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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Lichttherapie bei Schuppenflechte (Psoriasis)</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/?d=33</link><description>Artikel: Lichttherapie bei Schuppenflechte (Psoriasis)</description><language>de</language><item><title>Warum die Lichttherapie auch heute noch ihren Wert hat</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/warum-die-lichttherapie-auch-heute-noch-ihren-wert-hat-r1272/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_01/solarium-von-innen.jpg.a9021f1a2b4964ec109d21c2b094e2a7.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Zur Behandlung der Psoriasis und anderer Hauterkrankungen gibt es inzwischen viele Medikamente. Dennoch ist die Lichttherapie noch immer eine Option – zum Beispiel, wenn jemand schon mehrere Medikamente nimmt.</strong>
</p>

<p>
	Bei der Lichttherapie wird die Haut mit speziellen UV-Strahlen bestrahlt, die Entzündungen hemmen. Die Lichttherapie ist alt, bewährt und nebenwirkungsarm. Das erklärt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), die Fachgesellschaft der Hautärzte.
</p>

<p>
	Oft wird die Behandlung in Hautarztpraxen angeboten. Die richtige Dosis und Wellenlänge des Lichts wird dann am Gerät eingestellt. Patienten müssen eine UV-Schutzbrille tragen und die Behandlung mehrmals pro Woche wiederholen. Erfahrene Patienten nutzen die Lichttherapie oft auch zuhause. Krankenkassen bezahlen die kleineren Geräte oder erstatten die Mietgebühr, wenn der Hautarzt ein Gerät verordnet. Da lohnt sich ein Gespräch mit der Krankenkasse, um das vorher abzuklären.
</p>

<p>
	Und das Hautkrebs-Risiko? "Die Studienlage zeigt derzeit für die Schmalband-UVB-Therapie und für die UVA-Therapie keine klinisch messbare Zunahme von Hautkrebs", so die DDG.
</p>

<h2>
	Lichttherapie als Option für die, die schon viele Medikamente nehmen
</h2>

<p>
	„Die Phototherapie verdient eine Renaissance", erklärt Professorin Silke Hofmann, Chefärztin der Hautklinik am Helios-Universitätsklinikum Wuppertal. "Besonders profitieren Patienten mit Komorbiditäten, die bereits viele Medikamente erhalten.“ Denn <abbr title="Einnahme von fünf oder mehr Medikamenten">Polypharmazie</abbr> – also die Einnahme von fünf oder mehr verschiedenen Arzneimitteln – sei für viele Menschen eine Realität. Dann seien unerwünschte Wechselwirkungen zwischen den Substanzen immer zu bedenken.
</p>

<p>
	Schlussendlich empfiehlt die DDG, die Lichttherapie als eine personalisierte Medizin zu betrachten, die je nach Krankheitsbild und Hauttyp angepasst werden kann. Die Lichttherapie verdient eine Renaissance, so die DDG.
</p>

<h2>
	Das passiert bei der Lichttherapie in der Haut
</h2>

<p>
	Bei der Psoriasis sind die  UVB-Strahlen im Bereich von 311 nm am wirksamsten. Der langwellige Anteil des UV-B-Lichts wirkt besonders in den unteren Schichten der Epidermis, insbesondere in der Basalzellschicht. Dort nämlich entstehen in einem sich wiederholenden Zyklus von etwa vier Wochen neue hornbildende Zellen (Keratinozyten). Bei einer Schuppenflechte entstehen die Keratinozyten im Turbo-Gang, nämlich in vier bis sieben Tagen. An der Oberhaut sind sie dann als mehr oder weniger dicke schuppige, oft juckende Stellen zu sehen.
</p>

<p>
	Die Wirksamkeit der UV-B-Strahlung beruht unter anderem darauf, dass die Zellteilung in der Basalzellschicht der Epidermis gehemmt wird. Das führt zu einer Besserung der entzündlichen Hautveränderungen, die Schuppung nimmt ab.
</p>

<p>
	Eine andere Möglichkeit ist die Kombination von UV-A-Licht mit dem Wirkstoff Psoralen. Der macht die Haut empfänglicher für die UV-A-Strahlen. Er wird einige Zeit vor der Therapie entweder als Creme auf die erkrankten Stellen aufgetragen oder eingenommen. Letzteres erfordert aber sehr viel Umsicht, denn damit wird der ganze Körper für jedwedes Licht auch außerhalb der Bestrahlungskabine empfänglich, was dann zu viel sein kann.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(cl)</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> Überblick: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie/" rel="">Behandlung mit Licht und Bädern</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> Skinuvita: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/hautkranke-menschen-fuer-lichttherapie-studie-gesucht-r1255/" rel="">Sichere Form der Lichttherapie für zuhause wird erforscht</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> Forum: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/6-lichttherapie/" rel="">Erfahrungen, Fragen und Antworten zu Lichttherapie</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1272</guid><pubDate>Thu, 25 Jan 2024 17:24:00 +0000</pubDate></item><item><title>Studie f&#xFC;r Lichttherapie Skinuvita abgeschlossen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/studie-fuer-lichttherapie-skinuvita-abgeschlossen-r1255/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_08/skinuvita.jpg.73db646b2ab588877360f7fa0325b05b.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Ein Set aus Bestrahlungsgerät und Dosierer soll die Lichttherapie für zu Hause modernisieren. Eine Studie hat gezeigt: Das kann funktionieren.</strong>
</p>

<p>
	Mit der Lichttherapie ist es so eine Sache: Sie hilft vielen – wenn doch nur der Aufwand nicht wäre… Jahrzehntelang mussten Patienten dafür drei- bis viermal pro Woche in eine Arztpraxis oder in eine Klinik gehen, um sich für ein paar Sekunden bis Minuten bestrahlen zu lassen. Geräte für zu Hause sind nicht gerade preiswert – und den Platz dafür hat nicht jeder.
</p>

<p>
	Seit ein paar Jahren können Bestrahlungsgeräte auf Kosten der Krankenkasse gemietet werden, doch auch das bedeutet Aufwand.
</p>

<p>
	Zu alledem kommt, dass so eine Therapie zu Hause schiefgehen kann. Zu lange Bestrahlungszeiten oder zu häufige Nutzung nimmt die Haut übel.
</p>

<p>
	Jan B. Elsner dachte sich: „Das muss doch anders gehen“. Er hatte wegen seiner Psoriasis schon viel Zeit bei Lichttherapien in Arztpraxen verbracht. Die Bestrahlung half ihm, nur die Zeit dafür wurde immer weniger. Doch deshalb zu innerlichen Medikamenten greifen wollte er auch wieder nicht. Und so tüftelte Jan B. Elsner so lange, bis aus seiner Idee <a href="http://%20https://www.skinuvita.de/" rel="external nofollow">skinuvita</a> wurde – eine Lichttherapie für zu Hause, aus der Ferne überwacht vom Hautarzt.
</p>

<h2>
	So funktioniert die skinuvita-Lichttherapie
</h2>

<p>
	Zum Therapie-Set gehören ein Teilbestrahlungs- und ein Zusatzgerät. Der Kontakt zur Hautarzt-Praxis passiert über eine App auf dem Smartphone. Der Patient führt in der App ein Bestrahlungs-Protokoll. Darin gibt er auch an, wie seine Haut die letzte Sitzung vertragen hat. Mit diesen Angaben errechnet das Zusatzgerät die Lichtdosis für die nächste Anwendung und gibt sie an das Bestrahlungsgerät weiter.
</p>

<p>
	Alle Angaben landen in der Arztpraxis in einer Software, so dass der Arzt oder eine Medizinische Fachangestellte jederzeit sehen können, wie die Therapie läuft und ob – aus welchem Grund auch immer – eingegriffen werden muss.
</p>

<p>
	Schon frühzeitig während der Entwicklung von skinuvita war Jan Elsner immer wieder im Dialog mit Vertretern vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. So hatte er früh Feedback von denen, die das Therapie-Set eines Tages verordnen und in das Verfahren entsprechendes Vertrauen setzen sollen.
</p>

<h2>
	Was in der Studie getestet wurde
</h2>

<p>
	Das Therapie-Set sollte in mehreren Zentren in Deutschland in einer Studie beweisen,
</p>

<ul>
	<li>
		ob und wie Anwender dieser Art der Therapie treu bleiben
	</li>
	<li>
		wie belastend (oder nicht) die Therapie im Alltag ist
	</li>
	<li>
		ob und wie die Lebenszufriedenheit steigt
	</li>
	<li>
		ob diese Art der Therapie zu Hause sicher ist
	</li>
</ul>

<p>
	30 Menschen mit Hauterkrankungen sollten das testen. Die Erkrankungen konnten all jene sein, die auch bisher schon mit einer Lichttherapie behandelbar sind: Psoriasis, Neurodermitis oder Handekzem zum Beispiel.
</p>

<p>
	Beteiligt waren Studienzentren vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, vom Universitätsklinikum Regensburg, von der Fachklinik Bad Bentheim und vom Hautzentrum Greifwald.
</p>

<h2>
	Wie man teilnehmen konnte
</h2>

<p>
	Für die Teilnahme mussten Interessenten zweimal in eines der Studienzentren kommen – am Anfang und am Ende der Studie. Die Therapie zu Hause dauerte dann sieben Wochen lang.
</p>

<p>
	Über das Ergebnis der Studie hat Jan Elsner <a href="http://https://www.linkedin.com/posts/jelsner_cro-mdr-selektivvertraeuge-activity-7254801372758323202-o5Wd" rel="external nofollow">bei LinkedIn informiert</a>:
</p>

<ul>
	<li>
		Mit 759 durchgeführten Phototherapie-Sitzungen konnte in der Studie die Anwendungssicherheit der Heimtherapielösung erfolgreich dargelegt werden: keine patienteninduzierten Überdosierungen trotz vollkommen eigenständiger Anwendung in den eigenen vier Wänden. 
	</li>
	<li>
		82 Prozent der Betroffenen verzeichneten eine Verbesserung ihres dermatologischen Lebensqualität Index (DLQI).
	</li>
	<li>
		92 Prozent der Therapiesitzungen erfolgten außerhalb der typischen Praxisöffnungszeiten
	</li>
</ul>

<h2>
	Wie es weitergeht
</h2>

<p>
	Bei LinkedIn erklärte Jan B. Elsner das weitere Procedere so: "Wir befinden uns nun auf der Zielgraden zur Medizinproduktezulassung (Klasse IIa nach MDR). Parallel wollen wir jetzt innovative Krankenkassen für Selektivverträge gewinnen, damit wir schon bald mit unserer Lösung gemeinsam die dermatologische Versorgung bereichern."
</p>

<p>
	Jan B. Elsner hat skinuvita unter anderem in diesem Video erklärt:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_5340_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="Pitch | SKINUVITA | App zur UV Therapie chronischer Hautkrankheiten - digital &amp; von Zuhause!" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/xM8-pK5TI5I?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1255</guid><pubDate>Fri, 25 Aug 2023 18:25:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lichttherapie wirkt bei Veganern und Vegetariern anders</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/lichttherapie-wirkt-bei-veganern-und-vegetariern-anders-r1163/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_11/solarium-von-innen.jpg.c55a7ec603d3df85a98372f3a92a0c07.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Bei Schuppenflechte ist eine Behandlung mit UV-B-Licht eine gängige Therapie. Oft wird sie in Kliniken, in Arztpraxen oder auch zuhause angewendet. Doch Achtung: Die Haut von Vegetariern und Veganer reagiert dabei stärker als die von denen, die alles essen.</strong>
</p>

<p>
	Forscher aus Italien, den USA und Deutschland haben dazu <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/13/9/2934/htm" rel="external">eine Studie vorgelegt</a>. Sie untersuchten bei 119 Psoriasis-Patienten, wie ihre Haut auf die Lichttherapie reagiert. 40 Teilnehmer waren Allesesser, 41 waren Vegetarier und 38 waren Veganer.
</p>

<p>
	Bei allen wurde zunächst bestimmt, ab welcher Licht-Dosis ihre Haut mit einem Erythem reagiert, also rot wurde wie bei einem Sonnenbrand. Medizinisch heißt das Ganze MED – die minimale Erythemdosis. Für die erste Bestrahlung wurde dann eine Dosis von 70 Prozent dieser „Sonnenbrand“-Dosis gewählt. Wenn die Therapie gut vertragen wurde, wurde die Dosis bei den nächsten Malen jeweils um 20 Prozent gesteigert. Bei einer Rötung ging es nur mit zehn Prozent höherer Dosis weiter. Insgesamt wurde bis zu einer Maximal Dosis von 3 Joule pro Quadratzentimeter gesteigert.
</p>

<p>
	Alle Teilnehmer absolvierten die komplette Therapie über acht Wochen. Sie wurden dreimal pro Woche in Ganzkörper-Kabinen mit UV-B Licht mit der Wellenlänge von 311 nm bestrahlt. Bei besonders empfindlichen Patienten wurde die Therapie auf eine Anwendung zweimal pro Woche reduziert.
</p>

<p>
	Die Patienten waren angehalten, eine Woche lang jedes Lebensmittel zu notieren, das sie zu sich nahmen. Außerdem sollten sie es  wiegen. Daraus errechneten die Forscher die ungefähren Mengen an verzehrten Polyphenolen, Carotinoiden, Astaxanthinen und Furocumarinen.
</p>

