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<rss version="2.0"><channel><title>Posts: Psoriasis und Ern&#xE4;hrung &#x2013; Essen und Trinken mit Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/?d=33</link><description>Posts: Psoriasis und Ern&#xE4;hrung &#x2013; Essen und Trinken mit Schuppenflechte</description><language>en</language><item><title>Das rieten die Ern&#xE4;hrungs-Docs j&#xFC;ngst bei Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/das-rieten-die-ernaehrungs-docs-juengst-bei-psoriasis-arthritis-r1344/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_01/ernaehrungs-docs-psa.jpg.8d690c4b5377718a233cc2e03ecb2343.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Am vergangenen Montag sendeten die Ernährungs-Docs <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Mit-gezielter-Ernaehrung-Psoriasis-Arthritis-ausbremsen,ernaehrungsdocs1106.html" rel="external nofollow">eine neue Folge</a>. Einer der drei neuen Fälle war der einer Frau mit Psoriasis arthritis.</strong>
</p>

<p>
	Britta K. leidet seit ihrer Kindheit an Schuppenflechte. Die ist inzwischen gut, aber die Psoriasis arthritis hat sich eingenistet. Hände, Füße, Knie, Ellenbogen – dort schmerzen die Gelenke. Nach dem Aufstehen braucht Britta K. eine halbe Stunde, bis ihre Gelenke nicht mehr so steif sind. Ein Fuß schwillt immer wieder an. Und: Weil ihr Gang so instabil ist, hat sie Angst zu stürzen. Dabei spritzt Britta K. Alle zwei Wochen Adalimumab, nimmt täglich Kortison ein und im Schub auch Medikamente gegen die Schmerzen.
</p>

<p>
	Ernährungs-Doc Silja Schäfer ist erstaunt: Trotz der vielen Medikamente sind die Schmerzen so heftig und die Schwellung da?
</p>

<p>
	Nach der Analyse von Britta K.s Gewohnheiten ist das Ziel klar: Der zu große Bauchumfang muss weg. Konkreter: „Der Bauchumfang ist dreimal so groß wie er sein sollte“, so Silja Schäfer. Und weil die Ernährungs-Docs das einfach drauf haben, wird das eindrücklich plastisch dargestellt:
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="24230" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2025_01/ernaehrungs-docs-bauchfett.jpg.66b36803eb94841fdcb06200ac131f1a.jpg" rel=""><img alt="Überschüssiges Bauchfett bei Übergewicht" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="24230" data-ratio="54.30" data-unique="1uvr617c7" style="width: 1000px; height: auto;" width="1000" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2025_01/ernaehrungs-docs-bauchfett.thumb.jpg.9a5629619a14b1e9799cc04f1e84f97b.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>
</p>

<p>
	Warum ein vernünftiges Maß an Bauchfett bei Erkrankungen wie der Psoriasis arthritis wichtig ist, erklärt Silja Schäfer so: „Studien haben gezeigt, dass Medikamente wie Ihr Antikörper bei Übergewicht nicht so gut wirken – und das liegt wahrscheinlich am Bauchfett. Unter anderem verteilt sich das Medikament dann auch im Fettbereich. Es kommt bei den Gelenken gar nicht richtig an.“ Im Fett würden proinflammatorische Botenstoffe produziert, „die die Dauerentzündung in Ihrem Körper die ganze Zeit anheizen“.
</p>

<p>
	Das große Hobby der Praxismanagerin sind Pferde. Doch an Reiten ist schon seit vielen Monaten nicht zu denken. Ein pelziges Hobby hat die ganze Familie: Sie züchten Rinder. Und während Britta K. sagt, die Familienmitglieder wären schon wegen der niedlichen Tiere „fast alle Vegetarier“, scheint das doch nur ein Teil der Wahrheit. Als Silja Schäfer das Essen und Trinken von Britta K. für eine Woche analysiert und mit ins Studio bringt, stehen da reichlich Fleischprodukte, Limonaden und Brötchen auf dem Tisch.
</p>

<p>
	„Wir kochen viel frisch und können das“, erklärt Britta K. „Aber wenn Stress ist, dann war es das zum Thema gesunde Ernährung.“
</p>

<p>
	Tja:
</p>

<ul>
	<li>
		„Das Fleisch enthält viel Arachidonsäure – eine Omega-6-Fettsäure“, so Silja Schäfer. „Das fördert die Entzündung.“
	</li>
	<li>
		Das Weißmehl enthält viele schnell verdauliche Kohlenhydrate. Die werden schnell in Glukose, also Zucker, umgewandelt. Dazu kommt der Zucker aus Süßigkeiten und Fertiggerichten – alles in allem viel zu viel Zucker.
	</li>
	<li>
		Auf den Limonaden steht zwar, dass sie zuckerfrei sind – doch die Weltgesundheitsorganisation WHO rät von Zuckerersatzstoffen ab, wenn man abnehmen will.
	</li>
</ul>

<p>
	Und so „verordnet“ Silja Schäfer der Protagonistin eine zuckerarme Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln und Vollkornprodukten. Dazu sollen entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Algenöl kommen. Rezeptideen für antientzündliche Gerichte gibt’s inklusive.
</p>

<p>
	Bevor Britta K. Ihre Ernährung so umstellt, soll sie eine Fastenphase hinter sich bringen – und zwar mit einer Fastenkur für Anfänger, in der Haferschleim, Gemüsesäfte und eine Gemüse-Fastensuppe erlaubt sind. Wasser und umgesüßte Kräutertees in jeder Menge gehören dazu.
</p>

<p>
	Und weil die Ernährungs-Docs nachgemesesen haben, weiß Britta K. nun auch: Sie hat zu wenig Muskeln in den Beinen. Um das zu ändern, soll sie fortan die vier Kilometer zu ihren Pferden mit dem Fahrrad fahren, möglichst in einem hohen Gang, damit es auch wirklich anstrengend ist.
</p>

<p>
	Nach sechs Monaten ist der Erfolg Britta K. anzumerken: Sie hat zwar immer noch „ab und an“ Schmerzen, die aber nicht vergleichbar sind mit denen zu Beginn. Die Hände sind wieder schlank. Die Gelenke schwellen nicht mehr an, die Rötung ist weg. Eine Treppe zuhause kann sie nun wieder normal hinuntergehen. Ihr Bauchumfang ist um acht Zentimeter zurückgegangen. Die Kortisontabletten konnten ausgemustert werden, die Schmerzmedikamente reduziert. Und: Sie kann wieder reiten.
</p>

<h2>
	Weitere Tipps aus der Sendung
</h2>

<ul>
	<li>
		Wenn’s beim Kochen schnellgehen muss, kann ein <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/suppenbaukasten100.pdf" rel="external nofollow">Suppenbaukasten</a> helfen. Dafür werden 500 Gramm verschiedenes Gemüse gewürfelt und eingefroren. Wenn der Hunger kommt, kann man sie schnell aus dem Gefrierfach nehmen und kochen.
	</li>
	<li>
		<strong>Vollkornreis, mindestens zwölf Stunden eingeweicht</strong>, enthält viel resistente Stärke. Die „guten“ Darmbakterien mögen das.
	</li>
	<li>
		Idee für das Frühstück: <strong>Kokosjoghurt</strong> mit Granola und Beeren
	</li>
	<li>
		Idee zum Mittag: <strong>Auberginen-Sesammus-Schnitten</strong> mit mehlfreiem Brot
	</li>
	<li>
		Idee für das Abendessen: eine Suppe aus dem schon erwähnten Suppenbaukasten
	</li>
</ul>

<p>
	Wer selbst gucken und lesen will: <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Mit-gezielter-Ernaehrung-Psoriasis-Arthritis-ausbremsen,ernaehrungsdocs1106.html" rel="external nofollow">Hier ist die Folge in der Mediathek</a>.
</p>

<p>
	Nach der Sendung gab es einen Chat mit Ernährungs-Doc Jörn Klasen. In den Fragen und Antworten ging es u.a. darum:
</p>

<ul>
	<li>
		Können Entzündungsprobleme am <strong>Iliosakralgelenk</strong> womöglich eine Psoriasis arthritis sein?
	</li>
	<li>
		Sollte man bei Psoriasis auf <strong>Milchprodukte</strong> verzichten?
	</li>
	<li>
		Was kann man statt <strong>Fisch</strong> essen, wenn man den nicht verträgt?
	</li>
	<li>
		Ist griechischer <strong>Joghurt</strong> bei Psoriasis arthritis schlecht? Wie sieht es mit <strong>Vollmilch</strong> aus?
	</li>
	<li>
		Was tun, wenn man eher zu dünn ist und <strong>Fasten</strong> nicht möglich ist?
	</li>
</ul>

<p>
	Die Antworten (und viele andere Fragen) <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Bluthochdruck-Psoriasis-Arthritis,chatprotokollklasen138.html" rel="external nofollow">können im Protokoll</a> nachgelesen werden.
</p>

<p>
	Meine Meinung: Die Ernährungs-Docs erinnern immer wieder daran, wie wichtig das Thema Ernährung bei chronischen Krankheiten wie unseren ist. Ich würde mir in der Sendung auch mal Menschen wünschen, die halbwegs normalgewichtig sind und vielleicht schon Vegetarier. So bleibt das Muster der Ratschläge leider doch recht gleich.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1344</guid><pubDate>Mon, 03 Feb 2025 07:02:15 +0000</pubDate></item><item><title>Weniger Fleisch auf dem Teller: Wie Kantinen den Konsum reduzieren k&#xF6;nnen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/weniger-fleisch-auf-dem-teller-wie-kantinen-den-konsum-reduzieren-koennen-r1317/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_09/weniger-fleisch-studie.jpg.a9e826c89452cabe376ba2e9a25cc37f.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Eine Studie zeigt, dass Kantinen den Fleischkonsum ihrer Gäste deutlich reduzieren können, indem sie kleinere Portionen als Standard anbieten. Die Mehrheit der Gäste akzeptiert dies ohne Beschwerden.</strong>
</p>

<p>
	In Deutschland wird zu viel Fleisch gegessen. Das ist schlecht für unsere Gesundheit, für die Umwelt und für das Klima. Viele Kantinen möchten deshalb die Fleischportionen verkleinern. Und: “Fleisch ist teurer als die meisten Beilagen”, sagt Juniorprofessor Dr. Dominic Lemken vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Universität Bonn. "Schon aus Kostengründen wollen Kantinen die Fleischportionen auf den Tellern reduzieren.”
</p>

<p>
	Aber wie bringt man die Gäste dazu, weniger Fleisch zu essen?
</p>

<p>
	Dieser Frage sind Forscher der Universität Bonn nachgegangen. Sie haben in der Kantine der Klinik Weser in Bad Pyrmont verschiedene Methoden getestet. Die Wissenschaftler fanden heraus: Am besten funktioniert es, wenn das Kantinenteam einfach kleinere Fleischportionen serviert. Wer mehr möchte, muss extra danach fragen. Diese Methode nennt man "Nudging". Das bedeutet, man gibt den Gästen einen sanften Schubs in die gewünschte Richtung. Bekannt ist das Prinzip zum Beispiel von den “Schockbildern” auf Zigarettenschachteln, die Raucher abschrecken sollen.
</p>

<p>
	Die Forscher haben ihre Untersuchung von Oktober 2022 bis Mai 2023 durchgeführt. Sie protokollierten unbemerkt und anonymisiert, was fast 6000 Gäste auf ihre Teller legen. Außerdem befragten sie 125 Personen nach ihrer Meinung.
</p>

<p>
	Zuerst lief in der Kantine alles wie immer. Die Gäste bekamen ihre gewohnte Fleischmenge. In der zweiten Phase fragte das Personal aktiv: "Wie viel Fleisch möchten Sie haben?" Außerdem gab es Infotafeln. Darauf stand, dass kleinere Fleischportionen gut für die Welternährung sind. In der dritten Phase bekamen alle automatisch weniger Fleisch. Wer mehr wollte, musste danach fragen. Die geringere Menge Fleisch wurde mit mehr Beilagen ausgeglichen.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="23859" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_09/weniger-fleisch-auslage.jpg.bdb8d4186d59781b358596cbd94d608b.jpg" rel=""><img alt="Auslage in der Kantine der Reha-Klinik" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23859" data-ratio="75.00" data-unique="zokr0s52d" style="width: 1000px; height: auto;" width="1000" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_09/weniger-fleisch-auslage.thumb.jpg.05cd737ab8eb4156f4a1eee39ae4a861.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>
</p>

<p>
	Das Ergebnis war eindeutig: Die dritte Methode war am erfolgreichsten. Über 90 Prozent der Gäste waren mit der kleineren Fleischportion zufrieden. Bei der zweiten Methode waren es nur knapp 40 Prozent. Ohne besondere Maßnahmen wählten nur zehn Prozent eine kleinere Portion.
</p>

<p>
	Interessant war auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Frauen wählten viel häufiger kleinere Fleischportionen als Männer. Dieser Unterschied wurde aber kleiner, als die dritte Methode zum Einsatz kam.
</p>

<p>
	Die Forscher empfehlen Kantinen, ihre Gäste zu befragen. Wenn die Mehrheit einverstanden ist, können sie kleinere Fleischportionen als Standard einführen. Wer das nicht möchte, kann beim Ausgeben nach der gewünschten Portionsgröße fragen.
</p>

<p>
	<a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/00139165241274496" rel="external nofollow">Die Studie</a> , veröffentlicht im Journal “Einvironment and Behavior”, zeigt: Mit der richtigen Methode kann man den Fleischkonsum deutlich senken. Die Gäste sind trotzdem zufrieden.
</p>

<p>
	Und was können Kantinen daraus lernen? Juniorprofessor Dominic Lemken empfiehlt ihnen Umfragen, um herauszubekommen, ob kleinere Portionen als Standard auf Akzeptanz stoßen. “Wenn die Kundschaft das nicht möchte, kann das Personal bei der Essensausgabe gezielt nach Fleischportionsgrößen fragen – dann verprellt man niemand”, so Lemken. Aber: Er sieht größeren Forschungsbedarf, weil sich die Kantinen hinsichtlich ihres Angebots und ihrer Stammkundschaft teils erheblich unterscheiden.
</p>

<p>
	Bezahlt wurde die Studie die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1317</guid><pubDate>Tue, 24 Sep 2024 05:49:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wenn &#xDC;bergewichtige bestimmte Fette meiden, tun sie etwas gegen die Entz&#xFC;ndung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/wenn-uebergewichtige-bestimmte-fette-meiden-tun-sie-etwas-gegen-die-entzuendung-r1180/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_05/fett-adipositas-psoriasis.jpg.7e288582a0778d20b94b4395625cd638.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wer Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren aus seinem täglichen Essen streicht, kann damit seine Schuppenflechte lindern. Dabei geht es noch nicht einmal ums Abnehmen.</strong>
</p>

<p>
	Forscher haben übergewichtige Mäuse auf Diät gesetzt. Sie reduzierten die gesättigten Fettsäuren in ihrem Futter. Nach einer Woche war das Entzündungs-Level im Körper der Tierchen auf Normalmaß reduziert. In ihrer Studie ging es den Wissenschaftlern aber natürlich um mehr. Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen war die Tatsache, dass chronisch entzündliche Krankheiten wie die Schuppenflechte bei übergewichtigen Menschen früher und verstärkt zu finden sind. Außerdem sind diese Erkrankungen bei Patienten mit Adipositas schwerer zu behandeln. Die Experten der Universitätsmedizin Leipzig wollten also herausfinden, warum übergewichtige Patienten häufiger chronisch-entzündliche Erkrankungen und chronisch nicht-heilende Wunden haben.
</p>

<p>
	Die Forscher wussten auch: Bei einer Entzündung oder bei einer Verletzung der Haut werden Gefahrenmoleküle ausgeschüttet. Ihren Schwerpunkt legten die Mediziner auf das Gefahrenmolekül S100A9. Wenn dieses Molekül und viele gesättigte Fettsäuren zusammenkommen, können Entzündungsreaktionen nicht abklingen oder Verletzungen der Haut nicht ordnungsgemäß repariert werden.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Die Reaktionen haben eigentlich durchaus ihren Sinn: Sie sollen eine Infektion bekämpfen und später dazu beitragen, dass die Entzündung wieder abklingt und das Gewebe repariert wird. Bei Übergewicht gerät die Reaktion aber außer Kontrolle. Wenn nun aber das Molekül S100A9 gehemmt wird, wird die überschießende Reaktion eingefangen. Die Entzündungsreaktion und die Wundheilung normalisieren sich.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="20763" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_05/anja-saalbach.jpg.dc0ffce8750fbd49a00788a3d6fe5850.jpg" rel="" style="float: left;"><img alt="Dr. Anja Saalbach" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="20763" data-ratio="66.80" data-unique="lffbtkdgf" style="width: 250px; height: auto;" width="1000" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_05/anja-saalbach.thumb.jpg.285cfd85c0cd7d00b6cb6e5b43100e3f.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>„In einer vorangegangenen Studie haben wir gezeigt, dass die gesättigten Fettsäuren eine sehr wichtige Rolle spielen", erklärt Studienleiterin Dr. Anja Saalbach von der Hautklinik der Universitätsklinikum Leipzig. "In einem Mausmodell reichten bereits vier Wochen Ernährung mit vielen gesättigten Fettsäuren wie Palmitinsäure und Stearinsäure aus, dass entzündliche Hautreaktionen verstärkt auftraten.“
</p>

<p>
	<a href="https://www.thno.org/v12p1659.htm" rel="external nofollow">In ihrer neuen Studie</a> ging es nun um die Umsetzung - also um eine Diät oder besser: Reduktion von gesättigten Fettsäuren. Schon nach einer Woche Diät hatte sich die Entzündungsreaktion wieder normalisiert. „Nach unseren Daten scheint es zu reichen, die Ernährung umzustellen, auch wenn die Patienten nicht abnehmen würden“, sagt Dr. Saalbach.
</p>

<p>
	Ob beim Menschen wirklich funktioniert, was an Mäusen untersucht wurde, soll eine weitere Studie zeigen. Und: Das Gefahrenmolekül S100A9 ist stärker in den Fokus der Wissenschaft geraten, wenn es um fehlgeleitete Entzündungsreaktionen und Wundheilungsstörungen bei Fettleibigkeit geht.
</p>

<h2>
	Gesättigte Fettsäuren in Lebensmitteln
</h2>

<p>
	Wer gesättigte Fettsäuren in seinen täglichen Lebensmitteln reduzieren will, sollte ein Augenmerk auf tierische Fette wie Milchfette, Rindertalg, Schweine- und Geflügelschmalz sowie auf einige Pflanzenfette wie Kakaobutter, Kokosfett, Sheabutter und Palmfette legen. Aber: Ein wenig gesättigte Fettsäuren müssen auch sein, denn sie sind für Körperfunktionen notwendig. Nur eben in Maßen.
</p>

<p>
	Viele gesättigte Fettsäuren stecken zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln:
</p>

<ul>
	<li>
		fettreiche Käsesorten
	</li>
	<li>
		Butter
	</li>
	<li>
		Fleisch - vor allem fettige Fleischsorten wie Schweinefleisch
	</li>
	<li>
		Schmalz
	</li>
	<li>
		Sahne
	</li>
	<li>
		Crème fraîche
	</li>
	<li>
		Wurst
	</li>
	<li>
		Fleisch
	</li>
	<li>
		Schokolade
	</li>
	<li>
		andere Süßwaren
	</li>
	<li>
		verschiedene Fertigprodukte
	</li>
</ul>

<p>
	Anschauliche Beispiele hat die<a href="https://www.dge.de/index.php?id=327#ad4" rel="external"> Deutsche Gesellschaft für Ernährung</a>:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Lachsfilet statt Schweinebraten</strong>: Eine Portion Lachsfilet (125 g) liefert 5,5 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie 4,1 g gesättigte Fettsäuren. Die gleiche Portion Schweinebratenfleisch enthält 2,5 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie 11,7 g gesättigte Fettsäure
	</li>
	<li>
		<strong>Walnüsse statt Schokolade</strong>: Eine Portion Walnüsse (20 g) liefert 10,4 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 1,3 g gesättigte Fettsäuren. Die gleiche Portion Schokolade enthält 0,2 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 4,1 g gesättigte Fettsäuren.
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1180</guid><pubDate>Fri, 27 May 2022 10:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte und Ern&#xE4;hrung &#x2013; die besten Brosch&#xFC;ren</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung-%E2%80%93-die-besten-broschueren-r1161/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_11/schuppenflechte-ernaehrung-broschueren.jpg.c6ae1e0f13cbaf6eb14916c5d4ca3b0f.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Eine gute Ernährung kann helfen, die Psoriasis im Zaum zu halten – so viel ist klar. Doch was ist gut, was nicht? Was lohnt sich auszuprobieren? Hier findest du eine Liste der besten Broschüren über Schuppenflechte und Ernährung. </strong>Die meisten kannst du herunterladen oder beim Anbieter in Papierform bestellen.
</p>

<p>
	Viele der Broschüren in der Liste stammen von Pharmafirmen. Wir listen sie trotzdem auf <span class="ipsEmoji">😉</span>
</p>

<h2>
	Ernährung und Psoriasis
</h2>

<p>
	<img alt="Broschüre Ernährung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="23880" data-ratio="142.00" data-unique="qf62o74gp" style="width: 100px; height: auto; float: left;" width="250" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_10/abbvie_ernaehrung_broschuere.jpg.def6e089d7ae22f07081f71159e6fb63.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Psoriasis wird erklärt und der Einfluss von Übergewicht, Alkohol und zu wenig Bewegung auf die Krankheit.
</p>

<p>
	Beschrieben wird, wie man als Psoriatiker mit Getränken, Gemüse, Obst, Getreide, Kartoffeln, Milch, Milchprodukten, Fleisch, Wurst und Eiern umgehen sollte. Es wird erklärt, welche Einflüsse Omega-Fettsäuren in Ölen, Fetten, Fisch und Nüssen haben. Kommentiert wird die Verwendung von Zucker, Salz und Nahrungsergänzungsmitteln.
</p>

<p>
	<strong>Anbieter</strong>: AbbVie Care
</p>

<p>
	<strong>Download</strong>:  <a href="https://www.abbvie-care.de/content/uploads/2021/10/ac_ernaehrungsbroschuere_de-imm-210133.pdf" rel="external nofollow">hier</a>
</p>

<p>
	<em>Der Anbieter hat später diese Broschüre aktualisiert und um Informationen über Ernährung bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen erweitert. Dieses Heft lässt sich <a href="https://www.abbvie-care.de/content/uploads/2021/10/ac_ernaehrungsbroschuere_de-imm-210133.pdf" rel="external nofollow">hier herunterladen</a>.</em>
</p>

<h2>
	Ernährung und Gewicht bei Rheuma – Patientenratgeber zum gesunden Abnehmen
</h2>

<section class="ipsSpacer_bottom ipsType_richText ipsType_normal" data-controller="core.front.core.lightboxedImages">
	<p>
		<img alt="Broschüren Ernährung und Gewicht bei Rheuma" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="23879" data-ratio="142.00" data-unique="xc7b75o2w" style="width: 100px; height: auto; float: left;" width="250" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_10/pfizer-broschuere-ernaehrung-pfizer.jpg.1da4f15f25bde8bfa6148a5fffb19e72.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Abnehmen unterstützt eine Psoriasis-Therapie genauso wie die vom Rheuma – am deutlichsten bei Übergewichtigen.
	</p>

	<p>
		In der Broschüre wird umfassend darüber informiert, weshalb es man sein Gewicht verringern und seine Bewegung ausbauen soll. Allgemeine Tipps für eine ausgewogene Ernährung sollen dabei helfen.
	</p>

	<p>
		Weil Abnehmen eher durchgehalten wird, wenn man von außen unterstützt wird, gibt es den Hinweis auf das Programm "<a href="https://www.ift-abnehmen.de/" rel="external nofollow">Abnehmen – aber mit Vernunft</a>". Das Psoriasis-Netz weist ebenfalls auf seriöse <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Programme zum Abnehmen</a> hin.
	</p>

	<p>
		Wen die vielen bunten Fotos von glücklichen, aktiven und körperlich gesunden Menschen nicht abschrecken, der erhält einige wesentlichen Grundinformationen.
	</p>

	<p>
		<strong>Anbieter</strong>: Pfizer Deutschland GmbH
	</p>

	<p>
		<strong>Download</strong>: <a href="https://www.wegweiser-rheuma.de/files/PB_RA_62170_Ernaehrung_und_Gewicht_bei_Rheuma_I_and_I_LowRes.pdf" rel="external nofollow">hier</a>
	</p>

	<h2>
		Wovon wie viel: Übersicht
	</h2>
	<img alt="Infoblatt Ernährungs-Docs für Psoriasis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="23881" data-ratio="141.00" data-unique="06yffy42o" style="width: 100px; height: auto; float: left;" width="250" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_10/infoblatt_ernaehrungs_docs.jpg.c7a3a99c3309c85de0170c57c0140da1.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Ernährungs-Docs</a>, bekannt aus dem NDR, haben eine Übersicht ins Netz gestellt: Wovon sollte ein Mensch mit Schuppenflechte viel essen, wovon wenig und was besser nicht? Das ist keine bunte Broschüre in dem Sinne, sondern besteht aus drei Seiten. Ist aber eben super übersichtlich.

	<p>
		<strong>Anbieter</strong>: NDR
	</p>

	<p>
		<strong>Download</strong>: <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/psoriasistherapie100.pdf" rel="external nofollow">hier</a>
	</p>

	<h2>
		Das Kochbuch – PsoriSol Rezepte zum Nachkochen
	</h2>

	<p>
		<img alt="Psorisol-Kochbuch" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="20303" data-ratio="134.00" data-unique="rsuogxw1q" style="width: 100px; height: auto; float: left;" width="186" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_11/psorisol-kochbuch.jpg.5058923ee4c31c90b74f836bd737c514.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Über 120 Rezepte aus einer Küche, die dafür bekannt ist, dass sie ausdrücklich auf Hautkranke und Allergiker eingestellt ist. Die über 20-jährige Erfahrung ist in dieser vielfältigen Sammlung eingeflossen.
	</p>

	<p>
		Die Broschüre kostet 9,50 Euro plus Versand. Sie ist aber auf stabilem Papier gedruckt und einigermaßen unempfindlich gegen Fett- oder andere typischen Küchen-Flecken.
	</p>

	<p>
		<strong>Anbieter</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-akut-kliniken/psorisol-hautklinik/?do=getNewComment" rel="">PsoriSol-Klinik</a>
	</p>

	<p>
		<strong>Bestellen</strong>: <a href="https://www.psorisol.de/de/informationsmaterial.html" rel="external nofollow">hier</a>
	</p>

	<p style="text-align: center;">
		***
	</p>

	<p>
		<em><strong>Tipp</strong>: Wir haben auch eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/ernaehrung/" rel="">Liste von Büchern über Ernährung und Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>.</em>
	</p>

	<div>
		<h2>
			Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
		</h2>

		<div>
			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
			</p>
		</div>
	</div>

	<p>
		 
	</p>
</section>
]]></description><guid isPermaLink="false">1161</guid><pubDate>Sun, 21 Nov 2021 16:40:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ern&#xE4;hrungskonzept MillionFriends: Stabiler Blutzucker, weniger Psoriasis?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/million-friends-dermanostic-test/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_06/millionfriends-psoriasis-erprobung.jpg.1024cad61094a1fb056f0c8eed02dd60.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Es gibt viele Ernährungsempfehlungen für Menschen mit Schuppenflechte. Doch keine davon ist bisher allgemein gültig. Viele schaffen es nicht, ihre Essgewohnheiten aus eigener Kraft umzustellen und das durchzuhalten. Im Jahr 2021 gab es ein Angebot, mit dem ausprobiert werden sollte, ob auch eine relativ gemäßigte Umstellung erfolgreich auf die Schuppenflechte wirken könnte.</strong>
</p>

<p>
	Für eine Anwendungserprobung wurden Betroffene gesucht, die bereit waren, ihre Ernährung so umzustellen, dass ihr Blutzucker stabil bleibt. Die Teilnehmer erhielten auf sie persönlich zugeschnittenen Ernährungsempfehlungen. Das ist nach Meinung des Anbieters nötig, weil der Stoffwechsel bei jedem Menschen etwas unterschiedlich ist: Das gleiche Lebensmittel führt zu verschiedenen Blutzuckerwerten. Bei diesem Konzept wird der bisherige Speiseplan nicht völlig umgekrempelt.
</p>

<p>
	Fast alles lief virtuell ab: Teilnehmer sollten zwei Wochen lang ihre Ernährung protokollieren, ihren Blutzucker messen und ihre Psoriasis begutachten lassen. Lediglich das Darmmikrobiom konnte nur anhand einer tatsächlichen Stuhlprobe bestimmt werden. Das Projekt wurde von Hautärzten des Online-Diagnose-Portals dermanostic und den Machern von MillionFriends betreut. Es war für die Teilnehmer kostenlos.
</p>

<p>
	Im Interview erklären die beteiligten Ärzte, warum sie dem Zusammenhang zwischen Psoriasis und Ernährung auf den Grund gehen wollten. Außerdem erklärten sie Einzelheiten der Anwendungserprobung.
</p>

<p>
	Dr. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung am Helios Universitätsklinikum Wuppertal und Mitgründerin von <a href="https://dermanostic.com/" rel="external nofollow">dermanostic</a>. Dr. Torsten Schröder ist Internist und Ernährungsmediziner. Er gründete das Ernährungsprogramm <a href="https://millionfriends.de/" rel="external nofollow">MillionFriends</a> mit, das auf eine niedrig-glykämische Ernährung setzt und die Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm einbezieht.
</p>

<p>
	<strong>Viele Patienten hören vom Hautarzt, dass sie mit der Ernährung ihre Schuppenflechte nur wenig oder gar nicht beeinflussen können. Ist das wirklich so schwer?</strong><br>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_right" data-fileext="jpg" data-fileid="19864" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/dermanostic-alice-martin.jpg.0b0e864e906e79e45984d8a7c49871f9.jpg" rel="" style="float: right;"><img alt="Dr. Alice Martin" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19864" data-ratio="143.50" data-unique="5c2z3r8x2" style="width: 200px; height: auto;" width="522" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/dermanostic-alice-martin.thumb.jpg.77814fed48c50189ae4eb1afc310b6ea.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a><strong>Dr. Alice Martin</strong>: Die Psoriasis ist multifaktoriell bedingt, das bedeutet, dass auch die Ernährung eine Rolle spielt. Aber auch andere Faktoren sind entscheidend, wie z.B. der körperliche als auch der seelische Stress, bestehende Erkrankungen und bestimmte Medikamenteneinnahmen. Die Ernährungsumstellung ist in der Regel deutlich mühseliger und schwieriger zu realisieren, und daher werden schnell umsetzbare Faktoren (Medikamentenumstellung und Stressreduktion) häufig vorgezogen. Die Ernährung geht mit einer starken Gewohnheit des Patienten einher und es sollte nicht nur eine richtige Aufklärung, sondern auch eine ärztliche Betreuung erfolgen. Am besten eignet sich dazu eine Ernährungsberatung mit einem Ernährungsmediziner, der sich vollkommen auf die persönlichen Begebenheiten fokussiert. Erst dann ist eine Beeinflussung der Psoriasis durch die Ernährung langanhaltend und erfolgsversprechend.
</p>

<p>
	<strong>Warum reagieren viele Hautärzte dann so, sagen wir, zurückhaltend, wenn es um Ernährung geht?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Der Berufsalltag des Arztes ist häufig sehr eng getaktet und die zeitlichen Ressourcen sehr knapp. Gerade bei der Ernährungsumstellung sollte man sich jedoch ausreichend Zeit nehmen und das ist dementsprechend schwierig. Dem entgegen steht, dass nicht nur der Patient sondern auch der Arzt einen langen Atem benötigt, denn häufig sind die ersten Erfolge einer Ernährungsumstellung erst nach mehreren Monaten zu sehen. Hinzu kommt, dass Dermatologen keine Ernährungsmediziner sind und somit weniger vertraut mit dem Thema. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass eine Überweisung zu einem Ernährungsmediziner erfolgt und der Patient zumindest aktiv nach seiner Ernährung befragt wird.
</p>

<p>
	<strong>Lernen Dermatologen im Studium etwas über den Zusammenhang von Ernährung und Psoriasis?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Die Zusammenhänge werden im Studium besprochen, allerdings wie in den meisten Studiengängen nicht vertieft. Es geht vielmehr um allgemeine Hinweise und nicht um Ernährungskonzepte, die auf die Erkrankung zugeschnitten sind. Spätestens in der Weiterbildungszeit als Arzt in der Dermatologie werden Studien besprochen, die deutlich zeigen, dass die Ernährung eine wichtige Stellschraube bei der Psoriasis sein kann.
</p>

<p>
	<strong>Wo setzen Sie an?</strong><br>
	<img alt="Dr. Torsten Schröder" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19865" data-ratio="91.50" data-unique="94mo6kurl" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="800" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/millionfriends-torsten-schroeder.jpg.65ceae12883c17fa01a5cd0458dc3f87.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"><strong>Dr. Torsten Schröder</strong>: Gemeinsam mit dermanostic setzen wir auf ein lückenloses Online-Verfahren, das Hautbefunde, Blutzuckermessungen und Anamnesedaten miteinander verknüpft. So werden die Patient*innen von der Untersuchung über die Diagnose und Therapie bis zur Weiterbetreuung kontaktlos begleitet. Dabei ermittelt die Perfood-Technologie über eine Blutzuckermessung personalisierte Ernährungsempfehlungen, die geeignet sind, die Symptome der Erkrankung zu reduzieren bzw. ihre Entwicklung abzuschwächen oder zu verhindern. Der zentrale Ansatz ist also die Einhaltung einer Ernährung, die den Blutzuckerspiegel stabil hält. Dabei besteht die Herausforderung einer Ernährung mit stabilem Blutzucker darin, dass die gleichen Lebensmittel unterschiedliche Blutzuckerschwankungen bei verschiedenen Personen auslösen (<em>Quellen am Ende des Artikels: 1 und 2</em>). Eine einheitliche Ernährungsempfehlung, die für jede Person gilt, ist deswegen nicht möglich.
</p>

<p>
	<strong>Ihr Programm zielt auf einen stabilen Blutzucker-Spiegel ab. Wo ist da der Zusammenhang zur Schuppenflechte?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span> ist nicht nur eine Erkrankung der Haut, sondern eine entzündliche Systemerkrankung, die mit einer Vielzahl an begleitenden Stoffwechselerkrankungen einhergehen kann: Psoriasis-Patient*innen haben unter anderem ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerwerte sind Treiber einer sogenannten metabolischen Entzündung.<br>
	Eine personalisierte niedrig-glykämische Ernährungsweise kann den Grad einer metabolischen Entzündung senken und positiv auf Psoriasis einwirken. Zudem konnte in Studien gezeigt werden, dass blutzuckersenkende Diabetes-Medikamente in der Psoriasis-Behandlung wirksam sind (<em>Quelle 3</em>) und das Risiko für die genannten Begleiterkrankungen mindern (<em>Quelle 4</em>).  Eine blutzuckerstabilisierende Ernährungsweise kann zusätzlich unterstützen, das Körpergewicht zu reduzieren. Durch die Reduktion des viszeralen Fettgewebes, das sogenannte Bauchfett, werden systemische Entzündungsprozesse ebenfalls reduziert. In Studien konnte bereits gezeigt werden, dass die Reduktion von Übergewicht das Hautbild von Psoriasis-Patient*innen verbessert (<em>Quellen 5 bis 7</em>).
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	<strong>Welche Studien stützen Ihre These?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: Bisher gibt es keine Ernährungsempfehlungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Psoriasis-Patient*innen abgestimmt sind. Unbestritten ist jedoch, dass Schuppenflechte eine multifaktorielle Erkrankung ist und auch der Lebensstil und insbesondere die Ernährungsgewohnheiten Einfluss auf die Erkrankung haben. Generell wird den Betroffenen eine ausgewogene und entzündungshemmende Ernährung empfohlen. Studien konnten die positive Wirkung einer mediterranen Diät (<em>Quellen 8 und 9</em>) sowie einer ketogenen Diät (<em>Quelle 10</em>) auf die Schwere der Psoriasis bestätigen. Beide Ernährungsweisen beinhalten einen niedrig-glykämischen Ansatz. Low-Carb-Diäten sind allerdings mit starken Einschränkungen für die Patient*innen verbunden und nur schwer im Alltag umzusetzen. Häufig können sie daher nicht langfristig eingehalten werden. Hier setzen wir mit unserem Ansatz einer personalisierten, niedrig-glykämischen Ernährung an. Dabei reichen schon kleine Anpassungen der gewohnten Ernährung aus, um große Effekte zu erzielen.
</p>

<p>
	<strong>Nutzt Ihr Angebot normalgewichtigen Menschen mit Schuppenflechte also nichts?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: Gewichtsabnahme gehört zu den positiven Effekten einer blutzucker-stabilisierenden Ernährung. Ausschlaggebend für Psoriasis-Patient*innen ist jedoch, dass durch die personalisierte Ernährung Stoffwechselprozesse verhindert werden, die Psoriasis begünstigen. Deshalb spielt das Körpergewicht der Patient*innen für diese digitale Therapie keine Rolle.
</p>

<p>
	<strong>Wie lief die Anwendungserprobung ab?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: Eine der Besonderheiten in der Anwendungserprobung war dass sie dank der Kooperation mit dermanostic kontaktlos und vollständig digital ablief, was die Teilnahme sehr unkompliziert machte. Alle Teilnehmenden nutzten zunächst das von Perfood entwickelte MillionFriends Programm zur Ermittlung einer personalisierten, blutzucker-stabilisierenden Ernährung. Dabei entdeckten die Psoriasis-Patient*innen ihre Blutzuckerreaktionen auf ihre alltäglichen Mahlzeiten und erfuhren, welche Lebensmittel gut für ihren Stoffwechsel sind und auf welche sie lieber verzichten sollten. Dabei ermittelten sie zusätzlich ihren so genannten Ernährungstypen und fanden heraus, ob ihr Stoffwechsel besser auf Fette oder Proteine reagiert. Nach dieser zweiwöchigen Testphase erhielten die Patient*innen eine Analyse ihrer Ernährung von unseren Ernährungsexpert*innen. Diese Analyse war der Ausgangspunkt für die Ernährungsumstellung, die auf dem gewohnten Speiseplan beruhte. Das Ziel war es, bereits mit kleinen, aber ganz gezielten Anpassungen der Ernährung den Blutzucker stabil zu halten und die Schuppenflechte zu verbessern. Zu Beginn der Anwendungserprobung sowie drei Monate nach der Ernährungsumstellung und optional nach sechs Monaten wurde das Hautbild von den Hautärzt*innen von dermanostic bewertet. Alle Personen mit Schuppenflechte konnten sich <a href="https://millionfriends.de/" rel="external nofollow">auf unserer Webseite</a> über die Anwendungserprobung informieren und einen Fragebogen zur Überprüfung ihrer Eignung für die Anwendungserprobung ausfüllen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<img alt="Stuhlprobe und Blutzuckermessung von und mit MillionFriends" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19870" data-ratio="41.09" data-unique="kevp9tmjt" style="width: 640px; height: auto;" width="640" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_06/millionfriends-stuhlprobe-sensor-messung.jpeg.3bb23cda5dd0ca8c35f03aa32044dbac.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"><br>
	<em>Für die Anwendungserprobung wurde eine Stuhlprobe eingeschickt (linkes Foto). Zwei Wochen lang<br>
	wurde mit einem Sensor am Oberarm der Blutzucker gemessen und mit den Mahlzeiten abgeglichen.</em>
</p>

<p>
	<strong>Warum war das eine Anwendungserprobung und keine richtige Studie?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: Bestehende wissenschaftliche Studien liefern Hinweise, dass eine personalisierte, blutzucker-stabilisierende Ernährungsweise der Schlüssel für eine innovative digitale Psoriasis-Therapie sein kann. In der systematischen Anwendungserprobung wollten wir überprüfen, wie stark sich die Anpassung der Ernährung gemäß den individuellen Empfehlungen auf die Schuppenflechte auswirkte. Zudem wollten wir die Bedürfnisse der Psoriasis-Patient*innen, aber auch ihrer behandelnden Ärzte besser kennenlernen. Dafür nutzten wir das etablierte und als Medizinprodukt zertifizierte MillionFriends Programm.
</p>

<p>
	<strong>Warum ist Juckreiz in Ihrer Anwendungserprobung gar kein Ein- oder Ausschlusskriterium? Gerade der tritt doch oft nach dem Genuss von Lebensmitteln auf.</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: An der Anwendungserprobung konnten Patient*innen mit einer diagnostizierten Schuppenflechte teilnehmen. Schuppenflechte ist eine heterogene Erkrankung mit vielen Gesichtern. Sie kann sich bei Betroffenen in unterschiedlichen Formen, aber auch mit unterschiedlichen Symptomen zeigen. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/juckreiz/" rel="">Juckreiz</a> ist beispielsweise ein verbreitetes und bekanntes Symptom. Dennoch sind nicht alle Psoriasis-Patient*innen davon betroffen. Auch der wahrgenommene Leidensdruck kann sich von Patient*in zu Patient*in unterscheiden. Umso wichtiger ist es, Psoriasis-Patient*innen individuelle Therapieoptionen anbieten zu können.
</p>

<p>
	<strong>Warum widmeten Sie sich der Schuppenflechte? Es gibt doch so viele Erkrankungen, die sich mit der Ernährung beeinflussen lassen. Läge zum Beispiel Neurodermitis da nicht näher?</strong><br>
	<strong>Schröder</strong>: In der Tat gibt es viele Zusammenhänge zwischen Hauterkrankungen und Ernährung. Bei Psoriasis bauen wir auf ein wissenschaftliches Fundament, das den Zusammenhang zwischen personalisierter Ernährung und Psoriasis nahelegt. Wie sich diese Ernährungsweise auf Hauterkrankungen wie z. B. Neurodermitis auswirkt, ist eine spannende Frage, die wir für künftige Projekte im Hinterkopf haben.
</p>

<p>
	<strong>Wie lange braucht eine Ernährungsumstellung, um Wirkung zu zeigen?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Eine Ernährungsumstellung als Therapiesäule, wie in diesem Fall der Psoriasis, ist ein langfristig andauernder Prozess. Hier können sich erste Veränderungen auch erst nach einigen Monaten bemerkbar machen. Wichtig ist, dass eine Umstellung konsequent beibehalten wird, um Erfolge zu erzielen. Wie stark und nach welchem Zeitraum sich eine Ernährungsumstellung auf den Körper auswirkt, ist individuell zu betrachten. Hier gibt es keine pauschal zu bestimmenden Zeiträume.
</p>

<p>
	<strong>Was lässt sich heute im Mikrobiom des Darms erkennen und was (noch) nicht?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Im Darm lässt sich grundsätzlich die Zusammensetzung der verschiedenen Bakterien erkennen. Das ist das sogenannte Mikrobiom. Bakterien sind notwendig und positiv für den Darm. Wenn die bakterielle Flora aus dem Gleichgewicht gerät, dann können sich potenziell schädigende Bakterien ausbreiten und die gute Flora verdrängen. Dabei verstoffwechseln die Bakterien die zugeführten Nahrungsmittel. Einige Nahrungsmittel sollten in Maßen zugeführt werden, ansonsten kann ein Ungleichgewicht mit entsprechenden Magen-Darm-Beschwerden und einem ineffizienten Stoffwechsel entstehen. Man kann somit aus dem Mikrobiom indirekte Rückschlüsse ziehen, ob es sich um einen gut funktionierenden Magen-Darm-Trakt handelt oder ob eine Schädigung vorliegt. Andersherum lässt sich die Art der Schädigung nicht zwingend durch das Mikrobiom herausfinden, denn auch Medikamente oder bereits bestehende Erkrankungen können das Mikrobiom im Darm aus dem Gleichgewicht bringen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">💡</span><em> <strong>Lesetipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c37-nahrung/laesst-sich-die-psoriasis-mikrobiotisch-behandeln-r1127/?do=getNewComment" rel="">Lässt sich die Psoriasis mikrobiotisch behandeln?</a></em>
</p>

