Jump to content
  • Redaktion
    Redaktion

    Daivonex und Calcipotriol – was ist das und wie wird es angewendet?

    Calcipotriol ist ein Wirkstoff, der für die Behandlung der Psoriasis eingesetzt wird.

    Medikamente mit diesem Wirkstoff sind zum Beispiel Daivonex oder als Alternative die Generika wie Calcipotriol HEXAL 0,05 mg/g oder Calcipotriol-1A Pharma.

    Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig.

    • Daivonex gibt es als Salbe und als Creme.
    • Calcipotriol Hexal gibt es als Salbe und Lösung.
    • Calcipotriol 1A Pharma gibt es als Lösung.

    Alle sind zur äußerlichen Anwendung gedacht. Umgangssprachlich handelt es sich um Vitamin-D3-Salben. Der Wirkstoff Calcipotriol ist eine Substanz, die in Aufbau und Wirkung der bioaktiven Form von Vitamin D (Cholecalciferol bzw. 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3) entspricht. Jeweils 1g Creme oder Salbe enthalten 50 μg  (entsprechend 0,05 mg) Calcipotriol.

    In Calcipotriol-1A Pharma 0,05 mg/g, Calcipotriol HEXAL 0,05 mg/g und Daivonex ist kein Kortison enthalten.

    Aber: Es gibt auch Cremes, Salben und Gel mit einer Mischung aus Calcipotriol und Betamethason, einem Kortison-Wirkstoff. Diese Medikamente heißen dann Calcipotriol comp-1A Pharma, Calcipotriol comp Hexal, Calcipotriderm comp, Daivobet, Dovobet, Enstilar oder Xamiol.

    Bei welcher Erkrankung?

    Calcipotriol-haltige Salbe oder Creme kann äußerlich bei leichter bis mittelschwerer chronischer plaqueförmiger Psoriasis vulgaris angewandt werden. Hier gelten die Vitamin-D3-Abkömmmlinge in der Lokaltherapie als Mittel der ersten Wahl.

    Wirkmechanismus

    Viele Menschen mit Schuppenflechte machen die Erfahrung, dass die Einwirkung von Sonnenlicht die Hauterscheinungen abmildert. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass unter dem Einfluss von UV-Licht, vermehrt Vitamin D in der Haut gebildet wird. Diesen Effekt versucht man mit der lokalen Anwendung von Vitamin-D-Abkömmlingen nachzuahmen.

    Die gesunde Haut erneuert sich ständig, indem Hornschicht-bildende Zellen (Keratinozyten) durch die Hautschichten an die Oberfläche gelangen und in rund 28 Tagen zu Hornzellen werden. Diese abgestorbenen Hornzellen fallen dann durch Waschen oder Reiben an der Kleidung ab. Bei Psoriasis teilen sich die Keratozyten vermehrt und die Zeit bis zur Umwandlung in eine (unvollständige) Hornzelle ist auf 3-5 Tage verkürzt. Beide Mechanismen führen zu einer vermehrten Schuppenbildung.

    Durch Calcipotriol wird die übermäßige Teilung der Keratozyten in der Haut ausgebremst und die Ausreifung und Differenzierung dieser Zellen gefördert. Dadurch wird den abnormen Veränderungen der Keratozyten bei Psoriasis entgegen gewirkt. Zusätzlich ist ein positiver Einfluss auf Zellen des Immunsystems gezeigt worden.

    Weiniger als 1% des Wirkstoffs Calcipotriol gelangt bei äußerlicher Anwendung in den Körperkreislauf. Hier wirkt es wie Vitamin D, d.h. unter anderem wird die Aufnahme von Kalzium gesteigert aus dem Darm gesteigert und der Kalziumspiegel im Blut kann ansteigen..

    Anwendung von Daivonex und Calcipotriol

    Die Salbe oder Creme sollte ein- bis zweimal täglich dünn auf betroffenen Hautpartien aufgetragen werden. In den ersten zwei Wochen wird meist die zweimal tägliche Anwendung empfohlen, dann kann auf einmal täglich reduziert werden.

    Um sicher zu stellen, dass nicht zuviel Vitamin D in den Blutkreislauf gelangt und hier möglicherweise zu Störungen des Kalziumstoffwechsels führen, gelten bei Erwachsenen folgende Beschränkungen:

    • Die behandelten Hautbezirke sollte insgesamt nicht mehr als 30 Prozent der Gesamthautfläche ausmachen. Das entspricht in etwa einem Arm oder einem Bein.
    • Die täglich verbrauchte Menge Salbe sollte 15 Gramm und wöchentlich 100 Gramm nicht überschreiten.
    • Die Behandlungsdauer sollte grundsätzlich ein Jahr nicht überschreiten.

    Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

    Die Salbe darf auch bei Kindern ab dem 6. Lebensjahr eingesetzt werden. Dabei gelten folgende Beschränkungen:

    • Zwischen 6 und 12 Jahren dürfen höchstens 50 g/Woche (bei einem Mindestgewicht von 35 kg) verbraucht werden.
    • Ab 12 Jahren (und einem Mindestgewicht von 50 kg) sollte eine Menge von 75 g/Woche nicht überschritten werden.
    • Bei Kindern mit geringerem Körpergewicht sollten maximal 1,4 g Salbe pro Kilogramm Körpergewicht angewandt werden.
    • Die Dauer der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist auf acht Wochen beschränkt.

    Wann (und wo) nicht?

    • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe der Salbe bzw. Creme.
    • auf größeren Hautflächen (mehr als 30% der Gesamthautfläche)
    • Bei Psoriasis punctata oder Psoriasis pustulosa
    • Bei schweren Nieren- und Lebererkrankungen (aufgrund von fehlenden Erfahrungen)
    • Im Gesicht
    • bei bekannten Störungen des Kalziumstoffwechsels
    • bei Kindern unter 6 Jahren (aufgrund von fehlenden Erfahrungen)

    Worauf besonders achten?

    Um zu vermeiden, dass Reste der Salbe versehentlich auf die Gesichthaut oder auf nicht erkrankte Haut gelangen, sollte Sie sich nach jeder Anwendung gründlich die Hände waschen.

    Bei bestimmungsgemäßer Anwendung und Beachtung der Höchstmengen ist das Risiko einer übermäßigen Vitamin-D-Wirkung sehr gering. Wird die Salbe aber in sehr hohen Dosierungen über einen längeren Zeitraum angewandt, lässt sich ein übermäßiger Anstieg der Kalziumspiegel mit dem Risiko von Verkalkungen in den Nieren nicht sicher ausschließen. Deshalb sollte Ihr Arzt vor der Therapie und in regelmäßigen Abständen die Serumkalziumspiegel kontrollieren. Ist der Serumkalziumspiegel erhöht, muss die Therapie abgebrochen und der Spiegel bis zur Normalisierung wöchentlich kontrolliert werden. In der Regel normalisieren sich die Kalziumspiegel nach dem Absetzen rasch wieder.

    Bei Anwendung der Salbe im Genital- und Analbereich ist zu beachten, dass die enthaltenen Hilfsstoffe Parrafin und Vaseline zu einer Verminderung der Reißfestigkeit von Latex-haltigen Kondomen führen können. Die Sicherheit der Kondome kann dadurch beeinträchtigt sein.

    Da Vitamin D auch in der Haut durch UV-Strahlung entsteht, sollte unter der Behandlung eine übermäßige natürliche oder künstliche Sonneneinstrahlung vermieden werden. Eine Kombination von Calcipotriol und therapeutischer UV-Bestrahlung ist in Einzelfällen möglich – Nutzen und Risiken müssen dann aber sorgfältig abgewogen werden.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Beim Menschen liegen nicht genug Erfahrungen bei Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit vor. In Tierversuchen hat sich keine schädigende Wirkung gezeigt. Trotzdem sollte das Präparat bei Schwangeren und stillenden Müttern nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewandt werden.

