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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Psoriasis arthritis &#x2013; Symptome, Therapie, Behandlung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/?d=33</link><description>Artikel: Psoriasis arthritis &#x2013; Symptome, Therapie, Behandlung</description><language>de</language><item><title>Fatigue bei Psoriasis arthritis: Warum du mehr als nur m&#xFC;de bist und was wirklich hilft</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/fatigue-bei-psoriasis-arthritis-warum-du-mehr-als-nur-muede-bist-und-was-wirklich-hilft-r1379/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_10/fatigue-psoriasis-arthritis.jpg.8c7a55d600e67c422842f20587e81232.jpg" /></p>
<p>
	Für Menschen, die mit Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) leben, ist Müdigkeit oft weit mehr als nur ein Zeichen für eine kurze Nacht. Es ist eine tiefgreifende, anhaltende Erschöpfung, die den Alltag durchdringt und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen kann.
</p>

<p>
	Diese extreme Form der Müdigkeit, in der Medizin auch als Fatigue bezeichnet, ist eines der zentralen und belastendsten Symptome der Erkrankung.
</p>

<p>
	Anders als alltägliche Müdigkeit, die sich durch Schlaf oder Ruhe bessert, ist Fatigue ein ständiger Begleiter, der sich durch Anstrengung oft noch verschlimmert und die körperliche, geistige und soziale Leistungsfähigkeit raubt. Sie ist nicht einfach nur ein Gähnen, sondern ein anerkanntes Krankheitssymptom, das die täglichen Aktivitäten stört und zu erheblicher Behinderung führen kann.
</p>

<p>
	Um diesen Zustand zu bewältigen, ist der erste und wichtigste Schritt, seine Ursachen zu verstehen. Denn nur wer die Wurzeln der Erschöpfung kennt, kann gezielt dagegen vorgehen und die richtigen Strategien für mehr Energie im Alltag entwickeln.
</p>

<h2>
	Die Wurzeln der Erschöpfung: Hauptursachen bei Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	Fatigue bei Psoriasis arthritis ist kein einzelnes, isoliertes Problem, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels verschiedener Faktoren. Um eine wirksame Strategie gegen die Erschöpfung zu entwickeln, ist es entscheidend, diese Treiber zu kennen.
</p>

<p>
	Studien zeigen, dass vor allem die subjektive Wahrnehmung der Krankheit eine zentrale Rolle spielt. Die drei stärksten Faktoren sind eng miteinander verknüpft:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Schmerz und Krankheitsaktivität</strong>: Entzündungen in den Gelenken und Schmerzen sind körperlicher Stress. Sie verbrauchen permanent Energie und zwingen den Körper in einen ständigen Kampfmodus. Klinische Messwerte für die Krankheitsaktivität, wie die Anzahl geschwollener Gelenke, hängen daher eng mit dem Ausmaß der Fatigue zusammen.
	</li>
	<li>
		<strong>Körperliche Einschränkungen</strong>: Wenn die Beweglichkeit durch die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> eingeschränkt ist, kostet jede Alltagsaktivität mehr Kraft. Dies führt oft in einen Teufelskreis: Die Erschöpfung verleitet zu Inaktivität, was wiederum die körperliche Verfassung (Dekonditionierung) verschlechtert und die Müdigkeit weiter verstärkt. Ein höherer Grad an körperlicher Behinderung ist daher fast immer mit stärkerer Fatigue verbunden.
	</li>
	<li>
		<strong>Psychische Belastung</strong>: Das Leben mit einer chronischen Krankheit ist eine erhebliche seelische Belastung. Psychischer Stress, Ängste oder depressive Verstimmungen sind nicht nur eine Folge der Erkrankung, sondern auch eigenständige Treiber der Fatigue. Sie rauben mentale Energie und verstärken das Erschöpfungsgefühl.
	</li>
</ul>

<p>
	Eine entscheidende Erkenntnis ist, dass die messbaren Entzündungszeichen im Blut oft in den Hintergrund treten, wenn man die von Patienten selbst berichteten Schmerzen und körperlichen Einschränkungen berücksichtigt. Für Betroffene bedeutet das: Ihr persönliches Empfinden von Schmerz und Behinderung ist der ausschlaggebende Faktor für die Fatigue – nicht allein das, was Laborwerte zeigen.
</p>

<p>
	Jede erfolgreiche Behandlung muss daher immer auf diese drei Säulen abzielen: die Kontrolle der Krankheitsaktivität, die Linderung von Schmerzen und die Unterstützung der seelischen Gesundheit. Indem du diese drei Bereiche als die Hauptgegner identifizierst, kannst du deine Energie gezielter einsetzen und gemeinsam mit deinem Arzt eine umfassendere Behandlungsstrategie entwickeln.
</p>

<h2>
	Versteckte Energieräuber: Weitere mögliche Ursachen für Müdigkeit
</h2>

<p>
	Nicht jede Form von Müdigkeit bei Psoriasis arthritis muss direkt von der rheumatischen Entzündung herrühren. Oftmals überlagern sich verschiedene Ursachen und die gezielte Suche nach diesen "versteckten Energieräubern" kann völlig neue Behandlungswege eröffnen.
</p>

<p>
	Es ist daher strategisch klug, gemeinsam mit deinem Arzt über den Tellerrand der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> hinauszuschauen und auch andere häufige, aber oft übersehene Faktoren in Betracht zu ziehen.
</p>

<p>
	Schlafstörungen Nicht nur zu wenig Schlaf, sondern vor allem eine schlechte Schlafqualität führt zu Tagesmüdigkeit. Schmerzen, innere Unruhe, aber auch unbemerkte nächtliche Atempausen (Schlafapnoe) können den Schlaf stören und verhindern, dass er erholsam ist.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Anämie und Eisenmangel</strong>: Ein Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) oder Eisen kann zu Erschöpfung führen. Studien zeigen jedoch, dass der Zusammenhang nicht so stark ist wie oft angenommen, weshalb dies nur selten die alleinige Hauptursache der Fatigue ist. Dennoch sollte es als möglicher Faktor im Rahmen einer Blutuntersuchung überprüft werden.
	</li>
	<li>
		<strong>Nebenwirkungen von Medikamenten</strong>: Eine Vielzahl von Medikamenten kann als Nebenwirkung Müdigkeit verursachen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Blutdrucksenker (z. B. Betablocker), Antihistaminika der ersten Generation (oft in rezeptfreien Schlaf- oder Beruhigungsmitteln enthalten) oder bestimmte Psychopharmaka (Neuroleptika). Ein genauer Blick auf die eigene Medikamentenliste lohnt sich.
	</li>
	<li>
		<strong>Psychosozialer Stress und seelische Störungen</strong>: Depressionen und Angststörungen gehen fast immer mit starker Müdigkeit einher. Aber auch anhaltender psychosozialer Stress, wie die Pflege von Angehörigen, berufliche Überlastung oder fehlende soziale Unterstützung, sind enorme Energieräuber, die oft unterschätzt werden.
	</li>
	<li>
		<strong>Andere chronische Erkrankungen</strong> (Komorbiditäten): Begleiterkrankungen können die Fatigue bei <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> erheblich verstärken. Besonders häufig sind hier die Fibromyalgie, ein chronisches Schmerzsyndrom, das selbst von starker Erschöpfung begleitet wird, oder Bluthochdruck.
	</li>
</ul>

<p>
	Diese Vielfalt an möglichen Ursachen unterstreicht, wie wichtig ein offenes und detailliertes Gespräch mit deinem Arzt ist. Nur so können alle relevanten Faktoren identifiziert und ein umfassender Behandlungsplan erstellt werden.
</p>

<h2>
	Den Teufelskreis durchbrechen: Was du selbst gegen die Müdigkeit tun kannst
</h2>

<p>
	Du kannst die Kontrolle über deinen Energiehaushalt aktiv zurückgewinnen. Auch wenn die medikamentöse Behandlung die Grundlage bildet, zeigen zahlreiche Studien, dass aktive, nicht-medikamentöse Strategien einen erheblichen Unterschied machen können. Diese Ansätze des Selbstmanagements helfen Ihnen dabei, den Teufelskreis aus Erschöpfung und Inaktivität zu durchbrechen und die Regie über deine Energie zu übernehmen.
</p>

<h3>
	Bewegung: Der Schlüssel zu mehr Energie
</h3>

<p>
	Es klingt paradox, aber die am besten untersuchte und wirksamste Strategie gegen krankheitsbedingte Erschöpfung ist körperliche Aktivität. Der Grund liegt im sogenannten Dekonditionierungs-Modell (ein Teufelskreis, bei dem Inaktivität zu einem Abbau der körperlichen Fitness führt, was wiederum die Müdigkeit verstärkt): Anhaltende Müdigkeit führt zu Schonung und Inaktivität. Dies schwächt jedoch den Körper, baut Muskulatur ab und verschlechtert die allgemeine Fitness. Die Folge: Selbst kleine Anstrengungen werden noch anstrengender, was die Müdigkeit weiter verstärkt.
</p>

<p>
	Regelmäßige, an die eigenen Möglichkeiten angepasste Bewegung durchbricht diesen Kreislauf. Es geht dabei nicht um Hochleistungssport, sondern um moderate, aktivierende Maßnahmen wie Spaziergänge, Radfahren, Wassergymnastik oder leichtes Krafttraining. Ziel ist es, den Körper schrittweise wieder an Belastung zu gewöhnen und die allgemeine Belastbarkeit zu steigern.
</p>

<h3>
	Psychoedukation: Wissen und mentale Stärke nutzen
</h3>

<p>
	Wissen ist Macht – das gilt besonders im Umgang mit einer chronischen Erkrankung. Psychoedukative und psychosoziale Therapien haben nachweislich einen kleinen, aber wichtigen Nutzen im Kampf gegen die Fatigue. In diesen Programmen lernen Betroffene:
</p>

<ul>
	<li>
		ihre Erkrankung und deren Symptome besser zu verstehen,
	</li>
	<li>
		wirksame Bewältigungsstrategien (Coping) für Schmerz und Stress zu entwickeln,
	</li>
	<li>
		den Umgang mit den psychischen Belastungen der Krankheit zu verbessern und
	</li>
	<li>
		negative Denkmuster zu durchbrechen.
	</li>
</ul>

<p>
	Viele Patienten lernen durch einen langen Prozess von "Versuch und Irrtum", mit ihrer Erkrankung umzugehen. Psychoedukative Angebote können diesen Prozess erheblich verkürzen und unterstützen.
</p>

<h3>
	Alltagsstrategien: Energie klug einteilen
</h3>

<p>
	Neben gezielter Bewegung und Wissenserwerb gibt es eine Reihe von praktischen Alltagsstrategien, die helfen, die verfügbare Energie optimal zu nutzen.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Pacing</strong> (Aktivitätsmanagement): Dieses Konzept beschreibt die bewusste und vorausschauende Einteilung der eigenen Kräfte. Statt an guten Tagen alles auf einmal zu erledigen und danach völlig erschöpft zu sein, geht es darum, Aktivitäten über den Tag und die Woche zu verteilen. Regelmäßige Pausen sind dabei ebenso wichtig wie die eigentlichen Aktivitätsphasen.
	</li>
	<li>
		<strong>Schlafhygiene</strong>: Guter Schlaf ist essenziell. Dazu gehören regelmäßige Schlafenszeiten, der Verzicht auf Koffein und Alkohol am Abend, eine ruhige und dunkle Schlafumgebung sowie der Verzicht auf Bildschirme (Smartphone, TV) kurz vor dem Zubettgehen.
	</li>
	<li>
		<strong>Ernährung</strong>: Viele Betroffene haben ein großes Interesse am Thema Ernährung. Auch wenn die wissenschaftliche Evidenz für spezifische Diäten bei Fatigue begrenzt ist, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung grundsätzlich förderlich für das allgemeine Wohlbefinden und die Energiebereitstellung.
	</li>
</ul>

<p>
	Diese Selbstmanagement-Strategien geben Ihnen wertvolle Werkzeuge an die Hand, um den Alltag mit <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> aktiver und selbstbestimmter zu gestalten.
</p>

<h2>
	Die Basis schaffen: Die Rolle der ärztlichen Behandlung
</h2>

<p>
	Die besten Selbstmanagement-Strategien können ihre volle Wirkung nur dann entfalten, wenn die Ursache der Fatigue – die Entzündung der Psoriasis arthritis – effektiv behandelt wird. Die medikamentöse Therapie ist daher die unverzichtbare Grundlage für ein erfolgreiches Fatigue-Management. Der Zusammenhang ist fundamental: Eine wirksame Behandlung der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> reduziert die Krankheitsaktivität und die Schmerzen, welche die entscheidenden Treiber der Fatigue sind.
</p>

<p>
	Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen Studien aus einem verwandten Krankheitsbild, der rheumatoiden Arthritis. Dort konnte eine große Meta-Analyse nachweisen, dass moderne Medikamente wie die sogenannten JAK-Inhibitoren nicht nur die Gelenkentzündung verbessern, sondern auch patientenberichtete Symptome wie Schmerz und Müdigkeit (gemessen mit dem FACIT-F Fragebogen) signifikant reduzieren. Auch wenn diese Ergebnisse nicht direkt auf die Psoriasis arthritis übertragbar sind, unterstreichen sie das Grundprinzip: Eine effektive Kontrolle der Entzündung ist der Schlüssel zur Linderung der Fatigue.
</p>

<p>
	Das Fazit ist klar: Die optimale medikamentöse Einstellung deiner Psoriasis arthritis durch deinen Rheumatologen schafft die Basis, auf der alle weiteren Maßnahmen gegen die Müdigkeit aufbauen können. Sie ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu mehr Energie und Lebensqualität.
</p>

<h2>
	Das Gespräch mit deinem Arzt
</h2>

<p>
	Ein offenes und vertrauensvolles Gespräch mit deinem behandelnden Arzt ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung der Fatigue. Viele Patienten zögern, ihre Erschöpfung in vollem Umfang anzusprechen – aus Sorge, nicht ernst genommen zu werden oder ihre Symptome nicht klar genug beschreiben zu können. Doch gerade diese Informationen sind für deinen Arzt entscheidend.
</p>

<p>
	Wenn du das Thema Müdigkeit ansprichst, kannst du in der Regel die folgenden Schritte erwarten, die der systematischen Abklärung dienen:
</p>

<h3>
	Gezielte Fragen (Anamnese)
</h3>

<p>
	Dein Arzt wird dir gezielte Fragen stellen, um die möglichen Ursachen einzugrenzen. Dabei wird es typischerweise um folgende Themen gehen:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Schlaf</strong>: Dauer, Qualität, nächtliche Störungen (z.B. durch Schmerzen), Schnarchen oder beobachtete Atempausen.
	</li>
	<li>
		<strong>Medikamente</strong>: Eine vollständige Liste aller eingenommenen Medikamente, einschließlich rezeptfreier Präparate.
	</li>
	<li>
		<strong>Stimmung</strong>: Fragen zu Niedergeschlagenheit, Ängsten, Sorgen oder dem Gefühl von Anspannung.
	</li>
	<li>
		<strong>Lebensumstände</strong>: Erkundigungen zu beruflichen und psychosozialen Belastungen (z. B. Stress bei der Arbeit, familiäre Sorgen).
	</li>
</ul>

