Philips BlueControl 2.0

Kategorie:

Beschreibung

Philips BlueControl war ein Bestrahlungsgerät. Im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten dieser Art wurde dabei aber gepulstes blaues LED-Licht mit einer Wellenlänge von 453 Nanometern verwendet. Es war etwas größer als ein Handteller und leuchtete beruhigend: Das Gerät Philips BlueControl war ein Medizingerät zur Behandlung von einzelnen Schuppenflechte-Stellen mit blauem Licht und ohne UV-Strahlung. Mit einem Band konnte es am Arm oder am Bein befestigt werden. So sollte man seiner gewohnten Tätigkeit nachgehen können, während die Psoriasis-Stellen behandelt wurden – also Staubsaugen, Kaffee trinken, im Büro arbeiten beispielsweise.

Über die erste Version des Gerätes und vor allem das zugrundeliegende Verfahren hatten wir in unserem Artikel „Philips stellt Bestrahlungsgerät BlueControl ohne UV-Licht vor“ berichtet. Bei der zweiten Version des Gerätes (deshalb 2.0 im Namen) wurde die Bestrahlungsfläche um 25 Prozent größer. Das Gerät war zudem flacher. Außerdem wurde das Band zum Festhalten an Arm oder Bein verändert. Die Kapazität der Batterie erlaubte dann die Behandlung von mindestens vier Psoriasis-Stellen nacheinander.

Das Philips BlueControl konnte eine Stelle „bestrahlen“, die höchstens so groß wie eine Handinnenfläche ist. Und: Jede Stelle musste einzeln, nacheinander für jeweils eine halbe Stunde behandelt werden. Das Gerät eignete sich also nicht bei einer großflächigen Psoriasis. Auch eine Therapie am und im Gesicht entfiel – rein technisch, da sich das Gerät abschaltete, wenn es keinen Körperkontakt hatte.

Nutzer des Psoriasis-Netzes konnten das Philips BlueControl 2.0 testen. Was die Tester schrieben, ist in ihren Blogs nachzulesen.

Unser eigener Test mit ein paar Wochen Vorsprung ist beendet.

Die Anwendung und ein Zwischenfazit hatten wir bereits in einem Video festgehalten:

Philips BlueControl 2.0 – Zwischenbilanz

Wer die Therapie ausprobieren möchte, sollte zunächst mit seinem Hautarzt darüber sprechen.

In Deutschland wurde das Gerät von der Firma Hönle vertrieben. Mutige konnten auch versuchen, ob die Krankenkasse das Gerät bezahlt. Dazu bedurfte es eines Empfehlungsschreibens vom Hautarzt. Den Vordruck bot die Firma Hönle zum Herunterladen an. Außerdem gab es eine Info-Broschüre.

Teilweise war noch die erste Version im Abverkauf – wer das BlueControl im Internet kaufen wollte, musste darauf achten, dass er das aktuelle Modell bekommt.

In einer länger laufenden Studie an der Uni Aachen hatten sich Patienten für 12 Wochen mit dem Blaulicht zu Hause behandelt. Bei 84 Prozent der Patienten zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Symptome – also bei Rötung, Schuppenbildung und Dicke der Haut. 83 Prozent der Patienten beurteilten die Nutzerfreundlichkeit und den Anwendungskomfort mit ideal oder exzellent.

Wer mehr vom Gerät sehen will, kann dies in unserer Bildergalerie „Philips BlueControl“ tun.

Der Hersteller ließ bei YouTube einige Betroffene von ihrer Erkrankung und ihrem Erfolg mit dem Gerät erzählen:

Das Leben mit Schuppenflechte – Dianas Geschichte

Das Leben mit Schuppenflechte – Janines Geschichte

Seit Sommer 2017 bot Philips das Gerät auch zur Miete an. Für drei Monate bezahlte der Anwender dann 10 Euro pro Monat. Ab dem vierten Monat wurden 20 Euro Miete pro Monat fällig. Eine Kündigung war jederzeit möglich. Nach 18 Monaten gehörte das BlueControl-Gerät dem Anwender – außer, er kaufte es vorher oder gab es eben zurück.

Philips informiert auf einer Internetseite unter dem Titel „Psoriasis herausfordern“ über die Schuppenflechte und über sein Produkt.

Philips bietet das Gerät inzwischen nicht mehr an.

Bildquellen

  • Philips BlueControl 2.0: Hersteller

Bildquellen

  • Philips BlueControl 2.0: Hersteller

Jetzt mit anderen austauschen

Unterstütze unabhängige Informationen und eine echte Community