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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Balneophototherapie – das sind die wichtigsten Fakten

    Die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) kann mit der Balneophototherapie behandelt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GB-A) hat festgelegt, dass die Therapie für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris eine Kassenleistung ist. Mittelschwer beginnt für den G-BA, wenn der PASI-Score höher als 10 ist. Ausgenommen sind Betroffene mit einer Psoriasis vulgaris, die vor allem an Händen und Füßen "sitzt". Dann gilt der Grenzwert nicht und der Patient kann eine Bade-PUVA-Behandlung bekommen.

    Synchron oder asynchron?

    Die Balneophototherapie kann synchron und asynchron angewandt werden.
    Synchron heißt, dass der Patient in einer 10-prozentigen Lösung mit Salz vom Toten Meer badet und gleichzeitig mit UV-B-Licht (311 Nanometer) bestrahlt wird.
    Asynchron heißt, dass der Patient erst für 20 Minuten in ein "Folien-Vollbad" steigt und danach mit UV-B-Licht (Breitband oder 311 Nanometer) bestrahlt wird. Beim Folien-Vollbad liegt er in einer Badewanne, die mit warmem Leitungswasser gefüllt ist. Der Patient wird in eine Folie gehüllt, in die vier bis zehn Liter von einer 25-prozentigen Kochsalz-Lösung gegossen wurden.
    Bade-PUVA heißt, dass der Patient (oder dessen Hände und Füße) 20 Minuten lang in einer lichtsensibilisierenden Lösung badet und danach mit UV-A-Licht bestrahlt wird.

    Wer darf die Balneophototherapie anbieten?

    Die Balneo-Phototherapie darf nur in einer "ärztlich geleiteten Betriebsstätte" geschehen.

    Wie oft darf die Therapie angewendet werden?

    Ideal sind drei bis fünf Behandlungen pro Woche. Eine Behandlungsserie darf 35 Behandlungen haben. Nach sechs Monaten kann eine neue Therapie-Runde begonnen werden - auch, wenn während der Behandlungsserie die Form der Balneophototherapie gewechselt wird.

    Was muss der Arzt dem Patienten sagen und sicherstellen?

    Der Arzt muss den Patienten aufklären - auch über mögliche Nebenwirkungen wie die Entwicklung eines Malignoms oder Wechselwirkungen mit Medikamenten.

    Der Arzt muss während der Behandlung immer erreichbar sein. Außerdem muss er die Geräte warten. Zudem müssen die Räume geeignet sein - wobei der G-BA hier keine näheren Angaben macht, was er darunter versteht.

    Der Arzt muss dokumentieren
    - wie die Psoriasis zu Beginn der Behandlung aussieht
    - wie die Behandlung verläuft und "anschlägt"
    - wie oft pro Woche und insgesamt bestrahlt wurde.
    Diese Dokumentation ist wichtig, weil sie unter Umständen der Kassenärztlichen Vereinigung vorgelegt werden muss.

    Welche Nebenwirkungen können auftreten?

    Bei der Bade-PUVA traten in Studien vor allem Juckreiz und Rötungen (Erytheme) als Nebenwirkungen auf. Wenn mit UV-B bestrahlt wird, werden häufig Rötungen bemerkt.

    Wo kann ich die Balneophototherapie machen?

    Seit längerer Zeit können Ärzte die Balneophototherapie wieder anbieten. Aber welche tun das auch? Um das herauszubekommen, gibt es zwei Wege:
    • Der Bundesverband der Deutschen Dermatologen führt eine Liste, die man herunterladen kann.
    • Außerdem findest du in unserem Branchenbuch einige Adressen.

    Kann ich die Therapie auch zuhause machen?

    Empfehlen würden wir es nicht. Aber es gibt Berichte von Leuten, die das zuhause gemacht haben.

    Wer übernimmt die Kosten?

    Die Balneophototherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

    Balneophototherapie in Videos erklärt

    Tipps zum Weiterlesen

    Die Vorgeschichte

    Im Frühjahr 2000 hatte der für die Zulassung medizinischer Leistungen zuständige "Gemeinsame Bundesauschuss" nach rund zehnjähriger Erprobung die beantragte Einführung der Balneo-Phototherapie als Kassenleistung zunächst aus formalen Gründen abgelehnt. Die heftig umstrittene Entscheidung beschäftigte damals sogar den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Erst eine vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen finanzierte und bereits 2004 abgeschlossene Studie machte den Weg frei für die zum 1. Juli 2008 erfolgte Zulassung der asynchronen Balneophototherapie und der Creme-Puva-Behandlung, parallel reichte die Tomesa-Fachklinik eine Studie zur synchronen Balneophototherapie ein, die gleichfalls als zulässig anerkannt wurde.


