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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Schuppenflechte-Behandlung in 3 Stufen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/?d=33</link><description>Artikel: Schuppenflechte-Behandlung in 3 Stufen</description><language>de</language><item><title>Hausmittel bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/schuppenflechte-hausmittel/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_08/hausmittel.jpg.3886ce4205f296acf79a4c28fb22002c.jpg" /></p>

<p>
	Wer an <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> leidet, muss gut auf seine Haut aufpassen. Parfümierte Seifen oder Duschgels können sehr reizen oder sogar allergische Reaktionen auslösen. Deshalb solltest du lieber eine pH-neutrale Seife ohne Zusatzstoffe verwenden. Übertreib es mit der Körperpflege auch nicht, denn das greift die natürliche Fettschicht und den Säureschutzmantel der Haut an. Nach dem Waschen, Duschen oder einem Vollbad solltest du dich sich gut eincremen. Verwende auch hierfür ein möglichst einfaches Produkt ohne Zusatzstoffe. Für eine schonende und natürliche Hautpflege eignen sich Speiseöle, wie man sie zum Kochen benutzen kann, besonders gut. Die Öle sollten hochwertig verarbeitet sein und möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, um die Haut nicht mit Pestizidrückständen zu belasten.
</p>

<p>
	Hier ein paar <strong>Schuppenflechte-Hausmittel</strong>, die unserer Erfahrung nach das Leben wenigstens ein bisschen erleichtern.
</p>

<h2>
	Pflegende Speiseöle für empfindliche Haut
</h2>

<p>
	Süßes Mandelöl ist so ein Hausmittel bei Schuppenflechte: Es kann trockene und schuppige Haut besonders gut beruhigen, denn es ist sehr reich an Ölsäuren. Es hat einen angenehmen, warmen Geruch, der nicht nur den Körper, sondern auch die Seele verwöhnt. Mandelöl zieht sehr langsam in die Haut ein, deshalb eignet es sich auch gut für Massagen. Wer lieber ein Öl benutzen möchte, das schnell einzieht, kann Nachtkerzen- oder Traubenkernöl benutzen. Auch diese eignen sich sehr gut dafür, empfindliche Haut mit allem zu versorgen, was sie braucht, und den Juckreiz zu lindern. Diese Speiseöle kannst du pur in die Haut einmassieren oder mit ätherischen Ölen mischen und daraus ein duftendes Körperöl herstellen.
</p>

<p>
	Die Aromaöle sollten zu 100 Prozent naturrein sein und ebenfalls möglichst aus Bio-Anbau kommen. Bevor Sie ein Duftöl großflächig anwenden, sollten Sie es immer verdünnen. Ätherische Öle können manchmal allergische Reaktionen hervorrufen.
</p>

<p>
	Teste deshalb die Öle, die du für Ihr Körperöl benutzen möchten, vorher. Gib dazu einen Tropfen pur auf eine intakte Hautstelle an der Innenseite eines Unterarmes und warte ein paar Minuten. Zeigt sich dort eine Rötung, beginnt der Bereich zu jucken oder bilden sich Bläschen, solltest du das Öl lieber nicht verwenden.
</p>

<h2>
	Rezept für ein pflegendes Körperöl bei Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Fülle 100 Milliliter süßes Mandelöl in ein sauberes Braunglasfläschchen. Gib je 8 Tropfen Lavendel-, Palmarosa- und Zedernöl dazu. Verschließe danach das Gefäß und schwenke es einige Male vorsichtig hin und her, damit sich alle Zutaten gut vermischen. Dann kannst du es schon anwenden. Lagere das Körperöl am Besten kühl und lichtgeschützt, damit es möglichst lange hält.
</p>

<h2>
	Sheabutter für schuppige Hautstellen
</h2>

<p>
	Die aus afrikanischen Nüssen gewonnene Sheabutter ist Balsam für schuppige und entzündete Haut und eines der besten Schuppenflechte-Hausmittel. Sie enthält feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe, die wie ein „Zellmörtel“ wirken und die Hautzellen vor dem Austrocknen schützen. Sheabutter kann stark verhornte Haut weicher und glatter machen. Dünne, empfindliche Hautstellen werden widerstandsfähiger.
</p>

<h2>
	Wohltuende Bäder bei Psoriasis
</h2>

<p>
	Ein Salzbad ist ein weiteres Hausmittel bei Psoriasis: Es kann helfen, dass sich die Schuppen sanft lösen und die Haut sich wieder beruhigt.
</p>

<p>
	Gib für ein Vollbad ein bis zwei Handvoll Meersalz ins Wasser und bade dann etwa 10 Minuten lang darin. Anschließend massierst du ein Pflegeöl in die noch feuchte Haut ein.
</p>

<p>
	Um die gereizte Haut zu entspannen und zu nähren, kannst du auch ein Ölbad nehmen. Gib hierfür einen Esslöffel süßes Mandelöl in eine Tasse Milch, um es zu emulgieren. Wenn du möchtest, kannst du noch 10 Tropfen Lavendel- oder Palmarosaöl dazugeben. Gieße anschließend die Mischung langsam in das einlaufende Badewasser.
</p>

<p>
	Auch hier solltest du nicht länger als 10 Minuten baden, um Haut und Kreislauf nicht unnötig zu belasten. Nach dem Bad wird noch ein dünner Ölfilm auf Ihrer Haut zurückbleiben. Massiere die Ölreste sanft in die Haut ein.
</p>

<h2>
	Hausmittel: Auflagen und Kompressen für gereizte Haut
</h2>

<h3>
	Tee-Kompresse
</h3>

<p>
	Sind die schuppigen Bereiche sehr gerötet und entzündet, können Auflagen mit Schwarztee Linderung bringen. Übergieße dazu einen Teelöffel losen oder einen Beutel Schwarztee mit einem Liter kochendem Wasser und lass das Ganze 10 bis 15 Minuten lang ziehen. Sobald der Tee auf etwa Körpertemperatur abgekühlt ist, tauchst du ein sauberes Baumwolltuch hinein. Wringe das Tuch anschließend gut aus, damit es nicht mehr tropft, und lege es auf die betroffene Haut.
</p>

<p>
	Wenn nötig, befestige die Kompresse noch mit einem trockenen Handtuch. Anstelle von Schwarztee kannst du auch Salbei- oder Hamamelisblätter verwenden.
</p>

<h3>
	Quarkwickel
</h3>

<p>
	Um die entzündete Haut zu kühlen und mit Feuchtigkeit zu versorgen, eignet sich auch ein Quarkwickel als Hausmittel. Gib dafür einen Esslöffel Speisequark auf ein sauberes Leinentuch und klapp es so zusammen, dass sich der Quark zwischen den beiden Lagen befindet. Lege diesen Wickel auf die entzündete Stelle und lass ihn dort, bis er warm geworden ist.
</p>

<h3>
	Johanniskrautöl-Kompresse
</h3>

<p>
	Wer Johanniskrautöl verträgt, kann auch damit eine Kompresse machen. Tränke dafür ein Tuch mit Johanniskraut- oder Rotöl und lege es anschließend auf die betroffene Stelle. Oben darauf kommen noch ein trockenes Frottee-Handtuch und eine nicht zu heiße Wärmflasche.
</p>

<p>
	Belasse die Kompresse so lange, wie es Dir angenehm ist.
</p>

<p>
	Aber: Johanniskrautöl kann allergische Reaktionen auslösen, deshalb solltest du vor der Anwendung erst an einer gesunden Hautstelle testen, ob du es problemlos benutzen können. Das Öl erhöht außerdem die Lichtempfindlichkeit der Haut. Daher solltest du nach der Behandlung mindestens eine Stunde lang direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
</p>

<h2>
	Schuppenflechte und Ernährung
</h2>

<p>
	Es gibt Menschen, die auf bestimmte Nahrungsmittel mit Hautproblemen reagieren. Probiere am Besten aus, welche Speisen Du besser oder weniger gut verträgst.
</p>

<p>
	Allgemein wird bei Psoriasis empfohlen, stark gewürzte oder scharfe Lebensmittel lieber wegzulassen. Auch Milch oder das Weizeneiweiß Gluten können Unverträglichkeitsreaktionen auf der Haut hervorrufen. Dagegen wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass sich Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch und Soja enthalten sind, eher günstig auswirken sollen.
</p>
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<h2>
	Die Psyche pflegen, Stress abbauen
</h2>

