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  • Inga Richter
    Inga Richter

    Stufe 3: Innerliche Medikamente bei Psoriasis – Tabletten und Spritzen

    Eine innerliche – so genannte systemische – Therapie ist bei einer mittelschweren, vor allem aber bei einer schweren Schuppenflechte nötig, um die Folgen der stetigen Entzündung zu lindern oder zu vermeiden. Manche der innerlichen Medikamente wirken recht allgemein im gesamten Körper, andere regulieren nur an bestimmten Stellen im Körper das Nötige.

    Nutzen und Risiko müssen sorgfältig abgewogen werden, zumal gewisse Vorerkrankungen eine solche Behandlung ausschließen.

    Methotrextrat – MTX

    MTX ist eines der am längsten eingesetzten innerlichen Mittel für die Therapie der Schuppenflechte und der Gelenk-Psorisis. Im Gegensatz zu anderen innerlichen Medikamenten dauert es 14-16 Wochen, bis MTX seine volle Wirkung entfaltet. Es können die unterschiedlichsten, teilweise auch schweren Nebenwirkungen auftreten.  Ärzte haben aber inzwischen sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Wirkstoff. Viele Befürchtungen, vor allem in Bezug auf die erhöhten Leberwerte, haben sich im Laufe der Zeit als übervorsichtig erwiesen.

    MTX gibt es als Injektion (Spritze oder Pen) oder als Tablette und wird nur einmal wöchentlich angewendet.  Die Injektion wirkt bei der Psoriasis vulgaris (also auf der Haut) deutlich besser. Der Wirkstoff wird außerdem zur Behandlung der Psoriasis Arthritis eingesetzt. MTX kann bei einer hartnäckigen Psoriasis mit anderen Therapien kombiniert werden, z.B. mit UV-Phototherapie, Dithranol oder dem Biologikum Etanercept, um die Wirkung zu verstärken. Obgleich die Haut bei der Kombination von MTX und Phototherapie empfindlicher auf die Strahlung reagiert, wird damit nicht das Hautkrebsrisiko erhöht (Prof. Martin Röcken, DDG-Tagung 2017)

    Eine der häufigste Nebenwirkung bei MTX können erhöhte Leberwerte sein. Deshalb sollte frühestens 24 Stunden nach MTX-Gabe eine Folsäure-Tablette (5 mg) eingenommen werden, damit die Leber den Wirkstoff besser verträgt. Inzwischen gibt es unter MTX deutlich weniger Lebererkrankungen (Hepathopathie) als anfangs befürchtet – dank regelmäßiger Kontrollen. MTX-Patienten sollten auf „P III NP“ (Prokollagen-III-Peptid) getestet werden. Diese Laborleistung wird bundesweit 2 x im Jahr von den Krankenkassen bezahlt. Außerdem soll beobachtet werden, wie stark die Lymphozyten-Anzahl unter MTX fällt. Bei einem zu starken Abfall muss das Medikament abgesetzt werden. Die früher übliche Leber-Biopsie wird nicht mehr gemacht, weil die Werte zu unzuverlässig waren. Ebenfalls als überholt gilt die Annahme, dass es eine Gesamtdosis von Methotrexat gibt, die ein Patient im Leben nicht überschreiten darf.

    Sehr häufig kann es vorkommen, dass unter MTX die Nierenfunktion eingeschränkt wird. Deshalb sollten ältere Menschen niedrigere MTX-Dosierungen bekommen.

    Es gibt kein erhöhtes Missbildungs-Risiko, wenn ein Mann unter laufender MTX-Therapie ein Kind gezeugt hat. Das ist absolut kein Abtreibungsgrund. Frauen dagegen müssen unbedingt verhüten und drei Monate vor der Zeugung mit MTX aussetzen; sicherer sind sechs Monate.

    Nicht für jeden Psoriasis-Patienten ist MTX geeignet: Wer schon eine "Vorerkrankung" an Leber oder  Niere hat, sollte nicht damit behandelt werden. Vorsicht auch bei Diabetes, Magen- und Darm- oder bestimmten Herzkrankheiten.

    MTX kann dann dauerhaft als Langzeit-Therapie eingesetzt werden, wenn es gut wirkt und vertragen wird. Wenn es abgesetzt wird, verschlechtert sich die Psoriasis nach zwei bis sechs Monaten erst einmal.

    Bekannte Präparate: Lantarel, Metex

    Vitamin-A-Abkömmlinge – Retinoide

    Großflächige Formen sprechen gut auf diese Präparate, vor allem aber die pustulöse Form der Schuppenflechte an Handflächen und Fußsohlen. Auch hier sind regelmäßige Überprüfungen von Fettstoffwechsel und Leberfunktionen notwendig und Frauen dürfen während und zwei Jahre nach der Behandlung auf gar keinen Fall schwanger werden. Wegen der potenziellen Leberschädigenden Auswirkungen ist Alkohol während der Behandlung tabu. Insbesondere bei den hohen, effektiven Dosierungen kommt es leider häufig zu starken Nebenwirkungen, insbesondere zu extrem trockenen Schleimhäuten. Aber: Durch eine gleichzeitige UV-Behandlung kann die Dosis in einen Bereich verkleinert werden, wo die Nebenwirkungen kaum noch der Rede wert sind. Außerdem sind Retinoide gut kombinierbar mit PUVA, Kortison- oder Vitamin D3-haltigen Salben. Als alleinige Therapie beziehungsweise als Therapie bei gebärfähigen Frauen wird eine Behandlung mit Retinoiden allerdings nicht empfohlen.

    Präparat: Neotigason

    Ciclosporin

    Eigentlich gedacht für Organtransplantationen, um die Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, wurde der Wirkstoff 1993 für Schuppenflechte zugelassen. Ciclosporin eignet sich vor allem für ausgedehnte Formen vom chronisch-stationären Typ, wenn andere Mittel versagen. Versagen können allerdings auch die Nieren, in die Höhe schießen kann der Blutdruck - weshalb geraten wird, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und das Medikament nicht länger als sechs Monate einzunehmen. Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen werden. Außerdem verträgt sich der Ciclosporin mit vielen anderen Wirkstoffen nicht, weshalb man unbedingt auf die Wechselwirkungen achten sollte – sofern weitere Medikamente eingenommen werden. Kombinationen mit lokalen Anwendungen wie Calcipotriol oder Kortison hingegen können die notwendige Dosis verringern. Auch zusammen mit UV-Behandlungen wurden gute Ergebnisse erzielt, wovon inzwischen allerdings abgeraten wird. Denn Ciclosporin erhöht ohnehin die Neigung zu oberflächlichen Hauttumoren. Trotz der teils beträchtlichen und dosisabhängigen Nebenwirkungen gehört Ciclosporin immer noch zu den wirksamsten Therapieoptionen bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris.

    Präparate: Sandimmun optoral, Sandimmun Neoral, Immunosporin

    Fumarate – Fumarsäureester

    Auch dieses Präparat ist schweren Formen der Psoriasis vulgaris vorbehalten. Häufigste Nebenwirkung ist ein sogenannter Flush - Gesichtsrötung und Hitzegefühl. Zudem drohen Übelkeit, Durchfälle und Magenkrämpfe. Eine langsame Dosissteigerung hilft, solche Nebenwirkungen einzudämmen. Im Laufe der Therapie sollen diese aber meist abnehmen. Ansonsten ist die Substanz recht ungefährlich, starke Nebenwirkungen wie bei anderen systemischen Therapien sind nicht zu erwarten – selbst bei längerfristigem Gebrauch. Übereinstimmend zeigten alle Studien, dass sich binnen drei bis vier Monaten mehr als die Hälfte der Behandelten über eine Reduktion des PASI um 75% freuen durfte. Noch bessere Wirkung erzielt man, wenn die Haut zusätzlich mit lokal wirkenden Salben oder Cremes behandelt wird.

