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  • Inga Richter
    Inga Richter

    Stufe 3: Innerliche Medikamente bei Psoriasis – Tabletten und Spritzen

    Eine innerliche – so genannte systemische – Therapie ist bei einer mittelschweren, vor allem aber bei einer schweren Schuppenflechte nötig, um die Folgen der stetigen Entzündung zu lindern oder zu vermeiden. Manche der innerlichen Medikamente wirken recht allgemein im gesamten Körper, andere regulieren nur an bestimmten Stellen im Körper das Nötige.

    Nutzen und Risiko müssen sorgfältig abgewogen werden, zumal gewisse Vorerkrankungen eine solche Behandlung ausschließen.

    Methotrextrat – MTX

    MTX ist eines der am längsten eingesetzten innerlichen Mittel für die Therapie der Schuppenflechte und der Gelenk-Psorisis. Im Gegensatz zu anderen innerlichen Medikamenten dauert es 14-16 Wochen, bis MTX seine volle Wirkung entfaltet. Es können die unterschiedlichsten, teilweise auch schweren Nebenwirkungen auftreten.  Ärzte haben aber inzwischen sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Wirkstoff. Viele Befürchtungen, vor allem in Bezug auf die erhöhten Leberwerte, haben sich im Laufe der Zeit als übervorsichtig erwiesen.

    MTX gibt es als Injektion (Spritze oder Pen) oder als Tablette und wird nur einmal wöchentlich angewendet.  Die Injektion wirkt bei der Psoriasis vulgaris (also auf der Haut) deutlich besser. Der Wirkstoff wird außerdem zur Behandlung der Psoriasis Arthritis eingesetzt. MTX kann bei einer hartnäckigen Psoriasis mit anderen Therapien kombiniert werden, z.B. mit UV-Phototherapie, Dithranol oder dem Biologikum Etanercept, um die Wirkung zu verstärken. Obgleich die Haut bei der Kombination von MTX und Phototherapie empfindlicher auf die Strahlung reagiert, wird damit nicht das Hautkrebsrisiko erhöht (Prof. Martin Röcken, DDG-Tagung 2017)

    Eine der häufigste Nebenwirkung bei MTX können erhöhte Leberwerte sein. Deshalb sollte frühestens 24 Stunden nach MTX-Gabe eine Folsäure-Tablette (5 mg) eingenommen werden, damit die Leber den Wirkstoff besser verträgt. Inzwischen gibt es unter MTX deutlich weniger Lebererkrankungen (Hepathopathie) als anfangs befürchtet – dank regelmäßiger Kontrollen. MTX-Patienten sollten auf „P III NP“ (Prokollagen-III-Peptid) getestet werden. Diese Laborleistung wird bundesweit 2 x im Jahr von den Krankenkassen bezahlt. Außerdem soll beobachtet werden, wie stark die Lymphozyten-Anzahl unter MTX fällt. Bei einem zu starken Abfall muss das Medikament abgesetzt werden. Die früher übliche Leber-Biopsie wird nicht mehr gemacht, weil die Werte zu unzuverlässig waren. Ebenfalls als überholt gilt die Annahme, dass es eine Gesamtdosis von Methotrexat gibt, die ein Patient im Leben nicht überschreiten darf.

    Sehr häufig kann es vorkommen, dass unter MTX die Nierenfunktion eingeschränkt wird. Deshalb sollten ältere Menschen niedrigere MTX-Dosierungen bekommen.

    Es gibt kein erhöhtes Missbildungs-Risiko, wenn ein Mann unter laufender MTX-Therapie ein Kind gezeugt hat. Das ist absolut kein Abtreibungsgrund. Frauen dagegen müssen unbedingt verhüten und drei Monate vor der Zeugung mit MTX aussetzen; sicherer sind sechs Monate.

    Nicht für jeden Psoriasis-Patienten ist MTX geeignet: Wer schon eine "Vorerkrankung" an Leber oder  Niere hat, sollte nicht damit behandelt werden. Vorsicht auch bei Diabetes, Magen- und Darm- oder bestimmten Herzkrankheiten.

    MTX kann dann dauerhaft als Langzeit-Therapie eingesetzt werden, wenn es gut wirkt und vertragen wird. Wenn es abgesetzt wird, verschlechtert sich die Psoriasis nach zwei bis sechs Monaten erst einmal.