<p>
	Das Ergebnis:
</p>

<ul>
	<li>
		Mehr als die Hälfte der Veganer nahmen mit ihrem Essen viele Furocumarine auf. Das gleiche galt für 10 Prozent der Vegetarier, aber für keinen Allesesser. Furocumarine sind Stoffe, der in Gemüse wie Sellerie, Pastinaken, Karotten, Petersilie, in Zitrusfrüchten und Feigen zu finden ist. Furocumarin ist zugleich bekannt als natürlicher Photosensibilisator, also als Stoff, der die Haut lichtempfindlicher macht.
	</li>
	<li>
		Fast jeder dritte Veganer und Vegetarier nahm mit seinem Essen viele Astaxanthine auf – Antioxidanzien.
	</li>
	<li>
		Mehr als jeder dritte Veganer und jeder vierte Vegetarier nimmt viele Polyphenole auf.
	</li>
	<li>
		Bei der Aufnahme von Carotinoiden gab es keinen Unterschied zwischen Vegetariern, Veganern und Allesessern.
	</li>
</ul>

<p>
	Die Forscher interessierte, bei welcher Ernährungsform die Haut der Teilnehmer schneller mit einer Rötung reagierte – spricht das doch dafür, dass sie eine geringere Licht-Dosis vertragen oder brauchen, damit ein Effekt zu sehen ist.
</p>

<p>
	42 Prozent der Veganer, 17 Prozent der Vegetarier und zehn Prozent der Allesesser reagierten mit starken Rötungen.
</p>

<p>
	Die minimale Dosis MED zum Auslösen eines Sonnenbrands war bei Veganern am niedrigsten, gefolgt von den Vegetariern und danach den Allesessern. Sprich: Bei Veganern reagiert die Haut schon auf deutlich weniger UV-B-Licht als bei Vegetariern oder gar bei Allesessern.
</p>

<p>
	Die Patienten, deren Haut mit starken Rötungen reagierte, hatten eins gemeinsam: Sie alle nahmen mit ihren Lebensmitteln mehr Furocumarin auf. Die Veganer konsumierten die größte Menge des Stoffes.
</p>

<h2>
	Und jetzt?
</h2>

<p>
	Veganer und Vegetarier sollten vor einer Therapie mit UV-B-Bestrahlung mit ihrem Arzt über eine angepasste Licht-Dosis sprechen. Im besten Fall interessiert sich der Arzt <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/13/9/2934/htm" rel="external">für die Original-Studie</a>.
</p>

<p>
	Wichtig zu wissen: In der Studie wurde nicht die Wirkung von UV-A-Licht untersucht. Die Aussagen gelten also nicht für eine  PUVA-Therapie.
</p>

<h2>
	Die Empfehlungen der Studienautoren…
</h2>

<h3>
	…für Alles-Esser
</h3>

<p>
	Zu Beginn einer Bestrahlungsserie wird die MED ermittelt oder festgelegt. Die Therapie startet dann mit 70 Prozent der MED. So lange keine Rötung auftritt, wird die Dosis bei jeder Sitzung um 20 Prozent erhöht. Wenn sich doch eine Rötung einstellt, wird nur um zehn Prozent gesteigert. Maximale Dosis sind 3 J / cm<sup>2</sup>. Danach sollte nicht mehr gesteigert werden.
</p>

<h3>
	…für Vegetarier und Veganer
</h3>

<p>
	Zu Beginn einer Bestrahlungsserie wird die MED ermittelt oder festgelegt. Wenn die niedrig ausfällt, wird die Therapie mit 40 Prozent der MED begonnen. (Niedrig heißt 20 bis 25 mJ/cm2). Danach wird die UV-B-Dosis in jeder Sitzung um zehn Prozent erhöht, so lange keine Rötung auftritt. Maximale Dosis sind 2,5 J / cm<sup>2</sup>. Danach sollte nicht mehr gesteigert werden. Wenn sich doch eine Rötung einstellt, wird mit der Dosis in der vorherigen Sitzung weitergemacht.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1163</guid><pubDate>Fri, 26 Nov 2021 19:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Philips stellt Blaulicht-Therapieger&#xE4;t BlueControl ein</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/philips-blaulicht-bluecontrol-eingestellt/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_08/bluecontrol-hand.jpg.a58ad77463115bff72f9c50c0d9b56ec.jpg" /></p>

<p>
	Dreieinhalb Jahre nach Erscheinen stellt die Firma Philips ihr handliches Therapiegerät <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/geraete/philips-bluecontrol-2-0" rel="">BlueControl</a> ein. Wir hatten am Rande der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/mirikizumab/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2018/" rel="">Fortbildungswoche für Dermatologen</a> 2018 in München davon gehört. Auf Nachfrage bestätigte die Firma:
</p>

<blockquote class="ipsQuote">
	Als Teil regelmäßiger Evaluationen geschäftlicher und strategischer Prioritäten hat sich Philips leider dazu entschieden, das Philips Blue Control Device Business zu schließen.
</blockquote>

<p>
	Eine klitzekleine Möglichkeit hält man sich anscheinend offen, denn es heißt außerdem:
</p>

<blockquote class="ipsQuote">
	Diese Auswirkungen könnten reduziert werden, wenn eine externe Gesellschaft Teile von Philips übernimmt, um das Blue Light Business weiter zu führen.
</blockquote>

<p>
	Heißt für uns: Wenn sich eine Firma findet, die das Geschäft mit dem Blaulicht-Gerät weiterführen will – bitteschön.
</p>

<p>
	Wer nun schon eines der Geräte hat, sollte alle Unterlagen gut aufheben, denn Philips will sich nicht aus der Verantwortung stehlen:
</p>

<blockquote class="ipsQuote">
	Philips wird weiterhin seinen rechtlichen Pflichten, vor allem hinsichtlich der Marktüberwachung und unseres Kundendienstes, natürlich nachgehen.
</blockquote>

<p>
	Hautarzt Armin Philipp aus Stuttgart reagierte per Twitter ziemlich deutlich auf die Nachricht vom Aus für die Therapie:
</p>

<div class="ipsEmbeddedOther">
	<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedid="embed6578883778" id="ips_uid_3939_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 156px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/index.php?app=core&amp;module=system&amp;controller=embed&amp;url=https://twitter.com/ArminPh/status/1032556065148284928"></iframe>
</div>

]]></description><guid isPermaLink="false">995</guid><pubDate>Thu, 23 Aug 2018 10:14:00 +0000</pubDate></item><item><title>Blaulicht-Ger&#xE4;t BlueControl weiterentwickelt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/bluecontrol-weiterentwickelt/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2017_12/bluecontrol-hand.jpg.f045f1e6d8075f086ff5dd28fd02b0b2.jpg" /></p>

<p>Das Lichttherapie-Gerät BlueControl ist weiterentwickelt worden. Das wichtigste Ergebnis: Pro Psoriasis-Stelle dauert eine Therapiesitzung jetzt nur noch 15 statt 30 Minuten. Möglich wurde das durch eine Erhöhung der Lichtintensität von 200 mW/cm² auf 600 mW/cm².</p><p>Die neue Version heißt BlueControl Advance.</p><p>Das kabellose Gerät ist etwas größer als die Innenfläche einer Hand. Mit einem Halteband wird es an der Körperstelle befestigt, die damit bestrahlt werden soll.</p><p>Patienten können das BlueControl-Advance-Gerät mieten oder kaufen. Beim Kauf erhalten sie eine Geld-zurück-Garantie, die 90 Tage gilt. Zum Ausprobieren, ob die Therapie einem hilft, dürfte diese Frist genügen.</p><p>Laut Hersteller Philips haben im Jahr 2017 mehr als 20 Krankenkassen die Kosten für das Gerät übernommen. Dazu braucht man die Empfehlung von einem Arzt. Für die kann man sich <a href="https://www.philips.de/c-dam/b2c/suj/de/Empfehlungsschreiben_Philips%20BlueControl_Advance.pdf" rel="external nofollow">eine Vorlage</a> herunterladen oder sie <a href="mailto:salesdesk.dermatologie@philips.com" rel="">per E-Mail anfordern</a>. Das ausgefüllte Formular geht an die eigene Krankenkasse oder den deutschen Vertriebspartner Dr. Hönle Medizintechnik, der bei der Abwicklung hilft.</p><h4>Tipps zum Weiterlesen</h4><ul> 	<li>Nutzer des Psoriasis-Netzes hatten eine Vorgängerversion des BlueControl getestet. Ihre Berichte findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/BlueControl/" rel="">in unserer Community</a>.</li> 	<li>Mehr über das Gerät haben wir <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/geraete/philips-bluecontrol-2-0" rel="">in unserer Marktübersicht</a> aufgeschrieben.</li></ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">969</guid><pubDate>Tue, 26 Dec 2017 00:40:53 +0000</pubDate></item><item><title>Rundschau: Was andere &#xFC;ber die Lichttherapie schreiben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/rundschau-andere-ueber-die-lichttherapie-schreiben/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2014_06/rundschau.png.26931447ffe8b9f6d528bd9ae5078055.png" /></p>

<p>In diesem Beitrag liest du, was in Funk, Fernsehen und Internet rund um die Therapie mit UV-Strahlen geschrieben wurde. Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert.</p><p><a href="http://www.deutschlandfunk.de/schuppenflechte-oertliche-bestrahlung.709.de.html?dram:article_id=281748" rel="external nofollow">Neues Bestrahlungsgerät zielt nur noch auf die erkrankten Stellen</a>"Wer unter Schuppenflechte leidet, wird häufig mit einer Kombination aus Solebad und anschließender UV-Licht-Bestrahlung behandelt. Das neuartige Bestrahlungsgerät Skintrek bestrahlt nur die kranken Hautpartien und verhindert so Hautkrebs."in: Deutschlandfunk Sprechstunde, 01.04.2014</p><p><a href="http://www.aachener-zeitung.de/ratgeber/gesundheit/licht-bade-therapie-bei-schuppenflechte-besser-als-nur-bestrahlung-1.633634" rel="external nofollow">Licht-Bade-Therapie besser als UV-B-Bestrahlung allein</a>Die Beschwerden bei der Schuppenflechte lassen sich mit einer Licht-Bade-Therapie besser lindern als wenn "nur" mit UV-B-Licht bestrahlt wird. Das hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ermittelt (oder: bestätigt).in: Aachener Zeitung, 09.08.2013</p><p><a href="https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/warum-sonne-gut-gegen-schuppenflechte-und-co-ist/" rel="external nofollow">Warum Sonne gut gegen Schuppenflechte und Co ist</a>UV-Strahlung löst Rettungseinsatz des Immunsystems ausin: Bild der Wissenschaft, 29.01.2007</p><p><a href="https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/die-komplexe-beziehung-zwischen-uv-licht-und-hautkrebsrisiko/" rel="external nofollow">Die komplexe Beziehung zwischen UV-Licht und Hautkrebsrisiko</a>UV-B-Strahlung beeinflusst hellen Hautkrebs anders als schwarzen Hautkrebsin: Bild der Wissenschaft, 21.12.2005</p><p><a href="http://sciencev1.orf.at/science/news/7048.html" rel="external nofollow">Rehabilitation der Schuppenflechte-Therapie</a>"Ein Grazer Dermatologe konnte mit seiner Forschungsarbeit den guten Ruf der derzeit wirksamsten Therapie gegen Schuppenflechte wieder herstellen. (gemeint ist die PUVA-Therapie). Der Dermatologe Peter Wolf vom Grazer Institut für Dermatologie und Venerologie suchte nach einer Verbindung zwischen der längerfristigen Behandlung mit dieser Therapie und Mutationen an einem bestimmten Gen. Er konnte keinen Zusammenhang feststellen."in: ORF, 03.11.2003</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">612</guid><pubDate>Sun, 29 Jun 2014 11:26:55 +0000</pubDate></item><item><title>Bade-PUVA und Tabletten-Therapie wirken gleich gut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/puva-bad-tabletten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2013_12/uv-therapie.jpg.48b9919a3e98d373a23e2cea9d3b4769.jpg" /></p>

<p>Eine Bestrahlungstherapie mit UV-Licht kann die Psoriasis zurückdrängen. Die Wirkung kann mit der Substanz 8-Methoxypsoralen gesteigert werden. Dann nennt sich das Ganze PUVA-Therapie. Eine ältere Methode ist, den Wirkstoff in Tablettenform einzunehmen. Seit vielen Jahren gibt es ihn aber auch zum Auflösen in einem Bad.</p><p>Experten aus deutschen und schweizerischen Kliniken haben nun untersucht, welche Methode besser anschlägt. 38 Patienten wurden mit der Bade-PUVA behandelt, 36 nahmen vor der Bestrahlung die Tabletten ein. Die Behandlung dauerte sechs Wochen. Vier Wochen lang wurden die Teilnehmer von den Medizinern weiterbetreut.</p><p>Mit beiden Vorgehensweisen wurde das Ziel erreicht – eine deutliche Linderung der Psoriasis. Die Bade-PUVA schnitt mit einer Verbesserung der Psoriasis (korrekt: des <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>) um 74 Prozent noch etwas besser ab als die Tabletten-Methode: Dort besserte sich die Psoriasis um 62 Prozent.</p><p>Das klare Fazit der Forscher: "Es gibt keinen Unterschied in der Wirksamkeit zwischen Bade- und systemischer PUVA".</p><p>Quelle: "<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjd.12466/abstract" rel="external nofollow">Efficacy of bath psoralen plus ultraviolet A (PUVA) vs. system PUVA in psoriasis: a prospective, open, randomized, multicentre study</a>" in: British Journal of Dermatology 169 (3) 2013)</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">564</guid><pubDate>Sat, 28 Dec 2013 17:13:39 +0000</pubDate></item><item><title>Bestrahlungs-Software denkt mit: Digitale Foto-Therapie</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/digitalephototherapie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2013_02/skintrek-ausschnitt.jpg.2edecde985a06e9b979d97a5493ced4b.jpg" /></p>

