztetag, dass sich Patienten auch dann in einem Videochat behandeln lassen können, wenn sie vorher noch nie bei dem Arzt in der Sprechstunde waren.
</p>

<p>
	Bei einer Online-Sprechstunde sehen und sprechen sich Arzt und Patient per Video. Beide brauchen eine Internetverbindung, eine Webcam, Lautsprecher und ein Mikrofon – also Technik, die in Smartphones oder Tablets ohnehin enthalten ist. Der technische Anbieter der Videolösung muss sich vorher prüfen lassen, ob er für einen sicheren Ablauf sorgen kann.
</p>

<h2>
	Ein Einwurf
</h2>

<p>
	Man könnte das Ergebnis auch anders ausdrücken: Nur einer von drei Deutschen kann sich vorstellen, eine Online-Sprechstunde zu nutzen. Und sehr wenige haben das auch schon einmal gemacht.
</p>

<p>
	Das ist schade.
</p>

<p>
	Online- oder Videosprechstunden sind ohne Zweifel eine Erleichterung für viele, gerade für chronisch Kranke. Mit dem Arzt mal schnell sprechen – das klingt nach einer bequemen Lösung für beide Seiten. Kameras in Smartphones oder Tablets sind inzwischen wirklich so gut, dass auch Hauterkrankungen wie die Schuppenflechte gut zu erkennen wären.
</p>

<p>
	Doch Online-Sprechstunden stoßen an ihre Grenzen, sobald der chronisch Kranke wegen seiner Medikamente regelmäßig zur Blut- oder Urinuntersuchung muss. Da müssten Ärzte besser kooperieren. So könnte der Hausarzt in der Nähe die Befunde erheben und dem Facharzt übermitteln. Wenn das dann noch auf Wunsch automatisch in eine elektronische Patientenakte einfließen könnte – nicht auszudenken! ?
</p>

<p>
	Noch praktischer wäre, wenn man mit seinem Hautarzt oder Rheumatologen per Mail kommunizieren könnte. Dann könnten sich Patienten und Ärzte damit beschäftigen, wann immer sie Zeit haben und müssten nicht einmal zeitgleich an einem Rechner sitzen. Dann würden vielleicht auch mehr Psoriasis-Patienten wieder mal einen Arzt um Rat fragen und nicht aufgeben oder zweifelhaften Anbietern folgen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1043</guid><pubDate>Sat, 03 Aug 2019 19:44:36 +0000</pubDate></item><item><title>Warum man jetzt in Apotheken l&#xE4;nger wartet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/apothekenwartezeit/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_07/In-der-Apotheke.jpg.be0e3aafa7de1151211a86f8b7938920.jpg" /></p>

<p></p><p>Seit 1. Juli 2019 ist es für Patienten und Apotheker deutlich aufwendiger geworden, ein Kassen-Rezept einzulösen. Die Apothekerinnen benötigen mehr Zeit, um das richtige Präparat auszuwählen. Deshalb müssen die Patienten länger warten. Häufiger als früher müssen sie sogar noch einmal wiederkommen. Denn das Medikament muss erst bestellt werden. Trotz aktualisierter Apotheken-Software ist zu befürchten, dass sich das nicht so schnell ändern wird. Schuld daran ist ein Vertrag zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und dem Apothekerverband. Dessen komplizierte Regelungen verlangen eine umfangreiche Prüfung. Die geht eindeutig zulasten der Patienten. Um Zeit zu sparen, sollte man sein Rezept <em>vorher</em> per Telefon, Fax oder Online-Formular seiner Haus-Apotheke<em> </em>durchgeben. Die neuen Vorschriften könnten aber auch dazu führen, dass Patienten ihre Rezepte verstärkt bei Versand-Apotheken einlösen. Im Internet gibt es keine Wartezeiten.</p><p></p><h2>Patientin wartet, Apotheker grübeln</h2><p></p><p>Sicherlich wird es seit Anfang Juli 2019 in vielen Apotheken ähnlich ablaufen: Eine Patientin gibt ihre Verschreibung ab. Die Apothekerin schaut in den Computer und nach einer Weile bittet sie zwei Kolleginnen hinzu. Zu Dritt stehen sie und diskutieren. Dann schließlich erfährt die Patientin, dass das ausgewählte Präparat nicht am Lager ist. Es müsse erst bestellt werden. Gleichartiges habe man zwar da, dürfe es ihr aber nicht geben. „Das ist eine Katastrophe für Patienten und Apotheker“, meint Katrine Martens von der Berliner <em>Oran-Apotheke</em>. Weshalb ist es in vielen Fällen komplizierter geworden,  Kassenpatienten das „richtige“ Medikament auszuhändigen? Bei Privatpatienten bzw. Privat-Rezepten geht es nach wie vor einfacher.</p><p></p><h2>Krankenkassen wollen sparen </h2><p></p><p>Geregelt wird dieses komplizierte Verfahren im <a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/arzneimittel/rahmenvertraege/apotheken/20190101_AM_Rahmenvertrag_129_Absatz-2_SGB-V.pdf" rel="external nofollow">Rahmenvertrag für die Arzneimittelversorgung</a> vom 01.01.2019. Ziel ist es, die Ausgaben der Krankenkassen niedrig zu halten. Ein von den Kassen zu erstattendes Arzneimittel darf erst dann abgegeben werden, wenn alle im Vertrag geregelten Voraussetzungen geprüft wurden („Abgabe-Rangfolge“).</p><p></p><p>Bevor die Patientin ihr Medikament erhält, muss die Apothekerin in mehreren Schritten abfragen, was sie am Ende tatsächlich abgeben darf. Diese Prüfung muss sie dokumentieren, um ihre Auswahl gegenüber der Krankenkasse begründen zu können. Gegenüber vorher müssen jetzt mehr Dinge berücksichtigt werden. Und es können, vor allem in der Anfangsphase, mehr Fehler gemacht werden. Deshalb dauert es länger, bis man sein Medikament bekommt.</p><p></p><h2>10 Schritte bis zur Medikamenten-Ausgabe</h2><p></p><ol><li>Wird auf dem Rezept das Produkt eines Herstellers (Handelsname) genannt? <p>Dann gilt folgendes:</p></li><li>Ist das Feld „<a href="https://www.deutschesapothekenportal.de/rezept-retax/dap-lexikon/aut-idem-kreuz/" rel="external nofollow">aut idem</a>“ markiert (z. B. durch Kreuz, Kringel, Haken, Strich)? <p>Oder steht das Arzneimittel auf der <a href="https://www.deutschesapothekenportal.de/rezept-retax/substitutionsausschlussliste/" rel="external nofollow">Substitutions-Ausschlussliste</a>, wie z.B. Ciclosporin? </p><p>Dann darf <strong>nur</strong> das verschriebene Marken-Präparat abgegeben werden. Gibt es das als preisgünstigen Import? Dann würde man das auswählen.</p><p>Wenn nein, gilt folgendes:</p></li><li>Gibt es für das Arzneimittel einen Rabattvertrag der Kasse der Patientin? Wenn ja, darf nur zwischen gleichartigen Rabatt-Präparaten dieser Krankenkasse gewählt werden.<p>Wenn nein, gilt folgendes:</p></li><li>Welches sind die vier günstigsten Angebote am Markt? <em>Nur davon</em> darf eines für die Patientin ausgewählt werden. <p>„Haben wir etwas übersehen und irren uns nur um 2 Cent“, so Apothekerin Martens, „bekommen wir das gesamte Rezept nicht erstattet“.</p></li><li>Ist das auf dem Rezept genannte Präparat unter den vier günstigsten zu finden? Dann bildet dessen Preis die Obergrenze („Preis-Anker“). Es darf kein noch so geringfügig teueres abgegeben werden. Selbst wenn die Apotheke die anderen drei vorrätig hat.</li><li>Diese Preisobergrenze gibt es nicht, wenn anstatt eines Medikamenten-Namens lediglich ein Wirkstoff verschrieben wurde. <strong>Patienten sollten darauf achten, dass auf dem Rezept möglichst ein Wirkstoff und kein Handelsname steht.</strong></li><li>Ausnahme <a href="https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelzulassung/Arzneimittelinformationen/Lieferengpaesse/_functions/Filtersuche_Formular.html?queryResultId=null&amp;pageNo=0" rel="external">Liefer-Engpass</a>: Wenn alle vier ausgewählten Niedrigpreis-Produkte nicht lieferbar sind, darf das billigste <em>lieferbare</em> abgegeben werden.</li><li>Ausnahme <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Akutversorgung" rel="external nofollow">Akutversorgung</a>, d.h. die Patientin muss <em>sofort</em> mit dem Medikament behandelt werden: Dann darf die Apothekerin das billigste abgeben, das sie <em>am Lager</em> hat. Das gilt auch im Notdienst.</li><li>Ausnahme <a href="https://www.deutschesapothekenportal.de/rezept-retax/pharmazeutische-bedenken/" rel="external nofollow">pharmazeutische Bedenken</a>, d.h. die Patientin verträgt die vier ausgesuchten Präparate nicht. Zum Beispiel wegen Allergien oder Wechselwirkungen. Dann werden unter den Medikamenten, die <em>bedenkenlos</em> abgegeben werden können, die vier preiswertesten ausgesucht.</li><li>Die Ausnahmefälle dürfen nicht teurer sein, als das Medikament, das auf dem Rezept steht. Es sei denn, der Arzt willigt ein.</li></ol><p></p><h2>Importquote ist einzuhalten</h2><p></p><p>Hinzu kommt, dass die Apotheken eine Importquote erfüllen müssen. Das bedeutet, vom gesamten Umsatz müssen <em>pro Kasse</em> und <em>pro Quartal</em> 5 % der Verschreibungen Import-Medikamente sei. Wenn die Apotheke diese Quote nicht erfüllt, wird ihr von den Kassen Geld abgezogen (Malus). Erfüllt sie jedoch die Importquote, erhält sie einen Bonus. </p><p></p><p>Diese Importförderung ist <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/09/13/widerstand-gegen-die-importfoerderung-waechst" rel="external nofollow">politisch heftig umstritten</a>. Mit Rabattverträgen würde schon jetzt deutlich mehr Geld eingespart, als durch Importe. Vor allem wird befürchtet, dass damit Kriminelle angelockt werden. In der Vergangenheit wurden gefälschte oder im Ausland gestohlene Arzneimittel in Umlauf gebracht. Das soll inzwischen durch einen <a href="https://www.abda.de/themen/arzneimittelsicherheit/securpharm/" rel="external nofollow">Sicherheitscode auf jeder Verpackung</a> verhindert werden. Kritisiert wird aber auch der massive Lobby-Einfluss des größten Medikamenten-Importeurs in Deutschland. </p><p></p><h2>Statt größerer Verpackung höhere Zuzahlungen </h2><p></p><p>Neu geregelt ist außerdem, wie mit reinen Mengenangaben und unklaren Verpackungsgrößen auf dem Rezept umgegangen werden soll. Im Zweifelsfall wird immer die kleinste Verpackung abgegeben. </p><p></p><p>Patienten wird es vor allem ärgern, dass die Apotheken zukünftig nicht <em>eine</em> größere Verpackung (z.B. 150 Stück) ausgeben dürfen, wenn <em>mehrere</em> kleinere (z.B. 3 x 50) verschrieben wurden. Sie zahlen dann statt 10 Euro insgesamt 30 Euro hinzu. </p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1039</guid><pubDate>Thu, 11 Jul 2019 16:03:44 +0000</pubDate></item><item><title>Haare f&#xE4;rben trotz Kopf-Psoriasis &#x2013; worauf du achten solltest</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/haarefaerben-kopfpsoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_06/haarefaerben-friseur.jpg.15a4cc6f367e37cf0e0f54e501bd17b1.jpg" /></p>

<p>
	Spricht etwas dagegen, sich die Haare zu färben oder zu tönen, obwohl man eine Psoriasis auf der Kopfhaut hat? Grundsätzlich nein! Bisher haben wir von Betroffenen nie etwas über Probleme beim Haarfärben gehört. Das kann natürlich auch daran liegen, dass man aufgetretene Probleme nicht mit dem Färben der Haare verbunden hat.
</p>

<p>
	Wer sich mit dem Thema beschäftigt, stößt schnell auf Warnungen vor gesundheitlichen Risiken – nicht nur für Hautkranke. Deshalb ist es sinnvoll, sich einmal ausführlich sachkundig machen, um zu wissen, worauf man sich einlässt. Jugendliche gelten als besonders allergiegefährdet. <a href="https://friseur-news.de/themenwelt/branche-und-friseurwelt/haarfarben-unter-16-verboten" rel="external nofollow" target="_blank">Für sie gibt es gesonderte Regeln</a>. Seit 2019 wird ein Verfahren angeboten, mit der die Kopfhaut beim Haarefärben erheblich geschützt wird.
</p>

<h2>
	Kopfhaut nimmt Inhaltsstoffe leichter auf
</h2>

<p>
	Die Kopfhaut wird durch Haarfarbe <em>immer</em> gereizt. Jede mechanische oder chemische Belastung der Haut kann eine Schuppenflechte verschlimmern (<span ipsnoautolink="true">Köbner-Phänomen</span>). Hinzu kommt, dass die Schutzfunktion der Hautbarriere bei einem aktuellen Psoriasis-Schub herabgesetzt ist. Dann können Stoffe der Haarfärbemittel leichter auch in die Haut eindringen. Das ist besonders riskant, wenn man offene Schuppenflechte-Stellen hat. Deshalb sollte man die Haare erst dann färben, wenn man die Kopf-Psoriasis gut im Griff hat.
</p>

<p>
	Schonender für die Haut ist es, wenn die Haare fachgerecht, also zum Beispiel von einer Friseurin, gefärbt werden. Im Gegensatz zur Prozedur zuhause gelangt dann weniger Farbe direkt auf die Kopfhaut. Am wenigsten wird sie bei (Folien-) Strähnen belastet.
</p>

<p>
	Wer seine Psoriasis auf dem Kopf behandelt, sollte klären, ob es Wechselwirkungen des Arzneimittels mit dem Haarfärbemittels geben könnte. Sonst kommt es eventuell zu unerwünschten Farben oder zu Nebenwirkungen. Das kann man in der Apotheke erfragen oder direkt beim Hersteller.
</p>

<h2>
	Künstliche Haarfarben
</h2>

<p>
	<a href="https://www.gesundheitswissen.de/dermatologie/gesundheitsrisiko-haarefaerben/" rel="external nofollow" target="_blank">Die meisten greifen zu chemischen Mitteln</a>, weil damit jeder Farbwunsch umgesetzt werden kann. Außerdem hält die Farbe länger. Das Risiko: Künstliche Haarfarben enthalten Ammoniak und allergieauslösende Substanzen. Vor allem wegen der Allergene <a href="https://friseur-news.de/themenwelt/branche-und-friseurwelt/haarfarben-unter-16-verboten" rel="external nofollow" target="_blank">schreibt die EU-Kosmetikverordnung für Haarfärbemittel Warnhinweise vor</a>: „Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt“. Jugendliche sind besonders allergie-gefährdet!
</p>

<h3>
	Ammoniak schwächt Hautbarriere
</h3>

<p>
	Ammoniak bewirkt, dass die Haare die Farbe besser aufnehmen. Gleichzeitig verändert es die Kopfhaut basisch (alkalisch). <a href="https://www.t-online.de/leben/mode-beauty/frisuren/id_55289292/haare-faerben-gesundheitliche-risiken.html" rel="external nofollow" target="_blank">Die wird dadurch durchlässiger, z.B. auch für Chemikalien des Färbemittels</a>. Künstliche Haarfarbe ohne Ammoniak riecht zwar besser, wirkt aber schlechter und kann die Haare angreifen.
</p>