<h3>
	Körperliche Untersuchung
</h3>

<p>
	Eine orientierende körperliche Untersuchung hilft, Hinweise auf andere Erkrankungen zu finden. Dazu gehören in der Regel:
</p>

<ul>
	<li>
		Inspektion der <strong>Schleimhäute</strong> (z.B. auf Blässe)
	</li>
	<li>
		Abhören von <strong>Herz und Lunge</strong>
	</li>
	<li>
		Messen von <strong>Puls und Blutdruck</strong>
	</li>
	<li>
		Abtasten der <strong>Lymphknoten</strong> und des <strong>Bauchs</strong> sowie eine orientierende neurologische Untersuchung
	</li>
</ul>

<h3>
	Basis-Laboruntersuchung
</h3>

<p>
	Eine Blutabnahme dient dazu, häufige organische Ursachen für Müdigkeit auszuschließen. Zu den Standardwerten gehören:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Blut-Glucose</strong>: Zum Ausschluss eines unentdeckten Diabetes.
	</li>
	<li>
		<strong>Großes Blutbild</strong>: Zur Prüfung auf eine mögliche Anämie.
	</li>
	<li>
		<strong>Entzündungswerte</strong> (BSG/CRP): Zur Einschätzung der systemischen Entzündungsaktivität.
	</li>
	<li>
		<strong>Leberwerte</strong> (Transaminasen/γ-GT): Zur Überprüfung der Leberfunktion.
	</li>
	<li>
		<strong>Schilddrüsenwert</strong> (TSH): Zum Ausschluss einer Schilddrüsenunterfunktion.
	</li>
</ul>

<p>
	Wichtig zu wissen ist, dass weitergehende Untersuchungen wie Hormonbestimmungen oder bildgebende Verfahren in der Regel nur dann sinnvoll sind, wenn die Basisdiagnostik konkrete Hinweise auf eine spezifische Erkrankung liefert. Dies dient dazu, unnötige und oft verunsichernde Diagnostik zu vermeiden.
</p>

<h2>
	Fazit
</h2>

<p>
	Fatigue ist ein reales und ernstzunehmendes Problem bei Psoriasis arthritis. Scheue dich nicht, es klar anzusprechen. Ein offenes Gespräch mit deinem Arzt, kombiniert mit der richtigen medizinischen Therapie und deinen eigenen Strategien, ist der beste Weg, um Energie und Lebensqualität zurückzugewinnen.
</p>

<h2>
	Was ist Fatigue?
</h2>

<p>
	Fatigue ist ein medizinischer Begriff für eine extreme und anhaltende Form der Erschöpfung, die weit über normale Müdigkeit hinausgeht. Anders als bei alltäglicher Abgeschlagenheit lässt sich Fatigue nicht durch Schlaf oder Ausruhen beheben und steht oft in keinem Verhältnis zur vorangegangenen Anstrengung. Sie ist ein häufiges und sehr belastendes Symptom bei vielen chronischen Erkrankungen wie der Psoriasis arthritis und beeinträchtigt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit im Alltag erheblich.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen und -sehen
</h2>

<ul>
	<li>
		<strong><a href="https://youtu.be/nI7Uz818wDs?si=U2PJ4sXGJJ0o939V&amp;t=3595" rel="external nofollow">Fatigue bei Psoriasis arthritis</a></strong>: Vortrag beim Deutschen Psoriasis-Tag 2024 (Video-Mitschnitt)
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/053-002pi1_S3_Muedigkeit_2023-01_01.pdf" rel="external nofollow">Patientenleitlinie "Müdigkeit"</a></strong> der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://ard.bmj.com/content/83/10/1260" rel="external nofollow">Empfehlungen von europäischen Rheumatologie-Experten</a></strong> (EULAR) für das Management der Müdigkeit bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen
	</li>
	<li>
		<strong>Digitale Selbsthilfegruppe "Rheuma und Fatigue"</strong> der Rheuma-Liga Berlin e.V.: Kontakt über Telefon 030 32 290 29 65, oder per E-Mail an <a href="mailto:meyer@rheuma-liga-berlin.de" rel="">meyer@rheuma-liga-berlin.de</a>
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong><span><span>:</span></span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Psoriasis arthritis – was ist das?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/50177-psoriasis-arthritis-und-muedigkeiterschoepfung/" rel="">Erfahrungen mit Psoriasis arthritis und Müdigkeit/Erschöpfung</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/41570-fatigue-und-job/" rel="">Umgang mit Fatigue im Job</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1379</guid><pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:09:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis arthritis: Neues und Bew&#xE4;hrtes 2024</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2024-r1325/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/Rheumakongress-0.jpg.967e3c9abcac8633f1beb983db7fafe5.jpg" /></p>
<p>
	Mitte September fand in Düsseldorf der „Deutsche Rheumatologiekongress 2024“ statt. Vieles von dem, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2022-r1190/" rel=""><span>was wir vom Kongress 2022 berichtet hatten</span></a>, wurde erneut bekräftigt. Allgemein gilt noch immer, dass eine Psoriasis-Arthritis meist viel zu spät diagnostiziert wird, die Erkrankung bisher nur unzureichend gut behandelt werden kann und Betroffene im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung früher sterben.
</p>

<h2>
	Das Wichtigste in Kürze:
</h2>

<ul>
	<li>
		Je früher eine Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) festgestellt und behandelt wird, desto geringer ist das Risiko für Gelenkdeformationen und lebensgefährliche Herz-/Kreislaufvorfälle.
	</li>
	<li>
		Obwohl es viele neu entwickelte Wirkstoffe gibt, erreicht nur ein Drittel der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten das aktuell geltende Ziel einer „minimalen Krankheitsaktivität“ (MDA).
	</li>
	<li>
		<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten, die mit einem Biologikum behandelt werden, wird häufig zusätzlich Methotrexat (MTX) gegeben. Es hat sich als Irrtum herausgestellt, dass dadurch die Wirkung verstärkt wird.
	</li>
	<li>
		Es gibt keine wissenschaftliche Belege dafür, dass Pflanzen und pflanzliche Präparate bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wirken.
	</li>
	<li>
		Eine (kleine) Studie hat festgestellt, dass zusätzlich eingenommene mittelkettigen Fettsäuren bei Rheumatischer Arthritis (und ggf. <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) die Krankheitsaktivität verringern. Die sollen als Pulver Ende 2024 online angeboten werden.<span> </span>
	</li>
</ul>

<h2>
	Diagnose und Behandlung nicht verschleppen
</h2>

<p>
	Wie schon die Dermatologen werden jetzt auch die Rheumatologen aufgefordert, möglichst früh mit der Behandlung einer <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> zu beginnen. Dafür setzte sich vor allem Prof. Dr. Frank Behrens ein. Er gilt als <u><span>der</span></u> deutsche Experte und wird deshalb im Kollegenkreis als „Mr. <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>“ bezeichnet.
</p>

<p>
	Nach wie vor vergehe zu viel Zeit, bis eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> festgestellt und als solche behandelt wird, so Behrens. Vor allem Entzündungen an Sehnen und Sehnenscheiden werden meist erst nach über drei Jahren als <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> erkannt. Das betrifft vor allem die Achillessehne (Enthesitis). Aber auch Rückenschmerzen werden sehr lange nicht als Wirbelsäulenbeteiligung (axiale Spondylo Arthritis) diagnostiziert, weil es dafür sehr viele andere Ursachen gebe.
</p>

<p>
	Behrens betonte eindringlich, was eigentlich längst bekannt sein müsste: Nach den ersten Anzeichen gebe es nur ein kurzes Zeitfenster, um eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> erfolgreich zu behandeln („window of opportunity“). Ideal wäre es, nach 3-6 Monaten damit zu beginnen. Nur so könne man langfristig zerstörerische Gelenkveränderungen und lebensgefährliche Herz-/Kreislauferkrankungen verhindern. Eine aktuelle <a href="https://rmdopen.bmj.com/content/rmdopen/10/1/e004062.full.pdf" rel="external nofollow"><span>niederländische Studie</span></a> hat gezeigt, dass sich langfristig die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> weniger aggressiv entwickelt, wenn innerhalb eines Jahres mit der Behandlung begonnen wird.
</p>

<p>
	Sein Appell sollte vor allem von uns Betroffenen erst genommen werden. Wer eine Schuppenflechte hat, vor allem an den Nägeln, kann auch eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> entwickeln. Wir dürfen nicht warten, bis die ersten Gelenke geschwollen sind oder wir vor Schmerzen kaum noch laufen können! Wir müssen schon bei den ersten Anzeichen abklären lassen, ob es sich um eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> handelt. Anzeichen sind immer wiederkommende Schmerzen, z.B. an einzelnen Finger- oder Fußgelenken bzw., den Sehnen. Aber auch <span style="background-color:#ffffff; color:#353c41; font-size:16.1px; text-align:left">Beschwerden an Muskeln und Skelett, Fatigue und Steifheitsgefühle.</span> (Mehr unter "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/so-wird-psoriasis-arthritis-erkannt-%E2%80%93-und-von-anderen-erkrankungen-unterschieden-r1236/" rel=""><span>So wird Psoriasis arthritis erkannt – und von anderen Erkrankungen unterschieden</span></a>"). Dass Betroffene von selbst aktiv werden ist deshalb so wichtig, weil Rheumatologen meist erst dann reagieren, wenn Gelenke geschwollen sind oder sich Entzündungen nachweisen lassen. Dann habe sich die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> aber schon ausgebildet, so Behrens.
</p>

<h2>
	<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Medikamente können gezielt eingesetzt werden
</h2>

<p>
	Dr. Fabian Proft stellte aus einem <a href="https://www.clinicaltherapeutics.com/action/showPdf?pii=S0149-2918(23)00198-4" rel="external nofollow"><span>Übersichtsartikel</span></a> eine <a href="https://www.clinicaltherapeutics.com/action/showFullTableHTML?isHtml=true&amp;tableId=tbl0004&amp;pii=S0149-2918(23)00198-4" rel="external nofollow"><span>aktuelle Tabelle</span></a> vor. Sie bewertet, welche Biologika, PDE-4- und JAK-Hemmer wie gut bei den unterschiedlichen Ausprägungen der Psoriasis-Arthritis wirken. Noch nicht berücksichtigt ist dabei Bimekizumab (Bimzelx), das für die Psoriasis, Psoriasis Arthritis und axiale Spondylo Arthritis zugelassen ist und ebenfalls auf die Enthesitis wirkt. Je nachdem, ob nur die Gelenke oder auch zusätzlich die Haut, die Achillessehne oder die Augen (Uveitis) mitbetroffen sind, kann so der entsprechende Wirkstoff ausgewählt werden.
</p>

<h2>
	Therapieziele – was erreicht werden soll
</h2>

<ul>
	<li>
		<span><a href="https://www.startpage.com/do/dsearch?q=ACR-Responser-Wert&amp;cat=web&amp;language=deutsch" rel="external nofollow"><span><b>ACR-Responser-Wert</b></span></a></span> gibt an, um wie viel Prozent sich die Gelenke im Vergleich zum Ausgangswert verbessert haben. Gezählt werden die noch verbliebene schmerzhaften und / oder geschwollenen Gelenke. Gemessen wird die Entzündung (CRP). Beurteilt wird der Schmerz, die Funktionseinschränkung und die gesamte Krankheitsaktivität.<br>
		<b>Ziel ist ein ACR 50, also eine Verbesserung um 50 Prozent</b>.
	</li>
	<li>
		<span><a href="https://rheuma.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/ohne_AZ/m_cc13/rheuma/Templates/DAPSA_GER.pdf" rel="external nofollow"><span><b>DAPSA</b></span></a></span> zählt, wie viel druckschmerzhafte und wie viel geschwollene Gelenke man hat. Die Patienten beurteilen, wie aktiv ihre <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> noch ist und wie schmerzhaft. Außerdem wird der Laborwert für die Entzündung eingetragen. Ab DAPSA 28 ist die Krankheitsaktivität hoch.<br>
		<b>Ziel ist, den DAPSA zu senken auf </b><span>≦</span><b> 4</b>.
	</li>
</ul>

<ul>
	<li>
		<span><a href="https://www.cme-kurs.de/news/psoriasis-arthritis-psa-aktuelle-versorgungssituation-in-deutschland/" rel="external nofollow"><span><b>MDA</b></span></a></span> steht für „minimale Krankheitsaktivität“ als Ergebnis einer Therapie: Es soll jeweils nicht mehr als ein weicher Enthesitis-Punkt, ein druckschmerzendes und/oder ein geschwollenes Gelenk übrig bleiben. Die Haut soll maximal einen absoluten <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> von 1 bzw. einen BSA von 3 aufweisen. Auf Skalen bewertet die Patientin ihren Schmerz (VAS ≤15), der Arzt die Krankheitsaktivität (VAS ≤20) und die Funktion der Gelenke (HAQ ≤0,5).<br>
		<b>Ziel ist, dass 5 dieser 7 Vorgaben erfüllt sind</b>.
	</li>
</ul>

<p>
	Therapieziel ist die „Remission“, d.h. dass ein möglichst hoher Anteil der Krankheits<span>symptome</span> vorübergehend oder dauerhaft verschwindet. Die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> ist damit nicht geheilt. Eine minimale Krankheitsaktivität (MDA) wird, so Prof. Behrens, weltweit nur bei einem Drittel der Patienten erreicht. Am besten werde in Schweden behandelt, wo 40,1 % der Betroffenen nach 5 Jahren eine MDA erreichen.
</p>

<h2>
	Was neue Medikamente schaffen
</h2>

<p>
	Bei einzelnen Präparaten erreichen in den klinischen Studien um die 50 % der Patienten diese Therapieziele. So hat Prof. Behrens die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, bei der die Probanden der Zulassungsstudie insgesamt zwei Jahre mit dem Wirkstoff behandelt wurden. Die Zahlen schwanken, je nachdem, ob die Patienten von Anfang an mit dem Wirkstoff oder anfangs mit einem Placebo behandelt wurden.
</p>

<p>
	<img alt="image.jpeg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23908" data-ratio="33.98" data-unique="oh3b1t8mv" style="height: auto;" width="977" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_10/image.jpeg.484b790e965e74a15edbc182473b0091.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">
</p>

<p>
	Solche verhältnismäßig „guten“ Ergebnisse werden aber im Praxisalltag bisher nicht bestätigt. So hat Prof. Dr. Rieke Alten vorläufige Ergebnisse vorgestellt. Diese Beobachtungsstudie wird noch ein Jahr weitergehen:<span> </span>
</p>

<p>
	<img alt="image.jpeg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23909" data-ratio="30.25" data-unique="p1q6jf057" style="height: auto;" width="962" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_10/image.jpeg.c14b4f05659b7e50c5e628fae1e06204.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">
</p>