<p>
	<strong>Wenn ich wegen meiner Schuppenflechte eine seriöse Ernährungsumstellung machen will – wo finde ich eine Beratung, die vielleicht sogar von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird? Wie läuft das dann im Idealfall ab?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Wenn eine Psoriasis vorliegt, so sollte ein Ernährungsmediziner für die Ernährungsberatung hinzugezogen werden. Die „Ernährungsmedizin“ ist eine Zusatzqualifikation, die nach der neuen Gesetzeslage nur von Fachärzten erworben werden kann. Früher konnten auch Ärzte ohne Facharzt diese Zusatzqualifikation machen und sich als „Ernährungsmediziner“ betiteln. Somit kann auch ein Dermatologe mit der entsprechenden Zusatzqualifikation die Ernährungsberatung durchführen, andernfalls kann der Patient nach einer Überweisung fragen. Wenn ein Facharzt die Notwendigkeit für eine medizinische Ernährungsberatung feststellt, dann werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse nach einer kurzen Rücksprache übernommen.
</p>

<p>
	<strong>Was wäre Ihr erster Tipp, wenn jemand ausprobieren will, ob seine Schuppenflechte mit Ernährung beeinflusst werden kann?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Bevor der Patient eine professionelle Ernährungsberatung hinzuzieht, empfehlen wir hier gerne eine Art Ernährungstagebuch. Dort tragen Betroffene selbst ein, ob, und wenn ja, wie, sich bestimmte konsumierte Lebensmittel auf den Hautzustand auswirken. So kann über einen Zeitraum von einigen Wochen – bei Bedarf auch länger – selbst getestet werden, ob die Ernährung individuell Auswirkungen auf den Patienten und dessen Krankheitsverlauf zeigt. Auch sieht der Patient, welche Ernährungsgewohnheiten er pflegt. Einige Patienten ernähren sich z.B. zu kohlenhydrat- oder fettreich.
</p>

<p>
	<strong>Welche Lebensmittel sind nach Ihrer Erfahrung bei Psoriasis top, welche flop?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es leider nicht. Generell kann man sagen, dass sich bei vielen Patienten eine gesunde und ausgewogene Ernährung positiv auf das Krankheitsbild auswirkt. Ebenfalls können entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren einen positiven Effekt ausüben. Wovon abgesehen werden sollte, ist ein hoher Konsum von rohem Fleisch, Innereien oder anderen sehr fettreichen Lebensmitteln. Allerdings kann man diese Empfehlungen leider nicht pauschalisieren. Die Reaktionen der Haut auf Lebensmittel sind sehr individuell und können nicht „über einen Kamm geschert“ werden. Genau aus diesem Grund haben wir uns mit Perfood zusammengeschlossen, um den Patienten einen personalisierten Ernährungsplan zur Verbesserung des Krankheitsbildes zur Verfügung stellen zu können.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">💡</span> <em><strong>Lesetipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a></em>
</p>

<p>
	<strong>Abseits der Anwendungserprobung mit perfood: Nach wieviel Wochen sollte man eine Ernährungsumstellung dann doch aufgeben, wenn sich nichts verändert hat?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Da die Ernährungshinweise auch allgemein sehr wertvoll sind und auch unabhängig von der Erkrankung einen Mehrwert bieten, empfehlen wir grundsätzlich, diese auch ohne erste Erfolge beizubehalten.  Wenn sich die Psoriasis nicht verbessert hat, muss nach anderen Ursachen gesucht werden, z.B. andere bestehende Erkrankungen oder auch Medikamente.
</p>

<p>
	<strong>Ihr tägliches Geschäft sind Diagnosen, die Sie aufgrund von eingesandten Fotos stellen. Wie könnte Psoriasis-Patienten langfristig digital geholfen werden? Viele Menschen mit Schuppenflechte brauchen nach der Diagnose ja einen dauerhaften Kontakt zum Hautarzt, Wiederholer-Rezepte und Laboruntersuchungen.</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Auch digital besteht für Patienten die Möglichkeit, dauerhaft mit dem behandelnden Arzt in Kontakt zu bleiben. So können zudem die benötigten Rezepte zur Verfügung gestellt werden. Wenn eine Laboruntersuchung notwendig ist, wird diese nach wie vor bei einem niedergelassenen Dermatologen durchgeführt. Dabei wird der Patient von einer Krankenschwester darin unterstützt, einen entsprechenden Termin zu erhalten.
</p>

<p>
	<strong>Ist die Psoriasis heutzutage schon gut auf Fotos zu diagnostizieren?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Ja. Die charakteristischen sogenannten „Plaques“ der Psoriasis sind per Blickdiagnose, also auch per Foto, sehr gut zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, geben wir unseren Patienten in der App genaue Anweisungen, wie die Fotos aufgenommen werden sollen, um hochwertige Bilder zu erhalten. Dazu sind Handykameras ab 2015 vollkommen ausreichend, sie bieten unseren Ärzten eine angemessene Qualität der Fotos, um das Krankheitsbild eindeutig diagnostizieren zu können.
</p>

<p>
	<strong>Ihr Angebot ist eine Selbstzahler-Leistung. Sehen Sie, dass das jemals anders wird?</strong><br>
	<strong>Martin</strong>: Das ist richtig, aktuell handelt es sich bei dem Behandlungsangebot von <a href="https://www.dermanostic.com/" rel="external nofollow">dermanostic</a> um eine Selbstzahler-Leistung. Die Behandlungskosten von 25 Euro werden bislang von den privaten Krankenkassen getragen. Allerdings sind wir im Gespräch mit gesetzlichen Krankenkassen, da es natürlich unser Ziel ist, all unseren Patienten eine kostenfreie Behandlung bieten zu können. Wir erwarten dazu Vertragsabschlüsse im Laufe dieses Jahres.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<em>Nachsatz: Ein Ergebnis der Anwendungsbeobachtung ist bislang (Stand Oktober 2024) nicht veröffentlicht worden. Schade!</em>
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ol>
	<li>
		<a href="https://academic.oup.com/cdn/article/3/Supplement_1/nzz037.OR31-01-19/5517817" rel="external nofollow">Predicting Personal Metabolic Responses to Food Using Multi-omics Machine Learning in over 1000 Twins and Singletons from the UK and US</a>: The PREDICT I Study (OR31-01-19), Berry et al, 2019
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(15)01481-6" rel="external nofollow">Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses</a>, Zeevi et al., 2015
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.karger.com/Article/FullText/472149" rel="external nofollow">Glycemic Control in the Treatment of Psoriasis</a>, Ip und Kirchhof, 2017
	</li>
	<li>
		<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/article-abstract/1377950" rel="external">Psoriasis and the Risk of Diabetes Mellitus</a>, Armstrong et al 2013
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.karger.com/Article/FullText/455840" rel="external nofollow">Psoriasis and Obesity</a>, Jensen et al., 2016
	</li>
	<li>
		<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1365-2133.2007.08068.x" rel="external nofollow">Obesity in psoriasis: the metabolic, clinical and therapeutic implications</a>. Report of an interdisciplinary conference and review, Sterry et al., 2007
	</li>
	<li>
		<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1365-2133.2005.06781.x" rel="external nofollow">Diet and psoriasis: experimental data and clinical evidence</a>, Wolters, 2005
	</li>
	<li>
		<a href="https://translational-medicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12967-015-0658-y" rel="external nofollow">Nutrition: a key environmental dietary factor in clinical severity and cardio-metabolic risk in psoriatic male patients evaluated by 7-day food-frequency questionnaire</a>, Barrea et al., 2015
	</li>
	<li>
		<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00296-019-04458-7" rel="external nofollow">Mediterranean diet and Psoriatic Arthritis activity: a multicenter cross-sectional study</a>, Caso et al., 2020
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S089990072030040X?via%3Dihub" rel="external nofollow">Aggressive weight-loss program with a ketogenic induction phase for the treatment of chronic plaque psoriasis: A proof-of-concept, single-arm, open-label clinical trial</a>, Castaldo et al., 2020
	</li>
</ol>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1140</guid><pubDate>Tue, 01 Jun 2021 15:01:00 +0000</pubDate></item><item><title>Was die "Ern&#xE4;hrungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2020_09/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis.jpg.7646f1b593bd196ea9668ebde424ed5d.jpg" /></p>
<p>
	Die "Ernährungs-Docs" ist eine Serie im NDR-Fernsehen. Drei Mediziner schlagen dafür ihre Praxis auf einem Hausboot auf. Zu ihnen kommen dann Menschen mit sehr unterschiedlichen Gesundheitsproblemen. Bislang ging es in einigen Folgen auch um Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis. Am 2. März 2026 gibt es eine neue Folge mit einem Psoriasis-Fall. Wir stellen hier die bisherigen Fälle kurz vor.
</p>

<h2>
	Fall 1: Maren G., Schuppenflechte
</h2>

<div>
	<div class="ipsEmbeddedVideo">
		<div>
			<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_6329_6" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" width="200" data-embed-src="https://www.youtube.com/embed/DlVqJgvuPIg?feature=oembed"></iframe>
		</div>
	</div>
</div>

<p>
	Maren G. isst gern zum Beispiel Schnitzel und Kartoffelsalat. Das ist schlecht. – wegen der Kombination aus Kohlenhydraten und Fetten.
</p>

<p>
	Dr. Anne Fleck rät ihr in Folge 8:
</p>

<ul>
	<li>
		auf Brot zu verzichten
	</li>
	<li>
		auf Zucker zu verzichten
	</li>
	<li>
		3-mal pro Woche fetten Fisch zu essen, zum Beispiel Makrele, Hering oder Wildlachs 
	</li>
	<li>
		drei Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen
	</li>
	<li>
		möglichst auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten
	</li>
</ul>

<p>
	Wegen des Übergewichts wird Maren G. für die Abend-Mahlzeit ein eiweißbetonter Shake ärztlich verordnet (genauer: eine Formula-Diät). Er wird mit Weizenkeimöl angereichert, damit mehr Vitamin E in die Nahrung kommt. . 
</p>

<p>
	Empfohlen wird die Nutzung eines Schrittzählers.
</p>

<p>
	Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Wert ist von 28,5 auf 12,2 gesunken.
</p>

<p>
	<em><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungsdocs-schuppenflechte" rel="">Über diese Folge hatten wir einen eigenen Artikel inklusive Kommentar geschrieben.</a></em>
</p>

<h2>
	Fall 2: Horst A., Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	Dr. Fleck erklärt Horst A. in Folge 33, warum er seine Erkrankung endlich ernst nehmen soll. Ihre Argumente: Die Entzündung (der Gelenke) streut auch aufs Herz und auf die Gefäße. In Letzterem macht sie eine Verkalkung. Der Bluthochdruck befeuert die Verkalkung zusätzlich. „Deshalb brauchen wir einen Mix aus modernen Medikamenten und moderner Ernährung.“
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: Die Folge ist <a href="https://www.ardmediathek.de/video/die-ernaehrungs-docs/folge-33-oder-morbus-crohn-schuppenflechte-rheuma-diabetes-typ-2/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjI3MjI2MV9nYW56ZVNlbmR1bmc" rel="external nofollow">in der ARD-Mediathek zu sehen</a>.
</p>

<p>
	Horst A. isst gern Mohnkuchen. Im Studio war denn auch ein Stück Mohnkuchen mit Schlagsahne zu sehen. Frau Dr. Fleck erklärte auch hier: „In der Kombination fördern die Kohlenhydrate die Entzündung“.
</p>

<p>
	Horst A. isst auch täglich Wurst und Schweinefleisch. Auch das fördert laut Dr. Fleck die Entzündung.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Horst A. isst wegen seines Berufs oft sehr früh, nämlich gegen 5:40 Uhr. Frau Dr. Fleck rät zu einer radikalen Abkehr von dieser Praxis. Für Horst A. wäre es ihrer Meinung nach besser, nur zwei Mahlzeiten pro Tag zu essen und dazwischen lange Pausen einzulegen – vorzugsweise nachts für 12 bis 13 Stunden. Statt Frühstück empfiehlt sie ein Spätstück – zum Beispiel um 10 Uhr.
</p>

<p>
	Weitere Tipps:
</p>

<ul>
	<li>
		Statt Brot lieber einen Quinoa-Brei mit Zimt und Curcuma
	</li>
	<li>
		Zum Abendbrot: Gemüse, Gewürze, Öl, kombiniert mit Eiweiß, um satt zu werden 
	</li>
	<li>
		Gegen Heißhunger: Wildlachs mit Apfel. Also ein Apfel-Schnitz (Achtel), darüber eine Scheibe Lachs gelegt (nur so groß, das sie den Apfel bedeckt!) 
	</li>
	<li>
		Einen kleinen Snack sollte er statt zwischendurch lieber direkt nach der Hauptmahlzeit essen. „So hemmen Sie nicht die gesunde Fettverbrennung.“ 
	</li>
</ul>

<p>
	Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Der Rheuma-Wert ist von 32 auf 5,3 gesunken. Zur Erklärung: Ab einem Wert von 28 gilt eine rheumatische Erkrankung als aktiv. 
</p>

<p>
	Anne Fleck fasst am Ende der Sendung zusammen:
</p>

<blockquote>
	<p>
		Schuppenflechterheuma schädigt die Gefäße, und das ist eine immense Gefahr Auch für Herzinfarkt und Schlaganfall. Es darf niemals unterschätzt werden. Und deswegen ist es so wichtig, Nicht nur auf Ernährung zu setzen, sondern auch auf solide Medikation.
	</p>
</blockquote>

<h2>
	Fall 3: Michaela B., Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	Im Ernährungstagebuch von Michaela B. zeigt sich: Sie isst oft Weißbrot, zuckerfreies Dinkelbrötchen, zuckerfreie Dinkelwaffeln oder Dinkeltoast. "Darin stecken viele schnell verdauliche Kohlenhydrate, und die feuern die Entzündung zusätzlich an", erklärte ihr Anne Fleck in Folge 37. Und: Zuckerersatzstoffe, egal welche, sind schlecht. Ihr Fazit: Egal womit - man sollte so wenig wie möglich süßen.
</p>

<p>
	Anne Fleck setzt auf die Anti-Entzündungs-Formel. Entscheidend dabei sind EPA und DHA, z.B. in Ölen oder Fisch, in Nüssen, Mandeln und Gemüse.
</p>

<p>
	Als Heißhunger-Dämpfer gibt es Obst.
</p>

<p>
	Auch bei Michaela B. spielt der Zeitpunkt des Essens eine wichtige Rolle. Sie isst vier bis fünf Mahlzeiten am Tag. Anne Fleck rät zu maximal drei Mahlzeiten am Tag und einer möglichst langen Essenspause über Nacht für 12 bis 14 Stunden, damit Körper in den Prozess der Autophagie kommt – der zelleigenen Müllabfuhr.
</p>

<p>
	Betont wurde auch, wie wichtig regelmäßige Bewegung ist. Damit kommt laut Dr. Fleck die Myokin-Produktion in den Muskeln  besser in Schwung. Myokine sind Botenstoffe, die den Fettabbau fördern. 
</p>

<p>
	Michaela B. isst nun auf der Arbeit Mitgebrachtes, zum Beispiel Quark mit Öl, und Obst. Kartoffeln, Brot oder Nudeln gibt es bei ihr nur noch selten.
</p>

<p>
	Ergebnis bei der letzten Kontroll-Untersuchung: Michaela B. braucht keine Schmerztabletten mehr. Die Morgensteifigkeit ist weg. Der Rheuma-Wert ist von 125 auf 5,4 gesunken.
</p>

<p>
	Anne Fleck gab ihr mit auf den Weg: „Wenn Sie weiter auf die antientzündliche Ernährung setzen, können Sie peu a peu die Spritzenabstände verlängern.“ Denn Studien würden zeigen, dass die Ernährungsumstellung dafür sorgt, dass Medikamente gegen entzündlich-rheumatische Erkrankungen besser wirken.
</p>

<p>
	Im <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Metabolisches-Syndrom-Darmkrebs-Nachsorge-Schuppenflechte-Rheuma,chatprotokollfleck106.html" rel="external nofollow" target="_blank">Chat nach der Sendung</a> ging es ebenfalls um die Ernährung bei Psoriasis arthritis, die dort Schuppenflechte-Rheuma genannt wird.
</p>

<p>
	<em><a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/31847-neue-folge-der-ern%C3%A4hrungs-docs-zur-psoriasis-arthritis/" rel="">Über diese Folge wurde auch in unserer Community diskutiert.</a></em>
</p>

<h2>
	Fall 4: Elke V., Schuppenflechte
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_5543_8" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="Was hilft bei Psoriasis? Bei Schuppenflechte juckt und brennt die Haut | Die Ernährungs-Docs | NDR" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Vc9PivMCsgk?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	In Folge 51 kam Elke V. aufs Praxis-Schiff. Sie hat Psoriasis an den Händen, Ellbogen und Knien - obwohl sie das Medikament <span ipsnoautolink="true">Skilarence</span> nimmt. In ihrem Job als Brautmoden-Designerin gucken ihr die Kundinnen und Kunden naturgemäß oft auf die Hände. Dazu kommt: Elke V. hat deutliches Übergewicht.
</p>

<p>
	Ernährungs-Doc Anne Fleck riet ihr zum Nachtfasten, um dem Bauchumfang beizukommen. Das heißt: Beim Nachtfasten soll für zwölf bis 13 Stunden über Nacht nichts gegessen werden. Die Ernährung insgesamt soll antientzündlich sein, also Nüsse, Obst der Saison und viele Omega-3-Fette in Form von Ölen enthalten.
</p>

<p>
	Erstausstrahlung dieser Folge war am 24. Januar 2022. Die Folge kann im Netz für einige Zeit <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Schuppenflechte,ernaehrungsdocs756.html" rel="external nofollow" target="_blank">beim NDR</a> angesehen werden. Im Chat nach der Sendung gab es auch einige Fragen zur Schuppenflechte. Davon gibt es ein <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Adipositas-Schuppenflechte-Parodontitis,chatprotokollfleck114.html" rel="external nofollow" target="_blank">Chat-Protokoll</a>.
</p>

<h2>
	Fall 5: Pia O., Schuppenflechte und Psoriasis arthritis
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_5543_9" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="Schuppenflechte: So lindert richtige Ernährung die Beschwerden | Die Ernährungs-Docs | NDR" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/qNzs4FLuRtc?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	In Folge 59 ging es um Pia O. Die 28-Jährige hat seit ihrer Kindheit Schuppenflechte an den Händen und Füßen – "offen und blutig". Ärztin Silja Schäfer fragt angesichts von Fotos sichtlich irritiert nach: "Dauerhaft? So schlimme Füße?". Äh ja, das dürften viele kennen.
</p>

<p>
	Später kam bei Pia O. eine  Psoriasis arthritis dazu. Nichts half ihr wirklich. Inzwischen bekommt sie zwei Rheuma-Medikamente, wegen starker Rückenschmerzen außerdem Kortisonspritzen ins Iliosakralgelenk. Erschwerend kommt eine Unverträglichkeit histamin- und fruktosereicher Nahrung hinzu.
</p>

<p>
	Der erste Teil der Therapie der "Ernährungs-Docs" sollte Darm und Bauch zur Ruhe kommen lassen. Pia O. bekam einen Essenplan mit fruktose- und histaminarmen Rezepten für vier Wochen und zur Hilfe eine Liste vom Gegenteil – also eine <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/histaminfruktoseintoleranztherapie100.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Liste mit fruktose- und histaminreichen Lebensmitteln</a>, die sie meiden sollte.
</p>

<p>
	Histaminarme und fruktosearme Entzündungshemmer und damit guter Lebensmittel sind zum Beispiel
</p>

<ul>
	<li>
		Chicoree
	</li>
	<li>
		Rote Bete
	</li>
	<li>
		Spargel
	</li>
	<li>
		Bromberen
	</li>
	<li>
		Haferflocken
	</li>
	<li>
		Kürbiskerne
	</li>
	<li>
		Leinsamen
	</li>
	<li>
		Kräuter und Gewürze
	</li>
	<li>
		Fisch
	</li>
	<li>
		Leinöl
	</li>
	<li>
		Algenöl
	</li>
</ul>

<p>
	In den ersten vier Wochen sollte sich Pia O. strikt an die Vorgaben halten, in den vier Wochen danach durfte sie sich aus den Rezepten der ersten vier Wochen selbst Mahlzeiten zusammenstellen.
</p>

<p>
	An die ersten acht Wochen schloss sich eine Phase mit antientzündlicher Ernährung an, um die Psoriasis arthritis in Griff zu kriegen. Spätestens hier kam ein Blutwert ins Spiel – nämlich das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3. Der Idealwert ist laut "Ernährungs-Doc" Silja Schäfer 2,5:1. Bei Pia O. aber beträgt der Wert 15,2:1.
</p>

<p>
	"Zuviel Omega 6 fördert Entzündungen", erklärt Silja Schäfer. Viel Omega 6 ist z.B. in Ölen aus Sonnenblumen und Soja, Fertigprodukten und tierischen Lebensmitteln. Diese gilt es also zu reduzieren.
</p>

<p>
	Viel Omega 3 ist z.B. in Fisch, fettigem Fisch, in Fischöl oder Algenöl. Davon soll Pia O. mehr zu sich nehmen.
</p>

<p>
	Außerdem empfehl Silja Schäfer Tai Chi – wegen der langsamen Bewegungen und um die Gelenk geschmeidig zu bekommen. Morgensteifigkeit und insgesamt die Schmerzen sollten damit besser werden.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-envelope" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Wissen und Tipps</span></b> für Dein Leben mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/newsletter-bestellen" rel=""><u><b>Meld dich für unsere Newsletter an</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Nach acht Wochen bilanziert sie: Es geht ihr schon deutlich besser. Und nach einem halben Jahr? Pia O. spürt keine Rückenschmerzen mehr. Sie nimmt nur noch ihre Basistherapie, bestehend aus Spritzen.
</p>

<p>
	Die Sendung will Mut machen, unter ärztlicher Begleitung eine Ernährungsumstellung auszuprobieren.
</p>

<p>
	Ein Rezept, das auch die Kolleginen von Pia O. schätzen, war ein <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb6_id-15064_broadcast-1530_station-ndrtv.html#portionen=2" rel="external nofollow" target="_blank">Quinoa-Salat mit Dressing aus Kokosmlilch, Cranberrysaft und Olivenöl</a>. Eine Übersicht über die Tipps und einige Rezepte sind <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Schuppenflechte,schuppenflechte108.html" rel="external nofollow" target="_blank">hier</a> zu finden.
</p>

<p>
	Erstausstrahlung der Folge war am 23. Januar 2023. Auch diese Folge ist in der Mediathek und <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Schuppenflechte,ernaehrungsdocs888.html" rel="external nofollow" target="_blank">auf der Seite vom NDR nachzugucken</a>. Im Anschluss an die Sendung gab es einen Chat. Ein Protokoll dazu <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Protokoll-Adipositas-Colitis-ulcerosa-Schuppenflechte,chatprotokollriedl116.html" rel="external nofollow" target="_blank">findet sich hier</a>, ein weiteres <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Adipositas-Schuppenflechte-Parodontitis,chatprotokollfleck114.html" rel="external nofollow" target="_blank">an dieser Stelle</a>. In Ersterem gibt es übrigens einen Verweis auf <a href="https://www.bdem.de/patienten/schwerpunktpraxen" rel="external nofollow" target="_blank">Praxen mit Schwerpunkt Ernährungsmedizin</a>.
</p>

<p>
	Im März 2024 berichteten die Kieler Nachrichten, <a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/tv-serie-ernaehrungs-docs-warum-eine-frau-aus-kiel-wieder-mit-freude-essen-kann-RTSBJCK5EJGTRH6652SM3DADVE.html" rel="external nofollow" target="_blank">wie es bei Pia O. weiterging</a>.
</p>

<h2>
	Fall 6: Ingo H., Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Ingo H. (49) leidet er seit mehr als 30 Jahren an Schuppenflechte. Sie sitzt bei ihm an Knien, Ellenbogen, an der "Flanke", am Bein und im Genitalbereich. Außerdem hat er eine Histaminunverträglichkeit. Er muss dringend abnehmen. Ein Feind dieses Vorhabens: der Snack-Automat auf der Arbeit. Im Studio zeigt Ärztin Silja Schäfer eindrucksvoll, wie viel Bauchfett bei Ingo H. im Körper steckt: Sie stellt ein Gefäß mit 8,8 Litern reinem Fett auf den Tisch.
</p>

<p>
	Beim Hautarzt war Ingo H. das letzte Mal vor mehr als 30 Jahren. Warum? "Ich habe das Vertrauen verloren", erklärt er. Wenn's ganz schlimm ist, lässt er sich vom Allgemeinmediziner ein kortisonhaltiges Präparat verordnen.
</p>

<p>
	Silja Schäfer schickt ihn zum Hautarzt. Ihre Tipps für Ingo H.:
</p>

<ul>
	<li>
		statt Margarine lieber Olivenöl, vegetarischen oder veganen Aufstrich oder körnigen Frischkäse
	</li>
	<li>
		statt Brot mit Margarine und Wurst abends lieber eine Hafermahlzeit – also Haferflocken, mit Brühe aufgekocht und dazu Gewürze und Gemüse
	</li>
</ul>

<p>
	Außerdem soll Ingo H. intervallfasten – nur noch zwei Mahlzeiten am Tag essen, mittags und abends, und dann 16 Stunden pausieren. Hinzu kommt der Rat zu mehr Bewegung: 30 Minuten strammes Spazierengehen pro Tag zum Beispiel oder Fahrradfahren.
</p>

<p>
	Ingo H. kommt mit dem Intervallfasten sehr gut zurecht. Überhaupt ist er offensichtlich sehr dankbar, dass ihn jemand zu einer Ernährungs-Umstellung bewegt hat. "Ich bin agiler, habe mehr Power und ordentlich abgenommen", erzählt er. Bei der Abschlussuntersuchung hat er drei Liter Bauchfett weniger und zwölf Kilogramm abgenommen.
</p>

<p>
	Der Hautarzt hat Ingo H. ein innerliches Medikament verschrieben. Auch das dürfte zum sichtbaren Erfolg beigetragen haben.
</p>

<p>
	Das Fazit von Silja Schäfer tritt es sehr gut: "Der Erfolg von Ingo H. zeigt, dass es bei Schuppenflechte entscheidend ist, eine Kombination aus individueller Ernährungsstrategie, Medikamenten und Gewichtsabnahme umzusetzen. Und mittlerweile konnte er das Medikament auch schon pausieren."
</p>

<p>
	Erstausstrahlung der Folge 63 war am 27. Februar 2023. Sie ist noch <a href="https://www.ardmediathek.de/video/die-ernaehrungs-docs/wie-eine-ernaehrungsumstellung-die-schuppenflechte-bessert/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8zYjEyZWY5ZS02Mjg3LTRhMDItODhlZi0wNTA4YTRkMGE4Yjk" rel="external nofollow" target="_blank">in der Mediathek</a> zu sehen.
</p>

<p>
	Im <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Bluthochdruck-Endometriose-und-Morbus-Crohn-Schuppenflechte,chatprotokollschaefer120.html" rel="external nofollow" target="_blank">Protokoll vom Chat nach der Sendung</a> stecken auch noch einige Informationen. weil viele Fragen von Zuschauern mit Schuppenflechte kamen – das lohnt es auch einmal zu lesen. So wird noch einmal auf die <a href="https://www.bdem.de/patienten/schwerpunktpraxen" rel="external nofollow" target="_blank">Schwerpunkt-Praxen mit Ernährungsmedizin</a> verwiesen.
</p>

<h2>
	Fall 7: Sandra C., Schuppenflechte und Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	<strong>Die Folge 75 mit dem Fall von Sandra C. wurde am 7. Oktober 2024 erstmals ausgestrahlt. Hier sind die wichtigsten Tipps von Ernährungs-Doc Matthias Riedl.</strong>
</p>

<p>
	Die Schuppenflechte von Sandra C. hat sich schnell ausgebreitet. Starke Medikamente wirken nur eingeschränkt und haben zusätzlich zu einer Gewichtszunahme geführt. Sandra C. lebt seit 15 Jahren mit der Krankheit und fürchtet, dass die Medikamente bald nicht mehr helfen könnten.
</p>

<p>
	Sarah C. schilderte, dass ihre Haut mit ihrem aktuellen Medikament (<em>zu sehen im Film: Tremfya</em>) im Prinzip gut geworden ist, aber an den Beinen noch Psoriasis-Stellen zu sehen sind und die Gelenke "halt immer noch schlimm" sind. Ernährungs-Doc Matthias Riedl schloss daraus, dass ihre Entzündung trotz Medikament immer noch "auf mittlerer Flamme lodert".
</p>

<p>
	Riedl war besorgt wegen des Übergewichts der 47-Jährigen – und wegen ihrer Leber: "Menschen mit Schuppenflechte haben ein deutlich höheres Risiko, eine Fettleber zu entwickeln", erklärte er. Eine Untersuchung mit einem speziellen Leber-Schallgerät bestätigte seine Befürchtung, fast zwei Drittel der Leberzellen sind verfettet.
</p>

<p>
	Sandra C. sollte ihre Ernährung umstellen. Sie sollte auf Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und zuckerreiches Obst verzichten. Stattdessen soll sie auf eine entzündungshemmende Ernährung setzen. Was heißt:
</p>

<ul>
	<li>
		Vollkornbrot statt Graubrot
	</li>
	<li>
		gesunde Eiweißquellen wie Magerquark oder Hummus und
	</li>
	<li>
		gesunde Öle wie Weizenkeimöl, Olivenöl, Leinöl, Algenöl oder Rapsöl
	</li>
	<li>
		viel antioidatives Gemüse
	</li>
</ul>

<p>
	Die Fettleber soll nicht länger mit Zucker und mit einfachen Kohlenhydraten gemästet werden. Konkret heißt das:
</p>

<ul>
	<li>
		keine Weißmehlprodukte
	</li>
	<li>
		kein zuckerreiches Obst
	</li>
	<li>
		keine Süßigkeiten
	</li>
</ul>

<p>
	Ein weiteres Problem von Sandra C. waren zu viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. "Besser ist es, Sie essen sich an einer größeren und gesunden Mahlzeit richtig satt und machen dann eine Pause", riet Riedl. Die Pausen würden antientzündlich wirken und dem Körper erlauben, Fett abzubauen. Die Pausen sollten vier bis fünf Stunden sein – noch besser wären noch längere Pausen auch ohne Cappucino.
</p>

<p>
	Vor der Ernährungsumstellung sollte Sandra C. zwei Wochen eine Fastenkur machen – mit drei Proteinshakes pro Tag. Genannt wurden dabei "medizinische" Eiweiß-Shakes ohne jede genaue Angabe und selbst gemacht Shakes.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em><span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Lesetipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/formula-diaet-ernaehrungsumstellung-und-medikamente-reduzieren-psoriasis-um-25-prozent-r1227/" rel="">Wirkung einer Formula-Diät, Ernährungsumstellung und Medikamenten bei Schuppenflechte</a></em>
</p>

<p>
	Als Beispiel diente ein selbst gemachter Shake aus Magerquark, Haferkleie, geschälten Hanfsamen, Mandelmus und Himbeeren (<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/Eiweissshake-mit-Himbeeren-und-Hanf,eiweissshake104.html" rel="external nofollow">hier ist das genaue Rezept für den Shake</a>).
</p>

<p>
	Am Ende der Fastenkur spürte Sandra C. eine Besserung ihrer Gelenke – und sie durfte wieder etwas essen. Sie wählte für die erste "richtige" Mahlzeit eine Gemüse-Bolognese mit Erbsennudeln (<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/Gemuese-Bolognese-mit-Erbsennudeln,erbsennudeln102.html" rel="external nofollow">hier das Rezept dafür</a>).
</p>

<p>
	Bei der Abschlussuntersuchung hatte Sandra C. 9,3 Kilogramm abgenommen. Der Bauchumfang war 13 Zentimer geringer. Und: Die restlichen Psoriasis-Stellen waren nun weg. Die zuvor stark verfettete Leber war da nur noch mäßig betroffen.
</p>

<p>
	Ihr Tipp: "Anhand meiner Werte und an dem, was ich abgenommen habe, wie wenig mir die Gelenke wehtun, kann ich jedem sagen, egal, welche Krankheit man hat: versucht's".
</p>

<p>
	Der Zusammenschnitt der Folge ist <a href="https://www.ardmediathek.de/video/die-ernaehrungs-docs/schuppenflechte-mit-antientzuendlicher-ernaehrung-beschwerden-lindern/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS83NzZhN2NjZC0yNmE5LTRmMjEtOTg0Ni0xNTQzZjhhNjM2MGE" rel="external nofollow">in der ARD-Mediathek</a> zu finden. Ein Protokoll des Chats mit dem Ernährungs-Doc Dr. Klasen <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-mit-Dr-Joern-Klasen,chatklasen128.html" rel="external nofollow">wurde hier veröffentlicht</a>.
</p>

<h2>
	Fall 8: Britta K., Psoriasis arthritis und Erschöpfung
</h2>

<p>
	Die Patientin Britta K., die seit ihrer Kindheit an Schuppenflechte und nun auch an Psoriasis arthritis leidet, kämpft trotz regelmäßiger Einnahme von Medikamenten mit erheblichen Gelenkbeschwerden.
</p>

<p>
	Die Ernährungsmedizinerin Dr. Silja Schäfer identifizierte als Hauptproblem den stark erhöhten Bauchumfang der Patientin, der die Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtigte. Der übermäßige Konsum von Fleischprodukten, die entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten, sowie der häufige Verzehr von Weißmehlprodukten und zuckerhaltigen Getränken verschlimmerten die Situation.
</p>

<p>
	Die Therapie begann mit einer sanften Fastenkur. Anschließend erfolgte die Umstellung auf eine zuckerarme, überwiegend pflanzliche Ernährung, angereichert mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Algenöl. Zusätzlich wurde regelmäßiges Fahrradfahren “verordnet”.
</p>

<p>
	Nach sechs Monaten zeigten sich Erfolge: Die Gelenkschmerzen gingen deutlich zurück, die Schwellungen bildeten sich zurück und der Bauchumfang reduzierte sich um acht Zentimeter. Besonders erfreulich war, dass die Kortisongabe beendet und die Schmerzmedikation reduziert werden konnte. Die Patientin konnte sogar ihr geliebtes Hobby, das Reiten, wieder aufnehmen.
</p>

<p>
	Für den Alltag empfiehlt Dr. Schäfer die Vorbereitung eines Suppenbaukastens aus gefrorenem Gemüse sowie die Verwendung von eingeweichtem Vollkornreis zur Förderung der Darmgesundheit.
</p>

<p>
	Die Folge war erstmals am 27. Januar 2025 im NDR zu sehen.
</p>

<p>
	<a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Mit-gezielter-Ernaehrung-Psoriasis-Arthritis-ausbremsen,ernaehrungsdocs1106.html" rel="external nofollow">Hier ist der Beitrag zum Nachgucken</a>. Nach der Sendung gab es – wie immer – einen Chat mit einem der Ernährungsmediziner, diesmal mit Jörn Klasen. <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Chat-Bluthochdruck-Psoriasis-Arthritis,chatprotokollklasen138.html" rel="external nofollow">Das Protokoll des Chats findet Ihr hier</a>.
</p>

<h2>
	Fall 9: Nina V., Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	In <strong>Folge 86</strong> der Ernährungs-Docs sucht Nina V. Hilfe auf dem Hausboot. Die 37-Jährige leidet unter einer <strong>Psoriasis arthritis</strong>, die sich bei ihr untypischerweise durch massive Muskelschmerzen und Erschöpfung äußert. Ihr Alltag ist kaum noch zu bewältigen, das Reiten musste sie aufgeben. Dr. Silja Schäfer identifiziert versteckte Entzündungen und viszerales Bauchfett als Energieräuber.
</p>

<p>
	Die Therapiestrategie: Weg von schnellen Kohlenhydraten und Dauer-Snacken, hin zu <strong>pflanzlichem "Muskelfutter", Omega-3-Fettsäuren und festen Mahlzeitenpausen</strong>. Wird Nina durch die <strong>antientzündliche Ernährung</strong> ihre Kraft zurückgewinnen? Das erfahren wir demnächst. Angekündigt war die Erst-Ausstrahlung für den 26. Januar 2026. Nun wird an dem Tag eine Wiederholung gesendet. <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/folge-86-psoriasis-arthritis-diabetes-typ-2,sendung-45604.html" rel="external nofollow">Nachzulesen ist aber schon etwas hier</a>.
</p>

<h2>
	Fall 10: Enie (12), Schuppenflechte
</h2>

<p>
	In <strong>Folge 91</strong> kam die zwölfjährige Enie und ihre Mutter Jil aus Heiligenhafen aufs Hausboot. Enie hat seit dem Kleinkind-Alter starke Schuppenflechte, zeitweise fast am ganzen Körper inklusive Gesicht. Wegen der Sorge vor Blicken und Sprüchen meidet sie Schwimmbäder – aber sie spielt Fußball, und das so gern, dass sie gern Profi-Spielerin würde. Ihr Vorbild: Thomas Müller.
</p>

<p>
	Cremes und Spritzen halfen nicht. Also guckte sich Ernährungs-Doc Silja Schäfer das Ernährungsprotokoll des Mädchens an. Was sie daran störte: viel Weißmehl, Zucker und verarbeitetes Fleisch. Also wurde eine <strong>kindgerechte, stufenweise Ernährungsänderung</strong> ausgetüftelt.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Stufe 1</strong>: Enie soll acht bis zehn Gläser <strong>Wasser </strong>pro Tag trinken, und das drei Wochen lang.
	</li>
	<li>
		<strong>Stufe 2</strong>: Enie soll nun außerdem <strong>mehr Gemüse</strong> essen: drei bis fünf Portionen pro Tag. Eine Portion ist dabei so groß, wie sie in eine Handfläche passt. Wieder soll die Eingewöhnungszeit drei Wochen dauern.
	</li>
	<li>
		<strong>Stufe 3</strong>: Jetzt kommt zur Wasser- und Gemüse-Challenge <strong>Eiweiß </strong>hinzu. Ob tierisch oder pflanzlich, das lässt SIlja Schäfer offen. Wieder sollen es zwei bis drei Portionen sein. Das Ziel: "die Muskeln, die neuen Zellen der Haut und das Immunsystem zu stärken, dass die Entzündungen endlich weggehen", so Silja Schäfer in der Sendung.
	</li>
</ul>

<p>
	Wie viele Kinder mag Enie keinen Fisch. Silja Schäfer empfahl ihr einen Teelöffel <strong>Algenöl</strong> pro Tag, das Omega-3-Fettsäuren liefern soll.
</p>

<p>
	Zwischenbilanz zog die Ernährungsmedizinerin bei einem Hausbesuch. Enie berichtete, dass sich ihre Psoriasis verschlechtert, wenn sie wieder Süßes zu sich genommen hat. Auch dagegen gab es konkrete Rezepte – zum Beispiel:
</p>

<ul>
	<li>
		Weil Enie das Wassertrinken in der Menge schwerfiel, bereiteten die beiden <strong><a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/selbstgemachter-eistee-mit-wassermelone-oder-apfel,eistee-100.html" rel="external nofollow">selbst gemacht Eistees</a></strong> zu.
	</li>
	<li>
		Zum Frühstück ist ein <strong>Porridge mit Joghurt, Beeren, Nüssen und einem Schuss Leinöl</strong> ein Vorschlag.
	</li>
	<li>
		Zum Mitnehmen in die Schule gibt es <strong><a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/gesunde-energy-balls-mit-kokos-und-himbeeren,energyballs-102.html" rel="external nofollow">Energy-Balls</a></strong>.
	</li>
	<li>
		Zum Mittag kann es zum Beispiel ein <strong><a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/sportler-burrito-mit-suesskartoffeln,burrito-106.html" rel="external nofollow">Sportler-Burrito</a></strong> geben.
	</li>
	<li>
		Zum Knabbern eignen sich <strong><a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/haferflocken-moehren-apfel-kekse,haferkekse-104.html" rel="external nofollow">Möhren-Hafer-Cookies</a></strong> oder <strong>Leinsamen-Cracker</strong>.
	</li>
	<li>
		Für zwischendurch ist ein <strong>Shake mit Nussmus</strong> gut.
	</li>
	<li>
		Aufs Brot kann ein <strong><a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/gesunder-avocado-aufstrich-mit-ei,avocadoaufstrich-102.html" rel="external nofollow">Eier-Avocado-Aufstrich</a></strong> mit Vollkornbrot kommen, dazu sind Gemüsesticks eine Idee.
	</li>
</ul>

<p>
	Nach sechs Monaten kamen Enie und ihre Mutter wieder aufs Hausboot der Ernährungs-Docs. Ihre Psoriasis war da nicht mehr zu sehen. Enie kann nach ihrer Aussage (und natürlich der von der Mama) auf Kortisoncremes verzichten. Allerdings bekommt sie nach wie vor alle drei Monate "eine Antikörpertherapie als Spritze als Basistherapie", wie Silja Schäfer das nennt – also ein Biologikum. 
</p>

<p>
	Was Enie am meisten gebracht hat? "Das Trinken und nicht mehr so viel Zucker zu essen", sagt sie.
</p>

<p>
	Nach der Sendung gab es – wie nach jeder Folge – einen Chat, diesmal mit Ernährungs-Doc Jörn Klasen. Direkt zur Psoriasis wurde nur eine Frage und Antwort <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Chat-mit-Dr-Joern-Klasen,chatklasen-116.html" rel="external nofollow">im Protokoll</a> veröffentlicht:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			<strong>Was kann ich tun bei Rheuma und Schuppenflechte an beiden Händen und Füßen?</strong><br>
			Klasen: Sie sollten einen Ernährungsmediziner aufsuchen. Den finden Sie unter <a href="https://www.bdem.de" rel="external nofollow">www.bdem.de</a>
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<p>
	Die Folge wurde am 2. März 2026 erstmals ausgestrahlt. Sie kann bis zum 2. März 2031 <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/schuppenflechte-lindern-mediterrane-kost-gegen-entzuendungen,ernaehrungsdocs-160.html" rel="external nofollow">bei den Ernährungs-Docs</a> angesehen werden.
</p>

<h2>
	Mehr von den "Ernährungs-Docs" zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		Die "Ernährungs-Docs" haben ihre wichtigsten Tipps zur Ernährung bei Psoriasis <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/psoriasistherapie100.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">zum Ausdrucken zusammengestellt</a>. Enthalten ist auch ein Tabelle mit empfehlenswerten und nicht empfehlenswerten Nahrungsmitteln.
	</li>
	<li>
		Außerdem gibt es eine <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/entzuendungshemmer104.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Übersicht von entzündungshemmenden Inhaltsstoffen in Lebensmitteln</a> zum Ausdrucken.
	</li>
	<li>
		Ihr Wissen und ihre Tipps speziell rund um die Haut gibt es auch als Buch: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/ernaehrung/die-ernaehrungs-docs-gesunde-haut" rel="">"Die Ernährungs-Docs – Gesunde Haut"</a>
	</li>
</ul>

<div>
	<div>
		<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
	</div>

	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1084</guid><pubDate>Sat, 05 Sep 2020 20:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fertig-Salat ist praktisch &#x2013; aber nicht immer gesund</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/fertig-salat-keime/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_11/salat-mix.jpg.8d587a7d9510424880a658ed90eb792e.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Fertig geschnittener Salat scheint perfekt für die schnelle und bewusste Mahlzeit. Doch in der Plastiktüte steckt nicht nur Gesundes.</strong>
</p>

<p>
	Im Supermarkt lockt der schnelle, gesunde Salat – fertig geschnitten, oft gleich mit einer Sauce und Plastikbesteck in der Tüte. Eine klitzekleine Beigabe sehen die wenigsten Kunden: Keime, gegen die auch die besten Antibiotika machtlos sind.
</p>

