<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Fakten zur Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/?d=33</link><description>Artikel: Fakten zur Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>Einen Hautarzt oder Rheumatologen finden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/einen-hautarzt-oder-rheumatologen-finden-r1147/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_07/arztsuche.jpg.b5e6a282372ae4f9ceba40b4d55b14af.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wer Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis hat, sollte auch einen festen Facharzt haben. Den zu finden, ist gar nicht so einfach. Hier findest du unsere Tipps zur Arztsuche.</strong>
</p>

<p>
	Für die Suche nach einem Arzt so ganz allgemein empfehlen wir die <a href="https://gesund.bund.de/suchen/aerztinnen-und-aerzte" rel="external nofollow">Arztsuche auf dem Gesundheitsportal der Bundesregierung</a>.
</p>

<p>
	Bei der <strong>Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigungen</strong> gibt es oft sehr ausgefeilte Suchfunktionen. Welche KV für dich zuständig ist, lässt sich auf der <a href="https://www.kbv.de/html/arztsuche.php" rel="external nofollow">Landkarte der Kassenärztlichen Bundesvereinigung</a> finden.
</p>

<p>
	Wenn es eine <strong>App</strong> sein darf, ist die <a href="https://www.kbv.de/html/116117-app.php" rel="external nofollow">116117-App</a> hilfreich. Dort sind alle Arztpraxen in Deutschland zu finden.
</p>

<p>
	Wer nicht lange in Warteschleifen am Telefon hängen will, kann <strong>Arzttermin-Portale</strong> wie <a href="https://www.doctolib.de/" rel="external nofollow">Doctolib</a> oder <a href="https://www.jameda.de/" rel="external nofollow">Jameda</a> nutzen. Die listen allerdings alle Ärzte auf, egal, ob sie Spezialisten für Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis sind oder nicht.
</p>

<h2>
	Hautarzt suchen
</h2>

<p>
	<strong>Hautärzte</strong>, die sich auf die Behandlung der Schuppenflechte spezialisiert haben, findest du
</p>

<ul>
	<li>
		bei der <a href="https://www.akademie-dda.de/web/spezialisten" rel="external nofollow">Deutschen Dermatologischen Akademie</a>. Dort werden Hautärzte aufgelistet, die einen Spezialkurs Psoriasis absolviert haben.
	</li>
	<li>
		im <a href="https://www.psonet.de/" rel="external"><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr></a>. Das ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich regelmäßig über Schuppenflechte informieren.
	</li>
	<li>
		in der <a href="https://dermatologen-suche.de" rel="external nofollow">Hautarzt-Suche</a> beim Berufsverband der Deutschen Dermatologen
	</li>
	<li>
		bei der <a href="https://www.arzt-auskunft.de/" rel="external nofollow">Arzt-Auskunft</a> - mit Auswahl von Therapie-Schwerpunkten und Themen-Bereichen; Anbieter: Stiftung Gesundheit
	</li>
</ul>

<p>
	Im Kommen sind <strong>Videosprechstunden</strong>. Diese Möglichkeit spart dem Patienten Zeit. Wir haben dazu eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hier-stellen-hautaerzte-die-diagnose-online-r1129/" rel="">Übersicht über Anbieter mit Videosprechstunde</a>.
</p>

<p>
	Ärzte, die die Balneophototherapie anbieten, zählt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen <a href="https://www.bvdd.de/fileadmin/BVDD/BVDD-Download/Balneophototherapeuten.pdf" rel="external">in einer Liste</a> auf.
</p>

<h2>
	Rheumatologen suchen
</h2>

<p>
	<strong>Rheumatologen</strong> zur Behandlung der <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> findet man
</p>

<ul>
	<li>
		auf der <a href="https://www.versorgungslandkarte.de/" rel="external nofollow">Versorgungslandkarte der Deutschen Rheuma-Liga</a> e.V.<br>
		<strong>Tipp</strong>: Bei Psoriasis arthritis sind vor allem die internistischen Rheumatologen gefragt. Grenze deshalb die Suchfunktion im Feld „Leistungsanbieter“ am besten auf „Rheumatologen –  internistisch“ ein.
	</li>
	<li>
		auf der <a href="https://dgrh.de/Start/Versorgung/Landkarte-der-Rheumazentren" rel="external nofollow">Landkarte der Kooperativen Rheumazentren</a>. Das sind Zusammenschlüsse aus Universitäten, Kliniken, Praxen und anderen Einrichtungen. Diese Zentren wurden von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zertifiziert.
	</li>
</ul>

<h2>
	Arztermin vermitteln lassen
</h2>

<p>
	Bei der Suche nach einem Termin beim Hautarzt oder beim Rheumatologen können auch die Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen helfen. Sie sind bundesweit unter der Telefonnummern 116117 erreichbar. Diese Servicestellen organisieren dir einen Termin – allerdings bei <em>irgendeinem</em> Arzt der gewünschten Fachrichtung mehr oder weniger in deiner Nähe. Der Termin ist dann innerhalb der nächsten vier Wochen. Wenn die Terminservicestellen es nicht schaffen, dir einen Termin zu innerhalb der vier Wochen vermitteln, müssen sie dir einen ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus verschaffen. Das ist in schweren Fällen nicht die schlechteste Lösung.
</p>

<p>
	Wichtig: Bevor du bei der Servicestelle anrufst, brauchst du von deinem Hausarzt eine Überweisung mit einem Dringlichkeitsvermerk. Aber das ist ein Kreuz und eine Zahlenkombi mehr auf der Überweisung und sollte für die Arztpraxis kein Problem sein. Wenn du die Überweisung mit dem Vermerk hast, kannst du <a href="https://eterminservice.de/terminservice" rel="external nofollow">auf dieser Seite</a> selbst nach einem Termin suchen.
</p>

<h2>
	Erfahrungen mit Ärzten
</h2>

<p>
	In unseren <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/" rel="">Gruppen</a> haben Betroffene schon öfter andere Betroffene nach ihren Erfahrungen mit Ärzten in ihrer Gegend gefragt. Du kannst dort <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/" rel="">suchen</a> oder einfach selbst fragen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1147</guid><pubDate>Mon, 26 Jul 2021 12:04:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenforum &#x2013; der Ort f&#xFC;r alles, was sonst ungefragt bleibt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/expertenforum-%E2%80%93-der-ort-fuer-alles-was-sonst-ungefragt-bleibt-r1114/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/noch-fragen.jpeg.8ca0407a37688462b4ef40de4c15e0d6.jpeg" /></p>
<p>
	Manche Frage mag man seinem Hautarzt nicht stellen. Oder: Man hat den richtigen Hautarzt noch nicht gefunden und laboriert selbst herum. Das gleiche gilt für die Psoriasis arthritis: Beim Rheumatologen ist selten genug Zeit für alle Fragen oder der nächste Termin in gefühlten Jahren. Und dann noch die vielen Fragen: Was kann die Naturheilkunde? Was sollte ich zur Hautpflege wissen?
</p>

<p>
	Deshalb ist ab und an unser Expertenforum für jede Frage geöffnet.
</p>

<p>
	Rund um die Psoriasis beantworteten schon mehrere Experten alle Fragen von Betroffenen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/155-expertenforum-schuppenflechte/" rel="">im Expertenforum Schuppenflechte</a>.
</p>