    Bildquellen

    • Bestrahlungsgerät zur Balneophototherapie: Evgeniy Kalinovskiy / Fotolia

    User Feedback

    Recommended Comments

    bleibt die Frage bis zu welchem PAS Index (Bewertung des Hautbildes)die Wirksamkeit greift?

    Hier gibt es wenig möglichkeiten einen derat schweren Hautbefund (PAS Index 27) mit der Arzt-Praxitherapie abzuheilen.

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    Ich bin glücklich das ich einen Hautarzt gefunden habe der die Bade-Puva Therapie anbietet und ich bin sehr zufrieden damit. Seit 2 Monaten bin ich in Behandlung und seitdem ist fast alles abgeheilt.Man sollte nie aufgeben.

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    Hallo, Sophie.

    Kannst du mir sagen, wie oft du in den letzten zwei Monaten die Bade-PUVA wahrgenommen hast und ob der Arzt gesagt hat, wie lange die symptomfreie Zeit voraussichtllich anhalten soll?Ist deine Schuppenflechte leicht, mittel oder schwer? Und wie lange hast du sie schon? Welche Therapien hast du vorher ausprobiert?

    Ich habe meine Psoriasis seit acht Jahren, sie ist mittelschwer. Bislang habe ich eine Salbe verschrieben bekommen und eine UV-Therapie ohne Solebäder. Die hat leider keinen großen Erfolg gebracht.

    Weißt du denn, welche Auslöser deiner Psoriasis sind? Bei mir vermute ich emotionalen Stress.

    Lieben GrußKastja

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    Ich hatte 35 Sitzungen Balneo im letzten Jahr (bis Nov.) und alles ist deutlich besser geworden. Leider sind die 6 Monate dazwischen echt ne Qual, weil die Pso wieder zusehend schlimmer wird. Da sollte es eine andere Regelung geben!