<p>
	Forscher aus Braunschweig haben Mix-Salate, Rucola und Koriander aus Supermärkten im Labor unters Mikroskop gelegt. Sie suchten nach bestimmten Erregern: Escherichia-coli-Bakterien, die auf das Antibiotikum Tetrazyklin nicht reagieren. Das nämlich wird in der Tierhaltung eingesetzt.
</p>

<p>
	Das Problem ist der Kreislauf danach: Im Darm der Nutztiere kann das Antibiotikum die Entwicklung und Vermehrung resistenter Keime fördern. Diese allzu widerstandsfähigen Keime und mit ihnen ein Teil der Antibiotika werden ausgeschieden und kommen über Dünger wie Gülle auf die Felder – und schließlich wieder auf den Salat.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Ein Übeltäter dabei sind die Plasmide: Erbträger, die in Bakterien vorkommen, aber nicht im Chromosom sitzen. Sie tragen genau die Gene in sich, die für die Resistenz gegen Antibiotika verantwortlich sind. „E.coli-Bakterien mit diesen Eigenschaften waren auf allen drei geprüften Lebensmitteln zu finden“, berichtet Professor Kornelia Smalla vom Julius-Kühn-Institut.
</p>

<p>
	Die Bakterien sind an sich harmlos. Auf Pflanzen und damit roh verzehrt reichen sie im Darm des Menschen ihre Plasmide an Bakterien weiter, die alles andere als harmlos sind – ein sogenannter horizontaler Gentransfer. In der freien Natur dient dieser Transfer den Bakterien dazu, sich schnell an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. In der Nähe des Menschen, wenn der aus irgendeinem Grund zum Patient geworden ist, haben sie aber einen zweifelhaften Vorteil: Sie stechen alle Bakterien aus, die keine übertragbaren Resistenz-Gene in ihr Erbgut aufgenommen haben.
</p>

<h2>
	Salat lieber frisch zubereiten
</h2>

<p>
	Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät den Liebhabern des abgepackten, geschnittenen Grünzeugs, sämtliche Rohkoste, Blattsalate und frische Kräuter vor dem Essen gründlich mit Trinkwasser zu waschen.
</p>

<p>
	Strikter fallen die Tipps für Schwangere, Ältere und Kranke aus: Sie sollten auf das Essen von vorgeschnittenen und verpackten Salaten ganz verzichten und sich ihren Salat vor dem Essen selbst zubereiten – inklusive ausgiebigem Waschvorgang.
</p>

<p>
	Und nicht einmal das ist immer sicher: In seltenen Einzelfällen sollen Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, Gemüse und frische Kräuter vor dem Verzehr mindestens zwei Minuten auf 70 Grad erhitzen.
</p>

<p>
	Die Alternative zum Fertigsalat aus dem Supermarkt ist übrigens nicht unbedingt das Mett- oder Teewurstbrötchen beim Bäcker: Auch die sogenannten streichfähigen Rohwürste haben Forscher untersucht. In jeder achten Probe fanden sie Listerien, die für Schwangere, Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen zum Problem werden können. Immerhin: Salmonellen, die werden inzwischen selten in Schweinehack gefunden.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1005</guid><pubDate>Mon, 26 Nov 2018 11:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit moderner Ern&#xE4;hrungsstrategie Psoriasis lindern?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/mit-moderner-ernaehrungsstrategie-psoriasis-lindern/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/dr-anne-fleck-ernaehrungs-docs.jpg.033a524586e93c3ad56030862f94a744.jpg" /></p>
<p>
	<b>Am 28. April 2018 veranstalteten wir in Berlin den Patientenkongress „Bewährte naturheilkundliche Behandlungen der Schuppenflechte“. Wir werden nach und nach berichten, was zu den verschiedenen Themen gesagt wurde. </b><a href="https://www.docfleck.com" rel="external nofollow"><b>Dr. med. Anne Fleck </b></a><b>(„ErnährungsDoc“) sprach über Ernährung bei Schuppenflechte.</b>
</p>

<p>
	Dr. Fleck betonte, dass man mit Ernährung weder Rheuma noch Psoriasis „heilen“ könne. Je nach Schweregrad brauche man solide Medikamente. Wenn, wie bei einer unbehandelten Psoriasis Arthritis, die Gelenke erst einmal zerstört sind, könne man nichts mehr „gesund essen“. Wer sich aber bewusst ernährt, könne damit das Immunsystem und typische Begleiterkrankungen beeinflussen und seine Schuppenflechte verbessern. Sie empfahl Lebensmittel ohne Alkohol, ohne Zusatzstoffe, so einfach und unverfälscht wie möglich.
</p>

<h2>
	Immunsystem stärken
</h2>

<p>
	Im Darm sitzen 80 % der Immunzellen. Die Bakterien dort entscheiden, wie gut das Immunsystem funktioniert. Schuppenflechte als Auto-Immunkrankheit mache es erforderlich, die gestörte Balance wiederherzustellen. Deshalb müsse, so Dr. Fleck, der Darm gestärkt werden: Gutes Kauen und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t" rel="external">ketogene Ernährung</a> mit viel „guten“ Fetten verlangsamen die Magen-Darm-Passagen. Damit haben die Nahrungsenzyme mehr Möglichkeiten, anzudocken. Dazu gehöre außerdem, die Ballast-Stoff-Menge langsam zu steigern, präbiotisch wirkende Lebensmittel zu essen und Bitterstoffe als Heißhunger-Bremse einzusetzen.
</p>

<h2>
	Begleiterkrankungen abschwächen
</h2>

<p>
	Studien hätten gezeigt, dass typische Begleiterkrankungen der Psoriasis durch Nahrungsmittel beeinflusst werden können. Das gelte z.B. für Herz-/Kreislaufprobleme, vor allem Bluthochdruck, aber auch für Magen- / Darmkrankheiten, Diabetes und vor allem Übergewicht (Adipositas).
</p>

<p>
	Patienten mit Schuppenflechte sollten sich unbedingt anti-entzündlich ernähren, so Dr. Fleck. Das würden vor allem Lebensmittel mit hohem Omega 3 - Gehalt bewirken: Nüsse, Mandeln, Samen, Leinsamen, Chiasamen, Wallnüsse, fetter Fisch und Leinöl. Wegen der Umweltgifte könne sie aber Fisch "nicht inflationär" empfehlen. Es gibt auch Öle, denen essentiellen Omega-3-Fettsäuren hinzugesetzt sind und Fischöl-Kapseln.
</p>

<h2>
	Bewusst ernähren
</h2>

<p>
	Dr. Fleck orientiert sich bei ihren Empfehlungen an der „<a href="https://nicolai-worm.de" rel="external nofollow">Flexi-Carb-Pyramid</a>e“: Oft und reichhaltig solle man Obst und stärkefreies Gemüse mit Öl zubereitet essen. Häufig könne man zu fermentierten Milchprodukten, Eiweiß aus vielfältigen Quellen (auch fetthaltigen Fisch), Hülsenfrüchten, Nüssen und zuckerreichem Obst greifen. Wenig und abhängig von körperlichen Aktivitäten sollten die stärkereichen Getreideprodukte + Kartoffeln gegessen werden. Selten dagegen solle man Weißmehl- und Zucker-Produkte zu sich nehmen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	Unverfälschte Lebensmittel wählen
</h2>

<p>
	Bei <a href="https://www.heartandstroke.ca/healthy-living/healthy-eating" rel="external nofollow">modernen Ernährungsempfehlungen</a>, so Dr. Fleck, werden keine Kalorien mehr gezählt. Auch wird nicht mehr vorgeschrieben, wie hoch der Anteil einzelner Nahrungsmittel zu sein habe. Stattdessen solle man naturbelassene Lebensmittel auswählen, keine Angst vor Fett haben, unraffinierte und möglichst frisch gepresste Öle verwenden, Eiweiß (Protein) aus unterschiedlichen Quellen nutzen und selbst qualitativ hochwertige Kohlenhydrate nur eingeschränkt aufnehmen. Man darf so viel essen, wie auf einen normal großen Teller passt. Dabei sollten die Nahrungsmittel so vielfältig wie möglich zusammengesetzt sein.
</p>

<h2>
	Jeder isst anders
</h2>

<p>
	Wirkstoffe aus Nahrungsmitteln werden nicht von jedem Menschen in gleicher Menge aufgenommen (Resorption). Ideal wäre es, für wichtige Stoffe seinen persönlichen „Wirkstoff-Spiegel“ zu kennen. So kann man zum Beispiel seinen <a href="https://www.ugb.de/artikel/Omega-3-Index/" rel="external nofollow">Omega-3-Fettsäuren Index</a> messen lassen. Weil es dazu keine Studien gibt, muss jeder bei sich selbst beobachten, ob und wie ein Nahrungsmittel wirkt.
</p>

<p>
	Nahrungsmittel, so Dr. Fleck, sollten nicht nur dogmatisch danach beurteilt werden, welche Inhaltsstoffe sie haben. Essen soll freudig und genussvoll sein. Schließlich habe jeder seine eigenen Traditionen, Vorlieben und Lieblingsrezepte. Aber auch seine persönlichen Unverträglichkeiten. Deshalb rät Dr. Fleck, seine Mahlzeiten auch nach persönlichen Gewohnheiten zusammenzustellen.<span> </span>
</p>

<h2>
	Selten essen
</h2>

<p>
	Es sei nicht nur wichtig, <span style="text-decoration:underline;">was</span> wir essen, sondern auch <span style="text-decoration:underline;">wie oft</span>. Heute weiß man, dass es dem Körper gut tut, wenn man nicht zu häufig isst und zwischen Abendbrot und Frühstück mindestens 12 Stunden fastet (Intervallfasten). In unserem Kulturkreis essen die Menschen im Laufe des Tages 5-, 8- oder sogar bis zu 15-mal. Jedesmal wird dabei der Blutzucker-Wert mehr oder weniger stark erhöht. Ein hoher Glucose-Anteil im Blut fördert aber niedrig-gradige Entzündungen und langfristig Diabetes.
</p>

<h2>
	Tipps von Dr. Fleck
</h2>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Nehmen Sie nur soviel Kohlenhydrate auf, wie Sie durch Bewegung verbrauchen.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ernähren Sie sich nur von qualitativ hochwertigen Kohlenhydraten (Vollkornprodukte, Dinkel, Roggen, Amaranth, Quinoa, Buchweizen und Naturteig statt Hefe). Die werden langsam verdaut, d.h. der Blutzuckerspiegel steigt auch nur langsam an und Insulin wird nicht explosiv ausgeschüttet.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Verzichten Sie möglichst auf Zucker, weil er die Insulinproduktion anheizt. Unabhängig von Ihrer Schuppenflechte riskieren Sie sonst eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Insulinresistenz" rel="external">Insulin-Resistenz</a>. Die ist die „Rakete“ zum Diabetes mellitus, zum Diabetes Typ II und langfristig zum Diabetes Typ III (= Demenz). Zucker ist in vielen Fertig-Lebensmitteln enthalten.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Meiden Sie möglichst auch Zucker-Ersatz. Süßes löst im Gehirn das Bedürfnis nach mehr aus. Ein Zucker-Austauschstoff, der bis zu 300 Mal stärker süßt als der normale Zucker, verstärkt im gleichen Maße die Suchtreaktion.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Übertreiben Sie nicht beim Eiweiß (Proteine): Eiweiß-Shakes sollten nicht inflationär getrunken werden. Sie sind oft mit Zucker-Austausch-Stoffen belastet. Eiweiß-Pulver zum Abnehmen hat bei jungen Patienten schwerste Nahrungsmittel-Intoleranzen hervorgerufen. Nur Kinder, Alte und Schwerkranke sowie Leistungssportler brauchen mehr Eiweiß.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Trinken Sie Kuhmilch eher zurückhaltend, d.h. nicht mehr als zwei Gläser pro Tag. Dagegen haben fermentierte Milchprodukte wie Yoghurt, Quark und Käse einen gesundheitlichen Gesamtvorteil.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Als Psoriatiker sollten Sie in der Küche viel Leinöl benutzen. Aber: Wenn es in Kontakt mit Licht, Hitze und Sauerstoff kommt, oxydiert es sofort. Leinöl ist extrem schnell verderblich. Das merken Sie daran, dass es bitter schmeckt. Bei Olivenöl reicht es, wenn auf dem Etikett „bio-kaltgepresst“ steht. Bei Leinöl muss noch stehen: „unter Ausschluss von Licht, Sauerstoff und Wärme gepresst“ oder „Omega Safe“.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Weizenkeim-Öl schützt das Leinöl vor Oxydation. Deshalb werden beide Öle als Mischung angeboten.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Wenn Sie können, kaufen Sie bei allen Sorten frisch gepresstes Öl. Das hat dann nicht schon wochenlang im Laden gestanden.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Verwenden Sie unraffinierte Öle , weil nur die noch Nährstoffe wie fettlösliche Vitamine enthalten.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Es heißt, Schwarzkümmel-Öl könne alles heilen, außer den Tod. Der Geschmack ist aber gewöhnungsbedürftig. Man kann es verstecken und für den Salat mit Oliven- oder Kürbiskernöl mischen. Für eine 3-Monats-Kur darf man anfangs nicht zu hoch dosieren. Sonst verträgt man das Schwarzkümmel-Öl nicht gut. Anfangs 3 x am Tag einen Drittel Teelöffel vor dem Essen. Dann langsam steigern bis zu einem ganzen Teelöffel.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<h2>
	Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
</h2>

<div>
	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
	</p>
</div>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<a href="https://www.test.de/Intervallfasten-Seltener-essen-so-klappts-5451361-0/" rel="external">Wie Intervallfasten klappen kann</a> (Stiftung Warentest)
</p>

<p>
	<u><a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Fastfood-macht-Immunsystem-aggressiver-224344.html" rel="external">Fast Food fördert Entzündungen</a></u>
</p>

<p>
	<a href="https://www.test.de/Nuesse-Wie-viel-Schadstoffe-stecken-in-Haselnuessen-und-Walnuessen-5241876-0/" rel="external">Nüsse als Omega 3 -Träger</a>
</p>

<p>
	<a href="https://www.test.de/Mittel-mit-Omega-3-Fettsaeuren-im-Test-Warum-Fischoelkapseln-Co-wenig-bringen-4494129-0/" rel="external">Mittel mit Omega-3-Fett­säuren im Test</a> (Stiftung Warentest, Mai 2020)
</p>

<p>
	<a href="https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/walnuesse-verbessern-die-darmflora.html" rel="external nofollow">Walnüsse wirken positiv auf Darmflora</a>
</p>

<p>
	<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Rauchstopp-oder-Ernaehrungsumstellung-Was-hilft-wirklich-302187.html" rel="external">Rauchstopp oder Ernährungsumstellung - Was hilft wirklich?</a>, ÄrzteZeitung
</p>

<p>
	<a href="https://www.fitbook.de/food/ernaehrungspyramide" rel="external nofollow">Mit der Ernährungspyramide bewusster essen</a>, Fitbook + DAK Gesundheit
</p>

<p>
	<a href="https://www.trainingsworld.com/ernaehrung/ernaehrung2-5951160#prettyPhoto" rel="external nofollow">Ernährungskonzepte und gesundes Abnehmen: Das Flexi-Carb-Prinzip</a>, Trainingsworld
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">988</guid><pubDate>Wed, 13 Jun 2018 13:35:00 +0000</pubDate></item><item><title>H&#xE4;ufige Fragen und Antworten zur Ern&#xE4;hrung bei Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernahrung-schuppenflechte-fragen-antworten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2018_01/ernaehrung-bei-schuppenflechte-faq.jpg.ee1bf1a171103d739199ca703fe54437.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Fragen zur Rolle der Ernährung bei Psoriasis. Wichtig vorab: Eine Ernährungsumstellung ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung, kann diese aber sinnvoll unterstützen und Ihr Wohlbefinden verbessern.
</p>

<h2>
	Kann die richtige Ernährung meine Schuppenflechte heilen?
</h2>

<p>
	Nein, Schuppenflechte kann durch Ernährung nicht geheilt werden. Eine ausgewogene Ernährung kann jedoch Entzündungsprozesse im Körper reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern, was sich positiv auf den Hautzustand auswirken kann.
</p>

<h2>
	Gibt es eine spezielle Psoriasis-Diät?
</h2>

<p>
	Es gibt keine wissenschaftlich belegte "Psoriasis-Diät". Die mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Fisch, Olivenöl und Vollkornprodukten zeigt jedoch in Studien entzündungshemmende Effekte, die bei Psoriasis hilfreich sein können. <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/article-abstract/2684587" rel="external">Eine größere Studie zu diesem Thema findet Ihr hier</a>.
</p>

<h2>
	Sollte ich komplett auf Gluten verzichten?
</h2>

<p>
	<a href="https://journals.lww.com/ijd/fulltext/2017/62010/psoriasis_and_risk_of_celiac_disease__a_systematic.7.aspx" rel="external nofollow">Nur bei nachgewiesener Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie</a> ist ein Glutenverzicht medizinisch notwendig. Einige Betroffene berichten von Verbesserungen durch glutenfreie Ernährung, wissenschaftlich ist dies jedoch nicht eindeutig belegt.
</p>

<h2>
	Welche Nährstoffe sind bei Schuppenflechte besonders wichtig?
</h2>

<p>
	<strong>Wissenschaftlich unterstützt</strong>: <a href="https://bmccomplementmedtherapies.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12906-019-2777-0" rel="external nofollow">Omega-3-Fettsäuren</a> (aus fettem Seefisch), <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/15/15/3387" rel="external">Vitamin D</a>, Antioxidantien (aus buntem Gemüse und Obst) und ausreichend Ballaststoffe können entzündungshemmend wirken.
</p>

<h2>
	Wie kann ich trotz Berufsstress gesund essen?
</h2>

<p>
	Plane Mahlzeiten vor, bereite Snacks wie Nüsse oder Obst vor, und setze auf einfache, nährstoffreiche Gerichte. Auch Tiefkühlgemüse und vorgegarte Hülsenfrüchte sind praktische, gesunde Optionen.
</p>

<h2>
	Verstärkt Übergewicht meine Schuppenflechte?
</h2>

<p>
	Ja, Übergewicht kann Entzündungen fördern und Psoriasis verschlechtern. Bereits <a href="https://www.cureus.com/articles/10436-effects-of-weight-loss-on-psoriasis-a-review-of-clinical-trials#!/" rel="external nofollow">eine moderate Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent kann sich positiv auswirken</a>, besonders wenn Du zusätzlich an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen leidest.
</p>

<h2>
	Was ist von der Paleo-Diät bei Psoriasis zu halten?
</h2>

<p>
	Die <a href="https://www.cambridge.org/core/journals/nutrition-research-reviews/article/role-of-diet-in-the-management-of-psoriasis-a-scoping-review/6A0713C91F48286BE2DAB98B3B4F366C" rel="external nofollow">Paleo-Diät eliminiert viele verarbeitete Lebensmittel, was grundsätzlich positiv ist</a>. Wissenschaftliche Belege für spezielle Vorteile bei Psoriasis fehlen jedoch. Der komplette Verzicht auf Getreide und Hülsenfrüchte kann zu Nährstoffmängeln führen.
</p>

<h2>
	Kann ich während der Familienplanung meine Ernährung umstellen?
</h2>

<p>
	Ja, eine entzündungshemmende Ernährung ist auch während Schwangerschaft und Stillzeit empfehlenswert. Sprich drastische Ernährungsumstellungen vorher mit Deinem Arzt ab, um Nährstoffmängel zu vermeiden.
</p>

<h2>
	Wie erkenne ich, ob ein Lebensmittel meine Psoriasis verschlechtert?
</h2>

<p>
	Führe ein Ernährungs- und Symptomtagebuch über vier bis sechs Wochen. Notiere, was Du isst und wie sich Deine Haut entwickelt. Lasse verdächtige Lebensmittel für zwei bis drei Wochen weg und beobachte Veränderungen.
</p>

<h2>
	Welche Getränke sind bei Schuppenflechte empfehlenswert?
</h2>

<p>
	<strong>Empfehlung</strong>: Viel Wasser (2-3 Liter täglich), grüner Tee (antioxidativ), moderate Mengen Kaffee.
</p>

<p>
	<strong>Reduktion</strong>: <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666328724000403" rel="external nofollow">Alkohol deutlich einschränken</a>, zuckerhaltige Getränke meiden.
</p>

<h2>
	Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel?
</h2>

<p>
	Bei ausgewogener Ernährung meist nicht nötig. Ausnahmen: Vitamin D (besonders im Winter), Omega-3-Fettsäuren bei wenig Fischkonsum. Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel beim Arzt bestimmen, bevor Sie supplementieren.
</p>

<h2>
	Was kann ich tun, wenn ich trotz gesunder Ernährung keine Verbesserung sehe?
</h2>

<p>
	Gib einer Ernährungsumstellung drei bis sechs Monate Zeit. Psoriasis hat viele Auslöser – Ernährung ist nur einer davon. Stress, Medikamente, Infekte oder genetische Faktoren können wichtiger sein als die Ernährung.
</p>

<h2>
	Wie gehe ich mit sozialen Situationen um (Restaurant, Einladungen)?
</h2>

<p>
	<strong>Praktische Tipps</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Schau Dir Speisekarten vorab online an.
	</li>
	<li>
		Iss vorher einen kleinen Snack.
	</li>
	<li>
		Kommuniziere Deine Bedürfnisse offen. Eine gelegentliche "Sünde" macht eine langfristig gesunde Ernährung nicht zunichte.
	</li>
</ul>

<h2>
	Gibt es Unterschiede bei der Ernährung, wenn ich zusätzlich Gelenkbeschwerden habe?
</h2>

<p>
	Bei reiner Schuppenflechte stehen hautspezifische Aspekte im Vordergrund. Haben Sie zusätzlich beginnende Gelenkprobleme oder andere Begleiterkrankungen wie Diabetes, sollten Sie diese ernährungstherapeutisch mitberücksichtigen.
</p>

<h2>
	Was sagen die "Ernährungs-Docs" zur Schuppenflechte?
</h2>

<p>
	Die "Ernährungs-Docs" hatten sich in mehreren Folgen ihrer Sendung beim NDR mit dem Thema Schuppenflechte beschäftigt. Grob gesagt, lautet ihr Ratschlag: <strong>Bewegung</strong> für weniger Kilos, <strong>mehr Fisch</strong> und überhaupt eine <strong>Ernährungsumstellung</strong> gegen die Entzündung. Und: Intervallfasten.
</p>

<p>
	Hier sind die wichtigsten Links zur Beantwortung dieser Frage:
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Empfehlungen der "Ernährungs-Docs"</a> – Überblick über die Folgen, in denen es um Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ging
	</li>
	<li>
		Informationen aus dem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/mit-moderner-ernaehrungsstrategie-psoriasis-lindern" rel="">Vortrag von "Ernährungs-Doc" Anne Fleck</a> bei unserem Informationstag über Naturheilkunde und Schuppenflechte (2018)
	</li>
</ul>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Hast du weitere Fragen, die wir hier mal beantworten könnten? Dann schreib sie uns unten in die Kommentare. Wir kümmern uns darum.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1010</guid><pubDate>Mon, 01 Jan 2018 18:21:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wunderkapseln Veluvia auseinandergenommen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/veluvia-kapseln-kritik/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/nem-kapseln.jpg.45837e1b4d766aecafeec4a2cfd0043c.jpg" /></p>
<p>
	Als Jörn-Marc Vogler im Oktober 2017 in der Sendung "Die Höhle der Löwen" (DHDL) Investoren von seinem Produkt überzeugen konnte, schien er das Geschäft seines Lebens gemacht zu haben. Sein Angebot in <span ipsnoautolink="true">Folge 36 von DHDL</span>: Kapseln, die einem das Essen von Obst und Gemüse ersparen sollten. Fast jede Packung kostet 40 Euro und reicht einen Monat lang. Zwei Kapseln etwa sollen den Tagesbedarf daran decken – ausschließlich aus natürlichen Lebensmitteln und ohne Zusatzstoffe, so das Versprechen.
</p>

<p>
	Wer so vollmundig vorlegt, muss damit leben, dass andere nachrechnen. Und genau das hat die Verbraucherzentrale Hamburg getan. Ihr Fazit: Bei Veluvia werden alle Register zur Vermarktung eines Wundermittels gezogen.
</p>

<p>
	"Die Versprechungen der Produkte sind vage und wissenschaftlich nicht belegt", <a href="https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/nahrungsergaenzungsmittel/veluvia-was-steckt-drin-dahinter" rel="external nofollow">schreibt die Verbraucherzentrale</a>. Noch genauer gerechnet, sähe das so aus: "Beispiel: Bei 2 Prozent Erdbeer- oder 5 Prozent Brokkolipulver (<em>wie in der "Green"-Variante deklariert</em>) macht das rund 0,02 Gramm Erdbeerpulver und 0,06 Gramm Brokkolipulver pro Tag. In der 30-Tage-Packung sind es dann sensationelle 0,67 Gramm Erdbeerpulver und 1,68 Gramm Brokkolipulver." (...) "Grob über den Daumen gepeilt könnte der Inhalt höchstens einem Drittel einer frischen Erdbeere und einem kleinen Einzelröschen Brokkoli pro Monat (!) entsprechen".
</p>

<h2>
	Werbeaussagen mussten zurückgezogen werden
</h2>

<p>
	Veluvia gab es mit Stand vom Stand 17.10.17 in neun Varianten. Einige davon klingen auch für Menschen mit Schuppenflechte interessant. Bei "immun" zum Beispiel werden die Inhaltsstoffe Vitamin C und D gelobt, die zu einer gesunden Funktion des Immunsystems beitragen sollen. Die "immun"-Variante enthält die Inhaltsstoffe Zimk und Selen, die zur Erhaltung schöner Haut, Haare und Nägel beitragen sollen.
</p>

<p>
	Inzwischen hat der Anbieter einige Werbeaussagen zurückgezogen. Er darf und will für das Produkt "Detox" nicht mehr behaupten,
</p>

<ul>
	<li>
		„Frühjahrsputz für den Körper“
	</li>
	<li>
		„wirkt reinigend und entgiftend“ und
	</li>
	<li>
		„effektive Entgiftungskur“
	</li>
</ul>

<p>
	Ändern musste der Anbieter auch seine Auslobung "ohne Zusatzstoffe", denn die stimmt nur für das, was in der Kapsel steckt – nicht aber für die Kapsel selbst.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	Alles eine Frage der Berechnung bei Veluvia?
</h2>

<p>
	Ansonsten aber wehrt sich der Anbieter gegen die vehemente Kritik: „Veluvia entzieht den verwendeten Obst-und Gemüsesorten (...) das Wasser", entgegnete er gegenüber der Verbrauchernzentrale. "Dadurch reduziert sich das Gewicht um ca. 90 bis 98 Prozent je nach Sorte."  Überhaupt käme es nicht auf die Menge an, sondern auf den Nährstoffgehalt.
</p>

<p>
	Darauf hat die Verbraucherzentrale eine Antwort: "Trotzdem kommen wir bei Veluvia Green auf eine Menge im Monat, die zum Beispiel mit ca. einem Drittel einer frischen Erdbeere und einem kleinen Brokkoliröschen vergleichbar ist. Das gilt dann auch für den Nährstoffgehalt." Und die für eine Tagesportion angegebenen 20 Milligramm Vitamin C seien keine Besonderheit. Soviel würde zum Beispiel in einem einzigen dickeren Streifen einer frischen roten Paprika stecken.
</p>

<p>
	Für "Die Höhle der Löwen" hat die Verbraucherzentrale so grundsätzlich nicht viel übrig. "Für uns ist die TV-Show auf VOX die ,Butterfahrt' des digitalen Zeitalters", schreibt sie. "Verbrauchern werden mit viel Tamtam überteuerte und häufig nutzlose Produkte angedreht."
</p>

<p>
	Im Portal "<a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/klartext-nahrungsergaenzung" rel="external nofollow">Klartext Nahrungsergänzung</a>" – ebenfalls von der Verbraucherzentrale – stecken schon viele gute Informationen auch zu einzelnen Nährstoffen, die immer wieder in unterschiedlicher Form beworben werden, gibt es dort bereits Antworten. Nur gut zu finden – das sind sie nicht. Deshalb hier ein paar direkte Links zu Informationen über
</p>

<ul>
	<li>
		Produkte und Stoffe, die <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/produkte/immunsystem" rel="external nofollow">dem Immunsystem</a> helfen sollen
	</li>
	<li>
		Produkte und Stoffe <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/produkte/schoenheit" rel="external nofollow">für die Schönheit</a>
	</li>
	<li>
		Produkte und Stoffe <a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/produkte/bewegungsapparat" rel="external nofollow">für den Bewegungsapparat</a>
	</li>
</ul>

<div>
	<div>
		<h2 id="toc3">
			<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</span>
		</h2>

		<div>
			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/rundschau-nahrungsergaenzungsmittel-und-psoriasis/" rel="">Dubiose Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln erkennen</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Draufgeschaut</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/chlorophyll-tropfen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Chlorophyll-Tropfen gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis – was ist dran?</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Analyse</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/wunderpulver-vietnam/" rel="">Wunderpulver aus Vietnam doch kein Rheuma-Wunder</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong><span ipsnoautolink="true">Forum</span></strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
			</p>
		</div>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">956</guid><pubDate>Tue, 17 Oct 2017 12:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ern&#xE4;hrungs-Docs widmeten sich erstmals der Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungsdocs-schuppenflechte/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2016_02/ernaehrung.jpg.9e50a1dd5218629c661bbe9a511b3f1c.jpg" /></p>
<p>
	In Folge 8 widmeten sich die „Ernährungs-Docs“ des NDR-Fernsehens im Februar 2016 der <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>. Sie stellten den <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Psoriasis-verbessern,ernaehrungsdocs218.html" rel="external nofollow" target="_blank">Fall einer Frau</a> vor, die durch radikale Umstellung ihrer Ernährungsgewohnheiten, Abnehmen und Laufen ihre Psoriasis eindämmen konnte. Was ist dran an den Tipps der Ärzte?
</p>

<div>
	<div class="ipsEmbeddedVideo">
		<div>
			<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_8602_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" width="200" data-embed-src="https://www.youtube.com/embed/DlVqJgvuPIg?feature=oembed"></iframe>
		</div>
	</div>
</div>

<p>
	Die 66-Jährige ist seit 16 Jahren betroffen. Die Ernährungs-Ärztin stellte einen <span ipsnoautolink="true"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr></span> von 28,5 fest. Ab <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 10 spricht man von einer schweren Psoriasis. Die Patientin ist stark übergewichtig und bewegt sich wenig. Man erfuhr, dass sie „bislang keine Medikamente“ genommen hat. Sie würde „ihre ganze Hoffnung auf anderes Essen“ setzen. Ihr sei schon klar, dass sie bisher zu oft, zu viel und meist das Falsche gegessen habe.
</p>

<p>
	Die Ärztin bestätigte, dass ihre Lebenserwartung geringer sein könne. Sie warnte mit drastischen Worten: „Die Schuppenflechte marschiert quasi von der Haut zum Herzen“. Weniger dramatisch heißt das: Bei einer starken, unbehandelten Schuppenflechte sind Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall möglich.
</p>

<p>
	Vorgeschlagen wurde ein Ernährungskonzept, mit dem die Entzündungen im Körper der Patientin zurückgedrängt, ihr Gewicht verringert und ihr Herz gestärkt werden solle. Sie dürfe täglich nur zwei feste Mahlzeiten zu sich nehmen (vor allem 3x in der Woche fetten Fisch) und nichts zwischendurch essen. Abends solle sie einen ärztlich verordneten Eiweiß-Shake (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Formula-Di%C3%A4t" rel="external" target="_blank">Formula-Diät</a>) und tagsüber viel Weißdorn-Tee trinken. Außerdem erhielt sie einen Schrittzähler, um sich kontrolliert mehr zu bewegen.
</p>

<p>
	Nach vier Monaten stellte sich die Patientin wieder vor: Sie hatte weniger Psoriasis-Stellen, die nicht mehr so rot und kaum noch schuppig waren. Ihr <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> betrug nur noch 12,2 und sie hatte 17 kg abgenommen.
</p>

<p>
	Zum Schluss hieß es: „Weil sie es geschafft hat, ihre Essgewohnheiten zu verändern, hat [sie] ihre Schuppenflechte in den Griff gekriegt – mit entzündungshemmenden Essen, mit Bewegung und Gewichtsabnahme“. Weitere Tipps finden sich auf der Internetseite der TV-Serie[1].
</p>

<p>
	<em><span class="ipsEmoji">👉</span> Wir haben auch eine Übersicht über <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis" rel="">alle Folgen der "Ernährungs-Docs", in denen es um Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ging</a>.</em>
</p>

<h2>
	Unser Kommentar
</h2>

<p>
	Auf den ersten Blick überzeugt der Fall. Die Patientin ist endlich aktiv geworden und hat erfolgreich ihre Hautkrankheit und ihr Gewicht verringert. „Mit viel Disziplin“, wie es im Beitrag hieß. Aber ist das wirklich ein weiterer Beweis dafür, dass die „Ernährungs-Docs“, wie sie behaupten, <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Iss-Dich-gesund,sendung477224.html" rel="external nofollow" target="_blank">schon innerhalb weniger Monate oft mehr erreichen als Tabletten</a>? Zwei Jahre später bemerkte Dr. Anne Fleck zu dem Konzept, <span style="text-decoration:underline;">allein</span> mit Ernährung eine schwere Schuppenflechte verbessern zu wollen: <span ipsnoautolink="true">"Mit Ernährung kann man weder Rheuma noch Psoriasis 'heilen'. Je nach Schweregrad braucht man solide Medikamente." </span>
</p>

<p>
	Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> bei der Patientin ist über die Hälfte auf 12,2 zurückgegangen. Das ist tatsächlich beeindruckend, aber es reicht nicht! Der verringerte Wert steht immer noch für eine <span style="text-decoration:underline;">schwere</span> Form der Psoriasis. Und die muss unbedingt therapiert werden. Dazu sagt die Ärztin im TV-Beitrag aber kein Wort! Sie hätte die Patientin, die „ihre ganze Hoffnung auf anderes Essen“ gesetzt hat, darüber aufklären müssen! Auch der Abschlusskommentar, die Patientin hätte ihre Krankheit jetzt „im Griff“, vermittelt einen falschen Eindruck. Es scheint, als müsse die Patientin das Ernährungskonzept nur weiterführen, um irgendwann einmal erscheinungsfrei zu werden. Wenn diese Patientin aber ihre weiterhin schwere Psoriasis medizinisch nicht behandelt, riskiert sie (trotz Weißdorn-Tee) lebensgefährliche Begleiterkrankungen.
</p>

<p>
	<strong>Von Ernährungsumstellung keine Wunder erwarten</strong>
</p>

<p>
	Es ist erwiesen, dass es Lebensmittel gibt, die Entzündungen oder Juckreiz fördern können und andere, die darauf hemmend wirken[2]. Daraus folgt, dass man eine Psoriasis nicht unnötig durch provozierende Nahrungsmittel anfeuern sollte. Psoriasis-Patienten sollten mehr darauf achten, was sie essen. Aber wie stark einzelne Nahrungsmittel tatsächlich eine Krankheit beeinflussen, ist wissenschaftlich gar nicht oder kaum erforscht. Aus unserer Erfahrung kann eine Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln <u>allein</u> die notwendige Therapie einer mittelschweren oder schweren Psorias nicht ersetzen. Sie kann aber eine Therapie unterstützen, so dass diese besser wirkt. Deshalb sollte man sich vor allem bei einer schweren Psoriasis bewusst ernähren.
</p>

<p>
	Ernährungsempfehlungen für Psoriatiker, wie sie rund um diesen TV-Beitrag gemacht werden, gibt es schon lange[3]. Das Problem ist, unter welchen Umständen man als Betroffener aktiv wird, um seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, dabei so engmaschig betreut zu werden, wie es das NDR-Fernsehen „<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Iss-Dich-gesund,sendung477224.html" rel="external nofollow" target="_blank">mit gezielten Ernährungs-Strategien</a>“ in diesem Fall gemacht hat. Der TV-Beitrag deutet an, dass die Patientin sich enorm anstrengen musste. Allein ist das nur schwer zu schaffen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	<strong>Durch Lebensmittel geheilt?</strong>
</p>

<p>
	Es wird immer wieder davon berichtet, dass jemand seine Psoriasis nur durch Ernährung zurückgedrängt oder sogar geheilt haben soll[4]. Das kann stimmen, muss aber nicht. Immer sind es Einzelfälle, die leider nicht auf die Mehrheit der Psoriatiker übertragbar sind. Die Aussage, jemand sei <u>allein</u> durch eine Ernährungsumstellung erscheinungsfrei geworden, konnte in keinem dieser Fälle objektiv überprüft werden.
</p>

<p>
	<strong>Erscheinungsfrei unabhängig von Ernährung</strong>
</p>

<p>
	Es gibt auch andere Gründe, weshalb nach einer Ernährungsumstellung eine Psoriasis zurückgeht. Zum einen gibt es wirklich Fälle, in denen eine Psoriasis abheilt – selten, aber es kommt vor. Zum anderen tritt die Psoriasis schubweise auf – sie kommt und geht, unabhängig von anderen Einflüssen. Viele behandeln während der Diät ihre Krankheit parallel weiter. So ist nicht nachzuweisen, was letztendlich gewirkt hat. Schließlich ist bekannt, dass die Psyche und „die Kraft des Denkens“ auf veränderte Lebensumstände wirken. Sie können eine Krankheit grundlegend beeinflussen – positiv wie negativ. Es ist erwiesen, dass Patienten eher auf eine Therapie ansprechen, wenn sie sich von einem Arzt besonders intensiv betreut und kompetent behandelt fühlen – wie z.B. bei den „Ernährungs-Docs“.
</p>

<p>
	<strong>Therapiebegleitend Gewicht und Bauchfett reduzieren</strong>
</p>

<p>
	Das gleiche gilt fürs Abnehmen. Die Patientin hat vor allem mit Hilfe eines Eiweiß-Diät-Pulvers deutlich an Gewicht verloren. Es blieb in der Sendung offen, wie lange diese Abnehmhilfe eingenommen werden muss. Grundsätzlich gilt fürs Abnehmen das gleiche wie für eine Diät: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis" rel="">Ohne Begleitung und Rückkoppelung ist das kaum zu schaffen</a>. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass übergewichtige Psoriasis-Patienten, die abgenommen haben, deutlich besser auf eine Therapie ansprachen, als eine Vergleichsgruppe[5]. Es ist das Bauchfett, das Entzündungen im Körper verstärkt. Ob das auf normalgewichtige Patienten ebenfalls zutrifft, ist noch nicht untersucht worden. Aus unserer Erfahrung kann Abnehmen <u>allein</u> aber die notwendige Therapie einer mittelschweren oder schweren Psorias nicht ersetzen. Trotzdem sollten schwer betroffene und vor allem schwergewichtige Psoriatiker sich durch das Beispiel ermutigt fühlen. Wenn das Leid damit verringert werden kann, sollte man die Qual des Abnehmens nicht scheuen.
</p>

<p>
	<strong>Sport und Schrittzähler helfen – heilen aber nicht</strong>
</p>

<p>
	Das gleiche gilt fürs Bewegen. Die Patientin hat im TV-Beitrag eingestehen müssen, dass sie ihre Bewegungsziele nicht erreicht habe. Trotzdem wurde das im Endkommentar als erfolgreiche Wirkung aufgenommen! Unabhängig von diesem Fall ist es bewiesen, dass körperliche Aktivitäten positiv auf innerliche Entzündungsmediatoren wirken. Auch zur Psoriasis liegen inzwischen sichere Erkenntnisse dazu vor. So verringert sich das Risiko, neu an Psoriasis zu erkranken, bei denjenigen, die regelmäßig körperlich aktiv sind. In Sport treibenden Familien bricht Psoriasis seltener aus. Fitness (Aerobic) und Krafttraining beeinflussen nach sechs Monaten bestimmte Gen-Aktivitäten. Die können das Entzündungsniveau senken. Hinzu kommt, dass Sport Endorphine freisetzt. Das verringert Angst und Stress und verschafft ein positives Lebensgefühl für die Krankheitsbewältigung. Sport <u>allein</u> aber wird eine schwere Psoriasis kaum zum Abklingen bringen[6]. Er kann aber eine Therapie unterstützen, so dass diese besser wirkt. Deshalb sollten Menschen mit schwerer Psoriasis auf ausreichende Bewegung achten.
</p>

<p>
	<strong>Herz- und Kreislauf-Prophylaxe?</strong>
</p>

<p>
	Nicht gemessen wurde im TV-Beitrag, welche Wirkung der Weißdorn-Tee bei der Patientin gehabt hat. Ob er tatsächlich einem möglichen Herzinfarkt vorbeugen kann, können Kardiologen bewerten. Das hängt vermutlich auch davon ab, ob das Herz- und Kreislaufsystem von der Psoriasis schon angegriffen ist. Was bei so einer schweren Psoriasis wie im TV-Beitrag möglich wäre.
</p>

<p>
	<strong>Die Botschaft der „Ernährungs-Docs“</strong>
</p>

<p>
	Die Ankündigungen und der Vorspann der Sendungen sprechen offensichtlich Patienten an, die der wissenschaftlich fundierten („Schul-“) Medizin nicht mehr trauen. Es wird versprochen, durch Ernährungsumstellung „mehr zu erreichen als mit Tabletten“. Krankheiten würden abgemildert oder sogar geheilt werden.
</p>

<p>
	Die Fernseh-Ärzte in diesem Sendeformat bezeichnen sich selbst (<em>in klassischem Denglisch</em>) als „Ernährungs-Docs“. Ihre Stellungnahmen erinnern an typische Aussagen von Schulmedizin-Verächtern und Alternativ-Heilern. Obgleich sie alle drei aus der Schulmedizin kommen. So heißt es im Vorspann zu jeder Sendung:
</p>

<blockquote>
	<p>
		„Wir schlucken jede Menge Pillen und sind trotzdem krank. Für viele gibt es eine bessere Behandlung: Anders essen!“ (Off)
	</p>

	<p>
		„Mit Ernährung lässt sich so viel erreichen. Aber nur wenige wissen das und noch viel weniger nutzen diese Chance“ (Dr. Matthias Riedl)
	</p>

	<p>
		„Essen ist gleich Medizin “ (Dr. Jörn Klasen)
	</p>

	<p>
		„Jeder hat es verdient, dass er eine Chance bekommt“ (Dr. Anne Fleck).
	</p>
</blockquote>

<p>
	<strong>Rheuma-Diät – wissenschaftlich nicht nachgewiesen</strong>
</p>

<p>
	Beim <span ipsnoautolink="true">Fall einer jungen Patientin mit schwerem Rheuma, stark fortgeschrittener Gelenkzerstörung und Pflegebedürftigkeit</span> haben wir nachgefragt. Schließlich sind Rheuma und Psoriasis Arthritis sehr ähnlich. Wir wollten wissen, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage die Empfehlungen ausgesprochen wurden. Alle Experten behaupten, dass es bisher keine belegbare "Rheuma-Diät" gibt. Immerhin wurde in dem Beitrag suggeriert, dass die Ernährungstipps das schaffen könnten, was selbst starke Medikamente nicht schaffen würden: die Entzündungen herabzusetzen. Der NDR sah sich nicht imstande, Nachweise zu bringen. Stattdessen hieß es:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Wir haben die Ernährungsempfehlungen zusammen mit den Ärzten und auf Grundlage unserer langjährigen Recherchen und Erfahrungen im Bereich Ernährungsmedizin für das NDR-Gesundheitsmagazin Visite entwickelt.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	Den TV-Beitrag haben wir einigen Ernährungsberaterinnen aus Rheuma-Kliniken vorgespielt. Alle haben die reißerische Darstellung kritisiert. Generell haben sie die Vorschläge nicht abgelehnt, aber nur als <span style="text-decoration:underline;">eine von mehreren</span> Möglichkeiten bewertet. Smoothies sahen sie als problematisch an, weil dadurch das vorbereitende Kauen und Aufspalten mit Speichel übersprungen wird. Leinöl gilt bei manchen als „ungeeignet“. Im Gegensatz zum Fischöl müssen beim Leinöl die beiden entzündungshemmenden Wirkstoffe EPA und DHA erst getrennt werden. Das, so behaupten Untersuchungen, würde aber im Stoffwechsel nur in sehr geringem Maße stattfinden[7]. Ganz am Ende dieses Beitrags wurde die Patientin kurz darauf hingewiesen, dass sie vermutlich weniger Medikamente benötige, wenn sie die Diät einhalte.
</p>