    Nebenwirkungen von Daivonex und Calcipotriol

    Die meisten Nebenwirkungen betreffen Hautreaktionen am Ort der Anwendung. Meist sind diese Reaktion vorübergehender Natur und kein Grund, das Präparat abzusetzen.

    Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

    • Juckreiz, Brennen, Stechen
    • Hauttrockenheit, Hautrötung (Erythem)
    • Hautirritationen, Ausschlag (einschließlich Schuppung, Papeln, Pusteln)

    Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)

    • Ekzeme
    • Kontaktdermatitis
    • Verschlechterung der Psoriasis

    Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Behandelten)

    • vorübergehende Pigmentierungsstörung (Weiß- oder Dunkelfärbung der Haut)
    • vorübergehende Photosensibilität (Hauterscheinungen bei Sonneneinwirkung)
    • Überempfindlichkeitsreaktionen - einschließlich Nesselsucht, Gesichtsödem, Schwellung im Augenbereich (Periorbitalödem), Quinckeödem
    • Dermatitis im Gesicht und rund um den Mund (perioral)
    • Erhöhte Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) oder erhöhte Kalziumausscheidung über die Nieren (Hyperkalziurie)

    Wechselwirkungen

    Durch die gleichzeitige Anwendung von Calcipotriol-Salbe kann die Wirksamkeit von Ciclosporin oder Acitretin erhöht werden. In diesen Fällen kann der Arzt die Dosis dieser Medikamente reduzieren.

    Wird gleichzeitig mit Vitamin-D-Tabletten und/oder Kalzium behandelt, sollte regelmäßig der Kalziumspiegel kontrolliert werden.

    Calcipotriol-Salbe darf nicht mit Salicylsäure-haltigen Zubereitungen gemischt werden, da die Salicylsäure das Calcipotriol inaktiviert und damit unwirksam macht. Da Salizylsäure nach der Anwendung einige Stunden auf der Hautoberfläche verbleibt, nutzt auch eine zeitlich versetzte Anwendung beider Präparate nichts.

    Ansonsten sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Eine Kombination mit Kortisonhaltigen Zubereitungen ist problemlos möglich. Es stehen auch fixe Kombinationen von Calcipotriol und dem Kortison Betamethason (z.B. Daivobet® , Psorcutan®Beta)  zur Verfügung, was die Anwendung erleichtert. Diese Kombination wird vor allem zur Initialbehandlung einer neu aufgetretenen Psoriasis für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen empfohlen.

    Was sollte man sonst noch über Daivonex und Calcipotriol wissen?

    Ein therapeutischer Effekt wird meist nach ein bis zwei Wochen sichtbar. In der Regel wird die Behandlung bis zum Abklingen der Hauterscheinungen fortgesetzt – eine Dauer von einem Jahr sollte aber nicht überschritten werden. Bei 30 bis 50% der Patienten kommt es innerhalb von vier bis sechs Wochen zu einer deutlichen Besserung bzw. vollständigen Abheilung der Hauterscheinungen.

    Wie bei jeder Salbe/Creme ist die Haltbarkeit nach Anbruch der Tube beschränkt und beträgt nur noch sechs Monate. Das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum gilt nur für die unangebrochene Tube.

    Lagerung: nicht über 25°

    Maria Weiß, Ärztin

    Verwendete Literatur:

    • Fachinformation Daivonex 50 μg/g Salbe
    • Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft „Therapie der Psoriasis vulgaris“ (ICD-10, Ziffer L40.0); AWMF-Leitlinien-Register Nr.013/001

    Lieferengpass für Daivonex 2018

    Vom Sommer bis zum Herbst 2018 war Daivonex in beiden Größen (30 und 120 g) ausverkauft. Nur die Salbe war lieferbar, und die nur in der kleinen 30-Gramm-Tube.

    Der Hersteller schrieb auf unsere Nachfrage:

    Ein wesentliches Produktionsproblem ist die anstehende Serialisierung, die nicht nur die Firma Leo Pharma betrifft.

    arzneimittel-faelschungssicherheit.jpgMusterpackung eines Arzneimittels mit Barcode zur Fälschungssicherheit

    Bei der Serialisierung ging es um eine europäische Direktive. Hersteller mussten dafür sorgen, dass ihre Arzneimittel fälschungssicher wurden. Bis zum Februar 2019 sollten dann alle Verpackungen einen zusätzlichen Barcode enthalten – eine Seriennummer mit Produktcode, PZN, Chargennummer und Verfallsdatum. Außerdem muss die Packung spätestens seitdem eine Vorrichtung haben, die vor Manipulationen schützt.

    Befürchtungen, dass das Medikament Daivonex ganz vom Markt verschwinden könnte, seien nicht nötig. Der Hersteller schrieb dazu:

    Eine Außerhandelsnahme von Daivonex ist nicht in der Diskussion.

    Psorcutan wurde 2013 in allen Formen aus dem Handel genommen

    Psorcutan BetaPsorcutan gibt es nicht mehr

    Schon seit dem 1. September 2013 gibt es Psorcutan und Psorcutan Beta nicht mehr. Hersteller Leo Pharma hatte seit Anfang 2012 sowohl besagtes Psorcutan als auch Daivonex in seiner Produktpalette. In beiden waren die gleichen Wirkstoffe enthalten.  

    In der Pressemitteilung hieß es:

    Aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit hat sich die LEO Pharma GmbH entschieden, die Produkte Psorcutan und Psorcutan Beta ab dem 1. September 2013 vom Markt zu nehmen. Es handelt sich um die 60-Gramm-Darreichungsform von Psorcutan Beta sowie das gesamte Produktsortiment von Psorcutan – also Lösung, Creme und Salbe. Die Kernmarken Daivobet und Daivonex bleiben im Markt.

    Wer also auf Psorcutan schwörte, sollte beim Wechsel zu Daivonex keine Nachteile zu befürchten haben. Das Gleiche gilt für den Wechsel von Psorcutan Beta zu Daivobet. cl

    Kurze Frage, kurze Antwort

    Was ist Daivonex Creme?

    Daivonex ist eine Creme oder Salbe zur Behandlung der Schuppenflechte. Sie enthält Calcipotriol – eine Variante von Vitamin D3.

    Ist Calcipotriol ein Kortison?

    Nein.

    Ist Daivonex rezeptfrei erhältlich?

    Nein.

    Gibt es ein Daivonex-Gel?

    Nein. Wer Daivonex als Gel anwenden will, muss zu Xamiol oder Daivobet Gel greifen. Dann ist zusätzlich zu Calcipotriol noch der Kortison-Wirkstoff Betamethason enthalten.

    Gibt es Daivonex auch als Lösung?

    Nicht vom Original-Hersteller, aber es gibt Generika. Sie heißen Calcipotriol Hexal 0,05 mg / ml Lösung und Calcipotriol 1A Pharma 0,05 mg / ml Lösung.

    Tipps zum Weiterlesen

    In unserer Community tauschen sich Menschen mit Schuppenflechte aus – auch über ihre Erfahrungen mit Daivonex und Calcipotriol.

    Außerdem können wir diese Links empfehlen:


    Bildquellen

    • Psorcutan Beta: Bildrechte beim Autor
    • Daivonex Creme mit Calcipotriol: Bildrechte beim Autor

    User Feedback

    Recommended Comments

    Ich habe seit ein paar Wochen Daivonex-Salbe bekommen und bin eigentlich begeistert.. :)

    Hatte jetzt allerdings einen Schub und die Salbe ist leer.. Hab direkt ein neues Rezept bekommen, allerdings habe ich Calcopotriol-Creme bekommen, die finde ich nicht so toll.. Sehr schmierig und macht Flecken auf der Kleidung..

