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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Schuppenflechte beim Kind und bei Jugendlichen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/?d=33</link><description>Artikel: Schuppenflechte beim Kind und bei Jugendlichen</description><language>de</language><item><title>Brosch&#xFC;re informiert &#xFC;ber Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/broschuere-informiert-ueber-psoriasis-bei-kindern-und-jugendlichen-r1275/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/maedchen-haengematte.jpg.9f316d50e0ef43cdb357518e3cbbecf8.jpg" /></p>
<p>
	Der Deutsche Psoriasis Bund (<abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr>) hat eine Broschüre mit dem Titel "Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen. Informationen für Eltern und interessierte Erwachsene" aufgelegt. Eltern und Angehörigen sollen mit den Informationen Wege finden, wie die Psoriasis im Familienleben keinen zu großen Raum einnehmen kann. Interessierte, die zum Beispiel beruflich mit Kindern und Jugendlichen mit Psoriasis zu tun haben, sollen ein besseres Verständnis für die Probleme der jungen Menschen entwickeln können.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_right" data-fileext="jpg" data-fileid="23255" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_02/psoriasis-kinder-jugendliche-heft.jpg.ab003e84f3e7c4371c9a911407b3ced1.jpg" rel="" style="float: right;"><img alt='Broschüre "Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen"' class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23255" data-unique="00rz1qecq" style="width: 200px; height: auto;" width="527" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_02/psoriasis-kinder-jugendliche-heft.thumb.jpg.97720dba37744388982404b1f8cf9e86.jpg" loading="lazy" height="748.34"></a>Die 44-seitige Broschüre bietet grundlegende Informationen über Psoriasis und den Unterschied zur im Erwachsenenalter auftretenden Form. Detailliert werden die leitliniengerechten Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche beleuchtet. Obwohl diese im Vergleich zu Erwachsenen eingeschränkter sind, gibt es davon immer mehr.
</p>

<p>
	Ein weiterer Schwerpunkt der Broschüre liegt auf der Bewältigung von Psoriasis im Familienalltag. Hier erfahren Leser, welche Maßnahmen sie selbst ergreifen können und wo Eltern zusätzliche Unterstützung neben der dermatologischen Versorgung finden können.
</p>

<p>
	Mitglieder des <abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V."><abbr title="Deutscher Psoriasis-Bund e.V.">DPB</abbr></abbr> erhalten die Broschüre kostenfrei. Nichtmitglieder zahlen dafür 2,99 Euro inklusive Versand.
</p>

<p>
	Bestellt werden kann die Broschüre
</p>

<ul>
	<li>
		unter Telefon 040 223399-0 oder
	</li>
	<li>
		per Mail an <a href="mailto:info@psoriasis-bund.de" rel="">info@psoriasis-bund.de</a>
	</li>
</ul>

<p>
	Eine digitale Version ist im "<a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/" rel="external nofollow">Pso Kiosk</a>" verfügbar.
</p>

<p>
	Erstellung und Druck dieser Broschüre wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und von der Deutschen Stiftung Kinderdermatologie (DSK) gefördert.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(cl)</em>
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema  für Jugendliche
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Träume</strong>: Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>FAQ</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/haeufige-fragen-jugendliche/" rel="">Häufige Fragen und Antworten</a> für 13- bis 18-Jährige
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/" rel="">Klarkommen mit Schuppenflechte</a> – für alle zwischen 13 und 18
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Berufswahl</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kann-ich-mit-schuppenflechte-alle-berufe-lernen/" rel="">Kann ich mit Schuppenflechte alle Berufe lernen?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel="">U25 – Gruppe für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1275</guid><pubDate>Sat, 03 Feb 2024 06:30:00 +0000</pubDate></item><item><title>Kinder-Reha bei Schuppenflechte: Eine Chance f&#xFC;r dein Kind und dich</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/reha/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_09/junge-mit-maske.jpg.3815cf6a17d8ae5081184baba7ef708c.jpg" /></p>
<p>
	Juckreiz, schuppige Hautstellen und manchmal auch Gelenkschmerzen – wenn dein Kind Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis hat, kennst du die täglichen Herausforderungen. Neben der medizinischen Behandlung belastet die Krankheit oft auch die Seele. Blicke von anderen, Fragen im Sportunterricht oder das Gefühl, "anders" zu sein, können das Selbstbewusstsein deines Kindes schwächen.
</p>

<p>
	Eine spezialisierte Rehabilitation – kurz Reha – kann hier ein entscheidender Baustein sein. Sie ist weit mehr als ein Kuraufenthalt. In einer Kinder- und Jugend-Reha lernt dein Kind über mehrere Wochen, besser mit seiner Erkrankung umzugehen – medizinisch, psychisch und sozial. Und das Beste: Als gesetzliche Leistung der Rentenversicherung oder Krankenkasse ist sie für dich in der Regel kostenfrei.
</p>

<h2>
	Was bringt eine Reha speziell bei Psoriasis?
</h2>

<p>
	Eine Reha ist eine intensive Therapiezeit, in der Experten aus verschiedenen Fachrichtungen dein Kind ganzheitlich betreuen. Die Ziele sind klar: die Symptome zu lindern, das Selbstvertrauen zu stärken und die Lebensqualität für die ganze Familie zu verbessern.
</p>

<p>
	Konkret kann dein Kind in der Reha Folgendes lernen und erfahren:
</p>

<p>
	Medizinische Behandlung: In spezialisierten Kliniken, oft an der See oder im Gebirge, wirkt das besondere Klima (Salzluft, UV-Strahlung) oft lindernd auf die Haut. Hinzu kommen medizinische Bäder und die Anpassung der Therapie durch erfahrene Ärzte.
</p>

<p>
	Hautpflege als Routine: Dein Kind lernt unter professioneller Anleitung, wie es seine Haut selbstständig und richtig pflegt. Das tägliche Eincremen wird vom lästigen Muss zu einer selbstverständlichen Routine.
</p>

<p>
	Stärkung der Psyche: In Gesprächen mit Psychologen und in Gruppen mit anderen betroffenen Kindern lernt dein Kind, selbstbewusst mit seiner Erkrankung umzugehen. Themen wie Mobbing oder Ausgrenzung werden hier offen angesprochen und Lösungsstrategien entwickelt.
</p>

<p>
	Bewegung und Ernährung: Bei Psoriasis-Arthritis stehen gezielte Physiotherapie und Bewegung im Vordergrund, um die Gelenke fit zu halten. Eine Ernährungsberatung kann zudem helfen, Zusammenhänge zwischen Essen und Hautzustand zu verstehen.
</p>

<p>
	Austausch mit Gleichaltrigen: Zu erleben, dass man nicht allein ist, ist unglaublich wichtig. In der Reha trifft dein Kind andere Kinder und Jugendliche, die genau wissen, wie es sich anfühlt, mit Psoriasis zu leben. Hier entstehen oft neue Freundschaften.
</p>

<h2>
	Die wichtigsten Fakten zur Reha auf einen Blick
</h2>

<h3>
	Wer hat Anspruch?
</h3>

<p>
	Grundsätzlich jedes Kind oder jeder Jugendliche, bei dem die Psoriasis die körperliche oder seelische Entwicklung und die Teilhabe am normalen Leben (Schule, Hobbys) gefährdet.
</p>

<h3>
	Wer zahlt das?
</h3>

<p>
	In den meisten Fällen die Deutsche Rentenversicherung (DRV), wenn ein Elternteil dort versichert ist. Ansonsten ist die Krankenkasse der zuständige Kostenträger. Die Kosten werden fast vollständig übernommen.
</p>

<h3>
	Darf ich mein Kind begleiten?
</h3>

<p>
	Ja. Bis zum 12. Geburtstag deines Kindes ist die Mitaufnahme einer Begleitperson in der Regel problemlos möglich und wird vom Kostenträger bezahlt. Auch bei älteren Kindern ist es aus medizinischen Gründen oft möglich.
</p>

<h3>
	Wie oft ist eine Reha möglich?
</h3>

<p>
	Die frühere 4-Jahres-Frist gibt es so starr nicht mehr. Wenn es medizinisch notwendig ist, kann eine Reha auch in kürzeren Abständen beantragt werden.
</p>

<h3>
	Was ist mit der Schule?
</h3>

<p>
	Keine Sorge, dein Kind verpasst nichts. In den Reha-Kliniken gibt es Unterricht in den Kernfächern, der auf die Schule zu Hause abgestimmt ist.
</p>

<h3>
	Stationär oder ambulant?
</h3>

<p>
	Eine Reha für Kinder findet meist stationär statt, also mit Übernachtung in der Klinik. Das ist sinnvoll, um den vollen Therapieerfolg und den Abstand vom Alltag zu gewährleisten.
</p>

<h2>
	Der Weg zur Reha: Schritt für Schritt erklärt
</h2>

<p>
	Der Weg zur Reha ist einfacher, als viele denken. Lass dich nicht entmutigen!
</p>

<p>
	<strong>Schritt 1: Sprich mit dem Arzt</strong><br>
	Dein erster Ansprechpartner ist der behandelnde Kinderarzt, Hautarzt oder Rheumatologe. Erkläre ihm, welche Belastungen die Psoriasis für dein Kind und eure Familie im Alltag mit sich bringt. Der Arzt muss die medizinische Notwendigkeit der Reha bescheinigen und einen ausführlichen Befundbericht für den Antrag erstellen.
</p>

<p>
	<strong>Schritt 2: Der Antrag</strong><br>
	Den Antrag stellst du bei der Deutschen Rentenversicherung oder deiner Krankenkasse. Die notwendigen Formulare findest du direkt online.
</p>

<p>
	Für die Rentenversicherung: Das Paket heißt "G0200" und enthält alle notwendigen Vordrucke. Du kannst es direkt auf der Webseite der DRV herunterladen.
</p>

<p>
	Dein Arzt hilft dir und deinem Kind beim Ausfüllen des medizinischen Teils. Sei im Antrag ehrlich und beschreibe genau, wo die Probleme liegen – nicht nur die sichtbaren Hautsymptome, sondern auch seelische Belastungen oder Einschränkungen in der Schule.
</p>

<p>
	<strong>Schritt 3: Die richtige Klinik auswählen</strong> (Wunsch- und Wahlrecht)<br>
	Du hast das Recht, eine Wunschklinik anzugeben. Nutze dieses Recht! Suche nach Kliniken, die auf Dermatologie und Psychosomatik für Kinder spezialisiert sind. Eine gute Klinikwahl erhöht die Erfolgschancen der Reha enorm. Begründe im Antrag, warum du dich für eine bestimmte Einrichtung entschieden hast (z.B. wegen eines besonderen Therapieangebots).
</p>

<p>
	<strong>Schritt 4: Was tun bei einer Ablehnung?</strong><br>
	Ein abgelehnter Antrag ist kein Grund aufzugeben. Du hast das Recht, innerhalb eines Monats Widerspruch einzulegen. Oft werden Anträge aus formellen Gründen oder wegen eines unzureichenden ärztlichen Befunds zunächst abgelehnt. Lege gemeinsam mit deinem Arzt schriftlich Widerspruch ein und begründe noch einmal ausführlich die Notwendigkeit. Viele Anträge werden im zweiten Anlauf genehmigt.
</p>

<p>
	Eine Kinder-Reha ist eine wertvolle Investition in die Zukunft deines Kindes. Sie legt den Grundstein für einen selbstbewussten und gesunden Umgang mit der Psoriasis im Erwachsenenleben.
</p>

<h2>
	Beispiele für spezialisierte Reha-Kliniken
</h2>

<p>
	Damit du dir besser vorstellen kannst, wohin die Reise gehen könnte, findest du hier eine beispielhafte Auswahl an Kliniken in Deutschland, die Erfahrung in der Behandlung von Hauterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen haben.
</p>

<p>
	Wichtiger Hinweis: Diese Liste dient der Orientierung und ist keine vollständige Aufzählung oder bezahlte Werbung. Sie soll dir als Ausgangspunkt für deine eigene Recherche und das Gespräch mit deinem Arzt dienen. Achte bei deiner Wahl auf das aktuelle Therapiekonzept der Klinik und ob es zu den Bedürfnissen deines Kindes passt.
</p>

<h3>
	Kliniken an Nord- und Ostsee (besonders empfohlen bei Psoriasis wegen des Reizklimas)
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong><a href="https://www.fachklinikum-borkum.de" rel="external nofollow">Fachklinikum Borkum</a></strong>, Borkum (Nordsee): Schwerpunkt: Eine der führenden Adressen für Haut- und Atemwegserkrankungen. Das Hochseeklima auf der Insel Borkum wirkt sich oft sehr positiv auf die Psoriasis-Haut aus.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.sattelduene.de" rel="external nofollow">Fachklinik Satteldüne</a></strong>, Amrum (Nordsee): Schwerpunkt: Spezialisiert auf Kinder und Jugendliche, mit einem starken Fokus auf Hauterkrankungen wie Psoriasis und Neurodermitis. Bietet ein ganzheitliches Konzept aus Medizin, Psychologie und Pädagogik.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.median-kliniken.de/de/median-kinderklinik-tannenhof-graal-mueritz/" rel="external nofollow">MEDIAN Kinderklinik "Tannenhof"</a></strong>, Graal-Müritz (Ostsee): Schwerpunkt: Behandelt ein breites Spektrum, darunter auch Hauterkrankungen. Die Lage direkt an der Ostsee ermöglicht die Nutzung der Klimatherapie.
	</li>
</ul>

<h3>
	Kliniken in anderen Regionen
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong><a href="https://www.fachklinik-gaissach.com" rel="external nofollow">Fachklinik Gaißach</a></strong>, Gaißach (Bayern): Behandelt Kinder und Jugendliche mit verschiedenen chronischen Erkrankungen, einschließlich Dermatologie. Bietet eine tolle Lage im Voralpenland, was für Kinder mit Begleiterkrankungen (z.B. Asthma) vorteilhaft sein kann.
	</li>
</ul>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Medizinische-Reha/Reha-fuer-Kinder-und-Jugendliche/reha-fuer-kinder-und-jugendliche_node.html" rel="external nofollow">Reha für Kinder und Jugendliche</a>: Wichtigste Anlaufstelle zum Thema bei der Deutschen Rentenversicherung
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de/startseite/" rel="external nofollow">Informationsportal zur Kinderreha und Jugendreha</a> vom Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V.
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Erfahrungen im Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/48421-welche-klinik-kommt-fuer-kinder-in-frage/" rel="">Welche Klinik kommt für Kinder in Frage?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Erfahrungsaustausch</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/17-kinder/" rel="">Schuppenflechte bei Kindern: Forum für Eltern und Großeltern</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1047</guid><pubDate>Fri, 20 Sep 2019 10:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ein Buch &#xFC;ber die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/traeume-in-einer-anderen-haut-buch/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2019_02/buch-lesen-im-bett.jpg.85f0906e8e4bac070346dd1fb826929f.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Laura Fritsch schickt in diesem Buch ihr 15-jähriges Ich auf den Weg ins Erwachsenenleben – mit ihrer Psoriasis, mit der Liebe zu Pferden und mit wachsendem Selbstbewusstsein.</strong>
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19641" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/traeume-in-einer-anderen-haut.jpg.15bee52d256b28010ed5d52349ade63a.jpg" rel="" style="float: left;"><img alt='"Träume – In einer anderen Haut"' class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19641" style="height: auto; width: 300px;" width="300" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2019_02/traeume-in-einer-anderen-haut.jpg.15bee52d256b28010ed5d52349ade63a.jpg" loading="lazy" height="450"></a> Im Mädchenroman "Träume – In einer anderen Haut"  schreibt die junge Autorin Laura Fritsch über die Schwierigkeiten, mit denen die 15-jährige <em>Lucy</em> aufgrund ihrer Psoriasis (Schuppenflechte) leben muss. Statt wie andere Jugendliche ihr Leben und die erste Liebe unbeschwert genießen zu können, muss sie sich mit der starken, sichtbaren und belastenden Schuppenflechte und den Therapien auseinandersetzen. Sie wird von Gleichaltrigen verspottet und sogar von Erwachsenen ausgegrenzt.
</p>

<p>
	Aus Angst und Unsicherheit verstrickt sie sich in Lügen und zieht sich immer mehr in „ihre Welt mit ihrem Pferd la Kaya“ zurück. Erst ein Aufenthalt im Psoriasis-Camp* für Jugendliche führt sie zu einem neuen Selbstbewusstsein, zu neuen Freunden, zu einem „normalen“ Leben und zu Julien, genannt Juli…
</p>

<p>
	Die Autorin wurde 1997 in Darmstadt geboren. Sie leidet seit ihrer Kindheit an Psoriasis. In diesem Jugendroman verarbeitet sie ihre Geschichte.
</p>

<p>
	Der Roman beginnt fast wie ein normaler Mädchenroman mit der Liebe zu Pferden und erwähnt eher am Rande und ohne Erklärungen die Krankheit Psoriasis. Aus meiner Sicht ist zunächst nicht klar, ob die Geschichte erfunden oder erlebt ist.
</p>

<p>
	Im Laufe der Geschichte geht Laura Fritsch mehr auf die Krankheit ein. Das macht das Buch glaubwürdiger. Der Leser (bzw. die Leserin) bekommt ein besseres Bild der Hautkrankheit und man merkt ganz klar: Die Autorin weiß, wie Lucy leidet.
</p>

<p>
	Für einen Mädchenroman spielt dies, denke ich, allerdings auch keine große Rolle. Hier steht eher die Handlung im Vordergrund. Ein Erwachsener mit Psoriasis-Erfahrungen wundert sich allerdings über den entspannten Umgang mit den nebenwirkungsreichen Medikamenten zur innerlichen Therapie und über die superschnellen Termine ("…schon am nächsten Tag…") in der Hautklinik.
</p>

<p>
	In ihrem frischen, jugendlichen Schreibstil nimmt Laura Fritsch die Leserin (besonders junge Mädchen mit Vorliebe für Pferde) mit in die Welt der Lucy. Sie schildert sehr eindrucksvoll die Schwierigkeiten, mit denen sie und ihre Romanfigur zu kämpfen haben. Einerseits mit der sichtbaren Autoimmunerkrankung Psoriasis klar zu kommen, andererseits am normalen Leben der Jugendlichen teilzunehmen.
</p>