    Präparat: Fumaderm, Fumaderm initial, Skilarence

    Kortison

    Kortison wirkt besonders bei akuten Schüben meist schnell. Nachteil ist, dass die Schuppenflechte nach dem Absetzen rasch und oft stärker als zuvor wieder ausbricht. Überhaupt ist eine innerliche Kortison-Anwendung nur noch kurzfristig in Notfällen angeraten. In der „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris“ von 2011 taucht eine innerliche Behandlung mit Kortison erst gar nicht auf.

    Apremilast

    Der Wirkstoff Apremilast kümmert sich um das Enzym PDE4. Das ist in Immunzellen aktiv, die gerade vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe bilden. Das Enzym unterdrückt, dass in diesen Immunzellen entzündungshemmende Botenstoffe gebildet werden. Apremilast klammert sich an das Enzym und hindert es an der Arbeit.

    Präparat: Otezla

    Biologics – die neuen Medikamente

    Die recht neuartigen Biologics sind Eiweiße, die ebenfalls gegen die überschießende Immunabwehr bei der Psoriasis wirken und so die Entzündungen hemmen. Den bisherigen Studien zufolge handelt es sich um hochwirksame Behandlungsoptionen, die allerdings sehr teuer sind. Daher werden sie für Patienten vorbehalten, bei denen PUVA, MTX oder Ciclosporin nicht wirken oder aus anderen Gründen nicht angewendet werden dürfen. Gegenanzeigen der Biologics sind schwere Herzinsuffizienz, Tuberkulose, Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem empfehlen Experten, wie bei allen systemischen Therapien, regelmäßige Kontrollen gewisser Laborwerte wie etwa das Blutbild, meist Leber- und Nierenwerte sowie Anzeichen, die auf eine Infektion im Körper hindeuten. Als Nebenwirkungen drohen meist lokale Reaktionen, Infektionen, manchmal auch Infusionsreaktionen auf die Spritze wie Flush (Roter Kopf), Übelkeit, Kopfschmerzen oder Frösteln.

    Nachdem Efalizumab (Raptiva) 2009 wegen eines erhöhten Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (Erkrankung des Zentralen Nervensystems) vom Markt genommen wurde, sind inzwischen mehrere Wirkstoffe in Deutschland zugelassen:

    Adalimumab

    Der Wirkstoff wurde 2005 für Psoriasis arthritis und seit 2007 für Plaque-Psoriasis eingeführt. Laut Richtlinie handelt es sich in der Induktionstherapie um eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris, das sogar zur Langzeittherapie geeignet ist. Dreiviertel der Studienteilnehmer erreichten unter Adalimumab binnen 16 Wochen eine Verbesserung des PASI um 75%.

    Eingesetzt wird der Wirkstoff bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, aber eben nur, wenn andere Optionen nicht fruchten. Die Injektion erfolgt einmal wöchentlich, später alle zwei Wochen. Doch Vorsicht: Bis zu fünf Monaten nach Behandlung sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, weil man über eventuelle Komplikationen noch nichts weiß.

    Als Nebenwirkungen treten manchmal Reaktionen an der Injektionsstelle auf, schwere Infektionen, Haarausfall oder Autoimmunphänomene. Vorteil: Die Injektion ist sehr einfach durchführbar und kann vom Patient selbst gesetzt werden.

    Bekanntes Präparat: Humira

    Brodalumab

    Brodalumab hat das Interleukin-17 im Fokus. Das sorgt dafür, dass die Produktion von Hautzellen (Keratinozyten) angekurbelt wird und Entzündungen entstehen. Der Wirkstoff Brodalumab blockiert die Stellen, an denen IL-17 andocken will (Rezeptoren).

    Bekanntes Präparat: Kyntheum

    Etanercept

    Etanercept ist seit 2002 für Psoriasis Arthritis zugelassen, seit 2004 für Psoriasis vulgaris und seit 2008 sogar für die Behandlung von Kindern. Etanercept wirkt nicht ganz so gut wie Adalimumab: bei der höchsten Dosis (2*50 mg) konnte bei etwa der Hälfte der Patienten ein Rückgang des PASI um 75 % beobachtet werden. Auch diese Spritzen kann sich der Patient selber geben. Wichtig ist, dass der Wirkstoff kühl lagern muss (bei 2-8° Celsius).

    Bekanntes Präparat: Enbrel

    Guselkumab

    Dieser Wirkstoff ist eine Art Weiterentwicklung. Er richtet sich gegen das Interleukin 23. Vom gleichen Hersteller stammt Stelara, das sich gegen IL-12 und 23 richtet. Im Laufe der Zeit hatten Forscher beobachtet, dass IL-23 als "Angriffsziel" auch reicht, und so entstand Guselkumab.

    Bekanntes Präparat: Tremfya

    Infliximab

    Die Infusion wird seit 2005 bei Psoriasis vulgaris eingesetzt. Die Wirkung tritt sehr schnell ein, bereits nach ein bis zwei Wochen. Infliximab zeigt etwa die gleiche Wirksamkeit wie Adalimumab. Im Gegensatz zu Adalimumab muss der oder die Patient/in allerdings nach der Infusion noch einige Stunden in der Arztpraxis verharren, um Komplikationen auszuschließen. Die als Nebenwirkung drohenden Infektionen können bisweilen sehr schwer ausfallen. Deshalb sollten eventuelle Entzündungsherde im Körper sowie andere Vorerkrankungen unbedingt ausgeschlossen werden.

    Dennoch steht für die Experten außer Frage, dass Infliximab in der Induktionstherapie derzeit eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris ist und außerdem lange Zeit angewendet werden darf.

    Bekanntes Präparat: Remicade

    Ixekizumab

    Der Wirkstoff Ixekizumab kam im Jahr 2017 auf den Markt. Auch dieses Medikament ist ein sogenanntes Biologikum. Es verrichtet seine Arbeit am Interleukin-17.

    Bekanntes Präparat: Taltz

    Risankizumab

    Der Wirkstoff Risankizumab ist seit dem Jahr 2019 auf dem Markt. Es handelt sich dabei um ein Biologikum, das am Interleukin-23 ansetzt.

    Bekanntes Präparat: Skyrizi

    Ustekinumab

    Ustekinumab ist seit 2009 auf dem Markt. Im Gegensatz zu den anderen Biologics scheint es hier kein stark erhöhtes Risiko für Infektionen zu geben, dennoch sollten bereits bestehende Infektionen vor der Behandlung ausgeschlossen werden. Auch andere Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen oder Atemwegsinfektionen lagen bei Studien im Bereich der Placebogruppe (Studienteilnehmer, die zum Vergleich mit Infusionen ohne Wirkstoff behandelt wurden).