    Bekannte Präparate: Lantarel, Metex

    Vitamin-A-Abkömmlinge – Retinoide

    Großflächige Formen sprechen gut auf diese Präparate, vor allem aber die pustulöse Form der Schuppenflechte an Handflächen und Fußsohlen. Auch hier sind regelmäßige Überprüfungen von Fettstoffwechsel und Leberfunktionen notwendig und Frauen dürfen während und zwei Jahre nach der Behandlung auf gar keinen Fall schwanger werden. Wegen der potenziellen Leberschädigenden Auswirkungen ist Alkohol während der Behandlung tabu. Insbesondere bei den hohen, effektiven Dosierungen kommt es leider häufig zu starken Nebenwirkungen, insbesondere zu extrem trockenen Schleimhäuten. Aber: Durch eine gleichzeitige UV-Behandlung kann die Dosis in einen Bereich verkleinert werden, wo die Nebenwirkungen kaum noch der Rede wert sind. Außerdem sind Retinoide gut kombinierbar mit PUVA, Kortison- oder Vitamin D3-haltigen Salben. Als alleinige Therapie beziehungsweise als Therapie bei gebärfähigen Frauen wird eine Behandlung mit Retinoiden allerdings nicht empfohlen.

    Präparat: Neotigason

    Ciclosporin

    Eigentlich gedacht für Organtransplantationen, um die Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, wurde der Wirkstoff 1993 für Schuppenflechte zugelassen. Ciclosporin eignet sich vor allem für ausgedehnte Formen vom chronisch-stationären Typ, wenn andere Mittel versagen. Versagen können allerdings auch die Nieren, in die Höhe schießen kann der Blutdruck - weshalb geraten wird, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und das Medikament nicht länger als sechs Monate einzunehmen. Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen werden. Außerdem verträgt sich der Ciclosporin mit vielen anderen Wirkstoffen nicht, weshalb man unbedingt auf die Wechselwirkungen achten sollte – sofern weitere Medikamente eingenommen werden. Kombinationen mit lokalen Anwendungen wie Calcipotriol oder Kortison hingegen können die notwendige Dosis verringern. Auch zusammen mit UV-Behandlungen wurden gute Ergebnisse erzielt, wovon inzwischen allerdings abgeraten wird. Denn Ciclosporin erhöht ohnehin die Neigung zu oberflächlichen Hauttumoren. Trotz der teils beträchtlichen und dosisabhängigen Nebenwirkungen gehört Ciclosporin immer noch zu den wirksamsten Therapieoptionen bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris.

    Präparate: Sandimmun optoral, Sandimmun Neoral, Immunosporin

    Fumarate – Fumarsäureester

    Auch dieses Präparat ist schweren Formen der Psoriasis vulgaris vorbehalten. Häufigste Nebenwirkung ist ein sogenannter Flush - Gesichtsrötung und Hitzegefühl. Zudem drohen Übelkeit, Durchfälle und Magenkrämpfe. Eine langsame Dosissteigerung hilft, solche Nebenwirkungen einzudämmen. Im Laufe der Therapie sollen diese aber meist abnehmen. Ansonsten ist die Substanz recht ungefährlich, starke Nebenwirkungen wie bei anderen systemischen Therapien sind nicht zu erwarten – selbst bei längerfristigem Gebrauch. Übereinstimmend zeigten alle Studien, dass sich binnen drei bis vier Monaten mehr als die Hälfte der Behandelten über eine Reduktion des PASI um 75% freuen durfte. Noch bessere Wirkung erzielt man, wenn die Haut zusätzlich mit lokal wirkenden Salben oder Cremes behandelt wird.

    Präparat: Fumaderm, Fumaderm initial, Skilarence

    Kortison

    Kortison wirkt besonders bei akuten Schüben meist schnell. Nachteil ist, dass die Schuppenflechte nach dem Absetzen rasch und oft stärker als zuvor wieder ausbricht. Überhaupt ist eine innerliche Kortison-Anwendung nur noch kurzfristig in Notfällen angeraten. In der „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris“ von 2011 taucht eine innerliche Behandlung mit Kortison erst gar nicht auf.

    Apremilast

    Der Wirkstoff Apremilast kümmert sich um das Enzym PDE4. Das ist in Immunzellen aktiv, die gerade vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe bilden. Das Enzym unterdrückt, dass in diesen Immunzellen entzündungshemmende Botenstoffe gebildet werden. Apremilast klammert sich an das Enzym und hindert es an der Arbeit.

    Präparat: Otezla

    Biologics – die neuen Medikamente

    Die recht neuartigen Biologics sind Eiweiße, die ebenfalls gegen die überschießende Immunabwehr bei der Psoriasis wirken und so die Entzündungen hemmen. Den bisherigen Studien zufolge handelt es sich um hochwirksame Behandlungsoptionen, die allerdings sehr teuer sind. Daher werden sie für Patienten vorbehalten, bei denen PUVA, MTX oder Ciclosporin nicht wirken oder aus anderen Gründen nicht angewendet werden dürfen. Gegenanzeigen der Biologics sind schwere Herzinsuffizienz, Tuberkulose, Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem empfehlen Experten, wie bei allen systemischen Therapien, regelmäßige Kontrollen gewisser Laborwerte wie etwa das Blutbild, meist Leber- und Nierenwerte sowie Anzeichen, die auf eine Infektion im Körper hindeuten. Als Nebenwirkungen drohen meist lokale Reaktionen, Infektionen, manchmal auch Infusionsreaktionen auf die Spritze wie Flush (Roter Kopf), Übelkeit, Kopfschmerzen oder Frösteln.