<h3>
	Starke Kontakt-Allergie möglich
</h3>

<p>
	Zwei Farbstoffe lösen besonders intensiv Kontaktallergien aus: PPD (Para-Phenylendiamin) und PTD (Para-Toluylendiamin). Wer allergisch auf PPD reagiert, tut das auch auf den Ersatzstoff PTD. Die meisten <a href="https://allergiefreie-allergiker.de/allergien/ppd-allergie/" rel="external nofollow" target="_blank">PPD-Allergien</a> entwickeln sich durch den erstmaligen Kontakt mit anderen Produkten: dunkel gefärbte Textilien, Leder, Schuhe, Lacke, Schwarzgummi, manche Kunststoffe, Henna-Körperfarben sowie Tinte und Druckertinte.
</p>

<p>
	In Haarfärbemitteln ist es bis zu einer bestimmten Menge dann erlaubt, <a href="https://www.apotheken-umschau.de/Kosmetik--Pflege/Henna-Schaedlich-oder-unbedenklich-338899.html" rel="external" target="_blank">wenn zusätzlich Stoffe enthalten sind, die das PPD neutralisieren.</a> Wer aber erst einmal darauf allergisch reagiert, muss PPD-haltige Produkte meiden. Die weltweit größte Datenbank für Kontaktallergien an der Uni Göttingen geht davon aus, dass <a href="https://www.gesundheitswissen.de/dermatologie/gesundheitsrisiko-haarefaerben/" rel="external nofollow" target="_blank">12 von 1.000 Deutschen auf PPD allergisch reagieren</a>. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt, dass in europäischen Hautkliniken <a href="https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2009/27/haare_faerben_ohne_risiko___geht_das_-31855.html" rel="external nofollow" target="_blank">3 bis 5 Prozent der Patienten PPD-allergisch</a> sind, davon ein Drittel von Haarfärbemitteln. Neben PPD und PTD sind <a href="https://www.gesundheitswissen.de/dermatologie/gesundheitsrisiko-haarefaerben/#so-schaedlich-sind-kuenstliche-farben" rel="external nofollow" target="_blank">weitere Allergene im Haarfärbemittel</a> möglich.
</p>

<h3>
	Allergie-Test nicht selbst machen
</h3>

<p>
	Oft wird geraten, z.B. in der Armbeuge auszuprobieren, ob man ein Haarfärbemittel verträgt. Experten vom BfR <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/haarfarben-selbsttest-kann-allergien-verursachen.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">raten von diesem Selbsttest ab</a>: Wer wissen will, ob er allergisch auf PPD oder verwandte Stoffen reagiert, sollte beim Arzt einen Allergietest machen lassen. Ansonsten riskiere man, die Allergie durch den Kontakt erst auszulösen, so das BfR. Das trifft nicht zu auf diejenigen, die sich schon seit langem problemlos ihre Haare färben. Die werden vermutlich kaum noch eine PPD-Allergie entwickeln. Gefährdet seien aber alle, die bereits andere Allergien haben, wie z.B. auf Duftstoffe oder Nickel. Die sollten ihre Haare anstatt zu färben nur tönen.
</p>

<h3>
	Kein Blasenkrebs durch künstliche Haarfarben
</h3>

<p>
	In der Szene der „Alternativmedizin“ wird immer noch behauptet, dass chemische Haarfärbemittel Blasenkrebs verursachen könnten. Das ist „<a href="https://www.test.de/Krebs-durch-Haarfarbe-Schnee-von-gestern-4537059-0/" rel="external" target="_blank">Schnee von gestern</a>“, sagt Professor Thomas Platzek (BfR). „Mit den heute am Markt angebotenen permanenten Haar­farben besteht kein Risiko. Sie sind alle durch aufwendige Zulassungs­verfahren gelaufen.“
</p>

<h2>
	Pflanzliche Haarfarben
</h2>

<p>
	Risikolos dagegen sind pflanzliche Haarfarben, sofern sie <em>reine</em> Naturstoffe sind. Dazu gehören Henna, Walnussschalen, Curcuma, Johannisbeeren, Baumrinden, Rhabarberwurzel, Hibiskus und Kaffee.
</p>

<h3>
	Achtung: Gefährliche Beimischungen
</h3>

<p>
	Aber selbst bei den als „natürlich“ angebotenen Pflanzenfarben kann man nicht sicher sein. <a href="https://www.gesundheitswissen.de/dermatologie/gesundheitsrisiko-haarefaerben/#die-vorteile-von-pflanzenhaarfarben" rel="external nofollow" target="_blank">So wurden in Tests krebsverdächtige und allergieauslösende Stoffe gefunden</a>. <a href="https://www.apotheken-umschau.de/Kosmetik--Pflege/Henna-Schaedlich-oder-unbedenklich-338899.html" rel="external" target="_blank">Henna-Haarfarben enthielten z.B. PPD</a>, damit es schneller geht und intensiver wirkt. Vor allem in Asia-Läden, <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/henna_haarfaerbemittel_mit_p_phenylendiamin_ppd_stellen_ein_gesundheitsrisiko_dar.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">so dass BfR</a>, werden solche Haarfärbemittel angeboten.
</p>

<p>
	Produkte ohne Angabe der Inhaltsstoffe sollte man meiden. Die Bezeichnung „Natur“ ist nicht geschützt. Angaben wie „auf pflanzlicher Basis“ oder „überwiegend pflanzlich“ sind verdächtig. In Naturprodukten aus außereuropäischen Ländern sind regelmäßig Schadstoffe gefunden.
</p>

<h3>
	Sichere Pflanzen-Haarfarben
</h3>

<p>
	Bei Bio-Siegeln für Kosmetika dagegen weiß man, dass es sich um reine Naturprodukte aus ökologisch kontrolliertem Anbau handelt, wie z.B. <a href="https://www.natrue.org/de/" rel="external nofollow" target="_blank">NaTrue</a> oder <a href="https://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/naturkosmetik.htm" rel="external nofollow" target="_blank">BDIH</a>.
</p>

<h2>
	Kopfhaut schonendes Färben
</h2>

<p>
	Interessant wirkt ein neues Verfahren, bei dem während des Färbens die Kopfhaut abgedichtet wird. In jede Strähne wird ein kleiner Kamm eingeschoben. Die Zwischenräume zwischen den Zähnen sind mechanisch verschließbar. Damit wird die Kopfhaut an der Stelle abgedeckt und vor dem Färbemittel geschützt. Der Hersteller spricht davon, dass 99 Prozent des Farbstoffes abgehalten werden. Wie das genau funktioniert, zeigt ein <a href="https://www.opilomed.at/wp-content/uploads/2019/06/Opilomed_V4-1.mp4" rel="external nofollow" target="_blank">Video auf der Seite des Anbieters</a>.
</p>

<p>
	Das Verfahren heißt Opilomed®, angelehnt an den Friseur- Fachbegriff "Opilieren" und bedeutet „blockieren" und "schützen“ (lat.). Auf der <a href="https://www.opilomed.at" rel="external nofollow" target="_blank">Seite des Herstellers</a> kann man erfahren, welche Friseursalons schon damit arbeiten. In 2020 waren es in Österreich 25 und in Deutschland erst einer.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/haarfaerbemittel" rel="external nofollow" target="_blank">Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln</a>, Allum (Allergie, Umwelt und Gesundheit)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2009/27/haare_faerben_ohne_risiko___geht_das_-31855.html" rel="external nofollow" target="_blank">Haarfärbemittel ohne Risiko – geht das?</a> Bundesinstitut für Risikobewertung
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.hr1.de/programm/besser-leben/haare-natuerlich-selbst-faerben-mit-henna-holunder-oder-kaffeesatz,natuerlich-haare-faerben-100.html" rel="external nofollow" target="_blank">Bio statt Chemie: Haare natürlich selbst färben mit Henna, Holunder oder Kaffeesatz</a>, hr1, 12.02.19
	</li>
	<li>
		<a href="http://schrotundkorn.de/gesundheitwohlfuehlen/lesen/es-geht-auch-ohne-chemie.html" rel="external nofollow" target="_blank">Es geht auch ohne Chemie</a>, SCHROT &amp; KORN
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.oekotest.de/suche?utf8=%E2%9C%93&amp;suche=Haarfarbe&amp;commit=Suchen" rel="external nofollow" target="_blank">Tests von Haarfarben</a>, ÖKOTEST
	</li>
	<li>
		„test“ und „ÖKO-Test“, beide Mai 2016
	</li>
	<li>
		"Öko-Test" in der Ausgabe 2/2018
	</li>
</ul>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="44686" data-embedcontent="" data-embedid="embed7436591795" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut?do=embed" style="overflow: hidden; height: 412px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1037</guid><pubDate>Fri, 28 Jun 2019 10:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>Hitze-Tipps bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hitze-tipps-bei-schuppenflechte/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_06/eisessen.jpg.63841074b55af724466b9f8870089a3d.jpg" /></p>
<p>
	Wir können davon ausgehen, dass die Sommer bei uns immer heißer werden. Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius gehören dann genauso dazu, wie weitere Extrem-Wetterlagen. Menschengemachter Klimawandel eben! Ist das für Menschen mit <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> eher gut oder eher schlecht?
</p>

<p>
	Wenn sehr heiße Tage zu erwarten sind, gibt es zum Glück viele Tipps, wie man sich vor Hitzeschäden schützen kann. Allgemein gilt: Viel trinken, leicht essen, sich moderat anstrengen und luftig bekleiden – das gilt für alle, auch für Menschen mit Schuppenflechte. 
</p>

<h2>
	Das größte Problem: das Schwitzen
</h2>

<p>
	Schwitzen ist ein Mittel des Körpers, sich abzukühlen: Die Schweißtropfen verdunsten auf der Haut und geben dadurch Wärme ab. Wer viel schwitzt, verliert Flüssigkeit und Salz und sollte entsprechend viel trinken. Wenn man sich dann noch zusätzlich im Wasser erfrischt oder mehrmals duscht, werden selbst hartnäckige Schuppen weich und lassen sich leichter ablösen. Das sollte man nutzen: Nach dem Bad sanft abtrocknen und die Psoriasis-Stellen äußerlich behandeln oder die Haut insgesamt eincremen. 
</p>

<p>
	Hat man tagsüber keine Gelegenheit, die verschwitzte Haut zu reinigen, sollte man möglichst luftige, atmungsaktive Kleidung tragen. Dann schwitzt man weniger, es juckt nicht so stark und reizt die Haut nicht. Textilfasern, die die Feuchtigkeit ableiten, sind Baumwolle und Leinen. Bambus würde auch dazu gehören, wird aber <a href="https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/2560-rtkl-textilverarbeitung-stoff-aus-bambus" rel="external nofollow">meist als Chemiefaser aus Bambuszellulose angeboten</a>. Am besten wirkt Seide: Die lässt nicht nur weniger Wärme durch. „Seidenfäden haben winzige Löcher, die Feuchtigkeit (also Schweiß) von der Haut weg ‘saugen‘ können“, <a href="https://www.ds.mpg.de/2266846/2014_1" rel="external nofollow">so Holy Capelo für das Max-Planck-Institut</a>. Auch die Unterwäsche sollte angepasst sein: Baumwolle statt Synthetik, bequemer oder gar kein BH, Boxershorts. Bei den Schuhen verstärken alle Materialien das Schwitzen. Nur Leder als Obermaterial und Sohle ist atmungsaktiv. 
</p>

<p>
	Wer sich mit einem Deodorant gegen das Schwitzen schützen will, sollte vorher den <a href="https://www.test.de/Deo-Test-4708727-0/" rel="external">Test vom Juni 2019</a> lesen. Die enthaltenen Aluminumsalze sind gesundheitlich umstritten. In einigen Deos wurde ein kritischer Duftstoff gefunden. Auf Psoriasis-Stellen, selbst unter dem Arm, sollte man eher kein Deo auftragen! Das könnte brennen.
</p>

<p>
	Schweiß kann nicht verdunsten, wenn man dort schwitzt, wo Haut auf Haut liegt: Achselhöhlen, Brüste und Intimbereich. Dort wird die Haut beim Schwitzen eher gereizt und kann jucken. Wer an den Hautfalten betroffen ist (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">Psoriasis inversa</a>) sollte die Bereiche bei Hitze öfters mit klarem Wasser waschen und hinterher sorgfältig abtrocknen. Ob man dann noch eine Creme oder eher ein Puder aufträgt, muss man ausprobieren.
</p>

<h2>
	Bremst Hitze sogar die Entzündungsbotenstoffe?
</h2>

<p>
	Es könnte sein, dass Hitze, sofern man sie erträgt, positiv auf das Immunsystem wirkt. Erhöhte Körpertemperatur (als Fieber) ist eine Methode des Immunsystems, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sauna-und-psoriasis" rel="">Es wird angenommen</a>, dass Hitze die Anzahl der Leukozyten und Interleukine verringert und damit die Schuppenflechte verringert. In naturheilkundlichen Kliniken wird deshalb Psoriasis auch mit einer „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische_Hyperthermie" rel="external">Therapeutische Hyperthermie</a>“ behandelt. Aus gleichem Grund wird Psoriatikern empfohlen, in die Sauna zu gehen. Uns ist keine Studie bekannt, die das belegt. Vermutlich muss jeder für sich selbst ausprobieren, wie Hitze auf seine Schuppenflechte wirkt. Wer sich dabei entspannen kann, ob im Garten, am Strand oder in der Sauna, tut damit auf jeden Fall etwas gegen Stress! Wer sich unsicher ist, fragt den Arzt.
</p>

<p>
	Hinzu kommt, dass Sonnenbäder durch die UV-Strahlung auf die Schuppenflechte immer entzündungshemmend wirken. Experten sind sich uneinig darüber, ob therapeutische UV-Bestrahlungen das Hautkrebs-Risiko erhöhen. Trotzdem sollte man sich an empfindlichen Stellen wie das Gesicht schützen und jährlich insgesamt nicht mehr als 50 x mit UV-Licht bestrahlen.
</p>

<h2>
	Hitze und Medikamente
</h2>

<h3>
	Lagerung
</h3>

<p>
	Hitze ist vor für Cremes, Salben und Gels nicht gut. Deshalb wird empfohlen, sie in den Kühlschrank zu legen. Dabei ist es egal, in welches Fach – nur nicht ins Tiefkühlfach!
</p>

<p>
	Biologika müssen immer im Kühlschrank gelagert werden. Was viele aber nicht wissen: Beim Transport in der Kühltasche von der Apotheke nach Hause darf die Packung nicht direkt auf dem Kühl-Pad liegen. Dadurch könnten die empfindlichen Moleküle des Biologikums gefrieren. Wenn in der klaren Flüssigkeit winzig kleine Körner zu sehen ist, sollte das Medikament nicht benutzt werden. Einige Hersteller bieten Kühltaschen an, die einen direkten Kontakt verhindern.
</p>

<p>
	Von den innerlichen Medikamenten vertragen Otezla und Methotrexat-Tabletten keine Hitze. Fumaderm, Skilarence und Xeljanz sind dagegen unempfindlich gegen Temperaturschwankungen.
</p>

<h3>
	Dosierung ändern?
</h3>

<p>
	Psoriasis-Medikamente werden bei jeder Temperatur gleich dosiert. Anders bei Medikamenten, die z.B. gegen zu hohen Blutdruck gegeben werden – eine typische Begleiterkrankung bei Schuppenflechte. Bei Hitze ist der Blutdruck niedriger, weil die Blutgefäße erweitert sind. Durch ein Medikament könnte der Blutdruck zu stark sinken. Auf keinen Fall darfst Du ein Blutdruck senkendes Mittel von selbst absetzen! Wie mit dem Medikament umzugehen ist, musst Du unbedingt mit dem Arzt klären. Denn oft erhältst Du weitere herzstabilisierende Medikamente.
</p>

<p>
	Entwässernde Medikamente (<a href="https://www.ratgeber-herzinsuffizienz.de/behandeln/wirkstoffgruppen/diuretika" rel="external nofollow">Diuretika</a>) werden bei Herzschwäche (Insuffizienz) gegeben. Bei Hitze kann das nicht von selbst ausgeglichen werden. Es gilt: Wie Du Deinen Flüssigkeitshaushalt regelst, musst Du unbedingt mit dem Arzt absprechen.
</p>

<h2>
	Abkühl-Tipps von Betroffenen
</h2>

<p>
	Im Laufe der Jahre haben sich in unserer Community verschiedene Ratschläge angesammelt:
</p>

