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  • Inga Richter
    Inga Richter

    Stufe 3: Innerliche Medikamente bei Psoriasis – Tabletten und Spritzen

    Eine innerliche – so genannte systemische – Therapie ist bei einer mittelschweren, vor allem aber bei einer schweren Schuppenflechte nötig, um die Folgen der stetigen Entzündung zu lindern oder zu vermeiden. Manche der innerlichen Medikamente wirken recht allgemein im gesamten Körper, andere regulieren nur an bestimmten Stellen im Körper das Nötige.

    Nutzen und Risiko müssen sorgfältig abgewogen werden, zumal gewisse Vorerkrankungen eine solche Behandlung ausschließen.

    Methotrextrat – MTX

    MTX ist eines der am längsten eingesetzten innerlichen Mittel für die Therapie der Schuppenflechte und der Gelenk-Psorisis. Im Gegensatz zu anderen innerlichen Medikamenten dauert es 14-16 Wochen, bis MTX seine volle Wirkung entfaltet. Es können die unterschiedlichsten, teilweise auch schweren Nebenwirkungen auftreten.  Ärzte haben aber inzwischen sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Wirkstoff. Viele Befürchtungen, vor allem in Bezug auf die erhöhten Leberwerte, haben sich im Laufe der Zeit als übervorsichtig erwiesen.

    MTX gibt es als Injektion (Spritze oder Pen) oder als Tablette und wird nur einmal wöchentlich angewendet.  Die Injektion wirkt bei der Psoriasis vulgaris (also auf der Haut) deutlich besser. Der Wirkstoff wird außerdem zur Behandlung der Psoriasis Arthritis eingesetzt. MTX kann bei einer hartnäckigen Psoriasis mit anderen Therapien kombiniert werden, z.B. mit UV-Phototherapie, Dithranol oder dem Biologikum Etanercept, um die Wirkung zu verstärken. Obgleich die Haut bei der Kombination von MTX und Phototherapie empfindlicher auf die Strahlung reagiert, wird damit nicht das Hautkrebsrisiko erhöht (Prof. Martin Röcken, DDG-Tagung 2017)

    Eine der häufigste Nebenwirkung bei MTX können erhöhte Leberwerte sein. Deshalb sollte frühestens 24 Stunden nach MTX-Gabe eine Folsäure-Tablette (5 mg) eingenommen werden, damit die Leber den Wirkstoff besser verträgt. Inzwischen gibt es unter MTX deutlich weniger Lebererkrankungen (Hepathopathie) als anfangs befürchtet – dank regelmäßiger Kontrollen. MTX-Patienten sollten auf „P III NP“ (Prokollagen-III-Peptid) getestet werden. Diese Laborleistung wird bundesweit 2 x im Jahr von den Krankenkassen bezahlt. Außerdem soll beobachtet werden, wie stark die Lymphozyten-Anzahl unter MTX fällt. Bei einem zu starken Abfall muss das Medikament abgesetzt werden. Die früher übliche Leber-Biopsie wird nicht mehr gemacht, weil die Werte zu unzuverlässig waren. Ebenfalls als überholt gilt die Annahme, dass es eine Gesamtdosis von Methotrexat gibt, die ein Patient im Leben nicht überschreiten darf.

    Sehr häufig kann es vorkommen, dass unter MTX die Nierenfunktion eingeschränkt wird. Deshalb sollten ältere Menschen niedrigere MTX-Dosierungen bekommen.

    Es gibt kein erhöhtes Missbildungs-Risiko, wenn ein Mann unter laufender MTX-Therapie ein Kind gezeugt hat. Das ist absolut kein Abtreibungsgrund. Frauen dagegen müssen unbedingt verhüten und drei Monate vor der Zeugung mit MTX aussetzen; sicherer sind sechs Monate.