    Werde sie zwar aufbrauchen müssen, will danach allerdings wieder die Daivonex-Salbe. :))

    Link to comment
    Share on other sites

    hatte token beta-salbe, war des 1.mal, dass etwas richtig gut geholfen hat und jetzt ist schluss damit, sehr schade, aber da ist man als patient wohl machtlos, daivobet hatte ich vorher schon, ist mir gar nicht bekommen, hat die haut nur gereizt

    Link to comment
    Share on other sites

    Hatte bisher auch immer die Psorcutan Beta Salbe und war mit der sehr zufrieden.Nun bin ich auf die Daivonex umgestiegen und hab bemerkt dass der Heilungsprozess bei der viel langsamer verläuft. Naja das ist wie bei der Nebacitin Salbe. Das beste wird vom Markt genommen :-(

    Link to comment
    Share on other sites

    Hatte seit Jahren in Psorcutan Beta das einzige Mittel was geholfen hat.

    Nun habe ich Daivonex die ich gar nicht vertrage. Bekomme so massuven Juckreiz, dass ich mir alles aufkratze. Geht gar nicht!! Völlig kontraproduktiv.

    Nun muss ich es mit Psorcutan Creme probieren. Hoffentlich hilft diese.

    Werde meine Erfahrung damit weitergeben.

    Link to comment
    Share on other sites

    habe keine guten erfahrungen mit calcipotriol... hilft eine zeit lang und danach kommt alles wieder. eigentlich wie kortison. am besten hilft mir nicht zu kratzen. kein scherz. ist bis dato die beste therapie von allen gewesen. die schuppung aushalten und nach einiger zeit wirds besser.

    Link to comment
    Share on other sites

    An PetraWenn man vorher Psorcutan Beta genommen hat, sollte man auf Daivobet umsteigen, nicht Daivonex.Psorcutan beta und Daivobet haben die gleichen Inhaltsstoffen = Calcipotriol UND Bethametason (Cortison)

    Daivonex und Psorcutan haben nur Calcipotriol.Kein Cortison!!! Macht einen großen Unterschied.

    Klar juckt beides am Anfang kurz fünf Minuten, manchmal. Das verbessert sich aber.

    Ich nehme nur Daivobet und hilft so gut, dass ich am nächsten Tag schon einen riesen Unterschied sehe. Manchmal juckt es anfangs, aber das wird seltener und juckt nur kurz.

    Was auch sehr gut hilft über Nacht Ichthoderm (Schieferöl) mit Frischhaltefolie und etwas Wasser befeuchtet einwirken lassen. Sehr sehr gut bei Kopfhautschuppenflechte und Schuppen. Muss man in der Apotheke kaufen.

    Gute Besserung :)

    Link to comment
    Share on other sites

    Kleiner Tipp an alle, die es vermissen: Habe eben (22.9.2014)in einer türkischen Apotheke Psorcutan Beta Pomat (%0,005) ohne Rezept erhalten. Hersteller Leo Pharma Istanbul. Irgendein Bekannter fährt doch immer in Urlaub...

    Link to comment
    Share on other sites

    hatte einmal daivobet vom hautarzt meines vertrauens geschenkt bekommen.

    verglichen mit psorcutan beta, war es ein witz. hat im vgl dazu rein gar nichts gebracht.

    zum glück kann man sich die psorcutan versionen noch verschreiben lassen, auch wenn die apotheken sie erst mühsam importieren müssen. bei psorcutan beta leider nicht. dies wrde komplett eingestellt. -.-

    (stand märz 2015)

    Link to comment
    Share on other sites

    Just FYI. I can confirm that Psorcutan Beta is in pharmacies in Turkey. Using it since it's the only one works for me. (Sorry. don't know German)

    Link to comment
    Share on other sites

    ich hatte auch die besten Ergebnisse mit der Beta Creme, nehme nun die Creme von Psorcutan sie hilft auch nach ca. 2 Wochen, bekam allerdings eine brennende Gesichtshaut wie beim Sonnenbrand.Habe ich dann mit Nivea eingecremt wurde gleich besser.

    Link to comment
    Share on other sites

    Ich habe das Gefühl, dass viele Hautärzte von der Firma LEO "geschmiert" sind. Die Produkte sind sehr teuer und taugen aus meiner Sicht wenig. Nur wenn ich meinen Hautarzt gezielt "anweise" mir ein bestimmtes anderes Produkt zu verschreiben, tut er das auch, ansonsten werden nur LEO-Produkte verschrieben... krass, zumal bei zwei Hautärzten erlebt.

    Link to comment
    Share on other sites

    Cremes mit Calcipotriol (und ggf. Kortison) sind bei der äußerlichen Behandlung der Schuppenflechte nun einmal sowas wie Standard. Und es gibt keine, die nicht von Leo sind. Welche anderen Produkte sind denn für Dich besser?

    Link to comment
    Share on other sites

    Es ist traurig. Immer wenn man ein gutes wirksames Produkt gefunden hat, verschwindet es aus irgend einem Grund vom Markt. Die Apotheker versprechen dann immer hoch und heilig, im Ersatzprodukt wären die gleichen Bestandteile, was ich allerdings anzweifeln muß!Warum kann die Pharmaindustrie nicht bei bewährten Mitteln bleiben ? Ich vermute hier nur Sparmaßnahmen für die Kassen !

    Link to comment
    Share on other sites

    Wir waren in der Türkei und haben was aus der Apotheke holen müssen und Wunder : das stand das gute Psorcutan Beta Pomat ? "Rezept frei " .

    Mit 26€ war ich dabei. Man kennt ja immer mal wem der dort Urlaub macht ?

    Link to comment
    Share on other sites

    Man kann sich aber auch bei einem Hautarzt ein Rezept für Psorcutan beta oder seine diversen anderen Darreichungsformen ausstellen lassen. Kostet maximal die Zuzahlung in der Apotheke. ;)

    Link to comment
    Share on other sites

    Mein Arzt hat mir die Calcipotriol Salbe für mein Gesicht verschrieben... Ich habe das Mittel 2-3 tage angewandt bis die Nebenwirkungen auftraten . Dann lies ich mir den Beipackzettel genauer durch darin stand, NICHT INS GESICHT! Jetzt weiss ich nicht wie ich reagieren soll, ich werde ihn darauf ansprechen in meine Augen ist das grop fahrläsig.

    Link to comment
    Share on other sites


    Join the conversation

    You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
    Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

    Guest
    Add a comment...

    ×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

      Only 75 emoji are allowed.

    ×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

    ×   Your previous content has been restored.   Clear editor

    ×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Welcome!

    psoriasis-netz-icon.pngDo you feel alone with your psoriasis? Does psoriasis arthritis still bother you? Get support and tips from people like you.

