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Komplizierte Patienten

Viele Faktoren beeinflussen den Willen des Patienten, bei einer Therapie "mitzumachen"

Der Patient muss mit der Therapie seiner Schuppenflechte einverstanden sein. Das klingt nach Binsenweisheit, ist aber bislang gar nicht so wichtig genommen worden.

Zwei Ärzte in Leeds (England) hatten 294 Patienten beobachtet, die sich mit unterschiedlich schwerer Psoriasis herumplagten. Die Ärzte untersuchten das Verhältnis zwischen dem Einverständnis, den Erfolgen und den Klinikaufenthalt. Dabei hing das Einhalten der Arzt-Anweisungen zur Therapie nicht mit dem Alter zusammen. Es gab es einen deutlichen negativen Zusammenhang zwischen dem Erfolg und dem weiteren Einhalten der Anweisungen.

Dazu kommt:

Der Therapie-Plan wurde deutlich besser eingehalten von

  • Frauen
  • Verheirateten Personen
  • Berufstätigen Personen
  • Patienten, die nicht für ihre Medikamente zahlen mussten
Schlechter befolgten
  • Männer
  • Singles
  • Arbeitslose und
  • Patienten, die ihre Medikamente bezahlen mussten
die Therapie.

Mittelprächtig folgsam zeigten sich

  • Patienten, die das erste Mal behandelt wurden
  • Patienten, bei denen keinen Nebenwirkungen auftraten oder
  • Patienten, die ein Medikament nur einmal täglich anwenden mussten
Überraschenderweise war das Einverständnis mit der Therapie bei Patienten, die mit äußerlichen oder kombinierten Therapien behandelt wurden, größer als bei Patienten, die nur eine Tablette erhielten.

Rauchen und Alkoholkonsum waren mit deutlich niedrigeren Raten zur Befolgung der Medikamenteneinnahme verbunden, zeigen die Ergebnisse.

Schließlich befolgten Patienten mit Psoriasis des Körpers eher den Medikationsplan als Patienten mit Erkrankungen im Gesicht, berichten die Wissenschaftler,

"Viele dieser Faktoren hängen möglicherweise zusammen und formen so das allgemeine Verhaltensmuster des Patienten, das für die Intervention verantwortlich ist", schlussfolgern die Autoren Dr. Saneh Said Zaghloul und Kollegen Kollegen von "The General Infirmary". "Es ist wichtig, dass wir über die Sammlung von Daten zur Behandlung hinausgehen, hin zu ihrer Anwendung, um das Einverständnis des Patienten positiv zu beeinflussen."

Ihr Fazit: Je mehr über die Zusammenhänge bekannt ist, um so mehr kann der Arzt einen Widerstand gegen eine Therapie abschätzen, wenn die nicht oder nicht gleich wirkt.

Quelle: Archives of Dermatology 140/2004


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