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<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/5/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>So h&#xE4;tte Stephen Hawking &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/stephen-hawking-psoriasis.jpg.97627dcf829c9468deda878e4d54a0a4.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Gut, Stephen Hawking war Physiker und Astrophysiker – aber auch dieser Blick ist interessant. Und so, meint der Textroboter, hätte Stephen Hawking geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🪐</span><span class="ipsEmoji">🔭</span>
</p>

<p>
	Obwohl die Psoriasis eine Krankheit der Haut ist, gibt es noch so viel, das wir über sie nicht verstehen. Es ist ein komplexes Phänomen, das sowohl genetische als auch Umweltfaktoren umfasst.
</p>

<p>
	Doch trotz der vielen Unbekannten gibt es auch Fortschritte in der Behandlung dieser Krankheit. Wir haben heute eine bessere Vorstellung davon, welche Rolle das Immunsystem bei der Entstehung der Psoriasis spielt und wie wir dieses beeinflussen können.
</p>

<p>
	Aber es gibt auch noch viel zu tun. Wir müssen weiterhin die Ursachen und Auswirkungen der Psoriasis erforschen, um bessere und effektivere Behandlungsmethoden zu entwickeln.
</p>

<p>
	Wir dürfen auch nicht die psychischen Auswirkungen der Psoriasis auf die Betroffenen und ihre Familien ignorieren. Es kann ein schwerer psychischer Druck sein, mit dieser Krankheit zu leben und oft führt dies zu sozialer Ausgrenzung und einem geringen Selbstwertgefühl.
</p>

<p>
	Doch auch hier gibt es Fortschritte. Wir haben heute mehr Wissen darüber, wie wir psychologische Unterstützung und Therapie für Psoriasis-Patienten anbieten können.
</p>

<p>
	Letztendlich müssen wir uns auf unsere gemeinsamen Fähigkeiten und Ressourcen konzentrieren, um das Leben von Menschen mit Psoriasis zu verbessern. Wir können dies erreichen, indem wir weiterhin eng zusammenarbeiten, um bessere Behandlungsmethoden zu finden und das Bewusstsein für diese Krankheit zu erhöhen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🪐</span><span class="ipsEmoji">🔭</span>
</p>

<p>
	<strong><span style="color:#c0392b;">Alle bisherigen Folgen der Psoriasis-Prosa:</span></strong>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Vorwort</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1211</guid><pubDate>Tue, 28 Mar 2023 17:04:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte G&#xFC;nter Grass &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/psoriasis-prosa-guenter-grass.jpg.adb78f73a030d1e0c94b982364b035a3.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte Günter Grass geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤔</span> <span class="ipsEmoji">👴</span>
</p>

<p>
	Die Psoriasis war ein Stachel im Fleisch, der den Betroffenen das Leben schwer machte. Es war eine Krankheit, die sich tief in ihre Haut und in ihr Bewusstsein eingegraben hatte.
</p>

<p>
	Für viele war es ein ständiger Begleiter, der sie jeden Tag an ihre Grenzen brachte und sie zwang, sich mit ihren eigenen Schwächen und Unsicherheiten auseinanderzusetzen.
</p>

<p>
	Doch trotz dieser Herausforderungen gab es auch Momente der Hoffnung und des Überlebens. Momente, in denen sie ihre innere Stärke und ihren Mut entdeckten und sich von der Krankheit nicht unterkriegen ließen.
</p>

<p>
	Es gab Menschen, die ihnen halfen und sie unterstützten. Menschen, die ihnen zeigten, dass sie nicht alleine waren und dass es immer Hoffnung gab.<br>
	Aber die Psoriasis blieb ein unvorhersehbares und unkontrollierbares Phänomen. Es konnte schmerzhaft und juckend sein, es konnte Flecken auf der Haut hinterlassen und manchmal sogar ihre Mobilität einschränken.
</p>

<p>
	Es war eine Krankheit, die sie zwang, sich mit ihren eigenen Körpern auseinanderzusetzen, mit ihren eigenen Unvollkommenheiten und mit dem Druck der Gesellschaft, perfekt zu sein.
</p>

<p>
	Doch sie lernten, damit umzugehen und ihre eigene Schönheit und Einzigartigkeit zu erkennen. Sie lernten, sich selbst zu akzeptieren und sich nicht von der Krankheit definieren zu lassen.
</p>

<p>
	Es war ein langer und mühsamer Prozess, aber am Ende des Tages waren sie stärker und selbstbewusster geworden. Sie hatten gelernt, dass die Psoriasis zwar ein Teil von ihnen war, aber nicht alles war, was sie ausmachte.
</p>

<p>
	Und so kämpften sie weiter, jeden Tag aufs Neue, bereit, sich der Herausforderung zu stellen und sich nicht von der Krankheit besiegen zu lassen. Denn wie jeder Kämpfer wusste, war es der Wille und die Entschlossenheit, die sie durch jede Schlacht führten.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤔</span> <span class="ipsEmoji">👴</span>
</p>

<p>
	<strong><span style="color:#c0392b;">Alle bisherigen Folgen der Psoriasis-Prosa:</span></strong>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Vorwort</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1210</guid><pubDate>Sun, 26 Mar 2023 17:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte Rosamunde Pilcher &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/rosamunde-pilcher-psoriasis.jpg.5c34d3aadb61ddd836902e6325067800.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte Rosamunde Pilcher geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">💘</span><span class="ipsEmoji">🌅</span>
</p>

<p>
	Die Haut von Sarah war seit Jahren von der Psoriasis betroffen. Es war eine unheilbare Krankheit, die ihr Leben überschattete und sie jeden Tag aufs Neue herausforderte. Doch Sarah war eine starke Frau und hatte gelernt, damit umzugehen.
</p>

<p>
	Sie hatte gelernt, dass Schönheit nicht nur Hauttief war. Denn trotz ihrer Flecken fand sie immer noch Wege, ihre innere Schönheit strahlen zu lassen. Sie trug Kleider in leuchtenden Farben und schminkte ihre Lippen in einem mutigen Rot.
</p>

<p>
	Und obwohl es Tage gab, an denen sie sich allein und isoliert fühlte, hatte sie immer noch ihre Familie und Freunde, die sie liebten und unterstützten. Sie wussten, dass sie trotz ihrer Krankheit ein wundervoller Mensch war und sie akzeptierten sie, wie sie war.
</p>

<p>
	Sarah wusste auch, dass sie nicht allein war in ihrem Leiden. Denn es gab so viele andere Menschen da draußen, die mit ähnlichen Herausforderungen kämpften. Und sie wollte für sie da sein, ihnen Mut machen und zeigen, dass sie nicht allein waren.
</p>

<p>
	Denn obwohl die Psoriasis eine unheilbare Krankheit war, konnte sie nicht die Schönheit und den Mut in Sarah und all den anderen betroffenen Menschen zerstören. Es war eine Herausforderung, aber sie würde immer stark bleiben und ihr Leben in vollen Zügen genießen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">💘</span><span class="ipsEmoji">🌅</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr Folgen der Psoriasis-Prosa</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <span ipsnoautolink="true">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</span>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1209</guid><pubDate>Sun, 26 Mar 2023 15:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte Agatha Christie &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/agatha-christie.jpg.20dd3e73242d142b07d96f6855e315c1.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte Agatha Christie geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🕵️</span> <span class="ipsEmoji">👵</span>
</p>

<p>
	Die Psoriasis war ein ungewöhnlicher Fall für die Ärzte, die sich mit ihr befassten. Sie ähnelte einem Rätsel, das schwer zu lösen war und das Geheimnisse barg, die nur langsam entdeckt werden konnten.<br>
	Die Krankheit präsentierte sich in verschiedenen Formen und Intensitäten, was es schwierig machte, sie zu diagnostizieren und zu behandeln.
</p>

<p>
	Die Symptome waren oft unspezifisch und schwer zu interpretieren. Die Patienten litten unter Juckreiz, Schuppenbildung und Rötungen der Haut. Manchmal traten sogar Gelenkschmerzen auf.
</p>

<p>
	Es war ein Mysterium, das gelöst werden musste, und so wurden zahlreiche Tests und Untersuchungen durchgeführt, um die Krankheit zu verstehen und effektive Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
</p>

<p>
	Doch wie in jedem guten Krimi war es ein mühsamer Weg, bis das Rätsel gelöst wurde. Es brauchte die Geduld und das Geschick der Ärzte, um alle Hinweise zu sammeln und die richtige Diagnose zu stellen.
</p>

<p>
	Und wie in jedem guten Krimi gab es schließlich eine Lösung. Die Ärzte fanden heraus, dass es eine Autoimmunerkrankung war, bei der das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die Hautzellen angriff.
</p>

<p>
	Doch die Geschichte endete hier nicht. Wie in jedem guten Krimi gab es auch in der Behandlung neue Rätsel zu lösen. Die Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt wurden, hatten oft Nebenwirkungen und es war schwierig, die richtige Dosis zu finden.
</p>

<p>
	Es war ein ständiger Kampf, aber wie in jedem guten Krimi gab es auch hier einen Helden - den Patienten selbst -, der sich der Herausforderung stellte und mit Entschlossenheit und Mut gegen die Krankheit kämpfte.
</p>

<p>
	So wurde die Psoriasis schließlich zu einem gelösten Fall, der gezeigt hat, dass auch die schwierigsten Rätsel gelöst werden können, wenn man Geduld, Geschick und Entschlossenheit besitzt.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🕵️</span> <span class="ipsEmoji">👵</span>
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		Folge 1: <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a></span>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <span ipsnoautolink="true">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</span>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1208</guid><pubDate>Wed, 22 Mar 2023 19:08:00 +0000</pubDate></item><item><title>So w&#xFC;rde J.K. Rowling &#xFC;ber Psoriasis schreiben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/psoriasis-zauberei.jpg.3211682cef6e45b3b45af038f9588089.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, würde J.K. Rowling schreiben:</strong>
</p>

<p dir="ltr" style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🧙</span><span class="ipsEmoji">🪄</span>
</p>

<p dir="ltr" id="docs-internal-guid-fd8e94a3-7fff-e51c-d43e-a68425673918">
	Mehrere Generationen von Zauberern und Hexen hatten mit der Psoriasis zu kämpfen gehabt. Es war eine geheimnisvolle und hartnäckige Krankheit, die viele von ihnen dazu zwang, sich zu verstecken und sich von der Welt zurückzuziehen.
</p>

<p dir="ltr">
	Aber wie jeder Zauberer und jede Hexe wusste, gab es immer eine Möglichkeit, um zu kämpfen. Es war ein harter Kampf, der Geduld, Entschlossenheit und vor allem Mut erforderte.
</p>

<p dir="ltr">
	Die Betroffenen der Psoriasis mussten lernen, sich selbst zu akzeptieren und sich nicht von der Krankheit definieren zu lassen. Sie mussten lernen, ihre innere Stärke und Schönheit zu erkennen und sich von nichts und niemandem davon abhalten zu lassen, ihr volles Potenzial zu erreichen.
</p>

<p dir="ltr">
	Es gab Zaubertränke und Salben, die ihnen helfen konnten, aber letztendlich war es ihre innere Kraft und ihr Wille, die sie durch diese schwierige Zeit führten.
</p>

<p dir="ltr">
	Und trotz der Herausforderungen und Schwierigkeiten, die die Psoriasis mit sich brachte, war es auch ein Teil von ihnen, der sie einzigartig machte. Es war ein Teil ihrer Geschichte, ein Teil ihrer Identität.
</p>

<p dir="ltr">
	Sie mussten lernen, dass es okay war, anders zu sein, dass es okay war, Flecken auf der Haut zu haben. Denn am Ende des Tages war es ihre Persönlichkeit und ihr Charakter, die zählten – nicht ihre Haut.
</p>

<p dir="ltr">
	Und so kämpften sie weiter, jeden Tag aufs Neue. Denn wie jeder Zauberer und jede Hexe wusste, gab es immer eine Möglichkeit, um zu kämpfen. Es war ein harter Kampf, aber einer, den sie niemals aufgeben würden.
</p>

<p dir="ltr" style="line-height: 1.38; margin-top: 12pt; margin-bottom: 12pt; text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🧙</span><span class="ipsEmoji">🪄</span>
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	Gefällt Euch die Geschichte?
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		Folge 1: <span ipsnoautolink="true">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</span>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1207</guid><pubDate>Mon, 20 Mar 2023 18:02:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wenn ein Chatbot &#xFC;ber Psoriasis schreibt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/chatbot-schreibt.jpg.97aa2d6921fcc7e01146130e8e727757.jpg" /></p>

<p>
	Früher waren Chatbots vergleichsweise dumm. Man konnte ihnen, meist auf Firmen-Websites, kurze Fragen stellen und bekam früher oder später die Antwort: “Das weiß ich nicht.” Weil die Programmierer ihnen keine passende Antwort beigebracht hatten. Die Chatbots, die jetzt die Debatte beherrschen, sind extrem viel klüger. Sie wurden mit Millionen Dokumenten oder Fotos gefüttert, haben all das Futter quasi auswendig gelernt, können all ihr Wissen kombinieren. Deshalb können sie blitzschnell und verblüffend geschliffen antworten, und das gern auch in jeder gewünschten Länge.
</p>

<p>
	Wir haben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ChatGPT" rel="external">ChatGPT</a> getestet – stellvertretend für die aktuellen Chatbots. Ob Depressionen bei Schuppenflechte, Fatigue bei Psoriasis arthritis oder Tipps zur Ernährung: Immer spuckte ChatGPT ausführliche Texte aus. Nur: Alle hatten ihre Schwächen. Quellenangaben kamen nur auf Nachfrage, nach 2021 veröffentlichte Forschungsergebnisse waren erst gar nicht berücksichtigt. Als Symptom der Fatigue nannte er zum Beispiel – Überraschung! – Fatigue.
</p>

<p>
	Und der Chatbot wiederholte sich schnell. Mantraartig verwies er darauf, man möge doch bitte unbedingt mit einem Arzt reden – als wolle er auf jeden Fall die Verantwortung loswerden. Dabei sehen wir das “Gespräch” mit ChatGPT gar nicht als Alternative zum Arztbesuch, sondern zum Beispiel als Vorbereitung auf ein Gespräch.
</p>

<p>
	Doch ChatGPT hat ja nicht nur Fachbücher und Studien intus, und so haben wir haben den Chatbot in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Ab morgen gibt es also die Antworten auf die Bitte:
</p>

<p style="text-align: center;">
	Schreibe einen Text über Psoriasis im Stil von…
</p>

<ul>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 7: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/" rel="">So hätte William Shakespeare über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 8: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-stephen-king-ueber-psoriasis-schreiben-r1216/" rel="">Wo würde Stephen King über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 9: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-juli-zeh-ueber-psoriasis-schreiben-r1217/" rel="">So würde Juli Zeh über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 10: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-ernest-hemingway-ueber-psoriasis-geschrieben-r1218/" rel="">So hätte Ernest Hemingway über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1206</guid><pubDate>Sun, 19 Mar 2023 17:40:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum Spazierengehen gesund ist &#x2013; und gar nicht langweilig</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-spazierengehen-gesund-ist-%E2%80%93-und-gar-nicht-langweilig-r1205/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/spazierengehen-gesund.jpg.348f49018a92d391120473d59693225b.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Regelmäßige Spaziergänge stärken die Rückenmuskeln und sorgen für eine gute Ernährung der Bandscheiben. Hier erfährst du mehr über die richtige Geschwindigkeit und ob Spazierengehen, Nordic Walking oder Joggen besser ist. Außerdem wird erklärt, welche Muskeln dabei jeweils beansprucht werden.</strong>
</p>

<p>
	Diese fünf Tipps für einen Spaziergang geben Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie:
</p>

<ul>
	<li>
		Versuche, einen <strong>täglichen Spaziergang</strong> fest in Deinen Alltag einzubauen. Das stärkt den gesamten Bewegungsapparat.
	</li>
	<li>
		<strong>Starte anfangs mit kürzeren Spaziergängen</strong>. Dann kannst Du allmählich Wegstrecke und Tempo erhöhen.
	</li>
	<li>
		Geh am besten zügig. Versuche, ob du eine <strong>Geschwindigkeit von drei bis vier Kilometer pro Stunde</strong> schaffst. Das hat einen noch besseren Trainingseffekt.
	</li>
	<li>
		Strecke den <strong>Kopf nicht zu angestrengt nach vorn</strong>. Und: Achte darauf, dass <strong>Schultern und Nacken beim Gehen entspannt</strong> sind.
	</li>
	<li>
		Wenn Du Rückenschmerzen hast oder dich nicht ganz fit fühlst, tut es natürlich auch ein langsamer Spaziergang.
	</li>
</ul>

<h2>
	Spazierengehen für Stimmung, Rücken und Muskeln
</h2>

<p>
	Spazierengehen hebt die Stimmung und fast nebenbei werden dabei auch noch die Muskeln gestärkt. Das ist wichtig, denn eine gesunde Muskulatur stützt und entlastet die Wirbelsäule und hilft somit, Rückenbeschwerden zu vermeiden. Sie sorgt für eine gute Körperhaltung und hilft beim rückenschonenden Tragen von Lasten.
</p>

<p>
	Zusätzlich schützt eine starke Muskulatur vor übermäßiger Belastung auf Wirbel und Gelenke. Das entlastet den Körper auch bei Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	Die aktive und gleichzeitig schonende Bewegung beim Gehen beansprucht und stärkt neben den Rückenmuskeln besonders auch die großen Muskelgruppen an Bauch, Beinen und Po. Gleichzeitig ist die moderate Bewegung gut für die Gelenke, die damit beweglich gehalten, aber nicht zu stark beansprucht werden.
</p>

<p>
	Ob kleiner Spaziergang, Wanderung, Nordic Walking oder Joggen – „grundsätzlich ist jede Art von Bewegung gesund", sagt Professor Bernd Kladny, DGOU-Generalsekretär und Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie an der <a href="https://www.fachklinik-herzogenaurach.de/" rel="external nofollow">Fachklinik Herzogenaurach</a>. „Für den einen ist es der kleine Spaziergang in der Mittagspause, ein anderer liebt lange Wanderungen. Ein Richtig und Falsch gibt es da nicht, wichtig ist vor allem, dass man es regelmäßig und entsprechend seiner körperlichen Fitness tut.“
</p>

<h2>
	Die beste Geschwindigkeit beim Spazierengehen
</h2>

<p>
	Besonders effektiv ist zügiges Spazierengehen. Es strengt mehr an und hat deshalb einen stärkeren Trainingseffekt. Es fördert die Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr zu den Rückenmuskeln und verbessert somit deren Funktion. Im Alter kann dadurch sogar dem Muskelabbau entgegengewirkt werden.
</p>

<p>
	Zügiges <strong>Spazierengehen </strong>kann eine gute Alternative zum Joggen sein, bei dem die Gelenke stark beansprucht werden.
</p>

<p>
	<strong>Nordic Walking</strong> ist gesund für die Rückenmuskulatur, weil es eine Bewegungsform ist, die nicht nur die Beine, sondern auch den Rumpf, die Schultern und die Arme beansprucht. Beim Gebrauch der Stöcke wird die Balance verbessert und die Rückenmuskulatur gestärkt, insbesondere die tiefliegenden Rückenmuskeln, die für eine aufrechte Haltung verantwortlich sind.
</p>

<p>
	Bei einer <strong>Wanderung </strong>ergibt sich ein guter Trainingseffekt beim Gehen auf unebenen Untergründe – also auf Waldböden, Wiesen oder auf Geröll in Berg-Gegenden. Das Gehen zwingt dabei den Körper zu Ausgleichsbewegungen, das fördert die Muskulatur und die Balance. Auch das ist wieder von Vorteil für ältere Menschen, um Stürzen vorzubeugen. Das ist aber schon etwas für Fortgeschrittene und achten Sie dabei auf festes, gutes Schuhwerk.
</p>

<p>
	Welche Geh-Art für den Rücken am gesündesten ist, lässt sich nicht klar sagen. Dazu hängt es einfach von zu vielen verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Gesundheit und den Vorlieben des Einzelnen.
</p>

<p>
	Alle drei Aktivitäten – Spazierengehen, Nordic Walking und Wandern – können gesund für den Rücken sein, wenn sie regelmäßig und mit einer guten Körperhaltung ausgeführt werden.
</p>

<p>
	Wer schon Rückenbeschwerden hat, sollte sich eher vorsichtig belasten und auf den schmerzfreien Bewegungsraum beschränken. Ansonsten können die Rückenschmerzen schnell schlechter werden.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(idw/cl)</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</strong></span>
</p>

<p>
	→ <strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sport-und-bewegung-bei-schuppenflechte/" rel="">Sport ist auch bei Psoriasis arthritis angesagt</a>
</p>

<p>
	→ <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Erfahrungen mit Psoriasis arthritis</a>
</p>