<ul>
	<li>
		Seelische Belastungen können dazu führen, dass eine Schuppenflechte ausbricht oder ein neuer Schub das Hautbild deutlich verschlechtert. Daher ist es für Betroffene besonders wichtig, ihr seelisches Gleichgewicht zu pflegen. Du solltest gut darauf achten, berufliche oder familiäre Anforderungen nicht überhandnehmen zu lassen. Regelmäßige Erholungspausen sind wichtig, ein erfüllendes Hobby und der gute Kontakt zu Freunden ebenso.
	</li>
	<li>
		Wer nur schlecht mit Stress umgehen kann, könnte ein Stressbewältigungsseminar, wie es viele Volkshochschulen oder Krankenkassen anbieten, besuchen.
	</li>
	<li>
		In schwierigen Lebenssituationen ist es manchmal entlastend, auf ein großes Blatt Papier einfach mal drauflos zu malen.
	</li>
	<li>
		Tagebuchschreiben kann helfen, die Ereignisse des Tages besser zu verarbeiten und abzulegen.
	</li>
	<li>
		Entspannungstechniken wie Qigong, Meditation, das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind wirkungsvolle Hilfen, um Stress abzubauen und sich wieder zu erholen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Eine einfache Atem-Entspannungsübung
</h2>

<p>
	Wenn Du nicht gleich eine Entspannungstechnik erlernen möchtest, kannst du es mal mit dieser kurzen Atem-Entspannung versuchen.
</p>

<p>
	Mache es dir möglichst bequem und sorge dafür, dass Du einige Minuten nicht gestört wirst. Du kannst auch ruhige Musik einschalten, einen Zimmerbrunnen sprudeln lassen, eine Duftlampe oder eine Kerze anzünden.
</p>

<p>
	Schließe dann die Augen und lege deine Hände auf die Brust. Beobachte eine Weile, wie sich mit jedem Atemzug Ihr Brustkorb sanft hebt und senkt. Versuche dabei nicht, Deinen Atem auf irgendeine Art zu beeinflussen. Schau Dir nur eine Weile von innen heraus beim Atmen zu.
</p>

<p>
	Du wirst merken, wie die Atemzüge mit der Zeit ganz von selbst immer ruhiger und gleichmäßiger werden und sich ein wohliges Ruhegefühl in Ihnen ausbreitet. Genieße die Entspannung so lange, wie Du es möchtest.
</p>

<p>
	Um die Übung zu beenden, strecke dich einige Male kräftig und hole mehrmals tief Luft, damit Du wieder wach und fit für Deinen Alltag bist.
</p>

<p>
	<em>Susann C., Heilpraktikerin und Krankenschwester</em>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen und -sehen
</h2>

<p>
	<strong>Zehn Fragen und Antworten zum Baden</strong><br>
	(<a href="https://www.test.de/Baden-Wie-oft-wie-lange-wie-gesund-5829864-0/" rel="external" target="_blank">Stiftung Warentest, 15.12.2021</a>)<br>
	 Wie oft Baden ist eigentlich gesund? Welche Bade­temperatur ist für den Körper gut? Welche Erkrankungen sprechen dagegen? Schaumbad oder Ölbad – was ist besser für die Haut? Und ist es okay, in der Badewanne ein Glas Rotwein zu genießen? Bei Stiftung Warentest wurden viele Fragen zum Baden beantwortet.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">518</guid><pubDate>Tue, 14 Aug 2012 17:30:00 +0000</pubDate></item><item><title>Stufe 1: Behandlung der Psoriasis mit Cremes und Salben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/behandlung-mit-cremes.jpg.e0140abf48f958d8a04915f71a487897.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Mit einer Behandlung der Psoriasis sollte möglichst sanft begonnen werden – nach dem Motto: "Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen". Deine Haut dankt es dir, wenn du sie nicht unnötig quälst.</strong>
</p>

<p>
	Aufbauend auf der „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris“ von 2011 hier einige Erweiterungen der Empfehlungen zur Behandlung mit rezeptpflichtigen Präparaten:
</p>

<h2>
	Vor der eigentlichen Therapie
</h2>

<p>
	Zunächst sollten die Stellen entschuppt werden, damit die eigentlichen Medikamente da hinkommen, wo sie wirken sollen. Oftmals reichen dazu einfache Cremes, in hartnäckigeren Fällen welche, die Harnstoff  oder Salicylsäure enthalten - in Vaseline oder Öl. Bei Salicylsäure ist darauf zu achten, dass sie nicht großflächig aufgetragen werden sollte.
</p>

<p>
	Aber: Wer Salicylsäure nicht mag oder verträgt, muss noch lange nicht verzweifeln. Ölbäder tun es auch, und dabei muss es nicht das teure Öl aus der Apotheke sein.
</p>

<p>
	Auch für die schwer zu erreichenden Herde auf dem behaarten Kopf gibt es recht einfache Lösungen. In leichteren Fällen reichen besonders entwickelte Shampoos oder Cremes. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, den Kopf mit einer Salicylsäure-Öl-Kappe über Nacht zu behandeln. Etwas aufwändig, aber sehr effektiv.
</p>

<p>
	Nähere Informationen bzw. Quelle: <a href="https://www.dermatologischeszentrum.berlin/" rel="external nofollow" target="_blank">www.dermatologie-berlin.de/</a>
</p>

<h2>
	Die wichtigsten Wirkstoffe
</h2>

<p>
	Darauf folgt die eigentliche äußerliche Behandlung – und da gibt es verschiedene Mittel. Wir haben sie hier mal danach sortiert, welche am häufigsten angewendet werden.
</p>

<h3>
	Vitamin-D-Abkömmlinge
</h3>

<p>
	Vitamin D3 normalisiert das Wachstum und die Reifung der Zellen in der Oberhaut. Die dem natürlichen Vitamin nachempfundenen Präparate sind seit knapp 20 Jahren im Dienste der psoriatischen Menschheit. In Deutschland bekommt  man seit 1992 das Präparat Daivonex oder Psorcutan. Später folgte Curatoderm.
</p>

<p>
	Studien bewiesen, dass bei chronisch-stationären Herden eine ähnliche Wirkung erzielt wird wie mit einem mittelstarken Kortison - freilich ohne dessen Risiken. Als Nebenwirkungen treten bisweilen Hautreizungen auf, meist aber nur vorübergehend. Die Medikamente sollten nicht zusammen mit Salicylsäure angewendet werden und nicht im Gesicht. Calcipotriol und Calcitriol scheinen Untersuchungen zufolge gleich wirksam zu sein, etwas weniger Wirkung zeigt Tacalcitol.
</p>

<p>
	<em><strong>Bekannte Präparate</strong>: Curatoderm (Tacalcitol), Silkis (Calcitriol); Daivonex (Calcipotriol), in Kombination mit Betamethason: <span ipsnoautolink="true">Daivobet</span> und <span ipsnoautolink="true">Enstilar</span></em>
</p>

<h3>
	Kortison
</h3>

<p>
	Bei <a href="https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/kortison/kortison-aeusserlich.html" rel="">Kortison</a> handelt es sich um ein Hormon, das in der Nebenniere gebildet wird. Vorsicht ist bei diesen Präparaten immer geboten, denn weniger ist zuweilen mehr, und mehr ist zuviel, denn es macht die Haut dünn (Atrophie) und damit unendlich verletzlich. Starke Kortison-Salben sollten nicht auf Flächen angewandt werden, die größer als eine Hand sind. Tabu sind auch Kinderhaut, Gesicht, Hals und der Genitalbereich, weil hier die Haut ohnehin schon dünn ist. Als weitere Nebenwirkungen können Follikulitis, Dermatitis, Hautatrophien, Brennen, Rötungen oder Juckreiz auftreten.
</p>

<p>
	Oft kommen die Stellen auch mit einer großen Wucht wieder ‘raus (Rebound Effekt). Deshalb wird empfohlen, Kortison -Salben nicht länger als zwei Wochen anzuwenden und die Behandlung nach Besserung langsam auszuschleichen, also eine Weile lang nur noch jeden zweiten, dann jeden dritten Tag zu schmieren. Eine interessante Alternative ist das folgende Verfahren: Dabei wird drei Tage lang eine Kortison -Salbe aufgetragen, vier Tage lang dann eine Pflege- oder andere Salbe.
</p>

<p>
	Für gewöhnlich trägt man Kortison -Salben einmal am Tag auf. Nur an Handtellern und Fußsohlen darf zweimal geschmiert werden, denn da ist die Hornschicht dicker. An diesen Stellen kann Kortison daher auch längere Zeit aufgetragen werden ohne dass einen die genannten Nebenwirkungen gleich quälen. Manchmal kann ein abdeckender Verband die Wirkung verstärken.
</p>