    Nicht für jeden Psoriasis-Patienten ist MTX geeignet: Wer schon eine "Vorerkrankung" an Leber oder  Niere hat, sollte nicht damit behandelt werden. Vorsicht auch bei Diabetes, Magen- und Darm- oder bestimmten Herzkrankheiten.

    MTX kann dann dauerhaft als Langzeit-Therapie eingesetzt werden, wenn es gut wirkt und vertragen wird. Wenn es abgesetzt wird, verschlechtert sich die Psoriasis nach zwei bis sechs Monaten erst einmal.

    Bekannte Präparate: Lantarel, Metex

    Vitamin-A-Abkömmlinge – Retinoide

    Großflächige Formen sprechen gut auf diese Präparate, vor allem aber die pustulöse Form der Schuppenflechte an Handflächen und Fußsohlen. Auch hier sind regelmäßige Überprüfungen von Fettstoffwechsel und Leberfunktionen notwendig und Frauen dürfen während und zwei Jahre nach der Behandlung auf gar keinen Fall schwanger werden. Wegen der potenziellen Leberschädigenden Auswirkungen ist Alkohol während der Behandlung tabu. Insbesondere bei den hohen, effektiven Dosierungen kommt es leider häufig zu starken Nebenwirkungen, insbesondere zu extrem trockenen Schleimhäuten. Aber: Durch eine gleichzeitige UV-Behandlung kann die Dosis in einen Bereich verkleinert werden, wo die Nebenwirkungen kaum noch der Rede wert sind. Außerdem sind Retinoide gut kombinierbar mit PUVA, Kortison- oder Vitamin D3-haltigen Salben. Als alleinige Therapie beziehungsweise als Therapie bei gebärfähigen Frauen wird eine Behandlung mit Retinoiden allerdings nicht empfohlen.

    Präparat: Neotigason

    Ciclosporin

    Eigentlich gedacht für Organtransplantationen, um die Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, wurde der Wirkstoff 1993 für Schuppenflechte zugelassen. Ciclosporin eignet sich vor allem für ausgedehnte Formen vom chronisch-stationären Typ, wenn andere Mittel versagen. Versagen können allerdings auch die Nieren, in die Höhe schießen kann der Blutdruck - weshalb geraten wird, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und das Medikament nicht länger als sechs Monate einzunehmen. Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen werden. Außerdem verträgt sich der Ciclosporin mit vielen anderen Wirkstoffen nicht, weshalb man unbedingt auf die Wechselwirkungen achten sollte – sofern weitere Medikamente eingenommen werden. Kombinationen mit lokalen Anwendungen wie Calcipotriol oder Kortison hingegen können die notwendige Dosis verringern. Auch zusammen mit UV-Behandlungen wurden gute Ergebnisse erzielt, wovon inzwischen allerdings abgeraten wird. Denn Ciclosporin erhöht ohnehin die Neigung zu oberflächlichen Hauttumoren. Trotz der teils beträchtlichen und dosisabhängigen Nebenwirkungen gehört Ciclosporin immer noch zu den wirksamsten Therapieoptionen bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris.

    Präparate: Sandimmun optoral, Sandimmun Neoral, Immunosporin

    Fumarate – Fumarsäureester

    Auch dieses Präparat ist schweren Formen der Psoriasis vulgaris vorbehalten. Häufigste Nebenwirkung ist ein sogenannter Flush - Gesichtsrötung und Hitzegefühl. Zudem drohen Übelkeit, Durchfälle und Magenkrämpfe. Eine langsame Dosissteigerung hilft, solche Nebenwirkungen einzudämmen. Im Laufe der Therapie sollen diese aber meist abnehmen. Ansonsten ist die Substanz recht ungefährlich, starke Nebenwirkungen wie bei anderen systemischen Therapien sind nicht zu erwarten – selbst bei längerfristigem Gebrauch. Übereinstimmend zeigten alle Studien, dass sich binnen drei bis vier Monaten mehr als die Hälfte der Behandelten über eine Reduktion des PASI um 75% freuen durfte. Noch bessere Wirkung erzielt man, wenn die Haut zusätzlich mit lokal wirkenden Salben oder Cremes behandelt wird.