    Nachdem Efalizumab (Raptiva) 2009 wegen eines erhöhten Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (Erkrankung des Zentralen Nervensystems) vom Markt genommen wurde, sind inzwischen mehrere Wirkstoffe in Deutschland zugelassen:

    Adalimumab

    Der Wirkstoff wurde 2005 für Psoriasis arthritis und seit 2007 für Plaque-Psoriasis eingeführt. Laut Richtlinie handelt es sich in der Induktionstherapie um eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris, das sogar zur Langzeittherapie geeignet ist. Dreiviertel der Studienteilnehmer erreichten unter Adalimumab binnen 16 Wochen eine Verbesserung des PASI um 75%.

    Eingesetzt wird der Wirkstoff bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, aber eben nur, wenn andere Optionen nicht fruchten. Die Injektion erfolgt einmal wöchentlich, später alle zwei Wochen. Doch Vorsicht: Bis zu fünf Monaten nach Behandlung sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, weil man über eventuelle Komplikationen noch nichts weiß.

    Als Nebenwirkungen treten manchmal Reaktionen an der Injektionsstelle auf, schwere Infektionen, Haarausfall oder Autoimmunphänomene. Vorteil: Die Injektion ist sehr einfach durchführbar und kann vom Patient selbst gesetzt werden.

    Bekanntes Präparat: Humira

    Brodalumab

    Brodalumab hat das Interleukin-17 im Fokus. Das sorgt dafür, dass die Produktion von Hautzellen (Keratinozyten) angekurbelt wird und Entzündungen entstehen. Der Wirkstoff Brodalumab blockiert die Stellen, an denen IL-17 andocken will (Rezeptoren).

    Bekanntes Präparat: Kyntheum

    Etanercept

    Etanercept ist seit 2002 für Psoriasis Arthritis zugelassen, seit 2004 für Psoriasis vulgaris und seit 2008 sogar für die Behandlung von Kindern. Etanercept wirkt nicht ganz so gut wie Adalimumab: bei der höchsten Dosis (2*50 mg) konnte bei etwa der Hälfte der Patienten ein Rückgang des PASI um 75 % beobachtet werden. Auch diese Spritzen kann sich der Patient selber geben. Wichtig ist, dass der Wirkstoff kühl lagern muss (bei 2-8° Celsius).

    Bekanntes Präparat: Enbrel

    Guselkumab

    Dieser Wirkstoff ist eine Art Weiterentwicklung. Er richtet sich gegen das Interleukin 23. Vom gleichen Hersteller stammt Stelara, das sich gegen IL-12 und 23 richtet. Im Laufe der Zeit hatten Forscher beobachtet, dass IL-23 als "Angriffsziel" auch reicht, und so entstand Guselkumab.

    Bekanntes Präparat: Tremfya

    Infliximab

    Die Infusion wird seit 2005 bei Psoriasis vulgaris eingesetzt. Die Wirkung tritt sehr schnell ein, bereits nach ein bis zwei Wochen. Infliximab zeigt etwa die gleiche Wirksamkeit wie Adalimumab. Im Gegensatz zu Adalimumab muss der oder die Patient/in allerdings nach der Infusion noch einige Stunden in der Arztpraxis verharren, um Komplikationen auszuschließen. Die als Nebenwirkung drohenden Infektionen können bisweilen sehr schwer ausfallen. Deshalb sollten eventuelle Entzündungsherde im Körper sowie andere Vorerkrankungen unbedingt ausgeschlossen werden.

    Dennoch steht für die Experten außer Frage, dass Infliximab in der Induktionstherapie derzeit eines der wirksamsten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis vulgaris ist und außerdem lange Zeit angewendet werden darf.

    Bekanntes Präparat: Remicade

    Ixekizumab

    Der Wirkstoff Ixekizumab kam im Jahr 2017 auf den Markt. Auch dieses Medikament ist ein sogenanntes Biologikum. Es verrichtet seine Arbeit am Interleukin-17.

    Bekanntes Präparat: Taltz

    Risankizumab

    Der Wirkstoff Risankizumab ist seit dem Jahr 2019 auf dem Markt. Es handelt sich dabei um ein Biologikum, das am Interleukin-23 ansetzt.

    Bekanntes Präparat: Skyrizi

    Ustekinumab

    Ustekinumab ist seit 2009 auf dem Markt. Im Gegensatz zu den anderen Biologics scheint es hier kein stark erhöhtes Risiko für Infektionen zu geben, dennoch sollten bereits bestehende Infektionen vor der Behandlung ausgeschlossen werden. Auch andere Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen oder Atemwegsinfektionen lagen bei Studien im Bereich der Placebogruppe (Studienteilnehmer, die zum Vergleich mit Infusionen ohne Wirkstoff behandelt wurden).