<p>
	Die „digitale Fototherapie“ ist von Dipl.-Ing. Friedrich Lüllau entwickelt worden. Das UV-Bestrahlungsgerät Skintrek® wurde in Zusammenarbeit mit der Uni Lüneburg gebaut und an der Medizinische Hochschule Hannover an Patienten mit Psoriasis, Ekzemen und Vitiligo getestet. So gut die Idee war, ist das Verfahren später nicht mehr weiterentwickelt worden. Denn parallel dazu begann die Ära der immer effektiver wirkenden Biologika. Für Patienten, die trotzdem weiterhin bestrahlt wurden, reichten klassische UV-Bestrahlungsgeräte aus; Skintrek® war zu teuer und zu aufwendig. Trotzdem hier unser Bericht von 2013:
</p>

<p>
	Der entscheidende Unterschied zu bisherigen Bestrahlungslampen besteht darin, dass die Lichtstrahlen in 800.000 Pixelstrahlen aufgeteilt werden. Jeden davon kann man einzeln ansteuern, abschalten oder dosieren. Die Hautoberfläche wird am Anfang der Behandlung einmal gescannt und die zu bestrahlenden Körperbereiche werden vom Arzt festgelegt. Danach erkennt das Gerät die einzelnen Plaques automatisch wieder. Die Bestrahlungsdosis wird selbständig angepasst, wenn sich der Patient bewegt, die Plaques seitlich am Körper liegen oder schon unterschiedlich stark abgeheilt sind. Die Software ist mit einer Kamera verbunden und registriert alle Veränderungen der Rot-Töne auf der Haut. Dadurch werden unterschiedlich starke Abheilungen erkannt und nur die noch nicht abgeheilten Stellen bestrahlt.
</p>

<p>
	Der Vorteil gegenüber den gebräuchlichen UV-Lampen liegt daran, dass die gesunde Haut nicht bestrahlt wird. Nur diejenigen Pixelstrahlen kommen auf der Haut an, die vorher eingestellt sind. Die anderen werden mit kleinen Spiegeln abgelenkt. Dadurch wird vermieden, dass möglicherweise Hautkrebs entsteht, weil nach bisherigen Erkenntnissen erkrankte Hautstellen gegen UV-Schäden geschützt sind. Die gesunde Haut altert langsamer und zeigt keine Kontraste (Pigmentierung) zur bestrahlten. Vor allem bei Vitiligo fällt so die Lichttherapie nicht auf. Es sind deutlich weniger Therapiesitzungen nötig, denn es werden nur die Plaques bestrahlt. Die aber sind nicht so lichtempfindlich, wie die gesunde Haut. Deshalb kann mit höheren Dosierungen gearbeitet werden. Bei schräg liegenden Körperstellen wird die Bestrahlung angepasst.
</p>

<p>
	Im Gegensatz zum handgeführten Excimer-Laser werden durch die Software erkrankte Hautflächen konturgenau angesprochen. Der Laser muss stets vom Arzt zeitaufwendig geführt werden; das Bestrahlungsgerät skintrek® sucht sich selbsttätig die zu bestrahlenden Stellen. Das UV-Spektrum kann frei gewählt werden. Aber: Das Gerät ist nicht für die großflächige Psoriasis geeignet.
</p>

<p>
	In Kombination mit der Balneo-Fototherapie ist die Technik für gesetzlich versicherte Patienten abrechenbar. Andere UV-Bestrahlungen müssen bisher privat bezahlt werden.
</p>

<p>
	Auf dem Fortbildungskongress in München 2012 beklagten Experten wie Professor M. Percy Lehmann (Wuppertal), dass die tatsächlichen Erfolge der UV-Therapie wenig bekannt seien. Das läge daran, dass die Biologika mit erheblichem Aufwand öffentlichkeitswirksam präsentiert werden würden. Im Gegensatz zu den Biologika seien aber die langfristigen Wirkungen und Nebenwirkungen der UV Bestrahlung seit über 50 Jahren bekannt und kontrollierbar. Trotz theoretischer Risiken würden alle bisherigen Untersuchungen davon ausgehen, dass es für Psoriatiker kein erhöhtes Hautkrebsrisiko gibt - auch nicht bei PUVA. UV-Bestrahlung sei kostengünstiger, nebenwirkungsärmer, wirke teilweise schneller (PUVA) und könne bei solchen Patienten eingesetzt werden, die nicht mit Biologika behandelt werden dürften. Einziger Nachteil sei, dass Bestrahlungstherapien nicht auf die Psoriasis Arthritis wirken würden.
</p>

<p>
	Ein Video des Herstellers gibt es via YouTube:
</p>

<p>
	<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GfMaz_rH-sg" rel="external nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=GfMaz_rH-sg</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">535</guid><pubDate>Mon, 25 Feb 2013 09:42:26 +0000</pubDate></item><item><title>Was mir vom Arzt empfohlen wurde</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/was-mir-vom-arzt-empfohlen-wurde/</link><description><![CDATA[<p>
	Mit Salben kommt Hermann K. in der Behandlung seiner Schuppenflechte nicht weiter. Sein Arzt hat ihm PUVA-Bestrahlungen verschrieben. Hier gibt er wieder, was ihm der Arzt empfohlen hat.
</p>

<p>
	Nach jahrelanger (2008) Behandlung mit allem möglichen Salben ist der mich behandelnde Dermatologe damit am Ende seines Lateins, da alles wirkungslos. Deshalb Einstellung der Salbenbehandlung. Stattdessen Gesamt-Körper-PUVA-Bestrahlungen. Vorher muss ich auf die befallenen Körperteile diese Salbe auftragen:
</p>

<ul>
	<li>
		Methoxsalen 0.0006% 0,2 g
	</li>
	<li>
		Cetylpalmit 10,25 g
	</li>
	<li>
		<abbr title="Bienenwachs"><abbr title="Bienenwachs">Cera Alba</abbr></abbr> 1,75
	</li>
	<li>
		Paraffin dickflüssig 55,0 g
	</li>
	<li>
		Aqua Purificata plus zusch ad 100.0
	</li>
</ul>

<p>
	Zusätzlich wurde mir empfohlen:
</p>

<ul>
	<li>
		Eucerin Atopic Dusch- und Badeöl
	</li>
	<li>
		Eucerin Atopicontrol Lotio und
	</li>
	<li>
		Lipoderm Lotion Omega sowie
	</li>
	<li>
		Cetrizin Adgc FT *
	</li>
</ul>

<p>
	Bis jetzt 10 Bestrahlungen. Keine Besserung, stattdessen weitere Ausbreitung der Krankheitsherde.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">729</guid><pubDate>Thu, 13 May 2010 08:39:00 +0000</pubDate></item><item><title>UV-Bestrahlung zu Hause genauso sicher wie in der Klinik</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/uv-bestrahlung-zu-hause-genauso-sicher-wie-in-der-klinik/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2009_05/uvb_hand150.jpg.95d1d6749f3fbcc7418331399676bb58.jpg" /></p>
<p>
	Wer zu Hause mit UV-B-Licht seine Psoriasis bestrahlt, ist damit genauso sicher und effektiv wie in der Klinik. Zu diesem Schluss kommen niederländische Wissenschaftler, die verglichen hatten, ob sich die Sicherheit und die Effektivität einer UV-B-Behandlung im Krankenhaus und zu Hause unterscheiden.
</p>

<p>
	Dazu untersuchten sie 196 Patienten in 14 Hautkliniken. Per Zufallsprinzip wurde entschieden, ob sie ihre Bestrahlungstherapie zu Hause oder im Krankenhaus absolvieren sollten. Danach wurde der Schweregrad der Schuppenflechte festgehalten. Außerdem wurden Nebenwirkungen und Gesamtdosis des UV-B-Lichts abgefragt - sowie die Last der Behandlung, die Lebensqualität und Zufriedenheit mit den Behandlungsmethoden.
</p>

<p>
	Die Ergebnisse: Die Phototherapie ist zu Hause genauso sicher effektiv wie in der Klinik. Was nicht so sehr überrascht: Die "Daheimbestrahler" fühlten sich durch die Therapie weniger beeinträchtigt und waren mit der Behandlung zufriedener als die, die dazu in die Klinik mussten. Zudem bevorzugt die Mehrheit der Patienten eine UV-Behandlung zu Hause.
</p>

<p>
	Die Autoren der Untersuchung schlagen nun vor, dass die derzeitigen Leitfaden oder Leitlinien aktualisiert werden.
</p>

<p>
	Um eine UV-Therapie für zu Hause realistischer zu machen, müsste sich an den ökonomischen Rahmenbedingungen einiges ändern, schreibt Professor Alex Anstey vom Royal Gwent Hospital im "British Medical Journal" - und meint damit, dass das Gerät ebenso bezahlt werden müsste wie eine Schulung des Patienten zum Umgang damit. Erfahrungen in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Schottland würden zeigen, dass eine UV-Bestrahlung zu Hause durchaus realisierbar wäre.
</p>

<p>
	UV-B-Bestrahlung kommt immer dann in Betracht, wenn sich die Schuppenflechte trotz Salben oder Cremes nicht (mehr) bessert.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		"Home UVB therapy for psoriasis as effective and safe as hospital treatment", British Medical Jornal, 07.05.2009
	</li>
	<li>
		"Home Phototherapy as Safe, Effective as Outpatient Therapy for Treating Psoriasis", Medscape, 15.05.2009
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">384</guid><pubDate>Thu, 21 May 2009 13:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>Balneophototherapie &#x2013; das sind die wichtigsten Fakten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/balneophototherapie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2008_04/balneophototherapie.jpg.d9455085529c224bd4bcb3a61bf26f80.jpg" /></p>

<p>
	Die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) kann mit der <strong>Balneophototherapie</strong> behandelt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GB-A) hat festgelegt, dass die Therapie für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris eine Kassenleistung ist. Mittelschwer beginnt für den G-BA, wenn der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score höher als 10 ist. Ausgenommen sind Betroffene mit einer Psoriasis vulgaris, die vor allem an Händen und Füßen "sitzt". Dann gilt der Grenzwert nicht und der Patient kann eine Bade-PUVA-Behandlung bekommen.
</p>

<h2>
	Balneophototherapie – die Fakten
</h2>

<p>
	Bestrahlung mit UV-Licht ist bei Psoriasis dann eine Therapie-Möglichkeit, wenn Cremes, Salben oder Gels nicht mehr ausreichen, aber ein innerliches Medikament noch nicht angebracht ist. Eine UV-Therapie kann aber auch dann eingesetzt werden, wenn die Wirkung eines Medikaments verstärkt werden soll. Das kann ein rein äußer­lich anzuwendendes Präparat sein, aber auch ein innerlich einzu­nehmendes. Aber: Auf die Gelenke wirken UV-Strahlen nicht.
</p>

<p>
	Das Wort „Balneo“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Bad“. Bei der Balneophototherapie baden (oder duschen) die Patienten in speziellem Wasser und werden mit UV-Licht bestrahlt. „Speziell“ bedeutet, das Wasser ist mit Salz angereichert oder mit einer Lösung, die licht-empfindlich macht.
</p>

<p>
	Seitdem es neue, hochwirksame Medikamente für schwer an Psoriasis-Erkrankte gibt, ist die Bedeutung der Balneophototherapie innerhalb der Dermatologen umstritten. Diejenigen unter ihnen, die vor allem mit Biologika behandeln, halten Bestrahlungen für über­holt; vor allem dann, wenn schon mal ein innerliches Medikament gegeben wurde. Sie verweisen darauf, dass UV-Bestrahlung wegen der möglichen Hautkrebs-Gefahr gefährlich sein kann.
</p>

<p>
	Die Verfechter einer Bestrahlungs-Therapie argumentieren genau gegenteilig: Sie verweisen auf Studien, nach denen die Balneophototherapie der ersten Generation der Biologika (TNF-Alpha-Blocker) überlegen sei. Ein erhöhtes Hautkrebsrisiko sei bei Bestrahlungs-Patienten bisher noch nicht auffällig aufgetreten – trotz über 50-jähriger Bestrahlungspraxis.
</p>

<p>
	Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Balneophototherapie bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris bzw. mit Psoriasis an Händen und Füßen (Psoriasis palmoplantaris). Es werden 35 Anwendungen bezahlt. Danach ist eine 6-monatige Pause vorgeschrieben.
</p>

<p>
	Es gibt verschiedene Methoden der Balneophototherapie.
</p>

<ul>
	<li>
		Bei Variante 1 baden die Patienten in einer 10-prozentigen Lösung mit Salz vom Toten Meer und werden gleichzeitig mit UVB-Licht oder UVA –Licht bestrahlt. Dieses Verfahren heißt „TOMESA“, als Abkürzung von „Totes Meer Salz“.
	</li>
	<li>
		Die meisten Kliniken oder Dermatologen bieten Variante 2 an: Bei der sind die Patienten zuerst für 20 Minuten in einer Badewanne und werden danach mit UVB-Licht bestrahlt. Die Wanne enthält warmes Leitungswasser. Die Patienten sind in eine Plastikfolie gehüllt, in die vier bis zehn Liter einer 25-prozentigen Kochsalz-Lösung (Sole) gegossen wurde („Folien-Vollbad“). So muss nur relativ wenig Salz in geringer Menge Wasser gelöst werden.
	</li>
	<li>
		„Bade-PUVA“ heißt die Variante 3, bei dem die Patienten den gesamten Körper oder nur ihre Hände und Füße zuerst 20 Minuten in einer lichtsensibilisierenden Lösung (Wirkstoff Psoralen) baden oder damit duschen. Danach werden sie mit UVA-Licht bestrahlt. „PUVA“ ist die Abkürzung für Psoralen + UVA.
	</li>
</ul>