    Präparat: Fumaderm, Fumaderm initial, Skilarence

    Kortison

    Kortison wirkt besonders bei akuten Schüben meist schnell. Nachteil ist, dass die Schuppenflechte nach dem Absetzen rasch und oft stärker als zuvor wieder ausbricht. Überhaupt ist eine innerliche Kortison-Anwendung nur noch kurzfristig in Notfällen angeraten. In der „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris“ von 2011 taucht eine innerliche Behandlung mit Kortison erst gar nicht auf.

    Apremilast

    Der Wirkstoff Apremilast kümmert sich um das Enzym PDE4. Das ist in Immunzellen aktiv, die gerade vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe bilden. Das Enzym unterdrückt, dass in diesen Immunzellen entzündungshemmende Botenstoffe gebildet werden. Apremilast klammert sich an das Enzym und hindert es an der Arbeit.

    Präparat: Otezla

    Biologics – die neuen Medikamente

    Die recht neuartigen Biologics sind Eiweiße, die ebenfalls gegen die überschießende Immunabwehr bei der Psoriasis wirken und so die Entzündungen hemmen. Den bisherigen Studien zufolge handelt es sich um hochwirksame Behandlungsoptionen, die allerdings sehr teuer sind. Daher werden sie für Patienten vorbehalten, bei denen PUVA, MTX oder Ciclosporin nicht wirken oder aus anderen Gründen nicht angewendet werden dürfen. Gegenanzeigen der Biologics sind schwere Herzinsuffizienz, Tuberkulose, Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem empfehlen Experten, wie bei allen systemischen Therapien, regelmäßige Kontrollen gewisser Laborwerte wie etwa das Blutbild, meist Leber- und Nierenwerte sowie Anzeichen, die auf eine Infektion im Körper hindeuten. Als Nebenwirkungen drohen meist lokale Reaktionen, Infektionen, manchmal auch Infusionsreaktionen auf die Spritze wie Flush (Roter Kopf), Übelkeit, Kopfschmerzen oder Frösteln.

    Nachdem Efalizumab (Raptiva) 2009 wegen eines erhöhten Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (Erkrankung des Zentralen Nervensystems) vom Markt genommen wurde, sind inzwischen mehrere Wirkstoffe in Deutschland zugelassen:

    Adalimumab

    Der Wirkstoff wurde 2005 für Psoriasis arthritis und seit 2007 für Plaque-Psoriasis eingeführt. Laut Richtlinie handelt es sich in der Induktionstherapie um eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris, das sogar zur Langzeittherapie geeignet ist. Dreiviertel der Studienteilnehmer erreichten unter Adalimumab binnen 16 Wochen eine Verbesserung des PASI um 75%.

    Eingesetzt wird der Wirkstoff bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, aber eben nur, wenn andere Optionen nicht fruchten. Die Injektion erfolgt einmal wöchentlich, später alle zwei Wochen. Doch Vorsicht: Bis zu fünf Monaten nach Behandlung sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, weil man über eventuelle Komplikationen noch nichts weiß.

    Als Nebenwirkungen treten manchmal Reaktionen an der Injektionsstelle auf, schwere Infektionen, Haarausfall oder Autoimmunphänomene. Vorteil: Die Injektion ist sehr einfach durchführbar und kann vom Patient selbst gesetzt werden.

    Bekanntes Präparat: Humira

    Brodalumab

    Brodalumab hat das Interleukin-17 im Fokus. Das sorgt dafür, dass die Produktion von Hautzellen (Keratinozyten) angekurbelt wird und Entzündungen entstehen. Der Wirkstoff Brodalumab blockiert die Stellen, an denen IL-17 andocken will (Rezeptoren).