  • Similar Content

    • GrBaer185
      By GrBaer185
      Der Download enthält als pdf-Datei die Folien einer Powerpoint-Präsentation zum "Vitamin D". Erklärt werden die verschiedenen Vitamin D Arten und ihre Bedeutung für den Stoffwechsel. Es wird auf den  empfohlenen 25-OH-Vitamin D3 Spiegel im Blutserum eingegangen und Grenzen für die Notwendigkeit sowie  Möglichkeiten und Gefahren einer Vitamin D Supplementierung aufgezeigt.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Nagelpsoriasis ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Fuß- oder Fingernägel sind dann brüchig, bröselig, verformt, verfärbt – auf jeden Fall nicht so, dass man sie gern länger zeigt und schon gar nicht groß verwendet. Nur ist das im Alltag schwierig.
      Wichtig ist: Die Schuppenflechte der Nägel ist nicht ansteckend. Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt die Diagnose stellen. Er kann mit einer Laboruntersuchung am besten herausfinden, ob es sich um einen Nagelpilz handelt oder eben die Schuppenflechte der Nägel.
      Mit einer Behandlung sollte lieber früher als später begonnen werden, denn Nägel brauchen sehr lange, um ordentlich nachzuwachsen. Bis die Erkrankung verschwunden ist, vergehen meist mehrere (um nicht zu sagen viele) Monate. Am Anfang wird man es sicherlich mit einem Nagellack versuchen – dazu weiter unten mehr.
      Aufbau eines Nagels