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    • Inga Richter
      By Inga Richter
      Die Schuppenflechte kann mit einer Lichttherapie behandelt werden. Manche sagen Bestrahlung, Phototherapie oder UV-Therapie dazu. Wichtig zu wissen: Nicht die normale Sonne ist es, die dem Psoriatiker Heilung bringt. Vielmehr greifen bestimmte Wellen des Lichts hier ein und bewirken entzündungshemmende Effekte, indem sie bestimmte Immunzellen in ihrer Aktivität hemmen.
      Die meisten Schuppenflechte-Patienten sehen die Praxis ihres Hautarztes drei- bis viermal pro Woche, wenn sie sich für eine Bestrahlungsserie entscheiden.
      Eine Behandlung zu Hause bietet mehr Spielraum: Man kann bestrahlen, wenn man Zeit hat, und das auch nach der Praxisöffnungszeit. Aber: Die Anschaffungskosten muss der Patient in der Regel selber tragen. Außerdem sollte eine solche Eigenbehandlung nicht unkontrolliert durchgeführt werden, sondern unter genauer Anleitung eines erfahrenen Arztes. Denn: Die Strahlungen haben, wie fast jede Behandlung, Nebenwirkungen und können im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen. Lichtschäden wie Sonnenbrand oder Juckreiz und Prozesse der Hautalterung gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren – sofern die Behandlung zu stark oder zu lange erfolgt. „Leichtere“ Nebenwirkungen können Erytheme oder Juckreiz sein.
      Zu beachten ist, dass die Wirksamkeit anderer Medikamente durch Phototherapien verändert werden kann. Danach erkundigt man sich am besten bei seinem Hautarzt oder beim Hersteller des Gerätes.
      Wichtig ist, wie gesagt, dass sich der Arzt besonders gut mit den Phototherapien auskennt. Es gibt nämlich verschiedene Strahlen (UV-B und UV-A) und die auch noch mit unterschiedlicher Intensität. Daher muss je nach Hauttyp und Schwere der Psoriasis entschieden werden, mit welcher Dosierung begonnen und in welchem Intervall sie gesteigert wird.
      Phototherapien allein werden bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis empfohlen und vor allem, wenn die Plaques breitflächig auftreten. Die Kombination mit Salzbädern, chemischen Substanzen (Fotosensibilisatoren) oder anderen Medikamenten erhöht die Wirksamkeit zumeist.
      Zur Dauer der Lichttherapie: Bis die Psoriasis fast oder ganz verschwunden ist, ist sehr unterschiedlich. Laut Leitlinie ist eine erste Besserung im Durchschnitt nach ein bis zwei Wochen zu sehen. Die deutliche Besserung kann durchaus sechs Wochen auf sich warten lassen.
      Arten der Lichttherapie
      Balneo-Phototherapie
      Bäder mit salzhaltigem Wasser werden kombiniert mit der Bestrahlung - entweder geschieht beides gleichzeitig oder nacheinander. Unterschiedlich ist das Salz im Wasser - mal ist es Sole, mal einfaches Kochsalz oder auch Salz aus dem Toten Meer. Durch Salz und „Sonne“ werden die natürlichen Bedingungen von schönen und für Psoriatiker heilsamen Strandtagen nachgestellt. Früher wurden die Behandlungen beim Arzt durch die Krankenkassen nicht bezahlt, da man Zweifel an der Wirksamkeit hegte. Inzwischen aber weiß man durch Studien, dass die Erfolgsquoten zwischen 60 und 90 Prozent liegen und damit deutlich höher als die von UV-Behandlungen allein. Daher ist die Therapie von Psoriasis vulgaris seit dem 01. Juli 2008 wieder Kassenleistung – nicht aber bei Psoriasis pustulosa, da hier bislang keine Wirksamkeit festgestellt werden konnte.
      Ärzte, die die Balneophototherapie anbieten, findest du in einer Auflistung des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen  und natürlich in unserem Adressbuch.
      Für die wichtigsten Fakten zur Balneophototherapie haben wir einen eigenen Artikel geschrieben.
      Photochemotherapie (PUVA)
      PUVA eignet sich insbesondere für die Behandlung von schwerer Psoriasis. Diese Therapie gibt es in drei Formen. In jedem Fall werden Psoralene verwendet, bevor die Bestrahlung beginnt. Diese Substanzen machen die Haut für die Bestrahlung sensibler. Die Medikamente gibt es in Form von Tabletten, als Creme zum Auftragen auf die Haut oder als Badezusatz. Bei PUVA bestehen die Strahlen aus UV-A Licht mit dem zwei bis viermal die Woche behandelt wird. Studien belegen eine vergleichbare Wirkung von oraler PUVA und Bade-PUVA und einen etwas geringeren Effekt von Creme-PUVA. Die Therapie ist tabu während der Schwangerschaft oder Stillzeit und sie eignet sich auch nicht bei Patienten, die an lichtbedingten Hauterkrankungen oder an Hautkrebs erkrankt sind oder bei Patienten, die Immunsuppressiva erhalten. Mögliche unangenehme Begleiterscheinungen sind Erytheme, Juckreiz, Übelkeit. Es scheint gesichert, dass zumindest die orale PUVA das Risiko für Krebs erhöht.
      Kombinationsbehandlungen
      Phototherapie und Vitamin D3-Derivate: Hier scheiden sich die Geister. Während sich im Rahmen einer Untersuchung deutliche Vorteile durch die Kombination von UV-Licht und Calcipotriol zeigten, erbrachte eine andere Studie widersprüchliche Ergebnisse. Eine Kombination von Calcipotriol mit oraler PUVA dagegen ergab eine deutliche Steigerung der Wirksamkeit gegenüber der PUVA-Behandlung allein.
      Phototherapie und topische Kortikoide: Einige Ergebnisse lassen vermuten, dass diese Zusammensetzung zwar die Wirkung des UV-Lichtes bis zur vollständigen Abheilung nicht unbedingt steigert, dafür aber beschleunigt.
      Phototherapie und topische Retinoide: In einer Studie erhöhte Tarazoten die Wirksamkeit im Vergleich zu einer UV-Behandlung allein. Aber: Tarazoten wird in Deutschland nicht vertrieben.
