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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Was Psoriasis-Patienten zum Coronavirus wissen sollten

    Sind Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis anfälliger für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus? Müssen sie sich besonders schützen, um nicht die COVID-19-Erkrankung zu bekommen? Und was, wenn das Immunsystem schon von einem Immunsuppressivum unterdrückt wird?

    • Bislang kann man sagen: Wer Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis hat, ist nicht grundsätzlich anfälliger für eine Infektion mit dem Coronavirus.
    • Wenn jemand dann an Covid-19 erkrankt, kann das schwer verlaufen. Deshalb ist der eigene Schutz und der aller Leute ringsherum so wichtig.

    Das oberste Gebot in aufgeregten Zeiten lautet nach wie vor:

    Keine Panik

    Dieser Meinung sind auch die Experten vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. "Fakt ist: Grundsätzlich ist das Risiko einer Infektion mit dem Virus nicht höher als das Ansteckungsrisiko für andere Keime, erklärte Dr. Ralph von Kiedrowski. "Insofern gelten für Psoriasis-Patienten, die ansonsten gesund sind, die gleichen Vorsichtsmaßregeln wie für alle: Händehygiene, Abstand halten von Erkrankten sowie die Beachtung der Husten- und Nies-Etikette." Letztere besagen: Es wird in den Ellbogen geniest, und Einmaltaschentücher haben ihren Namen nicht umsonst – sie sind nach dem Gebrauch zu entsorgen.

    Professor Christian Drosten, der derzeit wohl bekannteste Virologe Deutschlands, rät inzwischen dazu, "Behandlungen bald vor allem auf Senioren und Menschen mit Grunderkrankungen (zu) beschränken" – also auch auf Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis arthritis. In seinem täglichen Podcast auf NDR Info sagte er in der Folge vom 9. März 2020:

    Dann haben wir zusätzlich noch in allen Bevölkerungsgruppen wahrscheinlich ein höheres Risiko bei Grunderkrankungen. Das können Patienten mit Immunsuppression sein, mit Tumorerkrankungen. Es können aber auch Patienten mit metabolischen Grunderkrankungen sein, also Diabetiker, Personen, die einfach einen hohen Körperfett-Index haben. Und Personen, die auch aus anderen Gründen an Herz und Lunge vorgeschädigt sind.

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/9-Wir-muessen-die-aelteren-Menschen-schuetzen,audio650168.html

    Für die "jüngeren, besonders Gefährdeten" fordert er eine Regelung, "die es allen Arbeitgebern ermöglicht, solche Personen entweder für eine Zeit freizustellen und dann mit Aufgaben zu betrauen, die unter der Überschrift Homeoffice stehen".

    Das heißt: Wer eine immunsuppressive Therapie bekommt, sollte seinen Arbeitgeber fragen, ob er im Homeoffice arbeiten kann.

    Therapie-Pause bei Coronavirus-Symptomen

    Bei Symptomen einer Coronavirus-Infektion sollte der Betroffene abklären lassen, ob sein Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion begründet ist. Dabei hilft die Telefon-Hotline 116117 weiter oder ein Anruf beim behandelnden Arzt. Bis der Verdacht bestätigt oder eben nicht bestätigt ist, sollte bei einer innerlichen Psoriasis-Therapie – egal welcher – eine Pause eingelegt werden.

    Das ist auch die internationale Sicht: Das International Psoriasis Council, ein Netzwerk von mehr als 100 Psoriasis-Experten, empfiehlt, die Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten einzustellen oder zu verschieben, wenn die Krankheit COVID-19 diagnostiziert wurde.

    Symptome von Covid-19

    Die Erkrankung Covid-19 zeigt sich mit

    • Schnupfen
    • erhöhter Temperatur oder Fieber
    • Halsschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Kurzatmigkeit
    • Muskel- oder Gelenkschmerzen
    • Schluckbeschwerden oder
    • Durchfall

    Vorsorglich die Therapie unterbrechen?