    Bekanntes Präparat: Stelara

    Secukinumab

    Der Wirkstoff Secukinumab ist im Jahr 2015 für die Behandlung der Psoriasis zugelassen worden, und das sogar als so genannte Erstlinientherapie. Das heißt, er darf auch als erstes innerliches Medikament verschrieben werden, ohne dass vorher andere derartige Mittel mit MTX oder Fumaderm angewendet worden sein müssen. Und: Die Rate derjenigen, die mit Secukinumab eine Verbesserung ihrer Schuppenflechte erzielten, ist sehr hoch. Aber: Mit den "alten" Arzneimitteln haben Ärzte und Patienten jahre- und jahrzehntelange Erfahrung im Einsatz, die mit Secukinumab erst noch gesammelt werden muss.

    Bekanntes Präparat: Cosentyx

    Tipps zum Weiterlesen

    Biologika: Schwere Geschütze gegen schwere Krankheiten

    (Deutschlandfunk, Radiolexikon Gesundheit, 21.05.2019)


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    • Medikamente: Bildrechte beim Autor

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    Recommended Comments

    Bezüglich Infliximab möchte ich meine Erfahrung mitteilen: Seit 5 Jahren bekomme ich Infusionen mit Remicade und bin seitdem erscheinungsfrei. Natürlich sind die Blutwerte sowie gewisse Vorsorgeuntersuchungen erforderlich, die bisher allesamt ohne Befund waren. Die hohen Kosten sind aber ein Grund, warum dieses Medikament nicht so oft verschrieben wird.

    Ich bin auf alle Fälle glücklich und kann mein Leben in vollen Zügen genießen.

    Marianne

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    Nach längerer erfolgloser Licht- und Salbentherapie wurde mir Methotrexat-Dragee verschrieben. Die bei diesem Medikament gefürchteten Nebenwirkungen u.a. Erhöhung der Leberwerte wurden bei mir nicht festgestellt.

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    Bis vor ca. 12 Jahren hatte ich die typischen Hauterscheinungen der Psoriasis ( Plaques ),vom Vater geerbt.

    Dann las ich in der Vereinszeitschrift "Psoriasis e.V " zufällig einen Leserbrief mit dem Inhalt, dass in den Hungerjahren nach 1945 bei Psoriatikern wie durch Zauberei alle Hauterscheinungen verschwanden.

    Daraufhin fasste ich den Entschluss, eine strenge fettarme Diät durchzuführen. D.h. KEINE Wurst, Soßen, Öl, Kuchen, Schokolade, Nüsse, Margarine, Butter. Nach 2-3 Monaten waren alle meine Psoriasis-Plaques verschwunden. Durch die Fettarmut hatte ich keine Nebenwirkungen. Bis heute, nach 12 Jahren, sind die Plaques nicht wiedergekommen. Nur noch auf dem Kopf und an den Ellenbogen habe ich Psoriasis.

    Für alle,die es versuchen wollen: Viel Glück !

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    Hallo

    Ich leide an der psoriasis vulgaris

    Ich habe die Behandlung mit fumaderm schon 3 mal hinter mir.

    Ich möchte hier meine Erfahrung zu fumaderm schreiben. Da es hier doch als relativ Harmlos dargestellt wird.

    Werten wurden vorab alle ermittelt und waren normal.

    Ich wurde langsam auf das Medikament eingestellt.

    Mit Einnahme der 1. Tablette konnte man die Uhr nach stellen, nach 15 min

    War mein ganzer Körper feuerrot und brannte auch wie Feuer.

    Dieses hielt etwa 15 min. an. Dann bekam ich Magen und Darmkrämpfe wie ich sie noch nie hatte. Ich hatte früher mal eine Salmonellenvergiftung, die war harmlos dagegen.

    Dieses hielt weiter 5 min an.

    Dann bekam ich so starken Durchfall .... Gehe nicht näher darauf ein.

    Diese " leichten" Nebenwirkungen hätte ich mit jeder Einnahme der Tablette

    Wie gesagt ich wurde noch eingestellt, das war noch nicht der "Hauptwirkstoff"

    Einnahme 1.0.0 dann 1.0.1

    Irgendwann bekam ich dann das eigentlich fumaderm

    Wenn ich bis dahin dachte es geht nicht schlimmer, es ging noch viel schlimmer.

    Jedenfalls musste ich das fumaderm absetzen. 1. ich konnte nicht mehr. 2. starke Gewichtsabnahme und 3. gefiehlen meinem Hausarzt meine Leberwerte nicht.

    Ich habe nie, die Behandlung beendet, sie musste immer abgebrochen werden.

    Jetzt fragt man sich warum hat er es dann 3x gemacht.

    Die ersten beiden male war das Ergebnis so gut, ich war für etwa 1 Jahr fast

    Beschwerdefrei. Trotz Abbruch.

    Nur nach dem 3 mal habe ich mir geschworen, ich nicht mehr.

    Ich hab keine Ahnung ob es von der Behandlung kommt, könnte mir auch kein Arzt beantworten, aber seit dem habe ich Darmproblem

    Ich und auch mein Hausarzt finden fumaderm alles andere als Harmlos.

     

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    Ich nehme seit ca 10 Jahren furmaderm anfangs hatte ich auch diese Beschwerden durchfall und Magenkrämpfe aber nach ca.6 Wochen war es vorbei . Nach 3 Monaten war meine Flechte weg . Habe die Anzahl der Tabletten immer mehr reduziert. War bis Januar 2 mal wöchentlich hatte seit 26 dezember2013 durch joggen knieschmerzen und nahm schmerztsbletten am13 Januar hatte ich dann einen magendurchbruch. Von den vielen Tabletten habe 3 Wochen mit knieschmerzen gearbeitet es war eine tibiakopffraktur so jetzt zurück zu meiner Flechte anschließend war ich bei meiner Hautärztin und die meint ich soll furmaderm erst mal für 6 Monate absetzen habe jetzt Angst .daß die Flechte zurück kommt,

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    So wie es Andreas hier beschreibt ging es mir mit dem Fumaderm nicht. Ich hatte anfangs sehr große Angst mit dem Medikament zu beginnen, weil man im Internet oft diese Horrorkommentare liest, aber mittlerweile bin ich überglücklich. Ich habe vielleicht noch 10 klitzekleine Stellen und sonst bin ich Erscheinungsfrei!

    Ich möchte einen Tipp geben der mir mit dem Medikament unglaublich geholfen hat! Der muss aber unbedingt mit dem behandelnen Arzt abgesprochen werden! Anfangs hatte ich Durchfall, aber nur die erste Woche. Dann habe ich mit meinem Arzt entschieden, dass ich langsamer die Tabletten steiger. Das war sehr gut! Ich habe nur alle 2 Wochen gesteigert und ich habe manchmal auch nur um eine halbe Tablette gesteigert! Ich hatte nie wieder Nebenwirkungen!

    Es dauert länger bis man Erfolg sieht, aber das nimmt man gerne in Kauf bevor man das Medikament ganz absetzen muss.