<p>
	Die Ergebnisse klinischer Studien sind immer besser, als die aus dem Praxisalltag. Denn die Probanden werden streng ausgewählt. So dürfen sie z.B. bestimmte (Vor-) Erkrankungen nicht haben. Denn damit würden die tatsächlichen Nebenwirkungen eines Medikaments nicht deutlich werden. In der realen Welt dagegen werden grundsätzlich <span>alle</span> Patienten mit dem Medikament behandelt.<span> </span>
</p>

<p>
	Es zeigt sich also, dass selbst neue Wirkstoffe für die große Mehrheit der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Betroffenen die gesetzten Therapieziele noch nicht erreichen! Die gleichen Medikamente schaffen es dagegen, dass bei Dreiviertel der Betroffen die Psoriasis auf der Haut nahezu abheilt (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 90 bis <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 100).
</p>

<h2>
	Biologikum + Methotrexat ohne Zusatznutzen
</h2>

<p>
	Prof. Behrens wiederholte seine Kritik daran, dass MTX zusätzlich zu einem Biologikum gegeben wird (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2022-r1190/#toc5" rel=""><span>Siehe Kongressbericht 2022</span></a>), um die Wirkung zu erhöhen. Das sei in der Praxis sehr verbreitet, obwohl ein Vorteil nirgendwo belegt sei. Ganz im Gegenteil, so Dr. Michaela Köhm. Sie hatte <a href="https://www.thelancet.com/journals/lanrhe/article/PIIS2665-9913(22)00329-0/abstract" rel="external nofollow"><span>festgestellt</span></a>, dass die Monotherapie nur mit Ustekinumab (Stelara) genauso gut wirkt, als wenn zusätzlich MTX gegeben wird. Prof. Behrens geht davon aus, dass das auf alle Biologika übertragbar ist.
</p>

<p>
	Er wies auf einen Widerspruch in der <a href="https://karger.com/kai/article/6/3/122/910158/Psoriasis-Arthritis-Update-der-EULAR-Empfehlungen" rel="external nofollow"><span>aktuellen EULAR-Empfehlung zur Behandlung der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr></span></a> hin. Da werde diese Kombinationstherapie weiterhin aufgeführt. Gleichzeitig werde zugegeben, dass es dafür keine Datengrundlage gibt. Weil sie aber nun praktiziert werde, empfehle die EULAR, die Dosis herabzusetzen. Behrens rät grundsätzlich davon ab, solche konventionellen "krankheitsmodifizierenden Anti-Rheumatika“ (= <abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente"><abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr></abbr>) mit den biologischen <abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente"><abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr></abbr> zu kombinieren.
</p>

<h2>
	Pflanzliche Wirkstoffe gegen <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>
</h2>

<p>
	Die <i>Kommission für komplementäre Heilverfahren und Ernährung</i> der <span ipsnoautolink="true">DGRh</span> <a href="https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen/2024/Pressemitteilung-Nr.-13-2024.html" rel="external nofollow">hat untersucht</a>, ob Pflanzen oder pflanzliche Wirkstoffe für rheumatische Erkrankungen empfohlen werden können. Gesucht wurden Belege für die Wirkung von Borretsch-Öl, <a href="https://dgrh.de/Start/Publikationen/Empfehlungen/Komplement%C3%A4re-Methoden/Behandlung-rheumatischer-Erkrankungen-mit-Brennnesselpflanzen.html" rel="external nofollow">Brennnessel</a>, Cannabis, Phytodolor®, Rosa Canina, Rosmarin, Safran oder Weidenrinde.
</p>

<p>
	Prof. Dr. Gernot Keyßer berichtete, dass in Deutschland pro Jahr für 1,4 Mrd. Euro pflanzliche Präparate verkauft werden. Für viele davon gebe es Erfahrungsberichte oder Laborergebnisse („in vitro“). Das seien aber keine seriösen wissenschaftlichen Belege. Erschwert werde die Beurteilung dadurch, dass diese Produkte nicht standardisiert seien, d.h. sie sind<span>  </span>sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Außerdem sei es nie nur eine Substanz, die eine Erkrankung beeinflusst.
</p>

<p>
	Keine der untersuchten Pflanzen oder pflanzlichen Wirkstoffe könne für die Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen empfohlen werden! Das würden die vorliegenden Daten nicht hergeben. <a href="https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen/2023/Pressemitteilung-Nr.-6-2023.html" rel="external nofollow">Stattdessen empfiehlt Keyßer, sich konsequent mit Mittelmeerkost zu ernähren</a>. <b>So könnten Betroffene ihre rheumatische Erkrankung um ein Drittel beeinflussen.</b>
</p>

<p>
	Die Kommission hat früher bereits <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00393-024-01524-9" rel="external nofollow"><span>komplementärmedizinische Verfahren in der Rheumatologie</span></a> bewertet.
</p>

<h2>
	Bilanzierte Diät bei <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>
</h2>

<p>
	Nach EU-Recht gibt es „<a href="https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/151126" rel="external nofollow"><span>Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke</span></a>“, die sich von Nahrungsergänzungsmitteln unterscheiden. Sie sollen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Ihr Zweck ist es, den wissenschaftlich festgestellten, <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/02_DiaetetischeLM/03_DiaetLM_MedizinZwecke/lm_diaet_medizin_node.html" rel="external nofollow"><span>spezifischen Nährstoffbedarf bei einzelnen Erkrankungen</span></a> zu decken, nicht aber eine Behandlung zu ersetzen. Man spricht von einer „bilanzierten Diät“.
</p>

<p>
	Zu dieser Kategorie zählt eine <a href="https://mikara.info/" rel="external nofollow"><span>italienische Firma</span></a> ihr Pulver„mikara“. Das enthält „mittelkettige Fettsäuren“ (<a href="https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/mittelkettige-triglyceride-fuer-die-adipositastherapie-nicht-empfehlenswert/" rel="external"><span>MCT</span></a>). Die würden von Menschen mit Rheumatischer Arthritis (RA) „<a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/02_DiaetetischeLM/03_DiaetLM_MedizinZwecke/lm_diaet_medizin_node.html" rel="external nofollow"><span>nicht durch den Verzehr normaler Lebensmittel gedeckt</span></a>“ und müssen deshalb zusätzlich aufgenommen werden. Damit sei ihr Produkt nach EU-Recht ein "Lebensmittel für besondere Zwecke".
</p>

<p>
	Das Pulver enthält MCTs (Medium-Chain Triglycerides) und Ballaststoffe. MTCs nimmt der Körper leichter auf, als die üblichen „langkettigen Fette“ (LCT). Sie werden unter anderem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelkettige_Triglyceride" rel="external"><span>als Diät bei unterschiedlichen Erkrankungen </span></a>eingesetzt. Die zusätzlich enthaltenen Ballaststoffen <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/was-rheuma-mit-dem-darm-und-der-ernaehrung-zu-tun-hat-128144/seite/2/?cHash=423d52aabfff043d845629222c3f6de2" rel="external"><span>wirken entzündungshemmend</span></a>. Der Anbieter belegt den krankheitsbedingten Nährstoffbedarf in einer firmengesponserten <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/15/17/3719" rel="external"><span>Studie</span></a>.
</p>

<p>
	34 Probanden erhielten ein MTC-Präparat, 27 weitere eines mit den üblichen LCTs. Nach 8 Wochen bekamen beide Gruppen zusätzlich Ballaststoffe. Nach 16 Wochen zeigte sich, dass die Krankheitsaktivität der MTC-Gruppe erkennbar geringer geworden ist. Das wurde nach dem (<a href="https://www.mdcalc.com/calc/2194/simple-disease-activity-index-sdai-rheumatoid-arthritis" rel="external nofollow"><span>Simple Disease Activity Index</span></a>) ermittelt. Bei dem wird die Anzahl der geschwollenen und druckschmerzhaften Gelenke gezählt und der Entzündungsparameter im Blut (<a href="https://flexikon.doccheck.com/de/C-reaktives_Protein" rel="external nofollow"><span>CRP</span></a>) gemessen.
</p>

<p>
	Die Studie entspricht den <a href="https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.2903/j.efsa.2015.4300" rel="external nofollow"><span>EU-Vorschriften</span></a>. Aber trifft das auch auf die Schlussfolgerung zu? Belegt die gute Wirkung von MTCs auf die Krankheitsaktivität, dass Menschen mit Rheumatoider Arthritis (und <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) einen "erhöhten Bedarf" an mittelkettigen Fettsäuren haben? Ganz davon abgesehen, dass die Anzahl der Probanden im Vergleich zu klinischen Studien gering war. Obwohl MTC unter Sportlern und Übergewichtigen schon lange sehr beliebt ist, gibt es keine Studien <a href="https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/mittelkettige-triglyceride-fuer-die-adipositastherapie-nicht-empfehlenswert/" rel="external"><span>wie MTC langfristig vertragen wird</span></a>. Die Rolle der Ballaststoffe bleibt in diesem Fall offen, weil beide Gruppen sie bekommen haben. Bei den Autoren der Studie heißt es deshalb einschränkend: „Bevor diese Strategie mit Sicherheit empfohlen werden kann, sind weitere klinische Bestätigungen erforderlich.“ Bis dahin will der Anbieter von „mikara“ aber nicht warten. Ende 2024 soll das Präparat online erhältlich sein.
</p>

<h2>
	Aufgeschnappt
</h2>

<ul>
	<li>
		Mit einer leichten Psoriasis (Pso) hat man ein nur geringeres Risiko, eine Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) zu entwickeln, meinte Prof. Frank Behrens.
	</li>
	<li>
		Das Risiko, eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> zu entwickeln, ist auch dann geringer, wenn man (früh genug) mit einem Biologikum behandelt wird, wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38847993/" rel="external"><span>Prof. Abdulla Watad</span></a> zitiert.
	</li>
	<li>
		Dagegen ist das Risiko für eine Leberkomplikation 3- bis 4-fach höher, wenn man als Psoriasis-Patient mit MTX behandelt wird, wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33607181/" rel="external"><span>Joel M Gelfand</span></a> zitiert.
	</li>
	<li>
		Es ist nicht möglich, mit regelmäßigerVitamin-D-Zufuhr einer Autoimmunkrankheit vorzubeugen. Das gilt auch für die Pso und die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>. Das ergaben Auswertungen einschlägiger Studien. Andersherum gäbe es starke Hinweise, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel eine Multiple Sklerose verursachen kann, berichtete Dr. Aleš Janda.
	</li>
	<li>
		Die WHO empfiehlt ca. 20-40 Minuten moderate körperliche Aktivität täglich. Betroffene mit Pso oder <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> schaffen aber pro Tag selten mehr als 10 Minuten. Sie selbst überschätzen dagegen ihre Zeit, in der sie mäßig bis stark körperlich aktiv sind. Das hat Anna-Maria Liphardt herausgefunden (Poster SpA.18).
	</li>
	<li>
		Systemischer Knochenverlust und Osteoporose spielen eine Rolle bei Pso und <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>. Das könnte durch innerliche Medikamente (<abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente"><abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr></abbr>) unter Kontrolle gehalten werden. Das meint Dr. Edgar Wiebe (Poster OS.06).
	</li>
	<li>
		Das Alkoholverbot während einer MTX-Behandlung stammt aus der Frühphase, als noch hohe Dosierungen üblich waren. Alkohol in Maßen scheint unbedenklich zu sein, so Professor Klaus Krüger. Er empfiehlt MTX-Patienten 6-8 Einheiten pro Woche; das sind <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Standardglas_(Alkoholgehalt)" rel="external"><span>eineinhalb Liter Bier</span></a>.
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1325</guid><pubDate>Fri, 11 Oct 2024 14:32:00 +0000</pubDate></item><item><title>So wird Psoriasis arthritis erkannt &#x2013; und von anderen Erkrankungen unterschieden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/so-wird-psoriasis-arthritis-erkannt-%E2%80%93-und-von-anderen-erkrankungen-unterschieden-r1236/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_06/gelenkschmerzen-behandlung-therapie.jpg.10507f910160d4c54d8f5676b77889fc.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Bei Gelenkschmerzen ist die Diagnose oft knifflig. Hier findest Du Informationen darüber, welche Symptome auf eine Psoriasis arthritis hinweisen und welche eher für eine Arthrose oder eine Rheumatoide Arthritis sprechen. Außerdem geht es um Verfahren, mit denen ein Rheumatologe die Diagnose feststellen kann. </strong>
</p>

<p>
	Für die Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) gilt: Je früher sie erkannt und behandelt wird, desto eher besteht die Chance, dass sie weniger schlimm verläuft oder sogar gestoppt wird. Wenn die beschriebenen Symptome auftreten, sollten Betroffene <em>umgehend</em> zur Ärztin oder zum Arzt gehen.
</p>

<ul>
	<li>
		Eine Psoriasis arthritis tritt schubweise auf. Das heißt: Sie kann lange Zeit verschwinden. Danach können andere Gelenke betroffen sein.
	</li>
	<li>
		Es muss immer eine Entzündung vorliegen.
	</li>
	<li>
		Typisch sind geschwollene Finger-Endgelenke oder Schwellungen am ganzen Finger.
	</li>
	<li>
		Oft ist die Achilles-Sehne mitbetroffen.
	</li>
	<li>
		Rückenschmerzen können auf eine axiale <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> an der Wirbelsäule und im Brustbereich hinweisen.
	</li>
	<li>
		Grundsätzlich ist kein "Rheumafaktor" zu messen; manche <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Betroffenen haben ihn aber dennoch!
	</li>
</ul>

<h2>
	Woher kommen die Schmerzen?
</h2>

<p>
	 Schmerzen und Schwellungen an den Gelenken, vor allem den Finger und Zehen, den Sehnen und im Kreuz können eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> sein. An den Gelenken können sie unterschiedliche Ursachen haben. Sie können von <i>verschlissenen</i> Gelenken stammen (Arthrose) oder von <i>entzündeten</i> (Arthritis). Entzündete Gelenke hat man z.B. bei der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> oder der Rheumatische Arthritis (RA), dem so genannten „Rheuma“. Manche Schmerzpatienten haben beides: Arthrose <i>und</i> Arthritis, andere sogar Psoriasis Arthritis <i>und</i> Rheuma. 
</p>

<div>
	<div style="padding:10px;background-color:#E9F3F6;border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	Worin unterscheiden sich Arthrose und Arthritis?
</h2>

<p>
	Als Faustregeln gelten, dass
</p>

<ul>
	<li>
		die Rheumatische Arthritis sofort in allen Gelenken auftritt und dann nicht mehr verschwindet.
	</li>
	<li>
		die Psoriasis Arthritis sich langsam entwickelt. Schmerzen und Schwellungen können für lange Zeit verschwinden, um schubweise erneut, aber durchaus an völlig anderen Gelenken aufzutreten.
	</li>
	<li>
		bei Arthrosen grundsätzlich keine Entzündungen (Rötung, Überwärmung) auftreten.
	</li>
</ul>

<p>
	Um eine Arthrose von einer Arthritis zu unterscheiden, gibt es folgende Hinweise:
</p>