    Ob eine innerliche Therapie der Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis prophylaktisch abgesetzt werden sollte, kann niemand pauschal beantworten. Da hilft nur ein Gespräch mit dem Arzt, der das Medikament verordnet hat. "Bei den jährlichen Grippewellen der letzten Jahre haben wir bislang nicht dazu geraten", so Dr. von Kiedrowski. Aber: Wer auch bisher schon während der Therapie öfter Infekte bekommen hat oder zu alledem noch eine Lungenerkrankung hat, sollte laut dem Hautärzte-Verband mit seinem Arzt eher über eine vorsorgliche Pause nachdenken als andere.

    Genannt werden speziell die Medikamente, die gegen TNF-Alpha arbeiten. Sie "weisen in Studien und Registern ein höheres Infektionsrisiko auf als die Substanzen zur Inhibition von IL17, IL23 oder PDE4", so der BVDD.

    Das heißt: Das Infektionsrisiko ist etwas höher bei

    • Cimzia
    • Enbrel (und seinen Biosimilars Benepali und Erelzi)
    • Humira (und seinen Biosimilars Amgevita, Cyltezo, Imraldi und Solymbic)
    • MTX
    • Remicade (und seinen Biosimilars Flixabi, Inflectra und Remsima)
    • Simponi

    Bei folgenden Medikamenten ist das Infektionsrisiko nicht so hoch:

    Bei IL-12/-23-Blockern wie Stelara und bei MTX kann es nach Erfahrung der Mediziner passieren, dass Infektionen verzögert bemerkt werden. Und: MTX kann in seltenen Fällen (seltenen!) die Lunge schädigen – genau das Organ, auf das es auch das Coronavirus abgesehen hat.

    In einem Schreiben vom 18. März 2020 an alle Arztpraxen und Kliniken sortierten Deutschlands führende Psoriasis-Experten diese Liste etwas anders: Nach den Erkenntnissen des Gremiums gibt es auch bei MTX und zusätzlich bei Fumaderm und Skilarence kein erhöhtes Risiko für oder bei für oder bei Viruserkrankungen.

    In dem Schreiben wird auch auf Ciclosporin eingegangen. Dort sei die Datenlage uneinheitlich. Bei anderen Virus-Endemien hatten demnach selbst Transplantations-Patienten, die für gewöhnlich eine höhere Dosis Ciclosporin nehmen, keine deutlich erhöhten Risiken für Komplikationen. Nur: Solche Patienten sind vermutlich besonders vor allen schädlichen Einflüssen geschützt. Die Haut-Experten raten jedenfalls zur Vorsicht bei Patienten über 60 sowie die mit zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes oder COPD. Auch diejenigen, die auch vorher schon während der Therapie mit Ciclosporin zu Infekten neigen, sollen besonders aufpassen.

    "Wir raten grundsätzlich zur Beibehaltung der vorgenannten Medikamente bei allen Patienten mit Psoriasis, die eine entsprechende Indikation aufweisen" schreiben die Experten. Auch Neueinstellungen auf innerliche Medikamente seien möglich. Aber: "Bei den TNF-alpha-Blockern und bei Ciclosporin sind individuelle Risikofaktoren für Infektionen besonders zu beachten und die klinischen Verläufe sorgfältig zu verfolgen". Hingewiesen wird explizit darauf, dass bei der Behandlung mit TNF-alpha-Blockern eine Fieberreaktion ausbleiben könnte, die sonst unter anderem eine Infektion mit dem Coronavirus anzeigt.

    Wenn eine innerliche Therapie neu begonnen werden soll

    Experten auf europäischer Ebene raten dazu, eine neue Therapie mit einem immunsuppressiven Mittel und Biologika erst einmal aufzuschieben. Dabei handelt es sich zwar um einen Rat von Gastroenterologen für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, doch die dort eingesetzten Medikamente sind denen bei Psoriasis ähnlich. Konkret lautet ihr Tipp:

    Wann immer möglich, sollte die Behandlung während der COVID-19-Epidemie auf der Grundlage einer individuellen Risikobewertung aufgeschoben werden.

    https://www.ecco-ibd.eu/images/6_Publication/6_8_Surveys/1st_interview_COVID-19%20ECCOTaskforce_published.pdf

    Andere Gastroenterologen schließen sich dem an, sie denken aber an die Fälle, in denen die Erkrankung so aktiv ist, dass mit einem Beginn der Therapie nicht gewartet werden kann. Dann, schreiben sie im Journal "The Lancet", sollte zu den üblichen Tests vor einer Biologika-Therapie auch eine Prüfung auf SARS-CoV-2 dazugehören.