<ul>
	<li>
		Fuß- oder Arm-Bäder eiskaltem Wasser, z.B. mit Kühlaggregaten, Eiswürfel oder Gel-Kompressen
	</li>
	<li>
		Umschläge mit kaltem schwarzem Tee
	</li>
	<li>
		Salbe, Cremes, Gels aus dem Kühlschrank verwenden
	</li>
	<li>
		Meersalz-Lösung aus dem Kühlschrank aufsprühen: 10 Einheiten abgekochtes Wasser, 2 Einheiten Meersalz. Du kannst ausprobieren, ob Du den Salzanteil erhöhen willst
	</li>
	<li>
		lauwarme oder kalte Dusche vor dem Schlafengehen
	</li>
	<li>
		Schlafanzug / Nachthemd aus dem Tiefkühlfach anziehen
	</li>
	<li>
		Bettwäsche aus kühlenden Textilien wie Seide benutzen
	</li>
	<li>
		Hilfreich, aber extrem umweltschädlich: Angeblich fahren manche stundenlang in ihrem Auto wegen der Klimaanlage. Da wird es doch wohl öffentliche Räume geben, die sowieso klimatisiert sind – zum Beispiel eine Bibliothek.
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Mehr Tipps aus unserer Community findest du in der Diskussion "</em><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/19199-was-macht-ihr-bei-der-hitze-mit-der-haut/" rel="">Was macht Ihr bei der Hitze mit der Haut?</a><em>"</em>
</p>

<h2>
	Trinken
</h2>

<ul>
	<li>
		viel trinken, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen (2-3 l, bei körperlicher Anstrengung auch 4 l)
	</li>
	<li>
		keinen Alkohol trinken, weil der die <a href="https://www.kenn-dein-limit.info/news/artikel/vorsicht-alkohol-und-hitze-vertragen-sich-nicht.html" rel="external nofollow">hitzebedingt weit geöffnete Blutgefäße zusätzlich öffnet</a>. Dadurch sinkt der Blutdruck. Alkohol, vor allem Bier, entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit. Besser sind selbst gemischte Saft-Schorlen oder abgekühlter schwarzer Tee mit Zitrone.
	</li>
	<li>
		laufwarme Getränke sind besser als eiskalte, <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/trinken-bei-hitze-fuenf-irrtuemer-die-viele-glauben-a-1047147.html" rel="external nofollow">sagen die meisten, wenn auch nicht alle Experten</a>. Kalte Getränke werden auf Körpertemperatur erwärmt und erhöhen damit die Magendurchblutung. Dadurch ist weniger Blut für die Wärmeabfuhr vorhanden. Dass sie sofort "erfrischend" wirken ist eher ein Plazebo-Effekt, den uns die Werbung einredet. Wie der Kaffee, der angeblich schon nach dem ersten Schluck munter macht.
	</li>
</ul>

<h2>
	<strong>Essen</strong>
</h2>

<p>
	Um den Körper abzukühlen wird bei Hitze mehr Blut in die Haut gepumpt. Das führt dazu, dass die anderen Organe weniger durchblutet werden; auch der Magen. Mit kleineren Mahlzeiten und leicht Verdaulichem (Gemüse, Obst, nichts Scharfgewürztes) erreicht man, dass der Magen mit einer geringeren Blutmenge auskommt. 
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		„<a href="https://www.aok.de/pk/nordost/inhalt/aok-nordost-gibt-tipps-fuer-die-heissen-tage/" rel="external nofollow">Tipps für die heißen Tage</a>“, AOK Nordost
	</li>
	<li>
		„<a href="https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/gluthitze-so-essen-und-trinken-sie-richtig" rel="external nofollow">Gluthitze: So essen und trinken Sie richtig</a>“, Kaufmännische Krankenkasse
	</li>
	<li>
		„<a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/anpassung-an-extremtemperaturen-das-geheime-leben-des-koerpers-in-der-hitzewelle/24481428.html" rel="external nofollow">Das geheime Leben des Körpers in der Hitzewelle</a>“, Tagesspiegel
	</li>
	<li>
		„<a rel="">Gesundheitsgefahr durch hohe Temperaturen: Die Kranken werden kränker</a>“ , Tagesspiegel
	</li>
	<li>
		„<a href="https://www.bah-bonn.de/presse/pressemitteilungen/artikel/hitzewelle-in-deutschland-arzneimittel-richtig-lagern/" rel="external nofollow">Hitzewelle in Deutschland: Arzneimittel richtig lagern</a>“, Bundesverband der Arzneimittelhersteller
	</li>
</ul>

<h2>
	Erfahrungen von Menschen mit Schuppenflechte
</h2>

<p>
	In unserem Forum haben Betroffene ihre Tipps für die Hitze-Tage unter anderem hier aufgeschrieben:
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="12752" data-embedcontent="" data-embedid="embed3628715690" id="ips_uid_362_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/19199-was-macht-ihr-bei-der-hitze-mit-der-haut/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1036</guid><pubDate>Wed, 26 Jun 2019 16:39:00 +0000</pubDate></item><item><title>Krankenkasse muss bei Schuppenflechte ein Echthaarteil bezahlen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/peruecke-haarteil-schuppenflechte/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_05/peruecken-im-schaufenster.jpg.713ae80e162e272a624eb05d89f57ebf.jpg" /></p>

<p>
	Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat entschieden, dass die Versorgung mit einem maßgefertigten Echthaarteil bei einer Schuppenflechte aus medizinischen Gründen erforderlich sein kann. Eine Begrenzung auf einen Höchstbetrag gilt dabei nicht.
</p>

<p>
	Geklagt hatte eine 55-jähige Frau aus der Grafschaft Bentheim. Sie litt an einer <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span>, die zunehmend zu Haarausfall führte. Um die kahlen Stellen zu bedecken, beantragte sie bei ihrer Krankenkasse ein handgeknüpftes Echthaarteil.
</p>

<p>
	Die Kosten beliefen sich auf 1290 Euro. Die Kasse wollte sich aber nur mit bis maximal 511 Euro daran beteiligen. Sie meinte, dass dafür auch eine gute Versorgung zu bekommen wäre. Die Klägerin könnte doch eine Perücke tragen. Die Begründung der Kasse: Die Frau würde sich erhebliche Zeit im privatem Umfeld und nicht überwiegend in der Öffentlichkeit aufhalten. Eine Kunsthaarperücke sei zur Wiederherstellung eines unauffälligen Erscheinungsbildes ausreichend. Eine teurere Versorgung sei unwirtschaftlich.
</p>

<p>
	Das Landessozialgericht aber verurteilte die Kasse nun zur Erstattung der Gesamtkosten. Die Richter meinten, dass der teilweise Haarverlust bei einer Frau als Behinderung zu bewerten sei. Grundsätzlich schulde eine Krankenkasse zum Behinderungsausgleich zwar nur eine Versorgung, mit der der Haarverlust nicht sofort erkennbar ist. Das ursprüngliche Aussehens müsse nicht auf Kassenkosten umfassend rekonstruiert werden. Jetzt kommt der für Psoriasis-Patienten interessante Teil, denn im Einzelfall – so das Urteil – könne auch ein maßgefertigtes Echthaarteil aus medizinischen Gründen erforderlich sein. Dann könne die Klägerin nicht gezwungen werden, eine Perücke zu tragen.
</p>

<p>
	Das Gericht stützte sich bei seinem Urteil auf Ausführungen des behandelnden Hautarztes. Der hatte bescheinigt, dass wegen der Schuppenflechte das noch vorhandene Haupthaar nicht vollständig abgedeckt werden dürfe, wie das eben mit einer Perücke passiert. Eine Kunsthaarperücke zum Festbetrag sei deshalb keine zweckmäßige Versorgung.
</p>

<p>
	Das Gericht hat eine Revision des Verfahrens ausgeschlossen. Das ganze Urteil kann beim Landessozialgericht Niedersachsen <a href="https://landessozialgericht.niedersachsen.de/download/143932" rel="external nofollow" target="_blank">heruntergeladen werden</a>. Sein Kennzeichen: L 4 KR 50/16.
</p>

<div>
	<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="44686" data-embedcontent="" data-embedid="embed5618167001" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut?do=embed" style="overflow: hidden; height: 412px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>
</div>

]]></description><guid isPermaLink="false">1031</guid><pubDate>Tue, 21 May 2019 14:56:00 +0000</pubDate></item><item><title>F&#xFC;r Krankenversicherte gibt es ab sofort einen Sondervertrag</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_04/ampelmaennchen.jpg.d2539372987e97fe79dcce9c84d9997b.jpg" /></p>
<p>
	Hautärzte könnten ab sofort eher bereit sein, ein teures innerliches Medikament zu verschreiben und Psoriatiker besser zu betreuen. Das macht ein „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Versorgungsvertrag" rel="external">Versorgungsvertrag</a>“ möglich, den es erstmals für mittelschwere und schwere Schuppenflechte gibt. Die Regelungen gelten aber nicht für alle Patienten und nicht bei allen Dermatologen.
</p>

<p>
	Der „Psoriasis-Vertrag“ galt zuerst nur für Versicherte der <em>Techniker Krankenkasse</em> (<em>TK</em>). Mit Stand 2022 haben sich dem Vertrag die meisten gesetzlichen Krankenkassen angeschlossen, außer der <em>AOK</em> und der <em>Siemens BKK</em>. Der Vertrag trägt jetzt den Namen "DermaOne" und <a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/hautarztnews/details/vertrag-zur-besonderen-versorgung-der-psoriasis-abgeschlossen/" rel="external">schließt die Behandlung von Neurodermitikern mit ein</a>.
</p>

<p>
	Hautärzte können dem Versorgungsvertrag nur beitreten, wenn sie 
</p>

<ul>
	<li>
		Mitglied im <a href="https://www.bvdd.de/der-verband/ueber-uns/" rel="external">Berufsverband </a>(<em>BVDD</em>) sind (nach dessen Angaben 96 Prozent der verschreibenden Hautärzte),
	</li>
	<li>
		<strong>und</strong> ein <a href="https://www.akademie-dda.de/psoriasis.html" rel="external nofollow">Psoriasis-Zertifikat der DDA </a>erworben haben (das haben knapp 5 Prozent aller deutschen Hautärzte) oder eine gleichwertige Fortbildung nachweisen,
	</li>
	<li>
		<strong>und</strong> Erfahrungen mit der Verschreibung innerlicher Medikamente belegen können.
	</li>
</ul>

<p>
	Grundlage ist eine „Ampel-Liste“, auf der alle Biologika und Apremilast (Otezla) aufgeführt sind. Für jedes Präparat wurde ein Grün, Gelb oder Rot vergeben. Die Bewertung ergibt sich daraus, welcher Nutzen nachgewiesen ist, was die Fachgesellschaft empfiehlt (<a href="https://www.awmf.org/leitlinien/" rel="external">Leitlinien</a>) und ob die Krankenkasse mit dem Hersteller einen Rabatt vereinbart hat. Grundsätzlich sind die Ärzte weiterhin völlig frei darin, welches Präparat sie verschreiben ("Therapiefreiheit"). Doch im Vertrag gibt es eine „Ampelqote“: Von den mit "Gelb" bewerteten Präparaten dürfen maximal 15 Prozent, von den mit mit "Rot" bewerteten maximal 5 Prozent verschreiben werden. Nur wenn das insgesamt eingehalten wird, erhalten die Ärzte eine Prämie von 15 Euro pro Patient im Quartal. Wer dagegen ein Biosimilar verschreibt, erhält für jeden Fall weitere 15 Euro. Biosimilars sind preisgünstiger, trotzdem gleich wirksam.
</p>

<p>
	Mehr bezahlt wird außerdem, wenn
</p>

<ul>
	<li>
		der Bedarf des Patienten ("Patient Need") erhoben und behandelt wird,
	</li>
	<li>
		Patienten zwischen 35 und 55 Jahren auf Psoriasis arthritis untersucht und behandelt werden,
	</li>
	<li>
		eine nicht-ärztliche "Fachassistenz Psoriasis" beschäftigt wird.
	</li>
</ul>

<p>
	Insgesamt können die Ärzte bis zu 80 Euro pro Psoriasis-Patient und pro Quartal zusätzlich erhalten. Für die Krankenkasse rechnet sich das, weil die Ärzte dadurch vor allem Präparate verschreiben, für die die Kasse Rabatte ausgehandelt hat.
</p>

<p>
	Der Patient muss sich schriftlich bereit erklären, an diesem Versorgungkonzept teilzunehmen. Er verpflichtet sich, „bis zum Behandlungsende“ die Arztpraxis nicht zu wechseln. Nur aus „wichtigem Grund“ kann man aussteigen: Zum Beispiel, wenn man der Behandlungsmethode oder dem behandelnden Arzt nicht mehr vertraut oder weit von der Hautarztpraxis wegzieht.
</p>

<h2>
	Kommentar
</h2>

<p>
	Den beteiligten Ärzten wird es jetzt leichter fallen, erstmals ein teures Medikament zu verschreiben oder auf ein neues umzustellen bzw. die Dosierung zu verändern. Denn sie werden weniger Ärger mit der <em>Kassenärztlichen Vereinigung</em> (<em>KV</em>) bekommen. Die Krankenkasse<em> </em>meldet der <em>KV</em> nur 70 Prozent ihres <em>Rabatt</em>-Preises. Dadurch wird das Budget nicht so schnell überzogen und die Ärzte müssen nicht befürchten, Geld zurückzahlen zu müssen („Regress“). Aber: Es besteht die Gefahr, dass die Hautärzte diejenigen Präparate vorziehen, für die die jeweilige Krankenkasse <em>Rabatte a</em>usgehandelt haben. Als Patient sollte man genau nachfragen, weshalb dieses und kein anderes Psoriasis-Medikament verschrieben wird!
</p>

<p>
	Schon lange haben Hautärzte für den zusätzlichen Arbeitsaufwand bei der Behandlung von Psoriatikern mehr Geld gefordert: <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Erhebung, Fragebogen zu Lebensqualität, Begleiterkrankungen und Juckreiz, Laboruntersuchungen und Achten auf außergewöhnliche Nebenwirkungen. Für <em>TK</em>-Patienten wird dieser Mehraufwand nun bezahlt. 
</p>

<p>
	Aber: Dieser Versorgungsvertrag gilt nicht für alle gesetzlich Versicherten. Die Hautärzte geraten dadurch aber in einen Interessenkonflikt: Behandeln sie weiterhin alle Psoriasis-Patienten ausnahmslos gleich oder bevorzugen sie die Versicherte der beteiligten Krankenkassen, weil die mehr Geld einbringen?
</p>

<p>
	In der vereinbarten „Ampel-Liste“ stehen 11 Wirkstoffe. Davon haben sechs einen grünen Punkt, d.h. die Ärzte halten die "Ampel-Quote" ein, wenn sie die verschreiben. Fünf Wirkstoffe werden mit gelb bewertet, d.h. sie dürfen nur bei maximal 15 Prozent der teilnehmenden Patienten verschrieben werden. Das sind Etanercept (z.B. <span ipsnoautolink="true">Enbrel</span>), Infliximab (z.B. Remicade), Tildrakizumab (Ilumetri), Ixekizumab (Taltz) und Apremilast. Entweder sind diese Wirkstoffe in den Leitlinien schlechter bewertet worden oder die <em>TK</em> hat für sie keinen Rabattvertrag. Trotzdem ist das nach unserer Einschätzung kein wirklicher Nachteil: Bis auf Apremilast gibt es für alle gelb bewerteten Präparate grüne Alternativen. D.h. die gehören zur gleichen Wirkstoffklasse und hemmen ebenfalls TNF-Alpha, IL 23 oder IL 17.
</p>

<p>
	Die Praxis wird zeigen, ob tatsächlich mehr als 15 Prozent der Patienten mit den gelb bewerteten Präparaten behandelt werden müssen. Die zwei rot bewerteten Präparate (Remsima, Zessly) dagegen werden vermutlich nie bei mehr als 5 Prozent der beteiligten Patienten zwingend verschrieben werden müssen.
</p>