<p>
	→ <strong>Diskussion im Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/551-psoriasis-arthritis-und-fitnessstudio-%E2%80%93-welche-erfahrungen-habt-ihr/" rel="">Psoriasis arthritis und Fitnessstudio – welche Erfahrungen habt Ihr?</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1205</guid><pubDate>Mon, 13 Mar 2023 11:45:00 +0000</pubDate></item><item><title>Nahrungserg&#xE4;nzungsmittel: Wer darf was behaupten und was nicht?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nahrungsergaenzungsmittel-wer-darf-was-behaupten-und-was-nicht-r1228/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_05/maithink-x-show-nem.jpg.8315ada2ab2423175cff51bb3e4d90b3.jpg" /></p>

<p>
	Mai Thi Nguyen-Kim ist von Hause aus Chemikerin. Vor ein paar Jahren hat sie es nicht mehr ausgehalten, dass wissenschaftliche Fakten in der Öffentlichkeit so ignoriert oder falsch dargestellt werden – und das nicht bei ihrer Arbeit im Labor, sondern in Medien, im Netz und anderswo. Also wurde sie Wissenschaftsjournalistin.
</p>

<p>
	Inzwischen hat sie eine Show beim ZDF. In jeder Folge von "MaiThink X" nimmt sie sich ein Thema vor – und jetzt waren Nahrungsergänzungsmittel bzw. Lebensmittel mit Gesundheitsversprechen dran. Mai Thi erklärte <a href="https://www.zdf.de/show/mai-think-x-die-show/maithink-x-folge-21-100.html" rel="external nofollow">in der Folge vom 12. März 2023</a>, wann Hersteller etwas behaupten dürfen, wann nicht und was man überhaupt dazu wissen sollte.
</p>

<p>
	Für einzelne Nahrungsergänzungsmittel wird auch erklärt, wer sie wirklich brauchen könnte und was dahintersteckt.
</p>

<p>
	Mai Thi zeigt Schritt für Schritt, was man tun muss, um ein Produkt als Nahrungsergänzungsmittel anzumelden. Es ist nicht viel – und Belege für einen Nutzen muss man nur optional angeben.
</p>

<p>
	Ja, manchmal geht das alles in der Show sehr schnell. Aber dafür kann man ja die Abspielgeschwindigkeit ändern.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a class="simple-button-plugin" href="https://www.zdf.de/show/mai-think-x-die-show/maithink-x-folge-21-100.html" style="display: inline-block; background-color: rgb(1, 149, 135); border: 1px solid rgb(1, 149, 135); color: rgb(255, 255, 255) !important; padding: 5px 10px; border-radius: 5px; font-size: 16px; text-decoration: none !important; cursor: pointer;" target="_blank" rel="external nofollow">Sendung ansehen</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1228</guid><pubDate>Mon, 13 Mar 2023 05:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Schuppenflechte hei&#xDF;t auch schlau: Psoriasis": Dr. Weigl erkl&#xE4;rt die Grundlagen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schuppenflechte-heisst-auch-schlau-psoriasis-dr-weigl-erklaert-die-grundlagen-r1238/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/dr-weigl-psoriasis.jpg.7fef43dbf62c3e0bac13543299b5037a.jpg" /></p>
<p>
	Wer mal so ganz grundlegend wissen will, was Schuppenflechte ist oder das anderen zeigen will, kann 17 Minuten seines Lebens investieren und dieses Video ansehen. Es lohnt sich!
</p>

<p>
	Dr. Tobias Weigl ist einer der seriösen Influencer in den Weiten der sozialen Medien. Das heißt: Er erklärt zum Beispiel bei YouTube alles Mögliche aus der Medizin. In diesem Video erzählt er:
</p>

<ul>
	<li>
		Was ist eine Psoriasis (Schuppenflechte)?
	</li>
	<li>
		Ist man selbst schuld, wenn man das hat?
	</li>
	<li>
		Anzeichen und Symptome
	</li>
	<li>
		Was hilft gegen Schuppenflechte?
	</li>
	<li>
		Was hilft nicht?
	</li>
</ul>

<p>
	Okay, Dr. Weigl wirbt zwischendrin auch für seine Ratgeber zu Nahrungsergänzungsmitteln (Überraschung: auch zu Vitamin D). Aber er nimmt auch Aloe-vera-Cremes und Omega-3-Fettsäuren ihren Zauber. Und, positiv: Er erwähnt auch die mögliche psychische Komponente.
</p>

<p>
	Nun kann bislang auf YouTube jeder jeden Quatsch erzählen und Wundermittel anpreisen – zumindest, bis sich jemand die. Mühe macht und den gröbsten Unsinn meldet. Seit Anfang März aber gibt es von YouTube für handverlesene Ärzte und Anbieter im Gesundheitsbereich ein Zertifikat. Wenn ein Arzt dieses Zertifikat hat, klebt unter dem Video jetzt ein Hinweis:
</p>

<p style="text-align: center;">
	<img alt="youtube-zertifikat.png" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="22509" data-unique="lll52gbwo" style="height: auto;" width="527" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_07/youtube-zertifikat.png.ad3fc1e2e3d6a7452178f47fb953c481.png" loading="lazy" height="94.86">
</p>

<p>
	Jetzt aber das Video:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/XcqtKFQZuKQ?feature=oembed" title="Schuppenflechte: Rote Haut, starker Juckreiz und Schuppenbildung! Ist Psoriasis heilbar? Was hilft?" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Wie findet Ihr das Video?
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1238</guid><pubDate>Mon, 06 Mar 2023 07:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Was macht das Coronavirus mit der Psoriasis?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/was-macht-das-coronavirus-mit-der-psoriasis-r1204/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/corona-maske-spock.jpg.3b818d48249584429e305aa1db74d10d.jpg" /></p>
<p>
	Als sich in 2020 das Corona-Virus (SARS-CoV-2) weltweit verbreitete, wusste man nichts darüber, wie es langfristig wirkt. Die S<a href="https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/basisinformationen/symptome-und-krankheitsverlauf/" rel="external nofollow">ymptome der Viruskrankheit SARS-Covid-19</a> verschwanden, wenn die Infektion überwunden oder die Patientin gestorben war. Bei einem Teil der Betroffenen zeigten sich <a href="https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/basisinformationen/long-covid-langzeitfolgen-von-covid-19/" rel="external nofollow">Long-/Post-Covid Folgen</a>, von denen die meisten sich sehr langsam zurück entwickeln. Da viele Virusinfektionen zu chronischen Autoimmun-Erkrankungen führen können, wurde das auch vom Corona-Virus erwartet. Für die Psoriasis liegen jetzt erste Ergebnisse vor. Es ist offen, ob die auch auf die aktuellen Corona-Mutanten zutreffen. Aber vielleicht auf das nächste Virus, das ganz sicher auf uns zukommt.
</p>

<ul>
	<li>
		Wer sich 2020 mit dem Coronavirus angesteckt hatte, bekam hinterher häufiger eine Autoimmun-Erkrankung als Menschen ohne Corona-Infektion.
	</li>
	<li>
		Für die meisten war es ihre erste Autoimmun-Erkrankung. Häufiger betraf das Ältere, Frauen und schwer an Corona-Erkrankte. Ein Drittel der Betroffenen hatte schon vorher eine andere Autoimmun-Erkrankung.
	</li>
	<li>
		Personen mit COVID-19 entwickelten durchschnittlich 17 Prozent häufiger eine Psoriasis als diejenigen, die sich nicht infiziert hatten.
	</li>
	<li>
		COVID-19 hat in seltenen Fällen eine bestehende Schuppenflechte verschlimmert, einen Schub ausgelöst oder den Psoriasis-Typus verändert. Es sind weltweit nur Beobachtungen mit wenigen Teilnehmern und Einzelfallschilderungen bekannt.
	</li>
	<li>
		Corona-Impfungen können in seltenen Fällen eine Psoriasis auslösen oder verschlimmern. Weltweit wurden bis September 2022 nur 35 Neu-Erkrankungen und 279 Schübe als Impffolgen bekannt. Gespritzt wurden bis dahin mehr als 12 Milliarden Impfdosen. 
	</li>
</ul>

<h2>
	Corona-Erkrankung und Psoriasis
</h2>

<h3>
	Verursacht eine Corona-Erkrankung eine Autoimmunität?
</h3>

<p>
	Bisher gab es kaum verlässliche Daten darüber, ob als Ursache einer Corona-Infektion auch Autoimmun-Erkrankungen neu auftreten können. Erste Erkenntnisse finden sich in einer <a href="https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.10.06.22280775v1" rel="external nofollow">Auswertung von Gesundheitsdaten aus Großbritannien</a> vom Oktober 2022. In der Gruppe derjenigen mit Covid-19 erkrankten später 23 Prozent mehr erstmals an Psoriasis als in der Gruppe ohne.
</p>

<p>
	Jetzt gibt es auch für Deutschland verlässliche Zahlen. Autorinnen und Autoren der Uni Dresden haben die <a href="https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2023.01.25.23285014v1" rel="external nofollow">Verschreibungsdaten von 38,9 Mio. Deutschen ausgewertet</a>. Das sind alle Krankenversicherten der Techniker Krankenkasse, BARMER, DAK Gesundheit, IKK classic, AOK PLUS und mehrerer Betriebskrankenkassen. Interessiert haben die Daten der 641.704 Personen, die in 2020 (durch PCR-Test bestätigt) an Covid-19 erkrankt waren. Die wurden mit Versicherten ohne dokumentierte Corona-Infektion verglichen. Beide Gruppen sind bis zum 30. Juni 2021 weiter beobachtet worden. Man beschränkte sich bewusst auf 2020, um sicherzustellen, dass Ergebnisse nicht durch Impfungen beeinflusst werden konnten.
</p>

<p>
	Die <a href="https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2023.01.25.23285014v1" rel="external nofollow">Versichertendaten belegen</a>, dass eine Infektion mit dem Coronavirus das Risiko erhöht, erstmals eine Autoimmun-Erkrankungen zu bekommen oder an einer zweiten zu erkranken. In der Gruppe mit Covid-19 war das Risiko, (irgend)eine Autoimmunität neu zu entwickeln, durchschnittlich 43 Prozent höher als in der Gruppe ohne – vor allem bei denjenigen, die schon vorher eine Autoimmun-Erkrankung hatten.
</p>

<p>
	Am häufigsten erkrankten Covid-19-Patienten an Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow, Psoriasis, rheumatoide Arthritis oder dem Sjøgren-Syndrom.
</p>

<h3>
	Verursacht eine Corona-Erkrankung eine Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Die Wahrscheinlichkeit, erstmals an Psoriasis zu erkranken, war in der Gruppe mit Covid-19 um 17 Prozent höher als in der ohne, also deutlich geringer als in der Studie aus Großbritannien.
</p>

<p>
	Für die Psoriasis wurde nicht gesondert erhoben, welche Personengruppen besonders gefährdet waren. Aber allgemein wurde festgestellt, bei wem eine Autoimmun-Erkrankung nach Covid-19 häufiger diagnostiziert wurde: Gerechnet auf 1000 Personenjahre erkrankten
</p>

<ul>
	<li>
		6-mal mehr Ältere (über 65 Jahre) als Jüngere (unter 18 Jahre),
	</li>
	<li>
		1,6-mal mehr Frauen als Männer,
	</li>
	<li>
		2-mal mehr wegen Covid-19 im Krankenhaus als nur ambulant Behandelte und
	</li>
	<li>
		2,7-mal mehr wegen Covid-19 auf der Intensivstation als nur ambulant Behandelte.
	</li>
</ul>

<p>
	Die Auswertung der Daten beschränkte sich auf 2020, also auf den damals vorherrschenden „Wildtyps“ des SARS-CoV-2. Ob und wie sie auf andere Varianten übertragen werden können, bleibt zu klären.
</p>

<h3>
	Virusinfektionen verursachen eine Autoimmunität
</h3>

<p>
	Es erscheint logisch, dass die Infektion mit dem Corona-Virus auch Autoimmun-Erkrankungen verursachen kann. Von anderen Virusinfektionen ist das lange bekannt, und SARS-CoV-2 weist die gleichen Merkmale auf wie diese.
</p>

<p>
	Welche Viren können welche <em>Autoimmun-Erkrankung</em> verursachen?
</p>

<ul>
	<li>
		Epstein-Barr-Virus, Masern, Varizella-Zoster-Virus, Zytomegalie-Virus: <em>Multiple Sklerose</em>
	</li>
	<li>
		Hepatitis: <em>Kryoglobulinämie</em>
	</li>
	<li>
		Hepatitis N: <em>Arthritis, Vaskulitis</em>
	</li>
	<li>
		Humanes Immundefizienz-Virus: <em>Verschiedene Erkrankungen</em>
	</li>
	<li>
		enteritische Viren, Coxsackie, Zytomegalie-Virus: <em>Diabetes</em>
	</li>
	<li>
		Hepatitis C, Dengue Virus, Parvovirus: <em>Systemischer Lupus Erythematodes</em>
	</li>
	<li>
		Herpesviren: <em>rheumatische Arthritis</em>
	</li>
	<li>
		Herpesviren: <em>Sjøgren’s Syndrom</em>
	</li>
	<li>
		Parvovirus B19: <em>Arthritis</em>
	</li>
</ul>

<p>
	<span style="font-size:12px;"><em>nach: „Immunität, Autoimmunität und SARS-CoV-2“, Hendrik Schulze-Koops, Deutscher Rheumatologiekongress 2022</em></span>
</p>

<h3>
	Verschlechtert eine Corona-Erkrankung eine bestehende Psoriasis?
</h3>

<p>
	Im April 2022, als Corona schon über zwei Jahre weltweit verbreitet war, waren <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9101352/" rel="external">nur wenige Einzelfälle bekannt</a>, in denen Covid-19 eine bestehende Psoriasis verschlechtert hat. Trotzdem, so die italienischen Autorinnen und Autoren, könne eine Verschlechterung durch Covid-19 grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Schon immer haben Virusinfektionen eine Psoriasis ausgelöst, sie verschlimmert oder verändert. Möglicherweise seien bisher keine Studien dazu durchgeführt worden.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8703332/" rel="external">andere italienische Übersicht</a> vom Dezember 2021 konnte weltweit lediglich elf veröffentlichte Fälle erfassen, in denen sich die Psoriasis eindeutig durch das Corona-Virus verschlimmert hatte.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="22022" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_03/corona-hallo.jpg.2b5837dd567c8854ee7429f54e20a2e0.jpg" rel=""><img alt="corona-hallo.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="22022" style="height:auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_03/corona-hallo.thumb.jpg.e2a4f224f827e3ca2441ff87bdc6f4fc.jpg" loading="lazy" height="390"></a>
</p>

<h2>
	Corona-Impfung und Psoriasis
</h2>

<h3>
	Impfen trotz unerwünschter Impf-Folgen?
</h3>

<p>
	Ob jemand grundsätzlich fürs Impfen oder grundsätzlich dagegen ist, entscheidet sich an den möglichen „Impfschäden“. Die Befürworter wägen Risiko und Nutzen ab: im Verhältnis zu den Millionen Geimpften würden schwere Folgen sehr selten auftreten. Deutlich häufiger würde eine Impfung vor einer schweren Erkrankung schützen. Die Gegner lehnen es grundsätzlich ab, als gesunder Mensch schwerwiegende Nebenwirkungen zu riskieren. Ob und wie stark Inhaltsstoffe des Impfstoffs für Impfschäden verantwortlich sind, wird unterschiedlich seriös belegt. Manche Impf-Folgen treten erst nach längerer Zeit auf, so dass im Nachhinein bestimmte Personengruppen als gefährdet eingeordnet werden müssen. Das gibt es auch bei Medikamenten. Bekanntgewordene Fälle, bei denen Pharmafirmen schwerwiegende oder tödliche Risiken verschwiegen haben, erschüttern regelmäßig das Vertrauen in die Medizin.
</p>

<p>
	In Deutschland wurden bis Juli 2022 <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-nebenwirkung-impfung-schaeden-100.html" rel="external nofollow">mindestens 60 Corona-Impfschäden anerkannt</a>. Das ist 1 Fall auf ca. 100.000 bis 250.000 Impfungen und entspricht der Häufigkeit bei anderen Impfungen.
</p>

<h3>
	Welchen Einfluss haben Corona-Impfungen auf die Psoriasis?
</h3>

<p>
	Die Corona-Impfung verhindert zwar nicht, dass man sich ansteckt. Aber sie senkt drastisch die Gefahr, dass Covid-19 schwer verläuft oder man daran stirbt. Deshalb wird sie <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-die-dritte-corona-impfung-bei-psoriasis-die-wichtigste-ist-r1187/" rel="">auch für Menschen mit der Psoriasis-Erkrankung empfohlen</a>.
</p>

<p>
	Psoriasis kann durch eine Corona-Impfung neu ausbrechen oder sich verschlechtern. Aber die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle ist extrem niedrig: Die <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s40257-022-00721-z" rel="external nofollow">Analyse wesentlicher Datenbanken</a> ergab im September 2022, dass weltweit bei 35 Patienten eine Psoriasis durchs Impfen neu aufgetreten ist; überwiegend in der Plaque-Ausprägung (17) oder als Psoriasis guttata. Bei 279 Patienten bewirkte die Impfung einen Schub. Eine <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/dth.15900" rel="external nofollow">Übersichtsarbeit aus dem Oktober 2022</a> fand weltweit lediglich 51 Fälle, bei denen sich der Hautzustand verschlechtert hat.
</p>

<p>
	Die meisten Impfreaktionen traten bei Comirnaty (BioNTech/Pfizer) auf. Das liege aber vermutlich daran, dass Comirnatiy am häufigsten „verimpft“ wurde, so die Autorinnen und Autoren. Den extrem geringen Fallzahlen steht gegenüber, dass in diesem Zeitraum <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1195157/umfrage/impfungen-gegen-das-coronavirus-nach-laendern-weltweit/" rel="external">weltweit ca. zwölf Milliarden Impfungen</a> stattgefunden haben.
</p>

<p>
	Unklar ist, ob in diesen Zahlen der <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fmed.2021.812010/full#:~:text=https%253A//doi.org/10.3389/fmed.2021.812010" rel="external nofollow">Bericht der Universitäts-Hautklinik in Taipei</a> (Taiwan) vom Dezember 2021 berücksichtigt wurde. Dort hatte man 83 Psoriasis-Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis ausgewählt. Davon waren 51 geimpft und 32 ungeimpft. Bei den Geimpften gab es 15 Verschlechterungen (29,4 %), bei den Ungeimpften lediglich zwei (6,3%). Die Verschlechterungen traten durchschnittlich nach zehn Tagen auf. Der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> verschlechterte sich im Mittel von anfangs 3,1 (leichte Psoriasis) auf 8,0 (moderate Psoriasis). Dagegen blieb der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> bei den Nicht-Geimpften stabil. Bei 3 Geimpften (6%) veränderte sich die Psoriasis vom chronische Plaque-Typ zum Guttata-Typ.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9950225/pdf/cevr-12-80.pdf" rel="external">italienische Studie</a> beobachtete im Januar/ Februar 322 geimpfte Psoriasis-Patienten. 6 von ihnen (2%) hatten nach der Impfung einen Schub. 
</p>

<p>
	Die Autoren aus Taiwan weisen darauf hin, dass die Zahl der beobachteten Patienten sehr gering ist. Es könne nur vermutet werden, dass die Psoriasis sich <u>ursächlich</u> wegen der Impfung verschlechtert hat. Bekanntlich verlaufe eine Psoriasis meist schubweise, auch ohne äußeren Einfluss. Sie empfehlen ausdrücklich, sich impfen zu lassen. Es sei gut <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33691913/" rel="external">gut dokumentiert</a>, wie effektiv COVID-19-Impfstoffe bei Psoriasis-Betroffenen schweren COVID-19-Infektionen und Todesfällen vorbeugen.
</p>

<p>
	Dem ist nichts hinzuzufügen.
</p>

<p style="text-align:center;">
	<span>÷÷÷÷÷</span>
</p>

<p>
	<em>Wie hat deine Psoriasis auf die Corona-Erkrankung oder auf die Impfung reagiert? Schreib's in die Kommentare</em> <span class="ipsEmoji">👇</span>
</p>