    Das sagt ein niedergelassener Hautarzt

    "Ich denke, dass es nicht notwendig ist, die Medikation ganz abzusetzen", meint Dr. Armin Philipp, Hautarzt in Stuttgart. "Aber natürlich sind Patienten, die eine immunsuppressive Therapie anwenden, gefährdeter. Um so wichtiger ist es, die allgemein empfohlenen Hygieneregeln einzuhalten."

    Einen weiteren Rat gibt der Hautärzte-Verband: Wer sich noch keine Grippe- oder Pneumokokken-Impfung geben lassen hat, kann das auch jetzt noch tun.

    Das sagen Rheumatologen

     „Wir wissen, dass Patienten mit aktivem entzündlichen Rheuma generell infektanfälliger sind“, gibt Professor Hendrik Schulze-Koops von der Ludwig-Maximilians-Universität München zu bedenken. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Gründe für die Infektanfälligkeit seien die Erkrankung selbst und die Medikamente, die die Immunabwehr unterdrücken.

    Neben den üblichen Hygiene-Regeln rät er dazu, den Impfschutz zu überprüfen und, abgestimmt mit dem Rheumatologen, zu vervollständigen. „Besonders Impfungen gegen Atemwegserkrankungen wie Influenza, Pneumokokken und Keuchhusten sind derzeit wichtig“, so Schulze-Koops. Auch Angehörige und enge Kontaktpersonen sollten über die Schutzimpfungen verfügen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt.

    Schulze-Koops erklärt:

    • Eine rheumatologische Basistherapie sollte auf keinen Fall ohne ärztlichen Rat abgesetzt werden.
    • Arzttermine zur Routineuntersuchung sollten nach telefonischer Absprache verschoben werden.
    • Wer an Covid-19 erkrankt, sollte auch seinen behandelnden Rheumatologen (telefonisch) um Rat fragen.

    Gerade ersterer Punkt ist ihm wichtig. Ganz deutlich rät er davon ab, aus Angst vor Covid-19 eigenmächtig die Rheumamedikation abzusetzen „Hierfür gibt es bislang keinerlei Grundlage“, meint er. Im Gegenteil: Wenn die Unterdrückung des Immunsystems plötzlich wegfällt, könnten die Symptome der rheumatischen Erkrankung wieder aufflammen. Schon das könne das Infektionsrisiko wieder erhöhen. Wird dann noch Kortison eingesetzt, um den Schub einzufangen, tut das für das Infektionsrisiko das Übrige.

    In einem Expertenchat des Fernsehsenders MDR fragte eine Zuschauerin:

    Ich werde mit immunsupprimierenden Spritzen gegen Psoriasis-Arthritis behandelt (Biologikum Ustekinumab alle 12 Wochen). Die nächste Spritze wäre in 10 Tagen dran. Ich bin 68 Jahre alt und außerdem noch Diabetikerin. Die Krankheit ist zur Zeit in Remission. Soll ich die Rheumaspritze jetzt aussetzen oder einige Wochen nach hinten verschieben?

    Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker, antwortete:

    Nein, Sie sollten die Spritze nicht aussetzen, aber Sie haben ein erhöhtes Risiko. Achten Sie deshalb besonders auf sich und vermeiden Sie alle Kontakte mit Menschen, die infiziert sein könnten.

    https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/chatprotokoll-corona-sprechstunde-bei-hauptsache-gesund-100.html

    Das empfiehlt das Robert-Koch-Institut

    Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Risikogruppen – also auch Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis, die ein innerliches Medikament nehmen

    • eine größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten)
    • sich über das Krankheitsbild schon mal zu informieren, damit man die Symptome frühzeitig erkennt
    • beim Verdacht schnell Kontakt aufnehmen zur Hausarzt-Praxis oder telefonisch zu anderen Stellen, die Beratung anbieten
    • das nähere Umfeld – privat wie beruflich – bitten, einem Fälle von COVID-19 mitzuteilen, damit man Vorkehrungen treffen kann und unter Umständen eine Diagnose schneller vonstatten geht

    Empfehlungen in den USA

    Der Beirat der National Psoriasis Foundation in den USA empfiehlt, den Kontakt zum Hautarzt jetzt über Telemedizin-Angebote zu suchen. Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sei für alle, die kein immunsupressives Medikament nehmen und keine Co-Morbidität haben, minimal höher als bei gesunden Menschen. Und: Obgleich es keine wissenschaftlich gesicherten Richtlinien oder Risiko-Einschätzungen gebe, hätten Patienten bei oral eingenommenen Immunsuppresiva (also Tabletten, Kapseln etc.) eventuell (!) ein höheres Risiko. Alles in allem werde ein Abbruch der Biologika-Therapie erst empfohlen, wenn ein Infektion mit dem Coronavirus gesichert sei.

    Forscher sehen bei einigen Biologika sogar positive Wirkungen

    „Sollten Patienten ihre Biologika-Therapie während der Covid-19-Pandemie abbrechen?“ fragen sich auch Arjun M. Bashyam und Steven R. Feldman von der Wake Forest School of Medicine in North Carolina (USA). Vielmehr haben sie im „Journal of Dermatological Treatment“ einen Artikel für ihre Kollegen verfasst.

    In den Packungsbeilagen stünde zwar, dass Biologika bei klinisch bedeutsamen aktiven Infektionen nicht angebracht seien, doch dort werde nicht empfohlen, die Behandlung wegen potenzieller Infektionsrisiken abzubrechen.

    Später im Text wird es interessant: „Die COVID-19-Lungenentzündung ist durch eine übersteigerte Immunantwort mit hohen TNF-alpha-Spiegeln gekennzeichnet“, erklären Bashyam und Feldman [Quelle]. "Es ist möglich, dass die Hemmung von TNF alpha bei Patienten, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, tatsächlich die Ergebnisse verbessert.“ Das sei während des SARS-Ausbruchs 2003 vermutet worden (Quellen: 1 | 2). Theoretisch sei es also möglich, dass die Modulation dieser Entzündung (also das Eingreifen mit TNF-alpha-Blockern, d. Red.) sogar schützend sein könnte. [Quelle]

    Bashyam und Feldman werden noch konkreter. Sie schreiben:

    • In einer Studie mit H1N1-Grippemäusen reduzierte Etanercept (Enbrel und seine Bisimilars) die ähnliche übermäßige Entzündungsreaktion, wodurch die Mortalität ("Sterblichkeit“) und die Virus-Vermehrung verringert wurden [Quelle]. 
    • Derzeit wird Adalimumab (Humira und seine Bismilars) in einer klinischen Studie für die Behandlung einer schweren COVID-19-Lungenentzündungen untersucht. „Ein vielversprechendes Signal, dass TNF-alpha-Inhibitoren für unsere Patienten zumindest nicht schädlich sein dürften, wenn sie infiziert sind“, schlussfolgern die Autoren.
    • Für IL-17-Blocker wird vermutet, dass sie die Wirkstoffe die anormale Immunantwort bei Covid-19 und die Sterblichkeit an Atemnot verbessern könnten. [Quelle] Verwiesen wird auch auf Studien, wonach Patienten während einer Cosentyx-Therapie eine gute Reaktion auf Grippe-Impfstoffe zeigen. Das zeige, dass die Antwort des Immunsystems auf Viren auch bei IL-17-Blockern noch korrekt funktioniere. [Quellen 3 und 4]

    Im Deutschen Ärzteblatt vom September 2020 wird über zwei Studien berichtet. Beide kommen zu dem Ergebnis, dass eine Psoriasis-Therapie, die das Immunsystem moduliert, sogar nützlich sein kann. Der Grund: Sie mildert bei Covid-19 die Folgen der Infektion ab.