<p>
	Wenn die „Ampel-Quote“ überschritten werden sollte, verlieren die Hautärzte für jeden beteiligten Patienten die Prämie. Das wären zum Beispiel bei 50 Patienten insgesamt 750 Euro. Diese eher seltene Situation würde die Hautärzte in einen Interessenkonflikt bringen.
</p>

<p>
	Patienten, die an dem Versorgungskonzept teilnehmen, dürfen während dieser Zeit ihre Schuppenflechte nicht gleichzeitig von anderen Ärzten behandeln lassen. Dann würden sie aus dem Versorgungsmodell herausfallen. Sie werden natürlich zu den Bedingungen weiterbehandelt, die für alle Kassenpatienten gelten. Das könnte (sollte aber eigentlich nicht!) bei manchen Hautärzten bedeuten, dass die sich weniger Zeit nehmen. Im schlimmsten Fall werden teure innerliche Medikamente zurückhaltender verordnet.
</p>

<p>
	<strong>Quellen</strong>
</p>

<ul>
	<li>
		Versorgungsvertrag TK – Die Techniker und weitere Kassen, Dr. Ralph von Kiedrowski (BVDD)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/alle-nachrichten/details/bessere-versorgung-fuer-patienten-mehr-regresssicherheit-fuer-den-arzt-ab-1-april/" rel="external">Bessere Versorgung für Patienten, mehr Sicherheit für den Arzt</a>, BVDD, 05.04.2019
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102266/Neuer-Vertrag-zur-besonderen-Versorgung-von-Psoriasispatienten" rel="external">Neuer Vertrag zur besonderen Versorgung von Psoriasispatienten</a>, aerzteblatt, 09.04.2019
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1026</guid><pubDate>Sun, 14 Apr 2019 20:32:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum Haut&#xE4;rzte nicht noch mehr offene Sprechstunden anbieten wollen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hautaerzte-gegen-tsvg/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_04/arzt-wartezeit-patient.jpg.7bff1e7a0804b106571fb36d2e3f6d44.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Der Deutsche Bundestag hat Mitte März 2019 das Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen. Unter anderem soll es Ärzte dazu bewegen, mehr offene Sprechstunden anzubieten. Diejenigen, die neue Patienten aufnehmen, sollen mehr Geld bekommen. Hautärzte lehnen beides ab – aber warum?</strong>
</p>

<p>
	Um mit einem Hautarzt sprechen zu können, müssen viele Menschen viel Zeit einplanen: entweder, weil Termine erst in einigen Monaten zu haben sind oder weil offene Sprechstunden so überfüllt sind, dass schon mal ein paar Stunden im Wartezimmer mit Lesen und Herumgucken gefüllt werden müssen.
</p>

<p>
	Das Terminservice- und Versorgungsgesetz sollte da ein bisschen Abhilfe schaffen: Ärzten sollte schmackhaft gemacht werden, dass sie doch mehr offene Sprechstunden anbieten sollen. Für die Aufnahme neuer Patienten wurde außerdem ein höheres Honorar in Aussicht gestellt.
</p>

<p>
	Die Hautärzte aber wollen das nicht mitmachen: Bei ihrer Jahresversammlung in Berlin baten sie den Bewertungsausschuss, sie bei seinen Überlegungen 'rauszulassen. Dieser Ausschuss soll bestimmen, welche Facharztgruppen diese zusätzlichen offenen Sprechstunden anbieten sollen. "Bisher vorgesehen sind Augenärzte, Gynäkologen, Orthopäden und HNO-Ärzte", erklärt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in seiner Stellungnahme. Auch die Facharztgruppen, die für Neu-Patienten mehr Geld bekommen, müssen noch bestimmt werden.
</p>

<p>
	Als Grund für ihren Widerstand nennen die Hautärzte in ihrer Erklärung ihre chronisch kranken Patienten – also auch die mit <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>. „Unsere chronisch kranken Patienten, die häufige Arzttermine benötigen, werden durch die zusätzliche Einführung einer offenen Sprechstunde und durch eine bessere Vergütung bei der Versorgung neuer Patienten stark benachteiligt und die Leidtragenden des Gesetzes sein“, so BVDD-Präsident Dr. Klaus Strömer. Ein zusätzliches Honorar würde zu stark in die Freiberuflichkeit und die unternehmerischen Entscheidungen der Ärzte eingreifen. Strömers Prognose: "Es wird keinen einzigen zusätzlichen Termin geben. Vielmehr werden bisher fest vergebene Termine umgewidmet in offene Termine."
</p>

<h2>
	Was das Gesetz für Patienten noch so bringt
</h2>

<ul>
	<li>
		Die bisher schon bestehenden Terminservicestellen werden bis zum 1. Januar 2020 zu Servicestellen für ambulante Versorgung und Notfälle ausgebaut. Das heißt: Auch wer einen Haus-, Kinder- oder Jugendarzt für die dauerhafte Betreuung sucht, kann dann dort Hilfe suchen. Und: Man kann Termine dann auch online und per App vereinbaren.
	</li>
	<li>
		Die überall in Deutschland einheitliche Notdienstnummer 116117 wird rund um die Uhr an jedem Tag erreichbar sein.
	</li>
	<li>
		Wer akut krank wird, kann von der Notdienstnummer an Arztpraxen oder Notfallambulanzen oder auch an Krankenhäuser vermittelt werden – solange dort auch Sprechstunde ist.
	</li>
	<li>
		Der Festzuschuss der Krankenkassen für Zahnersatz wird ab Oktober 2020 erhöht – von 50 auf 60 Prozent der Kosten für die Regelversorgung.
	</li>
	<li>
		Krankenkassen werden dazu verpflichtet, ihren Kunden bis spätestens 2021 eine elektronische Patientenakte anzubieten. Darauf soll dann auch mit Smartphone oder Tablet auf medizinische Daten zugegriffen werden können.
	</li>
	<li>
		Der „Gelbe Schein“ – die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung – soll ab 2021 vom Arzt nur noch elektronisch an die Krankenassen übermittelt werden.
	</li>
</ul>

<p>
	Das Gesetz soll im Mai 2019 in Kraft treten. Den Entwurf gibt es <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/T/TSVG-GE_Bundestag.pdf" rel="external nofollow">als PDF-Datei</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1024</guid><pubDate>Sun, 07 Apr 2019 11:22:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bei Neurodermitis ist mehr Salz in der kranken Haut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/salz-allergien-neurodermitis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_02/neurodermitis-stellen.jpg.ac5efb477aadc9a138edcab28eb5627e.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Bei Menschen mit Neurodermitis haben Forscher in der kranken Haut eine erhöhte Salz-Konzentration gefunden. Genauer gesagt: Der Natrium-Wert in der betroffenen Haut ist dort bis zu 30-mal so hoch wie in gesunder Haut. Wie das passiert, wissen die Wissenschaftler nicht. </strong>
</p>

<p>
	Jedes zehnte Kind in Industrieländern leidet an einer <span ipsnoautolink="true">Neurodermitis</span>. Fast jeder dritte Mensch ist im Laufe seines Lebens von einer Allergie betroffen. Bei diesen Immunerkrankungen spielen die T-Zellen eine wichtige Rolle. Sie sind ein Teil der körpereigenen Abwehr gegen Infektionen und sollten eigentlich auch nicht zu Allergien führen. Eigentlich. Manchmal nämlich entwickeln sie Fehlfunktionen. Dann attackieren sie Bestandteile des menschlichen Körpers oder der Umwelt.
</p>

<p>
	Und: Salz kann sie zu Th2-Zellen umprogrammieren. Das lässt sich rückgängig machen, wenn die Salzmenge wieder abnimmt. „Signale der Ionen aus dem Salz spielen eine Rolle für die Entstehung und Steuerung von Th2-Zellen“, erklärt Christina Zielinski vom Institut für Virologie der TU München.
</p>

<h2>
	Mehr Natrium in Neurodermitis-Stellen
</h2>

<p>
	Kochsalz – wissenschaftlich: Natriumchlorid – ist für Menschen und Tiere lebensnotwendig. Im Körper tritt es in Form von Natrium- und Chloridionen auf. Christina Zielinski und ihre Kollegen zeigten in einer Studie, dass Natriumchlorid menschliche T-Zellen in einen Zustand versetzen kann, in dem sie vermehrt Botenstoffe wie IL-4 und IL-13 ausschütten.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="19644" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/professor-christina-zielinski.jpg.f49120455b20afa86d8a4a48447ce3d5.jpg" rel=""><img alt="Professor Christina Zielinski" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19644" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/professor-christina-zielinski.jpg.f49120455b20afa86d8a4a48447ce3d5.jpg" loading="lazy"></a>
</p>

<p>
	<em>Professor Christina Zielinski</em>
</p>

<p>
	Für Christina Zielinkski und ihre Kollegen war es gar nicht so einfach, herauszufinden, ob Neurodermitis-Patienten in den erkrankten Hautstellen erhöhte Natriumwerte haben. „Natriumkonzentrationen innerhalb des Gewebes zu messen, ist kompliziert“, so Julia Matthias, die an der Studie beteiligt war. Lösliches Salz im Blut könne man mit Standardverfahren messen. „Für die Untersuchung der Haut waren wir auf die Hilfe von Kollegen aus der Kernchemie und Physik angewiesen.“ Die Spezialisten untersuchten die Hautproben mit einer Neutronenaktivierungs-Analyse. Siehe da: Der Natrium-Wert in der Neurodermitis-betroffenen Haut war in der Tat bis zu 30-fach höher als in gesunder Haut.
</p>

<h2>
	Manche Bakterien mögen es salzig
</h2>

<p>
	„Die erhöhten Natriumwerte in betroffener Haut passen gut zu einer weiteren Eigenschaft von Neurodermitis“, sagt Christina Zielinski. „Es ist seit langem bekannt, dass Neurodermitispatienten eine starke Anreicherung des Bakteriums <span ipsnoautolink="true">Staphylococcus aureus</span> auf der Haut haben. Dieses Bakterium vermehrt sich unter salzigen Bedingungen, während Salz anderen Bakterien der Hautflora schadet.“ Diese und andere Erkenntnisse sowie ihre aktuelle Forschungsergebnisse legen nach Zielinskis Ansicht eine Verbindung zwischen Salz und dem Auftreten von Neurodermitis nahe.
</p>

<p>
	„Bislang konnten wir allerdings nicht nachweisen, wie die hohen Salzmengen in die Haut gelangen“, so Christina Zielinski. „Ebenso wenig wissen wir, ob man mit einer salzarmen oder salzreichen Ernährung die Entstehung oder den Verlauf der Neurodermitis oder anderer allergischer Erkrankungen beeinflussen kann.“
</p>

<p>
	Das und mehr wollen sie und ihr Team in künftigen Studien beantworten.
</p>

<p>
	<strong>Merke:</strong> Die Studie sagt nur, <em>dass</em> in Neurodermitis-Stellen eine höhere Salz-Konzentration gefunden wurde. Die Forscher wissen nicht, <em>warum</em>. Mit der Studie ist nicht gesagt, dass Salz eine Allergie oder eine Neurodermitis auslöst.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1020</guid><pubDate>Tue, 26 Feb 2019 21:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>Und t&#xE4;glich gr&#xFC;&#xDF;t das Murmeltier...</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/faktencheck-dpa/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_02/dpa-artikel-faktencheck.jpg.c5da486c205087a75e3def364bfe182e.jpg" /></p>
<p>
	"Von Kortison bis Licht: Therapien gegen die Schuppenflechte" – unter dieser Überschrift schickte die Nachrichtenagentur dpa in ihrem Themendienst Gesundheit am 13. Februar 2019 einen Artikel an die Redaktionen landauf landab. Medien wie <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schuppenflechte-was-gegen-die-hautkrankheit-psoriasis-hilft-a-1253082.html" rel="external nofollow">Spiegel online</a>, die Main Post oder die Rhein-Neckar-Zeitung übernahmen ihn mehr oder weniger unbearbeitet. Und so wird jetzt weithin verbreitet: <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span> wird aktuell mit Murmeltiersalbe und Teer behandelt. Einige Aussagen sind falsch, manche sind fragwürdig, der Text ist oberflächlich recherchiert. Vor allem aber: Er macht mutlos. Deshalb hier ein Faktencheck.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Die Behandlung bringt Besserung, heilbar ist eine Psoriasis nicht.
	</p>
	<cite>Ursula Hilpert-Mühlig, Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker</cite>
</blockquote>

<p>
	<strong>Jein.</strong> Schuppenflechte (Psoriasis) ist heutzutage die am besten erforschte und am besten zu behandelnde chronische Hautkrankheit. Das merkt man dem dpa-Text nicht an. Ganz im Gegenteil: Im Fazit heißt es resignierend, man könne Psoriasis lediglich bessern, nicht aber heilen. Die Betroffenen erfahren nicht, dass sich äußerliche wie vor allem innerliche Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert haben. Viele Psoriatiker können inzwischen ein normales Leben führen – obwohl die Krankheit an sich nicht geheilt ist.
</p>

<blockquote>
	<p>
		(Schuppenflechte ist) oft äußerst belastend für Betroffene. Unter anderem, weil sie häufig mit weiteren Erkrankungen wie Diabetes oder Depressionen einhergeht.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Jein.</strong> Es stimmt zwar, dass Psoriasis „mit weiteren Erkrankungen einhergeht“. Das ist aber nicht nur „belastend“. Es kann sogar lebensgefährlich werden. Eine der typischen <span ipsnoautolink="true">Begleiterkrankung der Psoriasis</span> ist das Metabolische Syndrom, das zu erheblichen Herz-/Kreislaufproblemen führen kann. Deshalb ist es wichtig, nicht nur eine schwere Psoriasis, sondern auch diese Begleiterkrankungen konsequent zu behandeln. Das hätte im Artikel stehen müssen.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Die Veranlagung dazu ist genetisch bedingt.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Stimmt nur teilweise.</strong> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/mirikizumab/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2018/" rel="">Man weiß heute, dass 20 bis 30 Prozent aller Fälle eben nicht genetisch verursacht sind</a>. Diese Menschen bekommen Psoriasis, vor allem weil sie Nahrungsmittel nicht vertragen: z.B. glutenhaltige. Aber auch Alkohol, Kaffee, Spinat und Äpfel gelten als Psoriasis-Auslöser. Wer also niemanden mit Psoriasis in der Familie hat, kann sich leider trotzdem nicht in Sicherheit wiegen.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Bei der <em>selteneren</em> Typ-2-Psoriasis zeigt sich die Hautkrankheit erst im Alter zwischen etwa 50 und 60 Jahren.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Falsch.</strong> Die Alters-Psoriasis (Typ 2) ist nicht selten. Man geht davon aus, dass ein Drittel der Betroffenen erst nach dem 50. Lebensjahr erkranken. Aber diese Unterscheidung hat keine Auswirkungen auf die Therapie. Für die Frage, wie und womit behandelt werden soll, ist etwas anderes wichtig: Nämlich, ob es sich um eine leichte, eine schwere oder eine moderate (mittelschwere) Psoriasis handelt.
</p>

<p>
	Womit noch ein "<strong>Zu kurz erklärt</strong>" hinzukommt: Zur Aufklärung von Betroffenen gehört, ihnen zu sagen, dass die Mehrheit nur eine leichte Schuppenflechte hat. Je nach Interessenlage wird diese Zahl auf 80 bis 70 Prozent geschätzt. Ältere Zahlen behaupten, es seien 66,6 Prozent: andere gehen nur von 51,2 Prozent leicht Betroffener aus.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Erste Anzeichen einer Psoriasis sind immer ein Fall für den Hausarzt.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Falsch.</strong> Die notwendige Diagnose kann nur ein Facharzt durchführen, also der Hautarzt (Dermatologe). Denn es gibt viele, sehr ähnlich aussehende Hautkrankheiten. Spiegel online hat das immerhin korrigiert und spricht nur noch davon, dass man zum „Arzt“ gehen müsse. 
</p>

<blockquote>
	<p>
		Leichte Fälle von Schuppenflechte werden häufig mit Cremes behandelt. Gute Erfolge lassen sich mit Kortison-Anwendungen erzielen.
	</p>
	<cite>Ursula Sellerberg, Bundesapothekerkammer, Berlin</cite>
</blockquote>