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    Hallo Lena,

    das "Strecken" der Steigerung ist eine gute Möglichkeit. Das Teilen allerdings sollte nicht jeder unbedingt nachmachen. Wir hatten dazu mal den Hersteller befragt. Seine Antwort:

    Das kann zur Folge haben, dass Wirkstoff bereits im Magen zersetzt wird und später nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn einige Patienten dann über eine bessere Verträglichkeit berichten, ist das genau darauf zurückzuführen. Allerdings kann man diesen Effekt auch haben, wenn insgesamt eine geringere Dosis eingenommen wird.
    Wir hatten dieses Thema auch schon einmal in unserem Forum.
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    Habe Pustelosa unter den füssen,das seit knapp drei Jahre,habe schon alles Genommen was es Gibt auf den Markt bei mir Schläg nichts an,aber Wirklich nichts.

    bin im Jahr 4 Mal Akut in einer Klink,und alles ohne erfolg kann so gut wie nicht Laufen,soll aber Arbeiten gehen..Spinner...Rente Abgelehnt worden ich könnte noch 6-8 std Arbeiten ich verfluche unser System.

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    • Psototyp
      By Psototyp
      Hallo Leute es geht um folgendes, ich nehme zurzeit das brodalumab , seit knapp 5 Monaten, das Ergebnis ist nicht gerade besonders und zufriedenstellend. Mein Arzt meinte er will mich auf Cosentyx umstellen. Ich meine mal hier  gelesen zu haben , das sowas Gar kein Sinn Ergeben würde, da die Medikamente beide auf das interleukin 17 gerichtet sind. Ich weiß  hier gibt es eine Menge Leute die Ahnung haben. Bitte um Eure Hilfe. 
      Mfg Psototyp.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Der Global Player Abbott hat sich in zwei Unternehmen aufgeteilt. Weshalb, werden Wirtschaftsexperten sicherlich analysieren. Dem interessierten Laien fällt auf, dass gerade die Geschäftszweige Abbvie zugeschlagen wurden, die schon bisher besonders hohe Gewinne gemacht haben.
      AbbVie stellt sich als „forschendes BioPharma-Unternehmen“ vor. Als „Forschungsobjekt“ wird die „Lösung der Gesundheitsversorgung“ genannt. In den vergangenen Jahren ist viel Geld von Pharmafirmen in Studien zur „Versorgungsforschung“ und Befragungen von Patienten durch PR-Agenturen gesteckt worden. Viele große Pharmafirmen sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement (DGbV). Die Industrie will wissen, wie die für sie interessanten Patientengruppen tatsächlich versorgt werden und welche Versorgungslücken existieren.
      „Versorgungsforschung“ hat in der Vergangenheit Erstaunliches ans Licht gebracht. Zum Beispiel, dass Psoriasis-Patienten in Deutschland mit großem Abstand am häufigsten Kortison zum Einnehmen erhalten. Da das nicht den Leitlinien der Dermatologen entspricht, verschreiben das vermutlich die Hausärzte. Das hätte aber eigentlich eine Aufklärungskampagne bei Allgemein-Medizinern auslösen müssen.
      „Versorgungsforschung“ ist sinnvoll, wenn ihre Ergebnisse dazu führen, dass sich die Versorgung von Patienten objektiv verbessert. Sie ist zweifelhaft, wenn ihre Ergebnisse dazu genutzt werden, kommerziellen Anbietern Marktlücken aufzeigen. Sie ist problematisch, wenn Anbieter rezeptpflichtiger Medikamente Hinweise bekommen, wie sie ihren direkten Zugang zu Patienten ausbauen können.
      AbbVie macht dort weiter, wo Abbott aufgehört hat: Kein Pharmakonzern in Deutschland hat versucht, den direkten Kontakt zu den (Psoriasis-) Patienten so zu perfektionieren wie Abbott. Informationsbroschüren, Patientenportale, telefonische Beratung und Hausbesuche durch eine Krankenschwester bieten andere (Biologika-) Hersteller ebenfalls an. Abbott organisiert darüber hinaus mit Apothekern „Psoriasis-Gespräche“, hat einen Standardvortrag für diese Veranstaltung entwickelt, berät telefonisch über Sozialrechtsfragen und versuchte vergeblich, einen „Lieferservice“ für Humira® einzurichten. Dieses „Betreuungsprogramm“ wurden schon in der Vergangenheit von Patientenverbänden deutlich kritisiert: nicht nur von der PSOAG, sondern ebenfalls von der Deutschen Rheuma-Liga.
      Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass Pharmafirmen versuchen, ohne den Umweg über die Ärzte direkt die Patienten zu erreichen. Gescheitert ist der Versuch zu erreichen, dass in der EU auch bei Patienten für rezeptpflichtige Medikamente geworben werden darf. Erfolgreich dagegen war die Pharmalobby im Punkt „integrierte Versorgung“: Seit 2011 ist es gesetzlich erlaubt, dass die Krankenkassen die Versorgung kompletter Patientengruppen an kommerzielle Unternehmen abgeben. So lässt die AOK Niedersachsen ihre Schizophrenie-Patienten komplett von der I3G GmbH versorgen, einer 100%-igen Tochter von Janssen-Cilag. Die stellen wiederum Psychopharmaka gegen Schizophrenie her. Auch andere Pharmafirmen würden gerne „ihre“ Patienten selbst versorgen. Kritiker befürchten, dass bestimmte Patientengruppen in Zukunft nur noch mit Pillen behandelt werden. Interessenkonflikte sind programmiert.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Hier beantworten wir Fragen, die zum Medikament Humira gestellt werden. Sie sind bewusst kurz und knapp.
      Wie schnell wirkt Humira bei Psoriasis? Im Durchschnitt zeigt sich nach vier bis acht Wochen, ob Humira bei einem gut wirkt. Die maximale Besserung ist übrigens nach 16 Wochen zu sehen – wie gesagt im Durchschnitt.
      Quelle: Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, Update 2017
      Wie oft wird Humira gespritzt? Bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis wird Humira alle zwei Wochen gespritzt. Wenn nach 16 Wochen die Wirkung zwar da, aber nicht so doll ist, kann in einigen Fällen auf eine wöchentliche Humira-Spritze umgestellt werden. Das muss aber immer mit dem Arzt besprochen werden.
      Quelle: Fachinformation Humira, abgerufen am 20. März 2017
      Wer hat Erfahrung mit Humira? Viele. Bei uns geht es vor allem um Erfahrungen in der Anwendung bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Nachzulesen sind diese Erfahrungen in unserem Humira-Forum.
      Ist Humira das gleiche wie Remicade? Ja, diese Frage stellen Nutzer wirklich!
      Nein. Humira enthält den Wirkstoff Adalimumab. Remicade enthält dagegen den Wirkstoff Infliximab.
      Beide sind sogenannte Biologics, gehören also zur gleichen Medikamenten-Gruppe.
      Gehört Humira zu den Immunsuppressiva? Ja.
      Was bewirkt Humira? Adalimumab – der Wirkstoff in Humira und seinen Biosimilars – ist ein sogenannter humaner monoklonaler Antikörper, also ein Eiweiß. Das heftet sich im Körper an den Signalstoff des Immunsystems mit dem Namen Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα) an. Dieses TNFα ist an Abwehrreaktionen des Körpers beteiligt. Bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist die Menge an TNFα erhöht. Adalimumab schnappt sich also das TNFα. Dadurch werden die Entzüdungen im Körper verringert.
