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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten

    Die "Ernährungs-Docs" ist eine Serie im NDR-Fernsehen. Drei Mediziner schlagen dafür ihre Praxis auf einem Hausboot auf. Zu ihnen kommen dann Menschen mit sehr unterschiedlichen Gesundheitsproblemen. Bislang ging es in drei Folgen auch um Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Wir stellen hier die drei Fälle kurz vor.

    Fall 1: Maren G., Schuppenflechte

    Maren G. isst gern zum Beispiel Schnitzel und Kartoffelsalat. Das ist schlecht. – wegen der Kombination aus Kohlenhydraten und Fetten.

    Dr. Anne Fleck rät ihr in Folge 8:

    • auf Brot zu verzichten
    • auf Zucker zu verzichten
    • 3-mal pro Woche fetten Fisch zu essen, zum Beispiel Makrele, Hering oder Wildlachs 
    • drei Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen
    • möglichst auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten

    Wegen des Übergewichts wird Maren G. für die Abend-Mahlzeit ein eiweißbetonter Shake ärztlich verordnet (genauer: eine Formula-Diät). Er wird mit Weizenkeimöl angereichert, damit mehr Vitamin E in die Nahrung kommt. . 

    Empfohlen wird die Nutzung eines Schrittzählers.

    Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Der PASI-Wert ist von 28,5 auf 12,2 gesunken.

    Über diese Folge hatten wir einen eigenen Artikel inklusive Kommentar geschrieben.

    Fall 2: Horst A., Psoriasis arthritis

    Dr. Fleck erklärt Horst A. in Folge 33, warum er seine Erkrankung endlich ernst nehmen soll. Ihre Argumente: Die Entzündung (der Gelenke) streut auch aufs Herz und auf die Gefäße. In Letzterem macht sie eine Verkalkung. Der Bluthochdruck befeuert die Verkalkung zusätzlich. „Deshalb brauchen wir einen Mix aus modernen Medikamenten und moderner Ernährung.“

    Horst A. isst gern Mohnkuchen. Im Studio war denn auch ein Stück Mohnkuchen mit Schlagsahne zu sehen. Frau Dr. Fleck erklärte auch hier: „In der Kombination fördern die Kohlenhydrate die Entzündung“.

    Horst A. isst auch täglich Wurst und Schweinefleisch. Auch das fördert laut Dr. Fleck die Entzündung.

    Horst A. isst wegen seines Berufs oft sehr früh, nämlich gegen 5:40 Uhr. Frau Dr. Fleck rät zu einer radikalen Abkehr von dieser Praxis. Für Horst A. wäre es ihrer Meinung nach besser, nur zwei Mahlzeiten pro Tag zu essen und dazwischen lange Pausen einzulegen – vorzugsweise nachts für 12 bis 13 Stunden. Statt Frühstück empfiehlt sie ein Spätstück – zum Beispiel um 10 Uhr.

    Weitere Tipps:

    • Statt Brot lieber einen Quinoa-Brei mit Zimt und Curcuma
    • Zum Abendbrot: Gemüse, Gewürze, Öl, kombiniert mit Eiweiß, um satt zu werden 
    • Gegen Heißhunger: Wildlachs mit Apfel. Also ein Apfel-Schnitz (Achtel), darüber eine Scheibe Lachs gelegt (nur so groß, das sie den Apfel bedeckt!) 
    • Einen kleinen Snack sollte er statt zwischendurch lieber direkt nach der Hauptmahlzeit essen. „So hemmen Sie nicht die gesunde Fettverbrennung.“ 

    Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Der Rheuma-Wert ist von 32 auf 5,3 gesunken. Zur Erklärung: Ab einem Wert von 28 gilt eine rheumatische Erkrankung als aktiv. 

    Anne Fleck fasst am Ende der Sendung zusammen:

    Schuppenflechterheuma schädigt die Gefäße, und das ist eine immense Gefahr Auch für Herzinfarkt und Schlaganfall. Es darf niemals unterschätzt werden. Und deswegen ist es so wichtig, Nicht nur auf Ernährung zu setzen, sondern auch auf solide Medikation.