    Bekanntes Präparat: Stelara

    Secukinumab

    Der Wirkstoff Secukinumab ist im Jahr 2015 für die Behandlung der Psoriasis zugelassen worden, und das sogar als so genannte Erstlinientherapie. Das heißt, er darf auch als erstes innerliches Medikament verschrieben werden, ohne dass vorher andere derartige Mittel mit MTX oder Fumaderm angewendet worden sein müssen. Und: Die Rate derjenigen, die mit Secukinumab eine Verbesserung ihrer Schuppenflechte erzielten, ist sehr hoch. Aber: Mit den "alten" Arzneimitteln haben Ärzte und Patienten jahre- und jahrzehntelange Erfahrung im Einsatz, die mit Secukinumab erst noch gesammelt werden muss.

    Bekanntes Präparat: Cosentyx

    Tipps zum Weiterlesen

    Biologika: Schwere Geschütze gegen schwere Krankheiten

    (Deutschlandfunk, Radiolexikon Gesundheit, 21.05.2019)


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    Recommended Comments

    es

    geht auch auf natürlicher basis hierbei spielt das entgiften der leber eine sehr grosse rolle tip es gibts nichs besseres als das entsaften und trinken von frisches obst und gemüse aber vorsichtig hier zählt wenig statt mehr und was ihr entsaftet

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    Bezüglich Infliximab möchte ich meine Erfahrung mitteilen: Seit 5 Jahren bekomme ich Infusionen mit Remicade und bin seitdem erscheinungsfrei. Natürlich sind die Blutwerte sowie gewisse Vorsorgeuntersuchungen erforderlich, die bisher allesamt ohne Befund waren. Die hohen Kosten sind aber ein Grund, warum dieses Medikament nicht so oft verschrieben wird.

    Ich bin auf alle Fälle glücklich und kann mein Leben in vollen Zügen genießen.

    Marianne

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    Nach längerer erfolgloser Licht- und Salbentherapie wurde mir Methotrexat-Dragee verschrieben. Die bei diesem Medikament gefürchteten Nebenwirkungen u.a. Erhöhung der Leberwerte wurden bei mir nicht festgestellt.

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    Bis vor ca. 12 Jahren hatte ich die typischen Hauterscheinungen der Psoriasis ( Plaques ),vom Vater geerbt.

    Dann las ich in der Vereinszeitschrift "Psoriasis e.V " zufällig einen Leserbrief mit dem Inhalt, dass in den Hungerjahren nach 1945 bei Psoriatikern wie durch Zauberei alle Hauterscheinungen verschwanden.

    Daraufhin fasste ich den Entschluss, eine strenge fettarme Diät durchzuführen. D.h. KEINE Wurst, Soßen, Öl, Kuchen, Schokolade, Nüsse, Margarine, Butter. Nach 2-3 Monaten waren alle meine Psoriasis-Plaques verschwunden. Durch die Fettarmut hatte ich keine Nebenwirkungen. Bis heute, nach 12 Jahren, sind die Plaques nicht wiedergekommen. Nur noch auf dem Kopf und an den Ellenbogen habe ich Psoriasis.

    Für alle,die es versuchen wollen: Viel Glück !

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    Hallo

    Ich leide an der psoriasis vulgaris

    Ich habe die Behandlung mit fumaderm schon 3 mal hinter mir.

    Ich möchte hier meine Erfahrung zu fumaderm schreiben. Da es hier doch als relativ Harmlos dargestellt wird.

    Werten wurden vorab alle ermittelt und waren normal.

    Ich wurde langsam auf das Medikament eingestellt.

    Mit Einnahme der 1. Tablette konnte man die Uhr nach stellen, nach 15 min

    War mein ganzer Körper feuerrot und brannte auch wie Feuer.

    Dieses hielt etwa 15 min. an. Dann bekam ich Magen und Darmkrämpfe wie ich sie noch nie hatte. Ich hatte früher mal eine Salmonellenvergiftung, die war harmlos dagegen.

    Dieses hielt weiter 5 min an.

    Dann bekam ich so starken Durchfall .... Gehe nicht näher darauf ein.

    Diese " leichten" Nebenwirkungen hätte ich mit jeder Einnahme der Tablette

    Wie gesagt ich wurde noch eingestellt, das war noch nicht der "Hauptwirkstoff"

    Einnahme 1.0.0 dann 1.0.1

    Irgendwann bekam ich dann das eigentlich fumaderm

    Wenn ich bis dahin dachte es geht nicht schlimmer, es ging noch viel schlimmer.

    Jedenfalls musste ich das fumaderm absetzen. 1. ich konnte nicht mehr. 2. starke Gewichtsabnahme und 3. gefiehlen meinem Hausarzt meine Leberwerte nicht.

    Ich habe nie, die Behandlung beendet, sie musste immer abgebrochen werden.

    Jetzt fragt man sich warum hat er es dann 3x gemacht.

    Die ersten beiden male war das Ergebnis so gut, ich war für etwa 1 Jahr fast

    Beschwerdefrei. Trotz Abbruch.

