Der Hautarzt schreibt mal eine Creme, mal eine Salbe auf. Auch bei der Hautpflege steht mancher ratlos vor dem Regal – Salbe oder Creme? Lotion oder Emulsion? Und was ist da noch mal der Unterschied? Es kommt auf die Grundlage an. Und, wie immer bei Schuppenflechte: Was der einen Haut gut tut, kann für die andere nicht ausreichend sein.
Creme
Cremes spenden je nach Zusammensetzung Fett und Feuchtigkeit.
Emulsion
Zu den Emulsionen zählen Lotionen, Cremes und Salben. Sie enthalten Fett- und Wasserphasen in unterschiedlichen Anteilen. Wasser-in-Öl-Emulsionen sind fettreicher als Öl-in-Wasser-Emulsionen.
Fettsalben
Fettsalben sind wasserfrei. Sie wirken stark fettend und abdeckend.
Gel
Fettfreie Hydrogele wirken kühlend und juckreizstillend.
Lösung
Lösungen wirken kühlend und austrocknend. Sie sind für feuchte Umschläge geeignet – beispielsweise bei Sonnenbrand oder einem akuten Ekzem. Bei der Schuppenflechte werden Lösungen vor allem auf der Kopfhaut angewandt.
Lotion
Stark wasserhaltige Öl-in-Wasser-Lotionen wirken kühlend. Wasser-in-Öl-Lotionen wiederum enthalten weniger Wasser, dafür mehr Lipide. Sie sind für trockene Hauterkrankungen im allgemeinen besser geeignet als Öl-in-Wasser-Lotionen.
Paste
Pasten sind abdeckend, können Flüssigkeit aufnehmen und wirken austrockend. Außerdem hemmen sie Entzündungen.
Salbe
Salben sind fettreiche Emulsionen für die Haut. Sie wirken abdeckend und bleiben länger auf der Haut als Cremes.
Schüttelmixtur
Schüttelmixturen enthalten feste, in Flüssigkeit nicht lösliche Bestandteile wie Zinkoxid. Die Mixturen erzielen über die Verdunstungskälte eine Wirkung, die den Juckreiz stillt. Es bleibt ein weißlicher Belag zurück.
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Ein Lesetipp: "Gel, Lotion oder Salbe – passende Wahl zum Hauttyp treffen", Stiftung Warentest, Dezember 2022
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