<p>
	Auf dem behaarten <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut" rel="">Kopf</a> und an den Nägeln ist die Gefahr von Kortison -Salben nicht so groß. In allen Fällen sollte auf Kortison verzichtet werden
</p>

<ul>
	<li>
		bei Infektionen
	</li>
	<li>
		während der Schwangerschaft und
	</li>
	<li>
		in der Stillzeit.
	</li>
</ul>

<p>
	<em><strong>Bekannte Präparate</strong>:</em>
</p>

<ul>
	<li>
		<em>Wirksamkeit sehr stark (Klasse IV): Clobegalen, Dermoxin, Karison (Clobetasol-17-propionat);</em>
	</li>
	<li>
		<em>Wirksamkeit stark (Klasse III): Amciderm (Amcinonid); Diprosone (Betamethasondipropionat), Benesol V und Celestan V (Metamethasonvalerat); Topisolon (Desoxymethason); Ecural (Mometasonfuroat); Jellin (Fluocinolonacetonid)</em>
	</li>
	<li>
		<em>mäßig stark (Klasse II): Triamgalen und Volon A (Triamcinolonacetonid); Dermatop (Prednicarbat); Adnatan (Methylprednisolonaceponat) Betnesol V mite (Betamethasonvalerat), Hydrocortisonaceponat;</em>
	</li>
	<li>
		<em>schwach (Klasse I): Hydrocortison Wolff, Hydroderm HC (beides Hydrocortison); Linola HN (Prednisolon), Ebenol (Hydrocortisonacetat), Dexamethason Creme.</em>
	</li>
</ul>

<p>
	Zwei Studien ergaben, dass Cremes genauso wirksam sind wie Lotionen oder Schäume.
</p>

<h3>
	Dithranol – ein synthetisches Teerpräparat
</h3>

<p>
	Auch dieses Medikament hat seine Jährchen "auf dem Buckel": Seit 1916 reguliert es genau den Knackpunkt der <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>, die vermehrte Zellteilung. Dithranol blockiert auch die Immunreaktion, die an den entzündlichen Hautveränderungen schuld ist. Eingesetzt wird der Wirkstoff bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis vulgaris.
</p>

<p>
	Der größte Nachteil von <span ipsnoautolink="true">Dithranol</span> ist, dass es – wie die natürlichen Teerprodukte auch - alles und jedes braun verfärbt. Langzeitbehandlungen mit 12 bis 24 Stunden "Aufenthalt" des Dithranols auf der Haut sind deshalb fast nur in Kliniken möglich.
</p>

<p>
	Eine höhere Dosierung wird nach zunächst 10 und nach langsamer Steigerung auf 20 Minuten mit lauwarmem Wasser (ohne Seife!) abgewaschen und kann daher auch ambulant verwendet werden. Darüber hinaus existiert eine Anwendung, die nur eine Minute auf der Haut bleibt. Bei der Eigenanwendung sollten unbedingt Einmalhandschuhe getragen werden. Interessant ist die Kombination mit Harnstoff wie bei Psoradexan oder mit Salicylsäure wie bei Psoralon. Beide Substanzen fördern die Freigabe von Dithranol aus der Salbe in die Haut und somit die Wirksamkeit.
</p>

<p>
	Ein Teil der Patienten berichtet von Nebenwirkungen wie Hautbrennen und –rötungen. Nicht angewendet werden darf Dithranol bei erythrodermischer Psoriasis, Psoriasis pustulosa und in der Nähe von Schleimhäuten sowie der Augen. Vorsicht auch – wie immer - bei Schwangerschaft und in der Stillzeit.
</p>

<p>
	Seit 1997 auf dem Markt war das Dithranol-Präparat Micanol. Der Hersteller Galderma versprach, dass nichts mehr verfärbt, wenn man die Salbe mit höchstens lauwarmem Mittel abwäscht. Der Hersteller hat das <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/dithranol/micanol-wird-vom-markt-genommen" rel="">Micanol jedoch 2017 vom Markt genommen</a>.
</p>

<p>
	<em><strong>Bekannte Präparate</strong>:</em>
</p>

<ul>
	<li>
		<em>in Kombination mit Harnstoff Psoradexan (1%), Psoradexan mite (0,5%), Psoradexan forte (2%)</em>
	</li>
</ul>

<h3>
	Teer
</h3>

<p>
	Schon seit mehr als 100 Jahren werden chronische Hautkrankheiten mit Steinkohlenteer behandelt. Die Substanzen darin hemmen sowohl die übertriebene Zellteilung und Verhornung als auch die Entzündung. Außerdem lindert Teer den Juckreiz . Teer ist aber nichts für lebhaft rote oder nässende Stellen und schon gar nichts während der Schwangerschaft, Stillzeit oder für Säuglinge. Vorsicht ist in Hautfalten und am Hodensack geboten. Shampoos dürfen heutzutage keinen Steinkohlenteer mehr enthalten, einige Produkte wurden wegen des Verdachts auf erhöhte Krebswahrscheinlichkeit vom Markt genommen.
</p>

<p>
	Vielleicht aus diesen Gründen werden Teerprodukte nach der „Leitlinie zur Therapie der <span ipsnoautolink="true">Psoriasis vulgaris</span>“ als Monotherapie nicht empfohlen. In Kombination mit UV-Behandlungen soll die Therapie erfolgreicher sein als mit Teerpräparaten allein. Andererseits existieren unerwünschte Begleiterscheinungen bei der Kombination von Teerprodukten mit starker UV-Exposition und/oder photosensibilisierenden Substanzen. Die Farbe und der unangenehme Geruch der Präparate trugen ebenfalls nicht gerade zu deren Beliebtheit bei. Inzwischen werden neuartige Teerprodukte beworben, die solche Nachteile laut Herstellerangaben nicht haben sollen. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/salben-cremes-gels/teer-psoriasis/" rel="">Näheres ist hier zu lesen</a>.<span style="display: none;"> </span>
</p>

<p>
	<em><strong>Neue Präparate</strong>: Scytera; Psorent</em>
</p>

<p>
	<em><strong>Bekanntes Teerpräparat</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tarmed-teer-shampoo-wieder-da" rel="">das Teer-Shampoo Tarmed</a>-Shampoo</em>
</p>

<h3>
	Vitamin-A-Abkömmlinge
</h3>

<p>
	Dieses Medikament ist für leichte bis mittelschwere Psoriasis gedacht. Klinische Studien bescheinigen ihm, dass 70 Prozent der hartnäckigen Stellen abheilten. Dicke Schuppenherde bildeten sich zurück, wie sie es sonst nur bei starkem Kortison  tun. Tarazoten darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, unangenehme Begleiterscheinungen könnten Pruritus, Hautbrennen, Erytheme und Irritationen sein. Außerdem sollte höchsten ein Zehntel der Körperoberfläche damit behandelt werden. Die Therapie ist kombinierbar mit Kortison, Phototherapien und der Photochemotherapie namens PUVA. Allerdings wird Tarazoten in Deutschland nicht vertrieben und kann nur über Auslandsapotheken erstanden werden.
</p>

<p>
	<em><strong>Bekanntes Präparat</strong>: Zorac (Tarazoten)</em>
</p>

<h3>
	Mahonia aquifolium
</h3>

<p>
	Der Wirkstoff wird aus einem nordamerikanischen Zierstrauch gewonnen. Die chemischen Substanzen nehmen Einfluss auf die Zellteilung und Entzündung. Das Medikament eignet sich vor allem für eine Langzeitbehandlung, wobei allerdings 2- bis 3-mal täglich geschmiert werden muss. Wissenschaftler verglichen ihre Wirkung mit Standardbehandlungen mit Dithranol  sowie Daivonex und fanden heraus, dass die Stellen zwar langsamer zurückgebildet wurden, dafür aber fehlten unschöne Begleiterscheinungen. Die Betroffenen empfanden die Pflanzensalbe durchweg als angenehmer.
</p>

<p>
	<em><strong>Bekanntes Präparat</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/rubisan" rel="">Rubisan</a> (nicht verschreibungspflichtig)</em>
</p>

<p>
	Aktuelle Studienergebnisse sind in der Kurzfassung hier zu lesen: www.rosenfluh.ch/ Die Studien beziehen sich aber immer nur auf die 10-prozentige Mahonia-Creme (Rubisan). Belixos enthält nur 1,6 Prozent des Wirkstoffes.
</p>