<p>
	Es ist schwer zu entscheiden, welche dieser drei Varianten am wirkungsvollsten ist. Das Institut für Qualitätsentwicklung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWiG) hat im Juni 2006 dazu einen Bericht vorgelegt. Darin geht man davon aus, dass alle Varianten der Balneophototherapie besser sind als eine rein „trockene“ UVB-Bestrahlung.
</p>

<p>
	Auch scheinen alle Varianten der Balneophototherapie die Haut­erscheinungen zu verbessern. Die Patienten bleiben längere Zeit erscheinungsfrei. Nicht einig sind sich die Experten bei der Frage, welches der Verfahren am besten wirkt. DasIQWiGhat festgestellt, dass in den meisten durchgeführten Studien behauptet werde, UVB Schmalband-Spektrum (311 Nanometer) mit Sole wirke deutlich besser, als Bade-PUVA. Das bedeutet, Patienten müssten bei der Variante 2 (s.o.) nachfragen, welches UVB-Spektrum verwendet wird. Manche bestrahlen nämlich mit UVB Breitbandspektrum. Bei TOMESA wird immer mit UVB 311 nm + UVA-Licht bestrahlt.
</p>

<p>
	Die Bestrahlungs-Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft(DDG) vertreten einen anderen Standpunkt: Für sie ist die PUVA-Therapie „Königsdisziplin“ unter den Bestrahlungsarten. Damit könne erreicht werden, dass 87 bis 100 Prozent der Plaques abheilen (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 87 bis 100). Das gelte vor allem für schwere Psoriasis- und Neurodermitis- Fälle. Trotzdem wird empfohlen, PUVA erst dann einzusetzen, wenn Schmalband-UVB nach acht Wochen nicht anschlägt.
</p>

<p>
	Bis 1989 wäre PUVA von den Hautärzten relativ „hemmungslos“ eingesetzt worden, gibt Professor Adrian Tanew zu. Er ist einer der DDG-Experten. Damals sei deshalb das Krebsrisiko deutlich höher gewesen als bei anderen Bestrahlungsarten. Heutzutage würde der PUVA-Einsatz genau kontrolliert, um diese Gefahr deutlich zu verringern. Die Bestrahlungs-Dosis könne herabgesetzt werden, wenn gleichzeitig ein innerliches Medikament gegeben wird. Auf keinen Fall aber darf der Wirkstoff Ciclosporin während oder nach einer PUVA-Therapie eingenommen werden. Dadurch würde das Hautkrebs-Risiko erheblich steigen. Diese Gefahr würde dagegen durch das Medikament Neotigason® verringert werden.
</p>

<p>
	Generell, so die Befürworter, habe eine Balneophototherapie keine schwerwiegenden Nebenwirkungen und es seien keine Todesfälle bekannt geworden –  mit modernen Geräten und bei Verringerung der heutzutage bekannten Risiken. Schließlich habe man seit 50 Jahren Erfahrungen mit UV-Bestrahlungen bei Schuppenflechte. Gerade in Zeiten hochpreisiger Medikamente, die meist lebenslang genommen werden müssen, seien Bestrahlungen einschließlich Balneophototherapie deutlich billiger und würde bei Erfolg beendet.
</p>

<p>
	Die Kritiker halten medizinische UV-Bestrahlung und Balneophototherapie nicht mehr für zeitgemäß. Sie weisen auf langfristige Nebenwirkungen hin, wenn regelmäßig bestrahlt wird. Die Haut vergesse nicht, d.h. die Wirkung der UV-Strahlung auf die Zellen wird angehäuft (kumuliert). Dadurch altert die Haut vorzeitig und das Hautkrebs–Risiko erhöht sich. Und an Hautkrebs könne man durch­aus sterben. Wer sich also regelmäßig UV-Licht aussetzt, ob künstlich oder natürlich, müsse unbedingt alle zwei Jahre zur Früh­erkennung gehen („Hautkrebs-Screening“).
</p>

<p>
	Außerdem müssen die Patienten ausreichend geschützt werden: UV-Brillen, Schutz erscheinungsfreier Hautareale, Sonnenschutz im Alltag. Bestrahlung sollte nicht gemacht werden, wenn die Patienten von vornherein ein größeres Hautkrebsrisiko haben, z.B. aufgrund ihres Berufes oder wenn in der Familie schon mehrere Fälle aufgetreten sind.
</p>

<p>
	Es gibt pflanzliche Wirkstoffe, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, v.a. Johanniskraut. Patienten sollten unbedingt vorher die Hautärztin oder den Hautarzt darüber informieren, was sie an rezeptfreien Präparaten nehmen.
</p>

<p>
	Wer bestrahlt wird, sollte möglichst Buch darüber führen, wie oft und wie stark sie oder er sich dem UV-Licht ausgesetzt hat (Bestrahlung­spass). Völlig abgeraten wird inzwischen von einer „Erhaltungs-Therapie“, das heißt es wird vorsorglich weiter bestrahlt, obwohl die Patienten erscheinungsfrei sind. Das gilt als unnötige zusätzliche Belastung der Haut.
</p>

<p>
	Balneophototherapie werden in Kliniken und Hautarztpraxen angeboten. Wer wissen will, wo in seiner Nähe diese Behandlung angeboten wird, erfährt das beim Berufsverband der Deutschen Dermatologenim Internet: www.bvvd.de, Suche: „Anbieter der Balneo-Phototherapie im Überblick“.
</p>

<h2>
	Fragen und Antworten zur Balneophototherapie
</h2>

<p>
	<strong>Synchron oder asynchron?</strong>
</p>

<p>
	Die Balneophototherapie kann synchron oder asynchron angewandt werden.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Synchron</strong> heißt, dass der Patient in einer 10-prozentigen Lösung mit Salz vom Toten Meer badet und gleichzeitig mit UV-B-Licht (311 Nanometer) bestrahlt wird.
	</li>
	<li>
		<strong>Asynchron</strong> heißt, dass der Patient erst für 20 Minuten in ein "Folien-Vollbad" steigt und danach mit UV-B-Licht (Breitband oder 311 Nanometer) bestrahlt wird. Beim Folien-Vollbad liegt er in einer Badewanne, die mit warmem Leitungswasser gefüllt ist. Der Patient wird in eine Folie gehüllt, in die vier bis zehn Liter von einer 25-prozentigen Kochsalz-Lösung gegossen wurden.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Bade-PUVA</strong> heißt, dass der Patient (oder dessen Hände und Füße) 20 Minuten lang in einer lichtsensibilisierenden Lösung badet und danach mit UV-A-Licht bestrahlt wird.
</p>

<p>
	<strong>Wer darf die Balneophototherapie anbieten?</strong>
</p>

<p>
	Die Balneo-Phototherapie darf nur in einer "ärztlich geleiteten Betriebsstätte" geschehen.
</p>

<p>
	<strong>Wie oft darf die <strong>Therapie</strong> angewendet werden?</strong>
</p>

<p>
	Ideal sind drei bis fünf Behandlungen pro Woche. Eine Behandlungsserie darf 35 Behandlungen haben. Nach sechs Monaten kann eine neue Therapie-Runde begonnen werden - auch, wenn während der Behandlungsserie die Form der Balneophototherapie gewechselt wird.
</p>

<p>
	<strong>Was muss der Arzt dem Patienten sagen und sicherstellen?</strong>
</p>

<p>
	Der Arzt muss den Patienten aufklären - auch über mögliche Nebenwirkungen wie die Entwicklung eines Malignoms oder Wechselwirkungen mit Medikamenten.<br>
	<br>
	Der Arzt muss während der Behandlung immer erreichbar sein. Außerdem muss er die Geräte warten. Zudem müssen die Räume geeignet sein - wobei der G-BA hier keine näheren Angaben macht, was er darunter versteht.<br>
	<br>
	Der Arzt muss dokumentieren<br>
	- wie die Psoriasis zu Beginn der Behandlung aussieht<br>
	- wie die Behandlung verläuft und "anschlägt"<br>
	- wie oft pro Woche und insgesamt bestrahlt wurde.<br>
	Diese Dokumentation ist wichtig, weil sie unter Umständen der Kassenärztlichen Vereinigung vorgelegt werden muss.
</p>

<p>
	<strong>Welche Nebenwirkungen können auftreten?</strong>
</p>

<p>
	Bei der Bade-PUVA traten in Studien vor allem Juckreiz und Rötungen (Erytheme) als Nebenwirkungen auf. Wenn mit UV-B bestrahlt wird, werden häufig Rötungen bemerkt.
</p>

<p>
	<strong>Wo kann ich die Balneophototherapie machen?</strong>
</p>

<p>
	Seit längerer Zeit können Ärzte die Balneophototherapie wieder anbieten. Aber welche tun das auch? Der Bundesverband der Deutschen Dermatologen führt dafür <a href="https://www.bvdd.de/fileadmin/BVDD/BVDD-Download/Balneophototherapeuten.pdf" rel="external" target="_blank">eine Liste</a>, die man herunterladen kann.
</p>

<p>
	<strong>Kann ich die Therapie auch zuhause machen?</strong>
</p>

<p>
	Empfehlen würden wir es nicht. Aber es gibt <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/7395-balneo-photo-therapie-zuhause-anwenden/" rel="">Berichte von Leuten, die das zuhause gemacht haben</a>.
</p>

<p>
	<strong>Wer übernimmt die Kosten?</strong>
</p>

<p>
	Die Balneophototherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
</p>

<h2>
	Balneophototherapie in Videos erklärt
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo">
	<div>
		<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="150" id="ips_uid_5389_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" width="200" data-embed-src="https://www.youtube.com/embed/PEtLWnM2SGk?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Hier erklärt ein Hersteller von Therapiegeräten, wie die Balneo-Phototherapie funktioniert:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/9FUJrMPoEWU?feature=oembed" width="200"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/6-lichttherapie/" rel="">Forum: Lichttherapie bei Psoriasis</a> für Fragen und Antworten von Betroffenen <span style="display: none;"> </span>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin3_16_2005" rel="external" target="_blank">Artikel aus der "Pharmazeutischen Zeitung"</a> 16/2005 mit Ergebnisse einer Studie zur Wirksamkeit der Balneophototherapie
	</li>
</ul>

<h2>
	Die Vorgeschichte
</h2>

<p>
	Im Frühjahr 2000 hatte der für die Zulassung medizinischer Leistungen zuständige "Gemeinsame Bundesauschuss" nach rund zehnjähriger Erprobung die beantragte Einführung der Balneo-Phototherapie als Kassenleistung zunächst aus formalen Gründen abgelehnt. Die heftig umstrittene Entscheidung beschäftigte damals sogar den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Erst eine vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen finanzierte und bereits 2004 abgeschlossene Studie machte den Weg frei für die zum 1. Juli 2008 erfolgte Zulassung der asynchronen Balneophototherapie und der Creme-Puva-Behandlung, parallel reichte die Tomesa-Fachklinik eine Studie zur synchronen Balneophototherapie ein, die gleichfalls als zulässig anerkannt wurde.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">230</guid><pubDate>Sun, 13 Apr 2008 12:09:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wirksamkeit von Sole-Photo-Therapie nachgewiesen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/sole-photo-therapie/</link><description><![CDATA[<p><strong>Beim Deutschen Heilbäderverband e.V. (DHV) lief eine Studie zum Nachweis der Wirksamkeit der ambulanten Sole-Photo-Therapie, wie sie in Heilbädern entwickelt wurde.</strong></p><p>303 Patienten in neun Heilbädern wurden mit der Sole-Photo-Therapie behandelt. Untersucht wurden zwei Stärken der Sole. Die niedrige Version hatte 4,5 bis zwölf Prozent konzentrierte natürliche Sole, die starke Version 25 bis 27 Prozent der Sole in sich. Nach dem Bad wurde mit UV-Licht bestrahlt.</p><p>Ergebnis ist die wissenschaftliche Bestätigung, dass eine Bestrahlung mit Bad erfolgreicher ist als eine Bestrahlung allein.</p><p>Das gilt sowohl für Bäder mit niedriger als auch mit höherer Sole-Konzentration.</p><p>Eine Aufgabe der Studie war es, herauszufinden, ob Bäder mit niedriger Sole-Konzentration besser sind als Bestrahlung ohne jedes Bad. Bei der Bilanz nach sechs Wochen wurde dies bestätigt.</p><p>Zweite Aufgabe der Studie war das gleiche "Spiel", dann aber mit stärkerer Sole. Auch hier zeigte sich, dass Solebäder mit anschließender UV-Bestrahlung nach einer sechswöchigen Behandlung besser sind als normale UV-Bestrahlung.</p><p>Was für den erfahrenen Psoriatiker nicht die großartig neue Erkenntnis ist, war für den Deutschen Heilbäderverband eine wichtige Aktion: "Wir sahen uns dazu gezwungen", meint der Verband. Hintergrund: Die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Therapie seit dem Jahr 2000 nicht mehr, weil dem Gemeinsamen Bundesausschuss ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit fehlte.</p><p>Der Deusche Helbäderverband erwartet, dass die Gesetzlichen Krankenkassen wegen der Ergebnisse seiner Studien die Kosten der Behandlung wieder übernehmen.</p><p>DHV-Hauptgeschäftsführer Bodo K. Scholz meint: "Leider können wir nicht sagen, wie sich der Gemeinsame Bundesausschuss verhalten wird." Auf jeden Fall sei aber Optimismus angebracht. "Wir werden diesen auch verbreiten."</p><p>Leiter des klinischen Teils der Studie war Dr. Ralf U. Peter, Chefarzt der Dermatologischen Abteilung des Uni-Klinikums Ulm. Auf die Messmethoden schaute Professor Karl L. Resch, Direktor des Forschungsinstituts für Balneologie und Kurortwissenschaften in Bad Elster.</p><p>Teilgenommen haben die Heilbäder</p><ul>	<li>Bad Rappenau</li>	<li>Bad Reichenhall</li>	<li>Bad Salzungen</li>	<li>Lüneburg</li>	<li>Bad Nenndorf</li>	<li>Bad Oeynhausen</li>	<li>Bad Pyrmont</li>	<li>Bad Salzuflen</li>	<li>Bad Sooden-Allendorf</li></ul><b>Quellen:</b><ul>	<li>Deutscher Heilbäderverband</li>	<li>Veröffentlichung der Studie im <i>Journal of European Academy of Dermatology and Venerology</i> (21/2007) und im <i>Journal of Alternative and Complementary Medicine</i> (13/2007)</li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">229</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Gem&#xFC;se gegen Sch&#xE4;den von UV-Licht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/gemuese-gegen-schaeden-von-uv-licht/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2007_09/gemuese.png.da623383524e1d70fd890d4a85503c58.png" /></p>
<p>
	Wer sich verstärkt UV-Strahlen aussetzt, weiß eigentlich, dass das nicht völlig ungefährlich ist. Man riskiert einerseits Hautkrebs und andererseits altert die Haut vorzeitig. Wer viel an der Sonne ist, bekommt eher Falten und schlaffe Haut als diejenigen, die sich vor UV-Licht schützen.
</p>