    Nur nach dem 3 mal habe ich mir geschworen, ich nicht mehr.

    Ich hab keine Ahnung ob es von der Behandlung kommt, könnte mir auch kein Arzt beantworten, aber seit dem habe ich Darmproblem

    Ich und auch mein Hausarzt finden fumaderm alles andere als Harmlos.

     

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    Ich nehme seit ca 10 Jahren furmaderm anfangs hatte ich auch diese Beschwerden durchfall und Magenkrämpfe aber nach ca.6 Wochen war es vorbei . Nach 3 Monaten war meine Flechte weg . Habe die Anzahl der Tabletten immer mehr reduziert. War bis Januar 2 mal wöchentlich hatte seit 26 dezember2013 durch joggen knieschmerzen und nahm schmerztsbletten am13 Januar hatte ich dann einen magendurchbruch. Von den vielen Tabletten habe 3 Wochen mit knieschmerzen gearbeitet es war eine tibiakopffraktur so jetzt zurück zu meiner Flechte anschließend war ich bei meiner Hautärztin und die meint ich soll furmaderm erst mal für 6 Monate absetzen habe jetzt Angst .daß die Flechte zurück kommt,

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    Hallo ...Ich habe seit 40 Jahren auch Schuppenflechte undglaube ich habe schon alles probiert.Durch Zufall habe ich festgestellt dass durch eineStoffwechselumstellung meine Schuppen verschwindensind.

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    So wie es Andreas hier beschreibt ging es mir mit dem Fumaderm nicht. Ich hatte anfangs sehr große Angst mit dem Medikament zu beginnen, weil man im Internet oft diese Horrorkommentare liest, aber mittlerweile bin ich überglücklich. Ich habe vielleicht noch 10 klitzekleine Stellen und sonst bin ich Erscheinungsfrei!

    Ich möchte einen Tipp geben der mir mit dem Medikament unglaublich geholfen hat! Der muss aber unbedingt mit dem behandelnen Arzt abgesprochen werden! Anfangs hatte ich Durchfall, aber nur die erste Woche. Dann habe ich mit meinem Arzt entschieden, dass ich langsamer die Tabletten steiger. Das war sehr gut! Ich habe nur alle 2 Wochen gesteigert und ich habe manchmal auch nur um eine halbe Tablette gesteigert! Ich hatte nie wieder Nebenwirkungen!

    Es dauert länger bis man Erfolg sieht, aber das nimmt man gerne in Kauf bevor man das Medikament ganz absetzen muss.

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    Hallo Lena,

    das "Strecken" der Steigerung ist eine gute Möglichkeit. Das Teilen allerdings sollte nicht jeder unbedingt nachmachen. Wir hatten dazu mal den Hersteller befragt. Seine Antwort:

    Das kann zur Folge haben, dass Wirkstoff bereits im Magen zersetzt wird und später nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn einige Patienten dann über eine bessere Verträglichkeit berichten, ist das genau darauf zurückzuführen. Allerdings kann man diesen Effekt auch haben, wenn insgesamt eine geringere Dosis eingenommen wird.
    Wir hatten dieses Thema auch schon einmal in unserem Forum.
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    Habe Pustelosa unter den füssen,das seit knapp drei Jahre,habe schon alles Genommen was es Gibt auf den Markt bei mir Schläg nichts an,aber Wirklich nichts.

    bin im Jahr 4 Mal Akut in einer Klink,und alles ohne erfolg kann so gut wie nicht Laufen,soll aber Arbeiten gehen..Spinner...Rente Abgelehnt worden ich könnte noch 6-8 std Arbeiten ich verfluche unser System.

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    Meine erste Schuppenflechte hatte ich (Jahrgang 1940)1948. Mein Vater (Jahrgang 1872) hatte ein selbst hergestelltes Mittel, welches ich Einnahm. Zusätzlich hat er meine Kopfhaut auch mit eigenen Mitteln behandelt. Dafür musste ich drei Wochen Glatze tragen. Das war schlimm für mich. Den nächsten Schub hatte ich 1959. Zu der Zeit war ich bei der NVA. Hier erhielt Spritzen und war bis 1961 ohne Befund. 1962 fing das Dilemma wieder an. Alle möglichen Medikamente innerlich und äußerlich(einschl. Kuren an der Ostsee und in Jugoslawien) hatten keinen dauernden Erfolg. 2008 wechselte ich den Hautarzt und bin seitdem in der Praxis von Frau Doktor M. (bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank an Frau Dr. M. und Mitarbeiter) in Wittenberg Patient.Seit 2012 nehme ich FUMADERM.. Anfangs mit hoher Dosis. Heutzutage eine Tablette am Tag. Nach 5-6 Stunden glüht meine Haut und habe auch einen Juckreiz (Sonstige Nebenwirkungen sind nicht bekannt). Jetzt bin ich am Überlegen mir Spritzen geben zu lassen. Seinerzeit, mit der hohen Dosis hatte ich zeitlangs als beginnende Beschwerden: erst Schwindelgefühl, dann Kopfschmerzen, dann Brechreiz dann urinieren und zum Schluss festen Stuhlgang und das alles innerhalb kurzer Zeit und zur gleichen Zeit. Wehe dem, ich war nicht zu Hause, ehe ich dem Hotelpersonal erklären konnte, dass ich unbedingt einen Wassereimer brauche, war es schon passiert.