<p>
	Manchmal gab es auch Gelegenheit, zu spezielleren Themen zu fragen:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Nagelpsoriasis</span></strong><span ipsnoautolink="true">:</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/181-nagelpsoriasis/" rel="">Expertenforum mit Dr. Katharina Meier, Oberärztin in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Berlin</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte in der Schwangerschaft und Stillzeit: </span></strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/168-schuppenflechte-in-der-schwangerschaft-und-stillzeit/" rel="">Expertenforum mit Dr. Petra Staubach von der Universitäts-Hautklinik in Mainz</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">In der Apotheke</span></strong><span style="display: none;"> </span><span><span>:</span></span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/165-fragen-in-der-apotheke/" rel="">Expertenforum mit Apothekerin Katrine Martens</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Kopf-Schuppenflechte</span></strong><span ipsnoautolink="true">: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/155-fragen-zur-schuppenflechte-auf-dem-kopf/" rel="">Expertenforum mit Ioanna Charitidou</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span></strong> – <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/153-fragen-rund-um-die-psoriasis-arthritis/" rel="">Expertenforum mit Dr. Markus Rihl aus Traunstein</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Biologika bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</span></strong><span ipsnoautolink="true">:</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/147-biologika-bei-schuppenflechte-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Expertenforum mit Dr. Lena Vogelgsang von der Hautklinik der Universität Heidelberg</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte, Psoriasis arthritis, Therapie, Klinik</span></strong><span ipsnoautolink="true">:</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/130-expertenforum-schuppenflechte-psoriasis-arthritis-therapie-klinik/" rel="">Expertenforum mit Dr. Clarissa Allmacher</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Naturheilkunde für Haut und Gelenke</span></strong><span style="display: none;"> </span>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/134-mit-naturheilkunde-die-schuppenflechte-behandeln/" rel="">Expertenforum mit Dr. Stefan Fey von der Klinik Blankenstein</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Lichttherapie</span></strong><span ipsnoautolink="true">:</span><span style="display: none;">  </span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/142-fragen-rund-um-die-lichttherapie/" rel="">Expertenforum von Professor Hans Meffert und Guido Hehr</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Juckreiz und Kratzen</span></strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/132-expertenforum-juckreiz/" rel="">Expertenforum mit Expertinnen des Kompetenzzentrums Chronischer Juckreiz</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Hautarzt und Naturheilverfahren</span></strong><span style="display: none;"> </span>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/95-fragen-rund-um-die-schuppenflechte/" rel="">Expertenforum mit Dr. Heinz Michael Klein</a>
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Sozialrecht</span></strong><span ipsnoautolink="true">:</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/94-fragen-rund-um-sozialrecht/" rel="">Expertenforum mit Bernd Somberg, (damals) Fachklinik Bad Bentheim</a>
	</li>
</ul>

<h2>
	Wie funktioniert ein Expertenforum?
</h2>

<h3>
	Variante 1 – mit Registrierung (empfohlen)
</h3>

<p>
	Du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/register/" rel="">registrierst dich in unserer Community</a> (oder bis es schon). Nach dem Bestätigen deiner Anmeldung bzw. dem Einloggen stellst du deine Frage. Die Expertin oder der Experte antwortet auf deine Frage. Darüber wirst du – je nach der Einstellung in deinem Account – per Mail oder auf anderen Wegen benachrichtigt.
</p>

<h3>
	Variante 2 – ohne Registrierung
</h3>

<p>
	Du stellst deine Frage in unserer Community, ohne dort registriert zu sein. Ein Moderator schaltet deine Frage frei. Die Expertin oder der Experte antwortet auf deine Frage. Aber: Bis deine Frage freigeschaltet wird, kann das etwas dauern – je nachdem, wann unsere Moderatoren dazu Zeit haben. Und: Du kannst dann nicht über die Antwort des Experten benachrichtigt werden, sondern musst immer wieder in unserem Forum danach schauen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em>Die Expertenforen werden ermöglicht durch eine Projektförderung der Barmer GEK.</em>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<img alt="barmer-logo.png" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19699" data-unique="ma9q8r8fb" style="height: auto;" width="236" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/barmer-logo.png.3cfb7b4233a5baecd71afba05c113fb6.png" loading="lazy" height="37.76">
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1114</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 12:14:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die wichtigsten Impfungen bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/bei-schwerer-oder-moderater-schuppenflechte-unbedingt-impfen-lassen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_07/cropped-Impfen.jpg.61c570065f8bb0e32ab99139536b461e.jpg" /></p>
<h2>
	Aktuelles zu Corona
</h2>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/corona-impfung-psoriasis" rel="">An anderer Stelle</a> haben wir ausführlich über die Impfung gegen Covid-19 berichtet. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass Menschen mit Psoriasis <em>auf jeden Fall</em> gegen Pneumokokken und Grippe geimpft sein sollten! Beide Infekte greifen unter anderem die Lunge an und können schwer verlaufen. Covid-19 ist ein ausgesprochener Atemwegs-Infekt. Wenn das Immunsystem sich gegen zwei solcher Infekte wehren muss, wird es lebensgefährlich. Die Grippeimpfung könnte dagegen das Risiko verringern, sich mit einem Corona-Virus anzustecken. Das haben zwei großangelegte Untersuchungen in den <a href="https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.14.20212498v1" rel="external nofollow">Niederlanden</a> und in <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7300995/" rel="external">Italien</a> festgestellt.
</p>

<p>
	Experten gehen davon aus, dass Menschen <a href="https://www.rheumaliga.ch/blog/2020/infektionen-immunsuppression-impfungen" rel="external nofollow">allein wegen ihrer Autoimmunerkrankung anfälliger</a> für <em>jede</em> Art von Infektionen sind. <a href="https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/versorgungsforschung-in-der-dermatologie-und-bei-pflegeberufen/aktuelles/patienteninfo-corona.html" rel="external nofollow">Führende Dermatologen</a> sehen ein höheres Infektions-Risiko vor allem dann, wenn Betroffene zusätzlich starkes Übergewicht (Adipositas), Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben und/oder Raucher sind. Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen, können ebenfalls die Anfälligkeit erhöhen, sich anzustecken. Das aber ist bei jedem dieser Arzneimittel unterschiedlich.
</p>

<p>
	Alle Impfstoffe gegen Corona sind für Menschen mit geschwächtem Immunsystem geeignet.
</p>

<h2>
	Impfen, kein Kinderspiel
</h2>

<p>
	Als Erwachsener denkt man, man müsse sich nur noch gegen Grippe oder Krankheiten in fernen Ländern impfen lassen. Alle anderen Impfungen sind schon in der Kindheit gemacht worden – wenn die Eltern nicht eingefleischte Impfgegner waren. Das stimmt so leider nicht. Wer durch Medikamente oder wegen seines Alters immungeschwächt ist, riskiert gefährliche Infektionskrankheiten. Neben den Standardimpfungen zahlen die Krankenkassen inzwischen an Immungeschwächte auch Impfungen, die andere so nicht bekommen. Sogar schon dann, wenn nur abzusehen ist, dass das Immunsystem <em>in nächster Zeit</em> schwächer sein wird, z.B. durch eine geplante Therapie mit einem Biologikum.
</p>

<h2>
	Impfen kann schwere Infektionen verhindern
</h2>

<p>
	Dr. Christian Schönfeld vom <em>Berliner Tropeninstitut</em> hält regelmäßig Vorträge vor Hautärzten. Im Juli 2019 war er in unserer Berliner Selbsthilfegruppe. Seine Botschaft ist eindeutig: Innerliche Psoriasis-Medikamente wie Biologika schwächen das Immunsystem. Dazu zählt auch hochdosiertes Kortison, z.B. bei Psoriasis Arthritis (oder Neurodermitis). Um schweren Infektionskrankheiten vorzubeugen, sollten sich die Betroffenen unbedingt impfen lassen. Das betrifft diejenigen, die <em>aktuell</em> oder <em>zukünftig </em>mit immunhemmenden Wirkstoffen behandelt werden müssen.
</p>

<p>
	<strong>Nur Vorteile für Patienten und Ärzte</strong>
</p>

<p>
	Patienten haben einen rechtlichen Anspruch auf diese Leistungen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. Der Arzt wird fürs Impfen extra bezahlt; der Impfstoff wird nicht in sein Budget eingerechnet. Leider wissen nicht alle Dermatologen, wie wichtig bestimmte Impfungen bei ihren Psoriasis-Patienten sind. Deshalb, so Schönfeld, sollten Betroffene ihre Hautärztin oder ihren Hautarzt gezielt darauf ansprechen. Er rät dringend, sich mit dem Thema "Impfen" zu beschäftigen. Nur selten wird eine Psoriasis durchs Impfen ausgelöst. Verschlimmerungen einer bestehenden Schuppenflechte sind nicht bekannt.
</p>