<p>
	Gerade Menschen mit Psoriasis aber lassen sich aus therapeutischen Gründen bei einer Lichttherapie öfter mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht bestrahlen. An der Charité Berlin hat eine Studie unter der Leitung von Professor Jürgen Lademann aus 2006 ergeben, dass es Gemüsesorten gibt, mit denen die Nebenwirkungen von UV-Bestrahlung abgemildert werden können.
</p>

<h2>
	Freie Radikale ohne Bindung
</h2>

<p>
	Durch UV-Strahlen werden körpereigene Moleküle in "freie Radikale" zerteilt. Diese ungebundenen Radikale neigen dazu, anderen Molekülen des Körpers den Sauerstoff zu entreißen und sie damit zu zerstören. Freie Radikale werden deshalb als “Zellkiller” bezeichnet. Sie verursachen eine Kettenreaktion, die als Entzündungsschritte im Körper ablaufen. Das führt zu Zellschäden im Bindegewebe, die nicht mehr zu reparieren sind. Die Haut ist dadurch nicht mehr so elastisch und glatt, sondern altert vorzeitig. Außerdem können freie Radikale die DNS, schädigen, das Immunsystem schwächen und Hautkrebs hervorrufen.
</p>

<p>
	“Anti-Oxidantien” dagegen können Sauerstoff binden und zerstören dadurch freie Radikale. Sie werden deshalb als “Radikalenfänger” bezeichnet. Das Problem ist, dass der menschliche Körper “Anti-Oxidantien” nicht selbst produziert. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. In der Studie wurde untersucht, inwieweit “Functional Food” in der Haut biologisch wirkt.
</p>

<p>
	Fazit: Wer sich mit Nahrungsmitteln ernährt, die “Beta-Karotin” oder “Lycopin” enthalten, hat auch mehr “Anti-Oxidantien” in der Haut.
</p>

<h2>
	Lycopin aus rotem Gemüse
</h2>

<p>
	“Beta-Karotin” ist in Karotten (Mohrüben) enthalten und wird am besten im Körper freigesetzt, wenn man das frische Gemüse mit etwas Öl isst. “Lycopin” findet man in vielen roten Gemüsesorten, vor allem in Tomaten, roten Paprikaschoten und roten Grapefruits.
</p>

<p>
	Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Konzentrate (Tomaten-Ketchup und Paprika-Paste) mehr “Lycopin” an die Haut abgeben als das frische Gemüse. “Lycopin” gilt als sehr effektiver “Anti-Oxidant”, der deutlich stärker wirkt, als “Beta-Karotin”. Andere Autoren empfehlen Granatapfel-Saft und grünen Tee.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Generell gilt, dass man sehr viel trinken soll, wenn man die Haut geschmeidig halten will. Wer während des Sonnenbads Alkohol trinkt, ist deutlich weniger vor Strahlungsschäden geschützt. Auch Stress und Krankheiten bewirken, dass weniger “Anti-Oxidantien” in der Haut sind.
</p>

<p>
	Richtige Ernährung ersetzt nicht das Sonnenschutz-Mittel. Je hellhäutiger man ist, desto mehr muss man die Haut vor UV-Strahlung schützen. Aber wer sich zusätzlich mit “Anti-Oxidantien” versorgt, bei dem können die negativen Auswirkungen einer UV-Bestrahlung abgemildert werden.
</p>

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		<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz </span>
	</h2>

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		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
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	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
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<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		“<a href="http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00105-006-1093-z" rel="external nofollow">Functional Food und Bioverfügbarkeit im Zielorgan Haut</a>“, M. Darwin, S. Schanzer, A. Teichmann, U. Blume-Peytavi, W. Sterry und J. Lademann in: Zeitschrift Der Hautarzt, Volume 57, Nummer 4 / April 2006
	</li>
	<li>
		Bayerisches Fernsehen, “Die Sprechstunde” vom 20.08.2007 (Wdh.), “Schlemm Dich schön: Ernährung gegen Falten?” Judith Kotra, Studiogast: Dr. med. Claas Ulrich, Charité Berlin
	</li>
	<li>
		“<a href="http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bewusste-Lebensfuehrung.108018.0.html?&amp;L=de" rel="external nofollow">Bewusste Lebensführung</a>” vom Uni-Klinikum Heidelberg
	</li>
	<li>
		“<a href="http://www.amazon.de/Vitalstoffen-Fit-gesund-Ratgeber-Gesundheit/dp/377424037X/r" rel="external nofollow">Fit und gesund mit Vitalstoffen</a>“, Dr. med. Volker Schmiedel, München 2000
	</li>
	<li>
		Wikipedia: Stichwörter “<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radikale_(Chemie)" rel="external">freie Radikale</a>” und “<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antioxidans" rel="external">Antioxidantien</a>“
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">627</guid><pubDate>Tue, 04 Sep 2007 14:41:00 +0000</pubDate></item><item><title>Balneophototherapie untersucht und bewertet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/iqwig-studie-balneophoto/</link><description><![CDATA[<p>Menschen mit Schuppenflechte profitieren von einer Balneo-Photo-Therapie (Licht-Bade-Therapie) mehr als von einer "trockenen" UVB-Bestrahlung. Für Patienten mit Neurodermitis (atopischer Dermatitis) gibt es zumindest Hinweise auf einen Zusatznutzen - aber eben auch nur Hinweise. Das gilt allerdings nur für die so genannte synchrone Balneo-Photo-Therapie, bei der ein Patient während des Bades bestrahlt wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vom 28. Dezember 2006.</p><p>Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hatte das IQWiG den Nutzen und die Notwendigkeit verschiedener Varianten der Balneo-Photo-Therapie untersucht. Dies sind Therapien, die Bäder und Bestrahlung mit UV-Licht kombinieren. Bad und Bestrahlung können nacheinander (asynchron) oder gleichzeitig (synchron) erfolgen.</p><p><b>Vom IQWIG untersuchte Verfahren</b></p><ul>	<li><b>Synchrone Variante</b>: das TOMESA-Verfahren. Dem Badewasser wird "<b>TO</b>tes-<b>ME</b>er-<b>SA</b>lz" zugefügt.</li>	<li><b>Asynchrone Variante: Bade-PUVA und Photo-Sole-Therapie</b>	</li><li>"<b>Bade-PUVA</b>": Der Patient badet zuerst in Wasser mit dem Wirkstoff Psoralen. Der macht die Haut lichtempfindlicher. Danach wird mit UVA-Licht bestrahlt.</li>	<li><b>Photo-Sole-Therapie</b>: Der Patienten badet zuerst in einer konzentrierten Salzlösung. Danach wird mit UVB-Licht bestrahlt.</li></ul><h4>Therapievarianten erschweren eine Bewertung</h4>Die Pressemitteilung zum Abschlussbericht liest sich, als hätten sich die Prüfer ordentlich die Haare gerauft: Es gibt nicht nur verschiedene Verfahren der Therapie, sondern diese werden auch noch sehr unterschiedlich ausgeführt.<p>So fanden sie deutliche Unterschiede</p><ul>	<li>bei den Inhaltsstoffen</li>	<li>bei der Konzentration der Bade-Lösungen</li>	<li>bei der Dauer des Bades</li>	<li>bei der Temperatur des Badewassers</li>	<li>bei der Art der UV-Strahlung</li></ul>"Beispielsweise werden drei verschiedene Varianten von UVB-Licht eingesetzt, ohne dass bislang eindeutig geklärt ist, wie sich deren Nutzen unterscheidet", so das IQWIG.<p>Zwar fanden die IQWiG-Wissenschaftler zur asynchronen Balneophototherapie immerhin 11 Studien, die den Ein- und Ausschlusskriterien genügten. Diese 11 Studien stellten aber 11 verschiedene Therapievergleiche an.</p><h4>Studienqualität zum Teil mangelhaft</h4>Insgesamt gingen 13 kontrollierte Studien mit zusammen 2.326 Patienten in die Nutzenbewertung ein. Diese Studien ließen jedoch viele Fragen unbeantwortet, weil bei Studienplanung und -publikation wichtige Aspekte nicht berücksichtigt worden waren: Sieben der 13 Studien wiesen leichte Mängel auf, weitere 6 sogar grobe.<p>Als für die Patienten wichtige Therapieziele wertete das IQWiG</p><ul>	<li>die Reduzierung (oder Beseitigung) von Hautbeschwerden über einen möglichst langen Zeitraum sowie</li>	<li>die Besserung der krankheitsbezogenen Lebensqualität.</li></ul>Wichtig war auch, ob unerwünschte Nebenwirkungen seltener auftraten und ob der Therapieaufwand für die Patienten geringer war.<h4>Bade-PUVA besser als andere der Therapien</h4>Die Auswertung der Studien ergab, dass sich Hautbeschwerden von Psoriasis-Patienten bei allen drei Varianten der Balneophototherapie positiver als bei einer trockenen Bestrahlung entwickelten. Für die Bade-PUVA sind darüber hinaus weniger unerwünschte Wirkungen belegt. Im Vergleich der beiden asynchronen Methoden untereinander schneidet die Bade-PUVA besser ab als die Photo-Sole-Therapie, und zwar sowohl mit Blick auf das Hautbeschwerdebild als auch auf die Nebenwirkungen.<p>Wie sich die Lebensqualität von Patienten mit Psoriasis verändert, lässt sich aus den verfügbaren Studien für keine der asynchronen Methoden ablesen. Nur bei der synchronen Bade-Variante, dem TOMESA-Verfahren, deutet sich eine Verbesserung der Lebensqualität an. Weil die einzige Studie zu dieser Frage aber mangelhafte Qualität hat, muss der Hinweis mit Vorsicht interpretiert werden. Vergleichende Aussagen zum Therapieaufwand sind bei den meisten Verfahren nicht möglich, weil hierzu nur wenige Daten vorliegen oder nicht interpretierbar sind.</p><h4>Situation bei atopischer Dermatitis gänzlich unklar</h4>Für die Indikation atopische Dermatitis gibt es derzeit lediglich eine Studie, und zwar zum TOMESA-Verfahren. Sie liefert - anders als bei der Psoriasis - keine <i>Belege</i>, sondern lediglich <i>Hinweise</i>, dass Patienten mehr profitieren als von einer trockenen Bestrahlung, und dies auch nur hinsichtlich des Hautbeschwerdebildes und für keine andere Zielgröße.<h4>Bade-PUVA: Nur schwache Hinweise auf geringeres Krebsrisiko</h4>Der für Licht sensibilisierende Wirkstoff Psoralen kann nicht nur bei einem Bad über die Haut, sondern auch in Form von Tabletten aufgenommen werden (so genannte orale PUVA). Einige Experten bevorzugen die Bade-PUVA, weil sie vermuten, dass sie im Vergleich zur oralen PUVA ein geringeres Risiko aufweist, bestimmte Arten von Hautkrebs zu erregen, und weniger unerwünschte Nebenwirkungen hat. Zudem sei der Behandlungsaufwand geringer.<p>Das IQWiG hat die orale PUVA mit der Bade-PUVA verglichen. In einigen Stellungnahmen zum Vorbericht war kritisiert worden, diese Vorteile seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nachträglich hat das IQWiG deshalb auch retrospektiv vergleichende Studien in die Bewertung einbezogen. Auch nach Auswertung dieser Studien sehen die IQWiG-Wissenschaftler die Frage des Krebsrisikos aber weiter als weitgehend ungeklärt an. Eine abschließende Nutzen-Schaden-Abwägung ist auf Basis der derzeit verfügbaren Studien nicht möglich.</p><p><i>Quelle: Abschlussbericht und Presseinformation des IQWIG, 28.12.2006</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">227</guid><pubDate>Wed, 03 Jan 2007 03:33:32 +0000</pubDate></item><item><title>Studien zur Balneophototherapie vorgelegt und bewertet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/balneofoto-bewertung/</link><description><![CDATA[<p>In den 90-er Jahren wurde in vielen Hautarztpraxen und Kliniken die ambulante UV-Bestrahlung mit Salzbädern kombiniert. Die Kosten dieser "Balneophototherapie" übernahmen die gesetzlichen Krankenkassen bis Ende 1999. Dann endete die mehrjährige Erprobungsphase. Seitdem konnte man diese Therapie nur noch im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts machen. Das "Institut für Qualitätsentwicklung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG) hat die vorliegenden Studien zur Balneophototherapie begutachtet. Im Juni 2006 legte das staatliche Institut einen Bericht darüber dem "Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser" (G-BA) vor. Sein Fazit: Für einige Formen der Balneo-Fototherapie gibt es "Hinweise", das sie besser wirken, aber keine gesicherten "Nachweise". Der G-BA muss entscheiden, ob die ambulante Balneophototherapie zukünftig wieder von den gesetzlichen Kassen übernommen werden darf. Es fällt schwer, daran zu glauben, dass der Bericht die Experten vom höheren Nutzen überzeugen wird. Private Krankenkassen bezahlen die Balneo-Fototherapie schon immer.</p><p>An der Balneophototherapie hängen viele: Zum Beispiel Patienten, für die das Bad mit Bestrahlung deutlich erfolgreicher scheint, wie eine "trockene Bestrahlung". Hautärzte, die nicht nur fachlich davon überzeugt waren, dass die Balneophototherapie wirksamer sei. Viele hatten sich teure Wannen-Anlagen angeschafft, bekamen aber seit 2000 die Leistung nicht mehr vergütet. Auch die Industrie hatte auf Umsätze und Gewinne gehofft. Dermatologenverbände und Patientenorganisationen forderten einhellig, diese Therapie wieder zu erstatten. Der Gemeinsame Bundesausschuss lehnte das ab, weil es nicht nachgewiesen sei, dass die Balneophototherapie gegenüber anderen Behandlungen einen höheren Nutzen bringen würde. Die Kassen dürften nur dann neue Verfahren bezahlen, wenn sie besser seien als die bisher verwendeten. Der "Bundesverband der Deutschen Dermatologen (BVDD)" gab daraufhin eine weitere Studie in Auftrag.</p><p>Alle Studien und Berichte zur Balneophototherapie hat das IQWG in seinem Bericht bewertet. Das Institut behauptet, die Untersuchungen würden teilweise ganz erhebliche Mängel aufweisen. Es gäbe keine einzige so genannte "Doppel-Blindstudie" (= weder Arzt noch Patient weiß, wer das Plazebo bekommt). Experten bezweifeln, dass man bei einer Bestrahlungsstudie überhaupt "doppel-blind" prüfen kann. Wirkungsloses UV-Licht oder salzloses Wasser als Plazebo? Schon der Studie der 90-er Jahre ("Kieler Modell") wurde vorgeworfen, dass Kliniken und Hautärzte nicht wissenschaftlich sauber genug vorgegangen sind. Dagegen argumentiert Professor Hans Meffert, UV-Licht-Experte aus Berlin, die Ansprüche seien viel zu hoch geschraubt, unerfüllbar und überhaupt nicht zu finanzieren.</p><p>Das IQWG fasst drei verschiedene Methoden unter den Begriff "Balneophototherapie".</p><ul> 	<li><b>Bade-PUVA</b> - der Patient duscht mit einem Wasser, in dem der Wirkstoff Psoralen enthalten ist. Früher hat man diesen Wirkstoff geschluckt. Psoralen macht die Haut lichtempfindlich. Danach wird man mit UVA-Licht bestrahlt.</li> 	<li><b>Asynchrone Foto-Sole-Therapie</b> - der Patient badet in einer bis zu 25prozentigen Salzlösung und wird hinterher mit UVB bestrahlt.</li> 	<li><b>Synchrone Foto-Sole-Therapie</b> (TOMESA) - der Patient badet in einer Salzlösung mit viel Magnesium- und Kalzium-Ionen und wird zugleich mit UV-Licht bestrahlt.</li></ul>Für alle diese unterschiedlichen Therapien gibt es, so das IQWiG, meist nur "Hinweise", welche besser und welche weniger gut wirken, aber keine gesicherten "Nachweise". Beurteilt wurde, wie gut sich die Hauterscheinungen verbessern und ob Patienten erscheinungsfrei wurden:<ul> 	<li>Bade-PUVA und Sole plus UVB-Behandlung scheinen allgemein besser zu sein als eine rein "trockene" UVB-Bestrahlung bzw. Leitungswasser + UVB.</li> 	<li>Bade-PUVA wirkt aber dann schlechter als die trockene Bestrahlung, wenn mit dem "Schmalband UVB" (311 nm) gearbeitet wird.</li> 	<li>Die meisten Studien behaupten, UVB (311 nm) plus Sole wirke deutlich besser, als reines Bade-PUVA. Lediglich eine Studie (BVDD) hatte festgestellt, dass Bade-PUVA besser sei, als UV plus Sole. Aber gerade in dieser neuesten Studie ist ein grober Fehler gemacht worden: Man hatte nicht berücksichtigt, dass es unterschiedliche UVB-Bestrahlungsspektren (Breitband-UVB, Schmalband -UVB, SUP) gibt. Auch bei TOMESA gibt es UVA und UVB - Bestrahlungen, ohne dass das in den Untersuchungen unterschieden wird. Der Patient, der sich für eine Bestrahlungs-Art entscheiden soll, weiß dadurch nicht wirklich, welches UV-Spektrum wirkt.</li> 	<li>Es ist nicht untersucht worden, wie ein reines Solebad ohne Bestrahlung den Hautzustand beeinflusst.</li> 	<li>Keine Studie hat die langfristigen Folgen von UV-Bestrahlung berücksichtigt (Hautkrebs-Risiko, Hautalterung). Bade-PUVA steht schon lange im Verdacht, krebsfördernd zu sein. Dänische Untersuchungen haben festgestellt, dass z.B. regelmäßige Kuren am Toten Meer das Hautkrebs-Risiko um das Siebenfache erhöhen.</li> 	<li>Für UV plus Sole ist es völlig offen, ob Nebenwirkungen durch die Zusätze im Wasser erhöht werden.</li> 	<li>Es wurde auch nicht ermittelt, ob durch die Balneophototherapie der Therapieaufwand vermindert wird, d.h. Patient, Praxis bzw. Klinik weniger Arbeit und die Krankenkasse geringere Kosten gegenüber anderen Therapieformen haben.</li></ul><b>Kommentar: Kostenübernahme fraglich</b><p>Der Bericht des IQWiG wird als "Vorbericht" bezeichnet. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll und muss sich ein eigenes Urteil bilden. Es gab Fälle, in den der Ausschuss von der Bewertung des IQWiG abgewichen ist. Ob er sich in diesem Fall gegen das Fazit des Instituts wehrt, ist kaum vorstellbar.</p><p>Die Patienten können nicht wirklich beurteilen, wer in dieser Auseinandersetzung recht hat. Zu viele Lobbyisten und zu viele Glaubenskämpfer sind an der Diskussion beteiligt. Es bleibt völlig offen, in welchem Behandlungsstadium und bei welchem Krankheitszustand die Bestrahlung mit oder ohne Bad sinnvoll ist. Sollte man vorher mit Cremes, Salben oder Lotionen vergeblich behandelt haben? Sollten äußerliche Wirkstoffe stets parallel verwendet werden? Muss erst eine bestimmte Fläche der Haut mit Psoriasis erkrankt sein (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr>)?</p><p><i>Inhaltlicher Stand: Juli 2006</i></p><p>Quellen:</p><ul> 	<li>IQWiG: Nutzenbewertung der Balneophototherapie. Vorbericht N04/04. Köln: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswegen (IQWiG). Juni 2006</li></ul>]]></description><guid isPermaLink="false">228</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bestrahlung ohne gef&#xE4;hrliches UV-Licht &#x2013; hilft sie bei Psoriasis?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/lichtimpfung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2006_03/blaulichttherapie-mainz.jpg.6fbdb60528223539c604fe06273b8770.jpg" /></p>