    Bekanntes Präparat: Kyntheum

    Certolizumab

    Bekanntes Präparat: Cimzia

    Etanercept

    Etanercept ist seit 2002 für Psoriasis Arthritis zugelassen, seit 2004 für Psoriasis vulgaris und seit 2008 sogar für die Behandlung von Kindern. Etanercept wirkt nicht ganz so gut wie Adalimumab: bei der höchsten Dosis (2*50 mg) konnte bei etwa der Hälfte der Patienten ein Rückgang des PASI um 75 % beobachtet werden. Auch diese Spritzen kann sich der Patient selber geben. Wichtig ist, dass der Wirkstoff kühl lagern muss (bei 2-8° Celsius).

    Bekanntes Präparat: Enbrel

    Guselkumab

    Dieser Wirkstoff ist eine Art Weiterentwicklung. Er richtet sich gegen das Interleukin 23. Vom gleichen Hersteller stammt Stelara, das sich gegen IL-12 und 23 richtet. Im Laufe der Zeit hatten Forscher beobachtet, dass IL-23 als "Angriffsziel" auch reicht, und so entstand Guselkumab.

    Bekanntes Präparat: Tremfya

    Infliximab

    Die Infusion wird seit 2005 bei Psoriasis vulgaris eingesetzt. Die Wirkung tritt sehr schnell ein, bereits nach ein bis zwei Wochen. Infliximab zeigt etwa die gleiche Wirksamkeit wie Adalimumab. Im Gegensatz zu Adalimumab muss der oder die Patient/in allerdings nach der Infusion noch einige Stunden in der Arztpraxis verharren, um Komplikationen auszuschließen. Die als Nebenwirkung drohenden Infektionen können bisweilen sehr schwer ausfallen. Deshalb sollten eventuelle Entzündungsherde im Körper sowie andere Vorerkrankungen unbedingt ausgeschlossen werden.

    Dennoch steht für die Experten außer Frage, dass Infliximab in der Induktionstherapie derzeit eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris ist und außerdem lange Zeit angewendet werden darf.

    Bekanntes Präparat: Remicade

    Ixekizumab

    Der Wirkstoff Ixekizumab kam im Jahr 2017 auf den Markt. Auch dieses Medikament ist ein sogenanntes Biologikum. Es verrichtet seine Arbeit am Interleukin-17.

    Bekanntes Präparat: Taltz

    Risankizumab

    Der Wirkstoff Risankizumab ist seit dem Jahr 2019 auf dem Markt. Es handelt sich dabei um ein Biologikum, das am Interleukin-23 ansetzt.

    Bekanntes Präparat: Skyrizi

    Secukinumab

    Der Wirkstoff Secukinumab ist im Jahr 2015 für die Behandlung der Psoriasis zugelassen worden, und das sogar als so genannte Erstlinientherapie. Das heißt, er darf auch als erstes innerliches Medikament verschrieben werden, ohne dass vorher andere derartige Mittel mit MTX oder Fumaderm angewendet worden sein müssen. Und: Die Rate derjenigen, die mit Secukinumab eine Verbesserung ihrer Schuppenflechte erzielten, ist sehr hoch. Aber: Mit den "alten" Arzneimitteln haben Ärzte und Patienten jahre- und jahrzehntelange Erfahrung im Einsatz, die mit Secukinumab erst noch gesammelt werden muss.

    Bekanntes Präparat: Cosentyx

    Tildrakizumab

    Bekanntes Präparat: Ilumetri

    Ustekinumab

    Ustekinumab ist seit 2009 auf dem Markt. Im Gegensatz zu den anderen Biologics scheint es hier kein stark erhöhtes Risiko für Infektionen zu geben, dennoch sollten bereits bestehende Infektionen vor der Behandlung ausgeschlossen werden. Auch andere Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen oder Atemwegsinfektionen lagen bei Studien im Bereich der Placebogruppe (Studienteilnehmer, die zum Vergleich mit Infusionen ohne Wirkstoff behandelt wurden).