<h3>
	Calcineurin-Inhibitoren
</h3>

<p>
	Relativ neu sind die Wirkstoffe Pimecrolismus und Tacrolismus. Beide Substanzen sind seit 2002 zugelassen für atopische Dermatitits (Neurodermitis) und (noch) NICHT bei Psoriasis vulgaris, obwohl die Wirksamkeit bei Psoriasis durch Studien belegt werden konnte – jedoch nicht im ausreichenden Maße. Daher können die Substanzen nur im so genannten „off label use“ verschrieben werden. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung spezieller Moleküle, die für das Immunsystem zuständig sind, weshalb die Substanzen auch als topische Immunmodulatoren bezeichnet werden. Die Wirksamkeit wird Untersuchungen zufolge mit der eines Klasse II Kortikoides verglichen, wobei die Calcineurin Inhibitoren jedoch in kortkoid-sensiblen Körperbereichen wie im Gesicht, in Hautfalten und im Genitalbereich gut angewendet werden können. Binnen sechs bis 12 Wochen berichteten etwa die Hälfte der Patienten von einer deutlichen Verbesserung oder gar kompletten Abheilung der Läsionen. Als Nebenwirkungen traten bisweilen Hautbrennen und –infektionen auf. Wegen mangelnder Erfahrungen ist auch diese Therapie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfehlenswert. Eine Kombination mit UV-B Photobehandlungen oder PUVA schließt sich ebenfalls aus.
</p>

<p>
	<em><strong>Bekannte Präparate</strong>: Protopic (Tacrolimus); Elidel (Pimecrolimus)</em>
</p>

<p>
	Natürlich gibt es noch weit mehr Behandlungsmöglichkeiten. Darüber kannst du in den Rubriken "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/" rel="">Themen</a>", "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/" rel="">Medikamente</a>" und "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/" rel="">Therapien</a>" und nicht zuletzt <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">im Forum</a> sehr viel nachlesen.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		In diesem Artikel geht es vor allem um rezeptpflichtige Cremes, Salben etc. Rezeptfreie Produkte, die aus unserer Sicht einen Versuch wert sind, findest du in unserem Artikel "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/rezeptfreie-mittel-gegen-schuppenflechte/" rel="">Rezeptfreie Mittel gegen Schuppenflechte</a>".
	</li>
	<li>
		Wir bieten auch eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/salben-cremes-gels/uebersicht/" rel="">Übersicht der rezeptpflichtigen äußerlichen Medikamente und ihrer Darreichungsformen</a>.
	</li>
	<li>
		In unserem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/25-medikamente/" rel="">Forum: Erfahrungen mit Medikamenten gegen Schuppenflechte</a>
	</li>
	<li>
		Was man bei Schuppenflechte von außen tun kann: Woraus besteht eine gute Hautpflege? Wie wirken Kortisonpräparate? Welche anderen Mittel zum Auftragen kommen infrage? All das wird <a href="https://www.gesundheitsinformation.de/hautpflege-und-medikamente-zum-auftragen.html" rel="external">bei gesundheitsinformation.de erklärt</a>.
	</li>
	<li>
		Warum ein Schaum manchmal besser als Creme oder Salbe ist: <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/oefters-mal-zum-schaumschlaeger-werden-124076/" rel="external">In diesem Artikel der Pharmazeutischen Zeitung</a> wird erklärt, welchen Vorteil ein Schaum gegenüber Creme oder Salbe hat. Es geht um Clarelux, Deflatop und Enstilar.
	</li>
</ul>

<h2>
	Das Wichtigste im Video erklärt
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/EGvgLc2nSLA?feature=oembed" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Dr. Uwe Schwichtenberg erklärt in diesem Video, womit die Psoriasis äußerlich behandelt werden kann. Er hat seine Praxis in Bremen und ist dort auch im Hautärzte-Netzwerk <abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr> aktiv.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">16</guid><pubDate>Wed, 04 Feb 2004 07:33:00 +0000</pubDate></item><item><title>Stufe 2: Die Behandlung mit Licht und B&#xE4;dern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2004_02/lichttherapie.jpg.e3903912a8456861b3c08b102b052ccb.jpg" /></p>
<p>
	Die <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> kann mit einer <strong>Lichttherapie</strong> behandelt werden. Manche sagen <strong>Bestrahlung</strong>, <strong>Phototherapie</strong> oder <strong>UV-Therapie</strong> dazu. Wichtig zu wissen: Nicht die normale Sonne ist es, die dem Psoriatiker Heilung bringt. Vielmehr greifen bestimmte Wellen des Lichts hier ein und bewirken entzündungshemmende Effekte, indem sie bestimmte Immunzellen in ihrer Aktivität hemmen.
</p>

<p>
	Die meisten Schuppenflechte-Patienten sehen die Praxis ihres Hautarztes drei- bis viermal pro Woche, wenn sie sich für eine Bestrahlungsserie entscheiden.
</p>

<p>
	Eine Behandlung zu Hause bietet mehr Spielraum: Man kann bestrahlen, wenn man Zeit hat, und das auch nach der Praxisöffnungszeit. Aber: Die Anschaffungskosten muss der Patient in der Regel selber tragen. Außerdem sollte eine solche Eigenbehandlung nicht unkontrolliert durchgeführt werden, sondern unter genauer Anleitung eines erfahrenen Arztes. Denn: Die Strahlungen haben, wie fast jede Behandlung, Nebenwirkungen und können im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen. Lichtschäden wie Sonnenbrand oder Juckreiz und Prozesse der Hautalterung gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren – sofern die Behandlung zu stark oder zu lange erfolgt. „Leichtere“ Nebenwirkungen können Erytheme oder Juckreiz sein.
</p>

<p>
	Zu beachten ist, dass die Wirksamkeit anderer Medikamente durch Phototherapien verändert werden kann. Danach erkundigt man sich am besten bei seinem Hautarzt oder beim Hersteller des Gerätes.
</p>

<p>
	Wichtig ist, wie gesagt, dass sich der Arzt besonders gut mit den Phototherapien auskennt. Es gibt nämlich verschiedene Strahlen (UV-B und UV-A) und die auch noch mit unterschiedlicher Intensität. Daher muss je nach Hauttyp und Schwere der Psoriasis entschieden werden, mit welcher Dosierung begonnen und in welchem Intervall sie gesteigert wird.
</p>

<p>
	Phototherapien allein werden bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis empfohlen und vor allem, wenn die Plaques breitflächig auftreten. Die Kombination mit Salzbädern, chemischen Substanzen (Fotosensibilisatoren) oder anderen Medikamenten erhöht die Wirksamkeit zumeist.
</p>

<p>
	Zur Dauer der Lichttherapie: Bis die Psoriasis fast oder ganz verschwunden ist, ist sehr unterschiedlich. Laut Leitlinie ist eine erste Besserung im Durchschnitt nach ein bis zwei Wochen zu sehen. Die deutliche Besserung kann durchaus sechs Wochen auf sich warten lassen.
</p>

<h2>
	Arten der Lichttherapie
</h2>

<h3>
	Balneo-Phototherapie
</h3>

<p>
	Bäder mit salzhaltigem Wasser werden kombiniert mit der Bestrahlung - entweder geschieht beides gleichzeitig oder nacheinander. Unterschiedlich ist das Salz im Wasser - mal ist es Sole, mal einfaches Kochsalz oder auch Salz aus dem Toten Meer. Durch Salz und „Sonne“ werden die natürlichen Bedingungen von schönen und für Psoriatiker heilsamen Strandtagen nachgestellt. Früher wurden die Behandlungen beim Arzt durch die Krankenkassen nicht bezahlt, da man Zweifel an der Wirksamkeit hegte. Inzwischen aber weiß man durch Studien, dass die Erfolgsquoten zwischen 60 und 90 Prozent liegen und damit deutlich höher als die von UV-Behandlungen allein. Daher ist die Therapie von <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-vulgaris-%E2%80%93-die-haeufigste-form-der-schuppenflechte-r1116/" rel="">Psoriasis vulgaris</a> seit dem 01. Juli 2008 wieder Kassenleistung – nicht aber bei Psoriasis pustulosa, da hier bislang keine Wirksamkeit festgestellt werden konnte.
</p>

<p>
	Ärzte, die die Balneophototherapie anbieten, findest du in einer <a href="https://www.bvdd.de/fileadmin/BVDD/BVDD-Download/Balneophototherapeuten.pdf" rel="external" target="_blank">Auflistung des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen</a><span style="display: none;"> </span>.
</p>

<p>
	Für <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/balneophototherapie/" rel="">die wichtigsten Fakten zur Balneophototherapie</a> haben wir einen eigenen Artikel geschrieben.
</p>