<p>
	P.S. <span style="text-decoration:underline;">Nach</span> unserer Kritik und <span style="text-decoration:underline;">nach</span> dem "Ernährungs-Doc" - Kommentar am Ende dieses Artikels wurde ein <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/Rheuma-beim-Kind,ernaehrungsdocs224.html" rel="external nofollow" target="_blank">13-jähriges Mädchen mit Rheuma</a> vorgestellt. In diesem Fall wurde deutlich gesagt, dass durch die Ernährungsumstellung einige Medikamente abgesetzt, andere aber beibehalten werden müssten.
</p>

<p>
	<strong>Gesundwerden ohne Medikamente?</strong>
</p>

<p>
	Die „Ernährungs-Docs“ treten absolut überzeugt von sich auf. Ihr Konzept und ihre Ratschläge kennen keine Abstufungen oder vorsichtigen Einschränkungen. Sie weisen nicht darauf hin, dass es auch andere, manchmal gegenteilige Ernährungsvorschläge gibt. Sie propagieren teure, umstrittene Mode-Exoten wie Chia-Samen oder Manuka-Honig. Das Essen als Medizin steht derart massiv im Vordergrund, dass viele Zuschauer glauben müssen, sie könnten auf eine medizinische Behandlung verzichten. Nur wer sehr genau zuhört, erfährt manchmal, dass eine vorgeschlagene Diät lediglich die Medikamenten-Dosis verringern könne. Das ist aber nicht die eigentliche Botschaft der „Ernährungs-Docs“.
</p>

<p>
	Trotz des sehr selbstbewussten Auftretens und dem Eindruck, hier hätten drei Mediziner endlich den sanften Weg zur Gesundung gefunden: Ernährung und Bewegung können eine Therapie unterstützen, aber selten ersetzen. Vor allem bei schweren chronischen Krankheiten ist es nicht zu verantworten, Betroffenen einzureden, anders essen sei die „bessere Behandlung“. Zwei Jahre nach der Sendung bestätigte Dr. Anne Fleck unsere Kritik: "Wer sich bewusst ernährt, kann damit das Immunsystem und typische Begleiterkrankungen beeinflussen und seine Schuppenflechte verbessern. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/mit-moderner-ernaehrungsstrategie-psoriasis-lindern" rel="">"Mit Ernährung kann man weder Rheuma noch Psoriasis 'heilen'. Je nach Schweregrad braucht man solide Medikamente." </a>
</p>

<p>
	Der NDR bezeichnet seine Sendereihe „Die Ernährungs-Docs“ als „einzigartiges Fernsehformat“, das Menschen hilft, „die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln“. Im Privat-Fernsehen gehört eine derartig reißerische Präsentation zum Geschäftsmodell. Bei einem Sender mit öffentlich-rechtlichem Auftrag dagegen ist es nicht akzeptabel, bei verzweifelten Patienten den Eindruck zu hinterlassen, es ginge auch ohne Medikamente.
</p>

<p>
	Wir finden, dass diese Sendereihe sensationsheischend Gesundheit oder Heilung verspricht. Einzelfälle werden verallgemeinert. Es gibt keinen Hinweis, dass nicht alles bei jedem gleich wirkt. Die Zuschauer bekommen den Eindruck, dass <span style="text-decoration:underline;">unterstützende</span> Maßnahmen wie Ernährung <span style="text-decoration:underline;">anstelle</span> einer Therapie treten können. Notwendige Hinweise, dass trotzdem weiterhin Medikamente genommen werden müssen, werden – wenn überhaupt – nur nebenbei erwähnt. Ob das dann noch von den Zuschauern gehört wird, kann durchaus bezweifelt werden: Viele glauben, was sie glauben wollen.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	[1] Allgemeine Ernährungstipps bei Schuppenflechte [<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Schuppenflechte,schuppenflechte108.html" rel="external nofollow" target="_blank">lesen</a>], Rezepte bei Schuppenflechte [<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/Rezepte-bei-Schuppenflechte,schuppenflechte126.html" rel="external nofollow">lesen</a>]
</p>

<p>
	[2]  Was gegen Entzündungen hilft [<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Entzuendungen-hemmen-mit-den-richtigen-Lebensmitteln,entzuendungshemmer100.html" rel="external nofollow" target="_blank">lesen</a>]
</p>

<p>
	[3] Diät bei Schuppenflechte – Tipps vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [<em>inzwischen vom Netz genommen</em>]
</p>

<p>
	Mit der Ernährung Entzündungen ausbremsen, Ulrike Becker, PTA-Forum 17/2015 [<a href="https://www.psoriasis-forum-berlin.de/downloads/Zeitweise/Themenblaetter/Merkblatt_Ernaehrung_Pso_2020.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">lesen</a>]
</p>

<p>
	[4] Buchbesprechung: „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/marianne-seboek-schuppenflechte" rel="">Schuppenflechte – Selbstheilung ohne Medikamente</a>“, Marianne Sebök
</p>

<p>
	„Healing Psoriasis: The Natural Alternative“, John Pagano (Autor)
</p>

<p>
	[5] Online weight loss coaching for patients with psoriasis: results of a pilot study, Sascha Gerdes, Br J Dermatol. 2015 Sep 24. [<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26399576/" rel="external" target="_blank">lesen</a>]
</p>

<p>
	Effect of weight loss on the severity of psoriasis: a randomized clinical study, Dr. Peter Jensen et.al., JAMA Dermatol. 2013; 149 [<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23752669/" rel="external" target="_blank">lesen</a>]
</p>

<p>
	<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18996858/" rel="external" target="_blank">Weight loss improves the response of obese patients with moderate-to-severe chronic plaque psoriasis to low-dose cyclosporine therapy: a randomized, controlled, investigator-blinded clinical trial</a>, Paolo Gisondi et.al. Am J Clin Nutr. 2008 Nov;88(5):1242-7.
</p>

<p>
	[6] <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/bjd.12735" rel="external nofollow" target="_blank">Diet and physical exercise in psoriasis: a randomized controlled trial</a>, L. Naldi, British Journal of Dermatology, Volume 170, Issue 3, pages 634–642, March 2014
</p>

<p>
	<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/1158558" rel="external" target="_blank">The association between physical activity and the risk of incident psoriasis</a>, C. Hillary, Arch Dermatol. 2012;148(8):918-924. doi:10.1001/archdermatol.2012.943
</p>

<p>
	<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25132013/" rel="external" target="_blank">Psoriasis and sport: a new ally?</a>, N. Balato, J Eur Acad Dermatol Venereol. 2015 Mar;29(3):515-20. doi: 10.1111/jdv.12607. Epub 2014 Jul 30.
</p>

<p>
	[7] <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Docosahexaens%C3%A4ure#cite_note-PMID19269799-2" rel="external" target="_blank">Docosahexaensäure</a>, Wikipedia
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/mit-moderner-ernaehrungsstrategie-psoriasis-lindern/" rel="">Mit moderner Ernährungsstrategie Psoriasis lindern?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>

<div>
	 
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">859</guid><pubDate>Fri, 05 Feb 2016 15:42:00 +0000</pubDate></item><item><title>Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis &#x2013; aber wie?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/abnehmen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis.jpg.cccd4dfd6b2603be841c906c269db0ae.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Zu viele Psoriatiker haben Übergewicht. Bauchfett kann Entzündungen fördern und damit eine&amp; Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis verstärken. Eine Therapie kann durch Abnehmen deutlich erfolgreicher sein. Ohne Begleitung und Rückkoppelung ist das kaum zu schaffen. Wir stellen interessante Möglichkeiten vor.</strong>
</p>

<p>
	Allein konsequent abzunehmen, das schaffen nur sehr Willensstarke. Eine kontrollierte Gewichtsreduktion in der Gruppe, mit einem Coach oder betreut im Internet ist meist erfolgreicher. Es gibt interessante Möglichkeiten, wenn auch keine einzige davon diejenigen Lebensmittel berücksichtigt, die Entzündungen beeinflussen.
</p>

<p>
	Unterschiedliche Untersuchungen [1] kommen zu dem Ergebnis, dass Menschen mit mittelschwerer oder schwerer Psoriasis oft übergewichtig sind. In Deutschland sollen rund 30 Prozent aus dieser Gruppe einen Body Mass Index (BMI) größer als 30 haben – also nach WHO stark übergewichtig sein. Bei weiteren 10 Prozent liegt der BMI immerhin noch über 25. Aber BMI-Werte sind nur bedingt aussagekräftig, weil für Ältere höhere Werte als „ideal“ gelten als für Jüngere. So ist für über 65-Jährige ein BMI zwischen 24 und 29 noch ideal (<a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/bmi-rechner-so-ermitteln-sie-ihren-body-mass-index-a-824673.html" rel="external nofollow" target="_blank">BMI-Rechner</a>). Als Grenzwert für Übergewicht gilt zusätzlich der Taillenumfang; bei Männern sind das 101 cm, bei Frauen 88 cm [2].
</p>

<h2>
	BMI ist out, WHR ist in
</h2>

<p>
	Inzwischen weiß man, dass nicht so sehr der BMI, sondern die <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-472015/bauchfett-schadet-auch-normalgewichtigen/" rel="external" target="_blank">Verteilung des Körperfetts entscheidend für Krankheitsrisiken</a> ist. Die misst man mit dem Taille-Hüfte-Quotienten <em>Waist-to-hip ratio</em>. Der Umfang der Taille (Taille in Nabelhöhe gemessen) wird dividiert durch den Umfang der Hüfte (Hüfte an der dicksten Stelle). Von Adipositas spricht man, wenn der Wert bei Männern größer als 1, bei Frauen größer als 0,85 ist.
</p>

<p>
	Übergewicht (Adipositas) kann nicht nur eine typische <span style="text-decoration:underline;">Folge</span> (Begleiterkrankung) der Psoriasis [4], sondern umgekehrt auch ihre Ursache (Trigger) sein. Verantwortlich dafür ist das Bauchfett. Das setzt Signalstoffe frei, die Entzündungsprozesse fördern und Insulin-Aktivitäten bremsen [5]. Aber das gilt nicht für <em>alle</em> Übergewichtigen: Möglicherweise 25 Prozent haben niedrige Werte des Enzyms Hämoxygenase-1 und riskieren damit keine weiteren Entzündungen [6].
</p>

<p>
	Die Praxis zeigt, dass eine Psoriasis Arthritis desto stärker ausgeprägt ist, desto höher der BMI eines Patienten ist. Studien belegen, dass Psoriasis-Patienten durch Abnehmen besser auf eine Therapie ansprechen, d.h. umgekehrt, dass bestimmte Medikamente schlechter wirken, wenn jemand übergewichtig ist [7].
</p>

<h2>
	Hilfe beim kontrollierten Abnehmen
</h2>

<p>
	Das alles sind gute Gründe, um ernsthaft darüber nachzudenken, wie man es schafft abzunehmen. Aber nichts ist schwerer als den Lebensstil zu ändern, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich konsequent anders zu ernähren und mehr zu bewegen.
</p>

<p>
	Für diejenigen, die versuchen wollen, kontrolliert abzunehmen, sind die folgenden Tipps. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse an, welche Angebote sie dafür hat. Die Ausgaben für (Gesundheits-) Kurse werden meist anteilig oder sogar völlig übernommen.
</p>

<h3>
	Ernährungs-Coach der TK
</h3>

<p>
	Kostenlos für Mitglieder der Techniker Krankenkasse, für alle anderen nur in den ersten vier Wochen, ist der <a href="https://ecoach.tk.de/#/public/gesundheitsziel-info/reduceweightfoodv2" rel="external nofollow" target="_blank">TK-Ernährungs-Coach</a>. Man gibt Essens-Vorlieben ein und erhält jeden Tag einen persönlichen, saisonorientierten Ernährungsplan. In einem Protokoll wird notiert, was man tatsächlich zu sich genommen hat. Das wird hinterher ausgewertet. Man kann Lieblingsspeisen testen lassen und erhält gegebenenfalls Alternativvorschläge. Sportliche Aktivitäten werden, wie es auf den ersten Blick scheint, weder innerhalb des Programms vorgeschlagen, noch bei den Ernährungsvorschlägen berücksichtigt. Der Ernährungs-Coach läuft zeitlich unbegrenzt.
</p>

<h3>
	BeWegbereiter
</h3>

<p>
	Völlig kostenlos für alle ist dagegen das Patienten-Unterstützungsprogramm <a href="https://www.bewegbereiter.de/" rel="external nofollow" target="_blank">BeWegbereiter</a>. Das hat der Pharmakonzern Janssen an Patienten mit Schuppenflechte wissenschaftlich testen lassen [10] und dann ins Netz gestellt.
</p>

<p>
	Ziel ist es, interaktiv das Gewicht zu verringern und die Beweglichkeit zu erhöhen. Wer sich daran beteiligen will, muss sich in seiner Hautarztpraxis einen Code geben lassen, um sich anzumelden. Damit soll sichergestellt werden, dass es medizinisch unbedenklich ist, daran teilzunehmen. Man meldet sich aber völlig anonym an.
</p>

<p>
	Anhand der Körpergröße und des Gewichts wird der tägliche Kalorien-Bedarf errechnet. Ziel ist es, dass man sein Gewicht langfristig um 5 bis 7 Prozent verringert. Es ist keine Turbo-Diät – das heißt, es wird nicht festgelegt, innerhalb welcher Zeit man das erreichen sollte. Es gibt tägliche Ernährungs- und Bewegungs-Tipps.
</p>

<p>
	Die Rezepte kommen aus der Datenbank der <em>Brigitte-Diät</em>, sind also nicht speziell auf die Psoriasis abgestimmt. Berücksichtigt werden aber Allergien, Unverträglichkeiten und vegetarische Ernährung.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Man bleibt mit diesem Programm nicht allein. Zum einen wird es betreut. Das heißt: Man kann mit einer Ernährungs-Beraterin per E-Mail kommunizieren. Zum anderen kann jeder aus seinem Freundeskreis einen Unterstützer benennen, der über die Fortschritte informiert wird. Ärztin oder Arzt bekommen nur solche Informationen, die man selber ausdruckt und vorlegt.
</p>

<p>
	Das Programm ist zeitlich nicht beschränkt. Es kann sowohl auf Desktop-Computern, Laptops, Tablets und Smartphones benutzt werden.
</p>

<p>
	Netter Nebeneffekt: Die Firma will die Patenschaft für einen vom Aussterben bedrohten Elefanten übernehmen, sobald die Teilnehmer des Programms insgesamt 3.500 kg abgenommen haben – das Gewicht eines Dickhäuters.
</p>

<h3>
	Weight Watchers
</h3>

<p>
	Eine der bekanntesten Methoden aus dem nicht-medizinischen Bereich sind die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weight_Watchers" rel="external" target="_blank">Weight Watchers</a> (Gewichtsbeobachter). Lebensmittel werden z.B. anhand ihres Energiegehalts mit Punkten bewertet. Pro Tag steht jedem eine festgelegte Menge an Punkten zur Verfügung. Der Wert berechnet sich nach Geschlecht, Alter, Körpergröße und Gewicht. Innerhalb dieses Punkte-Budgets darf man sich seine Mahlzeiten frei zusammenstellen. Wöchentliche angeleitete Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der weitergehenden Information. Das kann auch online oder mithilfe einer App durchgeführt werden. Dieses Konzept ist erfolgreich und wissenschaftlich bestätigt und kostet monatlich rund 40 Euro.
</p>

<p>
	(App: <a href="https://itunes.apple.com/de/app/weight-watchers/id331308914?mt=8" rel="external nofollow" target="_blank">iOS</a> | <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.weightwatchers.mobile" rel="external nofollow" target="_blank">Android</a>)
</p>

<h3>
	FDDB
</h3>

<p>
	Grundsätzlich kostenlos [9] ist die <a href="https://fddb.info/" rel="external nofollow" target="_blank">Food-Database</a> (FDDB), die mit <a href="https://www.womenshealth.de/" rel="external nofollow" target="_blank"><em>Women’ Health</em></a> zusammenarbeitet. Der Schwerpunkt liegt in einer umfangreichen Datenbank, in der für fast alle Lebensmittel Kalorien- und Nährwerte erfasst werden. In einem persönlichen Ernährungstagebuch dokumentiert man sein Essverhalten und erfährt, wie viele Kalorien des Tagesbedarfs noch verbraucht werden dürfen. Sportliche Aktivitäten werden dabei berücksichtigt. Automatisch wird angezeigt, wie sich das für den BMI auswirkt und wann man wieder auf die Waage steigen soll.
</p>

<p>
	FDDB hat eine Community, in der man sich austauschen kann. Es gibt aber keine Betreuer (Ernährungsberater), mit denen man kommunizieren kann. Das Programm ist als App auf dem Smartphone zu betreiben.
</p>

<p>
	(App: <a href="https://itunes.apple.com/de/app/fddb-extender-kalorienz%C3%A4hler/id1105332761?mt=8" rel="external nofollow" target="_blank">iOS</a> | <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fddb" rel="external nofollow" target="_blank">Android</a>)
</p>

<h2>
	Herausforderung: Lebensmittel meiden
</h2>

<p>
	Kein einziges dieser Abnehm-Programm berücksichtigt, dass Menschen mit entzündlichen Krankheiten wie Schuppenflechte oder Psoriasis Arthritis Lebensmittel meiden sollten, die Entzündungen fördern. Stattdessen sollten sie sich so ernähren, dass Entzündungen eher verringert werden. Dazu gibt es u.a. Hinweise in Broschüren.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
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<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Quellen:
</p>

<p>
	[1] Die von rund 600 Praxen dem Register <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00403-015-1593-8" rel="external nofollow" target="_blank">PSOBEST</a> gemeldeten Patientengewichte betragen durchschnittlich 85 Kilo gegenüber dem Gewicht eines normalen deutschen Bürgers von ungefähr 76 Kilo. Die Firma Celgene hat in ihren Studien zwischen 80 und 90 Kilo gemessen.
</p>

<p>
	Siehe: <a href="https://www.g-ba.de/downloads/91-1031-161/2015-06-23_Wortprotokoll_26-06-2015_Apremilast.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Mündliche Anhörung des GB-A zu Apremilast</a>, 23. Juni 2015, S. 19 f.
</p>

<p>
	[2] Abnehmen kann allein schon die Psoriasis lindern, Jürgen-Peter Stössel, PSOaktuell 1/2014
</p>

<p>
	[3] <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=60902" rel="external" target="_blank">Bauchfett schadet auch Normalgewichtigen</a>, PZ 47/2015
</p>

<p>
	[4] <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ddg.12643" rel="external nofollow">Early detection of comorbidity in psoriasis: recommendations of the National Conference on Healthcare in Psoriasis</a>, Marc Alexander Radtke et.al. JDDG Volume 13, Issu 7, Juli 2015
</p>

<p>
	[5] <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-352009/entzuendungen-fuehren-zum-diabetes/" rel="external" target="_blank">Entzündungen führen zum Diabetes</a>, Nicole Schuster, PZ 35/2009 / Abspecken: Warum eigentlich und wenn ja, wie?, Dr. Marion Hofmann-Aßmus, PSO aktuell 4/2013
</p>

<p>
	[6] <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/177547/index.html" rel="external nofollow" target="_blank">Übergewicht führt nicht automatisch zu Diabetes, nano</a> / 3sat 9. Juli 2014 / <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/177547/index.html" rel="external nofollow" target="_blank">Übergewicht: Enzym entscheidet über Folgeerkrankungen</a>, PZ-online Nachrichten 07.07.2014 
</p>

<p>
	[7] <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/bjd.12735" rel="external nofollow" target="_blank">Diet and physical exercise in psoriasis: a randomized controlled trial</a>, Dr. Luigi Naldi et.al. BJD Vol 170 Issue 3 / <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23752669/" rel="external" target="_blank">Effect of weight loss on the severity of psoriasis: a randomized clinical study</a>, Dr. Peter Jensen et.al., JAMA Dermatol. 2013; 149: 795-801 / <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/fobi2014-psoriasis" rel="">Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2014</a><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23752669/" rel="external" target="_blank">, Psoriasis-Netz</a> / <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24661040/" rel="external" target="_blank">The effect of weight reduction on treatment outcomes in obese patients with psoriasis ob biologic therapy</a>, Nawaf Al-Mutairi et.al.
</p>

<p>
	[8] Angeboten von Welldoo, einem Unternehmen von Gruner + Jahr, das auch für die Techniker Krankenkasse Gesundheits-Apps entwickelt.
</p>

<p>
	[9] Geld kostet es nur, wenn man die Internetseiten werbefrei lesen und sein Ernährungs-Tagebuch länger als 90 Tage aufbewahrt haben möchte.
</p>

<p>
	[10] Im Auftrag der Janssen-Cilag GmbH
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	a) gab es in Kiel eine Pilotstudie: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26399576/" rel="external" target="_blank">Online weight loss coaching for patients with psoriasis: result of a pilot study</a>, Sascha Gerdes et.al.,
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	b) läuft 2015/2016 in mehreren Zentren eine 12-monatige Studie mit Psoriasis-Patienten.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">852</guid><pubDate>Sun, 13 Dec 2015 16:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>Pflanzliche Stoffe beeinflussen die Wirkung von Medikamenten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/pflanzliche-stoffe-beeinflussen-wirkung-von-medikamenten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2014_12/pflanzen-und-medikamente.png.0bcd4302f6f31e66787e9ab3ae7e22d2.png" /></p>
<p>
	Pflanzliche Präparate oder Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten verändern: Bei manchen verstärkt sie sich, bei anderen wird sie abgeschwächt. In einigen Fällen können sogar mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen auftreten, wenn ein Medikament gleichzeitig mit einem pflanzlichen Stoff eingenommen wird. Der Mediziner nennt das „Wechselwirkung“ bzw. „pharmakokinetische Interaktion“.
</p>

<p>
	Gerade wer mit einem neuen Wirkstoff behandelt wird, sollte mit der Ärztin oder dem Apotheker abklären, ob es Wechselwirkungen geben kann: nicht nur zu allen anderen Medikamenten, die man zu sich nimmt, sondern auch zu pflanzlichen Stoffen und Lebensmitteln. Grundsätzlich gilt: Tabletten sollten nur mit Wasser eingenommen werden, solange nicht völlig klar ist, dass ein bestimmter Saft die Wirkung des Medikaments nicht beeinflusst.
</p>

<h2>
	Johanniskraut
</h2>

<p>
	Seit langem ist bekannt, dass Johanniskraut die Wirkung von Ciclosporin abschwächt. Wer beides gleichzeitig einnimmt, benötigt demnach eine höhere Dosis Ciclosporin, um den gleichen Therapieeffekt zu bewirken.
</p>

<p>
	Das könnte daran liegen, dass Johanniskraut-Extrakt „blutreinigend“ wirkt und damit ein Arzneimittel schneller „ausspült“. Obgleich die genaue Wirkung wissenschaftlich <span ipsnoautolink="true">noch nicht nachgewiesen</span> werden konnte, sind vermutlich zwei Reaktionen dafür verantwortlich. Johanniskraut bildet ein Protein (<em>P-Glyko</em>), das Arzneimittel schneller durch den Körper transportiert. Außerdem regt ein Inhaltsstoff des Johanniskrauts (<em>Naphto-Di-Antron</em>) in der Leber die Bildung bestimmter Enzyme an (<em>Cytochrom-P-450</em>). Die sorgen in der Leber dafür, dass das <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/pharm5-09-2000" rel="external">Ciclosporin schneller abgebaut </a>wird.
</p>

<p>
	Patienten benutzen Johanniskraut gern als „natürlichen Stimmungsaufheller“, um Depressionen oder innere Unruhezustände „natürlich“ zu behandeln. Wer regelmäßig Johanniskraut einnimmt, muss mit <a href="https://www.stern.de/gesundheit/johanniskraut-stimmungsaufheller-mit-nebenwirkungen-3325664.html" rel="external nofollow">Nebenwirkungen</a> rechnen.
</p>

<p>
	Ciclosporin gehört zu den starken Wirkstoffen für schwere Fälle der Psoriasis. Wegen der Nebenwirkungen wird es grundsätzlich nur als Kurzzeit-Therapie (10 - 16 Wochen) eingesetzt, bis die Psoriasis deutlich abgeheilt ist. Das kann gegebenenfalls nach einer Unterbrechung wiederholt werden. Nur in besonders schweren Fällen darf Ciclosporin als Langzeittherapie (maximal zwei Jahre) ununterbrochen eingenommen werden.
</p>

<p>
	Außerdem gibt es eine <span ipsnoautolink="true">Wechselwirkung zwischen Johanniskraut und Tacrolimus</span>. Das betrifft aber nicht Patienten, die Tacrolimus äußerlich als Salbe (Protopic) auftragen wie bei Psoriasis. Das wird „off label“ für empfindliche Stellen oder für Kleinkinder verschrieben.
</p>

<p>
	Die Dosis in der Salbe ist viel geringerer als in Kapseln, die Organ-Transplantierte schlucken müssen. Deshalb geht man davon aus, dass es ungefährlich ist, bei äußerlicher Anwendung von Tacrolimus zugleich Johanniskraut einzunehmen. Trotzdem sollte man es sicherheitshalber reduzieren oder absetzen bzw. mit dem Arzt oder der Apothekerin darüber sprechen.
</p>

<p>
	Johanniskraut steht in einer <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1742-1241.2012.03008.x" rel="external nofollow">Studie aus Taiwan</a> (2012) an der Spitze bei den Wechselwirkungen von pflanzlichen Stoffen mit Medikamenten. Vorsicht ist geraten bei innerlichen Medikamenten wie Antidepressiva, Blutverdünnern, Cholesterinsenkern, Asthma-Mittel, Immunsupressiva und Kortison-Präparaten. Umstritten ist, ob Johanniskraut die Verhütungswirkung „der“ Pille tatsächlich abschwächt. Professor Volker Schulz (Vorsitzender der Gesellschaft für Phytotherapie) <span ipsnoautolink="true">wies darauf hin</span>, dass das, wenn überhaupt, nur für die „Minipille“ gilt. Er empfiehlt Frauen, die Johanniskraut nehmen, zur normal dosierten Pille.
</p>

<h2>
	Grapefruit &amp; Co
</h2>

<p>
	Grapefruitsaft beeinflusst die erwünschten, aber hauptsächlich die unerwünschten Wirkungen von Arzneistoffen, mit denen auch Psoriatiker behandelt werden. Darauf verweist Dr. Petra Zagermann-Muncke in der "Pharmazeutischen Zeitung".
</p>

<p>
	Das betrifft vor allem Patienten, die mit Wirkstoffen behandelt werden, um das Immunsystem zu bremsen (Immunsupressiva). Darüber hinaus sollten auch diejenigen Grapefruits meiden, die Mittel einnehmen um den Cholesterinspiegel zu senken, die Potenz zu fördern, Allergien zu verhindern oder das Zellwachstum zu hemmen (Zytostatika).
</p>

<p>
	Es ist bekannt, dass es Medikamente gibt, die die Psoriasis verstärken oder sogar auslösen. Umstritten ist dagegen, welche Lebensmittel Psoriatiker meiden sollten. Es gibt zwar viele Diätempfehlungen, aber keine von ihnen ist wirklich wissenschaftlich fundiert; oft widersprechen sich die Tipps sogar.
</p>

<p>
	Einig sind sich die Experten jedoch darin, dass Hautkranke sich möglichst gesund ernähren sollten: Viel frisches Obst und Gemüse, vollwertige Getreide- und fettarme Milchprodukte, Fisch, wenig und fettarmes Fleisch, Rapsöl, Trink- und Mineralwasser. Das entspricht den Empfehlungen der <a href="https://www.dge.de/" rel="external">Deutschen Gesellschaft für Ernährung</a>.
</p>

<p>
	Aus der Gruppe des gesunden, frischen Obst fällt jetzt für einige Psoriatiker die Grapefruit heraus. Dr. Zagermann-Muncke (Eschborn) verweist darauf, dass sich bestimmte Medikamente mit der Grapefruit und ihrem Saft wechselseitig beeinflussen. Das sind diejenigen Arzneistoffe, die durch das Enzym CYP3A4 im Körper abgebaut werden. Also Arzneimittel, die eingenommen und durch die Darmschleimhaut aufgenommen werden.
</p>

<p>
	Grapefruits und Co. erhöhen bei einigen dieser Medikamente deutlich die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes. Dadurch verstärken sich die Nebenwirkungen. Bei Zytostatika dagegen wird die Wirkung des Arzneistoffes gehemmt.
</p>

<p>
	Im Verdacht, gleiches zu bewirken, stehen außerdem Südfrüchte wie Pomelo (Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit) und Pomeranze (auch Saure, Bitter oder Sevilla Orange genannt). Die Pomeranze findet sich in Marmelade, Aromastoffen, Orangeat, Parfums und in Alkoholika wie Grand Marnier, Cointreau und Curacao. Welche Inhaltsstoffe für diese Wechselwirkungen verantwortlich sind, ist noch ungeklärt.
</p>

<p>
	Die Autorin verweist darauf, dass Grapefruitsaft nicht bei allen Arzneistoffen gleichermaßen wirkt. Problematisch wird es, wenn es sich um ein Medikament handelt, dass sehr konzentriert in den Körper eingreift und hochwirksam ist. Wie z.B. <span ipsnoautolink="true">Ciclosporin</span> (Sandimmun). Wer damit behandelt wird, bei dem können durch Grapefruitsaft schon nach vier Stunden unerwünschte Wirkungen an Nieren, Leber und Nerven nachgewiesen werden.
</p>

<p>
	Auch wer den Wirkstoff Tacrolimus <em>schluckt</em>, ('Prograf') muss mit Risiken und Nebenwirkungen durch diese Vitaminspender rechnen. Das gilt nicht für Protopic-Salbe, weil sie nur äußerlich aufgetragen und durch die Haut aufgenommen wird. Eher selten wird ein Psoriatiker das Präparat Terfenadin (ein Antihistaminikum) verschrieben bekommen. Dessen Nebenwirkungen werden ebenfalls durch Grapefruits &amp; Co. verstärkt.
</p>

<p>
	Obgleich die Biologika (<span ipsnoautolink="true">Raptiva</span>, <span ipsnoautolink="true">Enbrel</span>, <span ipsnoautolink="true">Humira</span> und <span ipsnoautolink="true">Remicade</span>) ebenfalls ins Immunsystem eingreifen, wird ihre Wirkung nicht durch diese Südfrüchte beeinflusst. Sie sind monoklonale Antikörper, d.h. Eiweißstoffe, die auf andere Weise abgebaut werden.
</p>

<p>
	Dr. Petra Zagermann-Muncke weist darauf hin, dass recht viele Arzneistoffe durch CYP3A4 abgebaut werden. Wahrscheinlich wird sich zukünftig bei noch von mehr Medikamenten herausstellen, dass ihre Wirkung von Grapefruits &amp; Co. beeinflusst werden.
</p>

<p>
	<em><strong>Tipp zum Weiterlesen</strong>: Grapefruit und Arzneimittel (Pharmazeutische Zeitung, <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-31-2005/pharm1-31-2005/" rel="external">2005</a> und <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-052013/update-zu-grapefruit/" rel="external">2013</a>); für Apotheker wird in der Pharmazeutischen Zeitung immer wieder mal aufgeschrieben, was beim Essen von Grapefruit zu beachten ist, wenn Medikamente genommen werden.</em>
</p>

<h2>
	Kamille
</h2>

<p>
	Umstritten ist, ob Echte Kamille (<em>Matricaria recutita L.)</em> die Wirkung von Ciclosporin verringert. PD Dr. Werner Knöss (<em>Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte</em>) sieht einen <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-giftigen-fruchte-von-mutter-natur-6481510.html" rel="external nofollow">ähnlichen Mechanismus wie beim Johanniskraut</a>, „nur in viel geringerem Maße“. Dagegen meint Prof. Dr. med. Volker Schulz, dieser Verdacht sei bisher nicht begründet, weil die dazu vorgelegten Daten zu gegensätzlich seien.
</p>

<h2>
	Wechselwirkungs-Check
</h2>

<p>
	Der Vorsitzende der Gesellschaft für Phytotherapie, Prof. Schulz, sieht für die meisten pflanzlichen Wirkstoffe <span ipsnoautolink="true">lediglich rein theoretische, weniger praktische Risiken</span>. Dagegen wird in der <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1742-1241.2012.03008.x" rel="external nofollow">oben erwähnten Studie aus Taiwan</a> darauf hingewiesen, dass mehr als 200 pflanzliche Heilmittel bei über 500 Wirkstoffen Wechselwirkungen hervorrufen können. Dazu gehören Knoblauch, Ginko, Ginseng, Ingwer, Kava Kava, Mutterkraut und Sennesblätter, S-Adenosylmethionin (SAMe) und grüner Tee.
</p>

<p>
	Der Deutsche Apothekerverband geht außerdem davon aus, dass mehr als 315 Arzneistoffe auf Lebensmittel reagieren, wie z.B. tierische Milchprodukte. Viel zu selten würden Ärzte ihren Patienten zusammen mit dem Rezept auch Ernährungsempfehlungen geben, die bei der Einnahme des Medikaments zu beachten seien.
</p>

<p>
	Im Internet gibt es einige Angebote, Wechselwirkungen von Medikamenten abzufragen – zum Beispiel bei der <a href="https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/wechselwirkungscheck/" rel="external">Apotheken-Umschau</a> oder bei <a href="https://www.docmorris.de/wechselwirkungscheck" rel="external nofollow">DocMorris</a>.
</p>

<h2>
	Fazit
</h2>

<ul>
	<li>
		Führe eine Liste, welche verschriebenen oder selbst gekauften Medikamente du aktuell nimmst oder hebe alle Packungen gut auf.
	</li>
	<li>
		Besprich anhand der Liste oder der Packungen mit der Ärztin oder der Apothekerin, ob Wechselwirkungen auftreten können – vor allem bei neu hinzukommenden Medikamenten.
	</li>
	<li>
		Notiere mögliche Nebenwirkungen und besprich die mit dem Arzt.
	</li>
	<li>
		Sei möglichst sparsam mit Medikamenten. Je weniger du einnimmst, desto seltener riskierst du Wechselwirkungen.
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</span>
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>

<h2>
	<span style="color:#990000;">Tipps zum Weiterlesen</span>
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-giftigen-fruchte-von-mutter-natur-6481510.html" rel="external nofollow">Die giftigen Früchte von Mutter Natur, Kai Kupferschmidt, Der Tagesspiegel, 01.10.2010</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.welt.de/gesundheit/article109069552/Wie-Obst-und-Gemuese-auf-Medikamente-wirken.html" rel="external nofollow">Wie Obst und Gemüse auf Medikamente wirken, Silvia von der Weiden, DIE WELT, 07.09.2012</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wechselwirkung-johanniskraut-kann-medikamente-unwirksam-machen-a-862945.html" rel="external nofollow">Pflanzliche Arzneimittel: Gefährliches Johanniskraut, Dennis Ballwieser, Spiegel Online, 25.10.2012</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/basiswissen/pflanzliche-mittel-wechselwirkungen-beachten-708653.html" rel="external">Pflanzliche Mittel: Wechselwirkungen beachten</a><span style="display: none;"> </span><span style="display: none;"> </span><span style="display: none;"> </span>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.gesundheit.de/medizin/medikamente/nahrungsmittel-wechselwirkungen-medikamente-id215207/" rel="external nofollow">Risiko Nahrungsmittel – Wechselwirkung mit Medikamenten</a>
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">664</guid><pubDate>Tue, 30 Dec 2014 15:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wunderpulver aus Vietnam doch kein Rheuma-Wunder</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/wunderpulver-vietnam/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/wunderpulver-vietnam.jpg.5d68249adb62479f30e59b187c2c8c8b.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Forscher der Uniklinik Würzburg staunten, als sie ein "Wunderpulver"untersuchten. Unter dem Mikroskop und im Spektrometer zerlegten sie das Granulat in seine Bestandteile. Heraus kamen: Zimt und jede Menge Arznei.</strong>
</p>

<p>
	Auch Menschen mit Psoriasis kennen das nur zu gut: Medikamente oder frei verkäufliche Salben aus der Apotheke wollen nicht so recht helfen – und dann kommt ein Versprechen irgendwoher ins Haus geflattert: Es gäbe da ein Mittel, rein pflanzlich, von einem Naturheiler. Es keimt die Hoffnung auf: Es könnte ja genau das sein, was doch noch hilft.
</p>

<p>
	Professorin Ulrike Holzgrabe hat den Lehrstuhls für Pharmazeutische und Medizinische Chemie an der Universität Würzburg inne. Sie hat auf diese vermeintlichen Wundermittel einen anderen Blick – spätestens, wenn die Chemikerin ihre Geräte nutzt, um die Bestandteile solcher Mittel zu untersuchen.
</p>

<p>
	Das tat sie auch, als eine Frau mit kleinen Faltbriefchen zu ihr kam. In jedem war die Dosis eines bräunlichen Pulvers für einen Tag. An einen Beipackzettel war gar nicht zu denken. Die Frau erzählte ihr, sie bekäme ihre rein pflanzliche Arznei gegen Rheuma regelmäßig von einem vietnamesischen Heiler aus der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt. Manchmal fahre sie persönlich nach Vietnam, um diese für ein paar Dollar dort zu kaufen. Die weite Reise sei ihr das Arzneimittel wert. Es würde ihr – im Gegensatz zu den Mitteln, die ihr der deutsche Arzt verschrieben hat – sehr gut helfen. Allerdings wollte sie  jetzt doch die genauen Bestandteile dieser Substanz kennenlernen.
</p>

<h2>
	Zimt unterm Mikroskop
</h2>

<p>
	„Wir haben die Probe in einem ersten Schritt mikroskopisch untersucht“, erzählt Ulrike Holzgrabe. Dabei fanden sie und ihre Kollegin aus der Pharmazeutischen Biologie, Dr. Gabriele Gresser, vor allem Bestandteile der Zimtrinde. Weitere pflanzliche Spuren konnten sie nicht identifizieren: Das Pulver war sehr fein verrieben.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Danach ging es an eine massenspektrometrische Untersuchung, auch mit Hilfe der Kernspinspektroskopie. Da war das Ergebnis schon eindeutiger: Die Wissenschaftler stießen vor allem auf Paracetamol, Indometacin, Sulfamethoxazol und Trimethoprim. Man könnte auch sagen: ein Schmerzmittel, ein nicht-steroidales Antirheumatikum und ein Antibiotikum.
</p>

<p>
	Außerdem entdeckten Holzgrabe und ihr Doktorand Johannes Wiest Phosphat sowie eine zusätzliche Komponente – die allerdings in so kleinen Mengen, dass sie nicht identifiziert werden konnte.
</p>

<h2>
	Dosis ermittelt
</h2>

<p>
	Jetzt wollten die Forscher natürlich noch wissen, in welcher Dosis all diese Stoffe in dem Wunderpulver zu finden waren.
</p>

<p>
	Das Ergebnis war wiederum überraschend: In einem Briefchen mit 2,6 Gramm Pulver gab es
</p>

<ul>
	<li>
		863 Milligramm Paracetamol (empfohlene Dosis pro Tag hierzulande: 300 bis 1000 Milligramm)
	</li>
	<li>
		262 Milligramm Sulfamethoxazol (Sulfamethoxazol wird hierzulande in Dosierungen von 200, 400 oder 800 Milligramm verschrieben)
	</li>
	<li>
		42 Milligramm Indometacin (empfohlene Dosis pro Tag hierzulande: 25 bis 100 Milligramm)
	</li>
</ul>

<p>
	Der Gehalt von Trimethoprim ließ sich nicht exakt bestimmten, da seine Menge zu gering war. Trimethoprim wird üblicherweise mit 40, 80 und 160 Milligramm verschrieben.
</p>

<p>
	„Insofern wundert es natürlich nicht, dass die Rheumapatientin mit der Wirksamkeit des Pulvers zufrieden war“, fasst Ulrike Holzgrabe zusammen. Aus medizinischer Sicht rät sie von der Einnahme nur ab – aus mehreren Gründen:
</p>

<ul>
	<li>
		„Eine dauerhafte Einnahme eines Antibiotikums ist gefährlich. Sie erhöht die Gefahr, dass sich resistente Erregerstämme entwickeln, die dann nur noch schwer zu bekämpfen sind“.
	</li>
	<li>
		Die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol sei bei Rheuma ebenfalls nicht sinnvoll, da es keine entzündungshemmende Wirkung besitzt.
	</li>
	<li>
		Es ist unbekannt, welche Wechselwirkungen die verschiedenen Medikamente miteinander haben und welche Nebenwirkungen sie dann verursachen.
	</li>
	<li>
		Es besteht die Gefahr der Überdosierung, weil viele Patienten zusätzlich noch ihre regulär vom Arzt verschriebenen Arzneimittel einnehmen. Sie glauben, ein rein pflanzliches Medikament anzuwenden.
	</li>
</ul>

<h2>
	Alle Substanzen rezeptpflichtig
</h2>

<p>
	Nur Indometacin fällt in der Begutachtung der Pharmakologin nicht komplett durch: „Es kann zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden, auch wenn es heutzutage nicht mehr das Mittel der ersten Wahl darstellt“, sagt sie. Was allerdings nichts daran ändert, dass bis auf Paracetamol alle Substanzen in Deutschland rezeptpflichtig sind.
</p>

<p>
	„Wir bekommen immer wieder Berichte von solch vermeintlich pflanzlichen Wunderheilmitteln“, sagt Ulrike Holzgrabe. Mal handele es sich dabei um gefälschte Traditional Chinese Medicines (TCM) oder um Pflanzenmischungen, die chemisch definierte Arzneistoffe enthalten. Besonders häufig tauche dabei der Name „Herbal Viagra“ auf. „Dessen Wirkung ist allerdings fast immer auf die typischen Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil, Vardenfil oder auf eines der davon abgeleiteten Derivate zurückzuführen“, erklärt die Wissenschaftlerin. Auch vor deren Einnahme warnt sie: „In der Regel sind die ,Viagra'-Abkömmlinge nie einer toxikologischen Prüfung unterzogen.“ Ganz abgesehen davon, dass es sich in all diesen Fällen um illegal hergestellte Arzneimittel oder Arzneimittelfälschungen handelt. Und deren Erwerb ist in Deutschland verboten.
</p>

<p style="text-align:right;">
	<em>idw/cl</em>
</p>

<p>
	 Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		"<a href="http://idw-online.de/de/news586645" rel="external nofollow">Warnung vor dem Wunderpulve</a>r", idw, 13.05.2014
	</li>
	<li>
		"<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0731708514002040" rel="external nofollow">Identification and Quantification of the ingredients in a Counterfeit Vietnamese Herbal Medicine against rheumatic diseases</a>"; J. Wiest, C. Schollmayer, G. Gresser, U. Holzgrabe; in:  Journal of Pharmaceutical and Biomedical Analysis, 97/2014
	</li>
</ul>

<div>
	<div>
		<div>
			<h2 id="toc3">
				<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</span>
			</h2>

			<div>
				<p>
					<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/rundschau-nahrungsergaenzungsmittel-und-psoriasis/" rel="">Dubiose Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln erkennen</a>
				</p>

				<p>
					<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Draufgeschaut</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/chlorophyll-tropfen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Chlorophyll-Tropfen gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis – was ist dran?</a>
				</p>

				<p>
					<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Analyse</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/veluvia-kapseln-kritik/" rel="">Wunderkapseln Veluvia auseinandergenommen</a>
				</p>