      Phototherapie plus Dithranol ergab vergleichbare Ansprechraten im Vergleich zur Phototherapie allein. Das Ingram Schema dagegen schlägt eine Kombination von Teerbädern, UV-B Bestrahlungen und Dithranol vor und erreicht damit ein vollständiges Abheilen der Läsionen in einem ähnlichen Rahmen, wie es die sehr effektive orale PUVA-Therapie schafft.
      Phototherapie und Steinkohlenteer: Dazu können keine Aussagen gemacht werden, da die durchgeführten Untersuchungen aufgrund methodischer Mängel nicht gewertet wurden.
      Lasertherapie
      Relativ neu ist die Therapie mit Excimer-Lasern. Die bringen eine UV-Strahlung von 308 nm mit, also viel konzentrierter als die üblichen 311 nm. Damit wird auch nicht der ganze Körper bestrahlt, sondern nur die derzeit erkrankten Hautstellen. Die Krebsgefahr wird minimiert - zumindest für den ganzen Körper. Mehrere Studien belegen eine gute Wirksamkeit. Bei den Patienten einer Studie heilten die behandelten Läsionen binnen acht Wochen vollständig ab.
      DermoDyne Lichtimpfung
      Noch neuartiger ist bzw. war die Behandlungsmethode namens DermoDyne. Dabei wird die Haut mit Blaulicht ohne schädliche UV-Anteile behandelt. Das Blaulicht soll jene Immunzellen normalisieren, die wegen der Autoimmunerkrankung das hauteigene Gewebe attackieren. Im Anschluss soll die Wirkung monate- manchmal sogar jahrelang anhalten – wie eine Impfung eben. Obwohl inzwischen einige wenige Studien die gute Wirksamkeit bei entzündlichen Hautkrankheiten belegt haben, ist die Behandlung nach wie vor keine Kassenleistung. Sie wurde nur in wenigen Praxen beziehungsweise Kliniken durchgeführt, derzeit wissen wir nur von einer Praxis in Wien. Nach dem Tod ihres Erfinders und Protagonisten Jan Wilkens werden Wege gesucht, die Therapie weiterzuführen.
      Näheres hier:  www.psoriasis-netz.de/therapien/bestrahlung/lichtimpfung.html
      UV-A Behandlung
      Die Behandlung mit reinem UV-A Licht statt UV-B Bestrahlungen wurde bislang nur in einer Studie untersucht. Zwar erzielte die Therapie binnen vier Wochen ein sehr gutes Ergebnis, doch scheint die dürftige Studienlage und die geringe Anzahl der Teilnehmer (nur 16) doch wenig aussagekräftig zu sein.
      UV-B Breitspektrum
      Diese Therapie ist die älteste Form der Phototherapie. Hier wird die gesamte Bandbreite der UV-B Strahlung benutzt (280 – 320 nm). Laut den Ergebnissen von verschiedenen Studien erreichte die Hälfte bis zu drei Vierteln der Patienten eine Verbesserung des PASI Wertes um 75%. Je öfter pro Woche, desto schneller wurde diese Verbesserung erreicht. Dabei muss natürlich auf die erhöhte Gefahr der Nebenwirkungen geachtet werden.
      Bei der verwandten Selektiven UV-Therapie (SUP) können durch spezielle Lampen die Lichteinstellungen verändert werden. Eine Studie (zumindest) belegt, dass die SUP besser wirkt als die Breitspektrum-Behandlung.
      Blaulicht
      Neueste Entwicklung im Bereich Lichttherapie war das BlueControl-Gerät. Das leuchtete mit gepulstem blauen LED-Licht. Es hatte eine Wellenlänge von 453 Nanometern. Im Sommer 2018 nahm Hersteller Philips es allerdings wieder vom Markt. Mehr darüber findest du in unserem Marktüberblick.
      UVA-1 Therapie ("Kaltlicht")
      Diese Therapie wird bei Neurodermitis oder Parapsoriasis angewendet – nicht jedoch (oder nur selten) bei Schuppenflechte.
      Häufige Fragen zur Lichttherapie
      Reicht nicht das Solarium um die Ecke? Im Solarium gibt es in aller Regel nicht die hilfreiche UV-B-Strahlung von 311 Nanometern. Außerdem erhöhen oder vermindern manche Medikamente die Wirkung von UV-Licht. Deshalb ist eine Bestrahlungsserie beim Arzt immer besser. Bei einer leichten Schuppenflechte allerdings ist an einer mäßigen Solariums-Bräune nichts auszusetzen - schließlich fühlen Sie sich dann ja auch psychisch wohler.
      Kann ich mir auch ein Gerät für zu Hause kaufen? Klar, doch das ist eine Frage des Geldes und des Platzes. Wer nur einzelne kleinere Stellen hat, kann an einen sogenannten Lichtkamm denken. Die meisten Produkte aus dieser Kategorie haben einen Aufsatz mit einem Kamm, damit die Haare gescheitelt werden können und das Licht bis auf die Kopfhaut kommt. Dieser Kamm kann abgenommen werden, dann ist das Gerät prima auch für andere Hautstellen verwendbar. Etwas größer sind Teilbestrahlungsgeräte, meist für die Hände und/oder Fußsohlen. Und noch eine Nummer größer, ein Lichttherapie-Gerät für den ganzen Körper, stellen sich nur ganz wenige hin. Wir listen in unserem Adressbuch auch Anbieter von Lichttherapie-Geräten auf. Und: Du kannst so ein Bestrahlungsgerät oft auch mieten. Darüber sollte deine Krankenkasse bescheidwissen.
      Hilft die Lichttherapie auch bei Nagelpsoriasis? Aus unserer Erfahrung: eher naja. In manchen Klinik wird die Nagelpsoriasis mit sogenannten Punktstrahlern behandelt.
      Was muss ich vor der UV-Behandlung beachten? Der Körper sollte gesäubert sein – das war es aber auch schon. Verwenden Sie nach dem Duschen oder Waschen möglichst kein Aftershave, keine Pflegecreme, kein Sonnenschutzmittel, keine Kosmetik und nichts mit Duftstoffen. Auch schwarzer Tee oder Nahrungsergänzungsmittel mit Johanniskraut sollten warten. Das alles nämlich kann die Haut lichtempfindlicher machen und die Haut hat schneller einen Sonnenbrand als sonst.
      Auch einige Medikamente steigern die Lichtempfindlichkeit, doch danach sollten der Arzt oder die Arzthelferin vor der Lichttherapie ohnehin fragen.
      Womit soll ich nach einer UV-Behandlung die Haut pflegen? Auf jeden Fall solltest du vorher an Ihre Haut nur Wasser lassen. Wenn du nicht ausdrücklich Psoriasis-Stellen im Gesicht bestrahlen willst, solltest du dort an eine Sonnenschutzcreme denken.