<p>
	<strong>Unser Fazit: </strong>Das Buch ist durchaus geeignet, jungen Mädchen mit Schuppenflechte Mut zu machen, Hoffnung zu geben und zu zeigen, dass auch ein Leben mit Psoriasis sehr lebenswert sein kann.
</p>

<p>
	Laura Fritsch drückt das in ihrer Danksagung so aus<strong>:</strong>
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			So doof es klingen mag; Kopf hoch und nach vorne schauen. Das Leben geht auch an dem Punkt weiter, an dem man denkt, dass es das Ende ist.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p style="text-align: right;">
	<em>Kirsten Socher</em>
</p>

<p>
	<strong><em>"Träume – In einer anderen Haut"</em></strong><em> gibt es als Taschenbuch und eBook </em><a href="https://amzn.to/2GgR4Uy" rel="external nofollow"><em>zum Beispiel bei Amazon</em></a><em>. Dort gibt es auch eine Leseprobe.</em>
</p>

<p>
	*Das Psoriasis-Camp ist ein <a href="https://www.pso-jugend.de/" rel="external nofollow">Wochenende für Jugendliche und junge Erwachsene mit Schuppenflechte</a>. Es wird jedes Jahr vom Deutschen Psoriasis-Bund organisiert.
</p>

<h2>
	Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
</h2>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Berufswahl</strong>: Kann ich mit Schuppenflechte alle Berufe lernen?
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>FAQ</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/haeufige-fragen-jugendliche/" rel="">Häufige Fragen und Antworten</a> für 13- bis 18-Jährige
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/" rel="">Klarkommen mit Schuppenflechte</a> – für alle zwischen 13 und 18
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel="">U25 – Gruppe für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1015</guid><pubDate>Thu, 07 Feb 2019 11:48:00 +0000</pubDate></item><item><title>H&#xE4;ufige Fragen f&#xFC;r 13- bis 18-J&#xE4;hrige mit Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/haeufige-fragen-jugendliche/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/psoriasis-jugendliche-faq.jpg.4954c98294d8c89150b58194c383d7f7.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wie erkenne ich Schuppenflechte?</strong>
</p>

<p>
	Oft ist die Haut rot – nicht einfach ein bisschen rot, sondern deutlich "roter" als der Rest der Haut. Darauf bilden sich oft Schuppen, die weiß sind und etwas glänzen. Die Stellen können auch verdammt stark jucken. Typische Stellen sind Ellbogen und Knie, aber bei vielen nimmt die Psoriasis auf dem Kopf ihren Anfang. Das sind jetzt aber nur die häufigsten Anzeichen. Schuppenflechte kann sich auch anders zeigen.
</p>

<p>
	<strong>Ich will die schuppigen Stellen mit Make-up abdecken. Gibt es etwas zu beachten?</strong>
</p>

<p>
	Auf offene Stellen oder Hautirritationen sollte nichts aufgetragen werden. Es kann zu Brennen und Rötungen führen und die Haut dadurch zu einem neuen Psoriasis-Schub veranlassen.
</p>

<p>
	<b>Ich will mir ein Tattoo machen zu lassen. Könnte es Probleme geben, weil ich Psoriasis habe?</b><br>
	Es kann sein, dass die Haut an den Stellen mit Psoriasis reagiert, an denen tätowiert wurde. Hautverletzungen jeder Art können ein Auslöser für Psoriasis sein. Wer es unbedingt möchte, sollte darauf achten, dass unter sterilen Bedingungen tätowiert wird. De Haut weiter beobachten. Infektionen sind auf jeden Fall zu vermeiden.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Gruppe U25</span></b> für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel=""><u><b>Schau Dich um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<p>
	<strong>Wie kann ich gut reagieren?</strong><br>
	Wie reagiere ich, wenn Leute mich wegen meiner Pso fragen oder anstarren? Was mache ich, wenn ich von anderen geärgert werde? Wie soll ich mich wehren? Wie sage ich es, wenn ich mit jemandem das erste Mal in Schwimmbad gehen will? Wann erzähle ich von meiner Pso, wenn ich jemanden neu kennen lerne oder mit jemand intim werden will?
</p>

<p>
	Hier suchen wir auch noch nach guten Antworten.
</p>

<p>
	<strong>Ich schwitze beim Sport. Hilft das Schwitzen bei Schuppenflechte?</strong><br>
	Leider nein. Hitze und Schweiß können die Symptome eher verschlimmern. Es ist zu empfehlen, Sport zu treiben und, sich nach dem Sport gleich zu waschen und mit Feuchtigkeitslotion einzureiben.
</p>

<p>
	<strong>Ich bin völlig verzweifelt! Mein Leben hat überhaupt keinen Sinn mehr!</strong><br>
	Verzweiflung ist ein schlechter Ratgeber. Besser ist es, du wendest dich mit deinem Kummer an Menschen, die du kennst und denen du vertraust. Lies am besten in unserem Artikel " <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/" rel="">Wie Du gegen Deine Verzweiflung ankommst</a> " weiter.
</p>

<div>
	<p>
		<strong>Kann ich alle Berufe lernen?</strong><br>
		Jein. Es gibt ein paar, die vielleicht nicht so günstig sind. Lass Dir Mut machen, aber sei auch realistisch. Tipps dazu haben wir in einem eigenen Artikel aufgeschrieben: "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kann-ich-mit-schuppenflechte-alle-berufe-lernen" rel="">Kann ich mit Schuppenflechte alle Berufe lernen?</a>"
	</p>

	<p style="text-align: center;">
		<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: <a href="https://www.instagram.com/psoriasisnetz" rel="external nofollow">Folge uns bei Instagram</a> für mehr Infos, Antworten, Austausch
	</p>

	<p>
		<strong>Ich traue mich nicht, bei meiner Freundin zu übernachten, weil ich so stark schuppe. Kann ich etwas gegen die Schuppen unternehmen?</strong><br>
		Die Schuppenmenge kann gering gehalten werden, indem du die Haut auch tagsüber einige Male mit Feuchtigkeitslotion einreibst. Dann lösen sich die Schuppen nicht.
	</p>

	<p id="toc1">
		<strong>Die Schuppen rieseln – was kann ich tun, wenn ich verreise?</strong><br>
		Um bei Reisen und unterwegs nicht eine Spur an Schuppen hinter sich her zu ziehen, empfiehlt es sich, Sweatshirt mit langen Ärmeln und elastischen Bündchen, auch an den Hosenbeinen, zu tragen. So werden die Schuppen wie in einem Container behalten. Und wenn du verreist, nimmt einen eigenen Schlafsack mit. Der wirkt ebenfalls wie ein geschlossenes System, in dem die Schuppen aufgefangen werden.
	</p>

	<p>
		<strong>Und wenn die Schuppen zuhause rieseln?</strong><br>
		Sollten sich Schuppen selbständig gemacht haben und sie sollen von größeren Flächen entfernt werden, bevor es jemand bemerkt, kann ein eigener kleiner mitgenommener Akku-Sauger hilfreiche dienst leisten.
	</p>

	<p>
		Mit angefeuchtetem Toilettenpapier, Wattebausch oder Kleenextuch lassen sich Schuppen rasch von kleinen glatten Flächen wie beispielsweise Fiesen wegtupfen.
	</p>

	<p>
		Kleine Ventilatoren können Schuppen z.B. von Tastaturen oder Stühlen wegpusten.
	</p>

	<p id="toc4">
		<strong>Wie bleiben Cremes an Knien und Ellenbogen?</strong><br>
		Über eingecremte Kniegelenke oder Ellenbogen können (Füße-) abgeschnittene Socken gezogen werden, damit die Feuchtigkeitsmittel nichts verschmutzen.
	</p>

	<p>
		Eine Duschhaube über die Haare gezogen hilft bei Kopfbehandlungen über Nacht die Bettwäsche sauber zu halten.
	</p>
</div>

<div>
	<strong>Wie kann ich Blutflecken entfernen?</strong><br>
	Der bekannteste Tipp zur Reinigung von Blutlecken ist, den Stoff möglichst sofort in einfaches KALTES Wasser zu legen und einige Zeit einweichen zu lassen, bevor er der Fleck gründlich ausgewaschen werden kann. Kaltes Wasser aus dem Grund, da sich Eiweiße und andere Stoffe im Blut bei höheren Temperaturen, also warmem Wasser, so verändern, dass sie schlecht zu reinigen sind.
	<p>
		Hartnäckige Flecken auf Bettwäsche usw. können in der Waschmaschine mit Chlor ausgewaschen werden.
	</p>

	<p>
		Du kannst auch eine Salzlösung herstellen: 1 Teelöffel Salz in 2 Tassen Wasser auflösen – und auf die Blutflecken auftragen. 15 Minuten einziehen lassen, dann auswaschen.
	</p>
	<strong> </strong>

	<div>
		<h2>
			Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
		</h2>

		<p>
			<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Träume</strong>: Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte
		</p>

		<p>
			<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/" rel="">Klarkommen mit Schuppenflechte</a> – für alle zwischen 13 und 18
		</p>

		<p>
			<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Berufswahl</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kann-ich-mit-schuppenflechte-alle-berufe-lernen/" rel="">Kann ich mit Schuppenflechte alle Berufe lernen?</a>
		</p>

		<p>
			<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Community</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel="">U25 – Gruppe für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
		</p>
	</div>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">902</guid><pubDate>Wed, 16 Nov 2011 11:04:00 +0000</pubDate></item><item><title>Vererbung von Psoriasis: Was Eltern wissen sollten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/muessen-psoriatiker-auf-kinder-verzichten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/paar-hafen-wasser.jpg.8d72166c98b7bf1851c6806c6427958c.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wenn ein Elternteil an Schuppenflechte leidet oder sogar beide, liegt die Frage nahe: Kann das Kind auch daran erkranken? Hier finden Sie den aktuellen Wissensstand zur Vererbung von Psoriasis.</strong>
</p>

<h2>
	Vererbt wird die Veranlagung, nicht die Erkrankung selbst
</h2>

<p>
	Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass nicht die Psoriasis selbst vererbt wird, sondern die genetische Veranlagung dafür. Das bedeutet, dass ein Kind von betroffenen Eltern zwar ein erhöhtes Risiko hat, an Psoriasis zu erkranken, aber nicht zwangsläufig daran erkranken muss.
</p>

<p>
	Studien haben <a href="https://www.jdsjournal.com/article/S0923-1811(20)30176-6/fulltext" rel="external nofollow">über 80 Gene identifiziert</a>, die mit Psoriasis in Verbindung stehen. Allerdings führt das Vorhandensein dieser Gene nicht automatisch zum Ausbruch der Erkrankung. Weitere Faktoren wie Umwelteinflüsse, Lebensstil und Auslöser wie Stress spielen ebenfalls eine Rolle.
</p>

<h2>
	Erkrankungsrisiko abhängig von betroffenen Elternteilen
</h2>

<p>
	Das Risiko für ein Kind, an Psoriasis zu erkranken, hängt davon ab, ob ein Elternteil oder beide Eltern betroffen sind:
</p>

<ul>
	<li>
		Ist <strong>ein Elternteil</strong> an Psoriasis erkrankt, liegt das <strong>Risiko für das Kind bei etwa 30 Prozent</strong>.
	</li>
	<li>
		Sind <strong>beide Elternteile</strong> betroffen, <strong>steigt das Risiko auf 60 bis 70 Prozent</strong>.
	</li>
</ul>

<p>
	Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung liegt das Risiko, im Laufe des Lebens an Psoriasis zu erkranken, bei etwa zwei bis drei Prozent.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<h2>
	Umgang mit dem Erkrankungsrisiko
</h2>

<p>
	Die Entscheidung für ein Kind ist sehr persönlich. An Psoriasis stirbt man zwar nicht, doch die Erkrankung kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann – gerade für Kinder und Jugendliche.
</p>

<p>
	Andererseits ist eine Psoriasis heute gut behandelbar. Mit der richtigen Therapie, Aufklärung und Unterstützung können die meisten Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen. Letztlich hängt viel von der eigenen Einstellung und einem liebevollen Umfeld ab.
</p>

<p>
	Derzeit gibt es keine allgemein anerkannten präventiven Gentests. Die sicherste Methode, das Risiko abzuschätzen, ist die sorgfältige Befragung der Familien beider Elternteile zu früheren Psoriasis-Fällen. Das ist nicht immer von Erfolg gekrönt: In manchen Familien wurde nicht viel über Krankheiten gesprochen, zu Kriegs-Zeiten sind die Sorgen ganz andere und wenn die Psoriasis immer gut unter Kleidung verborgen war, kommt auch kaum jemand auf die Idee, zu fragen.
</p>

<h2>
	Mehr zum Thema
</h2>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/24563-kinder-kriegen-%E2%80%93-trotz-psoriasis/" rel="">Soll man Kinder kriegen – trotz Psoriasis?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Auszug aus einer Recherche der Charité</strong>:  <a href="https://debm.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/ohne_AZ/m_cc12/debm/D-Psoriasis/Kinderwunsch_Schwangerschaft.pdf" rel="external nofollow">Wie sollten Psoriasis-Patient*Innen mit aktuellem Kinderwunsch oder während einer Schwangerschaft behandelt werden?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Therapieplanung vor einer Schwangerschaft</strong>: <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2022/daz-6-2022/trotz-psoriasis-sicher-durch-die-schwangerschaft" rel="external nofollow">Artikel der Deutschen Apotheker-Zeitung</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Vater werden trotz Psoriasis-Therapie</strong>: <a href="https://www.psoriasisbund.de/fileadmin/images/download/Vater-werden.pdf" rel="external nofollow">Informationen vom Deutschen Psoriasis-Bund e.V.</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">892</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 16:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_11/kind-auf-der-schaukel.jpg.0e6919e122bb53d405e62acddeda006b.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Schuppenflechte ist eine chronische Hautkrankheit, die auch Kinder betreffen kann. Die Behandlung bei Kindern unterscheidet sich von der bei Erwachsenen, da ihre Haut empfindlicher ist und ihr Körper anders auf Wirkstoffe reagiert. Dieser Artikel fasst zusammen, worauf Eltern bei der Behandlung achten sollten.</strong>
</p>

<h2>
	Kinder sind keine kleinen Erwachsenen
</h2>

<p>
	Bei der Behandlung von Psoriasis bei Kindern gibt es einige wichtige Unterschiede im Vergleich zu Erwachsenen. Zunächst einmal haben Kinder eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht. Das bedeutet, dass sie Medikamente, die auf die Haut aufgetragen werden, schneller und in größeren Mengen aufnehmen können.
</p>

<p>
	Außerdem ist die Haut von kleinen Kindern noch nicht vollständig entwickelt, was ebenfalls die Aufnahme von Medikamenten erleichtert.
</p>

<p>
	Gut für den Hinterkopf ist außerdem: Nach einem warmen Bad oder unter Windeln kann die Haut besonders viel von den aufgetragenen Substanzen aufnehmen.
</p>

<p>
	Kinder brauchen ohnehin deutlich <span ipsnoautolink="true">kleinere Creme- und Salben-Portionen</span> als Erwachsene für gleich große Stellen. Dazu unten mehr.
</p>

<h2>
	Zu welchem Arzt?
</h2>

<p>
	Für die Behandlung der Schuppenflechte bei Kindern sind Kinderdermatologen die besten Ansprechpartner (<a href="https://www.paediatrische-dermatologie.de/index.php?page=bundesweit" rel="external nofollow">hier eine Liste</a>). Davon gibt es aber leider nicht so irre viele. So wird die Psoriasis bei Kindern oft vom Kinderarzt oder einem "normalen" Hautarzt behandelt.
</p>

<p>
	Für die genaue Diagnose-Stellung ist ein Hautarzt die beste Anlaufstelle. Die Behandlung später kann oft auch ein Kinderarzt übernehmen.
</p>

<h2>
	Immer nötig: eine Basistherapie
</h2>

<p>
	Eine gute Hautpflege ist bei Kindern mit Psoriasis besonders wichtig. Dazu gehört mindestens einmal am Tag eine Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Cremes ohne Wirkstoffe. Das nennt sich Basistherapie.
</p>

<p>
	<strong>Duftstoffe</strong> <strong>sollten in den Cremes vermieden werden</strong>, um Allergien zu vermeiden.
</p>

<p>
	Inhaltsstoffe wie <strong>Urea und Glycerin sind besonders empfehlenswert</strong>, weil sie die Hautbarriere stärken und den Juckreiz lindern können. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann Urea allerdings zu Hautreizungen führen. Größeren Kindern kann <strong>Harnstoff</strong> aber helfen, da er die Haut weicher macht und das Eindringen anderer Medikamente erleichtert.
</p>

<p>
	Ab dem Kleinkindalter kann der Wirkstoff <strong>Polidocanol</strong> (3 bis 10%) einer wirkstofffreien Pflegecreme beigemischt werden, um den Juckreiz zu llindern.
</p>

<h2>
	Äußerliche Mittel und Medikamente bei Kindern
</h2>

<p>
	Eins vorab: Der Arzt darf offiziell nur Medikamente verschreiben, die ausdrücklich für Kinder zugelassen sind. Trotzdem ist es manchmal nötig, ein Kind mit Wirkstoffen zu behandeln, die offiziell nur für Erwachsene erlaubt sind (Off-Label). Bevor Sie dem zustimmen, sollten Sie sich ausführlich über die Risiken informieren – aber auch dem Arzt vertrauen, wenn er Erfahrung damit hat.
</p>

<h3>
	Wichtig: Schuppen ablösen
</h3>

<p>
	Starke Schuppen müssen abgelöst werden, sonst wirken die äußerlichen Medikamente nicht.
</p>

<p>
	Schuppen können zum Beispiel "abgebadet" werden. Das geht mit einem einfachen <strong>Wannenbad</strong> oder <strong>Umschlägen</strong>. Dort können <strong>Zusätze</strong> hinein: ein Mix aus Babyöl und Milch ist da ebenso denkbar wie <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/?advanced_search_submitted=1&amp;&amp;content_field_342%5B1%5D=2381&amp;&amp;&amp;sortby=field_334&amp;sortdirection=asc&amp;record_type=all&amp;time_frame=show_all" rel="">Mittel aus der Apotheke mit Gerbstoff oder Ölen.</a>
</p>