<table id="tabelle">
	<thead>
		<tr>
			<th>
				 
			</th>
			<th>
				Arthrose
			</th>
			<th>
				Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>, RA)
			</th>
		</tr>
	</thead>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Betroffene Körperteile
			</td>
			<td>
				<ul>
					<li>
						Kniegelenke
					</li>
					<li>
						Hüftgelenke
					</li>
					<li>
						Fingergelenke
					</li>
					<li>
						Schultergelenke
					</li>
					<li>
						selten andere Gelenke
					</li>
				</ul>
			</td>
			<td>
				<ul>
					<li>
						Finger- und Zehgelenke
					</li>
					<li>
						Wirbelsäule
					</li>
					<li>
						Kreuz-Darmbein-Gelenk
					</li>
					<li>
						Kiefergelenke
					</li>
					<li>
						Weichteile (Fett-, Muskel- und Bindegewebe)
					</li>
					<li>
						Sehnen
					</li>
				</ul>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schmerzen in Ruhe
			</td>
			<td>
				nein
			</td>
			<td>
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schmerzmaximum
			</td>
			<td>
				abends nach Belastung
			</td>
			<td>
				morgens und nachts
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Anlaufschmerz nach längeren Ruhephase
			</td>
			<td>
				ja, verschwindet nach 10 Minuten „warmlaufen“
			</td>
			<td>
				möglich
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Morgensteifigkeit
			</td>
			<td>
				kurz
			</td>
			<td>
				ja, über 1 Stunde
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Besserung durch Bewegung
			</td>
			<td>
				anfangs ja, nach Belastung nein
			</td>
			<td>
				häufig
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Besserung durch Wärme
			</td>
			<td>
				häufig*
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Besserung durch Kälte
			</td>
			<td>
				nein
			</td>
			<td>
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schmerzsteigerung
			</td>
			<td>
				innerhalb von Monaten bis Jahren
			</td>
			<td>
				innerhalb von Tagen bis Wochen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Weiche, teigige Schwellung
			</td>
			<td>
				nein*
			</td>
			<td>
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Harte, knöcherne Schwellungen
			</td>
			<td>
				möglich
			</td>
			<td>
				selten
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rötung, Überwärmung
			</td>
			<td>
				nein*
			</td>
			<td>
				möglich
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Fatigue (chronische Müdigkeit)
			</td>
			<td>
				nein
			</td>
			<td>
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schmerzen an Rücken, Skelett, Fersen und Muskeln
			</td>
			<td>
				nein
			</td>
			<td>
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				*Ausnahme aktivierte Arthrose, d.h. wenn das Gelenk akut gereizt ist und Schwellung oder Erguss auf eine Entzündung hindeuten.
			</td>
			<td>
				 
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Worin liegt der Unterschied zum Rheuma?
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<th>
				 
			</th>
			<th>
				Arthrose
			</th>
			<th>
				Psoriasis Arthritis
			</th>
			<th>
				Rheumatoide Arthritis
			</th>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Auftreten
			</td>
			<td>
				verschlimmert sich belastungsabhängig über die Jahre
			</td>
			<td>
				schubartig, längere Unterbrechungen möglich
			</td>
			<td>
				einmal aufgetreten verschwindet sie nicht mehr
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				betroffene Gelenke
			</td>
			<td>
				über die Jahre immer die gleichen, keine Daktylitis
			</td>
			<td>
				<p>
					über die Jahre unterschiedliche:
				</p>

				<ul>
					<li>
						Finger-Endgelenke
					</li>
					<li>
						einzelne, vollständig geschwollene Finger oder Zehen – Daktylitis,
					</li>
					<li>
						Achilles-Sehne - Enthesitis
					</li>
				</ul>
			</td>
			<td>
				über die Jahre immer die gleichen, nie Finger-Endgelenke
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Was weist noch auf eine Psoriasis Arthritis hin?
</h2>

<p>
	Als typisch für eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> gilt, dass
</p>

<ul>
	<li>
		sich an den Knochen Spangen, Randzacken, Höcker, Auflagerungen oder Wulste bilden.
	</li>
	<li>
		man Schmerzen im Kreuz und im Brustbereich (axiale <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) hat.
	</li>
	<li>
		man eine Nagel-Psoriasis (Tüpfel, Ölfleck, Krümel, Grübchen, Rillen bis hin zur Verfärbung oder Abhebung des Nagelbetts) hat.
	</li>
	<li>
		man zusätzlich an Schuppenflechte erkrankt ist. Es gibt aber auch die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> ohne bzw. mit nachträglich auftretendem Hautbefall.
	</li>
	<li>
		Schuppenflechte in der Familie verbreitet ist oder früher war.
	</li>
</ul>

<h2>
	Warum das schnell geklärt werden muss
</h2>

<p>
	Psoriasis arthritis ist keine Frage des Alters. Zwar tritt sie häufiger bei Älteren auf. Aber schon bei Kindern und Jugendlichen wurde sie als Begleiterkrankung der Schuppenflechte festgestellt. Deshalb gilt: Bei Symptomen, wie sie beschrieben sind, muss umgehend einen Arzttermin vereinbart werden! Denn wenn eine Behandlung wirken soll, muss schon bei den ersten Anzeichen abgeklärt werden, worum es sich handelt. 
</p>

<p>
	<strong>Es gibt nur ein kurzes Zeitfenster, um eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> langfristig gut zu kontrollieren.</strong> Entzündungen können <a href="https://europepmc.org/article/MED/15708927" rel="external">schon nach zwei Jahren den Knochen angreifen</a>. Wird die Psoriasis arthritis nicht oder falsch behandelt, können Gelenke zerstört werden oder die Wirbelsäule versteift sich. Wie auch andere chronische Entzündungs-Erkrankungen provoziert die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> Begleiterkrankungen, die teilweise schwer verlaufen können. Dazu gehören Metabolisches Syndrom, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, chronische Darmentzündungen, Diabetes, Adipositas (Fettsucht), Fibromyalgie (Muskelschmerz), Fatigue (Erschöpfungssyndrom), aber auch Uveitis (Augenentzündung) und Depressionen.
</p>

<p>
	Mit heutigen Medikamenten können Gelenkveränderungen verlangsamt oder sogar gestoppt und Begleiterkrankungen abgemildert oder vermieden werden. Vorausgesetzt, die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> wird früh genug erkannt und therapiert!
</p>

<h2>
	Welche Ärztin bzw. welcher Arzt ist zuständig?
</h2>

<p>
	Der richtige Facharzt dafür ist der (internistische) Rheumatologe, eventuell auch ein Orthopäde. Inzwischen diagnostizieren aber auch Hautärzte eine Psoriasis arthritis, wenn sie als Begleiterkrankung mit einer Schuppenflechte auftritt. Zahlreiche Uni-Kliniken bieten interdisziplinäre (Entzündungs-) Sprechstunden an, um eine Psoriasis arthritis frühzeitig zu erkennen. Die gibt es zum Beispiel in <a href="https://www.ukbonn.de/psa-zentrum/" rel="external nofollow">Bonn</a>, <a href="https://www.die-stadtredaktion.de/2015/10/rubriken/wissenschaft-ressorts/wissenschaft/universitatsklinikum/neues-interdisziplinaeres-zentrum-fuer-chronisch-entzuendliche-erkrankungen-am-universitaetsklinikum-heidelberg/" rel="external nofollow">Heidelberg</a>, <a href="https://www.uksh.de/entzuendungsmedizin/" rel="external nofollow">Kiel</a>, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neue-spezial-sprechstunde-fuer-psoriasis-arthritis-in-mannheim/" rel="">Mannheim</a>, <a href="https://www.lmu-klinikum.de/med4/patientenportal/rheumatologie/krankheitsbilder/792594c16cc6d2b5" rel="external nofollow">München</a> und <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/zentren/indira" rel="external nofollow">Tübingen</a>, aber auch in <a href="https://www.usz.ch/sprechstunde/entzuendungssprechstunde/" rel="external nofollow">Zürich</a>.
</p>

<p>
	Betroffene sollten ihre Symptome aufschreiben, um zur Befragung und Untersuchung bei der Ärztin gut vorbereitet zu sein. Empfehlenswert ist, vorher einen Patientenfragebogen auszufüllen. Wesentliche Fragen stellt der von <a href="https://rheumazentrum-hannover.de/wp-content/uploads/2018/03/screeningbogen-psa-pat.pdf" rel="external nofollow">Rheuma-VOR</a>. Die betroffenen Gelenke kann man am besten im Fragebogen der <a href="https://www.praxis-kiedrowski.de/files/psa_fragebogen.pdf" rel="external nofollow">Hautpraxis in Selters</a> einzeichnen. Verbreitet sind die Fragebögen <i>GEPARD </i>und CASPAR. Eine <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.14614" rel="external nofollow">Untersuchung aus 2021</a> zeigte aber, dass mit denen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2022-r1190/#toc2" rel="">deutlich zu viele <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Verdachtsdiagnosen gestellt</a> wurden. 
</p>

<p>
	Fragebogen liefern zwar wichtige Hinweise, ersetzen aber nicht die ärztliche „Inspektion“. Dabei wird z.B. geschaut, wie gerötet und geschwollen die betroffenen Gelenke sind und ob es schon Fehlstellungen gibt. Getestet wird das Schmerzempfinden und wie beweglich, kräftig und präzise die Gelenke noch funktionieren.
</p>

<h2>
	Diagnose der Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	Im Frühstadium ist eine Psoriasis arthritis oft schwer nachweisbar. In dieser Phase kommt es immer wieder zu Fehldiagnosen, denn <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> kann leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Oft werden <a href="https://bmcrheumatol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s41927-019-0102-7" rel="external nofollow">(Poly-) Arthrose oder Rheumatische Arthritis („Rheuma“) angenommen</a>, aber auch psychische Ursachen.
</p>

<p>
	 
</p>

<h3>
	Gibt es <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Blutwerte?
</h3>

<p>
	Es gibt keinen sicheren Marker im Blut, mit dem eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> sicher diagnostiziert werden kann. Lange Zeit galt es als typische Abgrenzung zum Rheuma, dass bei der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> <i>kein</i> „Rheumafaktor“ gemessen werden konnte. Später hoffte man, dass das HLA-B27 ein Hinweis für eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> wäre. Leider sind beide Annahmen nicht sicher, weil immer wieder Ausnahmefälle gefunden wurden.
</p>

<h3>
	<img alt="image.png" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23802" data-ratio="55.26" data-unique="v19xi5tvz" style="height: auto;" width="970" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_08/image.png.ac7f638a6a29432912245b75603f180d.png" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">
</h3>

<h3>
	Was kann man abbilden?
</h3>

<p>
	Jede Gelenkerkrankung hat ihre typischen Entzündungsmuster. Deshalb kann man anhand von Bildern relativ sicher eine Diagnose stellen.
</p>

<p>
	Für die Finger gibt es den <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/66428/Rheumatoide-Arthritis-Die-Entzuendungsaktivitaet-wird-sofort-sichtbar" rel="external">Rheuma-Scan (Xiralite)</a>, mit dem man sofort ermitteln kann, ist welche Gelenke sich entzündet haben. Das funktioniert schon im frühesten Stadium, d.h. bevor die Beschwerden in den Fingern auffällig werden und der Arzt etwas ertasten kann. 
</p>

<p>
	Nicht für das Frühstadium geeignet, aber sehr zuverlässig sind Techniken, die Veränderungen an Knorpel, Knochen und Weichteilen zeigen. Das machen zum Beispiel hochauflösende <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/223940/Diagnostik-per-Power-Ultraschall-Psoriasis-Arthritis-exakte-Diagnose-gezielte-Therapie" rel="external">Ultraschallgeräte (Sonographie)</a>. Aktuell wird <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-2023-r1222/#toc8" rel="">ein transportables Ultraschallgerät</a> getestet, mit dem <em>auch Dermatologen</em> einfach und sicher eine Psoriasis arthritis diagnostizieren können. Am genauesten ist die Kernspin-Tomographie (MRT) der entsprechenden Gelenke. Dafür gibt es lange Wartezeiten und sie ist sehr teuer. Deshalb wird meist erst dann darauf zurückgegriffen, wenn die Ärztin oder der Arzt nicht mehr weiter weiß.
</p>

<p>
	Computer-Tomographie (CT) und Röntgen zeigen am deutlichsten, was sich am Knochen selbst verändert hat. Das macht aber erst Sinn, wenn die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> schon so weit fortgeschritten ist, dass Teile des Gelenkknochens zerstört sind. Soweit sollte man es nicht kommen lassen!
</p>

<h2>
	Was tun, wenn die Diagnose sich bestätigt?
</h2>

<p>
	Man sollte sich möglichst gleich mit einem der neu entwickelten Wirkstoffe behandeln lassen. Bisher eingesetzte konventionelle Wirkstoffe wirken nicht auf alle <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Ausprägungen und überhaupt nicht auf die Begleiterkrankungen. Methotrexat z.B. wirkt nach heutigen Maßstäben nicht besonders gut. So konnte bisher nicht nachgewiesen werden (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-2024-r1305/#toc8" rel="">Aufgeschnappt</a>), dass es die Gelenkzerstörung bei der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> besser aufhält als ein Placebo. Auch wird davon abgeraten, MTX als Verstärker z.B. zu einem Biologikum zu geben (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2022-r1190/#toc5" rel="">Methotrexat</a>).
</p>

<p>
	Man sollte die Therapie immer unterstützen: D.h. bei Fettleibigkeit abnehmen, nicht rauchen sich körperlich angemessen bewegen sowie ballaststoffreich und mediterran ernähren. Naturheilkundliche Methoden (Fasten, Kohlblätterwickel, Kältekammer) und Wirkstoffe (Teufelskralle, Kreuzkümmel, Curcuma) sollte <i>nicht anstatt</i> sondern <i>nur zusätzlich</i> zur medikamentösen Behandlung eingesetzt werden. <strong>Jede und jeder von uns hat nur diese einen Gelenke!</strong><span> </span>
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psa-fuenf-formen/" rel="">Die fünf Formen der Psoriasis arthritis</a></span>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psa-ist-kein-rheuma/" rel="">Psoriasis arthritis ist nicht "wie Rheuma</a></span>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-psoriasis-arthritis-schneller-diagnostiziert-werden-kann/" rel="">Wie Psoriasis arthritis schneller diagnostiziert werden kann</a></span>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/kuenstliche-intelligenz-kann-rheuma-und-psoriasis-arthritis-unterscheiden-r1176/" rel="">Künstliche Intelligenz kann Rheuma und <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> unterscheiden</a></span>
	</p>

	<h2>
		Tipps zum Weiterlesen
	</h2>
</div>

<p>
	<span><a href="https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/psoriasis-arthritis" rel="external">Psoriasis Arthritis - Deutsche Rheuma Liga 2022</a></span>
</p>