<p style="text-align:center;">
	<span>÷÷÷÷÷</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz:</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/biologika-corona-risikogruppe/" rel="">Psoriasis-Medikamente könnten vor schweren Folgen der Corona-Infektion schützen</a> (23.04.20)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/covid-19-hautveraenderungen/" rel="">Covid-19 kann Hautveränderungen hervorrufen</a> (02.05.20)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/corona-impfung-psoriasis/" rel="">Was Psoriasis-Patienten zur Corona-Impfung wissen sollten</a> (05.02.21)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/bei-psoriasis-kann-eine-dritte-corona-impfung-noetig-werden-r1137/" rel="">Bei Psoriasis kann eine dritte Corona-Impfung nötig werden</a> (15.05.21)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-die-dritte-corona-impfung-bei-psoriasis-die-wichtigste-ist-r1187/" rel="">Warum die dritte Corona-Impfung bei Psoriasis die wichtigste ist</a> (28.08.22)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/31293-impfungen/" rel="">Erfahrungen mit der Wirkung von Impfungen auf die Psoriasis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/33004-corona-infektion/" rel="">Erfahrungen mit der Wirkung der Corona-Erkrankung auf die Psoriasis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1204</guid><pubDate>Thu, 02 Mar 2023 08:52:00 +0000</pubDate></item><item><title>Was angeblich wirklich gegen Schuppenflechte hilft &#x2013; und trotzdem Schleichwerbung ist</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/was-angeblich-wirklich-gegen-schuppenflechte-hilft-%E2%80%93-und-trotzdem-schleichwerbung-ist-r1223/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_05/wir-in-bayern-schuppenflechte.jpg.5db86d4524693b25d2b351cd2330a182.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Gesundheitssendungen informieren neutral über medizinische Sachverhalte – denkt man. Doch auch bei Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist die Grenze zur Werbung offensichtlich fließend.</strong>
</p>

<p>
	Hautärztin Dr. Monique Stengel hat in der Sendung "Wir in Bayern" im Bayerischen Fernsehen erklärt, welche Ursachen hinter Psoriasis stecken können und was Betroffene selbst tun können, um möglichst wenig Schübe zu bekommen.
</p>

<p>
	In der Ankündigung versprach der Sender, es würde verraten, "welche Behandlungsmöglichkeiten wirklich helfen". Das ist dann doch zuviel versprochen. Wir spoilern mal: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/salben-cremes-gels/uebersicht/" rel="">Salben und Cremes</a>, Hautpflege und "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">moderne Medikamente</a>" wurden genannt. Soweit das Übliche.
</p>

<p>
	Besprochen wurden auch mögliche Folgeerkrankungen. Zum Beispiel hat Dr. Stengel Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf dem Schirm und rät ihren Patienten deshalb, einmal jährlich zum Checkup beim Internisten zu gehen. Das Wechselspiel von Übergewicht und Psoriasis ist ihr ebenso geläufig. Das ist gut.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Im Studio standen zwei Medikamente, ein Pflegeprodukt und Totes-Meer-Salz auf dem Tisch – sowie ein Nahrungsergänzungsmittel. Die Ärztin nannte nicht die Namen der Produkte, zeigte aber unmissverständlich drauf (zum Beispiel um Minute 4:52).
</p>

<p>
	Schaut man sich andere Folgen an, scheint das das Konzept der Sendung zu sein, denn auch da sind die Produkte auf dem Tisch gut zu erkennen. Presserechtlich dürfte das nicht okay oder klarer ausgedrückt: Schleichwerbung sein.
</p>

<p>
	Aber: Der Sender hat eine <a href="https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/ratgeber/schuppenflechte-psoriasis-tipps-monique-stengel-hautaerztin-100.html" rel="external nofollow" target="_blank">Übersicht der Informationen und Tipps aus der Sendung</a> ins Netz gestellt – ohne Produktnennung.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/x1R8BaEQ17Q?feature=oembed" title="Schuppenflechte - Ursache &amp; Behandlung" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1223</guid><pubDate>Sun, 19 Feb 2023 05:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Waldbr&#xE4;nde k&#xF6;nnen Schuppenflechte verschlimmern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/waldbraende-koennen-schuppenflechte-verschlimmern-r1201/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_02/waldbrand-psoriasis.jpg.c13b2d18b2017d9c5a03d57aeb59b6c2.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Nach einem großen Waldbrand in Kalifornien suchten in der Hautklinik in San Francisco mehr Patienten mit Schuppenflechte Hilfe als sonst. Die Mediziner haben daraus mehrere Schlüsse gezogen.</strong>
</p>

<h2>
	Wie Waldbrände und Psoriasis zusammenhängen
</h2>

<p>
	Im November 2018 gab es in Kalifornien verheerende Waldbrände. Der schlimmste ist als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Camp_Fire" rel="external">California Camp Fire</a> bekannt geworden. Die Luftverschmutzung war auch in San Francisco zu bemerken – immerhin 280 Kilometer weit weg. Noch während der Waldbrände bemerkten die Ärzte in der dortigen Hautklinik, dass mehr Patienten mit Atopischer Dermatitis und mit Juckreiz zu ihnen kamen. Entsprechend stieg auch die Zahl der Online-Suchanfragen zu den Themen.
</p>

<p>
	Fünf Wochen nach dem California Camp Fire aber kamen auch mehr Psoriasis-Patienten in die Klinik. Acht bis neun Wochen nach dem Brand war dann ein Höhepunkt der Klinikbesuche zu verzeichnen. Und wieder stieg auch die Zahl der entsprechenden Online-Suchabfragen.
</p>

<p>
	Für die Forscher ist klar: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und verzögerten Psoriasis-Schüben. "Auf molekularer Ebene bewirken Luftschadstoffe eine Hochregulierung mehrerer Gene, die mit Entzündungen und Psoriasis in Verbindung gebracht werden", schreiben sie <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2800402#zld220304t1" rel="external">in einer Forschungsarbeit im Journal "JAMA Network open"</a>. Das könne mit dem Aufflammen der Schuppenflechte in Zusammenhang stehen.
</p>

<p>
	Die Forscher schreiben in ihrer Arbeit einschränkend, dass ihre Beobachtungen ja "nur" von einem einzigen Waldbrand stammen und noch dazu eine Stadt betrafen, die weit vom Brandherd entfernt war. Sie vermuten, dass die Belastung mit Hautkrankheiten in Städten und Gemeinden näher an Bränden und mit größerer Rauchbelastung größer ist.
</p>

<p>
	Sie wünschen sich weitere Studien auch an anderen Orten mit Waldbränden – was dann wohl auch in Deutschland immer häufiger wird.
</p>

<p>
	Die kalifornischen Forscher sehen außerdem <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35171203/" rel="external">die Arbeit von italienischen Forschern</a> bestätigt. Die hatten ermittelt, wie hoch die Feinstaub-Konzentration im Lebensumfeld von Psoriasis-Patienten war, wenn die mit einem Schub in die Klinik kamen. Das Ergebnis: In den 60 Tagen vor einem Schub war die Konzentration von PM2.5 und PM10 oft höher.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21995" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_02/feinstaub-schornsteine.jpg.e62b28a14091acd0c4650cb70dac4d50.jpg" rel=""><img alt="feinstaub-schornsteine.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21995" data-unique="yy1b7ldsi" style="height: auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_02/feinstaub-schornsteine.thumb.jpg.66eca9492f94442b63eab6f8c8c9d451.jpg" loading="lazy" height="360"></a>
</p>

<h2>
	Mehr über PM2.5 und PM10 – also über Feinstaub
</h2>

<p>
	Die Bezeichungen PM2.5 und PM10 geben die Größe von Feinstaub-Partikeln an. Partikel mit dem Wert PM2.5 sind 2,5 Mikrometer groß, bei PM10 sind sie 10 Mikrometer groß. Die kleineren Partikel schaffen es bis in die Bronchien und Lungenbläschen, die größeren bis in die Nasenhöhle.
</p>

<p>
	Es gibt europaweit geltende Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit. Für PM2.5-Partikel wird ein Jahresmittelwert von 25 Mikrogramm pro m<sup>3</sup> als Obergrenze erachtet. Für PM10-Partikel gilt ein Jahresmittelwert von 40 Mikrometer pro m<sup>3</sup>. Wer jetzt wissen will, wie hoch diese Werte rund um das eigene Zuhause sind, kann beim Bundesumweltamt die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten/jahresbilanzen/eJxrWpScv9ByUWXqEiMDIyMAMPcFuw==" rel="external nofollow">Messwerte für PM2.5</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten/jahresbilanzen/eJxrWpScv9BwUWXqEiMDIyMAMK8Fsw==" rel="external nofollow">für PM10</a> nachsehen.
</p>

<p>
	Die Zahl der offiziellen Messstationen ist allerdings nicht sehr hoch. Vor einigen Jahren wurde deshalb im OK Lab Stuttgart eine Open-Data-Initiative namens Luftdaten.info gegründet. Inzwischen firmiert sie unter dem Titel <a href="https://sensor.community/de/" rel="external nofollow">Sensor.Community</a>. Freiwillige zeigen, wie jeder <a href="https://sensor.community/de/sensors/" rel="external nofollow">selbst eine Messstation bauen</a> und die Daten seiner Umgebung ins Netz stellen kann. Eine Karte zeigt die Messwerte dieser Do-it-yourself-Sensoren. Ein anderer Bausatz mit Sensoren auch für andere Umweltfaktoren ist die <a href="https://sensebox.de/" rel="external nofollow">SenseBox</a>.
</p>

<p>
	Technisch weniger versierte Menschen können auf Smartphone-Apps wie <a href="https://totzek.me/portfolio/breathe-luftqualitaetsmonitor/" rel="external nofollow">Breathe Luftqualitätsmonitor</a> (leider nur für iOS) oder BreezoMeter (für <a href="https://apps.apple.com/de/app/air-quality-app-breezometer/id989623380" rel="external nofollow">iOS</a> und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=app.breezometer&amp;hl=de&amp;gl=DE" rel="external nofollow">Android</a>) zurückgreifen.
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Mögliche Auslöser und Verschlimmerer ("Trigger") der Psoriasis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/5-schuppenflechte-forum/" rel="">Erfahrungen von Betroffenen mit Schuppenflechte</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1201</guid><pubDate>Sat, 18 Feb 2023 17:55:37 +0000</pubDate></item><item><title>So viele Menschen haben Psoriasis arthritis, Rheuma und Co</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-viele-menschen-haben-psoriasis-arthritis-rheuma-und-co-r1199/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_01/psoriasis-arthritis-rheuma-diagnose-zahlen.jpg.92301427ceb562c3aba9967784433fdc.jpg" /></p>

<p>
	 
</p>

<p>
	<strong>Die Zahl der Betroffenen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung hat in den letzten Jahren zugenommen. Das hat eine neue Analyse ergeben. Damit gibt es auch aktuelle Zahlen, wie verbreitet die Psoriasis arthritis ist.</strong>
</p>

<h2>
	Die Fakten
</h2>

<p>
	Entzündlich-rheumatische Erkrankungen in Deutschland nehmen zu. Das zeigt eine <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00393-022-01305-2" rel="external nofollow">Analyse von Epidemiologen des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ)</a>. Um aktuelle Zahlen zu ermitteln, haben sich die Forscher die Artikel und Studien angesehen, die auf den Plattformen PubMed und "Web of Science" erschienen sind. Zwischen 2014 und 2022 hatten sich dort 20 Beiträge mit der Verbreitung der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen beschäftigt.
</p>

<p>
	Insgesamt haben demnach 2,2 bis 3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland eine entzündlich-rheumatische Erkrankung – also 1,5 bis 2,1 Millionen Menschen.
</p>

<p>
	Das sind die Zahlen für einzelne Erkrankungsformen:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Rheumatoide Arthritis</strong> haben 0,8 bis 1,2 Prozent der Erwachsenen – also 560.000 bis 830.000 Menschen.
	</li>
	<li>
		<strong>Spondyloarthritiden</strong> haben 690.000 bis 970.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		<strong>Ankylosierende Spondylitis</strong> haben 350.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		<strong>Psoriasis arthritis</strong> haben 170.000 bis 220.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		<strong>Polymyalgia rheumatica</strong> haben 66.000 bis 71.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		Das primäre <strong>Sjögren-Syndrom</strong> haben 49.000 Menschen, sekundäre Formen (Sicca-Syndrom) 280.000 bis 490.000 Betroffene.
	</li>
	<li>
		<strong>Systemischen Lupus erythematodes</strong> haben 39.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		<strong>Riesenzellarteriitis</strong> haben 15.000 bis 19.000 Erwachsene.
	</li>
	<li>
		<strong>ANCA-assoziierte Vaskulitiden</strong> haben 18.000 Erwachsene.
	</li>
</ul>

<p>
	14.000 Kinder und Jugendlichen leiden unter einer Arthritis-Form.
</p>

<p>
	Das alles sind Schätzungen, denn Grundlage für die meisten Studien sind Abrechnungsdaten. So fließen in die Analysen auch nur dann Daten ein, wenn jemand wegen seiner Erkrankung zum Arzt gegangen ist. Alle, die Arztbesuche aufgegeben haben oder aus einem anderen Grund still vor sich hin leiden, tauchen in solchen Statistiken nicht auf. Hinzu kommt, dass fehlerhafte Codierungen der Art der Erkrankung bei der Abrechnung manchmal in die Irre führen. Dr. Katinka Albrecht, Erstautorin der Analyse, weist auf diese Schwächen in der Studie auch hin.
</p>

<h2>
	Warum die Zahl steigt
</h2>

<p>
	Im Jahr 2016 hatten die Forscher schon einmal die Zahlen ermittelt. Damals waren etwa zwei Prozent der Erwachsenen von einer entzündlich-rheumatischen Krankheit betroffen – also 1,45 Millionen Menschen. „Seitdem sind die Zahlen tatsächlich gestiegen", so Dr. Albrecht. Gründe für die steigende Zahl sind, dass die Erkrankungen heutzutage früher erkannt werden und eine höhere Lebenserwartung.
</p>

<p>
	„Unsicher sind die Zahlen auch für ERE bei Kindern und Jugendlichen", bedauert Dr. Albrecht. In der Altersgruppe ist der Anteil derer mit einer sogenannten Juvenilen Idiopathische Arthritis in etwa gleich geblieben: Eins von 1000 Kindern ist davon betroffen.
</p>

<h2>
	Warum die Zahlen wichtig sind
</h2>

<p>
	Eine möglichst genaue Zahl der Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung ist auch wichtig, damit genügend Rheumatologen ausgebildet und eingestzt werden. "Die Zahlen bilden auch die Grundlage für die Berechnung des Versorgungsbedarfs", sagt Professor Andreas Krause, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologe. "Rheuma ist eine Volkskrankheit. Das spiegelt sich jedoch nicht in der Versorgungsrealität wider. Deshalb warten viele Patienten noch immer zu lange auf einen rheumatologischen Facharzttermin." Frühe Diagnostik sei aber wichtig, um bleibende Schäden abzuwenden. Da entzündlich-rheumatischen Erkrankungen vor allem Menschen im arbeitsfähigen Alter treffen, leide nicht nur die Lebensqualität. Auch volkswirtschaftliche Einbußen seien eine Folge.
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz:</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Fakten</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Das Wichtigste über die Psoriasis arthritis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span><strong> Q&amp;A</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/fragen-und-antworten/" rel="">Fragen und Antworten zur Psoriasis arthritis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Erfahrungen von Betroffenen mit Psoriasis arthritis</a>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1199</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2023 15:30:27 +0000</pubDate></item><item><title>Hunde tun bei Psoriasis arthritis gut</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hunde-tun-bei-psoriasis-arthritis-gut-r1198/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_01/hundeblick.jpg.2af65cf52896cfcef5ba7185e6c4d12b.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Hier kommt das ultimative Argument für alle mit Psoriasis arthritis, die sich einen Hund zulegen wollen oder schon einen haben: Hunde können bei rheumatischen Erkrankungen die Lebensqualität verbessern.</strong>
</p>

<p>
	Menschen mit einer chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankung haben unter anderem wegen ihrer dauerhaften Schmerzen und möglichen Depressionen eine geringere Lebensqualität. Jetzt ist klar: Ein Hund kann die Lebensqualität entscheidend verbessern.
</p>

<p>
	Belegt haben das Forscher der Hochschule Hannover. Sie befragten 150 Menschen mit Rheumatoider Arthritis, Psoriasis arthritis und Spondyloarthritidenzu ihrem Befinden. 30 Prozent von ihnen hatten ein Haustier – die meisten Hunde. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Haustier einen positiven Einfluss auf ihr Allgemeinbefinden hat. Bei denjenigen mit Hunden war der Einfluss größer als bei denjenigen mit Katzen. Frauen mit Hund betonten, dass sich ihre Lebensqualität deutlich verbessert habe. Auch leichte Depressionen und Schmerzen konnten mit Hunden im Haushalt viel besser bewältigt werden.
</p>

<p>
	„Mit unseren Daten haben wir den positiven Einfluss von Hunden auf die Depression und die Lebensqualität bei Patient:innen mit entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen nachgewiesen", <a href="https://www.egms.de/static/en/meetings/dgrh2022/22dgrh153.shtml" rel="external nofollow">erklärte Studienleiterin Stefanie Hirsch auf dem Deutschen Rheumatologie-Kongress 2022</a>. Unklar sei allerdings, ob das daran liegt, dass sich die Hundehalter zwangsläufig mehr bewegen oder ob die emotionale Zuwendung zum Tier "Schuld" ist.
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21849" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_01/hund-mann.jpg.19ef7d759c330693b73399b3865a8a00.jpg" rel=""><img alt="hund-mann.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21849" data-unique="nt1id2xe6" style="height: auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_01/hund-mann.thumb.jpg.937e9b38a19c14e2751d7db27c8b8446.jpg" loading="lazy" height="440"></a>
</p>

<p>
	Auch <a href="https://ard.bmj.com/content/82/1/48" rel="external nofollow">die European Alliance Of Assosiations For Rheumatology empfiehlt</a> allen mit einer chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankung, sich zu bewegen, und das möglichst regelmäßige – vom Gerätetraining bis hin zu Aerobic und mittelprächtig intensive Kardio-Gymnastik.
</p>

<p>
	Rheumakranke, die rund 150 Minuten pro Woche allein oder in Gruppen trainieren, fühlen sich wesentlich besser fühlen – das zeigten mehrere Studien. Schmerzen, Müdigkeit und Depressionen verringerten sich, Beweglichkeit und Lebensqualität verbesserten sich deutlich. Wer sich zusätzlich gesund ernährt, nur mäßig Alkohol und Tabak konsumiert, sein Gewicht reduziert und kontrolliert, profitiere noch stärker hinsichtlich geminderter Beschwerden, so die Experten.
</p>

<p>
	„Wenn sich Patienten mit entzündlich rheumatischen Gelenkerkrankungen nicht nur zum Gassigehen, sondern auch noch zu Sportaktivitäten entschließen, können sie ihre Lebensqualität nochmals deutlich verbessern“, so Professor Andreas Krause von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Chefarzt am <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/rheuma-kliniken-akut-kliniken/immanuel-krankenhaus-berlin-wannsee/" rel="">Immanuel Krankenhaus Berlin</a>.
</p>

<p style="text-align: center;">
	*****
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz:</strong></span>
</p>

<p>
	➜ <strong>Bewegung</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sport-und-bewegung-bei-schuppenflechte/" rel="">Sport auch bei Psoriasis arthritis angesagt</a>
</p>

<p>
	➜ <strong>Methoden</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/abnehmen-verbessert-psoriasis-und-psoriasis-arthritis" rel="">Abnehmen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis – aber wie?</a>
</p>

<p>
	➜ <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/38744-sport-und-gelenkentzuendungen/" rel="">Sport bei Psoriasis arthritis: Erfahrungen von Betroffenen</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1198</guid><pubDate>Sat, 14 Jan 2023 16:48:00 +0000</pubDate></item><item><title>Chlorophyll-Tropfen gegen Schuppenflechte und Psoriasis arthritis &#x2013; was ist dran?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/chlorophyll-tropfen-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_01/chlorophyll.jpg.fe6295eea61d4f631aa1ee92eaa93009.jpg" /></p>
<p>
	Mit Chlorophyll-Tropfen könne man Schuppenflechte mildern und der Gelenkbeteiligung vorbeugen – das wurde in einem Beitrag in unserem Forum behauptet. Normalerweise lassen wir solche Aussagen zu, so lange wir sie nicht für gefährlich halten. Lieber argumentieren wir als zu löschen. In diesem Fall aber haben wir den Beitrag entfernt, denn am Ende wurde für ein bestimmtes Produkt geworben.
</p>

<p>
	Womit wir nicht gerechnet hatten: Der Beitrag war schon vor dem Löschen weit ins Internet vorgedrungen und weist seitdem enorme Zugriffszahlen auf. Statt einer Fehler-Seite hier die Fakten:
</p>

<p>
	Chlorophyll-Tropfen wirken weder auf die Schuppenflechte noch auf die Psoriasis arthritis. Seit 2021 gibt es in den sozialen Medien weltweit einen Hype um Chlorophyll-Tropfen. Aufgelöst in Wasser, werden sie als Wundermittel angepriesen. Sie sollen vor allem gegen Hautprobleme wirken, aber auch gegen Krebs und Demenz.
</p>