<p>
	Schuppen können auch mit <strong>Salicylsäure</strong> gelöst werden – aber: erst ab einem Alter von 2 Jahren und auch dann nur für begrenzte Zeit und auf einen eingegrenzten Teil des Körpers:
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<th>
				Alter
			</th>
			<th>
				Konzentration
			</th>
			<th>
				Körperoberfläche
			</th>
			<th>
				Dauer
			</th>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				0-2 Jahre
			</td>
			<td>
				nur im Notfall (1-1,5 %)
			</td>
			<td>
				nur im Notfall (&lt;5 %)
			</td>
			<td>
				nur im Notfall
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				3-6 Jahre
			</td>
			<td>
				1,5-2%
			</td>
			<td>
				&lt;10%
			</td>
			<td>
				1-3 Tage
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				7-14 Jahre
			</td>
			<td>
				2-3%
			</td>
			<td>
				&lt;20%
			</td>
			<td>
				1-3 Tage
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				14-18 Jahre
			</td>
			<td>
				5%
			</td>
			<td>
				≤20%
			</td>
			<td>
				1-3 Tage
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	Zum Ablösen von Kopfschuppen sind in den letzten Jahren auch einige Gele auf den Markt gekommen. Sie heißen Babybene, Psoribene oder Dermabene. Und was am Kopf funktioniert, kann gut auch zum Schuppenlösen am Körper genutzt werden.
</p>

<p>
	Ein sehr flüssiges, aber auch sehr wirksames Öl zum Ablösen der Schuppen ist auch Loyon.
</p>

<p>
	Kratzt sich Ihr Kind, weil der Juckreiz so stark ist, müssen Sie auch dagegen etwas tun. Die Psoriasis verschlimmert sich nämlich, wenn die Haut zu sehr mechanisch gereizt wird (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/koebner-phaenomen-%E2%80%93-was-ist-das-r1153/" rel="">Köbner-Effekt</a>). Es gibt noch kein ideales Mittel gegen Juckreiz. Man muss geduldig viel ausprobieren bis hin zu Medikamenten, um mit diesem quälerischen Phänomen fertig zu werden.
</p>

<h3>
	Mahonia aquifolium (Mahonie)
</h3>

<p>
	Mahonia aquifolium ist in der Creme <span ipsnoautolink="true">Rubisan</span> enthalten. Die Substanz findet sich zwar auch im Pflegemittel <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/hautpflege/belixos-creme" rel="">Belixos</a>, doch das enthält zu wenig des Wirkstoffs, als dass es zur Behandlung geeignet wäre.
</p>

<p>
	Mahonia-Cremes sind rezeptfrei und für Kinder und Säuglinge (nach dem 1. Lebensjahr) zugelassen. Mahonia zählt zu den mildesten <span ipsnoautolink="true">Wirkstoffen</span>. Bei wenigen, nicht besonders ausgeprägten Psoriasis-Stellen würden wir Eltern immer empfehlen, es erst mit Mahonia Aquifolium zu probieren.
</p>

<p>
	Mahonia-Salben sind nicht in der Leitlinie zur Behandlung der Psoriasis bei Kindern genannt. Ärzte haben sie oft nicht auf dem Schirm. Bei leichter Psoriasis sind sie – auch bei Erwachsenen – einen Versuch wert. Sie sind frei verkäuflich.
</p>

<p>
	Alle weiteren ab hier genannten Arzneimittel sind verschreibungspflichtig. Fangen wir mit einer Übersicht an – manchmal genügt das ja für die erste Beschäftigung mit dem Thema.
</p>

<p>
	Dieser Artikel orientiert sich vor allem an der <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-094l_S2k_Therapie-der-Psoriasis-bei-Kindern-und-Jugendlichen_2022-04-verlaengert.pdf" rel="external nofollow">Leitlinie zur "Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen"</a>. Dafür setzen sich Experten zusammen. Am Ende beurteilen sie die Medikamente mit vier "Noten":
</p>

<ol>
	<li>
		Zwei Pfeile nach oben: ja, das empfehlen wir total
	</li>
	<li>
		ein Pfeil nach oben: ja, können wir auch empfehlen
	</li>
	<li>
		ein Pfeil nach rechts: ja ok, kann man versuchen
	</li>
	<li>
		ein Pfeil nach unten: das empfehlen wir nicht
	</li>
</ol>

<p>
	Die <strong>Bestnote</strong> (zwei Pfeile nach oben) bekamen:
</p>

<ul>
	<li>
		eine Therapie mit Dithranol in einer Klinik
	</li>
	<li>
		topische Vitamin D-Derivate
	</li>
	<li>
		Adalimumab
	</li>
	<li>
		Ixekizumab
	</li>
	<li>
		Secukinumab
	</li>
	<li>
		Ustekinumab
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Empfohlen</strong>, aber eben nicht stark empfohlen, sind:
</p>

<ul>
	<li>
		die eingangs genannte Basistherapie
	</li>
	<li>
		topischen Calcineurininhibitoren
	</li>
	<li>
		eine UVB-Schmalspektrumtherapie bei Jugendlichen
	</li>
	<li>
		Etanercept
	</li>
	<li>
		MTX
	</li>
</ul>

<p>
	Ein "<strong>Oooookay, kann man versuchen</strong>" erreichten:
</p>

<ul>
	<li>
		eine Therapie mit Dithranol ambulant bzw. zuhause
	</li>
	<li>
		die Anwendung von Steinkohlenteer
	</li>
	<li>
		topische Vitamin A-Derivate
	</li>
	<li>
		eine UVB-Schmalspektrumtherapie bei Kindern
	</li>
	<li>
		Acitretin
	</li>
	<li>
		Ciclosporin
	</li>
	<li>
		Fumarsäureester
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Nicht (mehr) empfohlen</strong> wird die Anwendung von PUVA.
</p>

<p>
	Nun aber zu den Einzelheiten.
</p>

<h3>
	Topische Calcineurininhibitoren
</h3>

<p>
	Topische Calcineurininhibitoren wirken, indem sie die Aktivierung von T-Zellen hemmen und somit gezielt in die Entzündungsprozesse der Haut eingreifen. Diese Medikamente können bei der Behandlung von Psoriasis eingesetzt werden, sind jedoch aufgrund ihrer vergleichsweise schwachen Wirksamkeit nur für bestimmte Problemzonen sinnvoll.
</p>

<p>
	Im Gegensatz zu topischen Kortisonprodukten besteht bei Calcineurininhibitoren, insbesondere bei Langzeitanwendungen, kein Risiko einer Hautverdünnung (Hautatrophie). Deshalb eignen sie sich besonders gut für die Behandlung empfindlicher Hautbereiche wie im Gesicht oder in Hautfalten (intertriginöse Areale).
</p>

<p>
	Eine häufige Nebenwirkung ist ein leichtes Brennen, das einige Minuten nach dem Auftragen der Präparate auftreten kann. Dies tritt vor allem bei akuten Entzündungen auf. Eine kurzfristige Vorbehandlung mit topischen Kortisonprodukten kann das Auftreten dieser brennenden Empfindungen deutlich reduzieren und die Akzeptanz (Compliance) der Anwendung von Calcineurininhibitoren erhöhen.
</p>

<p>
	Langzeitdaten zur Anwendung von Pimecrolimus zeigen keine Hinweise auf negative Effekte auf das sich entwickelnde kindliche Immunsystem oder ein erhöhtes Risiko für Krebs.
</p>

<p>
	Für Tacrolimus sind die Ergebnisse nicht einheitlich. Sie weisen auf ein minimal erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Lymphoms bei Patienten mit Neurodermitis hin, die sowieso schon ein leicht erhöhtes Lymphomrisiko aufweist.
</p>

<p>
	Die Behandlung der Psoriasis mit topischen Calcineurininhibitoren ist immer off-label. Das heißt, sie sind nicht speziell für diesen Zweck zugelassen. Im Sommer 2024 wurde zwar ein erstes Medikament mit Tacrolimus für die Behandlung der Psoriasis aus dem Kopf zugelassen (Sumilor) – aber nur für Erwachsene.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<h3>
	Dithranol
</h3>

<p>
	Dithranol ist ein sehr, sehr altes Medikament. Sein größer Nachteil: Es verschmutzt alles, mit dem es in Berührung kommt – Kleidung, Fliesen, einfach alles. Die Salbe wird aufgetragen und nach einiger Zeit wieder abgewaschen. Nur: Welches Kind bleibt wirklich minutenlang still stehen, selbst wenn es schwört, sich nicht zu bewegen?
</p>

<p>
	Hinzu kommt, dass es kein fertiges Medikament aus der Tube (mehr) gibt, sondern es in der Apotheke angerührt werden muss. Das machen nicht mehr viele Apotheken. Heute wird Dithranol vor allem in Kliniken angewendet, auch da aber eher sparsam.
</p>

<h3>
	Kortison in Cremes, Salben usw.
</h3>

<p>
	Wenn Kortisonsalben zum Einsatz kommen sollen, sind Vertreter der Klasse 2 und 3 (mittel- bis höherpotente) topische Kortikoide die Mittel der ersten Wahl. (<em>Wir schreiben hier übrigens nur von Salben, aber das gilt auch für Cremes, Schaum etc.</em>)
</p>

<p>
	Hochpotente Kortikoide (Klasse 4 der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/kortison/kortison-wirkstoffe/" rel="">deutschen Klassifikation</a>) sollten, wenn möglich, vermieden oder nur kurzzeitig bzw. in Kombination mit steroidsparenden Alternativen angewendet werden. Dies gilt insbesondere für Kinder über 3 Jahre.
</p>

<p>
	Begonnen werden sollte vorzugsweise mit Präparaten der Klasse 3 mit einem günstigen therapeutischen Index (TIX). Da wäre zum Beispiel der Wirkstoff Prednicarbat zu nennen.
</p>

<p>
	An besonders empfindlichen Regionen wie dem Gesicht, den Achselhöhlen oder dem Genitalbereich sollten Kortisonsalben nur kurzfristig, also für ein bis zwei Wochen, und in einer Wirkstärke bis Klasse 2 eingesetzt werden.
</p>

<p>
	Bei längerem und insbesondere regelmäßigem Therapiebedarf sind die oben genannten Calcineurininhibitoren zu bevorzugen.
</p>

<p>
	An speziellen Psoriasis-Stellen wie der Kopfhaut sind bei Einleitung einer Therapie und kurzfristig auch Klasse-4-Kortikoide vertretbar. Wegen der potenziellen Nebenwirkungen wie Dünnerwerden der Haut, Bildung von "Schwangerschaftsstreifen" und Dermatitis um Mund und Nase herum ist eine langfristige tägliche Dauertherapie jedoch nicht angesagt.
</p>

<p>
	Wichtig ist auch das sogenannte Ausschleichen. Ein abruptes Absetzen von Kortisonsalben nämlich führt oft zu einer raschen Verschlechterung. "Ausschleichen" heißt: Wenn man bis dahin zum Beispiel einmal täglich eine Kortisonsalbe angewendet hat, tut man das nur noch jeden zweiten Tag, dann jeden dritten usw. Irgendwann kann man für einige Wochen nur noch an zwei Tagen pro Woche die Kortisonsalbe verwenden. Das nennt man dann proaktive Therapie.
</p>

<p>
	Hydrokortison ist, wenn man Risiko und Wirksamkeit abwägt, nicht zu empfehlen. Sprich: Dafür, dass es recht wenig wirkt, sind die Risiken zu groß.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: <a href="https://www.instagram.com/psoriasisnetz" rel="external nofollow">Folge uns bei Instagram</a> für Informationen und Austausch.
</p>

<ul>
</ul>

<h3>
	Vitamin-D-Analoga
</h3>

<p>
	Vitamin D-Analoga helfen bei Psoriasis, indem sie das Zellwachstum verlangsamen und die Hautzellen dazu bringen, sich normal zu entwickeln.
</p>

<p>
	Nach der Behandlung, bei der die Schuppen entfernt wurden, kann man gleichzeitig mit dem Ausschleichen der Kortisonsalben eine Behandlung mit Vitamin-D-Analoga beginnen und die auch nach dem Absetzen der Kortikoide fortsetzen.
</p>

<p>
	<strong>Erste Verbesserungen sieht man frühestens nach zwei Wochen</strong>, die beste Wirkung wird oft erst nach sechs bis acht Wochen erreicht. Am Anfang können leichte Hautreizungen auftreten, die aber meistens verschwinden, wenn man die Behandlung fortsetzt.
</p>

<p>
	Man sollte Vitamin D-Präparate bei Kindern <strong>nicht auf zu großen Hautflächen anwenden</strong>, weil es sonst zu erhöhten Kalziumwerten im Blut kommen kann.
</p>

<p>
	Calcipotriol wird einmal täglich auf weniger als 30 Prozent der Körperoberfläche angewendet, Tacalcitol auf weniger als 15 Prozent.
</p>

<p>
	Ist die Plaque-Psoriasis großflächig, kann man die Therapie auf verschiedene Körperbereiche aufteilen. Dann werden zum Beispiel an einem Tag Kopf und Arme, am nächsten Tag Beine und Körperstamm behandelt.
</p>

<p>
	Fertigmischungen aus Calcipotriol und dem Kortison Betamethason sind für Kinder nicht zugelassen, können aber in Einzelfällen zu Beginn der Behandlung kurzzeitig eingesetzt werden (off-label)
</p>

<h3>
	Weitere topische Therapien
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong>Steinkohlenteer</strong>: Wird selten verwendet, da es Hautreizungen und Verfärbungen verursachen kann. Naja, und Kinder riechen ihn auch nicht so gern.
	</li>
	<li>
		<strong>Vitamin A-Derivate</strong>: Nicht für Kinder zugelassen, können aber in Ausnahmefällen verwendet werden. Aber: Es gibt hierzulande keine fertigen Salben etc. Sie müssen immer aus internationalen Apotheken besorgt werden.
	</li>
</ul>

<h3>
	Wie viel Salbe braucht ein Kind?
</h3>

<p>
	Muss Ihr Kind mit Salbe therapiert werden, so stellt sich Ihnen sicher schnell die Frage: Wie viel Salbe braucht ein Kind? Die Angabe "morgens und abends dünn auftragen" ist eher ungenau und wenig hilfreich. Deshalb haben Dermatologen aus Cardiff die so genannte "Fingerspitzeneinheit" und das dazugehörige Dosierungsschema entwickelt.
</p>

<p>
	Kernpunkt der britischen Erfindung ist die Spitze des erwachsenen Zeigefingers, genauer gesagt, die Strecke von der obersten Fingerhautfalte bis zur Fingerspitze. Gibt man darauf aus einer Tube mit einer Öffnung von 5 mm im Durchmesser einen Salbenstreifen, so entspricht die Salbenmenge einer Fingerspitzeneinheit (= ca. 0,5 g). Sie unterscheidet sich bei Männern und Frauen nur minimal.
</p>

<p>
	Je nach Größe der erkrankten Hautoberfläche kann man dann die benötigten Fingerspitzeneinheiten errechnen. Klar ersichtlich wird dies im abgebildeten Diagramm. Bei der Anwendung von Creme statt Salbe sind übrigens nur geringfügig höhere Dosen erforderlich.
</p>

<p>
	Dass diese Kalkulation für die Praxis tatsächlich relevant ist, konnte in einer Studie mit 24 Kindern, die unter Neurodermitis litten, bestätigt werden. Kein einziger der kleinen Patienten benötigte mehr als die zuvor ermittelten Fingerspitzeneinheiten.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="png" data-fileid="23744" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_07/fingerspitzeneinheit-creme-ftu.png.ad3389cf48b9d678f946b40430352ad1.png" rel=""><img alt="fingerspitzeneinheit-creme-ftu.png" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23744" data-unique="7ez8b9daj" style="height: auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_07/fingerspitzeneinheit-creme-ftu.thumb.png.a43711cf8852886a68fb3fc7de1e264a.png" loading="lazy" height="560"></a>
</p>

<h2>
	Innerliche Medikamente für Kinder
</h2>

<p>
	Kein Erwachsener wird einem Kind vorschnell ein innerliches Medikament geben wollen. In sehr schweren Fällen verschreiben Ärzte aber Kindern auch innerliche Medikamente. Im Jahr 2017 wurden <a href="https://www.zefq-journal.com/article/S1865-9217(23)00190-3/abstract" rel="external nofollow">5,4 Prozent der Kinder mit Psoriasis mit einer innerlichen Therapie behandelt</a>. Das soll sagen: Von den wenigen Kindern mit Schuppenflechte bekommen noch weniger eine Tablette oder Spritze.
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>Wirkstoff</strong>
			</td>
			<td>
				<strong>Handelsnamen</strong>
			</td>
			<td>
				<strong>ab...</strong>
			</td>
			<td>
				<strong>Einschränkung</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<span ipsnoautolink="true">Adalimumab</span>
			</td>
			<td>
				Amgevita, Hulio, <span ipsnoautolink="true">Humira</span>, Idacio, Imraldi
			</td>
			<td>
				4 Jahre
			</td>
			<td>
				Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf eine äußerliche Therapie oder Lichttherapie
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<span ipsnoautolink="true">Etanercept</span>
			</td>
			<td>
				<span ipsnoautolink="true">Benepali, Enbrel</span>
			</td>
			<td>
				6 Jahre
			</td>
			<td>
				Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Secukinumab
			</td>
			<td>
				<span ipsnoautolink="true">Cosentyx</span>
			</td>
			<td>
				6 Jahre
			</td>
			<td>
				Voraussetzung: "Kinder, die für eine systemische Therapie in Frage kommen"
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Ustekinumab
			</td>
			<td>
				Stelara
			</td>
			<td>
				6 Jahre
			</td>
			<td>
				Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Apremilast
			</td>
			<td>
				Otezla
			</td>
			<td>
				6 Jahre
			</td>
			<td>
				Voraussetzung: 20 Kilogramm Körpergewicht<br>
				(EMA-Zulassung steht aus)
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Lichttherapie bei Kindern
</h2>