      Wie viel kostet Humira? Eine Packung Humira 40 mg mit 6 Spritzen oder Pens kostet 5324,55 Euro (Stand März 2020). Die Biosimilars wie Amgevita, Hulio oder Imraldi kosten in gleicher Dosis und gleicher Packungsgröße um die 2800 Euro.
      Ist Humira gefährlich? Kommt darauf an, wie man "gefährlich" definiert. Ja, während einer Behandlung mit Humira können vermehrt Infektionen auftreten. Und: Es können Symptome einer Lupus-Erkrankung auftreten. Viele weitere Nebenwirkungen treten selten oder noch seltener auf. Dazu findest du mehr in unserem Haupt-Artikel über Humira und seine Biosimilars.
      Zahlt die Krankenkasse Humira? Wenn der Arzt den Einsatz von Humira für nötig hält, bezahlen gesetzliche Krankenkassen das Medikament.
      Welche Blutwerte sollten während einer Humira-Therapie erhoben werden? In der Fachinformation zu Humira gibt es dazu keine Angaben. In der Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris (Stand 2017) empfehlen Experten:
      Vor der Behandlung: Differenzialblutbild, ASAT, ALAT, γGT, Hepatitis B Serologie, evtl. HIV/Hepatitis C Serologie (und einen Schwangerschaftstest im Urin)
      Während der Behandlung (also 4 Wochen nach Beginn, 12 Wochen nach Beginn und dann alle 3 Monate): Differenzialblutbild, ASAT, ALAT, γGT
      https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/adalimumab/humira.html
    • Redaktion
      By Redaktion
      Im Laufe der Jahre wurde der Wirkstoff Adalimumab, der in Humira enthalten ist, mehreren Studien unterzogen – sowohl vor der Zulassung als auch danach. Wir schreiben hier eher protokollarisch wichtige Ergebnisse einiger Studien auf.
      Adept
      (zusammengesetzt aus: Adalimumab Effectiveness in Psoriastic Arthritis Trial)
      ADEPT war eine placebokontrollierte, doppelblinde Studie. Darin wurden die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Humira bei 313 Erwachsenen mit mäßiger bis schwerer, aktiver Psoriasis arthritis untersucht. Bei ihnen hatten Entzündungshemmer ohne Kortison (nichtsteroidale Antiphlogistika) nicht geholfen. “Mitbringen” mussten sie drei oder mehr geschwollene Gelenke und drei oder mehr schmerzende Gelenke. Den Patienten wurde jede zweite Woche subkutan (unter die Haut) ein Scheinmedikament (Placebo) oder 40 mg Humira gespritzt.
      Nach 12 Wochen waren die Gelenkschmerzen und arthritischen Probleme bei 60 Prozent der Patienten um 20 Prozent besser. Nach 24 Wochen hatte fast ein Viertel der Patienten 70 Prozent weniger Schmerzen und Probleme.
      Ein weiterer gemessener Wert heißt mTSS. Damit wird die Knochenerosion (Abtragung) und die Verengung des Gelenkspalts beurteilt. Die Patienten mit Humira hatten nach 24 Wochen deutlich weniger Veränderungen in diesem Bereich. als die Patienten mit dem Scheinmedikament.
      69 der Patienten in der Studie hatten eine Psoriasis, die mehr als drei Prozent der Körperoberfläche befallen hatte. 42 Prozent von ihnen wiesen nach 24 Wochen eine Verbesserung der Psoriasis-Erscheinungen um 90 Prozent (!) auf. Ein Drittel dieser Patienten hatte das gute Ergebnis schon nach 12 Wochen erreicht. Es bliebt bei ihnen bis zum Ende der Studie so. Kein einziger Patient mit dem Scheinmedikament erreichte diese sehr gute Verbesserung seiner Psoriasis nach 24 Wochen – was nun aber auch nicht weiter wundert.
      Nebenwirkungen
      Mehr als fünf Prozent der Patienten mit Humira bekamen unerwünschte oder schwere Nebenwirkungen zu spüren, zum Beispiel
      Infektionen der oberen Atemwege Nasopharyngitis (Entzündung des Nasenrachens; meist eine Entzündung der Rachenmandel) Reaktionen an der Einstichstelle Kopfschmerzen Hypertonie (Bluthochdruck) Generell wird Humira in Verbindung gebracht mit Nebenwirkungen wie
      Schwindelgefühl Infektionen der Harnwege Übelkeit Durchfall Halsschmerzen Herpes simplex Bauchschmerzen Ausschlag und Juckreiz Schmerzen an der Einstichstelle wurde von mehr als jedem zehnten Patienten berichtet.
      Believe
      Thema: Wirksamkeit von Adalimumab (1)
      beteiligte Patienten: 730 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, bei denen zuvor mindestens zwei innerliche Therapien fehlgeschlagen oder aus anderen Gründen nicht durchführbar waren
      Durchführung: 16 Wochen lang Adalimumab entweder zusammen mit Vitamin-D3-/Kortison-Salbe oder mit einer Placebo-Creme
      Ergebnis:
      Verbesserung der Psoriasis-Symptome (PASI) um mindestens 75 Prozent bei 70 Prozent der Patienten Verbesserung der Psoriasis-Symptome (PASI) um mindestens 90 Prozent bei 50 Prozent der Patienten Außerdem festgestellt: Kombination mit Salben ohne anhaltenden zusätzlichen Effekt
      Champion
      Die Champion-Studie war eine wichtig für die Zulassung von Humira zur Behandlung der Plaque-Psoriasis.
      An der Champion-Studie waren 271 Patienten in acht europäischen Ländern und in Kanada beteiligt, die 16 Wochen lang mit Humira behandelt wurden. In dieser Studie wurde (erstmals) die Wirkung von Humira mit der des Standard-Medikaments MTX und einem Placebo verglichen. 17 Prozent von ihnen hatten hinterher keine Psoriasis-Anzeichen mehr, also eine Besserung um 100 Prozent. In der Gruppe, die MTX bekam, waren es 7 Prozent. Unter den Patienten, die ein Placebo bekamen, waren immer noch zwei Prozent.
      Eine Besserung um immer noch 75 Prozent erreichten 80 Prozent der Patienten. Mit MTX waren es 36 Prozent, mit Placebo 19 Prozent - was aber auch beachtlich ist.
      Reveal
      Die Reveal-Studie war ebenfalls wichtig für die Zulassung von Humira zur Behandlung der Plaque-Psoriasis. Sie erstreckte sich über 52 Wochen. Darin ging es um die Effizienz des Medikaments, aber auch um die Wirksamkeit. Hier gab es aber keinen Vergleich mit einem anderen Medikament. In den USA und Kanada nahmen 1.200 Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Psoriasis an der Studie teil. Nach 16 Wochen erreichten 71 Prozent der Patienten mit Humira eine Besserung ihrer Schuppenflechte um 75 Prozent. 6,5 Prozent der Placebo-Bekommer kamen ebenfalls so weit.
      20 Prozent der Humira-Patienten hatten nach der Behandlung keine Stellen mehr. Ein Prozent der Patienten, die "nur" ein Placebo bekamen, erlebten den gleichen Effekt.
      Ergebnis einer offenen Verlängerung der Studie: 86 Prozent der Patienten, deren PASI in der eigentlichen Studie um mindestens 75 Prozent besser geworden waren, hatten auch nach zwei Jahren noch ein genauso gutes oder sogar besseres Ergebnis.
      Daten aus einer Studie in Phase II
      Daten aus einer Studie in Phase II belegen eine Verbesserung der Krankheitsaktivität und Lebensqualität (2)