      Aufbau eines gesunden Nagels
      Auf dem Nagelbett befindet sich das Hyponchium, das für die Verbindung zur Nagelplatte sorgt. Die ist 0,5 bis 0,7 Millimeter dick. Sie wird an drei Seiten vom Nagelfalz begrenzt. Der Nagel wächst von der Nagelmatrix aus. Der weiße Halbmond ist der vordere, sichtbare Teil der Matrix. Unter der Haut ist der hintere Teil, geschützt vom Nagelhäutchen.
      Symptome der Nagelpsoriasis
      Tüpfelnägel: Der Fingernagel ist nicht mehr schön eben, sondern wird wellig. Er sinkt punktförmig ein, wie Tüpfel. Die Tüpfel bleiben sichtbar und wachsen mit dem Nagel aus. Aber Vorsicht: Tüpfel können auch durch andere Ekzeme, Infektionen oder Pilzbefall entstehen.
      Ölfleck: Ein anderes Zeichen für eine Nagelpsoriasis ist ein Ölfleck. Der findet sich meist am Rand des Nagels, dort, wo sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt. Dieser Ölfleck ist meist gelbbraun oder rot, wobei das Rot zum Nagelrand hin oft abnimmt. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass zu viele nicht ausgewachsene Zellen an die Oberfläche der Haut unter dem Nagel schießen. Diese Zellen drücken von unten gegen den Nagel, so dass der sich abhebt. Aber noch mal Achtung: Auch hier kann wieder eine Pilzinfektion im Spiel sein. Verschiedene Pilzinfektionen nämlich sehen ähnlich aus. Was noch komplizierter ist: Pilz und Psoriasis können auch nebeneinander vorhanden sein.
      Krümelnägel: Unter dem Nagel stapeln sich Schuppen. Im Laufe der Zeit heben sie das Nagelbett an. Die Nagelplatte wird krümelig. Gerade dieses Symptom ist es, das Betroffene vor anderen Menschen am liebsten verstecken würden.
      Begleiterscheinungen sind gelegentlich Schmerzen oder Druckempfindlichkeit.
      Fakten
      Grundsätzlich gibt es mehr Schuppenflechte an den Finger- als an den Fußnägeln.
      Eine schwere Psoriasis der Nägel gilt als „Vorbote“ der Psoriasis arthritis (Gelenk-Psoriasis). Ausgeprägte Formen der Nagelpsoriasis sind nicht mit rein äußerlichen Behandlungen abzuheilen. Wer schnell mit einer innerlich wirkenden Therapie beginnt, kann verhindern, dass sich die Nägel erheblich verschlimmern.
      Das gilt besonders bei der Psoriasis pustulosa: Bei ihr heilt die Nageldeformation am schwersten ab. Eine frühzeitige innerliche Therapie bremst vermutlich eine aufziehende Psoriasis arthritis ab. Trotz langer Behandlungszeiten schaffen es nur einige Biologika, dass lediglich bei der Hälfte der Betroffenen die Nägel völlig verheilt sind. Das größte Problem: Bei der Behandlung einer Schuppenflechte der Nägel müssen alle Beteiligten geduldig sein und dürfen nicht zu schnell aufgeben.
      Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis eine Nagel-Beteiligung haben und 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker. Eine Nagelpsoriasis ohne Hautbeteiligung ist möglich, aber eher selten. Am häufigsten kommen Tüpfelnägel und abgelöste Nagelplatten vor.
      Eine Nagelpsoriasis ist gut im Rheumascan (Xiralite) zu erkennen. Manchmal ist eine Biopsie des Nagelbettes zur eindeutigen Klärung der Diagnose notwendig.
      Welche Therapie angebracht ist, hängt davon ab, wie schwer der Nagel betroffen ist. Dafür sind inzwischen verschiedene Messmethoden entwickelt worden. International wird der NAPPA-Score (Nail Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis) verwendet. Man zählt die jeweiligen krankhaften Veränderungen auf den Nägeln und erfragt die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen der Erkrankung. Die Gewichtung aller Faktoren bestimmt den Schweregrad einer Nagelpsoriasis. Der Wert kann auch dann hoch sein, wenn die Schädigungen am Nagel zwar nicht extrem stark, die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtig ist.
      Probleme im Alltag
      Gelbliche, bröckelnde und verformte, abgehobene Nägel sehen für andere Menschen unästhetisch aus, ganz gleich, ob die Hände oder die Füße gemeint sind. Betroffene versuchen, vor allem ihre Fingernägel vor scheelen Blicken zu verbergen und meiden deshalb soziale Kontakte bis hin zur Partnersuche. Greifen (Fingernägel) und Laufen (Zehennägel) werden zur Qual. Ganz gewöhnliche Verrichtungen in Alltag, Beruf und Sport fallen schwer und verursachen Schmerzen. Patienten mit schweren Nagelschädigungen sind länger krankgeschrieben, leiden erheblich an ihrer Situation und neigen zu Angst-Erkrankungen oder Depressionen.
      Es war lange nicht bekannt, dass Nägel, Sehnenansatz am Knochen (Enthese) und Knochenhaut anatomisch miteinander verbunden sind. Darüber wurde erst geforscht, als auffiel, dass Nagelveränderungen bei Patienten mit Psoriasis Arthritis deutlich häufiger vorkommen als bei denen ohne. Der Nagel ist funktional gleichzeitig mit Haut und Knochen verbunden. Vereinfacht dargestellt, kommt erst die Sehnenentzündung, dann die Nagelpsoriasis und schließlich die Psoriasis arthritis. Die Gelenk-Schuppenflechte ist um so ausgeprägter, je schlimmer die Nägel betroffen sind. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Begleiterkrankungen geht man davon aus, dass sich eine Psoriasis Arthritis weniger heftig entwickelt, wenn die Nagelpsoriasis frühzeitig behandelt wird.
      Bisher war es selten möglich, eine Nagelpsoriasis völlig abzuheilen. Meist dauerte es monatelang, bis deutliche Verbesserungen sichtbar wurden. Mit Cremes, Salben, Tinkturen oder Lotionen dringt ein Wirkstoff nur schwer oder überhaupt nicht in den Nagel ein. Auch durch intensives Einmassieren wird der Nagel nicht durchlässiger. Mit einem harnstoffhaltigen Nagellack kann man den Nagel meist nur weicher machen, damit hinterher ein Wirkstoff besser eindringen kann. Die Wirkung wird deutlich verstärkt, wenn ein Mittel unter luftdicht verschlossener Folie (Okklusiv-Verband) z.B. über Nacht einziehen kann.
      Andere Erkrankungen der Nägel
      Nicht jeder dicke, verhornte, bröselige Fingernägel ist einer, der eine Nagelpsoriasis birgt. Manchmal fällt es dem Arzt schwer, die Diagnose Nagelpsoriasis zu stellen. Das Problem ist, dass Nagelveränderungen bei Pilzinfektionen, Ekzemen, inneren Krankheiten bis hin zu Tumoren gleich aussehen können. Eine Pilzinfektion ist die häufigste Nagelerkrankung, die allein oder aber mit der Schuppenflechte zusammen auftreten kann. Schwierig wird es für den Arzt, wenn jemand keine Haut-Erscheinungen hat, sondern nur Veränderungen an Hand- und Fußnägeln.
      Nagelveränderungen gibt es auch wegen Ekzemen, Mangelernährung, Pilzen, Allergien zum Beispiel gegen Nagellack oder gegen Medikamente. Sprich: Wer den Verdacht hat, er hätte eine Nagelpsoriasis, sollte den Doktor erst mal nach einem Pilztest fragen. Erst wenn der negativ ist, sollte man sich tiefergehend mit der Nagelbehandlung beschäftigen.
      Um die Verwirrung zu steigern: Nagelpilz und Nagelpsoriasis können auch gleichzeitig auftreten.
      Nagelpsoriasis behandeln
      In schweren Fällen mussten die Dermatologen schon immer innere Medikamente geben. Nicht jedes davon wirkt direkt auf die Nägel bzw. nicht auf alle Formen der Nagelpsoriasis. Am besten helfen starke Präparate, die aber auch schwere Neben- und Wechselwirkungen haben können.
      Heute ist es der Medizin möglich, selbst eine schwere Nagelpsoriasis erfolgreich zu behandeln. Es liegen Studien vor, die genau beschreiben, wie und bei welcher Form ein Medikament hilft. Der Arzt kann also gezielter therapieren. Es sind vor allem neue, hochwirksame Biologika, auf die eine Nagelpsoriasis reagiert. Die Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen ist überwiegend unbegründet: In Deutschland liegen bei allen innerlich wirkenden Schuppenflechte-Medikamenten die schwerwiegenden Nebenwirkungen unter 1 Prozent. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die übrigen Medikamente. Das ergab eine aktuelle Sicherheitsanalyse aus dem Patienten-Registers „PsoBest“. Wer seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lässt, kann diese Medikamente beruhigt nehmen.
      Äußerliche Behandlungen
      Bei schwach ausgeprägten Veränderungen der Nägel kann eine äußerliche Behandlung sinnvoll sein. Studien dazu sind häufig mit nur wenigen Patienten und nicht nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden.
      Harnstoff (Urea) ist zu 15 Prozent im speziell für die Nagelpsoriasis entwickelten Nagellack Onypso enthalten. Nach sechs Monaten waren bei fast allen Patienten 43 Prozent der Nageldefekte zurückgegangen. Außerdem gibt es die Salbe Onyster mit 40 Prozent Urea. Sie löst den Nagel ab. Dadurch kann dann das Nagelbett direkt behandelt werden. Schwefel-/Schachtelhalm ist im Sililevo-Nagellack enthalten, der erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet wurde. Seine Grundlage ist Hydroxypropylchitosan, kurz HPCH. Die Wirkung kann durch Clobetasol 0,05 Prozent, einem stark wirksamen Kortison, verstärkt werden. Als Rezeptur bezahlt das die Krankenkasse, den Lack pur nicht. Kortison gilt auch bei mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis als äußerliches „Mittel erster Wahl“. Verwendet werden stark bis sehr stark wirksame Kortisone, oft in Kombination mit 3 Prozent Salicylsäure oder mit Calcipotriol (z.B. Daivobet). Dazu wird zum Beispiel täglich ein Tropfen einer Kortison-Tinktur auf die Nagelwurzel und/oder das Nagelbett aufgetragen. Die Behandlung kann bis zu acht Monate dauern. Der Nagelzustand verbessert sich deutlich, verschlechtert sich aber meist wieder, wenn die Therapie abgesetzt wird. Bei schweren Fällen wird Kortison in das Nagelbett eingespritzt – mit einer normalen Spritze oder Impfpistole bei lokaler Betäubung. Und ja, das ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Calcipotriol (Vitamin D 3 Analogika) wird empfohlen als Kombination mit einem Kortison (siehe oben), entweder abwechselnd („Tandem-Therapie“) oder als Mixtur. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn erst Salbe aufgetragen und dann über Nacht ein abschließender Verband z.B. aus Folie aufgezogen wird Tacrolimus (Protopic) hat in einer Studie nach nur zwölf Wochen Nägel vollständig abgeheilt. Es darf nur „off-label“ verschrieben werden, weil es nicht für die Behandlung der Schuppenflechte zugelassen ist. Alte oder nicht praktikable äußerliche Therapien
      5-Fluorouracil (Efudix) ist ein Zellwachstums-Hemmer, der nicht mehr zur Behandlung der Nagelpsoriasis empfohlen wird. Dithranol (Cignolin) ist bei der Nagelpsoriasis unwirksam. UV-Bestrahlungen werden bei der Nagelpsoriasis immer seltener eingesetzt, weil sie sehr zeitaufwendig sind. Den UV-Punktstrahler („Blue Point“) muss man vier bis sechs Wochen lang, möglichst täglich, auf die Nagelplatte einwirken lassen. Man bestrahlt mit UVB + UVA. PUVA arbeitet nur mit UVA. Der Nagel wird vorher mit Psoralen lichtempfindlich gemacht. Nur für PUVA liegen mehrere Studien vor, in denen sich die Nägel um 50 Prozent verbesserten. In einer Studie wurden psoriatische Nägel erfolgreich mit dem Excimer-Laser behandelt. Interferenzstrom hat sich als Therapie für die Nagelpsoriasis nicht durchgesetzt, obgleich es erste erfolgversprechende Ergebnisse gab. Therapie mit Röntgenstrahlen "Verstümmelungsbehandlung" mit Entfernung der psoriatischen Nagelveränderungen und anschließender Weiterbehandlung. Es gab einen grausigen Bericht im Pso-Magazin von einem Patienten, der sich von beiden großen Zehen die Nägel entfernen ließ. Zweimal pfuschten die Ärzte, der dritte operierte schließlich richtig, entfernte auch alle Nagelzellen, kürzte einen Endknochen, zog Hornhaut von unten hoch und vernähte alles. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, keine Gelenkschmerzen und keine Schuppen. Der Arzt gibt zu Bedenken: An den Fingern braucht man die Nägel zum Greifen. Sein Rat: abends, nach Duschen oder Baden, wenn die Haut unter den Nägeln ohnehin aufgeweicht ist, Schuppen mit einem selbst zurechtgefeilten Haken entfernen; mit Spritze mit abgesägter Kanüle Eucerin dazwischen auftragen. Nagelpsoriasis würde diese schönen Finger- und Fußnägel nicht so schön aussehen lassen Innerliche Behandlung
      Bei schweren Nagelveränderungen ist häufig eine innerliche Therapie nötig – egal, wie stark die Haut von einer Schuppenflechte befallen ist. So werden auch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität vermieden. Eine Psoriasis arthritis kann auf diese Weise ebenfalls "mitbehandelt" werden.
      Methotrexat (MTX) gilt als innerliches „Mittel der ersten Wahl“. Solide Studien zeigen, dass sich die Nägel nach 6 bis 12 Monaten um etwa 40 Prozent verbessern können. Kortison, in den Nagel gespritzt, galt lange als wirksamstes Mittel, v.a. bei Tüpfel und Nagelwurzel-Befall. In verschiedenen Studien wurde Triamcinolon-Acetonid injiziert, aber unterschiedlich häufig und lange. Nach 9 bis 12 Monaten besserten sich die Nägel. Die Injektion ist unangenehm, es muss örtlich betäubt werden und es besteht die Gefahr von Gewebsschwund bis hin zum Einriss der Sehne. Mit Kortison wird kaum noch behandelt, seitdem es wirksamere Medikamente gibt. Ciclosporin verbessert die Nagelpsoriasis erfahrungsgemäß, ohne dass es bisher Studienergebnisse gibt. Meistens wird es zusätzlich zu einer äußerlichen Behandlung verschrieben. Es können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Fumarsäureester (Fumaderm und Skilarence) ist bisher nur in einer sehr kleinen Studie darauf untersucht worden, wie es auf eine starke Nagelpsoriasis wirkt. Nach 12 Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Viele Ärzte setzen es zusätzlich zu einer äußerlichen Therapie ein. Acitretin (Neotigason, Acicutan) ist wissenschaftlich kaum inbezug auf Nagelpsoriasis untersucht worden. In einer Studie ergab sich nach 6 Monaten bei 41 Prozent der Patienten eine mittlere Besserung. Bei 25 Prozent heilten sie vollständig oder nahezu vollständig ab. Wird gerne mit PUVA kombiniert. Es können schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Biologika sind am besten darauf untersucht worden, wie erfolgreich sie auf die Nagelpsoriasis wirken. Sie werden grundsätzlich erst dann verschrieben, wenn andere Therapien nicht anschlagen. Infliximab (Remicade) spricht am schnellsten und wirkungsvollsten auf die Nagelpsoriasis an. Schon nach sechs Wochen sind deutliche Nagelverbesserungen sichtbar, nach 22 Wochen fast 90-prozentige. Innerhalb eines Jahres waren bei 50 Prozent der Patienten die Nägel vollständig oder nahezu vollständig abgeheilt. Bei Etanercept (Enbrel) waren das 30 Prozent. Die anderen Biologika sind ebenfalls etwas wirkungsvoller als konventionelle innerliche Medikamente. Neue Biologika werden oft in eigenen Studien speziell bei Nagelpsoriasis getestet. Darüber hier bald mehr. Tipps für Betroffene
      Pflegen: Nägel kurz halten, vorsichtig schneiden und möglichst feilen; in schweren Fällen medizinische Fußpflege beim Podologen. Ausgiebig und täglich in lauwarmen Salzwasser (z.B. Stassfurter Badesalz, Totes Meer Salz) einweichen. Danach vor allem die Haut an der Nagelwurzel und den Seitenrändern ausreichend rückfetten – praktischerweise mit einer Lotion. Waschen: Unter den Nägeln mit einem Papiertaschentuch abtrocknen, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Dann rückfetten (s.o). Schützen: Beim Umgang mit Nässe und aggressiven Materialien in Beruf und Haushalt (Abwasch, Putzen) Handschuhe tragen. Vermeiden: Nägel vor Reibung, Druck oder Quetschung bewahren, Nagelhäutchen nicht abreißen, keinen acetonhaltigen Nagellackentferner benutzen, Nägel nicht als Werkzeug einsetzen. Erleichtern: Unter Arbeitshandschuhen dünne baumwollene tragen. Schuhe, die nicht auf befallene Zehen-Nägel drücken. Leichtes, weites Schuhwerk, das nicht drückt, tragen. Verschönern: Verdickungen und von Querrillen von erfahrenen Kosmetikerinnen (Podologen) abfeilen oder abfräsen lassen. Geglättete Oberfläche mit medizinischem Lack (z.B. Sililevo oder Onypso) stabilisieren. Entstellte oder zerfallende Nägel mit künstlichen Fingernägeln überdecken. Welche Erfahrungen hast du mit der Behandlung der Psoriasis an den Nägeln? Oder möchtest du erfahren, wie es anderen Betroffenen damit geht? Unsere Community ist dafür der richtige Ort.
      Gekürzte Fassung eines Artikels, der erstmals in der Zeitschrift PSOaktuell, Ausgabe 2/2013, erschienen ist.
      Tipps zum Weiterlesen
      Bei Nagel-Psoriasis häufig auch Pilz dabei – Behandlungserfolg fraglich
      (gesundheit.com, 1. Dezember 2014)
      In einem Tagungsbericht geht es um Nagelpilz und Nagelpsoriasis – angeblich wäre in 20 Prozent der Fälle beides gleichzeitig zu finden. Die sonst bei Nagelpilz gern eingesetzte innerliche Therapie mit einem Anti-Pilz-Mittel sei aber nicht so oft von Erfolg gekrönt – nämlich nur in 30 Prozent der Fälle. Und die Nagelpsoriasis würde davon auch nicht unbedingt besser. [lesen]
      Unter künstlichen Nägeln können Probleme heranwachsen
      (20 Minuten Online, 20.03.2013)
      Künstliche Fingernägel sind nicht ungefährlich. Dermatologen beobachten immer mehr Komplikationen - beispielsweise Infektionen unter dem Nagel oder Kontaktallergien. [lesen]
      Starke Nagel-Psoriasis macht anfälliger für Pilzinfektion
      (hautstadt.de, 19.04.2012; nicht mehr im Netz verfügbar)
      Bei einer Studie mit Menschen mit Nagel-Psoriasis zeigte sich bei 62 Prozent der Teilnehmer eine Pilzbesiedlung der Nägel. Allerdings ist es wie fast immer: Es gibt auch eine Studie, die etwas anderes sagt, zumindest, wenn man sich die Arten der Pilze ansieht. Das steht am Ende des Artikels.
      Welche Krankheiten Fingernägel verraten
      (Apotheken-Umschau, 14.04.2010)
      Veränderungen an den Fingernägeln können alles bedeuten – manchmal auch eine Psoriasis. Die Apotheken Umschau erklärt die Möglichkeiten in Wort und Bild. [lesen]
      Nagelpsoriasis – was wann wie helfen kann
      (Psoriasis Forum Berlin e.V., 2013)
      PDF-Datei eines Artikels mit ausführlichen Informationen [lesen]
      Nagelprothetik bei Psoriasis
      ("Flotte Feile")
      Jessica Dlling vom Nagelstudio "Flotte Feile" zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit bei einem Fall von Nagel-Psoriasis. [ansehen]
      Bilder
      Hier siehst du, wie eine Schuppenflechte am Nagel oder an mehreren Nägeln aussehen kann. Es sind keine schönen Bilder, deshalb zeigen wir sie so klein – du kannst sie aber großklicken.
       