<h2>
	Wer Chlorophyll nimmt, trinkt vielleicht einfach mehr Wasser
</h2>

<p>
	Die Wirkungen sind überhaupt nicht oder extrem schlecht belegt. <a href="https://www.blick.ch/life/gesundheit/ernaehrung/abnehmen/tiktok-hype-deswegen-trinken-jetzt-alle-chlorophyll-wasser-id18137363.html" rel="external nofollow">Auf TikTok „bewies“ eine Influencerin</a>, dass mit diesem grünen Wasser ihre Akne innerhalb einer Woche verschwunden war. Mehr als 17 Millionen Nutzer sahen sich ihre Videos an. Nur: Diese Vorstellung wurde weder von einem Arzt begleitet noch war nachprüfbar, was da tatsächlich gewirkt hat.
</p>

<p>
	Eine Erklärung lieferte <a href="https://www.tiktok.com/@skinbydrazi" rel="external nofollow">Hautärztin Dr. Azadeh Shirazi </a>wiederum auf TikTok: Sie glaubt, dass die Hautbildverschönerung eher damit zu tun hat, dass die Influencer dank der grünen Tropfen mehr Wasser trinken als sonst.
</p>

<p>
	Wer ausprobieren will, ob Chlorophyll einem gut tut, kann zum Beispiel Macapulver-Tee trinken. Der enthält Chlorophyll. Billiger und gesünder sind aber Smoothies aus Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Petersilie oder Algen. Da stecken mehr gesunde Wirkstoffe drin als im reinen Chlorophyll – zum Beispiel Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe.
</p>

<h2>
	Chlorophyll gibt's auch anders
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21846" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_01/buntes-gemuese.jpg.7efdd492f4edc5d1a2e7c5fa69a5ab0a.jpg" rel=""><img alt="buntes-gemuese.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21846" style="height:auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_01/buntes-gemuese.thumb.jpg.92712df76c06dfc95aa49254a798967f.jpg" loading="lazy" height="230"></a>
</p>

<p>
	Wer trotzdem Chlorophyll-Tropfen nehmen will, sollte das vorher mit der Ärztin absprechen. Sie dürfen nicht überdosiert werden – das heißt: mehr als 60 Tropfen pro Tag sollten es nicht sein, weil sonst Unwohlsein und Magenschmerzen drohen; bei Asthma und Nesselfieber sind allergische Reaktionen möglich.
</p>

<p>
	Wer die Tropfen im Internet kauft, muss genau prüfen, ob tatsächlich Qualitäts- und Rückstands-Kontrollen durchgeführt werden. Solche Produkte können erfahrungsgemäß Schadstoffe wie Schwermetalle oder Toxine enthalten.
</p>

<p>
	Die Hautärztin Dr. Yael Adler riet in der <a href="https://www.ardmediathek.de/video/die-ratgeber/chlorophyll-das-gruene-wundermittel-aus-der-natur/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xNjQ1ODQ" rel="external nofollow">Sendung "Chlorophyll: Das grüne Wundermittel aus der Natur" im Hessischen Rundfunk</a> davon ab, aus der Vielzahl der pflanzlichen Wirkstoffe Chlorophyll isoliert in Form eines Nahrungs-Ergänzungsmittels einzusetzen. Stattdessen empfiehlt sie generell viel und unterschiedliches Gemüse zu essen („So bunt wie möglich“). Ihre Tipps:
</p>

<ul>
	<li>
		Tomatenmark mit einem Tropfen Öl (1-mal täglich) aktiviert anti-oxidativ wirkendes Lycopin.
	</li>
	<li>
		Möhrensaft, ein Glas täglich, pflegt die Haut und wirkt als Sonnenschutz.
	</li>
	<li>
		Ballaststoffe wirken entzündungshemmend, vor allem lösliche aus Akazienfasern, bitteren Salaten, Wurzelgemüse und leicht grünlichen Bananen
	</li>
	<li>
		Probiotische Lebensmittel wie unpasteurisiertes Sauerkraut, effektive Mikro-Organismen (Fermentationsgetränk ähnlich Brottrunk) oder Kimchi (Koreanischer fermentierter Kohl) für gesunde Darmbakterien.
	</li>
	<li>
		Nüsse, eine ganz oder halbe Handvoll pro Tag, verlängern das Leben bis zu zehn Jahre.
	</li>
</ul>

<p>
	<em><strong>Tipp</strong>: Dr. Adler war bei uns in einer Video-Sprechstunde zu Gast. Sie berichtete dort auch über den Einfluss der Ernährung auf die Psoriasis. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KR4EyjiUnC4" rel="external nofollow">Ihr findet den Mitschnitt hier</a>.</em>
</p>

<p>
	Ernährungsberaterin Yvonne Leonhardt aus Frankfurt wiederum erklärte in der Sendung, Chlorophyll-Tropfen würden auf der Haut nur dann entzündungshemmend wirken, wenn sie äußerlich aufgetragen werden.
</p>

<h2>
	Klingt logisch, ist aber zu stark vereinfacht
</h2>

<p>
	Der Forumsbeitrag ist ein Klassiker dafür, wie heutzutage medizinische Aussagen in Umlauf gebracht werden: Eine mehr oder weniger anonyme Schreiberin behauptet, durch längeres Suchen im Internet die Lösung für ein medizinisches Problem gefunden zu haben. Damit das logisch klingt, wird eine komplizierte Krankheit auf wenige, vereinfachte Ursachen zurückgeführt. In diesem Fall waren das Vitamin-Mangel und ungesunde Darmflora bei der Psoriasis, Viren und Bakterien bei Psoriasis arthritis. Chlorophyll-Tropfen würden genau diesen Mangel ausgleichen und seien damit ein natürliches Mittel gegen diese chronisch-entzündlichen Erkrankungen.
</p>

<p>
	Hinweise auf seriöse Studien, die das belegen könnten, nennt sie nicht. Wir erfahren nicht, welche Qualifikationen sie hat, die ihre Aussagen glaubwürdig erscheinen lassen könnten. Es gibt keinen Hinweis, ob sie überhaupt selbst von einer der Erkrankungen betroffen ist, geschweige denn, ob sie die Chlorophyll-Tinktur bei sich selbst erfolgreich angewendet hat.
</p>

<p>
	Dieser Beitrag hatte nur ein einziges Ziel: Auf dem Psoriasis-Netz verzweifelte Menschen dazu zu bewegen, genau das empfohlene Produkt zu kaufen. Aber die Nutzer des Psoriasis-Netzes haben es an der Haut, nicht am Kopf!
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr über Nahrungsergänzung bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</strong><span>:</span></span>
</p>

<p>
	➜ <strong>Schuppenflechte und Ernährung</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Erfahrungen von Experten</a>
</p>

<p>
	➜ <strong>Tipps: </strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/ernaehrungs-docs-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Was die "Ernährungs-Docs" bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis raten</a>
</p>

<p>
	➜ <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/8-ernaehrung/" rel="">Fragen, TIpps und Erfahrungen von Betroffenen zur Ernährung</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1197</guid><pubDate>Tue, 10 Jan 2023 19:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Siemens-BKK bem&#xE4;ngelt Verschreibung von Biologika</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/siemens-bkk-bemaengelt-verschreibung-von-biologika-r1194/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_11/sparschwein.jpg.3909c882a5fe98b621b8ef36ba45a919.jpg" /></p>

<ul>
	<li>
		Die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) will von Hautärzten Geld zurück, weil sie aus ihrer Sicht zu Unrecht Biologika verschrieben haben.
	</li>
	<li>
		Der Hautärzteverband BVDD wirft der Kasse vor, ihre Forderungen bewusst mit mangelhaften Informationen begründet zu haben. Deshalb hat er bei der Aufsichtsbehörde eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.         
	</li>
	<li>
		Es ist zu befürchten, dass Dermatologen sich Ärger ersparen wollen und bei SBK-Mitglieder zurückhaltender verschreiben werden. Betroffene Patienten sollten sich in diesem Fall an ihre Krankenkasse wenden.
	</li>
	<li>
		Die Betriebskrankenkasse hat jetzt dem BVDD ein Gespräch darüber angeboten. 
	</li>
</ul>

<p>
	Die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) fordert von Hautärzten Geld zurück (Regress), weil sie gegen das „Wirtschaftlichkeitsverbot“ verstoßen hätten. Aus den Unterlagen wäre nicht zu entnehmen, ob hochpreisige Biologika verschrieben werden durften. Der Berufsverband Deutscher Dermatologen (BVDD) hat daraufhin eine <a href="https://www.bvdd.de/fileadmin/BVDD/BVDD-Download/Dienstaufsichtsbeschwerde.pdf" rel="external">Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die SBK</a> eingereicht. Es besteht die Gefahr, dass Psoriasis-Patienten, die Mitglied dieser Betriebskrankenkasse sind, von den Ärzte vorsichtshalber keine teuren Präparate mehr verschrieben bekommen. In diesem Fall sollten Betroffene klären, ob und wie ihre Psoriasis-Behandlung gesichert ist.
</p>

<h2>
	Biologika und die dokumentierte Vor-Therapie
</h2>

<p>
	Die SBK hat bundesweit „zahlreiche“ Prüfverfahren gegen Dermatologen und Allgemeinmediziner beantragt. Aus deren Unterlagen gehe nicht hervor, ob sich die Mediziner an die Leitlinien gehalten hätten. Denn für jede Biologika-Verordnung müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllt und dokumentiert werden. In solchen Fällen sei jede Krankenkasse verpflichtet, Regressforderungen prüfen zu lassen. Der BVDD dagegen wirft der Krankenkasse vor, die Akten nicht ausreichend nach vorhergehenden Therapien geprüft zu haben. BVDD-Vorsitzender Ralf von Kiedrowsky bezweifelt, ob das überhaupt möglich sei. Denn bei den Krankenkasssen würden die Unterlagen <a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/hautarztnews/details/siemens-betriebskrankenkasse-fordert-ungerechtfertigte-regresse/" rel="external">nur zehn Jahre aufbewahrt</a> werden. Außerdem habe die SBK ignoriert, dass viele dieser Biologika als „first-line-therapy“ zugelassen seien. Die dürften verschrieben werden, ohne dass vorher mit anderen Medikamenten behandelt werde. In den für die Ärzte zuständigen regionalen Ausschüssen werden nun Vertreter der Kassenärzte und Krankenkassen gemeinsam prüfen, ob gegen das <a href="https://www.kbv.de/html/2949.php" rel="external nofollow">Gebot der Wirtschaftlichkeit</a> verstoßen wurde.
</p>

<h2>
	Ärzte sichern sich ab 
</h2>

<p>
	Auffällig viele Regressforderungen wegen „unwirtschaftlicher“ Verschreibungen gab es bei den Dermatologen seit Einführung der Biologika (2004) nicht. Sie mussten aber Biologika-Therapien ausführlich dokumentieren. Im Laufe der Jahre haben die Krankenkassen immer mehr für diese hochpreisigen Medikamente ausgeben müssen. Ihr Anteil an den gesamten Arzneimittel-Ausgaben betrug <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131542/GKV-Arzneimittelausgaben-auf-mehr-als-45-Milliarden-Euro-gestiegen" rel="external">2020 bereits 45,2 %</a>, also fast die Hälfte. Daran waren patentgeschützte Haut-Medikamente übermäßig stark beteiligt. Das führte zu zahlreichen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/biologika-neue-regelungen-2020/" rel="">Vorschriften und Vereinbarungen</a>, um diese Ausgaben zu begrenzen. Der BVDD schloss 2019 mit mehreren Krankenkassen einen „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/tk-versorgungsvertrag-bvdd/" rel="">Psoriasis-Versorgungsvertrag</a>“ ab. Der sicherte die Hautärzte gegen Rückzahlungsforderungen ab. Weil inzwischen auch Neurodermitis mit einbezogen wurde, heißt dieser Vertrag jetzt „DermaOne“. Dem sind bisher zehn Krankenkassen beigetreten – nicht aber die AOK und die Siemens BKK.
</p>

<h2>
	Kommentar
</h2>

<p>
	Erfahrungsgemäß halten sich die meisten Ärzte beim Verschreiben zurück, wenn sie mit finanziellen Einbußen rechnen müssen. Jeder Patient kennt das Argument: „Damit würde ich mein Budget überziehen“. Bekannt ist, dass z.B. die Dermatologen in Baden-Württemberg <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/biologika-neue-regelungen-2020/" rel="">im Verhältnis zur Bevölkerung bundesweit die wenigsten Biologika verordnen</a>. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung dort mit deutlichen Regressandrohungen bewirkt – zum Nachteil der betroffenen Patienten. Deshalb ist davon auszugehen, dass Ärzte bei Patienten mit SBK-Mitgliedschaft seltener hochpreisige Medikamente verordnen werden – zumindest bis die konkreten Fälle in <u>allen</u> Gemeinsamen Prüfungsausschüssen entschieden worden sind . Auf Nachfrage erklärte uns dazu die Siemens BKK: „Unsere Versicherten können sich darauf verlassen, dass sie die für sie bestmögliche Behandlung erhalten. Sollten sie im Einzelfall auf Probleme stoßen, können sie sich selbstverständlich jederzeit an uns wenden.“ Wer trotzdem unzufrieden ist: Grundsätzlich kann man innerhalb von zwei Monaten <a href="https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkassenwechsel/" rel="external nofollow">in eine andere gesetzliche Krankenkasse wechseln</a>.
</p>

<h3>
	Vorwürfe wegen Regressforderungen 
</h3>

<p>
	Der Interessenverband der Dermatologen nennt deutlich höhere und <u>damit dramatischere</u> Zahlen als die Betriebskrankenkasse: Während die SBK von bundesweit 96 Regressfällen spricht, geht der BVDD von einer „hohen zweistelligen Anzahl“ aus. Laut SBK sollen die Ärzte durchschnittlich 3.000 Euro zurückzahlen, der BVDD dagegen behauptet, es seien „hohe vier- bis fünfstellige Eurobeträge“.
</p>

<p>
	Der BVDD bezeichnet die SBK als „versorgungsfeindliche“ Krankenkasse. In diesem Fall ignoriere sie Zulassungsregeln oder prüfe die Akten nicht ausreichend. Das würde bewusst so gemacht, „um die Prüfverfahren in Gang zu setzen“. Außerdem sei es nicht das erste Mal, dass sie ihren Mitgliedern Leistungen verweigere.
</p>

<p>
	Das sind starke Vorwürfe. Der BVDD ist nicht gut zu sprechen auf diejenigen Krankenkassen, die nicht ihrem „Selektivvertrag“ DermaOne beitreten. Schließlich garantiert der seinen Mitgliedern, dass sie keine Regressforderungen befürchten müssen. Der BVDD weist darauf hin, dass die SBK sich <a href="https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Biologika-Regresse-Dermatologen-legen-Dienstaufsichtsbeschwerde-beim-BAS-ein-434106.html" rel="external">schon früher nicht an einem ähnlichen Vertrag beteiligt</a> habe. Da ging es darum, dass die Kassen auch schon bei unter 35-Jährigen Hautkrebs-Untersuchungen bezahlen.
</p>

<p>
	Es könnte noch einen weiteren Grund geben, weshalb der Ärzteverband die SBK so vehement kritisiert. In 2021 mussten die Kassenärzte hinnehmen, dass die Krankenkassen einseitig die „Rahmenvorgaben zu Regressen“ gekündigt haben. Darin hatte man sich geeinigt, „<a href="https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/kbv-kassen-kuendigen-regress-vereinbarung/" rel="external nofollow">das Regressrisiko für die niedergelassenen Ärzt:innen deutlich zu verringern und ihnen Erleichterungen bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen zu verschaffen</a>.“ 
</p>

<h3>
	Noch ist nichts endgültig entschieden
</h3>

<p>
	Es ist völlig offen, wie die Prüfungsausschüsse der verschiedenen Kassenärztlichen Vereinigungen entscheiden werden. Schwierig wird es, wenn sie zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, weil beide Seiten gute Argumente haben.
</p>

<p>
	Man darf gespannt sein, ob die Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen (Bundesamt für Soziale Sicherung) die Dienstaufsichtsbeschwerde akzeptiert. Es ist Aufgabe der Krankenkasse zu kontrollieren, ob Ärzte „wirtschaftlich“ verschreiben. Das ist für beide Seiten unangenehm, aber nicht völlig auszuschliessen. Letztendlich wird über eine Regressforderungen erst in einem gemeinsamen Ausschuss entschieden. Schließlich müssen hochpreisige Medikamente aus Versicherungsbeiträgen und Steuerzuschüssen bezahlt werden. Nur für diese Medikamentengruppe wurden z.B. in <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131542/GKV-Arzneimittelausgaben-auf-mehr-als-45-Milliarden-Euro-gestiegen" rel="external">2020 ingesamt 24,2 Mrd. € </a>ausgegeben. Ein Betrag, der ständig steigt; nicht zuletzt auch deshalb, weil Pharmafirmen alles unternehmen, um das <a href="https://www.transparency.de/fileadmin/Redaktion/Aktuelles/2022/Korruption_im_Gesundheitswesen_TUM_Mai_2022.pdf" rel="external nofollow">Verschreibungsverhalten der Ärzte zu beeinflussen</a>.
</p>

<p>
	Aber es gibt Hoffnung, dass sich die Situation vielleicht doch noch einvernehmlich klären lässt: Eine Sprecherin der Siemens Betriebskrankenkasse hat uns gegenüber erklärt, dass dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen angeboten wurde, „über offene Fragen“ miteinander zu sprechen. Dialoge sind allemal besser als ungewisse Rechtsstreitigkeiten.
</p>

<p>
	<em>Anmerkung: Der Autor ist froh, mit einem Biologikum erfolgreich behandelt zu werden. Er hält aber die Jahreskosten von über 21.000 € für unbegründet hoch. Siehe: <span class="ipsEmoji">🔗</span>  <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-biologika-so-teuer-sind-r1139/" rel="">Warum Biologika so teuer sind</a>.</em>
</p>

<p style="text-align:center;">
	<em>********</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">→</span> <span style="color:#c0392b;"><strong>Tipp</strong></span>: In unserem Forum könnt Ihr Euch über die Behandlung der Schuppenflechte und das Leben damit austauschen.
</p>

<p style="text-align:center;">
	<em>********</em>
</p>

<p>
	Quellen:<br>
	<a href="https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/hautarztnews/details/siemens-betriebskrankenkasse-fordert-ungerechtfertigte-regresse/" rel="external">Siemens-Betriebskrankenkasse fordert ungerechtfertigt Regresse</a>, BVDD 24.10.22<br>
	<a href="https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/siemens-bkk-aerzte-zeigen-kasse-an/" rel="external nofollow">Siemens-BKK: Ärzte zeigen Kasse an</a>, APOTHEKE ADHOC 11.11.22<br>
	<a href="https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Biologika-Regresse-Dermatologen-legen-Dienstaufsichtsbeschwerde-beim-BAS-ein-434106.html" rel="external">Biologika-Regresse: Dermatologen legen Dienstaufsichtsbeschwerde beim BAS ein</a>, Ärztezeitung 11.11.22
</p>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1194</guid><pubDate>Thu, 24 Nov 2022 16:25:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie Influencer bei Nahrungserg&#xE4;nzungsmitteln tricksen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-influencer-bei-nahrungsergaenzungsmitteln-tricksen-r1226/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_05/freundliche-nahrungsergaenzungsmittel.jpg.e39ae98025f17cea0b476877f931e589.jpg" /></p>

<p>
	Nahrungsergänzungsmittel sind bei Influencern auf Instagram schon länger der heiße Sch... Ganz kumpelig und rührselig erzählen sie, wie Mittel XY ihnen die Schmerzen weggezaubert hat oder sie allgemein fitter hält. Die Anbieter können sich da zurücklehnen – schließlich können sie immer noch sagen, dass sie den Influencer ja niemals dazu aufgefordert haben, das Blaue vom Himmel zu versprechen, dass sie leider, leider da gar nichts machen können... Undsoweiter undsoofterzählt.
</p>

<p>
	Am Beispiel <a href="https://medwatch.de/ernaehrung/more-nutrition-wie-wissenschaftlich/" rel="external nofollow" target="_blank">eines Produkts von "More Nutrition" für Menschen mit Arthrose</a> hat MedWatch einen weiteren Trick erklärt: Halbsätze aus Studien werden zu Erfolgsgeschichten umgedeutet. Und wenn es dann doch mal Nebenwirkungen gibt, dann muss der Anbieter denen nicht nachgehen oder sie gar melden.
</p>

<p>
	Dass Überwachungsbehörden mal tätig werden, wenn eine Werbung zu viel verspricht, kommt eher in homöopathischen Dosen vor. Scheint, als hätten sie aufgegeben.
</p>

<p>
	Nicht so das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart, kurz CVUA. Es hat <a href="https://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?ID=3577&amp;Pdf=No&amp;Thema_ID=2&amp;lang=DE&amp;subid=1" rel="external nofollow" target="_blank">Gesundheitsversprechen für Nahrungsergänzungsmittel auf Instagram analysiert</a>. „Instagram scheint eine Plattform zu sein, die besonders anfällig für das Werben mit unzulässigen gesundheitsbezogenen Werbeangaben ist. Von einer bewussten Verwendung ist auszugehen.“
</p>