      Nach der Bestrahlung braucht die Haut viel Feuchtigkeit - packen Sie also eine Feuchtigkeitscreme ein, am besten ohne großartige Duftstoffe etc.
      Was ist PUVA? PUVA ist die Abkürzung für eine Therapie mit Psoralenen und UV-A-Strahlen. Psoralene sind Wirkstoffe, die die Haut empfindlicher für das Licht machen. Heutzutage geschieht das bei der Psoriasis-Behandlung meist mit Salben.

      Der Arzneistoff 8-Methoxy-Psoralen kann dem Patienten eine Stunde vor der Bestrahlung in einer Tablette gegeben werden. Der Stoff verteilt sich im Körper und gelangt so auch in die Hautzellen. Moderner ist eine Bade-PUVA. Dann wird der Lichtsensibilisator in Wasser gelöst.

      Trifft nun UV-A-Licht auf die Haut, geht der Arzneistoff in einen energiereicheren Zustand über. Die Zellen können sich nicht mehr so extrem teilen, wie es bei Psoriasis der Fall ist.
      Was ist eine Bade-PUVA? Bade-PUVA ist eine Bestrahlung der Haut mit UV-A-Strahlen. Gleichzeitig badet der Patient in einem Wasser, dem ein Lichtsensibilisator zugegeben wurde. Der heißt Psoralen – daher das „P“ in „PUVA“.
      Was muss ich nach einer PUVA-Behandlung beachten? Das größte Problem ist die Strahlenmenge. Du hast nach der PUVA-Behandlung genügend davon intus – mehr sollte es nicht werden.
      Das heißt: Du solltest dich keinen weiteren UV-A-Strahlen aussetzen.