<p>
	 
</p>

<p>
	Die positiven Effekte von UV-B-Licht bei Psroiasis sind gut belegt. Besonders die Schmalspektrum-UV-B-Therapie mit einer Wellenlänge von 311 nm wird bevorzugt, weil sie die besten biologischen Effekte bei minimalen unerwünschten Wirkungen hat.
</p>

<p>
	Aber: In der Regel sind 20 bis 30 Sitzungen mit drei bis fünf Anwendungen pro Woche notwendig. Das ist für alle Beteiligten aufwändig und anstrengend.
</p>

<p>
	Die Kombination von UV-Therapie mit Bädern kann die Wirksamkeit erhöhen, bringt jedoch auch ein höheres Risiko für Hautrötungen (Erythem) mit sich.
</p>

<p>
	Die PUVA-Therapie – eine Kombination von UV-A-Licht mit Psoralen –  wird bei Kindern nicht empfohlen, weil sie ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs birgt.
</p>

<p>
	Die Empfehlungen lauten also:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>für Schulkinder</strong>: In Einzelfällen kann eine UVB-Schmalspektrumtherapie <em>erwogen</em> werden.
	</li>
	<li>
		<strong>für Jugendliche</strong>: In Einzelfällen kann ebenfalls eine UVB-Schmalspektrumtherapie <em>empfohlen</em> werden.
	</li>
	<li>
		<strong>PUVA-Therapie</strong>: Wird für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Geduld bei der Behandlung
</h2>

<p>
	Ihr Kind wird vermutlich sehr lange, vielleicht das ganze Leben, Wirkstoffe und Therapien gegen Psoriasis anwenden. Deshalb sollten Sie möglichst vorsichtig mit allem umgehen, weil sich die Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ansammeln.
</p>

<p>
	Rechnen Sie damit, dass ein Wirkstoff oder eine Therapie irgendwann nicht mehr so gut hilft. Sie müssen die Mittel wechseln, wenn sich die Psoriasis daran gewöhnt hat.
</p>

<p>
	Dann werden Sie Phasen haben, da wollen Sie nichts mehr von der Medizin wissen. Sie werden natürliche, alternative oder sogar exotische Behandlungen ausprobieren. Bitte geben Sie nicht zu viel Geld dafür aus. Alles, was nach sechs Wochen nicht anschlägt, sollten Sie wieder absetzen. Auch pflanzliche Präparate können unerwünschte Effekte entfalten, wenn sie nicht richtig angewendet werden oder wenn Sie im Internet bei unseriösen Händlern kaufen.
</p>

<p>
	Sie sollten alternative Mittel oder Therapien als Ergänzung zur medizinischen Behandlung anwenden. Es gibt kein Wundermittel gegen Psoriasis! Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt, bevor Sie auf völlig andere Medizinrichtungen ausweichen.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kinder-index/" rel="">Psoriasis bei Kindern: Diagnose, Symptome, Zahlen, Tipps </a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Vorlesehilfe</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/" rel="">So erklärst Du Schuppenflechte einem Kind</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Ratgeber</strong> <strong>für Eltern</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/verzweiflung/" rel="">Wenn das eigene Kind an Psoriasis leidet</a>
	</p>
</div>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<strong>Broschüre Psoriasis bei Kindern</strong><br>
	Der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. hat eine Broschüre mit dem Titel "Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen. Informationen für Eltern und interessierte Erwachsene" aufgelegt. <span ipsnoautolink="true">Mitglieder</span> des Vereins erhalten sie sowohl in der gedruckten Version als auch in der <span ipsnoautolink="true">digitalen Version</span> kostenfrei. Informationen gibt es per Telefon (040 / 223399-0) oder per E-Mail an <a href="mailto:info@psoriasis-bund.de" rel="">info@psoriasis-bund.de</a>. Wer nicht Mitglied ist, kann das Info-Blatt in der digitalen Version im <a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/de/profiles/5a5487659e96/editions" rel="external nofollow">PSO Kiosk</a> erwerben.
</p>

<p>
	<strong>Expertenforum Hautfragen</strong><br>
	Allgemeine Fragen zu Haut, Hautkrankheiten und Hautpflege bei Kleinkindern werden im Internetportal "<a href="https://www.rund-ums-baby.de/experten/hautfragen/" rel="external nofollow" target="_blank">Rund ums Baby</a>" von Hautärzten beantwortet.
</p>

<p>
	<strong>Datenbanken für Kinder-Medikamente</strong><br>
	Leider nur für Fachkreise ist die Website <a href="https://www.zak-kinderarzneimittel.de/" rel="external nofollow" target="_blank">ZAK</a>. In dieser Datenbank finden sich alle, für Kinder zugelassene Arzneimittel mit ihren Fachinformationen, unterschieden nach Krankheitsbild, Wirkstoff, Altersgruppe usw.<br>
	<br>
	Ebenfalls nur für Fachkreise zugänglich ist das "<a href="https://kinderformularium.de" rel="external nofollow" target="_blank">Kinderformularium</a>". Ees enthält unabhängige evidenzbasierte Informationen zur Anwendung von Arzneimitteln bei Kindern und Jugendlichen. 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">920</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 16:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>Mit Schuppenflechte den passenden Beruf finden: Was du wissen musst</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kann-ich-mit-schuppenflechte-alle-berufe-lernen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/mann-verkehrszeichen.jpg.0189589acc16b37109720c7262bf8a3d.jpg" /></p>
<p style="text-align: center;">
	Eine Schuppenflechte zu haben, wirft viele Fragen auf – gerade, wenn du am Anfang deines Berufslebens stehst. Vielleicht fragst du dich: "Schränkt mich die Erkrankung bei der Wahl meines Berufs ein? Kann ich alles werden, was ich möchte?" Die kurze Antwort lautet: Ja, die Chancen stehen heute besser als je zuvor. Dank moderner Medizin und einem besseren Verständnis für die Erkrankung stehen dir die allermeisten Türen offen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	Dieser Artikel gibt dir einen ehrlichen Überblick, worauf du achten solltest, welche Rechte du hast und wo du Unterstützung findest.
</p>

<h2>
	Die wichtigste Grundlage: Deine Interessen zählen
</h2>

<p>
	Bevor wir über die Psoriasis sprechen, gilt der wichtigste Grundsatz: Wähle einen Beruf, der dich begeistert, der deinen Talenten entspricht und dir Freude macht. Dein Interesse und deine Motivation sind der stärkste Motor für eine erfolgreiche Karriere. Ein Job, den du mit Leidenschaft ausübst, gibt dir die Kraft, auch an Tagen durchzuhalten, an denen die Haut oder die Gelenke vielleicht mal nicht so mitspielen.
</p>

<p>
	Informiere dich online, bei der Agentur für Arbeit oder auf Ausbildungsmessen über Berufe, die zu deinen Stärken passen. Die Psoriasis ist dabei nur einer von mehreren Faktoren – wie deine Schulbildung, deine Fähigkeiten und deine Wünsche.
</p>

<h2>
	Wie Psoriasis die Berufswahl beeinflussen kann (aber nicht muss)
</h2>

<p>
	Früher war eine schwere Psoriasis oft ein sichtbares und belastendes Stigma. Das hat sich geändert. Dank moderner Therapien wie Biologika oder JAK-Inhibitoren erreichen heute viele Betroffene eine fast oder sogar komplett erscheinungsfreie Haut. Wenn deine Psoriasis gut behandelt ist, spielt sie für viele Berufe gar keine Rolle mehr.
</p>

<p>
	Trotzdem ist es klug, bei der Berufswahl realistisch auf mögliche Belastungsfaktoren zu schauen. Das hilft dir, einen Job zu finden, in dem du dich langfristig wohlfühlst.
</p>

<h2>
	Berufe mit potenzieller Hautbelastung
</h2>

<p>
	Manche Tätigkeiten können die Hautbarriere schwächen und so Schübe der Psoriasis auslösen oder verschlimmern. Dazu gehören:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Ständige Feuchtarbeit</strong>: Berufe, in denen deine Hände oft und lange nass sind (z.B. in der Gastronomie, in der Krankenpflege, als Friseur/in oder Reinigungskraft).
	</li>
	<li>
		<strong>Umgang mit Chemikalien</strong>: Kontakt mit reizenden Stoffen, wie sie in Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln, Friseurprodukten oder in der Industrie vorkommen.
	</li>
	<li>
		<strong>Starker mechanischer Druck oder Reibung</strong>: Tätigkeiten, bei denen die Haut ständigem Druck ausgesetzt ist, z.B. durch eng anliegende Schutzkleidung oder wiederholte Reibung an bestimmten Körperstellen (Köbner-Phänomen). Dies kann im Handwerk oder auf dem Bau der Fall sein.
	</li>
	<li>
		<strong>Starkes Schwitzen oder Hitze</strong>: Berufe in Bäckereien, Küchen oder Gießereien können durch Hitze und Schweiß die Haut reizen.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Wichtig</strong>: Das ist kein Verbot! Es bedeutet nur, dass du in diesen Berufen besonders auf Hautschutz, konsequente Pflege und eine gute Therapie achten musst. Ein Gespräch mit deinem Hautarzt kann hier Klarheit schaffen.
</p>

<h2>
	Besonderheit Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>)
</h2>

<p>
	Bei etwa einem Drittel der Menschen mit Psoriasis sind auch die Gelenke betroffen. Wenn du eine Psoriasis arthritis hast, sind andere Aspekte bei der Berufswahl ebenso wichtig:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Körperliche Belastung</strong>: Berufe, die schweres Heben, Tragen oder ständiges Stehen erfordern (z.B. in der Logistik, im Einzelhandel, auf dem Bau), können die Gelenke stark beanspruchen.
	</li>
	<li>
		<strong>Feinmotorik und Zwangshaltungen</strong>: Tätigkeiten, die eine hohe Fingerfertigkeit oder langes Arbeiten in einer bestimmten Haltung erfordern (z.B. Zahntechniker/in, Uhrmacher/in, Chirurgie), können bei Gelenkbeschwerden in den Händen oder der Wirbelsäule schwierig werden.
	</li>
</ul>

<p>
	Auch hier gilt: Eine gut eingestellte Therapie kann die Symptome der <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> stark lindern. Sprich mit deinem Rheumatologen darüber, welche Belastungen du dir zutrauen kannst.
</p>

<h2>
	Deine Rechte: Was du im Bewerbungsgespräch wissen solltest
</h2>

<p>
	Die größte Sorge vieler Betroffener ist das Bewerbungsgespräch. Muss ich meine Psoriasis angeben?
</p>

<p>
	Die rechtliche Lage ist klar: Du musst eine chronische Erkrankung nur dann von dir aus offenlegen, wenn sie dich daran hindert, die vertraglich vereinbarte Arbeit dauerhaft oder regelmäßig auszuführen.
</p>

<p>
	Ein Beispiel: Ein Dachdecker mit schwerer, schmerzhafter Psoriasis arthritis, der nicht mehr sicher auf Dächern klettern kann, müsste dies angeben.
</p>

<p>
	Ein Gegenbeispiel: Eine Bürokauffrau mit Psoriasis an den Ellenbogen und Knien kann ihre Arbeit uneingeschränkt ausüben. Sie muss die Erkrankung nicht erwähnen.
</p>

<p>
	Fragen nach deinem Gesundheitszustand sind im Bewerbungsgespräch generell unzulässig, es sei denn, sie beziehen sich direkt auf die Fähigkeit, den Job auszuüben. Sollten deine Hautveränderungen sichtbar sein und du wirst darauf angesprochen, kannst du selbstbewusst und kurz antworten: "Das ist eine Schuppenflechte, eine nicht-ansteckende Hauterkrankung, die meine Leistungsfähigkeit in diesem Beruf in keiner Weise beeinträchtigt."
</p>

<h2>
	Der Schwerbehindertenausweis: Eine Hilfe für dich?
</h2>

<p>
	Je nach Ausprägung deiner Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis hast du möglicherweise Anspruch auf einen Grad der Behinderung (<abbr title="Grad der Behinderung">GdB</abbr>). Ab einem <abbr title="Grad der Behinderung">GdB</abbr> von 50 giltst du als schwerbehindert und erhältst einen Schwerbehindertenausweis.
</p>

<p>
	Das klingt vielleicht erstmal abschreckend, hat aber Vorteile im Berufsleben (Nachteilsausgleiche):
</p>

<ul>
	<li>
		5 Tage mehr Urlaub pro Jahr
	</li>
	<li>
		Besonderer Kündigungsschutz
	</li>
	<li>
		Steuerliche Vorteile
	</li>
	<li>
		Anspruch auf Unterstützung durch das Integrationsamt
	</li>
</ul>

<p>
	Ob du einen Antrag stellst, ist deine persönliche Entscheidung. Du musst den Ausweis einem Arbeitgeber auch nicht ungefragt vorlegen. Er kann aber eine wertvolle Absicherung sein. Dein Arzt oder Sozialverbände können dich dazu beraten.
</p>

<h2>
	Fazit: Dein Weg in einen erfüllenden Beruf
</h2>

<p>
	Lass dich nicht von deiner Schuppenflechte ausbremsen. Die Berufswelt steht dir offen.
</p>

<ol>
	<li>
		<strong>Finde deine Leidenschaft</strong>: Konzentriere dich auf deine Interessen und Stärken.
	</li>
	<li>
		<strong>Sei gut informiert</strong>: Kenne die Anforderungen deines Wunschberufs und gleiche sie ehrlich mit deiner gesundheitlichen Situation ab.
	</li>
	<li>
		<strong>Optimiere deine Therapie</strong>: Eine moderne und gut eingestellte Behandlung ist der Schlüssel, um die Psoriasis in den Hintergrund zu rücken.
	</li>
	<li>
		<strong>Kenne deine Rechte</strong>: Gehe selbstbewusst in Bewerbungen und wisse, was du sagen musst – und was nicht.
	</li>
	<li>
		<strong>Hol dir Unterstützung</strong>: Sprich mit deinen Ärzten, der Familie und professionellen Beratungsstellen.
	</li>
</ol>

<p>
	Du bist mehr als deine Haut oder deine Gelenke. Mit der richtigen Strategie findest du einen Beruf, der dich erfüllt und zu dir passt.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Erfahrungen von Betroffenen</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/Psoriasis%20Berufswahl/" rel="">Berufswahl mit Psoriasis</a> bzw. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/Psoriasis%20arthritis%20Berufswahl/" rel="">Berufswahl mit Psoriasis arthritis</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Träume</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/traeume-in-einer-anderen-haut-buch/" rel="">Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>FAQ</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/haeufige-fragen-jugendliche/" rel="">Häufige Fragen und Antworten</a> für 13- bis 18-Jährige
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/" rel="">Klarkommen mit Schuppenflechte</a> – für alle zwischen 13 und 18
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel="">U25 – Gruppe für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Schuppenflechte und Beruf</strong>: <a href="https://bgn-branchenwissen.de/praxishilfen-von-a-z/hautschutz-hautbelastung/faq-berufsbedingte-hauterkrankungen/psoriasis#c26975-2505" rel="external nofollow">Informationen der Gesetzlichen Unfallversicherung</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Psoriasis im Berufsleben</strong>:<span style="color:#c0392b;"> </span><a href="https://www.arbeitsmedizin-cramer.de/psoriasis-schuppenflechte-im-berufsleben/" rel="external nofollow">Informationen der Arbeitsmedizinerin Dr. Eva Cramer</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Menschen mit Behinderungen</strong>: <a href="https://www.arbeitsagentur.de/menschen-mit-behinderungen" rel="external nofollow">Beratung zu Beruf und Reha von der Bundesagentur für Arbeit</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">905</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 11:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>So erkl&#xE4;rst Du Schuppenflechte einem Kind</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/kinder-masken.jpg.994c3d0f3e9a9417d00ad9c5ad3d1e7a.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Die Psoriasis ist schon für Erwachsene nicht einfach zu verstehen. Hier findest Du Formulierungshilfen, wenn Dein Kind an Schuppenflechte erkrankt ist – und wissen will, was es hat.</strong>
</p>

<p>
	Deine Krankheit heißt auf Deutsch "Schuppenflechte", weil sich auf den entzündeten Stellen Schuppen bilden. Ärzte sagen "Psoriasis" dazu. Das kommt von dem griechischen Wort "Psora", der Juckreiz.
</p>

<p>
	Die meisten Menschen haben die Psoriasis auf der Haut. Bei manchen ist sie in den Fingernägeln oder den Fußnägeln. Die müssen dann immer ihre Nägel kurz schneiden. Einige bekommen sie in den Gelenken. Das ist so ähnlich wie Rheuma und kann ziemlich weh tun.
</p>

<p>
	Du hast nichts falsch gemacht! Schuppenflechte erbt man oft von seinen Eltern oder Großeltern.
</p>

<p>
	Schau Dich mal in Deiner Kita-Gruppe oder in Deiner Klasse um. Du bist bestimmt nicht die oder der einzige mit einem Schönheitsfehler.
</p>

<ul>
	<li>
		Mindestens einer dürfte Neurodermitis haben.
	</li>
	<li>
		Manche dürfen keine Orangen essen und keine Milch trinken. Sie haben eine Allergie.
	</li>
	<li>
		Oder einer bekommt im Frühling immer Heuschnupfen, wenn die Bäume blühen. Er niest ständig und muss sich immer die Nase putzen.
	</li>
	<li>
		Andere dürfen nicht beim Sport mitmachen, weil sie so schlecht Luft bekommen. Wegen ihres Asthmas.
	</li>
	<li>
		Oder jemand muss ein Jahr lang eine Zahnspange tragen.
	</li>
	<li>
		Wieder andere tragen eine Brille. Sonst würden sie überhaupt nicht lesen können, was die Lehrerin an die Tafel schreibt.
	</li>
	<li>
		Kinder mit ADHS können überhaupt nicht ruhig sitzen. Andere träumen immer vor sich hin.
	</li>
</ul>