<p>
	<strong>Schade</strong>, dass hier allein auf „Kortison-Anwendungen“ verwiesen wird. Gut wäre es gewesen, an dieser Stelle auf die allgemein verbreitete <a href="https://www.psoriasis-forum-berlin.de/kortison/" rel="external nofollow">Kortison-Angst</a> einzugehen. Nicht genannt werden <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/vitamind3/calcipotriol-daivonex" rel="">Vitamin-D3-Analoga</a> (Daivonex), sehr wirkungsvolle Kombinationen beider (<span ipsnoautolink="true">Daivobet</span>) und das klassische <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/dithranol/dithranol-information/" rel="">Dithranol</a>.
</p>

<p>
	<strong>Falsch.</strong> Stattdessen werden „Steinkohlenteer oder Extrakte davon“ genannt. Gerade vor diesen Stoffen aber wird in den <a href="https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/013_D_Dermatologische_Ges/013-001a_S3_Therapie_Psoriasis-vulgaris_2018-02.pdf" rel="external">Therapieempfehlungen der Fachgesellschaft </a>ausdrücklich abgeraten. Nur in Kombination mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/category/therapien/c40-bestrahlung" rel="">UV-Bestrahlung</a> sollte Teer „ausnahmsweise und in Einzelfällen“ verwendet werden.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Wirksam bei Schuppenflechte an Gelenken sind etwa Murmeltiersalben.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Seltsam</strong>. Wenn mit "Schuppenflechte an den Gelenken" die <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> gemeint sein sollte, wäre die Nennung nur dieses Mittels schon sehr ungewöhnlich. Der Wirkstoff wird in seriösen <a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A30_Psoriasis_Arthritis.pdf" rel="external">Therapieempfehlungen, wie z.B. die der Deutschen Rheuma Liga</a>, überhaupt nicht erwähnt. Es muss bezweifelt werden, dass es dafür seriöse Belege gibt. Murmeltierfett ist aber auch nicht dafür bekannt, dass es Psoriasis-Stellen an der Haut abheilen lässt. Ganz davon abgesehen, dass Murmeltiere zu den gefährdeten Tierarten gehören, die nur noch sehr selten vorkommen.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Eine Therapie, die bei schwereren Fällen von Psoriasis innerhalb weniger Wochen Linderung bringen kann, ist der Einsatz von sogenannten Biologicals.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Zu kurz erklärt.</strong> Biologika sind bisher die erfolgreichsten Medikamente bei schwerer Psoriasis. Sie sind in den vergangen Jahren so weiterentwickelt worden, dass <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/warum-biologika-immer-besser-werden" rel="">sie immer besser und gezielter wirken.</a>
</p>

<blockquote>
	<p>
		(<em>Biologicals</em>) kommen erst dann zum Zuge, wenn andere Behandlungsversuche nichts gebracht haben.
	</p>
	<cite>Professor Claudia Pföhler, Universitätsklinikum des Saarlands in Homburg</cite>
</blockquote>

<p>
	<strong>Stimmt nicht</strong>. Fast alle Biologika dürfen direkt als Ersttherapie verschrieben werden, um in wirklich schweren Fälle Schlimmeres zu verhüten.
</p>

<p>
	Und: Es gibt noch andere innerliche Medikamente. Es fehlen der Klassiker <span ipsnoautolink="true">Methotrexat</span> (<abbr title="Methotrexat">MTX</abbr>) und der patientenfreundliche Wirkstoff Apremilast (<span ipsnoautolink="true">Otezla</span>).
</p>

<blockquote>
	<p>
		Die Therapie (<span ipsnoautolink="true">Fumaderm</span>) hat aber in <em>seltenen</em> Fällen Nebenwirkungen wie Gesichtsrötungen, Hitzewallungen oder Magen-Darm-Probleme.
	</p>
	<cite>Ursula Sellerberg, Bundesapothekerkammer, Berlin</cite>
</blockquote>

<p>
	<strong>Stimmt nicht.</strong> Ein Blick in den <a href="https://www.fumaderm.de/content/dam/commercial-de/dermatology/Fumaderm/hcp/documents/Gebrauchsinformation_Fumaderm_initial-20180223.pdf" rel="external nofollow">Beipackzettel</a> genügt. Diese Nebenwirkungen sind nicht "selten", sondern „sehr häufig“.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Auch eine Klimatherapie am Toten Meer (...) lindert die Beschwerden, allerdings nur für die Dauer des Aufenthalts dort.
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Stimmt nicht.</strong> Nicht nur <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1365-4632.2007.03278.x" rel="external nofollow">eine deutsch-israelische Studie</a> geht davon aus, dass der Abheil-Effekt durchschnittlich zwischen 23 und 34 Wochen liegt.
</p>

<p>
	Gar nichts nützt der im Artikel genannte Tipp, die Psoriasis mit „Badesalz aus dem Toten Meer“ zu behandeln. Das löst nur die Schuppen, wirkt aber nicht auf die Entzündung.
</p>

<blockquote>
	<p>
		Linderung bei Psoriasis bringt oft auch eine <span ipsnoautolink="true">Lichttherapie</span>.
	</p>
	<cite>Ursula Hilpert-Mühlig, Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker</cite>
</blockquote>

<p>
	<strong>Zu wenig erklärt.</strong> Bestrahlung mit UV-Licht ist ein Klassiker, obwohl immer weniger Dermatologen das anbieten. Besser wirkt die ebenfalls nicht genannte Kombination von Bestrahlung mit Salzwasser (Balneo-Fototherapie) bzw. mit Psoralen (PUVA).
</p>

<p>
	Wie schon erwähnt, ist das Fazit am Ende des Artikel nicht sehr ermutigend: „Ein Problem bleibt immer […] heilbar ist eine Psoriasis nicht“. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Schuppenflechte ist heutzutage so gut zu behandeln, dass sie kein echtes Problem mehr darstellen und das Leben nicht einschränken muss.
</p>

<p>
	P.S. Wir hatten dpa sofort auf die sachlichen Probleme ihres Artikels hingewiesen. Wir wollen, dass diese Presseagentur für uns und die Öffentlichkeit weiterhin als zuverlässige Quelle gelten kann. Nach zwei Wochen wurde eine <a href="https://www.t-online.de/gesundheit/id_85325120/von-kortison-bis-licht-therapien-gegen-schuppenflechte.html" rel="external nofollow">korrigierte Fassung</a> veröffentlicht. Die enthält aber immer noch Fehler und falsche Aussagen. Wir fragen uns außerdem, weshalb die Presseagentur eine korrigierte Aussage plötzlich dem <em>Deutschen Psoriasis Bund</em> zuschreibt. Schließlich war es das <em>Psoriasis-Netz,</em> das umfassend die sachlichen Fehler aufgeführt hat.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1017</guid><pubDate>Fri, 15 Feb 2019 19:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>So war das PsoCamp in K&#xF6;ln</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psocamp-2019-koeln/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_02/psocamp-julius-brink-anne-seubert.jpg.7a897ed8bcb873c4c5027de94e6f2a61.jpg" /></p>

<p>
	Zum ersten Barcamp rund um die Psoriasis fuhr ich voller Skepsis: Das Camp wurde von einer Werbeagentur im Auftrag der Pharmafirma Novartis veranstaltet. Das ist der Hersteller von <span ipsnoautolink="true">Cosentyx</span>. 
</p>

<p>
	Unser größter Vorbehalt: Wir finden, dass Pharmafirmen seit langem alle Register ziehen, um Patienten direkt anzusprechen. Pharmafirmen sind in erster Linie daran interessiert, mehr oder weniger teure Medikamente zu verkaufen. Anders als Ärzte, die Betroffene möglichst wirkungsvoll behandeln wollen. Und anders als <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/selbsthilfegruppen/dachverbaende/" rel="">Selbsthilfeinitiativen</a>, in denen sich die Patienten neutral informieren und austauschen. Pharmafirmen haben für solche Aktionen richtig viel Geld. Da können weder Ärzte noch Selbsthilfe mithalten.
</p>

<p>
	Trotzdem wollte ich es mir mal ansehen und nicht immer nur skeptisch gucken. Also ging es am Samstagmorgen los in die Jugendherberge in Köln-Riehl.
</p>

<p>
	Empfangen wurden wir Teilnehmer von mehreren Mitarbeitern von Novartis, erkennbar an blauen Hoodies mit Aufschrift, sowie von Moderatorin Anne Seubert. Der Tag begann mit Brötchen, Kaffee und Tee – sowie mit einer Vorstellungsrunde aller. Jeder nannte seinen Vornamen, woher er kam und drei Stichworte, mit denen er sich selbst beschrieb – Hashtags sozusagen. 
</p>

<p>
	Dann ging es an die Themenfindung. Und was Barcamps von anderen Veranstaltungen unterscheidet: Alle Anwesenden bestimmen, worüber gesprochen wird. Jeder konnte also einbringen, was ihn rund um das Thema Psoriasis am meisten interessiert. Von der Runde wurden die Vorschläge ausgewählt, für die sich die meisten begeistern konnten. Am Ende gab es mehr Themen als Zeit, und so wurden es am Vormittag zwei Parallel-Sessions. Für den Nachmittag konnten sich dann alle darauf einigen, dass alle Themen in einem Saal zur Sprache kamen.
</p>

<p>
	Die Wunsch-Themen waren:
</p>

<ul>
	<li>
		Welcher Lebensstil kann Psoriasis vorbeugen?
	</li>
	<li>
		Ernährung, „gute“ Lebensmittel, Genussmittel
	</li>
	<li>
		Schuppenflechte hat viele Facetten – welches Symptom belastet mich persönlich und wie helfe ich mir?
	</li>
	<li>
		Selbsthilfegruppen – ist persönlicher Austausch noch modern?
	</li>
	<li>
		Alternative Therapie-Möglichkeiten
	</li>
	<li>
		Gesellschaftliches Ansehen der Psoriasis
	</li>
	<li>
		Kuren – welche, wo, wann?
	</li>
</ul>

<p>
	Ein wichtiger Teilnehmer hielt sich im Hintergrund und hatte ständig Stifte zur Hand: Der <a href="http://www.hoolahoop.de/index_2.html" rel="external nofollow">Zeichner Wolfgang Friesslich</a> hielt in sogenannten Sketchnotes fest, welche Themen, Probleme, Fragen angesprochen wurden. Wir zeigen sie hier in einer Galerie:
</p>

<p>
	 
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed7702877929" id="ips_uid_5458_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1556-psocamp-2019-%E2%80%93%C2%A0sketchnotes/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	Ausdrücklich sollten einzelne Medikamente nicht angesprochen oder sogar bewertet werden. Das hatte der Veranstalter gleich am Anfang verkündet – schon, weil er das rein rechtlich auch muss. Wenn im Laufe des Tages derartige Fragen kamen, wurden die auch wirklich konsequent „abgebürstet". Darauf passten entsprechend geschulte Mitarbeiter auf.
</p>

<p>
	Nach der Mittagspause musste niemand den Kampf gegen das „Schnitzelkoma“ aufnehmen. Dafür sorgte ein prominenter Teilnehmer. Ex-Beachvolleyballer Julius Brink, der für Novartis deren Kampagne zum Thema Schuppenflechte begleitet.
</p>

<p>
	Julius Brink zeigte den Teilnehmern einfache Übungen, die halfen, das Mittagstief zu vermeiden. Überhaupt war der Sportler den ganzen Tag bei den Sessions dabei. Aus seinem eigenen Leben mit Schuppenflechte konnte er viel Erfahrung beitragen. Natürlich ist er Medienprofi, doch seine Tipps und Einwürfe klangen immer echt und nie angelesen oder bemüht.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="19635" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/psocamp-julius-brink-video.jpg.0d8a60ac5ff52750fdf18bc14b3f5fd8.jpg" rel=""><img alt="Julius Brink im Interview" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19635" style="height: auto; width: 678px;" width="678" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/psocamp-julius-brink-video.jpg.0d8a60ac5ff52750fdf18bc14b3f5fd8.jpg" loading="lazy" height="379.68"></a><br>
	<em>Gelassen ließ sich Julius Brink beim PsoCamp filmen und fotografieren. Cooler Typ halt <img alt=";)" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/emoticons/default_wink.png" loading="lazy"></em>
</p>

<p>
	Hier ein paar Beispiele:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Entweder ich rege mich mein Leben lang über die Psoriasis auf oder ich versuche sie gut zu behandeln.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ich glaube, dass Sport jedem irgendwas geben kann.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ich lasse nicht zu, dass die Psoriasis mein Leben bestimmt.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	Andere sagten:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ärzte sagen einem nie, was man außer der Anwendung von Medikamenten noch machen kann.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ich bin hier, um zu sehen, ob ich wirklich mit dem Problem so alleine bin wie ich bislang dachte.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Wenn mich jemand anstarrt, verstecke ich mich nicht. Der andere kann ja weggucken.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	Mein Fazit der Veranstaltung: Es war ein interessantes Barcamp – und ein Format, das Interessierte auch mal ohne eine Pharma- oder andere Firma auf die Beine stellen können.
</p>

<p>
	Eine Kritik können wir nur an Betroffene richten: Angemeldet hatten sich zwar mehr als 50, gekommen waren um die 25. Das ist schade und unfair. Die Macher hatten viel Kraft und Zeit in den Tag gesteckt. Wer es schafft sich anzumelden, sollte es auch schaffen sich abzumelden, wenn etwas dazwischenkommt.
</p>

<p>
	Ein dreiviertel Jahr nach dem BarCamp <a href="https://www.healthrelations.de/10-regeln-fuer-ein-erfolgreiches-barcamp/" rel="external nofollow">verriet Novartis seine Tipps</a>, wie sie das PsoCamp vorbereitet haben.
</p>

<p>
	<em>Du möchtest dich mit anderen austauschen, auch wenn gerade kein BarCamp geplant ist? Unsere <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Psoriasis-Community</a> ist dafür wie geschaffen.</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1016</guid><pubDate>Thu, 07 Feb 2019 17:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit dem Tattoo ins MRT &#x2013; geht das?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/mit-dem-tattoo-ins-mrt-geht-das/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_01/tattoo-mit-katze.jpg.57c523fdb0347d3e62c364ba30ecc9a3.jpg" /></p>

<p>
	Wer mit einem Tattoo ins MRT muss, wird oft gewarnt: Es gäbe keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie gefährlich das ist oder welche Nebenwirkungen auftreten können. Jetzt gibt es Zahlen aus einer höherwertigen prospektiven Studie.
</p>

<p>
	Nikolaus Weiskopf begann mit seinen Kollegen im Jahr 2011 aus ganz pragmatischen Gründen mit seiner Analyse: Ins Wellcome Centre for Human Neuroimaging des University College in London kamen immer mehr Probanden, die tätowiert waren. In Studien wurden sie auch in den Magnetresonanztomographen (MRT) geschoben. Die Wissenschaftler fragten sich: Sind unsere Studien mit tätowierten Probanden bedenkenlos machbar? Gibt es Einschränkungen?
</p>

<p>
	“Zum damaligen Zeitpunkt gab es einfach nicht genügend Daten, um die Wahrscheinlichkeit von Tattoo-Nebenwirkungen bei Untersuchungen im MRT zu bestimmen“, so Weiskopf. Inzwischen arbeitet er am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Also war es an Martina Callaghan, einer ehemaligen Kollegin von Weiskopf, die Studie weiterzuführen.
</p>

<p>
	Das Ergebnis, <a href="https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMc1811197" rel="external" target="_blank">veröffentlicht im "New England Journal of Medicine"</a>: Wenn man Tattoo-Träger so im MRT scannt, wie es in der Studie geschah, ist das Risiko von Nebenwirkungen gering.
</p>