      Der Wirkstoff Adalimumab wirkt sehr gut und lange: Das Ergebnis einer Studie wurde Hautärzten in den USA während ihrer 63. Jahreskonferenz im Jahr 2005 vorgestellt.
      Die Studie in Phase II zeigte: Das Biologikum Adalimumab (Medikamentenname: Humira) zeigt im Einsatz bei der Schuppenflechte eine hohe Wirksamkeit und verbessert nachhaltig die Lebensqualität der Patienten. Genauer: Bei fast 70 Prozent der Patienten, die mit 40 Milligramm Adalimumab alle 14 Tage behandelt wurden, verbesserte sich die Krankheitsaktivität um mindestens 75 Prozent. Diese Verbesserung hielt über den 60-wöchigen Behandlungszeitraum - also deutlich länger als ein Jahr - an. Adalimumab (Humira) wird subkutan (unter die Haut) gespritzt.
      Mehr als ein Drittel der mit Adalimumab behandelten Patienten erreichten eine Verbesserung der Krankheitsaktivität um 90 Prozent. Das ist mehr als üblicherweise in klinischen Studien erwartet wird.
      Außerdem beurteilten Ärzte das Hautbild ihrer Probanden. Bei fast zwei Dritteln bescheinigten sie ein "klares" oder "nahezu klares" Hautbild.
      Auch die Lebensqualität der Patienten verbesserte sich im Rahmen der Studie, und das anhaltend: 34,3 Prozent schilderten auch nach einem Behandlungszeitraum von 60 Wochen, dass ihre Lebensqualität "überhaupt nicht" von der Erkrankung beeinträchtigt sei.
      Diese Ergebnisse belegen, dass eine Therapie mit 40 mg Adalimumab s.c. alle 14 Tage eine nachhaltige Verbesserung der klinischen Zeichen und Symptome der Psoriasis erreicht. Die Art und Häufigkeit der im Rahmen der Studie beobachteten unerwünschten Ereignisse waren mit den Sicherheitsdaten aus den vorausgegangenen Adalimumab-Studien bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis Arthritis vergleichbar.
      Meta-Analysen
      Thema: Sicherheit von Adalimumab (1)
      beteiligte Patienten: 1800
      Ergebnisse:
      Sterberate auch nach Langzeit-Therapie nicht erhöht Krebsrisiko nach Langzeit-Therapie niedriger als in der Gruppe gesunder Probanden Quellen:
      (1) Dr. Diamant Thaci, Uni-Klinik Frankfurt/Main, beim EADV-Kongress in Berlin, zitiert in "Mit TNF-Alpha-Blocker gegen schwere Psoriasis", Ärzte Zeitung, 23.10.2009
      (2) Quelle: Pressemitteilung der Firma Abbott, 14. März 2005 - 63. Jahreskonferenz des amerikanischen Dermatologen-Verbandes (American Academy of Dermatology - ADD)
    • Redaktion
      By Redaktion
      Name des Originalpräparats: Humira
      Namen von Biosimilars: Amgevita, Amsparity, Cyltezo, Halimatoz, Hefiya, Hulio, Hyrimoz, Imraldi, Solymbic, Yuflyma
      Name des Wirkstoffs: Adalimumab
      Hersteller des Originalpräparats: AbbVie
      Dieses Medikament ist rezeptpflichtig.
      Allgemeine Informationen
      Adalimumab gehört zur Gruppe der so genannten Biologika. Diese Stoffe heißen so, weil sie von lebenden Zellen hergestellt werden – mit „Bio“ wie man es vom Lebensmittelmarkt kennt hat das nichts zu tun. Bei Adalimumab handelt es sich um einen gentechnisch hergestellten  humanen Antikörper gegen löslichen Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α).
      Bei welcher Erkrankung wird Humira angewandt?
      Humira kann sowohl bei Psoriasis arthritis als auch bei mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis des Erwachsenen angewandt werden. Bei Psoriasis arthritis wird Humira allein (Monotherapie) oder in Kombination eingesetzt, wenn herkömmliche krankheitsmodifizierende Antirheumatika nicht ausreichend wirken.
      Bei Plaque-Psoriasis wird es als Monotherapie bei Patienten angewandt, bei denen eine äußerliche Therapie mit Cremes, Salben und Bädern nicht ausreicht und eine Systemtherapie erforderlich ist. In der Regel wird ein Biologikum wie Humira aber erst eingesetzt, wenn andere Systemtherapien wie Fumarsäureester, Retinoide, Methotrexat oder Ciclosporin nicht ausreichend gewirkt haben.
      Humira kann bei Kindern mit Plaque-Psoriasis ab 4 Jahren eingesetzt werden, wenn äußerliche Therapien und eine Lichttherapie nicht angesprochen haben oder aus einem anderen Grund für sie nicht geeignet sind.
      Darüber hinaus wird Humira auch bei vielen anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew und Morbus Crohn eingesetzt.
      Wirkmechanismus
      Der Tumor-Nekrose-Faktor (TNF-alpha) ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems gegen Bakterien. Er schafft die Vorraussetzungen für andere Zellen und Eiweißstoffe, im Kampf gegen Bakterien optimal zu funktionieren. TNF-α wird vor allem von Makrophagen ausgeschüttet und hat vielfältige Wirkungen in vielen Organsystem. Eine lokal erhöhte Konzentration von TNF führt zu den klassischen Entzündungssymptomen: Hitze, Schwellung, Röte und Schmerz. Erhöhte Konzentrationen im Blut können zu Fieber und Appetitminderung mit Gewichtsverlust führen.
      Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Psoriasis ist TNF-α außer Kontrolle geraten. Man findet den Faktor in hohen Konzentrationen, obwohl Bakterien bei dieser Entzündung gar nicht mit im Spiel sind. Die eigentlich gegen Bakterien gerichtete Entzündungsreaktion mit all ihren Folgen wie Schmerz, Rötung und Gewebezerstörung läuft sozusagen ins Leere. Indem man TNF- α aus dem Spiel nimmt, kann man die Entzündungsreaktion ausbremsen.
      Adalimumab ist ein Antikörper gegen löslichen TNF-α. Durch die Bindung an den Antikörper passt TNF-α nicht mehr ins „Schloss“ (Rezeptor) und kann seine Wirkung in den Zielorganen nicht entfalten.
      Wie wird Humira angewandt?
      Es wird empfohlen, dass die Behandlung mit Humira von speziellen Fachärzten eingeleitet und überwacht wird, die über viel Erfahrung mit diesem Medikament verfügen.
      Humira gibt es als Spritze und als Pen. Mit dem Pen sollen Menschen mit schweren Gelenkproblemen an den Händen bei der Injektion des Medikaments weniger Probleme haben.
      Wer schon einmal einem Diabetiker beim Spritzen zugesehen hat, wird sich spontan daran erinnert fühlen: Beim Pen ist die Nadel während des Injektionsvorgangs nicht sichtbar. Die Patienten halten den Humira-Pen gegen die Haut, drücken einen Knopf und warten auf die Injektion des Medikaments. Die Injektion selbst wird nach Angaben des Herstellers AbbVie von Patienten beim Pen als weniger schmerzhaft empfunden.
      Für den Pen gab es eine Studie. Die hieß Touch (Trial Of Usability in Clinical settings of HUMIRA Autoinjector vs. Prefilled Syringe). 52 Patienten nahmen daran teil. Neun von zehn fanden den Pen bequemer und einfach zu handhaben. Acht von zehn berichteten von weniger Schmerzen.
      Bei Psoriasis arthritis wird in der Regel alle zwei Wochen als Einmalgabe 40 mg des Antikörpers unter die Haut (subkutan) gespritzt.