<p>
	Manche Anbieter verweisen in ihren eigenen Shops darauf, dass sie einige Aussagen nicht tätigen dürfen – die Kunden aber bitte „unzensierte Quellen im Internet" nutzen sollen. Und wenn Anbieter etwas nicht dürfen, gibt es ja immer noch die Influencer, nicht wahr? 
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Influencer/-innen hielten sich kaum an die Vorschriften der Health-Claims-Verordnung. Der höchste Anteil an betroffenen Influencer/-innen fand sich im Beauty-Bereich, gefolgt von Fitness Influencer/-innen.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	 Influencer mit bis zu 600.000 Followern.
</p>

<p>
	Der Rat für Verbraucher:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Besonders bei ,starken’ Gesundheitsversprechen, wie sie für Nahrungsergänzungsmittel oft getätigt werden, sollte nicht alles für bare Münze genommen werden.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	<img alt="The Office Jim GIF" style="height: auto;" title="The Office Jim GIF" width="355" src="https://media4.giphy.com/media/CtoJMGuws3mqQ/200.gif" loading="lazy" height="198.8">
</p>

<h2>
	Medizin-Influencer bei Instagram, TikTok etc. – was sie machen, was sie dürfen
</h2>

<p>
	Aber immer öfter sind es Mediziner und Medizin-Studierende, die online Aufklärung betreiben – auf YouTube, Instagram oder TikTok. Diese sogenannten Medfluencer erreichen mit ihren Videos teilweise Millionen Zuschauer, haben Hunderttausende Follower. Nur: Ist es wirklich immer das ehrliche Interesse an Aufklärung, das hinter den Videos steht? Oder geht es auch um Profit? Vor allem Medizin-Studierende werben mit weißem Kittel und Stethoskop um den Hals in Sozialen Netzwerken auffällig häufig für verschreibungsfreie Medikamente oder Kosmetika. Zwar gibt es da rechtliche Regularien, aber auch Schlupflöcher. Und so genau schaut bislang offenbar niemand hin.
</p>

<p>
	Die Meidensendung Zapp vom NDR hat sich im Januar 2023 mit den Medfluencern beschäftigt:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oEFNSW-s8is?feature=oembed" title="Medizin-Influencer: Risiken und Nebenwirkungen | ZAPP | NDR" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Wer "vorspulen" will – hier sind die Abschnitte:<br>
	<br>
	00:00 Werbung von Medfluencern<br>
	00:42 Influencer @der.hausarzt<br>
	06:07 Was ist erlaubt?<br>
	06:45 Medizinberatung auf Social Media<br>
	07:54 Werbevideos von @docxalina<br>
	09:20 Das gilt im Medizinrecht<br>
	12:08 Agentur für Medlfuencer<br>
	14:00 Aufklärung oder Werbung?<br>
	16:16 Interview mit Doktor Weigl<br>
	19:30 Fazit
</p>

<h2>
	Das Geschäft der "Gesundheits"-YouTuber
</h2>

<p>
	Speziell den ""Gesundheits"-YouTubern und ihrem Geschäft mit dem Halbwissen widmete sich auch schon Philipp Walulis. Er erklärt bei funk viele Hypes und anderen Unsinn. Immer wieder nimmt er sich dabei Gesundheits-Themen vor. Und wer kennt sie nicht gerade jetzt, die vielen Virologen von der YouTube-Universität <span class="ipsEmoji">😉</span>
</p>

<p>
	In dieser Folge hat er sich die Methoden der Gesundheits-Vorbeter vorgenommen. Viel Spaß! <span class="ipsEmoji">🙂</span>
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/pv3U-Buypok?feature=oembed" title='"Gesundheits"-YouTuber: Das Geschäft mit dem Halbwissen | WALULIS' width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	"funk" ist ein spezielles Medienangebot für junge Menschen von ARD und ZDF. Die Beiträge sind vor allem in sozialen Netzwerken, auf YouTube und Co zu sehen.
</p>

<p>
	Woran kann man dann aber seriöse Informationen erkennen? Das wird <a href="https://www.apotheken-umschau.de/e-health/woran-erkenne-ich-serioese-gesundheitsinformationen-in-sozialen-medien-848765.html" rel="external" target="_blank">bei der Apotheken-Umschau</a> ganz gut erklärt.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1226</guid><pubDate>Sun, 20 Nov 2022 05:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis arthritis: Neues und Bew&#xE4;hrtes 2022</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psoriasis-arthritis-neues-und-bewaehrtes-2022-r1190/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_09/rheumatologie-kongress-2022-berlin.jpg.eb3df54dd5afc5962738e20d2119c30d.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Anfang September fand in Berlin der „Deutsche Rheumatologiekongress 2022“ statt. In Sachen Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) ging es vor allem darum, sie früh zu erkennen, angepasst zu behandeln und den Erfolg messen zu können.</strong>
</p>

<h2>
	Das Wichtigste in Kürze
</h2>

<ul>
	<li>
		30 Prozent der Patienten mit Schuppenflechte bekommen irgendwann eine Psoriasis arthritis. Sie können dem entgegenwirken durch wirkungsvolle Behandlung, Abnehmen, Nichtrauchen und eine ballaststoffreiche Ernährung.
	</li>
	<li>
		Wird eine Psoriasis arthritis frühzeitig erkannt, besteht die Chance, dass sie weniger schwer verläuft.
	</li>
	<li>
		Fragebögen wie GEPARD oder CASPAR liefern zu viele falsche <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Verdachtsdiagnosen. Ultraschalluntersuchungen sind genauer.
	</li>
	<li>
		Psoriasis arthritis und Rheumatoide Arthritis (RA) sind unterschiedliche Erkrankungen. Für die Behandlung einzelner Bereiche der Psoriasis arthritis gibt es <a href="https://www.nature.com/articles/s41584-022-00798-0" rel="external nofollow">aktualisierte Empfehlungen</a>.
	</li>
	<li>
		Es gibt für <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Betroffene noch keine wirkungsvolle Therapie. Bei etwas über 70 Prozent gehen Schwellung und Schmerz der Gelenke um 20 Prozent (<abbr title="Verbesserung der Psoriasis-arthritis-Symptome um 20 Prozent"><abbr title="Verbesserung der Psoriasis-arthritis-Symptome um 20 Prozent">ACR20</abbr></abbr>) zurück. Bis zu einem Drittel können nicht gut behandelt werden.
	</li>
	<li>
		Methotrexat (MTX) wirkt auf Gelenke, aber kaum auf andere <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Ausprägungen. Der Wirkstoff zeigt bei <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten deutlich mehr Nebenwirkungen, als bei Rheumatikern. Wenn MTX zusätzlich zu einem Biologikum gegeben wird, verbessert das nicht die Wirkung.
	</li>
	<li>
		Janus-Kinase-Hemmer (JAK) werden in schwer zu behandelnden Fällen eingesetzt, bei denen andere Therapien versagt haben. Aber sie sind nicht für alle Patienten geeignet, weil für sie vor allem ein erhöhtes Thrombose-Risiko besteht.
	</li>
	<li>
		Rückenschmerzen bei Psoriasis-Patienten stellen sich oft heraus als axiale Psoriasis arthritis. Das sind Entzündungen an der Wirbelsäule und im Brustbereich.
	</li>
	<li>
		Frauen leiden stärker unter ihrer Psoriasis arthritis als Männer und sprechen schlechter auf einige Medikamente an.
	</li>
	<li>
		Für den Therapieerfolg wird oft <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/ACR/EULAR-Klassifikation_(Rheumatoide_Arthritis)" rel="external nofollow">der ACR-Wert</a> genannt. Der bezieht sich aber nur auf die Gelenke, nicht auf andere <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Bereiche. Deshalb gibt es genauere Messwerte.
	</li>
	<li>
		Zahlreiche Referate zum Zusammenhang mit Sars-CoV-2 haben überwiegend bestätigt, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-die-dritte-corona-impfung-bei-psoriasis-die-wichtigste-ist-r1187/" rel="">was wir im Psoriasis-Netz schon berichtet hatten</a>.
	</li>
</ul>

<h2>
	Psoriasis arthritis verhindern
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21350" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/gesund-leben.jpg.d03f8b564cfe3898358517bebebdcc22.jpg" rel=""><img alt="gesund-leben.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21350" style="height:auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/gesund-leben.thumb.jpg.72e9b78aa5c10cc6c6da38334b8121ca.jpg" loading="lazy" height="410"></a>
</p>

<p>
	30 Prozent der Patienten mit Schuppenflechte bekommen irgendwann eine Psoriasis arthritis, so Dr. Michaela Köhm. Man kann das Risiko aber beeinflussen: durch Abnehmen bei Fettleibigkeit, Nichtrauchen und <a href="https://www.uk-erlangen.de/presse/pressemitteilungen/ansicht/detail/ballaststoffreiche-ernaehrung-als-zusatzbehandlung-fuer-arthritis/" rel="external nofollow">eine ballaststoffreiche Ernährung</a>. Bis auf <a href="https://ard.bmj.com/content/81/1/80" rel="external nofollow">eine</a> haben mehrere Studien <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9375973/" rel="external">bestätigt</a>, dass weniger <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Fälle bei denjenigen auftreten, die ihre Schuppenflechte mit einem Biologikum behandeln.
</p>

<p>
	Logisch, aber noch nicht bewiesen ist, dass eine Psoriasis arthritis auch dann vermieden werden könnte, wenn Krankheiten gut therapiert werden, die mit ihr zusammen auftreten: Depressionen, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Metabolisches_Syndrom" rel="external nofollow">Metabolisches Syndrom</a>, chronische Entzündungskrankheiten des Darms und des Auges (Uveitis).
</p>

<h2>
	Psoriasis arthritis erkennen
</h2>

<p>
	Dr. Köhm betonte, dass es noch keine Marker gibt, um möglichst früh zu erkennen, bei wem sich eine Psoriasis arthritis entwickelt. Bekannt ist, dass <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Betroffene keinen <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Rheumafaktor" rel="external nofollow">Rheumafaktor</a> im Blut haben. <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/HLA-B27" rel="external nofollow">HLA-B27</a> oder <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/CCP-Antik%C3%B6rper" rel="external nofollow">CCP-Antikörper</a> finden sich bei manchen, aber nicht allen <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Betroffenen. Professor Christoph Baerwald nannte Symptome einer kommenden Psoriasis arthritis: Neben Haut- und Nagel-Psoriasis seien das Allgemein-Beschwerden an Muskeln und Skelett, Gelenkschmerzen, Fatigue und Steifheitsgefühle. Professor Baerwald verwies darauf, dass es bei der Psoriasis arthritis zu Fehldiagnosen kommen könne. <a href="https://bmcrheumatol.biomedcentral.com/counter/pdf/10.1186/s41927-019-0102-7.pdf" rel="external nofollow">Meist werden andere rheumatische Erkrankungen angenommen, aber auch psychische Ursachen</a>.
</p>

<p>
	Dr. Valentin Schäfer berichtete, dass in einem Projekt <a href="https://bmcrheumatol.biomedcentral.com/counter/pdf/10.1186/s41927-019-0102-7.pdf" rel="external nofollow">140 Personen auf <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Verdacht befragt wurden</a>: Nach dem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/files/file/28-gepard-fragebogen/" rel="">GEPARD-Fragebogen</a> bestätigte sich das bei 88,6 Prozent, nach den <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/psa-diagnose/" rel="">CASPAR-Kriterien</a> bei 47 Prozent. Tatsächlich aber waren nur 15 Prozent an Psoriasis arthritis erkrankt – diagnostiziert mit <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/223940/Diagnostik-per-Power-Ultraschall-Psoriasis-Arthritis-exakte-Diagnose-gezielte-Therapie" rel="external">Ultraschall</a>.
</p>

<p>
	Es gibt umfangreiche Untersuchungsmethoden, um den Wert für eine (vorhandene) Krankheitsaktivität zu bestimmen. Zu den aussagekräftigsten gehören der <a href="https://academic.oup.com/rheumatology/article/60/7/3165/6040713" rel="external nofollow">PASDAS</a> und der <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26269398/" rel="external">DAPSA</a>.
</p>

<p>
	Für Patienten bieten zahlreiche Uni-Kliniken interdisziplinäre (Entzündungs-) Sprechstunden an. Dort soll die Psoriasis arthritis frühzeitig diagnostiziert und zusammen mit den Begleiterkrankungen behandelt werden. Die gibt es z.B. in <a href="https://www.ukbonn.de/psa-zentrum/" rel="external nofollow">Bonn</a>, <a href="https://www.die-stadtredaktion.de/2015/10/rubriken/wissenschaft-ressorts/wissenschaft/universitatsklinikum/neues-interdisziplinaeres-zentrum-fuer-chronisch-entzuendliche-erkrankungen-am-universitaetsklinikum-heidelberg/" rel="external nofollow">Heidelberg</a>, <a href="https://www.uksh.de/entzuendungsmedizin/" rel="external nofollow">Kiel</a>, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neue-spezial-sprechstunde-fuer-psoriasis-arthritis-in-mannheim/" rel="">Mannheim</a>, <a href="https://www.lmu-klinikum.de/med4/patientenportal/rheumatologie/krankheitsbilder/792594c16cc6d2b5" rel="external nofollow">München</a> und <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/zentren/indira" rel="external nofollow">Tübingen</a>.
</p>

<h2>
	Psoriasis arthritis behandeln
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21352" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/spritze-infusion-symbolbild.jpg.3b8099f76a5b194ba752ba044af2bf36.jpg" rel=""><img alt="Psoriasis arthritis Behandlung mit Medikamenten" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21352" style="width:878px;height:auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/spritze-infusion-symbolbild.thumb.jpg.d588bf6b6144b622efd2d731149c676b.jpg" loading="lazy" height="460"></a>
</p>

<p>
	Die <a href="https://www.nature.com/articles/s41584-022-00798-0" rel="external nofollow">GRAPPA-Empfehlungen 2021</a> listen auf, mit welchen Medikamenten Gelenke, Finger- und Zehen, Sehnen, Nägel oder Wirbelsäule behandelt werden sollten. Zusätzlich wird aufgeführt, wie chronische Entzündungskrankheiten des Darms und des Auges (Uveitis) therapiert werden müssten. Beide werden inzwischen als Zweit-Erkrankung der Psoriasis arthritis eingeordnet. Sie entwickeln sich ähnlich wie die Psoriasis arthritis und <em>parallel</em> zu ihr. Dagegen entstehen <a href="https://www.verywellhealth.com/comorbidities-in-psoriatic-arthritis-4778681" rel="external nofollow">typische Begleit-Erkrankungen</a> <em>nach</em> der Psoriasis arthritis und vor allem durch die steigende Entzündungslast im Körper.
</p>

<p>
	Mit derzeitigen Medikamenten gehen Schwellungen und Schmerzen an Gelenken bei den meisten <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten nur um 20 Prozent (<abbr title="Verbesserung der Psoriasis-arthritis-Symptome um 20 Prozent"><abbr title="Verbesserung der Psoriasis-arthritis-Symptome um 20 Prozent">ACR20</abbr></abbr>) zurück. Erfahrungsgemäß, so Dr. Köhm, bei weniger als 75 Prozent der Betroffenen. Bis zu einem Drittel könnten demnach nicht gut behandelt werden. Es gäbe keine Rangliste, wie gut und wie schnell welches Präparat wirkt. Da würden sich bisherige <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Medikamente kaum unterscheiden.
</p>

<p>
	In aktuellen Studien erreichen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fobi-2022-neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-r1184/#toc2" rel="">die Hälfte und mehr der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten eine 50-prozentige Verbesserung</a> (ACR 50). Es ist aber unsicher, ob das bei Alltags-Patienten ebenso wirkt. Dr. Köhm berichtete, dass zum Beispiel die guten ACR-50-Anfangswerte bei <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/bimekizumab/bimzelx/" rel="">Bimekizumab (Bimzelx)</a> sich später nicht bestätigt hätten. Das Medikament soll Ende 2022 für die Psoriasis arthritis zugelassen werden. Aber es laufen klinische Studien für möglicherweise besser und schneller wirkende <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Medikamente, z.B. den TYK 2/JAK 1-Hemmer Brepocitinib oder den IL-17a-Hemmer Izokibep (v.a. bei Enthesitis).
</p>

<p>
	Dr. Köhm sprach sich dafür aus, bei einer Daktylitis möglichst früh mit einen Biologikum zu behandeln. Denn die ist ein Vorzeichen für den schweren Verlauf einer Psoriasis arthritis. Problem: Bei den Rheumatologen ist keines als Erst-Therapie zugelassen. Das ginge nur bei den Hautärzten.
</p>

<p>
	Schwierig wäre es, so Dr. Köhm, Patienten zu helfen, bei denen alle Wirkstoffe und Dosierungsmöglichkeiten versagen. Manchmal helfen nicht für die <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> zugelassene Medikamente (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Off-Label-Use" rel="external">off-label-use</a>), manchmal können Betroffene an einer Studie teilnehmen.
</p>

<h2>
	Wissenswertes zu Medikamenten
</h2>

<h3>
	Methotrexat (MTX)
</h3>

<p>
	MTX ist eines der meist eingesetzten Medikamente bei der Psoriasis arthritis, so Dr. Köhm. Die Nachweise, dass es bei der Psoriasis arthritis wirkt, stammen aber eher aus der Rheumatischen Arthritis (RA). Da gehe es darum, wie sich die Gelenkentzündungen unter MTX verbessern. Die Psoriasis arthritis sei aber keine reine <em>Gelenk</em>-Erkrankung. So riet Dr. Frank Behrens davon ab, eine Enthesitis mit MTX zu behandeln. Es gäbe nur <em>eine</em> Studie, in der MTX die Sehnenentzündung verbessert habe und die sei schlecht.
</p>

<p>
	Dr. Behrens wurde auf dem Kongress interessanterweise als „Mister Psoriasis Arthritis“ tituliert.
</p>

<p>
	Er riet außerdem davon ab, bei einer <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Therapie zusätzlich mit MTX zu behandeln, um die Wirksamkeit zu verstärken. Nur eine einzige dänische Langzeitstudie hätte für die Kombination von MTX mit Infliximab (Remicade) etwas bessere Ergebnisse gezeigt. Bei allen anderen Medikamenten spiele es keine Rolle, ob MTX zusätzlich gegeben wird. Das habe aktuell z.B. <a href="https://www.physiciansweekly.com/acr-therapy-of-psa-no-benefit-of-adding-methotrexate-to-il-12-il-23-inhibitor/" rel="external nofollow">eine Untersuchung mit Ustekinumab (Stelara)</a> gezeigt.
</p>

<p>
	MTX führt bei Patienten mit Psoriasis arthritis häufiger zu Nebenwirkungen als bei Rheumatikern. Eine <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/acr2.11467" rel="external nofollow">neue Publikation</a> zeigt das sowohl für MTX als alleinige Therapie wie auch in Kombination mit einem TNF𝛼-Hemmer. So klagten nach 12 Wochen 44,8 Prozent der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Patienten über Nebenwirkungen, aber nur 29,4 Prozent der RA-Patienten. Das waren vor allem Depressionen und Fibromyalgie (tiefe Muskelschmerzen).
</p>

<h3>
	JAK-Hemmer
</h3>

<p>
	Aktuell sind für die Psoriasis arthritis zugelassen Tofacitinib (Xeljanz) und Upadacitinib (Rinvoq). Weitere sind angekündigt.
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/#toc7" rel="">Janus-Kinase-Hemmer</a> würden besonders bei Patienten wirken, die bisher schwer zu behandeln waren; vor allem wenn Biologika nicht angeschlagen haben. Das hätten Untersuchungen gezeigt, erklärte Dr. Paula Hoff. Als Beispiel nannte sie den Wechsel von Adalimumab (Humira u.a.) zum Rheuma-Präparat <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Baricitinib" rel="external nofollow">Baricitinib</a> (Olumiant). JAK-Hemmer würden deutlich die Schmerzen verringern. Es blieb ungesagt, ob das ebenfalls für die Psoriasis arthritis außerhalb der Gelenke gilt.
</p>

<p>
	Professor Klaus Krüger sah für die gesamte Wirkstoffgruppe ein erhöhtes Risiko, eine Thrombose zu entwickeln und sich am Coronavirus anzustecken. Das Risiko schwerer Herzkomplikationen (<a href="https://flexikon.doccheck.com/de/MACE" rel="external nofollow">MACE</a>) sei tatsächlich „die wunde Stelle“, so Dr. Hoff. Hinzu kämen Krebs-Risiken. Es scheint, dass bisher <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tofacitinib/tofacitinib-xeljanz-risiko/" rel=""><em>alle</em> JAK-Hemmer für gefährdete Patienten ungeeignet</a> sind. Außerdem sollten Anwender vorher gegen Herpes-Zoster geimpft sein.
</p>