      Ein Sonnenbad oder Besuche im Solarium sind absolut nicht angeraten. Selbst die Sonnenstrahlung, die du hinter einer (Auto-)Scheibe abbekommen, kann zu viel sein. Wer im Freien arbeitet, sollte zur Sonnencreme mit UV-A-Filter greifen oder besser noch die Haut gut mit Kleidung bedecken.
      Welche Nebenwirkungen kann eine PUVA-Therapie machen? Wie bei jeder Therapie können auch bei einer PUVA-Behandlung Nebenwirkungen auftreten. Diese möglichen Nebenwirkungen sind:
      häufig (also bei bis zu zehn von 100 Patienten): Juckreiz und Rötung der Haut
      gelegentlich (also bei bis zu einem von 100 Patienten): neue Psoriasis-Stellen, wo bisher keine waren
      sehr selten und in Einzelfällen (also bei weniger als einem von 1000 Patienten): Müdigkeit, Hyperpigmentierungen (dunkle Flecken auf der Haut), Kontaktallergie, Einfärbung von Finger- oder Fußnägeln,
      bösartige Veränderungen der Haut (Malignome)
      Quelle: Patienteninformation der Galderma Laboratorium GmbH über das Lösungskonzentrat Meladinine 0,3%
      Was ist UVA-1 oder Kaltlicht? Dieses Licht ist in einem sehr begrenzten Spektral-Bereich des UV-Lichtes angesiedelt. Es dringt durch die oberen Hautschichten durch, verbrennt sie aber nicht. Sein Ziel ist aber die tiefe Haut. Kaltlicht heißt diese Form, weil mit aufwändiger Technik die Infrarotstrahlung herkömmlicher Lichttherapie-Geräte minimiert wird. So wird die Haut nicht mehr so erhitzt.
      Welche Krankheiten werden mit UVA-1 oder Kaltlicht behandelt? Die Therapie wird angewendet bei Neurodermitis, Ekzemen, Sklerodermie, Lupus erythematodes, dem T-Zell-Lymphom, Parapsoriasis oder Mastozystose. Manche Ärzte berichteten von einer Besserung bei Juckreiz mit unklarer Ursache, bei Akne, Urtikaria, Knötchenflechte oder Rosazea. UVA-1 wird auch schon mal zur Konditionierung einer Sonnenallergie verwendet.
      Wie läuft eine Therapie mit UVA-1 oder Kaltlicht ab? Die Geräte sind schon wegen der eingebauten Kühlung recht groß. Wer mag, kann darin liegen, Musik hören, schlafen... Je nach Erkrankung wird drei- bis fünfmal pro Woche bestrahlt – das Ganze drei bis vier Wochen lang.
      Links zum Thema
      Lichttherapie allgemein
      Erfahrungen von Betroffenen findest du in unserer Community Dort gab es auch einmal ein Expertenforum zur UV-Betrahlung Was andere über die Bestrahlungstherapie schreiben UV-Strahlen – Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz Bestrahlungsrisiken – Information vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [lesen] UV-Bestrahlung des Blutes
      In der Naturheilkunde gibt es eine Therapie, in der entnommenes Blut mit UV-Licht bestrahlt und dann dem Patienten wieder gespritzt wird. Informationen darüber findest du hier:
      "UVB-Bestrahlung des Blutes" von Dr. von Schreitter aus Neuss "Eigenbluttherapie mit UVB-Bestrahlung des Blutes" - Merkblatt von Dipl.-Med. Karin Finger aus Brandenburg (Havel) Englischsprachige Informationen
      Home versus outpatient ultraviolet B phototherapy for mild to severe psoriasis: pragmatic multicentre randomised controlled non-inferiority trial
      frei downloadbarer Artikel aus dem "British Medical Journal" zum Thema "Heim- oder ambulante UVB-Therapie", 06.03.2009
      Fotos von der Lichttherapie
       
       
    • Utant
      By Utant
      Hallo zusammen, 
      ich bin neu hier und wollte mich vorstellen. Ich leide seit 10 Jahren an Psoriasis . Da ich im Januar einen Schub hatte und nicht nur die üblichen Stellen (Ellenbogen, Knie ...) sondern auch mein ganzer Oberkörper und Rücken befallen war konnte ich laut meiner Ärztin und meinem erhöhten Pasi Wert eine puva Therapie machen . Die ersten drei Wochen waren super und meine Schuppenflechten gingen gut zurück. Doch dann war plötzlich Stillstand und zur Zeit blühe ich wieder richtig auf. Bin richtig deprimiert. 
      Hat jemand Erfahrungen mit der Therapie? 
       
