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Manuskin Active

Dermatologen sind entsetzt, weil Ingeborg Enzemann glücklich ist: Sie konnte ihre Hautmankamente absetzen. Und vielleicht auch die Hautmedikamente, wer weiß das schon. Welche Krankheit genau sie hat, ist auch nicht so wichtig. Ingeborg Enzemann ist nämlich vor allem eins: nicht existent. Sie muss aber dafür herhalten, für eine Creme namens Manuskin Active zu werben. Der Name deutet es an: Es soll Manuka-Honig drin sein.

Die Methode haben wir jetzt schon oft gesehen, und sie geht so:

  1. Es wird eine herzerweichende Geschichte erzählt von einem Menschen, der seine Hautkrankheit losgeworden ist – mit einer mehr oder weniger geheimnisvollen Salbe, hier eben Manuskin Active. Das soll viele Hautkrankheiten verschwinden lassen, egal, ob sie genetisch bedingt sind wie die Schuppenflechte oder ob Viren oder Bakterien die Ursache sind.
  2. Ein Foto wird gezeigt, gern wie hier auch ein Vorher-Nachher-Foto. Das Foto des Menschen ist immer gekauft oder geklaut. Das lässt sich leicht mit der Google Bildersuche herausbekommen. Die zeigt uns in diesem Fall, dass das Nachher-Foto in einer Datenbank mit der Beschreibung "hübsche reife brasilianische Frau entspannt zuhause bei einem Kaffee" gekauft werden kann. Ein weiterer Trick: Auf den Fotos vorher guckt die oder der Betroffene oft traurig, auf den Fotos nachher lacht sie oder er. Wer will sich da nicht mitfreuen?
  3. Es werden Hautärzte zitiert. Nur gibt es die nicht.
  4. Die Salbe gibt es gerade, "nur heute", im Sonderangebot. Immer. Egal, wann man die Seite aufruft. Das aktuelle Datum wird automatisch angepasst.
  5. Die Kommentare glücklicher Käufer sind immer in den letzten Tagen geschrieben worden – angeblich.
  6. Es gibt keinen normalen Online-Shop und schon gar kein Geschäft irgendwo vor Ort. Bestellt werden kann nur in einem obskuren Formular, in anderen Fällen nur, indem man angerufen wird.


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