    Wer hat schon Erfahrungen mit Spritzen gemacht? Für Rückantworten bedanke ich mich im Voraus

    und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr Leidensgefährte howa

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    Grüsse dich.

    Ich habe hier gelessen irgendwo, was das ist habe keine Information.

    Ich habe überall am meine Körper Schuppen Runde Flecken auch am genitalen, Beine, rücken, Kopf,..

    Probiert mit kortison Salbe  aber nix. 

    Dienstag bin zu haut Arzt 

    Dr.Moeller & Schwaiger 

    Die erste haut Arzt gewechselt, war nicht seriös, scharlatan und nix gemacht,alles ok gesagt und habe Zeit verlohren.

    Was soll ich machen?

    Bin nür am denken,denken.Alle Menchen sind weg von mir..

    Welsche Medikament ist gut für mich??Bin 58 Jahre alt.

    Ich bedanke mich Herzlich für die Antwort, 

    Grüsse Lupco

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    vor 1 Stunde schrieb Lupco:

    Ich habe überall am meine Körper Schuppen Runde Flecken auch am genitalen, Beine, rücken, Kopf,...

    Hallo @Lupco

    bei so vielen Psoriasis-Stellen sollte dich kein Hautarzt wegschicken. Warst du schon einmal in einer Klinik?

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    vor 20 Minuten schrieb Claudia:

    Hallo @Lupco

    bei so vielen Psoriasis-Stellen sollte dich keine Hautarzt wegschicken. Warst du schon einmal in einer Klinik?

    Ich habe Dienstag termin zum neue Hautarzt. 

    In Klinik war ich nicht ohne Überweisung geht net.In Fulda gibst keine haut Klinik.

    Ich hätte gar nichts  for 10 Monate. Ich war immer in Sauna, solle Bad, Wellness.

    War alles ok.

    Seit Corona kann ich nirgendwo gehen ist überall geschlossen. 

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    vor 9 Minuten schrieb Lupco:

    Ich habe Dienstag termin zum neue Hautarzt.

    Hallo @Lupco

    das ist schon mal gut. Mach dir am besten einen Zettel, was du alles fragen willst – mir hilft das immer.

    Und überlege dir vorher, ob du auch Tabletten oder Spritzen zur Behandlung nehmen würdest. Welche für dich am besten sind, muss der Hautarzt sagen.

    Denkbar wäre auch eine Reha. Was hältst du davon?

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    vor 15 Stunden schrieb Lupco:

    Wer mach das?Überweisung?

    Wo gibst eig.blut Therapie?

    Uni Kliniken?

    Eine Eigenbluttherapie bieten meist nur Heilpraktiker an.