<p>
	<strong>Welche Impfungen fehlen, zeigen Antikörper</strong>
</p>

<p>
	Psoriatiker, die schwer oder mittelschwer betroffen sind, sollten möglichst frühzeitig klären, wogegen sie bisher geimpft worden sind (Impfstatus). Ideal wäre, wenn das direkt aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Impfausweis" rel="external">Impfpass</a> abgelesen werden könnte. Der ist aber nicht immer <em>lückenlos. </em>Alternativ kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden, ob und wogegen jemand geimpft worden ist. Das erkennt man daran, welche <em><a href="https://www.netdoktor.at/laborwerte/antikoerper-8459" rel="external nofollow">Antikörper</a></em> gegen Infektionskrankheiten im Blut sind. Diese Antikörper bildet das Immunsystem, um Krankheitserreger gezielt zu bekämpfen. Sie können aber nur dann gebildet werden, wenn das Immunsystem die Erreger (Viren oder Bakterien) kennt. Impfen mit dem Krankheitserreger ist <em>eine</em> Möglichkeit, das Immunsystem zu trainieren. Das hält leider nicht bei allen Krankheiten ein Leben lang an. In diesen Fällen muss dem Immun-Gedächtnis durch eine Auffrischungs-Impfung nachgeholfen werden. Eine andere Möglichkeit, Antikörper zu bilden ist es, die Infektionskrankheit selbst zu durchleben. Danach ist man lebenslang immun dagegen – aber nur, wenn die Infektion durch einen <em>Virus </em>hervorgerufen wird, nicht aber bei <em>bakteriell</em> verursachten Krankheiten.
</p>

<h2>
	Impfen vor Therapiebeginn
</h2>

<p>
	Wer mit einem immunhemmenden Medikament behandelt wird, darf keinen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lebendimpfstoff" rel="external">Lebend-Impfstoff</a> bekommen. Der ist zu stark, als dass das geschwächte Immunsystem dagegen Antikörper bilden könnte. Lebend-Impfstoffe werden  verabreicht gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Masern" rel="external">Masern</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mumps" rel="external">Mumps</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6teln" rel="external">Röteln</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Windpocken" rel="external">Windpocken</a> und bei Fernreisen gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbfieber" rel="external">Gelbfieber</a>. Sie müssen spätestens vier bis sechs Wochen <em>vor</em> der Medikamenten-Therapie gegeben werden. Alle anderen Impfungen werden mit <a href="https://www.impfen-info.de/wissenswertes/impfstoffe/" rel="external nofollow">Tot-Impfstoffen</a> durchgeführt. Die können zwar <em>gleichzeitig</em> mit dem Psoriasis-Medikament gegeben werden. Sie wirken aber am besten, wenn sie ebenfalls <em>vorher</em> verabreicht werden, so Dr. Schönfeld. Die <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/37_16.pdf?__blob=publicationFile" rel="external nofollow">Ständige Impfkommison (STIKO) empfiehlt</a> möglichst in einer Phase zu impfen, in der z.B. die Schuppenflechte weniger aktiv ist (Remission).
</p>

<p>
	<strong>Medikament absetzen bei Lebend-Impfstoffen</strong>
</p>

<p>
	Wer bisher nicht gegen Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken geimpft wurde bzw. diese Krankheiten nicht durchlebt hat, sollte sich dagegen impfen lassen – unabhängig vom Alter. Für alle Lebend-Impfstoffe gilt: Wenn sie nicht <em>vor</em> Beginn der Therapie gespritzt werden, muss der immunschwächende Wirkstoff abgesetzt werden. Erst wenn er vollständig aus dem Körper abgebaut ist, darf geimpft werden. Wie lange das dauert, sollte mit der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt abgesprochen werden. Grundsätzlich gilt eine Sicherheitsfrist von drei Monaten. Aber Präparate, die man täglich oder wöchentlich einnimmt, werden schneller abgebaut, als solche, die alle 4 bzw. 8 Wochen oder einmal im Quartal gespritzt werden.
</p>

<h2>
	Wogegen geimpft werden sollte
</h2>

<p>
	<strong>Risiko Gürtelrose bei Immunschwäche</strong>
</p>

<p>
	Wer schon einmal an Windpocken erkrankt ist, muss sich bei Immunschwäche unbedingt gegen Gürtelrose (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_Zoster" rel="external">Herpes Zoster)</a> impfen lassen. Wenn das Immunsystem gehemmt wird, können die in den Nervenzellen schlummernde Windpocken-Viren wieder aktiv werden. Das geschieht 15 x häufiger, als bei Gesunden, so Dr. Jutta Weinerth (<em>Ernst-Bergmann-Klinikum</em>, Potsdam). Die Schmerzen, die eine Gürtelrose machen kann, sind extrem stark und schwer zu behandeln. Sie sind der häufigste Grund für Selbsttötung (Suizid) von über 70-Jährigen, so Dr. Schönfeld. Diese Impfung wird seit Mai 2019 von den Kassen übernommen. Sie hilft aber nicht gegen den klassischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_simplex" rel="external">Herpes</a>, z.B. an der Lippe.
</p>

<p>
	<strong>Gelbfieber-Impfung bei Fernreisen</strong>
</p>

<p>
	Gegen <strong>Gelbfieber</strong> lässt man sich impfen, wenn man in tropische und subtropischen Gebiete von Südamerika oder Afrika reist. Da das ein Lebend-Impfstoff ist, muss mit dem Impfen gewartet werden, bis der Psoriasis-Wirkstoff abgebaut ist. Es dauert 10 Tage, bis Antikörper gegen Gelbfieber gebildet werden. Danach kann mit dem Psoriasis-Medikament weiterbehandelt werden.
</p>

<p>
	<strong>Hepathitis B-Impfung: Kasse zahlt bei Immunschwäche</strong>
</p>

<p>
	Man sollte immer gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_B" rel="external"><strong>Hepatitis B</strong></a> geimpft sein. Der Virus verursacht schwere, manchmal chronische Leberentzündungen bis hin zum Leberkrebs. Bevor ein immunhemmendes Medikament gegeben wird, sollte getestet werden, ob im Blut Antikörper (Anti-HBs) vorhanden sind. Sonst muss geimpft werden. Ziel ist es, <em>dauerhaft</em> mindestens 100 Einheiten Anti HBs im Blut zu haben. Dieser Wert sollte jährlich kontrolliert werden. Der Schutz durch die Impfung hält nicht lebenslang, weil ein Teil unter der Immunhemmung verloren geht. Die Kassen übernehmen die Kosten bei über 18-Jährigen u.a. wenn eine Immunschwäche vorliegt oder abzusehen ist.
</p>

<p>
	<strong>Pneumokokken-Impfung: Besserer Schutz bei Immunschwäche</strong>
</p>

<p>
	<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pneumokokken" rel="external"><strong>Pneumokokken</strong></a> sind Bakterien, die zahlreiche Entzündungen hervorrufen können, vor allem an Lunge, Mittelohr und Hirnhaut. Gefährdet sind vor allem Kinder sowie Menschen ab 50 Jahre. Die Kassen zahlen die Impfung u.a. bis zum 23. Lebens<em>monat</em>, ab dem 60. Lebensjahr und für Immungeschwächte bzw. chronisch Kranke jeden Alters. Sehr viele Menschen sind nicht dagegen geimpft. Am wirksamsten ist es, wenn man erst mit Prevenar 13 und dann mit Pneumovax 23 impft. Diese Kombination bekommen aber in der Regel nur chronisch Kranke unter 16 Jahren und Immungeschwächte. Senioren ohne Immunschwäche werden nur mit Pneumovax 23 geimpft. Das aber bringt das Immunsystem nicht dazu, Gedächtniszellen zu entwickeln. Deshalb muss der Impfschutz bei dieser Gruppe alle 6 Jahre erneuert werden.
</p>