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Eine Schuppenflechte am Körper kann schon anstrengend sein. Doch dort kann man sie oft irgendwie noch verbergen. Sitzt die Psoriasis dagegen im Gesicht, ist der Betroffene den Blicken der Mitmenschen ausgeliefert. Wie lässt sich die Erkrankung dort behandeln?
      Symptome
      Schuppenflechte sieht im Gesicht aus wie auch an anderen Stellen am Körper. Sie ist im Gesicht aber stärker dem Licht, Wind und Wetter und anderen Einflüssen der Umwelt ausgesetzt. Sie kann also durchaus stärker gereizt, geröteter, flacher oder schuppiger sein.
      Die Psoriasis setzt sich im Gesicht gern in den Augenbrauen, in den Nasenfalten oder an der Stirn fest.
      Behandlung
      Jeglicher Wirkstoff, jede Salbe, Tinktur oder Maske wird von der Haut im Gesicht stärker aufgenommen, denn dort ist die Haut dünner als am restlichen Körper. Das sollte man immer im Hinterkopf haben.
      Abseits von Medikamenten
      Gute Hautpflege
      Gerade im Gesicht kann eine gute Hautpflege bei Psoriasis schon einiges ausmachen. Lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten. Und: Wählen Sie Hautpflegeprodukte, die so wenig verschiedene Inhaltsstoffe wie möglich haben, denn jeder kann zusätzlich reizen. Sie finden so auch einfacher heraus, welcher Inhaltsstoff Ihrer Haut am besten bekommt. Es muss dabei nicht unbedingt eine spezielle Gesichtscreme sein.
      Aloe vera
      Ob Aloe vera einer Schuppenflechte im Gesicht beikommen kann, ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Dabei kann man das reine Gel aus einer Aloe-vera-Pflanze ebenso nutzen wie eine der vielen Aloe-vera-Cremes. Bei Letzteren sollten Sie auf einen möglichst hohen Anteil der Aloe vera achten, aber auch darauf, dass mit Konservierungsmitteln nicht zu großzügig umgegangen wurde etc. Lassen Sie sich nicht von einem Glaubenskrieg beeindrucken, welche Aloe-vera-Creme von welchem Anbieter oder -Vertreiber die bessere ist. Im Reformhaus oder in der Apotheke zum Beispiel dürften Sie gut beraten werden.
      Urea (Harnstoff)
      Eine Gesichtscreme mit Urea (Harnstoff) ist auch eine Möglichkeit, gegen die Schuppenflechte im Gesicht anzugehen. Allerdings kann Urea im Gesicht stärker reizen als an anderen Körperstellen, deshalb sollten Sie hier nicht zur 10- oder mehrprozentigen Harnstoff-Creme greifen, sondern lieber eine 3- oder 5%-ige Urea-Creme ausprobieren.
      Arzneimittel
      Mahonia aquifolium
      Dieser Wirkstoff ist frei verkäuflich und in Deutschland vor allem in zwei Produkten enthalten: Rubisan® und Belixos®. Der Hersteller von Rubisan schreibt ausdrücklich "Der Einsatz ist auch am Hals und im Gesicht gut möglich.". Rubisan ist ein Arzneimittel und gibt es in der Apotheke, Belixos ist ein Kosmetikprodukt und gib es vor allem im Internet.
      Hydrokortison-Cremes
      Diese sehr leichte Kortison-Form kann nach Meinung von Pharmazeuten im Gesicht gut angewendet werden. In niedriger Dosierung ist sie frei verkäuflich. Dabei empfiehlt sich die Konzentration von 0,25% im Gesicht eher als die von 0,5%. (2) Alle stärkeren Kortisonsalben bergen größere Gefahren (siehe Abschnitt "Kortison").
      Tacrolimus oder Pimecrolimus
      Betroffene berichten u.a. in unserem Forum darüber, dass ihr Hautarzt ihnen für die Schuppenflechte im Gesicht die Wirkstoffe Tacrolimus oder Pimecrolimus empfohlen oder verschrieben hat. Die sind zum Beispiel in Elidel® oder Protopic enthalten und nicht zur Behandlung bei Psoriasis zugelassen, sondern bei Neurodermitis. Nach Erfahrung von Medizinern wirken sie im Schnitt nach zwei Wochen. Bis zu 50 Prozent der Patienten haben nach 6 bis 12 Wochen von einer deutlichen Verbesserung oder sogar völligen Abheilung der Symptome verspürt. (1)
      Medikamente mit Vitamin D3
      Die Wirkstoffe in Vitamin-D3-Präparaten heißen zum Beispiel Calcipotriol oder Tacalcitol.
      In der Packungsbeilage von Daivonex steht eine "Psoriasis im Gesicht" als Gegenanzeige – das heißt, dass das Medikament dort nicht angewendet werden soll.
      In der Fachinformation von Curatoderm gibt es lediglich einen Hinweis, dass bei einer Anwendung im Gesicht der Kontakt mit den Augen vermieden werden soll. Und: UV-Licht kann den Wirkstoff Tacalcitol abbauen, was ja das Gegenteil von dem wäre, was man erreichen will. Deshalb soll Curatoderm® besser abends aufgetragen werden.
      Die Angaben der Hersteller sind die eine Seite – die Erfahrungen von Ärzten eine andere. Bei Vitamin-D3-Präparaten wird von den Medizinern vor "lokalen unerwünschten Arzneimittelwirkungen" gewarnt. Aber: Sie sind "prinzipiell möglich". Die Reizungen gingen vorüber. Wenn sie zu arg sind, könne vorübergehend die Dosis reduziert werden. Generell würde der Wirkstoff Tacalcitol (in Curatoderm® enthalten) weniger reizen als der Wirkstoff Calcipotriol (z.B. in Daivonex enthalten). (1)
      Innerliche Medikamente
      Alle innerlichen Medikamente können die Schuppenflechte im Gesicht ebenso lindern wie am Rest des Körpers. Deshalb erwähnen wir sie hier nicht einzeln.
      Nicht geeignete Medikamente
      Psoriasis-Medikamente, die nicht im Gesicht angewendet werden sollen, sind Dithranol und Tazaroten.
      Kortisoncremes oder -salben sind für das Gesicht sehr wenig geeignet. Mediziner sehen dort die Gefahr, dass die Haut dünner wird ("Atrophie") oder andere Hauterkrankungen wie Rosazea oder Steroid-Akne ausgelöst werden.
      Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten
      Es gibt einige andere Hautkrankheiten, mit denen die Schuppenflechte im Gesicht verwechselt werden kann. Was der Laie für eine Psoriasis hält, kann auch etwas anderes sein – zum Beispiel
      ein seborrhoisches Ekzem – vor allem in den Nasenfalten, den Augenbrauen oder am Kinn Pityriasis rubra pilaris Lupus erythematodes eine Bartflechte (Tinea barbae) – eine Pilzerkrankung eine Grindflechte (Impetigo contagiosa) – vor allem bei Kindern Da hilft am Ende nur, wenn der Hautarzt gefragt wird. Er kann die Erkrankungen im besten Falle aufgrund seiner Erfahrung auseinanderhalten oder ein kleines Stückchen Haut entnehmen und im Labor untersuchen lassen.
      Fachleute diskutieren außerdem über eine Mischform aus Psoriasis und seborrhoischer Dermatitis. Das Ergebnis bezeichnen sie dann auch als Sebopsoriasis oder Seborrhiasis.
      Fotos von Schuppenflechte im Gesicht
      Austausch mit anderen Betroffenen
      In unserem Forum kannst du dich auch über gute (und schlechte) Erfahrungen bei Psoriasis im Gesicht austauschen.
      Tipps zum Weiterlesen
      Warum Sie bei Schuppenflechte im Gesicht keine Gesichtsbürste nutzen sollten
      (woman.at, 21.08.2014)
      Das Gesicht mit Wasser und Händen oder vielleicht noch einem Waschlappen reinigen – wie langweilig ist das denn? Gesichtsbürsten sind laut dem Frauenportal woman.at im Trend. Doch selbst deren Erfinder Dr. Robb Akridge rät von ihr ab, wenn man von Schuppenflechte oder Akne geplagt ist. Leider erst ganz, ganz am Ende des Artikels und Interviews. Trotzdem gut zu wissen: wieder ein Trend, den man getrost auslassen darf
      Gesichtsmasken aus eigener Herstellung
      (allergie-frei.info, 20.02.2013)
      Quellen
      Leitlinie "Therapie der Psoriasis vulgaris" "Hydrocortison – Vertrauen und Vorbehalte" in: Pharmazeutische Zeitung 29/2011
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Wir gehen in die Geschichte und haben die Medikamente gegen Schuppenflechte in einen Zeitstrahl getan. Welches Medikament wurde eigentlich wann zugelassen? Dabei tun sich deutliche Lücken auf. Jahrzehntelang tat sich wenig, doch in den letzten Jahrzehnten ging es Schlag auf Schlag.
      Wenn du dir diese Zeitreise größer ansehen willst – hier findest du sie in einer anderen Ansicht: Psoriasis-Medikamente seit 1916
      1916: Der künstlich nachgebaute Teer-Abkömmling Dithranol wird von E. Galewski und P. G. Unna beschrieben und eingeführt. Dithranol wird bis Anfang der 1980-er Jahre bei der Psoriasis-Therapie das Mittel der Wahl sein, wenn eine Schuppenflechte äußerlich behandelt werden soll.
      1925: William H. Goeckermann erwähnt erstmals die Anwendung von Steinkohlenteer gegen Psoriasis. Bis heute gibt es Patienten und Kliniken, die auf diesen Wirkstoff schwören. Gut, dass bis heute die Übertragung von Gerüchen über das Internet noch nicht erfunden ist.
      1956: Kortison-Präparate zum Auftragen auf die Haut kommen auf den Markt.
      1983: Mit Psoralon kommt eine Fertigarznei mit Dithranol in Deutschland auf den Markt.
      1991: Das erste Medikament mit dem Wirkstoff Methotrexat wird in Deutschland zugelassen – als Lantarel.
      1992: Die erste Creme mit einem Vitamin-D3-Wirkstoff wird in Deutschland zugelassen – mit Calcipotriol.
      1992: Der Wirkstoff Acitretin wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen – ein Vitamin-A-Abkömmling. Eingesetzt wird er allerdings schon seit den 1970-er Jahren.
      1992: Rubisan, die homöopathische Salbe mit dem Wirkstoff Mahonia aquifolium, erhält ihre Zulassung.
      1993: Der Wirkstoff Ciclosporin kommt offiziell in der Behandlung der Psoriasis zum Einsatz. Da hat er schon 10 Jahre in der Transplantationsmedizin hinter sich.
      1994: Psoradexan – das nächste Medikament mit dem Wirkstoff Dithranol – ist in Apotheken zu haben.
      1994: Der zweite Vitamin-D3-Wirkstoff kommt auf den Markt: Tacalcitol.
      1995: Eine Schweizer Entwicklung mit einem Fumarsäureester wird in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen: Fumaderm.