<p>
	"SternTV" stellte im März 2006 eine Lichttherapie vor. Die wird vor allem bei Neurodermitikern sehr erfolgreich eingesetzt. Sie arbeitet ohne das Hautkrebs verursachende ultra-violette Lichtspektrum. Was ist davon zu halten? Kann diese Lichtimpfung auch bei Psoriasis helfen?
</p>

<p>
	Auch andere Sender haben darüber berichtet. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass in den Medien sensationslüstern eine "Wundertherapie" vorgestellt wird. Viele verzweifelte Menschen hoffen für kurze Zeit auf Heilung. Letztendlich müssen sie dann aber erkennen, dass man es nur auf ihr Geld abgesehen hatte. Das könnte in diesem Fall anders sein.
</p>

<p>
	Wir lernten Dr. Jan Wilkens das erste Mal im Mai 2003 auf einem Dermatologenkongress in Berlin kennen. Da war seine DermoDyne®-Lichtimpfung gerade einige Monate zugelassen. Von den meisten anwesenden Hautärzten wurde er damals nicht ernst genommen. Hersteller klassischer UV-Bestrahlungsgeräte taten ihn als "Spinner" ab.
</p>

<p>
	Im Februar 2004 stellte er diese UV- und medikamentenfreie Therapie auf einer Veranstaltung des Psoriasis Forum Berlin vor. Die Bestrahlungsgeräte arbeiten mit sichtbaren Licht und filtern den blauen Anteil heraus. Die Farbstoff-Elektronen (Chromophore) treffen auf die Haut. Dabei entstehen Sauerstoffradikale (Singulett-Sauerstoff), die in der Lage sind, Entzündungszellen (T-Lymphozyten) zu vernichten. Das Verfahren wird mit dem Impfen verglichen, weil das Immunsystem nach der Bestrahlung für längere Zeit neue Entzündungszellen erkennt und bekämpft.
</p>

<p>
	Im Gegensatz zur UV-Bestrahlung werden aber andere Immunzellen nicht mit angegriffen. Die Träger z.B. der Infektions- oder Krebsabwehr bleiben erhalten, weil nur die Entzündungszellen entsprechend lichtempfindlich sind. Deshalb ist diese Therapie auch für die Behandlung von Kindern geeignet. Dr. Wilkens hatte zu der Zeit kaum Erfahrungen mit Psoriasis-Patienten. Das Prinzip, dachte Wilkens, müsste aber auch bei Schuppenflechte wirken.
</p>

<p>
	Seine Herstellerfirma "OptoMed" zog aus Wildau (bei Berlin) nach Düsseldorf, weil Wilkens dort eng mit Professor Krutmann vom Institut für Umweltmedizinische Forschung (Uni Düsseldorf) zusammen arbeitete. Dort wurden die ersten erfolgreichen Studien mit Ekzemen durchgeführt. Später standen diese Bestrahlungsgeräte in einigen deutschen Universitäts-Hautkliniken, in Zürich und in Hautartzpraxen.
</p>

<p>
	Wir sprachen mit Dr. Karl-Christian Appl, vom "Hautschutzzentrum Berlin" der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Er arbeitete seit 2004 mit der DemorDyne-Lichtimpfung – auch mit Patienten, die Psoriasis auf den Hand- und Fußflächen haben. Die Berufsgenossenschaft bezahlt eine Psoriasisbehandlung immer dann, wenn sie sich durch die berufliche Belastung erheblich verschlimmert hat. Das wissen die wenigsten! Die Leistungen der Berufsgenossenschaft sind deutlich umfangreicher, als die der gesetzlichen Krankenkasse. Hat eine Hautärztin der Berufsgenossenschaft die beruflich bedingte Verschlechterung erst einmal festgestellt, müssen alle notwendigen Leistungen übernommen werden und nicht nur die finanziell vertretbaren.
</p>

<p>
	Dr. Appl hat sehr gute Erfahrungen mit dieser Lichttherapie bei Psoriatikern gemacht. "Im Gegensatz zum Excimer-Laser können wir mit diesen Geräten auch größere Flächen behandeln und arbeiten nicht mit UV-Licht." Nach 12 bis 16 Bestrahlungen seien die Patienten für lange Zeit erscheinungsfrei. Er war sich sicher, dass es sich bei der DemorDyne-Lichtimpfung um eine "Therapie mit Zukunft" handele. Auch "Selbstzahler" konnten sich damit im Hautschutzzentrum Berlin behandeln lassen: Eine Sitzung koste 100,00 €. Sehr viel Geld, aber ohne Krebsrisiko und für Kinder geeignet. Sogar an einem Heim-Bestrahlungsgerät wurde gearbeitet. Dr. Appl betonte ausdrücklich, dass er völlig unabhängig von OptoMed sei.
</p>

<p>
	Seit dem Tod von Dr. Jan Wilkens im Februar 2018 ruhen alle Tätigkeiten rund um die DermoDyne-Therapie.
</p>

<h2>
	<b>Weitere Informationen</b>
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="http://www.lichtklinik.de" rel="external nofollow">Internetseite der Herstellerfirma</a> (derzeit offline)
	</li>
	<li>
		<a href="http://www.stern.de/tv/sterntv/557990.html?nv=sb" rel="external nofollow">Beitrag von Stern-TV</a>
	</li>
	<li>
		"<a href="https://www.magazin.uni-mainz.de/2382_DEU_HTML.php" rel="external nofollow">Mit Blaulicht gegen die Entzündung</a>" – Uni Mainz über eine geplante Studie zur Blaulichttherapie bei Neurodermitis, November 2014
	</li>
</ul>

<h2>
	Weitere Quellen
</h2>

<ul>
	<li>
		Herstellerangaben
	</li>
	<li>
		DERMAforum Nr. 5/ Mai 2003
	</li>
	<li>
		hautnah dermatologie 6/2005
	</li>
	<li>
		PSO aktuell Ausgabe 04/2005
	</li>
</ul>