				<p>
					<span style="color:#990000;">➔ </span><strong><span ipsnoautolink="true">Forum</span></strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
				</p>
			</div>
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	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">575</guid><pubDate>Tue, 13 May 2014 18:36:00 +0000</pubDate></item><item><title>Nahrungserg&#xE4;nzungsmittel bei Psoriasis und Psoriasis arthritis: Was zeigen aktuelle Studien?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/rundschau-nahrungsergaenzungsmittel-und-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_10/nahrungsergaenzungsmittel.jpg.327c49edab199a2c16bfea99217748a4.jpg" /></p>
<h4>
	Psoriasis beschränkt sich nicht nur auf die Haut. Sie beeinflusst den gesamten Körper und kann zu schwerwiegenden Begleiterkrankungen führen. Die moderne Forschung zeigt immer deutlicher: Psoriasis ist mehr als nur ein Hautproblem. Es handelt sich um eine systemische Entzündungsreaktion, die verschiedene Organsysteme betrifft.
</h4>

<p>
	Besonders interessant ist dabei die <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-39020-4" rel="external nofollow">Entdeckung der sogenannten Darm-Haut-Achse</a> – die komplexe Kommunikation zwischen unserem Verdauungssystem und der Haut.
</p>

<h2>
	Die Rolle des Darms wird immer wichtiger
</h2>

<p>
	Wissenschaftler haben herausgefunden, dass 70 bis 80 Prozent aller Immunzellen in unserem Darm sitzen. Das Mikrobiom - also die Gesamtheit aller Bakterien in unserem Verdauungstrakt - spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Entzündungsprozessen. Bei Psoriasis-Patienten ist diese Darmflora oft gestört. <a href="https://www.frontiersin.org/journals/cellular-and-infection-microbiology/articles/10.3389/fcimb.2025.1531355/full" rel="external nofollow">Studien zeigen, dass bestimmte Bakteriengruppen vermehrt oder vermindert vorkommen</a>.
</p>

<p>
	Diese Störung der Darmflora kann Entzündungsstoffe wie TNF-α und Interleukin-6 freisetzen. Diese gelangen über das Blut zur Haut und können dort die typischen Psoriasis-Symptome verstärken. <a href="https://www.owlstonemedical.com/about/blog/2024/oct/01/how-the-gut-microbiome-influences-skin-health-exploring-the-gut-skin-axis/" rel="external nofollow">Umgekehrt können Entzündungen der Haut auch den Darm beeinflussen</a>.
</p>

<h2>
	Warum greifen Patienten zu Nahrungsergänzungsmitteln?
</h2>

<p>
	<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/article-abstract/2698668" rel="external">Bis zu 51 Prozent aller Psoriasis-Patienten nutzen komplementäre und alternative Therapien</a>. Dazu gehören auch Nahrungsergänzungsmittel. Die Gründe dafür sind vielfältig: Viele Betroffene möchten ihre Standardtherapie sinnvoll ergänzen. Sie suchen nach natürlichen Wegen, um Entzündungen zu reduzieren und ihr Immunsystem zu stärken.
</p>

<p>
	Die Verbindung zwischen Ernährung und Hautzustand ist seit langem bekannt. Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und andere bioaktive Substanzen können Entzündungsprozesse beeinflussen. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass gezielte Nahrungsergänzung tatsächlich messbare Effekte haben kann.
</p>

<h2>
	Neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben Hoffnung
</h2>

<p>
	Aktuelle Studien aus den Jahren 2020 bis 2025 liefern immer präzisere Daten über die Wirksamkeit verschiedener Nahrungsergänzungsmittel. Dabei stehen besonders <a href="https://www.dovepress.com/dietary-intervention-and-supplements-in-the-management-of-psoriasis-cu-peer-reviewed-fulltext-article-PTT" rel="external nofollow">Omega-3-Fettsäuren, Probiotika, Vitamin D und pflanzliche Extrakte wie Curcumin im Fokus der Forschung</a>.
</p>

<p>
	Die Wissenschaft macht deutlich: Es gibt durchaus Substanzen, die bei Psoriasis helfen können. Wichtig ist jedoch, realistische Erwartungen zu haben. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für bewährte medizinische Therapien. Sie können aber eine sinnvolle Ergänzung darstellen - vorausgesetzt, sie werden gezielt und evidenzbasiert eingesetzt.
</p>

<h2>
	Nahrungsergänzungsmittel im Einzelnen
</h2>

<h3>
	Omega-3-Fettsäuren: Fischöl gegen Entzündungen
</h3>

<p>
	Omega-3-Fettsäuren gelten als vielversprechende natürliche Entzündungshemmer. Besonders bei Psoriasis stehen sie seit Jahren im Fokus der Forschung. Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Beide kommen hauptsächlich in fettem Fisch und entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln vor.
</p>

<p>
	<strong>Wie wirken Omega-3-Fettsäuren gegen Entzündungen?</strong><br>
	Die anti-entzündliche Wirkung von Omega-3-Fettsäuren beruht auf mehreren Mechanismen. Sie hemmen die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen wie TNF-α und verschiedenen Interleukinen. Gleichzeitig fördern sie die Produktion von speziellen Lipidmediatoren, die Entzündungen aktiv beenden. Diese sogenannten "Specialized Pro-Resolving Mediators" helfen dem Körper dabei, Entzündungsprozesse kontrolliert zu beenden.
</p>

<p>
	<strong>EPA versus DHA: Welche Fettsäure wirkt besser?</strong><br>
	Neue Forschungsergebnisse zeigen interessante Unterschiede zwischen EPA und DHA. <a href="https://www.dovepress.com/causal-effect-of-plasma-fatty-acid-profiles-on-psoriasis-risk-genetic--peer-reviewed-fulltext-article-PTT" rel="external nofollow">In einer Studie aus dem Jahr 2025 mit über 18.000 Psoriasis-Patienten</a> zeigte DHA eine deutlich stärkere Schutzwirkung gegen Psoriasis als EPA. Das Risiko für Psoriasis sank um etwa 21 Prozent bei höheren DHA-Spiegeln im Blut.
</p>

<p>
	<strong>Was zeigen die aktuellen Studien zur Wirksamkeit?</strong><br>
	Die Studienlage zu Omega-3-Fettsäuren bei Psoriasis ist gemischt. Eine umfassende Meta-Analyse von Clark und Kollegen aus dem Jahr 2019 untersuchte 10 klinische Studien mit 560 Teilnehmern. Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen beim <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score um durchschnittlich 1,58 Punkte. Auch Rötungen und Schuppung gingen messbar zurück.
</p>

<p>
	Jedoch kam eine andere Meta-Analyse von Yang und Chi mit 13 Studien zu anderen Schlüssen. Sie fanden keinen signifikanten Nutzen von Fischöl-Präparaten auf den <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score. Der Unterschied zur vorherigen Analyse lag in der Auswahl der Studien und der Art der Omega-3-Gabe.
</p>

<p>
	<strong>Kombinationstherapien zeigen bessere Ergebnisse</strong><br>
	Besonders interessant sind Studien zu Kombinationstherapien. Chen und Kollegen analysierten 18 randomisierte Studien und fanden einen wichtigen Unterschied. Als alleinige Therapie zeigten Omega-3-Fettsäuren nur geringe Wirkung. In Kombination mit Standardtherapien waren die Effekte jedoch deutlich stärker.
</p>

<p>
	Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score verbesserte sich bei Kombinationstherapien merklich. Dies deutet darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren bestehende Therapien verstärken können, anstatt sie zu ersetzen.
</p>

<p>
	<strong>Dosierung und praktische Anwendung</strong><br>
	Die meisten erfolgreichen Studien verwendeten Dosierungen zwischen 1,8 und 3,2 Gramm EPA und DHA täglich. Eine <a href="https://www.termedia.pl/Journal/-56/pdf-30259-10?filename=Clinical+evaluation.pdf" rel="external nofollow">Studie in Indien</a> setzte 1,8 Gramm täglich über drei Monate ein und erreichte bei 46,3 Prozent der Patienten eine 50-prozentige Verbesserung des <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Scores.
</p>

<p>
	Eine norwegische Studie aus dem Jahr 2020 <a href="https://medicaljournalssweden.se/actadv/article/view/1673" rel="external nofollow">testete eine besondere Form von Omega-3-Fettsäuren aus Heringsrogen</a>. Diese enthält natürlicherweise mehr DHA als EPA im Verhältnis 3:1. Nach 16 Wochen zeigten sich deutliche Verbesserungen bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Psoriasis.
</p>

<p>
	<strong>Sicherheit und Nebenwirkungen</strong><br>
	Omega-3-Präparate gelten als sehr sicher. Die häufigsten Nebenwirkungen sind leichte Magen-Darm-Beschwerden und gelegentlich ein fischiger Geschmack beim Aufstoßen. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten in den Studien nicht auf.
</p>

<p>
	Allerdings sollten Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von Blutverdünnern vorsichtig sein. Omega-3-Fettsäuren können die Blutgerinnung beeinflussen.
</p>

<h4>
	Fazit zu Omega-3-Fettsäuren
</h4>

<p>
	Die aktuelle Forschung zeigt, dass Omega-3-Fettsäuren durchaus bei Psoriasis helfen können. Besonders DHA scheint dabei eine Schlüsselrolle zu spielen. Die besten Ergebnisse zeigen sich bei Kombinationen mit bewährten Therapien und bei Dosierungen von mindestens 1,8 Gramm täglich. Patienten sollten jedoch keine Wunder erwarten - die Effekte sind moderat, aber messbar.
</p>

<h3>
	Probiotika: Gesunder Darm für gesunde Haut
</h3>

<p>
	Die Verbindung zwischen Darm und Haut wird bei Psoriasis immer wichtiger. Wissenschaftler sprechen von der "Darm-Haut-Achse" - einem komplexen Kommunikationssystem zwischen unserem Verdauungstrakt und der Haut. Die noch junge Forschung dazu geht davon aus, dass diese Verbindung bei Psoriasis-Patienten gestört ist. 100-prozentig geklärt ist das nicht. Hier kommen Probiotika ins Spiel: lebende Bakterien, die gezielt die Darmflora verbessern sollen.
</p>

<p>
	<strong>Wie ist die Darmflora bei Psoriasis verändert?</strong><br>
	Mehrere aktuelle Studien zeigen <a href="https://www.frontiersin.org/journals/cellular-and-infection-microbiology/articles/10.3389/fcimb.2025.1531355/full" rel="external nofollow">deutliche Unterschiede in der Darmflora von Psoriasis-Patienten</a>. Besonders auffällig ist der Mangel an nützlichen Bakterien aus der Gruppe der Actinobakterien. Dazu gehören vor allem Bifidobakterien. <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/14/14/2970" rel="external">Je schwerer die Psoriasis, desto weniger dieser schützenden Bakterien finden sich im Darm</a>.
</p>

<p>
	Gleichzeitig sind entzündungsfördernde Bakteriengruppen vermehrt vorhanden. Diese produzieren Substanzen, die über das Blut zur Haut gelangen und dort Entzündungen verstärken können. Der Darm wird durchlässiger für schädliche Stoffe – manche Mediziner sprechen vom "Leaky Gut Syndrom". Die Darm-Durchlässigkeit bei Psoriasis ist belegt, der  Begriff "Leaky-Gut-Syndrom" allerdings ist umstritten.
</p>

<p>
	<strong>Welche Bakterienstämme sind wirksam?</strong><br>
	Die aktuelle Forschung konzentriert sich auf bestimmte Bakterienstämme. Besonders gut untersucht sind Lactobacillus- und Bifidobacterium-Arten. Eine spanische Studie testete eine Kombination aus Bifidobacterium longum CECT 7347, B. lactis CECT 8145 und Lactobacillus rhamnosus CECT 8361. Nach 12 Wochen erreichten 66,7 Prozent der Patienten eine 75-prozentige Verbesserung ihres <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Scores. In der Placebo-Gruppe schafften das nur 41,9 Prozent.
</p>

<p>
	<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2022/4549134" rel="external nofollow">Eine iranische Studie untersuchte eine Mischung aus sieben Bakterien</a>. Diese enthält verschiedene Lactobacillus-Stämme, Bifidobakterien und sogar Streptococcus thermophilus. Die Patienten zeigten nicht nur bessere Hautwerte, sondern auch verbesserte Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Magnesium.
</p>

<p>
	<strong>Was zeigen die aktuellen Meta-Analysen?</strong><br>
	Eine <a href="https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2024.1448626/full" rel="external nofollow">Meta-Analyse aus dem Jahr 2024</a> fasste sieben randomisierte Studien mit insgesamt 294 Psoriasis-Patienten zusammen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score sank bei Probiotika-Behandlung um durchschnittlich 3,09 Punkte mehr als bei Placebo. Das ist ein klinisch relevanter Unterschied.
</p>

<p>
	Besonders interessant: 33,57 Prozent der Patienten mit Probiotika erreichten eine 75-prozentige Verbesserung (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-75), verglichen mit nur 23,61 Prozent in der Placebo-Gruppe.
</p>

<p>
	Eine neuere <a href="https://ojs.zu.edu.pk/pjmd/article/view/3872" rel="external nofollow">Meta-Analyse von 2025 mit zwölf Studien</a> bestätigte diese Ergebnisse und zeigte sogar noch stärkere Effekte mit einer standardisierten Mittelwertdifferenz von -2,17.
</p>

<p>
	<strong>Wie wirken Probiotika gegen Entzündungen?</strong><br>
	Probiotika wirken auf mehreren Ebenen. Sie verdrängen schädliche Bakterien und stärken die Darmbarriere. Dadurch gelangen weniger entzündungsfördernde Stoffe ins Blut. Gleichzeitig produzieren die nützlichen Bakterien kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat. Diese haben direkte anti-entzündliche Wirkungen.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://www.researchsquare.com/article/rs-45348/v1" rel="external nofollow">iranische Studie mit 46 Patienten</a> zeigte diese Mechanismen deutlich. Nach acht Wochen Probiotika-Behandlung sanken wichtige Entzündungsmarker: Das C-reaktive Protein (CRP) fiel um 1,67 mg/L, Interleukin-1β um 1,64 mg/L und Lipopolysaccharide (LPS) um 7,21 mmol/L. Diese Werte zeigen, dass die systemische Entzündung tatsächlich abnimmt.
</p>

<p>
	<strong>Optimale Behandlungsdauer und Dosierung</strong><br>
	Die meisten erfolgreichen Studien verwendeten Probiotika über acht bis zwölf Wochen. Eine <a href="https://www.mdpi.com/2076-0817/14/4/358" rel="external">Analyse der Behandlungsdauer</a> zeigte interessante Ergebnisse: Nach vier Wochen war noch kein signifikanter Effekt messbar. Erst ab der achten Woche zeigten sich deutliche Verbesserungen.
</p>

<p>
	Die verwendeten Dosierungen schwanken stark zwischen den Studien. Die meisten setzen zwischen 1 und 10 Milliarden koloniebildende Einheiten (CFU) täglich ein. Eine iranische Studie verwendete sogar 1,6 Milliarden CFU zweimal täglich über acht Wochen mit guten Ergebnissen.
</p>

<p>
	<strong>Probiotika bei Psoriasis arthritis</strong><br>
	Auch bei Psoriasis arthritis wurden Probiotika getestet. <a href="https://acrabstracts.org/abstract/the-effect-of-probiotic-modulation-of-enteral-dysbiosis-on-disease-activity-in-patients-with-psoriatic-arthritis-a-randomized-controlled-trial/" rel="external nofollow">Eine österreichische Studie mit 65 Patienten</a> untersuchte eine Bifidobacterium-Lactobacillus-Mischung über zwölf Wochen. Leider zeigten sich nur begrenzte Effekte auf die Krankheitsaktivität. Die Forscher vermuten, dass bei Gelenkbeteiligung andere Mechanismen wichtiger sind.
</p>

<p>
	Dennoch gibt es Hoffnung: Eine <a href="https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2022.961325/full" rel="external nofollow">Meta-Analyse zur Wirkung von Probiotika bei verschiedenen entzündlichen Gelenkerkrankungen</a> fand positive Effekte bei vier Studien – erwähnt allerdings "nur" die (Haut-)Psoriasis. Probiotika konnten in dieser Studie den <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score deutlich senken, ohne die Nebenwirkungsrate zu erhöhen.
</p>

<p>
	<strong>Sicherheit und Verträglichkeit</strong><br>
	Probiotika gelten als sehr sicher. In den untersuchten Studien traten <a href="https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2024.1448626/full" rel="external nofollow">nur leichte Nebenwirkungen auf</a>: gelegentlich Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Bauchbeschwerden. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Die Nebenwirkungsrate war sogar niedriger als bei Placebo-Behandlung.
</p>

<h4>
	Fazit zu Probiotika
</h4>

<p>
	Die aktuelle Forschung zeigt eindeutig: Probiotika können bei Psoriasis helfen. <a href="https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2024.1448626/full" rel="external nofollow">Die Effekte sind messbar und klinisch relevant</a>. Besonders Kombinationen aus verschiedenen Lactobacillus- und Bifidobacterium-Stämmen zeigen gute Ergebnisse. Die Behandlung sollte mindestens acht Wochen dauern, um optimale Effekte zu erzielen. Probiotika sind eine sichere Ergänzung zur Standardtherapie – aber kein Ersatz dafür.
</p>

<h3>
	 Vitamin D
</h3>

<p>
	Vitamin D spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Immunsystems und der Hautzellen. Bei Psoriasis-Patienten ist ein Vitamin-D-Mangel recht häufig.
</p>

<p>
	<strong>Vitamin-D-Mangel bei Psoriasis-Patienten in Deutschland und Mitteleuropa</strong><br>
	<a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/19381980.2018.1442159" rel="external nofollow">Eine Studie untersuchte 180 Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen in einer Hautklinik in Deutschland</a>. Der Vitamin-D-Spiegel lag bei den Erkrankten bei nur 22.97 ng/mL – deutlich niedriger als bei gesunden Kontrollen (41,6 ng/mL). Die Patienten mit Psoriasis hatten darin einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel als zum Beispiel Patienten mit Neurodermitis. <a href="https://datawrapper.dwcdn.net/xbpM9/1/" rel="external nofollow">Hier sind die Ergebnisse für verschiedene Hauterkrankungen</a>.
</p>

<p>
	Die niedrigen 25(OH)D-Werte bei Psoriasis-Patienten (21,05 ng/mL) stützten frühere Studien. Obwohl kein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel mit der Schwere der Psoriasis gefunden wurde, empfehlen die Autoren, dass eine Vitamin-D-Supplementierung neu bewertet werden sollte. Dies gilt insbesondere angesichts der bekannten Begleiterkrankungen bei Psoriasis (z. B. erhöhtes kardiovaskuläres Risiko), bei denen Vitamin D ebenfalls eine Rolle spielen könnte.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://academic.oup.com/bjd/article/190/5/680/7453345?login=false" rel="external nofollow">norwegische Studie aus Tromsø</a> kam zu anderen Schlüssen. Diese untersuchte 19.520 Teilnehmer aus der Allgemeinbevölkerung, darunter 2088 Menschen mit Psoriasis. Überraschend fand sich kein deutlich erkennbarer Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und Psoriasis. Der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel lag bei 63,4 nmol/L (etwa 25,4 ng/mL).
</p>

<p>
	<a href="https://medicaljournalssweden.se/actadv/article/view/359" rel="external nofollow">Eine schwedische Studie</a> untersuchte 20 Psoriasis-Patienten vor und nach einer Behandlung mit dem Biologikum Etanercept. Interessant war hier: 55 Prozent der Patienten hatten zu Beginn einen Vitamin-D-Mangel, aber auch 73 Prozent der gesunden Kontrollpersonen. Dies zeigt, dass Vitamin-D-Mangel in Nordeuropa generell häufig ist - nicht nur bei Psoriasis.
</p>

<p>
	<a href="https://www.jpmh.org/index.php/jpmh/article/view/1482" rel="external nofollow">Eine italienische Untersuchung</a> mit 57 Psoriasis-Patienten zeigte ähnliche Muster. Die freien Vitamin-D-Spiegel waren bei Psoriasis-Patienten erkennbar niedriger als bei Kontrollen. 78,3 Prozent aller Studienteilnehmer hatten Werte unter 30 ng/mL, mit höheren Mangel-Raten bei Psoriasis-Patienten.
</p>

<p>
	Interessant ist <a href="https://medicaljournalssweden.se/actadv/article/view/12430" rel="external nofollow">eine deutsche Analyse von 2024, die regionale Unterschiede untersuchte</a>. Sie fand ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei der Psoriasis-Häufigkeit in Deutschland. Weniger Sonnenstunden waren mit höheren Psoriasis-Raten verbunden. Dies deutet auf einen möglichen Vitamin-D-Zusammenhang hin, auch wenn dieser indirekt ist.
</p>

<p>
	Die Datenlage aus Deutschland und Mitteleuropa zeigt: Vitamin-D-Mangel ist bei Psoriasis-Patienten häufig, aber auch in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet. Deutsche Psoriasis-Patienten haben häufiger schweren Vitamin-D-Mangel als Gesunde (45,1% vs. etwa 25%). Die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa – wenig Sonnenschein im Winter und oft auch im Sommer – verstärken dieses Problem zusätzlich.
</p>

<p>
	<strong>Warum haben Psoriasis-Patienten so oft Vitamin-D-Mangel?</strong><br>
	Die Gründe sind vielfältig. Viele Betroffene meiden den Aufenthalt in kurzer Kleidung draußen, weil sie sich für ihre Haut schämen. Chronische Entzündungen können außerdem den Vitamin-D-Stoffwechsel stören.
</p>

<p>
	<strong>Orale Vitamin-D-Behandlung: Gemischte Ergebnisse</strong><br>
	Bei der Einnahme von Vitamin-D-Tabletten <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0294239" rel="external nofollow">sind die Ergebnisse nicht eindeutig</a>. Mehrere Meta-Analysen kommen zu unterschiedlichen Schlüssen. Eine Analyse von 2023 untersuchte vier randomisierte Studien mit 333 Patienten. Das ernüchternde Ergebnis: Nach drei Monaten zeigte sich kein signifikanter Unterschied zum Placebo.
</p>

<p>
	Interessanter wird es bei der Analyse nach sechs Monaten. Hier fand sich eine Verbesserung des <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Scores um 1,14 Punkte.  Das gilt als gerade so deutliche Besserung. Allerdings war dieser Effekt nur schwach und statistisch unsicher. Eine andere Meta-Analyse mit denselben Studien kam zu ähnlichen Ergebnissen.
</p>

<p>
	<strong>Vitamin D2 versus D3: Ein wichtiger Unterschied</strong><br>
	Eine andere Entdeckung machten Forscher bei der <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0294239" rel="external nofollow">Analyse verschiedener Vitamin-D-Formen</a>. Vitamin D2 (Ergocalciferol) zeigte deutlich bessere Ergebnisse als Vitamin D3 (Cholecalciferol). Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score verbesserte sich unter Vitamin D2 um 1,44 Punkte, unter Vitamin D3 nur um 0,27 Punkte. Der Befund ist interessant, allerdings war die Zahl der Studienteilnehmer doch gering. Die Beobachtung müsste also noch mit sehr viel mehr Teilnehmern getestet werden.
</p>

<p>
	Diese Erkenntnis wird durch <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2019/5237642" rel="external nofollow">eine thailändische Studie</a> gestützt. 200 Patienten erhielten entweder 60.000 IE Vitamin D2 alle zwei Wochen oder Placebo. Nach sechs Monaten zeigten sich deutliche Verbesserungen beim <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score. Besonders Patienten mit leichter Psoriasis profitierten.
</p>

<p>
	<strong>Warum sind die Ergebnisse so unterschiedlich?</strong><br>
	Die widersprüchlichen Studienergebnisse haben mehrere Gründe. Erstens unterscheiden sich die verwendeten Dosierungen erheblich - von 1000 IE täglich bis 100.000 IE monatlich. Zweitens spielt der Ausgangswert eine wichtige Rolle. Patienten mit schwerem Vitamin-D-Mangel profitieren eher als solche mit normalen Spiegeln.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/2802780" rel="external">norwegische Studie von 2023</a> illustriert dieses Problem. 122 Patienten mit mildem Vitamin-D-Mangel erhielten ein Jahr lang 100.000 IE monatlich. Das überraschende Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied zum Placebo. Allerdings stiegen die Vitamin-D-Spiegel nur auf 29,7 ng/mL - weniger als erwartet. Möglicherweise war diese Dosis zu niedrig oder die Ausgangs-Psoriasis zu mild.
</p>

<p>
	<strong>Praktische Empfehlungen für Patienten</strong><br>
	Vor der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels sollten Psoriasis-Patienten bei einem Hausarzt oder ihrem Hautarzt zunächst ihren Vitamin-D-Status bestimmen lassen. Auch Testkits aus der Drogerie können einen ungefähren Anhaltspunkt geben.
</p>

<p>
	Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein. Dosierungen zwischen 2000 und 4000 IE täglich oder wöchentliche Hochdosis-Gaben haben sich bewährt. Wichtig ist eine Kontrolle der Blutspiegel nach drei bis sechs Monaten.
</p>

<h4>
	Fazit zu Vitamin D
</h4>

<p>
	Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei Psoriasis. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sind die Ergebnisse gemischt, aber bei nachgewiesenem Mangel durchaus erfolgversprechend. Besonders Vitamin D2 und Hochdosis-Therapien zeigen in aktuellen Studien positive Effekte. Die Behandlung ist sicher und kann eine sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie darstellen.
</p>

<h3>
	Curcumin
</h3>

<p>
	Curcumin ist der gelbe Wirkstoff aus der Kurkuma-Wurzel und eine der am besten untersuchten natürlichen Substanzen bei entzündlichen Erkrankungen. Bei Psoriasis zeigt es in mehreren klinischen Studien vielversprechende Ergebnisse. Doch ein großes Problem macht der Forschung zu schaffen: die schlechte Aufnahme im Körper.
</p>

<p>
	<strong>Wie wirkt Curcumin gegen Psoriasis?</strong><br>
	Curcumin <a href="https://www.dovepress.com/therapeutic-potential-of-curcumin-and-novel-formulations-in-psoriasis--peer-reviewed-fulltext-article-DDDT" rel="external nofollow">greift an mehreren Stellen in die Krankheitsmechanismen der Psoriasis ein</a>. Es hemmt die überschießende Teilung der Hautzellen und fördert deren normalen Zelltod. Gleichzeitig unterdrückt es wichtige Entzündungsbotenstoffe wie TNF-α, Interleukin-17 und Interferon-gamma. Das ist in Experimenten bestätigt worden – allerdings fehlen klinische Studien.
</p>

<p>
	Besonders interessant ist die Wirkung auf die Hautbarriere. Curcumin verstärkt wichtige Barriere-Proteine wie Involucrin und Filaggrin. Diese Proteine sorgen dafür, dass die Haut ihre Schutzfunktion besser erfüllen kann. Zusätzlich hemmt Curcumin spezielle Kaliumkanäle auf T-Zellen, die bei der Entstehung von Psoriasis eine Rolle spielen – zumindest in Laborstudien und noch nicht in Studien am Menschen.
</p>

<p>
	<strong>Das Bioverfügbarkeits-Problem: Der Schwachpunkt von Curcumin</strong><br>
	Das größte Problem von Curcumin ist seine extrem schlechte Aufnahme im Körper. Nach oraler Einnahme sind die Blutspiegel meist kaum messbar oder gar nicht nachweisbar. Der Grund liegt <a href="https://e-crt.org/journal/view.php?doi=10.4143/crt.2014.46.1.2" rel="external nofollow">in der schlechten Wasserlöslichkeit und dem schnellen Abbau in der Leber</a>.
</p>

<p>
	<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00210-025-04392-5" rel="external nofollow">Eine deutsche Marktanalyse von 2025</a> untersuchte 125 Kurkuma-Präparate aus Deutschland, Australien, Indien, Großbritannien und den USA. Die Forscher fanden erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung und warnten vor unklaren Dosierungsangaben. Viele Präparate enthielten weniger Curcumin als angegeben.
</p>

<p>
	<strong>Klinische Studien zeigen gemischte Ergebnisse</strong><br>
	<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00403-023-02754-8" rel="external nofollow">Eine deutsche systematische Analyse von 2023</a> bewertete 18 randomisierte Studien zu Curcumin bei verschiedenen Hautkrankheiten. Für Psoriasis gaben die Forscher eine "Empfehlungsgrad B" - das bedeutet begrenzte, aber positive Evidenz. Curcumin zeigte ein "exzellentes Sicherheitsprofil" ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.
</p>

<p>
	<a href="https://www.frontiersin.org/journals/pharmacology/articles/10.3389/fphar.2022.903160/full" rel="external nofollow">Eine Meta-Analyse von 2022</a> fasste sieben randomisierte Psoriasis-Studien zusammen. Das Ergebnis: Curcumin allein verbesserte den <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score signifikant um durchschnittlich 1,26 Punkte verglichen mit Placebo. Noch besser waren Kombinationstherapien: Curcumin plus Standardbehandlung führte zu einer Verbesserung um 0,91 Punkte gegenüber der Standardbehandlung allein.
</p>

<p>
	<strong>Erfolgreiche Kombinationstherapien</strong><br>
	Eine spanische Studie testete eine interessante Kombination. 21 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis erhielten <a href="https://www.jle.com/fr/revues/ejd/e-docs/effects_of_curcuma_extract_and_visible_light_on_adults_with_plaque_psoriasis_304792/article.phtml" rel="external nofollow">Curcuma-Extrakt oral plus sichtbares Licht als Fototherapie</a>. Das überraschende Ergebnis: In der Gruppe mit echtem Licht zeigten nach der Behandlung null Prozent der Patienten noch "mittelschwere" oder "schwere" Plaques. In der Kontrollgruppe mit Scheinlicht blieben die Symptome bestehen.
</p>

<p>
	Die Forscher vermuten, dass sichtbares Licht Curcumin aktiviert und seine Wirkung verstärkt. Diese neue Therapieform könnte sicherer sein als herkömmliche UV-Bestrahlung. 81 Prozent der Patienten in der Lichtgruppe zeigten eine Besserung, aber nur 30 Prozent in der Kontrollgruppe.
</p>

<p>
	<strong>Neue Formulierungen verbessern die Wirksamkeit</strong><br>
	Um das Bioverfügbarkeits-Problem zu lösen, entwickeln Forscher ständig neue Formulierungen. Besonders vielversprechend sind:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Liposomale Formulierungen</strong>: Diese erhöhen die Bioverfügbarkeit um das 2,35- bis 7,76-fache verglichen mit normalen Suspensionen. Deutsche Forscher betonen, dass liposomale Präparate <a href="https://www.waocp.com/journal/index.php/apjcb/article/view/1396" rel="external nofollow">besser verträglich sind als andere Technologien</a>.
	</li>
	<li>
		<strong>Mizellen-Technologie</strong>: Hier wird Curcumin in wasserlösliche Hüllen verpackt. Das Problem: Oft wird Polysorbat 80 verwendet, das bei manchen Menschen Allergien auslöst.
	</li>
	<li>
		<strong>Nanopartikel</strong>: Diese zeigen in Studien eine extrem <a href="https://www.waocp.com/journal/index.php/apjcb/article/view/1396" rel="external nofollow">höhere Bioverfügbarkeit als freies Curcumin</a>. Die Technologie ist jedoch noch neu und die Langzeit-Verträglichkeit unklar.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Piperin: Der umstrittene Verstärker</strong><br>
	Piperin aus schwarzem Pfeffer soll die Curcumin-Aufnahme verbessern. <a href="https://link.springer.com/article/10.1208/s12248-012-9432-8" rel="external nofollow">Eine Studie zeigte eine 2000-prozentige Steigerung der Bioverfügbarkeit beim Menschen</a>. Neuere Untersuchungen sind <a href="https://e-crt.org/journal/view.php?doi=10.4143/crt.2014.46.1.2" rel="external nofollow">jedoch</a> <a href="https://www.dovepress.com/investigating-bioavailability-of-curcumin-and-piperine-combination-in--peer-reviewed-fulltext-article-JEP" rel="external nofollow">widersprüchlich</a>.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://www.dovepress.com/investigating-bioavailability-of-curcumin-and-piperine-combination-in--peer-reviewed-fulltext-article-JEP" rel="external nofollow">aktuelle Studie aus dem Jahr 2024</a> testete verschiedene Curcumin-Piperine-Kombinationen gegen natürliches Kurkuma-Pulver. Überraschend schnitt das natürliche Kurkuma besser ab als die künstliche Kombination. Die Forscher warnen, dass die optimale Piperine-Dosierung noch ungeklärt ist.
</p>

<p>
	<strong>Dosierung und praktische Anwendung</strong><br>
	Die meisten erfolgreichen Psoriasis-Studien verwendeten hohe Dosierungen zwischen 1 und 4,5 Gramm Curcumin täglich. Eine amerikanische Phase-II-Studie setzte 4,5 Gramm täglich ein und beobachtete die Patienten über vier Monate. Die Verträglichkeit war gut, <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0190962208000042" rel="external nofollow">aber die Wirksamkeit begrenzt</a>.
</p>

<p>
	<a href="https://www.jaims.in/jaims/article/view/4388" rel="external nofollow">Eine neuere Studie aus Indien</a> testete eine niedrigere Dosierung von 1 Gramm täglich über zwölf Wochen. 300 Teilnehmer mit verschiedenen Hautkrankheiten zeigten signifikante Verbesserungen bei Entzündung, Juckreiz und Hautbild. Wichtig: Laborwerte für Leber und Nieren blieben unverändert.
</p>

<p>
	<strong>Topische Anwendung als Alternative</strong><br>
	Italienische Forscher betonen, dass Cremes oder Gele mit Curcumin bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis hilfreich sein können. Das Problem der schlechten Hautpenetration wird durch neue Trägersysteme gelöst. <a href="https://www.mdpi.com/2076-3921/13/1/91" rel="external">Ethosomen mit Curcumin und Piperine zeigten in Laborstudien gute Hautdurchdringung und antioxidative Wirkung</a>.
</p>

<p>
	<strong>Sicherheit und Nebenwirkungen</strong><br>
	Curcumin gilt als sehr sicher. Die amerikanische FDA stuft es als "Generally Regarded as Safe" (GRAS) ein. In den klinischen Studien traten meist nur leichte Magen-Darm-Beschwerden auf. Eine indische Sicherheitsstudie mit 300 Teilnehmern über drei Monate fand keine bedenklichen Veränderungen der Laborwerte.
</p>

<h4>
	Fazit zu Curcumin
</h4>

<p>
	Curcumin zeigt bei Psoriasis durchaus Potenzial, besonders als Ergänzung zur Standardtherapie. Die Wirksamkeit ist moderat, aber messbar. Das größte Problem bleibt die schlechte Bioverfügbarkeit. Neue Formulierungen wie liposomale Präparate versprechen Verbesserungen. Patienten sollten auf qualitativ hochwertige Präparate achten und realistische Erwartungen haben. Curcumin ist kein Wundermittel, aber eine sinnvolle natürliche Ergänzung.
</p>

<h3>
	Spurenelemente: Kleine Mengen, große Wirkung?
</h3>

<p>
	Spurenelemente sind winzige Mengen an Mineralien, die unser Körper für viele wichtige Funktionen braucht. Bei Psoriasis-Patienten sind die Blutspiegel mehrerer Spurenelemente oft verändert. Besonders Selen, Zink, Kupfer und Magnesium stehen im Fokus der Forschung.
</p>

<h4>
	Selen
</h4>

<p>
	Selen ist ein wichtiger Baustein für antioxidative Enzyme wie die Glutathion-Peroxidase. Diese Enzyme schützen unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen. Bei Psoriasis-Patienten sind die Selen-Spiegel häufig erniedrigt - ein Problem, das sich in ganz Europa zeigt.
</p>

<p>
	<a href="https://europepmc.org/article/MED/2563605" rel="external">Eine schwedische Studie</a> untersuchte 113 Psoriasis-Patienten. Sowohl im Vollblut als auch im Plasma waren die Selen-Konzentrationen deutlich niedriger als bei 104 gesunden Kontrollpersonen. Besonders betroffen waren Männer zwischen 20 und 49 Jahren sowie Frauen mit langjähriger Psoriasis. Die niedrigsten Werte fanden sich bei Männern mit ausgedehnter, schwerer Psoriasis, die bereits Methotrexat oder Retinoide benötigten.
</p>

<p>
	In Deutschland ist die Selen-Versorgung ohnehin nicht optimal. Eine <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00394-022-02990-0" rel="external nofollow">systematische Übersicht aus dem Jahr 2022</a> analysierte 37 deutsche Studien mit 8010 gesunden Erwachsenen. Der gewichtete Mittelwert lag bei nur 82 μg/L im Plasma. Dieser Wert giltder als "suboptimal". Frauen hatten mit 84 μg/L etwas höhere Werte als Männer mit 80 μg/L.
</p>

<p>
	<strong>Selen-Supplementierung: Enttäuschende Ergebnisse</strong><br>
	Trotz der niedrigen Selen-Spiegel bei Psoriasis-Patienten zeigten Ergänzungsversuche wenig Erfolg. <a href="https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/000456328902600113" rel="external nofollow">Eine britische Studie testete 600 μg Selen täglich über zwölf Wochen</a> bei 69 Psoriasis-Patienten. Die Plasma-Spiegel stiegen zwar deutlich an, aber der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score verbesserte sich nicht.
</p>

<p>
	Problematisch war, dass der Selen-Gehalt in der Haut trotz Supplementierung unverändert blieb. Die Forscher vermuten, dass dies erklärt, warum die Psoriasis nicht besser wurde. <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0899900703001655?via%3Dihub" rel="external nofollow">Eine polnische Studie</a> bestätigte diese Ergebnisse: 200 μg Selenomethionin täglich über vier Wochen führten sogar zu höheren Entzündungswerten.
</p>

<p>
	Generell sind Studien zur Wirkung von Selen bei Psoriasis eher älter.
</p>

<h4>
	Zink
</h4>

<p>
	Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im Körper. Die Haut enthält etwa 5 Prozent des gesamten Körper-Zinks, wobei die Oberhaut mehr Zink speichert als die Lederhaut. Bei Psoriasis-Patienten sind die Zink-Spiegel häufig erniedrigt.
</p>

<p>
	<a href="https://journals.lww.com/ijd/fulltext/2019/64030/abnormal_serum_copper_and_zinc_levels_in_patients.10.aspx" rel="external nofollow">Eine Meta-Analyse von 2019 fasste zwölf Studien mit 1324 Psoriasis-Patienten zusammen</a>. Das Ergebnis war eindeutig: Die Zink-Spiegel waren bei Psoriasis-Patienten signifikant niedriger als bei gesunden Kontrollen. Je schwerer die Psoriasis, desto niedriger waren die Zink-Werte.
</p>

<p>
	<strong>Zink-Supplementierung zeigt wenig Nutzen</strong><br>
	<a href="https://europepmc.org/article/MED/7956335" rel="external">Eine britische Studie testete zwölf Wochen lang Zink-Supplementierung bei 25 Psoriasis-Patienten</a>. Es handelte sich um eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie - den Goldstandard der klinischen Forschung. Das ernüchternde Ergebnis: Weder beim <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score noch bei den Zink-Spiegeln in den Immunzellen zeigten sich signifikante Verbesserungen.
</p>

<h4>
	Kupfer
</h4>

<p>
	Kupfer spielt eine wichtige Rolle bei antioxidativen Enzymen wie der Kupfer-Zink-Superoxid-Dismutase. Bei Psoriasis-Patienten sind die Kupfer-Spiegel oft verändert, <a href="https://www.termedia.pl/Trace-elements-and-oxidative-stress-status-in-patients-with-psoriasis,7,40317,0,1.html" rel="external nofollow">aber die Studienlage ist widersprüchlich</a>.
</p>

<p>
	<a href="https://journals.lww.com/ijd/fulltext/2019/64030/abnormal_serum_copper_and_zinc_levels_in_patients.10.aspx" rel="external nofollow">Eine Meta-Analyse von 2019</a> fand erhöhte Kupfer-Werte bei Psoriasis-Patienten. Eine türkische Studie mit 87 Patienten bestätigte dies: Die Kupfer-Spiegel waren signifikant höher als bei Gesunden. Problematisch ist jedoch das Kupfer-Zink-Verhältnis. Wenn Kupfer steigt und Zink sinkt, verschlechtert sich das antioxidative Gleichgewicht.
</p>

<h4>
	Magnesium
</h4>

<p>
	Magnesium rückt erst seit kurzem in den Focus der Psoriasis-Forschung. <a href="https://www.frontiersin.org/journals/nutrition/articles/10.3389/fnut.2025.1598688/full" rel="external nofollow">Eine US-Studie aus dem Jahr 2025</a> untersuchte 17.883 Teilnehmer mit einem speziellen "Magnesium-Mangel-Score". Dieser Score berücksichtigt verschiedene Faktoren, die zu Magnesium-Mangel führen können.
</p>

<p>
	Das Ergebnis war beeindruckend: Menschen mit einem Score von 3 oder höher hatten ein 1,75-fach erhöhtes Risiko für Psoriasis. Außerdem war die Sterblichkeit bei Psoriasis-Patienten mit hohem Magnesium-Mangel-Score deutlich erhöht. Die Forscher vermuten, dass Magnesium-Mangel Entzündungsprozesse verstärkt.
</p>

<h4>
	<strong>Eine deutsche Studie zu Patienten mit Psoriasis arthritis</strong>
</h4>

<p>
	<a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/10/4924" rel="external">Eine aktuelle deutsche Studie von 2025</a> untersuchte 76 Patienten mit Psoriasis arthritis und verglich sie mit 84 Patienten mit axialer Spondyloarthritis. Beide Gruppen zeigten Spurenelement-Mängel im Vergleich zu gesunden Europäern. Besonders auffällig: Alle gemessenen Spurenelemente – einschließlich Kupfer – lagen unter den Referenzbereichen.
</p>

<p>
	Bei steigenden Entzündungswerten (CRP) sanken die Selen- und Zink-Spiegel weiter ab. Die Forscher schlussfolgern, dass personalisierte Spurenelement-Ergänzung bei entzündlichen Gelenkerkrankungen sinnvoll sein könnte.
</p>

<h4>
	Praktische Empfehlungen für Patienten
</h4>

<p>
	Die Studienlage zu Spurenelementen bei Psoriasis ist komplex. Mängel sind häufig, aber Supplementierung zeigt oft wenig Nutzen. Eine Ausnahme könnte Magnesium darstellen, wo neue Studien vielversprechende Zusammenhänge zeigen.
</p>

<p>
	Psoriasis-Patienten sollten zunächst ihre Spurenelement-Status bestimmen lassen. Bei nachgewiesenen Mängeln kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, realistische Erwartungen zu haben: Spurenelemente sind kein Wundermittel, sondern höchstens eine unterstützende Maßnahme.
</p>

<h4>
	Fazit zu Spurenelementen
</h4>

<p>
	Spurenelement-Mängel sind bei Psoriasis häufig, besonders für Selen, Zink und möglicherweise Magnesium. Die europäische Versorgung mit Selen ist generell suboptimal. Supplementierungsstudien zeigen jedoch meist enttäuschende Ergebnisse.
</p>

<p>
	Eine Ausnahme könnte Magnesium darstellen, das in neuen US-Studien vielversprechende Effekte zeigt. Psoriasis-Patienten sollten Spurenelemente als mögliche Ergänzung, nicht als Ersatz für bewährte Therapien betrachten.
</p>

<h2>
	Was Du vor der Einnahme beachten solltest
</h2>

<p>
	Auch pflanzliche Stoffe können Nebenwirkungen haben und mit Medikamenten wechselwirken. Gerade wenn mehrere Medikamente eingenommen werden, ist Vorsicht geboten.
</p>