    Erfahrungen aus der Psoriasis-Community

    In unserer Community und auf unserer Facebook-Seite wird – wie überall im Netz – über den Umgang mit dem Coronavirus diskutiert. Wir wollten wissen, welche Antworten Betroffene von ihren Ärzte bekommen haben, wenn sie nach dem Umgang mit dem Coronavirus gefragt haben. Hier eine Auswahl:

    Hab mit meiner Ärztin am Rheumazentrum in Herne darüber gesprochen. Sie sagt, das das Risiko natürlich deutlich erhöht sei, es aber noch keine Empfehlung gebe mit Adalimub zu pausieren. Ich solle vor jeder Spritze kurz Rücksprache halten, ob sich an dieser Situation was geändert hat. Darüber hinaus: große Menschenansammlung meiden. Kein Stadion etc. 

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31841-biologica-und-corona-virus/?do=findComment&comment=411888

    (Habe) heute meinen Rheumatologen gefragt und der meinte, dass ich meine Medis beide ruhig weiternehmen soll und diese erst absetzen bzw. pausieren, wenn sich bei mir irgendwelche Symptome eines Infektes einstellen. Ich würde die Medis ja auch nicht absetzen, weil das Grippevirus unterwegs ist.

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31841-biologica-und-corona-virus/?do=findComment&comment=411975

    Ich war heute bei meinem Rheumatologen. Er sagte zu mir es gibt 2 Wege. Entweder die nächsten Cosentyx Spritzen aussetzen und weiter unter Menschen gehen - also einkaufen, essen gehen, ins Fitnessstudio usw. Oder normal spritzen und zur Sicherheit die genannten Dinge lassen und mich etwas abgrenzen.  Ich darf das selbst entscheiden sagt er. 

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31800-corona-virus/?do=findComment&comment=412128

    (Fazit nach einem Gespräch mit dem Arzt:) Ich werde weiter spritzen, mein Arzt wird MICH anrufen, wenn er meint, dass das Ganze bei uns zu heftiger wird und ich absetzen soll. 

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31800-corona-virus/page/5/

     Ich bekomme am Dienstag die ersten Spritzen Cosentyx . Hatte sicherheitshalber in der Praxis nachgefragt, ob das zum jetzigen Zeitpunkt ok ist. Von Seiten der Praxis gab es keine Bedenken, es wurde mir überlassen zu entscheiden. Habe unter 2,5 Jahren MTX auch nichts gehabt und werde Dienstag gehen.

    https://www.facebook.com/PsoriasisNetz/posts/10157741105460272

    Mein Dermatologe hat mir gestern DRINGEND davon abgeraten, Cosentyx weiter zu spritzen. Soll so lange pausieren, bis der Spuk vorbei ist. Stelle mich jetzt schon einmal auf den ersten Schub nach 3 erscheinungsfreien Jahren ein. Aber lieber wieder schlechte Haut als sich aufgrund eines anfälligen Immunsystems mit dem Virus anzustecken!

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31875-cosentyxtherapie-angst-vor-corona-virus/?do=findComment&comment=412434

    meine Hautärztin hat mich extra zu Hause angerufen um mir zu sagen dass ich Cosentyx weiter nehmen soll. Macht ja auch keinen Sinn es ab zu setzen da es sowie noch mindestens 2 Monate im Körper bleibt (und man nicht von heute auf morgen ein wieder funktionierendes Immunsystem hat ;O).... Ich soll auch ganz normal weiter spritzen ausser (wie bei allen anderen Infektionen auch) es kommt zu einer Infektion: dann soll ich das spritzen bis nach Abklingen der Infektion verschieben...... und hoffen das die Psoriasis ruhig bleibt.....

    https://www.psoriasis-netz.de/community/topic/31875-cosentyxtherapie-angst-vor-corona-virus/?do=findComment&comment=412436

    Gute Informationen zum Coronavirus

    Wenn deine Psyche wegen Covid-19 leidet

    Der Berliner "Tagesspiegel" hat in diesem Artikel gut erklärt, warum Angst okay ist, Panik aber nicht. Und wie man damit umgeht.

