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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Hautkrebs-Vorsorge ist Kassenleistung

    Seit 1. Januar 2008 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung für (oder besser: gegen) Hautkrebs. Wer 35 Jahre und älter ist, kann sich dann von Kopf bis Fuß auf Anzeichen untersuchen lassen. Das ist für Menschen, die ihre Schuppenflechte mit ausgiebiger UV-Bestrahlung behandelt haben, sicherlich sinnvoll.

    Nach entsprechender Fortbildung dürfen diese Ärzte tätig werden:

    • Hautärzte
    • hausärztlich tätige Fachärzte für Allgemeinmedizin
    • Internisten
    • Praktische Ärzte

    Wenn dann Anzeichen für Hautkrebs gefunden werden, ist der Gang zum Hautarzt ohnehin unausweichlich.

    Jedes Jahr erkranken 120.000 Menschen in Deutschland an verschiedenen Hautkrebs-Formen. 2.000 Menschen sterben jährlich am malignen Melanom, einer besonders gefährlichen Krebserkrankung.

    In fünf Jahren will der Gemeinsame Bundesausschuss überprüfen, ob die Vorsorge erfolgreich ist. Für die Entscheidung gab das Projekt "Hautkrebs-Screening in Schleswig-Holstein" den Ausschlag. Das hat ergeben, dass eine Früherkennung des Hautkrebses die Sterberate und die Erkrankungsrate senken kann. Dabei handelt es sich aber um keine wissenschaftliche Studie, weshalb der Gemeinsame Bundesausschuss eben in fünf Jahren die Wirksamkeit der Hautkrebs-Vorsorge überprüfen möchte.

    Der Landesverband Bayern der BKK kritisiert die neue Vorsorge-Regelung. Die Früherkennung an sich findet der Vorstandsvorsitzende Gerhard Schulte effektiv, doch die Altersgrenze ist ihm zu hoch. Außerdem sind ihm zu viele Menschen anspruchsberechtigt. Jeder fünfte Hautkrebs würde Menschen unter 35 Jahren betreffen. Deshalb sähe er lieber eine nach unten korrigierte Altersgrenze und eine Beschränkung auf Risikogruppen.

    Quellen:

    • - Gemeinsamer Bundesausschuss, Presseerklärung und Erläuterung, 16.11.2007
    • - Pharmazeutische Zeitung, 29.11.2007