    Bekanntes Präparat: Stelara

    Tipps zum Weiterlesen

    Biologika: Schwere Geschütze gegen schwere Krankheiten
    (Deutschlandfunk, Radiolexikon Gesundheit, 21.05.2019)


    Themen: Biologics

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    es

    geht auch auf natürlicher basis hierbei spielt das entgiften der leber eine sehr grosse rolle tip es gibts nichs besseres als das entsaften und trinken von frisches obst und gemüse aber vorsichtig hier zählt wenig statt mehr und was ihr entsaftet

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    Bezüglich Infliximab möchte ich meine Erfahrung mitteilen: Seit 5 Jahren bekomme ich Infusionen mit Remicade und bin seitdem erscheinungsfrei. Natürlich sind die Blutwerte sowie gewisse Vorsorgeuntersuchungen erforderlich, die bisher allesamt ohne Befund waren. Die hohen Kosten sind aber ein Grund, warum dieses Medikament nicht so oft verschrieben wird.

    Ich bin auf alle Fälle glücklich und kann mein Leben in vollen Zügen genießen.

    Marianne

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    Nach längerer erfolgloser Licht- und Salbentherapie wurde mir Methotrexat-Dragee verschrieben. Die bei diesem Medikament gefürchteten Nebenwirkungen u.a. Erhöhung der Leberwerte wurden bei mir nicht festgestellt.

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    Bis vor ca. 12 Jahren hatte ich die typischen Hauterscheinungen der Psoriasis ( Plaques ),vom Vater geerbt.

    Dann las ich in der Vereinszeitschrift "Psoriasis e.V " zufällig einen Leserbrief mit dem Inhalt, dass in den Hungerjahren nach 1945 bei Psoriatikern wie durch Zauberei alle Hauterscheinungen verschwanden.

    Daraufhin fasste ich den Entschluss, eine strenge fettarme Diät durchzuführen. D.h. KEINE Wurst, Soßen, Öl, Kuchen, Schokolade, Nüsse, Margarine, Butter. Nach 2-3 Monaten waren alle meine Psoriasis-Plaques verschwunden. Durch die Fettarmut hatte ich keine Nebenwirkungen. Bis heute, nach 12 Jahren, sind die Plaques nicht wiedergekommen. Nur noch auf dem Kopf und an den Ellenbogen habe ich Psoriasis.

    Für alle,die es versuchen wollen: Viel Glück !

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    Hallo

    Ich leide an der psoriasis vulgaris

    Ich habe die Behandlung mit fumaderm schon 3 mal hinter mir.

    Ich möchte hier meine Erfahrung zu fumaderm schreiben. Da es hier doch als relativ Harmlos dargestellt wird.

    Werten wurden vorab alle ermittelt und waren normal.

    Ich wurde langsam auf das Medikament eingestellt.

    Mit Einnahme der 1. Tablette konnte man die Uhr nach stellen, nach 15 min

    War mein ganzer Körper feuerrot und brannte auch wie Feuer.

    Dieses hielt etwa 15 min. an. Dann bekam ich Magen und Darmkrämpfe wie ich sie noch nie hatte. Ich hatte früher mal eine Salmonellenvergiftung, die war harmlos dagegen.

    Dieses hielt weiter 5 min an.

    Dann bekam ich so starken Durchfall .... Gehe nicht näher darauf ein.

    Diese " leichten" Nebenwirkungen hätte ich mit jeder Einnahme der Tablette

    Wie gesagt ich wurde noch eingestellt, das war noch nicht der "Hauptwirkstoff"

    Einnahme 1.0.0 dann 1.0.1

    Irgendwann bekam ich dann das eigentlich fumaderm

    Wenn ich bis dahin dachte es geht nicht schlimmer, es ging noch viel schlimmer.