<h2>
	Anmerkung
</h2>

<p>
	Nach der Sendung bei SternTV hatten die "Väter" der Therapie alle Hände voll zu tun, um Anfragen zu beantworten. Dann gab es eine Standard-E-Mail, die einige Fakten kurz und bündig nannte
</p>

<p>
	Die Parts zum Thema Schuppenflechte:
</p>

<p>
	<span style="text-decoration:underline;">Behandelbare Krankheiten</span>
</p>

<p>
	Schuppenflechte:
</p>

<p>
	Die DermoDyne® Lichtimpfung® ist gut bei Schuppenflechte wirksam, wenn die Haut zuvor gründlich entschuppt wurde, damit das Licht die Entzündungszellen erreichen kann. Auch hier kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen, die regelmäßig ein gutes Ansprechen auf die Behandlung zeigt. Falls keine entsprechenden Voruntersuchen vorliegen, empfehlen wir vor Behandlungsbeginn die Durchführung einer kleinen Gewebeentnahme aus dem entzündeten Hautbereich, um die Anwesenheit von aktivierten Entzündungszellen nachzuweisen.
</p>

<div>
	<a href="http://www.optomed.de/deutsch/psoriasis.htm" rel="external nofollow">http://www.optomed.de/deutsch/psoriasis.htm</a>
</div>

<p>
	<span style="text-decoration:underline;">Wie geht es weiter?</span>
</p>

<p>
	Sie vereinbaren z.B. bei Hr. Dr. Appl Berlin oder in der LichtKlinik Düsseldorf telefonisch einen ärztlichen Beratungstermin. Anhand Ihrer Krankengeschichte und Ihres Hautbefundes wird dann festgestellt, ob bei Ihnen die DermoDyne Lichtimpfung überhaupt sinnvoll ist. Bitte bringen Sie alle ärztlichen Unterlagen zu dieser Beratung mit. Falls erforderlich bitten Sie vorab Ihren Hautarzt Ihnen Arztberichte und Befunde auszuhändigen.
</p>

<p>
	<span style="text-decoration:underline;">Kosten</span>
</p>

<p>
	Eine Kleinflächenbehandlung z.B. eine Handfläche oder Fußsohle kostet pro Sitzung ca. 85 Euro. Werden mehrere Kleinflächen oder der ganze Körper behandelt, fallen ca. 140 Euro pro Sitzung an.
</p>

<p>
	Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen richtet sich nach dem klinischen Erscheinungsbild. Die Behandlungswirkung nimmt mit der Entzündungsstärke zu. Vorbeugende Behandlungen bei reizloser Haut sind wirkungslos.
</p>

<p>
	<span style="text-decoration:underline;">Kostenübernahme</span>
</p>

<p>
	Nach einem ärztlichen Erstgespräch und einer Untersuchung Ihres Hautbefundes stellen wir Ihnen Antragsunterlagen für Ihre Krankenkasse zusammen. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie sich im Vorfeld von Ihrem Hautarzt bestätigen lassen, dass z.B. auch durch Kortisonpräparate kein/kein ausreichender oder anhaltender Therapieerfolg erreicht werden konnte.
</p>

<p>
	Gute Chancen auf Übernahme der Behandlungskosten bestehen bei berufsbedingten Hauterkrankungen durch die gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie bei privaten Krankenversicherungen.
</p>

<p>
	Bei den gesetzlichen Kassen gibt es mittlerweile eine Reihe von Einzelfallentscheidungen zur vollständigen oder Teilübernahme der Kosten (z.B. AOK Coburg, Siemens Betriebskrankenkasse und DAK).
</p>

<p>
	Gern beraten wir Sie bei möglichen Ablehnungsschreiben.
</p>

<p>
	Ihr LichtKlinik-Team
</p>

<p>
	OptoMed LichtKlinik AG
</p>

<p>
	Grafenberger Allee 136
</p>

<p>
	40237 Düsseldorf
</p>

<p>
	<a href="http://www.lichtklinik.de" rel="external nofollow">www.lichtklinik.de</a> (derzeit offline)
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">297</guid><pubDate>Fri, 24 Mar 2006 04:09:26 +0000</pubDate></item><item><title>Bewiesen: Sole-Photo- und PUVA-Therapie sind weit besser als Bestrahlung allein</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/solephotobeweis/</link><description><![CDATA[<p>Sehr wirksam, mit wenig Nebenwirkungen und wenig belastend - das gilt für die Sole-Photo- und die Bade-PUVA-Therapie. Gemeinsam ist beiden, dass sich die meisten Krankenkassen seit dem Jahr 2000 standhaft weigern, die Therapien zu bezahlen. Hautärzte und Patienten wollten das nicht länger hinnehmen, doch die Krankenkassen verwiesen immer auf eine fehlende wissenschaftliche Untermauerung. Die wurde nun nachgeliefert.</p><p>In der Studie wurden Patienten miteinander verglichen, die einerseits die "bloße" UVB-Bestrahlung und andererseits UVB-Bestrahlung nach einem Bad in Leitungswasser erhielten. Die bessere Therapie musste wiederum gegen eine UVB-Bestrahlung nach einem Bad in 25-prozentigem Natriumchlorid-Bad (so genannte Sole-Photo-Therapie) sowie gegen eine PUVA-Bade-Phototherapie antreten. In jeder der vier Testgruppen waren 300 Patienten, die acht Wochen lang mindestens dreimal pro Woche zur Behandlung kamen.</p><p>Das Bestrahlen mit vorherigem Baden in Leitungswasser erwies sich schon mal als wirksamer als das pure Bestrahlen. Also wurden die anderen zwei Therapien mit dem Leitungswasser-Ergebnis verglichen. Zwischen den Erfolgen bei der Sole-Photo-Therapie und der PUVA-Bade-Therapie gab es dann keine deutlichen Unterschiede mehr. Aber: In der Nachbeobachtungsphase zeigte sich, dass der Effekt der Behndlung mit dem PUVA-Bad deutlich länger anhielt als alle anderen Therapien.</p><p>Die Chance eines Patienten auf eine erhebliche Besserung seiner Symptome ist bei der Bade-PUVA-Therapie fünfmal höher als die "bloße" Bestrahlung.</p><p>"Beide Photo-Therapien können ambulant in einer Hautarztpraxis durchgeführt werden", erklärt Professor Ralf Peter, Direktor des Hautzentrums Ulm-Blaustein und wissenschaftlicher Leiter der Studie. "Die Methoden sind praktisch von der Natur abgeguckt", so Peter. Berufs- und Privatleben laufen in gewohnten Bahnen, weil der Patient nicht in eine Klinik oder zu einer Reha-Maßnahme muss.</p><p>Bezahlt wurde die Studie ausschließlich aus Mitteln der niedergelassenen Hautärzte. Krankenkassen, Geräte-Hersteller oder Pharmafirmen beteiligten sich nicht. Die Kosten beliefen sich auf rund eine Million Euro.</p><p>Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) hat bereits einen Antrag auf den Weg gebracht, damit Bade-PUVA und Sole-Photo-Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. "Die Therapie sit zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich", fasst Dr. Michael Hornstein aus Düsseldorf zusammen.</p><p>Eine PUVA- oder Balneo-Photo-Thereapie kostet 450 bis 600 Euro. Zum Vergleich: Eine Behandlung mit "klassischen" Tabletten oder Kapseln kostet jährlich 2.000 Euro und mehr, ganz zu schweigen von den "Biologics", die 10.000 bis 20.000 Euro im Jahr kosten.</p><p>Ein Nachteil der Bestrahlungstherapien kann nicht verschwiegen werden: die Krebsgefahr. Bei einer Sole-Photo-Therapie ist sie laut BVDD gering sein, höher schon bei der Bade-PUVA, am höchsten aber bei denjenigen, die eine orale PUVA - also UVA-Bestrahlung mit vorheriger Tabletteneinnahme - absolvieren.</p><p>Um das Krebsrisiko einzuschränken, sollten die Patienten nach einer Bestrahlung jährlich einmal zur Tumorkontrolle gehen - und das zehn Jahre lang.</p><p>Im Jahr 2000 übrigens wurde die Balneo-Photo-Therapie noch in mehr als 600 Aztpraxen angeboten. Für die Studie des BVDD fanden sich nur noch 48 Praxen bereit. Die "Abstinenzler" begründeten ihre Meinung mit hohen Kosten sowie einem "immensen personellen Aufwand" mit einem noch nicht absehbaren Ausgang der Studie. Die Arztpraxen, die sich an der aktuellen Studie beteiligten, mussten einen großen Aufwand betreiben: Pro Patient galt es 70 DIN-A4-Seiten Protokoll auszufüllen. Außerdem mussten sich die Praxen mehrfach einem Monitoring unterziehen und eine Lichttreppe zur individuellen MED-Bestimmung etablieren. Mit der MED-Bestimmung wird für jeden Patienten die optimale UV-Dosis und Lichtempfindlichkeit bestimmt. Das geschieht nicht mitten im Gesicht, sondern an nicht so schnell sichtbaren Stellen wie am Gesäß oder an der Innenseite des Unterarms.</p><p>Außerdem mussten Mitarbeiter geschult werden. Der Behandlungsverlauf des Patienten musste regelmäßig in Fotos festgehalten werden. Finanzielles Fazit: Pro Therapie und Patient bezahlten die Praxen 640 Euro.</p><p>Eine ähnliche Studie zur Sole-Photo-Therapie, in Auftrag gegeben vom Deutschen Heilbäderverband, ist bis heute nicht abgeschlossen.</p><p><i>Quellen: Informationen des Berunfsverbandes Deutscher Dermatologen, ots, Nachrichtenagenturen, 5. April 2005</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">296</guid><pubDate>Wed, 06 Apr 2005 03:32:31 +0000</pubDate></item><item><title>Eine besondere Art der Balneophototherapie</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/eine-besondere-art-der-balneo-photo-therapie/</link><description><![CDATA[<p>
	Janine hat eine besondere Art der Balneophototherapie kennengelernt und ist mit dem Erfolg sehr zufrieden. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
</p>

<p>
	Hallo,
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	ich bin 30 Jahre alt und habe seit 4 Jahren Pso. Nach Durchlaufen diverser Therapien bin ich vor einigen Wochen beim Lesen Ihrer Seite auf eine Ärztin in Hannover gestoßen, die eine mir noch unbekannte Form von Balneophototherapie anbietet.
</p>

<p>
	Der Körper des Patienten wird mit nur 3 Litern Flüssigkeit begossen, die aus Wasser, Eosin und Triam D3 besteht. Dann wird man in eine Folie gewickelt und muß eine viertel Stunde darin ruhen. Danach wird der Körper bestrahlt. Hartnäckige Stellen können auch vor dem "Wickel" mit dem Zusatz behandelt werden, um das Ergebnis zu intensivieren.
</p>

<p>
	Nach vier bis sechs Einheiten konnte ich schon Erfolge sehen. Kleine Stellen am Rücken sind vollständig abgeheilt, ebenso drei 10 Cent große Stellen am Gesäß! Jetzt sind 14 Behandlungen vorbei und an Stellen von 6 cm Durchmesser (Ellenbogen) haben sich Areale gebildet, die von gesunder Haut nicht zu unterscheiden sind.
</p>

<p>
	Ich bin mit dieser Therapie sehr zufrieden und werde sie auf Jeden Fall noch weiterführen. Leider tragen die Kassen die Kosten hierfür nicht, aber die Therapie ist durchaus erschwinglich. Ich hoffe, dass auch andere Betroffene durch diese Zeilen auf diese Therapie aufmerksam werden.
</p>

<p>
	Janine (30)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">716</guid><pubDate>Wed, 22 Dec 2004 09:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Rote Haut trotz Sonnenschutz?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/uv-medikamente/</link><description><![CDATA[
<p>Ob Bestrahlung beim Hautarzt, im Solarium, Sonne am Strand oder beim Skifahren - Medikamente können die Haut so empfindlich machen, daß trotz sorgfältiger Pflege ein Sonnenbrand droht.</p><p>Manchmal hilft alle Vorsicht nichts und dem höchsten Lichtschutzfaktor zum Trotz rötet und schält sich die Haut. Nicht immer handelt es sich dabei um einen klassischen Sonnenbrand. Bestimmte Medikamenten-Wirkstoffe können in Verbindung mit UV-Licht eine Reaktion auslösen, die einem Sonnenbrand sehr ähnlich sieht.</p><p>Bestimmte Wirkstoffe enthalten einen Bestandteil, einen "Chromophor", der die in Sonnen- und Solariumslicht enthaltene energiereiche UV-A-Strahlung absorbieren kann. Diesen Energie-Überschuss kann der Chromophor wiederum an Bestandteile der Hautzellen abgeben, was man als "Photosensibilisierung" bezeichnet. Als Energieempfänger in der Hautzelle fungieren große Biomoleküle, zum Beispiel Teile der schützenden Zellhülle oder die Erbsubstanz DNA, die bei der Energieaufnahme Schaden nehmen. Wenn diese Schäden durch die zelleigene Reparaturmaschinerie nicht behoben werden können, stirbt die Zelle ab - die sonnenbrandähnlichen Symptome sind die Folge.</p><p>Medikamente und Wirkstoffe, die photosensibilisierend wirken können, sind zum Beispiel</p><p>- Ketoprofen, das in Schmerzmitteln zu finden ist</p><p>- Doxycyclin, ein Antibiotikum</p><p>- Johanniskraut-Präparate, zur Stimmungsaufhellung eingenommen</p><p>- chemische Substanzen in Kosmetika</p><p>- Inhaltsstoffe von Sellerie und Pastinaken</p><p>Trotzdem muss niemand seinen Weihnachtsurlaub absagen, der eine bakterielle Infektion mit Antibiotika auskuriert oder gegen einen aufkeimenden grippalen Infekt Schmerzmittel nimmt: Lange Kleidung, ein Sonnenhut und ein bevorzugter Aufenthalt im Schatten helfen schon beim Vorbeugen dieser Reaktionen und eines "normalen" Sonnenbrandes. <i>cl</i></p><p><i>Quelle: idw/Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., 13.12.2004</i></p><h4>Bücher zum Thema</h4><p><a href="https://amzn.to/2N4WNl7" rel="external nofollow">Sonne und Solarium, Genuß ohne Reue?</a> Sonnenbrand, Sonnenallergien und Hautkrebs vermeiden.<br>
Von Margitta Grimmel, Ernst G. Jung</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">295</guid><pubDate>Mon, 20 Dec 2004 05:10:36 +0000</pubDate></item><item><title>"Das einzige, was bei mir geholfen hat"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/das-einzigste-was-bei-mir-geholfen-hat/</link><description><![CDATA[<p>
	<strong>Andreas B. hat die Schuppenflechte auf dem Kopf mit einem Shampoo wegbekommen. Am Körper und in den Gelenken aber plagt sie ihn weiter – und seinen Sohn auch. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</strong>
</p>