<h2>
	Das passiert in Deinem Körper
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_right" data-fileext="jpg" data-fileid="23743" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_07/postbote-illustration.jpg.14620ef79d25ca731dd50b2f5cdfe9e0.jpg" rel="" style="float: right;"><img alt="postbote-illustration.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23743" data-unique="qkv9ifzck" style="width: 250px; height: auto;" width="750" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_07/postbote-illustration.thumb.jpg.6d0820fee88b60ac99bde4ac2811adb3.jpg" loading="lazy" height="750"></a>In jedem Körper gibt es klitzekleine Boten, die einmal im Monat den Befehl überbringen: "Neue Haut bilden". Bei Menschen wie dir haben manche der Boten aber nicht aufgepasst. Sie rennen ständig los. Sie überbringen den Auftrag neue Haut zu bilden, obwohl es noch gar nicht nötig ist. Viel zu viele Hautzellen schubsen sich gegenseitig nach oben, wie Zuschauer am Ende eines Fußballspiels. Sie landen schließlich als Schuppen auf der Oberfläche unserer Haut. Regelmäßig werden diese Boten durch neue ersetzt.
</p>

<p>
	Wenn du Glück hast, sind die Boten eine Weile klüger und überbringen keine falschen Befehle. Dann hast du einige Monate Ruhe vor der Schuppenflechte. Aber Dummheit ist schwer auszurotten. Irgendwann tauchen diese Pso-Boten wieder auf und überbringen ihre falsche Botschaften.
</p>

<p>
	Wir könnten ohne diese Familie der Boten nicht leben. Alle Körperfunktionen werden durch Befehle gelenkt. Wie in jeder normalen Familie gibt es aber eben leider auch einige, die aus der Reihe tanzen. Die wirst du aber nicht mehr los. In einer richtigen Familie hat man seine Angehörigen auch ein Leben lang. Du kannst dich nur bemühen, sie möglichst lange ruhig zu halten oder sie dazu zu bringen, sich "normal" zu verhalten. Genauso ist das mit den Pso-Boten.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h2>
	Mehr zum Thema
</h2>

<div>
	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipp</strong>: In unserem Forum gibt es eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/17-kinder/" rel="">Ecke für Eltern von Kindern mit Schuppenflechte</a>.
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Buchtipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/schuppenflechte-was-ist-los-in-emmas-haut-r529/" rel="">Schuppenflechte: Was ist los in Emmas Haut</a> – ein Kinderbuch für alle zwischen 3 und 5
	</p>
</div>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Buchtipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/mein-koerper-was-ist-das-die-haut/" rel="">Mein Körper - Was ist das? - Die Haut</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">918</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 11:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>Klarkommen mit Schuppenflechte &#x2013; f&#xFC;r alle zwischen 13 und 18</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/was-du-ueber-schuppenflechte-wissen-solltest/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/braunes-t-shirt.jpg.0219349431f550c6ccf00a0f66cf1b8e.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Du bist zwischen 13 und 18 Jahre alt und hast Schuppenflechte? Wir waren auch mal so alt und haben hier unsere Tipps für Dich aufgeschrieben.</strong>
</p>

<p>
	Viele in deinem Alter sind verzweifelt, wenn sie Schuppenflechte haben. Da ist niemand, mit dem man darüber reden kann. Selbst mit den Eltern fällt es schwer.
</p>

<p>
	Eines können wir leider nicht: Du wirst hier nicht das Wundermittel finden, durch das deine Schuppenflechte für immer verschwindet. Das gibt es nämlich (noch) nicht. Aber wir können sagen: Die meisten Menschen mit Psoriasis haben es geschafft, ein ganz normales Leben zu führen. Klar, es ist ein langer Weg, bis man selbstbewusst mit seiner Hautkrankheit umgehen kann. Niemandem ist es leicht gefallen. Alle mussten lernen, sehr geduldig zu sein. Mit sich selbst und den Menschen um sie herum.
</p>

<h2>
	Angriff ist die beste Verteidigung
</h2>

<p>
	Am schwierigsten wird es werden, Gleichaltrigen zu erklären, was mit dir los ist. Und dann die Liebe und später der Sex: Du hast panische Angst davor, was passiert, wenn deine Stellen entdeckt werden.
</p>

<p>
	Versuche nicht, deine Schuppenflechte beständig vor den anderen zu verstecken. Du bist nicht Schuld an deiner Hautkrankheit und Psoriasis ist nicht ansteckend.
</p>

<p>
	Sehen die anderen alle so perfekt aus, wie Models oder Pop-Stars? Die meisten deines Alters haben irgendetwas: Sie tragen eine Brille oder haben Aknepickel, andere leiden an Asthma oder Neurodermitis. Oder sie dürfen nicht alles essen, wegen einer Allergie. Manche sind zu dick, andere zu dünn. Sind sie deshalb schlechtere Menschen? Blöd, dass alle immer nur nach dem Äußeren gehen! Lass es dir nicht gefallen, dass andere dich wegen der Hautstellen ärgern. Eine Krankheit kann überhaupt nie peinlich sein, weil niemand dafür kann.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Gruppe U25</span></b> für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel=""><u><b>Schau Dich um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<h2>
	Sei auf Fragen vorbereitet
</h2>

<p>
	Wenn dich jemand wegen deiner Psoriasis anspricht, erkläre sie ihm. Versuche nicht, die Stellen krampfhaft zu verbergen. Das macht dich bloß unsicher. Anderen fällt es dann leichter, dich damit aufzuziehen.
</p>

<p>
	Übe vorher, was du antwortest, wenn dich jemand darauf anspricht. Zum Beispiel so: "Die Krankheit heißt ,Psoriasis?." (Betonung auf dem ersten i). "Keine Angst, sie ist nicht ansteckend, sondern vererbt. Manchmal juckt es so stark, dass ich mich ständig kratzen muss. Ich finde auch, dass sie nicht schön aussieht! Aber wer ist schon perfekt? Auch andere haben Krankheiten. Es kommt auf den Charakter an und nicht darauf, wie jemand aussieht. Die Psoriasis wird mich jedenfalls nicht davon abhalten, das zu machen, was ich mir vorgenommen habe!"
</p>

<h2>
	Wähle deine Freunde gut aus
</h2>

<p>
	Wer mit dir befreundet sein will, muss bereit sein, dir nicht nur auf die Haut zu starren! Du bist in einem Alter, in dem viele geärgert oder sogar gemobbt werden, nur weil sie "anders" sind. Sei wählerisch, mit wem du dich anfreundest. Du musst nicht von allen gemocht werden. Außenseiter haben es überall schwer. Hilf nur denen, die dich auch im Alltag respektieren. Wer von dir etwas will, sollte keine dummen Sprüche über deine Hautkrankheit machen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: <a href="https://www.instagram.com/psoriasisnetz" rel="external nofollow">Folge uns bei Instagram</a> für Informationen, Fragen, Austausch
</p>

<p>
	Wenn du jemanden neu kennen lernst, musst du nicht sofort über die Schuppenflechte reden – vor allem nicht, wenn man sie nicht offensichtlich sieht. Warte doch erst einmal ab, ob die Freundschaft sich weiter entwickelt.
</p>

<p>
	Du könntest nebenbei auch darüber berichten, dass du beim Hautarzt warst. "Ach, hatte ich dir noch nicht erzählt, dass ich Psoriasis habe?" Das ist dann der Test, ob die neue Freundin oder der neue Freund es Wert sind, mit dir zusammen zu sein. Wer sich davor ekelt und dich deshalb verlässt, passt sowieso nicht zu dir.
</p>

<h2>
	Lass dich nicht verrückt machen
</h2>

<p>
	Die Psoriasis verlangt, dass du dich um sie kümmerst. Das kostet manchmal viel Zeit. Aber plane auch Zeit ein für andere Dinge, die dich interessieren. Du kannst fast alles mit dieser Krankheit machen. Berühmte Schauspieler, Sänger, Politiker und selbst Models hatten Schuppenflechte – und einen guten Maskenbildner.
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed1535276476" id="ips_uid_2100_7" src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1557-prominente-mit-schuppenflechte/?do=embed" style="overflow: hidden; height: 519px; max-width: 502px;" loading="lazy"></iframe>

<h2>
	Lern das Wichtigste über die Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Wenn du Bescheid weißt, hast du eine Chance, mit der Psoriasis selbstsicher umzugehen. Vielleicht kannst Du ja die Erkrankung auch zum Thema eines Vortrags im Unterricht machen.
</p>

<p>
	Mit deinem neuen Wissen kannst du besser mit deinen Eltern oder dem Arzt über Therapien reden. Wenn dann eine Behandlung nicht anschlägt, wirst du nicht gleich zusammenbrechen.
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="">Hier haben wir das Wichtigste über die Schuppenflechte aufgeschrieben</a>.
</p>

<h2>
	Lass dir helfen, wenn's ganz schlimm ist
</h2>

<p>
	Jeder, der Psoriasis hat, hat immer wieder Phasen, in denen er völlig verzweifelt ist. Aber Verzweiflung ist ein schlechter Ratgeber. Besser ist es, du wendest dich mit deinem Kummer an Menschen, die du kennst und denen du vertraust: Eltern, Geschwister, Freunde, Kollegen, vielleicht auch ein netter Lehrer oder Sozialarbeiter. Gerade, wenn es dir am schlechtesten geht, solltest du dich nicht zurückziehen. Wer dich gut kennt, weiß auch von deinen Stärken und Träumen. Rufe sie an: "Ich wollte mich mal bei dir aussprechen. Hast du Zeit, mir zuzuhören?".
</p>

<p>
	Wenn du nicht weißt, wer dir helfen könnte, hole dir unbedingt Hilfe von außen: Das ist normalerweise ein Psychologe. Das sind Fachleute, die lange Jahre ausgebildet wurden und die wissen, mit welchen Problemen sich Menschen heutzutage herumschlagen müssen.
</p>

<p>
	Hilfe holen ist immer besser, als zu Hause depressiv herumzusitzen und zu verzweifeln. Wenn du glaubst, dass dein Leben wegen der Psoriasis keinen Sinn mehr hat, solltest du dir ebenfalls Hilfe holen – zum Beispiel bei <a href="https://www.neuhland.net/startseite.html" rel="external nofollow">Neuhland.de</a>.
</p>

<h2>
	Nutze unser Forum
</h2>

<p>
	Es bleiben so viele Fragen: Wie soll man mit Psoriasis Freunde finden? Wer liebt jemanden, der solche auffälligen Stellen hat und was ist mit Sex? Wie reagieren, wenn andere einen anstarren? Was müssen wir tun, damit die Psoriasis möglichst lange verschwindet? Sind Tatoos und Piercing erlaubt?
</p>

<p>
	In unserer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/174-u25-forum/" rel="">Gruppe für "U25"</a> triffst du Jugendliche, denen es ebenso ergeht wie dir. Vieles, was dich an deiner Psoriasis stört, kennen die anderen auch. Frage sie, wie sie damit umgehen und erzähle ihnen von dir! So könnt Ihr euch gegenseitig helfen und Mut machen.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Träume</strong>: Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>FAQ</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/haeufige-fragen-jugendliche/" rel="">Häufige Fragen und Antworten</a> für 13- bis 18-Jährige
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Berufswahl</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kann-ich-mit-schuppenflechte-alle-berufe-lernen/" rel="">Kann ich mit Schuppenflechte alle Berufe lernen?</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/20-u25-jung-mit-schuppenflechte/" rel="">U25 – Gruppe für junge Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">901</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 10:52:00 +0000</pubDate></item><item><title>Lesetipp: G&#xE4;nsehaut und Sommersprossen &#x2013; Alles &#xFC;ber die Haut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/lesetipp-gaensehaut-und-sommersprossen-alles-ueber-die-haut/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/sommersprossen.jpg.7c30069348d8a727db14147ca60290d3.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Im liebevoll gestalteten Buch "Gänsehaut und Sommersprossen" erfahren Kinder spannende Fakten über das größte Organ unseres Körpers. Welcher Erwachsene weiß schon, dass die Haut eines Menschen so groß ist wie eine Wohnungstür? Oder dass unsere Nägel in 60 Jahren so lang werden wie ein achtstöckiges Haus hoch ist?</strong>
</p>

<p>
	Das kleine Büchlein erklärt Kindern alles rund um die Haut und enthält ausführliche Tipps, vor allem zur Pflege von Haut, Haar und Nägeln. Hübsch gemalte Kinderbilder und zwei Frösche sollen die vielen Informationen auflockern. Insgesamt handelt es sich um ein liebevoll gemachtes Wissensbuch für Kinder ab acht oder neun Jahren. Das Buch wendet sich nicht speziell an hautkranke Kinder. Aber auch die können darin viel Wissenswertes erfahren.
</p>

<p>
	Am Anfang werden einige Daten aufgezählt – zum Beispiel, dass die Haut eines Menschen so groß ist wie eine Wohnungstür ist oder dass die Nägel an Finger und Zehen in 60 Jahren so lang wachsen, wie ein achtstöckiges Haus hoch ist.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19586" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2017_04/gaensehaut_sommer_g.jpg.a14613784cdc84bbdfc5cf86fc2d3d88.jpg" rel="" style="float:left;"><img alt="Buch" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19586" style="height: auto;" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2017_04/gaensehaut_sommer_g.jpg.a14613784cdc84bbdfc5cf86fc2d3d88.jpg" loading="lazy"></a>Eine Zeichnung zeigt, wie kompliziert die Haut von innen aufgebaut ist. Genauer erklärt werden die Ober- und die Unterhaut und die weißen Blutkörperchen als Schutztruppe gegen Eindringlinge von außen.
</p>

<p>
	Die Kinder erfahren, dass und warum Schwitzen lebenswichtig ist. Schweißdrüsen und Blutgefäße regulieren die Körpertemperatur. Das Signal kommt von den Kälte- und den Wärmenerven an der Hautoberfläche. Sie schützen uns davor, dass wir uns zum Beispiel an der heißen Herdplatte verbrennen. Die Nerven erspüren aber auch schöne Gefühle. Auch deshalb ist Fühlen lebenswichtig.
</p>

<p>
	Der Autor erklärt, weshalb es verschiedene Hautfarben gibt, woher die Sommersprossen kommen und dass Sonnenschein ebenfalls lebenswichtig ist. Nicht nur, weil dadurch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/c37-nahrung/vitamin-d-mangel/" rel="">Vitamin D</a> gebildet wird. Durch Sonnenlicht steigt die Stimmung und Abwehrkräfte werden produziert. Er warnt natürlich vor zu viel Sonne und gibt ausführliche, kindgerechte Tipps zum Sonnenschutz.
</p>

<h2>
	Angeber-Wissen über unsere Haare
</h2>

<p>
	Ein Kapitel ist den Haaren gewidmet – mit vielen Fakten, die auch Erwachsene nicht immer parat haben:
</p>

<ul>
	<li>
		Schon im Bauch der Mutter hat man erste Flaumhaare.
	</li>
	<li>
		Kopfhaare wachsen jeden Tag einen halben Millimeter.
	</li>
	<li>
		Wirbel und Locken rühren daher, dass die eine Hälfte des Haares schneller wächst als die andere.
	</li>
	<li>
		Eine "Gänsehaut" bewirkt, dass die Haare sich aufrichten.
	</li>
	<li>
		Die unterschiedlichen Haarfarben kommen von dem Farbstoff Melanin. Der kam schon bei der Bräunung der Haut durch die Sonne vor.
	</li>
</ul>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<p>
	Interessant, dass uns pro Tag 50 bis 100 Haare ausfallen und durch neue ersetzt werden, alle zwei bis sechs Jahre völlig neue Haare auf dem Kopf wachsen oder die Wimpern sich alle drei bis sechs Monate erneuern.
</p>

<p>
	Schließlich werden noch die Nägel kurz gestreift. Man braucht sie, weil die Spitzen von Fuß und Finger besonders empfindlich sind. Wussten Sie, dass Fingernägel zwei bis dreimal schneller wachsen als Fußnägel?
</p>

<h2>
	Pflegetipps für Kinderhaut
</h2>

<p>
	Sehr gut sind die allgemeinen Pflegetipps – zum Beispiel:
</p>

<ul>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">🧴</span> Die Haut muss ihren Fettschutzmantel behalten und darf nicht austrocknen. Deshalb muss man sich zum Beispiel eincremen, wenn man geschwitzt, gebadet oder geduscht oder sich in der Sonne aufgehalten hat.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">🥦</span> Wer Gesundes isst, führt auch seiner Haut notwendige Nährstoffe, Vitamine oder Mineralstoffe zu.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">🌤️</span> Der Haut tut es gut, wenn man viel an dere frischen Luft ist.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">🪄</span> Wunden auf der Haut sollten vorsichtig behandelt werden. Der Autor rät, sofort zum Arzt zu gehen, wenn eine Wunde wehtut oder roter wird.
	</li>
	<li>
		🪮 Die Haare sollten regelmäßig gebürstet oder gekämmt werden, damit sie sich nicht verknoten.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">👶</span> Um viele Kopfschuppen zu lösen, empfiehlt der Autor Babyöl vor der Wäsche aufzutragen.
	</li>
	<li>
		<span class="ipsEmoji">✂️</span> Die Nägel sollten nicht zu kurz geschnitten werden, weil sie sonst die Kuppen nicht mehr schützen. Auf keinen Fall sollte das Nagelhäutchen entfernt werden, weil es sonst zu Entzündungen kommen kann.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Unsere Meinung</strong>: Das Büchlein ist rundum gelungen. Die Kinder lernen Interessantes über einen wichtigen Teil ihres Körpers. Die Tipps sind alle gut zu verstehen und sehr praxisnah. Wie in anderen Büchern (übrigens nicht nur für Kinder) ist die Darstellung des Hautquerschnitts auf den ersten Blick sehr kompliziert. Aber im Unterschied zu anderen Büchern werden in den folgenden Kapiteln alle gezeigten Bestandteile der Haut auch angesprochen. So kann man immer wieder zurück blättern, wenn ein neuer Begriff rund um die Haut auftaucht.
</p>

<p>
	Das Buch ist erst 2001 erschienen und vergriffen. Neu kostete es 2,50 Euro. Aber in Antiquariaten, <a href="https://amzn.to/3Wj8gxq" rel="external nofollow">bei Amazon</a> oder anderen Händlern gibt es bestimmt noch das eine oder andere Exemplar.
</p>