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
      Alle zwei Jahre, um den 1. Mai herum, lädt die Fachgesellschaft der Hautärzte, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), zur Tagung ein. Viele Jahre fand das in Dresden statt, dieses Jahr aber im neuen CityCube Berlin. Wir dürfen dankenswerter Weise daran teilnehmen, um Informationen weiterzugeben, die Patienten interessieren könnten.
      Keine Behandlungspausen mehr?
      Für die Psoriasis galt bisher, dass nur bei Bedarf behandelt wird. Ist der Patient mehr oder weniger erscheinungsfrei, wird der Wirkstoff abgesetzt – bis zum nächsten Schub (Intervall-Therapie). So sind die meisten Hautärzte auch bei innerlich wirkenden Stoffe vorgegangen. Nur bei Fumarsäureester und Methotrexat gab es schon immer viele Patienten, die ohne Unterbrechung behandelt wurden. Bei den Biologika hieß es von Anfang an, dass sie dauerhaft gegeben werden sollten. Skeptiker verdächtigen die Pharmafirmen, sie würden dieses Vorgehen unterstützen, um noch mehr Präparate zu verkaufen. Der Sinneswandel beruht aber auf der relativ neuen Erkenntnis, dass die Entzündung der Psoriasis weitere schwere Krankheiten fördert.
      Deshalb haben viele Referenten gefordert, Psoriasis-Patienten „lebenslang“ zu behandeln – unabhängig davon, wie schwer sie betroffen sind. Um schwere Begleiterkrankungen zu verhindern oder abzumildern, so Professor Peter Altmeyer, solle die „risikoreiche Entzündungslast im Körper gering“ gehalten werden. Professor Matthias Augustin sprach sich bei einer schweren Psoriasis gegen jede Therapie-Pause aus. Professor Kristian Reich dagegen würde prüfen, ob der Wirkstoff niedriger dosiert oder in größeren Zeitabständen gegeben werden kann, wenn ein Patient ein Jahr erscheinungsfrei ist.
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      Professor Reich bestätigte auf Nachfrage, dass man bei äußerlich angewendetem Kortison nicht mehr völlig ausschleichen sollte, wenn der Patient erscheinungsfrei geworden ist. Inzwischen gelte auch dafür, die Dosis zu reduzieren und den Zeittakt zu verlängern, aber nicht auf Null Kortison zu setzen. Sonst komme die Psoriasis schneller wieder. Aus der Behandlung des Atopischen Ekzems (Neurodermitis) wisse man, dass  bleibender Kortison-Schäden nicht zu erwarten sind.
      Professor Altmeyer machte darauf aufmerksam, dass Biologika zwar dauerhaft eingesetzt werden, aber im Laufe der Zeit schwächer wirken würden. Niemand wisse bisher, was danach komme.
      Psoriasis fördert weitere Entzündungen
      Mandeln entfernen?
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      Professor Ulrich Mrowietz wies auf eine aufwendige Untersuchung aus Island hin. Bei 70 Prozent der Psoriasis-Patienten verbesserte sich der PASI nach zwei Monaten deutlich, nach dem die Mandeln herausgenommen wurden. Bei niemanden wurde sie durch die Operation schlimmer. Das entspricht auch den Erfahrungsberichten in der Psoriasis-Community. In Südost-Asien sei das die erste Maßnahme bei der pustulösen Form an Händen und Füßen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Professor Mrowietz meinte, HNO-Ärzte würden bei Erwachsenen nicht gerne die Mandeln entfernen. Vermutlich seien ihnen die Zusammenhänge zur Psoriasis noch nicht so bekannt. Vielleicht hilft ein Hinweis auf die Doktorarbeit einer HNO-Ärztin aus Aschersleben?
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      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Helferlein
      By Helferlein
      Humira-Patienten können nur direkt von ihrem Arzt eine Broschüre über die Handhabung des Medikaments bekommen.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Mit welcher Dosis fängt man an? Bei Fumaderm wird zu Beginn der Therapie mit dem Präparat Fumaderm initial begonnen. Davon wird morgens eine Tablette genommen. Bei Skilarence wird zu Beginn der Therapie mit Tabletten mit geringerer Dosis (30 mg) begonnen. Davon wird abends eine Tablette genommen. Die nächste Dosis-Anpassung entnimmst du am besten dem Beipackzettel und den Aussagen deines Arztes.
      Welche Dosis gilt für die langfristige Anwendung? Die Dosis für die langfristige Anwendung muss bei jedem Patienten gemeinsam mit dem Arzt gefunden werden. Der eine braucht die Maximaldosis von 6 Tabletten pro Tag, der andere kommt mit weniger hin.
      Wann sollte eine Wirkung zu sehen sein? Nach etwa sechs Wochen.
      Wie lange muss man Fumaderm oder Skilarence nehmen? Im Prinzip ist die Therapie auf eine lebenslängliche Anwendung angelegt. Diabetes-Medikamente nimmt man ja auch sein Leben lang. Aber natürlich kannst du mit deinem Arzt nach einer langen Zeit Erscheinungsfreiheit auch über einen Auslassversuch sprechen.
      Was sollte während der Therapie mit Fumaderm kontrolliert werden? • Nierenwerte (Serum-Kreatinin)
      • Leberwerte (Transaminasen, γGT)
      • Blutbild inklusive Differenzialblutbild
      • Urinstatus
      Was sollte während der Therapie mit Skilarence kontrolliert werden?
      • Nierenwerte (Serum-Kreatinin)
      • Leberwerte (ALT, AST, γGT)
      • Blutbild inklusive Differenzialblutbild
      • Urinstatus