<p>
	<strong>Meningokokken-Impfung: Kasse zahlt bei Immunschwäche</strong>
</p>

<p>
	<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meningokokken" rel="external"><strong>Meningokokken</strong></a> sind Bakterien, die Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) mit entsprechenden Folgeschäden auslösen können. Es gibt 13 verschiedene Arten. In Deutschland findet man am häufigsten Meningokokken B. Dagegen gibt es für Kinder Bexsero und für alle ab 10 Jahren Trumenba. Geimpft wird außerdem gegen Meningokokken ACWY. Zurzeit (2019) ist dagegen nur der Impfstoff Nimenrix lieferbar. Beide Impfungen sind grundsätzlich für Immungeschwächte sinnvoll. Sie werden in der Regel nur für Immungeschwächte von den Kassen bezahlt.
</p>

<p>
	<strong>Grippe-Impfstoff: Am besten aus Zellkulturen</strong>
</p>

<p>
	Dr. Schönfeld empfiehlt allen chronisch Hautkranken, sich gegen <strong>Grippe</strong> (Influenza) impfen zu lassen. Da die <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/02/06/schuetzt-flucelvax-tetra-besser-vor-grippe" rel="external nofollow">Grippeviren sich ständig verändern</a>, wird jedes Jahr eine neue Kombination von Schutzstoffen entwickelt. In Deutschland ist es die <em>Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts</em>, die zur jeweiligen Grippesaison empfiehlt, <a href="https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html" rel="external nofollow">welche Impfstoffe verwendet werden sollen</a>. Trotz Impfung gibt es aber keinen 100-prozentigen Schutz. So fehlte z.B. in der Saison 2017/2018 im Grippe-Impfstoff der hauptsächlich vorkommende Influenza-B-Virustyp. Die Krankenkassen zahlten darüberhinaus keine Präparate mit Wirkverstärker (Adjuvanten). Die aber verstärken den Schutz vor allem bei Älteren und Immungeschwächten. <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/02/06/schuetzt-flucelvax-tetra-besser-vor-grippe/chapter:2" rel="external nofollow">Besser wirken Impfstoffe, die auf Zellkulturen entwickelt wurden</a>, anstatt auf ausgebrüteten Hühnereiern. Erst seit Ende 2018 ist das Präparat Flucelvax Tetra zugelassen. Bis dahin durften Hühnereiweiß freie Impfstoffe <a href="https://www.arznei-telegramm.de/html/htmlcontainer.php3?produktid=081_01&amp;artikel=1709081_01k" rel="external nofollow">nur bei schwerer Allergie importiert </a>werden.
</p>

<h2>
	Wirkstoff-Verstärker in unbedenklichen Mengen
</h2>

<p>
	Impfkritiker behaupten, Wirkstoffverstärker wie Aluminium seien gesundheitsgefährdend. Das stimmt so nicht: Der Mensch nimmt täglich über die Nahrung Aluminum auf. <a href="https://www.pei.de/DE/service/faq/faq-impfen-impfstoffe-inhalt.html" rel="external nofollow">Die Menge, die durchs Impfen dazu kommt, ist äußerst gering</a> und kaum nachweisbar. Dem steht gegenüber, dass Impfen vor gefährlichen Infekten schützt. So gesehen ist das extrem geringe Mehr an Aluminium akzeptabel. Ähnliches gilt für Quecksilber: <a href="https://www.basg.gv.at/konsumentinnen/wissenswertes-ueber-arzneimittel/arzneimittel/impfstoffe/faq-impfstoffe#c7530" rel="external nofollow">In nur noch ganz wenigen Impf-Seren ist Ethyl-Quecksilber enthalten</a>. Es bleibt außerdem nur nur sehr kurz im Körper – im Gegensatz zu <em>Methyl</em>-Quecksilber, dem eigentlichen Giftstoff. Den nehmen wir täglich über die Nahrung auf.
</p>

<h2>
	Immunisierung erfolgreich?
</h2>

<p>
	<a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Nebenwirkungen/nebenwirkungen_node.html" rel="external nofollow">Das Immunsystem soll auf die Impfung reagieren</a>. Wenn es einen Fremdstoff erkennt, wird es versuchen, ihn zu bekämpfen und für die Zukunft Antikörper bilden. Vorübergehend kann die Impfstelle geschwollen sein, sie kann schmerzen oder der Arm lässt sich schwer bewegen. Auch kann man eine Zeit lang Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen bzw. Unwohlsein bekommen. Das sind alles Symptome dafür, dass das Immunsystem Antikörper bildet (Impfantwort). <a href="https://www.geo.de/wissen/14904-rtkl-medizin-maenner-und-frauen-reagieren-unterschiedlich-auf-impfungen" rel="external nofollow">Männer reagieren im Durchschnitt schwächer auf Impfungen wie Frauen</a>. Testosteron bremst die Bildung von Anti-Körpern und Zytokinen.
</p>

<p>
	Bestehen Zweifel, ob die Impfung erfolgreich war, kann man im Blut feststellen, ob die gewollten Antikörper gebildet wurden. Eventuell muss noch einmal geimpft werden, gegebenenfalls mit einem Wirkstoffverstärker.
</p>

<p>
	Bei keiner Impfung gibt es einen 100-prozentigen Schutz. Deshalb sollten Familienangehörige und andere enge Kontaktpersonen mitgeimpft sein.
</p>

<h2>
	Säuglinge impfen
</h2>

<p>
	Säuglinge werden erstmals nach 6 Wochen gegen Rotaviren geimpft. Alle anderen Schutzimpfungen erfolgen das erste Mal nach 2 Monaten. Babys können aber nicht erfolgreich geimpft werden, wenn die Mutter während der Schwangerschaft ein immunschwächendes Medikament, z.B. ein Biologikum genommen hat. Über die Nabelschnur könnte dadurch auch das Immunsystem des Kindes geschwächt werden. Deshalb ist kein Psoriasis-Medikament bei Schwangerschaft zugelassen. Aber: Beim TNF-Alfa-Blocker <span ipsnoautolink="true">Cimzia (Certolizumab)</span> ist bewiesen, dass der Wirkstoff nicht durch die Nabelschnur geht. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019" rel="">Diese Babys können bedenkenlos geimpft werden</a>.
</p>

<h2>
	<strong>Impfgegner verbreiten falsche Behauptungen</strong>
</h2>

<p>
	Impfkritiker und -verweigerer verhalten sich wie religiöse Fanatiker. Sie schrecken nicht davor zurück, wider besseren Wissens „Beweise“ vorzulegen, die längst widerlegt sind. Die Fakten kann man in seriösen Veröffentlichungen nachlesen.
</p>

<h2>
	Zusammenfassung
</h2>

<p>
	<strong>Impfempfehlungen für alle, die aktuell oder zukünftig mit immunhemmenden Medikamenten behandelt werden:</strong>
</p>