<h2>
	Die Fakten zum Buch
</h2>

<ul>
	<li>
		Klaus Fegeler: "Gänsehaut und Sommersprossen - Alles über die Haut"
	</li>
	<li>
		Zeichnungen von Sonja Morisse
	</li>
	<li>
		Coppenrath Verlag Münster, 2001, ISBN 3-8157-2064-8
	</li>
</ul>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<strong>Mehr zum Thema</strong>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Buchtipp für Jugendliche</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/traeume-in-einer-anderen-haut-buch/" rel="">Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Von klein auf schlau</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/" rel="">So kann man Schuppenflechte einem Kind erklären</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">929</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 10:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wenn das eigene Kind an Psoriasis leidet: Ein Ratgeber f&#xFC;r verzweifelte Eltern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/verzweiflung/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/familie-am-fluss.jpg.9227ac0e4e5774b16bcb3e0e49cb05cf.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind an <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="">Psoriasis</a> leidet, ist das oft ein Schock. Die Verzweiflung und das Gefühl der Hilflosigkeit können überwältigend sein. Doch es gibt Wege, mit diesen Emotionen umzugehen und sowohl sich selbst als auch das Kind bestmöglich zu unterstützen.</strong>
</p>

<h2>
	Verstehen, was Psoriasis ist
</h2>

<p>
	Zunächst einmal ist es wichtig, sich gründlich über Psoriasis zu informieren. Psoriasis ist eine chronische Hauterkrankung, die sich in Form von roten, schuppigen Flecken auf der Haut zeigt. Sie ist nicht ansteckend, hat jedoch genetische Komponenten, die sie in Familien gehäuft auftreten lassen können. Wissen hilft, die Unsicherheit zu reduzieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
</p>

<h2>
	Gefühle zulassen und akzeptieren
</h2>

<p>
	Es ist normal, dass Eltern sich verzweifelt, traurig oder sogar wütend fühlen. Diese Gefühle zu unterdrücken, kann auf lange Sicht schädlich sein. Stattdessen sollten Sie sich erlauben, diese Emotionen zu fühlen und sie zu akzeptieren. Gespräche mit einem vertrauten Freund, Familienmitglied oder einem Therapeuten können hierbei hilfreich sein.
</p>

<h2>
	Sich selbst pflegen
</h2>

<p>
	In der Fürsorge für Ihr Kind vergessen viele Eltern, auf sich selbst zu achten. Doch Selbstpflege ist keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Nehmen Sie sich Zeit für Aktivitäten, die Ihnen Freude bereiten und Ihnen Energie geben, sei es ein Hobby, Sport oder einfach ein Spaziergang. Nur wenn Sie selbst in einem guten Zustand sind, können Sie auch Ihrem Kind die nötige Unterstützung bieten.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Eltern mit Kindern mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/17-kinder/" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<h2>
	Informationsquellen nutzen
</h2>

<p>
	Es gibt zahlreiche Ressourcen, die Eltern von Kindern mit Psoriasis unterstützen können. Suchen Sie nach vertrauenswürdigen Websites, Broschüren und Büchern, die fundierte Informationen bieten. Der Austausch in <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/selbsthilfe/psoriasis-selbsthilfe/" rel="">Selbsthilfegruppen</a> oder Online-Foren wie unseres kann ebenfalls sehr wertvoll sein. Dort finden Sie Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind und ihre Erfahrungen teilen können.
</p>

<h2>
	Mit Ärzten zusammenarbeiten
</h2>

<p>
	Eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt Ihres Kindes ist essenziell. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Fragen und Bedenken besprechen und sich umfassend über die Behandlungsmöglichkeiten informieren. Vertrauen in die ärztliche Betreuung kann viel von der eigenen Verzweiflung nehmen.
</p>

<h2>
	Stressbewältigung lernen
</h2>

<p>
	Stress kann sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Kind die Symptome verschlimmern. Es gibt verschiedene Methoden der Stressbewältigung, die Sie ausprobieren können – wie Meditation, Yoga oder Atemübungen. Finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert und integrieren Sie es in Ihren Alltag.
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: Beim Deutschen Psoriasis-Bund e.V. gibt es eine Online-Eltern-Gruppe. Die trifft sich ab und an in einem Videocall zum Austausch. Die Termine findest Du immer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/events/" rel="">in unserem Kalender</a>. Einzelheiten kannst Du bei der Selbsthilfevereinigung per Mail an <a href="mailto:info@psoriasis-bund.de" rel="">info@psoriasis-bund.de</a> erfragen.
</p>

<h2>
	Familienalltag anpassen
</h2>

<p>
	Der Alltag mit einem Kind, das Psoriasis hat, kann besondere Herausforderungen mit sich bringen. Flexible Routinen, die Raum für Hautpflege und mögliche Arzttermine lassen, können den Alltag erleichtern. Planen Sie auch gemeinsame Aktivitäten ein, die das Familienband stärken und für positive Erlebnisse sorgen.
</p>

<h2>
	Positives Denken fördern
</h2>

<p>
	Es mag schwierig erscheinen, aber versuchen Sie, den Fokus auch auf die positiven Aspekte zu richten. Feiern Sie kleine Fortschritte und Erfolgserlebnisse. Ein Tagebuch kann helfen, diese Momente festzuhalten und sich an schwierigen Tagen daran zu erinnern, dass es auch gute Zeiten gibt.
</p>

<h2>
	Unterstützung annehmen
</h2>

<p>
	Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen. Ob von Freunden, Familie oder Psychologen – Unterstützung kann eine enorme Erleichterung darstellen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, sich Unterstützung zu suchen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: <a href="https://www.instagram.com/psoriasisnetz" rel="external nofollow">Folg uns auf Instagram</a> für mehr Informationen und Austausch
</p>

<h2>
	Ein Netzwerk aufbauen
</h2>

<p>
	Ein starkes Netzwerk aus Freunden, Familie und anderen Eltern von Kindern mit Psoriasis kann eine große Hilfe sein. Der Austausch von Erfahrungen und Tipps kann nicht nur praktische Unterstützung bieten, sondern auch emotional entlastend wirken.
</p>

<h2>
	Realistische Erwartungen haben
</h2>

<p>
	Setzen Sie sich realistische Ziele und Erwartungen. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die Höhen und Tiefen haben kann. Nicht jede Behandlung wird sofort anschlagen, und Rückschläge sind möglich. Geduld und Ausdauer sind hier gefragt.
</p>

<h2>
	Gemeinsamkeiten betonen
</h2>

<p>
	Erinnern Sie sich daran, dass Ihr Kind trotz der Psoriasis immer noch dasselbe Kind ist, das Sie lieben. Fokussieren Sie sich auf gemeinsame Interessen und Aktivitäten, die nichts mit der Krankheit zu tun haben. Das stärkt das Selbstwertgefühl Ihres Kindes und fördert eine positive Familienatmosphäre.
</p>

<h2>
	Fazit
</h2>

<p>
	Die Diagnose Psoriasis bei einem Kind kann für Eltern eine große Belastung sein. Doch durch das Annehmen und Akzeptieren der eigenen Gefühle, das Einholen von Informationen, die Pflege der eigenen Gesundheit und das Annehmen von Unterstützung können Eltern lernen, besser mit ihrer Verzweiflung umzugehen. So können sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Kind bestmöglich beistehen.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Erfahrungsbericht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/wir-muessen-stark-sein-fuer-unsere-kinder/" rel="">"Wir müssen stark sein für unsere Kinder"</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/ausloeser-der-schuppenflechte-beim-kleinkind/" rel="">Wie Eltern ihr Kind mit Psoriasis unterstützen können</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kinder-index/" rel="">Psoriasis bei Kindern: Diagnose, Symptome, Zahlen, Tipps</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Informationen</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Austausch</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/17-kinder/" rel="">Forum für Eltern mit Kinder mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a>
	</p>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">897</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 09:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie Eltern ihr Kind mit Psoriasis unterst&#xFC;tzen k&#xF6;nnen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/ausloeser-der-schuppenflechte-beim-kleinkind/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/kinder-kissenschlacht.jpg.c1c3000d45691f22f7743d2e35624427.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Schuppenflechte kann in jedem Alter auftreten – selbst schon bei Babys und Kleinkindern. <span>In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind mit Psoriasis bestmöglich unterstützen.</span></strong>
</p>

<p>
	Für betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet die Psoriasis oft eine große Belastung. Doch mit der richtigen Behandlung, Pflege und Unterstützung ist meist ein weitgehend normales Leben möglich.
</p>

<h2>
	Ursachen und Auslöser der Psoriasis
</h2>

<p>
	Die genauen Ursachen der Schuppenflechte sind noch nicht bis ins Detail geklärt. Klar ist aber, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der das fehlgesteuerte Immunsystem zu einer stark beschleunigten Hauterneuerung führt. Dadurch kommt es zu den typischen entzündlichen, schuppenden Hautveränderungen.
</p>

<p>
	Außerdem weiß man, dass die Veranlagung zur Psoriasis vererbt wird. Kinder, in deren Familie die Erkrankung vorkommt, tragen also die entsprechenden Gene in sich. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Schuppenflechte in jedem Fall ausbricht. Oft werden Generationen übersprungen und es ist völlig offen, in welchem Alter sich die Krankheit zeigt. Interessanterweise sind <a href="https://www.zefq-journal.com/article/S1865-9217(23)00190-3/abstract" rel="external nofollow">Mädchen etwas häufiger betroffen als Jungen</a>.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<p>
	Damit es zum Ausbruch der Psoriasis kommt, braucht es in der Regel noch zusätzliche Auslöser (Trigger). Dazu zählen:
</p>

<ul>
	<li>
		Infektionen, vor allem im Hals-, Nasen-, Rachen- und Mandelbereich
	</li>
	<li>
		Kariöse oder entzündete Zähne
	</li>
	<li>
		Bestimmte Medikamente wie Antimalariamittel oder Betablocker
	</li>
	<li>
		Hautreizende Substanzen wie Seifen, Dusch- und Badezusätze oder parfümierte Cremes
	</li>
	<li>
		Zu enge, scheuernde oder einschnürende Kleidung und Schuhe
	</li>
	<li>
		Schwerwiegende Erlebnisse wie Trennungen, Todesfälle oder Schocks
	</li>
	<li>
		Anhaltender negativer Stress und psychische Belastungen
	</li>
</ul>

<p>
	Gerade bei Kindern werden Stresssituationen und seelische Probleme oft unterschätzt. Dabei können Gefühle, Erwartungen und Spannungen das Immunsystem durchaus beeinflussen. Allerdings können Kinder den Druck, unter dem sie stehen, häufig (noch) nicht richtig ausdrücken. Oder er wird von den Erwachsenen nicht immer ernst genommen.
</p>

<h2>
	Psoriasis vorbeugen – was können Eltern tun?
</h2>

<p>
	Auch wenn sich Psoriasis letztlich nicht verhindern lässt: Eltern, die wissen, dass ihr Kind erblich vorbelastet ist, können einiges tun, um das Risiko eines Krankheitsausbruchs zu verringern und mögliche Schübe abzumildern. Dazu gehört vor allem, bekannte Provokationsfaktoren möglichst zu meiden oder zumindest zu reduzieren:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Infektionen</strong>, besonders im HNO-Bereich, <strong>sollten frühzeitig und konsequent behandelt werden</strong>.
	</li>
	<li>
		<strong>Auf gesunde Zähne ist zu achten</strong>.
	</li>
	<li>
		Bei der <strong>Körperpflege</strong> von Kindern mit Psoriasis-Risiko gilt: <strong>Weniger ist mehr!</strong> Zu häufiges Baden oder Duschen mit aggressiven Reinigungsmitteln strapaziert die Haut und zerstört ihren natürlichen Schutzmantel. Wasser und einige Tropfen Öl genügen meist. Sanfte Pflegeprodukte ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sind zu bevorzugen.
	</li>
	<li>
		<strong>Hautreizende, enge oder scheuernde Kleidung sollte vermieden werden</strong>. Naturfasern wie Baumwolle sind besser geeignet als Synthetik.
	</li>
	<li>
		Eltern sollten ihr <strong>Kind vor schwerwiegenden Belastungen schützen</strong> und ihm ein möglichst stressfreies Aufwachsen ermöglichen. Dazu zählt auch, überzogene Leistungsanforderungen in Kita und Schule kritisch zu hinterfragen. Kinder brauchen Ruhepausen und Raum für freies Spiel. <strong>Entspannungstechniken</strong> wie Traumreisen oder Atemübungen können schon Kindergartenkinder erlernen.
	</li>
	<li>
		Nicht zuletzt ist es wichtig, <strong>die Psyche des Kindes zu stärken</strong> und <strong>sein Selbstbewusstsein zu fördern</strong>. Dazu tragen Wertschätzung, Zuwendung und Geborgenheit in der Familie bei, aber auch Erfolgserlebnisse, sinnvolle Grenzen und ein liebevoller, konsequenter Erziehungsstil.
	</li>
</ul>

<h2>
	Wenn die Psoriasis ausbricht: Umgang mit der Erkrankung
</h2>

<p>
	Haben alle Vorsorgemaßnahmen nicht geholfen und die Schuppenflechte ist ausgebrochen, stehen Eltern oft hilflos und verzweifelt vor der Situation. Viele wollen sich damit nicht abfinden, dass die Hautkrankheit ihres Kindes chronisch ist und wahrscheinlich ein Leben lang immer mal wieder auftreten wird.
</p>

<p>
	Manche suchen die Schuld bei Ärzten, die angeblich nicht richtig behandeln. Sie wechseln von einem Mediziner zum anderen, probieren jede neue Therapie aus und hoffen jedes Mal, nun endlich den entscheidenden Durchbruch zu schaffen.
</p>

<p>
	Doch leider ist die Psoriasis nach heutigem Stand nicht heilbar. Selbstheilungen sind zwar möglich, aber die Ausnahme. Der erste und wichtigste Schritt ist deshalb, die Schuppenflechte als dauerhafte Begleiterin zu akzeptieren. Das fällt schwer und ist ein Prozess. Aber nur so können Eltern die Kraft entwickeln, die sie brauchen, um ihr Kind bestmöglich zu unterstützen - beim Umgang mit der Erkrankung und mit den Belastungen, die sie mit sich bringt.
</p>

<p>
	Einige Tipps und Anregungen:
</p>

<p>
	<strong>Unperfektsein akzeptieren</strong>: Versuchen Sie, einen möglichst entspannten Umgang mit der Erkrankung zu finden. Hektik und Stress übertragen sich auf das Kind und können Schübe verstärken. Atmen Sie durch, wenn die Lage schwierig ist. Akzeptieren Sie, dass nicht alles perfekt laufen kann.
</p>

<p>
	<strong>Kind einbeziehen</strong>: Beziehen Sie Ihr Kind altersgemäß in die Behandlung ein. Schon Kindergartenkinder können lernen, sich selbst einzucremen. Größere sollten zunehmend Verantwortung für die tägliche Pflege übernehmen. Das entlastet nicht nur, sondern stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.
</p>

<p>
	<strong>Zeit einplanen</strong>: Planen Sie genügend Zeit für die Therapie ein, ohne Stress. Salben und Cremen lassen sich prima mit einer kleinen Massage verbinden. Vielleicht möchte Ihr Kind dabei Musik hören oder ein Hörspiel? Ältere bevorzugen es oft, sich zurückzuziehen. Hier sind Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt.
</p>

<p>
	<strong>Berührungen nicht vermeiden</strong>: Hauterkrankungen führen oft dazu, dass Berührungen vermieden werden - von den Eltern wie vom Kind selbst. Dabei ist Hautkontakt so wichtig! Trauen Sie sich, Ihr Kind ganz bewusst zu streicheln und zu liebkosen, auch an befallenen Stellen. Das tut der Seele gut und stärkt das "Haut-Ich".
</p>

<p>
	<strong>Für Entspannung sorgen</strong>: Entspannung tut der ganzen Familie gut. Ob Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung - probieren Sie aus, was Ihnen guttut. Schon kleine Kinder können Atemübungen lernen und so Stress abbauen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
</p>

<p>
	<strong>Unterstützung suchen</strong>: Scheuen Sie sich nicht, Hilfe auch anzunehmen. Ob Psychologen, Selbsthilfegruppen oder eine Haushaltshilfe - nutzen Sie die Möglichkeiten, die es gibt. Tauschen Sie sich mit anderen betroffenen Familien aus, das kann sehr entlastend sein.
</p>

<p>
	<strong>Psyche stärken</strong>: Die Krankheit wird Ihr Kind psychisch belasten. Sie müssen sich darum kümmern, wie Sie es stark machen und ihm ein "gesundes" Selbstbewusstsein vermitteln können. Das ist leichter gesagt als getan. Auch dabei gilt: Holen Sie sich professionelle Hilfe, wenn Sie damit nicht weiterkommen! Dazu gehört, dass Sie Ihrem Kind helfen, möglichst gelassen und "unaufgeregt" mit allem umzugehen. Schauen Sie nicht weg, sondern versuchen Sie heraus zu bekommen, was Ihr Kind gerade quält. Vielleicht kann man gemeinsam Lösungen finden.
</p>

<p>
	<strong>Selbstvertrauen stärken</strong>: Ihr Kind besteht nicht nur aus seiner Psoriasis. Die Krankheit darf nicht Mittelpunkt seines Lebens werden. Fördern Sie seine Fähigkeiten und Begabungen, damit es Selbstvertrauen entwickeln kann. Pflegen Sie Kontakte zu anderen Kindern. Leben Sie Aktivitäten mit Ihrem Kind aus, die es als angenehm empfindet. Wenn es etwas älter ist, können Sie anregen, dass Ihr Kind malt, modelliert, musiziert, tanzt, reitet oder andere Sportarten betreibt, bei denen es nicht sofort die gesamte Haut zeigen muss. Ehrgeiz kann Grübeln und Selbstzweifel überdecken. Verhindern Sie, dass sich Ihr Kind zurückzieht und isoliert.
</p>

<p>
	<strong>Mut machen</strong>: Immer wieder werden Sie Ihrem Kind Mut machen und es aufmuntern müssen: "Du wirst es schaffen! Siehst du, du kannst doch etwas. Da wirst du dich doch von deiner Hautkrankheit nicht abhalten lassen." Planen Sie in die nähere und weitere Zukunft. Setzen Sie mit Ihrem Kind Ziele, auf die es hinarbeiten und sich freuen kann. Für den Sport oder andere Hobbys, für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie oder Freunden. Geben Sie dem kleinen Leben Ihres Kindes einen Sinn, den es versteht.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> <strong>Tipp</strong>: <a href="https://www.instagram.com/psoriasisnetz" rel="external nofollow">Folge uns auch bei Instagram</a> für Informationen und Austausch
</p>