      Bei wie vielen Patienten hilft das Medikament? 50 bis 70 Prozent der Patienten konnten die Ausbreitung ihrer Psoriasis nach 16 Wochen um 75 Prozent reduzieren (gemessen am PASI).
      Wann ist das Medikament nicht zu empfehlen? • wenn du schwere Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, der Leber und / oder der Nieren hast
      • wenn du schwanger bist oder stillst
      Welches sind die wichtigsten Nebenwirkungen? • gastrointestinale Beschwerden (kurz: Magen-Darm)
      • Flush (Rotwerden)
      • Mangel an Lymphozyten im Blut (Lymphopenie)
      • Erhöhung der Zahl eosinophiler Granulozyten im Blut (Eosinophilie)
      Mit welchen Medikamenten sollte man Fumaderm nicht gleichzeitig anwenden? MTX, Retinoide, Psoralene, Ciclosporin, Immunsuppressiva, Zytostatika und Medikamente mit bekanntem schädlichem Einfluss auf die Niere
      Seit wann gibt es die Medikamente? Fumaderm gibt es seit 1995. Skilarence wurde im Jahr 2017 zugelassen.
      Was kosten Skilarence und Fumaderm? Eine Packung mit 90 Tabletten Skilarence kostet 261,38 Euro.
      Eine Packung mit 100 Tabletten Fumaderm kostet 304,19 Euro.
      (Stand April 2021)
      Das sind Listenpreise, die nur zur ungefähren Orientierung dienen können, denn es gibt ja noch Rabattverträge o.ä.
      Hinweise:
      Dies ist eine Kurzfassung mit den wichtigsten Fragen zum Medikament Fumaderm. Eine längere Fassung mit weiteren Informationen findest du auf der Seite "Fumaderm - was ist das und wie wird es angewendet?" Die hier genannten Informationen sind immer Durchschnittswerte. Ärzte haben unterschiedliche Erfahrungen und können beispieslweise die nötige Dosis anders einschätzen. Auch die Dauer, bis ein Medikament anspricht, ist sehr verschieden. Meist lohnt sich Geduld auch über eine angegebene Durchschnitts-Dauer hinaus. Quelle: Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris Update 2021
    • GrBaer185
      By GrBaer185
      Guten Tag Frau Dr. Allmacher!
      Ich hab eine Frage zum Dosierschema bei Biologicals:
      Bei Biologicals sind häufig zu Beginn der Therapie, in der Initialphase (Startphase),  die Spritzenabstände kürzer, als dann in der Dauer-/Erhaltungstherapie.
      Zum Beispiel werden bei Cosentyx (Wirkstoff Secukinumab) die ersten fünf Dosen (z.B. je 300 mg als zwei Spritzen) im Abstand von einer Woche gespritzt und anschließend werden nur noch alle vier Wochen (300 mg) gespritzt.
      Hierdurch kann nach meiner Abschätzung (siehe Diagramm 2 im Blog  Cosentyx® - Dosierung, Halbwertszeit und pharmakokinetische Eigenschaften - Cosentyx® (Secukinumab) - Psoriasis-Netz (psoriasis-netz.de) ) in Behandlungswoche vier bis fünf eine mittlere Serumkonzentration (rund 3 in a.u.) von Secukinumab erzielt werden, die rund doppelt so hoch liegt wie der in der Dauertherapie sich einstellende mittlere stady-state-Wert (rund 1,5 a.u.).
      Dies macht wohl Sinn, da zunächst ein sehr aktives Entzündungsgeschehen "gestoppt" werden muss und zur Verhinderung eines erneuten Aufflammens ein weniger großer Eingriff in das Immunsystem ausreicht - ein anschaulicher Vergleich dazu: Um ein fahrendes Auto zu stoppen, braucht es eine viel größere Kraft, als um ein stehendes Auto am losrollen zu hindern).
      Nun gibt es Fälle, bei denen durch ein Aussetzen bzw. eine Verlängerung des Spritzenintervalls oder aber durch innere oder äußere Trigger es zu einem erneuten Aufflammen der Psoriasis kommt und eine Rückkehr zur Erhaltungsdosierung mit einem Abstand von vier Wochen keine zufriedenstellende Verbesserung bringt.
      Unter welchen Umständen und Bedingungen ist dann eine erneute Initialdosierung mit wöchentlichem Abstand oder zumindest eine (vorübergehende) Dosissteigerung medizinisch vertretbar und unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben (Medikamentenzulassung, Kostenübernehme durch Kassen) möglich?
      In dem Zusammenhang eine Zusatzfrage:
      Ein überlegenswerter Ansatz  ist es, entsprechend der Serumglukosebestimmung bei Diabetes mellitus, den Serumspiegel von Interleukin-17-A bei der Therapie mit Secukinumab zu monitoren und die Dosierung daran und an der Ausprägung der Psoriasis zu orientieren.
      An welchen Universitätskliniklaboren ist eine Bestimmung des Interleukin-17-A-Spiegels möglich und in welchen Studien erfolgte dies? Ist absehbar, ab wann Interleukin-17-A Untersuchungen für Patienten in dermatologischen Praxen zur Verfügung stehen?
      Vielen Dank im Voraus und viele liebe Grüße
      GrBaer
    • malgucken
      By malgucken
      Hallo Frau Dr. Allmacher,
      seit Jahren nehme ich Fumaderm ein und habe damit Erfolg. Dieser lässt aber in letzter Zeit nach, dass ich doch überlege, ob ein anderes Medikament für mich geeigneter wäre.
      Meine Fragen:
      Haben Sie Erfahrungen mit einem Wirkverlust von Fumaderm?
      Welches Medikament würden Sie nach Fumaderm empfehlen?
      (Die Gelenkbeteiligung ist minimal, d.h. derzeit nicht vorhanden. Die Blutwerte werden kontrolliert und sind immer in Ordnung gewesen.)
      Oder sollte ich den Frühjahrsschub (welcher immer bei mir auftritt) einfach abwarten und mit Fumaderm weiter machen?
      Es grüßt Sie
      Kati

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