<ul>
	<li>
		Pneumokokken (kombiniert Prevenar13 + Pneumova23)
	</li>
	<li>
		Meningokokken B + ACWY (Grundimmunisierung)
	</li>
	<li>
		Hepatitis B (Grundimmunisierung + jährliche Antikörper-Kontrolle) 
	</li>
	<li>
		Gürtelrose (Grundimmunisierung 2 Dosen)
	</li>
	<li>
		Grippe (Vierfachimpfung)
	</li>
	<li>
		Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und ggf. Gelbfieber mit Leben-Impfstoffe <strong><em>vor</em></strong> Therapiebeginn impfen. Ansonsten: Abwarten, bis der immunhemmende Wirkstoff vollständig im Körper abgebaut ist.
	</li>
	<li>
		Familienangehörige und enge Kontaktpersonen mitimpfen.
	</li>
	<li>
		Säuglinge können nur dann bedenkenlos geimpft werden, wenn die Mutter ein immunschwächendes Mittel rechtzeitig abgesetzt hat. Ausnahme: Certolizumab (Cimzia) geht nicht ins Blut des Fötus. 
	</li>
</ul>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/materialien_fremdsprachig_node.html;jsessionid=F39542CC9D2C3516A570CF39C0309158.2_cid363" rel="external nofollow">Aktuelle Impf-Informationen</a>, Robert-Koch-Institut (RKI)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.test.de/Grippeschutzimpfung-Fuer-wen-der-Gang-zum-Arzt-sinnvoll-ist-4624021-0/" rel="external">Grippe: Für wen eine Impfung sinn­voll ist</a>, Stiftung Warentest
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.html" rel="external nofollow">Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)</a>, jährlich neu aktualisiert
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2005/Sonderausgaben/Sonderdruck_STlKO-Hinweise_Nov-2005.pdf?__blob=publicationFile" rel="external nofollow">Hinweise zu Impfungen für Patienten mit Immundefizienz</a> (STIKO, November 2005)
	</li>
	<li>
		<a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00103-019-02905-1.pdf" rel="external nofollow">Spezielle Empfehlungen</a> für Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen und für Patienten, die immun-unterdrückende Medikamente bekommen. Dazu gehören Betroffene mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis, Bundesgesundheitsblatt, März 2019
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.impfakademie.de/services/impfplaene" rel="external nofollow">Impfpläne</a> für Patienten, die ein Immunsuppressivum bekommen (September 2020)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105371/Anwendungshinweise-Worauf-beim-Impfen-von-Rheumapatienten-zu-achten-ist" rel="external">Worauf beim Impfen von Rheumapatienten zu achten ist</a> (Deutsches Ärzteblatt, August 2019)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.test.de/Impfen-Impfungen-Risiko-oder-Rettung-Der-Fakten-Check-5300746-0/" rel="external">Schluss mit den Impfmythen</a> (Stiftung Warentest, März 2018)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.mimikama.at/aktuelles/impf-mythen-im-faktencheck/" rel="external nofollow">Impfmythen im Faktencheck</a> (mimikama, April 2019) 
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/angst-vor-der-schweinegrippe-die-maer-vom-risiko-der-impfverstaerker-a-661492.html" rel="external nofollow">Die Mär vom Risiko der Impfverstärker</a>, SPIEGEL-Online, November 2009)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2020/12/29/risiko-fuer-guertelrose-unter-basistherapeutika-wie-tnf-hemmern-ustekinumab-und-methotrexat-nicht-erhoeht-2/" rel="external nofollow">Risiko für Gürtelrose unter Basistherapeutika wie TNF-Hemmern, Ustekinumab und Methotrexat nicht erhöht</a>, (April 2018, Deutsches Gesundheitsportal)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2020/12/24/wer-sollte-eine-schutzimpfung-gegen-guertelrose-erhalten/" rel="external nofollow">Wer sollte eine Schutzimpfung gegen Gürtelrose erhalten?</a> (März 2019. Deutsches Gesundheitsportal)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.projekt-der-aerzteschaft-stuttgarter-deklaration-fuer-besseren-impfschutz.2d1159d6-9d02-46ba-a704-73ad314df1d4.html" rel="external nofollow">Stuttgarter Deklaration für besseren Impfschutz</a>, Juli 2019
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Danke an Dr. Schönfeld fürs geduldige Korrekturlesen!</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1038</guid><pubDate>Sat, 06 Jul 2019 11:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>WHO ver&#xF6;ffentlicht Fakten zur Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/who-factsheet/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2016_03/who-fahne.jpg.07d235b946a49fc085006cec9a518b25.jpg" /></p>

<p>
	Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf ihrer Internetseite eine <a href="https://www.who.int/ncds/management/psoriasis/en/" rel="external nofollow">Seite zum Thema Psoriasis</a> veröffentlicht. Dazu gehört auch ein <a href="https://www.who.int/ncds/management/Psoriasis_info_sheet_3.pdf" rel="external nofollow">"Faktenblatt" zur Schuppenflechte</a>. Wir bieten hier eine deutsche Übersetzung dieses Faktenblattes, denn die WHO selbst übersetzt ihre Informationen meist "nur" ins Arabische, Chinesische, Französische, Russische und Spanische.
</p>

<p>
	Mit unserer Übersetzung sind wir bewusst nah am Originaltext geblieben, um so wenig eigene Interpretation wie möglich reinzubringen.  Manche Textstellen klingen deshalb sicher etwas hölzern. Kursives in Klammern ist dann doch von uns, fett "gedruckter" Text aber wie im Original. Voilà:
</p>

<h3>
	Was ist Psoriasis?
</h3>

<p>
	Psoriasis, eingestuft als nicht übertragbare Erkrankung, ist eine chronische, schmerzhafte, entstellende und mit Behinderungen einhergehende Erkrankung, für die es keine Heilung gibt. Sie beeinflusst die Lebensqualität des Patienten negativ. Sie kann in jedem Alter auftreten und ist am meisten in der Altersgruppe der 50- bis 69-jährigen verbreitet (1). Die aus Ländern gemeldete Häufigkeit zwischen 0,09 Prozent (2) und 11,4 Prozent (3) macht die Psoriasis zu einer ernst zu nehmenden Erkrankung. Psoriasis betrifft die Haut und Nägel und wird mit einer Reihe von Begleiterkrankungen in Verbindung gebracht. Die Hauterscheinungen sind begrenzt oder "generalisiert" (am ganzen Körper), meist symmetrisch, scharf begrenzt, mit roten Papeln (Knötchen oder Pusteln) und Plaques (<em>erhabene Stellen</em>) und für gewöhnlich mit weißen oder silbernen Schuppen bedeckt. Die Hauterscheinungen verursachen Juckreiz, Brennen und Schmerzen. Zwischen 1,3 Prozent (4) und 34,7 Prozent (5) der Betroffenen mit Psoriasis entwickeln eine chronische, entzündliche Arthritis (Psoriasis arthritis), die zu deformierten Gelenken und Behinderungen führt. Menschen mit Psoriasis können ein erhöhtes Risiko für andere ernste Krankheiten wie Herz-Kreislauf- oder andere nicht übertragbare Krankheiten haben (6-8).
</p>

<h3>
	Was ist über die Ursache der Psoriasis bekannt?
</h3>

<p>
	Die Ursache der Psoriasis ist unklar, jedoch gibt es Hinweise auf eine genetische Veranlagung.  Die Rolle des Immunsystems als Ursache ist ein wichtiger Gegenstand der Forschung. Obwohl es Hinweise gibt, dass die Psoriasis eine Autoimmunerkrankung ist, wurde bislang kein Autoantigen gefunden, dass dafür verantwortlich sein könnte. Psoriasis kann auch durch externe und interne Trigger ("Anlässe") inklusive leichte Verletzungen, Sonnenbrand, Infektionen, innerliche Medikamente und Stress ausgelöst werden. (7)
</p>

<h3>
	Auswirkungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität
</h3>

<p>
	Psoriasis verursacht eine große körperliche, psychische und soziale Belastung. Die Lebensqualität ist oft deutlich eingeschränkt. Die von Betroffenen am häufigsten genannten Symptome der Schuppenflechte sind (10)
</p>

<ul>
	<li>
		Schuppung der Haut: 92 Prozent
	</li>
	<li>
		Juckreiz: 72 Prozent
	</li>
	<li>
		Rötung: 69 Prozent
	</li>
	<li>
		Müdigkeit: 27 Prozent
	</li>
	<li>
		Schwellung: 23 Prozent
	</li>
	<li>
		Brennen: 20 Prozent
	</li>
	<li>
		Blutungen: 2o Prozent
	</li>
</ul>

