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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Wirksamkeit von Sole-Photo-Therapie nachgewiesen

    Beim Deutschen Heilbäderverband e.V. (DHV) lief eine Studie zum Nachweis der Wirksamkeit der ambulanten Sole-Photo-Therapie, wie sie in Heilbädern entwickelt wurde.

    303 Patienten in neun Heilbädern wurden mit der Sole-Photo-Therapie behandelt. Untersucht wurden zwei Stärken der Sole. Die niedrige Version hatte 4,5 bis zwölf Prozent konzentrierte natürliche Sole, die starke Version 25 bis 27 Prozent der Sole in sich. Nach dem Bad wurde mit UV-Licht bestrahlt.

    Ergebnis ist die wissenschaftliche Bestätigung, dass eine Bestrahlung mit Bad erfolgreicher ist als eine Bestrahlung allein.

    Das gilt sowohl für Bäder mit niedriger als auch mit höherer Sole-Konzentration.

    Eine Aufgabe der Studie war es, herauszufinden, ob Bäder mit niedriger Sole-Konzentration besser sind als Bestrahlung ohne jedes Bad. Bei der Bilanz nach sechs Wochen wurde dies bestätigt.

    Zweite Aufgabe der Studie war das gleiche "Spiel", dann aber mit stärkerer Sole. Auch hier zeigte sich, dass Solebäder mit anschließender UV-Bestrahlung nach einer sechswöchigen Behandlung besser sind als normale UV-Bestrahlung.

    Was für den erfahrenen Psoriatiker nicht die großartig neue Erkenntnis ist, war für den Deutschen Heilbäderverband eine wichtige Aktion: "Wir sahen uns dazu gezwungen", meint der Verband. Hintergrund: Die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Therapie seit dem Jahr 2000 nicht mehr, weil dem Gemeinsamen Bundesausschuss ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit fehlte.

    Der Deusche Helbäderverband erwartet, dass die Gesetzlichen Krankenkassen wegen der Ergebnisse seiner Studien die Kosten der Behandlung wieder übernehmen.

    DHV-Hauptgeschäftsführer Bodo K. Scholz meint: "Leider können wir nicht sagen, wie sich der Gemeinsame Bundesausschuss verhalten wird." Auf jeden Fall sei aber Optimismus angebracht. "Wir werden diesen auch verbreiten."

    Leiter des klinischen Teils der Studie war Dr. Ralf U. Peter, Chefarzt der Dermatologischen Abteilung des Uni-Klinikums Ulm. Auf die Messmethoden schaute Professor Karl L. Resch, Direktor des Forschungsinstituts für Balneologie und Kurortwissenschaften in Bad Elster.

    Teilgenommen haben die Heilbäder

    • Bad Rappenau
    • Bad Reichenhall
    • Bad Salzungen
    • Lüneburg
    • Bad Nenndorf
    • Bad Oeynhausen
    • Bad Pyrmont
    • Bad Salzuflen
    • Bad Sooden-Allendorf
    Quellen:
    • Deutscher Heilbäderverband
    • Veröffentlichung der Studie im Journal of European Academy of Dermatology and Venerology (21/2007) und im Journal of Alternative and Complementary Medicine (13/2007)

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