<p>
	Dr. Paula Hoff (Berlin) machte eine Bemerkung, die auf Ärztekongressen äußerst selten zu hören ist: Sie hält die JAK-Hemmer für zu teuer. So <a href="https://www.g-ba.de/downloads/39-261-4417/2020-08-11_AM-RL-XII_Upadacitinib_D-509_BAnz.pdf" rel="external nofollow">kostet eine Behandlung mit Tofacitinib (Xeljanz) jährlich 15.000 Euro</a>. „Die könnte man zu Hause in der Küche kochen!“, so Dr. Hoff. Sollten wir sie nach dem Rezept fragen? <img alt=";)" data-emoticon="" height="20" src="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/default_wink.png" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" loading="lazy">
</p>

<h2>
	Rückenschmerzen bei Psoriasis?
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="21349" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/psoriasis-arthritis-wirbelsaeule.jpg.34bff02f8ed234b6bbe6354b518cb02f.jpg" rel=""><img alt="psoriasis-arthritis-wirbelsaeule.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21349" style="height:auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_09/psoriasis-arthritis-wirbelsaeule.thumb.jpg.b12cb636783e9d00078f0ed8601ff426.jpg" loading="lazy" height="390"></a>
</p>

<p>
	Chronische Rückenschmerzen bei Psoriasis-Patienten stellen sich oft als axiale Psoriasis arthritis (axPsA) heraus. Wirbelsäule und Brustbereich waren entzündet, weniger das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iliosakralgelenk" rel="external">Kreuz-Darmbein-Gelenk</a>. Das hat Dr. Fabian Proft mit seinen Kolleginnen <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35922123/" rel="external">herausgefunden</a>. Deshalb ist es wichtig, als Hautpatient auch Rückenschmerzen anzusprechen.
</p>

<p>
	Denn die können bei Psoriatikern eine Form der Psoriasis arthritis sein. Für den Rheumatologen ist es wichtig zu wissen, dass die axPsA sich vom <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31593590/" rel="external">Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis AS)</a> unterscheidet. Denn sie wird anders behandelt, wie man in den <a href="https://www.nature.com/articles/s41584-022-00798-0" rel="external nofollow">aktuellen GRAPPA-Empfehlungen</a> nachlesen kann.
</p>

<h2>
	Unterschiede zwischen Frauen und Männern
</h2>

<p>
	<a href="https://www.jrheum.org/content/early/2022/08/09/jrheum.220154" rel="external nofollow">Befragt wurden</a> Frauen und Männer mit Psoriasis arthritis. Dabei stellte sich heraus, dass die Frauen stärker unter ihrer Erkrankung litten als die Männer. Abgefragt wurde, wie schwer sie ihre Erkrankung empfinden, wie stark sie Schmerzen und Fatigue einschätzen und wie sehr sie im Beruf und bei ihren Aktivitäten eingeschränkt sind. In allen Kategorien fühlten sich Frauen mehr belastet und konnten das weniger akzeptieren als Männer.
</p>

<p>
	Es stellte sich heraus, dass einige Medikamente bei Frauen mit Psoriasis arthritis schlechter wirken als bei Männern. Untersucht wurde das für <a href="https://www.jrheum.org/content/49/8/885" rel="external nofollow">MTX und Etanercept</a>. MTX allein wirkte bei Frauen geringfügig schlechter. Aber wenn das Biologikum Eternacept mit MTX kombiniert wurde, erreichten nur 58,8 Prozent der Frauen eine ACR 20 gegenüber 71,5 Prozent der Männer. In <a href="https://acrabstracts.org/abstract/comparison-of-secukinumab-versus-adalimumab-efficacy-by-sex-in-psoriatic-arthritis-from-a-phase-3b-double-blinded-randomized-active-controlled-study/" rel="external nofollow">einer anderen Studie</a> wurden der IL-17a-Hemmer Secukinumab (Cosentyx) gegen den TNF𝛼-Hemmer Adalimumab (Humira) getestet. Nach einem Jahr hatten bei den Männern 55,3 Prozent einen ACR 20 – bei beiden Medikamenten. Bei den Frauen erreichten das 43 Prozent mit Secukinumab und nur 32,6 Prozent mit Adalimumab.
</p>

<h2>
	Therapieerfolge messen
</h2>

<p>
	Um zu zeigen, wie erfolgreich eine <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Therapie ist, wird oft nur der <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/ACR/EULAR-Klassifikation_(Rheumatoide_Arthritis)" rel="external nofollow">ACR-Wert</a> ausgewiesen. Der beschreibt, um wieviel sich an den Gelenken die Entzündung-Schwellung zurückgebildet und der Druckschmerz nachgelassen hat. Der ACR reicht aber nicht aus, um zu beurteilen, wie sich Enthesitis oder Nägel, Beweglichkeit und Lebensqualität verbessert haben.
</p>

<p>
	Deshalb gibt es eigene Messzahlen, für den Zustand von Gelenkknochen und Achillessehnen, die Anzahl geschwollener, weicher oder beschädigter Gelenke, den Hautzustand, die Schmerzbeurteilung, den Zustand der Nägel, die Funktionseinschränkungen und das Krankheitsgefühl. Alle werden dann im <a href="https://rheuma-schweiz.ch/tools-services/kongressberichterstattung/eular-2022-daily-highlights/psa-minimal-disease-activity-mda-as-a-treatment-goal/" rel="external nofollow">MDA</a> zusammengefasst, um festzustellen, wie sich die Krankheitsaktivitäten insgesamt minimiert haben.
</p>

<p>
	<em>Mehr aktuelle Informationen zur Psoriasis arthritis findest Du auch in diesen Artikeln:</em>
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="34525" data-embedcontent="" data-embedid="embed8594100709" id="ips_uid_2231_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/?do=embed" style="height: 410px; max-width: 500px; overflow: hidden;" loading="lazy"></iframe><iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="34525" data-embedcontent="" data-embedid="embed9668775257" id="ips_uid_2231_8" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fobi-2022-neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-r1184/?do=embed" style="height: 410px; max-width: 500px; overflow: hidden;" loading="lazy"></iframe>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1190</guid><pubDate>Thu, 22 Sep 2022 07:55:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie sich Psoriasis arthritis anf&#xFC;hlt und was sie von Rheuma unterscheidet</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-sich-psoriasis-arthritis-anfuehlt-und-was-sie-von-rheuma-unterscheidet-r1257/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_08/mueueueuede.jpg.ac7ae29dbb12be5dcf35a17145596496.jpg" /></p>
<p>
	<strong>In "rbb Praxis" wurde über die <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span> berichtet. Wir haben uns den Beitrag angesehen und erzählen das Wichtigste daraus.</strong>
</p>

<p>
	 Ein Patient mit Psoriasis arthritis berichtet über seinen Werdegang – und der führte ihn wie so viele über einen Orthopäden, der im Blut keinen erhöhten Rheuma-Faktor fand und erklärte: "Sie haben nichts". Irgendwann gab es dann doch die Überweisung zum Rheumatologen. Seitdem ist die Diagnose klar.
</p>

<p>
	Auch der Alltag des Patienten ist so, wie ihn viele berichten: Oft fühlt er sich bleiern schwer. Außerdem berichtet er von "Brain fog" – sowas wie Gehirnnebel. "Ich kann keinen Gedanken fassen", beschreibt der Patient im <a href="https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20220907_2015/psoriasis-arthritis-gelenkentzuendung-bei-schuppenflechte.html" rel="external nofollow">Beitrag von "rbb Praxis"</a> das Problem. Auch ein Nickerchen kann seine Erschöpfung nicht lindern.
</p>

<p>
	Die Rheumatologin Dr. Kirsten Karberg erklärt im Beitrag mehr über die Psoriasis arthritis. Schon deshalb sollte man sich die fünf Minuten nehmen und ihn sich ansehen.
</p>

<p>
	Dr. Karberg erklärt auch den Unterschied zwischen Psoriasis arthritis (PsA) und Rheumatoider Arthritis:
</p>

<ul>
	<li>
		PsA tritt demnach nicht so symmetrisch auf – sondern eben auch mal am Zeigefinger der linken Hand und nicht an beiden Zeigefingern.
	</li>
	<li>
		PsA betrifft nicht nur die Fingergrundgelenke, sondern tritt eher im Strahl auf. Das heißt: Der ganze Finger ist betroffen.
	</li>
	<li>
		Nicht nur das Gelenk ist geschwollen, sondern es sind die begleitenden Weichteile betroffen, also die Sehnen.
	</li>
	<li>
		Da, wo Nägel von Nagelpsoriasis befallen sind, sind die Gelenke in der Nähe oft mitbetroffen
	</li>
</ul>

<p>
	Wer sich fragt, wie lange er ein Medikament anwenden soll, bevor er darüber entscheidet, ob es gut hilft oder nicht, bekommt eine Antwort, nämlich: sechs Monate.
</p>

<p>
	Im Beitrag zu sehen ist, wie der Patient in ihrer Praxis seine aktuellen Symptome auf einem Tablet in eine App RheCord einträgt. Mit der lassen sich Symptome und alle möglichen Krankheitsdaten rund um diese Krankheiten erfassen:
</p>

<ul>
	<li>
		Rheumatoide Arthritis
	</li>
	<li>
		Axiale Spondyloarthritis
	</li>
	<li>
		Psoriasis arthritis
	</li>
	<li>
		Periphere Arthritis
	</li>
	<li>
		Lupus erythematodes
	</li>
</ul>

<p>
	Also: Wer da noch elektronische Unterstützung sucht, kann sie ja mal testen und gern berichten.
</p>

<p>
	In unserem Forum können <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Erfahrungen mit Psoriasis arthritis</a> ausgetauscht werden.
</p>

<p>
	<em><a href="https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20220907_2015/psoriasis-arthritis-gelenkentzuendung-bei-schuppenflechte.html" rel="external nofollow">Quelle: rbb Praxis, 07.09.2022</a></em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1257</guid><pubDate>Fri, 09 Sep 2022 05:23:00 +0000</pubDate></item><item><title>Was bei leichter Schuppenflechte auf dem Kopf helfen kann</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/was-bei-leichter-schuppenflechte-auf-dem-kopf-helfen-kann-r1243/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/leicht-kopfpsoriasis-sendung.jpg.80c387644cbb98cee1a9116aa25b5f17.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Bei "rbb Praxis" ging es um die Schuppenflechte. Wir haben uns die Sendung angesehen. Hier ist das Wichtigste oder Interessanteste daraus.</strong>
</p>

<p>
	Eine Frau aus dem Publikum sagte im Studio, dass sie glaubt, eine Schuppenflechte zu haben. Sie kam so zu einer Blitz-Untersuchung durch die Hautärztin im Studio. Die Betroffene berichtete, dass sie seit Jahren "eine Art" <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut/" rel="">Schuppenflechte auf dem Kopf</a> hätte, die auch juckt. Der Kameramann musste mit der Handkamera ran, und so sahen auch die Zuschauer im Fernsehen einen dunklen Fleck an der rechten Seite des Kopfes. Den schätzte die Hautärztin eher als eine "seborrhoische Keratose gutartiger Natur" (auch bekannt als Alterswarze) ein, wobei ihr die Lichtlupe fehlte. An einer anderen Stelle war eine leichte Schuppung zu sehen, aber klar war die Diagnose nicht.
</p>

<p>
	Als es um die Behandlung ging, fragte die Betroffene nach Eigenurin. Der Moderator sorgte sofort dafür, dass in diese Richtung nichts demonstriert wurde. <img alt=";)" data-emoticon="true" height="20" loading="lazy" src="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/default_wink.png" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20"> Die Hautärztin erklärte diplomatisch: "Das macht man heute nicht mehr".
</p>

<p>
	Für eine leichte Schuppenflechte auf dem Kopf empfahl sie
</p>

<ul>
	<li>
		Olivenöl zum Schuppenlösen
	</li>
	<li>
		Ureahaltige Shampoos
	</li>
	<li>
		Teerhaltige Shampoos (werden vom Hautarzt verschrieben)
	</li>
	<li>
		einen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie/" rel="">Lichtkamm</a> (den kann der Hautarzt verschreiben)
	</li>
</ul>

<p>
	"Womit kann man Schuppenflechte verwechseln?", fragte der Moderator. Die Antwort der Hautärztin: mit Pilzerkrankungen und Ekzem (Neurodermitis)
</p>

<p>
	Insgesamt fand ich den Beitrag nicht so gut wie <a href="https://www.psoriasis-netz.de/rundschau/gelenke-rundschau/wie-sich-psoriasis-arthritis-anfuehlt-und-was-sie-von-rheuma-unterscheidet-r170/?do=getNewComment&amp;d=40&amp;id=170" rel="">den über Psoriasis arthritis in der gleichen Sendung</a>. Schuppenflechte kommt auf dem Kopf wirklich oft vor und ist gern hartnäckig. Einen Hinweis auf die wirksameren Schäume <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/clarelux-schaum/?do=getNewComment" rel="">Clarelux</a> und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/kortison/deflatop-schaum-wieder-lieferbar/" rel="">Deflatop</a> sowie den <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/vitamind3/xamiol-leo/?do=getNewComment" rel="">Xamiol</a>-Balsam hätte ich da doch erwartet.
</p>

<p>
	<strong>Tipp</strong>: Viel mehr Tipps sind in unserem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/11-schuppenflechte-auf-der-kopfhaut/" rel="">Forum zur Schuppenflechte auf der Kopfhaut</a> versammelt.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a class="simple-button-plugin" href="https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20220907_2015/diese-mittel-helfen-bei-schuppenflechte-auf-der-kopfhaut.html" rel="external nofollow" style="display: inline-block; background-color: rgb(39, 174, 97); border: 1px solid rgb(39, 174, 97); color: rgb(255, 255, 255) !important; padding: 5px 10px; border-radius: 5px; font-size: 16px; text-decoration: none !important; cursor: pointer;" target="_blank">Beitrag bei rbb Praxis ansehen</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1243</guid><pubDate>Thu, 08 Sep 2022 06:45:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum die dritte Corona-Impfung bei Psoriasis die wichtigste ist</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-die-dritte-corona-impfung-bei-psoriasis-die-wichtigste-ist-r1187/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_08/vierte-corona-impfung-psoriasis.jpg.88ac4e831a8149ee5182d654d4671834.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Die dritte Impfung gegen die Corona-Infektion ist die wichtigste. Menschen mit Psoriasis haben gegenüber denen mit anderen Autoimmun-Erkrankungen einen kleinen Vorteil. Das haben Erlanger Forscher in einer neuen Studie gezeigt.</strong>
</p>

<h2>
	Zusammenfassung
</h2>

<p>
	Menschen mit einer Erkrankung des Immunsystems erreichen oft nicht den gleich guten Schutz nach einer Impfung wie Gesunde. Das gilt auch für die Corona-Impfung.<span> </span> Sie bilden weniger Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Virus und bauen diese dann schneller wieder ab. Dieser Effekt ist bei jeder Autoimmun-Erkrankung etwas anders: bei der Rheumatoiden Arthritis sehr stark, bei der Psoriasis nur leicht. Die „Impf-Antwort“ ist vor allem auch <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2022/daz-17-2022/boostern-ohne-benefit" rel="external nofollow">bei älteren Menschen schwächer</a> und <a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/vorerkrankung-corona-impfung-100.html" rel="external nofollow">wenn jemand „Vorerkrankungen“ hat</a>. Kommt alles zusammen, muss man besonders vorsichtig sein.
</p>

<p>
	Unabhängig davon gilt für alle: <strong>Die dritte Impfung ist die wichtigste.</strong> Mit ihr erhält das Immunsystem <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-vierte-impfung-corona-lauterbach-stiko-1.5560864?reduced=true" rel="external nofollow">den entscheidenden Schub</a>. Trotzdem hält der Impfschutz nur eine begrenzte Zeit – wie man es von anderen Impfungen her kennt. Danach <a href="https://plus.tagesspiegel.de/wissen/noch-immer-millionen-menschen-ohne-impfung-das-virus-hat-zu-viel-futter-300946.html" rel="external nofollow">muss die Impfung „aufgefrischt“ werden</a>. Hinzu kommt, dass es immer wieder neue Corona-Varianten gibt. Um vor dem schützen zu können, muss ein Impfstoff angepasst werden. Das kennt man von der Grippe-Schutzimpfung: Da wird der Impfstoff jedes Jahr den aktuell dominierenden Grippeviren angepasst. 
</p>

<p>
	Nur Impfen kann bei Corona vor schweren Krankheitsverläufen, virusbedingtem Tod und langfristigen Folge-Erkrankungen („Long Covid“) schützen. Wer sich nicht impfen lässt, riskiert <em>sehr häufig</em> schwere und lebensgefährdende Gesundheitsschäden. Riskante Impffolgen sind dagegen eher <em>selten</em>.
</p>

<h2>
	Im Einzelnen
</h2>

<h3>
	Autoimmunerkrankte bilden weniger Antikörper
</h3>

<p>
	Im August 2022 wurde eine <a href="https://www.uk-erlangen.de/presse/pressemitteilungen/ansicht/detail/autoimmunerkrankte-brauchen-dritte-coronaimpfung/" rel="external nofollow">Studie von Erlanger Wissenschaftlern</a> veröffentlicht. Sie haben untersucht, wie die Impfungen gegen das Corona-Virus bei Menschen mit einer Autoimmun-Erkrankung wirkt. Das haben sie dann mit Gesunden verglichen.
</p>

<p>
	Von den 2535 Patientinnen und Patienten hatten 119 Schuppenflechte. Impfkomplikationen waren bei Patienten mit Autoimmun-Erkrankungen und Gesunden gleich selten. Deutliche Unterschiede gab es dagegen bei der Anzahl der Antikörper, die gegen das Virus gebildet werden. Gesunde hatten direkt nach der Impfung und nach mehreren Monaten deutlich mehr Antikörper im Blut.
</p>

<p>
	Besonders wenige Antikörper bildeten Patienten mit Rheumatoider Arthritis und Vaskulitis (Gefäßentzündungen). Bei Betroffenen mit Psoriasis dagegen wurden annähernd so viele Antikörper gemessen wie bei Gesunden. Alle waren zweimal geimpft. Erst die Drittimpfung („Booster“) nach drei bis vier Monaten führte dazu, dass auch bei den Patienten mit Autoimmun-Erkrankungen ausreichend genug Antikörper gebildet wurden.
</p>

<p>
	Einer der Autoren der Erlanger Studie, Professor Georg Schett, zieht für das <em>Psoriasis-Netz</em> folgendes Fazit: „Bei Psoriasis-Patienten gibt es eine leicht eingeschränkte Immunantwort auf die Impfung. Daher ist die Drittimpfung gerade bei diesen Patienten sehr wichtig. Biologika stellen kein Problem für die Impfung bei Psoriasis-Patienten dar – unabhängig davon, ob sie die Entzündungs-Botenstoffe TNF-alpha, Interleukin-17 oder Interleukin-23 hemmen. Anders sieht es bei Ciclosporin aus. Das kann die Immunantwort nach einer Impfung abschwächen. Aber Ciclosporin wird heutzutage wohl nur noch selten bei Psoriasis eingesetzt."
</p>

<h3>
	Geringerer Impfschutz durch TNF-Alpha-Hemmer?
</h3>

<p>
	Anders wird das in einer <a href="https://www.uksh.de/Service/Presse/Presseinformationen/2022/Rheuma_Medikament+kann+Impfschutz+gegen+Omikron+mindern-p-195613.html" rel="external nofollow">aktuelle Studie aus Kiel</a> gesehen. Danach ist die Langzeitwirkung von Corona-Impfstoffen bei Menschen, die mit TNF-alpha-Blockern behandelt werden, deutlich vermindert. Müssen Patienten tatsächlich um ihren Impfschutz bangen, wenn sie mit Adalimumab, Eternecept, Certolizumab oder Infliximab behandelt werden? "Nein" meint Dr. David Simon, Mitautor der Erlanger Studie. Er sprach mit dem <em>Psoriasis-Netz </em>auf dem Rheumatologie-Kongress 2022 in Berlin. "Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass <u>mit einer Drittimpfung</u> ein sehr gutes Ansprechen und damit ein guter Schutz erreicht werden kann. Darüber hinaus haben viele Studien untersucht, wie Covid-19 verläuft, wenn man Patienten und Patientinnen mit und ohne TNF-Hemmer-Behandlung vergleicht. Alle kommen zu dem Ergebnis, dass es kaum Unterschiede gibt."
</p>

