Auch Heilpflanzen können Nebenwirkungen haben

Nebenwirkungen sind bei pflanzlichen Präparaten zwar seltener, trotzdem sollten Begriffe wie „rein pflanzlich“ und „natürlich“ nicht mit harmlos verwechselt werden. Ein Arzneimittel ohne Nebenwirkungen hat auch keine Hauptwirkung, formuliert es die Berliner Apothekerin Ursula Sellerberg etwas überspitzt.

Als Beispiele nennt Sellerberg pflanzliche Abführmittel wie Aloe oder Faulbaum. Sie könnten bei unsachgemäßer Anwendung zu Kaliummangel führen, der wiederum eine Verstopfung verursachen kann. Deshalb wird empfohlen, diese Heilpflanzen nicht länger als zwei Wochen anzuwenden.

Weiteres Beispiel: Einige ätherische Öle enthalten Menthol, das bei Babys zu Schwellungen und Atemnot führen kann. Menthol ist unter anderem in Pfefferminzöl enthalten und sollte daher nicht bei Kleinkindern angewendet werden.

Wird Arnika eingenommen, könnten Herzprobleme auftreten. Auch äußerlich kann Arnika Allergien auslösen. Aus diesem Grund dürfen Salben und Lotionen mit Arnika nur auf intakte Haut aufgetragen werden.

Nicht nur deshalb gehören pflanzliche Arzneimittel in die Hand des Apothekers, der über Probleme bei der Anwendung und die richtige Dosierung informieren und beraten kann. ddp

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