<h3>
	Wechselwirkungen mit Psoriasis-Medikamenten
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong>Omega-3-Fettsäuren</strong> können die Blutgerinnung beeinflussen. Besonders problematisch wird dies bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern wie Marcumar oder den neuen oralen Antikoagulantien. Eine norwegische Studie zeigte, dass bereits 1,7 Gramm EPA und DHA täglich die Blutungszeit verlängern können. Psoriasis-Patienten, die Methotrexat nehmen, haben ohnehin ein erhöhtes Blutungsrisiko … hier ist besondere Vorsicht geboten.
	</li>
	<li>
		<strong>Curcumin</strong> verstärkt ebenfalls die Wirkung von Blutverdünnern. Zusätzlich kann es die Aufnahme von Eisenpräparaten hemmen. Da Methotrexat-Patienten häufig unter Eisenmangel leiden, sollten Curcumin und Eisentabletten zeitversetzt eingenommen werden.
	</li>
	<li>
		<strong>Besondere Vorsicht bei Biologika</strong>: Moderne Biologika wie TNF-α-Hemmer unterdrücken gezielt das Immunsystem. Probiotika können theoretisch das Immunsystem aktivieren und damit die Wirkung von Biologika beeinträchtigen. Bisher sind keine schwerwiegenden Wechselwirkungen bekannt. Dennoch sollten Patienten vor Beginn einer Probiotika-Therapie ihren Dermatologen informieren.
	</li>
	<li>
		<strong>Vitamin D und Kalzium-Stoffwechsel</strong>: Hochdosierte Vitamin-D-Präparate können den Kalzium-Spiegel im Blut erhöhen. Dies ist besonders gefährlich bei gleichzeitiger Einnahme von Thiazid-Diuretika, die ebenfalls den Kalzium-Spiegel steigern. Symptome einer Hyperkalzämie sind Übelkeit, Verwirrtheit und Herzrhythmusstörungen. Regelmäßige Kontrollen der Kalzium-Werte sind bei hochdosierter Vitamin-D-Therapie unerlässlich.
	</li>
</ul>

<h3>
	Qualität und Auswahl von Präparaten
</h3>

<p>
	Der Nahrungsergänzungsmittel-Markt ist weitgehend unreguliert. Eine deutsche Untersuchung von 125 Kurkuma-Präparaten fand erhebliche Qualitätsunterschiede. Viele Produkte enthielten weniger Wirkstoff als angegeben. Andere waren mit Schwermetallen belastet oder enthielten nicht deklarierte Zusatzstoffe.
</p>

<h3>
	Worauf Du beim Kauf achten solltest
</h3>

<ol>
	<li>
		Seriöse Hersteller lassen ihre Produkte von unabhängigen Laboren prüfen. Achte auf entsprechende Zertifikate auf der Verpackung.
	</li>
	<li>
		Präparate aus der Apotheke unterliegen strengeren Qualitätskontrollen als solche aus dem Internet oder Drogerien.
	</li>
	<li>
		Misstraue übertriebenen Heilungsversprechen. seriöse Anbieter werben sachlich und realistisch.
	</li>
</ol>

<h3>
	Realistische Erwartungen setzen
</h3>

<p>
	Nahrungsergänzungsmittel sind keine Wundermittel. Die besten Studien zeigen moderate (also mittelprächtige) Verbesserungen beim <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score um etwa 1 bis 3 Punkte. Das entspricht einer leichten bis moderaten Besserung, nicht einer Heilung. Dramatische Verbesserungen innerhalb weniger Tage oder Wochen sind unrealistisch.
</p>

<p>
	Die meisten erfolgreichen Studien dauerten acht bis zwölf Wochen. <strong>Wer nach vier Wochen keine Besserung spürt, sollte nicht aufgeben</strong>. Andererseits ist nach sechs Monaten ohne Effekt ein Abbruch sinnvoll.
</p>

<p>
	Führe ein <strong>Symptom-Tagebuch</strong>, um objektiv bewerten zu können, ob sich etwas verbessert. Manchmal sind die Veränderungen subtil und werden erst im Rückblick sichtbar.
</p>

<h3>
	Kosten-Nutzen-Verhältnis bedenken
</h3>

<p>
	Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel sind teuer. Ein Monatsvorrat an Omega-3-Kapseln in therapeutischer Dosierung kostet 30 bis 50 Euro. Probiotika kosten ähnlich viel. Bei mehreren Präparaten können schnell 100 bis 200 Euro monatlich zusammenkommen – Kosten, die die Krankenkasse nicht übernimmt.
</p>

<p>
	Überlege Dir daher genau, welche Nahrungsergänzungsmittel Du wirklich benötigst.
</p>

<p>
	<strong>Lass zunächst Deinen Status bestimmen</strong>: Vitamin-D-Spiegel, Spurenelemente und gegebenenfalls Omega-3-Index. Nur bei nachgewiesenen Mängeln ist eine gezielte Supplementierung sinnvoll.
</p>

<h3>
	Wann Du unbedingt Rücksprache halten solltest
</h3>

<p>
	Sprich vor Beginn jeder Nahrungsergänzung mit Deinem Hautarzt. Dies gilt besonders bei:
</p>

<ul>
	<li>
		Einnahme von Blutverdünnern jeder Art
	</li>
	<li>
		Behandlung mit Methotrexat oder anderen systemischen Medikamenten
	</li>
	<li>
		Biologika-Therapie
	</li>
	<li>
		Vorbestehenden Leber- oder Nierenerkrankungen
	</li>
	<li>
		Geplanten Operationen (Nahrungsergänzungsmittel können Blutungen verstärken)
	</li>
</ul>

<h3>
	Schwangerschaft und Stillzeit
</h3>

<p>
	Viele Nahrungsergänzungsmittel sind in Schwangerschaft und Stillzeit nicht ausreichend untersucht. Omega-3-Fettsäuren gelten als sicher, Curcumin sollte gemieden werden. Hochdosierte Vitamin-D-Präparate können dem ungeborenen Kind schaden. Probiotika sind wahrscheinlich unbedenklich, aber Studien fehlen.
</p>

<h2>
	Fazit: Ergänzung ja, aber mit Bedacht
</h2>

<p>
	Nahrungsergänzungsmittel können bei Psoriasis durchaus helfen. Sie sind aber kein Wundermittel und schon gar kein Ersatz für bewährte Therapien. Die Wirkungen sind moderat, aber messbar – vorausgesetzt, man geht systematisch und geduldig vor.
</p>

<h3>
	Was funktioniert am besten?
</h3>

<p>
	Die besten Ergebnisse zeigen Kombinationsansätze. Omega-3-Fettsäuren plus bewährte Therapien wirken besser als jede Substanz allein. Besonders DHA scheint wichtiger zu sein als EPA. Probiotika mit mehreren Bakterienstämmen über mindestens acht Wochen zeigen die stärksten Effekte. Vitamin D sollte nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzt werden, dann aber konsequent.
</p>

<h3>
	Realistische Erwartungen sind wichtig
</h3>

<p>
	Eine komplette Heilung durch Nahrungsergänzungsmittel ist unrealistisch. Die Verbesserungen bewegen sich meist im Bereich einer Stufe auf der Schweregrad-Skala - von "mittelschwer" zu "leicht" oder von "schwer" zu "mittelschwer". Das ist durchaus wertvoll, aber eben kein Wunder.
</p>

<h3>
	Sicherheit geht vor
</h3>

<p>
	Auch natürliche Substanzen können Nebenwirkungen haben und mit Medikamenten wechselwirken. Informiere immer Deinen Hautarzt über geplante Nahrungsergänzungen. Besonders bei Blutverdünnern, Methotrexat oder Biologika sind Wechselwirkungen möglich.
</p>

<h3>
	Ausblick auf künftige Forschung
</h3>

<p>
	Die Forschung entwickelt sich schnell weiter. Neue Curcumin-Formulierungen mit besserer Bioverfügbarkeit werden getestet. Die Rolle des Mikrobioms wird immer besser verstanden. Personalisierte Ansätze basierend auf genetischen Markern könnten die Zukunft sein.
</p>

<p>
	Spannend sind neue Erkenntnisse zur Darm-Haut-Achse. Je mehr wir über die Verbindung zwischen Darmgesundheit und Psoriasis lernen, desto gezielter können wir eingreifen. Auch die Bedeutung von Spurenelementen wie Magnesium wird erst langsam erkannt.
</p>

<h3>
	Praktische Empfehlungen für den Alltag
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong>Beginne mit einem oder zwei gut untersuchten Präparaten</strong>, nicht mit fünf oder zehn verschiedenen.
	</li>
	<li>
		<strong>Wenige, aber hochwertige Präparate</strong> sind besser als viele minderwertige Produkte. 
	</li>
	<li>
		<strong>Lass Deinen Vitamin-D-Status bestimmen</strong> – das ist die Basis für jede sinnvolle Ergänzung.
	</li>
	<li>
		Wenn Du <strong>Omega-3-Fettsäuren</strong> nimmst, achte auf einen <strong>hohen DHA-Anteil</strong>.
	</li>
	<li>
		<strong>Probiotika</strong> sollten <strong>mehrere Bakterienstämme</strong> enthalten und <strong>mindestens acht Wochen</strong> eingenommen werden.
	</li>
</ul>

<h3>
	Das Wichtigste zum Schluss
</h3>

<p>
	Nahrungsergänzungsmittel sind eine sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie, aber kein Ersatz dafür. Sie können die Lebensqualität verbessern und möglicherweise den Bedarf an Medikamenten reduzieren. Aber sie heilen Psoriasis nicht. Wer mit realistischen Erwartungen, guter Beratung und hochwertigen Produkten an das Thema herangeht, kann durchaus profitieren.
</p>

<p>
	Die Botschaft ist einfach: Ergänzung ja, aber mit Bedacht. Lass Dich von der Wissenschaft leiten, nicht von Werbeversprechen. Sprich mit (D)einem Arzt und hab Geduld. Dann können Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich ein Baustein auf dem Weg zu gesünderer Haut werden.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Woran man unseriöse Angebote erkennt
</h2>

<p>
	"60 Prozent aller Krankheiten sind ernährungsbedingt", heißt es in Anzeigen oder auf Internetseiten. "Der Tod sitzt im Darm" klingt auch nicht ganz unbekannt. Die Verbraucherzentrale Hessen hat zusammengestellt, woran man unseriöse Angebote von Nahrungsergänzungsmitteln erkennen kann. Typisch sind:
</p>

<ul>
	<li>
		Hinweise auf eine möglichst exotische Herkunft
	</li>
	<li>
		Wirkung bei gleich mehreren und möglichst vielen Krankheiten
	</li>
	<li>
		Hinweise auf jahrzente- oder jahrhundertlange Anwendung in Ländern außerhalb Europas
	</li>
	<li>
		das Schüren von Ängsten - "Der Tod sitzt im Darm"
	</li>
	<li>
		Werbung mit Prominenten
	</li>
	<li>
		das Versprechen einer Erfolgsgarantie
	</li>
	<li>
		das Versprechen, dass man essen darf, was man will, und trotzdem abnimmt
	</li>
	<li>
		das gleichzeitige Versprechen oder Anwerben als Wiederverkäufer
	</li>
</ul>

<p>
	Die Nennung konkreter Krankheiten, gegen die ein Produkt helfen soll ist übrigens verboten.
</p>

<p>
	Die komplette Checkliste für  irreführende Werbestrategien für Gesundheitspillen und dubiose Diäten gibt es <a href="https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/" rel="external nofollow">bei der Verbraucherzentrale Hessen</a>.
</p>

<h2>
	Lobhudelei für Nahrungsergänzungsmittel stammt oft von Verkäufern selbst
</h2>

<p>
	 Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat drei Bewertungsportale unter die Lupe genommen. Dabei ging es den Verbraucherschützern vor allem um Nahrungsergänzungsmittel. Die werden in Portalen und Foren beworben - mal getarnt als gut gemeinter Ratschlag, mal unverhohlen mit Verkaufsabsicht. Gern wird auch vermeintlich harmlos die Frage gestellt "Hat schon mal jemand vom Mittel xy gehört? Hilft das?"
</p>

<p>
	Der Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln ist "in den meisten Fällen eine überflüssige und teure Ausgabe", sagt Angela Clausen. Die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW bezweifelt den speziellen Nutzen der offiziell als Lebensmittel eingestuften Produkte.
</p>

<p>
	Das Gesetz ist eigentlich klar: Wenn ein Hersteller in der Werbung sagt, seine Säfte, Pillen oder Pülverchen würden gegen Krankheit A oder Zipperlein B helfen, begeht er einen Gesetzesverstoß. Konkrete Krankheiten dürfen nicht genannt werden. Doch die klare Rechtslage verschwimmt im Internet zur Grauzone.
</p>

<p>
	Auf den Seiten der drei Meinungsforen Ciao, Dooyoo und Yopi sichteten die Düsseldorfer Verbraucherschützer drei aktuelle "Testberichte" zu zehn Nahrungsergänzungsmitteln. Ins Visier gerieten so 30 Berichte zu Aloe Vera Gels, zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten.
</p>

<p>
	Alle Mittel werden im so genannten Multi-Level-Marketing (MLM) vertrieben. MLM-Firmen setzen als Verkäufer vielfach Laien ein, die nicht nur die Produkte selbst verbrauchen, sondern auch stets auf Jagd nach neuen Kunden und Mitarbeitern sind. Ein pyramidenartiges Verdienstsystem lässt sie (angeblich) am Gewinn teilhaben. Je mehr Kunden und Verkäufer geworben werden, desto höher ist das Einkommen.
</p>

<p>
	Die Folge. Nachdem Verwandte und Bekannte als Kundschaft abgegrast sind, beginnt die Vermarktung via Internet - mit oftmals zweifelhaften Methoden. Das ist das Ergebnis der Auswertung der Verbraucherzentrale NRW. Jeder zweite Autor in den Meinungsportalen outete sich als Verkäufer oder offerierte Informationen oder Bestellmöglichkeiten zum Produkt. Von den 30 überprüften Produktbewertungen enthielten 26 irreguläre und absurde Werbeaussagen.
</p>

<p>
	Da geschahen wahre Wunder: chronische Schmerzen am Fußbereich verschwanden. Offene Beine waren nach drei Monaten Einnahme eines Saftes verheilt. Andere Autoren schrieben, dass Kapseln mit einem Mix aus Obst und Gemüse gegen Schuppenflechte und Tinnitus sowie gegen hohen Blutdruck geholfen hätten.
</p>

<p>
	Ein Mittel soll nach einem Herzinfarkt alle Werte innerhalb von drei Monaten wieder in den grünen Bereich gebracht haben. Ein Aloe-Vera-Gel besiegte ein Schilddrüsenleiden. Ein Produkt soll nicht nur den Langzeitblutzucker innerhalb kürzester Zeit von 12,6 auf 6,2 gesenkt, sondern auch "Schulterschmerzen nach einem Sturz vom Fahrrad" auskuriert haben.
</p>

<p>
	Das Oberlandesgericht Köln (Az.: 6 U 149/07) hatte im Februar 2008 entschieden, dass MLM-Unternehmen für fehlerhafte und übertriebene Werbung auf der Homepage ihrer Vertriebspartner haften. Ein Urteil, das nach Meinung von Verbraucherschützerin Clausen auch für Aussagen in Internetforen gelten sollte, wenn offensichtlich "am Vertrieb Beteiligte oder an steigenden Verkaufszahlen Interessierte die Gesetze hier umgehen wollen".
</p>

<p>
	Betreiber von Meinungsportalen wollen außen vor bleiben. Viele begnügen sich mit Hinweisen auf die Eigenverantwortlichkeit ihrer Autoren. Bei Yopi findet sich ein entsprechender Verweis am Ende jedes Testberichts. Dooyoo hebt seine Informationsleiste an gleicher Stelle zusätzlich mit einem rot eingekreisten Ausrufezeichen hervor.
</p>

<p>
	Das reicht Angela Clausen nicht. Sie fordert den Gesetzgeber sowie die Betreiber von Internetforen auf, die "Lobhudeleien für meist unsinnige und teure Nahrungsergänzungsmittel zu unterbinden".
</p>

<p>
	<em>Auch in unserem <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Forum</a> </span>kommen solche Fragen oder Hinweise an. Wir hoffen sie immer zu entdecken und freuen uns ansonsten über jeden Hinweis.</em>
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen über Nahrungsergänzungsmittel
</h2>

<p>
	<strong><a href="https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/" rel="external nofollow">Klartext Nahrungsergänzung</a></strong><br>
	Orientierung und Informationen der Verbraucherzentralen. Experten antworten auch auf Fragen zu konkreten Nahrungsergänzungsmitteln.
</p>

<p>
	<strong><a href="http://gutepillen-schlechtepillen.de/heft-archiv/gepanschtes/" rel="external nofollow">Gepanscht</a></strong><br>
	Datenbank von "Gute Pillen - Schlechte Pillen" mit angeblich pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittelnn, die bei Überprüfungen wegen Panschereien mit stark wirksamen Stoffen aufgefallen sind
</p>

<p>
	<strong><a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Nahrungserg%C3%A4nzungsmittel" rel="external nofollow">Nahrungsergänzungsmittel</a> </strong>- kritisch erklärt bei Psiram
</p>

<h2 id="toc9" style="background-color:#ffffff; color:#353c41; text-align:left">
	Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
</h2>

<div style="background-color:#ffffff; color:#353c41; font-size:16.1px; text-align:left">
	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>:<span> </span></span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="" style="background-color:transparent; color:#1a202c">Schuppenflechte und Ernährung</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Tipps</strong>:<span> </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="" style="background-color:transparent; color:#1a202c">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>

<h2>
	Rundschau: Nahrungsergänzungsmittel und Psoriasis
</h2>

<p>
	<strong>Wir lesen viel, damit Ihr das nicht müsst. Hier findet Ihr Verweise auf Beiträge im Netz, die das Lesen lohnen, wenn man sich über Nahrungsergänzungsmittel informieren will.</strong>
</p>

<p>
	<strong>Hype oder Humbug: Welche Nahrungsergänzungsmittel wirklich gut sind (und welche nicht)</strong><br>
	(<a href="https://youtu.be/8S75tiFy7J8" rel="external nofollow">Dr. Werner Bartens, 25.03.2022</a>)<br>
	Eiweiß-Präparate und -Shakes, Vitaminzusätze, Kalzium, Magnesium, Selen, Q 10 und Co: Dr. Werner Bartens erklärt in diesem Video, welche Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminzusätze nötig sein könnten und welche überflüssig sind. Warum er das kann? Weil er Mediziner ist – und Leitender Redakteur im Wissenschafts-Ressort der Süddeutschen Zeitung.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_4341_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" title="Auf diese populären Supplemente könnt Ihr verzichten - und diese braucht Ihr | Dr. Werner Bartens" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/8S75tiFy7J8?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<strong>Traubenkernextrakt: Wem er wirklich hilft und warum</strong><br>
	(<a href="https://medwatch.de/2022/03/09/viel-schmu-mit-traubenkernextrakt-als-nahrungsergaenzungsmittel/" rel="external nofollow">MedWatch, 9.3.2022</a>)<br>
	Wer schon einmal im Netz nach Informationen über Traubenkernextrakt gesucht hat, dürfte auf unfassbar viele Lobeshymnen, Shops und angeblich unabhängige Informationen gestoßen sein. Die Journalistin Angela Bechthold hat sich durch all das gewühlt. Sie wollte wissen: Wie sieht's mit Fakten aus? Wer sind die Anbieter? Es wurde eine weite Reise.
</p>

<p>
	<strong>Erfahrungen einer Heilpraktikerin mit Probiotika bei Schuppenflechte</strong><br>
	(<a href="https://probiotische-praxis.blog/haut/psoriasis-ernaehrung/" rel="external nofollow" target="_blank">Blog "Probiotische Praxis", 25.09.2020</a>)<br>
	Die Heilpraktikerin Dagmar Praßler berichtet anhand eines Patientenfalls, wie sie Psoriasis mit Probiotika behandelt. Nebenbei werden sehr viele Aspekte der Schuppenflechte erklärt. Empfohlen werden drei verschiedene Präparate von einem einzigen Hersteller, einzunehmen über sechs Monate, besser noch ein Jahr – das dürfte für die Patientin ganz schön ins Geld gehen. Und: Konkrete Behandlungs-Geschichten mit so detaillierten Angaben von Produkten verführen dazu, dass Menschen ohne jeden Besuch beim Heilpraktiker oder einem Arzt irgendetwas einnehmen, das für ihren konkreten Fall gar nicht angeraten ist. Schade, denn der Beitrag ist sonst ganz okay.
</p>

<p>
	<strong>Die Kapseln sind zweifelhaft, okay – aber das Marketing!</strong><br>
	(<a href="https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/orthomol-dieser-mittelstaendler-verkauft-zweifelhafte-produkte-mit-vorbildlichem-marketing/22917602.html" rel="external nofollow">WirtschaftsWoche, 21.8.2018</a>)<br>
	Der Autor Jürgen Salz kann sich in seinem Artikel irgendwie nicht entscheiden: Dass die Orthomol-Kapseln gegen alles und jedes medizinisch vielleicht nicht sooooo seriös sind, klingt bei ihm immer wieder mal durch. Aber für das Marketing des Herstellers, da hegt er offensichtlich dann doch einige Bewunderung.
</p>

<p>
	<strong>Was beim „Zentrum der Gesundheit“ wirklich im Zentrum steht</strong><br>
	(<a href="https://www.salonkolumnisten.com/scharlatane-im-netz/" rel="external nofollow" target="_blank">Salonkolumnisten, 29.03.2018</a>)<br>
	Die Scharlatane im Netz verstecken sich. Sie verdrehen Studien, bis sie in ihr Weltbild passen. Und die Ehrlichen können nur machtlos zusehen.
</p>

<p>
	<strong><span ipsnoautolink="true">Was die Nahrungsergänzungsmittel von Lifeplus bringen</span></strong><br>
	(<a href="http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/kontrovers/nahrungsergaenzungsmittel-geschaeft-gesundheit-100.html" rel="external nofollow" target="_blank">kontrovers – Bayerischer Rundfunk, 12.11.2014</a>)<br>
	In der Sendung "kontrovers" ging es um Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere solche von der Firma Lifeplus – laut Sender einer der größten Anbieter. In unserem Forum taucht er auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/20868-linderungsansatz/" rel="">ab</a> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/14276-bio-basics-von-lifeplus/" rel="">und</a> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/topic/16658-psoriasis-nach-20-jahren-geheilt/page/3/?tab=comments#comment-275691" rel="">an</a> mal auf. Lifeplus war aber auch <a href="http://www.stadtrevue.de/archiv/artikelarchiv/1778-heilen-helfen-halleluja/?tx_skpagecomments_pi1%5Banswer%5D=31345" rel="external nofollow" target="_blank">anderswo</a> schon mal Thema.
</p>

<p>
	<strong><span ipsnoautolink="true">Juice Fruchtkapseln und Juice plus? Eindeutig: Nein!</span></strong><br>
	(<a href="http://rheumatologe.blogspot.de/2013/03/juice-fruchtkapseln-und-juice-plus.html" rel="external nofollow" target="_blank">"Rheumatologe"-Blog, 03.03.2013</a>)<br>
	Der Rheumatologe Dr. Lothar M. Kirsch schreibt in seinem Blogbeitrag über Juice Fruchtkapseln und Juice plus, die Notwendigkeit von Vitaminen und Nahrungsergänzung allgemein. Auch die Kommentare sind hier zu beachten <img alt=";)" data-loading="true" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/emoticons/default_wink.png" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">
</p>

<p>
	<strong><span ipsnoautolink="true">Weltweiter Verkaufserfolg Noni-Saft – Wundertrank aus Polynesien</span></strong><br>
	(<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/weltweiter-verkaufserfolg-wundertrank-aus-polynesien-1.901809" rel="external nofollow" target="_blank">Süddeutsche Zeitung, 19.05.2010</a>)<br>
	"<span>Noni-Saft schmeckt faulig, ist teuer und seine Heilkraft nicht belegt. Trotzdem macht ein US-Konzern damit gute Geschäfte - auch dank seltsamer Verkaufsmethoden."</span>
</p>

<p>
	<strong><span ipsnoautolink="true">Stutenmilch lindert Haut- und Darmerkrankungen</span></strong><br>
	(<a href="http://idw-online.de/de/news349382" rel="external nofollow" target="_blank">Informationsdienst Wissenschaft, 17.12.2009</a>)<br>
	"Regelmäßiger Genuss von Stutenmilch kann die Symptome von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, sowie Hautkrankheiten, wie Neurodermitis, deutlich lindern."
</p>

<p>
	<strong>Mannoman, Mangostan</strong><br>
	(<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/saft-sells-mangostan-wundermittel-oder-kundennepp-die-fragwuerdige-gesundheits-pr-fuer-mangostan-saft/" rel="external nofollow" target="_blank">Wissenswerkstatt, 3.9.2008</a>)<br>
	Mangostan kommt auch uns immer mal als Geheimtipp unter. Hier dröselt ein Wissenschaftsjournalist auf, was die Pflanze wirklich kann, was eher nicht – und wie typisch die Vermarktung von Magostan für die wundersame Welt der Wundermittel ist.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">644</guid><pubDate>Sun, 08 Dec 2013 17:52:00 +0000</pubDate></item><item><title>Risiken und Nebenwirkungen von H&#xE4;hnchenschenkeln</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/haehnchenschenkel-kueche/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/haehnchen-kochtopf.jpg.4f29b1f6e78d58689e92869d7eefa905.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Menschen, die immundämpfende Medikamente einnehmen, sollten nicht all zu unbesorgt mit Hähnchenschenkeln umgehen. Darauf wies die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe 2013 des "test"-Heftes hin. Der Grund:  Auffällig viele der getesteten Produkte enthielten Verderbnis- und Krankheitskeime sowie Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind.</strong>
</p>

<p>
	Das <span ipsnoautolink="true">Heft 10/2013</span> der Zeitschrift test hat vermutlich vielen Liebhabern von Hähnchen-Schenkeln den Appetit genommen. Neun von 20 Proben waren kurz vor oder am Verbrauchsdatum verdorben – trotz korrekter Kühlung. Das ist überwiegend vielleicht ekelig, aber noch nicht wirklich ungesund.
</p>

<p>
	Problematischer sind krankmachende Keime und resistente Bakterien. Gesunden macht das meist nicht viel aus. Anders jedoch bei denjenigen, deren Immunsystem geschwächt ist – sei es durch Alter, Krankheit, Organ-Transplantation oder immunsupressive Medikamente. Außerdem sind Schwangere gefährdet. Wenn sie auf Krankheitserreger oder resistente Keime stoßen, können ihre Abwehrkräfte nicht ausreichen oder kann der Fötus geschädigt werden.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Die Tester fanden in drei Hähnchenschenkeln (davon zwei Bio-Produkten) unerlaubt viel Listerien. Diese Bakterien können unter anderem Hirnhaut-Entzündungen verursachen. Bei anderen waren Richtwerte für solche Entero-Bakterien überschritten, die ebenfalls Krankheiten verursachen können. Außerdem wurden in acht Proben die Durchfall-Erreger Campylobacter gefunden.
</p>

<p>
	Sehr problematisch sind die resistenten Keime aus dem massiven Einsatz von Antibiotika bei Hühnern. Die wurden in zwölf der 20 Proben gefunden. Der bekannteste ist MRSA (<em>Methicillin-resistenter Staphylococcus aureaus</em>). In elf von 20 Produkten fanden sich außerdem ESBL-Bildner, die als Darmkeime besonders aggressiv gegen Antibiotika vorgehen. Wenn diese resistenten Keime sich vermehren, sind Infektionen schlechter zu behandeln und können Organe angegriffen werden. Jedes Jahr, so heißt es im Bericht, sterben in Europa 25.000 Menschen an resistenten Keimen.
</p>

<h4>
	Hände waschen und abtrocknen
</h4>

<p>
	Die Stiftung Warentest empfiehlt gefährdeten Personen, generell im Küchenbereich stärker als gewohnt auf die Küchenhygiene zu achten: Nicht nur in Hähnchenschenkeln lauern Keime, sondern auch in anderem Fleisch, Mett, rohem oder geräuchertem Fisch, Gemüse, Rohmilch(käse) und Eiern. Wer diese Lebensmittel verarbeitet, sollte sich vorher und nachher gründlich die Hände waschen und abtrocknen. Sie sollten mit eigenem Schneidebrett und Messer, von anderen Lebensmitteln getrennt behandelt werden. Keime jeder Art werden erst abgetötet, wenn das Lebensmittel im Inneren mindestens zwei Minuten auf 70 Grad erhitzt wird.
</p>

<p>
	Die benutzten Küchengeräte sollten mit heißem Wasser und Spülmittel abgespült werden, bevor sie in die Spülmaschine kommen. Wahre „Hochburgen“ der Keime sind Handtücher, Schwämme, Bürsten, Lappen und zerkratze Schneidbretter. Test empfiehlt, sie regelmäßig auszuwechseln oder vorzugsweise Zellstofftücher von der Küchenrolle zu benutzen. Lädierte Schneidebretter sollten weggeworfen werden.
</p>

<p>
	Der <span ipsnoautolink="true">vollständigen Test mit den Ergebnissen</span> der mikrobiologischen Prüfung einzelner Hähnchenschenkel-Sorten stand in test 10/2013 – ist aber nicht mehr verfügbar. <a href="https://www.test.de/Haehnchen-im-Test-4612889-0/" rel="external">Einen weiteren Test gab es im Heft 04/2021</a>. Das Heft kann man als PDF-Datei kaufen oder in öffentlichen Bibliotheken ausleihen.
</p>

<p>
	Das Bundesinstitut für Risikobewertung beitet auf seinen Internetseiten ein Merkblatt "Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt" an. Das lässt sich <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf" rel="external nofollow">dort herunterladen</a> oder kostenlos <a href="https://www.bfr.bund.de/de/publikation/merkblaetter_fuer_verbraucher-512.html" rel="external nofollow">auf Papier bestellen</a>. Außerdem gibt es dort <a href="https://www.bfr.bund.de/de/was_tun_mit_dem_huhn_-191706.html" rel="external nofollow">ein Video</a>.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">559</guid><pubDate>Mon, 21 Oct 2013 09:06:00 +0000</pubDate></item><item><title>Alkohol und Schuppenflechte: Warum du deiner Haut damit schadest</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/warum-alkohol-bei-psoriasis-schaedlich-ist/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/bier.jpg.ea87b922db9d296939c2c8ac2cbdf284.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Fragst du dich, ob das Glas Wein am Abend oder das Bier mit Freunden deiner Schuppenflechte schadet? Die kurze Antwort von Dermatologen und Ernährungsexperten ist ein klares: Ja. Alkohol ist einer der bekanntesten Trigger für Psoriasis-Schübe und kann den Verlauf deiner Erkrankung negativ beeinflussen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	In diesem Artikel erfährst du, was genau Alkohol in deinem Körper bewirkt, warum er die Wirkung deiner Medikamente beeinträchtigen kann und wie du mit einem bewussten Umgang deine Hautgesundheit deutlich verbessern kannst.
</p>

<h2>
	Wie Alkohol deine Schuppenflechte anfeuert
</h2>

<p>
	Stell dir dein Immunsystem bei einer Psoriasis wie eine überempfindliche Alarmanlage vor. Es reagiert auf harmlose Reize mit einer starken Entzündungsreaktion, die zu den typischen Hautveränderungen führt. Alkohol gießt hier zusätzlich Öl ins Feuer – und das auf mehreren Wegen:
</p>

<h3>
	1. Er fördert Entzündungen im ganzen Körper
</h3>

<p>
	Alkohol wird in der Leber abgebaut. Dabei entstehen Stoffe, die im Körper Stress verursachen und Entzündungen fördern. Er regt die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) wie dem TNF-alpha an. Diese Botenstoffe sind genau die Zielscheibe vieler moderner Psoriasis-Medikamente. Trinkst du Alkohol, arbeitest du also direkt gegen deine Therapie und heizt die Entzündung, die deine Haut schädigt, weiter an.
</p>

<h3>
	2. Er schwächt deine Hautbarriere
</h3>

<p>
	Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Das merkst du vielleicht am nächsten Morgen an deinem Durst. Auch deine Haut trocknet von innen aus. Eine trockene Haut ist aber eine geschwächte Haut. Ihre natürliche Schutzbarriere wird durchlässiger, was sie anfälliger für Reizungen, Juckreiz und neue Psoriasis-Schübe macht.
</p>

<h3>
	3. Er belastet deine Leber – das zentrale Entgiftungsorgan
</h3>

<p>
	Deine Leber ist nicht nur für den Abbau von Alkohol zuständig, sondern auch für die Verarbeitung von Medikamenten und den Abbau von Entzündungsstoffen. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum ist sie überlastet. Das kann dazu führen, dass Entzündungsprozesse im Körper schlechter kontrolliert werden und sich deine Haut verschlechtert.
</p>

<h2>
	Alkohol und Psoriasis-Medikamente
</h2>

<p>
	Dieser Punkt ist besonders wichtig. Wenn du Medikamente gegen deine Schuppenflechte einnimmst, kann Alkohol deren Wirkung stark beeinträchtigen oder sogar zu gefährlichen Nebenwirkungen führen.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Methotrexat (MTX)</strong>: Dies ist die kritischste Kombination. Sowohl MTX als auch Alkohol werden über die Leber abgebaut. Die gemeinsame Einnahme erhöht das Risiko für schwere Leberschäden massiv. Wenn du MTX nimmst, solltest du unbedingt auf Alkohol verzichten. Sprich hierzu mit deinem Arzt.
	</li>
	<li>
		<strong>Biologika </strong>(TNF-alpha-, IL-17-, IL-23-Blocker): Alkohol fördert, wie oben beschrieben, die Produktion von Entzündungsbotenstoffen. Biologika sind dafür gemacht, genau diese Botenstoffe zu blockieren. Wenn du Alkohol trinkst, zwingst du dein Medikament quasi zu "Mehrarbeit" und schwächst seine Wirksamkeit.
	</li>
	<li>
		<strong>Andere systemische Therapien</strong> (z.B. Acitretin, Ciclosporin): Auch bei diesen Medikamenten ist die Leber stark gefordert. Alkohol als zusätzlicher Stressfaktor kann die Verträglichkeit herabsetzen und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Fazit</strong>: Alkohol kann die Wirksamkeit deiner Therapie zunichtemachen. Der beste Effekt einer Behandlung stellt sich fast immer in Kombination mit einem gesunden Lebensstil ein – und dazu gehört der Verzicht auf Alkohol.
</p>

<p>
	Neben den Risiken gibt es bei dem Wirkstoff Apremilast (Handelsname Otezla) eine spannende Beobachtung, die in die entgegengesetzte Richtung weist. Studien deuten darauf hin, dass die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/apremilast-otezla/otezla-verringert-alkoholmissbrauch-r1203/" rel="">Einnahme von Apremilast bei manchen Menschen das Verlangen nach Alkohol reduzieren kann</a>.
</p>

<h2>
	Bier, Wein oder Schnaps – gibt es einen Unterschied?
</h2>

<p>
	Ältere Studien haben insbesondere Bier bei Frauen als Risikofaktor für die Entstehung einer Psoriasis identifiziert. Als möglicher Grund wurde die Gerste (und damit Gluten) vermutet.
</p>

<p>
	Heute geht man davon aus, dass die Menge des reinen Alkohols entscheidend ist, weniger die Art des Getränks. Allerdings haben verschiedene Getränke unterschiedliche Begleitstoffe, die ebenfalls Probleme machen können:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Bier</strong>: Enthält oft Gluten aus Gerste, was bei manchen Betroffenen Schübe auslösen kann.
	</li>
	<li>
		<strong>Wein</strong>: Enthält oft viel Histamin und Zucker, was ebenfalls Entzündungen fördern und Juckreiz verstärken kann.
	</li>
	<li>
		<strong>Schnaps &amp; Cocktails</strong>: Harter Alkohol ist eine hohe Belastung für die Leber. Cocktails enthalten zudem oft sehr viel Zucker, der sich ebenfalls negativ auf Entzündungsprozesse auswirkt.
	</li>
</ul>

<p>
	Es gibt also kein "gutes" alkoholisches Getränk bei Psoriasis. Jede Form von Alkohol stellt eine Belastung dar.
</p>

<h2>
	Der Test: Was passiert, wenn du auf Alkohol verzichtest?
</h2>

<p>
	Die beste Methode, um herauszufinden, wie stark Alkohol deine Haut beeinflusst, ist ein Selbstversuch.
</p>

<p>
	<strong>Die 30-Tage-Challenge</strong>: Verzichte für einen Monat konsequent auf jeglichen Alkohol. Beobachte in dieser Zeit deine Haut und dein allgemeines Wohlbefinden. Viele Betroffene berichten von:
</p>

<ul>
	<li>
		Weniger Juckreiz
	</li>
	<li>
		Einem Rückgang der Rötungen
	</li>
	<li>
		Einem besseren Ansprechen der Therapie
	</li>
	<li>
		Besserem Schlaf und mehr Energie
	</li>
</ul>

<p>
	Dieser Versuch kann sehr motivierend sein, weil du die positiven Effekte direkt an dir selbst erlebst.
</p>

<h2>
	Eine Erfahrung aus der Community
</h2>

<p>
	Ich bin seit ca. 6 bis 7 Jahre vollkommen schuppenfrei. Darüber bin ich sehr froh und nach 50 Jahren erleichtert. Angefangen hat es vor ca. zehn Jahren, dass ich mit Alkohol strikt aufgehört habe. Von einen Professor erhielt ich einmal darüber den Hinweis. Denn beides kommt und geht über die Leber. Über diesen Erfolg bin ich sehr stolz und vorallen glücklich. Es ist zu empfehlen und hart durchzustehen.
</p>

<p>
	<em>Erich, Berlin</em>
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		"<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1468-3083.2008.02584.x" rel="external nofollow">Tumour necrosis factor (TNF) alpha converting enzyme and soluble TNF-a. receptor type 1 in psoriasis patients in relation to the chronic alcohol consumption</a>" in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology 2008, Onlineversion
	</li>
	<li>
		"<span ipsnoautolink="true">Haut und Alkohol</span>" in: Deutsches Ärzteblatt, 41/2002
	</li>
	<li>
		"<a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/422554" rel="external">Alcohol Intake and Risk of Incident Psoriasis in US Women</a>" in: Archives of Dermatology, 12/2010
	</li>
	<li>
		Informationen von der 19. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, Juli 2004
	</li>
</ul>

<h2>
	Weiterlesen zum Thema
</h2>

<p>
	<strong>Wie sich die Organe erholen, wenn man auf Alkohol verzichtet</strong><br>
	(<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Alkoholabstinenz-Wie-sich-die-Organe-erholen,alkohol522.html" rel="external nofollow">NDR – Ratgeber Gesundheit, 28.01.2022</a>)<br>
	Mancher beginnt das neue Jahr mit einem Verzicht auf Alkohol für einen Monat. Mancher fragt sich, was es seinem Körper bringt, wenn er mal eine Weile von Bier, Wein und Co. lässt. Bei "Visite" gab es Antworten.
</p>

<p>
	<strong>So wirkt sich Alkohol auf die Haut aus</strong><br>
	(<a href="https://www.desired.de/beauty/schoene-haut/diesen-effekt-hat-alkohol-auf-dein-hautbild/" rel="external nofollow">desired, 21.06.2019</a>)<br>
	In diesem Artikel geht es zwar darum, was Alkohol mit der Haut von ansonsten gesunden Menschen macht. Die dort angesprochenen Tipps sind aber für jeden gut.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Erfahrungen im Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/37252-alkohol-und-psoriasis-welche-mengen-sind-schaedlich/" rel="">Alkohol und Psoriasis: Welche Mengen sind schädlich?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Erfahrungen im Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/53564-alkohol-und-psoriasis-arthritis-soll-ich-verzichten-muss-ich/" rel="">Alkohol und Psoriasis arthritis: Soll ich verzichten? Muss ich?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/internetsucht-alkohol-depression-stigmatisierung/" rel="">Menschen mit Schuppenflechte sind häufiger abhängig</a> – vom Netz, vom Alkohol, von Zigaretten
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">660</guid><pubDate>Sat, 24 Nov 2012 18:48:00 +0000</pubDate></item><item><title>Koffein und Kaffee bei Psoriasis: Was die Forschung wirklich zeigt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/kaffee-kein-ausloeser-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_03/lecker-kaffee.jpg.d4019e5e9d6e3f4b9b89da0bcaa27ea6.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Du fragst dich, ob dein morgendlicher Kaffee deine Schuppenflechte verschlimmert? Die gute Nachricht vorweg: Koffein ist höchstwahrscheinlich kein Auslöser für Psoriasis-Schübe. Die Forschung zeigt sogar, dass moderate Mengen Kaffee eher neutral oder sogar leicht positiv wirken können.
</p>

<h2>
	Was eine große Langzeitstudie herausfand
</h2>

<p>
	Amerikanische Forscher um Dr. Abrar Qureshi vom Brigham and Women's Hospital in Boston untersuchten über 82.500 Krankenschwestern über 14 Jahre. Zunächst schien es, als würde mehr Koffeinkonsum das Psoriasis-Risiko steigern. Doch als die Wissenschaftler die Raucher aus der Statistik herausrechneten, verschwand dieser Zusammenhang völlig.
</p>

<p>
	Das bedeutet: Nicht das Koffein war das Problem, sondern das Rauchen. Viele Menschen, die viel Kaffee trinken, rauchen auch – und Rauchen ist ein eindeutig belegter Psoriasis-Triggerfaktor.
</p>

<h2>
	Koffein kann sogar helfen
</h2>

<p>
	Interessanterweise zeigen neuere Studien, dass Kaffee durchaus positive Effekte haben kann:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Bei Methotrexat-Therapie</strong>: Koffein kann Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden bei MTX-Behandlung lindern. In einer Studie verschwanden bei 55% der Patienten die Beschwerden nach dem zusätzlichen Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee oder vier bis acht Stück dunkler Schokolade am Therapietag.
	</li>
	<li>
		<strong>Entzündungshemmende Wirkung</strong>: Iranische Forscher konnten zeigen, dass Koffein äußerlich angewendet entzündungshemmend wirkt.
	</li>
</ul>

<h2>
	Die wirklichen Triggerfaktoren
</h2>

<p>
	Während Koffein also weitgehend entwarnt werden kann, solltest du bei den tatsächlichen Hauptauslösern vorsichtiger sein:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Stress </strong>(mehr als 90% der Fälle): Der wichtigste Triggerfaktor überhaupt. Chronischer Stress aktiviert Entzündungswege im Körper und kann direkt Psoriasis-Schübe auslösen.
	</li>
	<li>
		<strong>Rauchen</strong>: Verstärkt systemische Entzündungen und ist sowohl Risikofaktor als auch Verstärker für Psoriasis.
	</li>
	<li>
		<strong>Alkohol</strong>: Kann Entzündungsreaktionen verstärken und die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen.
	</li>
	<li>
		<strong>Übergewicht</strong>: Fettgewebe produziert entzündungsfördernde Botenstoffe, die Psoriasis-Entzündungen verstärken können.
	</li>
</ul>

<h2>
	Praktische Empfehlungen für den Alltag
</h2>

<p>
	<strong>Moderater Kaffeekonsum ist in Ordnung</strong>: Zwei bis drei Tassen pro Tag gelten als unbedenklich und können bei MTX-Therapie sogar helfen.
</p>

<p>
	<strong>Fokus auf echte Triggerfaktoren</strong>: Konzentriere dich auf Stressmanagement, Rauchstopp und Gewichtsnormalisierung.
</p>

<p>
	<strong>Entzündungshemmende Ernährung</strong>: Setze auf Omega-3-reiche Lebensmittel wie fetten Fisch, Walnüsse und Leinöl.
</p>

<p>
	<strong>Höre auf deinen Körper</strong>: Falls du persönlich merkst, dass Kaffee bei dir Schübe auslöst, reduziere den Konsum – auch wenn das wissenschaftlich nicht belegt ist.
</p>

<h2>
	Was bedeutet das für dich?
</h2>

<p>
	Du musst nicht auf deinen Morgenkaffee verzichten. Die Studienlage zeigt klar: Koffein ist kein relevanter Psoriasis-Triggerfaktor. Viel wichtiger ist es, die wirklichen Auslöser wie Stress und Rauchen anzugehen. Falls du MTX nimmst, kann Kaffee sogar helfen, die Nebenwirkungen zu reduzieren.
</p>