<p>
	Es gibt auch einen erheblichen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden wie ein höheres Maß an Depressionen (11,12). Psoriasis kann Beziehungen zu Hause, in der Schule oder auf der Arbeit sowie die Sexualität beeinflussen. Die Patienten werden häufig stigmatisiert und vom normalen sozialen Umfeld ausgeschlossen, darunter in Schulen, an Arbeitsplätzen und in Schwimmbädern. Als Ergebnis vermeiden sie oft soziale Aktivitäten und fühlen sich häufig einsam, isoliert, unattraktiv und frustriert. Bei Psoriasis-Patienten können die Behinderung, verpasste Chancen im Berufsleben und hohe Behandlungskosten zu einer erheblichen sozioökonomischen (<em>finanziellen</em>) Belastung werden. Die Kosten der Psoriasis sind deutlich (oder wichtig) für beide – sowohl für die Patienten als auch für das Gesundheitssystem.
</p>

<h3>
	Diagnose und Behandlung der Psoriasis
</h3>

<p>
	Die Diagnose der Psoriasis basiert für gewöhnlich auf der Anwesenheit der typischen Hautveränderungen. Es gibt keine speziellen Bluttests oder diagnostischen Verfahren. Eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-der-psoriasis" rel="">Hautbiopsie</a> oder ein Abschaben (<em>von ein wenig Haut</em>) können nötig sein, um andere Erkrankungen auszuschließen.
</p>

<p>
	Die Behandlung der Psoriasis besteht im Kontrollieren der Symptome. Äußerliche und innerliche Therapien sowie eine Lichttherapie stehen zur Verfügung. In der Praxis wird oft eine Kombination dieser Methoden angewendet.
</p>

<p>
	Die Behandlung umfasst auch eine Schmerzreduktion und ein Reduzieren der Behinderungen der Arthritis und anderer Erscheinungsformen. Eine Behandlung ist für gewöhnlich lebenslang nötig und zielt auf eine Remission (<em>Linderung</em>). Das Management der Psoriasis beinhaltet auch die regelmäßige Kontrolle auf Begleiterkrankungen wie dem Metabolischen Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Depression, Angst und Selbstmordgedanken.
</p>

<p>
	Patienten mit Psoriasis haben – wie Patienten mit anderen nicht übertragbaren Erkrankungen – oft mehrere Erkrankungen und komplexe Bedarfe. Das Langzeit-Management der Psoriasis erfordert eine Anpassung der Therapie an den Einzelnen. Die Management-Algorithmen (<em>Behandlungspläne, z.B. <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-001" rel="external nofollow">Leitlinien</a></em>) können dem jeweiligen Gesundheitssystem angepasst werden. Eine psychosoziale Unterstützung und Aufklärung des Patienten können hilfreich sein. Wichtig sind eine gesunde Ernährung und angemessene körperliche Aktivität sowie ein Management anderer Risikofaktoren wie Übergewicht. Eine Gewichtsreduktion kann die Wirksamkeit einer Psoriasis-Therapie bei Menschen, die übergewichtig sind, verbessern. Eine Stärkung des Patienten ("Patient empowerment") ist zentraler Bestandteil eines erfolgreichen Programmes (13), wie beim Management anderer chronischer Hauterkrankungen gezeigt wurde (14).
</p>

<h3>
	Welche Maßnahmen sind erforderlich?
</h3>

<p>
	Die wichtigsten Maßnahmen, um das Leben von Menschen mit Psoriasis zu verbessern, sind:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>eine Versorgung von Patienten mit Psoriasis in der allgemeinen Krankenversicherung</strong>. Eine frühzeitige Diagnose und eine passende Therapie sind die beste Möglichkeit, um den Patienten vor unnötigem Leid und einer bleibenden Behinderung zu bewahren. Eine optimale Therapie reduziert auch die Kosten der Krankheit für die Gesellschaft.
	</li>
	<li>
		<strong>eine Verbesserung des Zugangs zu wichtigen Medikamenten für Psoriasis</strong>. Als Minimum sollten öffentliche und private Einrichtungen die Medikamente auf der <a href="https://www.who.int/groups/expert-committee-on-selection-and-use-of-essential-medicines/essential-medicines-lists" rel="external nofollow">WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente</a> inklusive innerliche Therapien zur Verfügung stellen. Allgemeine Krankenversicherungen sollten die Kosten für diese Behandlungen übernehmen.
	</li>
	<li>
		<strong>eine koordinierte, patientenzentrierte Versorgung</strong>. Angebote, die die Sicht mehrerer Professionen rund um die Bedürfnisse und Vorlieben des Einzelnen bündeln, sind wichtig – nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Psoriasis, sondern auch für diejenigen, die von anderen chronischen komplexen Erkrankungen betroffen sind
	</li>
	<li>
		<strong>ein Training / eine Ausbildung in Gesundheitsberufen, insbesondere in der Primärversorgung</strong>. Eine Aufklärung über die häufigsten chronischen Hauterkrankungen sollte in grundlegenden medizinischen und pflegerischen Ausbildungen und in der Fortbildung von Ärzten erfolgen, um die Zahl frühzeitiger Diagnosen zu erhöhen und Behinderungen zu verhindern.
	</li>
	<li>
		<strong>die Entwicklung von einheitlichen Richtlinien</strong> zur Diagnose der Psoriasis und ihrer Behandlung einschließlich dem Sammeln von epidemiologischen Daten mit einer einheitlichen Methodik.
	</li>
	<li>
		<strong>ein Reduzieren der Stigmatisierung und der Diskriminierung</strong>. Aktive Schritte umfassen Kampagnen, die das Bewusstsein für Psoriasis in der Bevölkerung erhöhen und Anstrengungen, um die erhöhte Diskriminierung von Psoriasis-Patienten zu beenden – unter anderem mit Anti-Diskriminierungs-Gesetzen und der Durchsetzung bestehender Rechtsvorschriften.
	</li>
	<li>
		<strong>ein Bestärken der Patienten</strong> ("Empowering patients"). Patientenorganisationen haben eine Schlüsselrolle beim Bestärken von Psoriasis-Patienten, indem sie Netzwerke schaffen, um sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und gegen die Diskriminierung von Menschen mit Psoriasis zu kämpfen. Gesundheitserziehung, Beratung und andere Programme können Menschen helfen, ihre Erkrankungen zu managen.
	</li>
	<li>
		<strong>Schwerpunkte in der Forschung</strong>. Es gibt viel Forschungsbedarf bei der Psoriasis – einschließlich zur Epidemiologie (<em>Verbreitung</em>), zu Ursachen, Verbindungen zu anderen Krankheiten, zur Behandlung und zur Möglichkeit, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Forschung an neuen Therapien sollte sich auf Möglichkeiten konzentrieren, die weltweit und in großem Maßstab einsetzbar sind. Es besteht ein Bedarf an Forschung, die die Wirksamkeit (<em>von Therapien</em>) vergleicht, um den Nutzen und die Wirksamkeit von Behandlungsmöglichkeiten zu identifizieren.
	</li>
</ul>

<h3>
	Was tut die WHO?
</h3>

<p>
	Die 67. Weltgesundheitsversammlung verabschiedete eine Resolution zur Notwendigkeit, das Bewusstsein für Psoriasis zu erhöhen und gegen die Stigmatisierung zu kämpfen.
</p>

<p>
	Die WHO hat einen "Globalen Bericht" zur Psoriasis und weitere Informationen entwickelt, die helfen sollen, das Bewusstsein dafür zu erhöhen, in welchen Bereichen eine Psoriasis das Leben der Menschen beeinflussen kann. Die WHO möchte politischen Entscheidungsträgern praktische Lösungen aufzeigen, um das Gesundheitssystem und die soziale Integration von Menschen mit Psoriasis zu verbessern.
</p>

<h3>
	Links
</h3>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.who.int/ncds/management/psoriasis/en/" rel="external nofollow">WHO Global report on psoriasis</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA67-REC1/A67_2014_REC1-en.pdf#page=25" rel="external nofollow">World Health Assembly resolution (WHA 67.9) on "Psoriasis"</a>
	</li>
</ul>

<h3>
	Quellen
</h3>

<p>
	1. <a href="http://www.healthdata.org/search?search_terms=psoriasis" rel="external nofollow">Institute for Health Metrics and Evaluation</a> (IHME). Global Burden of Disease Study 2010: Results by Cause 1990-2010. Seattle: IHME; 2012.
</p>