    Die Helios Kliniken haben eine deutschlandweite Hotline für Fragen zum Corona-Virus gestartet. Seit einigen Tagen sitzen an den Telefonen nun mehr Psychologen. Erreichbar ist die Hotline unter (0800) 8 123 456.

    Ein Kurzprogramm zur Selbstanwendung von verhaltenstherapeutischen Interventionen haben die Psychotherapeutin Marie Bartholomäus und der Psychiater Professor Leonhard Schilbach zusammengestellt. Das kann jeder als PDF herunterladen und für sich durcharbeiten.

    Die Asklepios-Klinik bietet jetzt Online-Selbsthilfetrainings für alle kostenlos an. Es gibt fünf Module: "Achtsamkeit", "Dankbarkeit", "Mehr Entspannung", "Was ist Stress?" und "Weniger grübeln". Das Ganze gibt es als Angebot für den Computer und als App.

    Diverse Anbieter haben ihre oft kostenpflichtigen Online-Programme jetzt kostenlos freigegeben. Weil wir sie seit Jahren auf dem Schirm haben, können wir zum Beispiel Selfapy und HelloBetter als seriös empfehlen. Oft haben Krankenkassen solche Kurse auch im Angebot. Deshalb lohnt sich eine Suche auf der Internetseite Eurer Krankenkasse.

    Der Corona-mat spuckt Antworten auf oder Ideen für diverse Alltagsprobleme in Corona-Zeiten aus.


    Bildquellen

    • Keine Panik: Bildrechte beim Autor
    • Virus (künstlerisch): CDC / Unsplash

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    Recommended Comments

    Danke für die Aufklärung!Sie schreiben, dass man selber entscheiden muss, und man den Arzt kontaktieren sollte. Ich denke, was noch helfen würde, und im Artikel nicht angesprochen wird, ist Folgendes:

    Eine aktuelle Situation:In Münster gibt es den ersten Fall (Stand 08.3.2010): "Die Person stand kurz vor einer Organtransplantation, habe deshalb Immunsuppressiva bekommen. Diese haben die Empfindlichkeit für Krankheitserreger erhöht"

    Meine Frage:Gibt es unterschiede in der "Stärke" zwischen Immunsupressiven Medikamenten? Ich lese oft, dass es bei Immunsupressiven Therapien unterschiede gibt wie Stark das Medikament das Immunsystem unterdrücken. Sind Immunsupressiva für eine vorbereitung einer Organtransplatation stärker als Immunsupressiva für eine Psoriasis Therapie?

    Herzlichen Dank für die Aufklärung!

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    Meine Frage:Wie seht es aus für Psoriasis Patienten die momentan keine Medikamente nehmen, hat man mit Psoriasis algemein ein erhötes Risiko schwerer daran zu Erkranken als ganz Gesunde oder macht das keinen Unterschied ohne Immunsuppressiva?

    Herzlichen Dank

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    Mit Psoriasis allgemein wohl nicht. Aus einem Universitätsklinikum bekamen wir diese Stimme: "Für Corona gelten bei unseren Patienten mit Schuppenflechte grundsätzlich die gleichen Regeln wie für nicht betroffene Personen."

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    Endlich mal ein Artikel über das Thema Humira und Corona. Danke.

    Ich habe das Humira vorsorglich abgesetzt. Das Risiko ist mir zu hoch. Auch wenn mein Kopf mit der Psoriasis förmlich explodiert und ich sich das Rheuma merke.

    Allerdings finde ich den Hinweis auf die Pneumokokkenimpfung nicht gut recherchiert... es war schon im Februar beim Hausarzt und in den umliegenden Apotheken kein Pneumomokkenimpfstoff mehr zu bekommen. Nun hörte ich schon öfter, dann man sich als Risikopatient doch noch dagegen impfen lassen möge. Ja bitte gern. Aber woher soll ich den Impfstoff bekommen?