    Fall 3: Michaela B., Psoriasis arthritis

    Im Ernährungstagebuch von Michaela B. zeigt sich: Sie isst oft Weißbrot, zuckerfreies Dinkelbrötchen, zuckerfreie Dinkelwaffeln oder Dinkeltoast. "Darin stecken viele schnell verdauliche Kohlenhydrate, und die feuern die Entzündung zusätzlich an", erklärte ihr Anne Fleck in Folge 37. Und: Zuckerersatzstoffe, egal welche, sind schlecht. Ihr Fazit: Egal womit - man sollte so wenig wie möglich süßen.

    Anne Fleck setzt auf die Anti-Entzündungs-Formel. Entscheidend dabei sind EPA und DHA, z.B. in Ölen oder Fisch, in Nüssen, Mandeln und Gemüse.

    Als Heißhunger-Dämpfer gibt es Obst.

    Auch bei Michaela B. spielt der Zeitpunkt des Essens eine wichtige Rolle. Sie isst vier bis fünf Mahlzeiten am Tag. Anne Fleck rät zu maximal drei Mahlzeiten am Tag und einer möglichst langen Essenspause über Nacht für 12 bis 14 Stunden, damit Körper in den Prozess der Autophagie kommt – der zelleigenen Müllabfuhr.

    Betont wurde auch, wie wichtig regelmäßige Bewegung ist. Damit kommt laut Dr. Fleck die Myokin-Produktion in den Muskeln  besser in Schwung. Myokine sind Botenstoffe, die den Fettabbau fördern. 

    Michaela B. isst nun auf der Arbeit Mitgebrachtes, zum Beispiel Quark mit Öl, und Obst. Kartoffeln, Brot oder Nudeln gibt es bei ihr nur noch selten.

    Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Michaela B. braucht keine Schmerztabletten mehr. Die Morgensteifigkeit ist weg. Der Rheuma-Wert ist von 125 auf 5,4 gesunken.

    Anne Fleck gab ihr mit auf den Weg: „Wenn Sie weiter auf die antientzündliche Ernährung setzen, können Sie peu a peu die Spritzenabstände verlängern.“ Denn Studien würden zeigen, dass die Ernährungsumstellung dafür sorgt, dass Medikamente gegen entzündlich-rheumatische Erkrankungen besser wirken.

    Über diese Folge wurde auch in unserer Community diskutiert.