    Jedenfalls musste ich das fumaderm absetzen. 1. ich konnte nicht mehr. 2. starke Gewichtsabnahme und 3. gefiehlen meinem Hausarzt meine Leberwerte nicht.

    Ich habe nie, die Behandlung beendet, sie musste immer abgebrochen werden.

    Jetzt fragt man sich warum hat er es dann 3x gemacht.

    Die ersten beiden male war das Ergebnis so gut, ich war für etwa 1 Jahr fast

    Beschwerdefrei. Trotz Abbruch.

    Nur nach dem 3 mal habe ich mir geschworen, ich nicht mehr.

    Ich hab keine Ahnung ob es von der Behandlung kommt, könnte mir auch kein Arzt beantworten, aber seit dem habe ich Darmproblem

    Ich und auch mein Hausarzt finden fumaderm alles andere als Harmlos.

     

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    Ich nehme seit ca 10 Jahren furmaderm anfangs hatte ich auch diese Beschwerden durchfall und Magenkrämpfe aber nach ca.6 Wochen war es vorbei . Nach 3 Monaten war meine Flechte weg . Habe die Anzahl der Tabletten immer mehr reduziert. War bis Januar 2 mal wöchentlich hatte seit 26 dezember2013 durch joggen knieschmerzen und nahm schmerztsbletten am13 Januar hatte ich dann einen magendurchbruch. Von den vielen Tabletten habe 3 Wochen mit knieschmerzen gearbeitet es war eine tibiakopffraktur so jetzt zurück zu meiner Flechte anschließend war ich bei meiner Hautärztin und die meint ich soll furmaderm erst mal für 6 Monate absetzen habe jetzt Angst .daß die Flechte zurück kommt,

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    Hallo ...Ich habe seit 40 Jahren auch Schuppenflechte undglaube ich habe schon alles probiert.Durch Zufall habe ich festgestellt dass durch eineStoffwechselumstellung meine Schuppen verschwindensind.

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    So wie es Andreas hier beschreibt ging es mir mit dem Fumaderm nicht. Ich hatte anfangs sehr große Angst mit dem Medikament zu beginnen, weil man im Internet oft diese Horrorkommentare liest, aber mittlerweile bin ich überglücklich. Ich habe vielleicht noch 10 klitzekleine Stellen und sonst bin ich Erscheinungsfrei!

    Ich möchte einen Tipp geben der mir mit dem Medikament unglaublich geholfen hat! Der muss aber unbedingt mit dem behandelnen Arzt abgesprochen werden! Anfangs hatte ich Durchfall, aber nur die erste Woche. Dann habe ich mit meinem Arzt entschieden, dass ich langsamer die Tabletten steiger. Das war sehr gut! Ich habe nur alle 2 Wochen gesteigert und ich habe manchmal auch nur um eine halbe Tablette gesteigert! Ich hatte nie wieder Nebenwirkungen!

    Es dauert länger bis man Erfolg sieht, aber das nimmt man gerne in Kauf bevor man das Medikament ganz absetzen muss.

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    Hallo Lena,

    das "Strecken" der Steigerung ist eine gute Möglichkeit. Das Teilen allerdings sollte nicht jeder unbedingt nachmachen. Wir hatten dazu mal den Hersteller befragt. Seine Antwort:

    Das kann zur Folge haben, dass Wirkstoff bereits im Magen zersetzt wird und später nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn einige Patienten dann über eine bessere Verträglichkeit berichten, ist das genau darauf zurückzuführen. Allerdings kann man diesen Effekt auch haben, wenn insgesamt eine geringere Dosis eingenommen wird.
    Wir hatten dieses Thema auch schon einmal in unserem Forum.
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    Hallo. Ich hab auch seit 20 jaheren Schupenflechte. Je öfter sie zurück kommt um so stärker wird sie. Wie viel kostet die Infusion?