<h3>
	Geimpfte können sich anstecken
</h3>

<p>
	Auch bei Gesunden lässt der Impf-Schutz im Laufe der Zeit nach: „<a href="https://plus.tagesspiegel.de/gesundheit/schwindender-schutz-vor-ansteckung-mit-omikron-warum-auch-geimpfte-covid-19-symptome-entwickeln-452268.html" rel="external nofollow">Die Menge der Antikörper halbiert sich alle zwei Monate</a>“, so Prof. Dr. Reinhold Förster. Schon einige Monate nach der Impfung sind auch Geimpfte weniger vor einer schweren Corona-Infektion geschützt. Das erklärt, weshalb man sich mit dem Corona-Virus anstecken kann, obwohl man mehrmals geimpft ist („Durchbruch-Infektion“). Die Erlanger-Studie zeigt nun, dass dieser Prozess bei Patienten mit Autoimmun-Erkrankungen rascher verläuft. Sie entwickeln nicht die gleich hohe Impfantwort wie Gesunde und verlieren den Immunschutz auch wieder rascher. Boostern ist daher wichtig, besonders bei Autoimmun-Erkrankten. 
</p>

<h3>
	Milderer Krankheitsverlauf bei Geimpften
</h3>

<p>
	Im Immunsystem sind es <em>nicht die Antikörper</em>, die verhindern, dass eine Covid-19-Erkrankung schwer verläuft. Ihre Aufgabe ist es, die Viren daran zu hindern, sich in menschlichen Zellen einzunisten. Sie sorgen dafür, dass man sich nicht infiziert. Wenn man sich aber trotzdem angesteckt hat, sind es <em>die T-Zellen</em>, die schon infizierte Zellen abtöten. Damit <a href="https://plus.tagesspiegel.de/gesundheit/schwindender-schutz-vor-ansteckung-mit-omikron-warum-auch-geimpfte-covid-19-symptome-entwickeln-452268.html" rel="external nofollow">verhindern sie, dass sich das Virus ausbreitet und den Körper schwächt</a>. T-Zellen werden ebenfalls durch eine Impfung aktiviert. Sie bauen sich aber deutlich langsamer ab.
</p>

<p>
	Hat man zu wenig Antikörper, kann man sich anstecken, obwohl man dreimal geimpft worden ist. Man kann aber immer noch genug T-Zellen haben, die für einen milden Verlauf der Infektion sorgen. Deshalb landen „Durchbruch-Infizierte“ <a href="https://plus.tagesspiegel.de/gesundheit/schwindender-schutz-vor-ansteckung-mit-omikron-warum-auch-geimpfte-covid-19-symptome-entwickeln-452268.html" rel="external nofollow">sehr selten auf der Intensivstation und sterben fast nie an der Infektion</a>.
</p>

<h3>
	Neue Antikörper durch Auffrischungs-Impfung
</h3>

<p>
	Wie lange der Impfschutz von Corona-Impfstoffen anhält, wisse man momentan nicht, <a href="https://plus.tagesspiegel.de/gesundheit/schwindender-schutz-vor-ansteckung-mit-omikron-warum-auch-geimpfte-covid-19-symptome-entwickeln-452268.html" rel="external nofollow">so Professor Dr. Reinhold Förster</a>. <strong>Deshalb sind Auffrischungs-Impfungen für alle sinnvoll.</strong> Dadurch werden <a href="https://plus.tagesspiegel.de/berlin/geimpft-und-trotzdem-infiziert-spaetestens-im-herbst-muessen-wir-mit-den-auffrischungsimpfungen-gegen-corona-beginnen-177681.html" rel="external nofollow">neue und besser angepasste Antikörper gebildet</a>. Gefährdete Personengruppen sollten sich <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2022/daz-17-2022/boostern-ohne-benefit" rel="external nofollow">frühestens nach drei Monaten ein viertes Mal impfen lassen</a> – vor allem <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-vierte-impfung-corona-lauterbach-stiko-1.5560864" rel="external nofollow">in Zeiten hoher Corona-Fallzahlen und damit erhöhter Ansteckungsgefahr</a>. Es muss nicht zwingend ein Impfstoff sein, der an die aktuelle Virusvariante (z.B. BA.5) angepasst ist, denn T-Zellen <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-impfstoff-booster-omikron-moderna-grossbritannien-corona-1.5640080?reduced=true" rel="external nofollow">werden mit allen Corona-Impfstoffen aktiviert</a>.
</p>

<p>
	"Eine Durchbruchinfektion wirkt ähnlich wie ein Booster", <a href="https://www.zeit.de/gesundheit/2022-08/vierte-corona-impfung-omikron-herbst-winter" rel="external nofollow">meint Professor Leif Erik Sander von der Berliner Charité</a>. "Wer als junger und gesunder Mensch dreimal geimpft ist und sich infiziert hat, braucht jetzt nicht unbedingt eine vierte Impfung“. Für alle gilt: Wer sich mit einer Omikron-Variante angesteckt hat, ist nicht nur gegen diese eine „geboostert“, sondern <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-vierte-impfung-corona-lauterbach-stiko-1.5560864" rel="external nofollow">ebenfalls gegen andere SARS-CoV-2-Varianten und sogar gegen SARS-CoV-1</a>.
</p>

<p>
	Generell empfiehlt die <em>Ständige Impfkommission</em> zurzeit (August 2022) eine <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/07/Art_03.html" rel="external nofollow">vierte Coronaimpfung für Personen über 60 Jahre</a>. Diese Empfehlung ist nicht bindend. Wer sich erneut impfen lassen will, kann das mit der impfenden Ärztin oder Apothekerin absprechen.
</p>

<h3>
	Long Covid vermeiden durch angepasste vierte Impfung?
</h3>

<p>
	Wer sich mit irgendeiner der Coronavirus-Varianten ansteckt, riskiert <a href="https://plus.tagesspiegel.de/wissen/long-covid-nach-impfdurchbruch-impfung-senkt-das-risiko-langanhaltender-covid-19-folgen-490104.html" rel="external nofollow">langfristige Beschwerden an Herz, Gehirn, Lunge</a> und <a href="https://www.longcovid-info.de/allgemeine-infos/was-ist-long-covid/" rel="external nofollow">starke, anhaltende Schwäche sowie schnelle Erschöpfung (Fatigue</a>). Diese Symptome können dauerhaft das Leben einschränken. Riskiert man also mit jeder Ansteckung eine Long-Covid-Folgeerkrankung? Dann wäre es sinnvoll, sich möglichst nur mit einem angepassten Impfstoff zu schützen. Denn der zielt genau auf die aktuelle Variante. 
</p>

<p>
	Das <em>Psoriasis-Netz</em> fragte beim Rheumakongress 2022 Prof. Leif Erik Sander (Charité Berlin) danach. Er warnte vor allzu großer Hoffnung. Zum einen hinke die Impfstoffentwicklung immer den Virus-Mutationen hinterher – das kenne man aus der Grippeimpfung. Zum anderen weiß man heute noch nicht, wer tatsächlich Long-Covid-gefährdet sei.    
</p>

<h3>
	Ausmaß von Impfschäden falsch dargestellt
</h3>

<p>
	Das Ausmaß von tatsächlichen Impfschäden wird von Impfgegnern meist falsch dargestellt, wie der <a href="https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/faktencheck-ist-die-zahl-der-impfnebenwirkungen-hoeher-als-gedacht-881411.html" rel="external">aktuelle Fall einer AfD-Anfrage</a> zeigt. Für den Laien ist es kompliziert, das tatsächliche Ausmaß zu erfassen. Es gibt Impfreaktionen, die nur vorübergehend sind und nicht gemeldet werden müssen. Man kennt das von anderen Impfungen, dass der Arm schwer ist oder die Einstich-Stelle brennt. Es gibt Nebenwirkungen, die nicht bleibend sind. Sie dauern mehr oder weniger lange an und sind mehr oder weniger gut zu behandeln. Es gibt Erkrankungen, bei denen jedes Jahr neue Fälle gemeldet werden. Die können bei denjenigen, die dazu veranlagt sind, durch einen Auslöser (Trigger) ausbrechen. Impfen (egal wogegen!) kann  z.B. eine Psoriasis oder eine Rheumatische Arthritis erstmals zum Ausbruch bringen. 
</p>

<p>
	Schwerwiegende, dauerhafte Erkrankungen durch eine Impfung sind möglich. Aber im Vergleich zu der Krankheit, vor der geschützt werden soll, extrem selten. Das Paul-Ehrlich-Institut geht davon aus, dass bei <a href="https://plus.tagesspiegel.de/wissen/unberucksichtigte-nebenwirkungen-fehlende-daten-viele-fragen-um-die-rna-vakzine-gegen-covid-19-408124.html" rel="external nofollow">10.000 gegen Covid-19 Geimpften (je nach Impfstoff) 1 bis 2 Personen schwerwiegende Impfwirkungen erleiden</a>. Bei <a href="https://www.berliner-zeitung.de/news/impffolgen-krankenkasse-bkk-schreibt-brief-an-paul-ehrlich-institut-li.213676" rel="external nofollow">höhere Zahlen einer Betriebskrankenkasse</a> hat sich herausgestellt, dass überhaupt <a href="https://plus.tagesspiegel.de/wissen/unberucksichtigte-nebenwirkungen-fehlende-daten-viele-fragen-um-die-rna-vakzine-gegen-covid-19-408124.html" rel="external nofollow">nicht unterschieden wurde zwischen harmlosen oder geringfügigen Nebenwirkungen und ernsthaften Folgen</a>.
</p>

<p>
	Wer sich impfen lassen will, sollte mögliche <em>persönliche Risiken</em> mit dem Arzt oder dem Apotheker besprochen werden. Mit zunehmendem Alter und ernsthaften Vorerkrankungen wird eine Impfung immer mehr nutzen als schaden. Bekannt sind <a href="https://www.zeit.de/gesundheit/2022-08/vierte-corona-impfung-omikron-herbst-winter" rel="external nofollow">seltene Fälle einer Herzmuskel-Entzündung</a>, vor allem bei jüngeren Menschen nach der zweiten Impfung.
</p>

<p>
	Weitere Informationen finden sich <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Nebenwirkungen/nebenwirkungen_node.html" rel="external nofollow">auf der Seite des Robert-Koch-Instituts</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1187</guid><pubDate>Sun, 28 Aug 2022 14:54:00 +0000</pubDate></item><item><title>Medikamente wirken schneller, wenn du rechts liegst</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/medikamente-wirken-schneller-wenn-du-rechts-liegst-r1247/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/rechts-liegen.jpg.b9dac688025569f307ab7607bb92f689.jpg" /></p>

<p>
	Medikamente wirken langsamer oder schneller je nachdem, wie du beim oder nach dem Einnehmen stehst – oder besser: liegst. Denn <strong>wer auf der rechten Seite liegt, sorgt dafür, dass zum Beispiel ein Schmerzmittel schneller wirkt</strong>.
</p>

<p>
	Das klingt zu simpel, aber wurde von Forschern jetzt so belegt und ist doch <strong>einfache Anatomie</strong>: Wenn man auf der linken Seite liegt, muss ein Medikament erst ein Stückchen hoch im Magen, ehe es den Ausgang findet. Liegt man rechts, ist der Weg am kürzesten.
</p>

<p>
	Dabei dachte man doch, wenn man steht, <strong>plumps</strong>, Magen, zack Darm – kurzgefasst. Aber nein.
</p>

<p>
	Ausführlicher erklärt wird es <a href="https://www.scinexx.de/news/medizin/tabletten-koerperhaltung-beeinflusst-wirktempo/" rel="external nofollow">in diesem Artikel</a>.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1247</guid><pubDate>Thu, 18 Aug 2022 04:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Vom Dilemma mit Scharlatanen im Netz und unwidersprochenem Unsinn</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/vom-dilemma-mit-scharlatanen-im-netz-und-unwidersprochenem-unsinn-r1251/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/wunder.jpg.81db2cdbcf69bc77a662a7fced80dd6d.jpg" /></p>
<p>
	Dr. Janos Hegedüs wollte in einem YouTube-Kanal eigentlich nur erklären, was Menschen so zum Thema Gesundheit und Körper wissen sollten. Er arbeitet in einer Notaufnahme und findet: " Viele Patienten können mit ihren Beschwerden überhaupt nicht umgehen." Als er in einem Video die Methoden eines Coaches beleuchtete, ging es richtig los: Der Mann wollte nicht hinnehmen, als Scharlatan bezeichnet zu werden.
</p>

<p>
	Zwei Jahre später hat Dr. Hegedüs einen Rechtsstreit gewonnen. In diesem Interview geht es aber nicht nur darum. So wird er gefragt, warum nicht mehr Ärzte auf dubiose Methoden und Versprechen hinweisen. "Fast alle haben Angst vor Klagen, Verleumdungen etc."
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/U05ifU1Jxnw?feature=oembed" title="Was wir aus meinem Rechtsstreit mit Coach Cecil lernen können" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1251</guid><pubDate>Wed, 17 Aug 2022 05:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>FOBI 2022: Neues und Bew&#xE4;hrtes zur Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/fobi-2022-neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-r1184/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2022_07/puzzle-loesen.jpg.d732f4754ac72499aed1c839224c3a51.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Im Juli fand in München die FOBI 2022 statt. Vieles, was wir schon in „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/" rel="">Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2022</a>“ erwähnt haben, wurde aufgegriffen und vertieft. Am meisten interessierten uns die Ausführungen zu neuen Präparaten und veränderten Behandlungsprinzipien.</strong>
</p>

<p>
	Die FOBI ist eine Fortbildungswoche für Hautärzte. Sie findet alle zwei Jahre in München statt; im Corona-Jahr 2020 rein digital, diesmal hybrid. Die Vorträge wurden im Münchener Kongresszentrum (ICM) gehalten und viele auch digital übertragen. Mehr als 2500 Ärzte waren angemeldet, also mehr als die Hälfte aller deutschen Hautärztinnen und -ärzte. Behandelt wurden aktuelle Erkenntnisse zu allen Hautkrankheiten. Dazu zählten auch corona- oder impf-verursachte Hautsymptome und die Gefahr neuer Seuchen. Wir haben uns auf die Vorträge zum Thema Psoriasis konzentriert.
</p>

<p>
	<em>Ja, der Artikel ist lang! Aber du kannst in der Übersicht die Themen anklicken, die dich interessieren.</em>
</p>

<h2>
	Calcipotriol + Betamethason als Creme
</h2>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/#toc8" rel="">Wie berichtet</a>, gibt es diese Wirkstoffkombination inzwischen auch als Creme (<span>Wynzora</span>). Bisher wurde sie nur als Salbe, Gel oder Sprühschaum angeboten. Unter Hautärzten gilt diese „Fixkombination“ als beste Wahl („Goldstandard“) für die äußerliche Behandlung der Schuppenflechte. Obwohl sie ein stark wirksames Kortison enthält, wird sie als langfristig sicher bewertet.
</p>

<p>
	Nicht jede Trägersubstanz ist für alle Hautareale geeignet, wie z.B. Salbe auf dem Kopf. Und nicht jede setzt den Wirkstoff gleich gut frei, weil dazu Wasser benötigt wird (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2016/#toc5" rel="">Professor Wohlrab 2016</a>). Das ist z.B. in Öl nicht enthalten. Außerdem bevorzugen Patienten schnell einziehende, nicht klebende und vor allem „gut“ riechende Präparate.
</p>

<p>
	In <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34628687/" rel="external">einer Studie</a> wurde die Cal/Bet-Creme mit dem -Gel verglichen. Nach acht Wochen waren die Psoriasis-Stellen durch die Creme bei 43,2% der Betroffenen komplett oder fast komplett abgeheilt (PGA 0/1), durchs Gel nur bei 31,9%. Eine Vergleichsstudie mit dem konkurrierenden Sprühschaum (Enstilar) gibt es nicht. Trotzdem hält Dr. Sascha Gerdes den gegenüber der Creme für überlegen. Bei <a href="https://www.karger.com/Article/Pdf/486700" rel="external nofollow">seiner eigenen Untersuchung</a> aus dem Jahr 2017 hätten beim Sprühschaum nach vier Wochen 54 % einen entsprechenden Abheilungserfolg (PGA) erreicht.
</p>

<p>
	Das bessere Ergebnis war vermutlich zu erwarten, weil es sich bei Enstilar um <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/die-formulierung-machts-110799/" rel="external">eine „sprühbare Salbe“</a> handelt. Salbe lässt einen Wirkstoff schneller und besser in die Haut eindringen. Aber der Sprühschaum lässt sich nicht an allen Hautstellen einsetzen (Kopfhaut, empfindliche Bereiche). 
</p>

<p>
	Wenn die Plaques abgeheilt sind, soll die Cal/Bet-Fixkombination <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddg.13810" rel="external nofollow">als Erhaltungstherapie ein- bis zweimal in der Woche aufgetragen</a> werden. Dr. Gerdes empfiehlt, alle 8-12 Wochen zu überprüfen, ob auf ein Monopräparat gewechselt werden könne, das nur noch Calcipotriol enthält.
</p>

<h2>
	Biologika: IL-17f hemmen
</h2>

<p>
	Schuppenflechte ist eine Auto-Immunerkrankung: Das Immunsystem wehrt eine <u>vermeintliche</u> Bedrohung z.B. durch Viren, Pilze oder Bakterien ab. Es reagiert mit psoriatischen Entzündungen, obwohl es keinen Anlass für diese Abwehrmaßnahme gibt. Gegen diese Fehlfunktion werden innerlich wirkende Medikamente eingesetzt. Die sollen diejenigen Signale blockieren, die eine Psoriasis anstoßen. Anfangs wusste man nicht, wo genau die Schuppenflechte entsteht. So wurde TNF-𝛼 gehemmt, ein Botenstoff (Zytokin), der dem Immunsystem ein breites Spektrum von krankmachenden Bedrohungen signalisiert. Wenn er aber gehemmt ist, kann das Immunsystem nicht oder nur eingeschränkt aktiv werden. Erkrankungen, die TNF-𝛼 eigentlich melden sollte, konnten deshalb als typische unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten, vor allem Infektionen.
</p>

<p>
	Inzwischen weiß man genauer, welche "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/muenchner-forscher-entschluesseln-den-schalter-fuer-schuppenflechte/" rel="">Scheinbedrohung</a>" dem Immunsystem gemeldet wird und wie die Signalwege verlaufen. Wirkstoffe wie Small Molecules (Apremilast, JAK-Hemmer) hemmen oder manipulieren die Enzyme, die die Signale transportieren. Die zweite Generation der Biologika verhindert, dass Interleukine als Botenstoffe Signale aussenden. Das sind IL-23 und IL-17. Vor allem IL-17 ist ein starkes Psoriasis-Zytokin, das aus den Untergruppen a-f besteht. Je schwerer eine Psoriasis ausgeprägt ist, desto mehr IL-17f sind aktiv, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/#toc3" rel="">wie bereits berichtet</a>. In der Haut findet man dann 30-mal mehr IL-17f als IL-17a.
</p>

<p>
	Aber fast alle Biologika, die Interleukine blockieren, wirken nur auf IL-17a, nicht aber auf IL-17f – auch die IL-23-Hemmer. Es gibt zwei Ausnahmen: Brodalumab (Kyntheum) blockiert den <em>Rezeptor</em> von IL-17, so dass überhaupt kein Zytokin der IL-17-Familie andocken kann. Und seit Herbst 2021 ist Bimekizumab (Bimzelx) zugelassen, das gleichzeitig IL-17 a und IL-17f hemmt.
</p>

<h3>
	Bimekizumab (Bimzelx)
</h3>

<p>
	Es ist äußerst wirkungsvoll, nicht nur IL-17a zu hemmen, sondern zugleich auch das Schwester-Zytokin IL-17f. Professor Kristian Reich verwies auf die langfristig stabilen Daten <a href="https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa2102383?articleTools=true" rel="external">einer Vergleichsstudie</a>. Mit Bimekizumab waren 66 bis 73,5 % der Betroffenen vollständig erscheinungsfrei (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 100). Bei Secukinumab (Cosentyx) waren es lediglich 48,3 %. Schon nach der ersten Spritze heilten die Plaques deutlich ab.
</p>

<p>
	Gute und vor allem schnelle Ergebnisse gäbe es nicht nur auf der Haut, so Dr. Ralph von Kiedrowski. Auch eine Psoriasis an Händen und Füßen (palmaris et plantaris) sei damit erfolgreich zu behandeln. Bimekizumab wirke außerdem auf die Nägel und (weil miteinander verbunden) auf die Gelenke. Für die Psoriasis Arthritis ist das Präparat aber (noch) nicht zugelassen. Immerhin verbesserte sich in einer Studie bei 53 bis 69 % die Psoriasis Arthritis um die Hälfte (<a href="https://www.rheuma-online.de/a-z/a/acr-response-kriterien-responder-kriterien/#c551" rel="external nofollow">ACR 50</a>) – stabil über drei Jahre. Typisch für alle IL-17-Antikörper sind milde Pilzinfektionen in der Mundhöhle. Die seien aber gut behandelbar, so von Kiedrowski.
</p>