<p>
	<strong>Nichts einreden lassen</strong>: Lassen Sie sich nicht noch zusätzlich unter Druck setzen von Theorien, die behaupten, dass jede Krankheit psychischen Ursachen habe: "Was stimmt mit dem Kind nicht, dass es Psoriasis bekommen hat?" Schuppenflechte ist keine Krankheit, die ursächlich aus psychischen Problemen entsteht, wie z.B. Bettnässen. Aber wer Psoriasis hat, leidet oft genug darunter und bekommt deshalb psychische Probleme. Es ist schwer genug, das Kind so stark zu machen, dass es die psychischen Belastungen durch die Krankheit selbstbewusst übersteht. Belasten Sie es nicht mit solchen, angeblich "ganzheitlichen" Therapien.
</p>

<p>
	<strong>Mobbing früh erkennen</strong>: Wenn das Kind mit anderen Kindern zusammen kommt, besteht meist die Gefahr, dass es wegen seiner sichtbaren Hautkrankheit gehänselt oder sogar ausgeschlossen wird. Der Mensch ekelt sich vor kranker Haut, vor allem in einer Gesellschaft, in der die makellose Haut als Maßstab gilt. Tagesmutter, Erzieher, Eltern der anderen Kinder sollten über die Krankheit Ihres Kindes aufgeklärt werden. In erster Linie darüber, dass sie nicht ansteckend ist. Aber auch darüber, dass Krankheiten "normal" sind und zum Leben gehören. Vor allem in unserer Gesellschaft, in der fast 40 % der Kinder unter Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis oder sogar Asthma leiden.
</p>

<p>
	<strong>Mit anderen Eltern sprechen</strong>: Nehmen Sie Kontakt auf zu anderen Eltern und tauschen Sie Ihre Erfahrungen aus bzw. geben Sie Tipps weiter. Es gibt in Deutschland nicht so sehr viele Familien mit psoriatischen Kindern. In den traditionellen Selbsthilfegruppen werden Sie betroffene Eltern ganz selten treffen. Deshalb sollten Sie unser Forum nutzen.
</p>

<p>
	Nicht zuletzt: <strong>Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung</strong>, so schwer das manchmal sein mag. Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die gut laufen und die Fortschritte, auch wenn sie klein sind. Freuen Sie sich an den erscheinungsfreien Phasen, genießen Sie den Alltag. Mit Zuversicht und Lebensmut lässt sich vieles leichter meistern.
</p>

<div>
	<h2 id="toc30">
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kinder-index/" rel="">Psoriasis bei Kindern: Diagnose, Symptome, Zahlen, Tipps</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Erzählhilfe</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/" rel="">So erklärst Du Schuppenflechte einem Kind</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/ausloeser-der-schuppenflechte-beim-kleinkind/" rel="">Wie Eltern ihr Kind mit Psoriasis unterstützen können</a>
	</p>
</div>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: Tausch dich <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">in unserem Forum</a> mit anderen Eltern, Großeltern, Erziehern usw. aus.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<a href="https://www.doccheck.com/de/detail/articles/5742-psoriasis-therapie-bei-kindern-qual-wahl" rel="external">Schuppenflechte bei Kindern</a><br>
	(DocCheck, 03.01.2014)<br>
	Im Fachportal für Ärzte, Apotheker und andere medizinische Berufe wird über neue Zahlen zur Psoriasis bei Kindern und über die Therapie berichtet.
</p>

<p>
	<a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52485" rel="external">Kinder mit Psoriasis sind öfter fettsüchtig</a><br>
	(Deutsches Ärzteblatt, 21.11.2011)<br>
	Im Kindes- oder Jugendalter ist neben einer Psoriasis häufig auch eine auffallende Adipositas (Fettsucht) im Spiel - je schwerer die Schuppenflechte, desto mehr. Kaum zu glauben: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Psoriasis hat sich seit den 70-er Jahren verdoppelt.
</p>

<p>
	<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Schon-Kinder-mit-Psoriasis-haben-oft-weitere-Erkrankungen-363502.html" rel="external">Schon Kinder mit Psoriasis haben oft weitere Erkrankungen</a><br>
	(Ärzte Zeitung, 18.02.2009)<br>
	Auch bei Kindern bestehen bereits in der frühen Phase einer Psoriasis häufig die typischen Komorbiditäten wie Übergewicht, kardiovaskuläre Komplikationen, Diabetes mellitus, Morbus Crohn oder Fettstoffwechselstörungen.
</p>

<p>
	<a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/kosmetika_fuer_kinder_sollten_kein_allergie_ausloesendes_erdnussoel_enthalten.pdf" rel="external nofollow">Hautpflege für Kinder sollte kein Erdnussöl enthalten</a><br>
	(BfR, 10.10.2008)<br>
	Erdnussöl wird auch in Kosmetika wie Gesichtscremes oder Badeölen wegen seiner weichmachenden Wirkung eingesetzt. Erdnussöl in Kosmetika stellt aus Sicht des BfR generell eine mögliche Gefahr für Erdnussallergiker dar.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">896</guid><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 09:41:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Wir m&#xFC;ssen stark sein f&#xFC;r unsere Kinder"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/wir-muessen-stark-sein-fuer-unsere-kinder/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/erfahrungsbericht-junge.jpg.843fb3901c03ad38523c8011e8ef0dc0.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Petra N. leidet mit ihrem Sohn, der an Schuppenflechte erkrankt ist. Dennoch: Sie macht ihn stark für den Alltag. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.</strong>
</p>

<p>
	Ich schreibe als Mutter von einem mittlerweile 8 1/2 jährigen Sohn, welcher vor drei Jahren begann Schuppenflechte zu bekommen – wobei die Diagnose, was es definitiv ist, erst ein 3/4 Jahr später klar war und auch erst da, nachdem er es fast auf dem ganzen Körper hatte, behandelt wurde.
</p>

<p>
	Der Kinderarzt hatte den Beginn (kleine Hubbel auf der Haut) erstmal als Dellwarzen diagnostiziert, weil sein Bruder welche hatte. Daraufhin haben sich diese Stellen erstmal gerötet und die Ausbreitung war noch nicht vorhanden. Auf Grund der Rötungen hat der Kinderarzt ihn zu einem Hautarzt geschickt.
</p>

<p>
	Da ich sehr gute Erfahrungen mit einem Internisten gemacht hatte, der auf Allergien spezialisiert war, bin ich erstmal zu ihm. Der hat mir dann eine Creme mit Nachtkerzenöl aufgeschrieben. Woraufhin mein Sohn nach 14 Tagen zwar keine roten Flecken mehr hatte, aber dafür auf dem ganzen Körper verteilt Schuppenflechte (wie ich heute weiß).
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<p>
	Daraufhin bin ich zu dem Kinderarzt zurück und der hat mit eine weitere Überweisung gegeben und ich zur nächsten Hautärztin. Die hat dann Schuppenflechte diagnostiziert und mich mit einem Rezept für fast zehn verschiedene Präparate und einer riesigen Pflegeanleitung, wann welche Creme und wie oft und wie viel wieder nach Hause geschickt.
</p>

<p>
	Ich war von der Menge wie erschlagen und bin schnurstracks zum Kinderarzt zurück, welcher mich irritiert anschaute und sagte, dass er nicht ein einziges Kind mit Schuppenflechte in seiner Praxis hat, mir eine weitere Überweisung ausgestellt hat und eine Adresse von einem Professor in Sachen Hautkrankheiten dazugetan hat.
</p>

<h2>
	Ab ins Krankenhaus
</h2>

<p>
	Der stellte aber dieselbe Diagnose, gab mir eine Kortisoncreme und als nach 4 Wochen nur eine kurzfristige Besserung da war, habe ich eine Überweisung ins Krankenhaus bekommen. Auf meine telefonische Anfrage wollten die mir für meinen Sohn ein Zimmer für in 14 Tagen geben. Doch darauf habe ich mich nicht eingelassen. Ich habe uns einen Koffer gepackt, denn dass ich meinen Sohn alleine lasse, kam für mich nicht in Frage, und bin dahin gefahren.
</p>

<p>
	Als die Ärzte meinen Sohn gesehen haben, gab es keine Diskussion mehr darüber, dass er wieder nach Hause sollte, so schlimm sah er aus. Doch er kam nicht auf die Kinderstation, sondern auf die Station für Hautkrankheiten und ich durfte ihn nicht mal für eine halbe Stunde alleine lassen. Das wobei ich noch ein zweites Kind habe und ein Tausch mit meinem Mann aus beruflichen und organisatorischen Gründen nicht ging.
</p>

<h2>
	Morgens Dithranol, abends Harnstoff
</h2>

<p>
	Er bekam dann eine Therapie mit Dithranol für den Körper, Harnsäure für den Kopf und das bedeutete: morgens eincremen mit Dithranol, einwirken lassen, abduschen und mit Pflegecreme eincremen, auf die Visite warten, die jeden Tag von einem anderen Arzt gemacht wurde, abends die Harnsäure auf den Kopf auftragen und das war es dann, weswegen er im Krankenhaus sein mußte.
</p>

<p>
	Nach einer Woche wurde mir das dann zu dumm, da ich sämtliche Therapien selber machen musste – das konnte ich auch zu Hause. Auch fing mein anderer Sohn an, so langsam durchzudrehen. Ich denke, das ist verständlich, wenn man einen damals Achtjährigen den Nachbarn überlassen muss, da von der Familie keine Hilfe kommen konnte.
</p>

<p>
	Also habe ich die Situation mit meinem Kinderarzt besprochen und mit seinem Einverständnis sowohl meinen Sohn als auch sämtliche Cremes eingepackt und bin nach Hause gegangen.
</p>

<p>
	Durch Zufall habe ich von einer Apothekerin die Adresse von einer wirklich guten Hautärztin bekommen, welche meine Entscheidung unterstützt hat und zu mir meinte: Cortison ist die Therapie von anderen Ärzten. Ein Patient, der zu einem Hautarzt kommt, hat das Recht auf eine spezielle ihm zugeschnittene Therapie. Dafür würden Hautärzte ja ausgebildet.
</p>

<h2>
	Manchmal hilft einem auch die Mode
</h2>

<p>
	Nun ja, jedenfalls haben wir dann die Dithranol-Therapie fast ein halbes Jahr gemacht und im Sommer war die Schuppenflechte dann so gut wie weg. Mein Sohn fand es schick, als wir darüber gesprochen haben, ihm die Haare zu rasieren. Manchmal kann einem die Mode auch ein wenig helfen. Also haben wir das gemacht und ich habe die Dithranol-Therapie dann auch auf dem Kopf gemacht, weil er mit der Harnsäuresalbe nicht klar kam.
</p>

<p>
	Als Pflegecreme habe ich Eucerin Creme mit Omega Fettsäuren genommen. Darauf gekommen bin ich durch eine Probe und sie hat ihm sehr gut geholfen. Im Gesicht habe ich Psorcutan und Bepanthen Augensalbe verwendet.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p style="margin-left: 40px;">
	<strong>Mehr zum Thema</strong>
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Buchtipp für Jugendliche</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/traeume-in-einer-anderen-haut-buch/" rel="">Ein Buch über die erste Liebe, Pferde und die Schuppenflechte</a>
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span style="color:#c0392b;">➔</span> <strong>Von klein auf schlau</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/" rel="">So kann man Schuppenflechte einem Kind erklären</a>
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	Ja und dann hatten wir einen Winter und einen Sommer ruhe und als der nächste Winter begann, da kam auch die Schuppenflechte wieder stärker raus. Der Sommer war mit wenig Sonne gewesen und ich denke, das war der auslösende Faktor. Denn auch dieses Jahr ist es so gut wie weg, seitdem wir viel Sonnenschein haben. Aber mit der Psorcutan Salbe habe ich eine Ausbreitung verhindert. Desweiteren hatte ich mich in der Zeit schlau gemacht und habe dann eine Pflegecreme aus Macadermia Nußöl, Borretschöl, Vitamin E, Teebaumöl und Lavendelöl selber zubereitet.
</p>

<h2>
	Wir tragen allein die Verantwortung
</h2>

<p>
	Ich habe im Laufe der Zeit verschiedene Mischungen gemacht und experimentiert. Ich glaube, anders kann man es nicht machen. Wenn ich mir die Beipackzettel der Präparate durchlese, dann machen wir auch dann nichts anderes mit unseren Kindern. Der Industrie liegen keine Untersuchungen bei Menschen unter 18 Jahren vor, und daher sagen diese, dass man das nicht an Unter-18-Jährige verabreichen darf. Also tragen wir alleine die Verantwortung, was mit unseren Kindern passiert. Wenn sie von den Präparaten krank werden, dann kommt keine Industrie für die Folgen auf, und was dann aus unseren Kindern wird, das weiß man ja.
</p>

<p>
	Aber auf diese Art und Weise habe ich es geschafft, dass wir durch den Winter sind, ohne allzuviel Streß und ja, mein Sohn lebt nicht mit der Krankheit Schuppenflechte, mein Sohn versucht, dieses als einen Teil seines Körpers zu akzeptieren. Wir haben ihm nie das Gefühl gegeben, krank zu sein. Ich habe auch dafür gesorgt, dass er es als etwas normales ansieht.
</p>

<h2>
	Mitleid verschlimmert das Ganze nur
</h2>

<p>
	Auch, wenn es einem selber sehr weh tut, zu sehen, wie so ein armes Würmchen aussieht, habe ich ihm dieses nie gezeigt und habe auch den Verwandten und Bekannten gesagt, dass sie zwar mit ihm darüber reden können, dass aber Mitleidsbezeugungen das Ganze nur verschlimmern. Denn wir müssen stark sein in solchen Momenten für die Kinder und ihnen unsere Stärke geben. Indem wir sie noch mit unseren Gefühlen belasten, helfen wir ihnen nicht. Was auch bedeutet, dass wir in die Schule gehen müssen, dass wir den anderen Kindern so sachlich wie möglich erklären, was es mit den Flecken auf sich hat.
</p>

<p>
	So, das ist die Geschichte von meinem Sohn bis heute. Mit Lebensmitteln haben wir keine Erfahrungen gesammelt, dafür mit Waschmittel und Weichspüler und Duschgels. Obwohl auch das nicht ganz sicher ist.
</p>

<p>
	Ich wünsche allen möglichst wenige Probleme.
</p>

<p>
	<em>Petra N.</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">707</guid><pubDate>Sun, 14 Mar 2004 08:43:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis bei Kindern: Diagnose, Symptome, Zahlen, Tipps</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/kinder-index/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_07/kinder-junge-maedchen.jpg.7e4a611cde222dd9113664ea0aca4f08.jpg" /></p>
<p>
	Erwachsene haben an einer Schuppenflechte oft schon zu "knabbern". Wie mag es Kindern da erst gehen, in deren Welt das Aussehen mindestens genau so viel zählt wie bei den Älteren? Müssen Kinder mit Psoriasis anders behandelt werden? Eltern sind – vor allem, wenn sie selbst die Psoriasis bislang nicht kannten – verzweifelt, wenn der Hautarzt die Schuppenflechte diagnostiziert.
</p>

<p>
	Kinder mit Psoriasis stehen vor besonderen Herausforderungen, sei es in der Schule, beim Spielen mit Freunden oder im Alltag. Die Erkrankung kann sowohl körperlich als auch emotional belastend sein. In diesem Artikel möchten wir einen Überblick über Psoriasis bei Kindern geben. Wir erklären die Ursachen, Symptome und geben praktische Tipps, wie Sie Ihrem Kind helfen können, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen, trotz der Erkrankung.
</p>

<h2>
	Zahlen und Fakten
</h2>

<p>
	Eine Schuppenflechte im Kindesalter ist selten. Fast jeder dritte Psoriasis-Kranke habt erste Anzeichen bereits im Kindesalter oder als Jugendlicher bemerkt. Die Veranlagung freilich lauert in mehr Kindern - nur kommt die Psoriasis dann (noch) nicht zum Ausbruch. Eine Schuppenflechte kann zwei, drei, vier Generationen überspringen, ohne auszubrechen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn die Eltern und die Großeltern mit den Schultern zucken, wenn sie nach einer Psoriasis in der Familie befragt werden.
</p>

<p>
	Die Hälfte der Kinder mit Pso wird vor dem 12. Geburtstag davon getroffen.
</p>

<p>
	Ist ein Elternteil an der Schuppenflechte erkrankt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nachwuchs sie ebenfalls bekommt, bei 30 Prozent. Haben beide Eltern Psoriasis, ist die Wahrscheinlichkeit jedoch schon bei 70 Prozent.
</p>

<p>
	Wenn die Schuppenflechte schon im Kindesalter ausbricht, macht sie, was sie will. Sie kann durchaus auch nur kurz bleiben, um dann wieder zu verschwinden - wobei keine falschen Hoffnungen geweckt werden sollten: Sie kann dann jederzeit wiederkommen.
</p>

<p>
	Mädchen bekommen häufiger eine Schuppenflechte als Jungen. Das Verhältnis ist hier 3:1, während sich Erwachsene die Krankheit brav teilen: Männer und Frauen stehen gleich "dumm" da.
</p>

<h2>
	Ursachen und Auslöser der Psoriasis bei Kindern
</h2>

<h3>
	Genetische Faktoren
</h3>

<p>
	Psoriasis hat eine starke genetische Komponente. Es wurden mehrere genetische Marker identifiziert, die mit Psoriasis in Verbindung stehen.
</p>

<h3>
	Infektionen
</h3>

<p>
	Neben der genetischen Veranlagung sind auch Infektionen eine häufige Ursache für Psoriasis bei Kindern. Besonders Streptokokken-Infektionen sind da zu nennen. Diese Infektionen können zu einem plötzlichen Ausbruch der Krankheit führen, oft in Form der Psoriasis guttata, die durch kleine, tropfenförmige Hautläsionen gekennzeichnet ist.
</p>