<h2>
	Nebenwirkungen von Tattoos im MRT – Einzelfälle oder mehr?
</h2>

<p>
	"Berichte über Komplikationen stützen sich zumeist auf Einzelfälle“, schreiben die Forscher in einer <a href="https://idw-online.de/de/news709542" rel="external nofollow" target="_blank">Mitteilung zur Studie</a>. So könne es vorkommen, dass die Tattoo-Farbe auf das Magnetfeld im Tomographen reagiert: Eisenhaltige Pigmente können von den winzigen Teilchen angezogen werden. Die Probanden spüren dann einen "Zug“ an der tätowierten Haut.
</p>

<p>
	Größer ist für die Experten eine andere Gefahr: die Leitfähigkeit der Farbpigmente. „Das Hochfrequenzfeld in der Magnetresonanztomographie hat üblicherweise eine Frequenz von ein paar hundert Megahertz“, erklärt Nikolaus Weiskopf. „Damit kommt man in die Resonanzlängen von leitenden Strukturen, die ungefähr auch der Länge eines Tattoos entsprechen." In diesem Fall nehme das Tattoo viel von der Energie des Hochfrequenzfeldes auf. Dann Tattoo kann sich erwärmen. "Im schlimmsten Fall kann das zu Verbrennungen führen“, so Weiskopf.
</p>

<p>
	330 Probanden wurden vor und nach dem MRT-Scan untersucht, insgesamt 932 Tätowierungen getestet. Die Wissenschaftler notierten akribisch die Tätowierungen ihrer Probanden. Sie wollten wissen, wie groß die Tattoos sind, wo sie „sitzen", welche Farben verwendet wurden – und wo sie gestochen wurden. Demnach stammen die meisten Tattoos aus Europa, dabei waren aber auch welche aus Amerika, Asien, Afrika und Australien. Die meisten Bilder auf der Haut bestanden aus schwarzer Farbe.
</p>

<p>
	„Die Mehrzahl der Probanden mit <span ipsnoautolink="true">Tattoos</span> hat keinerlei Nebenwirkungen bemerkt“, sagt Nikolaus Weiskopf. „Es gab einen einzigen Fall, bei dem der Studienarzt festgestellt hat, dass die Nebenwirkungen mit dem Scannen zusammenhingen." Das Prickeln auf der Haut sei aber innerhalb von 24 Stunden ohne ärztliche. Behandlung verschwunden.
</p>

<h2>
	Warum die Studie noch keine generelle Entwarnung ist
</h2>

<p>
	Nicht jeder Tätowierte eignete sich für die Studie: Ein einzelnes Tattoo durfte maximal zwanzig Zentimeter groß sein, alle Tätowierungen zusammen durften nicht mehr als fünf Prozent des Körpers bedecken. So wollten die Wissenschaftler die stärksten Resonanzeffekte und potentielle Effekte wie Verbrennungen vermeiden.
</p>

<p>
	Die in der Studie eingesetzten MRT-Scanner hatten eine statische Magnetfeldstärke von drei Tesla. Solche Geräte werden heutzutage auch in vielen Kliniken eingesetzt. Sie besitzen meist eine Hochfrequenz-Ganzkörperspule, mit deren Hilfe die Protonen-Spins für die Bildgebung angeregt werden. Das Hochfrequenzfeld reicht nicht nur über den Kopf, sondern auch den Oberkörperbereich der Probanden – und damit über Stellen, die oft tätowiert sind.
</p>

<p>
	Eine Einschränkung nennt Nikolaus Weiskopf dann auch selbst: Auf andere Konfigurationen und Scanner-Typen sind die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe nur begrenzt übertragbar.
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="44686" data-embedcontent="" data-embedid="embed7495348548" id="ips_uid_272_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hygiene-ist-beim-tattoo-nicht-alles?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1014</guid><pubDate>Thu, 31 Jan 2019 12:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Streng vertrauliche Gesundheitsdaten liegen f&#xFC;r alle sichtbar im Netz"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/gesundheitsakten-apps-chaos-computer-club/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_12/gesundheitsakten-chaos-computer-club.jpg.3a7a6de8c2099669dd4202af0ba6a2c4.jpg" /></p>

<p>
	Beim 2018er Kongress vom <a href="https://www.ccc.de" rel="external nofollow" target="_blank">Chaos Computer Club</a> ging es auch um die Gesundheit – konkreter: um elektronische Gesundheitsakten und Gesundheits-Apps. Sicherheitsexperte Martin Tschirsich führte auf der Bühne vor, welche Schwächen fünf Angebote aus Sicht des Datenschutzes haben. Unter anderem ging es um Vivy, vitabook, TeleClinic und meinarztdirekt.de.
</p>

<p>
	"Jens Spahn macht uns alle zu Beta-Testern in Sachen Gesundheit", hieß es in der Ankündigung des Vortrags. Und: "Unsere streng vertraulichen Gesundheitsdaten liegen für alle sichtbar im Netz."
</p>

<blockquote>
	<p>
		Zur Debatte steht, was angesichts dieser neuen alten Erkenntnisse zu tun ist – und was wir besser bleiben lassen.
	</p>
	<cite>Martin Tschirsich</cite>
</blockquote>

<p>
	Hier ist sein Vortrag – übrigens in deutscher Sprache, auch wenn es der Titel nicht so gleich ahnen lässt:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_9984_5" src="https://www.youtube.com/embed/82Hfh1AItiQ?feature=oembed" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Zumindest ein gescholtener Anbieter besserte nach dem Vortrag in Sachen Datenschutz nach.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen und -sehen
</h2>

<p>
	<strong>Alle Gesundheitsdaten in einen Topf - kann das gutgehen?</strong><br>
	(<a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/sicherheit-und-datenschutz-mangelhaft-klage-gegen-gesundheitsdatenbank-dlf-kultur-837e200c-100.html" rel="external nofollow">Deutschlandfunk Kultur, 28.05.2022</a>)<br>
	Ab Oktober 2022 sollen die Daten von allen gesetzlich Krankenversicherten automatisch in eine Forschungsdatenbank einfließen. Aus der dürfen sich dann Forscher und andere Akteure des Gesundheitswesens bedienen. So wie diese Datenbank jetzt geplant ist, soll niemand der Verwendung in der Datenbank widersprechen können. Die Daten jedes Einzelnen werden darin nicht mit Namen und Versichertennummer oder ähnlichen Angaben gespeichert, sondern pseudonomysiert.
</p>

<p>
	In anderen Ländern - zum Beispiel in Dänemark - gibt es solche Datenbanken schon lange. Und es gibt deshalb auch immer wieder interessante Studien mit sehr aussagekräftigen Ergebnissen. Einfach, weil so viele Daten von so vielen verschiedenen Menschen darin zu finden sind.
</p>

<p>
	Einige Aktivisten in Deutschland meinen: Die Daten in so einer Datenbank können gar nicht so gut geschützt werden wie sie müssten. Und: Auf irgendwelchen Wegen könnte die Pseudonymisierung doch geknackt werden; am Ende wäre dann doch wieder zurückzuverfolgen, wer genau welche Krankheiten hat. Aktivisten der "Gesellschaft für Freiheitsrechte"  klagen deshalb und aus anderen Gründen dagegen.
</p>

<p>
	In diesem Beitrag erklärt eine Klägerin, was sie meint und befürchtet.
</p>

<p>
	<strong>Apotheken-Apps versenden Daten über dich – und du ahnst es nicht</strong><br>
	(<a href="https://mobilsicher.de/ratgeber/apotheken-app-diese-verraten-gesuchte-medikamente" rel="external nofollow">mobilsicher.de, 27.04.2022</a>)<br>
	Apps senden im Hintergrund oft Daten an diverse Dienste. Beim Portal mobilsicher.de haben sie analysiert, wie es bekannte Apotheken-Apps so mit dem Datenversenden halten.
</p>

<p>
	<strong>Gesundheitsapp „Vivy“: Viel Lärm um zu wenig Datenschutz</strong><br>
	(<a href="https://www.kuketz-blog.de/gesundheits-app-vivy-datenschutz-bruchlandung/" rel="external nofollow">Kuketz IT-Security, September 2018</a>)<br>
	Die App „Vivy“ soll eine elektronische Gesundheitsakte sein. Mehrere auch große Krankenkassen bieten sie jetzt ihren Versicherten zur Nutzung an. IT-Sicherheits-Experte Mike Kuketz hat gemessen, welche Daten die App wohin sendet. Beim Ergebnis könnte man sagen: „War doch klar“.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1009</guid><pubDate>Sat, 29 Dec 2018 21:22:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wenn Kim Kardashian fragt...</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/kim-kardashian-fragt/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_12/kim-kardashian-fragt.jpg.60b437eb20bcdead80be1dfa603c3e2c.jpg" /></p>

<p>
	Kim Kardashian ist ein Promi. Und: Kim Kardashian hat <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>. Das ist schon länger bekannt. Über die Jahre probierte sie das eine oder andere mehr oder weniger skurrile Mittel aus – inklusive der Muttermilch ihrer Schwester.
</p>

<p>
	Jetzt aber scheint sich die Schuppenflechte deutlich verschlechtert zu haben, denn nun fragt Kim Kardashian öffentlich, welches Medikament anderen Betroffenen geholfen hat.
</p>

<div>
	<div class="ipsEmbeddedOther">
		<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedid="embed7744740619" id="ips_uid_3535_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/index.php?app=core&amp;module=system&amp;controller=embed&amp;url=https://twitter.com/KimKardashian/status/1076996885716492288" style="overflow: hidden; height: 116px;" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Sinngemäß übersetzt: Ich denke, es ist Zeit, dass ich ein Medikament gegen meine Psoriasis einsetze. So schlimm habe ich's noch nie gesehen und ich kann es nicht mehr abdecken. Es hat meinen Körper übernommen (oder erobert). Hat jemand ein Medikament für die Psoriasis ausprobiert und welche Art funktioniert am besten? Brauche schnell Hilfe!
</p>

<p>
	Soweit, so klar die Frage. Derzeit gibt's 5400 Antworten (Stand 28.12.2018). Und bei denen ist alles dabei. Twitter-Nutzer berichten von dem, was ihnen geholfen hat. Die US-Patientenorganisation National Psoriasis Foundation bietet ihre Hilfe an. Viele Antworten aber lesen sich wie das "Who is who" der Wundermittel, der Heilsversprechen und der Diät-Vorschläge. Wer also sehen will, welche Tipps gerade so durchs Netz geistern – bitteschön.
</p>

<p>
	Dazwischen wirkt der Tweet eines Arztes geradezu schüchtern:
</p>

<div>
	<div class="ipsEmbeddedOther">
		<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedid="embed9978066726" id="ips_uid_3535_8" src="https://www.psoriasis-netz.de/index.php?app=core&amp;module=system&amp;controller=embed&amp;url=https://twitter.com/jreaderMD/status/1077201139769241606" style="overflow: hidden; height: 96px;" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Sinngemäß: Als Arzt sage ich: Bitte suchen Sie hier nicht nach medizinischen Informationen. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder einen Hautarzt.
</p>

<p>
	Ein paar Tage später übrigens wurde Kim Kardashian von ihrem Ehemann überrascht: Zu Weihnachten schenkte ihr Kanye West angeblich <a href="http://www.xxlmag.com/news/2018/12/kanye-west-buys-kim-kardashian-14-million-condo-christmas/" rel="external nofollow" target="_blank">eine Immobilie in Miami Beach</a>. Der kolportierte Kaufpreis von 14 Millionen US-Dollar lässt vermuten: Querelen mit einer Krankenkasse gehören nicht zu den Problemen von Kim Kardashian. Sie dürfte sch jede Therapie leisten können.
</p>

<p>
	<strong>Hier findest du, welche anderen Stars bereits zu ihrer Psoriasis standen oder stehen:</strong>
</p>

<p>
	 
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed1285353160" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/prominente-mit-psoriasis?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1008</guid><pubDate>Fri, 28 Dec 2018 20:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Zudaifu: Wieder ein Wundermittel entzaubert</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/zudaifu-wieder-ein-wundermittel-entzaubert/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_12/zudaifu-warnung.jpg.42ca40581d5aa670c6bc2e15bd1a926f.jpg" /></p>

<p>
	Zudaifu war eine Creme, die einem bei Amazon, eBay und anderen Versendern über den Weg lief, wenn man dort irgendwas zum Thema Schuppenflechte suchte. Billig – und vor allem mit tollen Kundenbewertungen. Hautkrankheiten aller Art wurden demnach mit der Creme besser. Auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/zudaifu" rel="">in unserer Marktübersicht</a> waren Anwender des Lobes voll (<em>und wir die bösen Pharma-Büttel</em>).
</p>

<p>
	Die Wunder-Wirkung hat nun einen Namen: Clobetasolpropionat. Diesen Wirkstoff hat die britische Arzneimittel-Behörde MHRA in Zudaifu gefunden. Sie gab deshalb <a href="https://www.gov.uk/government/news/herbal-skin-cream-found-to-contain-steroids" rel="external nofollow" target="_blank">eine amtliche Warnung</a> heraus.
</p>

<p>
	Clobetasolpropionat ist ein starkes Kortison. Alle Produkte, in denen es enthalten ist, sind in Deutschland verschreibungspflichtige Arzneimittel – eben, weil die Substanz bei unsachgemäßem Gebrauch diverse Nebenwirkungen hervorrufen kann: dünnere Haut, Entzündungen des Haarbalges, kleinflächige Blutungen und andere unschöne Dinge. Zu "unsachgemäßem Gebrauch" gehört auch zu häufiges Auftragen einer so starken Kortison-Salbe – und das geht bei vermeintlich harmlosen Cremes schließlich schnell.
</p>

<p>
	Medikamente gegen Schuppenflechte, die den Wirkstoff Clobetasolpropionat enthalten, sind zum Beispiel
</p>

<ul>
	<li>
		Clarelux
	</li>
	<li>
		Clobegalen
	</li>
	<li>
		Clobetasol
	</li>
	<li>
		Clobex
	</li>
	<li>
		Dermoxin
	</li>
	<li>
		Dermoxinale
	</li>
	<li>
		Karison
	</li>
</ul>

<p style="text-align: center;">
	<em><strong>Tipp</strong>: Wir haben auch eine </em><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/kortison/kortison-wirkstoffe/" rel="">Tabelle mit Kortison-Wirkstoffen und ihren Stärken</a><em>.</em>
</p>

<p>
	Die britische Arzneimittel-Behörde rät allen, die Zudaifu angewendet haben, es sofort abzusetzen. Wir fügen hinzu: Wer die "Wundercreme" länger und mehrmals am Tag verwendet hat, sollte sie nicht sofort in die Mülltonne werfen, sondern sie "ausschleichen". Damit soll verhindert werden, dass eine Schuppenflechte nach einer Kortison-Behandlung extrem wieder aufflammt.
</p>

<p>
	"Ausschleichen" bedeutet: Wer die Creme zum Beispiel dreimal am Tag aufgetragen hat, tut das eine Weile lang nur noch zweimal am Tag, nach einer weiteren Weile nur noch einmal am Tag, später nur alle zwei Tage.
</p>

<p>
	Eine andere Alternative ist etwas aufwändiger, aber immer die sicherste: einen Hautarzt zu fragen. Der kann entweder die Kortison-Therapie fortführen oder eine andere Therapie verschreiben.
</p>

<p>
	Und: Rezeptfreie Mittel sind bei leichter Schuppenflechte sicherlich auch einen Versuch wert.
</p>

<div>
	<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed2865843092" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/rezeptfreie-mittel-gegen-schuppenflechte?do=embed" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>
</div>

<p>
	<em>Mit Dank an Anton und Sabine für ihren Hinweis</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1007</guid><pubDate>Fri, 28 Dec 2018 12:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis und chronisches Handekzem als Berufskrankheit</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/berufskrankheit-haut-job/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_11/berufserkrankung-haut.jpg.b4494d0168e2c2cbe7e4776e7cbb4f7c.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Mehr als jeder dritte Verdacht auf eine Berufskrankheit hat mit der Haut zu tun. Millionen Bundesbürger haben im Job einen hellen Hautkrebs oder ein Handekzem bekommen. Doch das heißt nicht zwangsläufig, dass der Beruf aufgegeben werden muss.</strong>
</p>

