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Otezla kann zu psychischen Problemen führen

Vorab: Bitte lass dich durch diesen Beitrag nicht verunsichern. Wenn du das Medikament Otezla anwendest, setze die Tabletten nicht eigenmächtig ab, es sei denn, du spürst die in diesem Beitrag erwähnten Symptome. Sprich mit dem Arzt darüber, der dir Otezla verordnet hat.

Patienten, die mit dem Wirkstoff Apremilast (Markenname: Otezla) behandelt werden, sind „gelegentlich“ selbstmordgefährdet. Davor warnt der Hersteller in einem so genannten „Rote-Hand-Brief“. Alle Beteiligten sollten schon bei ersten Anzeichen den Arzt informieren.

In aktuellen klinischen Studien und in der praktischen Anwendung im Alltag seien Fälle bekannt geworden, in denen Apremilast-Patienten an Selbstmord gedacht, ihn versucht und auch vollendet haben. Das betraf Patienten mit und ohne vorherige Depressionen. Der Hersteller gab an, dass diese Fälle gelegentlich auftreten würden. Von rund 105.000 Patienten gäbe es 65 gemeldete Fälle. Das betrifft mehr als 1 von 1.000 Behandelten, aber weniger als 1 von 100 Behandelten (mehr als 0,1 Prozent, aber weniger als 1 Prozent). Wenn das Medikament abgesetzt wurde, hatte sich der psychische Zustand der Patienten gebessert.

Eine Behandlung mit Apremilast sei sorgfältig zu prüfen, wenn Patienten schon vorher psychische Symptome gezeigt haben bzw. gleichzeitig Medikamente mit psychischen Nebenwirkungen einnehmen. Dann müssten Risiko und Nutzen gegeneinander abgewogen werden. Die Behandlung müsse abgebrochen werden, wenn aktuell psychische Symptome auftreten: Das heißt bestehende, die sich verschlechtern oder neue, die bisher noch nicht dagewesen sind. Und natürlich Selbstmordgedanken oder -versuche.

Patienten, Angehörige und Pflegekräfte sollen aufmerksam auf Verhaltens- oder Stimmungsänderungen achten, vor allem bei Anzeichen von Selbstmordgedanken. Bitte informieren Sie umgehend die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt darüber.

***

Wenn du oder eine dir nahestehende Person von Depressionen oder Suizid-Gedanken betroffen sind, wende dich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Nummer: 0800 111 0 111.


Bildquellen:

  • Otezla: Bildrechte beim Autor

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