<p>
	<span><a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/de/profiles/5a5487659e96/editions/1fe76725f6475aca8b20" rel="external nofollow">Handbuch Psoriasis + Psoriasis-Arthritis -Deutscher Psoriasis Bund 2022</a></span>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1236</guid><pubDate>Sun, 25 Jun 2023 14:21:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis arthritis &#x2013; wenn Gelenke wehtun</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/psoriasis-arthritis-einfuehrung.jpeg.ab43ae2c3ffc1b2bdd687e1f8b1cdd05.jpeg" /></p>
<p>
	Psoriasis ist eines der Paradebeispiele für Erkrankungen, bei denen spezialisierte Ärzte – in diesem Fall die Hautärzte – über den Tellerrand ihres Fachgebietes hinausblicken sollten. Denn wegen der charakteristischen Erscheinungen an der Haut und oft auch den Fuß- und Fingernägeln werden Patienten mit Schuppenflechte von ihrem Hausarzt in aller Regel an einen Dermatologen überwiesen. Doch die Krankheit kann auch „unter die Haut gehen“ und Sehnen und Gelenke angreifen oder sich mit Fersenschmerzen zeigen. Rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich bleibende Schäden bei einer Pso arthritis meist verhindern.
</p>

<h2>
	Wie oft gibt es sie?
</h2>

<p>
	Ging man früher davon aus, dass etwa fünf Prozent der Psoriatiker an einer Psoriasis arthritis leiden, kommen neuere Untersuchungen auf einem Anteil von zwanzig oder sogar bis zu 40 Prozent – möglicherweise wegen gestiegenen Bewusstseins der Ärzte für die Erkrankung. Bei rund 80 Prozent dieser Patienten treten zuerst die Hautsymptome und meist Jahre oder Jahrzehnte später die Gelenkveränderungen in Erscheinung. Bei den übrigen 20 Prozent bricht die Psoriasis Arthritis je zur Hälfte gleichzeitig mit oder sogar noch vor der Schuppenflechte aus. Im Durchschnitt aller Patienten gehen die Hautsymptome den Gelenksymptomen zehn Jahre voraus. Bei etwa jedem fünften Patienten mit Psoriasis Arthritis kommt es unbehandelt zu einer fortschreitenden Zerstörung der betroffenen Gelenke.
</p>

<p>
	Engagierte Rheumatologen bemühen sich deshalb intensiv um Aufklärung unter Dermatologen. Denn gerade sie können Sorge dafür tragen, ihre Schuppenflechte-Patienten mit Psoriasis arthritis einer fachgerechten Therapie zuzuführen. Zumindest 2007 war das Bewusstsein aber offensichtlich noch nicht sehr ausgeprägt. Dies jedenfalls lassen Daten vermuten, die Rheumatologen damals in Deutschland erhoben haben. Bei etwa jedem fünften der untersuchten Patienten, die wegen einer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-vulgaris-%E2%80%93-die-haeufigste-form-der-schuppenflechte-r1116/" rel="">Plaque-Psoriasis</a> an einem dermatologischen Zentrum in Behandlung waren, diagnostizierten sie eine Psoriasis Arthritis. Was zu denken geben sollte: Bei weniger als 20 Prozent war die Gelenkbeteiligung bereits bekannt – und das, obwohl bei etwa jedem zweiten Patienten fünf oder mehr Gelenke betroffen waren.
</p>

<p>
	Solltest du also unter Plaque-Psoriasis leiden und das Gefühl haben, dass mit deinen Gelenken etwas „nicht stimmt“: Lass dich von ihrem Haut- oder Hausarzt zur Abklärung umgehend an einen Rheumatologen überweisen. Umgekehrt sollten Patienten mit unklaren rheumatischen Beschwerden ohne Psoriasis-Diagnose einen Dermatologen konsultieren, wenn unter Umständen nur minimale psoriatische Veränderungen an der Haut, den Nägeln oder irgendwo sonst am Körper erkennbar sind. Auch dann kann eine Psoriasis arthritis auftreten.
</p>

<h2>
	Risikofaktoren
</h2>

<p>
	<img alt="Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19710" data-ratio="56.00" data-unique="io9244b1v" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="678" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psa-fruehzeitig-behandeln.jpeg.4636e51d1e6f872aeb69b15d7111597c.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Unter dem Begriff „Psoriasis Arthritis“ werden alle mit Schuppenflechte einhergehenden Veränderungen an Gelenken und auch Sehnen zusammengefasst. Der Verlauf ist dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Ein erhöhtes Risiko, eine Psoriasis arthritis zu entwickeln, besteht bei
</p>

<ul>
	<li>
		schwerer Hauterkrankung
	</li>
	<li>
		Beteiligung der Nägel und/oder
	</li>
	<li>
		Beteiligung der Kopfhaut sowie bei
	</li>
	<li>
		Schuppenflechte in der Gesäßfalte oder um den After.
	</li>
</ul>

<p>
	Je ausgeprägter die Hautsymptome, desto wahrscheinlicher muss mit einer Psoriasis Arthritis gerechnet werden. Ein Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Hautsymptome und der Gelenkbeschwerden besteht aber nicht.
</p>

<h2>
	Untergruppen
</h2>

<p>
	Die Einteilung der Psoriasis arthritis in so genannte Subtypen ist komplex und wird dadurch erschwert, dass ein Patient nacheinander verschiedene Formen durchlaufen kann oder mehrere Subtypen gleichzeitig vorliegen können. So sind bei manchen Patienten zunächst wenige Gelenke („Oligoarthritis“) und später viele Gelenke („Polyarthritis“) entzündet – etwa die Fingergelenke und zusätzlich ein großes Gelenk wie das Kniegelenk. Bei bis zu 40 Prozent der Patienten ist neben Gelenken der Extremitäten auch die Wirbelsäule betroffen.
</p>

<p>
	Ein charakteristisches Zeichen der Psoriasis Arthritis ist die so genannte Daktylitis, d.h. eine Entzündung der Finger, bei der neben den Gelenken auch die Weichteile betroffen sind und anschwellen („Wurstfinger“). Im Unterschied zur Arthrose treten die Gelenkentzündungen oft asymmetrisch auf, zum Beispiel an Fingergelenken der rechten Hand und gleichzeitig dem linken Knie. Die Übergangsstellen zwischen Sehnen und Knochen können sich ebenfalls entzündlich verändern. Eine solche „Enthesitis“ ist dann zum Beispiel an einer Schwellung im Bereich der Achillessehne erkennbar.
</p>

<p>
	Wie groß der Anteil der Patienten mit bestimmten Symptomen ist, lässt sich kaum sagen. Denn die vielen hierzu durchgeführten Studien kommen teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
</p>

<h2>
	Symptome
</h2>

<p>
	Eine Psoriasis arthritis verläuft oft viele Jahre unbemerkt, bevor die ersten <strong>Symptome </strong>auftreten. Zu ihnen zählen
</p>

<ul>
	<li>
		Schmerzen
	</li>
	<li>
		Rötungen und Schwellungen über einem Gelenk
	</li>
	<li>
		Morgensteifigkeit
	</li>
	<li>
		Funktionseinschränkungen und
	</li>
	<li>
		sichtbare Verformungen der Gelenke (in fortgeschrittenen Stadien)
	</li>
</ul>

<p>
	Ist das Kreuz-Darmbein betroffen, kann sich dies durch Schmerzen im Bereich des unteren Rückens und des Gesäßes äußern. Diese Symptome sind nachts besonders stark ausgeprägt und bessern sich am Tage unter Bewegung.
</p>

<p>
	Eine Beteiligung der Wirbelsäule kann ebenfalls mit Schmerzen verbunden sein. Oft macht sie sich auch durch eine eingeschränkte Beweglichkeit bemerkbar, etwa beim Drehen des Kopfes.
</p>

<p>
	Dies alles kann die Lebensqualität Betroffener erheblich beeinträchtigen – zusätzlich zur Belastung durch die Psoriasis selbst.
</p>

<h2>
	Ursachen
</h2>

<p>
	Die Ursachen der Psoriasis arthritis sind im Detail noch nicht geklärt. Sie wird jedoch – ebenso wie zum Beispiel die rheumatoide Arthritis und die Plaque-Psoriasis – den immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen zugeordnet. Aus noch ungeklärten Gründen kommt es demnach zu einer Aktivierung des Immunsystems, das sich dann gegen körpereigene Strukturen richtet und Entzündungsprozesse an den Gelenken in Gang setzt.
</p>

<p>
	Mediziner und Grundlagenforscher haben noch keine Erklärung dafür, warum einige Psoriatiker eine Psoriasis arthritis entwickeln und andere nicht – und warum das Krankheitsbild individuell so unterschiedlich verläuft. Da die Erkrankung familiär gehäuft auftritt, ist ein Einfluss genetischer Faktoren aber wahrscheinlich. Umweltfaktoren wie zum Beispiel bakterielle Infekte könnten ebenfalls eine Rolle spielen.
</p>

<h2>
	Diagnose
</h2>

<p>
	<img alt="Diagnostik bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19711" data-ratio="66.50" data-unique="pnbc8tnlc" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="300" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-arthritis-diagnose.jpeg.ef3a25b0e499ab5c005bbc5065fd6273.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Ebenso wie die rheumatoide Arthritis kann Psoriasis Arthritis unbehandelt teils schwere und bleibende Schäden an den Gelenken verursachen. Die frühzeitige Diagnose und Therapie ist deshalb von entscheidender Bedeutung – möglichst in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen, Dermatologen und Radiologen. Solltest du bei dir selbst den Verdacht auf eine Psoriasis arthritis hegen, sprich deinen Arzt umgehend darauf an.
</p>

<h3>
	Anamnese und körperliche Untersuchung
</h3>

<p>
	Am Anfang der Diagnose steht das Befragen des Patienten nach seiner Krankengeschichte (Anamnese) und Symptomen. Hilfreich sind hier Fragebögen wie zum Beispiel der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/files/file/28-gepard-fragebogen/" rel="">GEPARD-Fragebogen</a>. Entscheidend ist anschließend die körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Gelenke sowie die Übergangsstellen zwischen Sehnen und Knochen besonders gründlich begutachten sollte. Stößt er bei einem Psoriatiker auf Auffälligkeiten, ist aber nicht zwangsläufig auf eine Psoriasis Arthritis die Ursache. Denn unabhängig von der Schuppenflechte kann eine andere Erkrankung wie zum Beispiel eine verschleißbedingte Arthrose vorliegen. Deshalb sind weitere Untersuchungen notwendig.
</p>

<h3>
	Bildgebende Untersuchungen
</h3>

<p>
	An erster Stelle steht meist eine Röntgenuntersuchung der Hände und Füße bzw. der auffälligen Gelenke oder der Wirbelsäule. Zeigen sich in dieser „bildgebenden“ Untersuchung Gelenkschäden, lässt sich anhand bestimmter Charakteristika zum Beispiel zwischen rheumatoider Arthritis und Psoriasis Arthritis unterscheiden. Auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann wichtige Informationen liefern. Bei besonderen Fragestellungen kommen die Magnetresonanztomographie, die Szintigraphie oder die Computertomographie zum Einsatz. Im Frühstadium der Psoriasis Arthritis sind allerdings noch keine so genannten „radiologischen Zeichen“ an Knorpel und Knochen vorhanden.
</p>

<h3>
	Laboruntersuchungen
</h3>

<p>
	Im Blut messbare Marker, mit deren Hilfe sich eine Psoriasis Arthritis sicher nachweisen oder ausschließen lässt, existieren nicht. Der Test auf den bei Patienten mit rheumatoider Arthritis nachweisbaren Rheumafaktor fällt meist negativ aus. Ein positives Ergebnis schließt eine Psoriasis Arthritis aber nicht aus. In Studien weist nur etwa jeder zweite Patient erhöhte Entzündungswerte auf. Andere Ursachen der Gelenkbeschwerden wie Gicht oder eine Borreliose können mittels bestimmter Bluttests mehr oder weniger sicher ausgeschlossen werden.
</p>

<h2>
	Therapie mit Medikamenten
</h2>

<p>
	<img alt="Medikamente bei Psoriasis arthritis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19712" data-ratio="66.50" data-unique="zrnymal54" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="300" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-arthritis-medikamente.jpeg.e2460d1ed94a8a861991abbfacd781eb.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Empfehlungen zur Behandlung von Patienten mit Psoriasis Arthritis finden sich in der Leitlinie „Therapie der Psoriasis vulgaris“, die mit Unterstützung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen erstellt wurde. Empfehlungen einer deutschen rheumatologischen Fachgesellschaft speziell zu ihrer Behandlung existieren nicht. Im April 2014 wurden jedoch <a href="https://ard.bmj.com/content/71/1/4.full" rel="external nofollow" target="_blank">Empfehlungen der Europäischen Rheumaliga EULAR</a> („European League Against Rheumatism“) zur medikamentösen Therapie der Psoriasis Arthritis veröffentlicht.
</p>

<p>
	Bei der Auswertung der verfügbaren Studien berücksichtigten die Experten vier Medikamentengruppen:
</p>

<ul>
	<li>
		nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR; z.B. Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac)
	</li>
	<li>
		Glukokortikoide
	</li>
	<li>
		synthetische krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente (engl.: disease-modifying antirheumatic drugs, <abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente"><abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr></abbr>)
	</li>
	<li>
		biologische <abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente"><abbr title="Disease-modifying anti-rheumatic drug, krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente; Basismedikamente">DMARDs</abbr></abbr> („<a href="https://www.psoriasis-netz.de/dossier/biologics-r3/" rel="">Biologika</a>“)
	</li>
</ul>

<p>
	Einige dieser Medikamente wie bestimmte Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-alpha-Hemmer sind dabei sowohl zu Behandlung der Psoriasis arthritis als auch der Plaque-Psoriasis und der Rheumatoiden Arthritis zugelassen.
</p>

<p>
	Seit dieser Empfehlung hat sich in der Medikamenten-Entwicklung einiges getan. Weitere Biologika können auch bei Psoriasis arthritis eingesetzt werden. Noch jung ist die Anwendung von sogenannten JAK-Hemmern. Aus dieser Klasse ist <span ipsnoautolink="true">Xeljanz</span> für die Behandlung der Pso arthritis zugelassen.
</p>

<h2>
	Was eine Expertengruppe sagt
</h2>

<h3>
	Fünf Grundprinzipien
</h3>

<p>
	Die EULAR hat ihre detaillierten Empfehlungen kompakt in fünf Grundprinzipien und zehn Empfehlungen zusammengefasst. In teils verkürzter Form lauten sie wie folgt
</p>

<ol>
	<li>
		Psoriasis arthritis ist eine heterogene und potenziell schwere Erkrankung, die der multidisziplinären Behandlung bedarf.
	</li>
	<li>
		Rheumatologe und Patient müssen Entscheidungen gemeinsam treffen.
	</li>
	<li>
		Primär sollte sich ein Rheumatologe um die Behandlung der Beschwerden an Muskeln und Gelenken kümmern und bei gleichzeitigem Vorliegen von Hautsymptomen oder <span ipsnoautolink="true">Nagelpsoriasis</span> mit einem Dermatologen kooperieren.
	</li>
	<li>
		Oberstes Behandlungsziel ist eine möglichst gute Lebensqualität. Dies lässt sich dadurch erreichen, die Symptome zu kontrollieren, Gelenkschäden zu verhindern, die Funktionalität der Gelenke zu erhalten und die Teilhabe der Patienten am sozialen Leben zu ermöglichen. Die entzündlichen Krankheitsprozesse sollten dabei möglichst vollständig zum Stillstand gebracht werden.
	</li>
	<li>
		Bei regelmäßigen Kontrollen durch den Rheumatologen muss die Therapie den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden.
	</li>
</ol>