<p>
	2. Gibbs S. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8876289/" rel="external">Skin disease and socioeconomic conditions in rural Africa: Tanzania</a>. Int J Dermatol. 1996;35(9):633–9.
</p>

<p>
	3. Danielsen K, Olsen AO, Wilsgaard T, Furberg AS. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/bjd.12230" rel="external nofollow">Is the prevalence of psoriasis increasing? A 30-year follow-up of a population- based cohort</a>. Br J Dermatol. 2013;168:1303–10.
</p>

<p>
	4. Bedi TR. <a href="http://www.ijdvl.com/article.asp?issn=0378-6323;year=1995;volume=61;issue=4;spage=202;epage=205;aulast=Bedi" rel="external nofollow">Clinical profile of psoriasis in North India</a>. Indian J Dermatol Venereol Leprol. 1995;61(4):202–5.
</p>

<p>
	5. Pariser D, Schenkel B, Carter C, Farahi K, Brown TM, Ellis CN, and Psoriasis Patient Interview Study Group. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4732424/" rel="external nofollow">A multicenter, non- interventional study to evaluate patient-reported experiences of living with psoriasis</a>. J Dermatol Treat. 2015;1–8.
</p>

<p>
	6. Augustin M, Radtke MA, Glaeske G, Reich K, Christophers E, Schaefer I, et al. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25966818/" rel="external">Epidemiology and Comorbidity in Children with Psoriasis and Atopic Eczema</a>. Dermatology. 2015;231(1):35–40.
</p>

<p>
	7. Boehncke W-H, Schön MP. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26025581/" rel="external">Psoriasis</a>. Lancet. 2015;386(9997):983–94.
</p>

<p>
	8. Vena GA, Altomare G, Ayala F, Berardesca E, Calzavara-Pinton P, Chimenti S, et al. <a href="http://www.john-libbey-eurotext.fr/medline.md?doi=10.1684/ejd.2010.1017" rel="external nofollow">Incidence of psoriasis and association with comorbidities in Italy: a 5-year observational study from a national primary care database</a>. Eur J Dermatol. 2010;20(5):593–8.
</p>

<p>
	9. Harden JL, Krueger JG, Bowcock AM. <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0896841115300111?via%3Dihub" rel="external nofollow">The immunogenetics of psoriasis: a comprehensive review</a>. J Autoimmun. 2015;64:66–73.
</p>

<p>
	10. Dubertret L, Mrowietz U, Ranki A, van de Kerkhof PC, Chimenti S, Lotti T, et al. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1365-2133.2006.07405.x" rel="external nofollow">European patient perspectives on the impact of psoriasis: the EUROPSO patient membership survey</a>. Br J Dermatol. 155(4):729–36.
</p>

<p>
	11. Russo PAJ, Ilchef R, Cooper AJ. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1440-0960.2004.00078.x?sid=nlm%3Apubmed" rel="external nofollow">Psychiatric morbidity in psoriasis: a review</a>. Australas J Dermatol. 2004;45(3):155–9; quiz 160–1.
</p>

<p>
	12. Sampogna F, Tabolli S, Abeni D, IDI Multipurpose Psoriasis Research on Vital Experiences (IMPROVE) investigators. <a href="http://www.medicaljournals.se/acta/content/?doi=10.2340/00015555-1273" rel="external nofollow">Living with psoriasis: prevalence of shame, anger, worry, and problems in daily activities and social life</a>. Acta Derm Venereol. 2012;92(3):299–303.
</p>

<p>
	13. Pagliarello C, Calza A, Armani E, DI Pietro C, Tabolli S. <a href="http://www.john-libbey-eurotext.fr/medline.md?doi=10.1684/ejd.2010.1197" rel="external nofollow">Effectiveness of an empowerment-based intervention for psoriasis among patients attending a medical spa</a>. Eur J Dermatol. 2011;21(1):62–6.
</p>

<p>
	14. Weisshaar E, Skudlik C, Scheidt R, Matterne U, Wulfhorst B, Schönfeld M, et al., ROQ Study Group. <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1600-0536.2012.02170.x" rel="external nofollow">Multicentre study “rehabilitation of occupational skin diseases-optimization and quality assurance of inpatient management (ROQ)”-results from 12-month follow-up</a>. Contact Dermatitis. 2013;68(3):169–74.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">864</guid><pubDate>Sun, 06 Mar 2016 21:14:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wichtigste Begleiterkrankungen, f&#xFC;r Haut&#xE4;rzte zusammengefasst</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/expertengremium-begleiterkrankungen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2013_12/begleiterkrankungen150.jpg.c87aeb2253a5b08ba45173071a2ec624.jpg" /></p>
<p>
	Beim Hautarzt dreht sich alles naturgemäß um unsere äußere Hülle. Wie eine Psoriasis behandelt wird, ist dem Arzt für gewöhnlich geläufig. Doch bei manchem Psoriatiker kommt im Laufe der Jahre die eine oder andere Krankheit dazu – sei es schlicht und ergreifend wegen des Alters oder eben in Folge der Schuppenflechte. Experten aus mehreren europäischen Ländern haben sich zusammengesetzt und für ihre Kollegen einen Überblick über die gängigsten Begleiterkrankungen (so genannte Ko-Morbidititäten) verfasst. Damit soll geklärt werden, wie Hautärzte welche Erkrankung erkennen und wie es dann damit weitergeht. Achtung: Es geht dabei <em>immer</em> um Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte.
</p>

<h2>
	Psoriasis und Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	<strong>Zahl der Betroffenen</strong>: Die Schätzungen, wie viele Menschen mit Schuppenflechte auch eine Psoriasis arthritis haben, gehen in mehreren Studien sehr weit auseinander: von 7,7 bis 73 Prozent. Die meisten Untersuchungen landen bei einer Zahl zwischen 20 und 30 Prozent.
</p>

<p>
	<strong>Diagnostik</strong>: Die Experten in der Runde waren sich alle einig, dass jeder Psoriatiker jährlich auf Anzeichen und Symptome der Psoriasis arthritis untersucht werden sollte. Dazu sollen ihrer Meinung nach mindestens die Hände und Füße untersucht werden. Die Patienten sollen nach Schmerzen und Stetigkeit ihrer Gelenke befragt werden – auch des Rückens und der peripheren Gelenke (der Extremitäten). Die allermeisten Experten der Runde empfehlen, für die Diagnostik einen der üblichen Fragebögen zu verwenden - welchen genau, darüber wiederum herrschte keine Einigkeit. Zwei Drittel empfehlen, die endgültige Diagnose einem Rheumatologen zu überlassen.
</p>

<p>
	<strong>Behandlung</strong>: Die Experten konnten sich nicht einigen, ob allein ein Hautarzt die Entscheidung über eine Therapie von mittelschweren bis schweren Gelenksymptomen treffen sollte. Zwei Drittel der Experten meinen, dass ein Hautarzt aber dann, wenn die Diagnose Psoriasis arthritis eindeutig feststeht, den Patienten durchaus nach den in seinem Land üblichen Behandlungsempfehlungen therapieren kann.
</p>

<h2>
	Psoriasis und psychische Erkrankungen
</h2>

<p>
	<strong>Zahl der Betroffenen</strong>: Die Schätzungen, wie viele Menschen mit Schuppenflechte auch eine Depression haben, gehen sehr weit auseinander: von 15 bis 62 Prozent. Ein Alkoholmissbrauch wird bei 15 bis 30 Prozent der Psoriatiker vermutet. Beim Rauchen reicht die Spanne von 30 bis 51 Prozent.
</p>