<h3>
	Photochemotherapie (PUVA)
</h3>

<p>
	PUVA eignet sich insbesondere für die Behandlung von schwerer Psoriasis. Diese Therapie gibt es in drei Formen. In jedem Fall werden Psoralene verwendet, bevor die Bestrahlung beginnt. Diese Substanzen machen die Haut für die Bestrahlung sensibler. Die Medikamente gibt es in Form von Tabletten, als Creme zum Auftragen auf die Haut oder als Badezusatz. Bei PUVA bestehen die Strahlen aus UV-A Licht mit dem zwei bis viermal die Woche behandelt wird. Studien belegen eine vergleichbare Wirkung von oraler PUVA und Bade-PUVA und einen etwas geringeren Effekt von Creme-PUVA. Die Therapie ist tabu während der Schwangerschaft oder Stillzeit und sie eignet sich auch nicht bei Patienten, die an lichtbedingten Hauterkrankungen oder an Hautkrebs erkrankt sind oder bei Patienten, die Immunsuppressiva erhalten. Mögliche unangenehme Begleiterscheinungen sind Erytheme, Juckreiz, Übelkeit. Es scheint gesichert, dass zumindest die orale PUVA das Risiko für Krebs erhöht.
</p>

<p>
	Dr. Ioana Alexandrescu, Hautärztin in Esslingen, erklärt in diesem Video die PUVA-Therapie:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
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	</div>
</div>

<h4>
	Kombinationsbehandlungen
</h4>

<p>
	<strong>Phototherapie und Vitamin D3-Derivate</strong>: Hier scheiden sich die Geister. Während sich im Rahmen einer Untersuchung deutliche Vorteile durch die Kombination von UV-Licht und Calcipotriol zeigten, erbrachte eine andere Studie widersprüchliche Ergebnisse. Eine Kombination von Calcipotriol mit oraler PUVA dagegen ergab eine deutliche Steigerung der Wirksamkeit gegenüber der PUVA-Behandlung allein.
</p>

<p>
	<strong>Phototherapie und topische Kortikoide</strong>: Einige Ergebnisse lassen vermuten, dass diese Zusammensetzung zwar die Wirkung des UV-Lichtes bis zur vollständigen Abheilung nicht unbedingt steigert, dafür aber beschleunigt.
</p>

<p>
	<strong>Phototherapie und topische Retinoide</strong>: In einer Studie erhöhte Tarazoten die Wirksamkeit im Vergleich zu einer UV-Behandlung allein. Aber: Tarazoten wird in Deutschland nicht vertrieben.
</p>

<p>
	<strong>Phototherapie plus Dithranol</strong> ergab vergleichbare Ansprechraten im Vergleich zur Phototherapie allein. Das Ingram Schema dagegen schlägt eine Kombination von Teerbädern, UV-B Bestrahlungen und Dithranol vor und erreicht damit ein vollständiges Abheilen der Läsionen in einem ähnlichen Rahmen, wie es die sehr effektive orale PUVA-Therapie schafft.
</p>

<p>
	<strong>Phototherapie und Steinkohlenteer</strong>: Dazu können keine Aussagen gemacht werden, da die durchgeführten Untersuchungen aufgrund methodischer Mängel nicht gewertet wurden.
</p>

<h3>
	Lasertherapie
</h3>

<p>
	Relativ neu ist die Therapie mit Excimer-Lasern. Die bringen eine UV-Strahlung von 308 nm mit, also viel konzentrierter als die üblichen 311 nm. Damit wird auch nicht der ganze Körper bestrahlt, sondern nur die derzeit erkrankten Hautstellen. Die Krebsgefahr wird minimiert - zumindest für den ganzen Körper. Mehrere Studien belegen eine gute Wirksamkeit. Bei den Patienten einer Studie heilten die behandelten Läsionen binnen acht Wochen vollständig ab.
</p>

<h3>
	DermoDyne Lichtimpfung
</h3>

<p>
	Noch neuartiger ist bzw. war die Behandlungsmethode namens DermoDyne. Dabei wird die Haut mit Blaulicht ohne schädliche UV-Anteile behandelt. Das Blaulicht soll jene Immunzellen normalisieren, die wegen der Autoimmunerkrankung das hauteigene Gewebe attackieren. Im Anschluss soll die Wirkung monate- manchmal sogar jahrelang anhalten – wie eine Impfung eben. Obwohl inzwischen einige wenige Studien die gute Wirksamkeit bei entzündlichen Hautkrankheiten belegt haben, ist die Behandlung nach wie vor keine Kassenleistung. Sie wurde nur in wenigen Praxen beziehungsweise Kliniken durchgeführt, derzeit wissen wir nur von einer Praxis in Wien. Nach dem Tod ihres Erfinders und Protagonisten Jan Wilkens werden Wege gesucht, die Therapie weiterzuführen.
</p>

<p>
	Näheres hier: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/lichtimpfung/" ipsnoembed="true" rel="">https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/lichtimpfung/</a>UV-A Behandlung
</p>

<p>
	Die Behandlung mit reinem UV-A Licht statt UV-B Bestrahlungen wurde bislang nur in einer Studie untersucht. Zwar erzielte die Therapie binnen vier Wochen ein sehr gutes Ergebnis, doch scheint die dürftige Studienlage und die geringe Anzahl der Teilnehmer (nur 16) doch wenig aussagekräftig zu sein.
</p>

<h3>
	UV-B Breitspektrum
</h3>

<p>
	Diese Therapie ist die älteste Form der Phototherapie. Hier wird die gesamte Bandbreite der UV-B Strahlung benutzt (280 – 320 nm). Laut den Ergebnissen von verschiedenen Studien erreichte die Hälfte bis zu drei Vierteln der Patienten eine Verbesserung des <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> Wertes um 75%. Je öfter pro Woche, desto schneller wurde diese Verbesserung erreicht. Dabei muss natürlich auf die erhöhte Gefahr der Nebenwirkungen geachtet werden.
</p>

<p>
	Bei der verwandten Selektiven UV-Therapie (SUP) können durch spezielle Lampen die Lichteinstellungen verändert werden. Eine Studie (zumindest) belegt, dass die SUP besser wirkt als die Breitspektrum-Behandlung.
</p>

<h3>
	Blaulicht
</h3>

<p>
	Neueste Entwicklung im Bereich Lichttherapie war das BlueControl-Gerät. Das leuchtete mit gepulstem blauen LED-Licht. Es hatte eine Wellenlänge von 453 Nanometern. Im Sommer 2018 nahm Hersteller Philips es allerdings wieder vom Markt. Mehr darüber findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/geraete/philips-bluecontrol-2-0" rel="">in unserem Marktüberblick</a>.
</p>

<h3>
	UVA-1 Therapie ("Kaltlicht")
</h3>

<p>
	Diese Therapie wird bei Neurodermitis oder Parapsoriasis angewendet – nicht jedoch (oder nur selten) bei Schuppenflechte.
</p>

<h2>
	Häufige Fragen zur Lichttherapie
</h2>

<div>
	<div>
		<h3>
			Reicht nicht das Solarium um die Ecke?
		</h3>

		<p>
			Im Solarium gibt es in aller Regel nicht die hilfreiche UV-B-Strahlung von 311 Nanometern. Außerdem erhöhen oder vermindern manche Medikamente die Wirkung von UV-Licht. Deshalb ist eine Bestrahlungsserie beim Arzt immer besser. Bei einer leichten Schuppenflechte allerdings ist an einer mäßigen Solariums-Bräune nichts auszusetzen - schließlich fühlen Sie sich dann ja auch psychisch wohler.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Kann ich mir auch ein Gerät für zu Hause kaufen?
		</h3>

		<p>
			Klar, doch das ist eine Frage des Geldes und des Platzes. Wer nur einzelne kleinere Stellen hat, kann an einen sogenannten Lichtkamm denken. Die meisten Produkte aus dieser Kategorie haben einen Aufsatz mit einem Kamm, damit die Haare gescheitelt werden können und das Licht bis auf die Kopfhaut kommt. Dieser Kamm kann abgenommen werden, dann ist das Gerät prima auch für andere Hautstellen verwendbar. Etwas größer sind Teilbestrahlungsgeräte, meist für die Hände und/oder Fußsohlen. Und noch eine Nummer größer, ein Lichttherapie-Gerät für den ganzen Körper, stellen sich nur ganz wenige hin. Wir listen in unserem Adressbuch auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/hersteller/bestrahlungsgeraete/" rel="">Anbieter von Lichttherapie-Geräten</a> auf. Und: Du kannst so ein Bestrahlungsgerät oft auch mieten. Darüber sollte deine Krankenkasse bescheidwissen.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Hilft die Lichttherapie auch bei Nagelpsoriasis?
		</h3>