<h3>
	Zehn Therapieempfehlungen
</h3>

<ol>
	<li>
		Zur Linderung der Symptome können (entzündungshemmende und zugleich schmerzlindernde) NSAR eingesetzt werden (z.B. Ibuprofen, Diclofenac).
	</li>
	<li>
		Vor allem wenn viele Gelenke geschwollen sind, sollte schon in frühen Krankheitsstadien der Einsatz eines (synthetischen) DMARD erwogen werden (z.B. Methotrexat, Sulfasalazin).
	</li>
	<li>
		Bei gleichzeitig vorliegenden Hautsymptomen ist ein Medikament zu bevorzugen, das auch diese verbessert.
	</li>
	<li>
		Bei Psoriasis Arthritis können zusätzlich lokale Kortisoninjektionen in das Gelenk erwogen werden. Bei einer in möglichst niedriger Dosierung durchzuführenden oralen Kortisontherapie ist Vorsicht geboten.
	</li>
	<li>
		Patienten mit aktiver Erkrankung, die auf mindestens ein synthetisches DMARD wie Methotrexat nicht angesprochen haben, sollten mit einem TNF-alpha-Hemmer behandelt werden.
	</li>
	<li>
		In Betracht gezogen werden kann die Behandlung mit einem TNF-alpha-Hemmer auch bei Patienten mit Daktylitis (Entzündung aller Strukturen des Fingers, „Wurstfinger“) und/oder Enthesitis (Entzündung an der Übergangsstelle zwischen Sehne und Knochen), wenn sie auf NSAR oder lokale Kortisoninjektionen nur unzureichend ansprechen.
	</li>
	<li>
		In Betracht gezogen werden sollte ein TNF-alpha-Hemmer bei Patienten mit Beteiligung der Wirbelsäule und unzureichendem Ansprechen auf NSAR.
	</li>
	<li>
		Bei Patienten mit sehr starker Krankheitsaktivität kann ein TNF-alpha-Hemmer in Ausnahmefällen auch sofort eingesetzt werden, ohne zuvor eines der anderen Medikamente auszuprobieren.
	</li>
	<li>
		Spricht ein Patient auf einen bestimmten TNF-alpha-Hemmer nicht an, kann die Umstellung auf einen anderen TNF-alpha-Hemmer erwogen werden.
	</li>
	<li>
		Bei jeder Anpassung der Therapie sollte der Arzt eventuell vorliegende Begleiterkrankungen sowie mögliche Nebenwirkungen der Medikamente berücksichtigen.
	</li>
</ol>

<h3>
	Eine Anmerkung zu NSAR
</h3>

<p>
	NSAR wie Ibuprofen und Diclofenac sind frei verkäuflich. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Anwendung aufgrund der Nebenwirkungen nicht unproblematisch ist. So weist die Europäische Arzneimittelbehörde zum Beispiel darauf hin, dass Diclofenac bei Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einer mittleren bis schweren Herzinsuffizienz oder zerebrovaskulären (d.h. die Blutgefäße des Gehirns betreffenden) Erkrankungen, etwa nach einem Schlaganfall, gar nicht eingesetzt werden sollte. Menschen mit Bluthochruck oder Diabetes sowie Raucher sollten es aufgrund des erhöhten Risikos für Nebenwirkungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erst nach sorgfältiger Abwägung einnehmen. Selbst Menschen ohne Risikofaktoren sollten auf eine möglichst niedrige Dosierung achten und Diclofenac oder ein anderes NSAR nur so kurz wie unbedingt nötig nehmen. Auch viele schwere oder sogar tödliche Magen-Darm-Blutungen werden den NSAR zugeschrieben.
</p>

<p>
	Solltest du dir NSAR in der Apotheke kaufen, vergiss deshalb nicht, es deinem Arzt gegenüber zu erwähnen und besprich mit ihm die Alternativen.
</p>

<h2>
	Was außerdem helfen kann
</h2>

<p>
	Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten und rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln gibt es weitere Maßnahmen, mit deren Hilfe sich der Verlauf der Psoriasis Arthritis günstig beeinflussen lässt.
</p>

<h3>
	Den Körper in Schwung halten
</h3>

<p>
	<img alt="Schmerzen im Handgelenk" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19713" data-ratio="66.50" data-unique="vyrkha3dc" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="300" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psa-bewegung.jpeg.58e8dce6e3d4324e18e2dd80c0a2c7b4.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Ein ganzes Maßnahmenbündel gilt dabei für alle Menschen mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates – zum Beispiel Rückenschmerzen oder Rheuma – und zielt darauf ab, Patienten körperlich zu aktivieren. So neigen Schmerzpatienten oft zu Schonverhalten. Dies aber kann dazu führen, dass das Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Gelenken aus dem Gleichgewicht gerät und sich die Schmerzen noch weiter verstärken. Krankengymnastik, gezieltes Muskelaufbautraining, Dehnungsübungen und eine allgemeine Steigerung der körperlichen Aktivität sind deshalb wichtige Bestandteile eines so genannten „multimodalen“ Therapiekonzepts.
</p>

<p>
	Eine Voraussetzung hierfür ist, dass Arzt und Patient die Schmerzen gemeinsam zumindest einigermaßen in den Griff bekommen. Doch auch wenn dies geling, sollten Patienten mit Psoriasis Arthritis nicht einfach „drauf los trainieren“. So weist Professor Uwe Lange in einem 2010 erschienenen Artikel darauf hin, dass <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sport-und-bewegung-bei-schuppenflechte/" rel="">vor dem Training die Belastbarkeit und die Beweglichkeit der Gelenke getestet werden sollte</a>. Grundsätzlich befürwortete der Rheumatologe Übungsprogramme in Fitness-Studios. Er bezweifelt aber, dass deren Betreiber eine den speziellen Bedürfnissen der Patienten entsprechende Betreuung leisten können – etwa durch die Anpassung des Programms an den jeweiligen Krankheitszustand. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich deshalb besser nach Kursen an Reha-Kliniken, bei Selbsthilfegruppen oder in ambulanten Praxen mit rheumatologisch geschultem Personal umsehen.
</p>

<h3>
	Gesunde Ernährung
</h3>

<p>
	Eine spezielle Diät, die nachweislich das Erkrankungsrisiko reduziert oder den Verlauf der Psoriasis Arthritis verlangsamt, existiert nicht. Übergewicht sollte jedoch vermieden werden, da jedes Kilo mehr die Gelenke zusätzlich belastet. Zudem kommt es ihrer Gesundheit zu Gute, wenn Sie allgemeine Ernährungsempfehlungen beherzigen. Die <a href="https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/" rel="external" target="_blank">Deutsche Gesellschaft für Ernährung</a> hat auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zehn Regeln formuliert, unter ihnen die folgenden:
</p>

<ul>
	<li>
		Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln; Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis am besten aus Vollkorn.
	</li>
	<li>
		Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, möglichst frisch oder nur kurz gegart; gelegentlich auch als Saft oder Smoothie.
	</li>
	<li>
		Milch- und Milchprodukte täglich, ein- bis zweimal in der Woche Fisch; Fleisch und Wurstwaren (zusammen nicht mehr als 300 – 600 g pro Woche) sowie Eier in Maßen; Geflügel sei unter gesundheitlichen Gesichtspunkten günstiger zu bewerten als Rind- oder Schweinefleisch.
	</li>
	<li>
		Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel; pflanzliche Öle und Fette (z.B. Raps- und Sojaöl sowie daraus hergestellte Streichfette) sind zu bevorzugen.
	</li>
	<li>
		Lebensmittel schonend zubereiten.
	</li>
	<li>
		Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben.
	</li>
</ul>

<h3>
	Vitamine
</h3>

<p>
	Auf Vitaminpräparate können die meisten Menschen bei einer ausgewogenen Ernährung verzichten. Obst und Gemüse lassen sich wegen der in ihnen enthaltenen Mineralien und so genannten „sekundären Pflanzenstoffen“ durch Nahrungsergänzungsmittel auch nicht ersetzen.Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Vitamin E und das bei Schuppenflechte als Salbe angewendete Vitamin D.
</p>

<p>
	So kann Vitamin E eventuell dazu verhelfen, die Dosis an Schmerzmitteln zu reduzieren. Mit Vitamin D sind viele Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Multipler Sklerose sowie Schuppenflechte unterversorgt. Das bei Osteoporose schon seit Langem eingesetzte Vitamin ist dabei nicht nur für den Erhalt der Knochendichte notwendig. Mittlerweile werden ihm weitere positive Eigenschaften wie ein regulierender Eingriff in das Immunsystem zugeschrieben.
</p>

<p>
	Da der Körper Sonnenlicht benötigt, um Vitamin D in der Haut herzustellen, kommt es gerade in den Wintermonaten bei vielen Menschen zu einer Unterversorgung. Doch auch im Sommer sind die Blutspiegel oft erniedrigt. Scheuen Sie sich deshalb nicht, Ihren Arzt um einen Labortest zur Bestimmung des Vitamin D-Spiegels im Blut zu bitten.
</p>

<p>
	Liegt ein Defizit vor, reicht die üblicherweise empfohlene Dosis von 800 bis 1.000 I.E. (Internationale Einheiten) täglich bei Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie Rheuma nicht aus. Auch wenn rheumatoide Arthritis und Psoriasis Arthritis nicht dasselbe sind: Aufgrund ähnlicher Krankheitsprozesse ist davon auszugehen, dass dies auch auf Patienten mit Psoriasis Arthritis zutrifft.
</p>

<h3>
	Alternative Behandlungsmethoden
</h3>

<p>
	Zu den alternativen Behandlungsmethoden zählen Homöopathie, Akupunktur und pflanzliche Produkte. Unter Letzteren gibt es für <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/pflanzliche-behandlung/weihrauch-entzuendung-schuppenflechte/" rel="">Zubereitungen aus Weihrauch</a> Hinweise, dass sie entzündliche Haut- und Gelenkerkrankungen günstig beeinflussen könnten. Studien, die wissenschaftlichen Standards genügen, liegen hierzu jedoch nicht vor. Für Homöopathie und Akupunktur ist eine Wirksamkeit ebenfalls nicht zweifelsfrei belegt.
</p>

<p>
	Das bedeutet nicht, dass diese Verfahren im Einzelfall nicht wirken können. Hören Sie aber auf Ihren gesunden Menschenverstand, wenn Ihnen ein Anbieter Heilung verspricht. Was Sie ebenfalls beachten sollten: Naturprodukte sind nicht automatisch „sanfte Medizin“. So enthalten Pflanzenzubereitungen eine Vielzahl verschiedener Substanzen, die Wechselwirkungen mit synthetisch hergestellten Medikamenten haben können. Je nach Herkunftsland können aus Pflanzen hergestellte Produkte außerdem mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet sein. Sprechen Sie solche Behandlungsversuche deshalb bitte immer mit Ihrem Arzt ab.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>Dr. rer. nat. Matthias Herrmann</em>
</p>

<h2>
	Bilder von Psoriasis arthritis an Händen und Füßen
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed2130440117" id="ips_uid_6358_6" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 522px; max-width: 502px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1549-psoriasis-arthritis/?do=embed"></iframe>

<h2>
	Hilfsmittel
</h2>

<p>
	Für den Alltag und ein leichtes Training gibt es einige Hilfsmittel. Denen haben wir einen eigenen Artikel gewidmet:
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="25452" data-embedcontent="" data-embedid="embed2016882285" id="ips_uid_714_6" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hilfsmittel-bei-psoriasis-arthritis-und-rheuma/?do=embed"></iframe>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		In unserer Community sind viele Betroffene mit Psoriasis arthritis zu finden. Im <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Psoriasis-arthritis-Forum</a></strong> kannst du sie fragen, wie sie ihre Gelenk-Schuppenflechte behandeln, ob ihnen eine spezielle Ernährung hilft oder was sie sonst noch dafür tun.
	</li>
</ul>

<h3>
	Informationen über Psoriasis arthritis bei
</h3>

<ul>
	<li>
		<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Psoriasisarthritis" rel="external" target="_blank">Wikipedia</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/psoriasis-arthritis" rel="external" target="_blank">Deutsche Rheuma-Liga e.V.</a>
	</li>
</ul>

<h3>
	Broschüren
</h3>

<h4>
	für Erwachsene mit Psoriasis arthritis
</h4>

<ul>
	<li>
		<span ipsnoautolink="true">"Psoriasis Arthritis – Schuppenflechte mit Gelenkentzündung</span><span style="display: none;"> </span>" – Herausgeber: Deutsche Rheuma Liga (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A30_Psoriasisarthritis_kurz.pdf?" rel="external" target="_blank">PDF-Download</a>)
	</li>
	<li>
		<span ipsnoautolink="true">"Psoriasis Arthritis - Alles was Sie und ihre Angehörige über die Erkrankung wissen sollten"</span> – Herausgeber: Pharmafirma Amgen (<a href="https://www.amgen.de/_files/pdf/66053__200820_Otezla_0672_Broschuere_Psoriasis-Arthritis.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">PDF-Download</a>)
	</li>
	<li>
		<span ipsnoautolink="true">Psoriasis-Arthritis - Schritt für Schritt erklärt</span> – Herausgeber: Pharmafirma MSD (<a href="https://www.msd-gesundheit.de/fileadmin/files/Psoriasis_Arthritis/Downloads/Patientenbroschuere_Psoriasis-Arthritis.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">PDF-Download</a>)
	</li>
	<li>
		Basismedikamente bei Psoriasis arthritis – Merkblatt der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.5_Basismedikamente.pdf" rel="external" target="_blank">PDF-Download</a>)
	</li>
	<li>
		"Rehabilitation bei rheumatischen Erkrankungen" – Merkblatt der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/6.4_Rehabilitation.pdf" rel="external" target="_blank">PDF-Download</a>)
	</li>
	<li>
		"Gelenkschutz im Alltag" – Info-Blatt der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren_kurz/broschuere_gelenkschutz_kurz.pdf" rel="external" target="_blank">PDF-Download der Kurzversion</a>)
	</li>
	<li>
		"Von der Schule in den Job – Finde Deinen Weg" (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A18_VonderSchuleindenJob_kurz.pdf" rel="external" target="_blank">PDF-Download der Kurzversion</a>)
	</li>
</ul>