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    Habe Pustelosa unter den füssen,das seit knapp drei Jahre,habe schon alles Genommen was es Gibt auf den Markt bei mir Schläg nichts an,aber Wirklich nichts.

    bin im Jahr 4 Mal Akut in einer Klink,und alles ohne erfolg kann so gut wie nicht Laufen,soll aber Arbeiten gehen..Spinner...Rente Abgelehnt worden ich könnte noch 6-8 std Arbeiten ich verfluche unser System.

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    Meine erste Schuppenflechte hatte ich (Jahrgang 1940)1948. Mein Vater (Jahrgang 1872) hatte ein selbst hergestelltes Mittel, welches ich Einnahm. Zusätzlich hat er meine Kopfhaut auch mit eigenen Mitteln behandelt. Dafür musste ich drei Wochen Glatze tragen. Das war schlimm für mich. Den nächsten Schub hatte ich 1959. Zu der Zeit war ich bei der NVA. Hier erhielt Spritzen und war bis 1961 ohne Befund. 1962 fing das Dilemma wieder an. Alle möglichen Medikamente innerlich und äußerlich(einschl. Kuren an der Ostsee und in Jugoslawien) hatten keinen dauernden Erfolg. 2008 wechselte ich den Hautarzt und bin seitdem in der Praxis von Frau Doktor M. (bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank an Frau Dr. M. und Mitarbeiter) in Wittenberg Patient.Seit 2012 nehme ich FUMADERM.. Anfangs mit hoher Dosis. Heutzutage eine Tablette am Tag. Nach 5-6 Stunden glüht meine Haut und habe auch einen Juckreiz (Sonstige Nebenwirkungen sind nicht bekannt). Jetzt bin ich am Überlegen mir Spritzen geben zu lassen. Seinerzeit, mit der hohen Dosis hatte ich zeitlangs als beginnende Beschwerden: erst Schwindelgefühl, dann Kopfschmerzen, dann Brechreiz dann urinieren und zum Schluss festen Stuhlgang und das alles innerhalb kurzer Zeit und zur gleichen Zeit. Wehe dem, ich war nicht zu Hause, ehe ich dem Hotelpersonal erklären konnte, dass ich unbedingt einen Wassereimer brauche, war es schon passiert.

    Wer hat schon Erfahrungen mit Spritzen gemacht? Für Rückantworten bedanke ich mich im Voraus

    und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr Leidensgefährte howa

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    Also gibt es keine Heilung? 

    Eigene Blut Therapie und Stoffwechsel Therapie habe hier gelessen hat geholfen?Wer kann das schreiben?Haut Arzt?

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    Hallo @Lupco,

    eine Eigenbluttherapie gehört nicht zum gewöhnlichen Programm eines Hautarztes.

    Was meinst du mit Stoffwechseltherapie?

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    Grüsse dich.

    Ich habe hier gelessen irgendwo, was das ist habe keine Information.

    Ich habe überall am meine Körper Schuppen Runde Flecken auch am genitalen, Beine, rücken, Kopf,..

    Probiert mit kortison Salbe  aber nix. 

    Dienstag bin zu haut Arzt 

    Dr.Moeller & Schwaiger 

    Die erste haut Arzt gewechselt, war nicht seriös, scharlatan und nix gemacht,alles ok gesagt und habe Zeit verlohren.

    Was soll ich machen?

    Bin nür am denken,denken.Alle Menchen sind weg von mir..

    Welsche Medikament ist gut für mich??Bin 58 Jahre alt.

    Ich bedanke mich Herzlich für die Antwort, 

    Grüsse Lupco

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    vor 1 Stunde schrieb Lupco:

    Ich habe überall am meine Körper Schuppen Runde Flecken auch am genitalen, Beine, rücken, Kopf,...

    Hallo @Lupco

    bei so vielen Psoriasis-Stellen sollte dich kein Hautarzt wegschicken. Warst du schon einmal in einer Klinik?

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    vor 20 Minuten schrieb Claudia:

    Hallo @Lupco

    bei so vielen Psoriasis-Stellen sollte dich keine Hautarzt wegschicken. Warst du schon einmal in einer Klinik?