      Außerdem würde mich noch interessieren ob jemand auch zu seiner psoriasis noch einen chron. Husten hat und ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte. Meine Hausärztin meinte dies könne der Fall sein. 
       
      Jetzt schon mal danke für die Antworten . 
       
      Liebe Grüße ute 
       
       
    • ibiza
      By ibiza
      hallo leute,
       
      bitte teilt eure erfahrungen mit mir!!
       
      ich bräuchte dringendst ein paar tips und hilfe zur lichttherapie. ich wohne auf einer insel und es gibt leider keinen hautarzt der sich mit der lichtterapie auskennt. ich habe vor 3 monaten einen gewaltigen schub bekommen. die hautärzte hier auf der insel sind aus der steinezeit. die therapien die diese hautärzte an mir umsetzen wollen hatte ich schon als kind hinter mir. ich mag auch nicht weiter darauf eingehen. also deshalb bin ich ans tote meer gefahren. wow die schuppen waren weg und die haut glatt. es sah aus wie bei einer vitiligo (weißfleckenkrankheit).
       
      nun bin ich 3 wochen zuhause und es geht wieder los, rot wulstig...usw. jetzt habe ich mir die röhren (8 x 100w) und ein solarium besorgt.  
       
      meine fragen bevor es losgeht:
       
      wie lange wäre die anfangsdosis hauttyp 3? mit den überall angegebenen joule kann ich nicht so viel anfangen
       
      wie steigern?
       
      wie lange ist die behandlungsdauer? wochen / monate / jahre
       
      wie oft? täglich / alle 2 tage. usw.
       
      was unterstützt die lichttherapie?
       
      daivonex? ja / nein , vorher / danach
       
      welche pflegecreme? 
       
      sole / solebad vorher?
       
      hilft die lichttherapie wirklich?
       
      oder ist das wieder die lichttherapie ein produkt um geld zu verdienen?
       
       
       
      vielen dank für eure unterstützung 
    • KKM
      By KKM
      Sehr geehre Damen und Herren,
       
      Mein Name ist Klaus M. (45) und ich wohne in Wiesbaden (Hessen).
      Ich leide schon seit etwa 20 Jahren an Psoriasis, habe sämtliche Cremes&Salben ausprobiert und auch viele Jahre Fumaderm genommen.
      Derzeit behandele mich mit einem Heimbestrahlunggerät (UVB-311 nm).
      Dies klappt auch ganz gut, bis auf die hartnäckigen Stelle an meinen Unterschenkeln und Schnienbeinen.
      Deshalb möchte ich nun einmal die "berühmten" Kangalfische (lat: garra rufa) ausprobieren.
      Mein Gedanke ist, zunächst die Schuppen von den Fischen entfernen zu lassen und anschließend eine UV-Bstrahlung vorzunehmen.
      Diese Maßnahmen sollen sich aber nur auf die hartnäckigen und stark schuppenden Stellen an den Unterschenkeln beziehen. (also keine Ganzkörperbehandlung !)

      Von einem Bekannten habe ich ein großes Aquarium mit allem Zubehör bekommen, so dass ich die Tierchen auch artgerecht halten kann.


      1.) Können Sie mir sagen, wo ich diese Tiere käuflich erwerben kann?
            Wichtig wäre mir eine medizinische korrekte (sterile) Aufzucht, so dass die Tiere keine Krankheiten o.ä. übertragen können oder gar schon einmal anderweitig im Einsatz waren.
            Deshalb suche ich einem einem seriösen Händler und keinen windigen Geschäftsmännern, die nur Geld machen wollen.
            Was ich so im Internet gesehen habe, werden meistens 2 - 3 € pro Fisch verlangt.   

      2.) Wieviel Fische benötige ich für meinen Therapienasatz ? (Therapiebereich: zwei Unterschenkel)

      3.) Hat jemand von Ihnen Erfahrung mit diesem Therapieansatz ?

      Vielen Dank für Ihre Antworten.

      Klaus M.
    • Redaktion
      By Redaktion

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