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    ich habe eine Psoriasis Arthritis und spritze Benepali. Ich bin Ergotherapeutin und kann den Sicherheitsabstand beim Behandeln nicht einhalten. Schutzkleidung gibt es nicht, alles vergriffen. Darf ich so überhaupt arbeiten?

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    Guten Tag, gibt es Erfahrungen von Psoriatiker/innen in Gesundheitsberufen?

    Konkret geht es mir um das Tragen der FFP2/3 Masken 12 Stunden lang. Wir bekommen 1 (in Worten: eine) Maske je Schicht (also für 12 Stunden).

    Da ich sowieso sehr starke Psoriasis am Kopf und im Gesicht habe, befürchte ich, nach der "Coronakrise" wie ein Zombie auszusehen.

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    Hallo,in dem Artikel ist ein Fehler: Medikamente mit IL-12/23 weisen ein höheres Infektionsrisiko auf. Stelara ist allerdings in der Medikamentenliste mit geringerem Risiko aufgelistet

    GrußGustav

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    Hallo, könnt ihr bitte den Inhalt markieren oder farblich den Text ändern für aktualisierte Inhalte. Man erkennt nicht, wenn aktualisiert worden ist, was aktualisiert worden ist. Das wäre eine große Hilfe, danke.

    GrußD.

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    Hi Dave,

    Danke für den Hinweis. Wir überlegen mal, wie wir das besser kenntlich machen. Vielleicht schreiben wir besser immer drunter: "Update vom..." – was meinst du?

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    Ich denke, das muss man ausprobieren, aber es gab mittlerweile zwei Aktualiserungen, ich suche immer noch was aktualisert worden ist.

    Einfach mal machen, aber farblich den Aktualierten Text darstellen wäre am einfachsten.

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    • Bibi
      By Bibi
      hallo, ihr lieben  -
      kennt ihr Menschen aus dem Bekannten- oder Freundeskreis, die sich immer noch nicht impfen lassen wollen -
      ich war auch Impfgegner, aber das war anfangs, als alles noch unsicher war mit den Impfstoffen - man darf sich ja umentscheiden -
      aber ich habe die beiden angeschrieben - wir sind per E-Mail in Kontakt und sie  sind hier nicht angemeldet -
      nee, hiess es in einer Antwort - ich lasse mich nicht nötigen - und in einer anderen Antwort wurde geschrieben - ich will einfach nur Leben ohne die Scheisss Chemie -
      ich kenne die beiden Menschen gut - ich möchte sagen - wir kennen uns gut - sind seit über zehn Jahren befreundet -
      wie denkt ihr darüber -  kennt ihr so eine Aussage - habt ihr überhaupt Impfgegner in eurem weiterem Umfeld - und vor allen Dingen - wie geht ihr mit den Menschen um - meine langjährigen Freunde sind mir wichtig - ich will keinen Streit - fühle mich aber irgendwie nicht so glücklich mit deren Aussagen -
      ich freue mich über Antworten -
      nette Grüsse sendet - Bibi -
       
       
       
    • Mondmarie
      By Mondmarie
      Hey,
      am Montag (03.05.21) darf sich die 3. (Risiko-)gruppe gegen Corona impfen lassen!
      Jetzt meine Frage: Weiß jemand ob man mit Psoriasis als Autoimmunerkrankung ab Montag ein Recht auf die Impfung hat? Bzw. hat sich von euch schon jemand wegen (!) Psoriasis impfen lassen / einen Termin ausgemacht?
      In der Gruppe 3 ist Autoimmunerkrankungen nicht weiter ausdifferenziert und was ich bis jetzt gelesen habe, besteht durch Pso keine höhere Wahrscheinlichkeit einen schwereren Verlauf von Covid zu haben. Ich nehme es je nachdem welche Medikamente man nimmt (MTX o.ä) erhöhen diese Wahrscheinlichkeit.
      Ich nehme aktuell Skilarence 3x/täglich, zu skilarence und der Impfung gibt es jedoch schon einen anderen Thread.
       