    Ich habe Dienstag termin zum neue Hautarzt. 

    In Klinik war ich nicht ohne Überweisung geht net.In Fulda gibst keine haut Klinik.

    Ich hätte gar nichts  for 10 Monate. Ich war immer in Sauna, solle Bad, Wellness.

    War alles ok.

    Seit Corona kann ich nirgendwo gehen ist überall geschlossen. 

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    vor 9 Minuten schrieb Lupco:

    Ich habe Dienstag termin zum neue Hautarzt.

    Hallo @Lupco

    das ist schon mal gut. Mach dir am besten einen Zettel, was du alles fragen willst – mir hilft das immer.

    Und überlege dir vorher, ob du auch Tabletten oder Spritzen zur Behandlung nehmen würdest. Welche für dich am besten sind, muss der Hautarzt sagen.

    Denkbar wäre auch eine Reha. Was hältst du davon?

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    Bin dabei mein Haus Arzt mach das.

    Und bin sehr interessiert mit eigene Blut Therapie .

    Hier ist von ein Kommentar im psonetz:

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    vor 15 Stunden schrieb Lupco:

    Wer mach das?Überweisung?

    Wo gibst eig.blut Therapie?

    Uni Kliniken?

    Eine Eigenbluttherapie bieten meist nur Heilpraktiker an.

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    Also: ich habe alle möglichen Therapien hinter mir von Corticoiden, Calcipotriol-Cemes etc., Fumarsäure (Cemes und Tabl.) MTX, Ciclosporin --- schon bei Beginn der Erkrankung Anfang der 80iger Jahre wies mich ein Uni-Professor auf die Therapiemöglichkeiten durch 4 wöchigen Aufenthalt am Toten Meer hin. Seinerzeit bezahlten die Krankenkassen diese Aufenthalte selbst bei geringem Befall, dann hörte das auf. Ich habe die Klimaheilbehandlungen seinerzeit mit gutem Erfolg durchgeführt (ca 1 jahr Erscheinungsfrei). Nachdem die KK die Leistungen nicht mehr anboten, musste eben die Med Therapie ausreichen mit diversn Nebenerkrankungen. Seit ein paar Jahren fahre ich auf eigene Kosten ans Tote Meer, mal gab die KK sogar Zuschüsse, weil ich mit Biological-Therapie drohte, die ja etwa 20 T€ pro Jahr kosten kann... Fazit: selbst bei meiner PSO Arthritis wirkten die Aufenhalte am Toten Meer heilend, keine Schmerzen etc. über 1 Jahr - ohne Tbl., Cremes etc. Sicher ist eine solche Therapie nicht für alle Menschen geeignet. Man muss die Hitze ertragen können, den Orient und deren Kultur akzeotieren, allein sein können, sich mit dieser Therapie mit etwa 6 - 8 Std in der Sonne abfinden können, darf keine labormedizinisch abhängigen Erkrankungen haben, psychisch gesund sein. Also auch hier Einschränkungen. Wer das aber alles so kann, sollte sich einer Selbsthilfegruppe anvertrauen, die diese Reisen anbietet.

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    Also ,Bravo, Respekt. 

    Danke gibt's noch gute Menschen auf die Erde. 

    Danke ich werde in Zukunft probieren. Jetz mach ich bei Tomesa Ambulante. 

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    vor 4 Stunden schrieb Störtebeker:

    Wer das aber alles so kann, sollte sich einer Selbsthilfegruppe anvertrauen, die diese Reisen anbietet.

    Guter Punkt. Wir listen die Selbsthilfegruppe auch immer hier auf: 

    Hier in der Community hilft @Margitta auch immer weiter.

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    Sehr schön.Am Tote  Meer 

    Überweisung von haut Arzt notwendig?Oder Antrag  zum kranken Kasse, Renten Versicherung? 

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