      Bei Plaque-Psoriasis wird bei erwachsenen Patienten ein Anfangsdosierung von 80 mg Adalimumab subkutan empfohlen. Die nächste Gabe von 40 mg erfolgt nach einer Woche, danach werden wie bei der Psoriasisarthritis alle zwei Wochen 40 mg verabreicht.
      Für Kinder mit Plaque-Psoriasis ab 4 Jahren beträgt die empfohlene Dosis 0,8 mg pro Kilogramm Körpergewicht und maximal 40 Milligramm. Die genaue Dosis kann der Arzt in der Fachinformation finden. In den ersten beiden Wochen wird Humira wöchentlich, da nach alle zwei Wochen unter die Haut gespritzt.
      Bei Patienten, bei denen sich auch nach 16 Wochen noch keine Wirkung gezeigt hat, sollte Humira abgesetzt werden. Bei guter Wirksamkeit kann nach 33 Wochen eine Unterbrechung der Therapie erwogen werden. Studien haben gezeigt, dass bei knapp drei Viertel der Patienten nach diesem Zeitraum keine Rückfälle mehr auftreten.
      Grundsätzlich ist es möglich, dass man sich als Patient nach entsprechender Schulung das Medikament selbst injiziert. Ob das auch für dich in Frage kommt, solltest du mit deinem Arzt besprechen.
      Wann darf Humira nicht angewendet werden?
      bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe (auch bei Latex-Allergikern ist Vorsicht geboten, da der Nadelschutz der Spritze Latex enthält) bei aktiver Tuberkulose bei schweren Infektionen wie Blutinfektion (Sepsis) bei Infektionen mit Keimen, die normalerweise harmlos sind (Solche „opportunistischen“ Infektionen sind ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystems) bei mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz Worauf müssen Arzt und Betroffener besonders achten?
      Besonders gefürchtet ist unter der Behandlung mit Humira das Wiederaufflackern einer nicht richtig ausgeheilten Tuberkulose (Tbc). TNF-α ist in besonderer Weise daran beteiligt, Tuberkelbakterien dauerhaft in Schach zu halten. Fällt dies Wirkung weg, kann die Tuberkulose erneut ausbrechen und dann zu schweren Krankheitsverläufen führen.
      Ihr Arzt wird Sie daher ausführlich befragen, ob Sie jemals an einer Tbc erkrankt waren oder Kontakt mit Tbc-Kranken hatten. Zusätzlich wird unter Umständen mittels Röntgenaufnahme und/oder Hauttest (Tuberkulin-Test) nach einer inaktiven (latenten) Tuberkulose gefahndet.
      Wird eine aktive Tuberkulose festgestellt, darf mit der Therapie mit Humira nicht begonnen werden. Bei einer inaktiven Tuberkulose wird zuerst eine Anti-Tuberkulosetherapie eingeleitet.
      Auch wenn sich vor der Therapie keine Hinweise für eine Tuberkulose ergeben haben, ist eine spätere Infektion oder ein Wiederaufflackern nicht völlig ausgeschlossen. Sie sollten daher während des Behandlungszeitraums besonders auf mögliche Anzeichen einer Tuberkulose wie anhaltender Husten, Gewichtsverlust, niedriges Fieber und Nachtschweiß achten und ggf. sofort Ihren Arzt informieren.
      Auch andere Infektionen können unter Humira gehäuft auftreten bzw. schwerer verlaufen. Ihr Arzt wird daher versuchen, Infektionen vor der Behandlung weitgehend auszuschließen. Tritt eine schwere Infektion während der Behandlung auf, muss die Behandlung mit Adalimumab möglicherweise abgebrochen werden, bis die Infektion unter Kontrolle ist.
      Auch eine chronische Hepatitis B. sollte möglichst ausgeschlossen werden. Einige  Menschen sind Träger des Hepatitis-B-Virus ohne davon zu wissen. Die Therapie mit Adalimumab könnte das Virus aktivieren.
      Auch opportunistische Infektionen mit ansonsten harmlosen Erregern einschließlich Pilzerkrankungen können auftreten. Symptome wie Unwohlsein, Fieber, Gewichtsverlust, Schwitzen, Husten und Atemnot müssen daher immer ernst genommen werden.
      Beim heutigen Wissenstand kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass TNF-Gegenspieler wie Adalimumab das Risiko für Lymphome und andere bösartige Erkrankungen erhöhen. Dies gilt vor allem für Patienten mit einer intensiven abwehrschwächenden (immunsuppressiven) Therapie in der Vorgeschichte. Wurde vorher eine PUVA-Therapie durchgeführt, sollte vermehrt auf die mögliche Entstehung von Hautkrebs geachtet werden.
      Manche Impfstoffe enthalten lebende Erreger. Auf Impfungen mit solchen Lebend-Impfstoffen sollte während der Therapie mit Humira verzichtet werden. Dazu gehören z.B. Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Gelbfieber und Typhus. Impfungen mit Tot-Impfstoffe stellen kein Problem dar.
      Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten mit leichter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) geboten, da sich diese unter Umständen verschlechtern kann. Bei Neuauftreten einer Herzschwäche oder Verschlechterung der Symptomatik muss die Therapie abgesetzt werden.
      Kann Humira in Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden?
      Da nicht genug Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte das Präparat hier nicht eingesetzt werden. Während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung zu empfehlen.
      Mögliche Nebenwirkungen
      Sehr häufig (bei einem von 10 Behandelten oder mehr)
      Reaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung, Schwellung, Schmerz, Juckreiz (bei 16% der Patienten – meist mild und kein Grund zum Absetzen) Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)
      Infektionen der oberen und unteren Atemwege (Schnupfen, Halsentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündung), Virusinfektionen (einschließlich Grippe und Herpesinfektionen), Hefepilzerkrankungen (Candidiasis), andere bakterielle Infektionen (z.B. Harnwegsinfektionen) Lymphopenie (Rückgang der Lymphozyten) Benommenheit (einschließlich Schwindel), Kopfschmerz, neurologische Empfindungsstörungen (z.B. „Ameisenlaufen“) Infektion, Reizung oder Entzündung des Auges Husten, Schmerzen im Bereich von Nasen- und Rachenraum Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit Entzündungen und kleine Geschwüre der Mundschleimhaut (Stomatitis) Erhöhung der Leberenzyme Hautausschläge (Dermatitis, Ekzem), Juckreiz (Pruritus) Haarausfall Schmerzen im Bereich von Muskulatur und Skelett Fieber, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Unwohlsein Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)