<p>
	Ich habe alles mögliche probiert, bis mir vor Jahren ein Apotheker Terzolin empfohlen hat. Seitdem habe ich keine Schuppenflechte mehr auf dem Kopf. Am Körper habe ich Psoriasis vulgaris seit meinem 24. Lebensjahr. Ich bin nun 36. Vor 6 Jahren bekam ich eine Licht-/Salz-Therapie bekommen.
</p>

<p>
	Das einzigste, was bei mir geholfen hat, wird leider nicht mehr von der Kasse in der Praxis übernommen. Salben wirken bei mir immer nur eine Woche lang. Danach wird es eher schlimmer. Ich nehme kein Kortison.
</p>

<p>
	Ich habe vier Kinder. Das älteste ist 13 und hat seit einem Jahr leider auch leichte Schuppenflechte. Ich kann auch nur bestätigen, dass pso auf die Gelenke geht. Bei mir fing es mit Gicht im Fuß an. Dann kamen vor acht Jahren die Knie und seit drei Monaten die Schulter.
</p>

<p>
	Andreas B. (36)
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">722</guid><pubDate>Tue, 23 Nov 2004 10:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>Sole-Photo-Therapie &#x2013; mit Erfolg, aber aufw&#xE4;ndig</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/sole-photo-therapie-mit-erfolg-aber-aufwaendig/</link><description><![CDATA[<p>Eine Sole-Photo-Therapie hat bei Christian (17) gut angeschlagen. "Aber wer kann schon drei mal in der Woche in die Klinik fahren?", fragt er sich. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</p><p>Ich bin jetzt 17 Jahre und erleide nun seit meiner Kindheit an Schuppenpflechte. Ich glaube, ich war damals 6 oder 7 Jahre alt, als die ersten Symptome anfingen. Es waren damals überall rote Flecken. Zuerst dachte ich, ich hätte mich an der Sportmatte geratscht, aber irgendwann gingen die Flecken mit Wund- und Heilsalbe nicht mehr weg.</p><p>Ich habe Pso an den Ellenbogen, am Knöchel (links und rechts, innen und außen!) und manchmal, je nach Jahreszeiten, an den Händen (vor allem aber im Winter) und jetzt auch im Knick der Knie.</p><p>Ich habe mittlerweile fast alle bekannten Therapiemöglichkeiten genutzt: Vitamin-D-Präperate, Kortisonbehandlungen, Salizylsäurebehandlungen, Teer, Kohlebehandlungen. Nun fange ich eine neue Behandlung an, wo man sich die Salbe aud die betroffene Hautstelle schmieren muss und hinterher abwaschen muss (Dithranol).</p><p>Bevor ich's vergesse: Ich war noch von 1997 bis 1998 regelmäßig in einer ambulanten Klinik und habe die Sole-Photo-Therapie über mich ergehen lassen. Dann auch noch Bestrahlung bei mir zu Hause. Die vielversprechende Sole-Phote-Therapie ist bei mir sehr gut angeschlagen, aber wer kann schon drei mal in der Woche in die Klinik fahren, wenn sie sowieso nicht weggeht.</p><p>Nun sehe ich einen kleinen Lichtblick: Ich fahre im Sommer zur Kur nach Norderney.Christian (17)</p>]]></description><guid isPermaLink="false">723</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ungew&#xF6;hnlich: Rotlicht gegen Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/bestrahlung-rotlicht/</link><description><![CDATA[<p>Eine neue Behandlung gegen Schuppenflechte (Psoriasis) testen jetzt Dermatologen an der Uniklinik Frankfurt. Sie spritzen Patienten eine Substanz, die die Haut lichtempfindlicher macht. 1 bis 2 Stunden später werden die erkrankten Hautflächen mit Rotlicht bestrahlt. Das hemmt das Wachstum entzündlicher Zellen - Schuppung und Rötungen gehen zurück. Die Methode soll hautschonender sein als bisherige Therapien mit UV-Licht, das Haut-Alterung und -Krebs fördern kann.</p><p><i>Quelle: Bild der Frau 25.05.98</i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">293</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 2004 04:33:04 +0000</pubDate></item><item><title>Photo-Sole-Therapie wird untersucht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/bestrahlung-photosol/</link><description><![CDATA[<p>Der Deutsche Heilbäderverband kündigte Anfang November 2000 eine Wirksamkeitsstudie zur kurörtlichen asychronen Sole-Photo-Therapie an:</p><p>Einbezogen werden 600 ambulante Patienten mit Psoriasis in 16 Soleheilbädern. Getestet wird die Wirkung von 5- und 25%iger natürlicher Sole mit anschließender UV-Bestrahlung gegen trockene UV-Behandlung. Da infolge des Verordnungsverbotes die Studie nicht als Modellversuch durchgeführt werden kann, müssen die Kosten ausschließlich vom DHV und von den betroffenen Heilbädern aufgebracht werden. Die Ergebnisse sollen Ende 2001 vorliegen.</p><p>Das Forschungsinstitut für Balneologie und Kurortwissenschaft (FBK) in Bad Elster (Professor K. L. Resch) ist für die methodischen Fragestellungen zuständig. Die klinische Studienleitung erfolgt durch das Universitätsklinikum Ulm, Abteilung Dermatologie (Professor R. U. Peter).</p>]]></description><guid isPermaLink="false">292</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie Psoriasis-Patienten heute am besten behandelt werden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/betrahlung-calci2/</link><description><![CDATA[<p>Die besten Behandlungsergebnisse bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Psoriasis lassen sich momentan mit einer kombinierten Behandlung aus UVB-Bestrahlung und der topischen Applikation des Vitamin- D3-Analogons Calcipotriol erreichen. Am besten ist dazu Schmalspektrum-UVB-Licht geeignet, weil es mit einer Wellenlänge von etwa 311 nm bei optimaler antipsoriatischer Wirksamkeit kein Erythem verursacht.</p><p>Darauf hat Professor Niels Sönnichsen, Direktor des Fachklinikums Borkum für Dermatologie, Allergologie, Pädiatrie und pädiatrische Pulmologie bei einem vom Unternehmen Asche unterstützten Pressegespräch in Neu-Isenburg hingewiesen.</p><p>Mit dieser Kombinationsbehandlung lasse sich auch das rezidivfreie Intervall wesentlich verlängern. Die meisten Psoriasis-Patienten können heute mit topischen Medikamenten - entweder in Mono- oder Kombinationstherapie - behandelt werden. Als besonders effektiv und gut verträglich hätten sich dabei Vitamin-D3-Analoga erwiesen. Diese Substanzen zeichneten sich dadurch aus, daß sie bei allen Psoriasisformen und sehr gut gemeinsam mit anderen antipsoriatischen Wirkprinzipien wie UV-Bestrahlung oder Glukokortikoiden eingesetzt werden können, sagte Sönnichsen auf der Veranstaltung.</p><p>Im Vergleich zweier D3-Analoga, Tacalcitol-Salbe (4ug/g) einmal täglich und Calcipotriol-Salbe (50ug/g) zweimal täglich - haben sich in einer skandinavischen doppelblinden Multizenter-Studie beide Substanzen als wirksame Antipsoriatika erwiesen. Allerdings sei nach acht Wochen Behandlung die zweimal tägliche Applikation von Calcipotriol wirksamer als die einmal tägliche Behandlung mit Tacalcitol gewesen, erläuterte Privatdozent Sigbert Jahn vom Unternehmen Asche. An der Studie hatten 287 Patienten, 133 Frauen und 154 Männer, im Alter von 18 bis 79 Jahren mit einer Psoriasis vom Plaque-Typ teilgenommen.</p><p>24 Prozent hatten eine leichte, 61 Prozent eine mittelschwere und 14 Prozent eine schwere Form der Schuppenflechte.</p><p>Die Therapieeffektivität wurde anhand des Psoriasis-Schwere-Index <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr> an drei befallenen Körperarealen beurteilt, wobei die Parameter Erythem, Infiltration, Schuppung und Pruritus nach jeweils zwei, vier, sechs und acht Wochen mit Punkten bewertet wurden.</p><p>Die mittlere Punktwertsumme hatte in der Tacalcitol-Gruppe von einem Ausgangswert von 7,64 um 4,03 und in der Calcipotriol-Gruppe von 7,45 um 5,05 Punkte abgenommen.</p><p>Die Rate unerwünschter Wirkungen war in beiden Kollektiven gleich, und insgesamt beurteilten 90 Prozent der Patienten die Verträglichkeit des jeweiligen Präparates als ausgezeichnet, so Jahn. Während der vierwöchigen behandlungsfreien Nachbeobachtungszeit waren in beiden Behandlungsgruppen bei etwa 80 Prozent Rezidive aufgetreten.</p><p>Tacalcitol ist für die Behandlung von maximal zehn Prozent der Körperoberfläche über einen Zeitraum von acht Wochen zugelassen. Calcipotriol-Salbe kann dagegen bis zu einem Jahr auf bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche appliziert werden.</p><p><i>Quelle: Ärzte Zeitung, 21.4.1998 </i></p>]]></description><guid isPermaLink="false">291</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lasertherapie gegen Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/lasertherapie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2003_12/laserbehandlung.jpg.3f7ac9c62fd3cedc90d27552a75433df.jpg" /></p>

<p>
	Die Schuppenflechte kann auch mit einer Lasertherapie behandelt werden. Dabei kommt ein sogenannter Excimer-Laser zum Einsatz. Er hat eine UV-Wellenlänge von 311 nm – die gleiche, wie die "großen", bekannten Bestrahlungsgeräte beim Hautarzt oder in Kliniken.
</p>

<p>
	Der Unterschied zu denen ist, dass der Lichtstrahl beim Excimer-Laser sehr viel gebündelter, zielgerichteter, stärker – vor allem aber kleiner ist. Damit kann der Hautarzt nur genau die Stellen behandeln, die auch betroffen sind. Die gesunde Haut muss nicht zwangsläufig mit bestrahlt werden.
</p>

<p>
	Oft sind deutlich weniger Bestrahlungs-Sitzungen nötig als mit dem klassischen Verfahren. <span ipsnoautolink="true">Dr. Klaus Fritz</span> aus Landau berichtete in der Fachzeitschrift "Dermaforum" (Mai 2001) von einer Multicenter-Studie an 124 Psoriasispatienten: 84 Prozent der Patienten erreichten demnach eine über 75-prozentige Besserung nach nur sechs Behandlungssitzungen. Bei 50 Prozent der Patienten trat eine über 90-prozentige Besserung nach bis zu zehn Behandlungen ein.
</p>

<h2>
	Laserbehandlung braucht weniger Sitzungen
</h2>

<p>
	"Die Zahl der Sitzungen ist dabei allerdings weniger wichtig als die Intensität der Strahlung", erklärte Fritz damals. Das<i> Hautkrebsrisiko sei sehr</i> wahrscheinlich sogar deutlich geringer. Zwar werde pro Behandlung das etwa Sechsfache der zuvor bestimmten minimalen Erythem-Dosis angewendet, "da wir jedoch weit weniger Sitzungen als bei den bisher bekannten Phototherapien benötigen, erreicht die Laserbehandlung nur ein Drittel der kumulativen Gesamtdosis von SUP- oder gar PUVA-Therapien". Zudem bliebe die gesunde Haut "unbelichtet", im Gegensatz zu den sonst üblichen Behandlungen.
</p>

<p>
	Weil der Hautarzt die Laser-Bestrahlung nur Punkt für Punkt an den Psoriasis-Stellen anwenden kann, braucht das Zeit. Und: Es kommen nur Patienten in Frage, die keine sehr großen Stellen haben.
</p>

<p>
	Ein weiterer Haken sind die Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sie für gewöhnlich nicht. "Bei privaten Krankenkassen ist die Therapie in der Regel über Laserziffern abrechenbar und erstattungsfähig", erklärte Dr. Fritz seinerzeit in der Zeitschrift "DERMAforum".<i></i>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.ddl.de/" rel="external nofollow">Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft e.V.</a> (DDL)
	</li>
	<li>
		<a href="https://medxlasers.com/" rel="external nofollow">Geräte-Hersteller Medex</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psorilas.com/therapie/" rel="external nofollow">Informationen von Professor Hans Michael Ockenfels</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">256</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2003 10:28:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