<p>
	<strong>Diagnostik</strong>: Die allermeisten Experten der Runde waren sich einig, dass Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Psoriasis regelmäßig nach Symptomen einer Angsterkrankung, Depression oder einem Suchtverhalten gefragt werden sollten. Allerdings ging die Tendenz in der Runde dahin, dass das gängige Diagnose-Verfahren – die Ermittlung der Lebensqualität nach dem DLQI - nicht ausreicht, um die wichtigsten psychischen Begleiterkrankungen abzudecken. Die allermeisten Experten waren sich darin einig, dass ein Patient zu einem Psychiater überwiesen werden sollte, wenn psychische Probleme die Behandlung beim Hautarzt erschweren oder wenn eine Depression vermutet wird.
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	<strong>Behandlung</strong>: Unter den Experten war die Meinung geteilt, ob ein Hautarzt psychische Erkrankungen mitbehandeln kann. Mehr als die Hälfte der Experten würde das nicht so sehen.
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	Psoriasis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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	<strong>Zahl der Betroffenen</strong>: Auch bei der Adipositas reicht die Schätzung, wie viele Psoriatiker gleichzeitig eine Fettsucht entwickeln, sehr weit - von 8 bis 41 Prozent. Beim Diabetes sind es 7 bis 41 Prozent. Ein metabolisches Syndrom wird bei 16 bis 40 Prozent der Psoriatiker vermutet. Bluthochdruck ist je nach Untersuchung bei 13 bis 50 Prozent der Psoriatiker zu finden. Bei der Fettstoffwechselstörung gehen die Zahlen mit 6 bis 61 Prozent noch weiter.
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	<strong>Diagnostik</strong>: Für alle Experten ist klar, dass bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis jährlich der Blutdruck, der Body Mass Index, der Taillenumfang, die Lipide, der Nüchtern-Blutzucker, der Hämoglobin-Wert (HbA1c) und der Raucher-Status gemessen werden sollten. Die meisten Experten meinen, dass bei Menschen mit Psoriasis die Herz-Kreislauf-Erkrankungen intensiv (wörtlich: aggressiv) behandelt werden sollten.
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	<strong>Behandlung</strong>: Die Mehrheit der Experten meint, dass Hautärzte ihren Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis Ratschläge zur Gewichtsabnahme und zur Änderung des Lebensstils geben sollten. Für die Behandlung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen allerdings sehen sie einen Kardiologen, Endikrinologen oder Hausarzt als den geeigneteren Behandler. Zwei Drittel der Experten finden, dass für Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Psoriasis und einer Herz-Kreislauf-Erkrankung eine intensivere innerliche Behandlung nötig ist – doch schlussendlich einigen konnten sie sich nicht darauf.
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	Die Studie wurde aus einer Zuwendung der Firma Pfizer gefördert, die nicht zweckgebunden war. Bei der wissenschaftlichen Formulierung („medical writing“) wurden die Experten von der Firma Synergy Medical unterstützt.
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	Quelle: "<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.12350/full" rel="external nofollow">Psoriasis beyond the skin: an expert group consensus on the management of psoriatic arthritis and common co-morbidities in patients with moderate-to-severe psoriasis</a>" in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology; 24.12.2013
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	Tipps zum Weiterlesen
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	<a href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=49273" rel="external">Auch die Nieren leiden</a><br>
	(Pharmazeutische Zeitung, 24.10.2013)
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		Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko, eine chronische Nephropathie zu entwickeln. Damit wird die bereits relativ lange Liste möglicher Komorbiditäten der Psoriasis um eine weitere ergänzt.
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	<a href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46384" rel="external">Psoriasis geht unter die Haut</a><br>
	(Pharmazeutische Zeitung, 08.05.2013)<br>
	Der Titel ist nicht wirklich originell. Im Artikel wird dann aber ganz sachlich über die Begleiterkrankungen informiert, die sich bei einer Schuppenflechte einstellen können. Es ist gut, sich die immer mal in Erinnerung zu rufen - aber in Panik sollte deshalb niemand verfallen.
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]]></description><guid isPermaLink="false">563</guid><pubDate>Thu, 26 Dec 2013 18:20:00 +0000</pubDate></item><item><title>Welche Werte sind bei Psoriasis wichtig?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-regelmaessige-untersuchungen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_04/blutdruckmessung150.jpg.83c54bc083979f022778048cf71720b5.jpg" /></p>

<p><strong>Hautärzte haben für ihre tägliche Arbeit eine Checkliste erarbeitet, damit sie bei ihren Patienten rechtzeitig Begleiterkrankungen - so genannte Co-Morbiditäten - erkennen können.</strong></p><p>Gedacht ist die Checkliste zur Anwendung bei Betroffenen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis. Wer dazu zählt, sollte sich also nicht wundern, wenn der Dermatologe Untersuchungen vornimmt, die auf den ersten Blick nicht direkt mit der Haut zu tun haben.</p><p>Anders herum können Betroffene diese Checkliste auch für sich nutzen: Diese Untersuchungen sollten von Zeit zu Zeit gemacht werden - bei mittelschwerer Psoriasis alle 12 Monate, bei schwerer Psoriasis alle 6 Monate.</p><h4>Am Anfang: Beratung</h4>Der Arzt sollte den Patienten auf Gewicht, Rauchen, Bewegung und Ernährung ansprechen.<p>Empfohlene Werte:</p><ul> 	<li>Der Patient sollte ein Normalgewicht haben.</li> 	<li>Es sollte eine Nikotiinkarenz erreicht werden - meint: Das Rauchen sollte für lange Zeit, am besten für immer, unterbleiben.</li> 	<li>Mehrmals pro Woche sollte Sport getrieben werden - mäßig bis intensiv.</li> 	<li>Der Psoriatiker sollte sich gesund ernähren.</li></ul><h4>Blutdruck und Puls</h4>Empfohlene Werte:<ul> 	<li>Patienten mit bis zu zwei Risikofaktoren für eine koronaren Herzerkrankung sollten höchstens 140/90 mmHG haben.</li> 	<li>Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung, Diabetes mellitus, einer Niereninsuffizienz und mehr als drei Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung sollten höchstens bei einem Blutdruck von unter 130/80 mmHG landen.</li></ul><h4>Body Mass Index</h4>Empfohlener Wert: Der BMI sollte unter 25 (Kilogramm pro Quadratmeter) liegen.<h4>Taillenumfang</h4>Empfohlener Wert: Der Taillenumfang sollte bei Männern maximal 102 Zentimeter, bei Frauen maximal 88 Zentimeter betragen.<h4>Lipidprofil</h4>Bestimmt werden sollten das Gesamtcholesterin, LDL und HDL-Fraktion sowie die Triglyceride, und zwar nüchtern.<p>Empfohlene Werte:</p><ul> 	<li>Bei einem kardiologischen Risikofaktor sollte der LDL-Wert unter 160 mg/dl liegen.</li> 	<li>Bei zwei kardiologischen Risikofaktoren sollte der LDL-Wert unter 130 mg/dl liegen.</li> 	<li>Bei einem Metabolischen Syndrom, hohem Kalk-Wert, bei einer koronaren Herzerkrankung usw. sollte der LDL unter 100 mg/dl liegen.</li> 	<li>Bei Hochrisikopatienten mit einem akuten Koronarsyndrom und Diabetes mellitus sollte der LDL unter 70 mg/dl liegen.</li></ul><h4>Blutzucker</h4>Der Nüchtern-Blutzucker sollte unter 100 mg/dl sein.<p>Patienten, die zwar "nur" einer leichte Psoriasis haben, aber auch eine erhöhte arterielle Hypertonie und insbesondere eine abdominelle Adipositas (sprich: einen sehr dicken Bauch), sollten von ihrem Arzt ebenfalls angesprochen werden: Er sollte sie über ihr möglicherweise erhöhtes Risiko aufklären und weitere Untersuchungen empfehlen.</p><p>Quellen:</p><ul> 	<li>"<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18313171/" rel="external">National Psoriasis Foundation clinical consensus on psoriasis comorbidities and recommendations for screening</a>" in: Journal of the American Academy of Dermatology, 06/2008</li> 	<li>"Checkliste Ko-Morbiditäten bei Patienten mit Psoriasis" vom PsoNet</li></ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">506</guid><pubDate>Sun, 22 Apr 2012 16:42:08 +0000</pubDate></item></channel></rss>
