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Medikamente können zu Augenbeschwerden führen

Es gibt Medikamente, die zu Beschwerden oder ernsthaften Problemen mit den Augen führen können. Diese unerwünschte Arzneimittelwirkungen reichen von trockenen oder geröteten Augen bis hin - im Extremfall- zum Verlust des Augenlichts. Darauf verweist Dr. Bettina Wick-Urban in der Pharmazeutischen Zeitung vom 14.06.2012.

Unter den von ihr aufgeführten Medikamenten gibt es einige, die typischerweise Patienten mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis verwenden. Wer also Beschwerden oder Probleme mit den Augen hat, sollte nicht nur umgehend zum Augenarzt gehen, sondern auch die Arzneimittel mitnehmen, die er zur Zeit benutzt.

Die Autorin hebt hervor, dass Nebenwirkungen im oder am Auge nicht nur von innerlichen, sondern auch von äußerlichen Wirkstoffen herrühren können. Das gelte zum Beispiel für Corticoide (Kortison), innerlich angewendet. Bei 25 Prozent der Anwender würde sich nach zwei Wochen der Augendruck erhöhen, so Wick-Urban. Bei einem Drittel von ihnen (8,5 Prozent) würde sich der Augendruck sogar gefährlich entwickeln. Bei ihnen könne der Sehnerv geschädigt werden, bis hin zum Verlust des Augenlichts.

Eine Linseneintrübung (Katarakt) riskiere, wer über längere Zeit hohe Dosen Kortison einnimmt. Diese Schädigung gehe selten zurück, wenn das Medikament abgesetzt wird. Langfristig drohe, so Wick-Urban, der Verlust des Sehvermögens. Deshalb sollten Patienten, die über längere Zeit mit Kortison behandelt werden würden, alle drei bis sechs Monate zur Augenkontrolle gehen.

Professor Matthias Augustin hatte 2010 darauf hingewiesen, dass bei Psoriasis am häufigsten Kortisonpräparate zum Einnehmen verschrieben werden – entgegen der offiziellen Therapieempfehlung für Hautärzte.

Auch Wollwachs (Lanolin), das als Salbengrundlage dient, könne zu allergischen Reaktionen führen, so die Autorin. Sehr hilfreich in dem Artikel ist eine Tabelle, in der sie auflistet, welche Augenerkrankungen durch welche Wirkstoffe auftreten können. Für Psoriatiker interessant sind

  • COX2-Hemmer (entzündungshemmende bei Psoriasis arthritis)
  • Antihistaminika (gegen Juckreiz)
  • Vitamin A (Neotigason)
  • Ciclosporin und
  • Glucokortikoide (Kortison)

Auf der Liste der Medikamente, die „ins Auge gehen können“, stehen außerdem Anti-Baby-Pillen, Beta-Blocker, das Malariamittel Chloroquin und Blutgerinnungshemmer.

Dr. Bettina Wick-Urban rät eindringlich, „verdächtige“ Medikamente beim ersten Anzeichen sofort abzusetzen. In einigen Fällen würde man sonst dauerhafte Schädigungen riskieren.


Bildquellen:

Klaus Eppele - Fotolia.com

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Empfohlene Kommentare

Gast Christel

Gast Christel

Gäste

Augenbeschwerden,

welche Blutgerinnungshemmer sind getestet worden ?

Lösen auch Kortisonsalben diese Beschwerden aus ?

Welche Betablocker sind getestet worden ?

Danke für die antwort

Gast Rolf Blaga

Gast Rolf Blaga

Gäste

Der Artikel bezieht sich auf einen umfangreichen Bericht in der Pharmazeutischen Zeitung. Da diese Zeitschrift überwiegend von Apothekern gelesen wird, haben wir die Aussagen herausgesucht, die Patienten mit Psoriasis betreffen könnten. Was nicht im Original-Artikel steht, muss bitte bei der Autorin selbst erfragt werden.

Der Original-Artikel ist kein Test, sondern eine pharmakologische Abhandlung. Wer eines dieser Medikamente nimmt, sollte mit seinem Arzt oder Apotheker über mögliche Gefahren sprechen. Die Frage nach Kortison-Salben ist in unserem Artikel eindeutig beantwortet: Augenbeschwerden können bei innerlichen Einnahme von Kortikoiden auftreten.

Gast Sandra K.

Gast Sandra K.

Gäste

Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Mein Vater hat öfters mit den Augenarzt zu tun. Ich werde ihm gerne den Tipp weitergeben. Vielleicht hilft es ja das Problem einmal von diesem Standpunkt zu betrachten.

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