<h2>
	Psoriasis als Berufskrankheit
</h2>

<p>
	Zwischen 1995 und 2010 gab es in Deutschland 130 Fälle, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als ,,rentenberechtigt“ eingestuft.
</p>

<p>
	Obwohl Schuppenflechte genetisch bedingt ist, kann sie als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn
</p>

<ul>
	<li>
		sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht
	</li>
	<li>
		sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert
	</li>
	<li>
		die Arbeit nicht die einzige, aber eine wesentliche Teil-Ursache ist.
	</li>
</ul>

<p>
	Ein wesentlicher Hinweis auf die berufliche Ursache ist, dass sie sich in der ,,arbeitsfreien Zeit“ (z.B. Urlaub) deutlich bessert. Offiziell wird dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt. Diesen Zeitraum kann aber heutzutage kein Arbeitnehmer nachweisen, es sei denn durch Krankschreibung. Deshalb sollte man sich von diesem unrealistischen Zeitraum nicht abschrecken lassen. Wer das im Beruf an sich beobachtet, muss es unbedingt der behandelnden Hautärztin berichten. Voraussetzung fur eine Anerkennung ist, dass der Krankheitsverlauf und mögliche berufliche Ursachen von der Dermatologin dokumentiert werden.
</p>

<p>
	Grundlage ist die ,,Berufskrankheiten-Verordnung“, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der lnternetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Typisch für eine berufsbedingte Form ist die „ekzematisierte Psoriasis“. Das ist eine Schuppenflechte, die durch Ekzeme überlagert ist.
</p>

<p>
	Berufsbedingt entsteht eine Psoriasis durch Reizung an ,,Kontaktstellen“, meist an den Händen (Köbner-Effekt). Zusätzlich können Menschen mit Schuppenflechte auch eine beruflich erworbenen Kontakt-Allergie bekommen. Es dauert bei Psoriatikern nur manchmal etwas länqer, bis die ausbricht. Ein Zusammenhang zwischen der Psoriasis und der Berufstätigkeit kann dann vermutet werden, wenn die Psoriasis an den Stellen auftritt, auf die im Beruf besonders eingewirkt wird. Das muss vom Hautarzt dokumentiert werden!
</p>

<p>
	Durch äußer Reize wie Druck oder Kratzen können Plaques ausgelöst werden:
</p>

<ul>
	<li>
		in den Hand-Innenflächen, z.B. durch Griffe von Werkzeugen o.ä.
	</li>
	<li>
		wenn die Hände intensiv gereinigt werden müssen
	</li>
	<li>
		wenn die Haut (insbesondere der Hände) besonders beansprucht wird
	</li>
	<li>
		wenn Gelenke oder Wirbelsäule besonders belastet werden
	</li>
	<li>
		in Berufen mit Hautbelastungen und Risikofaktoren:
	</li>
	<li>
		Chemikalien, Feuchtigkeit oder Reibungen können Psoriasis-Herde provozieren
		<ul>
			<li>
				längeres Tragen nicht atmungsaktiver Schutzhandschuhe
			</li>
			<li>
				Hautkontakt zu Reizstoffen und /oder Allergenen
			</li>
			<li>
				Friseurberuf: Nassberuf mit ausgeprägtem Kontakt zu lrritantien und Allergenen (Haarfärbemittel, Inhaltsstoffe von Dauerwellenpräparaten, Konservierungsstoffe und Duftstoffe)
			</li>
			<li>
				Chemische lndustrie: Reizungen der Haut durch den Umgang mit Lösunqsrnitteln, Säuren oder Laugen rnöqlich
			</li>
			<li>
				Masseure, Mechaniker, Monteure und Maschinenbediener: sehr oft mechanische Hautbelastungen
			</li>
			<li>
				Fliesenleger: mechanische Belastungen im Bereich der Knie
			</li>
			<li>
				Baugewerbe, Landwirtschaft oder fertigende Industrie: Mechanische Reizungen (z.B. Druck), Hitze oder Kälte,
			</li>
			<li>
				Gefahrenquellen im Baugewerbe (Maurer): Hautirritation und Allergie- Gefahr durch z.B. Zement.
			</li>
		</ul>
	</li>
</ul>

<p>
	Die Beurteilung des Arbeitsplatzes (Gefährdungsanalyse) ist durch den Präventionsdienst des Unfallversicherunqsträqers (Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse) möqlich.
</p>

<p>
	Seit 1. Januar 2021 gilt: Die Unfallversicherung darf nicht mehr fordern, <span style="text-decoration:underline;">vor</span> der Anerkennung einer „berufsbedingten Hauterkrankung“ den bisherigen Beruf völlig aufzugeben (Unterlassungszwang“). Das trifft zu, wenn es möglich ist, durch Vorsorgemaßnahmen im Betrieb und Schulungen den Hautzustand zu verbessern. Dann dürfen Betroffene in dem Beruf weiterarbeiten. Die deutlich bessere Versorgung durch die Unfallversicherung ist dann trotzdem gewährleistet.
</p>

<p>
	Wenig bekannt ist, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ihren „Außenbeschäftigten“ regelmäßig anzubieten, sich auf berufsbedingten Hautkrebs untersuchen und dazu beraten zu lassen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	Chronisches Handekzem als Berufskrankheit
</h2>

<p>
	In den letzten Jahren sind die Verdachtsfälle eines berufsbedingten Handekzeme ein wenig zurückgegangen. Jedoch wurden mehr Fälle von hellem Hautkrebs bei Leuten, die im Freien arbeiten, gemeldet.
</p>

<h3>
	Wie das chronische Handekzem belastet
</h3>

<p>
	<em>Professor Christoph Skudlik berichtet aus seiner Erfahrung an der Universität Osnabrück:</em>
</p>

<p>
	„Ich möchte meine roten, rissigen Hände am liebsten immer verstecken", sagt Claudia K., Altenpflegerin in der stationären Altenpflege. "Alle Kollegen und viele Patienten gucken darauf. Neulich haben mich sogar Angehörige einer Patientin angesprochen, ob ‚das’ ansteckend wäre. Außerdem schmerzen jedes Händewaschen, Händedesinfektion und Zugreifen“.
</p>

<p>
	Chronische Handekzeme kommen besonders in sogenannten Feuchtberufen vor. Sie belasten die Betroffenen erheblich. Die Lebensqualität leidet. Und: Wie sehr eine Hautkrankheit einen belasten kann, wird im Vergleich zu anderen schweren Erkrankungen unterschätzt. Das zeigen auch Studien. Speziell bei Handekzemen, die vom Beruf kommen, ist die Dunkelziffer hoch.
</p>

<p>
	Bislang meinen selbst Fachleute, dass die Prognose eines chronischen Handekzems schlecht ist. Viele denken auch, dass die Erkrankung oft unaufhaltsam ist. Die Folge: Viele Betroffene geben ihren Beruf auf. Dabei geht das anders. Es gab eine bundesweite Studie in mehreren Hautarztpraxen und in Kliniken. Daran nahmen mehr als 1000 Menschen mit einem schweren beruflichen Handekzem teil. Sie bekamen alles, was heute für sie getan werden kann: die Behandlung beim Hautarzt, Beratung von Gesundheitspädagogen, ambulante Seminare zum Hautschutz und stationäre Reha-Maßnahmen – also eine Hautkur.
</p>

<p>
	Fünf Jahre lang fragten die Forscher immer wieder nach, wie es den Betroffenen inzwischen geht. Das Ergebnis:
</p>

<ul>
	<li>
		Mehr als drei Viertel konnten weiterhin arbeiten.
	</li>
	<li>
		Zwei Drittel arbeiteten sogar weiterhin im ursprünglichen Beruf.
	</li>
	<li>
		Nur neun Prozent hatten den ursprünglichen Beruf wegen der Hauterkrankung aufgegeben.
	</li>
	<li>
		Die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen der Hauterkrankung sanken. Vor der Studie waren es durchschnittlich 34,5 Tage pro Jahr, danach nur noch 7,3 Tage.
	</li>
</ul>

<p>
	Und weil das überzeugende Zahlen waren, gibt es die intensivierte Betreuung bei chronischen beruflichen Handekzemen inzwischen für alle Betroffenen in der Bundesrepublik. Wer ein chronisches Handekzem hat und in einem Beruf arbeitet, der die Haut belastet, sollte zu einem Hautarzt gehen. Solche Berufe sind zum Beispiel in der Krankenpflege, in der Gastronomie, im Küchengewerbe, im Friseur- oder Bauhandwerk, in der Metallbearbeitung usw.
</p>

<h2>
	Das Verfahren beim Hautarzt
</h2>

<p>
	<em>Dr. Ralph von Kiedrowski berichtet aus seiner Erfahrung als Hautarzt in Selters:</em>
</p>

<ol>
	<li>
		Der Hautarzt schaltet die gesetzliche Unfallversicherung ein, denn die übernimmt spezielle Behandlungs- und Präventionsprogramme. Es muss jedoch nicht unbedingt der Hautarzt sein: Auch Werks- und Betriebsärzte können das sogenannte Hautarztverfahren einleiten. Sie müssen dann die zusätzlichen Bezeichnungen Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin haben.
	</li>
	<li>
		Der Arzt stellt fest, ob die Hauterkrankung durch die berufliche Tätigkeit entstanden ist, wiederaufleben oder sich verschlimmern kann. Danach erstellt er einen Hautarztbericht. Den muss der Arbeitgeber übrigens nicht zwingend bekommen. Der Hautarzt darf zur Diagnosestellung auch einen Allergietest vornehmen. Er macht dann Vorschläge zur Therapie und zu speziellen Präventionsangeboten. Die können ambulant oder stationär passieren.
	</li>
	<li>
		Meist beantragt der Hautarzt auch einen Behandlungsauftrag. Der Unfallversicherungsträger muss darüber unverzüglich entscheiden.  Wird der Behandlungsauftrag erteilt, kann die Therapie durchgeführt werden – bezahlt vom Unfallversicherungsträger und nach dessen Vorgabe. Alle zwei Monate wird ein Verlaufsbericht erstellt.
	</li>
</ol>

<p>
	Ein Vorteil dieses ganzen Verfahrens: Die Berufsgenossenschaft übernimmt auch die Kosten für die Behandlungspflege oder Basistherapie – im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Und: Es gibt spezielle gesundheitspädagogische Hautschutz-Schulungsprogramme von den Unfallversicherungsträgern, zum Beispiel für das Friseurgewerbe oder Pflegeberufe.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	Hautärzte haben ihr Wissen und ihre Tipps auf dem <a href="https://www.haut-und-job.de" rel="external nofollow">Infoportal "haut&amp;job"</a> zusammengetragen. Dort gibt es Links auch zu Informationen je nach Gewerbe.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1003</guid><pubDate>Fri, 09 Nov 2018 12:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lichtspektakel und Symposium f&#xFC;r hautkranke Menschen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hamburg-leuchtet-und-informiert-hautkranke-menschen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_10/hamburg-leuchtet.jpg.cb62c98bcae085e325ced9c34adcf017.jpg" /></p>

<p>
	Im Oktober 2018 wurde mit zwei Aktionen in Hamburg auf die Lebenssituation von Menschen mit Hauterkrankungen aufmerksam gemacht. Betroffene sollen so auch ermutigt werden, sich (wieder) regelmäßig behandeln zu lassen.
</p>

<p>
	Dafür gab es zwei Termine:
</p>

<ul>
	<li>
		Am Abend des 16. Oktober 2018 erstrahlte die Kirche St. Michaelis, der Michel, bunt – im Farbspektrum der Lichttherapie.
	</li>
	<li>
		Am 28. Oktober fand in der Laeiszhalle eine Veranstaltung mit Vorträgen zu verschiedenen Hauterkrankungen statt – das <span ipsnoautolink="true">Symposium für akut und chronisch Hauterkrankte</span>
	</li>
</ul>

<p>
	Anlass der Aktionen war der 29. Oktober, der seit dem Jahr 2004 inoffiziell als „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/weltpsoriasistag/" rel="">Welt-Psoriasis-Tag</a>“ begangen wird.
</p>

<p>
	Psoriasis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt, zählt mittlerweile zu den am besten erforschten Hauterkrankungen. Viele Erkenntnisse zur Psoriasis lassen sich jedoch auch auf andere Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria), Rosazea, Akne, Ekzem, Ichthyose und Hautkrebs übertragen.
</p>

<p>
	Hauterkrankungen lassen sich nur selten verbergen – die betroffenen Hautstellen sind für die Umwelt meist sehr deutlich sichtbar. Hauterkrankte werden angestarrt, Menschen ekeln sich vor ihnen. Den Erkrankten wird häufig mit Distanz, teils auch mit offener Ablehnung begegnet. Obwohl keine der genannten Hauterkrankungen ansteckend ist, vermeiden es viele Menschen, die Erkrankten zu berühren. Oftmals wird den Erkrankten gar unterstellt, dass sie sich nicht genügend waschen und pflegen würden und daher selbst schuld an ihrem Leiden seien.
</p>

<p>
	Für Menschen mit sichtbaren Hauterkrankungen werden alltägliche Verrichtungen wie Einkaufen oder das Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel zum Spießrutenlauf – vom Besuch eines Schwimmbades oder Fitnessstudios ganz zu schweigen. Das geht an vielen Erkrankten nicht spurlos vorbei: Sie ziehen sich aus Angst vor weiteren Abweisungen zurück und isolieren sich. Wegen ihrer negativen sozialen Erfahrungen entwickeln sie <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/einer-von-drei-hautkranken-hat-auch-ein-psychisches-problem" rel="">häufig auch depressive Störungen und andere psychische Erkrankungen</a>.
</p>

<p>
	Die Haut ist das größte Organ des Menschen. 20 Millionen Menschen in Deutschland lebenmit akuten und chronischen Hauterkrankungen. "Haut als Spiegel der Seele" – diese Redewendung ist in der Gesellschaft ein vertrautes Bild und steht auch für den Umgang der Menschen miteinander. Dass dieser Spiegel nicht zerbricht, dafür kann die Gesellschaft, dafür kann jede und jeder Einzelne viel tun.
</p>

<p>
	Selbsthilfeorganisationen und Hautärzte hatten sich für die beiden Aktionen zusammengeschlossen, um die Öffentlichkeit aufzuklären, Vorurteile abzubauen, falsche Ansichten zu korrigieren und um der Stigmatisierung hauterkrankter Menschen entgegenzutreten. Gemeinsam wollten sie den erkrankten Menschen Mut machen, nicht aufzugeben und sich (wieder) regelmäßig behandeln zu lassen. Gerade bei entzündlichen Hauterkrankungen besteht die Gefahr, dass sich weitere schwere Begleiterkrankungen entwickeln. Nicht nur für die <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> gibt es aber inzwischen neue, effektive Therapien. Eine bessere medizinische Versorgung von Hauterkrankten ist schon heute möglich.
</p>

<p>
	Die Veranstaltungen waren ein Zeichen der Aufklärung, des Helfens und der Veränderung. Sie wurden gemeinsam getragen von
</p>

<ul>
	<li>
		der Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V.
	</li>
	<li>
		dem Deutschen Psoriasis Bund e.V. (<abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr>) und
	</li>
	<li>
		unserem Verein Psoriasis-Netz
	</li>
</ul>

<p>
	sowie von dermatologischen Fachverbänden wie dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).
</p>

<p>
	Für die Illumination der Kirche St. Michaelis (Michel) in Hamburg sorgte der Lichtkünstler Michael Batz.
</p>

<p>
	Am 28. Oktober 2018 von 10 bis 17 Uhr fand in der Laeiszhalle in Hamburg die zentrale, öffentliche Patientenveranstaltung „<span ipsnoautolink="true">Symposium für akut und chronisch Hauterkrankte</span>“ unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn statt.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">993</guid><pubDate>Thu, 11 Oct 2018 17:48:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis aufpassen auf Herz und Hirn</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-herz-kreislauf/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_09/domino.jpg.a2a91b49945b55b8eba56ff9245f4094.jpg" /></p>