<p>
	Bimekizumab sollte bei Patienten eingesetzt werden, denen andere Biologika nicht geholfen haben. Aber z.B. auch dann, wenn die Hautläsionen besonders schnell abheilen sollen (Vorstellungsgespräch, Date, Strandurlaub, Hochzeit o.ä.). Hinter vorgehaltener Hand hörte man, dass alle diese Vorteile noch einmal getoppt werden würden, wenn demnächst das Biologikum <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/das-a-und-f-von-sonelokimab-126889/" rel="external">Sonelokimab</a> zugelassen wird.
</p>

<h2>
	Generalisierte Pustulöse Psoriasis (GPP)
</h2>

<p>
	Die GPP ist eine schwere, <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.14764_g" rel="external nofollow">durchaus lebensbedrohliche Erkrankung</a>. Sie kann bislang nur mäßig erfolgreich behandelt werden, denn es gibt noch kein zugelassenes Medikament dafür. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/#toc6" rel="">Wie berichtet</a>, können Betroffene jetzt aber hoffen: <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130380/Generalisierte-pustulaere-Psoriasis-Interleukin-36-Antagonist-Spesolimab-stoppt-Krankheitsschuebe" rel="external">Spesolimab</a> (Spevigo) hemmt den IL-36-Rezeptor. Das könne „möglicherweise“, so Professor Jörg Prinz, bei einem Teil der Patienten die GPP längerfristig stillstellen. Ebenfalls zur GPP-Behandlung ist das Biologikum <a href="https://www.dermatologyadvisor.com/home/meetings/aad-2022/a-phase-3-trial-of-imsidolimab-a-monoclonal-antibody-therapy-for-generalized-pustular-psoriasis/" rel="external nofollow">Imsidolimab</a> entwickelt worden.
</p>

<p>
	Professor Ulrich Mrowietz erklärte, wodurch eine GPP ausgelöst wird: IL-36 scheine ein hoch aktiver und aggressiver Botenstoff (Zytokin) zu sein. Damit es nicht zu aktiv wird und unkontrolliert Entzündungs-Signale aussendet, gibt es einen Gegenspieler. Das ist der IL-36 Rezeptor-Antagonist. Der neutralisiert das IL-36 solange, bis „echter Bedarf“ besteht. Eine GPP bildet sich dann, wenn das IL-36Ra nicht mehr funktioniert, weil es genetisch verändert ist. Weshalb die für die GPP typischen Pusteln gebildet werden, wisse man bisher noch nicht, so Mrowietz.
</p>

<p>
	Eine <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34936739/" rel="external">Studie mit Spesolimab</a> und Placebo wurde mit 53 Betroffenen durchgeführt. Das ist für eine derart seltene Krankheit eine akzeptable Probandenzahl. Bereits nach 7 Tagen waren 54 % der Betroffenen pustelfrei. 43 % bekamen innerhalb einer Woche eine reine bzw. nahezu reine Haut. Die ersten deutlichen Verbesserungen traten bei manchen schon nach einem Tag ein. Das hielt dann 12 Wochen lang an.
</p>

<p>
	Die meisten bekamen nur eine Spritze, manche zwei. Es gab keine besorgniserregenden Nebenwirkungen, so Professor Prinz. Aber wegen der geringen Anzahl von Studienteilnehmern kann man noch keine seriösen Aussagen treffen. Messbar war, dass die Entzündungsmarker (CRP, neutrophile Granulozyten) zurückgingen. Schmerzen und Fatigue (chronische Erschöpfung) verschwanden, so dass insgesamt die Lebensqualität der Patienten anstieg.
</p>

<p>
	Spesolimab (Spevigo) ist im Dezember 2022 von der Europäischen Kommission "bedingt" zugelassen worden. Die <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36527385/" rel="external">EFFISAXIL-1-Studie</a> zeigte, dass über die Hälfte der mit Spesolimab behandelten Patienten eine Woche nach Gabe einer Einzeldosis frei von Pusteln war.
</p>

<h2>
	Tablette statt Spritze: Kinase-Hemmer gegen Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Es gibt Menschen, die es ablehnen, ein Medikament injiziert zu bekommen, geschweige denn, sich selbst zu spritzen. Dr. von Kiedrowski wies darauf hin, dass eine echte Spritzen-Phobie dagegen selten sei haben. Zu erkennen wäre sie, wenn ein Patient Angst vor der Blutentnahme habe. Trotzdem würden viele ein Medikament bevorzugen, das als Tablette o.ä. geschluckt werden kann, so Dr. Sandra Philipp. Es solle möglichst gut auf Haut und Nägel wirken, aber die Lymphozyten nicht wesentlich beeinflussen. Genau das leiste der neue Wirkstoff <span>Deucravacitinib</span>. Dr. Philipp geht davon aus, dass das Medikament Ende 2022 von der EMA zugelassen wird.
</p>

<p>
	Die "Klassiker" (Fumarate, Methotrexat) hätten ihre therapeutischen Grenzen, insbesondere wenn Patienten nicht allein an Psoriasis erkrankt sind. In der Gruppe der Small Molecules ist bisher lediglich Apremilast (Otezla) für die Haut zugelassen. Da wirke es aber nicht so gut, so Dr. Philipp.
</p>

<p>
	Deucravacitinib gehört zur Gruppe der Small Molecules. Die sind so klein, dass sie direkt in eine Zelle gelangen können, um deren Funktion zu manipulieren. Deucravacitinib hemmt das Enzym Tyrosin-Kinase (TYK2). Das ist beteiligt an der Übertragung des Entzündungssignals von IL-23 auf IL-17a. Der TYK-2-Hemmer verhindert letztendlich, dass das Signal ans Immunsystem weitergeleitet wird. Ähnlich wirken Tofacitinib (Xeljanz) und Upadeticinib (Rinvoq), die beide nur für die Psoriasis Arthritis zugelassen sind.
</p>

<p>
	In zwei Phase-3-Studien wurde Deucravacitinib bei 1.686 mittelschwer und schwer Betroffenen eingesetzt und mit Apremilast bzw. Placebo verglichen. Die Ergebnisse sind für ein orales (durch den Mund verabreichtes) Medikament gut: komplett oder fast abgeheilt (sPGA 0/1) waren die Plaques in Woche 24 bei 58,7% in der ersten, bzw. 49,8% in der zweiten Studie. Bei Apremilast waren es 31,0% bzw. 29,5%. Ebenfalls gut sind die Abheilwerte für Psoriasis an Händen und Füßen (49,1 %), auf dem Kopf (60-70%) und den Fingernägeln (52%). Apremilast lag stets deutlich darunter. Über ein und zwei Jahre betrachtet blieben die Werte stabil.
</p>

<p>
	Häufigste Nebenwirkung von Deucravacitinib waren Infektionen der oberen Atemwege, vor allem der Nasen- und Rachenschleimhaut (Nasopharyngitis). Unter Apremilast traten sie seltener auf. Die Infektionen waren aber nicht so schwerwiegend, dass die Therapie abgebrochen werden musste. Andere Patienten klagten über Kopfschmerzen und Durchfall, unter Apremilast aber deutlich häufiger. Cholesterin- und Lymphozyten-Werte blieben unverändert.
</p>

<p>
	Der TYK-2-Hemmer Deucravacitinib sei, so Philipp, gegenüber den bisherigen JAK-Inhibitoren erheblich sicherer. Siehe dazu: „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/tofacitinib/tofacitinib-xeljanz-risiko/" rel="">Tofacitinib (Xeljanz) – nicht mehr für alle Betroffenen</a>“
</p>

<h2>
	Therapie-Empfehlungen und Ausnahmen
</h2>

<p>
	Leitlinien fassen zusammen, wie nach aktuellem Wissen und gesammelter Erfahrung Patienten am besten und sicher behandelt werden. Sie sind lediglich eine Empfehlung; Ärzte müssen sich nicht daranhalten.
</p>

<p>
	In der <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/013_D_Dermatologische_Ges/013-001k_S3_Therapie-Psoriasis-vulgaris_2021-04-verlaengert.pdf" rel="external nofollow">aktuellen Psoriasis-Leitlinie</a> gibt es einige Klarstellungen: So gilt eine Therapie dann als erfolgreich, wenn nur noch weniger als drei Prozent der Haut von Psoriasis betroffen sind (absoluter <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> &lt;3). <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2022-r1175/#toc1" rel="">Das hatten wir schon berichtet.</a>
</p>

<p>
	Es werden „Upgrade-Kriterien“ formuliert, in welchen Fällen sofort ein Biologikum eingesetzt werden dürfen („first-line-label“). Dann muss nicht erst ausprobiert werden, ob und wie gut konventionelle Therapien (Bestrahlung, Fumarate, Methotrexat) wirken würden. Das gilt, wenn von vornherein nicht zu erwarten ist, dass andere innerliche Präparate helfen könnten. Zum Beispiel
</p>

<ul>
	<li>
		bei einem <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> ≥ 20,
	</li>
	<li>
		wenn sich der Hautzustand schnell dramatisch verschlechtert,
	</li>
	<li>
		bei schwerer Psoriasis auf der Kopfhaut, im Genitalbereich oder an den Fingernägeln<br>
		(Ablösung, Verformung oder Zerstörung des Nagels an mindestens zwei Fingern),
	</li>
	<li>
		erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben (DLQI ≥15),<br>
		z.B. auch durch sichtbare Stellen im Gesicht oder auf der Hand, chronischem Jucken (Pruritus) mit Kratzen und Schlaflosigkeit.
	</li>
</ul>

<p>
	Für die Psoriasis Arthritis gibt es eine <a href="https://www.nature.com/articles/s41584-022-00798-0" rel="external nofollow">internationale Leitlinie aus 2021</a>, in der auch Empfehlungen für spezielle Formen wie Enthesitis, Dactylits oder Uveitis ausgesprochen werden. Die deutsche <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>-Leitlinie ist in Arbeit. In den Vorträgen wurde klar, dass eine Gelenk-Therapie sich heutzutage am Ziel ACR 50 orientieren sollte. Das heißt, die Symptome sollten sich um mindestens 50 Prozent verbessern.
</p>

<h2>
	“Hit hard and early” – neues therapeutisches Prinzip?
</h2>

<p>
	Diskutiert wurde bei mehreren Vorträgen, ob man vom bisherigen Therapieprinzip abweichen sollte. Zurzeit werden Betroffene Schritt für Schritt mit immer besser wirkenden Medikamenten behandelt, bis eines anschlägt. Dieses „Versuch-und-Irrtum“-Vorgehen kann sich über Jahre hinziehen. Bei anderen Krankheiten, wie der Rheumatoiden Arthritis, <a href="https://ard.bmj.com/content/annrheumdis/79/6/685.full.pdf" rel="external nofollow">hat sich gezeigt</a>, dass eine frühzeitige und intensive Behandlung die Symptome (<a href="https://www.rheuma-online.de/a-z/a/acr-response-kriterien-responder-kriterien/" rel="external nofollow">ACR</a>) verbessern kann. Für die Psoriasis könnte das durch die <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8438891/pdf/bmjopen-2021-049822.pdf" rel="external">GUIDE-Studie</a> bestätigt worden sein.
</p>

<p>
	Es fiel auf, dass der IL-23-Hemmer Guselkumab (Tremfya) deutlich besser ansprach bei denjenigen, die erst seit maximal zwei Jahren an Psoriasis erkrankt waren. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/psoriasis-ddg-tagung-2019/#toc13" rel="">Wie berichtet</a>, blieb es in dieser Gruppe langfristig bei <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 90. Selbst als der Wirkstoff abgesetzt wurde, blieben sie bis zu eineinhalb Jahre fast erscheinungsfrei. Vermutlich, so schon <span>2019 Professor Andreas Körber</span>, habe sich bei ihnen das Psoriasis-Gedächtnis noch nicht völlig entwickelt. Bei Psoriatikern mit einer kurzen Krankheitsgeschichte würden sich noch wenige Gedächtniszellen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T-Ged%C3%A4chtniszelle" rel="external">TRM</a>) finden. TRM speichern, in welchen Fällen das Immunsystem wie reagieren soll. So gibt es Gedächtniszellen (z.B. <span> </span>DC8+<span> </span>), die haben gelernt, auf <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/muenchner-forscher-entschluesseln-den-schalter-fuer-schuppenflechte/" rel="">angeblich krankheitserregende Anti-Gene</a> mit einer entzündlichen Schuppenflechte zu antworten.
</p>

<p>
	Deshalb wird diskutiert, ob Betroffene nicht besser nach dem therapeutischen Prinzip „hit hard and early“ behandelt werden sollten. D.h. eine aufkeimende Psoriasis so früh wie möglich mit einem stark wirkendem Biologikum abzuheilen. Man erhofft sich, dass dadurch keine weitere Psoriasis-Gedächtniszellen gebildet werden. Nach einer kurzen, intensiven Therapie sollten im Idealfall Betroffenen den Rest ihres Lebens keine oder nur noch eine leichte Schuppenflechte haben.<br>
	<br>
	Wenn das funktionieren würde, könne man vor allem bei jungen Betroffenen vermeiden, dass sie über Jahre (erst einmal) unzureichend behandelt werden. Sie würden verschont bleiben von lebensgefährlichen oder -einschränkenden Begleiterkrankungen und <a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Schwere-Psoriasis-verkuerzt-die-Lebenserwartung-350277.html" rel="external">würden möglicherweise sogar länger leben</a>. Ihre Lebensbedingungen, berufliche und private Möglichkeiten könnten sich früh normalisieren. Psycho-soziale Belastungen (Stigmatisierung, Ausgrenzung, Resignation, Depression) würden nicht oder nur abgemildert auftreten.
</p>

<p>
	Kongressleiter Professor Lars French stellte dazu die grundsätzliche Frage: „Wann genau ist ‚frühzeitig‘?“ Nur 20 % der Menschen mit Schuppenflechte sind mittelschwer oder schwer betroffen. Wie erkennt man, ob ein Patient zukünftig zu diesen Schwerbetroffenen gehören könnte? Nach wie vor gibt es keine Biomarker im Blut, mit denen sicher eine Psoriasis voraussagbar wäre.
</p>

<p>
	Frühzeitig mit wirkungsstarken Mitteln sollte man dann eingreifen, so Professor Petra Staubach, wenn eine ausgeprägte Psoriasis schnell voranschreitet. Auch bei Kindern solle man rechtzeitig mit einer innerlichen Therapie anfangen. Ebenfalls "hard and early" sollte man bei Patienten reagieren, die schon typische bedrohliche Begleiterkrankungen haben, wie Herz-/Kreislaufprobleme. So ist z.B. das Herzinfarktrisiko eines 20-Jährigen mit schwerer Psoriasis <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17032986/" rel="external">4-mal höher als in der Normalbevölkerung</a>. Frühzeitig behandelt könne das verhindert werden.
</p>

<p>
	Professor French verwies darauf, dass es typische Vorzeichen für Begleit-Erkrankungen wie Atherosklerose, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen und Psoriasis Arthritis gäbe. Besonders zu achten sei dabei auf Patienten mit „Lifestyle-Risiken“ wie Übergewicht, Rauchen oder Alkoholismus.
</p>

<h2>
	Aufgeschnappt
</h2>

<p>
	<em>Professor Julia Welzel</em> verwies auf die <a href="https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD011535.pub5/full" rel="external nofollow">Cochrane-Rangfolge vom Mai 2022</a>, welche <strong>die wirksamsten Medikamente</strong> (<abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> 90) mit hoher Sicherheit bei Psoriasis sind. An erster Stelle steht der TNF-𝛼-Hemmer Infliximab (Remicade u.a.), gefolgt von den IL-Antikörpern Bimzelx, Taltz, Skyrizi, Cosentyx, Kyntheum und Tremfya.
</p>

<p>
	<em>Professor Stefan Beissert</em> mahnte, verstärkt wieder auf <strong>Tuberkulose</strong> zu achten. Das Risiko steige in Deutschland, vor allem wegen Südostasien-/Afrika-Reisen, ungeimpfter Flüchtlinge, mehr HIV- und Syphilis-Fälle. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8869084/pdf/biomedicines-10-00228.pdf" rel="external">TBC schließt einige Psoriasis-Medikamente aus</a>. Da Laborauswertungen (<a href="https://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Aktuelles/Zeitschrift_UKS_Report/Medizinlexikon/Meizinlexikon_ab_2005/IGRA.pdf" rel="external nofollow">IGRA</a>) fehlerhaft sein können, solle zusätzlich der Brustkorb geröntgt werden.
</p>

<p>
	<em>Professor Petra Staubach</em> und <em>Dr. Ralph von Kiedrowski</em> kritisierten, dass immer noch den meisten Psoriasis-Patienten als innerliche Therapie <strong>Kortison-Tabletten</strong> (Kortikoide) verschrieben bekommen – vor allem von Allgemeinmedizinern. Unsere Meinung: Solche Verschreibung widersprechen dem aktuellen medizinischen Standard und müssten deshalb als Behandlungsfehler bewertet werden!
</p>

<p>
	<em>Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops</em> wies auf einen für uns neuen Punkt hin, woran man eine Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr>) von einer Rheumatischen Arthritis (RA) unterscheiden könne: „Rheuma“ (RA) habe man sofort in allen Gelenken. Dagegen nehmen die Gelenkentzündungen der <abbr title="Psoriasis arthritis"><abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr></abbr> langsam über die Zeit zu und würden zwischendurch auch mal aussetzen.
</p>

<p>
	<em>Professor Julia Welzel</em> bedauerte, dass es grundsätzlich nicht zulässig ist, Psoriasis-Medikamente flexibel zu dosieren, um sie individuell anzupassen. Aber es gäbe Ausnahmen:<br>
	- wenn das Präparat unzureichend anspricht (Adalimumab – Humira u.a, Cimzia),<br>
	- wenn es schlecht vertragen wird (Etanercept – Enbrel u.a.) oder<br>
	- wenn Patientin oder Patient schwergewichtig ist (Cosentyx, Bimzelx).
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="png" data-fileid="21221" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_07/image.png.f27c5d15ed21b67026d8e37a6173d954.png" rel=""><img alt="image.png" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="21221" style="height:auto;" width="470" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2022_07/image.png.f27c5d15ed21b67026d8e37a6173d954.png" loading="lazy" height="14.1"></a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1184</guid><pubDate>Sun, 24 Jul 2022 11:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Pharmafirma wegen Werbung f&#xFC;r Biologika abgemahnt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/pharmafirma-wegen-werbung-fuer-biologika-abgemahnt-r1244/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/plakatkampagne.jpg.821dfa389323799f83ad6524a9edebe5.jpg" /></p>

<p>
	<span id="cke_bm_352S" style="display: none;"> </span> In der Schweiz sind Plakate der Firma AbbVie von der Aufsichtsbehörde beanstandet worden. Darauf wurde ganz allgemein für Biologika und für das Patientenbetreuungsprogramm geworben.
</p>

<p>
	Auf dem Plakat stand:
</p>

<blockquote class="ipsQuote" data-gramm="false" data-ipsquote="">
	<div class="ipsQuote_citation">
		Zitat
	</div>

	<div class="ipsQuote_contents ipsClearfix" data-gramm="false">
		<p>
			Ich habe mit Psoriasis Schluss gemacht. Und dank Biologika-Therapie ein neues Leben begonnen. Frag auch du einen Dermatologen.
		</p>
	</div>
</blockquote>

<p>
	Ein QR-Code führte zu einer Internetseite, auf der die Schuppenflechte im Allgemeinen und Biologika im Besonderen erklärt wurden und Adressen von Hautärzten zu finden waren.
</p>

<p>
	Die schweizerische Aufsichtsbehörde Swissmedic, vergleichbar mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland, fand das alles zu nah dran am Werbeverbot für rezeptpflichtige Medikamente.
</p>

<p>
	Das gleiche Verbot gilt auch in Deutschland. Deshalb bleiben derartige Anzeigen auch hierzulande recht allgemein. Da wird dann "nur" versprochen, dass die Psoriasis vergessen werden kann, wenn man "innovative Medikamente" oder "moderne Medikamente" nimmt.
</p>

<p>
	Es wäre auch in Deutschland neu, wenn Werbung beanstandet wird, die halbwegs allgemein für eine <em>Art</em> von Medikamenten wirbt. Das macht im Bereich der Psoriasis zum Beispiel die Firma Janssen so im Mitgliedermagazin des Deutschen Psoriasis-Bundes – und nochmal: Es ist erlaubt.
</p>

<p>
	<a href="https://www.nzz.ch/wirtschaft/plakate-gegen-psoriasis-swissmedic-beanstandet-abbvie-werbung-ld.1692212" rel="external nofollow">In diesem Artikel</a> wird der Vorgang um AbbVie in der Schweiz erklärt. Die Plakatkampagne pausiert nun. Die Firma will die Sache erst einmal mit SwissMedic klären.
</p>

<p>
	AbbVie ist Hersteller unter anderem der Medikamente Humira und Skyrizi.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1244</guid><pubDate>Fri, 08 Jul 2022 05:00:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