		<p>
			Aus unserer Erfahrung: eher naja. In manchen Klinik wird die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/nagelpsoriasis/nagelpsoriasis-behandlung/" rel="">Nagelpsoriasis</a> mit sogenannten Punktstrahlern behandelt.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Was muss ich vor der UV-Behandlung beachten?
		</h3>

		<p>
			Der Körper sollte gesäubert sein – das war es aber auch schon. Verwenden Sie nach dem Duschen oder Waschen möglichst kein Aftershave, keine Pflegecreme, kein Sonnenschutzmittel, keine Kosmetik und nichts mit Duftstoffen. Auch schwarzer Tee oder Nahrungsergänzungsmittel mit Johanniskraut sollten warten. Das alles nämlich kann die Haut lichtempfindlicher machen und die Haut hat schneller einen Sonnenbrand als sonst.<br>
			Auch einige Medikamente steigern die Lichtempfindlichkeit, doch danach sollten der Arzt oder die Arzthelferin vor der Lichttherapie ohnehin fragen.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Womit soll ich nach einer UV-Behandlung die Haut pflegen?
		</h3>

		<p>
			Auf jeden Fall solltest du vorher an Ihre Haut nur Wasser lassen. Wenn du nicht ausdrücklich Psoriasis-Stellen im Gesicht bestrahlen willst, solltest du dort an eine Sonnenschutzcreme denken.<br>
			<br>
			Nach der Bestrahlung braucht die Haut viel Feuchtigkeit - packen Sie also eine Feuchtigkeitscreme ein, am besten ohne großartige Duftstoffe etc.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Was ist PUVA?
		</h3>

		<p>
			PUVA ist die Abkürzung für eine Therapie mit Psoralenen und UV-A-Strahlen. Psoralene sind Wirkstoffe, die die Haut empfindlicher für das Licht machen. Heutzutage geschieht das bei der Psoriasis-Behandlung meist mit Salben.<br>
			<br>
			Der Arzneistoff 8-Methoxy-Psoralen kann dem Patienten eine Stunde vor der Bestrahlung in einer Tablette gegeben werden. Der Stoff verteilt sich im Körper und gelangt so auch in die Hautzellen. Moderner ist eine Bade-PUVA. Dann wird der Lichtsensibilisator in Wasser gelöst.<br>
			<br>
			Trifft nun UV-A-Licht auf die Haut, geht der Arzneistoff in einen energiereicheren Zustand über. Die Zellen können sich nicht mehr so extrem teilen, wie es bei Psoriasis der Fall ist.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Was ist eine Bade-PUVA?
		</h3>

		<p>
			Bade-PUVA ist eine Bestrahlung der Haut mit UV-A-Strahlen. Gleichzeitig badet der Patient in einem Wasser, dem ein Lichtsensibilisator zugegeben wurde. Der heißt Psoralen – daher das „P“ in „PUVA“.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Was muss ich nach einer PUVA-Behandlung beachten?
		</h3>

		<p>
			Das größte Problem ist die Strahlenmenge. Du hast nach der PUVA-Behandlung genügend davon intus – mehr sollte es nicht werden.<br>
			Das heißt: Du solltest dich keinen weiteren UV-A-Strahlen aussetzen.<br>
			<br>
			Ein Sonnenbad oder Besuche im Solarium sind absolut nicht angeraten. Selbst die Sonnenstrahlung, die du hinter einer (Auto-)Scheibe abbekommen, kann zu viel sein. Wer im Freien arbeitet, sollte zur Sonnencreme mit UV-A-Filter greifen oder besser noch die Haut gut mit Kleidung bedecken.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Welche Nebenwirkungen kann eine PUVA-Therapie machen?
		</h3>

		<p>
			Wie bei jeder Therapie können auch bei einer PUVA-Behandlung Nebenwirkungen auftreten. Diese möglichen Nebenwirkungen sind:
		</p>

		<ul>
			<li>
				<strong>häufig</strong> (also bei bis zu zehn von 100 Patienten): Juckreiz und Rötung der Haut
			</li>
			<li>
				<strong>gelegentlich</strong> (also bei bis zu einem von 100 Patienten): neue Psoriasis-Stellen, wo bisher keine waren
			</li>
			<li>
				<strong>sehr selten und in Einzelfällen</strong> (also bei weniger als einem von 1000 Patienten): Müdigkeit, Hyperpigmentierungen (dunkle Flecken auf der Haut), Kontaktallergie, Einfärbung von Finger- oder Fußnägeln,
			</li>
		</ul>

		<p>
			bösartige Veränderungen der Haut (Malignome)
		</p>

		<p>
			<em>Quelle: Patienteninformation der Galderma Laboratorium GmbH über das Lösungskonzentrat Meladinine 0,3%</em>
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Was ist UVA-1 oder Kaltlicht?
		</h3>

		<p>
			Dieses Licht ist in einem sehr begrenzten Spektral-Bereich des UV-Lichtes angesiedelt. Es dringt durch die oberen Hautschichten durch, verbrennt sie aber nicht. Sein Ziel ist aber die tiefe Haut. Kaltlicht heißt diese Form, weil mit aufwändiger Technik die Infrarotstrahlung herkömmlicher Lichttherapie-Geräte minimiert wird. So wird die Haut nicht mehr so erhitzt.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Welche Krankheiten werden mit UVA-1 oder Kaltlicht behandelt?
		</h3>

		<p>
			Die Therapie wird angewendet bei Neurodermitis, Ekzemen, Sklerodermie, Lupus erythematodes, dem T-Zell-Lymphom, Parapsoriasis oder Mastozystose. Manche Ärzte berichteten von einer Besserung bei Juckreiz mit unklarer Ursache, bei Akne, Urtikaria, Knötchenflechte oder Rosazea. UVA-1 wird auch schon mal zur Konditionierung einer Sonnenallergie verwendet.
		</p>
	</div>

	<div>
		<h3>
			Wie läuft eine Therapie mit UVA-1 oder Kaltlicht ab?
		</h3>

		<p>
			Die Geräte sind schon wegen der eingebauten Kühlung recht groß. Wer mag, kann darin liegen, Musik hören, schlafen... Je nach Erkrankung wird drei- bis fünfmal pro Woche bestrahlt – das Ganze drei bis vier Wochen lang.
		</p>

		<h3>
			Kann ich vor dem Bestrahlen ein Make-up auftragen?
		</h3>

		<p>
			Viele Parfüms und Kosmetika enthalten Stoffe, die die Haut für das Sonnenlicht und für UV-Strahlen empfindlicher machen. Darauf wies das Apothekenmagazin "Gesundheit" in Heft 06/2004 hin.
		</p>

		<p>
			Einige pflanzliche Duftstoffe - wie die Öle von Bergamotte, Lavendel, Zitronen oder Zeder - erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Sie enthalten Psoralene - chemische Substanzen, die bei Hautkontakt und gleichzeitigem Einwirken der im Sonnenlicht enthaltenen langwelligen UV-A-Strahlen phototoxische Reaktionen auslösen.
		</p>

		<p>
			Parfüm sollte im Sommer und vor dem Bestrahlen deshalb sparsam und nur im lichtgeschützten Bereich - beispielsweise hinter den Ohren - aufgetragen werden.
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	Links zum Thema
</h2>

<h3>
	Lichttherapie allgemein
</h3>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/6-lichttherapie/" rel="">Erfahrungen von Betroffenen</a> findest du in unserem Forum
	</li>
	<li>
		Dort gab es auch einmal ein <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/142-expertenforum-lichttherapie/" rel="">Expertenforum zur UV-Betrahlung</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c40-bestrahlung/rundschau-andere-ueber-die-lichttherapie-schreiben/" rel="">Was andere über die Bestrahlungstherapie schreiben</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv_node.html" rel="external nofollow" target="_blank">UV-Strahlen</a> – Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz
	</li>
	<li>
		Phototherapie in Theorie und Praxis: <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddg.15126_g?af=R" rel="external nofollow">Die Lichttherapie für Mediziner erklärt</a>
	</li>
</ul>

<h3>
	UV-Bestrahlung des Blutes
</h3>

<p>
	In der Naturheilkunde gibt es eine Therapie, in der entnommenes Blut mit UV-Licht bestrahlt und dann dem Patienten wieder gespritzt wird. Informationen darüber findest du hier:
</p>

<ul>
	<li>
		"<a href="http://www.schreitter.de/uvb.htm" rel="external nofollow" target="_blank">UVB-Bestrahlung des Blutes</a>" von Dr. von Schreitter aus Neuss
	</li>
	<li>
		"<a href="http://praxis-finger.net/pdf/UVB_Behandlung.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Eigenbluttherapie mit UVB-Bestrahlung des Blutes</a>" - Merkblatt von Dipl.-Med. Karin Finger aus Brandenburg (Havel)
	</li>
</ul>