<p>
	Denk daran: Jeder Mensch reagiert individuell. Was bei anderen funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch bei dir wirken. Im Zweifel sprich mit deinem Hautarzt über deine Erfahrungen.
</p>

<h2>
	Fachbegriffe erklärt
</h2>

<p>
	<strong>Triggerfaktoren</strong>: Auslöser, die bei genetisch veranlagten Menschen eine Psoriasis erstmals auslösen oder einen neuen Schub verursachen können.
</p>

<p>
	<strong>Methotrexat </strong>(MTX): Ein häufig eingesetztes Medikament zur systemischen Behandlung mittelschwerer bis schwerer Psoriasis.
</p>

<p>
	<strong>PUVA-Therapie</strong>: Lichttherapie mit UV-A-Strahlen und einem lichtsensibilisierenden Medikament (heute seltener angewendet).
</p>

<p>
	<strong>Nurses' Health Study</strong>: Eine der größten und längsten Gesundheitsstudien weltweit, die seit den 1970er Jahren läuft.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		Li W, Han J, Qureshi AA. <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamadermatology/fullarticle/1105505" rel="external">No Association Between Coffee and Caffeine Intake and Risk of Psoriasis in US Women</a>. Archives of Dermatology 2012;148(3):392-393
	</li>
	<li>
		Pharmazeutische Zeitung: <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2018-07/methotrexat-koffein-lindert-uebelkeit/" rel="external">Koffein lindert Übelkeit bei MTX-Therapie</a>, 2018
	</li>
	<li>
		DocCheck <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Psoriasis#Triggerfaktoren" rel="external nofollow">Flexikon: Psoriasis – Triggerfaktoren</a>, 2024
	</li>
	<li>
		Uniklinikum Mainz: <a href="https://nachrichten.idw-online.de/2025/05/13/neuer-ansatz-fuer-die-entwicklung-von-arzneimitteln-zur-behandlung-der-hauterkrankung-psoriasis" rel="external nofollow">Fettsäureproduktion als neuer Therapieansatz</a>, 2025
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Umfrage</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/31242-wie-wirkt-kaffee-auf-deine-psoriasis/" rel="">Wie wirkt Kaffee auf Deine Psoriasis?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>FAQ</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernahrung-schuppenflechte-fragen-antworten/" rel="">Häufige Fragen und Antworten zur Ernährung bei Schuppenflechte</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Erfahrungsaustausch</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/32798-kaffee-und-psoriasis/" rel="">Kaffee und Psoriasis</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">503</guid><pubDate>Tue, 27 Mar 2012 19:26:00 +0000</pubDate></item><item><title>Was Betroffenen mit Schuppenflechte in Sachen Ern&#xE4;hrung geholfen hat</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ein-mix-aus-vitaminen-und-hefe/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/erfahrungsberichte-ernaehrung.jpg.cb90d6c189cae41b49f1fa739405cc7c.jpg" /></p>
<p>
	"Ernähren Sie sich gesund, das sollte schon reichen" – so oder ähnlich kennen viele Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis die Antwort, wenn sie einen Experten fragen, was sie an ihrer Ernährung ändern sollten. Ja okay, aber was hat anderen Betroffenen denn geholfen? Hier sind einige Schilderungen. Viel mehr findet Ihr übrigens in unserem Forum.
</p>

<h2>
	Ein Mix aus Vitaminen und Hefe
</h2>

<p>
	<strong>Peter hat zu Lebertran, Vitamintabletten, und Backhefe gegriffen. Was er damit tut, was er damit erreicht hat, lässt er hiermit auch andere wissen.</strong>
</p>

<p>
	Ich hatte noch nie Schwierigkeiten mit meiner Haut. Bis zum Dezember 2000. Nach einer starken Mandelentzündung traten über den Handgelenken rote Flecken auf. Nach etwa einer Woche waren sie über den ganzen Körper verteilt,gehäuft an und über den Gelenken. Zuletzt auf der Kopfhaut und rund um die Nase. Ich sah aus wie das Sams. Dann begann die Schuppenbildung. Beim Hautarzt hieß es Schuppenflechte, damit müssen Sie leben.
</p>

<p>
	Was tun? Es war Mitte Januar, und ich traute mich kaum noch unter die Leute. Nachdem ich schon erkennen konnte das mir das ganze cremen nicht helfen würde, dachte ich, es kommt von innen, also muß ich auch von innen was dagegen tun.
</p>

<p>
	Ich kaufte mir einen Liter Lebertran, Vitamintabletten, und Backhefe. Jeden Morgen nahm ich jetzt drei Esslöffel Lebertran, eine Tasse Wasser mit Vitamintabletten und etwas Hefe. Nach einer Woche etwa war die Kopfhaut wieder in Ordnung und jetzt, Mitte März habe ich nur noch auf einem Handrücken ein paar blassrosa Flecken, kaum zu sehen, alles andere ist verschwunden. Ich denke es bleibt auch so.
</p>

<p>
	Gruß
</p>

<p>
	<em>Peter (50)</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Erfolg mit einer Ernährungsumstellung und Pausen vom Stress
</h2>

<p>
	<strong>Sabine hat nach der Lektüre eines Buchs ihre Ernährung umgestellt und verordnet ihrem Stress auch Pausen. Seither fühlt sie sich wohl und zufrieden wie lange nicht.</strong>
</p>

<p>
	Ich bin in diesem Sommer auf das Buch "Schuppenflechte - Selbstheilung ohne Medikamente" von Marianne Sebök gestoßen. Ich habe daraufhin meine Ernährung umgestellt. Fast ausschließlich Gemüse und Obst. Auf Fleisch, Wurst und Milchprodukte habe ich zeitweise ganz verzichtet. Meine Lust auf Schokolade habe ich mit Zartbitterschokolade, Mandeln und getrockneten Dattel gestillt.
</p>

<p>
	Vieles dazu fand ich im Internet unter dem Begriff basische Ernährung. Zudem nahm ich basische Mineralien in Form von Tabletten zu mir. Fand ein sehr gutes Produkt. Derzeit ist meine Haut so schön und glatt wie seit vielen Jahren nicht mehr.
</p>

<p>
	Ich werde weiterhin auf meine Ernährung achten - inzwischen glaube ich absolut daran, dass unser Körper mit Krankheiten und Wehwehchen auf sich aufmerksam machen will, nur leider haben wir verlernt, auf diese Sprache zu hören.
</p>

<p>
	Selbstverständlich habe ich in der ganzen Zeit meinen Körper auch von außen gepflegt und zudem auch versucht, Stress mit seinen ganzen negativen Auswirkungen zu vermeiden. Hört sich im Nachhinein leichter an als getan. Habe an Selbstversuchen gemerkt, dass ich oft leistungsfähiger war, wenn ich mir - auch beim größten Stress- ne Auszeit gönne. Ein kurzes Nickerchen, ein Spaziergang an der frischen Luft, eine Runde laufen ... Nicht immer leicht - aber meistens erfolgreich. Mein Körper dankte es mir!
</p>

<p>
	Ich fühle mich derzeit so wohl und zufrieden wie schon lange nicht mehr in meinem Leben. Ich bleibe bei meinem Motto: Gesundes Essen und eine ausgewogene Blance zwischen Aktivität und Ruhe.
</p>

<p>
	Liebe Grüße
</p>

<p>
	<em>Sabine</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Erfolg mit eiweißreicher Ernährung
</h2>

<p>
	<strong>Claudia hat jüngst gute Erfahrungen mit eiweißreicher Ernährung gemacht. Nun beobachtet sie sich und ihre Haut - und muss sich neuen Herausforderungen stellen.</strong>
</p>

<p>
	Ich bin 35 Jahre alt und leide seit vier bis fünf Jahren an der Psoriasis pustulosa - beschränkt auf die Handflächen und die Fußsohlen.
</p>

<p>
	Nach dem ersten Schreck und der Aussage einer Hautärztin, was das ist, das diese Pusteln vor allem an den Händen verursacht, bekam ich eine Kortison-Salbe. Da zu diesem Zeitpunkt ein sehr kleines Kind hatte, das ich mit "Kortison-Fingern" nicht anfassen wollte, setzte ich die Salbe schnell wieder ab.
</p>

<p>
	Zunächst schien es, als gäbe es einen Zusammenhang mit den Jahreszeiten oder mit Stress-Situationen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Den letzten Herbst/Winter (2004/05) über ging es mir psychisch nicht besonders gut, aber die Psoriasis zeigte sich davon unbeeindruckt und blieb verschwunden. Es wurde langsam Frühling, der Stress liess nach. Eben wollte ich aufatmen, da tauchten die ersten Pusteln an Händen und Füssen wieder auf. Beim Hausarzt liess ich die Blutwerte untersuchen, das Ergebnis war erfreulich: alles OK.
</p>

<p>
	Ich nahm mir die Symptome von verschiedenen Mangelkrankheiten vor. Vitamin-Tabletten brachten keine Besserung - erstmal nicht. Schließlich stieß ich auf die Symptome von Eiweißmangel und beschäftigte mich mit den Aufgaben der essentiellen Aminosäuren im Körper im Detail. U.a. ist Eiweiß der Trägerstoff für das körpereigene Cortisol.
</p>

<p>
	Seit zwei Wochen achte ich auf eiweißreiche Ernährung, insbesondere Erdnüsse, Thunfisch, mageres Fleisch, Milchprodukte. Ich habe das Glück, keine Nahrungsmittelallergie zu haben.
</p>

<p>
	Die meisten Pusteln sind inzwischen abgeheilt, alle sind ausgetrocknet und es ist der erste Morgen gewesen, an dem ich aufstand und keine weitere neue Pustel erschienen war.
</p>

<p>
	Dieser Erfolg hat sich nach der Ernährungsumstellung so schnell gezeigt, dass es mich wirklich staunen lässt. Und das, obwohl die nächste Krise bereits im vollen Gang ist. Ich werde mich einer Biopsie unterziehen müssen, weil eine Hautveränderung an anderer Stelle dazu Anlass gibt. 4 Ärzte meinen, das wäre gutartig, aber um ganz sicher zu sein und mich vollends zu beruhigen, lasse ich die Biopsie machen.
</p>

<p>
	Sollte die Psoriasis trotz eiweißreicher Ernährung wiederkommen, wenn diese Krise gemeistert ist, werde ich mir irgendeine Herausforderung suchen müssen - denn dann ist sie ein Symptom von Langeweile.
</p>

<p>
	Viele Grüße
</p>

<p>
	<em>Claudia</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Mit Nahrungsumstellung und Achtsamkeit auf einem guten Weg
</h2>

<p>
	<strong>Sany hat seine Nahrung umgestellt und achtet auf sein "mentales Empfinden". Seitdem ist seine Schuppenflechte besser – nur am Kopf nicht.</strong>
</p>

<p>
	Ich bin 25 Jahre alt und habe die ersten Zeichen von Psoriasis mit 14 Jahren entdeckt. Meine Schuppenflechten befinden sich hauptsächlich auf der Kopfhaut, und ein paar Flecken habe ich auch noch auf den Oberarmen, am Rücken und manchmal auch auf der Brust. Früher hatte ich einige Flecken auf den Unterschenkeln, aber da schmierte ich Cortison drauf und seitdem kamen sie nicht mehr zurück.
</p>

<p>
	Ich habe ebenfalls diverse Cremen ausprobiert und auch Antibiotika, Cortison Cremen und auch pflanzliche Mittel. Meine Vorteil ist, dass meine Schuppenflechte nicht juckt oder weh tut, sie sicht nur nicht sonderlich schön aus.
</p>

<p>
	Vor einigen Jahren war das ein wenig mehr verbreitet am Körper, also besuchte ich einen Hautarzt, der Strahlentherapie anbietet. Durfte sie ausnahmsweise machen, da normalerweise mindestens 50 Prozent der Haut befallen sein müsste, damit es die Krankenkassa übernimmt. Hat zwar gut geholfen, aber auf der Kopfhaut kaum.
</p>

<p>
	Mittlerweile habe ich es einfach aufgegeben. Keine Lust mehr aufs 3x tägliche Einschmieren, mit fettigen Haaren (Olivenöl, löst die Schuppen von der Haut) ins Bett zu gehen und mich ständig damit auseinander setzten zu müssen.
</p>

<p>
	Ich habe bloß meine Nahrung umgestellt und versuche Stress bzw. ein schlechtes mentales Empfinden zu vermeiden. Seitdem ist es eigentlich ganz gut geworden. Kein Fleisch, kein/kaum Fast Food, keine chemiverseuchte Nahrung, wenig Süßes außer selbstgemacht und alles säurehaltiges (Tomaten, Zitrone ect) weglassen.
</p>

<p>
	Am besten wäre es, ein wenig zu experimentieren, diverse Dinge essen/trinken und beobachten, was passiert und dann diese nicht mehr einnehmen. Falls es aber noch gute Vorschläge gibt, in Bezug auf die Kopfhautschuppenflechte, dann bitte melden <span><img alt=":)" data-emoticon="true" height="20" loading="lazy" src="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/default_smile.png" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20"> </span>
</p>

<p>
	Allen Betroffenen: viel Erfolg und nicht den Mut verlieren.
</p>

<p>
	<em>Sany</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Frühling, Obst, Scharfes und Kohlensäure
</h2>

<p>
	Seit meinem 16. Lebensjahr habe ich Psoriasis. ich habe sie mitlerweile auf den Händen, in den Handflächen und unter den Füßen. Jetzt bin ich 22. Meine Arme sind voll mit PSO, Kopfhaut, Beine sind auch betroffen. Ich habe ansonsten die PSO auch auf dem ganzen Körper, aber nur klecksweise! Am stärksten ist die Psoriasis im Frühling, da alles anfängt zu blühen!
</p>

<p>
	Ich habe sehr viel darüber gelesen und mich mittlerweile viel über Schuppenflechte informiert. Da steht in einem Buch, dass die Psoriasis auf manche Lebensmittel nicht besonders positiv reagiert, z.B. scharfes Essen (ist "tödlich") oder kohlensäurehaltige Getränke verursachen auch Juckreiz! Bestimmte Früchte und Gemüse mit Fruchtsäuren (Orangen, Kiwi, Tomaten) sind auch nicht gut für die Haut!
</p>

<p>
	Es gibt auch viele verschiedene Formen der Psoriasis, die eine bleibt stehen und die andere wandert! ich habe schon mal eine Kur beantragt, aber leider hat mir meine Krankenkasse gesagt, dass ich noch zu wenig habe, um eine Kur zu bekommen.
</p>

<p>
	<em>Magda</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Strenge fettarme Diät hilft seit 13 Jahren
</h2>

<p>
	Ich möchte kurz meine sehr erfolgreiche Erfahrung mit der Behandlung der Psoriasis mitteilen.
</p>

<p>
	Bis vor ca. 13 Jahren war fast mein ganzer Körper mit Psoriasis-Plaques bedeckt, die stark schuppten. Dann begann ich eine strenge, fettarme Diät:
</p>

<ul>
	<li>
		Keine Wurst, Schokolade, Soßen, Nüsse, Bananen, Margarine, Butter
	</li>
	<li>
		Kein Aufschnitt, Kuchen, Öl
	</li>
	<li>
		Keine Nahrungsmittel, die mehr als 10 Prozent Fett enthalten
	</li>
</ul>

<p>
	Nach ca. 2 Monaten waren alle Plaques, bis auf die Ellbogen und Kopfhaut, wie durch Zauberei, spurlos verschwunden. Bis heute, 13 Jahre später, bin ich völlig erscheinungsfrei. Ich esse aber immer noch sehr fettarm. Nur wenig Olivenöl, wenig Soßen.
</p>

<p>
	Vielleicht hilft die o. g. Diät, konsequent angewendet, auch anderen Psoriatikern.
</p>

<p>
	<em>Rainer C., München</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Stress und Schokolade
</h2>

<p>
	<strong>Bei Tina tritt die Psoriasis vor allem in Stresssituationen auf und wenn sie viel Schokolade isst.</strong>
</p>

<p>
	Hallo, ich bin Tina, ich bin 20 Jahre alt und habe seit meinem 6. Lebensjahr Psoriasis. Sie trat zum ersten Mal nach der Scheidung meiner Eltern auf (am rechten Ellenbogen in Größe einer Warze). Mittlerweile habe ich sie an beiden Ellenbogen ca. glühbirnengroß, am rechten Knie auf der Kniescheibe eine etwa 1 € große Stelle, auf dem gesamten Kopf, in den Gehörgängen, hinter beiden Ohren, vor beiden Ohren (da wo andere Menschen Koteletten haben, habe ich Schuppenflechte) und sehr stark unter der Brust, am linken Schienbein und auf dem linken Fußrücken.
</p>

<p>
	Die Psoriasis tritt vor allem in Stresssituationen auf und wenn ich viel Schokolade esse.
</p>

<p>
	Danke für euer Interesse.
</p>

<p>
	<em>Eure Tina</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Weißmehl raus – Vollkorn rein
</h2>

<p>
	Ich heiße Christa, bin 27 Jahre und habe seit zehn Jahren Schuppenflechte. Zum Glück nicht stark. Ich habe halt am Kopf größere Stellen und an den Ellenbogen.
</p>

<p>
	Ich habe mich auch immer geweigert, etwas dagegen zu tun, und habe oft gekratzt wie 'ne Blöde. Was ich in letzter Zeit festgestellt habe: Die Ernährung macht einiges aus. Und zwar versuche ich auf Weißmehl (Auszugsmehle) zu verzichten und nur noch Vollkornprodukte zu essen. Und es hilft!
</p>

<p>
	Die Schuppenflechte ist zwar nicht verschwunden, aber die Stellen sehen deutlich besser aus und der Juckreiz ist auch nicht mehr vorhanden.
</p>

<p>
	Ein Kurzurlaub, in dem ich wieder verstärkt Weißbrot und so gegessen habe, hat die Schuppenflechte deutlich verstärkt. Außerdem versuche mich auch sonst gesund zu ernähren, d.h. wenig Zucker, wenig Fertiggerichte.
</p>

<p>
	Probiert es mal aus. Es ist keine so große Einschränkung und ein Versuch ist es allemal wert.
</p>

<p>
	Tschau
</p>

<p>
	<em>Christa</em>
</p>

<div>
	<h2>
		<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz </span>
	</h2>

	<div>
		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Expertenmeinungen</strong><span>: </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">742</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2004 09:15:00 +0000</pubDate></item><item><title>Erfahrungsberichte: Wie Betroffene mit der Ern&#xE4;hrung ihre Psoriasis besserten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/lebertran-die-schlichte-antwort/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_09/ernaehrung-psoriasis-erfahrungsberichte.jpg.05b22fc94aee97439726addd6bc85029.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Lässt sich die Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis mit einer Ernährungsumstellung beeindrucken? Oder mit Nahrungsergänzungsmitteln? Hier schildern Betroffene ihre Erfahrungen – mit Erfolgen, Fragen oder Misserfolgen.
</p>

<h2>
	Erfahrungen mit Vollwertkost nach Dr. Bruker
</h2>

<p>
	Ich hatte vor über 30 Jahren schlimme Psoriasis. Durch Umstellung auf Vollwertkost im Sinne der Dr. Bruker Gesellschaft für Gesundheitsberatung in Lahnstein habe ich diese Geißel besiegt und bin bis heute (64 Jahre) gesund.
</p>

<p>
	Im Alter von ca. 23 Jahren bekam ich Schuppenflechte. Ich hatte bei der Stadt München eine Ausbildung im mittleren Dienst begonnen und ab dieser Zeit begann die Krankheit. Kein Mensch konnte mir helfen. Als ich damals mit einem alten Kollegen ins Gespräch kam, zeigte mir der seine Arme und den Oberkörper, übersät mit Psoriasis. Ich konnte Tage nicht mehr schlafen, wollte nur noch sterben, denn so stellte ich mir mein restliches Leben nicht vor. Die Ärzte gaben mir Kortisonsalben usw. usw. Eine Kur ans Schwarze Meer habe ich abgelehnt, da sich die Krankheit mit 100 Prozent Sicherheit daheim wieder meldet.
</p>

<p>
	Ich suchte und suchte. Ein Heilpraktiker gab mir einen Zeitungsartikel, in dem ich informiert wurde, entsafte Brennessel, mische mit Buttermilch, damit es besser schmeckt und das sollte ich aufsteigend (Beginn mit 1 Esslöffel Brennesselsaft und 5 Esslöffel Buttermilch - 15 Esslöffel Brennesselsaft etc.) trinken. Ich habe das gemacht, das Entsaften der Brennessel. Das ist wie Mäusemelken, aber ich merkte täglich, wie meine Haut besser wurde, und nach etwa elf Wochen war der ganze Körper gesund. Mir sind Schuppen von den Augen gefallen und mir war klar, ich kriege die Krankheit in den Griff.
</p>

<p>
	Habe noch vielen Unsinn ausprobiert, bis ich auf das Buch von M.O. Bruker "Unsere Nahrung - unser Schicksal" aus dem Emu Verlag gestoßen bin. Ich stellte daraufhin meine Ernährung auf leckere Vollwertkost um. Habe sogar eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin bei der GGB in Lahnstein gemacht, damit ich wirklich gesund werde und schmackhaft essen kann.
</p>

<p>
	Das ist mir gelungen. Mit 30 Jahren hatte ich alles kapiert. Ich hatte beruflich im Alter von 35 Jahren extrem viel Stress, aber die Psoriasis ist nicht mehr wieder gekommen. Es ist so einfach, diese Geißel los zu werden.
</p>

<p>
	Verzichten Sie auf allen Krempl, der teuer verkauft wird. Jeder muss selbst für sich sorgen, denn mit einer Ernährungsumstellung (die auf jeden Fall lecker ist) haben alle den Schlüssel in der Hand. Heute entsafte ich natürlich keine Brennessel mehr, ich habe mir im Frühjahr täglich einige Spitzen Brennessel geholt, in den Mixer mit Obst und Wasser und zu einem leckeren Getränk pürriert. Das ist eine super Früjahrskur, man muss sich etwas bücken, es kostet nichts und man bleibt gesund. Ich bin jetzt 64 Jahre und fit.
</p>

<p>
	<em>Rita H., Bayern</em>
</p>

<h2>
	Erfahrungen mit Lebertran
</h2>

<p>
	<strong>Axel hat eine verblüffend einfache Antwort von einem Arzt bekommen. Ihn interessiert, ob andere das auch bestätigen können.</strong>
</p>

<p>
	Um es kurz zu machen: Ich bin im Moment 21 und habe Schuppenflechte seit 15 Jahren. In den 15 Jahren habe ich viel ausprobiert, und nichts hat geholfen. vor jetzt gut 2 Monaten hatte ich auf der Arbeit einen kleineren Unfall, durch den ich Kontakt zu einem Arzt bekam, der bei der Frage nach einem Mittel gegen Schuppenflechte das Gesicht komisch verzog und mich fragte, ob das heute überhaupt noch ein Thema wäre. Auf meine sehr erstaunte Frage, wie er denn zu der Äußerung käme, antwortete er mir nur kurz, das Schuppenflechte auf der ganzen Welt vorkommen würde, bis auf die Eskimos. Und das einzige, was die Eskimos im Überschuss haben, wäre Vitamin A. ich sollte es einfach mal mit Lebertran probieren!
</p>

<p>
	So merkwürdig es klingt, es hat wirklich geholfen. die Flechte ist zwar (noch?) nicht ganz weg, aber es ist eine wesentliche Besserung eingetreten. An den Stellen, wo sonst eine dicke Schuppenschicht war, ist die Haut jetzt nur noch gerötet und zeigt ganz leichte grausilberne Stellen auf.
</p>

<p>
	Jetzt stell ich mir nur die Frage, warum man jahrelang von Arzt zu Arzt rennt, mit Chemie vollgestopft wird, wenn es so einfache, aber anscheinend unbekannte Mittel gibt. ist es eventuell nur so, weil die Ärzte an Lebertran nichts verdienen? Lebertran wird nämlich nicht von den Krankenkassen bezahlt. also kann der Arzt auch kein Rezept ausschreiben!
</p>

<p>
	Weiterhin würde das mit dem Lebertran auch erklären, warum die Schuppenflechte sich heutzutage so oft zeigt. Früher wurden Kinder jeden Abend mit einem Löffel Lebertran gequält!
</p>

<p>
	Ich nehme übrigens Kapseln, denn das Zeug schmeckt wirklich ekelhaft. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich erfahren würde, ob das mit dem Lebertran auch bei anderen Wirkung zeigt.
</p>

<p>
	Auf eine bessere Zukunft
</p>

<p>
	<em>Schuppi Axel</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Christian freut sich über seinen Erfolg mit Lebertran-Kapseln aus der Apotheke: "Ich fühle mich wohl in meiner Haut".</strong>
</p>

<p>
	Seit längerer Zeit leide ich unter Psoriasis und sie macht sich bemerkbar an der Kopfhaut, Ellbogen und im Intimbereich. Dieses Gebiet ist sehr lästig und einschneidend im Ausleben der Sexualität. Ich habe verschiedene Sachen versucht, aber nie befriedigende Resultate erzielt. Vor zwei Monaten habe ich über ihre Internetseiten mal geschaut, was es zu Psoriasis so gibt. Auf den Erfahrungsbericht von Axel bin ich neugierig geworden. Er beschreibt die massive Verbesserung der Hautsituation mit dem einfachen Mittel Lebertran. Ich fand das spannend und bin in die Apotheke gegangen und ein Präparat gekauft ohne zusätzliche Vitamine. Ich bin der Meinung, dass mit ausgewogener Ernährung sonst genug Vitamine unserem Körper zugefügt werden.
</p>

<p>
	Ich habe damit angefangen, eine Kapsel pro Tag zu nehmen. Der Erfolg ist sensationell. Die Haut ist ist geschmeidig, die befallenen Stellen rötlich gefärbt und glatt. Die starke Verhornung der Haut ist weg. Die Kopfhaut recht glatt geworden und die Schuppen beinahe verschwunden. Meine leidigen Stellen im Intimbereich sind auch "geheilt". Meine offene Haut in der Gesässspalte ,die auch sehr schmerzhaft war, ist zu und man sieht nichts mehr ausser leicht rötliche feine Haut.
</p>

<p>
	Ich bin sehr glücklich mit diesem Tipp und der alltägliche Stress zu meinem Aussehen und meiner Sexualität ist erheblich zurückgegangen und ich fühle mich wohl in meiner Haut.
</p>

<p>
	Die Psoriasis ist zwar nicht geheilt, aber es nicht zu vergleichen mit der Situation von vorher.
</p>

<p>
	Herzliche Grüsse
</p>

<p>
	<em>Christian (47), Schweiz</em>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>"Ich habe erstaunt die Berichte über die Wirkung von Lebertran-Kapseln gelesen. Die frohe Botschaft: Es wirkt!"</strong>
</p>

<div>
	Ich bin 47 und bei mir trat vor 2 Jahren eine Kopfschuppenflechte auf mit weiteren Erscheinungen im Gesicht und auf Brust und Rücken.
</div>

<p>
	Ich habe erstaunt die Berichte über die - noch dazu schnelle - Wirkung von Lebertran-Kapseln gelesen.
</p>

<p>
	Die frohe Botschaft: Es wirkt! Bereits nach einer Woche ist meine Haut im Brust- und Rückenbereich kaum wiederzuerkennen, die Entzündungen sind weg und die Pickel so gut wie verschwunden. Im Gesicht fühlt sich erstmals die Haut wieder angenehm weich an, und die Schuppen sind schon sehr stark zurückgegangen.
</p>

<p>
	Auf dem Kopf ist ebenfalls schon eine starke Besserung zu bemerken.
</p>

<p>
	Einfach unglaublich. 3-mal täglich eine Kapsel Lebertran statt zu inkompetenten Ärzten zu rennen.
</p>

<p>
	Absolut empfehlenswert. Ausprobieren. Weitersagen.
</p>

<p>
	Gruß
</p>

<p>
	<em>Helmut</em>
</p>

<h2>
	Hinweis auf Bitterstoffe für die Leber
</h2>

<p>
	<strong>Lutz T. hat seine Behandlerin im Haus: Seine Frau ist Heilpraktikerin. Sie rät ihm zu Bitterstoffen. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.</strong>
</p>

<p>
	Hallo zusammen.
</p>

<p>
	ich habe auch Schuppi, aber leide nicht allzu sehr darunter, da sie die Symptome noch in gewissem Rahmen halten. werden allerdings derzeit, bin 53 J., langsam aber stetig schlimmer.
</p>

<p>
	So, nun zum Punkt. Meine Frau ist seit 1 Jahr Heilpraktikerin und Homöopathin. Persönlich habe ich große Probleme mit ihr, aber fachlich lasse ich nichts auf sie kommen. Sie war in beiden Ausbildungen in renommierter Hand und hat bestens abgeschlossen. Auch zuvor hat sie bereits Jahre lange Erfahrung, auch selbstständig, im Gesundheitsbereich.
</p>

<p>
	Die Homöopathie hat bisher bei mir noch nicht angeschlagen, und hier ist der Punkt. Dazu sagt sie nämlich, dass ich mich, gerade wegen der Psoriasis unbedingt anders ernähren muss. Da hilft auch keine Homöopathie, wenn ich das nicht ändere.
</p>

<p>
	Anders insofern, als das die Leber unbedingt Bitterstoffe braucht, und zwar reichlich, und wenig Getreide, und wenn dann Vollkorn. Aber der Knackpunkt, neben einer sowieso wichtigen gesunden Ernährung, sind die Bitterstoffe. Diese kann man konsumieren z. B. durch Löwenzahn, Artischocken, 1-2 Stück Bitterschokolade, "Schwedenbitter", Rohkost wie Chicorree, Curcuma-Pulver und was weiß ich. Aber eben reichlich Bitterstoffe, dazu gesunde Ernährung, 1-2 mal Baden in Eichenrinde und Hautpflege mit Weleda Calendula Salbe und Aloe-Vera-Gel.
</p>

<p>
	Ich richte mich derzeit noch nicht danach und habe das auch nicht weiter erfragt. Alles Weitere findet ihr sicher übers Netz raus. Aber vielleicht kommt jemand damit aus seinen Beschwerde raus.
</p>

<p>
	Über kurz oder lang werde ich aber auch mehr in der Richtung versuchen.
</p>

<p>
	<em>Lutz T.</em>
</p>

<h2>
	Brot, Reis und Kartoffeln – die Übeltäter?
</h2>

<p>
	Ich habe ausprobiert, welche Lebensmittel mir und meiner Haut nicht guttun: Brot, Reis und Kartoffeln gehören dazu. Haben andere Menschen ähnliche oder andere Erfahrungen?
</p>

<p>
	Pso erstmalig mit vier Jahren, dann bis 15 erscheinungsfrei; seitdem mehr oder weniger stark. Betroffene Stellen vorwiegend am Körper im Hüftbereich, Ellbogen und Beine.
</p>

<p>
	Ich habe Behandlungen bis zum Abklingen der Erscheinungen mit Poloris-Lotion durchgeführt, die Stellen kammen aber nach einigen Wochen wieder. Weshalb ich schreibe: Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass das Essen von Brot, Kartoffeln und Reis die Flecken bzw. Schuppenbildung verstärkt. Das Essen von 'normalem' Brot (Bio oder nicht, Vollkornmehl oder Auszugsmehl, vom Supermarkt oder vom Biobäcker) führt regelmäßig zu verstärkter Schuppenbildung. Dies gilt insbesondere für das in den letzten Jahren Häufiger angeboten Ciabatta (ein italienisches Weißbrot), das zusätzlich schon nach Stunden zu einem Juckreiz führt.
</p>

<p>
	Starker Konsum (alle ein bis zwei Tage) von Kartoffeln führt bei mir zu einer vermehrten Fleckenbildung im Gesicht.
</p>

<p>
	Nach diesen Beobachtungen habe ich mehrfach probiert, Brot, Reis und andere Cerealien sowie Kartoffeln wegzulassen. (Lassen wir die Schwierigkeiten auf der Ernährungsseite mal unbeachtet; es ging mir um die prinzipielle Erfahrung!). Das Ergebnis war: Die Schuppenbildung ließ schnell (innerhalb von 4-5 Tagen nach). Die betroffenden Stellen wurden 'flacher'. Nach drei bis vier Wochen fingen die Stellen an, sich zurückzubilden. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
</p>

<p>
	<em>R. E., Köln</em>
</p>

<h2>
	Erfolg mit einer Kohlenhydrate-Diät
</h2>

<p>
	Alex (43) ging mit einer Kohlenhydrate-Diät sowohl gegen zu viele Pfunde als auch gegen seine Psoriasis an. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.
</p>

<p>
	Vor 3 Jahren zeigten sich bei mir Pusteln an den Fusssohlen und ein halbes Jahr später auch an den Handflächen. Zum Teil waren auch die Nägel davon befallen. Meine Dermatologin sagte mir, dass dies eine Psoriasis pustulosa palmoplantaris sei und verschrieb mir Kortison, Tinktur und anderes. Kurzzeitig wurde es dann auch besser aber irgendwie stellt sich der Körper auf das Kortison ein und es tritt ein "Gewöhnungseffekt" ein. Somit habe ich diese Präparate nur noch im "Notfall" angewendet. Stress stellt ganz bestimmt einen Auslöser dar und drum versuche ich den so weit es geht zu vermeiden, aber man kann halt nicht immer!
</p>

<p>
	Dieses Jahr beschlossen wir nach Weihnachten die aufgefutterten Kilos mit einer Kohlenhydrate-Diät zu bekämpfen. Kein Brot, Kartoffel, Nudeln, Reis etc., auch keinen oder ganz wenig Käse, Joghurt usw... Nur mageres Fleisch, Gemüse, Eier etc. Das klappt ganz gut, das Gewicht ist nach 3-4 Wochen wieder da wo es sein sollte und die Psoriasis ist komplett abgeheilt und verschwunden(das hab ich in den letzten 3 Jahren nicht mal mit Kortison geschafft). Ich verzichte aber z.B. nicht komplett auf Zucker, Bier oder Kaffee sondern reduziere wo möglich. Süssstoff lasse ich z.B. komplett weg, da halte ich nichts davon.
</p>

<p>
	Den vielen Berichten zufolge besteht bestimmt eine Verbindung zwischen Psoriasis und dem Stoffwechsel, nur weiss ich nicht, weil ich etwas weg lasse beim essen oder weil ich mehr Eier esse... also ist Experimentieren angesagt!
</p>

<p>
	Viele Grüsse
</p>

<p>
	<em>Alex</em>
</p>

<h2>
	Besserung der Schuppenflechte mit Ernährungsumstellung
</h2>

<p>
	Angefangen hat die Schuppenflechte bei Werner M. mit einer fingernagelgroßen Stelle an der linken Wade. Auslöser waren vielleicht die Pubertät oder ein Umzug von Franken ins Ruhrgebiet. Ein weiterer Erfahrungsbericht eines Betroffenen.
</p>

<p>
	Als betroffener Psoriatiker habe ich folgende Erfahrungen gesammelt. Angefangen hat es bei mir mit einer fingernagelgroßen Stelle an der linken Wade. Auslöser war vielleicht die Pubertät oder ein Umzug von Franken ins Ruhrgebiet (Luftverschmutzung?).
</p>

<p>
	So nach und nach waren Arme/Kopfhaut/Rücken/Bauch. Mit bis zu 15 Zentimeter großen Plaques besiedelt. Spritzen/Cremes haben mir nie geholfen, habe ich aber sporadisch immer mal neue ausprobiert, ohne Erfolg.
</p>

<p>
	Das einzige, was mir für etwa 1 Jahr geholfen hat, war eine Klimatherapie am Toten Meer. Danach habe immer in der Zeit von Oktober bis März auftretenden neuen Schübe mit einer in USA gekauften Salbe und Sonnenbädern erfolgreich behandelt.
</p>

<p>
	Nach nunmehr 60 jähriger Erfahrung möchte ich zurückblickend feststellen, dass es auch der übermäßige Genuss von Kohlehydraten sein könnte, der die Psoriasis fördert oder entstehen lässt. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung habe ich einen beginnenden Diabetes Typ 2, (der ja auch zu diesen Autoimmun-Erkrankungen gehört) nachweislich mit Erfolg behandelt. Da sich auch meine Cholesterin-Werte positiv geändert haben, Ist es vielleicht ein Hinweis für weitere Umfragen.
</p>

<p>
	Ich habe mich nach einer Beratung an der sogenannten Ernährungspyramide orientiert. Sehr viel Obst, sehr viel Gemüse, wie empfohlen sehr viel Fisch und alles worauf ich Appetit habe in reduzierten Mengen, jedoch noch immer zuviel. Z.B. Butter nur am Wochenende, Pommes mit viel Majo nur einmal im Monat usw.
</p>

<p>
	Als Snack-Ersatz gibt es zur Belohnung 50 Gramm Walnüsse pro Tag und auf die Woche verteilt ½ Tafel Bitterschokolade mit Chilli. Alkohol nur am Wochenende und an Feiertagen (3 Glas Wein am Abend.) Da ich jeden Tag notiere, wie viel und was, ist es schon interessant festzustellen, was sich im Körper so nach und nach verändert.
</p>

<p>
	<em>Werner M.</em>
</p>

<div>
	<div>
		<h2 id="toc3">
			<span style="color:#990000;">Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</span>
		</h2>

		<div>
			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/rundschau-nahrungsergaenzungsmittel-und-psoriasis/" rel="">Dubiose Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln erkennen</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Draufgeschaut</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/chlorophyll-tropfen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Chlorophyll-Tropfen gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis – was ist dran?</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Analyse</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/veluvia-kapseln-kritik/" rel="">Wunderkapseln Veluvia auseinandergenommen</a>
			</p>

			<p>
				<span style="color:#990000;">➔ </span><strong><span ipsnoautolink="true">Forum</span></strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
			</p>
		</div>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">708</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2004 08:03:00 +0000</pubDate></item><item><title>Glutenfreie Ern&#xE4;hrung bei Schuppenflechte: F&#xFC;r wen lohnt es sich wirklich?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrung-gluten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2003_11/gebaeck.jpg.7eaa7fcde4f79ea58b6c9c94a4e9a382.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Du hast Schuppenflechte und fragst dich, ob eine Ernährungsumstellung helfen kann? Das Thema Gluten kommt dabei immer wieder auf. Vielleicht hast du schon Erfolgsgeschichten gehört oder bist unsicher, ob der Hype berechtigt ist. Die kurze Antwort lautet: Ja, eine glutenfreie Ernährung kann die Symptome der Psoriasis und Psoriasis-Arthritis deutlich verbessern – aber bei Weitem nicht bei jedem.
</p>

<p style="text-align: center;">
	Dieser Artikel erklärt dir, was die Wissenschaft dazu sagt, für wen ein Verzicht auf Gluten sinnvoll ist und wie du am besten vorgehst, wenn du es ausprobieren möchtest.
</p>

<h2>
	Das Wichtigste in Kürze
</h2>

<p>
	Menschen mit Schuppenflechte haben ein <a href="https://academic.oup.com/bjd/article-abstract/142/1/44/6689927?redirectedFrom=fulltext&amp;login=false" rel="external nofollow">nachweislich höheres Risiko, auch eine unentdeckte Zöliakie oder eine Glutensensitivität zu haben</a>.
</p>

<p>
	Besonders gut belegt ist der positive <a href="https://www.dovepress.com/prevalence-of-antigliadin-iga-antibodies-in-psoriasis-vulgaris-and-res-peer-reviewed-fulltext-article-JMDH" rel="external nofollow">Effekt einer glutenfreien Diät für Psoriasis-Betroffene, die bestimmte Antikörper (Anti-Gliadin-Antikörper) im Blut haben</a>.
</p>

<p>
	Für alle anderen Psoriasis-Patienten ist die Datenlage uneinheitlich. Ein Versuch kann individuell sinnvoll sein, ist aber keine garantierte Lösung.
</p>

<p>
	Ganz wichtig: Bevor du deine Ernährung umstellst, sprich unbedingt mit einem Arzt und lasse dich testen. Ein Test auf Zöliakie funktioniert nur, solange du noch Gluten isst.
</p>

<h2>
	Der Zusammenhang: Wie Gluten deine Haut beeinflussen kann
</h2>

<p>
	Um zu verstehen, warum Gluten bei manchen Menschen die Schuppenflechte verschlimmert, müssen wir uns zwei Dinge ansehen: die Zöliakie und die sogenannte Glutensensitivität.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Zöliakie</strong>: Das ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut auslöst. Diese Entzündung kann sich auf den ganzen Körper auswirken und andere Autoimmunerkrankungen, wie die Psoriasis, negativ beeinflussen oder "triggern". Studien zeigen, dass Psoriasis-Patienten etwa <a href="https://www.rosenfluh.ch/arsmedici-2020-24/zoeliakie-und-assoziierte-hauterkrankungen" rel="external nofollow">zwei- bis dreimal häufiger eine Zöliakie haben als die Allgemeinbevölkerung</a>.
	</li>
	<li>
		<strong>Glutensensitivität </strong>(Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität): Manche Menschen reagieren auf Gluten mit Symptomen, obwohl eine Zöliakie und eine Weizenallergie ausgeschlossen wurden. Auch hier können im Körper Entzündungsreaktionen ablaufen, die sich auf die Haut auswirken.
	</li>
</ul>

<p>
	Bei beiden Zuständen reagiert das Immunsystem auf Gluten. Da die Psoriasis ebenfalls eine Erkrankung des Immunsystems ist, ist es plausibel, dass dieser "Stress" durch Gluten die Schuppenflechte verschlimmern kann.
</p>

<h2>
	Für wen ist der Nutzen einer glutenfreien Diät belegt?
</h2>

<p>
	Die Forschung hat eine bestimmte Patientengruppe identifiziert, die am meisten profitiert. Eine <a href="https://academic.oup.com/bjd/article-abstract/142/1/44/6689927?redirectedFrom=fulltext&amp;login=false" rel="external nofollow">Studie, die im "British Journal of Dermatology" veröffentlicht wurde</a>, zeigte dies sehr deutlich:
</p>

<p>
	Psoriasis-Patienten mit Antikörpern gegen Gliadin (ein Bestandteil von Gluten) wurden drei Monate auf eine glutenfreie Diät gesetzt. Bei über 80 Prozent von ihnen besserten sich die Hautsymptome deutlich.
</p>

<p>
	Eine Kontrollgruppe von Psoriasis-Patienten ohne diese Antikörper zeigte hingegen keine Besserung durch die Diät.
</p>

<p>
	Das bedeutet für dich: Der größte Nutzen ist zu erwarten, wenn bei dir eine Zöliakie oder zumindest eine nachweisbare Empfindlichkeit gegenüber Gluten vorliegt.
</p>

<h2>
	Der Weg zum Selbsttest – aber richtig!
</h2>

<p>
	Wenn du vermutest, dass Gluten deine Schuppenflechte beeinflusst, gehe bitte systematisch vor. Eine unüberlegte Ernährungsumstellung kann mehr schaden als nutzen.
</p>

<h3>
	Schritt 1: Sprich mit deinem Arzt
</h3>

<p>
	Erkläre deinem Hautarzt oder Hausarzt deinen Verdacht. Bitte um eine Blutuntersuchung, um die relevanten Antikörper zu bestimmen (insbesondere Gewebstransglutaminase-IgA-Antikörper für Zöliakie und ggf. Gliadin-Antikörper).
</p>

<p>
	WICHTIG: Für diesen Test musst du dich ganz normal ernähren und regelmäßig glutenhaltige Produkte essen. Ansonsten kann das Ergebnis falsch-negativ ausfallen.
</p>

<h3>
	Schritt 2: Die Diagnose abwarten
</h3>

<p>
	Wird eine Zöliakie festgestellt, ist die Diagnose klar und eine lebenslange glutenfreie Ernährung medizinisch notwendig. Dies wird nicht nur deiner Haut, sondern vor allem deiner allgemeinen Gesundheit zugutekommen. Werden erhöhte Gliadin-Antikörper ohne Zöliakie gefunden, kann dies auf eine Glutensensitivität hindeuten.
</p>