    Mehr von den "Ernährungs-Docs" zum Weiterlesen


    Bildquellen

    • Ernährungs-Doc Anne Fleck im Gespräch mit Michaela B.: Screenshot

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    • EddiJ
      By EddiJ
      Ich finde diese ganze Regasinum Diskussion ja recht interessant, aber ich wundere mich immer wieder, zu welchen Maßnahmen Leute greifen, um ihre Schuppenflechte in den Griff zu kriegen.
      Da wird wirklich nichts unversucht gelassen und jeder gibt zu, dass er unter der Psoriasis unendlich leidet. Nur auf das Naheliegendste, nämlich die Ernährung wird nicht wirklich umfassend geachtet.
      Seit meinem Selbstversuch weiß ich, dass Ernährung und Schuppenflechte 1 zu 1 zusammenhängen. Es mag sein, dass jeder ein paar andere Stoffe hat, die bei ihm auslösend sind, aber es gibt diese Auslöser, man muss sie nur finden.
      Ich habe ja meinen Weg beschrieben (4 Wochen eine einseitige langweilige Basisernährung, die garantiert nicht auslösend ist, z. B. Reis und Fisch (Lachs oder Seelachs, nur gesalzen)), danach war die Flechte weg.
      Seitdem habe ich viele Lebensmittel wieder dazugenommen, Ergebnis: Die Flechte ist immer noch weg. Ich kann alle Milchprodukte essen, Fleisch von guter Qualität (Bio), Gemüse, Obst aus dem Garten (oder Bio), Kartoffeln, Nudeln, Eier, sogar Alkohol (Bier). Lediglich scharfe Gewürze, Geschmacksverstärker, Natriumglutamat, Fertignahrungsmittel, Glukosesirup (leider auch Speiseeis) und Wein meide ich.
      Warum so schwer, wenn es doch auch einfach geht??? Ich verstehe Euch alle nicht.
      Gruß
      EddiJ (aufdemjetztwahrscheinlichallerumhackenwerden)
    • Claudia
      By Claudia
      Psoriasis und Mikrobiome: Wie gut helfen Probiotika, Präbiotika oder Fasten?
      Referenten:
      Dr. Bernhard Uehleke, Immanuel Krankenhaus, Abt. Naturheilkunde Rolf Blaga Veranstalter: Psoriasis Forum Berlin e.V.
      Eine Anmeldung ist nicht nötig.
      Link zum Videoseminar: https://us02web.zoom.us/j/83877766158?pwd=WVBqdDZhSmtmMFJnT01ZRTgzYjBDQT09
      Wer per Telefon zuhören möchte, kann unter 030 / 5679 5800 anrufen.
      Meeting-ID: 838 7776 6158
      Kenncode: 165183
      Wir haben eine kleine Anleitung für Zoom geschrieben.
    • lara_hannah
      By lara_hannah
      Hallo ihr Lieben!
      Ich wollte mich erkundigen ob jemand Erfahrungen mit der Diät/ Ernährung von Anthony William gemacht hat. Ich habe sein Buch empfohlen bekommen (Mediale Medizin) und bin generell sehr skeptisch dem gegenüber. Er empfielt eigentlich für fast jede Krankheit das selbe (einen Monat Rohkost und Selleriesaft). Aber da ich vor kurzem mit Pso-athritis diagnostiziert wurde und ich vor einer MTX Therapie noch anderes ausprobieren möchte, überlege ich mich dran zu versuchen. Vor allem da ich vor ca. zwei Monaten eine Woche Buchinger Fasten probiert habe und danach für drei Wochen komplett schmerzfrei war... aber leider nur für drei Wochen. Würde mich freuen falls jemand mehr weiß, wäre auch gepannt auf etwagige andere alternativen Ansätze.
      Lg, Lara
    • MaverickTv
      By MaverickTv
      Hallo zusammen,
      wie einige hier wissen, probiere ich gerne und viel aus. Von Diäten über MTX war alles schon dabei. Ich habe jetzt allerdings etwas gefunden was wirklich hilft. Günther Haase hat es geschafft meine Psoriasis an Nägeln komplett erscheinungsfrei zu bekommen. Meinen Gelenken geht es auch viel besser.
      Das Ganze gleidert sich in eine wöchentliche Injektion von Immunstoffen, dadurch wird das Immunsystem angeregt und später reguliert. Das Verfahren nennt sich MULTIM. Bevor ich hier zerissen werde, wegen Werbung oder so, stelle ich lieber den Link online.
      www.pso-immunity-healing.com
      mit zahlreichen Patienteninterviews. Ich habe am Anfang nicht wirklich daran geglaubt, aber das Ganze funktioniert.
      Schaut euch das mal an. Für Fragen stehe ich euch zur Verfügung.
      Viele Grüße,
      Mav.
    • MaverickTv
      By MaverickTv
      Mich würde interessieren, ob jemand von euch schon Mal ausprobiert hat, über einen Tag überhaupt nichts zu essen und ob dadurch der Arthritisschmerz verschwunden ist oder sehr vermindert wurde.
      Ich habe mir vorgenommen einige Tage überhaupt nichts zu essen und dann die Colon-Hydrotherapie zu beginnen.
      Das kuriose ist, dass meine Schmerzen nahezu verschwunden sind, wenn ich nichts esse und ich bin jetzt erst beim ersten Tag.
      Hat jemand ähnliche Beobachtungen machen können? Ich hatte zuvor einen Schub und meine Finger wurden wieder dick, weil ich geraucht hatte.
      Gruss
      Mav.

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