<h2>
	Fotos von der Lichttherapie
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed4530735382" id="ips_uid_3522_6" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1524-lichttherapie/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 521px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	In diesen Broschüren wird die Lichttherapie näher erläutert:
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.waldmann.com/waldmann-media/file/ff8081813ba8cf63013ba8ecede20490.de.0/lichttherapiefibel_de.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Fibel zur Lichttherapie der Psoriasis</a> (Anbieter: Deutscher Psoriasis-Bund e.V.)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.waldmann.com/waldmann-media/file/ff8081813ba8cf63013ba908af18076a.de.0/uv_heimtherapie.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Patienteninformation UV-Heimtherapie</a> (Anbieter: Waldmann)
	</li>
</ul>

<h2>
	Kurz gemeldet
</h2>

<p>
	<strong>Juli 2021</strong>: Bei Menschen mit einem erhöhten BMI und / oder bei Rauchern kann die Lichttherapie mit UV-B-Licht schlechter wirken. Das zeigte eine Studie. Wie gut eine UV-B-Therpaie am Ende anschlägt, ist laut dieser Studie in den ersten zwei bis drei Wochen zu sehen. [<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.17519" rel="external nofollow" target="_blank">Quelle</a>]
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">15</guid><pubDate>Tue, 03 Feb 2004 07:35:00 +0000</pubDate></item><item><title>Stufe 3: Innerliche Medikamente bei Psoriasis &#x2013; Tabletten und Spritzen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_04/tabletten-spritzen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis.jpg.a6d0586f242de9d3eb503a6477accfef.jpg" /></p>
<p>Eine innerliche – so genannte systemische – Therapie ist bei einer mittelschweren, vor allem aber bei einer schweren Schuppenflechte nötig, um die Folgen der stetigen Entzündung zu lindern oder zu vermeiden. Manche der innerlichen Medikamente wirken recht allgemein im gesamten Körper, andere regulieren nur an bestimmten Stellen im Körper das Nötige.</p><h2>Tabletten</h2><p>Konventionelle Systemtherapeutika sind die klassischen Medikamente, die schon seit vielen Jahren zur Behandlung der Psoriasis eingesetzt werden. Sie wirken im gesamten Körper und greifen vor allem in das Immunsystem ein, um die Entzündungsreaktionen zu bremsen, die für die Schuppenflechte typisch sind. Im Gegensatz zu den neueren Biologika sind diese Medikamente meist als Tabletten oder Kapseln erhältlich und werden oft als erste Stufe der innerlichen Behandlung verwendet.</p><h3>Acitretin</h3><p>Acitretin ist ein Medikament aus der Gruppe der Retinoide, also Abkömmlinge von Vitamin A. Es sorgt dafür, dass sich die Hautzellen wieder normal entwickeln und nicht mehr so schnell teilen wie bei Psoriasis üblich. Acitretin wird als Tablette eingenommen und eignet sich vor allem für Menschen, bei denen die Schuppenflechte besonders dicke, verhornte Plaques bildet. Frauen im gebärfähigen Alter müssen bei der Einnahme von Acitretin besonders vorsichtig sein, weil das Medikament das ungeborene Kind schädigen kann. Deshalb ist während und nach der Therapie eine sichere Verhütung notwendig.</p><h3>Apremilast</h3><p>Apremilast ist ein modernes Medikament gegen Psoriasis, das als Tablette eingenommen wird und gezielt in die Entzündungsprozesse des Körpers eingreift. Sein Wirkprinzip beruht darauf, dass es das Enzym Phosphodiesterase-4 (PDE4) hemmt, das in den Immunzellen vorkommt. Durch diese Hemmung steigt der Spiegel eines Botenstoffs namens cAMP in den Zellen an. Das führt dazu, dass weniger entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNF-α, Interleukin-17 und Interleukin-23 gebildet werden, während der entzündungshemmende Botenstoff Interleukin-10 zunimmt. So wird die überschießende Immunreaktion, die bei Psoriasis für die Entzündung und die Bildung der typischen Hautveränderungen sorgt, deutlich abgeschwächt.</p><h3>Ciclosporin</h3><p>Ciclosporin ist ein weiterer Wirkstoff, der bei schwerer Psoriasis eingesetzt werden kann. Ursprünglich stammt das Medikament aus der Transplantationsmedizin, weil es das Immunsystem stark unterdrückt und so die Abstoßung von Organen verhindert. Bei Psoriasis wird Ciclosporin meist nur für einen begrenzten Zeitraum angewendet, weil es auf Dauer die Nieren schädigen und den Blutdruck erhöhen kann. Es wirkt sehr schnell und kann besonders dann helfen, wenn die Schuppenflechte plötzlich sehr stark aufflammt oder andere Therapien nicht ausreichen.</p><h3>Deucravacitinib</h3><p>Deucravacitinib ist ein relativ neuer Wirkstoff zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis und der Psoriasis arthritis und wird unter dem Handelsnamen Sotyktu als Tablette angeboten. Es gehört zur Klasse der sogenannten Tyrosinkinase-2-Inhibitoren (TYK2-Inhibitoren), die gezielt in den Entzündungsprozess bei Psoriasis eingreifen. Das Besondere an Deucravacitinib ist, dass es als erstes Medikament seiner Art die Aktivität des Enzyms TYK2 hemmt. Dieses Enzym ist an der Weiterleitung von Signalen beteiligt, die bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe wie Interleukin-12, Interleukin-23 und Typ-I-Interferone aktivieren. Indem Deucravacitinib TYK2 blockiert, werden diese Signale unterbrochen und die Entzündung in der Haut kann deutlich zurückgehen.</p><h3>Dimethyfulmarat</h3><p>Ein weiterer klassischer Wirkstoff ist Dimethylfumarat. Sie werden seit Jahrzehnten vor allem in Deutschland bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eingesetzt. Fumarsäureester wirken, indem sie das Immunsystem modulieren und die Entzündungsbereitschaft der Hautzellen senken. Die Tabletten werden langsam aufdosiert, damit sich der Körper an das Medikament gewöhnen kann. Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden oder Hitzewallungen, die aber oft mit der Zeit nachlassen. Fumarsäureester gelten als gut wirksam und sind für viele Menschen mit Psoriasis eine wichtige Behandlungsoption.</p><h3>Methotrexat</h3><p>Ein sehr häufig eingesetztes Medikament ist Methotrexat, kurz MTX genannt. Ursprünglich wurde es zur Behandlung von Krebs entwickelt, aber schon lange nutzt man es auch bei entzündlichen Erkrankungen wie der Psoriasis. MTX hemmt das Wachstum schnell teilender Zellen, zu denen auch die Hautzellen bei Schuppenflechte gehören. Außerdem dämpft es das Immunsystem, sodass die Entzündungsreaktionen nachlassen. Methotrexat wird meist einmal pro Woche als Tablette oder Spritze verabreicht. Die Wirkung setzt nach einigen Wochen ein. Während der Behandlung sind regelmäßige Blutkontrollen wichtig, weil MTX die Leber belasten und die Blutbildung beeinflussen kann.</p><p>Diese konventionellen Systemtherapeutika sind bewährte Mittel, die vielen Menschen mit Psoriasis helfen können. Sie sind oft günstiger als die neueren Biologika, haben aber auch mehr Nebenwirkungen und erfordern eine engmaschige ärztliche Kontrolle. Trotzdem sind sie für viele Patientinnen und Patienten ein wichtiger Baustein in der Behandlung der Schuppenflechte.</p><p><strong><span class="ipsEmoji" title="">⬇️</span> Übersicht der Systemtherapeutika als </strong>Tabletten oder Kapseln</p><div class="ipsRichText__table-wrapper"><table style="min-width: 120px;"><colgroup><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"></colgroup><tbody><tr><th colspan="1" rowspan="1"><p>Wirkstoffname</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Handelsnamen</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Psoriasis</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Psoriasis arthritis</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>zugelassen ab</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>zugelassen seit</p></th></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Acitretin</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Acicutan, Neotigason</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>1988 (Neotigason), 2015 (Acicutan)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Apremilast</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Otezla</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>6 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2015</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ciclosporin</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ciclosporin A, Ciclosporin Pro, Sandimmun optoral, Sandimmun Neoral, Immunosporin</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>1983 (in der Transplantationsmedizin), 1993 (zur Behandlung der Schuppenflechte)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Deucravacitinib</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Sotyktu</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> <span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2023 (Psoriasis) bzw. 2026 (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Dimethylfumarat</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Skilarence</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2017</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Leflunomid</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/leflunomid-arava/">Arava</a></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>1999</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Methotrexat</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Lantarel<br>metex<br>MTX</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>1991 (Psoriasis arthritis)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Baricitinib</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Olumiant</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>nur für juvenile Psoriasis arthritis (Kinder ab 2 Jahre)</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2023</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Upadacitinib</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Rinvoq</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2021</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Tofacitinib</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Xeljanz</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2018</p></td></tr></tbody></table></div><h2>Spritzen und Infusionen</h2><h3>Biologika – die neuen Medikamente</h3><p>Biologika sind moderne Medikamente, die gezielt in das Immunsystem eingreifen und bei vielen Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis für eine deutliche Verbesserung sorgen. Anders als klassische Tabletten werden Biologika meist als Spritze unter die Haut oder als Infusion verabreicht. Sie bestehen aus Eiweißstoffen, die im Labor hergestellt werden und ganz bestimmte Botenstoffe im Körper blockieren, die bei der Schuppenflechte eine zentrale Rolle spielen.