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Viele Patienten verschieben aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus den Gang zum Hautarzt – selbst dann, wenn sie wegen einer Hautveränderung große Sorgen haben oder eine Früherkennung ansteht. Die Folgen können fatal sein: Wenn hinter der Hautveränderung zum Beispiel eine Hautkrebs-Erkrankung steckt, ist eine frühe Behandlung wichtig.
      „Patienten mit Hautveränderungen haben in der Zeit des ersten Lockdowns die Praxen und Kliniken gemieden und dadurch die Zahl der Hautkrebsdiagnosen gedrückt“, sagt Professor Alexander Enk von der Hautklinik der Uni Heidelberg. 
      Mehrere Studien widmeten sich bereits dem Thema: 
      Eine Studie verglich, wie viele Krebserkrankungen in Deutschland in der Zeit Januar bis Mai 2019 und Januar bis Mai 2020 diagnostiziert wurden. Ausgewertet wurden die Daten von mehr als 100.000 Patienten aus 1660 Praxen. Ein Ergebnis: Von allen Krebs-Arten waren die Hautkrebsdiagnosen von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffen. Die Diagnose von Hauttumoren sank im März 2020 um 25,6 Prozent und im April 2020 sogar um 42,9 Prozent in Hautarzt-Praxen und um 19,6 Prozent im März 2020 und um 29,3 Prozent im April 2020 in Allgemeinarztpraxen.
      Ähnlich deutlich sind die Ergebnisse von italienischen Forschern. Die vom pathologischen Referenzzentrum in Rom erfassten Zahlen zeigen, dass die Melanom-Inzidenzzahlen in den zwei Monaten vor dem Lockdown von 158 Melanomen auf 34 Melanome in der Zeit des ersten Lockdowns abfielen. Auch danach erholten sich die Inzidenzzahlen nur leicht, nämlich auf 45 in den folgenden zwei Monaten.
      Etwas anderes fiel dabei noch auf: Während vor dem Lockdown die durchschnittliche Tumordicke 0,88 mm betrug, sank sie unter dem Lockdown auf 0,66 mm ab und stieg nach dem Lockdown auf 1,96 mm an. „Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass Patienten unter dem Lockdown nur seltener den Hautarzt mit der Verdachtsdiagnose Hautkrebs aufsuchten", erklärt Enk. "Zugleich wird deutlich, dass dieses ‚Warteverhalten‘ zu einem Anstieg der Tumordicken direkt nach dem Lockdown führte“. Die Konsequenz sei, dass sich die Prognose der Erkrankten erheblich verschlechtere. 
      In einer Umfrage der International Dermoscopy Society (IDS) unter Hautärzten zeigte sich, dass sie deutlich weniger Patienten mit einem sogenannten Non-Melanoma-Skin-Cancer vor sich hatten – also mit Plattenepithelkarzinomen oder Basalzellkarzinomen. Ein malignes Melanom wurde praktisch in der gesamten Zeit überhaupt nicht diagnostiziert.
      Die Gründe für das Absagen oder Aufschieben von Arztterminen liegen für die Hautärzte auf der Hand: Besonders zu Beginn der Pandemie waren viele Menschen verunsichert und hatten große Angst, sich bei einem Besuch in der Praxis anzustecken. Jetzt ist die Situation anders: Hygienekonzepte, medizinische Masken, Abstandsregeln und die steigende Zahl der gegen SARS-CoV-2-Geimpften machen den Arzttermin mit geringem Ansteckungsrisiko möglich, so Alexander Enk.
      „Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, bei Hautveränderungen nicht zu warten, sondern sich umgehend untersuchen zu lassen", sagt Professor Peter Elsner von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. "Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung und Nachsorge sollten unbedingt wahrgenommen werden“.
      idw/cl
      Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.
    • Claudia
      By Claudia
      Jennifer Krusche und Dr. Marcel Boede vom Hautzentrum Berlin-Tegel erklären, wann Sonne zu viel ist und wie die Aktinische Keratose behandelt werden kann.
      Los geht's hier: https://us02web.zoom.us/j/89419276172?pwd=Y3lQeWpwYThzcjVvQThEaEFnRnUydz09
      Meeting-ID: 894 1927 6172
      Kenncode: 134862
      Veranstalter ist das Psoriasis Forum Berlin e.V.
      Der Online-Vortrag wird NICHT aufgezeichnet.
    • Andy1979
      By Andy1979
      Hallo an Alle hier im Forum !
      Ich hätte mal ne Frage wegen fumaderm.
      Kann man unter der Behandlung mit Fumaderm Hautkrebs bekommen?
    • Breeki
      By Breeki
      Hallo Schuppis,
      ich habe eine Vulgaris und jetzt ein paar Aktinische Keratosen auf der Stirn/Kopf.
      Hat hier jemand Erfahrungen mit Laser-Behandlungen, mit einem sogenannten Fraxel-Laser?
      Mein Dok hat von einer PDT abgeraten, weil die evtl. zu längeren Entzündungen/Verbrennungen
      führen könnte. Er benutzt lieber diesen neuesten Fraxel-Laser.
      Das Wirkprinzip sieht so aus:
      Der Laser dringt in die betroffenen Hautareale ein und durchsiebt diese praktisch mit feinen
      Laserstrahlen. Dadurch wird die Haut quasi wieder angeregt sich zu regenerieren.
      Der Dok meinte auch, daß ich mich zukünftig vor Sonnenstrahelen auf diese Stellen immer mit einem starken Sonnenschutzmittel von 50+ schützen soll. Hierfür hat er die Creme Anthelios XL 50+ von der Firma LaRoche-Posay empfohlen.
      Naja, wenn die Sonne (am Toten Meer) ansonsten gut ist, hat das eben auch seine negativen Auswirkungen........bloß nicht zuviel - bin da sowieso eher vorsichtig.
      Hat jemand Erfahrungen mit solchen Fraxel-Laser-Bestrahlungen??
    • Abbo
      By Abbo
      Hallo miteinander,
       
      ich bekomme seit Januar drei mal die Woche UVB-Bestrahlung und meine PSO ist mittlerweile um 70% zurückgegangen. Entgegen der üblichen Behandlung habe ich eine weitere Steigerung der Dosis über 1 Minute und 30 Sekunden nicht zugelassen, weil ich sonst schnell Sonnenbrand bekomme. Weil die Behandlung so erfolgreich ist, möchte ich diese gerne fortsetzen. Jetzt ist doch aber allgemein bekannt, dass hierdurch das Hautkrebsrisiko steigt und man eigentlich nicht mehr als 25 bis 35 Bestrahlungen im Jahr bekommen sollte. Mein Hautarzt behauptet felsenfest, dass durch die UVB-Bestrahlung das Hautkrebsrisiko nicht steigt, ich solle halt nur auf Sonnenbaden und Malleurlaub u.ä. verzichten. Auf meine Wiederworte meinte er nur, wer ist hier der Arzt? Wie beurteilen eure Ärzte oder ihr aus Erfahrung die Thematik?

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