<h3>
	Stress und Trauma
</h3>

<p>
	Psychischer Stress und physische Traumata können ebenfalls Psoriasis-Schübe auslösen. Kinder sind besonders anfällig für Stress, sei es durch schulische Anforderungen, soziale Interaktionen oder familiäre Probleme. Diese Stressfaktoren können das Immunsystem beeinträchtigen und dadurch die Psoriasis-Symptome verschlimmern.
</p>

<h3>
	Medikamente
</h3>

<p>
	Einige Medikamente sind bekannt dafür, Psoriasis zu verschlimmern oder auszulösen. Dazu gehören unter anderem Lithium und Betablocker. Beides sind keine Standard-Medikamenten bei Kindern, aber für den Hinterkopf: Fragen Sie den Kinderarzt nach Wechselwirkungen, wenn er etwas verschreibt.
</p>

<div>
	<blockquote>
		<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
			<p>
				<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
			</p>
		</div>
	</blockquote>
</div>

<h2>
	Symptome bei Kindern
</h2>

<p>
	Psoriasis kann bei Kindern in verschiedenen Formen auftreten und zeigt sich oft anders als bei Erwachsenen. Die Symptome können variieren, aber es gibt einige typische Merkmale, auf die Eltern achten sollten.
</p>

<h3>
	Hauterscheinungen
</h3>

<p>
	Die häufigsten Symptome der Psoriasis bei Kindern sind rote, entzündete Hautstellen, die von silbrigen Schuppen bedeckt sind. Diese Plaques können jucken und manchmal schmerzhaft sein. Bei Kindern treten diese Flecken oft an den folgenden Körperstellen auf:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Knie und Ellbogen</strong>: Dies sind häufig betroffene Bereiche, aber die Flecken können auch an anderen Stellen des Körpers auftreten.
	</li>
	<li>
		<strong>Kopfhaut</strong>: Schuppige, rote Stellen können auf der Kopfhaut erscheinen und manchmal zu Haarausfall führen.
	</li>
	<li>
		<strong>Gesicht</strong>: Bei Kindern sind häufig auch das Gesicht und die Ohren betroffen, was bei Erwachsenen weniger üblich ist.
	</li>
</ul>

<h3>
	Unterschiede zu Erwachsenen
</h3>

<p>
	Kinder zeigen oft andere Symptome als Erwachsene. Zum Beispiel:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Psoriasis guttata</strong>: Diese Form ist bei Kindern häufiger und wird oft durch Streptokokken-Infektionen ausgelöst. Sie ist gekennzeichnet durch kleine, tropfenförmige Flecken, die sich plötzlich entwickeln.
	</li>
	<li>
		<strong>Windelpsoriasis</strong>: Bei Babys kann Psoriasis als hartnäckiger Windelausschlag erscheinen, der nicht auf herkömmliche Behandlungsmethoden anspricht.
	</li>
	<li>
		<strong>Nagelveränderungen</strong>: Psoriasis kann auch die Nägel betreffen, was zu Grübchenbildung, Verfärbungen oder sogar zum Ablösen der Nägel führen kann.
	</li>
</ul>

<h3>
	Innerliche Symptome
</h3>

<p>
	Neben den Hautveränderungen können auch systemische (innerliche) Symptome auftreten, obwohl diese seltener sind. Dazu gehören Gelenkschmerzen und Schwellungen, die auf eine Psoriasis arthritis hindeuten können. Eltern sollten aufmerksam sein, wenn ihr Kind über solche Beschwerden klagt und einen Arzt aufsuchen, um eine korrekte Diagnose zu erhalten.
</p>

<h3>
	Emotionale und psychologische Auswirkungen
</h3>

<p>
	Die sichtbaren Symptome der Psoriasis können bei Kindern zu emotionalen und psychologischen Belastungen führen. Kinder könnten sich aufgrund ihrer Hautprobleme schämen oder ausgegrenzt fühlen. Es ist wichtig, dass Eltern und Lehrer sensibel auf die Bedürfnisse der betroffenen Kinder eingehen und Unterstützung bieten, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken.<br>
	Wichtige Hinweise für Eltern
</p>

<p>
	Eltern sollten aufmerksam sein und bei den ersten Anzeichen von Psoriasis einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, die Symptome zu kontrollieren und das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern. Hautpflege, die Vermeidung von Auslösern und eine gute emotionale Unterstützung sind entscheidend für den Umgang mit Psoriasis bei Kindern.
</p>

<h2>
	Diagnose der Psoriasis beim Kind
</h2>

<p>
	<img alt="Kinder und Schuppenflechte" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19511" style="height: auto; width: 250px; float: left;" width="250" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2015_11/kinder-schuppenflechte.jpg.f62f40091d648532564cad23cd0f6090.jpg" loading="lazy" height="382.5">
</p>

<p>
	Die Diagnose von Psoriasis bei Kindern kann eine Herausforderung darstellen, da die Symptome variieren und andere Hauterkrankungen ähnlich aussehen können. Eine genaue und frühzeitige Diagnose ist jedoch entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten und die Symptome zu kontrollieren.
</p>

<h3>
	Erster Besuch beim Kinderarzt
</h3>

<p>
	Wenn Eltern Veränderungen an der Haut ihres Kindes bemerken, sollten sie zunächst den Kinderarzt aufsuchen. Der Kinderarzt kann eine erste Einschätzung vornehmen und grundlegende Fragen zur Krankengeschichte und zu den Symptomen des Kindes stellen. Dazu gehören Fragen wie:
</p>

<ul>
	<li>
		Wann haben die Hautveränderungen begonnen?
	</li>
	<li>
		Hat das Kind Juckreiz oder Schmerzen?
	</li>
	<li>
		Gibt es in der Familie eine Vorgeschichte von Psoriasis oder anderen Hauterkrankungen
	</li>
	<li>
		Hat das Kind kürzlich eine Infektion gehabt, insbesondere eine Halsentzündung?
	</li>
</ul>

<h3>
	Überweisung zum Hautarzt
</h3>

<p>
	Wenn der Kinderarzt den Verdacht auf Psoriasis hat, wird er das Kind an einen Dermatologen überweisen. Der Dermatologe ist auf Hauterkrankungen spezialisiert und kann eine genauere Diagnose stellen. Dies ist besonders wichtig, da Psoriasis bei Kindern oft anders aussieht als bei Erwachsenen und spezielle Fachkenntnisse erfordert.
</p>

<h3>
	Diagnosemethoden
</h3>

<p>
	Um eine genaue Diagnose zu stellen, verwendet der Dermatologe verschiedene Methoden:
</p>

<p>
	<strong>Klinische Untersuchung</strong>: Der Arzt untersucht die Haut des Kindes gründlich und achtet auf die typischen Merkmale der Psoriasis, wie rote, schuppige Plaques.
</p>

<p>
	<strong>Hautbiopsie</strong>: In einigen Fällen kann eine Hautbiopsie erforderlich sein. Dabei wird eine kleine Probe der betroffenen Haut entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Dies hilft, Psoriasis von anderen Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Pilzinfektionen zu unterscheiden.
</p>

<p>
	<strong>Blutuntersuchungen</strong>: Obwohl Blutuntersuchungen nicht direkt zur Diagnose von Psoriasis verwendet werden, können sie hilfreich sein, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen oder Begleiterkrankungen zu identifizieren.
</p>

<h3>
	Differenzialdiagnose
</h3>

<p>
	Es ist wichtig, Psoriasis von anderen Hauterkrankungen zu unterscheiden, die ähnliche Symptome haben können. Dazu gehören:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Ekzeme</strong>: Ekzeme sind häufig bei Kindern und können zu ähnlichen Hautveränderungen führen. Sie sind jedoch in der Regel stärker mit Allergien und Asthma verbunden.
	</li>
	<li>
		<strong>Pilzinfektionen</strong>: Diese können rote, schuppige Flecken verursachen, die manchmal mit Psoriasis verwechselt werden.
	</li>
	<li>
		<strong>Seborrhoische Dermatitis</strong>: Diese Erkrankung kann ebenfalls schuppige Hautveränderungen verursachen, tritt jedoch häufig an fettigen Hautstellen wie der Kopfhaut und dem Gesicht auf.
	</li>
</ul>

<h3>
	Bedeutung der genauen Diagnose
</h3>

<p>
	Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die richtige Behandlung zu wählen und die Lebensqualität des Kindes zu verbessern. Durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Psoriasis können Schübe reduziert und Komplikationen vermieden werden. Eltern sollten eng mit dem behandelnden Arzt zusammenarbeiten und alle Anweisungen zur Hautpflege und Medikation befolgen.
</p>

<h2>
	Behandlung
</h2>

<p>
	Die Behandlung von Psoriasis bei Kindern erfordert einen umfassenden Ansatz, der auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes abgestimmt ist. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern, Schübe zu verhindern und die Lebensqualität des Kindes zu verbessern. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die von topischen Therapien bis hin zu systemischen Medikamenten reichen. Ergänzende und alternative Therapien spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und können oft zur Linderung der Symptome beitragen.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<span class="yt-core-attributed-string yt-core-attributed-string--white-space-pre-wrap" dir="auto" role="text"><span class="yt-core-attributed-string--link-inherit-color" dir="auto" style="color: rgb(19, 19, 19);"><strong>Video-Tipp</strong>: Was gibt es zu beachten, wenn Kinder an Psoriasis erkrankt sind? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und kann man der Psoriasis evtl. sogar vorbeugen? Diese Fragen und mehr hat der Dermatologe Professor Michael Sticherling aus der Universitätsklinik Erlangen in diesem Video vom Deutschen Psoriasis-Bund e.V. beantwortet:</span></span>
</p>

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	<div>
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</div>

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	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<h3>
	Topische Behandlungen
</h3>

<p>
	Topische Behandlungen – also Cremes, Salben usw. – sind oft die erste Wahl bei der Behandlung von Psoriasis bei Kindern. Diese beinhalten Cremes und Salben, die direkt auf die betroffene Haut aufgetragen werden:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Kortikosteroide</strong>: Diese entzündungshemmenden Medikamente helfen, die Rötung und Schuppung zu reduzieren.
	</li>
	<li>
		<strong>Vitamin-D-Analoga</strong>: Diese Cremes verlangsamen das Wachstum der Hautzellen und lindern die Symptome.
	</li>
	<li>
		<strong>Feuchtigkeitscremes</strong>: Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes hilft, die Haut geschmeidig zu halten und Juckreiz zu reduzieren.
	</li>
</ul>

<h3>
	Lichttherapie
</h3>

<p>
	Lichttherapie, auch Phototherapie genannt, nutzt ultraviolettes Licht zur Behandlung der Psoriasis. Diese Methode kann besonders effektiv sein, wenn großflächige Hautareale betroffen sind. Die Behandlung erfolgt unter ärztlicher Aufsicht und kann sowohl UVB- als auch PUVA-Therapie umfassen.
</p>

<h3>
	Systemische Therapien
</h3>

<p>
	In schweren Fällen, wenn topische Behandlungen und Lichttherapie nicht ausreichend sind, können systemische Therapien eingesetzt werden. Diese Medikamente wirken auf den gesamten Körper und werden oral eingenommen oder injiziert:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Methotrexat</strong>: Dieses Medikament hemmt das schnelle Wachstum der Hautzellen.
	</li>
	<li>
		<strong>Biologika</strong>: Diese modernen Medikamente zielen auf spezifische Teile des Immunsystems ab und sind besonders bei schwerer Psoriasis wirksam.
	</li>
</ul>

<h3>
	Ergänzende Therapien
</h3>

<p>
	Ergänzende Therapien können eine wertvolle Ergänzung zur konventionellen Behandlung sein und helfen, die Symptome der Psoriasis bei Kindern zu lindern.
</p>

<h4>
	Ernährungsumstellung
</h4>

<p>
	Eine ausgewogene Ernährung kann die allgemeine Gesundheit fördern und möglicherweise Psoriasis-Symptome lindern. Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Lebensmittel Entzündungen reduzieren können:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Omega-3-Fettsäuren</strong>: Diese kommen in fettem Fisch wie Lachs und Makrele vor und haben entzündungshemmende Eigenschaften.
	</li>
	<li>
		<strong>Früchte und Gemüse</strong>: Eine Ernährung reich an Antioxidantien kann helfen, Entzündungen zu bekämpfen.
	</li>
	<li>
		<strong>Vermeidung von Auslösern</strong>: Einige Kinder reagieren empfindlich auf bestimmte Lebensmittel wie Gluten oder Milchprodukte. Es kann hilfreich sein, diese für eine Weile Nahrungsmittel zu vermeiden und zu beobachten, ob sich die Symptome verbessern.
	</li>
</ul>

<h4>
	Bäder und Umschläge
</h4>

<ul>
	<li>
		<strong>Salzbäder</strong>: Bäder in Salzwasser, insbesondere mit Salz aus dem Toten Meer, können die Schuppenbildung reduzieren und die Haut beruhigen. Aber: Kinderhaut reagiert darauf manchmal empfindlicher als die von Erwachsenen. Unbedingt mit einer niedrigen Konzentration anfangen!
	</li>
	<li>
		<strong>Haferbäder</strong>: Ein Bad mit gemahlenem Hafer kann Juckreiz lindern und die Haut beruhigen.
	</li>
	<li>
		<strong>Bäder mit synthetischen Gerbstoffen</strong>: In der Apotheke gibt es Pulver zum Anrühren von Bädern und Umschlägen.
	</li>
</ul>

<h4>
	Entspannungstechniken und Stressbewältigung
</h4>

<p>
	Da Stress ein bekannter Auslöser für Psoriasis-Schübe ist, können Entspannungstechniken und Stressbewältigungsstrategien sehr hilfreich sein:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Meditation und Yoga</strong>: Diese Techniken können helfen, zu beruhigen und den Stress zu reduzieren.
	</li>
	<li>
		<strong>Atemübungen</strong>: Regelmäßige Atemübungen können zur Entspannung beitragen und Stress abbauen.
	</li>
</ul>

<p>
	Mehr darüber:
</p>
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<h2>
	Tipps für den Alltag
</h2>

<h3>
	Kleidung und Hygiene
</h3>

<p>
	Die Wahl der richtigen Kleidung und eine gute Hygiene können dazu beitragen, die Haut zu schonen und Psoriasis-Symptome zu minimieren:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Hautfreundliche Kleidung</strong>: Weiche, atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle sind schonender für die Haut. Vermeiden Sie kratzige oder enge Kleidung, die die Haut reizen kann.
	</li>
	<li>
		<strong>Regelmäßige Hygiene</strong>: Achten Sie auf eine gute Hygiene, aber vermeiden Sie übermäßiges Waschen, das die Haut austrocknen kann. Duschen oder baden Sie in lauwarmem Wasser und verwenden Sie sanfte Reinigungsmittel.
	</li>
</ul>

<h3>
	Unterstützung in Schule und sozialem Umfeld
</h3>

<p>
	Kinder mit Psoriasis benötigen oft besondere Unterstützung in der Schule und im sozialen Umfeld:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Aufklärung</strong>: Informieren Sie Lehrer und Mitschüler über die Erkrankung, um Missverständnisse und Vorurteile abzubauen.
	</li>
	<li>
		<strong>Individuelle Unterstützung</strong>: Stellen Sie sicher, dass das Kind bei Bedarf zusätzliche Unterstützung erhält, sei es durch verlängerte Pausen für Hautpflege oder ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen.
	</li>
	<li>
		<strong>Selbstbewusstsein stärken</strong>: Helfen Sie Ihrem Kind, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Loben Sie es für seine Stärken und ermutigen Sie es, seine Interessen und Talente zu verfolgen.
	</li>
</ul>

<h3>
	Positive Einstellung und emotionale Unterstützung
</h3>

<p>
	Eine positive Einstellung und emotionale Unterstützung sind entscheidend für das Wohlbefinden eines Kindes mit Psoriasis:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Offene Kommunikation</strong>: Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über seine Gefühle und Ängste. Hören Sie zu und bieten Sie Unterstützung an.
	</li>
	<li>
		<strong>Unterstützung suchen</strong>: Schließen Sie sich Selbsthilfegruppen oder Online-Foren an, um sich mit anderen Familien auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen machen.
	</li>
	<li>
		<strong>Professionelle Hilfe</strong>: Bei Bedarf kann auch die Unterstützung durch einen Psychologen oder Therapeuten hilfreich sein, um emotionale Belastungen zu bewältigen.
	</li>
</ul>

<h3>
	Das Eincremen angenehm gestalten
</h3>

<p>
	Auch bei Schuppenflechte ist regelmäßige Hautpflege ein Muss. Für Kinder ist das oft unangenehm. Damit der Nachwuchs die tägliche Creme-Prozedur nicht schon als quälend erlebt, sollten Eltern es möglichst in Rituale einbinden, die die Kleinen als angenehm empfinden:
</p>

<ul>
	<li>
		Der Vater kann <strong>Geschichten vorlesen</strong>, während die Mutter eincremt.
	</li>
	<li>
		Die Zeit zum Eincremen kann bei größeren Kindern zum <strong>Plaudern über die Ereignisse des Tages</strong> genutzt werden.
	</li>
	<li>
		Die Creme oder Lotion kann <strong>eine Weile in den Kühlschrank</strong> gestellt werden. Manchmal wird allein schon die Kälte als angenehm empfunden.
	</li>
	<li>
		Die <strong>Art des Eincremens</strong> kann wichtig sein: Manche Kinder mögen klopfende Bewegungen, andere finden streichelnde schöner.
	</li>
</ul>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-wird-schuppenflechte-bei-kindern-und-jugendlichen-behandelt/" rel="">So wird Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen behandelt</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Erzählhilfe</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/so-erklaeren-sie-schuppenflechte-ihrem-kind/" rel="">So erklärst Du Schuppenflechte einem Kind</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/ausloeser-der-schuppenflechte-beim-kleinkind/" rel="">Wie Eltern ihr Kind mit Psoriasis unterstützen können</a>
	</p>
</div>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➔ </span><strong>Community</strong>: Tausch dich <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">in unserem Forum</a> mit anderen Eltern, Großeltern, Erziehern usw. aus.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">127</guid><pubDate>Sun, 07 Mar 2004 04:10:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