<h3>
	Schritt 3: Der begleitete Auslassversuch
</h3>

<p>
	Auch wenn die Tests unauffällig sind, kannst du in Absprache mit deinem Arzt einen zeitlich begrenzten Auslassversuch starten.
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Dauer</strong>: Ernähre dich für mindestens drei Monate konsequent glutenfrei. Eine kürzere Zeit ist oft nicht aussagekräftig.
	</li>
	<li>
		<strong>Dokumentation</strong>: Führe ein Symptom-Tagebuch. Wie entwickelt sich dein Hautzustand (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr>-Score, Juckreiz)? Wie fühlst du dich allgemein (Verdauung, Energielevel, Gelenkschmerzen bei <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>)? Fotos können helfen, Veränderungen objektiv zu beurteilen.
	</li>
</ul>

<h3>
	Schritt 4: Bewertung
</h3>

<p>
	Zeigt sich nach drei Monaten eine deutliche Besserung, ist ein Zusammenhang wahrscheinlich. Besprich mit deinem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft, wie du die Ernährung langfristig gestalten kannst, ohne dass es zu Nährstoffmängeln kommt.
</p>

<h2>
	Was bedeutet "glutenfrei" genau?
</h2>

<p>
	Gluten ist das "Klebereiweiß" in vielen Getreidesorten. Ein Verzicht bedeutet, auf folgende Dinge zu achten:
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>Zu meidende Lebensmittel</strong> (glutenhaltig)
			</td>
			<td>
				<strong>Erlaubte Alternativen</strong> (glutenfrei)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Getreide</strong>: Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Einkorn, Emmer, Kamut
			</td>
			<td>
				<strong>Getreide/Pseudogetreide</strong>: Reis, Mais, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Produkte</strong>: Normales Brot, Brötchen, Nudeln, Pizza, Kuchen, Kekse, Müsli, Couscous, Bulgur    
			</td>
			<td>
				<strong>Produkte</strong>: Glutenfreie Backwaren, Nudeln aus Reis/Mais/Linsen, Kartoffeln, Süßkartoffeln
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Getränke</strong>: Bier, Malzbier
			</td>
			<td>
				<strong>Getränke</strong>: Wein, Sekt, reine Säfte, Wasser
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Verstecktes Gluten</strong>: Paniertes Fleisch, Fertigsoßen, Suppenwürfel, manche Wurstsorten, Ketchup, Chips
			</td>
			<td>
				<strong>Tipp</strong>: Auf das offizielle Symbol der durchgestrichenen Ähre auf der Verpackung achten.
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<strong>Achtung bei Hafer</strong>: Hafer ist von Natur aus glutenfrei, aber beim Anbau und der Verarbeitung oft mit Weizen kontaminiert. Verwende nur Produkte, die explizit als "glutenfreier Hafer" gekennzeichnet sind.
</p>

<h2>
	Nachteile und Risiken
</h2>

<p>
	Eine glutenfreie Ernährung ist kein Allheilmittel und hat auch Nachteile:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Kosten</strong>: Glutenfreie Produkte sind oft deutlich teurer.
	</li>
	<li>
		<strong>Sozialer Aufwand</strong>: Essen gehen, Einladungen bei Freunden – all das erfordert mehr Planung.
	</li>
	<li>
		<strong>Nährstoffmangel</strong>: Wer einfach nur Weizenprodukte weglässt, riskiert einen Mangel an Ballaststoffen, B-Vitaminen und Eisen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und glutenfreien Vollkornalternativen ist entscheidend.
	</li>
</ul>

<h2>
	Fazit: Ein gezielter Versuch für eine bestimmte Gruppe
</h2>

<p>
	Eine glutenfreie Diät ist kein Wundermittel für jeden Psoriasis-Betroffenen. Sie ist jedoch eine sehr wirksame Therapieoption für die Untergruppe von Patienten, die gleichzeitig an einer Zöliakie oder einer nachgewiesenen Glutensensitivität leiden.
</p>

<p>
	Wenn du einen Zusammenhang vermutest, ist der richtige Weg: Erst zum Arzt, testen lassen und dann – bei positivem Befund oder nach Absprache – einen konsequenten und gut dokumentierten Auslassversuch starten. So findest du heraus, ob du zu denjenigen gehörst, denen ein Verzicht auf Gluten wirklich hilft.
</p>

<h2>
	Lesetipps zum Thema Gluten und glutenfreie Ernährung
</h2>

<p>
	<strong>Mehr Gluten, mehr Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis? Nein!</strong><br>
	(<a href="https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/gluten-kein-risikofaktor-fuer-diese-hautkrankheiten-und-arthritis-128032/" rel="external nofollow">PTA Forum, 17.09.2021</a>)<br>
	"Das Risiko für die Entstehung von Schuppenflechte (Psoriasis), Psoriasis-Arthritis und Neurodermitis steigt selbst bei erhöhter Gluten-Aufnahme nicht", haben Forscher <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31404570/" rel="external">in einer Studie ermittelt</a>. Um diese Aussage treffen zu können, befragten sie Frauen alle vier Jahre, ob bei ihnen Schuppenflechte, Psoriasis arthritis oder Neurodermitis aufgetreten ist. Dann verglichen sie das Ergebnis bei denen, die mit ihrer Nahrung wenig Gluten aufnahmen mit denen, die viel aufnahmen.
</p>

<p>
	Allerdings sagt das nichts über die aus, die gar kein Gluten aufnehmen, also sich glutenfrei ernähren.
</p>

<p>
	<strong>Die Unverträglichkeit von Gluten – ein Riesengeschäft</strong><br>
	(<a href="https://www.zeit.de/2013/48/gluten-unvertraeglichkeit" rel="external nofollow">Die Zeit, 21.11.2013</a>)<br>
	Zehn Jahre lang ernährte sich der ZEIT-Autor Johannes von Gudow mit glutenfreier Kost. Nur: Seine Beschwerden wurden gar nicht vom Weizen hervorgerufen. Wer wirklich eine Zöliakie hat, muss sich fortan glutenfrei ernähren, und das ist alles andere als einfach - ohne Frage. Doch der Verdacht darauf ist auch ein Milliardengeschäft.
</p>

<p>
	<strong>Essen und Trinken bei Zöliakie</strong><br>
	(<a href="https://www.dge.de/presse/meldungen/2024/essen-und-trinken-bei-zoeliakie/" rel="external">Deutsche Gesellschaft für Ernährung</a>)<br>
	Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) über eine Ernährungstherapie bei Zöliakie
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/6182-mein-erfolg-bei-schuppenflechte-mit-verzicht-auf-gluten/" rel="">Erfolg bei Schuppenflechte mit Verzicht auf Gluten</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/24663-gluten-weizen-und-schuppenflechte-hat-jemand-erfahrung-damit/" rel="">Gluten, Weizen und Schuppenflechte: Hat jemand Erfahrung damit?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Schuppenflechte und Ernährung</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">81</guid><pubDate>Sat, 29 Nov 2003 04:28:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte und Ern&#xE4;hrung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/psoriasis-ernaehrung.jpg.15adf2727eaaa60d867150e0d53c0867.jpg" /></p>
<p>
	<b>Diät-Tipps für Menschen mit Psoriasis gibt es in rauhen Mengen. Manche davon mögen sinnvoll sein, viele zeugen jedoch von unangebrachter Hysterie. Klar muss jedem Schuppenflechte-Betroffenen sein: Er muss seine Ernährung immer wieder auf den Prüfstand stellen.</b>
</p>

<h2>
	Das Wichtigste auf einen Blick
</h2>

<ul>
	<li>
		Es gibt <strong>keine allgemeingültige Psoriasis-Diät</strong>, aber eine bewusste Ernährung kann Symptome lindern.
	</li>
	<li>
		Eine <strong>antientzündliche Ernährung</strong> mit viel Gemüse, Omega-3-Fetten (z.B. in Fisch) und wenig rotem Fleisch ist die beste Basis.
	</li>
	<li>
		<strong>Übergewicht zu reduzieren</strong> und <strong>auf Alkohol zu verzichten</strong> hat oft den größten positiven Effekt.
	</li>
	<li>
		Testen Sie individuell, welche Lebensmittel Ihnen guttun und welche nicht (z.B. durch ein Ernährungstagebuch).
	</li>
</ul>

<h2>
	Das Wichtigste im Einzelnen
</h2>

<p>
	Mit Abstand am erfolgreichsten wirkt es auf die Psoriasis, wenn Betroffene ihr Übergewicht (Adipositas) abbauen: durch Ernährungsberatung und -begleitung, seriöse Diätprogramme (Protein-Diät, „Der Ernährungskompass“) oder chirurgische Eingriffe (Magenband, Magenbypass). Fasten dagegen wir zur reinen Gewichtsreduktion nicht empfohlen.
</p>

<h2>
	Lebensmittel
</h2>

<p>
	Lebensmittel, die Entzündungen oder Juckreiz fördern, sollten sicherheitshalber gemieden oder reduziert werden. Ihre tatsächliche Wirkung ist wissenschaftlich kaum erforscht. Dazu gehören vor allem gesättigte Fettsäuren. Die sollten auf 1/3 des Bedarfs gesenkt werden. Es ist wahrscheinlich, dass sie chronisch-entzündliche Krankheiten anfeuern. Sie sind enthalten in allen tierischen Lebensmitteln (Butter, Milchprodukte, Fleisch + Wurst). Zudem sind sie Bestandteil pflanzlicher, fester Fette (auch Kokosfett und gehärtete Pflanzenöle) und in Süßwaren oder Gebäck. Fertiggerichte und Fast Food enthalten sehr viel gesättigte Fettsäuren.
</p>

<h2>
	Nahrungsergänzungsmittel
</h2>

<p>
	Es gibt Wirkstoffe, die allgemein Entzündungen hemmen sollen. Die kann man pur als Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen oder mit Lebensmitteln, in denen sie enthalten sind. Trotzdem sollte man sich nicht zu viel erhoffen, denn jede Krankheit hat ihre eigenen Entzündungsbotenstoffe. Das sind z.B. bei Psoriasis die Interleukine 17 und 23.
</p>

<p>
	Für keines der in diesem Zusammenhang immer wieder genannten Nahrungsergänzungsmittel liegen eindeutige Belege vor, dass sie Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis positiv beeinflussen können: Das gilt für Omega-3-Fettsäuren, Selen oder Vitamin B12 und Kurkuma.
</p>

<p>
	Für Vitamin D gibt es Hinweise, dass es positiv auf Gelenk-Schuppenflechte wirkt. Für alle anderen gilt: Nur bei im Labor festgestelltem Mangel sollte Vitamin-D- zusätzlich aufgenommen werden.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <em>Zu diesem Thema haben wir einen <strong>Ratgeber</strong> geschrieben: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/rundschau-nahrungsergaenzungsmittel-und-psoriasis/" rel="">Was zeigen <strong>aktuelle Studien zu Nahrungsergänzungsmitteln</strong> bei Psoriasis (arthritis)?</a></em>
</p>

<h2>
	Diät-Formen
</h2>

<p>
	Die einen können essen, was sie wollen – die Psoriasis zeigt sich unbeeindruckt davon. Andere merken im Laufe der Zeit, dass ihnen einzelne Lebensmittel schaden. Also: Es gibt nicht <i>die</i> Super-Diät, mit der die Schuppenflechte sich davon macht. Wie bei der Suche nach dem wirksamsten Medikament gilt auch hier: suchen, suchen, suchen.
</p>

<p>
	Trotzdem kann eine Diät durchaus helfen, solange sie nicht zu Mangelerscheinungen führt: Wer von einer eher ungesunden zu einer tendenziell gesunden Ernährung wechselt, hat gute Chancen, dass sich die Psoriasis-Symptome verbessern. Verstärkt wird das durch das persönliche Gefühl, aus eigener Kraft durch Änderung des Lebensstils auf die Krankheit einzuwirken.
</p>

<p>
	Als „Goldstandard“ wird bei chronisch entzündlichen Krankheiten empfohlen, eine „Mittelmeer-Diät“ einzuhalten. Ihre Wirkung ist zwar nicht belegt, aber plausibel. Mit Sicherheit ist sie die gesündere Alternative zur Normalkost der Durchschnittsbevölkerung.
</p>

<h3>
	Mittelmeerkost
</h3>

<p>
	Sie besteht aus viel Gemüse und Obst, frischem Fisch, Vollkornprodukten und möglichst unbehandeltem Getreide, Oliven und kaltgepresstem Olivenöl. Dazu gezählt wir außerdem mäßiger Rotweinkonsum.
</p>

<p>
	Anschaulich wird das dargestellt in einer "Mittelmeerdiät-Pyramide".
</p>

<h3>
	Nordische Diät
</h3>

<p>
	Sie legt Wert auf regional typische Lebensmittel“ wie Beeren, Walnüsse, Wurzelgemüse, Vollkornprodukte (auch aus Roggen), dazu Lachs und Rapsöl. Auf Butter, rotes Fleisch und Weißmehl-Produkte wird dagegen weitgehend verzichtet.
</p>

<h3>
	Optimierung der Diät
</h3>

<p>
	Zusätzlich wird empfohlen
</p>

<ul>
	<li>
		unverfälschte, naturbelassene Lebensmittel auszuwählen,
	</li>
	<li>
		gute Fette zu benutzen, z.B. unraffinierte Öle,
	</li>
	<li>
		das Immunsystem des Darms zu stärken mit Ballast-Stoffen und präbiotisch wirkenden Lebensmitteln.
	</li>
	<li>
		statt Kalorien zu zählen, protein- (eiweiß-) haltige Lebensmittel aus verschiedenen Quellen zu nutzen (auch Fleisch),
	</li>
	<li>
		auf die Menge, die man isst, zu achten (empfohlene Portion: ein Teller voll),
	</li>
	<li>
		selten zu essen, Bitterstoffe als Heißhungerbremse einzusetzen und eine Essenspause von mindestens 12 Stunden einzulegen (Intervallfasten).
	</li>
	<li>
		Herauszufinden, was einem individuell schmeckt und bekommt („individueller Wirkstoffspiegel“).
	</li>
</ul>

<p>
	Wichtig: Eine Diät ist stets nur ein Baustein, um die Psoriasis positiv zu beeinflussen oder eine Therapie zu unterstützen: Weitere Maßnahmen sind Sport und Bewegung, Verzicht auf Alkohol und Rauchen, Abbau von Stress (einschließlich Schlafprobleme) und Lösung psychisch-sozialer Probleme, regelmäßiges Heilfasten, Verringerung umweltbedingter Einflüsse (Feinstaub, Verkehrslärm), Behandlung von Begleiterkrankungen einschließlich Depressionen.
</p>

<h2>
	Ein Wort zu glutenfreier Ernährung
</h2>

<p>
	20 Prozent der Menschen mit Psoriasis haben einen Antikörper gegen Weizen im Blut. Trotzdem ist eine „Glutenunverträglichkeit“ nicht messbar. Empfohlen wird, sich drei bis sechs Monate lang glutenfrei zu ernähren (ohne Weizen, hefehaltiges Bier, Kaffee, Spinat oder Äpfel). Wenn sich dadurch die Schuppenflechte nicht verändert, muss man sich nicht weiter glutenfrei ernähren.
</p>

<h2>
	Expertenmeinungen
</h2>

<h3>
	<span id="cke_bm_161S" style="display: none;"> </span>Die Tipps der Ernährungs-Docs
</h3>

<p>
	Zu den "Ernährungs-Docs" kommen Menschen mit ganz verschiedenen Krankheiten. Die werden nach einer Untersuchung mit deutlichen Hinweisen in ihren Alltag geschickt und mehrere Monate lang begleitet. Bislang waren zwei Psoriasis-Patienten und ein Mann mit Psoriasis arthritis bei ihnen zu Gast. Die Ernährungs-Docs rieten zwei von ihnen zu Intervallfasten und allen dreien zu einer antientzündlichen Ernährung.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em><em><span class="ipsEmoji">👉</span></em> Den <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Tipps der Ernährungs-Docs</a> haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.</em>
</p>

<h3>
	Tipps von Dr. Yael Adler
</h3>

<p>
	Bei Psoriasis wirken Alkohol und Übergewicht eindeutig verschlechternd, Fischöl dagegen verbessert das Hautbild. Ein Teil der Schuppenflechtepatienten bekommt durch glutunfreie Kost eine bessere Haut, sofern sie Antikörper gegen das Weizenklebereiweiß im Blut haben. Gluten kommt übrigens nicht nur in Wizen, sondern auch in Getreidesamen von Roggen, Dinkel, Hafer und Gerste vor. Daher muss man als Betroffener auch unbedingt Bier weglassen, denn auch das enthält Gluten.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em>Quelle: Buch „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/haut-nah-alles-ueber-unser-groesstes-organ" rel="">Hautnah – Alles über unser größtes Organ</a>“</em>
</p>

<h3>
	Tipps von Professor Andreas Michalsen
</h3>

<p>
	Alkohol, gesättigte Fette und arachidonsäurereiche Nahrungsmittel (Fleisch, Wurst, Eier und Milchprodukte) sollten vermieden werden. Patienten mit Zöliakie leiden häufiger unter Psoriasis. Es wird daher diskutiert, ob eine glutenfreie Ernährung auch die Psoriasis bessern kann. Ich rate zu einem Versuch mit glutenfreier Ernährung nur dann, wenn Zöliakie-Antikörper im Blut positiv sind. Diese beweisen zwar nicht allein eine Glutenunverträglichkeit, aber in der Praxis hat sich gezeigt, dass Psoriasis-Patienten mit positivem Antikörperbefund von einer glutenfreien Diät profitieren. 
</p>

<p>
	Seine Ernährungsempfehlungen bei Psoriasis
</p>

<ul>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Kurkuma
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Leinöl, Leinsamen, Walnüsse (Omega-3-Fettsäuren) 
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Grüner Tee
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Weizenkeimöl, Schwarzkümmelöl 
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Borretsch (auch enthalten in der Frankfurter Grünen Soße)
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Granatapfel
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Ingwer
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Quercetin-haltige Lebensmittel wie Äpfel, Kapern, rote Trauben, Zwiebeln, Brokkoli, Grünkohl, Beeren und Sanddorn
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Ballaststoffe (bei Menschen mit Psoriasis ist häufig das Mikrobiom im Ungleichgewicht,durch Ballaststoffe kommt es wieder ins Lot).
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> Algen
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Quelle: Buch „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/ernaehrung/mit-ernaehrung-heilen" rel="">Mit Ernährung heilen</a>“</em>
</p>

<h3>
	Der Hausarzt
</h3>

<p>
	Der SWR hat den netten <a href="https://www.ardaudiothek.de/sendung/1000-antworten/62520168/" rel="external nofollow" target="_blank">Podcast "1000 Antworten"</a> mit Antworten auf sehr viele Alltagsfragen, klein gehäckselt in Beiträge mit je zwei Minuten Länge. Da kann man immer mal zwischendurch etwas lernen.
</p>

<p>
	Immer wieder geht es auch um Gesundheitsfragen – und in dieser Folge um die <span ipsnoautolink="true">Ernährung bei Psoriasis</span>. Der Hausarzt Jürgen Herbers erklärt, welche Ernährungsempfehlungen er Menschen mit Psoriasis gibt. Für ihn geht es darum, "alles zwegzulassen, was Entzündungsprozesse steigern könnte".
</p>

<p>
	Das sind <a href="https://www.ardaudiothek.de/episode/1000-antworten/wie-sollte-die-ernaehrung-bei-psoriasis-aussehen/swr/10644753/" rel="external nofollow">seine Empfehlungen</a>:
</p>

<ul>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> <strong>Obst und Gemüse</strong>: Gemüse sollte man roh oder gegart essen, auch viel Obst – weil Obst und Gemüse viele entzündungshemmende Stoffe enthalten, die vor allem auch unter der Schale zu finden sind. Beeren sind sehr wichtig. Rohkost sollte man wegen der Verträglichkeit abends nicht verzehren.
	</li>
	<li>
		<strong><span class="ipsEmoji">❌</span> Fleisch</strong>: Fleischkonsum sollte man möglichst sehr stark einschränken, höchstens zwei Mal in der Woche Fleisch essen. Schweine- und Kalbfleisch enthalten entzündungsfördernde Stoffe. Deshalb würde man versuchen, auf Gemüsefleisch "umzugehen".
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> <strong>Fisch</strong>: Fisch und Meeresfrüchte sind sehr wichtig, insbesondere Lachs, Hering und Makrele, weil die sehr viel von den Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D liefern.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> <strong>Öle</strong>: Leinöl enthält viele entzündungshemmende Stoffe. Weizenkeimöl ist reich an Vitamin E.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✅</span> <strong>Nüsse</strong>: Es sind vor allem die Walnüsse, egal, ob pur, im Salat oder Müsli.
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Quelle: Podcast "1000 Antworten" vom SWR, erschienen am: 10.07.2022</em>
</p>

<h3>
	Die Meinung aus Hersbruck
</h3>

<p>
	Allererste Maßnahme muss bei den meisten Menschen eine Gewichtsreduktion sein. "Jeder zweite Deutsche hat Übergewicht, jeder fünfte ist fettleibig", weiß Astrid Menne von der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-akut-kliniken/psorisol-hautklinik/" rel="">PsoriSol-Klinik</a> in Hersbruck. Die Ursachen seien bekannt: Bewegungsmangel und zu viele Kalorien im Essen, die von zu viel Fett und Alkohol herrühren. Komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe kommen zu kurz.
</p>

<p>
	Die Gefahr: Übergewicht oder gar Fettleibigkeit bieten der Psoriasis tolle "Nahrung". Astrid Menne erklärt: "Übergewicht und Fettsucht erhöhen das Risiko von hohen Blutfettspiegeln, Bluthochdruck und Diabetes mellitus." Wer diese Symptome mit sich herumschleppt, habe oft mit einer Verschlechterung der Schuppenflechte zu kämpfen.
</p>

<p>
	Was eine Diät zur Behandlung speziell der Schuppenflechte angeht, ist Astrid Menne vorsichtig: "Es gibt zahlreiche Einzelberichte über Erfolge", schreibt sie. "Bisher konnte keine wissenschaftliche Untersuchung bei einer größeren Patientenzahl diese Erfolgmeldungen bestätigen." Allergien oder Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln würden bei der Psoriasis keine Rolle spielen. (Sie können natürlich parallel zur <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> sehr gut vorhanden sein, haben auf sie aber keinen Einfluss.)
</p>

<p>
	Ihr Tipp also: "Eine gesunde abwechslungsreiche vollwertige Ernährung hat einen positiven Einfluss auf die Erkrankung." Sie sagt aber auch: "Regelmäßiger Alkoholgenuss kann sowohl Auslöser für Schuppenflechte sein oder sie "am Leben" erhalten.
</p>

<p>
	Bei seltenen, schweren Formen der Psoriasis ruft die extreme Schuppenbildung aber Eiweißverlust, Vitaminmangel und Blutarmut auf. Da kann mit Nahrung auch nichts mehr ausgerichtet werden – hier müssen Fachleute stationär 'ran.
</p>

<p>
	Für sie ist klar: <strong>Fischöl-Verzehr kann dem "normalen" Psoriasis-Patienten helfen</strong> - allerdings nur die Öle von Fischen, die frei im Meer leben. Gezüchtete Meeresfische und Süßwasserfische sind dabei nicht so günstig. Aber: Einen Effekt bringen erst hohe Dosierungen über einen längeren Zeitpunkt - beispielsweise sechs Monate lang. Soviel Fisch kann auch der größte Fisch-Gourmet nicht verschlingen, weshalb ihm dabei Nahrungsergänzungsmittel helfen – sprich: Kapseln aus dem Reformhaus, dem Drogeriemarkt oder der Apotheke.
</p>

<p>
	Bei PsoriSol werden die Fischöle außerdem <strong>mit Vitamin E kombiniert</strong>. Wer jetzt in die nächstgelegene Apotheke oder in die Drogerie läuft, sollte darauf achten, dass in den Kapseln sehr viel Anteil an Omega-3 enthalten ist.
</p>

<p>
	Außerdem sollten Psoriatiker <strong>Arachidonsäure im Essen einschränken</strong>. Die fördert nämlich Entzündungen. Arachidonsäure ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln zu finden. Besondere Säure-Bomben sind in diesem Fall
</p>

<ul>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">❌</span> Wurst
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">❌</span> fettreiche Fleischsorten
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">❌</span> Sahne
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">❌</span> Butter
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">❌</span> Eier
	</li>
</ul>

<p>
	Bei PsoriSol gibt es eine "Omega-3-Psoriasis-Kost". Sie ist vorwiegend vegetarisch. Tierische Lebensmittel sind dort Fisch, magere Milchprodukte und kleine Portionen mageren Fleisches.
</p>

<h3>
	Die Meinung aus Neukirchen
</h3>

<p>
	Eine weitere Klinik, die in Sachen Ernährung und Psoriasis viel tut, ist die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-akut-kliniken/spezialklinik-neukirchen/" rel="">Spezialklinik Neukirchen</a>. Auch den dortigen Wissenschaftlern ist klar: "Erfahrungsgemäß müssen die meisten Psoriatiker auf die Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel verzichten, die allergische Reaktionen auslösen können. Das wären Nahrungsmittel mit steigender Wirkung auf die Harnsäure- und Blutfettwerte:
</p>

<ul>
	<li>
		Schweinefleisch
	</li>
	<li>
		Innereien
	</li>
	<li>
		Spargel
	</li>
	<li>
		Fettspeisen
	</li>
</ul>

<p>
	mit ungünstiger Wirkung für Bakterien- und Pilz-Besiedelung:
</p>

<ul>
	<li>
		Zucker- oder
	</li>
	<li>
		Mehlprodukte
	</li>
</ul>

<p>
	mit "reizender" Wirkung auf das Nerven- und Gefäßsystem:
</p>

<ul>
	<li>
		biogene Amine
	</li>
	<li>
		Kaffee
	</li>
	<li>
		Konservierungsstoffe
	</li>
	<li>
		Farbstoffe
	</li>
	<li>
		"vasoaktive" Gewürze wie Pfeffer, Paprika, Curry und Chilli
	</li>
</ul>

<p>
	die mit IgE-Antikörpern allergische Reaktionen hervorrufen:
</p>

<ul>
	<li>
		verschiedene Nahrungsbestandteile und/oder
	</li>
	<li>
		Zusatzstoffe
	</li>
</ul>

<h3>
	Fachkrankenhaus Schloss Friedensburg
</h3>

<p>
	Für die Fachleute von <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/hautkliniken-akut-kliniken/fachkrankenhaus-fuer-dermatologie-schloss-friedensburg/" rel="">Schloss Friedensburg</a> in Leutenberg (Thüringen) ist vor allem die Leber von Bedeutung. Sie muss den Körper wieder richtig entgiften können und nicht mit anderen Aufgaben abgelenkt werden. Körperfremde Stoffe beschäftigen sie nämlich über Gebühr.
</p>

<p>
	Der Darm indes wird von Darmkeimen eigentlich vor den "Andocken" von eindringenden Bakterien geschützt. Die "Darmsoldaten" und letzten Endes die Immunabwehr werden von immer mehr und ständig anwesenden Bakterien und von großen Molekülen in Alarmbereitschaft versetzt.
</p>

<p>
	Hefe kommt zu dem hinzu, was im Darm so "herumwabert". Dadurch kann aber so viel Methyl-, Amyl- oder Isomylalkohol gebildet werden, dass schwere Leberstörungen die Folge sind. Das Gleichgewicht des Darms gerät durcheinander. Er kann sich nicht mehr ordentlich gegen Eindringlinge wehren.
</p>

<ul>
	<li>
		Antibiotika
	</li>
	<li>
		Strahlentherapie
	</li>
	<li>
		falsche Ernährungsgewohnheiten
	</li>
	<li>
		Infektionen
	</li>
	<li>
		Ovulationshemmer
	</li>
	<li>
		Umweltgifte
	</li>
	<li>
		chronische Erkrankungen
	</li>
	<li>
		Stress
	</li>
</ul>

<p>
	sind nur einige der Dinge, die die Darmflora negativ beeinflussen. Sie führen dazu,
</p>

<ul>
	<li>
		dass die Darmflora mit Keimen überwuchert wird
	</li>
	<li>
		dass sich Krankheitserreger ansiedeln und vermehren können
	</li>
	<li>
		dass giftige Stoffwechselprodukte gebildet werden - und damit die Leber mehr als nötig belastet wird, Darmkrebs entstehen kann, das Zentralnervensystem in Mitleidenschaft gerät
	</li>
	<li>
		dass das Immunsystem irgendwann erschöpft ist, weil es nicht mehr weiß, gegen was es sich zuerst wehren soll
	</li>
</ul>

<p>
	Ergebnis ist ein etwas anderes Krankenhaus-Konzept in Leutenberg. Wer dort zur Krankenhaus-Behandlung auftaucht, wird schon mal sehr ausführlich nach seinen Ernährungsgewohnheiten befragt. Mehr als 100 Nahrungsmittel können getestet werden, ob sie vielleicht eine Allergie auslösen. Die Kost auf Schloss Friedensburg ist dem Konzept angepasst.
</p>

<h3>
	Dr. Hoffmann aus Paderborn
</h3>

<p>
	Rosemarie Franke lässt in ihrem Buch "<a href="https://amzn.to/2YfTt91" rel="external nofollow">Gesunde Haut durch richtige Enährung</a>" Dr. Hoffmann zu Wort kommen. Er meint: "Eine regelmäßige Nahrungszufuhr wie auch Entschlackung ist für eine schöne Haut wichtig. Das gelingt nicht bei Stress und Hektik." Und: "Wir können durch richtige Ernährung sicherlich bei Hautkrankheiten keine Wunder erwarten, aber wir dürfen uns nicht wundern, wenn durch falsche Ernährung Hautveränderungen stärker hervortreteten." Viele Seiten und viele Tipps später stellt Rosemarie Franke zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung auf:
</p>

<ul>
	<li>
		Vielseitig - aber nicht zuviel
	</li>
	<li>
		Weniger Fett und fettreiche Nahrungsmittel
	</li>
	<li>
		Würzig - aber nicht salzig
	</li>
	<li>
		Selten Süßes
	</li>
	<li>
		Mehr Vollkornprodukte
	</li>
	<li>
		Reichlich Gemüse, Kartoffeln und Obst
	</li>
	<li>
		Weniger tierisches Eiweiß
	</li>
	<li>
		Trinken mit Verstand
	</li>
	<li>
		Öfter kleine Mahlzeiten
	</li>
	<li>
		Schmackhaft und nährstoffschonend zubereiten
	</li>
</ul>

<h3>
	Die Naturheilpraktiker
</h3>

<p>
	Für die beiden Tschechen Jaroslav Hajek und Frantisek Novotny ist Diät bei Psoriasis eine Hilfsmaßnahme, die sich am Behandlungserfolg mit 30 bis 60 Prozent beteiligen kann. Diät ist insbesondere dann angesagt, wenn andere Erkrankungen wie
</p>

<ul>
	<li>
		Obesität
	</li>
	<li>
		Diabetes
	</li>
	<li>
		Gicht
	</li>
	<li>
		Lebererkrankungen
	</li>
	<li>
		Gallenerkrankungen
	</li>
	<li>
		Verdauungserkrankungen
	</li>
</ul>

<p>
	neben der Psoriasis auftreten. Angesagt ist Diät auch bei
</p>

<ul>
	<li>
		Alkoholmissbrauch
	</li>
	<li>
		Gelenkbeschwerden
	</li>
	<li>
		seborrhoischer Dermatitis
	</li>
	<li>
		Akne
	</li>
</ul>

<p>
	Ihre Zusammenfassung aus mehreren Diättipps:
</p>

<ul>
	<li>
		sehr wenige fette Speisen
	</li>
	<li>
		sehr wenige mehlige Speisen
	</li>
	<li>
		sehr wenige zuckerhaltige Speisen inklusive Zuckerbäcker-Erzeugnisse, Bonbons oder Schokolade
	</li>
	<li>
		kein Schweinefleisch
	</li>
	<li>
		kein Hammelfleisch
	</li>
	<li>
		kein Gänsefleisch
	</li>
	<li>
		kein Entenfleisch
	</li>
	<li>
		keine fetten Fische (Karpfen, Lachs Aal)
	</li>
	<li>
		keine Fleischkonserven
	</li>
	<li>
		keine fetten Räucherwaren
	</li>
	<li>
		kein Speck
	</li>
	<li>
		kein Talg
	</li>
	<li>
		kein Schmalz
	</li>
	<li>
		keine harten Käsesorten
	</li>
	<li>
		kein Rahm
	</li>
	<li>
		keine Mayonnaise
	</li>
	<li>
		kein Eigelb
	</li>
	<li>
		keine Nüsse
	</li>
	<li>
		so wenig Kochsalz wie möglich
	</li>
	<li>
		keine alkoholischen Getränke
	</li>
	<li>
		keine süßen Limonaden
	</li>
	<li>
		kein Mineralwässer mit höherem Lithium-Gehalt
	</li>
	<li>
		wenig Kaffee
	</li>
	<li>
		wenig schwarzer Tee
	</li>
	<li>
		Rauchen einschränken
	</li>
</ul>

<p>
	Speziell bei Juckreiz kommt hinzu:
</p>

<ul>
	<li>
		keine sauren Speisen
	</li>
	<li>
		keine gewürzten Speisen
	</li>
	<li>
		keine scharfen Speisen
	</li>
</ul>

<p>
	<i>Quelle: Buch "<a href="https://amzn.to/3a9eU15" rel="external nofollow">Wie soll man mit der Psoriasis leben?</a>"</i>
</p>

<h3>
	Der "Schulmediziner"
</h3>

<p>
	Professor Hans Meffert von der Charité in Berlin widersprach in seinem Werk Schuppenflechte dem Eindruck, dass der Arzt alles, was Spaß macht, verbietet. Geht's nach ihm, darf der Psoriasis-Kranke im Prinzip nach Belieben essen und trinken - "aber er sollte stets schlank sein und nichts tun, was seine Leber schädigt". Der Übergewichtige sollte auf jeden Fall etwas für seine schlanke Linie tun. "Das wird ihm beim Befall der großen Hautfalten zugute kommen", verspricht Meffert.
</p>

<p>
	Alles in allem aber ist nach seiner Meinung eine ausgeklügelte oder gar rabiate Diät nicht erforderlich. Wichtig ist ihm ein mahnendes Wort in Sachen Alkohol: "Sie sollten so schonend wie möglich mit Ihrer Leber umgehen" - schon deshalb, weil es Medikamente gegen Psoriasis gibt, die die Leber angreifen. Wenn die dann schon einen Knacks weghat, verträgt sie nicht mehr soviel. Also: "Genießen Sie Alkohol – wenn überhaupt – nur in Maßen, und meiden Sie harte Getränke."
</p>

<p>
	In die gleiche Kerbe hauen Ulrich Mrowietz und Gerhard Schmidt-Ott in ihrem Buch "<a href="https://amzn.to/3sZRrIk" rel="external nofollow">Schuppenflechte - Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten</a>".
</p>

<h3>
	Der Heilpraktiker
</h3>

<p>
	"Aus Sicht der ganzheitlichen Naturheilkunde gilt die Ernährungstherapie als unverzichtbare Grundlage der Therapie", schreibt Gerhard Leibold in seinem Buch "<a href="https://amzn.to/3pkIver" rel="external nofollow">Schuppenflechte - Ursachen, Symptome, ganzheitliche Behandlung</a>". Eine Diät soll eine allgemeine Umstimmung im Körper und Nervensystem bewirken. Eine alleinige Therapie der Psoriasis kann sie aber auch in der Naturmedizin nicht sein.
</p>

<p>
	Eine Spezialdiät gibt es auch für Gerhard Leibold nicht. Wichtige Grundregeln sind:
</p>

<ul>
	<li>
		Abbau von Übergewicht
	</li>
	<li>
		strikte Reduzierung der üblichen Fettzufuhr
	</li>
	<li>
		ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen
	</li>
	<li>
		deutliche Einschränkung des Verzehrs tierischer Nahrungsmittel
	</li>
</ul>

<p>
	Wer sich vorgenommen hat, einmal seine Ernährung auf den Prüfstand zu stellen und zu verändern, kann für einige Zeit einige speziellere Diätkuren einsetzen - vor allem, um den Körper zu entschlacken und zu entgiften. Als Kuren eigenen sich eine
</p>

<ul>
	<li>
		strenge Rohkostkur
	</li>
	<li>
		Molkefasten
	</li>
	<li>
		Mayrkur
	</li>
</ul>

<h2>
	Schuppenflechte, Ernährung und ein Fazit
</h2>

<p>
	Insgesamt gilt: Lass dich nicht verrückt machen. Schau, ob dir eine Diät besonders liegt oder stell dir das zusammen, was dir liegt. Du fühlst dich wohler, und deine Haut ebenfalls.
</p>

<p>
	Im Herbst 2002 ist das Buch "Abwechslungsreiche Diät bei Psoriasis" erschienen. Der Autor Günther Schäfer war ein alter Hase in Sachen Ernährung bei Psoriasis. Sein "altes" Buch Die Ernährung bei Psoriasis. Ratschläge und Kochrezepte" ist längst ein "Klassiker".
</p>

<h2>
	Links zum Thema Psoriasis, Haut und Ernährung
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	<strong><a href="https://www.lifeline.de/krankheiten/psoriasis/ernaehrung-tipps-id28133.html" rel="external nofollow">Lifeline.de</a></strong><br>
	Interview mit Nina Ludwig, Ernährungswissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Psoriasis am Psoriasis-Studienzentrum der Charité Berlin über die "richtige" Ernährung bei Schuppenflechte.
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	<strong><a href="https://www.ernaehrung.de/blog/du-siehst-was-du-isst-ernaehrung-und-haut-3-psoriasis/" rel="external nofollow">DEBInet</a></strong><br>
	"Du siehst, was du isst? – Ernährung und Haut III: Psoriasis" beim Deutschen Ernährungsberatungs- und -informationsnetz
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	<strong><a href="http://www.eignehilfe.de/" rel="external nofollow">Erfahrungen von Paul Lindner</a></strong><br>
	www.eignehilfe.de
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	<strong>Tipps der "Ernährungs-Docs" zur Ernährungsumstellung</strong><br>
	Bei den "Ernährungs-Docs" im NDR gibt es eine Art Fahrplan, <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrungsumstellung-mit-Plan-zu-mehr-Wohlbefinden,ernaehrungsumstellung100.html" rel="external nofollow">wie man in acht Schritten bei einer Ernährungsumstellung vorgehen kann</a>. Außerdem haben sie eine <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrungstagebuch-Vorlage-und-Ausfuelltipps,ernaehrungstagebuch100.html" rel="external nofollow">Vorlage für ein Ernährungs-Tagebuch</a> veröffentlicht.
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	<strong>Wie Intervallfasten funktioniert</strong><br>
	Stiftung Warentest erklärt in einem langen Artikel, <a href="https://www.test.de/Intervallfasten-Seltener-essen-so-klappts-5451361-0/" rel="external">wie das Intervallfasten funktionieren kann</a>. In einem Q&amp;A werden viele Fragen beantwortet.
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	<strong>Mit Ernährung die Schuppenflechte angehen</strong><br>
	(<a href="https://das-ernaehrungshandbuch.de/schuppenflechte/" rel="external nofollow">Das Ernährungshandbuch</a>)<br>
	Im „Ernährungshandbuch“ gibt es einen 3-Schritte-Ernährungsplan, der bei Schuppenflechte helfen soll. Okay, bei manchem dürfte schon Schritt 1 (Normalgewicht erreichen und halten) Monate in Anspruch nehmen, aber der Artikel klingt vernünftig, realistisch und enthält einige praktische Tipps.
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	<strong>Zu viel Zucker, zu viel Fett – das kann zu Schuppenflechte führen (zumindest bei Mäusen)</strong><br>
	(<a href="https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/schuppenflechte-durch-zucker-und-fett-115659/" rel="external nofollow" target="_blank">Pharmazeutische Zeitung, 14.02.2022</a>)<br>
	Forscher in Kalifornien haben Mäusen eine fett- und zuckerreiche "westliche Ernährung" gegeben. Nach vier Wochen waren bei den Tieren Entzündungen der Haut und Schwellungen am Ohr zu sehen. Mäuse mit normaler oder nur mit fettreicherer Ernährung blieben davon verschont. Um die gleiche Studie geht es auch in einem <a href="https://www.aponet.de/artikel/gesunde-ernaehrung-lindert-haut-und-gelenkentzuendungen-24401" rel="external nofollow" target="_blank">Artikel bei aponet.de</a>.
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	<strong>Fettleber nicht nur bei Schuppenflechte</strong><br>
	(<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Fettleber-Ursachen-Symptome-und-richtige-Ernaehrung,fettleber102.html" rel="external nofollow">NDR – Ratgeber Gesundheit, 28.01.2022</a>)<br>
	Eine (nicht-alkoholische) Fettleber haben in Deutschland viele Menschen – und das oft unbemerkt. Bei den "Ernährungs-Docs" ist zu erfahren, wie man sie erkennt und welche Therapie es gibt. Spoiler: Ernährung, Fasten und Bewegung spielen eine große Rolle.
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	<strong>Ernährung und Vitamin D bei Psoriasis und Neurodermitis</strong><br>
	(<a href="https://player.vimeo.com/video/647677556" rel="external nofollow" target="_blank">Hautnetz Leipzig, 21.11.2021</a>)<br>
	Das Hautnetz Leipzig bot einen Info-Abend an. <a href="https://player.vimeo.com/video/647677556" rel="external nofollow" target="_blank">Dies ist die Videoaufzeichnung davon</a>. Es ging um:
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<ul>
	<li>
		Ernährungshinweise bei Neurodermitis - Dr. med. Jennifer Haiduk
	</li>
	<li>
		Neue Aspekte zur Ernährung bei Psoriasis - Prof. Dr. med. Jan C. Simon
	</li>
	<li>
		Aktuelles zum Vitamin D – nicht nur bei Hauterkrankungen - Dr. med. Dietrich Barth
	</li>
</ul>

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	<a href="https://www.hautnetz-leipzig.de/wp-content/uploads/2020/12/211013_PDF-Programm_Patientenfortbildung_16-11-2021_Hautnetz.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">Das Programm könnt Ihr auch hier nachlesen</a>.
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	<strong><span ipsnoautolink="true">Low-Energie-Diät bei Psoriasis erfolgreich</span></strong><br>
	(<a href="https://www.medknowledge.de/aktuelle-studien-nach-fachgebiet/109-dermatologie/151-psoriasis-effekt-der-gewichtsabnahme-auf-die-krankheitsschwere-17-06-2013.html" rel="external nofollow">Medknowledge, 26.06.2013</a>)<br>
	Mit einer Low-Energie-Diät (nur noch 800 bis 1000 kcal pro Tag) haben adipöse Menschen mit einer Psoriasis deutlich abgenommen - und zwar mehr als die Betroffenen, die aßen wie bisher. Auch der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> ging stärker zurück.
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<h2 id="toc9" style="background-color:#ffffff; color:#353c41; text-align:left">
	Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
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<div style="background-color:#ffffff; color:#353c41; font-size:16.1px; text-align:left">
	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Übersicht</strong><span>:<span> </span></span><span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a></span>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Tipps</strong>:<span> </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis/" rel="" style="background-color:transparent; color:#1a202c">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis Arthritis – aber wie?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000">➔<span> </span></span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="" style="background-color:transparent; color:#1a202c">Erfahrungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>

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	Buchtipps
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	In unserer Marktübersicht stellen wir einige <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/ernaehrung/" rel="">Bücher zum Thema Ernährung</a> vor. Meist kostenlose <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung-%E2%80%93-die-besten-broschueren-r1161/" rel="">Broschüren über Ernährung bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</a> sind dort ebenfalls zu finden.
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]]></description><guid isPermaLink="false">82</guid><pubDate>Sat, 29 Nov 2003 03:25:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