      1997: Das Medikament Micanol vereinfachte die Therapie mit Dithranol. Bei richtiger Anwendung und vor allem beim richtigen Abwaschen färbte es Haut und vor allem das Umfeld nicht mehr so stark wie andere Dithranol-Mittel. Im Jahr 2017 wurde Micanol vom Markt genommen.
      1997: Tazaroten-Gel wird mit 0,05% und 0,1% in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen.
      1999: Der dritte Vitamin-D3-Wirkstoff ist da: Calcitriol.
      2002: Calcipotriol und Betamethason werden kombiniert.
      2004: Raptiva mit dem Wirkstoff Efalizumab wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen. Allerdings wird es fünf Jahre später schon wieder vom Markt genommen – wegen Nebenwirkungen, die andere Medikamente dieser Art später auch zeigen.
      2004: Enbrel heißt das nächste Biologic, mit dem die Psoriasis behandelt werden kann. Es enthält den Wirkstoff Etanercept. Auch dieses Biologic war zuvor schon zwei Jahre bei Psoriasis arthritis aktiv.
      2005: Remicade kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Infliximab.
      2007: Das nächste Biologic mit dem Einsatzziel Psoriasis kommt auf den Markt – Humira mit dem Wirkstoff Adalimumab. Zwei Jahre zuvor war es bereits zur Behandlung der Psoriasis arthritis zugelassen worden.
      2009: Stelara mit dem Wirkstoff Ustekinumab reiht sich in die noch übersichtliche Riege der Biologics ein.
      2011: Ein Nagellack speziell zur Behandlung der Psoriasis an den Nägeln kommt auf den Markt. Er heißt Onypso. Er enthält 15 Prozent Harnstoff (Urea). Nach sechs Monaten soll die Nageldicke verringert sein.
      2015: Das Medikament Otezla mit dem Wirkstoff Apremilast erhält die Zulassung zur Behandlung der Psoriasis und der Psoriasis arthritis.
      2015: Das Biologic Cosentyx mit dem Wirkstoff Secukinumab ist das erste Medikament auf dem Markt, das sich gegen Interleukin 17 richtet. Es erhält überraschend die Zulassung, als erstes innerliches Arzneimittel zum Einsatz kommen zu können ("First line").
      2016: Im April 2016 wird Taltz zugelassen. In den Apotheken ist es aber erst im Frühjahr 2017.
      2017: Skilarence ist sozusagen das bekannte Medikament Fumaderm in neuem Gewand. Vor allem enthält es aber nur den Wirkstoff Dimethylfumarat und kein Gemisch mehr.
      2017: Mit Kyntheum gibt es ein weiteres Biologikum, das bei Schuppenflechte angewendet werden kann. Es enthält den Wirkstoff Brodalumab.
      2017: Tremfya kommt auf den Markt. Es enthält den Wirkstoff Guselkumab.