<h4>
	wenn ein Kind an Psoriasis arthritis erkrankt ist
</h4>

<ul>
	<li>
		"Unser Kind hat Rheuma" - Broschüre der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A17_RheumabeiKindern_kurz.pdf" rel="external" target="_blank">Download der Kurzversion</a>)
	</li>
	<li>
		"Das rheumakranke Kind in der Schule" - Broschüre der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A16_Rheumakrankes_Kind_in_der_Schule.pdf" rel="external" target="_blank">Download der Kurzversion</a>)
	</li>
	<li>
		Von der Schule in den Job – Finde Deinen Weg - Broschüre der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A18_VonderSchuleindenJob_kurz.pdf" rel="external" target="_blank">Download der Kurzversion</a>)
	</li>
</ul>

<h4>
	über Ernährung bei Psoriasis arthritis und Rheuma
</h4>

<ul>
	<li>
		"Ernährung bei Rheuma" – Broschüre der Deutschen Rheuma-Liga e.V. (<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/5.2_Ernaehrung.pdf" rel="external" target="_blank">Download der Kurzversion</a>)
	</li>
	<li>
		"Ernährung bei chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen" – Ernährungstipps für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, zu denen auch die Psoriasis Arthritis gehört. Herausgeber: AbbVie Deutschland GmbH (<a href="https://www.abbvie-care.de/content/uploads/2021/10/ac_ernaehrungsbroschuere_de-imm-210133.pdf" rel="external nofollow">Download</a>)
	</li>
</ul>

<h3>
	Beiträge anderswo
</h3>

<p>
	<strong>Wie man trotz Psoriasis arthritis Stärke zeigen kann</strong><br>
	(<a href="https://www.siegener-zeitung.de/lokales/wittgenstein/bad-berleburg/schwierige-jahre-staerke-im-leben-zeigen-trotz-rheuma-eine-wittgensteinerin-berichtet-SJDRM55HDCQTDEZNEJNFSTLDCA.html" rel="external nofollow">Siegener Zeitung, 16.10.2022</a>)<br>
	Eine Frau aus Bad Berleburger leidet unter Psoriasis arthritis. Wie sie damit umgeht und was sie sich wünscht, erzählte sie der Siegener Zeitung.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>"Hallo, ich will diese Psoriasis Arthritis nicht! Hau ab! Sofort!"</strong><br>
	(<a href="https://www.christagoede.de/psoriasis-arthritis/" rel="external nofollow">Christa Goede – Blog, 28.04.2022</a>)<br>
	Die Autorin Christa Goede hat wie viele eine Odyssee hinter sich, bis klar war, was hinter ihrem "Arschloch-Rückenschmerz" steckt. Jetzt sagt sie: "Hey … ich lebe gerne! Auch mit Psoriasis Arthritis!" Ihren Weg dorthin hat sie aufgeschrieben. Nehmt Euch ein Kissen, einen Keks, einen Tee und lest.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Mit Methoden der Naturheilkunde gegen rheumatische Erkrankungen </strong><br>
	(<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Natur-Docs-Rheuma-mit-Naturheilkunde-behandeln,rheuma264.html" rel="external nofollow">Natur-Docs / NDR, 05.04.2022</a>)<br>
	Rheumatische Erkrankungen wie die Psoriasis arthritis lassen sich mit ein paar naturmedizinischen Behandlungsmethoden im Zaum halten. Welche das sind, wird in diesem Beitrag von "Natur-Doc" Dr. Andreas Michalsen vom Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee erklärt – unter anderem anhand einer Stoffpuppe.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Rheumatische Gelenkschmerzen: Ursache oft Störung im Darm</strong><br>
	(<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Rheumatische-Gelenkschmerzen-Ursache-oft-Stoerung-im-Darm,gelenke126.html" rel="external nofollow">NDR – Ratgeber Gesundheit, 13.12.2021</a>)<br>
	Manchmal sitzt der Grund für rheumatische Schmerzen im Darm. Da liegt es nahe, dass eine entzündungshemmende Ernährung helfen könnte. In der Sendung "Visite" wurde dazu etwas erklärt.
</p>

<div>
	<strong>Psoriasis arthritis: Richtig essen für Haut und Gelenke</strong><br>
	(<a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Ernaehrungstipps-bei-Schuppenflechte-Rheuma,ernaehrungsdocs520.html" rel="external nofollow">Ernährungs-Docs, 04.08.2021</a>)<br>
	Ernährungs-Doc Anne Fleck beriet in dieser Folge ihrer Sendung einen Mann mit Psoriasis arthritis.
</div>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Diagnose: Psoriasis arthritis – und mehr als 20 Jahre Schmerzen</strong><br>
	(<a href="https://www.deutschlandfunk.de/der-besondere-fall-am-anfang-schmerzte-das-knie-100.html" rel="external nofollow">Deutschlandfunk Sprechstunde, 17.7.2018</a>)<br>
	Am Anfang hatte Maria Schwarz Schmerzen im Knie. Bis zur Diagnose einer Psoriasis arthritis dauerte es mehr als 20 Jahre. Und auf die kam die Ärztin auch eher mit Detektivarbeit.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Psoriasis arthritis – Symptome, Diagnose und Therapie</strong><br>
	(<a href="https://youtu.be/hOJSErmVcQ4" rel="external nofollow">Deutsche Rheuma-Liga e.V., 20.02.2018</a>)<br>
	Ein Film der Deutschen Rheuma-Liga e.V.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_2533_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="Psoriasis Arthritis Doku / Symptome - Diagnose - Therapie / Rheuma-Liga" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/hOJSErmVcQ4?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<span class="ipsEmoji">📹</span> <strong>Psoriasis arthritis Hilfsmittel selbst herstellen</strong><br>
	(<a href="https://youtu.be/oSOaW49rQZo" rel="external nofollow">Bea de Terra, 18.07.2014</a>)<br>
	Bea hat Psoriasis arthritis. Deshalb bekommt sie Flaschen und Gläser oft schwer auf. Na, wer kennt das auch? In diesem Video zeigt sie, wie man am Küchenschrank mit zwei Holzleisten, einer rutschfesten Matte, Leim und ein paar Holzdübeln eine Vorrichtung anbauen kann, die einem das Gläseröffnen erleichtert. Klar, das gibt es auch fertig zu kaufen, aber diese Lösung ist wirklich einfach. Außerdem gibt's noch einen Hinweis auf einen Flaschendreher.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_2533_8" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="PsA - Hilfsmittel selbst herstellen" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oSOaW49rQZo?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<strong><abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> – die harmlosere „kleine Schwester der rheumatoiden Arthritis“?</strong><br>
	(<a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-482013/schuppige-haut-entzuendete-gelenke/" rel="external" target="_blank">Pharmazeutische Zeitung</a>, 28.11.2013)<br>
	Die Pharmazeutische Zeitung schreibt (für Apotheker) den aktuellen Stand des Wissens zur Psoriasis arthritis auf.
</p>

<p>
	<strong>Psoriasis arthritis: Oft falsche Diagnose Rheuma </strong><br>
	(<a href="https://rp-online.de/leben/gesundheit/news/gelenkbeschwerden-wegen-schuppenflechte_aid-13453565" rel="external nofollow" target="_blank">Rheinische Post</a>, 26.05.2011)<br>
	Bei chronisch entzündlichen Gelenkschmerzen verlassen viele Patienten mit der Diagnose einer rheumatoiden Arthritis die Arztpraxis. Doch in vielen Fällen stecke gar kein Rheuma hinter den Beschwerden, sagt Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen-Rheuma-Liga in Bonn: „Oft sind die Gelenkentzündungen auch Folgen einer Psoriasis, also einer Schuppenflechte.“
</p>

<h2>
	ICD-10 für Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	Der <strong>ICD-10-Code für die Psoriasis arthritis</strong> lautet L40.5. Doch es gibt einige Spezifizierungen:
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>ICD-Code</strong>
			</td>
			<td>
				<strong>Diagnose</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.5
			</td>
			<td>
				Psoriasis-Arthropathie, Psoriasis arthritis
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td colspan="2">
				<strong>Bei einer Grunderkrankung an Magen und Darm:</strong><br>
				<em>(Anstelle des Sternchens steht eine Ziffer für die betroffene Körperregion.)</em>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				M07.0-*
			</td>
			<td>
				Distale interphalangeale Arthritis psoriatica
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				M07.1-*
			</td>
			<td>
				Arthritis mutilans
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				M07.2*
			</td>
			<td>
				<p>
					Spondylitis psoriatica, Axiale Psoriasis-Arthritis, Spondyloarthritis psoriatica
				</p>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				M07.3-*
			</td>
			<td>
				Sonstige psoriatische Arthritiden
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td colspan="2">
				<strong>Juvenile Arthritis bei anderenorts klassifizierten Krankheiten</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				M09.0-*
			</td>
			<td>
				Juvenile Arthritis bei Psoriasis
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
]]></description><guid isPermaLink="false">1119</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 17:20:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fragen und Antworten zur Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/fragen-und-antworten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2017_06/roentgenbild-hand.jpg.269df166e70c131255d15d1677fd25f0.jpg" /></p>
<p>
	Hier werden wir Fragen beantworten, die wir häufiger lesen und hören. Die Antworten sind bewusst kurz und knapp – und als Einführung zu verstehen. Ausführlicher informieren wir <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">ab hier</a>.
</p>

<p>
	<strong>Was ist Psoriasis arthritis?</strong>
</p>

<p>
	<span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> ist eine Erkrankung der Gelenke. Sie kann zusammen mit einer Schuppenflechte auftreten, aber auch ohne. Sie äußert sich mit Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen der Gelenke. Manchmal wird sie auch Schuppenflechtenarthritis genannt.
</p>

<p>
	<strong>Was ist Psoriasis arthropathie?</strong>
</p>

<p>
	Psoriasis arthropathie ist das gleiche wie Psoriasis arthritis – eine Erkrankung der Gelenke.
</p>

<p>
	<strong>Was ist Arthritis Psoriatica?</strong>
</p>

<p>
	Arthritis Psoriatica ist einfach noch eine andere Bezeichnung für die Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	<strong>Gibt es einen Unterschied?</strong>
</p>

<p>
	Nein, zwischen Psoriasis arthritis, Psoriasis arthropathica und Psoriasis arthropathie gibt es keinen Unterschied.
</p>

<p>
	<strong>Wie macht sich bei Psoriasis arthritis ein Schub bemerkbar?</strong>
</p>

<p>
	Die häufigsten Symptome sind
</p>

<ul>
	<li>
		Schmerzen in den Gelenken
	</li>
	<li>
		geschwollene Gelenke
	</li>
	<li>
		gerötete Gelenke
	</li>
	<li>
		Gelenke fühlen sich warm an
	</li>
	<li>
		Gelenke lassen sich nur schwer bewegen, besonders morgens oder nach Ruhe
	</li>
</ul>

<p>
	Aber: Psoriasis arthritis kann auch einfach immer da sein, also nicht in Schüben verlaufen.
</p>

<p>
	<strong>Daktylitis - was ist das?</strong>
</p>

<p>
	Daktylitis ist ein Anzeichen für eine Psoriasis arthritis. Dann ist ein ganzer Finger oder Zeh entzündet und dick - und nicht nur ein einzelnes Gelenk. Oft sind die Finger oder Zehen auch rot oder sie tun weh. Wenig nett werden sie auch Wurstfinger oder Wurstzeh genannt.
</p>

<p>
	<strong>Welcher Arzt ist bei Psoriasis arthritis der richtige?</strong>
</p>

<div>
	<p>
		Das ist der internistische Rheumatologe.
	</p>
</div>

<div>
	<strong>Wer behandelt Psoriasis arthritis?</strong>

	<p>
		Das macht der internistische Rheumatologe oder, wenn er gut ist, dein Hautarzt.
	</p>
</div>

<div>
	<strong>Hat man mit Psoriasis arthritis eine geringere Lebenserwartung?</strong>

	<p>
		Eher nein. Studien kamen in den letzten Jahren jedenfalls immer wieder zu diesem Ergebnis. Zum Beispiel:<br>
		• <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29947129/" rel="external">Studie vom Januar 2019</a>: Bei Schuppenflechte ja, bei Psoriasis arthritis sind die Daten weniger überzeugend<br>
		• <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28158384/" rel="external">Studie vom Juni 2017</a>: bei Psoriasis arthritis nicht, bei Rheumatoider Arthritis ja<br>
		• <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23264338/" rel="external">Studie vom Januar 2014</a>: bei Rheumatoider Arthritis und bei Schuppenflechte ja, aber kein deutlich erhöhtes Risiko bei Psoriasis arthritis<br>
		• <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23845149/" rel="external">Studie vom August 2013</a>: mehr Herzprobleme: ja, aber vorzeitiger Tod: nein
	</p>

	<p>
		<strong>Kann man Psoriasis arthritis erkennen, bevor sie da ist?</strong>
	</p>

	<p>
		Das legt <a href="https://www.gelbe-liste.de/dermatologie/psoriasis-subklinische-synovitis-bildgebung" rel="external">eine Studie aus dem Jahr 2025</a> nahe: Wer Psoriasis arthritis hat, hat oft schon eine Synovitis, bevor die typischen Symptome zu bemerken sind. Die Untersuchung von über 2.600 Probanden verdeutlicht, dass diese verborgenen Entzündungsprozesse insbesondere mittels MRT weitaus häufiger nachgewiesen werden können als durch herkömmliche Sonografien.
	</p>
</div>

<div>
	<strong>Welche Globuli soll ich bei Psoriasis arthritis nehmen?</strong>

	<p>
		Keine. Psoriasis arthritis kann so schlimm sein, dass deine Gelenke deformiert oder gar abgebaut werden. Mit Homöopathie kannst du nichts davon aufhalten. Es ist deshalb super wichtig, dass du dich über Medikamente gegen Psoriasis arthritis informierst. Wenn die gut helfen, kannst du immer noch mit Globuli versuchen, ob du die Dosis verringern kannst oder anders Linderung erreichst.
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">965</guid><pubDate>Wed, 14 Jun 2017 12:30:00 +0000</pubDate></item><item><title>Welche Blutwerte sind bei Psoriasis arthritis wichtig?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/blutwerte-psoriasis-arthrtitis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_03/blutabnehmen.jpg.7c6f0a56d66a12e852a3535d4a8ab252.jpg" /></p>

<p>
	Wenn auf die typischen Merkmale einer Psoriasis irgendwann Gelenkschmerzen folgen, scheint die Diagnose klar: Laut Informationen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie entwickeln fünf bis 15 Prozent der Patienten mit Psoriasis auch eine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span>. Daher sollte es für den Arzt leicht sein, die richtige Diagnose zu stellen - sollte man meinen.
</p>

<p>
	Doch was, wenn - in selteneren Fällen - die Psoriasis arthritis den psoriatischen Hauterscheinungen vorauseilt? Oder wenn sich zu einer Psoriasis entzündliche Gelenkerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis gesellen, die mit ihrer Hauterkrankung gar nichts zu tun haben?
</p>

<p>
	"Wenn eine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span> fehlt und der Gelenkbefall untypisch ist - zum Beispiel ähnlich einer Rheumatoiden Arthritis (RA) - wird es schwierig“, sagt Professor Klaus Krüger, praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen. Einerseits gibt es für die Psoriasis arthritis keine spezifischen Laborwerte, andererseits wären typische Veränderungen auf dem Röntgenbild erst im Langzeitverlauf erkennbar.
</p>