      Dankeschön!!
    • Redaktion
      By Redaktion
      Auf Handhygiene kann in Zeiten einer Pandemie und auch sonst nicht verzichtet werden. Doch das häufige Händewaschen mit Seife erhöht das Risiko, sich damit ein Handekzem einzuhandeln. Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft empfehlen: Anstelle der Reinigung mit Wasser und Seife sollten die Hände öfter desinfiziert und danach eingecremt werden.
      Seit Beginn der Corona-Pandemie rät das Robert-Koch-Institut allen, die im medizinischen Bereich oder in der Pflege arbeiten, die Hände regelmäßig mit alkoholischen Präparaten zu desinfizieren. Alle anderen lernten von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass sie häufiger die Hände mit Seife – auch Detergenzien genannt – waschen sollen. "Erste Berichte aus Hautarztpraxen über eine Zunahme von Handekzemen schon wenige Monate nach Beginn der Coronapandemie bestätigten die Vermutung, dass die intensivierte Handhygiene ein Risiko für die Hautgesundheit in sich birgt", heißt es nun von den Haut-Experten.
      "Aus dermatologischer und arbeitsmedizinischer Sicht raten wir in Zeiten intensivierter Handhygiene vom Einsatz von Detergenzien ab", sagt Professor Peter Elsner. Hautschonender sei das Desinfizieren in Verbindung mit intensiver Hautpflege. Negative Auswirkungen von Seife würden sogar noch verstärkt, wenn danach Handschuhe getragen werden. "Bei alkoholischen Desinfizientien (also bei alkoholischen Desinfektionsmitteln; d. Red.) ist dies nicht der Fall ", Eine Pflegecreme würde auch nicht die antiseptische Wirkung der alkoholischen Desinfektionsmittel mindern, so der Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena.
      Der medizinische Hintergrund
      Ein wesentliches Charakteristikum der Haut ist ihre epidermale Barrierefunktion. Die eingesetzten Substanzen können die im Stratum corneum (in der Hornschicht) interzellulär vorhandenen Lipid-Doppellamellen, aber auch dem Wasserhaushalt dienende Peptide angreifen. Das begünstigt dann die Entstehung eines Kontaktekzems. 
      Drei Tipps für die Handreinigung
      Wenn die Hände nicht sichtbar schmutzig sind, sollte vorrangig zur Desinfektion mit einem viruswirksamen alkoholischen Händedesinfektionsmittel gegriffen werden. Wenn in dem Mittel noch Hilfsstoffe wie Glycerol drin sind – um so besser. Sie helfen zusätzlich,  die Hautbarriere zu schützen. Nach jedem Waschen und jeder Desinfektion sollte die Haut der Hände vollständig mit einem Pflegepräparat eingecremt werden, das die Regeneration der Hautbarriere unterstützt.  Hat sich die Haut schon so sehr verändert, dass es ein Handekzem sein könnte, sollte ein Hautarzt sie behandeln. Wer seine Hände aus beruflichen Gründen häufiger reinigen muss und dann eine Hautkrankheit entwickelt, sollte die Unfallversicherung informieren. Dann kann eine individuelle Prävention gemäß § 3 BKV infrage kommen. Die Hautärzte wissen, wer da was an wen melden muss. Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.
    • Bolek68
      By Bolek68
      Hallo, vielleicht bin ich schon etwas zu spät und das Thema ist für euch ein '' Alter Hut '' . Einige Kaufhäuser arbeiten ja damit und ich war bislang positiv überrascht, wie einfach und unspektakulär die Sache funktioniert.  Vielleicht hat ja jemand gegenteilige Erfahrungen oder eben auch positive .
      Viele Grüße
    • Claudia
      By Claudia
      Hallo Frau Dr. Allmacher, ich gebe hier eine Frage weiter, die uns über unsere Facebook-Seite erreicht hat:
      Wie sieht es aus mit Psoriasis und der Impfung gegen Covid?

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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