<p>
	Viele Menschen mit <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> tragen ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in sich. Die miese Botschaft sollten vor allem die ernst nehmen, die zusätzlich zur Hautkrankheit auch eine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> haben. Betroffene sollten regelmäßig von einem Arzt ihren Blutdruck und die Blutfette kontrollieren lassen. Das raten die Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Sie raten außerdem, auf eine gesunde Lebensführung zu achten. Für ihre Tipps führen sie eine neue internationale Studie ins Feld.
</p>

<p>
	„Psoriasis und die Psoriasis arthritis belasten wie alle anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen den gesamten Körper", erläutert der Präsident der DGRh, Professor Hanns-Martin Lorenz. Patienten sollten deshalb ihre Medikamente zuverlässig anwenden. Und: Mit einer gesunden Lebensführung ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Der Grund: Die Betroffenen entwickeln auch besonders häufig Krankheiten, die zum metabolischen Syndrom zählen. Das sind Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus. "Die Patienten haben mit der Entzündung und weiteren Risiken ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt er.
</p>

<h2>
	Blutdruck und Blutfette oft erhöht
</h2>

<p>
	Mit diesen Risiken bei Psoriasis nämlich beschäftigte sich eine <a href="https://www.jrheum.org/content/early/2018/01/24/jrheum.170379" rel="external nofollow">Untersuchung des International Psoriasis and Arthritis Research Teams</a> (IPART). Lihi Leder von der Universität Toronto und seine Kollegen haben in Nordamerika und Israel insgesamt 2254 Patienten mit Schuppenflechte untersucht, die meisten davon mit Gelenkbefall. Die Patienten litten im Durchschnittsalter von 52 Jahren seit mehr als 20 Jahren unter einer Psoriasis, davon 14 Jahre mit Gelenkbeschwerden.
</p>

<p>
	Die meisten Betroffenen hatten weitere gesundheitliche Probleme:
</p>

<ul>
	<li>
		75 Prozent waren übergewichtig oder fettleibig, davon 54 Prozent mit einer ungünstigen Zunahme des Bauchumfangs.
	</li>
	<li>
		45 Prozent der Patienten hatten einen Bluthochdruck.
	</li>
	<li>
		49 Prozent hatten zu hohe Blutfette.
	</li>
	<li>
		17 Prozent waren aktuelle Raucher
	</li>
	<li>
		13,3 Prozent hatten einen Typ 2-Diabetes
	</li>
	<li>
		Bei 6,5 Prozent waren die Herzkranzgefäße verengt.
	</li>
</ul>

<h2>
	Ähnliches Risiko für Patienten in Deutschland
</h2>

<p>
	„Fast die Hälfte der Patienten hatte im Alter von Anfang 60 ein Risiko von mehr als zehn Prozent, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“, berichtet der Experte. Nun unterscheiden sich Gesundheit und Verhalten in Nordamerika und Israel von Deutschland dann doch immer noch. Aber:  „Diese Risikokonstellation für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall beobachten wir auch bei unseren Patienten in Deutschland“, sagt Professor Lorenz.
</p>

<p>
	In der IPART-Studie wusste jeder dritte der Patienten mit Schuppenflechte nicht, dass seine Blutfette zu hoch sind. Bei jedem fünften war der Bluthochdruck nicht bekannt. Und: Von den Patienten mit Bluthochdruck nahmen die meisten ihre Medikamente nicht oder nicht regelmäßig ein.
</p>

<p>
	„Behandelnde Ärzte müssen die möglichen Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung regelmäßig diagnostisch abklären und gegebenenfalls behandeln“, ist das Fazit von Professor Lorenz. Zudem sei es wichtig, die Entzündungen optimal zu behandeln. Betroffene müssten über die Erkrankungen des metabolischen Syndroms aufgeklärt und in der Prävention unterstützt werden.
</p>

<p style="text-align:right;">
	<em>idw/cl</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1000</guid><pubDate>Thu, 27 Sep 2018 13:03:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie Psoriasis arthritis schneller diagnostiziert werden kann</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-psoriasis-arthritis-schneller-diagnostiziert-werden-kann/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_09/roentgen-hand.jpg.c963b9c7e6efe6a46829d87e48853ed5.jpg" /></p>

<p>
	Hast du schon einmal versucht,  wegen der <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> einen Termin bei einem Rheumatologen zu bekommen? Dann wirst du das kennen: Wenn eine Praxis überhaupt noch Patienten nimmt, ist der nächste freie Termin in einigen Wochen bis Monaten. Dass das aus vielen Gründen schlecht ist, wissen auch die Rheumatologen selbst. "Patienten mit Rheuma-Verdacht müssen in manchen Regionen Deutschlands manchmal neun Monate auf einen Termin beim internistischen Rheumatologen warten", schrieben sie jetzt selbst in Vorbereitung auf ihren Jahreskongress, den 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Sie schrieben auch, wie sie die Misere verbessern könnten.
</p>

<p>
	Einen Ansatz gibt es seit einigen Jahren: die Früh- oder Screening-Sprechstunden. Wer erst seit einigen Wochen die entsprechenden Symptome hat, kann in diese Sprechstunden gehen, für die es Termine meist schneller gibt. Eine Übersicht, wo es solche Sprechstunden gibt, findest du <a href="https://www.dgrh.de/Start/Versorgung/Landkarte-der-Rheumazentren.html" rel="external nofollow">hier</a>.
</p>

<p>
	Natürlich kommen zu den Rheumatologen aber auch viele Patienten, die eigentlich eine andere Krankheit haben. „Längst nicht jeder Patient mit rheumatypischen Beschwerden leidet auch tatsächlich an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung“, sagt zum Beispiel <span ipsnoautolink="true">Professor Christoph Fiehn</span>, Internist und Rheumatologe in Baden-Baden.
</p>

<p>
	Das Screening übernehmen für gewöhnlich Rheuma-Fachärzte. "Für gewöhnlich" heißt aber: Es kann auch anders laufen. „Es gibt vielversprechende Studien, die zeigen, dass man die Frühuntersuchung auch delegieren kann“, sagt Professor Fiehn und verweist unter anderem auf ein Modellprojekt des <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/klinik-fuer-endokrinologie-diabetologie-und-rheumatologie/" rel="">Düsseldorfer Universitätsklinikums</a>. Dort wurden Studierende der Medizin so geschult, dass sie das Screening vornehmen konnten – zur großen Zufriedenheit der Patienten und der Studierenden selbst.
</p>

<h2>
	Rheuma-Verdacht bestätigt sich nicht immer
</h2>

<p>
	Am Ende aller Screenings allerdings bestätigt sich der Rheuma-Verdacht nur bei einem Viertel bis der Hälfte der überwiesenen Patienten. Das hat die Rheumatologen dazu bewogen, einen weiteren Ansatz auszutüfteln: Hausärzte sollen fit gemacht werden. „In einer Art Ärztenetzwerk werden Nicht-Rheumatologen geschult und bekommen spezielle Fragebögen als Untersuchungswerkzeug an die Hand“, erläutert Professor Fiehn das Modell. Das wird schon in mehreren Regionen Deutschlands umgesetzt. Die Allgemeinmediziner können und sollen  ihre Verdachtsdiagnose so besser überprüfen können, bevor sie den Patienten an einen Rheumatologen oder eine Screening-Sprechstunde überweisen.
</p>

<p>
	Dass solche Konzepte dringend benötigt werden, zeigen Zahlen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort ist ein niedergelassener Rheumatologe derzeit für durchschnittlich 1500 Patienten zuständig – mit steigender Tendenz. „Der Bedarf übersteigt damit die Kapazität der Kollegen bei Weitem“, sagt Fiehn. In einer alternden Gesellschaft werde die Zahl der Rheuma-Erkrankungen zudem noch weiter steigen, und allein über die Weiterbildung junger Rheumatologen könne der Bedarf auf absehbare Zeit nicht gedeckt werden.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">998</guid><pubDate>Sun, 23 Sep 2018 13:28:00 +0000</pubDate></item><item><title>Modelabel setzt auf Models mit Hautproblemen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/missguided-models-mit-hautkrankheiten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_05/inyourownskin-missguided-2.jpg.123ac4f4293a491b5ca6822426c47052.jpg" /></p>

<p>
	Models lächeln uns von Plakatwänden an und sind vor allem eins: schön. Wer dann an seine Schuppenflechte denkt, findet die wohl in den wenigsten Fällen schön. Modemarken setzen aber nun mal auf Menschen, die makellos sind (oder bei denen sie mit Photoshop &amp; Co nicht zu viel Mühe haben). Anders ist das beim britischen Label "Missguided". Dessen Kampagne "#InYourOwnSkin" wird von Models nach außen getragen, die alle eine Hautkrankheit haben. Maya zum Beispiel hat Epidermolysis bullosa, Isabella leidet unter den Folgen einer verbrannten Haut. Joanne ist Albino und Plus-Size-Model.
</p>

<p>
	Einige der Frauen haben Erfahrung als Model, andere wurden von der Straße weg engagiert. Beim Model mit Psoriasis ist Letzteres der Fall: Beth ist Studentin in Manchester.
</p>

<p>
	<a href="https://www.instagram.com/p/BimmSPuDPio/" rel="external nofollow">https://www.instagram.com/p/BimmSPuDPio/</a>
</p>

<p>
	<a href="https://blog.missguided.co.uk/babes/interview-beth-brice/" rel="external nofollow">Im Interview</a> bei "Missguided" erzählt sie, dass sie in einem Café angesprochen wurde, ob sie bei der Kampagne mitmachen würde. "Ich fand es toll, weil ich immer versucht habe, meine Haut zu verstecken", erzählt sie. "Das war eine Chance für mich, mich in meiner Haut wohler zu fühlen." Und: "Als ich aufgewachsen bin, wollte ich meine Haut immer ändern und herauszufinden, was ich noch tun könnte. Ich habe erkannt, dass es darum geht, sie zu akzeptieren."
</p>

<p>
	Und auch wenn Beth nun für ein Modelabel unterwegs ist – ihre Lieblingskleidung sind Pyjamas. "Sie sind die bequemste Kleidung, die du jemals tragen kannst."
</p>

<p>
	Wer sich traut, kann sich samt seiner Schuppenflechte ja bei Instagram zeigen – der <a href="https://www.instagram.com/explore/tags/inyourownskin/" rel="external nofollow">Hashtag "#InYourOwnSkin"</a> wartet auf Futter.
</p>

<h2>
	Claires Psoriasis
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_07/claires-psoriasis.jpg.1f0be8adaf7485ec14d3d25e3ba8b286.jpg" data-fileid="22552" data-fileext="jpg" rel=""><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="22552" data-unique="x6v98kc7l" width="1000" alt="claires-psoriasis.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_07/claires-psoriasis.thumb.jpg.be807d94c160960533db98e6f3eeeac5.jpg" loading="lazy" height="520"></a>
</p>

<p>
	Wie Influencer auf das Thema Psoriasis aufmerksam machen, lebt Claire Spurgin vor. Sie hat seit fünf Jahren Schuppenflechte. Konkreter: Psoriasis guttata. Dass die gut sichtbar über den ganzen Körper verteilt ist, sieht man auf den vielen Fotos, auf denen sie sich in ihrem Instagram-Kanal zeigt – auch mal in Unterwäsche. Sie will anderen Betroffenen Mut machen. Ein wirksames Medikament aber sucht sie immer noch. <a href="https://www.rtl.de/cms/schuppenflechte-nach-sonnenbrand-insta-model-claire-macht-betroffenen-mut-4998104.html" rel="external nofollow">RTL hat über sie geschrieben</a> (<em>ja, geschrieben</em>).
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">987</guid><pubDate>Mon, 21 May 2018 15:26:00 +0000</pubDate></item><item><title>MRT, CT und Ultraschall &#x2013; wo ist denn da der Unterschied?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/mrt-ct-ultraschall-unterschied/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_05/ultraschall-mit-maus.jpg.3848ba6836c1e4903ca19c049475704b.jpg" /></p>
<p></p><p>Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt das so:</p><p></p><h2>MRT</h2><p></p><p>Die Abkürzung MRT steht für <strong>M</strong>agnet<strong>r</strong>esonanz<strong>t</strong>omografie. Das Verfahren wird auch Kernspintomografie genannt. Beim MRT schiebt der Arzt den Patienten zur Untersuchung in eine Röhre. Muss der Betroffene bis zum Kopf hinein und leidet an Platzangst, sollte er das vorher mit dem untersuchenden Arzt besprechen.</p><p></p><p>Beim MRT entstehen viele Schichtbilder, die ein Computer zu einer dreidimensionalen Abbildung zusammensetzt. So sind zum Beispiel Knorpel oder Bänder sehr detailliert zu erkennen. Dabei kommen Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz. Daher ist die Untersuchungsmethode auch für Schwangere und Kinder geeignet.</p><p></p><h2>CT</h2><p></p><p>Die Abkürzung CT steht für <strong>C</strong>omputer<strong>t</strong>omographie. Die ist nicht für Schwangere und Kinder geeignet, denn beim CT durchleuchten Röntgenstrahlen den Körper. Ein CT ist etwa für die detaillierte Untersuchung von Knochenbrüchen gut geeignet. Besteht zum Beispiel bei einem Kind der Verdacht auf einen Bruch, würde die Verletzung mit klassischem Röntgen abgeklärt. Das liefert im Gegensatz zum CT nur zweidimensionale Bilder, ist dafür aber strahlungsärmer.</p><p></p><p>Bei CT- und Röntgenuntersuchungen prüft der Arzt wegen der Strahlenbelastung genau, ob sie unbedingt notwendig sind.</p><p></p><h2>Ultraschall</h2><p></p><p>Geht es um die inneren Organe, ordnen Ärzte meist als Erstuntersuchung einen Ultraschall an. Das Verfahren wird auch Sonographie genannt. Dabei fährt der Arzt mit einem Schallkopf über die Haut direkt über dem zu untersuchenden Körperteil. Zwischen Schallkopf und Haut darf sich keine Luft befinden – sonst dringen die Schallwellen nicht in den Körper. Deshalb trägt der Arzt ein Gel auf.</p><p></p><p>Die Sonographie ist auch eine bewährte Methode zur Untersuchung werdender Mütter.</p><p></p><p><em>Quelle: Pressemitteilung der DKV (Deutsche Krankenversicherung AG)</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">984</guid><pubDate>Sat, 12 May 2018 10:47:59 +0000</pubDate></item><item><title>In Erlangen wird wieder eine Psoriasis-Schulung angeboten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/erlangen-psoriasisschulung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_05/erlangen-universitaet.jpg.6c2ea5c5491e1ab25ba6fcc9ffdeef59.jpg" /></p>
<p>
	An der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/hautklinik/" rel="">Uniklinik in Erlangen</a> gibt es eine Psoriasis-Schulung. Teilnehmen kann jeder Erwachsene.
</p>

<p>
	Es gibt ein persönliches Vorgespräch und fünf Abende, an denen man das Wichtigste über das Leben mit Schuppenflechte lernt. Beginn ist immer um 18 Uhr, jeder Abend-Termin dauert zweieinhalb Stunden. Laut Klinik werden die Kosten auf Antrag von vielen Krankenkassen übernommen.
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	Wer zur Schulung geht, erfährt etwas über
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<ul>
	<li>
		die medizinischen Grundlagen
	</li>
	<li>
		verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, auch alternative
	</li>
	<li>
		die täglichen Reinigung und Pflege der Haut
	</li>
	<li>
		weitere Möglichkeiten, die Haut positiv zu beeinflussen (Ernährung, Umgang mit Juckreiz und Stress...)
	</li>
	<li>
		die Auswirkung von Umwelteinflüssen
	</li>
	<li>
		Strategien für den Alltag
	</li>
	<li>
		andere Betroffene
	</li>
</ul>

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	Um die Betroffenen kümmern sich bei der Schulung Hautärzte, eine Psychologin, eine Krankenschwester und eine Diätassistentin.
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<p>
	Informationen über die Schulung und den genauen Termin gibt es <a href="https://www.psoriasiszentrum.uk-erlangen.de/patienten-besucher/psoriasis-schulung/" rel="external nofollow">auf dieser Seite</a>.
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]]></description><guid isPermaLink="false">983</guid><pubDate>Fri, 11 May 2018 09:57:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