<h2>
	Typische Laborwerte fehlen
</h2>

<p>
	Dieser Meinung ist auch H.E. Langer, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie aus Düsseldorf: „Allgemein kann man sagen, dass die Psoriasis arthritis zu den Krankheitsbildern gehört, bei denen oft große diagnostische Schwierigkeiten bestehen“, erklärt er bei <a href="https://www.rheuma-online.de/rheuma-online/archiv/fua/antworten/fua/psoriasisarthritis-wann-ist-eine-k/" rel="external nofollow">Rheuma-Online</a>. Neben den fehlenden charakteristischen Laborwerten wäre vielen rheumatologisch nicht spezialisierten Ärzten bedauerlicherweise auch einigen Rheumatologen die Besonderheit der Erkrankung nicht bekannt. Denn die Psoriasis Arthritis führt bei einem Teil der Patienten zwar zu lokalen, örtlich begrenzten, entzündlichen Aktivitäten, jedoch nicht unbedingt mit einer systemischen entzündlichen Aktivität, die den gesamten Körper betrifft. Das heißt: Die Entzündung lässt sich in vielen Fällen durch Blutuntersuchungen nicht nachweisen. Daher dauere es oftmals viele Jahre oder gar Jahrzehnte, bis die Krankheit endlich erkannt wird. Wertvolle Zeit, die bis zum Einsatz einer zielgerichteten Therapie verstreicht. So erleiden die Patienten entzündliche Veränderungen an den Knochen und Gelenken, der Wirbelsäule und anderen Strukturen des Bewegungssystems, die bei rechtzeitiger Einleitung einer angemessenen Behandlung in vielen Fällen zu vermeiden wären, so der Experte.
</p>

<p>
	Wie bei allen Erkrankungen und Beschwerden sollte demnach äußerste Sorgfalt darauf gelegt werden, die wahre Ursache so schnell wie möglich zu finden. In der Hauptsache wird versucht, die Psoriasis arthritis von der Rheumatoiden Arthritis zu unterscheiden. Dafür braucht es ausgiebige körperliche Untersuchungen und intensive Patientenbefragungen zu den Anzeichen der Krankheit. Blutwerte dienen der näheren Eingrenzung.
</p>

<p>
	Blutwerte allein reichen allerdings nicht aus. Das gilt übrigens nicht nur für Blutwerte bei Gelenkerkrankungen. Beispielsweise können erhöhte Cholesterinwerte auf eine zu fettreiche Ernährung hindeuten, aber ebenso auf Alkoholmissbrauch, bei vielen wird diese Neigung sogar vererbt. Zu hohe Leberwerte hingegen bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Alkoholkrankheit vorliegt. Ebenso entstehen Leberschäden durch Medikamente, Hepatitis oder Darmparasiten. Ähnlich verwaschen ist die Aussagekraft der Blutwerte, die bei Gelenkschmerzen herangezogen werden. Das erklärt Professor Joachim Peter Kaltwasser, Leiter der rheumatologischen Tagesklinik in der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim, in einem Beitrag im <a href="https://forum.rheuma-liga.de/forum/" rel="external nofollow">Forum der Rheuma-Liga</a>.
</p>

<h2>
	Von der Hautkrankheit erzählen
</h2>

<p>
	Wer an Psoriasis leidet und zusätzlich von Gelenkschmerzen geplagt wird, sollte den Rheumatologen unbedingt von seiner Hautkrankheit informieren. Aufgrund dieser Tatsache mag die genaue Diagnose und der Beginn einer entsprechend spezifischen Therapie leichter fallen. Doch auch dann wird weiterhin Blut abgenommen. „Einmal sind die Sicherheitskontrollen für die jeweils laufende medikamentöse Therapie zu beachten, die von Substanz zu Substanz etwas unterschiedlich sind“, sagt Krüger. So soll sichergestellt werden, dass die Medikamente nicht mehr schaden als nutzen. Sofern die <strong>Entzündungsparameter</strong> erhöht seien, können sie Aufschluss über Erfolg oder nicht Erfolg der Behandlung geben. Zusätzlich sollte gelegentlich eine <strong>Kontrolle der Leber- und Harnsäurewerte</strong> erfolgen, da sie bei einem Teil der Psoriasis Arthritis Patienten erhöht sein können.
</p>

<p>
	Laut Professor Krüger gibt es keine für Psoriasis Arthritis typischen Laborwerte. Doch es existieren Blutwerte, durch die Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PSA</abbr></abbr>) von einer Rheumatoiden arthritis (RA) recht gut unterschieden werden können:
</p>

<p>
	<strong>Anti-CCP-Antikörper</strong> (auch: CCP-AK , Anti-CCP, ACPA) werden gegen cyclische citrunillierte Peptide gebildet. Wird dieser Wert nachgewiesen, bedeutet das in etwa 90 Prozent der Fälle, dass eine Rheumatoide Arthritis vorliegt. Insbesondere in Kombination mit dem <strong>Rheumafaktor</strong>, der bei 75 bis 80 Prozent der Betroffenen auf eine Rheumatoide Arthritis hindeutet. Allerdings tritt der Rheumafaktor auch bei fünf bis neun Prozent aller Patienten mit Psoriasis arthritis auf, oder bei anderen Autoimmun- beziehungsweise Infektionserkrankungen. „Rheumafaktor und ACPA sind nur mit der Rheumatoiden Arthritis assoziiert, bei der Psoriasis Arthritis hingegen in der Regel negativ“,:so Krüger. Ausnahmen gäbe es jedoch immer.
</p>

<p>
	Spezifischer für eine Psoriasis Arthritis erweist sich der Wert <strong>HLA-B27</strong>. Dieses genetische Merkmal tritt bei 60 bis 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis Arthritis auf, und nur bei zehn Prozent der Rheuma Patienten. Allerdings kann HLA-B27 auch bei anderen Erkrankungen nachgewiesen werden, etwa bei Morbus Bechterew oder Morbus Reiter. „Bei zwei Subtypen der Psoriasis Arthritis, nämlich axialem Befall und oligoartikulärem Befall, ist HLA-B 27 häufiger positiv“, sagt Krüger. Allerdings ist auch eine Erhöhung dieses Wertes kein eindeutiger Beweis.
</p>

<p>
	Unspezifische Entzündungszeichen:
</p>

<ol>
	<li>
		Eine <strong>erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit</strong> (BSG) deutet ganz allgemein auf eine Entzündung im Körper hin, sei es durch Infektionen, aber auch durch rheumatische Erkrankungen.
	</li>
	<li>
		Das <strong>C-reaktive Protein</strong> (CRP) tritt ebenfalls bei diversen Entzündungsreaktionen vermehrt auf, wie beispielsweise Harnwegs-, Atemwegsinfekten, Blinddarmentzündungen oder eben entzündlichen Gelenkerkrankungen. Aber: „Es gibt Patienten mit einer hochaktiven und rasch fortschreitenden Psoriasis Arthritis, bei denen die Blutwerte, wie Blutsenkung oder CRP, vollkommen normal oder nur gering verändert sind“, erklärt Langer. Laut Krüger finden sich Fälle mit normalen Entzündungswerten bei Psoriasis Arthritis deutlich häufiger als bei der Rheumatoiden Arthritis.
	</li>
</ol>

<h2>
	Zusammenfassung einiger typischer Merkmale
</h2>

<table>
	<thead>
		<tr>
			<th scope="col">
				Psoriasis arthritis
			</th>
			<th scope="col">
				Rheumatoide Arthritis
			</th>
		</tr>
	</thead>
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Die lokalen Entzündungen der Psoriasis arthritis sind insbesondere gekennzeichnet durch typische Ruhe- und Nachtschmerzen, die mit der Dauer einer Ruhephase zunehmen und sich bei Bewegung bessern.
			</td>
			<td>
				Frühsymptome sind auch hier die Morgensteifigkeit der betreffenden Gelenke, die sich über den Tag bessert.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Meist gehen den Gelenkschmerzen die Hautveränderungen einer Psoriasis voraus.
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Die geschwollenen schmerzhaften Gelenke treten auf beiden Körperhälften meist <strong>asymmetrisch</strong> auf.
			</td>
			<td>
				Die geschwollenen schmerzhaften Gelenke treten auf beiden Körperhälften meist <strong>symmetrisch</strong> auf.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Nur bei <strong>fünf bis neun Prozent</strong> der Betroffenen wird der <strong>Rheumafaktor</strong> gefunden – somit kann das Fehlen dieses Wertes auf eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PSA</abbr></abbr> hindeuten.
			</td>
			<td>
				Bei <strong>75 – 80 Prozent </strong>der Betroffenen ist ein <strong>Rheumafaktor</strong> nachzuweisen.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				 
			</td>
			<td>
				Sehr spezifisch ist der Nachweis des <strong>Anti-CCP-Antikörpers</strong>. In Kombination mit dem Rheumafaktor kann zu nahezu 100 Prozent von einer Rheumatoiden Arthritis ausgegangen werden.
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<em><strong>»</strong> Und wie sieht die Gelenk-Schuppenflechte nun aus? Hier sind <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1549-psoriasis-arthritis" rel="">Bilder von der Psoriasis arthritis</a>.</em>
</p>

<p>
	<em>Inga Richter</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">504</guid><pubDate>Sat, 31 Mar 2012 10:54:00 +0000</pubDate></item><item><title>Die f&#xFC;nf Formen der Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psa-fuenf-formen/</link><description><![CDATA[
<p>
	Charakteristisch für die Psoriasis arthritis sind Finger und Zehen, die wie eine Wurst aussehen, also wurstförmig sind. Das kommt von den Entzündungen aller Gelenke eines Finger oder einer Zehe. Dass dabei oft auch Schmerzen im Spiel sind, muss man kaum noch erwähnen, oder?
</p>

<p>
	Typisch sind auch Veränderungen an den Fingernägeln oder den Fußnägeln. Viele Patienten haben Vertiefungen in den Nägeln, sogenannte Tüpfelnägel. Sie sind so groß wie der Kopf einer Stecknadel. Ein weiteres Anzeichen sind gelblich verfärbte "Ölnägel". In manchen Fällen kommt es zu Entzündungen des Auges. Die Symptome dabei ähneln einer Konjunktivitis.
</p>

<p>
	Anhand der unterschiedlichen Lokalisation der betroffenen Gelenke unterscheidet man in der Regel fünf verschiedene Formen der <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span>:
</p>

<h2>
	Symmetrische Polyarthritis
</h2>

<p>
	Diese häufigste Form der Psoriasis arthritis tritt bei etwa der Hälfte der Patienten auf. Ähnlich dem klinischen Bild einer rheumatoiden Arthritis können alle körperfernen Gelenke (Hände, Füße) auf beiden Seiten des Körpers symmetrisch betroffen sein. Die Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis ist anhand des Befallmusters der Beteiligung der kleinen Gelenke der Hand möglich. Bei Patienten mit zeitgleich auftretender Psoriasis ist die Hautsymptomatik meistens schwerwiegend.
</p>

<h2>
	Asymmetrische oligoartikuläre Arthritis
</h2>

<p>
	Etwa 35 Prozent der Psoriasis-arthritis-Patienten entwickeln eine asymmetrische Symptomatik, mit Befall einer geringeren Anzahl von Gelenken (Oligoarthritis). Bei dieser Form sind meistens ein bis drei, maximal jedoch fünf Gelenke (z.B. Knie, Hüfte, Knöchel oder Handgelenk) von den entzündlichen Veränderungen betroffen. Die Erkrankung beginnt zumeist in den Händen und Füßen mit der Ausbildung einer Entzündung und Schwellung der Finger ("Wurstfinger").
</p>

<h2>
	Distal interphalangeal dominante Arthritis
</h2>

<p>
	Diese Form tritt bei fünf Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis auf und betrifft primär Männer. Wegen der hauptsächlichen Beteiligung der Fingerendgelenke wird diese Form häufig mit Arthrose verwechselt. Die Abgrenzung von der Arthrose ist unter Umständen durch das Auftreten von Nagelveränderungen möglich.
</p>

<h2>
	Spondylitis
</h2>

<p>
	5 Prozent der Psoriasis-arthritis-Patienten – in der Regel Männer – entwickeln eine Symptomatik, bei der die Beteiligung der Wirbelsäule (Spondylitis) im Vordergrund steht. Die Spondylitis ist charakterisiert durch entzündliche Veränderungen und Steifigkeit der Rückenwirbel, insbesondere im Nacken und dem unteren Rücken. Im Unterschied zu den Wirbelsäulen-Entzündungen beim Morbus Bechterew (Ankylosierende Spondylitis) folgt die Wirbelbeteiligung einem asymmetrischen Befallsmuster. Ähnlich wie beim M. Bechterew kann die Spondylitis bei der PsA zur Verknöcherung und Versteifung der Wirbelsäule führen.
</p>

<h2>
	Arthritis mutilans
</h2>

<p>
	Diese seltenste Form der Psoriasis arthritis tritt bei weniger als 5 Prozent der Patienten auf und ist mit schwerwiegenden deformierenden, gelenkzerstörenden Veränderungen verbunden, die schließlich zur Auflösung des Knochens und zur Zerstörung der Gelenke führen. Dies betrifft in erster Linie die kleinen Gelenke der Hände und der Füße. Röntgenologisch spricht man von Teleskopfingern oder Pencil-in-cup-Deformationen. Die Arthritis mutilans kann innerhalb von Monaten oder auch Jahren fortschreiten, wobei die aktiven Schübe und schubfreien Phasen häufig mit der Krankheitsaktivität der Hautsymptomatik einhergehen.
</p>

<p>
	Wie für die Psoriasis ist auch für die Psoriasis arthritis ein schubweiser Verlauf typisch. Ein Schub kann dabei nur wenige Tage, aber auch Monate oder gar Jahre andauern. Gleiches gilt für die Abstände zwischen zwei Schüben.
</p>

<p>
	<strong>Mehr über Psoriasis arthritis</strong>
</p>

<ul>
	<li>
		Du findest bei uns auch weitere <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Fakten über die Gelenk-Schuppenflechte</a>.
	</li>
	<li>
		Andere <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Betroffene mit Psoriasis arthritis</a> sind in unserer Community unterwegs.
	</li>
	<li>
		Wir haben auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1549-psoriasis-arthritis-bilder/" rel="">Bilder von der Psoriasis arthritis</a>.
	</li>
</ul>
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<p>
	<em>Quellen: </em>
</p>

<p>
	<em>• Pressematerial der Firma Abbott anlässlich einer Pressekonferenz bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, September 2005</em>
</p>

<p>
	<em>• Buch "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/evidenzbasierte-therapie-der-psoriasis-schwerpunkt-biologics" rel="">Evidenz-basierte Therapie der Psoriasis - Schwerpunkt Biologics</a>"</em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">162</guid><pubDate>Sat, 24 Sep 2005 05:40:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