</p><p><strong>TNFα-Hemmer</strong>: Eine der ersten Gruppen von Biologika, die bei Psoriasis eingesetzt wurden, sind die sogenannten TNFα-Hemmer. TNFα steht für Tumornekrosefaktor alpha, einen wichtigen Entzündungsbotenstoff im Körper. Bei Menschen mit Schuppenflechte ist dieser Botenstoff oft besonders aktiv und sorgt dafür, dass die Entzündung in der Haut und manchmal auch in den Gelenken dauerhaft angeheizt wird. TNFα-Hemmer wie Adalimumab, Etanercept oder Infliximab blockieren diesen Botenstoff gezielt. Dadurch lässt die Entzündung nach, die Haut wird ruhiger und auch die Gelenkbeschwerden können sich bessern. TNFα-Hemmer werden schon seit vielen Jahren eingesetzt und haben sich besonders bei Patientinnen und Patienten bewährt, die zusätzlich zur Psoriasis auch eine Psoriasis arthritis haben.</p><p><strong>IL-17-Hemmer</strong>: In den letzten Jahren sind Biologika entwickelt worden, die noch gezielter wirken, zum Beispiel die sogenannten IL-17-Hemmer. IL-17 ist ein weiterer Botenstoff, der bei der Entstehung der Schuppenflechte eine entscheidende Rolle spielt. Medikamente wie Secukinumab, Ixekizumab oder Bimekizumab blockieren diesen Botenstoff und können so die Entzündung sehr effektiv stoppen. IL-17-Hemmer sind vor allem dann eine gute Wahl, wenn andere Therapien nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden.</p><p><strong>IL-23-Hemmer</strong>: Eine weitere wichtige Wirkstoffgruppe sind die IL-23-Hemmer. IL-23 ist ein Botenstoff, der das Immunsystem dazu bringt, bestimmte Entzündungszellen zu aktivieren, die bei der Psoriasis die Haut angreifen. Biologika wie Guselkumab, Risankizumab oder Tildrakizumab blockieren gezielt IL-23 und verhindern so, dass die Entzündung überhaupt erst richtig in Gang kommt. Diese Medikamente haben den Vorteil, dass sie meist nur alle paar Monate gespritzt werden müssen und trotzdem sehr wirksam sind. Viele Patientinnen und Patienten erreichen mit IL-23-Hemmern eine fast vollständige Abheilung der Haut.</p><p><strong>IL-12 und IL-23</strong>: Es gibt auch Biologika, die sowohl IL-12 als auch IL-23 blockieren, zum Beispiel Ustekinumab. IL-12 und IL-23 sind beide an der Steuerung des Immunsystems beteiligt und fördern die Entzündungsreaktion bei Psoriasis. Durch die Blockade beider Botenstoffe kann Ustekinumab die Entzündung besonders umfassend bremsen. Das Medikament wird alle drei Monate gespritzt und ist für viele Menschen mit Schuppenflechte eine praktische und wirksame Option.</p><p>Biologika sind teurer als die "Klassiker". Sie werden oft erst dann eingesetzt, wenn andere Therapien nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden.</p><p>Gegen den Einsatz der Biologika sprechen schwere Herzinsuffizienz und Tuberkulose. In der Schwangerschaft und Stillzeit kann Certolizumab pegol angewendet werden – für alle anderen Biologika gibt es diesen Nachweis nicht.</p><p>Nachdem Efalizumab (<a rel="" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tabletten-spritzen/raptiva-efalizumab/">Raptiva</a>) 2009 wegen eines erhöhten Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML, Erkrankung des Zentralen Nervensystems) vom Markt genommen wurde, sind inzwischen mehrere Wirkstoffe in Deutschland zugelassen.</p><h3>Kortison (innerlich)</h3><p>Kortison gibt es als Tablette oder Injektion. Es wirkt besonders bei akuten Schüben meist schnell. Nachteil ist, dass die Schuppenflechte nach dem Absetzen rasch und oft stärker als zuvor wieder ausbricht. Überhaupt ist eine innerliche Kortison-Anwendung nur noch kurzfristig in Notfällen angeraten. In der „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris“ von 2021 taucht eine innerliche Behandlung mit Kortison erst gar nicht auf.</p><h3>MTX</h3><p>Für den Wirkstoff Methotrexat, abgekürzt MTX, gilt das oben im Abschnitt "Tabletten" geschriebene.</p><p><strong><span class="ipsEmoji" title="">⬇️</span> Übersicht der Systemtherapeutika als Spritze, Pen oder Infusion</strong></p><div class="ipsRichText__table-wrapper"><table style="min-width: 140px;"><colgroup><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"><col style="min-width:20px;"></colgroup><tbody><tr><th colspan="1" rowspan="1"><p>Wirkstoffname</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Handelsnamen</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Psoriasis</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Psoriasis arthritis</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>Wirksansatz</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>zugelassen ab</p></th><th colspan="1" rowspan="1"><p>zugelassen seit</p></th></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Abatacept</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Orencia</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>T-Zellen</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2017</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Adalimumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Humira, Amgevita, Amsparity, Cyltezo, Halimatoz, Hefiya, Hukyndra, Hulio, Hyrimoz, Imraldi, Solymbic, Yuflyma</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>TNFα</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>4 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2005 (zur Behandlung der Psoriasis arthritis), 2007 (zur Behandlung der Schuppenflechte)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Bimekizumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Bimzelx</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-17A, IL17-F, IL17-AF</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2021 (zur Behandlung der Psoriasis arthritis), 2023 (zur Behandlung der Schuppenflechte)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Brodalumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Kyntheum</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-17A</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2017</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Certolizumab pegol</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Cimzia</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>TNFα</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2013 (zur Behandlung der Psoriasis arthritis), 2018 (zur Behandlung der Schuppenflechte)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Etanercept</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>TNFα</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>6 Jahre (Psoriasis) bzw. 12 Jahre (Psoriasis arthritis)</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2002 (zur Behandlung der Psoriasis arthritis), 2004 (zur Behandlung der Schuppenflechte)</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Golimumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Simponi</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>TNFα</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre (Kinder ab 2 Jahren mit Einschränkungen)</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2009</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Guselkumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Tremfya</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-23</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2017</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Infliximab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Remicade, Flixabi, Inflectra und  Remsima</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>TNFα</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2005</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ixekizumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Taltz</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-17A</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>6 Jahre (bei Psoriasis) bzw. 18 Jahre (bei Psoriasis arthritis)</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2016</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Methotrexat</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><br>metex, MTX und Nordimet</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre (Kinder mit Einschränkungen)</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Risankizumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Skyrizi</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-23A</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2019</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Secukinumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Cosentyx</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-17A</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>6 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2015</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Tildrakizumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ilumetri</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p> </p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-23</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>18 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2018</p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1"><p>Ustekinumab</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>Stelara, Fymskina, Otulfi, Pyzchiva, Steqeyma, Uzpruvo, Wezenla, Yesintek</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p><span class="ipsEmoji" title="">✅</span></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>IL-12/23</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>6 Jahre</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p>2009</p></td></tr></tbody></table></div><h2>Das Wichtigste im Video</h2><div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false" style="--i-media-width: 100%;"><div><iframe allow="encrypted-media; 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	</div></div><p>Dr. Uwe Schwichtenberg erklärt in diesem Video, welche Möglichkeiten es gibt, die Psoriasis innerlich zu behandeln.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">14</guid><pubDate>Mon, 02 Feb 2004 07:46:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