      2018: Das Medikament Ilumetri mit dem Wirkstoff Tildrakizumab wird zugelassen.
      2019: Skyrizi kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Risankizumab.

    • Bird900
      By Bird900
      Hallo,
      ich möchte hier meine Geschichte veröffentlichen und hoffe, dass ich dem einen oder anderen dadurch eventuell helfen kann .
      Mit 22 Jahren begann das Leid der Schuppenpflechte und ich vermute heute, dass ich mich die Jahre zuvor ziemlich ungesund ernährt habe 
      ( Süßigkeiten ohne Ende , Nikotin  und kein Sport ) Seelisch war ich auch noch angeschlagen .....also die besten Voraussetzungen.
      Betroffen war ich an der Kopfhaut, an den Gelenken, Fingernägeln ( kamen später) und noch an anderen Stellen .Wenn ich negativen Stress hatte, konnte man regelrecht zuschauen, wie die Schuppenflechte sich ausbreitete. Gerne trank ich eine Zeit lang Rotwein aber ich bemerkte auch hier, dass sich die Flechte auf dem Kopf dadurch verschlimmerte .
      Die ersten Jahre habe ich mich mit irgendwelchen Cremes über Wasser gehalten aber das brachte nicht wirklich was .
      Irgendwann erfuhr ich von einem Prof.Dr. Ockenfels http://www.praxisvita.de/das-laser-wunder-gegen-schuppenflechte und ließ mich dort einweisen.
      Schon in kürzester Zeit verbesserte sich meine Hautbild erheblich und zu sehen waren nur noch wirklich kleine Stellen .
      Irgendwann musste ich mich noch beschneiden lassen, da ich schon immer eine Vorhautverengung hatte und sich dazu auch noch eine Schuppenflechte gesellte.
      Das war sehr unangenehm und manchmal auch schmerzhaft.Der Urologe meinte ......weg damit und 
      im Nachhinein hatte ich dann aber noch mehr Probleme an der Eichel. Auch hier versuchte ich wieder einige Cremes aber letztendlich konnte nur Cortison mir helfen.
      Da dieses bekanntlich aber nicht auf Dauer gesund ist, habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht und probiere gerade was  aus.
      Über die Internetseite Zentrum der Gesundheit habe ich mir einige Tipps geholt, wie man mit seiner Krankheit besser umgeht.
      Dieses Seite hat mir bisher sehr geholfen und war ratsamer als mancher Schulmediziner.
      Hier werden Alternativen angeboten und bisher bin ich in meinem Leben ohne Tabletten ausgekommen .
      Nun aber probiere ich aber folgendes aus ......
      Vitamin D ......jeden Tag eine kleine Dosis
      Dann habe ich über Weihrauch gelesen, das es die gleiche Wirkung wie Cortison  besitzt ....nur ohne Nebenwirkungen.
      Davon nehme ich jetzt 2 Kapseln täglich und was soll ich sagen, meine Stellen an der Eichel sind bisher nicht mehr aufgetaucht .
      Ich bin sehr froh darüber da es schon sehr belastend war!
      Überhaupt habe ich das Gefühl, das es mir dadurch besser geht .....also auf die Haut bezogen .
      Ich versuche mich übrigens gesund zu ernähren.....viel Obst, Kokosöl,Leinöl, Quark, Ghee usw.
      Fahre täglich 40 km mit dem Fahrrad und rauche schon seit 2006 nicht mehr.
      Nun bin ich fast 55 und habe die Schuppenflechte gut in den Griff bekommen. Ich bin gespannt, wie sich der Rest jetzt noch entwickelt.
      Wichtig ist auch eine gesunde Lebenseinstellung .....nicht  alles an sich rankommen lassen, gelassener zu werden  und Stress zu vermeiden 
      Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ......man soll ja nichts unversucht lassen
      Wie das Ganze sich weiter entwickelt, werde ich berichten .
      VG Bird900

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.