      Sepsis (Blutinfektion), opportunistische Infektionen, Abszess, Gelenkinfektionen, Hautinfektionen (einschließlich Weichteilinfektion und Impetigo), oberflächliche Pilzinfektionen Blutbildveränderungen (Neutropenie bis hin zu Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie, Leukozytose) Lymphknotenschwellungen Hautpapillom, Basalzellkarzinom der Haut Systemischer Lupus erythematodes, Angioödem Arzneimittelüberempfindlichkeit, saisonale Allergien Kaliummangel (Hypokaliämie), erhöhte Blutfette, erhöhte Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) Appetitstörungen (bis hin zu Abmagerung) Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit (einschließlich Nervosität und Agitation) Ohnmacht (Synkope), Migräne, Zittern (Tremor), Schlafstörungen Störungen des Sehvermögens, Empfindungsstörungen des Auges Tinnitus, Ohrbeschwerden (einschließlich Schmerz und Schwellung) Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), schneller Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen Blutdruckerhöhung, Gesichtsrötung (Flush), blaue Flecken (Hämatome) Asthma, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Heiserkeit (Dysphonie), verstopfte Nase Blut im Stuhl, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Erbrechen, Dyspepsie, Blähungen, Verstopfung Nesselsucht (Urtikaria), Schuppenflechte (Psoriasis), Ekchymose und vermehrte Blutergüsse, Purpura Blut im Urin (Hämaturie), eingeschränkte Nierenfunktion, Blasen- und Harnröhrenbeschwerden Störungen des Menstruationszyklus und Blutungsstörungen Erhöhung der Kreatinphosphokinase im Blut, Verlängerung der partiellen Thrombinzeit, Nachweis von Auto-Antikörpern Versehentliche Verletzung, beeinträchtigte Wundheilung Selten: (mehr als einer von 10.000 Behandelten aber weniger als einer von 1000)
      Nekrotisierende Faszitis, virale Hirnhautentzündung (Meningitis), Divertikulitis Lymphom, andere Organtumoren (einschließlich Brust, Eierstock, Hoden), Plattenepithelkarzinome der Haut, schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) Schwere Blutbildveränderung (Panzytopenie), idiopathische thrombozytopenische Purpura Serumkrankheit Schilddrüsenfunktionsstörung (einschließlich Kropf) zu hohe oder zu niedrige Kalziumspiegel (Hyperkalzämie oder Hypokalzämie) Multiple Sklerose, Gesichtslähmung Panophthalmie, Regenbogenhautentzündung (Iritis), Glaukom Hörverlust Herzstillstand, Koronarinsuffizienz, Angina pectoris, Perikarderguss, dekompensierte Herzinsuffizienz Gefäßverschluss, Aortenverengung (Aortenstenose), Venenentzündung (Thrombophlebitis), Aortenaneurysma Lungenödem, Rachenödem, Pleuraerguss, Rippenfellentzündung (Pleuritis) Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), intestinale Stenose, Kolitis, Enteritis, Ösophagitis Lebernekrose, Hepatitis, Leberverfettung, Gallensteine, erhöhtes Bilirubin im Blut Erythema multiforme, Pannikulitis Rhabdomyolyse Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie), Nierenschmerzen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Wirkstoffen
      Wechselwirkungen mit anderen zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzten Medikamenten wie Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Leflunomid, Gold, Glukokortikoiden, Salicylaten; nicht-steroidalen Antiphlogistika oder Analgetika sind nicht zu erwarten.
      Die Kombination mit Methotrexat hat sich als günstig erwiesen, da in diesem Fall seltener Antikörper gegen Adalimumab gebildet werden und die Wirkung verstärkt wird.
      Die Kombination mit einem weiteren TNF-α-Gegenspieler bringt keinen klinischen Vorteil und erhöht die Infektionsgefahr, sodass davon abgeraten wird. Das gleiche gilt für die Kombination mit Anakinra.
      Was sollte man sonst noch wissen?
      Bei Psoriasis-Arthritis kann Humira die klinischen Zeichen der Gelenkentzündung bessern und das Fortschreiten der Gelenkentzündungen vermindern. Auch eine deutliche Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit ist gezeigt worden. Bei mäßiger bis schwerer Plaque-Psoriasis kann mit Adalimumab eine rasche Rückbildung der Hauterscheinungen bis hin zum völligen Abheilen erreicht werden. Die Biologika Humira und Enbrel sind vor allem für die Langzeittherapie einer stabilen, ständig fortschreitenden Psoriasis geeignet. Ein besonders schnelles Ansprechen in kritischen Situationen erreicht man dagegen mit Infliximab und Ustekinumab. Nach einer Therapiepause kann nicht garantiert werden, dass man bei einem Rückfall wieder genauso gut auf die Therapie mit Adalimumab anspricht. Wird das Therapieziel nach 12 Wochen mit Humira nicht erreicht, kann mit Methotrexat kombiniert werden. Bringt auch das keinen Erfolg kann der Wechsel auf ein anderes Biologikum erwogen werden. Maria Weiß, Ärztin
      Lagerung
      Die Fertigspritzen müssen im Kühlschrank (2 bis 8°C) aufbewahrt werden. Um den Inhalt vor Licht zu schützen, sollte man die Spitzen in der Originalverpackung lassen.
      Kosten von Humira
      Eine Packung mit 2 Pen mit je 40 mg Adalimumab (Humira) kostet etwa 1900 Euro (Stand Juni 2020). Eine Packung mit 6 Pen mit je 40 mg Adalimumab (Humira) kostet etwa 5325 Euro (Stand Juni 2020). Die Preise sind Listenpreise. Durch Rabattverträge, die Verschreibung eines Biosimilars und weitere Umstände können (und werden) die Kosten davon abweichen. Deshalb ist diese Angabe nur als sehr grobe Richtschnur anzusehen.
      Verwendete Literatur:
      Fachinformation Humira Frank Bachmann et al; Stellenwert der Biologika im Praxisalltag; AP Dermatolgie/Allergologie 2009; 4: 28-31 https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/adalimumab/humira-fragen-antworten.html Kurz gemeldet
      November 2019: Imraldi, ein Nachahmer-Präparat (Biosimilar), kostet in Deutschland jetzt nur noch halb so viel wie das Original-Produkt Humira. [Quelle] November 2019: Nach dem Ende des Patentschutzes für das Medikament Humira hatte der Hersteller AbbVie starke Umsatzverluste erwartet. Sie fielen mit 3,9 Prozent weltweit dann geringer aus als befürchtet. [Quelle] Oktober 2019: Ein Jahr nach Auslaufen des Patentschutzes wird das Medikament Humira nur noch halb so oft verschrieben. Biosimilars – die Nachbauten des Original-Arzneimittels – haben also kräftig aufgeholt. [Quelle] Oktober 2018: Das Biosimilar Cyltezo kommt erst einmal nicht auf den Markt. Grund sind wohl Patent-Streitereien in den USA. November 2016: Pen, Spritze und Verpackung bei Humira wurden leicht geändert. Pen und Spritze enthalten nur noch die halbe Füllmenge. Die Zahlen auf dem Pen sind nun weiß und das Sichtfenster ist größer. Bei der Spritze ist deutlich zu sehen, dass sie weniger Inhalt hat. Verringert wurde laut Hersteller die Menge der Füllstoffe und nicht die des Wirkstoffs. Alles in allem soll die Injektion weniger brennen. In einem Flyer gab es den Hinweis, dass Anwender des Pens weiterhin nach dem Auslösen bis 10 zählen sollten. Tipps zum Weiterlesen
      In unserer Community tauschen Betroffene ihre Erfahrungen mit Humira aus. Wer Humira bekommt, kann an einem Patientenbetreuungsprogramm teilnehmen. Dafür kann man sich bei AbbVie Care anmelden. aktueller Beipackzettel von Humira eine Übersicht über Humira und warum es in der EU zugelassen ist von der europäischen Arzneimittel-Behörde EMA (PDF)

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